Blechen statt Absitzen

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1 Ausgabe 1, März 2006, G52195 NEUES AUS DER WELT DES FUNDRAISINGS TITELTHEMA Blechen statt Absitzen THEMA Just for Fund THEMA Corporate Social Responsibility THEMA Online-Marketing Blechen statt Absitzen

2 Neues aus FUNDland 2 Nel 2006 IMPRESSUM Jahrgang 08, Ausgabe 01, März 2006, G HERAUSGEBER REDAKTIONSLEITUNG REDAKTION GRAFIK/LAYOUT FOTOS GFS Fundraising & Marketing GmbH Linzer Straße 21, Bad Honnef Tel.: (+49) Fax: (+49) Prof. Dr. Michael Urselmann Birgit Goldberg GFS Fundraising & Marketing GmbH Birgit Goldberg, Dr. Torsten Schwarz (privat) Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig. Das gilt für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und ihre mögliche Verarbeitung. FUNDIERT ist ein eingetragenes Warenzeichen der GFS Fundraising & Marketing GmbH.

3 Editorial 3 Brigitte Pias-Holzhauer, Geschäftsführerin; Jörg Gattenlöhner, Bereichsleiter Marketing Sind Sie Mitarbeiter eines gut florierenden Hilfswerkes? Ihre Organisation steht im Markt blendend da, die Spenderquote steigt stetig und die Spendeneingänge fließen ebenfalls? - Gratulation! Dann arbeiten Sie und Ihr Team hochprofessionell. Sie halten sich stets auf dem Laufenden. Um neueste Trends und Entwicklungen in der Szene mitzuverfolgen, besuchen Sie regelmäßig Messen, Kongresse und Seminare. Bestens! Längst haben Sie erkannt, dass ständige Weiterbildung in unserer Branche ein Muss ist. Für den Fundraising-Nachwuchs ist dieser Anspruch oft jedoch nicht durchführbar: Hohe Teilnehmerkosten, die sich die Interessierten nicht leisten können. Damit ist jetzt Schluss, denn der Szene-Einsteiger von heute kann der hochqualifizierte Kollege von morgen sein. Als eine der innovativsten Fundraising-Agenturen auf dem deutschen Markt hat die GFS eine Aktion zur Nachwuchsförderung ins Leben gerufen. Mit der Aktion Just for Fund, wie der vieldeutige Name des Unterstützungsprogramms lautet, werden schon in diesem Jahr erste Stipendien ausgegeben. Der Startschuss fällt wie es sinnvoller nicht sein könnte - auf dem Magdeburger Fundraising Kongress. Hier, wo sich die geballte Fundraising-Szene trifft, ist jeder alte Hase aufgerufen, sich für junge Rabbits einzusetzen. Einen kleinen Einblick gewährt Ihnen schon heute die aktuelle Ausgabe der FUNDiert. Inhalt 02 Impressum 04 Blechen statt Absitzen 06 Just for Fund 08 Corporate Social Responsibility 10 Online-Marketing 12 Aktuelles

