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1 ERSTE HILFE bei Unfällen im LABOR Unfall: Jemand ist verletzt und benötigt Hilfe! Ablaufschema: 1. Falls erforderlich, Hilfe anfordern: Tel Verletzte aus der Gefahrenzone bringen. 3. Erste Hilfe ausführen. 4. Bericht an die Abteilung SGU der ETH und an die SGU-Ko des HCI senden. Erste Hilfe, Links zu Webseiten:

2 1. Verätzungen A. Verätzungen der Haut: Kleidung der verletzten Person sofort entfernen (Selbstgefährdung vermeiden), und sofort oder gleichzeitig mit ausreichend fliessendem Wasser abspülen (mindestens 10 Minuten), keine Neutralisation durchführen. Offene Verätzungen keimfrei oder mit sauberem Tuch abdecken. B. Verätzungen der Augen: Immer die Das verletzte Auge mit reichlich fliessendem Wasser oder Augenwaschflasche spülen, dabei darauf achten, dass das unverletzte Auge nicht verätzt wird. Wenn immer möglich, das ganze Auge, d.h. auch unter dem Augenlid, ausspülen. Vorteilhaft wird dies durch zwei Personen ausgeführt, wobei der Verletzte soweit als möglich helfen soll, z.b. das Augenlid anzuheben. Verbinden beider Augen (Ruhigstellung). Augenklinik des Universitätsspitals aufsuchen. Augenduschen: Vor dem Spülen des Auges genügend Wasser aus der Dusche lassen, bis das Wasser keine Verunreinigungen mehr enthält.

3 1. Grad: Rötung 2. Grad: Blasen 3. Grad: Offene Wunde 2. BRANDWUNDEN A. 1. und 2. Grad: Sofort mit kaltem fliessendem Wasser kühlen (mindestens 15 Minuten). Brandblasen nicht öffnen. Keine Salben, Puder, Öl oder ähnliches auf die Verbrennungen oder Verbrühungen aufbringen. Bei Verbrennungen im Gesicht, an Gelenken, Geschlechtsteilen und bei Unklarheit soll sofort ein Arzt oder ein Spital aufgesucht werden, unabhängig von der Stärke der Verbrennung. B. 2. Grad über grössere Hautflächen und 3. Grad: Sofort mit kaltem fliessendem Wasser kühlen (mindestens 15 Minuten). Das Wasser muss nicht eiskalt sein (Auskühlung beachten); Wasserstrahl möglichst gedämpft (durch Handinnenfläche etc.) auf verwundeten Körperteil gelangen lassen. Bei Verbrühungen/Verbrennungen Kleider nur entfernen (aufschneiden), sofern sie nicht festkleben. Keine Salben, Puder, Öl oder ähnliches auf die Verbrennungen oder Verbrühungen aufbringen. Für Transport offene Brandwunden keimfrei oder mit sauberem Tuch abdecken (ev. alu-beschichtete Wundverbände). Vor Wärmeverlust schützen. Schockgefahr!

4 3. Vergiftungen A. Inhalation von Gasen/Dämpfen/Aerosolen: Verletzte Personen bergen und an die frische Luft bringen; dabei besonders auf Selbstschutz (Atemschutzmaske) achten! Alarmzentrale (Tel 888) verständigen! Falls möglich: Von der Chemikalie, Bei Atemstillstand sofort beatmen; bei Herzstillstand Herz-Lungen- Wiederbelebung (CPR, sofern dazu ausgebildet). Oberkörper-Hochlagerung bei Bewusstsein, Bewusstlose in Seitenlagerung für den Transport. Bei Gasvergiftungen (NO 2, Br 2, HF!) kommt es häufig zu Sekundärschäden, nachdem eine (kurzfristige) Besserung des Zustands der verletzten Personen eingetreten ist. Unbedingt Rat des Toxikologischen Zentrums einholen! Bei der zentralen Entsorgung HCI D276 oder vom Sanitätszimmer HCI E3.3 können für HF-Vergiftungen Notfall-Sets bezogen werden. B. Aufnahme von Giften durch den Verdauungstrakt: Gift sicherstellen, dabei besonders auf Selbstschutz achten. Falls möglich: Von der Chemikalie, Erste Hilfe-Massnahmen entsprechend Anweisung des Toxikologischen Zentrums (z.b. Wasser, Tee, Medizinalkohle). Wurde starke Säure, Base oder organische Lösungsmittel verschluckt, kein Erbrechen veranlassen. Ruhig lagern und vor Wärmeverlust schützen. Jede Aufnahme von unbekannten Chemikalien wie eine Vergiftung behandeln. C. Vergiftungen durch Hautkontakt: Kleidung der verletzten Person sofort entfernen (Selbstgefährdung vermeiden), und sofort oder gleichzeitig -- betroffene Hautstellen mit viel Wasser (allenfalls mit Seife) spülen, kein heisses Wasser verwenden, nicht stark reiben. Falls möglich: Von der Chemikalie,

5 4. Offene Wunden oder mechanische Verletzungen Blutungen A. Blutung generell: Wunde nicht ohne Handschuhe berühren oder auswaschen, keine Fremdkörper aus der Wunde entfernen. Wunde keimfrei oder mit sauberem Tuch abdecken, Schutzverband anlegen, nur desinfizieren, falls keine weitere Behandlung durch den Arzt notwendig ist. B. Starke Blutung: Patient absetzen oder noch besser hinlegen (lassen). Blutendes Körperteil hochhalten. Bei ungenügender Blutstillung Fingerdruck ausüben (die richtige Druckstelle beim betroffenen Körperteil beachten). Druckverband mit dickem, saugfähigem Polster anlegen. Erweist sich der erste Druckverband als ungenügend, so ist direkt über dem ersten ein zweiter Druckverband anzulegen. Verletzte Extremität hoch lagern und ruhig stellen. Auf Schocksymptome achten! Warmhalten und überwachen. Keine Abbindung, wenn Druckverband nicht möglich, Druck direkt in die Wunde.

2. Verletzte aus der Gefahrenzone bringen.

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