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1 Nr Jahrgang ISSN Offizielles Magazin für den DEHOGA Rheinland-Pfalz e.v. Soziales Änderungen bei Minijobs Wettbewerb Gastgeber des Jahres: Jetzt bewerben Nachhaltigkeit Ein Markt mit viel Potenzial Energie EEG-Umlage belastet Betriebe

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3 Editorial 01/2013 DEHOGAREPORT Wichtiges Wahljahr 2013 aktiv gestalten! Liebe Mitglieder des DEHOGA Rheinland-Pfalz, vor wenigen Tagen hat der Landtag Malu Dreyer zur neuen Ministerpräsidentin von Rheinland- Pfalz gewählt. Wir haben Malu Dreyer am Tag ihrer Wahl herzlich gratuliert und unsere guten Wünsche mit einem großen Blumenstrauß in unseren Verbandsfarben geschmückt. Wir hoffen auf eine engagierte Ministerpräsidentin, die sich der besonderen Leistungsfähigkeit des Tourismus und insbesondere des Gastgewerbes in Rheinland-Pfalz bewußt ist Arbeitsplätze, Betriebe, 7,6 Milliarden Euro Jahresumsatz, Ausbildungsplätze bedeuten ein starkes Stück Wirtschaft, das die Leitbranche schlechthin in unserem attraktiven Bundesland ist! Jede fünfte Familie bezieht direkt oder indirekt ein Einkommen aus dem Tourismus, so dass von den etwa 4 Mio. Rheinland-Pfälzern inzwischen rund 20 % auch davon leben. Grund genug in Zukunft noch ein wenig mehr auf die positive Gestaltung der Rahmenbedingungen für unsere Branche zu achten. In diesem Sinne freuen wir uns auf viele konstruktive Begegnungen mit der neuen Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Im September diesen Jahres wählen wir einen neuen Bundestag und damit auch eine neue Bundesregierung. Unsere Branche hat allen Anlass mit großem Engagement für den Fortbestand der amtierenden Regierungskoalition einzutreten. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz hat viele unserer Kollegen in die Lage versetzt, lange geplante Investitionen endlich umzusetzen, da durch die reduzierte Mehrwertsteuer der Nachweis des notwendigen Eigenkapitals vielerorts erst möglich wurde. So konnte die jährliche Investitionssumme in unsere Betriebe schlichtweg verdoppelt und die Qualität den zeitgemäßen Ansprüchen entsprechend zukunftsfähig entwickelt werden. Die örtlichen Handwerksbetriebe konnten sich über viele Aufträge freuen und sollten mit ihren Kammern ein hohes Loblied anstimmen, denn sie sind die wahren Profiteure des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes, das seinem Namen alle Ehre macht! Zudem hat unsere Branche weit über Durchschnitt neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen und in die Qualifizierung seiner MitarbeiterInnen investiert. Alle diese positiven Entwicklungen dürfen nicht gefährdet werden durch einen Regierungswechsel in Berlin und die seitens der Oppositionsparteien angekündigte Rücknahme der reduzierten Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen. Vielmehr gilt es im Rahmen einer grundsätzlichen Mehrwertsteuerreform endlich auch den Gastronomen Steuergerechtigkeit in Europa zu gewähren! Zuvor wählen wir auf unserem ersten gemeinsamen Delegiertentag des DEHOGA Rheinland-Pfalz am 05. März 2013 in Bad Kreuznach ein neues Präsidium. Ich darf bereits heute alle Delegierten bitten, sich diesen Tag frei zu halten, um mit hoher Präsenz ein deutliches Zeichen der neuen Stärke und Geschlossenheit im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe zu setzen! Wir freuen uns, dass wir seit Beginn des Jahres mit Dr. Britta Stolberg-Schloemer eine optimale Besetzung der Akademie- Leitung verpflichten konnten. Zudem verfügen wir mit der Kanzlei Bietmann über einen exellenten Partner, der sie ab sofort im DEHOGA-Zentrum in fast allen juristischen Fragen kompetent beraten und arbeits- und sozialrechtlich auch gerichtlich vertreten kann. Ich freue mich auf ein sehr wichtiges Wahljahr 2013; sowohl in unserem Branchenverband als auch im Bund! Abschließend darf ich Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches und von Gottes Segen begleitetes Neues Jahr 2013 wünschen! Den geschäftlichen Erfolg werden Sie als fleißige und unermüdliche Gastgeber haben! Es grüßt Sie alle mit Sonne im Herzen Gereon Haumann Präsident DEHOGA Rheinland-Pfalz e.v. 3

