Medienkompetenz und konvergente Medien

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1 Fakultät Erziehungswissenschaften Institut für Berufspädagogik, Professur für Bildungstechnologie Medienkompetenz und konvergente Medien Christiane Köhlmann-Eckel, M.A. Dresden, 04.Okt.2007 Gliederung 1 Grundlagen 2 Öffentliche Einrichtungen zur Förderung von Medienkompetenz 3 Medienarbeit 4 Mediale Entwicklungen 5 Fazit 6 Quellen TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 2

2 1. Grundlagen 1.1 Konvergente Medien = Zusammenwachsen und Verschmelzung unterschiedlicher oder auch traditioneller Medien (Knothe 1999, S. 4) Konvergente Medien Inhaltliche Ebene meint also, dass ein mediales Angebot oftmals gleichzeitig über verschiedene Medien verbreitet wird. (Medienkonvergenz Monitoring 2005) Technische Ebene Auf technischer Ebene bezieht sich Medienkonvergenz auf das Zusammenwachsen verschiedener Einzelmedien in einem gemeinsamen Ausgabegerät (Medienkonvergenz Monitoring 2005) TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie Medienkompetenz Medienkompetenz Vermittlung Zielorientierung Medienkritik Medienkunde Mediennutzung Mediengestaltung analytisch reflexiv ethisch informativ instrumentellqualifikatorisch rezeptivanwenden interaktivanbieten innovativ kreativ TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 4

3 1.2 Medienkompetenz Grundlage der Medienkompetenz ist kommunikative Kompetenz kommunikative Kompetenz meint die Fähigkeit, sich über Kommunikationswege zu verständigen nonverbal oder verbal Kommunikationswege können auch Medien sein Ziele: Personen zu befähigen, erworbenes Wissen übertragen zu können und Handlungsstrukturen zu vermitteln, welche einen selbstbestimmten und prinzipiellen Umgang mit den Medien ermöglichen Förderung von Medienkompetenz im Sinne Baackes letztlich nur durch Projektarbeit möglich TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 5 2 Öffentliche Einrichtungen zur Förderung von Medienkompetenz eine breiter angelegte Medienkompetenzförderung auch in öffentlichen Einrichtungen wird in Sachsen durch die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) realisiert 1997 startete die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) ein medienbezogenes Ausbildungs- und Fortbildungsprojekt Ziel: medieninteressierten Personen in Sachsen das erforderliche technische und journalistische Grundwissen über die Fernseh- und Hörfunkproduktion zu vermitteln und [ ] zugleich auf medienpädagogischer Grundlage den verantwortungsbewussten und kritischen Umgang mit den Medien nahe zu bringen.. medienberufliche Kompetenzen von Journalisten, Seiteneinsteigern, zukünftigen Redakteuren und anderen beruflich Interessierten zu vermitteln (SAEK Förderwerk für Rundfunk und neue Medien) TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 6

4 3 Medienarbeit Zielerreichung durch Produktion sendefertiger Beiträge (Reportagen, Features, Interviews, usw.) für Fernsehen und Radio zur Fertigung bedarf es jedoch Wissen über Prinzipien journalistischen Arbeitens Verknüpfung von Theorie und Praxis bildet die Basis für Arbeiten im SAEK- Gesamtprojekt aktuell existieren unterschiedliche Teilprojekt SAEK Kombinationsprojekt (Hörfunk und Fernsehen) schulisch geprägte SAEKs professionell ausgerichtetes Einzelprojekt TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 7 4 Mediale Entwicklungen Ausweitung konvergenter Medien bedarf neuer medienpädagogischer Kurskonzepte mögliche Themen: Web 2.0 Wikisysteme Podcast/Vodcast Blogs/Communities Virtuelle Soziale Welten Handy Handyfilme Klingeltöne Mobiles Büro Handyspiele Geocatching TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 8

