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1 2008 # 21 ZEITSCHRIFT DES DACHVERBANDES ABSOLVENTINNEN InlineAUGUST UND ABSOLVENTEN FACHHOCHSCHULEN Bachelor I: Flexibel, smart und neugierig. Bachelor II: Gesucht werden Talente. Bachelor III: Wo bleiben die Career Centers? Dienstleistungen: Neue exklusive Angebote. Pages françaises: La FH SUISSE à Delémont. «Bei uns steht die Myrjam Zgraggen, Praxisnähe im Zentrum.» FH-Bachelor-Absolventin Seite 53

2 Master of Advanced Studies MAS Certificate of Advanced Studies CAS Wirtschaftsinformatik MAS Business Information Technology MAS Integrated Security Management CAS Business Process Engineering CAS Business Information Analytics CAS Enterprise Resource Planning Systems Informationsveranstaltungen Donnerstag, 28. August und 25. September 2008, jeweils 19 Uhr, Anmeldung erwünscht Hochschule Luzern Wirtschschaft, Institut für Wirtschaftsinformatik IWI, Zentralstrasse 9, 6002 Luzern Telefon , Finance und Controlling MAS Bank Management MAS Corporate Finance MAS Controlling CAS Customer Focus für Finanzdienstleistungsunternehmen IFZ Weiterbildungsabend 6. November 2008, Uhr am IFZ Informationen zu allen Angeboten Hochschule Luzern Wirtschaft, Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, Grafenauweg 10, 6304 Zug Telefon , Kommunikation und Marketing MAS Brand and Marketing Management MAS Communication Management Hochschule Luzern Wirtschaft, Institut für Kommunikation und Marketing IKM, Zentralstrasse 9, 6002 Luzern Telefon , Die Daten aller Infoveranstaltungen finden Sie unter 2

3 InLine INhalt Editorial FH SCHWEIZ 5 Berufsmaturität vor Umbruch 7 Grosses Interesse am HFKG 7 Freie Fahrt für Roadshow 7 Kommentar: Massstäbe gesetzt 9 Mit Rückenwind zur Zielboje TITEL 10 Vorhang auf für FH-Bachelors Die ersten FH-Bachelors schliessen Studium ab 11 Gleich, ähnlich, verschieden? Diplomstudium versus Bachelor-Studium 14 Ampel steht auf Grün Claudio Moro Was hält economiesuisse von der Bologna-Reform? ist Redaktor von INLINE 15 «Für anspruchsvolle Tätigkeiten» BBT-Direktorin Ursula Renold im grossen Interview 25 «Praxiserfahrung ist sehr wichtig» Berufseinstieg: Alex Senn, KPMG, beantwortet wichtige Fragen 38 Schattenbereiche der Mobilität Das FH-Bachelor-Studium aus der Sicht einer Dozentin 39 «Suche nach Talenten ist anspruchsvoll» Berufseinstieg: Chantal Gasche, Deloitte, beantwortet wichtige Fragen 39 Schlaues Unternehmen Innovatives deutsches Karriereprogramm für Bachelors 41 Wo bleiben die Career Centers? Career Center: Fachhochschulen tun sich schwer damit 42 «Vertrauen aufbauen» Career Center: Studierende an die Hochschule binden 43 Die Expertin aus Chur Career Center: HTW Chur zeigt, wie es gehen könnte FH SUISSE 17 Bienvenue! La FH SUISSE commence à Delémont 18 Bienvenue! Die FH SCHWEIZ ist neu auch in Delémont 20 Rideau levé pour les Bachelors HES Les premiers Bachelors HES terminent leurs études 21 Un atout supplémentaire Un nouveau master pour les life sciences DIENSTLEISTUNG 27 Gleich Prämie mehr Leistung Der FH-Schutzbrief von Elvia ist jetzt noch attraktiver 28 Der Computer wird billiger, der Wein aber teurer Das vdf-buch des Sommers 30 Entdeckung der anderen Mobilität Mobility Carsharing ist neue Partnerin der FH SCHWEIZ 33 Multimobil unterwegs Das Faltvelo weist den Weg in die mobile Zukunft 34 Das Alter kommt für alle Das neue Angebot von Xundheit 36 Immer das richtige Wort Sprachdienstleistungen zu Vorzugskonditionen 37 Vom Suchen und Finden der Topstelle Neue Dienstleistung im Karrierebereich NACHDIPLOMSTUDIEN 46 Übersicht EVENTS 52 Übersicht SCHLUSSPUNKT 53 Die junge Psychologin Myrjam Zgraggen hat Psychologie an der FHNW studiert TRÄGERSCHAFT / IMPRESSUM 54 Übersicht Neues kommt «Mögest du in interessanten Zeiten leben», geben Chinesen ungeliebten Zeitgenossen auf den Weg. Interessante Zeiten sind zumeist Zeiten des Umbruchs, der Un gewissheit und Unsicherheit. Gleichzeitig hält die chinesische Verwünschung einen Spalt Hoffnung offen: Interessante Zeiten sind auch Zeiten der Chancen und des Erfahrungszugewinns: Neue Türen öffnen sich, neue Herausforderungen locken. In solch interessanten Zeiten befinden sich die Fachhochschulen. In zwei Monaten startet die FH-Master-Stufe, in diesen Tagen schliesst die erste Generation FH-Bachelors ihr Studium ab. Letzterer war in den vergangenen Monaten zu wenig Aufmerksamkeit beschieden worden. Dies will die vorliegende INLINE-Ausgabe ändern und rückt die Bachelor-Stufe in den Vordergrund. Sie ist der Schlüssel zur Zukunft der Hochschulausbildung, sie erlaubt der Wirtschaft, junge Talente schnell in den Arbeitsprozess einzubinden und sie bildet die Grundlage für vieles, was dann noch folgt. Nicht weniger interessant ist eine zweite Entwicklung, die direkt die FH SCHWEIZ betrifft. Anfang September öffnet die zweite Geschäftsstelle der FH SCHWEIZ ihr Tore und zwar in Delémont. Mit diesem Schritt verstärkt der Dachverband der Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen sein Engagement in der Romandie. In Zukunft wird die FH SCHWEIZ dort als FH SUISSE auftreten und dieselbe Ziele verfolgen wie in der Deutschschweiz und im Tessin. Lesen Sie darüber mehr auf Seite 17 und 18. Interessante Zeiten sind in einer anderen Leseart der chinesischen Verwünschung auch schöne und belebende Zeiten. Dies wünschen wir allen FH-Bachelors, die jetzt einen neuen Lebensabschnitt beginnen, und auch der neuen Geschäftsstelle der FH SUISSE. Möge dieser Wunsch von viel Zuversicht, Ansporn und Gelassenheit begleitet sein. Ausserdem: Die Fotostrecke auf den folgenden Seiten wurde vom jungen Schweizer Fotografen Mario Rohner selbst noch ein FH-Student umgesetzt. Die Aufnahmen entstanden an der Haute Ecole Spécialisée von Fribourg. Wir danken Mario für die unkomplizierte und professionelle Mitarbeit. Sein Praxisbezug verspricht einiges. Claudio Moro 3

4 Mehr Wissen. Management-Weiterbildungszentrum Executive MBA * MAS Weiterbildungszentrum Technik MAS in Business Administra- in Business Information Management * MAS in Business Process tion and Engineering MAS in Corporate Innovation Management Engineering MAS in Health Service Management * DAS Controller MAS in Real Estate Management CAS in Immobilienbewertung DAS Dienstleistungsmanagement DAS Entrepreneurship Leitung CAS in Immobilienmanagement CAS in Immobilienplanung KMU und Profitcenter DAS Sales- und Marketing-Management CAS CAS in Strategisches Innovationsmanagement CAS in Innovation- Betriebswirtschaft CAS General Management CAS Strategisches Design Leadership CAS Controller CAS Dienstleistungsmanagement CAS Entrepreneurship Leitung KMU und Profitcenter CAS Salesund Marketing-Management CAS Informationsmanagement CAS E-Business-Technologien CAS Technologieorientierte Managementkonzepte CAS Requirements Engineering CAS Business Process Excellence CAS IT Project Management CAS Management und Politik im Gesundheitswesen CAS Planungs- und Führungsinstrumente im Gesundheitswesen CAS Leadership und Führung im Interessiert? Gesundheitswesen *FIBAA-akkreditiert Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz FHO