4 DEHOGAREPORT 01/2013 Rheinland-Pfalz HOGA in Nürnberg schloss mit positivem Fazit Gute Stimmung in der Branche Hauptgeschäftsführer Ralf Schell vom DEHOGA Bayern, begrüßte zur Hoga-Messe DEHOGA-Präsident Gereon Haumann. Foto: DEHOGA Bayern Mit fast Besuchern knüpfte die HOGA Nürnberg an das Spitzenergebnis der letzten Messe (2011) an. Es war die erste große Branchenmesse des Jahres. Jeder Besucher nahm wertvolle Anregungen und Inspiration für den eigenen Betrieb und die berufliche Praxis mit. Zu den Besuchern gehörte auch der rheinland-pfälzische DEHOGA-Präsident Gereon Haumann. Herzlich begrüßt von Hauptgeschäftsführer Ralf Schell (DEHOGA Bayern) informierte sich Haumann umfassend über neueste Trends in der Hotellerie und Gastronomie und knüpfte wichtige Kontakte. Rund 630 Ausstellern (15 % mehr als 2011) präsentierten sich auf Quadratmetern in fünf Hallen. Viel Lob gab es für das hochkarätige Rahmenprogramm, das aus zahlreichen Wettbewerben, Sonderpräsentationen und Aktionsbereichen bestand. Die gute Stimmung bei der ersten Messe im neuen Jahr machte deutlich, dass die Branche optimistisch ins neue Jahr gestartet ist.zum Gesamterfolg der HOGA haben auch die FOOD SPECIAL des Service-Bund als viel beachtete Messe in der Messe und die Beteiligung der BÄKO Franken Oberbayern-Nord eg beigetragen. Starkes Interesse fand auch die erstmalige Beteiligung des Bund Deutscher Innenarchitekten (BDIA) an einer Gastro-Fachmesse, die bei der HOGA unter dem Motto Das inszenierte Hotelzimmer stand. Regen Zuluaf hatte auch die neue Whiskylounge, in der die Experten des Highland Circle Nürnberg, Deutschlands ältestem Whiskyclub, den Gastronomen eine kompetente Beratung rund um den Whisky boten. Die nächste HOGA findet vom 11. bis 14. Januar 2015 statt. Alexander Schweitzer zum Minister für Arbeit und Soziales ernannt Malu Dreyer ist neue Ministerpräsidentin Seit Mitte Januar hat Rheinland-Pfalz eine neue Ministerpräsidentin: Malu Dreyer, vormals Ministerin für Arbeit und Soziales übernahm von Kurt Beck die Amtgeschäfte. Zu ihren ersten Amtshandlungen gehörte die Ernennung Foto: rlp-archiv ihres Nachfolgers im Ministerium: den 39-jährigen Alexander Schweitzer aus Bad Bergzabern. Alexander Schweitzer weiß, was soziale Gerechtigkeit bedeutet. Er ist nicht nur umfassend in der Landespolitik Existenzgefährdende Gebührenerhöhungen erfolgreich verhindert GEMA-Tarifreform für 2013 ausgesetzt Tausende Betreiber von Klubs, Diskotheken und Musikkneipen können aufatmen: Nach einem beispiellosen über Monate andauernden Verhandlungsmarathon über die GEMA- Tarifreform konnte die Bundesvereinigung der Musikveranstalter erreichen, dass die GEMA auf eine Durchsetzung der im April veröffentlichten Tarife verzichtet. Damit können alle Veranstaltungen, u.a. in Clubs, Diskotheken, Musikkneipen, Hotels- und Gaststätten, Tanzschulen, Varietébetrieben, Hallenbetrieben sowie auf Stadt- und Straßenfesten für 2013 auf der Basis der bewährten Alttarife geplant und durchgeführt werden. DEHOGA-Präsident und Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter Ernst 4 verortet, sondern hat reichhaltige Erfahrung in der Kommunalpolitik gesammelt. Das sind beste Voraussetzungen für einen guten Arbeitsund Sozialminister, sagte Ministerpräsidentin Dreyer. Der gebürtige Pfälzer Schweitzer studierte Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach dem Staatsexamen 2001 war er bei einer Agentur des Landes Baden-Württemberg tätig, die sich mit Evaluierung und Qualitätsmanagement im Hochschulwesen beschäftigt wurde er Projektleiter beim Steinbeis-Transferzentrum IPQ in Heidelberg und Dozent an der Berufsakademie Mosbach (heute Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach). Der neue Minister war von 2009 bis 2011 Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium. Nach der Landtagswahl im vergangenen Jahr wurde er Generalsekre tär der Landes- SPD. Schweitzer ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Bad Bergzabern im Landkreis Südliche Weinstraße. Er wolle als Minister das Thema soziale Gerechtigkeit zu seinem Schwerpunkt machen, betonte Alexander Schweitzer. Fischer: Mit dieser Lösung ist zumindest für 2013 die Zeit der existenziellen Ängste vieler Veranstalter beendet. Dafür musste die Bundesvereinigung der Musikveranstalter der GEMA einen Zuschlag für alle Veranstaltungen in Höhe von fünf Prozent für 2013 zugestehen. Für Diskotheken und Klubs wird ab den 1. April 2013 nochmals ein weiterer Zuschlag von zehn Prozent fällig. Allerdings werden insbesondere Klubs und Diskotheken durch den Wegfall des Zuschlags für den Einsatz eines Laptops/PCs bzw. selbst gebrannter CDs (so genannter Vervielfältigungszuschlag) ab dem 1. April 2013 entlastet. Dieser wird durch eine Anpassung des Tarifs VR-Ö ersetzt. Zur Klarstellung: Bei der nunmehr erzielten Kompromisslösung handelt es sich um eine Übergangsregelung für das Jahr 2013 ohne Präjudiz für die Folgejahre. So ist auch ausgeschlossen, dass seitens der GEMA für das Jahr 2013 Nachforderungen geltend gemacht werden. Voraussichtlich im April 2013 ist mit einem Einigungsvorschlag der Schiedsstelle zu rechnen. Die Parteien haben dann die Möglichkeit, unter Berücksichtigung des Schiedsstellenspruchs eine tarifliche Neuregelung für 2014 zu finden. Bezüglich der nicht vom Streit erfassten Tarife für Hintergrund- und Tonträgermusik, Radio und Fernsehwiedergabe etc. verständigte sich die Bundesvereinigung der Musikveranstalter mit der GEMA auf eine Erhöhung von 2,2 Prozent ab 1. Januar 2013.

5 Rheinland-Pfalz 01/2013 DEHOGAREPORT Das Bundessozialministerium informiert: Änderungen bei den Minijobs Zum 1. Januar 2013 traten Neuregelungen im Bereich der so genannten Mini- und Midijobs in Kraft. Das betrifft demnach einen wichtigen Beschäftigtenteil im Gastgewerbe. Denn viele Betriebe hängen von der dringend benötigten Flexibilität ab, die die Minijobs ihnen bieten. In der Verkehrs-, Freizeit- oder Eventgastronomie muss sehr flexibel auf Stoßzeiten reagiert werden. Auch Existenzgründer starten zunächst mit wenigen fest angestellten Kräften und ergänzen ihr Team mit Aushilfen. In all diesen Fällen sichern die Minijobber Entwicklung und Bestand der Betriebe und damit auch der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze. Die Entgeltgrenzen bei geringfügig entlohnter Beschäftigung und bei Beschäftigungen in der Gleitzone wurden jetzt um jeweils 50 angehoben. Darüber hinaus sollen geringfügig entlohnt Beschäftigte in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sein, sich aber auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen können. Die Neuregelungen: Anhebung der Entgeltgrenze bei den Minijobs von 400 auf 450 auf zwei Jahre befristete Ausnahmeregelung für bestehende Beschäftigungsverhältnisse im Bereich von 400,01 bis 450, die durch die Anhebung der Entgeltgrenze zu Minijobs und somit den Schutz in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung verlieren würden. Einführung einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung für nach Inkrafttreten der Neuregelung begründete geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse Möglichkeit der geringfügig entlohnt Beschäftigten, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Anhebung der Entgeltgrenze bei den Midijobs von 800 auf 850, so dass ein Midijob künftig in der Entgeltspanne zwischen 450,01 und 850 vorliegt. Zweijährige Übergangsregelung für bestehende Beschäftigungsver hältnisse im Bereich von 800,01 bis 850, so dass für diese weiterhin die normale Sozialversicherungspflicht gilt, verbunden mit der Möglichkeit, die Gleitzonenregelung zu wählen. Wichtig für Beschäftigungsverhältnisse mit einem Entgelt zwischen 400 und 450, die bereits vor dem 1. Januar 2013 bestanden haben: Will der Arbeitnehmer sich von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen, so muss der Antrag bis zum 2. April 2013 beim Arbeitgeber gestellt werden. Hinweis! Wichtiger Terminhinweis! Für den neuen fusionierten DEHOGA Rheinland-Pfalz steht der erste gemeinsame Delegiertentag mit Neuwahl des Präsidiums an: Dieser wichtige Tag ist am 5. März 2013 im Parkhotel Kurhaus Bad Kreuznach. Alle Delegierte im DEHOGA Rheinland-Pfalz sollten sich diesen Termin schon einmal vormerken, Näheres gibt es im folgenden DEHOGA report. DEHOGA Rheinland-Pfalz informiert: Beitragszahlung 2013 Der DEHOGA Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass im Dezember 2012 der DEHOGA Rheinland e.v. rechtskräftig durch Fusion im DEHOGA Rheinland-Pfalz e.v. aufgegangen ist. Weiter hat der DEHOGA Hotel- und Gaststättenverband Rheinhessen- Pfalz e.v. mit Delegiertentagbeschluss vom seine Beitragshoheit einstimmig auf den DEHOGA Rheinland-Pfalz e.v. übertragen. Die Beitragsrechnungen ab dem Jahr 2013 werden daher künftig einheitlich über den DEHOGA Rheinland-Pfalz erstellt und verschickt werden. Die DEHOGA-Mitglieder werden gebeten darauf zu achten, dass mit dieser Änderung auch eine Änderung der bisher bekannten Kontonummer einhergehen wird. Die Beitragsrechnungen werden von diesem Jahr an insgesamt und einheitlich jeweils in der 2. März-Hälfte verschickt. 5

