Agrar- und Lebensmittelwissenschaften UH/FH

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1 Agrar- und Lebensmittelwissenschaften UH/FH Der Berufseinstieg gelingt den meisten Agronominnen und Lebensmittelingenieuren gut. Für die Universitätsabsolvent/innen gestaltet er sich noch günstiger als für die Fachhochschulabsolventen. Mehr als die Hälfte der Agronomen und Lebensmittelingenieurinnen sind in einem Industrie- oder privaten Dienstleistungsunternehmen beschäftigt. Daneben sind die UH-Ingenieur/innen häufiger an Hochschulen tätig, die FH-Ingenieur/innen häufiger in der Landwirtschaft. Während das Jahreseinkommen der FH-Agronominnen und -Lebensmittelingenieure mit Franken dem Durchschnitt aller FH-Absolventen entspricht, liegt das Einkommen der UH-Agronomen und UH-Lebensmittelingenieurinnen mit Franken über dem Durchschnitt aller UH-Absolventen. Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft (universitäre Hochschulen) Tabelle 1a: Kennzahlen der Stichprobe (in Prozent) Fächer Bachelor (n=68) Master (n=54) Agrarwissenschaft Lebensmittelwissenschaft Hochschule ETH Zürich Geschlecht Männer Frauen Tabelle 2a: Kennzahlen betreffend Masterübertritt (in Prozent) Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft UH Total Übertritt ins Masterstudium Entwicklung des Arbeitsmarkts Wie schon zwei Jahre zuvor gestaltet sich die Erwerbssituation für die Absolventinnen und Absolventen im Bereich Agrar- und Lebensmittelwissenschaft günstig. Kaum jemand ist im Jahr nach Masterabschluss auf Stellensuche. Tabelle 3a: Kennzahlen Erwerbssituation nach einem Masterabschluss UH (in Prozent) erwerbstätig stellensuchend Stelle zugesichert Erwerbsverzicht Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft ** 0 2** UH Total Die hier publizierte Auswertung stützt sich auf die Erhebung der Gesamtstudie: Bundesamt für Statistik BFS, Befragung der Hochschulabsolvent/innen, Abschlussjahrgang Mehr zur Befragung: www. graduates-stat.admin.ch

2 Beschäftigungsbereiche Häufig finden die jungen Agrar- und Lebensmittelwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen bei privaten Dienstleistungserbringern und in der Industrie eine Beschäftigung. Nur vereinzelte Personen sind in der Land- und Forstwirtschaft tätig. Die meisten bezeichnen sich als Ingenieurinnen oder Unternehmer bzw. leitende Beamte. Tabelle 4a: Beschäftigungsbereiche nach einem Masterabschluss UH (in Prozent) Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft UH Total Hochschule 11** 17 Schule 0 8 Rechtswesen 0 8 Information und Kultur 0 3 Gesundheitswesen 0 12 Pädagogische, Psychologische, Soziale Dienste 0 3 Land- und Forstwirtschaft 3** 0,3 Industrie 24 5 Energie- und Wasserversorgung 0 0,5 Private Dienstleistungen Öffentliche Verwaltung 0 8 Kirchlicher Dienst 0 0,7 Verbände und Organisationen 14* 3 Erwerbssituation Fast alle Bachelorabsolventinnen und -absolventen der Agrar- und der Lebensmittelwissenschaft treten in ein Masterstudium über. 89 Prozent geben als Grund dafür an, dass der Bachelorabschluss lediglich einen Zwischenschritt darstelle. Nach dem Masterabschluss beginnen 30 Prozent eine Weiterbildung, wovon aber nur einzelne ein Doktorat anstreben. Durchschnittlich reichen drei Bewerbungen (UH Total: fünf) aus, bis die jungen Agrar- und Lebensmittelwissenschaftler/innen eine Anstellung finden. 47 Prozent gelangen über Stellenausschreibungen im Internet dazu, 30 Prozent über persönliche Kontakte. Wer Schwierigkeiten beim Berufseinstieg hat, führt dies auf die fehlende Berufserfahrung (89 Prozent) zurück. Mehr als die Hälfte der Befragten sind mit dem Einkommen zufrieden. Doch ein knappes Viertel fühlt sich überbeschäftigt und würde gerne mehr teilzeitlich arbeiten.

