C. Wissner. Ich bin getauft auf deinen Namen!

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1 C. Wissner Ich bin getauft auf deinen Namen!

2 Die Taufe 1 Warum eigentlich? Wer ein Neugeborenes im Arm hält, kann oft nicht genug davon bekommen, dieses Wunder zu bestaunen. Auch wenn man vielleicht mit dem Glauben und der Kirche bisher nicht so viel zu tun hatte, spürt man: Das hat irgendwie etwas Heiliges. Viele Eltern erfahren, dass es nicht selbstverständlich ist, ein Kind zu bekommen. Und wenn es dann da ist, ist es wie ein Geschenk! Das ist ein Fest wert! Bei der Taufe danken wir Gott für dieses Geschenk und bitten um seinen Segen für das neue Leben. Seit 2000 Jahren lassen sich Christen taufen. Seit Jesus gesagt hat: Geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern. Dabei sollt ihr sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen und sie lehren, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Zeit." (Mt 28, 19-20). Mit der Taufe gehören wir nicht nur zu unserer Heimatgemeinde, sondern werden Teil der weltweiten Familie der Christenheit. In der Taufe verbindet sich Gottes Name untrennbar mit unserem Namen. Das kann im Leben viel Kraft geben. Von Martin Luther wissen wir, dass er sich in schweren Zeiten, in denen er Angst hatte oder gezweifelt hat, immer wieder nur den einen Satz selbst vorsagte: Ich bin getauft!. Er wusste: Nichts und Niemand kann mehr etwas daran ändern, dass ich zu Gott gehöre! Wenn Kinder getauft werden, wird ganz deutlich, dass Gott ohne Bedingungen Ja zu uns sagt. Ein Baby hat in seinem Leben noch keine großen Leistungen vollbracht und doch nimmt Gott es voller Liebe an. Mit einer Liebe, die größer und vollkommener ist als jede menschliche Liebe es je sein kann. So wie Jesus die Kinder angenommen hat: Sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie. (Markus 10,13-16) 1 Mehr Infos zur Taufe unter:

3 Wasser und Licht er führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele (Psalm 23) Zur Taufe gehört als wichtiges Symbol das Wasser. Kein Wunder, denn das Wasser hat viele wichtige Bedeutungen. Wasser ist lebensnotwendig. Wir bestehen selbst zu 65 % aus Wasser. Wasser macht uns sauber, erfrischt und gibt neue Kraft. Die meisten Kinder lieben es, im Wasser zu planschen und zu spielen Wasser macht Freude. Das gilt auch für Gott. Ohne ihn wäre kein Leben möglich. Er kann uns neue Kraft geben. Wenn wir etwas getan haben, das nicht in Ordnung war, kann er uns vergeben und uns dadurch von unsrer Schuld reinwaschen. Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12) Das Licht der Taufkerze zeigt: Du gehst nicht allein durchs Leben. Du brauchst keine Angst haben, denn das göttliche Licht begleitet dich. Viele Familien zünden die Taufkerze am Tauftag und am Geburtstag des Kindes an.

4 Der Taufspruch Die Eltern wählen für ihr Kind einen biblischen Spruch aus, der das Kind das ganze Leben begleiten und an die Taufe erinnern soll. Eine kleine Auswahl möglicher Sprüche: Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird s wohl machen. (Psalm 37,5) Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. (Jesaja 43,1) Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer. (Jesaja 54,10) Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! (1. Johannes 3,1) Dein Gott ist barmherzig und wird dich nicht verlassen. (5. Mose 4,31a) Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein. (1. Mose 12,2) Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. (Ps 139,5) Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt. (Psalm 91,11.12) Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm. (1. Joh 4,16) Christus spricht: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Joh 8,12) Der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. (Josua 1,9)

5 Gott ist treu und wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. (2. Thess 3,3) Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? (Psalm 27,1) Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. (Psalm 36,6) Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben. (Psalm 36,8) Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. (Psalm 36,10) Siehe ich bin mit dir und will dich behüten, wohin du auch ziehst. (1. Moses 28,15a) Gedenke an den Herrn, deinen Gott; denn er ist s, der dir Kräfte gibt. (5. Mose 8,18) Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm 23,1) Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand. (Psalm 73,23) Christus spricht: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28.20) Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Psalm 119,105) Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit (2. Kor 3,17) Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. (Ps. 121,3) Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch! (1. Petrus 5,7)