6 DEHOGAREPORT 01/2013 Rheinland-Pfalz Jetzt bewerben für den Gastgeber des Jahres 2014 in Rheinland-Pfalz! Spitzengastgeber und Serviceprofis gesucht! Bis zum 15. März 2013 läuft die Bewerbungsfrist für den Gastgeber des Jahres Die Bewerbungen können online unter eingereicht werden. Unter der Schirmherrschaft von Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland- Pfalz (MWKEL) und ausgelobt durch die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) sollen durch den Wettbewerb herausragende Gastgeber und Serviceleistungen in Rheinland-Pfalz für das Jahr 2014 ausgezeichnet werden. Die Gastgeber des Jahres haben ihre konsequente Qualitätsausrichtung bewiesen und stehen als Synonym für tagtäglich gelebte Servicequalität. Diese Auszeichnung ist eine ganz 6 besondere Anerkennung. Der Wettbewerb sei ein Ansporn zu zeigen, welche hervorragenden Betriebe wir haben, so Lemke weiter. Bezogen auf die ServiceQualität Deutschland in Rheinland-Pfalz stehen wir sehr gut da: Mit rund 600 ServiceQualitäts-Betrieben der Stufe I stehen wir bundesweit an erster Stelle. Nach Überarbeitung der Bewerbungskriterien und -modalitäten gibt es nun auch die Möglichkeit besondere Gastgeber und Betriebe aktiv für die Auszeichnung vorzuschlagen. Über können einerseits begeisterte Gäste ihren persönlichen Spitzengastgeber empfehlen. Andererseits haben vor allem auch motivierte Mitarbeiter eines Betriebes die Chance ihren Arbeitgeber für die Auszeichnung vorzuschlagen. Wer einen Vorschlag einreicht, nimmt automatisch an einer Verlosung teil und hat die Chance eine von vier Übernachtungen für zwei Personen bei einem der bisherigen Gastgeber des Jahres zu gewinnen. Der Hauptpreis ist eine Übernachtung beim Gastgeber des Jahres 2012 sowie die Teilnahme an der Preisverleihung. Die Auszeichnung ist bei den Gastgebern heiß begehrt. Die Gewinner der vergangenen Jahre sprechen von hoher Wahrnehmung bei Neukunden und Stammgästen und freuen sich über das tolle Instrument, den Gästen ihre herausragende Angebote und Serviceleistungen zu vermitteln, so Achim Schloemer, Geschäftsführer der RPT.

7 Rheinland-Pfalz 01/2013 DEHOGAREPORT Neue Investitionsbereitschaft Stefan Maas Hotel-Restaurant Maas, Lutzerath, Gastgeber des Jahres 2006: Durch unsere erfolgreiche Teilnahme Gastgeber des Jahres 2006 wurde eine neue Investions-Bereitschaft freigesetzt die Mitarbeiter waren hoch motiviert - die Leistungsbereitschaft stieg das Interesse an Weiterbildung und Schulungen war riesig. Selbst nach 8 Jahren trifft man sich mit den Gewinner-Kollegen zum Erfahrungsaustausch. Auszeichnung machte stolz Petra und Gerd Ripp Schloss Rheinfels, St. Goar, Gastgeber des Jahres 2005: Dass jede erdenkliche Qualitätsaussage den Image- und somit Bekanntheitsgrad erhöht, brauchen wir hier nicht weiter zu unterstreichen ein Marketingtool eben, welches bestens geeignet ist, auf sich aufmerksam zu machen! Darüber hinaus aber ist es damals erheblich lukrativer noch für unsere interne Reputation gewesen sprich: Die Motivation für eine besondere Identifikation unserer Mitarbeiter und der daraus resultierende Stolz war es, was uns alle ein Stück nach vorne gebracht hat! Als ehemalige Gastgeber des Jahres können wir diesen Wettbewerb allen Kollegen nur wärmstens empfehlen! Hohe Werbekraft Katja und Stefan Krebs Märchenhotel Älteste Weinstube, Bernkastel-Kues, Gastgeber des Jahres 2007 & Sonderpreis Die innovativste Serviceidee 2010: Der Wettbewerb war ein ideales Mittel, um unser Team für absolute Spitzenleistungen zu begeistern. Zur Außenwerbung nur soviel: wir werben heute noch mit unseren zwei Auszeichnungen aus 2007 und Engagement lohnt sich Trudel und Klaus Weiler Weinhaus Weiler, Oberwesel, Gastgeber des Jahres 2010: Die Auszeichnung Gastgeber des Jahres in RLP 2010 war und ist für uns ein Riesenerfolg, auf den wir gerne zurückblicken. Erreicht haben wir dies durch die kontinuierliche Umsetzung der SQ Deutschland und das tolle Engagement unserer Mitarbeiter. Wir stehen gerne als Beispiel und Mutmacher für alle kleinen Hotel- und Gastronomie-Betriebe, sich diesem überaus wertigen Wettbewerb zu stellen. Kreativer Prozess kam in Gang Thomas Pütter und Denise Kraft-Pütter Nells Park Hotel, Trier, Gastgeber des Jahres 2011 & Sonderpreis Beste Website 2011: Die Teilnahme am Wettbewerb Gastgeber des Jahres hat in unserem Unternehmen wichtige Impulse gesetzt. Im Team wurde ein kreativer Prozess ausgelöst, durch den wir alle gewonnen haben: Mehr Qualitätsbewusstsein, mehr Sensibilität für Wünsche und Erwartungen unserer Gäste, mehr Teamspirit. Unsere Qualitäts-Begeisterung wurde durch die Auszeichnung bestätigt. Viele Gäste haben sich mit uns gefreut! Die Auszeichnung wurde in der regionalen und überregionalen Presse sehr wertig dargestellt und ist für uns ein großartiges Marketinginstrument. 7