3 Tabelle 5a: Kennzahlen Berufseinstieg Absolvent/innen Agrar- und Lebensmittelwissenschaft UH (in Prozent) Master Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft (n=54) Master UH Total Anteil Stellensuchende 2** 5 Schwierigkeiten bei der Stellensuche Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen Erwerbstätige: Jahresbruttoeinkommen 1 (in Franken) Mehrere Erwerbstätigkeiten werden ausgeübt 5** 12 Berufliche Stellung Praktikant/in 5** 8 Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit 18* 12 Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein Ja, im entsprechenden Fach 16* 42 Ja, auch in verwandten Fächern Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung 8** 9 Aktuelle Tätigkeit wird angesehen als längerfristige Tätigkeit zusätzliche Ausbildungsstation Gelegenheitsjob 5** 7 Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) Anteil befristet Angestellte Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 100 Prozent hochgerechnet.

4 Erwerbssituation nach Fächern Die Erwerbssituation zwischen den Agrar- und den Lebensmittelwissenschaftlern unterscheidet sich kaum. Nur der Anstellungsgrad legt nahe, dass die Agrarwissenschaftler/ innen mehr Möglichkeiten haben, teilzeitlich zu arbeiten. Tabelle 6a: Kennzahlen Berufseinstieg Masterabsolvent/innen Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft UH nach Fächern (in Prozent) Agrarwissenschaft (n=26) Lebensmittelwissenschaft (n=28) Anteil Stellensuchende 5** 0 Schwierigkeiten bei der Stellensuche 24** 28* Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen Erwerbstätige: Jahresbruttoeinkommen 1 (in Franken) Mehrere Erwerbstätigkeiten werden ausgeübt 11** 0 Berufliche Stellung Praktikant/in 16** 9** Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit 16** 19** Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein 22** 19** Ja, im entsprechenden Fach 11** 19** Ja, auch in verwandten Fächern Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung 11** 5** Aktuelle Tätigkeit wird angesehen als längerfristige Tätigkeit zusätzliche Ausbildungsstation Gelegenheitsjob 5** 5** Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) 43* 9** Anteil befristet Angestellte 28* 29* 1 Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 100 Prozent hochgerechnet.

5 Agronomie, Lebensmitteltechnologie (Fachhochschulen) Tabelle 1b: Kennzahlen der Stichprobe (in Prozent) Fächer Bachelor (n=167) Agronomie 61 Lebensmitteltechnologie 39 Hochschule Berner Fachhochschule 66 Haute école spécialisée de Suisse occidentale 7 Zürcher Fachhochschule 27 Geschlecht Männer 45 Frauen 55 Tabelle 2b: Kennzahlen betreffend Masterübertritt (in Prozent) Agronomie/Lebensmitteltechnologie FH Total Übertritt ins Masterstudium Erstmals werden die Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen der Agronomie und Lebensmitteltechnologie getrennt von denjenigen der Life Sciences betrachtet. Aufgrund der zu kleinen Stichprobe können die Bachelorabsolvent/innen der Önologie (n=18) und Forstwirtschaft (n=16) jedoch nicht berücksichtigt werden. Informationen zu Berufseinstieg, Arbeitsmarkt und Tätigkeitsfeldern nach Abschluss eines Studiums in diesen Fachbereichen finden Sie in der Ausgabe «Agrarwissenschaft, Lebensmittelwissenschaft, Forstwirtschaft» der Heftreihe «Perspektiven: Studienrichtungen und Tätigkeitsfelder» (erhältlich im BIZ oder bestellbar unter > Studienwahl, Hochschulen) sowie auf Entwicklung des Arbeitsmarkts Im Vergleich zu den Masterabsolventen der universitären Hochschulen scheint den FH- Bachelorabsolventen der Berufseinstieg etwas schwerer zu fallen. Sie sind nämlich häufiger auf Stellensuche (5 versus 2 Prozent) und berichten öfter von Schwierigkeiten (33 versus 26 Prozent) als ihre Kollegen und Kolleginnen von den universitären Hochschulen. Tabelle 3b: Kennzahlen Erwerbssituation nach einem Bachelorabschluss FH (in Prozent) erwerbstätig stellensuchend Stelle zugesichert Erwerbsverzicht Agronomie, Lebensmitteltechnologie * 3** 3** FH Total Beschäftigungsbereiche Die Industrie und die privaten Dienstleistungsunternehmen beschäftigen 60 Prozent der jungen Agronominnen und Lebensmittelingenieure, die Land- und Forstwirtschaft 10 Prozent. Die Hälfte der Befragten gibt an, einen Ingenieurberuf oder einen Beruf der Land- und Forstwirtschaft bzw. Tierzucht auszuüben.

