Volkshochschule der Universitätsstadt Marburg

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1 Volkshochschule der Universitätsstadt Marburg Handwerkskunst Sommersemester 2015 erleben und begreifen

2 VORWORT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Immer wenn es um die vhs geht, stellt sich die Frage, ob es etwas es oder etwas Besonderes in diesem Semester gibt. Die Erwartungshaltung ist hoch. Schon auf dem Umschlag gibt es die ersten Hinweise: Handwerks-Kunst. Ob es eher das Handwerk oder ob es eher die Kunst sein soll, ist offen. Wesentlich ist, dass die künftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit erhalten, ihre kreativen Fähigkeiten kennenzulernen und zu entfalten sei es mit künstlerischem Anspruch oder auch für den täglichen Bedarf. Diese Tradition des gemeinsamen Er- und Bearbeitens soll in diesem Semester besonders herausgestellt werden. Der Anspruch auf Bildung und lebenslanges Lernen, zu dem sich die Marburger Volkshochschule bekennt, beinhaltet immer auch die Förderung dieser kreativen Potentiale. Im Programmbereich Kultur finden Sie in diesem Semester über 30 Kurse und Einzelveranstaltungen zur Handwerks-Kunst. Sie können sich in zahlreichen Aktivitäten versuchen: Schreinern, Nähen, Reparieren, Buchbinden, Goldschmieden, Töpfern und auch das Anfertigen von Haubenschachteln. Auch in den verschiedenen Zeichen-, Mal- und Fotokursen gibt es Angebote, die Sicht auf die Dinge neu zu gestalten. Die 2. Marburger Fototage vom 12. bis 14. Juni 2015 ergänzen diese künstlerisch-kulturellen Angebote. Was bietet das Programm sonst noch? Viele Deutschkurse! Die Universitätsstadt Marburg nimmt über ihre Volkshochschule die Aufgabe zur Begrüßung von Migrantinnen und Migranten sehr ernst und gibt ihnen die Möglichkeit, Deutsch zu lernen. Auch das übrige Programm ist wie gewohnt interessant und vielfältig: Kurse zur Geschichte und zur Politik, thematische Wanderungen, Veranstaltungen zur Gesundheitsbildung, EDV-Kurse und nicht zuletzt Kurse zum Erlernen von 16 Sprachen. Die Volkshochschule der Universitätsstadt Marburg bleibt eine kommunale Einrichtung mit einem modernen, dynamischen Bildungsbegriff: lebensbegleitendes Lernen zur Erweiterung der geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten, alles unter dem Motto: Vielfalt, Offenheit und Begegnung. Sie sehen: Es gibt in Ihrer vhs immer es, es bleibt ein vielfältiges, auch anspruchsvolles und damit ein attraktives Programm. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre und erfolgreiche Kursbesuche. Ihre Dr. Kerstin Weinbach 3

3 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 VHS-TEAM Service-Büro vhs-leitung: Kirsten Fritz-Schäfer M.A. Gesellschaft Programmbereichsleiter Dr. Udo Engbring-Romang Tel.: erreichbar: Mo., Mi., Do., Fr., Mittwoch nur am Vormittag Assistentin Doris Gaßler Tel.: Kultur Programmbereichsleiterin Kirsten Fritz-Schäfer M.A. Tel.: Assistentin Doris Gaßler Tel.: Gesundheit und Ernährung Programmbereichsleiterin Caroline Manz Tel.: erreichbar: Mo., Di., Do. Vormittag Assistentin Gabriele Trier Tel.: Deutschhausstr. 38, Marburg Tel.: , Fax: Persönlich erreichen Sie uns: Mo.-Fr. 9:00-13:00 Uhr und Do. 15:00-18:00 Uhr Zum Semesterbeginn: Mo Do Von 9:00-13:00 und 15:00-18:00 Uhr Fr und von 9:00-13:00 Uhr Kirsten Fritz-Schäfer M.A. Grundbildung Programmbereichsleiterin Kristine Umland Tel.: Deutsch als Fremdsprache Programmbereichsleiterin Birgit Heiland Tel.: erreichbar: Mo., Di., Mi., Vormittag, Do. Nachmittag Assistentin Christin Pfeiff Tel.: Fremdsprachen Programmbereichsleiterin Kristine Umland Tel.: Assistentin N.N. Tel.: N.N. Beruf und EDV Programmbereichsleiter Dr. Udo Engbring-Romang Tel.: erreichbar: Mo., Mi., Do., Fr., Mittwoch nur am Vormittag Assistentin Gabriele Trier Tel.: Servicebüro und Anmeldung Tel.: Verwaltung Thorsten Ziech Tel.: Hausmeister/Abenddienst/Reinigungskraft vhs: Erdgeschoss, Raum 003 Gymnasium Philippinum: Hausmeisterbüro Helga Nowey Dr. Udo Engbring-Romang Caroline Manz Birgit Heiland Thorsten Ziech Doris Gaßler Kristine Umland Gabriele Trier Christin Pfeiff 1

4 ÜBER UNS VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Leitbild der vhs Die bereits 1920 gegründete vhs der Universitätsstadt Marburg ist die zentrale kommunale Weiterbildungseinrichtung in Marburg. Wir stellen demokratische Grundwerte, Toleranz und Weltoffenheit in den Mittelpunkt unseres Selbstverständnisses. Wir bieten Weiterbildung für Erwachsene und Heranwachsende, unabhängig von Alter, Bildung, Geschlecht, Religion, Herkunft, beruflicher und gesellschaftlicher Stellung. Gesellschaftliche Integration aller Bevölkerungsgruppen ist für uns ein Leitziel. Wir bieten ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, mit dem sich Kenntnisse und Fertigkeiten für das eigene Leben, für den Beruf und für gesellschaftliches Engagement angeeignet werden können. Wir wollen mit unserem Weiterbildungsangebot einen Prozess gelungenen Lernens in Gang setzen, Freude bereiten, Interesse, gier, Spaß und Lust am Weiterlernen wecken. Getragen wird unsere Einrichtung durch Kursleitende sowie hauptberuflich Mitarbeitende der vhs, die engagiert und qualifiziert sind und die sich kontinuierlich fortbilden. Finanziert wird unsere Arbeit durch die Stadt Marburg, durch die Gebühren der Teilnehmenden, ergänzt durch Mittel des Landes. Wir haben satzungsgemäß abgesicherte Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte, die von Teilnehmenden und Kursleitenden engagiert wahrgenommen werden. Wir arbeiten mit vielen Kooperationspartnern zusammen. Qualitätsmanagement an der Volkshochschule Marburg Akteure-Gruppen von den hauptamtlichen Mitarbeiter/ innen über die Kursleitenden und Teilnehmendenvertretungen bis hin zu weiteren interessierten Mitgliedern des Freundeskreises der vhs, in den LQW-Prozess mit einbezogen. Alle 4 Jahre erfolgt eine Retestierung. In den Jahren 2009 und 2013 konnte die vhs erneut beweisen, dass sie die Qualitätsstandards in der Erwachsenenbildung erfüllt. Volkshochschule Marburg ein kommunales Weiterbildungszentrum Einrichtung und Unterhaltung der Volkshochschule der Universitätsstadt Marburg ist nach dem Hessischen Weiterbildungsgesetz eine öffentliche Pflichtaufgabe. Die vhs gehört als Fachdienst 43 organisatorisch zusammen mit den Fachdiensten Schule, Kultur, Stadtbücherei und Bäder zum Netzwerk des Fachbereichs 2. In der vhs Marburg arbeiten 10 hauptberufliche Mitarbeiter/innen: 5 Pädagog/innen, 4 Verwaltungsassistentinnen und ein Verwaltungsleiter auf 8,25 Stellen und ca. 350 Kursleiter/ innen als Honorarkräfte. Jährlich besuchen ca Teilnehmer/innen rund 900 Veranstaltungen mit Unterrichtsstunden. Die vhs der Universitätsstadt Marburg ist nur für das Stadtgebiet zuständig. Für die Gemeinden im Kreis ist die vhs des Landkreises Marburg-Biedenkopf zuständig. vhs Landkreis Marburg-Biedenkopf Hermann-Jacobsohn-Weg 1, Marburg Tel.: Die beiden Volkshochschulen arbeiten in verschiedenen Bereichen eng zusammen. Seit Jahrzehnten planen und organisieren sie gemeinsam oder in Absprache Weiterbildungsangebote. Hinweise finden Sie in den jeweiligen Programmen. Zertifiziert nach LQW Das Qualitätstestierungsverfahren LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung) unserer Volkshochschule wurde erstmals im April 2005 erfolgreich abgeschlossen. Im Mittelpunkt des Bemühens der Volkshochschule bzw. ihrer Mitarbeiter/innen und Kursleiter/innen steht die gemeinsame Anstrengung um Qualität im Interesse der Teilnehmer/innen. Um den Prozess erfolgreich durchlaufen zu können, wurden an der vhs Marburg sämtliche 2

5 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 INHALT Gesellschaft Kommunalpolitik Kommunalgeschichte Aktuelle Politik politische Kultur...8 Presse Medien...10 Recht und Menschenrechte Jugend Familie Alter...11 Geschichte...11 Pädagogik...13 Psychologie Philosophie Religion...14 Astronomie Naturwissenschaften...15 Region Landschaft Länderkunde...16 Ökologie Biologie Botanik...19 Bauen Renovieren Gestalten Kultur Literatur Schreiben Theater...21 Kunst- und Kulturgeschichte...22 Grafik Malerei...22 Fotografie...26 Studienreisen...29 Arbeiten mit Ton...30 Handwerkskunst...30 Stricken und Nähen...33 Musik...35 Gesundheit und Ernährung Gesundheit spezial...39 Entspannung Stressbewältigung...41 Körpererfahrung...46 Tanz...48 Gymnastik Fitness Kondition...50 Sport...55 Bewegung im Wasser...56 Ernährung...57 Grundbildung Lesen und Schreiben...62 Deutsch als Fremdsprache Alphabetisierung Schreiben Lesen...65 Intensivkurse schnelles Lerntempo...65 Standardkurse langsames Lerntempo...66 Stadtteilkurse...67 Mittelstufenkurse Prüfungsvorbereitung...70 Deutsch spezial...71 Fremdsprachen Englisch...74 Französisch...80 Italienisch...83 Spanisch...85 Arabisch Chinesisch...87 Finnisch Japanisch...88 Latein...89 griechisch Norwegisch...90 Russisch Schwedisch...91 Türkisch Ungarisch...92 Gebärdensprache...93 Beruf und EDV Buchführung und Marketing...95 Kommunikation und Rhetorik...95 EDV: Betriebssystem und Office Schreibtechniken Internet und Generation Bildungsurlaub EDV-Spezial Apple und Mac Service vhs-team...1 Einzeltermine...4 Stadtspaziergänge, Vorschau Sommersemester 2015, vhs-seniorenclubs...5 Abendschulen für Erwachsene vhs-gremien und Zuständigkeit der vhs Bildungsurlaub Freunde, Stenografenverein, Jugendförderung Unterrichtsorte Stichwortverzeichnis der Kursangebote Anmeldeverfahren und AGB Anmeldeformular