8 DEHOGAREPORT 01/2013 Regionale Szene Silberjubiläum für Monika und Klaus Jahn, Gasthof Dörsbachhöhe In Herold steht regionale Gastfreundschaft ganz oben Monika und Klaus Jahn feierten Silberjubiläum im Gasthof Dörsbachhöhe in Herold. Der erfolgreiche Gasthof mit Tradition besteht seit 103 Jahren. Heinrich Klos bekommt 1909 die Konzession erteilt. Seither ist der Betrieb immer in Familienhand. Am 18. November 1987, nach dem Tod von Monika Jahns Großmutter Mathilde, übernehmen Monika und Klaus Jahn offiziell den Gashof. Damit beginnt eine Erfolgsgeschichte. Noch im Jahr 1987 wird der Stall im Hof abgerissen. Hier entsteht im Sommer 1988 ein Biergarten für damals 20 Personen. In Herold ein Biergarten? Klaus Jahn schmunzelt, das haben viele Leute damals belächelt. Heute fasst der Biergarten 60, zur Not auch 100 Gäste, wie er sagt. Der Wintergarten wird ebenfalls 1988 errichtet. Trotzdem war es noch eine Bierkneipe, sagen Monika und Klaus Jahn. Monika Jahn wollte mehr. Sie erwarb in verschiedenen gastronomischen Betrieben weitere Kochkünste, das Kochen lag ihr schon immer, war ihre Leidenschaft, und sie besuchte die Hotelfachschule in Bad Kreuznach. Nicht erst seit heute sind Monikas Rezepte aus Großmutters Küche, die sie von Zeit zu Zeit anbietet, genauso der Magnet für die Gäste wie ihre saisonalen Spezialitäten und ihre Fischgerichte. Im Gasthof gibt es die traditionelle Theke wie in der Dorfkneipe und das helle, freundliche Flair des Wintergartens und des großen Saales, der auch für größere Gesellschaften heute ein ganz anderes Ambiente zeigt als noch vor Jahren. Es gibt vier komfortable mediterran gestaltete Ferienwohnungen, ausgezeichnet mit drei und vier Sternen, acht Doppelzimmer und ein Einzelzimmer und die Tenne in der ehemaligen Scheune. Vom DEHOGA bekamen die erfolgreichen Wirtsleute 2007 eine Urkunde und die goldene Ehrennadel. Das war eine besondere Überraschung. Seit mehr als 60 Jahren ist das Gasthaus in Herold Mitglied des Hotel- und KV Pirmasens Stadt und Land Jahresessen als Dankeschön Anfang Januar fand im Landrestaurant Wasgauperle bei den Familien Heidenreich und Schreiber das traditionelle Jahresessen des Kreisverbandes Pirmasens Stadt und Land statt. Fast 50 Mitglieder folgten der Einladung. Zu Beginn der Veranstaltung bedankte sich der Kreisverbandsvorsitzende Günter Bold bei seinen Vorstandskollegen und Kolleginnen für die gute Mitarbeit im vergangenen Nachbetrachtung der Kreisversammlung Kreisverband Rhein-Hunsrück im Spätherbst. Bei der gut besuchten Kreisversammlung begrüßte der Vorsitzende Karl-Heinz Breidenbach aus Rheinböllen die Mitglieder aus dem Kreisverband. Neben aktuellen Themen wie Künstlersozialabgabe, GEMA, GEZ, etc. wurden unter anderem auch die Delegierten für den nächsten Verbandstag gewählt. Gewählt wurden Josef Mayer (Boppard), Matthias Klein (Sohren) und Ute Klinkner-Ludwiczak (Emmelshausen). Zu guter Letzt wurde auch noch über die Möglichkeit diskutiert 2013 wieder eine gemeinsame Rheinschifffahrt mit dem Nachbarkreisverband Rhein-Lahn zu organisieren. 8 Gratulanten und Jubilare freuten sich gemeinsam: v.l. Ortsbürgermeister Wolfgang Seelbach, Wilfried Orsowa, Klaus und Monika Jahn, Frank Puchtler und Harald Gemmer. Foto: Uschi Weidner Gaststättenverbandes. Bei der kleinen Feier zum 25. Jubiläum wird deutlich, dass das Ehepaar noch viele Ideen hat. Ihr beide habt euch einen Traum erfüllt, sagt Wilfried Orsowa, der in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender des DEHOGA gratuliert. Lob gibt es auch von Bürgermeister Harald Gemmer und MdL Frank Puchtler. Monika Jahn gibt Lob und Anerkennung an ihre Familie weiter: Schon meine Eltern und Großeltern haben viel gearbeitet und aufgebaut. Heute helfen auch unsere Söhne wo sie können. Und ohne ein immer freundliches und tüchtiges Personal, das uns alle Zeit auf unserem Weg begleitete, wären wir auch nicht bis hierher gekommen. Viele Zulieferer waren zur Feier gekommen. Familie Jahn nutzt die Produkte der bäuerlichen Landwirtschaft in der Region genau so, wie die der heimischen Bäcker. Aus der Brennerei von Familie Fischer in Ebertshausen stammen die guten Brände. Uschi Weidner Jahr mit einem Blumengruß. Danach wurde dann bei hervorragender Speisenfolge an herrlich dekorierter Tafel in gemütlicher Runde gefeiert. KV Rhein-Hunsrück Delegierte gewählt Kreis Rhein-Hunsrück und Bad Kreuznach Termine Aktuelle Rhein Hunsrück-Bad Kreuznach Stammtisch SooNahe Wirtestammtisch : Der Stammtisch Nr. 74 findet statt am um 15:00 Uhr im Restaurant Im Gütchen bei Jan Treutle in Bad Kreuznach. Der Stammtisch Nr. 75 findet am um 15:00 Uhr bei der Firma Mettler in Morbach statt. Der Stammtisch Nr. 76 findet am um 15:00 Uhr in Meisenheim statt. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben. Die Stammtische finden immer am letzten Montag im Monat ab 15:00 Uhr statt, aktuell aber auch zu erfragen bei der DEHOGA Geschäftsstelle Koblenz.

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10 DEHOGAREPORT 01/2013 Stars und Sterne Hotel Speyerer Hof und Hotel Am Wartturm Aus den Händen von Herbert Boller, Präsident des DEHOGA Rheinhessen-Pfalz, sowie von Peter Hemmler, Vorsitzenden des DEHOGA Kreisverbandes Speyer-Germersheim erhielten gleich zwei Speyerer Hotels die Urkunden und Hotelschilder hinsichtlich der Deutschen Hotelklassifirung überreicht: Martin Reiter, Geschäftsführer vom Hotel Speyerer Hof (vormals Hotel zur Pfalz ) freute sich über die Klassifizierung mit 3 Sternen. Mit viel Liebe zum Detail hat Christian Heck das Hotel Am Wartturm in den vergangenen Jahren an den zeitgemäßen Standard und die Anforderungen an ein 3-SterneHotel herangeführt - mit Erfolg. Die Speyerer Bürgermeisterin Monika Kabs und Rita Nitsche, Leiterin der Tourist-Information Speyer, überbrachten die Glückwünsche der Stadt. Monika Kabs hob die hohe Klassifizierungsquote in Speyer hervor. Von den 22 Hotels sind zwischenzeitlich 10 klassifiziert (46%). Der Landesdurchschnitt liegt bei 25 %. Hotel Felsenland Das Vier-Sterne-Superior-Hotel Felsenland in Dahn feierte Eröffnung der 20 neu gestalteten Zimmer im Erweiterungsbau. Kontinuierlich wurde das Hotel in den vergangenen Jahren erweitert und gilt heute als eines der imposantesten Hotels in Rheinland-Pfalz. Mit den neu geschaffenen Natur-Leben-Zimmern und dem erweiterten Felsen-Spa vermittelt das Hotel den Gästen ein ganz intensives Natur- Gefühl. Die Wände der neuen Zimmer aus Lehmputz mit Strohfüllung erinnern an die traditionelle Wandgestaltung. Natursteinbäder, kuschelig-weiche Böden, die an das Moos des Waldes erinnern und Naturholzkunst schmücken die Wohnlandschaft. Modernster Schlafkomfort sorgt für Tiefenentspannung und eine erholsame Nacht. Das Dachgeschoss hält für die Gäste ein Aussichtsplateau mit Sonnenliegen bereit. Zur Eröffnung der neuen Zimmer begrüßten Margit und Alois Ruppert auch DEHOGA-Vizepräsident Lothar Weinand. Pension Zum Mühlental Mit der Pension Zum Mühlental in Mörz hat die Verbandsgemeinde Kastellaun einen weiteren Unterkunftsbetrieb, der gleichzeitig erfolgreich an der DEHOGA-Klassifizierung für Gasthöfe, Gasthäuser und Pensionen sowie der Zertifizierung zum Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland teilgenommen hat. Verbandsgemeindebürgermeister Dr. Marlon Bröhr und der DEHOGA-Kreisverbandsvorsitzende Karlheinz Breidenbach gratulierten Familie Hansen, die bereits seit drei Generationen die Pension mit Restaurant betreibt und überreichten die Klassifizierungsurkunde. Jörn Winkhaus, Geschäftsführer der Hunsrück-Touristik GmbH, überreichte darüber hinaus die Urkunde zum Wandergastgeber. Das Bild zeigt (v. li.): Familie Hansen (Pension Zum Mühlental, Mörz), Karlheinz, Jörn Winkhaus und Verbandsgemeindebürgermeister Dr. Marlon Bröhr. 10