4 Blechen statt Absitzen 4 Die lange Tradition des Bußgeldmarketings Wann genau erstmals zur Sühne einer Strafe statt einer Inhaftierung die Zahlung von Bußgeld erfolgt ist, lässt sich nur schwerlich nachvollziehen. Historische Anknüpfungspunkte gibt es bereits im Alten Testament. Zeigte ein Sünder Reue, so konnte er durch Genugtuungswerke Buße tun und sich seiner Vergehen entledigen. Dieses Sühneopfer betrug ein Fünftel des angerichteten Schadens. Philosophen der Antike haben daraus eine Tugendlehre entwickelt, die auch für weltliche Verhältnisse gelten sollte. Da beispielsweise im Mittelalter Geldmittel, Gold und Silber bei der eher ärmlichen Bevölkerung knapp waren, beglichen sie ihre Schuld in Naturalien. Aus der Kaiserzeit des 19. Jahrhunderts ist dann bekannt, dass der rollende Rubel so manche Weste weißwusch. Hatten sich beispielsweise Vertreter der Geistlichkeit oder des Adels etwas zuschulden kommen lassen, blechten sie lieber, als dass sie ins Kittchen wanderten. Kurzer Prozess nur in Deutschland möglich Zoll die Möglichkeit, einen Beschuldigten mit einem Bußgeld zugunsten einer gemeinnützigen Organisation zu belegen. Das Verfahren wird gegen Auflage einer Geldbuße, Zahlung an Verein xyz e. V. eingestellt, lautet dann der Richterspruch. Bußgeldmarketing als Fundraising-Instrument ist europaweit nur in Deutschland möglich. Wasser auf die Mühlen vieler Hilfsorganisationen. Kohle statt Kittchen Erleichterung beim Beschuldigten. Welche NPO in den Genuss einer Zahlungsanweisung kommt, obliegt grundsätzlich der Entscheidung des Richters. So kann das örtliche Tierheim, aber auch eine weltweit arbeitende Kinderstiftung in den Genuss der Gelder kommen. Es ist jedoch durchaus üblich, dass der Sünder selbst den Wunsch, einen Vorschlag zu unterbreiten, äußert oder dazu befragt wird. Eine große Rolle bei der Vergabe spielt selbstverständlich in den meisten Fällen ein Bezug der Tat zum Tätigkeitsfeld der Einrichtung. Erfolg durch Professionalität Fest verankert wurde das Prinzip der Sühne im Bürgerlichen Gesetzbuch mit der Unabhängigkeit der Justiz zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach Paragraph 153 a der Strafprozessordnung (StPO) besteht seit 1924 für Staatsanwaltschaften, Amtsanwaltschaften, Wirtschaftsstrafkammern und den Etliche Organisationen, vor allem kleinere und regional arbeitende, finanzierten besonders in der Vergangenheit hierüber einen großen Teil ihrer Ausgaben. Einer aktuellen Studie zufolge haben Gerichte und Staatsanwaltschaften allein im Jahr 2005 rund 100 Millionen Euro gemeinnützigen Organisationen

5 5 In Paragraph 153 a der Strafprozessordnung ist genau festgelegt, wann Verurteilungen mit Freiheitsentzug in Zahlungen von Bußgeld umgewandelt werden können. zukommen lassen, wie der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG ermittelte. Eine stattliche Summe, die jedoch rückläufige Tendenzen aufweist. Je leerer das Staatssäckel, desto eher wandern Sühnezahlungen in die öffentlichen Haushalte wie städtische Kindergärten und Ähnliches. Dennoch empfiehlt Hanspeter Billeter, ein auf Bußgeldmarketing spezialisierter Dienstleister, regional arbeitenden Hilfswerken, sich diese Spendenquelle zu erschließen. Aber nur unter einer Voraussetzung: Bußgeldmarketing funktioniert nur mit einem professionellen Konzept in der Tasche. Die Gerichte erwarten u. a. einen festen Ansprechpartner bei der Organisation, es muss eine ordnungsgemäße Verwaltung gewährleistet sein. Auch müssen die Gerichte mindestens zwei- bis dreimal jährlich kontaktiert werden. Es reiche nicht, so Billeter weiter, die Gerichte mit Mailings zuzumüllen. Nur durch den guten Draht, idealerweise direkt zum Präsidenten des jeweiligen Oberlandesgerichtes (OLG), ist überhaupt die Aufnahme der Organisation in die Liste der Bußgeldzuweisungen möglich. Für ein gelungenes Konzept sind folgende Unterlagen zwingend vonnöten: eine Selbstdarstellung über Ziele und Aufgaben der NPO, ein Vereinsregisterauszug plus Satzung, ein Körperschaftssteuerfreistel- lungsbescheid oder ein vorläufiger Bescheid des Finanzamtes, die Zustimmung zur Unterrichtung der listenführenden Stelle über die Gemeinnützigkeit und natürlich Adresse und Bankver- bindung!!! Transparenz und Nachvollziehbarkeit Um die Verwaltungsarbeit innerhalb einer Hilfsorganisation so klein und einfach wie möglich zu halten, rät die Juristin Birgit Kern dringend zu einem eigenen Konto, das ausschließlich für Bußgeldzahlungseingänge vorgehalten wird. Da diese Gelder direkt vom Beschuldigten angewiesen werden und in den seltensten Fällen mit einem ordnungsgemäß ausgefüllten Überweisungsträger inkl. Aktenzeichenvermerk etc. zu rechnen ist, ist eine saubere Trennung von sonstigen Spendeneingängen nicht zu gewährleisten, weiß Kern aus jahrelanger Verwaltungserfahrung zu berichten. Für Bußgelder darf übrigens keine Zuwendungsbestätigung ausgestellt werden! Um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Gerichten und der Organisation zu gewährleisten, rät Kern außerdem zu vorbereiteten Überweisungsträgern plus Adressetiketten, die dem Verurteilten sogleich bei Rechtsprechung ausgehändigt werden können. Klappern gehört zum Handwerk, und so empfiehlt sich sogar für die erste Akquisition ein persönliches Auftreten bei der hohen Gerichtsbarkeit.

