Cybercrime-Versicherungslösung

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1 Cybercrime-Versicherungslösung GrECo International AG Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten 1191 Wien, Elmargasse 2-4 Reg.Nr G01/08 Tel. +43 (0) Fax +43 (0) April 2014 Seite 1

2 Inhaltsübersicht 1. Risiko 3 2. Zahlen und Fakten Versicherungslösung Pressemitteilungen... 6ff Alle Rechte an dieser Ausarbeitung sind vorbehalten. Das Werk einschließlich seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Die darin enthaltenen Informationen sind vertraulich. Die Ausarbeitung und ihre Inhalte dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung der GrECo International AG nicht verwendet, übersetzt, verbreitet, vervielfältigt und in elektronischen Systemen verarbeitet werden. Insbesondere ist eine Weitergabe an jegliche Dritte nicht gestattet. Seite 2

3 1. Das Risiko Im letzten Jahrzehnt hat das Internet auch in der Wirtschaft eine wichtige Bedeutung bekommen und sich zu einem weltumspannenden Kommunikationsmedium entwickelt. Fast jedes Unternehmen verfügt über eine Internetpräsenz. Die Informations- und Kommunikationsformen haben sich auch maßgeblich verändert. Neue Technologien wie beispielsweise Smartphones und Tablet-PC bieten der IT-Kriminalität eine breite Angriffsfläche. Die zunehmende Digitalisierung und Trends wie Cloud-Computing machen die Sache nicht einfacher. Cybercrime oder Computerkriminalität eine generell gültige Definition gibt es laut den Experten des österreichischen Bundeskriminalamts nicht. Im Allgemeinen wird darunter Kriminalität unter Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik verstanden. Cybercrime umfasst u.a.: Datenbeschädigungen und Datenveränderungen Hacking und Datendiebstahl DDoS Attacken (Denial of Service), z.b. durch Zerstörung, Beeinträchtigung von Websites Installationen von Spionage- oder Schadenprogrammen Phishing (Identitätsdiebstahl), z.b. für Delikte wie Kreditkartenbetrug, Betrug mit Zugangsberechtigungen Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung Etc. Cybercrime stellt eine neue Risikodimension für Unternehmen dar. Gelangen sensible Unternehmensdaten in unbefugte Hände kann der Schaden für das Unternehmen existenzbedrohend sein. Schutz vor Cyber-Angriffen gehört daher ins Risikomanagement von Unternehmen und ist Chef-Sache. Seite 3

4 2. Zahlen und Fakten In Österreich ist seit 2012 ein starker Anstieg der IT-Kriminalität im Netz feststellbar. Es werden nur rund 25 % der Fälle aufgeklärt. Rund 76 % der Täter stammen aus dem Inland. Cybercrimedelikte in Österreich Insbesondere im Bereich des Hackings hat sich die Anzahl der Delikte nahezu verdreifacht. Hacking wird häufig als Vorbereitungshandlung für andere Delikte zum Beispiel für den Diebstahl von Finanzdaten benutzt. Hackerangriffe in Österreich Quelle: Cybercrime Report 2012, Bundesministerium für Inneres Seite 4

5 3. Versicherungslösung Versichertes Risiko Drittschäden Cyber Liability: Versichert sind u.a. Ansprüche von Dritten gegen Versicherte wegen Datenschutz- und Datenvertraulichkeitsverletzungen Netzwerksicherheitsverletzungen Eigenschäden: Versicherte Kosten sind u.a.: Benachrichtigungskosten Kosten für forensische Dienstleistungen Kosten der Betriebsunterbrechung und der Datenwiederherstellung Kosten der Krisenkommunikation, wie z.b. PR-Kosten Kosten auf Grund einer Cyber-Erpressung Versicherungsnehmer und Prämienzahler Versicherte Mitversicherte Personen Örtlicher Geltungsbereich Versicherungssumme Selbstbehalt Sublimit Welche Ausschlüsse sind zu beachten Das Unternehmen Versicherungsnehmer, etwaige mitversicherte Unternehmen sowie mitversicherte Personen; teilweise automatisch die Tochterunternehmen bzw. rechtlich selbständige Tochterunternehmen im Inland sehr umfassend insbesondere: Mitglieder der Geschäftsführung Angestellte Mitarbeiter Die in den Betrieb eines Unternehmens eingegliederten Mitarbeiter von Zeitarbeitsunternehmen Teilweise auch die in den Betrieb eines versicherten Unternehmens eingegliederten freien Mitarbeiter aus ihrer Tätigkeit für ein versichertes Unternehmen weltweit, USA/Kanada nur nach besonderer Vereinbarung ,- bis 10 Mio., teilweise mehr je nach Risiko unterschiedlich hoch; Zeitlicher Selbstbehalt /Wartefrist bei der Betriebsunterbrechung: idr 12 Stunden bei den Eigenschäden werden idr Sublimits in unterschiedlichen Höhen (10% bis 50%) eingezogen Vorsatz Kartell- und Wettbewerbsrecht Zum Teil Patente/Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Zum Teil Strafen/Entschädigung mit Strafcharakter Zum Teil Schäden nach bestimmten US-Gesetzen Krieg/Terrorismus Anmerkung: Bei dieser Darstellung handelt es sich um einen groben Überblick. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Seite 5