6 VORTRÄGE UND EINZELVERANSTALTUNGEN VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Einzeltermine Kurs Datum Zeit Veranstaltung Seite Kurs Datum Zeit Veranstaltung Seite :30 L(i)ebenswerte Transgschlechtlichkeiten und die Mär vom selbstbestimmten Geschlecht :30 Verlockende Pflanzenkompositionen :00 Die Kraft des positiven Denkens. Hilfe zur Selbsthilfe :30 Informationelle Mündigkeit oder 10 Müdigkeit? Gläserne Bürger/ innen zwischen Big Data und Überwachung :30 Eulenexkursion in den Burgwald :00 Mit dem Bleistift in die Stille :30 Sinti und Roma: Deutsche und Europäer, die als Fremde wahrgenommen werden? :30 Der politische Salon: Mensch und Meer Wann essen wir den letzten Fisch? :00 Treffpunkt Gebärdensprache :00 Medienkompetenz nicht nur für Eltern :30 Johann Wolfgang von Goethe Ausgewählte Gedichte :00 In aller Munde: Schüsslersalze. Einführung in Anwendung u. Wirkung :00 e Kosmologie Das Universum ohne Urknall :00 Gestaltung eines Hanggartens :30 Wasser- und Watvögel Exkursion im Marburger Lahntal 40101/ 40201/ :00 Arabisch Chinesisch Japanisch zum Ausprobieren :30 Garten-Fragestunde B :00 Treffpunkt Gebärdensprache / / :30 Vortrag: Leben mit Hochsensibilität. 39 Warum manche mehr empfinden und was das für sie bedeutet :00 Nationalpark Kellerwald-Edersee 16/ A :00 Nihongo Shaberieren! Auf Japanisch plaudern :15 Internetkriminalität :30 Der politische Salon: Der Krieg und die Wissenschaft(ler). Vor 100 Jahren begann der Gaskrieg 41009B :00 Nihongo Shaberieren! Auf Japanisch plaudern :30 Vogelkundliche Exkursion in den Heiligengrund :15 Wie wirkt Psychotherapie? C :00 Treffpunkt Gebärdensprache :00 Lahn-Marmor Der Steinbruch Unica in Villmar Rollendes Geologie-Seminar :00 Faszination Geocaching :00 Vogelexkursion zum Schweinsberger Moor :25 Probenbesuch des hr-sinfonieorchesters :30 Der politische Salon: Erzähltes Leben Johannes M. Becker im Gespräch mit Hans Horst Althaus, Marburg :40 Dokumentationszentrum Reichparteitagsgelände Studienfahrt nach Nürnberg :00 Weltnaturerbe Grube Messel Rollendes Geologie-Seminar :30 Frida Kahlo D :00 Treffpunkt Gebärdensprache Marburger Fototage Ausstellung + Workshops :00 Der Korbacher Dackel die Korbacher Spalte Rollendes Geologie-Seminar :00 Visitamo Marburgo a pied! Marburg zu Fuß auf Italienisch :30 Der politische Salon: Mann sein als Konflikt Johannes M. Becker im Gespräch mit Dr. Ernst Kauß, Marburg 41009D :00 Nihongo Shaberieren! Auf Japanisch plaudern :00 España (Vortrag auf Spanisch) :00 Walking and Talking Spazierengehen u. Englisch sprechen :00 The Philippines (Vortrag auf Englisch) :30 Vortrag: Aktivierung der Selbstheilungskräfte :00 Walking and Talking Spazierengehen und Englisch sprechen :30 Der Politische Salon im Feld! Zu Besuch in der GartenWerk- Stadt Stadtgärten zwischen Wohlfühloase und Agrarrevolution

7 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 STADTSPAZIERGÄNGE UND SENIORENCLUBS Stadtspaziergänge Vorschau Sommersemester 2015 Kurs Datum Zeit Veranstaltung Seite Datum Termin :00-16: :00-13: :00-13: :00-13: :00-13:00 Die Brüder Grimm als Studenten in Marburg Ein Stadtspaziergang auf den Spuren der Marburger Romantik des frühen 19. Jhds. Frauen, Pilger, Handwerker, Arme und Reiche in Marburg Von Hexen und Hebammen Frauen in der Geschichte der Heilkunde Leben in Gemeinschaften Orden im mittelalt. Marburg Stadtspaziergang zum Nationalsozialismus :00 Stadtspaziergang Romantisches Marburg Unter dem Regenbogen :00-13: :30-13: :00-17: :30-13: :00-13: :00-16:00 Der Deutsche Orden, seine Ziele und seine Wirtschaft in Marburg Gang über den jüdischen Friedhof Marburger Frauengeschichte Von der Heiligen Elisabeth bis Elisabeth Selbert Marburger Friedhofskultur Ein Spaziergang z. d. kleinen Friedhöfen im Hauptfriedhof Revolution in Marburg, Vormärz und 1848 Philosophischer Stadtspaziergang / Sonderöffnungszeiten zum Semesterstart: Mo, Do, von 9:00-13:00 u :00 Uhr Fr, u von 9:00-13:00 Uhr 12./13./ (Do - Sa) und (Do) Sonder-Beratungstermine für Fremdsprachen Näheres siehe Programmbereich Einstufung und Anmeldung für Deutsch als Fremdsprache Mo - Fr, 9:00-13:00 Uhr und Mo - Do, 15:00-18:00 Uhr Kursbeginn Wahl der Kursvertreter/innen Osterferien Sonder-Beratungstermine für Fremdsprachen nach den Osterferien: 10:00-14:00 Uhr (außer Deutsch als Fremdsprache) Vollversammlung und Gesamtkonferenz der Kursleitenden Vollversammlung der gewählten Kursvertreter/innen Sommerferien Das vhs-programm für das Wintersemester 2015/16 erschient am: Montag 7. September 2015 Kursbeginn ab: Montag, 21. September 2015 vhs-seniorenclubs Ort Marbach Bürgerhaus Michelbach Bürgerhaus Moischt/Schröck Bürgerhaus Moischt Leitung P. Naumann Tel.: A. Ebert, Tel.: A. Winterstein, Tel.: Tag und Uhrzeit Mi, 14:30 Uhr Mi, 14:30 Uhr Mo, 14:30 Uhr Kommunikationsnachmittag Schutz vor Diebstahl, CLAUS DIETER JACOBI Bilder aus Hessen: Hinterer Odenwald und Neckartal, WOLFGANG CZARSKI Till Eulenspiegel, DR. GERD KANKE Ist das Wetter noch normal? ROLAND SCHMIDT Halbtagesfahrt Sommerfest mit kleinem Programm Tagesfahrt

8 GESELLSCHAFT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Gesellschaft In unseren Kursen und Veranstaltungen zur gesellschaftspolitischen, historischen und naturwissenschaftlichen Bildung erweitern Sie Ihre Allgemeinbildung erwerben Sie fachliches und methodisches Wissen erlangen Sie gesellschaftliche und persönliche Handlungskompetenzen Kommunalpolitik Kommunalgeschichte Die Brüder Grimm als Studenten in Marburg Ein Stadtspaziergang auf den Spuren der Marburger Romantik des frühen 19. Jahrhunderts Bei dem Stadtrundgang wird die Stadt Marburg gleichsam als Wiege der Grimms für deren weitere immense wissenschaftliche, literarische und politische Karriere vorgestellt, die beispielsweise ohne die Inspirationen ihres Lehrers Savigny nicht denkbar gewesen wäre. Auch die Herausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, deren 200. Jubiläum wir gerade feiern, ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Das interessante Beziehungsgeflecht, in das die Brüder in der kleinen Universitätsstadt eingebunden waren, öffnete ihnen später die Türen zu den bedeutenden literarischen und romantischen Kreisen in Kassel, Göttingen und Berlin. Gleichzeitig wird ihr bedeutender Anteil am kulturellen Gedächtnis der Stadt Marburg hervorgehoben, die vor diesem Hintergrund selbstbewusst ihren besonderen Platz in der Reihe der Brüder-Grimm-Städte behaupten kann. Leitung: PROF. DR. MARITA METZ-BECKER Sa, 15:00-16:30 Uhr, 14. Mrz. 2015, Treffpunkt: Marktbrunnen 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 10/ Frauen, Pilger, Handwerker, Arme und Reiche in Marburg mit Besuch der Elisabethkirche, des Deutsch-ordensgeländes und der Elisabethbrauerei An Plätzen, Häusern, Brunnen und Denkmälern wird die Geschichte unterschiedlicher Marburger Bevölkerungsgruppen vom Mittelalter bis ins 21. Jh. aufgezeigt. Der Rundgang führt von der Elisabethkirche über den Pilgrimstein nach Weidenhausen. Leitung: DR. ILINA FACH Sa, 11:00-13:00 Uhr, 28. Mrz. 2015, Treffpunkt: In der Elisabethkirche 1 Termin, 6,50 (erm.: 4,50); plus Eintritt/Kirche = ab 10 Personen 2,00. Min/Max: 8/30. ARBEIT UND LEBEN-Veranstaltung (AG zwischen vhs und DGB) Von Hexen und Hebammen Frauen in der Geschichte der Heilkunde Wir besuchen den Hexenturm am Schloss, das ehemalige Accouchierhaus im Fürstenbau des Deutschen Ordens sowie das Museum Anatomicum in der Robert-Koch-Straße. Vorgestellt werden Hexenprozesse des 16./17.Jahrhunderts und berühmte Hebammen in der Geschichte sowie die Marburger Accouchieranstalt als eine der ältesten Gebärkliniken Europas. Hier vollzog sich die Veränderung der Geburtshilfe als ein von Hebammen zu betreuendes Metier zur Geburtsmedizin, wie sie von akademisch ausgebildeten Ärzten verstanden wurde. Leitung: PROF. DR. MARITA METZ-BECKER Sa, 11:00-13:00 Uhr, 18. Apr. 2015, Treffpunkt: Hexenturm am Schloss 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 10/ Leben in Gemeinschaften Orden im mittelalterlichen Marburg Das Leben in Gemeinschaft wird dargestellt am Beispiel der Orden (Bettelorden, Zisterzienser, Gebrüder zum gemeinsamen Leben, Tertiarierinnen), ihren Zielen, ihrem Alltag, ihren sozialen und wirtschaftlichen Funktionen in der mittelalterlichen Gesellschaft. Stadtspaziergang von der Alten Universität (Reitgasse) über die Untergasse Beguinenhof Franziskanergelände Gehrensgässchen Hof der Pfarrkirche Ritterstraße Schlosstreppe Physik-Institut Wasserscheide. Leitung: DR. ILINA FACH Sa, 11:00-13:00 Uhr, 25. Apr. 2015, Treffpunkt: Alte Universität, Reitgasse 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 8/30 ARBEIT UND LEBEN-Veranstaltung (AG zwischen vhs und DGB) Stadtspaziergang zum Nationalsozialismus Vor über 80 Jahren wurde den Nationalsozialisten die Macht übergeben. Ein Vergessen sollte es nicht geben. Bei einem Stadtspaziergang gehen wir u. a. den Fragen nach, warum sich Hindenburgs Grab in der Elisabethkirche befindet und wie 6