11 Stars und Sterne 01/2013 DEHOGAREPORT Immobilien Aktuelle Immobilien Gastronomie im Kurfürstlichen Schloss in Koblenz zu verpachten Die Koblenz-Touristik, ein Eigenbetrieb der Stadt Koblenz, sucht zum schnellstmöglichen Zeitpunkt (voraussichtlich Mai 2013) einen Pächter für die Gastronomie im Kurfürstlichen Schloss in Koblenz. Im Schloss steht eine Fläche von ca qm für hochwertige Tagungen, Veranstaltungen und sonstige Anlässe mit repräsentativem Charakter zur Verfügung. Das gastronomische Angebot soll die Bandbreite vom Stehempfang über Tagungs-pauschalen bis zum Galamenü umfassen. Zudem soll ein Cafébetrieb eingerichtet werden. Des Weiteren ist auf der Westseite des Schlosses eine Außengastronomie mit Cafécharakter vorgesehen. Kühlräume und Personalräume sind eingerichtet. Der Pächter hat die Investition für Küchengeräte und Einrichtungsgegenstände, Porzellan, Gläser, Besteck sowie das Mobiliar zu tragen. Außerdem sind Ausstattungsgegenstände zum Verkehrsund Restwert zu übernehmen. Interessierte Gastronomen richten ihre Bewerbungen bis spätestens an die Koblenz-Touristik, Postfach , Koblenz. Es werden Bewerbungen von Persönlichkeiten mit Berufserfahrung, die möglichst in der gehobenen Gastronomie selbständig sind oder waren, erwartet. Für Rückfragen steht Bewerbern Herr Bilo, Geschäftsführer der Koblenz-Touristik, Telefon 0261/ , zur Verfügung. 11

12 DEHOGAREPORT 01/2013 DEHOGA Rheinland-Pfalz DEHOGAREPORT 11/2010 DEHOGA Rheinland-Pfalz: Ihre Ansprechpartner Liebe Mitglieder des DEHOGA Rheinland-Pfalz, wir sind stolz, in unserem neuen Domizil alle Serviceangebote des DEHOGA unter einem Dach zu vereinen. Da Erfolg aber auch ein starkes Team braucht, stellen wir Ihnen auf dieser Seite gerne unser starkes DEHOGA-Team Rheinland-Pfalz vor: Freundliche, kompetente und engagierte Mitarbeiter/innen in der Landesgeschäftsstelle in Bad Kreuznach und in den Geschäftsstellen vor Ort in Koblenz, Trier und Kaiserslautern. Mit Begeisterung treten wir gemeinsam für die berechtigten Anliegen unserer Branche ein. Gereon Haumann Diplom-Kaufmann, Präsident DEHOGA Rheinland-Pfalz Brückes Bad Kreuznach Tel.: 0671 / Fax: 0671 / Familien-Hotel Hochwald Ferien- und Tagungsstätte St.-Georg-Straße Horath Tel.: / Fax: / Wir sind für Sie da! Wir sind für Sie da! So erreichen Sie die Kolleginnen und Kollegen der DEHOGA So erreichen Sie die Kolleginnen und Kollegen der DEHOGA Landesgeschäftsstelle (Akademie und Ausbildung, BundesLandesgeschäftsstelle (Akademie und Ausbildung, Bundespolitik, Landespolitik, Interessenvertretung, Verband) politik, Landespolitik, Interessenvertretung, Verband) DEHOGA Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalze.V., Landesgeschäftsstelle Landesverband Hotel- und Gaststättengewerbe e.v. Brückes Bad Bad Kreuznach Kreuznach Brückes Fax: Tel Fax: Ralf Landoll Ralf Volljurist, Landoll Fachökonom, Volljurist, Schwerpunkt Fachökonom, Personalwesen, Personalreferent Personalreferent undqualitätsqualitätsund trainer trainer Landesgeschäftsführer desdes DEHOGA Landesgeschäftsführer DEHOGA Rheinland-Pfalz Landesverbandes Rheinland-Pfalz Landesverbandes Tel.: Tel.: Denise Dr. Britta StolMeinken berg-schloemer Assistentin Geografin M.A. inund der Dr. Landesgephil. schäftsstelle Projektleiterin Tel.: 0671Fit für Aktion die Zukunft Tel.: Trier Dr. Britta Stolberg-Schloemer 2. 2.OG OG 2. 2.OG OG+ EG AWMedienConcept AWMedienConcept Andrea Wohlfart Andrea Wohlfart EG EG DEHOGA Projektbüro Aktion Akademie Fit für die Zukunft EG EG DEHOGA DEHOGA Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz DEHOGA RPT-Projektbüro Rechtsberatung Klassifizierung 2. 2.OG OG HGK EinkaufsHGK Einkaufsgenossenschaft genossenschaft 1.1.OG OG cbg Unternehmens cbg Unter- beratung nehmensberatung Die guten Landrestaurants 2.2.OG OG ComCept HOTAX Werbeagentur Steuerberatungsgesellschaft mbh 1.2.OG OG TafelrundeComCept Die guten GmbH & Co. KG Landrestaurants DEHOGA Rheinland-Pfalz Brückes Bad Kreuznach Doriane M.A. Geografin Schmitt und Dr. phil. Leitung Assistentin DEHOGA Akademie der Geschäfts Ausund führung Weiterbildung Tel.: Tel.: Michael Fiorello Kathrin Wahl Rechtsanwalt DEHOGA Assistentin Rechtsberatung der GeschäftsTel.: 0671 führung Tel.: DEHOGA DEHOGA Rheinland Rheinland-Pfalz e.v., DLZ DLZ Trier Trier Kaiserstraße 27 Kaiserstraße Trier Trier Tel. 40 Tel Fax Fax Silvia Silvia Leidinger Leidinger MitgliederMitgliederbetreuung betreuung Tel Tel

13 Regionale Szene Rheinland 01/2013 DEHOGAREPORT Wir sind für Sie da! So erreichen Sie die Kolleginnen und Kollegen des DEHOGA in den Regionen vor Ort DEHOGA Rheinland-Pfalz e.v., DLZ Koblenz Simmerner Straße Koblenz Tel Fax Frank Vogt Leiter Mitgliederbetreuung Tel Renate Stenshorn Mitgliederbetreuung Tel Koblenz Bad Kreuznach DEHOGA Rheinhessen-Pfalz Hotel- und Gaststättenverband e.v. DLZ Kasiserslautern Richard-Wagner-Straße Kaiserslautern Tel Fax Kaiserslautern Tel Nicole Cartarius Mitgliederbetreuung Mitgliederbetreuung, Telefonannahme, Umfragen, Schriftverkehr, Rahmenverträge Tel Martina Baumann Elisabeth Gores Stephanie Moog Andrea Müller Tel Mitglieder und Beitragsverwaltung, Buchhaltung, Finanzen, Statistik, Sekretariat Förder-GmbH Tel Sekretariat Rechtsberatung Tel Volljuristin, Rechtsberatung, 13