5 InLine FH Schweiz Berufsmaturität vor Umbruch Die Berufsmaturität ist der häufigste Zulassungsausweis für den FH-Eintritt. Das FH-Studium wird von der vorangehenden Berufs- und Berufsmaturitäts - aus bildung stark geprägt. Der Bund möchte die Berufsmaturität reformieren. Mehr Flexibilität für Berufsmaturitäts-Lernende steht im Vordergrund. Text: Claudia Sutter Der Verordnungsentwurf konzipiert die Berufsmaturität neu aus den Grundlagenfächern, zwei interdisziplinären Lernbereichen sowie wählbaren Schwerpunkt-Kombinationen. Zugunsten dieser Schwerpunktfächer sollen die sechs bestehenden Berufsmaturitäts-Richtungen (technisch, kaufmännisch, gestalterisch, gewerblich, naturwissenschaftlich sowie gesundheitlich/sozial) aufgegeben werden. Die Berufsmaturität einer Polymechanikerin, eines Zahntechnikers oder einer Kauffrau unterscheidet sich dann nur noch durch die unterschiedliche Wahl von Schwerpunktfächern. Der Bund begründet diese Änderung mit dem Hinweis, dass heutige Berufe generalistische Ansätze hätten und die Laufbahn der Lernenden nicht mehr durch eine vorgegebene Richtung bestimmt werden dürfte. Als Beispiel wird die Köchin genannt. Sie besucht heute die gewerbliche Berufsmaturität und strebt ein FH-Studium im Bereich Chemie und Life Science, Gesundheit oder sogar Wirtschaft an. Damit sich die Köchin auf das Studium vorbereiten kann, hat sie mit der neuen Berufsmaturität die Wahl zwischen den folgenden fünf Schwerpunkt-Kombinationen: Mathematik und Physik, Physik und Chemie, Finanz-/Rechnungswesen und Wirtschaft, Psychologie und Soziologie, Gestalten und Kunst. Die Schwerpunktfächer werden nur in diesen definierten Kombinationen angeboten, können aber vom Lernenden frei ausgewählt werden. Die Berufsfachschulen sind nicht dazu verpflichtet, alle Schwerpunktfächer anzubieten. Der Bund lässt offen, was Lernende tun können, wenn ihre gewünschte Schwerpunkt- Kombination nicht an ihrer Schule angeboten wird. Dies stellt ein ungelöstes Problem dar, das aus Sicht der FH SCHWEIZ vor der Einführung der neuen Berufsmaturität gelöst werden muss. Umsetzbarkeit bezweifelt Hansruedi Stadler, Ständerat und Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S), erklärt: «Gegen die geplante Reform wurden in der WBK zum Teil erhebliche Bedenken geäussert.» So sei beispielsweise betont worden, dass es sich bei den Berufsmaturitätsschulen häufig um kleine Schulen handle, die für eine Region aber von grosser Bedeutung seien. Er verweist damit auf die Gefahr hin, dass kleine Schulen, die nur ein beschränktes Angebot an Schwerpunktfächern anbieten würden, geschlossen werden könnten. «Es kann nicht sein, dass solche Schulen in Frage gestellt werden.» Ähnliches wendet der Präsident des Fachverbandes Berufsmaturität Schweiz, Patrick Danhieux, ein: «In der Berufsmaturitätsschule GIB Muttenz haben wir knapp 60 Lernende pro Jahrgang. Da ist es kaum möglich, mehrere Schwerpunkt-Kombinationen anzubieten.» Möglich wäre dies nur, fährt Danhieux fort, wenn der Kanton bereit sei, auch mehrere Klassen mit fünf oder sechs Lernenden zu finanzieren. Vorbildung sehr wichtig Die FH SCHWEIZ begrüsst, dass die Berufsmaturität mit der freien Wahl der Schwerpunkt-Kombinationen flexibler wird. Der berufsbildende Ausbildungsweg wird damit noch attraktiver. Aus Sicht der FH SCHWEIZ müssten die Fachhochschulen die Schwerpunkt-Kombinationen definieren, welche der Lernende absolvieren muss. Das Niveau der FH-Ausbildung kann nur dann beibehalten werden, wenn bestimmte Schwerpunkt-Kombinationen als Voraussetzung für den Zugang zum Studium gelten. Dies schlägt die FH SCHWEIZ in ihrer Vernehmlassungsantwort vor. Die Fachhochschule muss fachbereichsspezifisches Wissen voraussetzen. Will eine BM-Absolventin mit einer fachfremden Schwerpunkt-Kombination ein Studium absolvieren, soll diese die Schwerpunktfächer vor dem Studium nachholen können. FH-Absolventen im Lehrkörper In einem früheren Vernehmlassungsentwurf wollte der Bund nur Master-Absolventen als Lehrkräfte für die Berufsmaturität zulassen. Die FH SCHWEIZ hat sich dafür eingesetzt, dass auch Inhaber eines FH-Diploms oder eines Bachelor-Abschlusses auf Berufsmaturitätsstufe unterrichten können. Im aktuellen Verordnungsentwurf verweist der Bund auf die Berufsbildungsverordnung. Diese setzt eine Fachbildung mit einem Abschluss auf Tertiärstufe sowie eine berufspädagogische Bildung auf Hochschulstufe voraus. Somit ist es auch den FH-Absolventen mit berufspädagogischer Bildung möglich, die Qualifikationsvoraussetzungen für Lehrkräfte der Berufsmaturitätsschulen zu erfüllen. Ein begrüssenswertes Vorgehen. < Die Stellungnahme der FH SCHWEIZ ist hier abrufbar: (Bildung & Politik, Stellungnahmen) Beispiel Lektionentafel Berufsmaturität mit Schwerpunkt- Kombination «Mathematik und Physik» 5

6 Exklusiv für FH SCHWEIZ-Mitglieder P / J / W Augen auf und doppelt sparen! Satte Rabatte auf Ihre Krankenkassen-Prämien Als FH Schweiz-Mitglied profitieren Sie und Ihre Familie von: bis zu 20 % Kollektiv-Rabatt auf den Zusatzversicherungen zusätzlich bis 20 % Rabatt auf der Grundversicherung mit einem Prämiensparmodell (Telmed, Hausarzt, Hausarzt 24 und HMO) unkomplizierten Aufnahmebedingungen einem breiten Präventio-Kursangebot für Gesundheit, die Spass macht Wollten Sie s nicht schon lange tun? Jetzt oder nie: 3 Monatsprämien geschenkt*! Offerten-Hotline Offerten online *bei Neuabschlüssen oder Versicherungserhöhung per , gültig für sämtliche Zusatzversicherungen. P / J / W