9 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 GESELLSCHAFT sich Professoren zum Nationalsozialismus gestellt haben, berichten vom Niedergang der jüdischen Familie Isenberg, von der Rolle der Burschenschaften und vom ersten Marburger Stadtspiel der HJ- Pimpfe. Leitung: ULRICH SCHÜTT Sa, 11:00-13:00 Uhr, 09. Mai 2015, Treffpunkt: Elisabethkirche/Hauptportal 1 Termin, 6,50 (erm.: 4,50); Gebühr einschließl. Eintritt f. Elisabethkirche. ARBEIT UND LEBEN- Veranstaltung (AG zwischen vhs und DGB), Min/Max: 10/ Der Deutsche Orden, seine Ziele und seine Wirtschaft in Marburg Vom Orden mit spirituellen und militärischen Zielen zum Wirtschaftsfaktor der Stadt Marburg Im 12. Jh. in Akkon aus dem Bedürfnis nach einem Feldhospital zur Aufnahme von Rittern und Pilgern gegründet, übernahm der Deutsche Orden sowohl spirituelle (Betreuung von Kranken im Hospital), wie militärische Aufgaben ( Heidenmission und Schutz von Pilgern im Hl. Land, Expansion) und wurde von Papst, Kaiser und Fürsten mit Land und Privilegien ausgestattet. Was dies für die hessische Ballei bedeutet, wird an der Anzahl der Gebäude und dem Umfang des Deutschordensgeländes in Marburg und Umgebung deutlich. In der Reformation dringt Landgraf Philipp in den Orden ein und beraubt ihn seines Inventars. Der Orden kann sich dennoch noch bis 1809 in Marburg halten, bis ihn Napoleon auflöst. Wir fragen daher, was war und was ist vom 13. Jahrhundert geblieben? Was lässt sich noch heute von der herausragenden Stellung des Ordens ahnen? Die Baureste (Kirchen mit Inventar, Firmanei, Hospital, Wohn-, Wirtschaftsgebäude und Gärten) vergegenwärtigen seine Aufgaben als Küster, Spittler, Kelter, Brauer, Förster, Schäfer, Schweizer, Jäger, Müller, Eisengießer, Immobilienhändler, Verwaltungsangestellte, Begleitpersonal von Fuhren. Zu fragen ist, welche Arbeitskräfte der Orden nutzen konnte, um seine Wirtschaftskraft zu erhöhen. Wie sah die Situation des Ordens in der Reformation aus. Welche Ziele hat der Orden bis heute bewahrt, welche verschwanden? In welchen Organisationen fanden die Gemeinwesenstrukturen bis heute ihren Niederschlag? Welche seiner Tätigkeiten sind bis heute erhalten geblieben? Der Spaziergang geht an allen Gebäuden vorbei. Leitung: DR. ILINA FACH Sa, 11:00-13:00 Uhr, 23. Mai 2015, Treffpunkt: Elisabethkirche 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00); plus Eintritt/Kirche = ab 10 Personen 2,00. Min/Max: 8/30. ARBEIT UND LEBEN-Veranstaltung (AG zwischen vhs und DGB) Gang über den jüdischen Friedhof Erläuterungen über die Anlage des Friedhofs mit Grab- bzw. Gedenksteinen aus dem 19./20. Jh. sowie über jüdische Familien in Marburg und deren Eingebundenheit in das kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt. Männer bitte Kopfbedeckung mitbringen! Leitung: DR. BARBARA RUMPF-LEHMANN So, 11:30-13:00 Uhr, 31. Mai 2015, Treffpunkt: Haupteingang, Alter Kirchhainer Weg 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 10/ Marburger Frauengeschichte von der Heiligen Elisabeth bis Elisabeth Selbert Die Geschichte einer Stadt ist nicht denkbar ohne die Geschichte ihrer Frauen. Der Stadtspaziergang will die Frauen, die für Marburgs politische und kulturelle Entwicklung eine maßgebliche Rolle gespielt haben, in den Fokus rücken. Von der Heiligen Elisabeth des Mittelalters über die romantischen Schriftstellerinnen des 18. Jahrhunderts und die ersten Wissenschaftlerinnen an der Marburger Universität bis zu herausragenden Politikerinnen wie Elisabeth Selbert, spannt sich der Bogen, der bedeutende Frauen und ihre Lebensleistungen ins heutige Bewusstsein ruft. Leitung: PROF. DR. MARITA METZ-BECKER Fr, 15:00-17:00 Uhr, 12. Jun. 2015, Treffpunkt: Rathaus/Uhrturm 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 10/ Revolution in Marburg, Vormärz und 1848 Der Stadtspaziergang zu Ereignissen, wie dem Druck von Büchners Hess. Landboten 1834 und den Unruhen 1848, gibt Anlass, über die Persönlichkeiten und Orte nachzudenken. Leitung: DR. ILINA FACH Sa, 11:00-13:00 Uhr, 20. Jun. 2015, Treffpunkt: Marktbrunnen/Oberstadt 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 10/30 ARBEIT UND LEBEN-Veranstaltung (AG zwischen vhs und DGB) Marburger Friedhofskultur Ein Spaziergang zu den kleinen Friedhöfen im Hauptfriedhof Leitung: DR. BARBARA RUMPF-LEHMANN So, 11:30-13:00 Uhr, 14. Jun. 2015, Treffpunkt: Hauptportal an der Ockershäuser Allee 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 10/ Philosophischer Stadtspaziergang Philosophinnen und Philosophen in Marburg Viele berühmte und bedeutende Philosoph/innen haben in Marburg studiert und gelehrt: Giordano Bruno, Christian Wolff, Michail Lomonossov, Friedrich Albert Lange, Hermann Cohen, Paul Natorp und Ernst Cassirer, Ortega y Gasset, Martin Heidegger, Günther Anders, Hannah Arendt, Hans-Georg Gadamer, Karl Löwith und Julius Ebbinghaus. Der (ca. zweistündige) philosophische Spaziergang wird in der Oberstadt den Wohnorten einiger Marburger Philosophen nachspüren und an Ort und Stelle kurze Einführungen in das Leben und Werk der Philosoph/innen geben. Leitung: PD DR. DIETER HÜNING So, 05. Jul. 2015, 14:00 Uhr, Treffpunkt: Marktbrunnen/Oberstadt 1 Termin, 4,00 (erm.: 2,00), Min/Max: 10/30 7

10 GESELLSCHAFT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Aktuelle Politik politische Kultur Mann sein als Konflikt Der politische Salon Im Politischen Salon werden anlassbezogen aktuelle politische Themen und Fragestellungen behandelt. Besonderer Wert wird auf eine sachliche und in verständlicher Form vorgetragene Referatseinleitung sowie auf eine generationsübergreifende Diskussion gelegt, ohne parteipolitische, religiöse und weltanschauliche Scheuklappen und ohne die starren Regeln von akademischen Podiumsdiskussionen. Eine angenehme Atmosphäre und ein Getränkeangebot werden garantiert! Weitere Termine und Themen werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bereits Angemeldete werden über Folgetermine informiert! L(i)ebenswerte Transgeschlechtlichkeiten und die Mär vom selbstbestimmten Geschlecht Mit Annette Güldenring, Heide Mod.: PD DR. JOHANNES M. BECKER Fr, 13. Feb. 2015, 18:30 Uhr, vhs-atelier 1 und Atelier 2 Veranstalter sind ARBEIT UND LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) und Johannes M. Becker. Schriftl. oder tel. Anmeldung i. d. vhs für die gebührenfreie Veranstaltung ist wünschenswert Mensch und Meer Wann essen wir den letzten Fisch? Mit Dr. Ulrich Geffarth, Marburg Mod.: PD DR. JOHANNES M. BECKER Fr, 20. Mrz. 2015, 18:30 Uhr, vhs-atelier 1 und Atelier 2 Veranstalter sind ARBEIT UND LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) und Johannes M. Becker. Schriftl. oder tel. Anmeldung i. d. vhs für die gebührenfreie Veranstaltung ist wünschenswert. Johannes M. Becker im Gespräch mit Dr. Ernst Kauß, Marburg Fr, 19. Jun. 2015, 18:30 Uhr, vhs-atelier 1 und Atelier 2 Veranstalter sind ARBEIT UND LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) und Johannes M. Becker Schriftl. oder tel. Anmeldung i. d. vhs für die gebührenfreie Veranstaltung ist wünschenswert Der Politische Salon im Feld! Zu Besuch in der GartenWerkStadt Stadtgärten zwischen Wohlfühloase und Agrarrevolution Aspekte des urbanen Gärtnerns Mit Kati Bohner & Jutta Greb Mod.: PD DR. JOHANNES M. BECKER Fr, 17. Jul. 2015, 18:30 Uhr, Gesundheitsgarten, Vitos-Gelände, Cappeler Straße Veranstalter sind ARBEIT UND LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) und Johannes M. Becker. Schriftl. oder tel. Anmeldung i. d. vhs für die gebührenfreie Veranstaltung ist wünschenswert Marburger Forum für entwicklungspolitische und interkulturelle Themen in Kooperation mit ARBEIT und LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) Interkulturelles Interesse, Solidarität und Gerechtigkeit sind gefragt in einer Welt, die mehr und mehr zusammenwächst und Probleme zunehmend gemeinsam zu bearbeiten hat Der Krieg und die Wissenschaft(ler) Vor einhundert Jahren begann der Gaskrieg Veranstaltungsreihe Baumwolle und Textilien Eine globale Industrie und ihre Alternativen Mit Prof. Dr. Kurt Pätzold, Berlin In Zusammenarbeit mit der Fördergemeinschaft Frieden Marburger Forum und Strömungen /Buchhandlung Roter Stern, Marburg. Mod.: PD DR. JOHANNES M. BECKER Fr, 24. Apr. 2015, 18:30 Uhr, vhs-atelier 1 und Atelier 2 Veranstalter sind ARBEIT UND LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) und Johannes M. Becker. Schriftl. oder tel. Anmeldung i. d. vhs für die gebührenfreie Veranstaltung ist wünschenswert Erzähltes Leben Johannes M. Becker im Gespräch mit Hans Horst Althaus, Marburg Fr, 29. Mai 2015, 18:30 Uhr, vhs-atelier 1 und Atelier 2 Veranstalter sind ARBEIT UND LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) und Johannes M. Becker. Schriftl. oder tel. Anmeldung i. d. vhs für die gebührenfreie Veranstaltung ist wünschenswert. Baumwolle und die daraus gewonnenen Textilien sind seit Jahrhunderten ein zentraler und immer wieder umkämpfter Bestandteil der Weltwirtschaft. Für viele Menschen in den Industrieländern erscheinen Textilien heutzutage aber als so günstig und alltäglich, dass Shopping zu einer selbstverständlichen und banalen Freizeitbeschäftigung geworden ist. Die Kosten und die Folgen dieses Konsummodells rücken aber gerade in letzter Zeit stärker in den Fokus einer interessierten Öffentlichkeit. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in den Weltmarktfabriken der Textilproduktion, die eingestürzte Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch mit über Toten oder der mittlerweile fast ausgetrocknete Aralsee, dessen Wasser komplett für den Baumwollanbau genutzt wird, stehen hierfür exemplarisch. Die Veranstaltungsreihe wird sich aber auch zentral mit Alternativen beschäftigen, die sowohl im globalen Süden als auch hierzulande entwickelt und diskutiert werden. Insofern wird die Reihe nicht nur Wissen vermitteln, sondern versteht sich ganz explizit auch handlungsorientiert. 8