6 Paten Es ist schön, wenn es Menschen gibt, die die Eltern bei der christlichen Erziehung unterstützen wollen und das Kind intensiv dabei begleiten möchten, wenn es Gott und die Welt entdeckt. In der Ev. Kirche muss mindestens ein Pate Mitglied der evangelischen Kirche sein. Alle weiteren Paten können auch Mitglied einer anderen anerkannten christlichen Kirche sein. Das Patenamt endet in der evangelischen Kirche mit der Konfirmation der getauften Kinder, die in diesem Moment religionsmündig - also in religiöser Hinsicht erwachsen - werden. Fürbitten der Paten Nach der Taufhandlung gibt es ein Gebet. Dabei können selbst formulierte Fürbitten der Paten vorgetragen werden. Wichtig: Wenn mehrere Kinder getauft wurden, sollten sich die Bitten auf alle in diesem Gottesdienst getauften Kinder beziehen! Drei Beispiele: Herr, wir danken dir für das Geschenk der Taufe. Wir befehlen dir die Kinder an, die nun getauft sind. Leite sie auf ihrem Lebensweg mit deinem Licht. Hilf den Eltern, dass sie sie dankbar, liebevoll und geduldig erziehen. Herr, wir bitten dich für alle Kinder dieser Erde. Bewahre sie vor dem Bösen und mache sie zu mutigen und glücklichen Menschen, die sich für deinen Frieden einsetzen. "Guter Gott, leite du uns Paten, Großeltern und alle, die für diese Kinder Verantwortung übernehmen, mit deiner Liebe. Hilf uns, für diese Kinder da zu sein, wenn sie uns brauchen." Kinder brauchen Begleitung Kinder brauchen Begleitung auf ihrem Weg. Auch auf dem Glaubensweg. Viele Eltern und Paten möchten, dass die Kinder im Vertrauen auf Gott aufwachsen, aber sie wissen nicht genau, wie sie diesen Glauben vermitteln sollen. Ein Anknüpfungspunkt kann ein regelmäßiges Gute-Nacht- Gebet oder das Singen eines Liedes sein. Beim Taufgespräch bekommen Sie daher als Geschenk Ihrer Kirchengemeinde das Büchlein "Mit Kindern beten", eine Sammlung von ansprechenden Gebeten und Liedern. Später kann Ihr Kind dann im Mini- und im Kindergottesdienst oder einer

7 der zahlreichen Jungschar- und Jugendgruppen gemeinsam mit anderen Kindern mehr erfahren über den Gott, auf dessen Namen es getauft wurde. Eine weitere Hilfe sind z.b. noch die "Elternbriefe zur religiösen Erziehung", die man ganz einfach und kostenlos über abonnieren kann. Viermal im Jahr und zum Geburtstag des Kindes kommen Briefe per , die altersgerecht religiöse Fragen des Kindes aufnehmen und konkrete Anregungen geben. Sollten Sie sich selbst nochmals über die Inhalte des christlichen Glaubens informieren wollen, um "für Fragen der Kinder, die in ein paar Jahren sicher kommen werden" gewappnet zu sein, ist zum einen die Homepage der EKD, auf der die elementaren Grundzüge unseres Glaubens nochmals zusammengefasst und gut erklärt werden (http://www.ekd.de/glauben/14.html), zum anderen das Buch "Das Christentum - was man wirklich wissen muss" von Christian Nürnberger sehr zu empfehlen. Mich selbst können Sie natürlich zu jeder Zeit mit Ihren Fragen löchern - ich werde bereitwillig Auskunft geben! Wichtige Information zum Gottesdienst Das Fotografieren während des Gottesdienstes ist in evangelischen Kirchen grundsätzlich verboten. Ich bitte Sie, Ihre Angehörigen und Freunde dahingehend zu informieren. Sie können gerne vor und nach dem Gottesdienst Fotos machen. Sollten Sie das dringende Bedürfnis haben, die Taufhandlung in Form einer Fotografie oder gar eines Videos festhalten zu wollen, können Sie das im Taufgespräch gerne ansprechen. Wir werden sicher eine zufriedenstellende Lösung finden. Musik im Taufgottesdienst Es ist möglich, dass sich die Eltern für den Gottesdienst ein bestimmtes Tauflied aus dem evangelischen Gesangbuch (EG) oder dem neuen Liederbuch "Wo wir dich loben" (NL) wünschen. Bei den monatlich stattfindenden zentralen Taufgottesdiensten werden oft mehrere Kinder getauft, so dass die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes nicht gänzlich auf die Bedürfnisse der einzelnen Familie zugeschnitten werden kann. Im Taufgespräch werden wir aber sicher eine gute und einvernehmliche Lösung finden.

8 Beliebte Lieder sind z.b.: Komm, Herr, segne uns - EG 170 Bewahre uns Gott - EG 171 Ich bin getauft auf deinen Namen - EG 200 Lobe den Herren, den mächtigen K. - EG 316 (ö) Großer Gott, wir loben dich - EG 331 (ö) Jesu, geh voran - EG 391 Ich möchte, dass einer mit mir geht - EG 209 Gott gab uns Atem, damit wir leben - EG 432 Weißt du, wieviel Sternlein stehen - EG 511 (ö) Der Herr segne und behüte dich - EG 563 Segne uns, o Herr - EG 564 Herr, wir bitten: Komm und segne uns - EG 565 Segne dieses Kind - EG 581 Kind, du bist uns anvertraut - EG 582 Meine Zeit steht in deinen Händen - EG 628 Ins Wasser fällt ein Stein - EG 637 Gott, dein guter Segen - NL 44 Du bist Du ("Vergiss es nie, dass du lebst war keine eigene Idee") Das Taufgespräch: Was müssen Sie zum Taufgespräch mitbringen? Eine Kopie der Geburtsurkunde (am besten auch noch das Familienstammbuch) Die Patenbescheinigung(en) (erhalten die Paten bei ihrer Ortskirchengemeinde) Den Taufspruch Bei Fragen, die Sie vor dem Taufgespräch noch klären möchten, wenden Sie Sich entweder an unsere Pfarramtssekretärin Frau Weller (Mo-Mi 8-12 Uhr sowie Do Uhr) / oder an mich persönlich: Pfarrer Michael Maisenbacher Böhmenstraße Gerstetten /

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