6 Just for Fund Förderung für Fundraisingnachwuchs auf den Weg gebracht 6 Dr. Thomas Kreuzer, Leiter der Fundraising Akademie in Frankfurt, freut sich über die neue Möglichkeit der Förderung von Nachwuchsfundraisern durch die Just-for-Fund-Aktion. Wer morgen hochqualifizierte Mitarbeiter beschäftigen möchte, muss schon heute in den Nachwuchs investieren. Ob im Handwerks-, Handels-, Gewerbe- oder Dienstleistungsbereich - diese These gewinnt im stetig härter werdenden Wettbewerb immer mehr an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat die GFS Fundraising & Marketing GmBH eine lohnende Aktion zur Nachwuchsförderung der Branche ins Leben gerufen. Mit dem treffenden Titel Just for Fund steht der Claim betont für seine Vieldeutigkeit. Erstmals Leben eingehaucht bekommt die Aktion auf dem diesjährigen Magdeburger Fundraising Kongress Ende März. Jörg Gattenlöhner, Marketingleiter der GFS, zu den Hintergründen und der Idee: Organisationen, Stiftungen und Hilfswerke, die erfolgreich Spenden einwerben wollen, werden zukünftig mehr denn je auf hochkompetente Mitarbeiter setzen müssen. Zu einer fundierten Professionalisierung gehören meines Erachtens drei wesentliche Dinge: Ausbildung, Erfahrung und Weiterbildung. Um Letzteres zu gewährleisten, sind beispielsweise regelmäßige Teilnahmen an Fundraisingmessen und -kongressen sinnvoll. Darum ist es Ziel und Zweck dieser Aktion, dem Fundraisingnachwuchs diese kostenintensive Teilnahme durch eine finanzielle Förderung zu ermöglichen, so Gattenlöhner weiter. Die ersten Nutznießer der Just-for- Fund-Aktion werden Absolventen der Frankfurter Fundraising Akademie sein. Nach bestandenem Examen wird eine unabhängige Jury die Auswahl unter den Bewerbern treffen. Entscheidendes Kriterium für den Erhalt der finanziellen Förderung ist die Qualität der Abschlussarbeit. Dr. Thomas Kreuzer, Leiter der Fundraising Akademie, zeigt sich begeistert von der Idee: Es ist eine ungewöhnliche Initiative der GFS, die Leistung der Jahrgangsbesten mit einem Stipendium für den Fundraising Kongress zu veredeln. Wir brauchen solche Impulse, damit sich das Fundraising in Deutschland auch weiterhin so erfolgreich entwickelt. Rund 40 Absolventen verlassen jährlich als frisch gebackene Fundraiser (FA) die Akademie. Einen Kongressbesuch in Magdeburg hat sich während der Ausbildung keiner von ihnen leisten können Mehr Infos zur Just-for-Fund-Aktion, zum Beispiel wie auch Sie sich als Förderer einbringen können, gibt es am Messestand der GFS auf dem Magdeburger Fundraising Kongress oder unter