11 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 GESELLSCHAFT Termine der einzelnen Veranstaltungen werden im März/April 2015 bekannt gegeben unter: veranstaltungen/veranstaltungskalender.php Leitung: RALF DÖRSCHEL Termine: April - Juli 2015, jeweils ab 20:00 Uhr, Weltladen Marburg, Markt 7 Die Veranstaltungen von ARBEIT UND LEBEN (AG zwischen vhs und DGB) in Kooperation mit dem städtischen Agenda-Büro und dem Weltladen sind gebührenfrei. Im Sommersemester hält auch wieder die KinderKulturKarawane in Marburg Alles auf Frühling? Der Islam im Nahen Osten und der Türkei zwischen Islamistischem Extremismus und liberaler Erneuerung Die Revolutionsbewegungen in Nordafrika und dem Nahen Osten haben vielfach Überraschung und Erstaunen ausgelöst. Galten doch breiten Kreisen in der westlichen Welt die Muslime als nicht demokratiefähig. Auf den ersten Blick denkt man an Ägypten, an Syrien und an die arabische Halbinsel, scheint das auch zu stimmen. Wirklich? Wir wollen in dieser Veranstaltung gemeinsam den zweiten Blick auf die Region des Nahen Ostens, aber auch auf Europa richten. Schwerpunkte der Veranstaltung sind: --Die Unterscheidung von Islamismus, religiösem Islam und säkularen Geistesströmungen und ihre Rolle in den Ländern der Region. --Die Geschichte der Region vor dem Hintergrund des Kolonialismus und des Postkolonialismus. --Die Spannweite des religiösen Islam vom extremen Fundamentalismus bis zu modernen Reformströmungen. --Die Rolle Europas und anderer Global Player bei den Revolutionsbewegungen des Nahen Ostens. --Die Rolle der Türkei als regionaler Großmacht zwischen Europa und der islamischen Welt. Leitung: CHRISTOPH BRÄUTIGAM M.A. Fr/Sa, 17./18. Apr. 2015; Fr, 18:30-21:45 Uhr; Sa, 10:00-17:00 Uhr (mit Pause), vhs, R Termine, 28,80 (erm.: 19,20), Min/Max: 10/ Der arabische Frühling erstarrt? e Wege und alte Pfade zwischen Ägypten und Marokko Von Tunesien ging ab Dezember 2010 der arabische Frühling aus und verbreitete sich über Nordafrika, den Nahen Osten und die arabische Halbinsel. Staaten die teils offensiv, teils behutsam neue Wege gegangen sind, wie Tunesien und Marokko, stehen Ägypten mit seiner wieder errichteten Militärdiktatur und Libyen, das in vorkoloniale Stammesfehden zurückgefallen ist, gegenüber. Als Nachbarn der EU sind diese Länder ganz besonders in unserem Fokus. Wir wollen uns in diesem Seminar gemeinsam mit den Ursachen, der Gegenwart und den Perspektiven, der neuen Situation in Nordafrika auch im Blick auf das Verhältnis zur EU beschäftigen. Schwerpunkte der Veranstaltung sind: --Historische Voraussetzungen der Entwicklung in Nordafrika --Postkoloniale Politik zwischen den Weltmächten, Europa und den Staaten Nordafrikas --Der Islam und seine Rolle zwischen Staatsislam, Anpassung und Opposition --Die wirtschaftliche Situation als Motor des arabischen Frühlings --Demokratievorstellungen und demokratische Praxis in den islamisch geprägten Kulturen Nordafrikas Leitung: CHRISTOPH BRÄUTIGAM M.A. Fr/Sa, 19./20. Jun. 2015; Fr, 18:30-21:45 Uhr; Sa, 10:00-17:00 Uhr (mit Pause), vhs, R Termine, 28,80 (erm.: 19,20), Min/Max: 10/ Bildungsurlaub Berlin interkulturell In Geschichte und Gegenwart Berlin ist immer eine Reise wert. Berlin gilt als bunt. Berlin war und ist eine Stadt mit einer langen Tradition der Einwanderung. Hugenotten, Böhmen, Juden und in den 1950er Jahren die so genannten Gastarbeiter, deren Kinder und Enkelkinder heute in Berlin leben. Berlin kennenzulernen aus anderen Perspektiven, Besichtigungen zu machen und vor allem auch Gespräche zu führen, ist das Ziel des Bildungsurlaubs vor Ort in Berlin. Der Bildungsurlaub beginnt mit der Zugfahrt von Marburg nach Berlin. Abfahrt nach Berlin: 23. Mrz. 2015, um 7:50 Uhr; Wiederankunft in Marburg: 27. Mrz. 2015, 18:00 Uhr. Leitung: CHRISTOPH BRÄUTIGAM M.A. Mo-Fr, Mrz. 2015, jeweils 9:00-17:30 Uhr (täglich 1,5 Stunden Pause), Min/Max: 8/12 5 Termine, 490,00 (keine Ermäßigung). Leistungen: Reisekosten, Kursgebühr, Ü mit Frühstück. Der Bildungsurlaub ist vom Hessischen Sozialministerium genehmigt. Eine Veranstaltung von ARBEIT und LEBEN (AG zwischen vhs und DGB). Anmeldeschluss: Fr, 06. Mrz

12 GESELLSCHAFT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Presse Medien Medienkompetenz nicht nur für Eltern Informationelle Mündigkeit oder Müdigkeit? Gläserne Bürger/innen zwischen Big Data und Überwachung Wir lernen praktisch und theoretisch Möglichkeiten und Risiken der Internet- und Smartphonenutzung sowohl für Kinder- und Jugendliche als auch für Erwachsene kennen. Dies geschieht durch Selbsterfahrung mit Chats und Skype sowie durch anschauliche Beispiele, in denen wir in die Online-Welt von Kindern- und Jugendlichen eintauchen. Neben den Anliegen, die Sie persönlich mitbringen, sind die Themen: Jugendschutz und rechtliche Fragen, Gewalt, Pornographie, Soziale Beziehungen im Netz, Online(-spiele)sucht, selbstgefährdendes Verhalten, PC-Sicherheit und diesbezüglich effektive Handlungsstrategien im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Leitung: BERTHOLD SCHÜTZ Sa, 21. Mrz. 2015, 10:00-17:00 Uhr (1 Stunde Pause), vhs, R Termin, 19,20 (erm.: 12,80), Min/Max: 10/16 Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wurde 1971 etabliert und war die die Grundlage für Datenschutzgesetze in Deutschland. Die politische Einforderung sowie auch die technische Umsetzung hierzu sind mühsam. Welchen Stellenwert hat das informationelle Selbstbestimmungsrecht in der heutigen digitalen Gesellschaft? Die Veranstaltung wendet sich an alle, die mehr über den gläsernen Bürger wissen möchten. In Vortrag und Gespräch werden Grundlagen allgemein verständlich erläutert sowie anhand aktueller Ereignisse eingeordnet und diskutiert. EDV-Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Leitung: UWE SCHULZ Mi, 11. Mrz. 2015, 18:30-20:00 Uhr, vhs, R Termin, 4,80 (erm.: 3,20), Min/Max: 10/ Praxis des gemeinnützigen Vereins nur für freiwillig Tätige! In Kooperation mit der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf In einem gemeinnützigen Verein zu arbeiten, kann viele Vorteile haben. Es gibt aber einige Dinge, die es zu beachten gilt, damit das Ganze zum Erfolg führt. Behandelt werden unter anderem: --Vereinsgründung, Vereinsrecht und Gemeinnützigkeit --Vereinssatzung, Vorstand, Geschäftsführung, Mitgliederversammlung --Finanzielle Möglichkeiten und Förderung, Haftung, Rücklagenbildung Leitung: DR. UDO ENGBRING-ROMANG Do, 18:00-20:15 Uhr, 16./23./30. Apr. 2015, vhs, R 404, Min/Max: 8/16 3 Termine, 9,00 = mit Nachweis einer freiwilligen Tätigkeit Internetkriminalität Es gibt immer wieder Artikel und Erzählungen über Betrugsfälle, die als Internetkriminalität bezeichnet werden. Was ist genau damit gemeint, wer ist gefährdet, wie kann der Einzelne sich schützen? Auf diese und andere Fragen wird der für Internetprävention zuständige Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Mittelhessen eingehen. Leitung: DIRK HINTERMEIER Do, 18:15-19:45 Uhr, 23. Apr. 2015, vhs, R 103, Min/Max: 8/20 1 Termin, Schriftl. oder tel. Anmeldung i. d. vhs für die gebührenfreie Veranstaltung ist wünschenswert Homepage nur für freiwillig Tätige! Selbstdarstellung für Verein oder Initiative In Kooperation mit der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf Viele Vereine haben schon eine Homepage, die aber nicht immer optimal gepflegt ist, zum Beispiel, weil nur eine Person Zugriffsrechte und auch noch wenig Zeit hat. Damit wird die Seite unattraktiv. Das muss nicht sein. Mit einem kostenlosen, barrierefreien Content-Management-System wie Papoo (CMS, deutsch Inhaltsverwaltungssystem ), einer Software zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten (Content) von Webseiten, gibt es hier eine professionelle Lösung. In unserem Kurs geht es aber nicht nur um die technische, sondern auch um die inhaltliche Gestaltung und rechtliche Aspekte einer CMSbasierten Homepage. Als Alternative werden Homepagebaukästen und ein Tool wie Webdesigner vorgestellt. Inhalte: --Analyse von Vereins-Homepages --Kriterien für eine ansprechende Homepage/Domain/Hosting --Planung einer Sitemap mit Papier + Bleistift (Scribble) --Urheber- und Bildrecht sowie die Impressumpflicht --Kennenlernen der Werkzeuge --Erstellen von Musterseiten --Suchmaschinenoptimierung und Upload Leitung: HENDRICK SUCKROW Di und Do, 18:30-21:00 Uhr, 17./19./24./26. Mrz. 2015, vhs, R 303 Min/Max: 8/12 4 Termine, 12,00 = mit Nachweis einer ehrenamtlichen Tätigkeit 10