14 DEHOGAREPORT 01/2013 Fachthema Nachhaltigkeit Sparkassen-Tourismusbarometer 2012 befasste sich mit der Nachhaltigkeit Attraktives Marktpotenzial noch nicht ausgeschöpft Nachhaltigkeit und Umweltschutz gewinnen in der Branche weiter an Bedeutung. Das zeigt auch die aktuelle Untersuchung für Rheinland-Pfalz im Rahmen des Sparkassen- Tourismusbarometers Unterstützt vom gesellschaftlichen Wertewandel und einem wachsenden unternehmerischen Verantwortungsbewusstsein entwickelt der Tourismus verstärkt ganzheitliche Lösungen und spricht damit neue attraktive Marktpotenziale an. Nachhaltigkeit bezieht dabei neben der natürlichen Umwelt soziale und ökonomische Aspekte gleichermaßen ein und wird unter dem Ansatz der Corporate Social Responsibility bereits auch in einigen touristischen Unternehmen gelebt. Nachhaltige Konsum- und Lebensstile sind auch im Tourismus angekommen und bilden heute keinen Widerspruch mehr zu Erholung, Luxus und Vergnügen. Jeder fünfte Deutsche zählt aktuell schon zu den so genannten LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability), die auch im Urlaub hohen Wert auf körperlichseelisches Wohlbefinden sowie ökologisches Bewusstsein legen, gern Rad fahren, wandern oder schwimmen und deutsche sowie europäische Nahziele bevorzugen. Ansprache für bewusst Reisende Sie sind ein attraktives Marktpotenzial für den Rheinland-Pfalz-Tourismus! Das zeigt eine Sonderauswertung einer bundesweiten Repräsentativbefragung im Rahmen des Tourismusbarometers Deutschland von Rund drei Millionen bewusst Reisende umfasst allein die Kernzielgruppe für nachhaltig gestaltete Reiseangebote in den wichtigsten Quellgebieten von Inlandsurlaubern in Rheinland-Pfalz. Die Befragung identifizierte ein theoretisches Potenzial von bis zu 10 Millionen für nachhaltige Angebote ansprechbare Reisende nach Rheinland-Pfalz und ein rechnerisch mögliches zusätzliches Umsatzpotenzial durch Mehrausgaben für Nachhaltigkeit in Höhe von maximal 100 Millionen Euro. Ob und wie oft die potenziellen Reisenden tatsächlich für Reisen nach Rheinland-Pfalz aktiviert werden können, hängt von einer Vielzahl von Faktoren wie z.b. optimierte Zielgruppenansprache, Marketing oder Konkurrenzdestinationen ab. Schlüssel zum Erfolg bei der Ansprache dieser Zielgruppen sind nachhaltig gestaltete Angebote, die einen echten Mehrwert sowie ein attraktives Erlebnis bieten und dieses auch durch 14 aktives Marketing kommunizieren. Die umweltgerechte Bahnanreise bei einem Rad- und Wanderurlaub mit Gepäcktransport vor Ort oder das entschleunigte Wellnesswochenende mit zertifizierter Naturkosmetik, Bioküche und Elektrobike - im Fokus der Angebote sollten auf jeden Fall mehr Service und Qualität und nicht Komforteinbußen und Verzicht stehen. Gastgewerbebetriebe und Freizeiteinrichtungen in Rheinland-Pfalz haben den Trend zur Nachhaltigkeit erkannt, wie eine vom DEHOGA Rheinland-Pfalz unterstützte Online-Mitgliederbefragung herausarbeiten konnte. Zwei Drittel von ihnen investierten in den vergangenen drei Jahren vermehrt in energie- und umweltrelevante Bereiche, mit steigender Tendenz. Energie ist und bleibt dabei ein Investitionsschwerpunkt. Das Gros umweltrelevanter Investitionen findet bei Klein- und Mittelbetrieben mit niedrigem Kapitaleinsatz (< Euro) statt. Nur jeder siebte investierende Gastgewerbebetrieb nutzte dazu Fördermittel, bei den Freizeiteinrichtungen dagegen jede dritte. Hauptmotiv für Umweltschutzinvestitionen der Betriebe ist die Kostenersparnis, für viele rheinland-pfälzische Betriebe hat auch die gesellschaftliche Verantwortung Bedeutung. Aktives Marketing für Nachhaltigkeit gegenüber dem Kunden ist jedoch immer noch die Ausnahme. So setzen sich Zertifizierungen und Nachhaltigkeitsinitiativen im Gastgewerbe und Freizeitsektor in Rheinland-Pfalz bisher aufgrund mangelnder Bekanntheit, Intransparenz und fehlender Marktabdeckung nur schwer durch. Die Betriebe fürchten vor allem den damit verbundenen Zeit- und Arbeitsaufwand. Auch die soziale Dimension von Nachhaltigkeit ist den Betrieben präsent und wichtig, sichert sie nach Einschätzung der Mehrheit doch den mittel- bis langfristigen Unternehmenserfolg und verbessert das betriebliche Image vor Ort. Strategie für ein grünes Profil Rheinland-Pfalz hat also sowohl das Marktpotenzial als auch die Angebotsbasis, um sich im nachhaltigen Tourismus zu positionieren. Um diese Positionierung in die Praxis umzusetzen, sind die unterschiedlichen Akteure gefordert. Im Landesmarketing gilt es künftig, die Nachhaltigkeit stärker als Querschnittsaspekt zu berücksichtigen und in bestehende Themenlinien zu integrieren. Nachhaltige Leuchtturmprojekte unter Betrieben und Destinationen können das Profil von Rheinland-Pfalz als nachhaltig orientiertes Reiseziel schärfen. Die touristischen Betriebe und Freizeiteinrichtungen ihrerseits müssen entscheiden, ob sie Nachhaltigkeitsaspekte anlassbezogen einbauen ohne ihr bisheriges Profil zu ändern oder aber zu Nachhaltigkeitsspezialisten werden, die explizit auf grüne Marktsegmente abzielen. Umwelt- und energierelevante Investitionen werden allerdings in Hinblick auf die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft für alle Betriebe unerlässlich sein. (Quelle: Sparkassenverband Rheinland-Pfalz)

15 Fachthema Nachhaltigkeit 01/2013 DEHOGAREPORT Aktuell ersetzt der Betrieb seine fünf in die Jahre gekommenen, dezentralen Öl- und Gasheizungsanlagen durch eine Hackschnitzelheizung und entlastet so die Umwelt um schädliches CO2. Willkommener Nebeneffekt der Investition für das Hotel: Dem Unternehmen stehen zukünftig dank der Einsparung der bisher konventionellen Energieträger rund Euro für Neuinvestitionen in Qualität und Umweltschutz zur Verfügung. Hotel Cochemer Jung Menschels Vitalresort in Bad Sobernheim Das in Bad Sobernheim ansässige familiengeführte Wellness-, Fasten- und Bio-Hotel Menschels Vitalresort hat sein Betriebskonzept komplett auf die Bedürfnisse eines nachhaltigen Tourismus umgestellt: Vom Einsatz überwiegend regional und biologisch erzeugter Lebensmittel in der Gastronomie, über bauökologisch gestaltete Innenräume und Gästezimmer bis hin zum biologisch zertifizierten Hotelgarten - die Gäste des Hotels erwartet ein nachhaltiges Erlebnis. Als erster Betrieb deutschlandweit wurde Menschels 2011 vom Deutschen Wellnessverband mit dem Green Spa Award für Nachhaltigkeit im Wellnesssektor ausgezeichnet. Weitere Investitionen sind bereits geplant. Bei der Planung des Hotels Cochemer Jung an der Moselpromenade 2010 wurde deutlich, dass dem nachhaltigen Energiekonzept des Neubaus angesichts stetig steigender Energiepreise eine Schlüsselrolle zukam. Eigentümer Achim Lohner entschied sich für die Realisierung des ersten Nullemissionshotels in Rheinland-Pfalz. Bereits im April 2011 konnte das Hotel eingeweiht werden. Neben der Installation einer Luftwärmepumpe wurden sämtliche Kühlaggregate an den Heizungskreislauf angeschlossen, wodurch auch deren warme Abluft genutzt wird und Einsparungspotenziale voll zum Tragen kommen. Die zusätzlich umgesetzte Passivbauweise sorgt heute für eine optimale Isolierung des Gebäudes. Um auch im Detail glaubhaft zu sein, verzichtet das Hotel zum Beispiel zugunsten von Etagenkühlschränken mit Getränken für alle Gäste auf Minibars in den Zimmern. 15