7 Fundraising Akademie Dr. Thomas Kreuzer Postfach Frankfurt am Main Tel Gesucht: Dickbrettbohrer und Kommunikatoren Portrait über Ziel und Zweck der Frankfurter Fundraising Akademie Die staatlichen Kassen sind leer, öffentliche Mittel werden immer rarer und somit spärlicher vergeben. Mehr denn je ist neben Markt und Staat der dritte Sektor, die private Initiative bei der Förderung und Finanzierung von Hilfsprojekten, sozialen Angeboten oder Kunst und Kultur, gefragt. Folgerichtig gewinnt das Thema Mittelbeschaffung in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Wie aber wird man Profi-Mittelbeschaffer? Ein Gespräch mit Dr. Thomas Kreuzer, Leiter der Frankfurter Fundraising Akademie. FUNDiert: 1999 gründete sich die Deutsche Fundraising Akademie in Frankfurt. Welche Lerninhalte werden in den Studiengängen vermittelt? Dr. Thomas Kreuzer: Unser Prinzip ist eine enzyklopädische und nachhaltige Lernweise. Wir liefern umfassende fachliche Sicherheiten und legen großen Wert auf die praktischen Arbeiten der Studierenden. Schwerpunkte unseres Curriculums sind die Grundlagen des Fundraisings, die Fundraising-Märkte und Organisation, Strategien des Fundraisings, Fundraising-Medien, Adressverwaltung, Formen und Methoden des Fundraisings, Buchhaltung und Rechnungswesen und natürlich das Basiswissen Recht. FUNDiert: Wer bewirbt sich um einen Studienplatz? Dr. Thomas Kreuzer: Die meisten unserer Teilnehmer sind Berufserfahrene mit akademischem Abschluss aus kleinen bis mittleren Organisationen. Nach zehn, fünfzehn Berufsjahren verspüren viele von ihnen die Notwendigkeit und die Lust, sich nochmals zu qualifizieren und sich und ihre Organisation nach vorne zu bringen. FUNDiert: Welche Grundvoraussetzungen sollte ein professioneller Fundraiser mitbringen? Dr. Thomas Kreuzer: Er muss geduldig dicke Bretter bohren können, von großer Überzeugungskraft sein und mit Begeisterung kommunizieren wollen. Deutsche Fundraising Akademie Frankfurt Gründungsjahr: 1999 Studiendauer: 2 Jahre berufsbegleitend Kosten inkl. Gebühren: 8.280,- Unterricht: Präsenzphasen plus dezentraler Regionaltage Anerkannter Abschluss/ Titel : Fundraiser (FA) Kursgröße: Teilnehmer Durchschnittsalter der Studierenden: 35 45

8 Corporate Social Responsibility 8 Wie Firmenbosse Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen 10,3 Milliarden Euro schwer wiegt das soziale Engagement deutscher Unternehmer. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbh, forsa *. Corporate Social Responsibility, also die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung für gemeinnützige Zwecke, haben sich Mittelständler genauso auf die Fahne geschrieben wie die Lenker großer Konzerne. Den größten Posten dieser Sozialbilanz nimmt dabei die Geld- und Sachspende mit 4,6 Milliarden Euro ein. Die Grundüber- legung ist, dass jedes Unternehmen auch Teil der Gesellschaft ist, verlautbarte kürzlich Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender bei Bertelsmann, in einem Interview mit dem Manager Magazin. Folglich trägt die Wirtschaft auch soziale Verantwortung und beeinflusst die Gesellschaft. Dieser Meinung schloss sich auch Klaus Rainer Kirchhoff von Kirchhoff Consult an: Wenn sich die Politik als nicht mehr fähig erweist, die Gesellschaft zu verändern etwa indem sie genug Kindergartenplätze zur Verfügung stellt, so dass junge Mütter weiter ihren Beruf ausüben können, dann erwartet die Gesellschaft diese Aufbauleistung und Versorgung eben von den Unternehmen. Eine klassische CSR-Aufgabe. Ob großer Hai oder kleiner Fisch im Becken der auf Profit und Gewinnmaximierung ausgerichteten Betriebe das Engagement von Firmenbossen ist äußerst vielseitig. So reicht die Palette von der Bereitstellung von Kindergartenplätzen in der eigenen Firma über Geldspenden an karitative Einrichtungen bis hin zur kostenlosen Überlassung von Produkten und Waren wie beispielsweise der Überlassung von Baumaterial für das neue Vereinshaus. Laut forsa sind über zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass Unternehmer eine bedeutendere gesellschaftliche Verantwortung haben als andere Gruppen der Gesellschaft. Interessanterweise fühlen sich Inhaber größerer Betriebe etwas häufiger verpflichtet, sich sozial einzubringen, als die Kollegen kleinerer Unternehmen. Scheinbar hat auch der Standort Einfluss auf