13 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 GESELLSCHAFT Recht und Menschenrechte Sinti und Roma Deutsche und Europäer, die als Fremde wahrgenommen werden? Seit Jahrhunderten wurden und werden Sinti und Roma in Europa diskriminiert, ausgegrenzt und verfolgt. Seit mehr als 600 Jahre in Europa lebend, gelten sie als die Anderen. In fast allen europäischen Gesellschaften gibt es massive Vorurteile und Ressentiments, die auf der Grundlage von alten, immer wieder reaktivierten Bildern entstanden und vielfach nicht in Frage gestellt werden. Über die Macht der Bilder und unter anderem ihre Folgen für die Betroffenen, spricht der Referent aus der Sicht der Antiziganismusforschung. Leitung: DR. UDO ENGBRING-ROMANG Di, 17. Mrz. 2015, 18:15-19:45 Uhr, vhs, R 103, Min/Max: 8/25 Gebührenfreie Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Antiziganismusforschung e. V. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Jugend Familie Alter Lebensqualität im Alter finden Vortrag: Lebensqualität im Alter finden Leitung: IRIS JULIANA SCHNEIDER Do, 26. Mrz. 2015, 18:00-19:30 Uhr, vhs, R 103, Min/Max: 8/25 1 Termin, Gebührenfreie Veranstaltung von ARBEIT und LEBEN (AG zwischen vhs und DGB). Um vorherige Anmeldung wird gebeten Kurs: Lebensqualität im Alter finden Mit dem Ende der Berufstätigkeit geht das Leben oft mit großen Veränderungen einher. Es gilt Abschied zu nehmen von vertrauten Konstellationen. Verluste müssen bewältigt werden. Aber das Älterwerden bietet für jeden Einzelnen auch Gestaltungsspielräume und neue Chancen. Inhalte der Veranstaltung: 1. Es werden interessante Porträts von Alltagsmenschen vorgestellt, die im Alter noch ein Höchstmaß an Zufriedenheit erleben konnten. 2. Angeregt durch die Lebensbeispiele anderer erhält jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin für sich den Raum, neue attraktive Perspektiven für den kommenden Lebensabschnitt zu entwickeln. 3. Hinzukommend werden hilfreiche Informationen zu einzelnen Bewältigungsthemen des Alters weitergegeben. Unter anderem erhalten Sie Anregungen zu folgenden Fragen: --Wie kann eine gestaltung des Alltags aussehen, wenn die gewohnten Kräfte langsam nachlassen? --Was ist hilfreich im Umgang mit der unausweichlichen Endlichkeit des eigenen Lebens? Leitung: IRIS JULIANA SCHNEIDER Do, 18:00-19:30 Uhr, 16. Apr Jun. 2015, vhs, R Termine, 38,40 (erm.: 25,60), Min/Max: 10/ Barrierefrei? Die Welt der Sehbehinderten und Blinden In Marburg leben viele Blinde und Sehbehinderte. Sichtbar. Aber was wissen die Sehenden über die Lebenswirklichkeit, über Hindernisse und Möglichkeiten der Unterstützung? In einem Workshop werden Zugänge zu den Menschen, die nicht oder wenig sehen, erarbeitet. Leitung: SONJA ALFEN Sa, 14. Mrz. 2015, 10:00-15:30 Uhr (mit Pause), vhs, R Termin, 14,40 (erm.: 9,60), Min/Max: 10/ Barrierefrei? Die Welt der Sehbehinderten und Blinden In Kooperation mit der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf Nur für freiwillig Tätige. In Marburg leben viele Blinde und Sehbehinderte. Sichtbar. Aber was wissen die Sehenden über die Lebenswirklichkeit, über Hindernisse und Möglichkeiten der Unterstützung? In einer Schulung für mehr Einfühlung werden Erfahrungen mit Zugängen zu den Menschen, die nicht oder wenig sehen, erarbeitet. Leitung: SONJA ALFEN Sa, 09. Mai 2015, 10:00-13:00 Uhr, vhs, R 304, Min/Max: 7/12 1 Termin, 4,00 = mit Nachweis einer ehrenamtlichen Tätigkeit Geschichte Grundkurs Geschichte Teil 7 Vom Ende des Kalten Krieges und von den Herausforderungen der Globalisierung: Der Preis der Freiheit? (A. Wirsching) Ende der 1980er Jahre deutete sich mit Glasnost und Perestrojka ein großer Wandel an, der mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten in Europa endete. Für Deutschland bedeuteten die Jahre nach 1989 die Wiedervereinigung nicht ohne Konflikte. Ein schon überwunden geglaubter Nationalismus veränderte in zwischenstaatlichen und in innerstaatlichen Kriegen die europäische Landkarte, ergänzt durch die Erweiterungsrunden der EG zur EU. Weltweit begann die dritte Phase der Globalisierung mit einer nie gekannten Technisierung und auch Mobilisierung von Menschen und Kapital, zum Teil unter Beseitigung vieler Regelungen und Schutzbestimmungen, vielfach im Namen des Neoliberalismus. Krisen und soziale Verwerfungen, zum Teil mit gewalttätigen Abwehrhaltungen, werden als Folgen der Globalisierung interpretiert: Nicht nur der Kapitalismus, sondern auch der Terrorismus agierte weltweit. Der Kurs kann als eigenständige Einheit besucht werden. Vorkenntnisse oder die Teilnahme an einem der frühere Kurse werden nicht vorausgesetzt! Leitung: DR. UDO ENGBRING-ROMANG Mo, 18:15-19:45 Uhr, 23. Feb Jun. 2015, vhs, R 103, Min/Max: 10/25 15 Termine, 72,00 (erm.: 48,00); für Arbeitsmaterialien (Kopien) sind 3,00 beim Kursleiter zu bezahlen. 11

14 GESELLSCHAFT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Widerstand in der Geschichte Von der Vertreibung der Tyrannen zu den Whistleblowern Wenn das Handeln von Herrschaften gegen Recht und Ordnung wahrgenommen wird, kann Widerstand entstehen. Ziel ist es, die alte, gute Ordnung wiederherzustellen oder was dafür gehalten wird. Seit der Antike hat es immer Bewegungen und theoretische Begründungen für den Widerstand gegeben. Unter anderem werden folgende Themen besprochen: --Begriffe und die Theorie vom Widerstand --Tyrannenmord: Begründung der attischen Demokratie? --Widerstand im Mittelalter: Thomas von Aquin --Luther, Calvin und die Monarchomachen --Widerstand als Verhinderung des Umsturzes (J. Locke) --Opposition als Institutionalisierung von Widerstand --Das Widerstandsrecht --Widerstand gegen den Nationalsozialismus --Ziviler Ungehorsam --Anti-Kolonialer Widerstand --Dissidenz in Osteuropa --Islamistischer Terrorismus als Widerstand gegen die Verwestlichung? --Anonymer Widerstand: Whistleblower und Wikileaks --Erziehung zum Widerstand? Leitung: DR. UDO ENGBRING-ROMANG Mo, 20:15-21:45 Uhr, 23. Feb Jun. 2015, vhs, R 103, Min/Max: 10/20 14 Termine, 67,20 (erm.: 44,80); für Arbeitsmaterialien (Kopien) sind 3,00 beim Kursleiter zu bezahlen Das Alte Ägypten Von Ramses bis Kleopatra Bereits Reisende aus dem Alten Griechenland faszinierte die zu diesem Zeitpunkt schon mehrere tausend Jahre alte altägyptische Zivilisation mit ihren Pyramiden, Tempeln und Kulten. Den Kursteilnehmer/innen wird ein Überblick der Geschichte und der Kultur dieser Zivilisation verschafft. Behandelt wird die altägyptische Geschichte von der 19. Dynastie bis zur Herrschaft der Römer. Neben der politischen Historie werden auch sozial- und religionsgeschichtliche Zusammenhänge aufgezeigt. So werden beispielsweise Entwicklungen in der Architektur und dem Bestattungswesen ebenso dargestellt wie die verschiedenen religiösen Vorstellungen und Entwicklungen in der Sprache und Literatur. Das Angebot richtet sich nicht nur an all diejenigen, die vom Alten Ägypten begeistert sind, sondern auch an jeden historisch Interessierten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Leitung: CHRISTIAN LANGER M.A. Do, 18:15-19:45 Uhr, 16. Apr Jul. 2015, vhs, R 301, Min/Max: 10/16 10 Termine, 48,00 (erm.: 32,00); Kosten von 3,00 für Arbeitsmaterialien sind beim Kursleiter zu bezahlen. Christian Langer M.A. Auch wenn die Marburger Ägyptologie vor kurzem aufgelöst werden musste, so bleibt die ägyptische Geschichte den Marburgerinnen und Marburgern doch in anderer Form erhalten. In meinem Kurs zur altägyptischen Geschichte können sich die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Alte Ägypten und die Ägyptologie informieren. Ich habe Ägyptologie und verschiedene andere archäologische Disziplinen in Marburg und Mainz studiert. Seit knapp drei Jahren promoviere ich in Berlin. Daneben habe ich an verschiedenen Grabungen in Deutschland, Großbritannien und Ägypten teilgenommen. Mein Hauptinteressengebiet sind die politische und die Sozialgeschichte des Alten Ägypten, wobei ich immer versuche, den übergeordneten interkulturellen Rahmen mit einzubeziehen. Dies zeigt sich auch in meinem Kursangebot, wo immer wieder Bezüge zur Gegenwart hergestellt werden. Im Ergebnis werden die traditionellen Grenzen der Ägyptologie in meinem Kurs überschritten. Das Erzählcafé Vergangenheit lebendig machen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben unter Anleitung die Möglichkeit, ihre Sicht der Vergangenheit in ruhiger und entspannter Atmosphäre zu erzählen, vielleicht auch das ein oder andere Dokument zu zeigen. Es können auch die Geschichten sein, die ihnen erzählt wurden. Auch jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer können (und sollten) am Café mitmachen. Leitung: JULIA LANGENBERG M.A Vor 70 Jahren: Geschichte der Nachkriegszeit 1945 bis 1949 Kriegsende 1945: Wie sah das Leben in der Stunde Null aus? Marburg war weniger zerstört als andere Städte, hatte aber viele Aufgaben zu bewältigen. Wie erlebten das die Menschen? Wie nahmen sie diesen Umbruch wahr? Oder aus der Sicht der etwas Jüngeren: Was wurde über die Monate nach Kriegsende an die Kinder weitergegeben? --Der Alltag mit Wohnungsnot, Hunger und Wiederaufbau --Evakuierte, Flüchtlinge und Vertriebene --Arbeit, Schule und Universität --Entnazifizierung --Währungsreform Fr, 11:00-12:30 Uhr, 06./13./20./27. Mrz. 2015, vhs, R Termine, 24,00 (erm.: 18,00), Min/Max: 8/12 12