6 3. Pressemitteilungen Angriffe aus dem Internet: 2013 schon jetzt Rekordjahr Sicherheitsrelevante Vorfälle bei Firmen und Bürgern nehmen deutlich zu. Vor allem Wirtschaftsspionage ist im Vormarsch :15 von Andreas Wetz (Die Presse) Bild: (c) REUTERS (KAI PFAFFENBACH) Wien. Bürger und Unternehmer, die ihre Computer und Smartphones vor Angreifern schützen wollen, haben es schwer. Dann jedenfalls, wenn sie selbst keine IT-Experten sind. Allzu schnell geraten sie an unverständliche Fachbegriffe wie CERT, DNS-Attacke oder Firewall. Es ist kein Wunder, dass so vielen die Lust auf den Schutz der eigenen Systeme und die verwalten heute von Betriebsgeheimnissen bis hin zum Privatleben fast alles vergeht. Die Welt der Cybersicherheit wirkt ein klein wenig wie eine geschlossene Veranstaltung für Nerds (das sind jene zurückgezogenen Experten, die die Offline-Welt etwas despektierlich als Computerfreaks bezeichnet). Dabei öffnet sich die Schere zwischen fehlendem Problembewusstsein und steigender Gefährdung gefährlich weit. So in etwa lautet die auch für Computerlaien verständliche Kernbotschaft des österreichischen Internet-Sicherheitsberichts Ein Blick in die Zahlen stimmt düster. Allein in den Monaten Jänner bis September erhielt das CERT (das steht für Computer Emergency Response Team) von Betroffenen Meldungen über sicherheitsrelevante Angriffe aus dem Netz. Im Vergleich zum (vollständigen) Jahr 2012 (11.339) sind das mehr als doppelt so viele davon (2012: 4293) hat das CERT auch behandelt Maßnahmen hat das Team rund um CERT-Leiter Robert Schischka daraus abgeleitet. Das CERT ist eine Art Krisenfeuerwehr für sicherheitsrelevante Vorfälle im Internet. Formal ein privates Unternehmen, stellt es sein Know-how auch der Regierung zu Verfügung, die das Thema Cybersicherheit vom Bundeskanzleramt aus lenkt. Dabei ist Schischka bemüht, seine eigenen Zahlen zumindest ein klein wenig zu relativieren. Ja, natürlich, die Steigerungsraten der vergangenen Jahre seien enorm. Das hat aber auch damit zu tun, dass wir mithilfe der Technik auch immer mehr sehen, was vorher einfach nicht entdeckt wurde. Jeder kann Opfer sein Entwarnung ist das jedoch keine. Genau genommen werden nämlich längst nicht nur mehr Behörden, Geheimnisträger oder Technologiefirmen Opfer von Angriffen aus dem Internet, sondern immer häufiger auch augenscheinlich uninteressante Bürger und Unternehmen. Zerstörerische oder auf Spionage basierende Hackerattacken passieren nach den Erfahrungen von CERT immer häufiger technologie-, und nicht opferbasiert. Das bedeutet: Buchstäblich jeder, der eine Software mit Schwachstelle betreibt, gerät ins Visier. Den Großteil der Cyberangriffe stellt die klassische Internetkriminalität (Betrug, Phishing, Identitätsdiebstahl) dar. Auf Platz zwei folgt jedoch schon die Spionage. Dabei sind es weniger Informationen aus Regierungsbehörden, auf die es die Angreifer abgesehen haben. Viel häufiger geht es um das Stehlen von Betriebsgeheimnissen. Wirtschaftsspionage lautet das Stichwort, das immer mehr Bedeutung bekommt. Für Bürger sind derzeit besonders Angriffe auf Smartphones eine Bedrohung. Geräte mit Android- Betriebssystem sind am häufigsten betroffen. Das dürfte auch damit zu tun haben, dass diese Software inzwischen auf (weltweit) 81 Prozent aller verkauften Geräte läuft. Dass CERT und das Bundeskanzleramt die Struktur der Angriffe überhaupt kennen, hat damit zu tun, dass sich insbesondere betroffene Unternehmen immer häufiger an sie wenden. Diese Rückmeldungen sind wichtig, um ähnlichen Angriffen gegen andere Unternehmen vorzubeugen. Gleichzeitig riskieren die Unternehmen jedoch Ruf und Geld. Wenn etwa von einem börsenotierten Konzern bekannt wird, dass bei ihm sozusagen digital eingebrochen wurde, kann das fatale Auswirkungen haben. Aus diesem Grund bleiben die meisten Informationen aus diesen Kontakten geheim. Die Presse, 15. November 2013 Seite 6