7 InLine FH SCHWEIZ Grosses Interesse am HFKG Der Bundesrat lässt das Hochschulrahmengesetz in einigen kontroversen Punkten überarbeiten. Unter anderem werden Inhalte geändert, welche die FH SCHWEIZ in ihrer Vernehmlassungsantwort thematisiert hat wie Wahrung des Fachhochschulprofils und Einbezug der Arbeitswelt in die Hochschulkonferenz. Die FH SCHWEIZ kritisierte in ihrer Stellungnahme, dass das Prinzip der Gleichwertigkeit der verschiedenen Hochschulausbildungen im Gesetzesentwurf nicht widerspiegelt wird. Mit dem expliziten Festhalten der Gleichwertigkeit haben die Fachhochschulen eine bessere rechtliche Basis, um ihren Interessen Gehör zu verschaffen. Die FH SCHWEIZ kritisierte auch, dass die Wirtschaft als Abnehmerin der Studierenden nicht in der Hochschulkonferenz vertreten ist. Die Wirtschaft muss ihre Forderungen einbringen können, damit das Studium an der Fachhochschule den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht wird. Die Überarbeitung dieser Punkte durch den Bund begrüsst die FH SCHWEIZ. Zum Hochschulrahmengesetz sind bis zur Vernehmlassungsfrist im Januar 2008 knapp 150 Stellungnahmen von Kantonen, Parteien, Verbänden und anderen Organisationen eingetroffen. Dies untermauert das grosse Interesse an einer funktionierenden und zukunftsweisenden Steuerung des Schweizer Hochschulsystems. Die Vorschläge aus dem Vernehmlassungsverfahren wurden zu einem Bericht zusammengefasst und ausgewertet. Die Mehrheit der Teilnehmenden ist mit der generellen Stossrichtung des Entwurfs einverstanden. Die kritisierten Punkte werden vom Bund in diesem Jahr angepasst, danach wird die Botschaft den Eidgenössischen Räten überwiesen. Diese behandeln das Hochschulrahmengesetz voraussichtlich Anfang Der Gesetzesentwurf befindet sich damit innerhalb des gesetzten Zeitplans. Können die Termine weiterhin eingehalten werden, wird das Gesetz 2012 in Kraft treten. Das Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG) soll einen kohärenten Hochschulraum schaffen, welcher alle Hochschultypen umfasst (Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen und universitäre Hochschulen) und vom Bund und den Kantonen gemeinsam gesteuert wird. (CS) < Freie Fahrt für Roadshow Die ersten Absolventinnen und Absolventen erhalten diesen Sommer den Bachelor-Abschluss, wenig später starten die ersten FH- Studierenden mit der Ausbildung zum konsekutiven Master. Es ist eine Zeit der Veränderungen an den Fachhochschulen. Economiesuisse, der Verband Schweizer Unternehmen, gab Mitte Mai bekannt, dass viele KMU noch wenig über die Bologna-Reform wissen würden. Die Wirtschaft als Abnehmerin von FH-Absolventinnen und -Absolventen muss deshalb über die Veränderungen in der Fachhochschulwelt informiert werden. Für die FH SCHWEIZ Grund genug, die Personal- und Ausbildungsfachleute, Personaldienstleister und andere Bildungsinteressierte über die Profile der neuen FH-Abschlüsse zu informieren. Die FH SCHWEIZ veranstaltet in Zusammenarbeit mit der HR Swiss und weiteren Partnern Informationsanlässe in den verschiedenen Regionen der Schweiz. Geplant ist eine Roadshow, die in den Städten St. Gallen, Zürich, Luzern, Bern, Basel und Lugano Halt macht. Referate von Verantwortlichen der Fachhochschulen sowie von Personalfachleuten, welche bereits FH-Bachelors rekrutiert haben, führen in das Thema ein und stellen die FH-Abschlüsse vor. Die Referenten werden über Veränderungen in Bezug auf das vorangehende FH-Diplom, Aufbau des Studiums, die Kompetenzprofile und Ziele der verschiedenen Ausbildungen informieren. Eine Fragerunde zum Schluss der Veranstaltungen soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, Fragen direkt an Verantwortliche der Fachhochschulen, der FH SCHWEIZ oder von HR Swiss zu stellen. Mit der Abgabe von Präsentationsmaterial werden die Teilnehmenden die Informationen auch in ihren Unternehmen weiterreichen können. Ziel ist es, einen möglichst grossen Multiplikationseffekt zu erreichen. HR Swiss ist assoziiertes Mitglied der FH SCHWEIZ und nationale Gesellschaft von 4'000 Personal- und Ausbildungsfachleuten. Die Mitglieder der HR Swiss, der FH SCHWEIZ sowie Mitglieder weiterer Partner werden an die Informationsanlässe eingeladen. Konkrete Details und Daten werden noch definiert. (CS) < Toni Schmid Geschäftsführer FH SCHWEIZ Massstäbe gesetzt Hier schliessen die ersten FH-Bachelor-Studierenden ihr Studium ab, dort werden die Grundlagen der Berufsmaturität überarbeitet. Und dann beginnt in wenigen Wochen ein neues Kapitel der Fachhochschul-Geschichte nämlich mit dem Start der FH-Masterstudiengänge. Das heisst: Im Moment tut sich vieles. Und dies wirft sehr viele Fragen auf. Viele dieser Fragen können beantwortet werden, andere dagegen nicht oder nur unzureichend. Das Informationsbedürfnis ist gross, und das haben mittlerweile auch viele Schweizer Medienhäuser erkannt. Die Berichterstattung über Themen aus dem Fachhochschulbereich ist deutlich gestiegen. Neue Magazine sind lanciert worden, Sonderbünde in Printtiteln bemühen sich, Orientierung und Einblick zu bieten. Zum Beispiel griff die Fachzeitschrift «der arbeitsmarkt» Mitte Juni die breite Thematik der alten und neuen FH- Titel auf. Oder das «St. Galler Tagblatt», das seiner Leserschaft ebenfalls Mitte Juni das Wichtigste zu den neuen Masterstudiengängen vorstellte. Immer wieder werden wir dabei als Ansprechpartnerin für Hintergrundinformationen beziehungsweise Einschätzungen angefragt und eingebunden. Dies freut uns einerseits. Denn es fördert unsere Wahrnehmung nach aussen und beweist, dass sich die FH SCHWEIZ im Laufe ihrer kurzen Geschichte ein gutes Profil erabeiten konnte. Andererseits werden wir gleichzeitig gewahr, dass noch sehr viel zu tun ist. Selbst Grundlegendes zum dualen Ausbildungssystem der Schweiz ist da und und dort nicht oder nur ansatzweise bekannt. Durch die ganzen Umwälzungen im Hochschulbereich der letzten Jahre wurde die Sache offenbar nicht einfacher. Bologna-Reform, neues Hochschulrahmengesetz, konsekutive und exekutive Studiengänge, Bachelor und Master, Berufsqualifizierung und ECTS-Credits für viele bleiben diese Begriff leer, wenig klar und kaum fassbar. Gleichwohl: Das öffentliche Interesse steigt rege an. Und dies kommt unserer Sache entgegen: Je mehr die Öffentlichkeit über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten auf Hochschulstufe weiss, desto tiefer verankert sich das Bewusstsein, dass die FH-Ausbildung Massstäbe setzen kann und dies schon seit Jahren tut. Toni Schmid < 7

8 Where People meet Innovation... Information Systems Consulting Technology and R&D Consulting Information Manager Corporate Learning Solutions Strategy and Management Consulting...and Innovation meets Business. Zukunft gestalten Technologische Innovation ist heute keine Frage des Zufalls, sondern der laufende Prozess, Dinge zu hinterfragen und nach neuen Antworten zu suchen. Durch die Kompetenz unserer 200 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich, Basel, Lausanne, Genf, Fribourg und Montreux sind wir ein führender Anbieter von innovativen Technologielösungen. Unsere Kunden aus dem Industrie-, Handels- und Dienstleistungssektor profitieren seit vielen Jahren von unserer Erfahrung in der Realisierung komplexer Projekte. Die Altran AG ist Teil der Altran Group, dem europäischen Marktführer im Bereich Technologie und Innovation mit Mitarbeitenden in mehr als 20 Ländern. Wir suchen Wirtschaftsinformatiker, Informatiker und Ingenieure aus allen Technologiebereichen. Mehr Informationen unter: oder Wir freuen uns, von Ihnen zu hören: (Ref.Nr. CH-AINL)

9 InLine FH Schweiz Mit Rückenwind zur Zielboje Die FH SCHWEIZ feiert in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. In dieser kurzen Zeit konnte sich der Dachverband in Politik und Gesellschaft einen Namen machen. Auch dank der funktionierenden Geschäftsstelle in Zürich. Text: Claudio Moro / Bild: Mario Rohner «Es waren intensive und sehr erfolgreiche fünf Jahre», fasst Toni Schmid, Geschäftsführer der FH SCHWEIZ, zusammen. «Wir haben sehr viel erreicht.» Heute zählt der Dachverband rund Mitglieder und ist sowohl in politischen Kreisen als auch in Gesellschaft und Wirtschaft ein wichtiger Ansprechpartner bei Fragen rund um die Ausbildung an Fachhochschulen. Die Bologna-Reform, die Veränderungen in der Arbeitswelt, die neue Hochschullandschaft diese Themenfelder haben die Arbeitsweise der FH SCHWEIZ herausgefordert. Hinzu kommen die klassischen Arbeitsbereiche des Dachverbandes wie die Betreuung der Mitgliedgesellschaften, das Zusammenstellen von attraktiven Dienstleistungen sowie die Zusammenarbeit mit Dritten. «Wir bewegen uns in einem vielschichtigen Umfeld mit unterschiedlichen Ansprechpartnern», betont Toni Schmid. «Ohne die professionelle Arbeit der Geschäftsstelle könnten die Ziele gar nicht erreicht werden.» Teambildung auf Wellen Die Geschäftsstelle in Zürich zählt heute 15 Mitarbeitende, in der Geschäftsstelle in Delémont sind ab kommendem September zwei Personen tätig (siehe Seite 18). Viele Mitarbeitende arbeiten teilzeitlich für den Dachverband. «Das geht von einem Pensum von 90 Prozent bis zu Stundeneinsätzen bei Studierenden», erläutert Toni Schmid. «Die gute Mischung zwischen Erfahrung und motivierter Neugier in unserem Team bereichert den Arbeitsalltag.» Teilzeitarbeit fordert die gegenseitige Kommunikation und die Selbstständigkeit heraus. «Ohne grosses Mass an Selbstständigkeit ginge es nicht. Die verschiedenen Arbeitsbereiche haben wenig miteinander zu tun, da erhält der regelmässige Austausch eine besondere Bedeutung», betont der Geschäftsführer. Auch zu diesem Zwecke verbrachte die Geschäftsstelle Anfang Juni einen Tag auf dem Murtensee. Verteilt auf vier Segelbooten konnte den Naturelementen die Stirn geboten werden. Der regnerische Tag tat der Stimmung dabei keinen Abbruch. «Es hat sehr viel Spass gemacht», erzählt Claudia Sutter, Leiterin Public Affairs. Für die 25-Jährige wars der zweite Teamanlass. An einigen mehr durfte Claudia Blatti schon teilnehmen. Sie ist für Marketing und Verkauf zuständig und eine der Dienstältesten. «Das Segeln war eine neue Erfahrung. Wir mussten im Team funktionieren, sonst hätten wir die Zielbojen nie erreicht.» Der Segeltag wurde von Ralph Meyer von der solution&benefit organisiert, welche die FH SCHWEIZ bei Fragen zu Verbandsdienstleistungen berät und begleitet. Für das Segeln konnte das junge Unternehmen Sailing- Events aus Murten gewonnen werden. Mit dabei war auch Madeleine Schaad, die sich um Mitgliedschaften und Infrastruktur bei FH SCHWEIZ kümmert. «Segel, Wind und Wasser. Ein tolles Erlebnis, das viel zu schnell vorbei war», sagt die 42-Jährige, die seit rund einem Jahr in Zürich tätig ist. Über fünf Jahre mit an Bord der FH SCHWEIZ ist Gaby Erni. Die Treuhänderin richtet ihre Aufmerksamkeit auf die Finanzen der FH SCHWEIZ und lobt vor allem die kurze Einführung in die Geheimnisse der Segelkunst, die der Segeltag mit sich brachte. Ein Dank für das Geleistete Mit diesem Segeltag sollte auch ein grosses Dankeschön ausgesprochen werden. «Es war Zeit, unseren Mitarbeitenden zu danken», betont Toni Schmid. «Das Erreichte gründet zu einem beachtlichen Teil auf ihre Arbeit, auf das von ihnen tagein, tagaus Umgesetzte.» Dieser Dank richtete sich auch an Melinda Berranco, Claudia Heinrich, Sara Suter, Andrea Rittermann, Martina Arnold, Marc-André Burdet, Anna Baumann Belle, Stefanie Zortea, Sheila Wiederkehr, Sabin Nater und Gabriel Murer. Viele waren in Murten mit dabei, die Abwesenden konnten sich wenigstens über frische Anekdoten freuen. < 9