15 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 GESELLSCHAFT Vor 60 Jahren: Die fünfziger Jahre Einige Jahre nach dem Kriegsende gab es auch in Marburg noch Not und Armut, aber auch die Erwartung, dass es aufwärts geht. Wie wurde die junge Bundesrepublik von der Bevölkerung im Alltag wahrgenommen? Themen: --Wiederaufbau und Wohnungsnot --Das Wirtschaftswunder --Arbeit und Freizeit --Kommunalpolitik Fr, 11:00-12:30 Uhr, 22./29. Mai, 12./19. Jun. 2015, vhs, R Termine, 24,00 (erm.: 18,00), Min/Max: 8/ Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Studienfahrt nach Nürnberg 70 Jahre nach Kriegsende und nach der Befreiung vom Nationalsozialismus zeugen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände im Süden Nürnbergs gigantische Baureste vom Größenwahn des NS- Regimes. Auf 11 qkm sollte hier eine monumentale Kulisse für die Selbstinszenierung der NSDAP entstehen. Das heutige Doku-Zentrum befindet sich im Nordflügel der von den Nationalsozialisten für Menschen konzipierten, unvollendet gebliebenen Kongresshalle. Nach einer gemeinsamen Zugfahrt mit fachkundiger Begleitung erwartet die Teilnehmer/innen an diesem authentischen Ort eine interessante Führung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Stadt Nürnberg ein wenig zu erkunden. Leitung: DR. JÜRGEN MATHIAS Sa, 30. Mai 2015; Treffpunkt: 6:40 Uhr, im Hauptbahnhof Marburg; Ankunft: ca. 23:10 Uhr in Marburg, 90,00 (inkl. Gruppenfahrschein/Eintritt/Führung/Leitung; keine Ermäß.) Anmeldeschluss: Fr, 08. Mai 2015, Min/Max: 8/20 Eine Kooperationsveranstaltung der vhs der Universitätsstadt Marburg, der vhs Marburg-Biedenkopf und ARBEIT und LEBEN (AG von vhs und DGB) Pädagogik Das ist die rechte Braut! Warum Märchen in der heutigen Zeit so aktuell sind wie noch nie Wenn man die klassischen Märchen aus der Kinderecke holt, kann man erkennen, welchen Schatz an Weisheiten und Antworten auf Lebensfragen sie bieten. In diesem Workshop werden anhand ausgewählter Beispiele der Grimm-Märchen Zusammenhänge und Hintergründe deutlich und zeigen ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bei Demenz, im Hospiz und auch in der Psychotherapie. Leitung: KARIN KIRCHHAIN Sa, 28. Mrz. 2015, 14:30-17:30 Uhr, vhs, R Termin, 9,60 (erm.: 6,40), Min/Max: 10/ Aktuelle Fragen der Erziehung: Kindheit und die Welt der Medien Kinder wachsen heute in einer in hohem Maße von Medien und Technik durchdrungenen Welt auf: Smart Phones, Social Media (z. B. Facebook), Computerspiele & Co. bestimmen zunehmend die Lebenswelt der Kinder. Für Eltern sowie Pädagog/innen (Lehrer/innen und Erzieher/innen) stellt die Aufgabe der Erziehung daher eine große Herausforderung dar. Fernsehsendungen (Super-Nanny etc.), Erziehungsratgeber und Internetforen zum Thema bieten vermeintlich einfache Lösungen in Form von klaren Verhaltensregeln und angemessenen Kommunikationsformen für eine schwierige Erziehungsfrage an. Der Workshop möchte im ersten Teil einführende Perspektiven auf diese anspruchsvolle Erziehungsfrage erarbeiten und dann im zweiten Teil anhand einiger Beispiele aus dem genannten Ratgeberspektrum besprechen und diese mit den Erfahrungen der Teilnehmer/innen verschränken. Leitung: LUKAS EBLE B.A. Sa, 16. Mai 2015, 10:00-17:00 Uhr (1 Std. Pause), vhs, R Termin, 19,20 (erm.: 12,80), Min/Max: 10/16 Psychologie Wie wirkt Psychotherapie? Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Körner Jürgen Körner ist Psychoanalytiker (DPG, IPA), Professor für Sozialpädagogik i. R. an der Freien Universität Berlin, Präsident der International Psychoanalytic University Berlin. Forschungsgebiete: Psychoanalytische Methode, psychoanalytische Pädagogik, Jugendliche Delinquenz, Mensch-Tier-Beziehung. Psychotherapie ist auf unterschiedliche Weise wirksam. In vielen Fällen wirkt sie, indem der/die Patient/in lernt, unangemessene Überzeugungen z. B. über die Absichten anderer Menschen zu korrigieren. Nützlich ist es oft auch, wenn der/die Therapeut/in seine Patientin, seinen Patienten, darin bestärkt, Situationen aufzusuchen, vor denen er/sie sich bisher sehr gefürchtet hat. Psychoanalytische Psychotherapeut/innen legen hingegen andere Schwerpunkte: Sie ermutigen ihre Patienten, sich ihrer nicht bewussten Motive bewusst zu werden und dadurch ihre Handlungsfreiheit zu erweitern. Ganz gleich, welche Methode ein/e Psychotherapeut/in anwendet: Der Erfolg einer Psychotherapie hängt entscheidend davon ab, ob es dem/der Psychotherapeut/in gelingt, mit ihrem/seinem Patienten eine vertrauensvolle und belastbare Beziehung einzugehen. Der Vortrag wird die Wirkungsweisen von Psychotherapie an zahlreichen Beispielen erläutern und den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Thema zusammenfassen. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Instituten für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen und Siegen-Wittgenstein statt. Referent: Prof. Dr. JÜRGEN KÖRNER Fr, 08. Mai 2015, 20:15 Uhr, Rathaus, Historischer Saal 6,00 (erm.: 4,00). Anmeldung nur an der Abendkasse! Veranstaltung in Kooperation mit dem Arbeitskreis Marburger Psychoanalytiker/innen und den Instituten für Psychoanalyse und Psychotherapie Gießen und Siegen-Wittgenstein. 13

16 GESELLSCHAFT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Meine Familiengeschichte und Persönlichkeit Außergewöhnliche Ereignisse von Familiengeschichten und dramatische Familienbande sind gesuchte Buch- und Filmthemen. Wie bewältigen die Figuren die Geschehnisse? Die undramatische Familiengeschichte liefert aber ebenso die Erfahrungsgrundlagen, auf denen wir unsere Persönlichkeit, unserer Einmaligkeit herausbilden. Im Kurs wird von Fragestellungen der Teilnehmer/innen zu sich selber ausgegangen. Die entsprechenden Erfahrungsgrundlagen aus der Familiengeschichte werden herausgearbeitet. Dabei wird ein Genogramm (Diagramm der Verwandschaft und Vorfahren) gezeichnet. Hinweise werden gegeben, wie man noch fehlende Informationen suchen kann. Anfängliche Hinweise zur Organisation der Informationen und zur Gestaltung von Genogrammen am Computer finden an einem der Termine statt. Leitung: HERWIG HONUS Mi, 18:15-19:45 Uhr, 04. Mrz Jun. 2015, vhs, R Termine, 62,40 (erm.: 41,60), Min/Max: 10/16 Bitte beachten Sie auch den Vortrag und Kurs 10060/10061 Lebensqualität im Alter finden. Philosophie Religion Funkkolleg 2014/15 Philosophie 24teilige Sendereihe in hr-info Was können wir wissen, was sollen wir tun? Schauen Kann Gutes hässlich sein? Städtebau, Architektur, Mode gibt es eine Pflicht zur Schönheit? Bewerten II Müssen wir die Erde für unsere Urenkel schonen? Dürfen wir Tiere essen? Haben wir Verantwortung für historisches Unrecht? Denken II Passen wir gut zur Welt, oder machen wir uns die Welt passend? Täuscht uns unser Zeitgefühl? Geben wir den Wörtern zu viel Gewicht? Wie wird man weise? Handeln II Gibt es ein Menschenrecht auf sauberes Wasser? Gleichmacherei Was ist gerecht? Ist der Kapitalismus unser Schicksal? Schluss Macht Philosophieren glücklich? Sendezeiten und weitere Infos unter Geschichte der Philosophie Teil I: Philosophie der Antike Dieser Einführungskurs zur Geschichte der Philosophie ist auf mehrere Semester angelegt. Der Ein- bzw. Ausstieg ist zu jedem Semester möglich. Wir gehen gemeinsam durch die Geschichte des abendländischen Denkens von der Antike bis in die Gegenwart. Anhand kurzer Textausschnitte wollen wir uns dabei den Gedanken der großen Philosophen nähern und die verschiedenen philosophischen Epochen und Strömungen kennenlernen. Philosophisches Vorwissen ist nicht erforderlich, aber philosophische gier bzw. generell Freude am Denken kann auf keinen Fall schaden. Leitung: DR. habil. THOMAS ROLF Mi, 19:00-20:30, 25. Feb Mai 2015, vhs, R Termine, 48,00 (erm.: 32,00), Min/Max: 10/ Philosophisches Café Theodor W. Adorno/Max Horkheimer: Dialektik der Aufklärung Die Dialektik der Aufklärung gilt als Hauptwerk der sog. Frankurter Schule und war von großem Einfluss auf die Studentenbewegung der 60er und frühen 70er Jahre. Geschrieben in den Jahren , legen die Adorno und Horkheimer mit ihren Philosophischen Fragmente (so der Untertitel des Buches) eine umfassende Interpretation der Aufklärung vor, in welcher sie zugleich die Erfahrungen der nationalsozialistischen Herrschaft philosophisch verarbeiten. Adorno und Horkheimer behaupten, dass schon im Mythos der griechischen Antike sich Aufklärungsbestrebungen artikulieren, aber die Aufklärung unter den modernen gesellschaftlichen Verhältnissen in Mythos und Irrationalismus umschlägt. Die Hauptthese des Buches, dass wir es mit einem Doppelverhältnis des Fortschritts zu Grausamkeit und Befreiung zu tun haben und die von der Aufklärung propagierte Idee der Rationalität sich selbst zerstört, soll im Kurs diskutiert und kritisiert werden. Leitung: PD DR. DIETER HÜNING Do, 19:00-21:15 Uhr, 26. Feb., 26. Mrz., 23. Apr., 21. Mai, 25. Jun. 2015, vhs, R Termine, 36,00 (erm.: 24,00), Min/Max: 10/ Johann Wolfgang von Goethe Ausgewählte Gedichte Das Heidenröslein, Der Zauberlehrling, Legende vom Hufeisen, Wandrers Nachtlied, Der Schatzgräber, Gefunden, Das Göttliche. Die Texte werden verteilt und in Hinblick auf Goethes spinozistische Weltanschauung und die darin formulierte Lebenskunst interpretiert. Leitung: DR. DR. JOACHIM KAHL Di, 24. Mrz. 2015, 18:30-22:00 Uhr (mit Pause), vhs, R Termin, 9,60 (erm.: 6,40), Min/Max: 10/20 14