7 Computerwoche 6/2014 Seite 7

8 Kriminalität verlagert sich ins Netz Einbrüche und Autodiebstähle werden weniger, aber Cyber-Crime explodiert. Anstiege gab es in den vergangenen Jahren auch bei Gewaltdelikten. Wien/Kb. In Österreich werden immer weniger Delikte angezeigt. Die Gesamtzahl der Anzeigen ist in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozent gesunken. Wurden 2003 noch und fünf Jahre später Fälle angezeigt, waren es 2012 nur Im Vergleich zu 2011 macht das zwar eine Zunahme um 1,5 Prozent aus das sei aber laut Bundeskriminalamt auf neue Arten der Internetkriminalität zurückzuführen. Hier betragen die Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr 100 Prozent und mehr. Diese Zahlen präsentierten am Dienstag der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, und der Direktor des Bundeskriminalamts, Franz Lang. Als durchaus erfreulich bezeichnet den Rückgang der Anzeigen Walter Hammerschick, Geschäftsführer des Wiener Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie. Man müsse die Daten aber aufgeschlüsselt nach Deliktsformen betrachten. Zudem stellen Statistiken nur einen Auszug der Realität dar und hängen auch von der Bereitschaft der Bevölkerung ab, Vorfälle anzuzeigen, sagt Hammerschick. Hier spielt eine wichtige Rolle, was mit der Anzeige erreicht werden kann. Bei Eigentumsdelikten etwa können mögliche Versicherungsleistungen Anlass für Anzeigen sein. Jährliche Schwankungen seien jedenfalls nichts Ungewöhnliches und dürften nicht überinterpretiert werden. Zu den Details aus der Kriminalstatistik: Einbrüche in Wohnungen und Häuser sanken sowohl langfristig seit 2009 als auch im Vergleich zum Vorjahr (mit Anzeigen betrug der Rückgang 0,9 Prozent). Unter den ausgeforschten Tatverdächtigen befanden sich Lang zufolge rund 70 Prozent Ausländer etwa Rumänen, Serben und Georgier. Als Erfolgsgeschichte wird die Arbeit der Soko Kfz bewertet. Gegenüber 2011 gab es mit 4446 angezeigten Autodiebstählen einen Rückgang um 13,8 Prozent. Das ist nach dem Tiefstand der Jahre 2010 (5150) und 2011 (5158) der niedrigste Wert der letzten Jahre. Anstiege gab es in den vergangenen Jahren bei Gewaltdelikten. So beobachteten die Ermittler bei den vorsätzlichen Tötungen mit 82 vollendeten Delikten Steigerungsraten um 15,5 Prozent und mehr waren es noch 53 vorsätzliche Tötungen, 2011 schon 71. Aber: Von den dreistelligen Zahlen der 1980er und 1990er sei man weit entfernt. Internetkriminalität nimmt stark zu Unter das Kapitel IT-Kriminalität fielen im Vorjahr Anzeigen, das waren um 112,6 Prozent mehr als Beim Betrug durch Missbrauch des Internets wurden mit 5070 angezeigten Fällen um 149,4 Prozent mehr als im Jahr davor gezählt. Mit 680 angezeigten Hackerattacken gab es um 182,2 Prozent mehr als Auch die Phishing-Fälle stiegen um 114,1 Prozent 394 Anzeigen gab es Da Internetbetrüger in weltweiten Netzwerken agieren, rüsten auch die Polizeibehörden um. Interpol hat mittlerweile eine IT-Außenstelle in Singapur, bei Europol ist seit Kurzem das Kompetenzzentrum Cyber-Crime in Betrieb und auch das Innenministerium hat das Cyber-Crime Competence Center C4 eingerichtet. Bis Ende nächsten Jahres sollen 49 IT-Spezialisten statt jetzt 15 dort ihren Dienst versehen. Betrugsanzeigen gab es um 28,1 Prozent mehr als Insgesamt wurden Fälle registriert, um knapp 6000 mehr als im Jahr davor. Diese Steigerung geht Lang zufolge vor allem auf das Konto des Cyber-Crime. Die Presse, 15. November 2013 Seite 8