10 InLine Titel Vorhang auf für FH-Bachelors Es ist so weit: Die ersten FH- Bache lors schliessen diesen Sommer ihr Studium ab. Eine neue Generation von Absolventinnen und Absolventen drängt auf den Arbeitsmarkt. Eine Einführung. Text: Claudio Moro Sie sind smart, flexibel, erfolgshungrig und neugierig. Rund 8000 FH-Bachelors verlassen diesen Sommer die Fachhochschule und beginnen einen neuen Lebensabschnitt. Ihre Ausbildung ist ein Novum. Sie sind die ersten Studierenden, die ihr Studium nach dem Modulsystem der Bologna-Reform absolviert haben. Was nun folgt, ist die grosse Feuerprobe und zwar für alle Beteiligten. Die FH-Bachelors müssen beweisen, dass sie das Gelernte genauso gut wie ihre Vorgängerinnen und Vorgänger mit FH-Diplom umsetzen können. Und die Fachhochschulen werden daran gemessen, ob sie den Studierenden das von Gesellschaft und Wirtschaft Geforderte vermitteln konnten. Aber auch die Wirtschaft steht auf dem Prüfstand: Konnte sie den Fachhochschulen bei der Evaluation der Bachelor-Lehrpläne die richtigen Inputs liefern? Ist sie nun bereit, den FH-Bachelors dasselbe Vertrauen wie damals den FH-Diplomierten entgegenzubringen? Mit Bonus die Karriere starten «Der FH-Bachelor-Abschluss kreist um den von der Wirtschaft stets geforderten Praxisbezug», betont Rolf Hostettler, Präsident der FH SCHWEIZ. «Und die Ausbildungsqualität der Bachelor-Studiengänge ist vergleichbar mit derjenigen der alten FH-Diplomstudiengänge.» Die FH SCHWEIZ ist folglich überzeugt, dass die FH-Bachelors ihren Platz in der Wirtschaft finden werden. Dreh- und Angelpunkt dieser zuversichtlichen Einschätzung ist einerseits die von der Bologna-Reform geforderte Arbeitsmarktrelevanz der neuen Abschlüsse. Der FH-Bachelor-Abschluss ist berufsqualifizierend die FH-Bachelors können dank der vorteilhaften Verbindung von Praxisbezug und Theorie umgehend eine spezifische Berufsrolle bekleiden. Dies bildet einen der Kernunterschiede gegenüber ihren Kolleginnen und Kollegen von den universitären Hochschulen (siehe Kasten). Andererseits profitieren die FH-Bachelors vom ausgezeichneten Ruf der HTL-, HWV- und FH-Diplomierten in Unternehmen beziehungsweise im ganzen Wirtschaftsumfeld. «Das ist ein wichtiger Bonus», erklärt Rolf Hostettler. «Dieser kann am Anfang helfen. Anschliessend müssen sie beweisen, dass sie den hohen Erwartungen gewachsen sind.» Offene Türen für FH-Bachelor Im Jahre 2006 haben laut Bundesamt für Statistik insgesamt 250 Studierende mit FH-Diplom ihr Studium an einer univesitären Hochschule weitergeführt. Diese Zahl wird nunmehr steigen. Bereits im kommenden Herbst werden FH-Bachelors die Master-Stufe an einer Fachhochschule besuchen. Auch der Übertritt an eine Universität oder ETH wird dank der besseren Durchlässigkeit stärker in den Vordergrund rücken. Gleichwohl bleibt die Bachelor-Stufe bei den klassischen Studienrichtungen Technik und Wirtschaft das Hauptgeschäft der Fachhochschulen. In Zukunft werden nicht mehr als rund ein Drittel der FH-Bachelors die Master- Stufe besuchen. Das heisst: Zwei Drittel der FH-Bachelors werden in die Praxis zurückkehren und dort verantwortungsreiche Positionen bekleiden. «Darum ist es wichtig, dass sich der FH-Bachelor-Abschluss als Qualitätsabschluss etablieren kann», betont Rolf Hostettler. Jedes Jahr werden Tausende von FH- Bachelors auf den Arbeitsmarkt drängen. Diese jungen Menschen fordern eine Chance, sie wollen ihre Kompetenzen und ihr Wissen unter Beweis stellen. Wer die Rahmenbedingungen so gewollt hat, trägt gegenüber den FH-Bachelors eine grosse Verantwortung. < Stichwort: Berufsqualifizierung Die Väter der Bologna-Reform wollten es so: Der Bachelor-Abschluss soll unabhängig vom Hochschultyp ein echter Studienabschluss darstellen. Und damit auch Relevanz für den Arbeitsmarkt erhalten. Bereits in der Sorbonne-Erklärung von 1998 der Vorläuferin der Bologna-Deklaration hoben die Bildungsminister von Italien, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien diesen Punkt hervor. Darin steht, dass ein Rahmen für die europäische Hochschulbildung gefunden werden soll, der «die gegenseitige Anerkennung, die Mobilität der Studierenden und die Arbeitsmarktfähigkeit unterstützt». Ein Jahr später wird dieser Punkt von der Bologna-Erklärung mit einer etwas gestellten Formulierung wiedergegeben. Der Bachelor-Abschluss attestiere «eine für den europäischen Arbeitsmarkt relevante Qualifikationsebene». Bei den Fachhochschulen in den grossen Studienrichtungen Technik und Wirschaft ist die Berufsqualifizierung des Bachelor-Abschlusses eingelöst. Auf Ebene der universitären Hochschulen stösst dieser Anspruch verständlicherweise auf weit mehr Widerstand. Die ETH beispielsweise richtet ihre Bachelor-Studiengänge schwerpunktmässig auf das Ziel der akademischen Mobilität aus. Auch bei den Universitäten stösst die Umsetzung der Berufsqualifizierung auf Hindernisse viele ihrer Bachelor-Abgänger richten ihren Blick klar auf das Ziel Master-Stufe aus. Gemäss Bundesamt für Statistik würden über 85 Prozent der Uni-Bachelors ihr Studium auf Master-Stufe fortsetzen. Wer gleichwohl der universitären Hochschule den Rücken kehrt, versucht mit einem Praktikum, den Einstieg in die Arbeitswelt zu schaffen. (CM) 10