17 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 GESELLSCHAFT Frida Kahlo Mexikos schönstes Geschenk an die Menschheit Leben und Werk dieser Künstlerin eines phantastischen Realismus zwischen Leid und Leidenschaft werden kompakt in einem Vortrag und anhand zweier Bilder vorgestellt. Die Bilder werden per Beamer projiziert: Die zerbrochene Säule sowie Kreisförmiges Selbstbildnis als Sterbende. Leitung: DR. DR. JOACHIM KAHL Di, 02. Jun. 2015, 18:30-22:00 Uhr (mit Pause), vhs, R Termin, 9,60 (erm.: 6,40), Min/Max: 10/ Musikphilosophie Ihre Geschichte und Themen Musik ist ein Medium, mit dem sich der Mensch zu unterschiedlichsten Anlässen umgibt. Was Musik ist und wozu sie gut sei, beschäftigte Philosophen wie Aristoteles, Platon, Nietzsche und Adorno. Die Vielfalt philosophischer Deutungsangebote ist kaum überschaubar, und wir wollen uns exemplarisch mit gezielten Fragestellungen beschäftigen, welche etwa normative Unterscheidungen zwischen Musik und anderen Künsten anbelangen, welche Rolle ihr allgemein zur Vermittlung von Gefühlen zukommt, was ein musikalisches Werk ist und ob Musik ein bloßes Naturphänomen ist. Neben einer Einführung sowie einen Überblick in die Themen der Musikphilosophie möchte der Kurs die Gelegenheit bieten, den Begriff der Musik kritisch und selbstständig zu reflektieren. Leitung: DR. RENÉ THUN Sa, 09. Mai 2015, 10:00-17:00 Uhr (1 Stunde Pause), vhs, R Termin, 19,20 (erm.: 12,80), Min/Max: 10/ Willensschwäche Willensschwach ist jemand, der weiß (oder zu wissen glaubt), was zu tun gut und richtig ist, es aber nicht tut, obwohl er es tun könnte. Willensschwäche ist wohl jedem von uns vertraut. Man nimmt sich vor, Stress zu vermeiden, mehr Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, mit dem Rauchen aufzuhören, abzunehmen, sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben oder sein Leben zu ändern, aber der Vorsatz wird nicht umgesetzt. Anstatt die aktuell wichtigen Dinge zu erledigen, werden diese immer wieder verschoben und man befasst sich mit anderen Sachen. Im Kurs wollen wir das Phänomen der Willensschwäche philosophisch analysieren, verstehen und erklären. Dabei stellen sich folgende Fragen: Warum führe ich absichtlich eine schlechte(re) Handlung aus, obwohl ich weiß, dass es besser wäre, der wohl überlegten Alternative den Vorzug zu geben? Was hält mich davon ab, die bessere Handlungsalternative zu realisieren? Das Bewusstmachen der eigenen Willensschwäche eröffnet die Möglichkeit, das eigene Verhalten zu verändern. Daher soll auch die psychologische Frage, wie Willensschwäche überwunden werden kann, thematisiert werden. Leitung: IOANNIS BOULTSIS Sa, 25. Apr. 2015, 10:00-17:00 Uhr (1 Stunde Pause), vhs, R Termin, 19,20 (erm.: 12,80), Min/Max: 10/ Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat die Menschen zu allen Zeiten beschäftigt. Mit dieser wollen wir uns im Kurs intensiv auseinandersetzen und dabei unter anderem folgende Fragen diskutieren: Was genau ist mit Sinn gemeint? Warum und wann stellen wir uns überhaupt die Frage nach dem Lebenssinn? Ist die Sinnfrage eine sinnvolle Frage, auf die es eine Antwort gibt? Wenn ja, ist der Sinn des Lebens subjektiv oder objektiv? Ändert sich der Sinn im Verlauf des Lebens? Setzt die Antwort die Existenz Gottes voraus? Diese und weitere sich daraus ergebenden Fragen versuchen wir durch gemeinsames Nachdenken und das Lesen von philosophischen Texten zu beantworten und zu begründen. Dabei wird sich zeigen, dass Philosophieren nicht nur erkenntnisreich ist, sondern auch viel Spaß macht. Leitung: IOANNIS BOULTSIS Sa, 13. Jun. 2015, 10:00-17:00 Uhr (1 Stunde Pause), vhs, R Termin, 19,20 (erm.: 12,80), Min/Max: 10/16 Astronomie Naturwissenschaften e Kosmologie Das Universum ohne Urknall Seit über 80 Jahren glauben die meisten Astronomen, dass die Welt ihren Anfang in einer gewaltigen Explosion, dem Urknall, genommen und sich seitdem immer weiter ausgedehnt hat. Nun werden Begriffe wie Inflation, exotische dunkle Materie, unbekannte dunkle Energie und beschleunigte Expansion verwendet. Der Dozent, theoretischer Physiker und Autor, hält die Urknall-Theorie für wissenschaftlich gescheitert und stellt eine neue Kosmologie vor: Danach ist das Universum ewig und unendlich, es besteht ohne Urknall und ohne Expansion, und die Beobachtungen finden ohne exotische und unerklärte Annahmen vernunftangemessene Erklärungen. Es zeigt sich die unendliche Geschichte von Werden, Vergehen und Wiederkehr. Das Vorgetragene wird ergänzt durch Schaubilder, Literatur und Diskussion. Leitung: DR. RER.NAT. KARL-ERNST EIERMANN Do, 26. Mrz. 2015, 18:00-21:15 Uhr (15 Minuten Pause), vhs, R Termin, 9,60 (erm.: 6,40), Min/Max: 10/16 15

18 GESELLSCHAFT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Botschaften aus dem Universum Als Hubble vor 90 Jahren die Beobachtungen zur Flucht der Galaxien veröffentlichte, hat er damit das damalige Bild von einem stabilen und begrenzten Universum wahrhaft explosionsartig erweitert. Doch erst die Beobachtungen der kosmischen Hintergrundstrahlung, des sog. Echo des Urknalls von Penzias und Wilson vor 50 Jahren, hat die Lehre des Universums, die sog. Kosmologie, derart beflügelt, dass sie fortan sowohl die Raumfahrt (z. B. Weltraumteleskope) als auch Großprojekte der Wissenschaft, vor allem Riesenbeschleuniger wie CERN (Genfer See), DESY (Hamburg) oder GSI (Darmstadt) zur Erforschung von Elementarteilchen) in Fahrt brachte. Auch eröffnete dies neue Themenbereiche der Physik wie die von der Dunklen Materie und der Dunklen Energie: Letztere ergab sich aus der nobelpreiswürdigen (2011) Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums. Durch die Präsentation dieser Beobachtungen ( Botschaften ) will der Kurs die sich daraus entwickelnden Vorstellungen von unserem Universum vermitteln. Hinweis: Dieser Kurs ist quasi eine Fortsetzung des Kurses zur Sternentwicklung im WS 2014/2015. Jedoch ist er vollständig unabhängig von dessen Inhalt, d. h., in keiner Weise Voraussetzung für die Teilnahme an vom hier angekündigten Kurs. Leitung: DR. PETER TILLMANNS Do, 19:00-20:30 Uhr, 26. Feb Apr. 2015, Gymnasium Philippinum, Block D (ehem. Naturwissenschaften ), Eingang hinter der Turnhalle ( Sternwarte ), R 109 (1. Etage) 6 Termine, 28,80 (erm.: 19,20), Min/Max: 10/ Weltnaturerbe Grube Messel Rollendes Geologie-Seminar Vor etwa 49 Millionen Jahren lag der Großraum um Darmstadt/Messel etwa auf der geographischen Höhe von Neapel heute, bei ganzjährig tropischen Temperaturen entstand in einem Urwald, der von einer steppenartigen Landschaft umgeben war, ein Urwaldsee aus einer heftigen vulkanischen Explosion heraus. Die Überreste früher Säugetiere, darunter auch die weltbekannten Messeler Urpferdchen, werden in den Ablagerungen des Sees gefunden. Sie fielen damals wohl bei der Nahrungsaufnahme oder beim Trinken ins Wasser und ertranken, wurden aber in einer weltweit einzigartigen Form erhalten und können uns so heute ihre Geschichte erzählen. Nach den Erläuterungen des Diplom-Geologen Andreas Steih-Winkler im Bus während der Fahrt und nach der etwa anderthalb-stündigen geführten Wanderung in der Grube Messel werden wir ins, im September 2014, wieder eröffnete Landesmuseum Darmstadt fahren und uns dort die Sammlung zur Grube Messel anschauen. Für die Grubenbesichtigung bitte festes Schuhwerk vorsehen (keine Sandalen o. ä.); der Witterung angepasste Bekleidung und Rucksackverpflegung werden empfohlen. Leitung: ANDREAS STEIH-WINKLER Sa, 30. Mai 2015: Abfahrt 9:00 Uhr, Marburg/Stadthalle Busparkplatz Savignystraße; Ankunft in Messel ca. 11:00 Uhr; Ankunft in Marburg: ca. 17:00 Uhr. 45,00; keine Ermäßigung! Min/Max: 25/40 Anmeldeschluss: Mo, 04. Mai Lahn-Marmor Der Steinbruch Unica in Villmar Rollendes Geologie-Seminar Vor etwa 380 Millionen Jahren lag die Region Villmar am Fuße des Westerwalds in einem Meeresbecken, das durch vulkanische Aktivitäten und Riffbildungen in einem Flachmeer gekennzeichnet wurde. Heute finden wir in dieser Region Westerwald-Lahn-Taunus, als Hinterlassenschaft dieser bewegten Erdgeschichte, einen einzigartigen Lahnmarmor-Steinbruch vor. Wissenschaftler und interessierte Anwohner polierten Wandflächen in diesem Steinbruch, so dass wir hier alle damals riffbildenden Tiere wieder finden. Wir tauchen praktisch trockenen Fußes in ein urzeitliches Meer und können die Schönheit der Tiere und Strukturen beobachten. Im Anschluss wandern wir etwa 1,5 h auf einem Rundwanderweg, der uns die Geschichte, aber auch die Technik der Lahnmarmor-Gewinnung erzählen wird, und runden den Tag mit einem Besuch des Lahnmarmor-Museums in Villmar ab. Wie für geologische Exkursionen üblich, werden festes Schuhwerk, der Witterung angepasste Kleidung und Rucksackverpflegung empfohlen. Leitung: ANDREAS STEIH-WINKLER Sa, 09. Mai 2015, Abfahrt 9:00 Uhr, Marburg/Stadthalle Busparkplatz Savignystraße; Ankunft in Villmar ca. 10:00 Uhr; Ankunft in Marburg: ca. 17:00 Uhr. 35,00; keine Ermäßigung! Min/Max: 25/40 Anmeldeschluss: Mo, 13. Apr Der Korbacher Dackel die Korbacher Spalte Rollendes Geologie-Seminar Vor etwa 258 Millionen Jahren lag Korbach noch etwa auf Höhe des Äquators und war von säugetierähnlichen Reptilien und ersten Ursauriern bewohnt. Zeugnisse dieser Zeit wurden 1962 zufälligerweise in einer Spalte im noch älteren Untergrund gefunden und beschrieben. Das Rollende Geologie-Seminar bringt Sie unter Führung des Diplom- Geologen Andreas Steih-Winkler nach Korbach; dort wird die Korbacher Spalte erwandert (Dauer ca. 1 ½-2 h) und von dort das Wolfgang- Bonhage-Museum in Korbach besichtigt, wo eine Dauer-Ausstellung über Entstehung und Fossilien der Korbacher Spalte informiert. Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und Rucksackverpflegung werden empfohlen. Leitung: ANDREAS STEIH-WINKLER Sa, 13. Jun. 2015, Abfahrt 9:00 Uhr, Marburg/Stadthalle- Busparkplatz Savignystraße; Ankunft in Marburg: ca. 17:00 Uhr. 35,00; keine Ermäßigung! Min/Max: 25/40 Anmeldeschluss: Mo, 18. Mai 2015 Region Landschaft Länderkunde Nationalpark Kellerwald-Edersee: e Wildnis im Buchenwald-Nationalpark Im Juni 2011 wurde der Nationalpark Kellerwald-Edersee von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Der hessische Buchenwald- Nationalpark steht somit auf einer Stufe mit dem Grand Canyon in den USA oder der Serengeti in Ost-Afrika. Die Wanderung hat deshalb zum Ziel, die herausragenden und weltweit bedeutenden Merkmale der Wälder um den Edersee zu erläutern. 16