9 Wien. Christopher Lohmann, Direktor der Allianz-Versicherung, war von dem Problem selbst betroffen: Er wollte für seine Familie im Internet Kinokarten bestellen und mit der Kreditkarte bezahlen. Er gab die Daten der Kreditkarte ein, als plötzlich die Internetverbindung nicht mehr funktionierte. Lohmann kaufte dann die Karten direkt an der Kinokasse. Die böse Überraschung folgte mit der Kreditkartenabrechnung: Unbekannte Täter hatten jeden Tag 1400 australische Dollar abgehoben. Internationalen Studien zufolge werden täglich etwa 1,5 Millionen Menschen Opfer von Internetkriminalität. Der Schaden beläuft sich weltweit auf 750 Milliarden Euro pro Jahr. Auch in Österreich häufen sich die Probleme. Laut Angaben des Bundeskriminalamts wurden zuletzt mehr als Fälle von Internetkriminalität im Jahr zur Anzeige gebracht. Die Aufklärungsquote liegt bei 25 Prozent. Angaben des Wirtschaftsprüfers KPMG zufolge war in den vergangenen zwei Jahren ein Viertel der Unternehmen im deutschsprachigen Raum Opfer von Internet-Attacken. Im Durchschnitt richteten die Täter einen Schaden von Euro an, in Einzelfällen können es Millionen sein. Das Spektrum reicht vom Ausspähen und Abfangen von Daten über die Manipulation von Firmenkonten bis zur Beschädigung von Computersystemen. Die Täter sind häufig im unmittelbaren Umfeld des Unternehmens zu finden. Umfragen zufolge berücksichtigen aber nur 54 Prozent der größeren österreichischen Konzerne mögliche Online-Attacken in ihrem Risikomanagement. Nun entdecken die Versicherungen den Tatort Internet als neues Geschäftsfeld. Als erste führende Versicherung bietet in Österreich die Allianz dafür spezielle Polizzen an. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis die Konkurrenz nachzieht. Wir möchten in Europa der führende Anbieter von Cyber-Versicherungen werden, sagt Allianz-Direktor Lohmann. Bis 2018 erwartet er für diesen Bereich europaweit ein Prämienvolumen von 700 bis 900 Millionen Euro, derzeit sind es 150 Millionen Euro. Die Allianz strebt hier einen Marktanteil von 20 Prozent an. Derzeit können nur Unternehmen solche Polizzen abschließen. Doch Lohmann geht davon aus, dass die Allianz auch in absehbarer Zeit Produkte für Privatkunden anbieten wird. Firmen, welche die Allianz Cyber Protect abschließen, zahlen für einen Versicherungsschutz von einer Million Euro eine Jahresprämie von 7000 bis 9000 Euro, wobei die Prämien nach Branchen und Unternehmen sehr unterschiedlich sein können. Gedeckt sind Schäden, die Firmen als Opfer von Internetkriminalität selbst erleiden oder für die sie von ihren Kunden haftbar gemacht werden können. In den USA haben schon fast alle Assekuranzen solche Produkte im Programm. Dort liegt das Prämienvolumen von Cyber-Versicherungen bei 1,3 Milliarden US-Dollar. (höll) diepresse.com, 14. Oktober 2013 Seite 9

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