16 DEHOGAREPORT 01/2013 Fachthema Nachhaltigkeit ISB Rheinland-Pfalz fördert Beherbergungsbetriebe bei ihren Investitionen Zuschüsse für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen Für Beherbergungsbetriebe in Rheinland- Pfalz besteht die Möglichkeit einer Förderung im Rahmen der Regionalförderung des Landes: Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) bezuschusst im Auftrag des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums Investitionen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich in einem der Fördergebiete der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) oder im Landesfördergebiet in Rheinland-Pfalz befinden, sowie von Beherbergungsbetrieben in allen Teilen des Landes. Vorausgesetzt wird die Schaffung neuer oder die Sicherung bestehender Arbeitsplätze. Zudem müssen Beherbergungsbetriebe nach Abschluss der Maßnahme über mindestens 25 Gästebetten in Zimmern zeitgemäßer Ausstattung verfügen und mindestens 30 Prozent des Umsatzes aus reinen Übernachtungsumsätzen generieren. Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören beispielsweise die Errichtung einer neuen und die Erweiterung einer bestehenden Betriebsstätte bzw. die Übernahme einer stilliegenden oder von einer Stilllegung bedrohten Betriebsstätte durch einen unabhängigen Investor. Die Förderhöchstsätze liegen abhängig von Vorhabensart und der Größe des Unternehmens zwischen 7,5 Prozent und 15 Prozent - in GRW-Gebieten bis zu 27 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind grundsätzlich neue Wirtschaftgüter des Anlagevermögens, wie Baukosten und Einrichtung, sowie bestimmte immaterielle Wirtschaftsgüter, wie zum Beispiel Software, bis zu einem Höchstbetrag von drei Millionen Euro. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass vor Beginn der Maßnahme der Förderantrag bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) gestellt ist und dem Antragsteller eine schriftliche Bestätigung der grundsätzlichen Förderfähigkeit durch die ISB vorliegt. Die Fördermittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) als nicht zurückzahlbarer Zuschuss zur Verfügung gestellt. Die laufende EFRE-Förderperiode ist zeitlich befristet: Geförderte Vorhaben müssen im Jahr 2013 begonnen und bis zum 31. Dezember 2014 abgeschlossen sein. Anträge stellen die Unternehmen direkt bei der ISB. Informationen vorab erteilt die ISB unter der Telefonnummer oder per an Ausführliche Informationen zu diesem und weiteren Programmen der Wirtschafts- und Wohnraumförderung unter 16

17 DEHOGA-Umweltcheck Lassen Sie Ihren Betrieb zertifizieren! Die Themen Umwelt- und Klimaschutz haben auch im Gastgewerbe weiter an Bedeutung zugenommen. Verbraucher und Gäste sind kritischer und sensibler geworden. Kommunizierbares Umweltengagement ist längst mehr als ein positiver Imagefaktor. Mit einem praktikablen und finanzierbaren Umweltcheck unterstützt der DEHOGA die Branche bei der Erbringung dieses immer häufiger angefragten Nachweises im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Mit dem DEHOGA Umweltcheck gibt es finanzierbares Instrument im Gastgewerbe, mit dem das betriebliche Umweltengagement nach außen kommuniziert werden kann. Der DEHOGA Umweltcheck wurde für die spezifischen Anforderungen des Gastgewerbes und seiner vorrangig klein- und mittelständisch geprägten Betriebe konzipiert. Er schließt die Lücke zwischen dem Einstieg in das betriebliche Umweltengagement (z.b. Energiekampagne Gastgewerbe) und sehr anspruchsvollen, teilweise kostenintensiven Umweltauszeichnungen oder Umweltmanagementsystemen (z.b. Ökoblume, EMAS, ISO 14001). Die erfolgreiche Teilnahme am DEHOGA Umweltcheck bietet zahlreiche Vorteile: Der Teilnehmer erhält eine offizielle Auszeichnung in Bronze, Silber oder Gold. Der Teilnehmer erhält somit ein wirkungsvolles Marketinginstrument, welches ihm neue Vermarktungschancen eröffnet und eine klare Positionierung im Wettbewerb ermöglicht. Der Teilnehmer erhält eine detaillierte Auswertung seiner Betriebskennziffern, die ihm eine Selbsteinschätzung seines betrieblichen Umweltengagements und einen Vergleich mit anderen, gleichartigen Betrieben ermöglicht (Benchmarking). Der Teilnehmer erhält Tipps und Hinweise zur weiteren Optimierung seiner umweltbewussten Betriebsführung und zur Ausschöpfung von Einsparpotentialen. Der Teilnehmer erhält Hilfestellung bei der Vermarktung seiner Umweltcheck-Auszeichnung (für lokale Öffentlichkeitsarbeit, Darstellung auf der eigenen Homepage etc.). Der Teilnehmer wird auf der Internetseite aufgeführt. In Rheinland-Pfalz haben inzwischen schon 13 Betriebe dieses Angebot genutzt: eine Auszeichnung in Gold haben 8 Betriebe, in Silber 3 und in Bronze 2. Weitere Informationen:

18 DEHOGAREPORT 01/2013 Tourismus Nur in der Pfalz kletterten die Gästezahlen im Tourismusjahr 2012 nach oben. Foto: Holidaypark Hassloch Tourismusbilanz zum Saisonende 2012 Weniger als im Rekordjahr 2011 Der rheinland-pfälzische Tourismus wird 2012 nicht ganz an die Rekordwerte des Vorjahres heranreichen, aber ein Ergebnis erzielen, das über dem früherer Jahre liegt. Diese Einschätzung trifft das Statistische Landesamt nach Ende der Hauptsaison. Bis einschließlich Oktober kamen rund 7,2 Millionen Gäste, das waren 2,3 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen verminderte sich um 2,1 Prozent auf 19,7 Millionen. Im Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2011 hatte die Zahl der Gäste bis einschließlich Oktober bei 6,6 Millionen und die Zahl der Übernachtungen bei 19 Millionen gelegen. Das Jahr 2011 hatte - nicht zuletzt wegen der Bundesgartenschau in Koblenz - der Branche einen Rekord beschert. Herkunft: Etwas mehr als 5,6 Millionen Gäste 18 aus Deutschland besuchten Rheinland-Pfalz in den ersten zehn Monaten 2012, das waren 2,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl ihrer Übernachtungen ging um 2,4 Prozent auf 15,2 Millionen zurück. Ebenfalls rückläufig war die Entwicklung bei den Touristen aus dem Ausland. Hier fiel die Zahl der Gästeankünfte um 1,4 Prozent auf 1,6 Millionen und die der Übernachtungen um 1,1 Prozent auf 4,5 Millionen. Unter den Gästen aus dem Ausland bilden die Niederländer nach wie vor die mit Abstand größte Gruppe, gefolgt von Gästen aus Belgien, den USA und Großbritannien. Von diesen Gästegruppen verzeichneten lediglich die Belgier eine Zunahme der Übernachtungszahlen um 1,3 Prozent. Dagegen buchten Gäste aus Großbritannien (minus 5,7 Prozent) und Frankreich (minus 5,6 Prozent) deutlich weniger Übernachtungen. Merkliche Zuwächse zeigten die Zahlen der Dänen (plus 7,1 Prozent) und Italiener (plus 3,6 Prozent). Regionen: Mehr Gäste und Übernachtungen als im Vorjahr registrierte nur die Tourismusregion Pfalz. In die Region Rheinhessen kamen zwar mehr Gäste als im Vorjahr, die Zahl der Übernachtungen blieb jedoch nahezu unverändert. In allen anderen Tourismusregionen konnten die Vorjahreswerte nicht erreicht werden. Betriebsarten: Bei den Betriebsarten verzeichneten lediglich Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, Pensionen sowie Jugendherbergen, Hütten und ähnliche Einrichtungen Zuwächse. Andere Betriebsarten mussten teils deutliche Gäste- und Übernachtungsrückgänge hinnehmen.