6 Tabelle 4b: Beschäftigungsbereiche nach einem Bachelorabschluss FH (in Prozent) Agronomie, Lebensmitteltechnologie FH Total Hochschule 3** 3 Schule 8* 18 Rechtswesen 0 0,4 Information und Kultur 0 2 Gesundheitswesen 0 13 Pädagogische, Psychologische, Soziale Dienste 1** 9 Land- und Forstwirtschaft 10 1 Industrie Energie- und Wasserversorgung 0 0,7 Private Dienstleistungen Öffentliche Verwaltung 6* 7 Kirchlicher Dienst 0 0,3 Verbände und Organisationen 10 1 Erwerbssituation nach Abschlussgrad 16 Prozent der Bachelorabsolventinnen und -absolventen der Agronomie und der Lebensmitteltechnologie beginnen eine Weiterbildung, wobei die meisten in ein Masterstudium übertreten oder ein weiteres Bachelorstudium aufnehmen. Der Berufseinstieg gelingt nach durchschnittlich drei Bewerbungen (FH insgesamt: fünf). Zur ersten Stelle kommen 35 Prozent über Stelleninserate im Internet, 18 Prozent über persönliche Kontakte. Fast ein Viertel der jungen Agronominnen und Lebensmittelingenieure weit mehr als die FH-Absolvent/innen insgesamt (5 Prozent) gelangt auch mittels Stelleninseraten in Printmedien zu einer Anstellung. Wer über Schwierigkeiten bei der Suche nach einer den eigenen Vorstellungen entsprechenden Stelle berichtet, führt dies häufiger auf die fehlende Berufserfahrung (81 Prozent) als auf die Stellensituation im jeweiligen Studienfach (28 Prozent) zurück. Der Vorteil von spezifischer Berufserfahrung vor Studienabschluss zeigt sich auch darin: Während 63 Prozent der Bachelor-Agronominnen und -Lebensmittelingenieure ohne Berufserfahrung über Schwierigkeiten berichten, sind es nur halb so viele bei denjenigen mit Berufserfahrung. Noch liegen keine Zahlen über Masterabsolventinnen und -absolventen der Agronomie und Lebensmitteltechnologie vor.

7 Tabelle 5b: Kennzahlen Berufseinstieg Absolvent/innen Agronomie/Lebensmitteltechnologie FH (in Prozent) Bachelor Agronomie, Lebensmitteltechnologie (n=167) Bachelor FH Total Anteil Stellensuchende 5* 3 Schwierigkeiten bei der Stellensuche Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen Erwerbstätige: Jahresbruttoeinkommen 1 (in Franken) Mehrere Erwerbstätigkeiten werden ausgeübt Berufliche Stellung Praktikant/in 4* 3 Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit 6* 10 Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein Ja, im entsprechenden Fach Ja, auch in verwandten Fächern Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung Aktuelle Tätigkeit wird angesehen als längerfristige Tätigkeit zusätzliche Ausbildungsstation Gelegenheitsjob 3** 6 Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) Anteil befristet Angestellte Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 100 Prozent hochgerechnet.

8 Erwerbssituation nach Fächern Zwischen den Absolvent/innen der Agronomie und der Lebensmitteltechnologie bestehen kaum Unterschiede. Allerdings haben die Lebensmittelingenieur/innen häufiger als die Agronomen und Agronominnen Schwierigkeiten, eine ihren Vorstellungen entsprechende Stelle zu finden (47 Prozent versus 24 Prozent). Tabelle 6b: Kennzahlen Berufseinstieg Bachelorabsolvent/innen Agronomie, Lebensmitteltechnologie FH nach Fächern (in Prozent) Agronomie (n=101) Lebensmitteltechnologie (n=66) Anteil Stellensuchende 3** 7** Schwierigkeiten bei der Stellensuche 24* 47 Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen Erwerbstätige: Jahresbruttoeinkommen 1 (in Franken) Mehrere Erwerbstätigkeiten werden ausgeübt 28 0 Berufliche Stellung Praktikant/in 2** 8** Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit 2** 12** Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein Ja, im entsprechenden Fach 26 14* Ja, auch in verwandten Fächern Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung 11* 11* Aktuelle Tätigkeit wird angesehen als längerfristige Tätigkeit zusätzliche Ausbildungsstation Gelegenheitsjob 2** 5** Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) 30 8** Anteil befristet Angestellte Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 100 Prozent hochgerechnet.

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