9 Nein 30% Die repräsentative Umfrage wurde unter 1000 (Mit-)Inhabern von Unternehmen mit einem Mindestumsatz von jährlich Euro durchgeführt. 69% Ja 9 das soziale Denken der Arbeitgeber: je kleiner der Ort, desto größer das Engagement. Spenden sichern Überleben Ein weiteres Ergebnis der Befragung ist, dass nach Ansicht vieler Unternehmer (83 Prozent) immer mehr öffentliche Aufgaben durch Privatinitiativen aufgefangen werden müssen, ja sogar nur so überleben können. 57 Prozent kennen mindestens ein oder sogar mehrere Beispiele für Aktivitäten und Einrichtungen, die dem Gemeinwohl dienen und ohne Unterstützung von Unternehmen eingestellt werden müssten. Neben den reinen Sach- und monetären Leistungen schlägt der Bereich der Ehrenamtlichkeit hoch zu Buche. Auf einen Betrag von 3,1 Milliarden Euro summiert sich diese Form der Hilfe, ausgedrückt beispielsweise durch die Übernahme von Ratsmandaten oder Leitungsfunktionen bei regionalen Hilfsorganisationen. Vielfach werden auch Mitarbeiter für derartige freiwillige Tätigkeiten freigestellt. Am häufigsten genannt wurde hierbei der Einsatz für die freiwillige Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz. Immerhin hat jeder, der sich in den vergangenen zwölf Monaten gesellschaftlich engagiert hat, rund Euro aufgewendet. Ganz oben auf der Liste der Förderungswürdigen stehenden sind zu nennen Sportvereine (37 Prozent), die Opfer der Tsunami-Flutkatastrophe (33 Prozent) sowie kulturelle Veranstaltungen und Vereine, wie beispielsweise Gesangs- oder Heimatvereine, Museen, Musik- und Theatergruppen (33 Prozent). 29 Prozent der befragten Firmenbosse erbrachten Leistungen für nationale Wohlfahrtsverbände und Stiftungen, bei 24 Prozent erhielten Einrichtungen für Kinder finanzielle, materielle oder ehrenamtliche Zuwendungen. Schlusslicht in der Liste der Bedachten bildeten Bildungseinrichtungen wie Universitäten, Fach- und Volkshochschulen sowie Senioreneinrichtungen und Altenheime. Schaut man aber auf das Spendenvolumen, so zeigt sich, dass an sozial Schwache, Obdachlose, bedürftige Einzelpersonen, kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen sowie Sportvereine die größeren Summen geflossen sind. Immerhin Spenden in Summe von 1,1 bis 1,6 Milliarden Euro. Partner motiviert zur Förderung Dass Partnerschaften für die soziale Entwicklung und Gestaltung einer funktionierenden Gesellschaft wichtig sind, dürfte allgemein bekannt sein. Welchen Einfluss jedoch der Partner auf das soziale Engagement eines Unternehmens hat, brachte erstmals die Institutsumfrage ans Tageslicht. Bei immerhin 69 Prozent aller Inhaber mit festem Partner ermuntert dieser zusätzlich zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Bei fast der Hälfte aller Chefs/Inhaber hat die Einstellung des/der Lebensgefährten/-in zudem Einfluss auf das Ausmaß des Engagements. Ein deutliches Wort mitzureden haben laut forsa hierbei die Frauen. Bei einem Blick in die Zukunft verheißt die Studie auch Gutes: Ein Fünftel der Befragten plant eine Steigerung seiner sozialen Tätigkeiten. Quelle:

10 Online-Marketing - Quo vadis? Vom Wer Weiß Wo zum Erstplatzierten 10 Wissenswertes über erfolgreiches Online- Fundraising erfahren Sie im Vortrag der GFS auf dem diesjährigen Deutschen Fundraising Kongress in Magdeburg. Profi auf dem Gebiet des elektronischen Spendeneinwerbens ist Marketingleiter Jörg Gattenlöhner. Bitte vormerken: Donnerstag, 30. März h bis 17.30h Raum Köln, SP_05 Thema: Mit Suchmaschinen-Marketing an die Spitze Das Internet boomt. Seit rund zwölf Jahren erobert sich das World Wide Web einen festen Platz im täglichen Sprachgebrauch. Längst vermarkten sich auch NPOs im WWW. Die elektronische Kommunikation gewinnt durch den sparsamen Umgang mit Spendengeldern besondere Bedeutung, sagt Dr. Torsten Schwarz. Er gilt als der Fachmann für Online-Marketing, ist Autor mehrerer Fachbücher, Lehrbeauftragter und gehört laut der Zeitschrift acquisa zu den Vordenkern in Marketing und Vertrieb. FUNDiert: Herr Dr. Schwarz, Ende 1994 wagten sich die ersten Unternehmen mit recht handgestrickten Homepages ins Web. Mangels entsprechender Werbung in der breiten Masse und Knowhow verpufften anfangs viel Zeit, Energie und Geld der Investoren. Wo stehen wir heute? Dr. Schwarz: Aus den Fehlern der Vergangenheit wurde gelernt. Nachdem die sogenannte New Economy eine Bauchlandung erlebt hatte, war klar, dass es ein funktionierendes Internet mit gewünschten Absatzmöglichkeiten nur durch entsprechende Werbung geben konnte. Seit dem Jahr 2000 boomt es im Netz. FUNDiert: Was hat sich aus Ihrer Sicht besonders verändert? Dr. Schwarz: Heutzutage gehört die Internetpräsenz zum festen Bestandteil moderner Kommunikation. Nahezu alle Menschen sind im Netz. Was anfangs lediglich ein ausschließlich passives Werbemedium war, hat sich heute zu einem aktiven Werbemedi- um mit klarem Aufforderungscharakter entwickelt. Klick hier, Hier buchen, Zur Onlinespende etc. Der User wird tätig. Er will Transaktionen abschließen. FUNDiert: Was bedeutet diese Erkenntnis für die Nonprofit-Szene? Dr. Schwarz: Erstens: Als NPO kann ich neue Kunden ansprechen. Meine Zielgruppe sind jetzt die hoch internetaffinen Spender. Eine Onlinepräsenz kann zwar niemals ein klassisches Printmailing ersetzen. Wenn ich aber um die Stärken des virtuellen Mediums weiß, kann ich mir einen ganz neuen Verteiler aufbauen. Zweitens: Innerhalb weniger Stunden sind responsestarke Online-Marketing Konzepte umsetzbar. FUNDiert: Welche Empfehlung geben Sie Hilfsorganisationen? Dr. Schwarz: Ganz entscheidend: Nutzen Sie das Suchmaschinenmarketing. Nur hierdurch können Sie gewährleisten, dass Ihre Organisation prominent platziert ist. Zeigen Sie Präsenz in Suchmaschinen, sowohl im redaktionellen als auch im werblichen Teil (siehe Startseite Google). Mieten Sie -Adressen an und bauen Sie sich einen eigenen -Verteiler auf. NPOs müssen die Kommunikation zu ihren Spendern suchen. Nutzen Sie also die Möglichkeit der Online-Kommunikation bspw. über einen Newsletter. Teasern Sie in s Themen lediglich an und verlinken Sie sie zu Ihrer Homepage.