19 PROGRAMMHEFT SOMMERSEMESTER 2015 GESELLSCHAFT Die Wanderung führt am Nordufer des Edersees von der Gemeinde Vöhl-Basdorf über den Lindenberg durch das Naturschutzgebiet Hünselburg und Kahle Hardt über den Nordrand der Halbinsel Scheidt auf dem Urwald-Erlebnissteig zurück nach Basdorf. Die Wegstrecke ist ca. 10 km lang. Etwa 200 Höhenmeter sind zu überwinden. Der Weg ist ein steiniger Pfad, der sich entlang der Hangkanten schlängelt und sich oft vollständig von Forstwirtschaftswegen löst. Passiert werden die Steilabfälle des Lindenberges, der kahle Hardt mit guter Aussicht auf den mittleren Edersee und den südlich angrenzenden Nationalpark, vielfältige und lichte Eichen- und Linden- Ulmenwälder mit beeindruckend alten, knorrigen Bäumen. Grundlegende Informationen zu Wäldern in Mitteleuropa und der Ederseeregion sowie deren Vegetation und Tierwelt werden während der Wanderung vermittelt. Doch bleibt auch genügend Zeit, die spezielle Atmosphäre großer und alter Wälder zu erleben. Bitte Rucksackverpflegung mitbringen eine Möglichkeit zur Einkehr besteht nicht! Leitung: CLAUS NECKERMANN Sa, 18. Apr. 2015; Abfahrt: 9:00 Uhr, am Parkpl. der Univ.-Bibliothek Marburg; Anfahrt mit Privat-Pkw; Dauer der Fahrt ca. 50 Min.; Rückkehr in Marburg gegen 17:00 Uhr. Voraussetzung: Gutes Schuhwerk, witterungsangepasste Wanderkleidung. 6,20 (keine Ermäßigung), Min/Max: 10/ Faszination Geocaching Wir brauchen robuste Schuhe und Klamotten, etwas Köpfchen und eine Portion Abenteuerlust. Instruktionen, Schatzkarte und GPS-Geräte stellen wir zur Verfügung. Wir haben eine spannende Schnitzeljagd vorbereitet. Auf verschwiegenen Wegen zu unbekannten Orten... Geocaching ist das Outdoor- Erlebnis für Erwachsene und Familien mit größeren Kindern: Vorsicht, es kann süchtig machen! Für die Teilnahme sind keine GPS-Vorkenntnisse erforderlich. Vor Ort erfolgt eine kleine Einweisung. Die im Rahmen dieser Reihe angebotenen Geocaches werden exklusiv hierfür versteckt und nicht veröffentlicht! Kinder gebührenfrei: Anzahl und Alter der Kinder bitte unbedingt bei Anmeldung mit angeben!! Bitte bei Anmeldung auch - Adresse angeben. Leitung: SABINE REUTER Sa, 10. Mai 2015, 10:00-13:00 Uhr, Treffpunkt in Absprache mit der Kursleiterin mail: sbnrtr(at)stefan. de; Fahrgemeinschaften/bitte eigenen Pkw mitbringen; Rückkehr am frühen Nachmittag. 12,00 (einschließl. GPS-Gerät; keine Ermäßigung), Min/Max: 10/20 Schriftl. Anmeldung bis Mi, 06. Mai 2015, ist erforderlich Orientierung mit Karte, Kompass, GPS Welche Abzweigung ist die Richtige? Wie weit ist es noch? Und, wo bin ich überhaupt? In diesem 12-stündigen Kurs erlernen Sie den sicheren Umgang mit Karte, Kompass und GPS. In Theorie und Praxis beim Wandern durch den Burgwald erfahren Sie, wie Sie Karte und Kompass richtig verwenden. Ziele sind u. a die sichere Orientierung im unbekannten Gelände, eine zuverlässige Bestimmung Ihrer gegenwärtigen Position, das Lesen der Topographie Ihrer Umgebung, das Planen und das sichere Folgen von Touren. Das GPS dient dabei als zusätzliches Werkzeug. Es wird auf die Funktionsweise sowie die Vor- und Nachteile der GPS-Nutzung eingegangen, und Sie werden sehen, wie komfortabel und informativ ein GPS ist, aber auch, dass es allein also ohne einer zusätzlichen klassischen Papierkarte seine Tücken haben kann... (GPS-Geräte, Kompasse und Karten werden gestellt). Theoriesitzung am Fr, 08. Mai 2015, 18:00-20:00 Uhr, in der vhs, R Wanderungen am Samstag/Sonntag, 09. und 10. Mai 2015 (à ca. 5 Stunden im Burgwald). Leitung: MARTIN HÖPKE 3 Termine, 45,00 (erm.: 29,00), Min/Max: 8/10 Bitte beachten Sie auch nachstehende Fahrrad-Exkursionen der vhs des Landkrs. Marburg-Biedenkopf mit Roland Schmidt: Landschaften erfahren Tourenplan 2015 Die Zechsteintour (15. Mrz. 2015) Die Gisonentour (19. Apr. 2015) Die Störchetour (17. Mai 2015) Die Posträubertour (14. Jun. 2015) Die Rindertour (12. Jul. 2015) Die Wettertour (09. Aug. 2015) Alle Touren starten und enden am Bahnhofsvorplatz in Marburg. Nähere Auskünfte: vhs Landkreis Marburg-Biedenkopf, Tel Ein Kurs zur Meteorologie wird im kommenden Wintersemester 2015/2016 von der vhs der Universitätsstadt Marburg mit Roland Schmidt angeboten. 17

20 GESELLSCHAFT VOLKSHOCHSCHULE MARBURG Wandern mit Wind und Wetter Freundlich gebeten wird um rechtzeitige Anmeldung: Schriftlich bei der vhs oder zumindest telefonisch bis spätestens zum Vortag der Wanderung bei der jeweiligen Wanderleitung! Die Gebühr wird nach der Wanderung abgebucht! Gebührenermäßigungen können bei Wanderungen nicht gewährt werden. Soweit nicht anders angekündigt, werden die Anfahrten zu den Wanderungen durch Mitfahrgelegenheiten organisiert. Empfohlen wird eine Beteiligung an den Fahrtkosten von 5 Cent pro km und Mitfahrer/in. Rucksack-Verpflegung; Wanderungen bei jedem Wetter; gutes Schuhwerk und Allwetterkleidung! Mitnahme von Hunden nur nach Absprache! Über den Rimberg ins Obere Lahntal Leitung: ROLAND GRIMM (Tel ; So, 15. Mrz. 2015; Treffpunkt: 10:00 Uhr, Hbf Marburg; Länge: ca. 12 km, 1 Termin, 6, Frühling im Fürstenlager bei Bensheim Das Fürstenlager ist ein weitläufiger barocker Landschaftspark mit dörflich angeordneten Gebäuden (guter Gastronomie im Herrenhaus) und malerischen Aussichten in die Rheinebene in Bensheim-Auerbach. Wir wandern dorthin auf einem Rundweg (9 km) durch die Weinberge von Bensheim und eine interessante Villensiedlung im Landhausstil aus der Gründerzeit (Anfang des 20. Jhs.). Leitung: SABINE WENDT (Tel ; So, 29. Mrz. 2015; Treffpunkt: 7:40 Uhr, Hbf Marburg; bequeme Anfahrt mit dem IC ab Marburg 8:04 Uhr nach Bensheim (Rückfahrt Ankunft Marburg 18:00 Uhr), 1 Termin, 6, Wir begrüßen die Zugvögel Von Großseelheim aus zu den Storchennestern an der Ohm Leitung: KLAUS-PETER FRIEDRICH (Tel ) Sa, 18. Apr. 2015; Treffpunkt: 17:00 Uhr, Parkpl. Univ.-Bibliothek Marburg (nahe Bushaltestelle); Länge: ca. 8 km, 1 Termin, 6, Bergbau, Märchen und Ökologie Im Kellerwald in und bei Bergfreiheit Leitung: UWE BARNSTEDT, KARIN VOß (Tel Uwe Barnstedt; Tel Karin Voß; So, 26. Apr. 2015; Treffpunkt: 9:30 Uhr, Parkpl. der Univ.-Bibliothek Marburg; Länge: ca. 12 km, 1 Termin, 6, Wandern im Nationalpark Hainich Mehrtageswanderung mit Besuch des Baumkronenpfades Leitung: INGE STURM (Tel , Do, 14. Mai (Feiertag)-So, 17. Mai 2015; Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften erwünscht. Vorbesprechung am Mi, 29. Apr. 2015, 19:00 Uhr, vhs, Raum 001. Angaben zu Kosten und Programm: Im Extra-Faltblatt (in der vhs erhältlich!). Gebühr bei vhs-anmeldung! Zusätzliche Kosten und Übernachtung sind nicht in der vhs-gebühr enthalten; 3 ÜB; 4 Wanderungen, 24, Über die Lahnhöhen von Braunfels bis Weilburg mit Besuch der Kubacher Kristallhöhle Leitung: ROLAND GRIMM (Tel ; So, 17. Mai 2015; Treffpunkt: 9:10 Uhr, Hbf Marburg; Länge: ca. 18 km 1 Termin, 6,20; der Eintrittspreis ist nicht in der vhs-gebühr enthalten Ins Lemptal? Wo ist das denn? Verträumte Wiesenhänge im Süden der Hörre Leitung: MATTHIAS GRUBER (Tel ) So, 31. Mai 2015; Treffpunkt: 10:00 Uhr, Parkpl. Univ.-Bibliothek Marburg; Länge: ca. 12 km; ca. 45 Min. Anfahrt, 1 Termin, 6, Naturschutz in Oberhessen Von der Brücker Mühle zum Schweinsberger Moor Leitung: KLAUS-PETER FRIEDRICH (Tel ) Sa, 13. Jun. 2015; Treffpunkt: 17:00 Uhr, Parkpl. Univ.-Bibliothek Marburg (nahe Bushaltestelle) oder 17:30 Uhr an der Brücker Mühle in Amöneburg; Länge: ca. 9 km, 1 Termin, 6,20 18

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