11 Gleich, ähnlich, verschieden? Zwischen Diplomstudien gang und Bachelor-Studiengang gibts Gemeinsames und Unterschiedliches. Sebastian Wörwag, Rektor der FHS St. Gallen, gibt im Folgenden Auskunft. Text: Pascal Tschamper, Claudio Moro Herr Wörwag, sind die FH-Bachelors vorbereitet auf die Praxis? Unsere Bachelor-Studierenden haben enge Kontakte zur Praxis. Die Gesundheit absolviert einen wichtigen Teil der Ausbildung in der Praxis, die Soziale Arbeit führt zwei grosse Praktika durch. Künftige Arbeitgeber erleben die angehenden Bachelors und ihre Fähigkeiten bereits während des Studiums. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Das heisst konkret? Bachelors sind berufsbefähigt und auf die Praxis vorbereitet. Wir haben übrigens 2005 als zweite Schweizer Fachhochschule für unseren «Bachelor of Science in Business Administration» die FIBAA-Akkreditierung erhalten. Die Gutachter haben unserem Konzept punkto Arbeitsmarktbefähigung sogar ein «excellent» erteilt. Was unterscheidet eine Bachelor-Absolventin von ihrer Kollegin mit FH-Diplom? Die Bachelors sind bezüglich fachlicher Berufsqualifikation absolut gleichwertig zu den ehemaligen FH-Diplomierten. Die berufsrelevanten Lernziele sind nur in ein neues Studienmodell verpackt. Weniger Kontaktstunden, dafür mehr angeleitetes Selbststudium. Die Studierenden müssen selbstständiger sein. Die gewonnenen Freiheiten kommen den guten Studierenden entgegen. Sie entwickeln vermehrt personale Kompetenzen. Schwächere und unselbstständigere Studierende bekunden mehr Mühe. Reiner Wissenskonsum im Lehrer-Schüler-Verhältnis belohnt das Bologna-Modell nicht mehr. Gibts auch Nachteile? Die stärkere Berufsorientierung hat ihren Preis. Allgemein bildende Fächer haben etwas eingebüsst. Gefässe wie Sprachfächer, Geschichte und Kultur sowie interdisziplinäre Veranstaltungen sind für ein Hochschulstudium wichtig, müssen aber heute richtiggehend aus dem Curriculum herausgepresst werden. Und der Gewinn des Bachelor-Studiums? Ein wichtiger Gewinn ist die international verständliche Bezeichnung. Auch wenn der europäische Hochschulraum noch nicht vollumfänglich spürbar ist, vereinfachen die Gliederung in Bachelor und Master sowie die einheitliche Titelbezeichnung das System. Das ist in einer globalisierten Wissensgesellschaft sehr wichtig. Gleichzeitig führt diese Entwicklung national zu einem stärkeren Wettbewerb zwischen den Hochschulen. Künftig unterscheiden sich die Titel nicht mehr. Dafür wird die Bezeichnung der absolvierten Hochschule wichtiger. Das ist gut für die Qualität, bedarf aber noch vermehrt gleicher Spiesse zwischen den Hochschultypen. Die Fachhochschulen brauchen weniger, dafür verlässlichere Rahmenbedingungen.Mehr Autonomie fördert den Qualitätswettbewerb und bringt das Hochschulsystem weiter. Das Bachelor-Studium ist modularisiert. Wo sehen Sie die Vor- und Nachteile? Die Vergabe von ECTS-Punkten vereinfacht den Studierendenaustausch und die Anrechenbarkeit von Studienleistungen. Fraglich bleibt, ob dafür ein solch aufwändiges System nötig war. Der administrative Aufwand für die Abrechnung zwischen angebotenen, eingeschriebenen, absolvierten und bestandenen ECTS-Punkten nimmt unterdessen bizarre Formen an. Bei einigen Studierenden wird das Punktesammeln leider zum verhaltenssteuernden Mechanismus. Welchen Einfluss hat das Schreiben der Diplomarbeit während des Studienabschlusses auf deren Qualität? Jedes Modul kann verschoben und das Studium dadurch gestreckt werden. Es ist also möglich, die Diplomarbeit nach der letzten Kontaktlektion zu schreiben. Dennoch gibt es eine von Politik und Wirtschaft gewünschte Tendenz zur Studienverkürzung. Ein Vollzeitstudium soll in drei Jahren absolviert werden können. Die Diplomarbeit im letzten Semester zu schreiben, birgt jedoch auch Vorteile. Statt einer Arbeit im stillen Kämmerlein entsteht vielmehr eine Arbeit im Austausch mit Gleichgesinnten. Das wirkt sich meist förderlich auf Motivation und Qualität aus. < 11

12 Superlearning Multimedial IAL Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch, Brasilianisch, Thailändisch, Chinesisch, Arabisch, Türkisch, Tschechisch, Russisch... Sprachen lernen effizient flexibel nach Ihren Bedürfnissen Exklusive Leistungen für Mitglieder von FH SCHWEIZ Dialogica Sprachschulen gibt es in Basel, Berlin, Bern, Solothurn, Zug und Zürich sowie als Partnerschule in Lausanne. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen und kostenlosen Beratungstermin. Wir freuen uns auf Sie. Partner von: HES SUP UASFHSCHWEIZ Dachverband Absolventinnen und Absolventen Fachhochschulen INSERAT: Dialogica Medium: FH Schweiz 1/4-Seite hoch 92 x 136 mm August 2008 Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache. Theodor Fontane ARGUS unterstützt Sie bei Ihrer fremdsprachigen Kommunikation. Unser Übersetzungsdienst zeichnet sich durch qualitativ hochstehende, schnelle und zuverlässige Lieferungen aus. Profitieren Sie jetzt von unserem 30%-Kennenlernrabatt* auf Ihren ersten Übersetzungsauftrag. *auf die ersten Wörter ARGUS der Presse AG, Rüdigerstrasse 15, CH-8027 Zürich Tel. +41 (0) , Ü B E R S E T Z U N G E N 12 Inserat_190x136.indd :23:59 Uhr

13 InLine Titel «Wenig flexibel» Benedikt Herzer, 24, hat Chemie an der ZHAW in Winterthur studiert. Wie fühlt man sich so kurz vor Studienende? Es ist ein gutes Gefühl. Die Vorfreude auf das Kommende ist da, und die Pläne werden immer konkreter. Jedoch werden bald auch die Vorzüge des Studentendaseins verloren gehen. Dies dämpft die Euphorie etwas. Was folgt nach dem Abschluss? Zuerst gehts in die Ferien. Ein solcher Wechsel bietet die ideale Gelegenheit dazu. Danach kommt der Eintritt in die Arbeitswelt. Wie gestaltete sich die Jobsuche? In meinem Fall konnte ich durch regelmässigen Kontakt mit meiner Lehrfirma diese Sache bereits früh ansprechen. Glücklicherweise bot man mir eine Stelle nach dem Studium an. Sie gehören zur ersten Generation der FH-Bachelors. Wie reagiert die Wirtschaft auf den neuen Abschluss? Ich kann von keiner speziellen Reaktion beim Vorstellungsgespräch berichten. Darauf wurde überhaupt nicht eingegangen. Was haben Sie am Studium geschätzt? Ich habe es sehr begrüsst, dass ich in einer überschaubaren Klassengrösse studierte. Es bildete sich rasch ein sehr angenehmes soziales Umfeld. Für mich persönlich war es ein neuer Lebensabschnitt. Durch das Wegziehen von zu Hause eröffnete sich mir eine neue Dimension der Freiheit. Was haben Sie nicht geschätzt? Das Studium war mir etwas zu wenig flexibel. Ich hätte mir eine individuellere Fächerzusammenstellung gewünscht. Wurden Sie bei der Jobsuche von der FH unterstützt? Neue spezifische Jobangebote wurden am Anschlagbrett aufgehängt. Bei Fragen und Anliegen hätten uns die jeweiligen Dozenten mit Sicherheit auch unterstützt. (CM) < Zahlen,Ziffern,Daten Studierende Fachhochschulen Im Herbstsemester 2007/08 besuchten rund Studierende eine Schweizer Hochschule. Davon waren rund ein Drittel an einer Fachhochschule beziehungsweise Pädagogischen Hochschule eingeschrieben. Zwei Jahre nach Einführung der Bologna-Reform haben im gleichen Herbstsemester 90 Prozent der Neueingeschriebenen einen Bachelor- Studiengang begonnen. Von den rund Studierenden der zwei oben erwähnten Hochschultypen waren 35 Prozent in einem Diplomstudiengang oder im Weiterbildungsbereich eingeschrieben, 63 Prozent in einem Bachelor-Studiengang, und 2 Prozent besuchten einen der wenigen konsekutiven Master-Studiengänge. 15 Prozent der Studierenden an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen stammten übrigens aus dem Ausland. Der Bund geht davon aus, dass bis ins Jahr 2014 mit einer Anzahl von knapp Studierenden zu rechnen ist. Studienabbrecher Durchhalten ist eine Kernkompetenz, die jedes Studium einfordert. Das deutsche Hochschul-Informations-System (HIS) hat kürzlich ermittelt, wie es in Deutschland um die Quote der Studienabbrecher steht. Dabei schneiden Bachelor-Studierende deutscher Fachhochschulen miserabel ab. Dort brechen sage und schreibe 39 Prozent der Neueingeschriebenen ihr Studium ab. Ihre Kolleginnen und Kollegen an deutschen Universitäten sind da durchhaltewillliger die entsprechende Quote liegt bei 25 Prozent. Über alle Studiengänge an den verschiedenen Hochschultypen betrachtet, brechen in Deutschland 21 Prozent der Studienbeginner ihre Studium wieder ab. In der Schweiz lag die allgemeine Studienabbruchquote im Jahre 2005 bei 31 Prozent. Im Bereich der Fachhochschulen lag diese Zahl bei 25 Prozent. Neuere Zahlen, die gerade die Entwicklung nach der Einführung der Bologna-Reform darstellen, fehlen weitgehend. Die Hochschule Luzern spricht von eine Quote von nur 15 Prozent eine meisterliche Leistung. Bachelor-Diplome Letztes Jahr durften knapp 1900 FH-Studierende ihr Bachelor-Diplom entgegennehmen; in diesem Jahr werden es rund 8000 Studierende sein. (CM) < BSc und BA Neu werden Titel wie Bachelor of Science (BSc) und Bachelor of Arts (BA) die Visitenkarten schmücken. Inhaberinnen und Inhaber eines FH-Diploms dürfen ab 1. Januar 2009 zusätzlich zum FH- auch den Bachelor- Titel führen. Die FH SCHWEIZ empfiehlt ihren Mitgliedern, den FH-Titel auch weiterhin zu führen. Er ist in der Wirtschaft bestens bekannt und etabliert. Im internationalen Kontext empfiehlt es sich, zusätzlich den Bachelor-Titel zu erwähnen. Folgende Zuordnung gilt: Bachelor of Science (BSc) Studienrichtungen: Technik und Informationstechnologie, Angewandte Psychologie, Bau- und Planungswesen, Chemie, Life Science, Land- und Forstwirtschaft, Wirtschaft und Dienstleistungen, Gesundheit, Soziale Arbeit Bachelor of Arts (BA) Studienrichtungen: Angewandte Linguistik, Design, Musik, Theater, andere Künste, Architektur Empfehlung für Visitenkarte: ohne Abkürzung: Wirtschaftsinformatiker FH (Bachelor of Science in Business Information Technology) mit Abkürzung: Betriebsökonomin FH (BSc in Business Administration) Achtung: Die Schreibweise ohne Klammern ist ungeeignet, da der Anschein erweckt wird, man habe zwei Studienabschlüsse vorzuweisen. Bei den Bachelor-Diplomierten wird zusätzlich noch die Hochschule erwähnt. Beispiel: Bachelor of Science ZFH in Telecomunication. < 13