11 11 Dr. Torsten Schwarz gilt als Fachmann für Online-Marketing. Der Internetpionier hatte als einer der Ersten bereits in den WWW- Gründerjahren einen Online-Auftritt für seine Firma realisiert. FUNDiert: Für das -Marketing benötige ich die Permission, also die Erlaubnis meines Kunden. Kein leichtes Unterfangen. Was empfehlen Sie? Dr. Schwarz: Permission-Marketing zählt zu den wichtigsten Trends, zusammen mit Customer Relationship Marketing (CRM) und Oneto-one-Marketing. Hierbei geht es nicht nur um die gesetzlich geforderte Einwilligung des Empfängers. Permission ist die Selbstbestimmung des Spenders, wem er sein Ohr bzw. seine Aufmerksamkeit schenkt. NPOs müssen ihre Spender ansprechen, ob sie ihre Einwilligung und damit ihre -Adresse freigeben. Meine Empfehlung lautet, sich diese unbedingt per Print oder Anruf einzuholen, aber niemals per Mail. FUNDiert: Unter Berücksichtigung der erteilten Permission: Wie sieht gut gemachtes -Marketing aus? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Dr. Schwarz: Reden Sie nur, wenn Sie was zu sagen haben! Müllen Sie Ihren Spender nicht zu. Organisationen müssen ein klares Redaktionskonzept für ein Jahr haben inkl. Luft für Katastrophen oder ähnlich Unvorhergesehenes. Ganz wichtig: eine vernünftige Software, mit der ich messen kann, welche Themen in meinem E-Newsletter angeklickt wurden. Das ist das einzige Mittel, um herauszufinden, was Ihren Spender interessiert. Und last, but not least: Niemals Anhänge platzieren. Alles muss sofort und klar ersichtlich gestaltet sein. Nachgefragt bei Dr. Torsten Schwarz* Was ist eigentlich? -Marketing: Optimales Medium, um Kundenbeziehungen preiswerter zu pflegen. Marketingerfolg kann präzise gemessen werden. Geo-Marketing: Angebote ausschließlich aus der eigenen Region. Mobile Marketing: Die Marke kommt zum Kunden. Ob SMS, MMS oder Call: Der direkte Dialog wirkt, wenn er erwünscht ist. Besonders als Rückkanal für Offline-Aktionen eignet sich das Handy. Infrarot-Terminals versenden Gewinncodes oder Informationen. Podcasting: Auf Websites zum Download angebotene Audiodateien, die mobil gehört werden können (Musik, Text, Video). Suchmaschinenoptimierung: Präsent sein, wenn potenzielle Kunden suchen. Egal ob Paid Inclusions oder die Verbesserung der Suchmaschinenposition: Wer gefunden wird, hat mehr Neukunden. Web-Analyse: In Echtzeit gemessene Analyse der Besucherstruktur und Herkunft des Users auf der Homepage. *

12 +Kurz +Kurz notiert notiert Aktuelles Aktuelles in Berlin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Nonprofit-Organisationen Forum Berufsbildung Berlin Tel in Mannheim Wertorientierte Steuerung in Stiftungen Bank für Sozialwirtschaft Tel Jeder Handlungsplan birgt Risiken und Kosten. Sie sind aber weit geringer als die weitreichenden Risiken und Kosten bequemer Tatenlosigkeit. (John F. Kennedy) in Köln Leistungsbezogene Mitarbeitervergütung zukünftig auch in der Sozialwirtschaft Bank für Sozialwirtschaft Tel in Hamburg Erfolgreiches Fundraising mit System! Deutsche Post AG Tel Mai April Mai in Köln Umsatzsteuerrecht für gemeinnützige Organisationen Bank für Sozialwirtschaft Tel in München Erfolgreiches Fundraising mit System! Deutsche Post AG Tel in München Texter Seminar Siegfried Vögele Institut Tel in Dortmund Erfolgreiches Fundraising mit System! Deutsche Post AG Tel in Darmstadt Erfolgreich Spender und Sponsoren gewinnen Praxis für systematische Beratung Tel Deutscher Tierschutzbund mit im Boot Die GFS Fundraising & Marketing GmbH unterstützt ab sofort Europas größte Tierschutzorganisation, den Deutschen Tierschutzbund, mit ihrem Know-how. Der Deutsche Tierschutzbund wurde im Jahr 1881 als Dachorganisation der Tierschutzvereine und Tierheime in Deutschland gegründet, um dem Missbrauch von Tieren wirksamer entgegentreten zu können. Ihm sind über 700 Tierschutzvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen. Der Dachverband vertritt damit mehr als organisierte Tierschützerinnen und Tierschützer. In diesem Jahr begeht die Organisation ihr 125-jähriges Bestehen in Königstein Gestaltung: Papier ist geduldig Ihre Kunden nicht Siegfried Vögele Institut Tel in Potsdam Erfolgreiches Fundraising mit System! Deutsche Post AG Tel in Nürnberg Mailingtage Nürnberg IM Marketing Forum GmbH Tel in Königstein Aktuelle Rechtsentwicklung & Rechtsprechung Siegfried Vögele Institut Tel Für Richtigkeit und inhaltliche Qualität der aufgeführten Seminare übernimmt die Redaktion der FUNDiert keinerlei Gewähr. Juni Juli

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