5 4.1 Wikis Weiterentwicklung des Internets öffnet dem Nutzer weitere Möglichkeiten der computervermittelten Kommunikation Anwendungen wie Wikis oder Blogs haben sich weitgehend etabliert Wikipedia ist eines der bekanntesten Beispiele die Nutzungszugänge sind hier relativ simpel jeder (registrierte Nutzer) besitzt Lese- und Schreibrechte Einsatzmöglichkeit im Rahmen des Deutsch-, Kunst-, Musikunterrichts denkbar Effekt: Kombination schulischer Wissensvermittlung und Medienarbeit TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie Podcast/Vodcast Podcast = Produzieren und Anbieten von Audio- oder Videodateien über das Internet einzelne Episoden (Serien) können abonniert werden Produktion von Podcasts denkbar zu: marketingorientierten Inhalten der eigenen Schule oder Stadt wissensorientierte Inhalte mit konkretem Unterrichtsbezug und Ablage in einer digitalen Schulbibliothek Herstellung redaktioneller Angebote im Sinne eines Bürgerjournalismus Beispiel: im Rahmen einer Projektzusammenarbeit zwischen der TU Dresden und dem SAEK im St. Bennogymnasium produzierten Teilnehmer einer 3. Klassen einen Vodcast zum Thema Aktuelles aus dem Dresdner Zoo TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 10

6 4.3 Vorraussetzungen zur Pod/-Vodcasterstellung Multimediacomputer Aufzeichnungsgeräte (Audio und Video) Zugang zu Online-Servern Raum zur Tonaufnahme Audioschnittsoftware Videoschnittsoftware Video- und Audiokonvertierungssoftware -> Schullizenzen und Freeware erleichtern den Zugang TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 11 5 Fazit Weiterentwicklung der Medienkompetenz von Schülern und Lehrern Medienkompetenzförderung muss weiter in die Schulbildung einbezogen werden Bedarf eines schulischen Medienfaches Web 2.0 Technologien eignen sich bereits jetzt für Integration in den Unterricht TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 12

7 6 Quellen Baacke, Dieter (1996): Medienkompetenz Begrifflichkeit und sozialer Wandel. In: Rein, Antje von (Hrsg.): Medienkompetenz als Schlüsselbegriff. Bad Heilbrunnen: Klinkhardt, Seite Baacke, Dieter (1997): Medienpädagogik. Tübingen: Niemeyer. Baacke, Dieter (1998): Zum Konzept und zur Operationalisierung von Medienkompetenz. URL: zuletzt überprüft am Baacke, Dieter (1999a): Medienkompetenz als zentrales Operationsfeld von Projekten. In: Baacke, Dieter; Kornblum, Susanne; Lauffer, Jürgen; u.a. (Hrsg.): Handbuch Medien: Medienkompetenz. Modelle und Projekte. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, S Förderwerk für Rundfunk und neue Medien ggmbh. Die Welt der SAEK. URL: zuletzt überprüft a, Knothe, M. (1999). Konvergenz der Medien eine rechtliche Betrachtung. Bonn: Europa Union Verlag. Köhler, T. & Köhlmann-Eckel, C. (2007). Bedarf, Gestaltung und technische Ausstattung neuartiger medienpädagogischer Kursangebote der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle. Studienbericht und Ergebnisse. Unveröffentlicht. TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 13 6 Quellen Köhlmann, C. (2007). Entwurf eines strukturierten didaktischen Konzeptes für eine onlinegestützte Ausbildung zum Erwerb von Medienkompetenz in der akademischen Ausbildung. Magisterarbeit. Technische Universität Dresden. Köhlmann, C. (2007). Medienkompetenz und internetgestütztes Lernen. In: Petsch, H.-J.; Zapf, A. & Köhler, T.: Die Neuen Medien und die kulturelle Vielfalt Europas. Erster Halbband- Konzeptioneller Ansatz und ausgewählte Ergebnisse, Berlin: Trafo, S Medienkonvergenz Monitoring (2005). Was ist Medienkonvergenz. URL: geprüft am Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Zur Begriffsbestimmung von Medienkompetenz und Medienpädagogik. URL: geprüft am Schell, F. (1999). Bedeutung von Medienkompetenz als Bildungsaufgabe und inhaltliche bildungspolitische Zielsetzung. In: Schell, F.; Stolzenburg, E. & Theunert, H (Hrsg). Medienkompetenz. Grundlagen und pädagogisches Handeln. München: KoPäd, S Thüringer Kultusministerium. (2004). Medienkompetenz in der Grundschule. URL: geprüft am TU Dresden, Medienkompetenz und konvergente Medien Folie 14

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