14 InLine Titel Ampel steht auf Grün Die Schweizer Unternehmen sind jetzt gefordert: Sie müssen die FH-Bachelors einstellen. Der Verband der Schweizer Unter nehmen economiesuisse unterstützt das Bologna-Ausbildungsmodell. Rudolf Minsch, Chefökonom von economiesuisse, ist überzeugt, dass die Wirtschaft den Bachelors eine Chance gibt. Text: Rudolf Minsch Economiesuisse begrüsst die Umsetzung der Bologna-Reform und die Einführung der Bachelor- und Master-Diplome von Fachhochschulen. Die Vereinheitlichung der Abschlüsse verbessert die Transparenz der Ausbildungsgänge und trägt der steigenden internationalen Verflechtung Rechnung. Bologna erleichtert Studienaufenthalte im Ausland und verbessert die Vergleichbarkeit der Schweizer Abschlüsse mit denjenigen im Ausland. Dies stärkt insgesamt die berufsorientierte Ausbildung, die für die Schweizer Wirtschaft von eminenter Bedeutung ist. Allerdings müssen die Fachhochschulen alles daransetzen, dass ihre Ausbildungen weiterhin praxisorientiert erfolgen. Ausrichtung auf den Arbeitsmarkt Die Stärken der Fachhochschulen lassen sich durch zwei Indikatoren belegen. Ein erster, objektiver Indikator ist, dass sich die Praxisorientierung der Ausbildung nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Hochschul- Absolventen auszahlt: Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen verdienen ein Jahr nach Abschluss des Studiums etwa sechs Prozent mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen, die ein Universitätsstudium absolviert haben. Diese Zahl verdeutlicht, dass die Wertschätzung der Wirtschaft gegenüber dem dualen Bildungssystem mehr ist als nur leere Worte: Unternehmen zahlen denjenigen Absolventinnen und Absolventen einen besseren Einstiegslohn, von denen sie denken, dass sie bessere Arbeit leisten und dementsprechend von grösserem Nutzen sind. Die Löhne sind daher eine guter Indikator für die Produktivität der Hochschul-Abgehenden und können als Wertschätzung der Bildungsgänge betrachtet werden. Gut vorbereitet kurze Einarbeitung Ein zweiter, subjektiver Indikator für die Vorzüge der Fachhochschulen ist die Einschätzung der Schweizer Unternehmen. Um ein aktuelles Abbild dieser Einschätzung und der Bedürfnisse der Wirtschaft zu erhalten, hat economiesuisse mit Unternehmen aus den wichtigsten Branchen Interviews durchgeführt. Die qualitativen Experteninterviews mit Personal- und Ausbildungsverantwortlichen von Gross-, Mittel- und Kleinunternehmen untermauern die grosse Bedeutung der Fachhochschulen für die Wirtschaft: Man attestiert den Fachhochschulen eine arbeitsmarktgerechte Ausbildung. Besonders betont wird, dass die Möglichkeit einer Hochschulausbildung die Attraktivität der gesamten Berufsbildung erhöht. In Bezug auf die Qualitäten der Absolventinnen und Absolventen werden im Vergleich zu den Universitätsabgängern vor allem die grosse Praxiserfahrung und das Praxiswissen hervorgehoben und als Folge daraus eine grössere Handlungskompetenz und eine bessere Vernetzung mit der Berufswelt. Diese wesentlichen Vorteile der Fachhochschul-Ausbildung entscheiden darüber, ob Frischdiplomierte von Beginn an produktiv eingesetzt werden können und damit weniger Einarbeitungszeit benötigen. Informationsbedarf bei KMU Aufgrund der Änderungen der Ausbildung müssen sich Bachelor-Diplomierte von Fachhochschulen ihren «guten Ruf» in der Wirtschaft erst noch erarbeiten. So hegen einige Hochtechnologie-Firmen Zweifel, ob die Fertigkeiten eines Bachelor-Absolventen den beruflichen Anforderungen genügen. Die meis ten Unternehmen jedoch stehen dem neuen System durchwegs positiv gegenüber. So sind auch die Bologna-Reform und die neuen Titel in den Grossbetrieben durchwegs bekannt. Ganz anders sieht die Situation allerdings bei den KMU aus. Diese wissen noch wenig darüber, was die neuen Bachelor-Abschlüsse an Fachhochschulen bringen werden. Die konsequente Orientierung der Ausbildung auf den Arbeitsmarkt ist ein zentraler Wettbewerbsvorteil der Fachhochschulen. Das Kerngeschäft der FHs muss daher auch in Zukunft die hochqualitative, praxisorientierte Ausbildung sein. Mit einem fokussierten Angebot und mit einem eigenständigen Profil werden die Fachhochschulen weiterhin wichtige Partner für die Schweizer Wirtschaft bleiben. Für die neuen Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen stellt die Wirtschaft die Ampel jedenfalls auf Grün: Die Personalverantwortlichen werden im Herbst die Bachelors einstellen. < 14

15 «Für anspruchsvolle Tätigkeiten» Persönlich engagiert: Franz Mathis, dipl. Ing. HTL STV, Cormondrèche, und PTV-Stiftungsrat. Der Wunsch nach einem starken FH-Bachelor-Abschluss ist gross; auch von Seiten des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT). Die BBT-Direktorin Ursula Renold zeigt sich überzeugt, dass der FH-Bachelor genauso gut ist wie das FH-Diplom. Das Interview. Text und Bild: Claudio Moro Frau Renold, würden Sie eine FH-Bachelor-Absolventin diesen Sommer anstellen? Selbstverständlich. Und wie sähe es bei einem Bewerber mit Bachelor-Abschluss einer universitären Hochschule aus? Ich würde diesen Bewerber bestimmt nicht für dieselbe Stelle einstellen wie die FH-Absolventin. Bei einem Bewerber von der Universität ohne berufliche Erfahrungen würde ich eine Praktikumsstelle vorschlagen. Ein Szenario kann bald Realität werden: Stellensuchende mit gleichem Bachelor- Titel, aber unterschiedlichem Ausbildungshintergrund bewerben sich für die gleiche Stelle. Ist die Schweizer Wirtschaft Ihrer Meinung nach darauf vorbereitet? Ja, das ist sie. Entscheidend ist ja das gesamte Curriculum eines Bewerbers, nicht nur der Studienabschluss. Die HR-Mitarbeitenden Fortsetzung Seite 24 ptv Pensionskasse der Technischen Verbände SIA STV BSA FSAI USIC Persönlich. Engagiert. Natürlich. Telefon