19 Tourismus 01/2013 DEHOGAREPORT BMU und Deutscher Tourismusverband starten Bundeswettbewerb nachhaltige Tourismusregionen Urlaub in Deutschland soll attraktiver werden Das Bundesumweltministerium und der Deutsche Tourismusverband haben gemeinsam zum ersten Mal einen Bundeswettbewerb nachhaltige Tourismusregionen gestartet. Bis zum 31. Januar 2013 sind alle rund 150 Tourismusregionen in Deutschland aufgerufen, sich mit ihren nachhaltigen Tourismuskonzepten und -angeboten zu beteiligen. Die Finalisten und Sieger werden im Frühjahr 2013 durch eine Jury ermittelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Bundesumweltminister Peter Altmaier: Umweltfreundlich reisen steht hoch im Kurs. Immer mehr Touristen möchten auf ihren Reisen einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen und einen Beitrag zum Schutz von Natur und Umwelt leisten. Nachhaltiger Qualitätstourismus ist der richtige Weg. Er ist zugleich ein Motor für die regionale Entwicklung des ländlichen Raums und sorgt für Arbeitsplätze, die nicht abwandern können. Mit dem Wettbewerb wollen wir Anreize schaffen, mehr Urlaub in Deutschland zu verbringen. Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.v.: Für immer mehr Menschen lautet der neue Reisetrend: Natur entdecken und erleben. Eine intakte Natur, reizvolle Landschaften, zufriedene Mitarbeiter und ein starkes Tourismusbewusstsein der ansässigen Bevölkerung, gehören zur Grundausstattung touristisch attraktiver Regionen. Um das eigene Kapital, die Natur und die Umwelt, zu bewahren, sind Angebote und Strategien gefragt, die die Nachhaltigkeit in die Praxis umsetzen und erlebbar machen. Eine Reihe von Regionen in Deutschland hat sich bereits nachhaltigen Zielen verschrieben und einen Tourismus in Einklang mit Natur und Landschaft entwickelt, der zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz beiträgt sowie eine umweltfreundliche Mobilität fördert. Dieses Engagement möchte der Wettbewerb würdigen, sie als Reiseziel 19

20 DEHOGAREPORT 01/2013 Fachthema Nachhaltigkeit Aktuelle DEHOGA-Umfrage belegt: Erhöhung der EEG-Umlage trifft Gastronomie und Hotellerie hart Ob Luxushotel oder Frühstückspension, ob Feinschmecker-Restaurant oder gemütliche Eckkneipe sie alle sind von steigenden Energiepreisen betroffen. Hoteliers und Gastronomen geben zurzeit im Schnitt mehr als fünf Prozent des Betriebsumsatzes für Energie aus. Durch die Erhöhung der so genannten EEG-Umlage werden die Gastronomen seit 2013 zusätzlich belastet. Eine aktuelle DEHOGA-Umfrage unter Gastronomen und Hoteliers zeigt die finanziellen Konsequenzen: So steigt die durchschnittlich Mehrbelastung für einen Gastronomiebetrieb durch die Erhöhung der Umlage um Euro, für einen Hotelbetrieb sogar um durchschnittlich Euro pro Jahr. Steigende Energiekosten sind seit Jahren eines der großen Probleme der Branche. Die EEG-Umlage macht es den Unternehmen nicht leichter, im Gegenteil, betont DEHOGA- Präsident Ernst Fischer. Der DEHOGA Bundesverband unterstützt daher die Branche mit mehreren Initiativen, um den Energieverbrauch in den Betrieben zu senken. So hilft die im März 2006 mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums gestartete Energiekampagne den Unternehmen bei Energiesparen. Als erste Dienstleistungsbranche 20 in Deutschland leistet das Gastgewerbe damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und hilft den Unternehmern Kosten zu senken Unternehmer nutzen bereits die Handlungsempfehlungen und Tipps der Energiekampagne. Durch eine umweltorientierte Betriebsführung lassen sich ökologische und ökonomische Schwachstellen aufdecken. Denn zum Glück hängen die Kosten eines Betriebs nicht allein vom Preis, sondern ebenso vom Verbrauch ab, sagt Fischer. Meist sind es nur ein paar einfache, erste Schritte, durch die Gastwirte bereits Energie und damit Kosten sparen können. Dabei geht es um genaues Hinsehen im Betrieb und eine ständige Überprüfung, welche Geräte wann ausgeschaltet werden können. Wenn diese Prinzipien ganz selbstverständlich in den Arbeitsalltag einfließen, ist viel gewonnen. Ganz wichtig: Für den Erfolg dieser Maßnahmen sind motivierte Mitarbeiter, klare Anweisungen und regelmäßige Kontrollen ausschlaggebend, erklärt der DEHOGA-Präsident. Auch Verbraucher und Gäste sind kritischer und sensibler geworden, sie fragen in der Tourismusbranche nach durchgeführten Umweltmaßnahmen. Nicht selten ist der Nachweis des eigenen Umweltengagements durchaus ein Kriterium für die Auswahl eines Hotels oder eines gastronomischen Betriebes. Mit dem im Oktober 2011 gestarteten DEHOGA Umweltcheck unterstützt der Verband daher Hoteliers und Gastronomen bei der Erbringung dieses immer häufiger angefragten Nachweises des betrieblichen Umweltengagements. Der Umweltcheck gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, sich mit anderen Betrieben zu vergleichen, eigene Stärken und Schwächen aufzudecken und weitere Einsparpotentiale zu erkennen, betont Fischer. Seit dem offiziellen Start wurden 68 Betriebe ausgezeichnet, weitere 23 finden sich in Bearbeitung. Dabei wurden 55 Prozent der Betriebe mit Gold ausgezeichnet, 19 Prozent mit Silber und 26 Prozent mit Bronze. Die meisten ausgezeichneten Betriebe finden sich bisher in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Dabei kann sich jeder Betrieb aus Gastronomie und Hotellerie dem Check unterziehen. Unsere Initiativen zeigen: Ökologie und Ökonomie schließen sich schon längst nicht mehr aus. Sie gehen vielmehr Hand in Hand. Gerade in der Tourismusbranche, so Fischer. Weitere Informationen finden Sie unter www. energiekampagne-gastgewerbe.de und www. dehoga-umweltcheck.de.

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