16 Shaping the future today? Yes, your ideas can contribute to conciliate development and respect of the environment at Alstom, 65,000 employees in 70 countries. As a global provider of rail transport, powergeneration and emission reduction technology, project management is at the heart of every contract we sign. Being committed to economic, social, and environmental sustainability takes us one step further. If you have an international outlook, discover more on our website. 12

17 InLine FH Suisse Bienvenue! La FH SCHWEIZ renforce son engagement en Suisse Romande. L association faîtière y sera désormais représentée sous le nom FH SUISSE. Parallèlement, une agence sera ouverte à Delémont. Texte: Claudio Moro Au cours du semestre d hiver 2007/08, étudiants ont été inscrits à la Haute Ecole Spécialisée de Suisse Occidentale (HES-SO). En nombre, il s agit ainsi de la plus importante Haute Ecole Spécialisée de Suisse; par comparaison, étudiants étaient inscrits à la Haute Ecole Spécialisée de Zurich. La Suisse occidentale est une région importante pour le monde des Hautes Ecoles spécialisées. Ceci a également des répercussions sur le champ d activité d une association telle que la FH SCHWEIZ. «Nous voulons renforcer encore davantage notre présence en Suisse romande et jouer un rôle important en tant qu interlocuteur pour les questions relatives aux Hautes Ecoles Spécialisées et à la formation correspondante», explique le directeur de la FH SCHWEIZ Toni Schmid. Ce sera chose faite à partir du 1 er septembre 2008 avec l ouverture à Delémont de l agence Suisse romande. La HES-SO accorde l hospitalité à la FH SUISSE au siège de la Haute Ecole Spécialisée. «Nous pouvons nous installer dans un bureau et ainsi élargir notre collaboration avec la HES-SO», explique Toni Schmid. La nouvelle agence sera dirigée par Marc-André Burdet, 31 ans, économiste d entreprise HES, qui sera chargé de la mise en place sur un poste doté à 50 pour cent. Il sera soutenu dans sa tâche par Anna Belle Baumann qui assurera le secrétariat. «La coopération avec nous à Zurich sera très étroite», ajoute Toni Schmid. «Nos sommes persuadés que nous deviendrons très rapidement un partenaire important pour les questions politiques et économiques relatives aux HES en Suisse romande.» Une bonne entente avec la direction de la HES-SO sera également très utile dans ce contexte. Ces contacts sont entretenus par des rencontres régulières et pourraient être intensifiés dans la perspective de l ouverture de la nouvelle agence. «La HES-SO a reconnu l importance primordiale de la question des étudiants pour son propre développement et nous a apporté un grand soutien», explique Toni Schmid. «Ils profitent de nous, nous profitons d eux. Une situation gagnantgagnant classique.» Trois sociétés existantes Trois sociétés suisses romandes sont actuellement membres de la FH SCHWEIZ. Il s agit de Achimède Romande, MBA Alumni Berne/ Fribourg et RESO (Réseau des diplômés du domaine «Economie et services» de Suisse Occidentale) avec près de 2500 membres individuels. Compte tenu du nombre élevé d étudiants en Suisse romande, il y a visiblement un fort potentiel d augmentation du nombre d adhérents. «Il est clair qu il y a beaucoup à faire. Mais le potentiel est énorme et c est ce que nous avons appris chez la FH SCHWEIZ», déclare Toni Schmid. La pre mière mission prioritaire sera d établir des contacts avec les associations régionales et les différentes écoles de la HES-SO. Parallèlement, il conviendra d étendre le réseau aux décideurs politiques et économiques de Suisse romande. «Le travail de mise en place qui nous attend est important mais nous sommes très motivés et nous pouvons utiliser les larges connaissances et l expérience acquise lors de la mise en place en Suisse alémanique», ajoute Toni Schmid avec beaucoup de conviction. L un des premiers signes tangibles de l importance croissante de la Suisse romande pour la FH SCHWEIZ a été l augmentation du nombre de pages en français dans cette édition d INLINE. A l avenir, le contenu d INLINE sera davantage marqué par d importantes contributions thématiques issues de Suisse occidentale. Le premier WHO S WHO pour la Suisse occidentale est déjà mis en œuvre; au début du semestre en septembre, le premier «agenda Suisse Occidentale» sera publié en coopération avec la HES-SO pour les étudiants. < L équipe de la FH SUISSE Marc-André Burdet (31 ans) est Economiste d entreprise HES. Il est marié et habite à Neuchâtel. Il occupe le poste de Manager Suisse Occidentale et sa mission consiste à gérer les contacts avec les écoles, les associations et les alumnis. En outre, il assiste le directeur et la rédaction de la FH SUISSE dans la perspective de la Suisse Occidentale. Contact: FH SUISSE Secrétariat Suisse Occidentale Rue de la Jeunesse Delémont Anna Belle Baumann (39 ans) est employée de commerce. Elle est mariée et habite à Courroux. Elle est chargée de l administration et est responsable de la permanence Suisse Occidentale. Toute l équipe de la FH SCHWEIZ à Zurich souhaite à Anna et Marc-André un excellent démarrage et de nombreux moments passionnants au sein de la nouvelle agence de Suisse occidentale. 17

18 InLine FH Suisse Bienvenue! Die FH SCHWEIZ verstärkt ihr Engagement in der Romandie. Dort wird der Dachverband künftighin mit dem Namen FH SUISSE auftreten. Gleichzeitig wird in Delémont eine Geschäftsstelle eröffnet. Text: Claudio Moro Im Herbstsemester 2007/08 waren rund Studierende an der Haute Ecole Spécialisée de Suisse Occidentale (HES-SO) eingeschrieben. Damit war sie die zahlenmässig grösste Fachhochschule der Schweiz, die Zürcher Fachhochschule zählte im Vergleich dazu rund Studierende. Die Westschweiz ist mit Blick auf die Fachhochschul-Welt eine wichtige Region. Dies wirkt sich auch auf das Tätigkeitsfeld eines Verbandes wie der FH SCHWEIZ aus. «Wir wollen in der Westschweiz viel stärker auftreten als bisher und eine wichtige Rolle als Ansprechpartnerin in Sachen Fachhochschulen und der entsprechenden Ausbildung sein», erklärt FH SCHWEIZ-Geschäftsführer Toni Schmid. Ab 1. September 2008 wird es so weit sein: In Delémont wird die Romandie-Geschäftsstelle eröffnet. Die HES-SO bietet der FH SCHWEIZ Gastrecht am Hauptsitz der Fachhochschule. «Wir dürfen dort ein Büro beziehen und werden damit unsere Zusammenarbeit mit der HES-SO ausbauen», erläutert Toni Schmid. Die neue Geschäftsstelle wird vom 31-jährigen Marc-André Burdet geleitet, Betriebsökonom FH, der mit einem Anstellungspensum von 50 Prozent die Aufbauarbeit in Angriff nehmen wird. Unterstützt wird er dabei von Anna Belle Baumann, die das Sekretariat führen wird. «Die Zusammenarbeit mit uns in Zürich wird sehr eng sein», meint Toni Schmid. «Wir sind überzeugt, dass wir uns sehr schnell zu einer wichtigen Partnerin in FH-Sachfragen für Politik und Wirtschaft in der Romandie entwickeln werden.» Hilfreich wird in diesem Zusammenhang auch das sehr gute Einvernehmen mit der Direktion der HES-SO sein. Diese Kontakte werden durch regelmässige Treffen gepflegt und konnten im Vorfeld der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle intensiviert werden. «Die HES-SO hat die grosse Bedeutung der Alumni-Frage für die Entwicklung der eigenen Fachhochschule erkannt und uns sehr unterstützt», erklärt Toni Schmid. «Sie profitieren von uns, wir profitieren von ihnen. Eine klassische Win-win-Situation.» Drei bestehende Gesellschaften Zurzeit sind drei regionale Gesellschaften aus der Romandie Mitglied bei der FH SCHWEIZ. Dies sind Achimède Romande, MBA Alumni Berne/Fribourg und RESO (Réseau des diplômés du domaine «Economie et services» de Suisse Occidentale) mit rund 2500 Einzelmitgliedern. Angesichts der Anzahl Studierender in der Romandie ist das Potenzial für eine Steigerung der Mitgliedschaften offensichtlich. «Es ist viel zu tun, das ist klar. Aber das Potenzial ist riesig, und das haben wir von der FH SCHWEIZ erkannt, genauso wie die HES-SO», sagt Toni Schmid. Als erste Aufgabe wird die Kontaktaufnahme mit den regionalen Vereinigungen und den Teilschulen der HES-SO im Vordergrund stehen. Gleichzeitig soll das Netzwerk zu Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft in der Romandie ausgebaut werden. «Vor uns liegt viel Aufbauarbeit, aber wir sind sehr motiviert und können unser breites Erfahrungswissen aus der Aufbauarbeit in der Deutschschweiz einbringen», ist Toni Schmid überzeugt. Als eines der ersten sichtbaren Zeichen für die wachsende Bedeutung der Romandie für die FH SCHWEIZ wurde in dieser Ausgabe des INLINE die Zahl der französischen Seiten erhöht. Damit werden in Zukunft vermehrt wichtige thematische Beiträge aus der Westschweiz den Inhalt von INLINE prägen. Bereits umgesetzt ist das erste WHO 'S WHO für die Suisse occidentale, zu Semesterbeginn im September wird in Zusammenarbeit mit HES-SO die erste «agenda Suisse Occidentale» für die Studierenden der HES-SO erscheinen. < Zwei neue Gesichter Marc-André Burdet ist 31 Jahre jung und hat Betriebsökonomie studiert. Er ist verheiratet und wohnt in Neuchâtel. Er wird als Manager Suisse Occidentale den Kontakt zu den Schulen und ihren Mitgliedgesellschaften sowie Alumni pflegen. Gleichzeitig wird er Toni Schmid und die Redaktion von INLINE mit dem Fokus Suisse Occidentale unterstützen. Kontakt: FH SUISSE Secrétariat Suisse Occidentale Rue de la Jeunesse Delémont Anna Belle Baumann ist 39 Jahre jung und kaufmännische Fachfrau. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Anna wird mit einem 60-Prozent- Pensum das Office der Suisse Occidentale führen. Das FH SCHWEIZ-Team wünscht Anna und Marc-André einen guten Start und viele spannende Momente bei der FH SUISSE. 18

19 BSc et BA À partir d aujourd hui, les titres Bachelor of Science (BSc) et Bachelor of Arts (BA) décoreront les cartes de visite. Les propriétaires d un diplôme HES peuvent aussi conduire à partir du 1 er janvier 2009 en plus le titre Bachelor. La FH SUISSE recommande à ses membres de conduire encore le titre HES. Celui-ci est bien connu et établi. Dans le contexte international, la FH SUISSE recommande de mentionner en plus le titre Bachelor. L attribution suivante est en vigueur: Bachelor of Science (BSc) Filière d études: Technique et technologies d information, psychologie appliquée, construction et planification, chimie, life science, agriculture et économie forestière, économie et services, santé, travail social Bachelors of Arts (BA) Filière d études: Linguistique appliquée, design, musique, arts de la scène et autres arts, architecture < Recommandation pour carte de visite: sans abréviation: Economiste d entreprise HES (Bachelor of Science in Business Administration) avec abréviation: Economiste d entreprise HES (BSc in Business Administration) Attention: l écriture sans parenthèses est inadéquate. On éveille l impression d avoir deux titres différents. Pour les diplômés Bachelor le titre contient en plus la HES qui le délivre. Exemple: Bachelor of Science HES-SO in Business Administration Votre nouvelle assurance auto: de grandes prestations......à petits prix grâce aux tarifs spéciaux réservés aux membres de HES Suisse! Calculez votre prime et demandez une offre sans tarder! Assureur: «Zurich» Compagnie d Assurances 19

20 InLine FH Suisse Rideau levé pour les Bachelors HES Les premiers Bachelors HES terminent leurs études cet été. Une nouvelle génération de diplômées et de diplômés affluent sur le marché de l emploi. Petite introduction. Texte: Claudio Moro Ils sont malins, flexibles, assoiffés de réussite et curieux. Quelque 8000 Bachelors HES quittent cet été la Haute Ecole Spécialisée pour commencer une nouvelle étape de leur vie. Leur formation est une nouveauté. Ils sont les premiers étudiants à avoir fait leurs études selon le système modulaire de la réforme de Bologne. Ce qui suit maintenant, c est la grande épreuve du feu et ce pour tous les intéressés. Les Bachelors HES doivent prouver qu ils savent mettre en pratique ce qu ils ont appris, tout aussi bien que leurs prédécesseurs au bénéfice d un diplôme HES. Et les Hautes Ecoles Spécialisées sont jugées selon la manière dont elles ont su transmettre aux étudiants ce qui est requis par la société et par l économie. Mais l économie est également au banc d essai: a-t-elle été à même de fournir aux HES les informations correctes dans l évaluation des plans d étude des Bachelors? Est-elle prête à présent à accorder aux Bachelors HES la même confiance qu aux diplômés HES de naguère? Démarrer sa carrière avec un bonus «Le diplôme de Bachelor HES est axé sur le rapport avec la pratique toujours exigé par l économie», souligne Rolf Hostettler, président de la FH SCHWEIZ. «Et la qualité de formation des cours Bachelor est comparable à celle des anciens cours de diplôme HES.» Par conséquent, la FH SCHWEIZ est convaincue que les Bachelors HES trouveront leur place dans l économie. La clé de voûte de cette estimation pleine de confiance est d une part l importance des nouveaux diplômes pour le marché de l emploi exigée par la réforme de Bologne. Le diplôme de Bachelor HES qualifie pour la profession les Bachelors HES peuvent endosser sans délai un rôle professionnel spécifique, grâce à l alliance avantageuse de la pratique et de la théorie. Ceci constitue l une des différences fondamentales par rapport à leurs collègues universitaires (voir encadré). D autre part, les Bachelors HES profitent de l excellente réputation des diplômés HES dans les entreprises, respectivement dans toute l économie. «C est un bonus important», affirme Rolf Hostettler. «Celui-ci peut aider au début. Ensuite ils doivent prouver qu ils sont à la hauteur des exigences sévères.» Portes ouvertes pour Bachelors HES Selon l Office fédéral de la statistique, en 2006, 250 étudiants au total diplômés HES ont poursuivi leurs études dans une Haute Ecole universitaire. Ce nombre va désormais augmenter. L automne prochain déjà, les Bachelors HES suivront le niveau Master HES. Le passage à une université ou à l EPF revêtira davantage d importance, grâce à la perméabilité améliorée. Cependant, le niveau Bachelor reste dans les études classiques techniques et économiques l activité principale des HES. A l avenir, pas plus d un tiers environ des Bachelors HES sui vra le niveau Master. Cela signifie que deux tiers des Bachelors HES retourneront à la pratique, où ils assumeront des positions à responsabilités. «C est la raison pour laquelle il est important que le diplôme de Bachelors HES puisse s établir comme diplôme de qualité», souligne Rolf Hostettler. Chaque année, des milliers de Bachelors HES afflueront sur le marché de l emploi. Ces jeunes gens demandent une chance, ils veulent mettre à l épreuve leurs compétences et leurs connaissances. Celui qui a voulu ainsi les conditions cadres porte une grande responsabilité vis-à-vis des Bachelors HES. < Qualification professionnelle Les pères de la réforme de Bologne l ont voulu ainsi: le diplôme de Bachelor doit représenter un véritable diplôme de fin d études, quel que soit le type de Haute Ecole. Et obtenir ainsi de l importance pour le marché de l emploi. Dans la déclaration de Sorbonne en 1998 déjà précurseur de la déclaration de Bologne les Ministres de l Education de l Italie, de l Allemagne, de la France et de Grande-Bretagne ont mis ce point en évidence. Cette déclaration stipule qu il faut trouver un cadre pour la forma tion européenne dans les Hautes Ecoles, qui «soutienne la reconnaissance mutuelle, la mobilité des étudiantes et étudiants et l aptitude au marché de l emploi». Un an plus tard, ce point est reflété par la déclaration de Bologne, avec une formulation un peu arrangée. Le diplôme de Bachelor atteste «un niveau de qualification important pour le marché européen de l emploi». Dans les HES dans les grandes orientations d études techniques et économiques la qualification professionnelle du diplôme de Bachelor est honorée. Au niveau des Hautes Ecoles universitaires, cette exigence se heurte, on le comprend, à beaucoup plus de résistance. L EPF de Zurich par exemple oriente ses cours de Bachelor essentiellement sur l objectif de la mobilité académique. Dans les universités également, la conversion de la qualification profes sionnelle rencontre des obstacles un grand nombre de leurs Bachelors orientent clairement leurs vues sur l objectif du niveau Master. Selon l Office fédéral de la statistique, plus de 85 pour cent des Bachelors universitaires poursuivraient leurs études au niveau Master. Celui qui néanmoins tourne le dos à l université tente d accéder au monde du travail par le biais d un stage. 20

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