Präsentation & Vermittlung digitaler Bestände im physischen Bibliotheksraum

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1 Präsentation & Vermittlung digitaler Bestände im physischen Bibliotheksraum Janin Taubert Berlin, 06. November 2013 Im Rahmen von "ekz on tour"

2 Gliederung Präliminarien Chancen der 'Versinnlichung' virtueller Medien Ausgewählte Beispiele (bibliothekarische Praxis & zukünftige Ideen/Trends) (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Image- oder Marketingorientierte Ansätze Beratungs- und Vermittlungsorientierte Strategien Spielerisch-interaktive Lösungen Fazit

3 Präliminarien Masterarbeit Mai 2012 Explorative Studie (Bandbreite verschiedener Möglichkeiten zur Präsentation und Vermittlung digitaler Medien im physischen Raum & Reflexion damit verbundener Fragen) 15 qualitative (nicht standardisierte, leitfadengestützte) Kurzinterviews mit Bibliotheken zu ihren entwickelten und im Alltag bereits angewendeten Präsentationsformen 5 qualitative (nicht standardisierte, leitfadengestützte) Interviews mit Experten aus verschiedenen Bereichen (Marketing, Innovation, IT, Ausstattung, Fachreferat) zur weitergehenden Reflexion des Themas seitdem: fortlaufende Updates (Neuigkeiten & Tipps aus befragten Bibliotheken u.a., Beobachtung des Buch- und Einzelhandels, diverse Messebesuche, Kontakte zur Wissenschaft/ Universität)

4 Chancen der 'Versinnlichung' virtueller Medien Browsing im digitalen Bestand am physischen Regal ermöglichen / Alternative zur Katalognutzung "Um dieses intelligente, abenteuerliche Herumwandern am Regal weiterhin zu ermöglichen." (Ulrich Johannes Schneider) Image als innovative und moderne Bibliothek Kundengewinnung Marketinginstrument Nutzung des digitalen Bestandes erhöhen Chance zum Einstieg in die Vermittlung von Medienkompetenz für Leser und Mitarbeiter Gerhard Haderer: Der Bücherwurm (2009) Quelle:

5 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Physische Platzhalter & Attrappen (Stellvertreterlösungen) Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Quelle: Download/divibib_Kunden_gewinnen_2012_fuer_Web.pdf Quelle: Zwischenbericht der Onleihe-Marketing-AG des Kreises Mettmann 2010 Acrylaufsteller in der Stadtbibliothek Mettmann

6 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Physische Platzhalter & Attrappen (Stellvertreterlösungen) Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Acrylaufsteller in der Hauptbücherei Wien Quelle: Privat

7 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Physische Platzhalter & Attrappen (Stellvertreterlösungen) Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Pinnwand mit laminierten Coverausdrucken in der Stadtbibliothek Dinslaken Mobile mit laminierten Coverausdrucken in der Stadtbibliothek Gelsenkirchen Quelle: Stadtbibliothek Dinslaken (mit freundlicher Genehmigung) Quelle: Download/divibib_Kunden_gewinnen_2012_fuer_Web.pdf

8 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Physische Platzhalter & Attrappen (Stellvertreterlösungen) Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Platzhalter für E-Audios (Vorderseite) in der Stadtbibliothek Dinslaken u.a. Platzhalter für E-Audios (Rückseite) und für epaper / ejournal Quelle: Download/divibib_Kunden_gewinnen_2012_fuer_Web.pdf Quelle: Stadtbibliothek Dinslaken (mit freundlicher Genehmigung)

9 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Physische Platzhalter & Attrappen (Stellvertreterlösungen) Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Platzhalter für E- Audios an der Regalwand in der Stadtbibliothek Dinslaken Quelle: Stadtbibliothek Dinslaken (mit freundlicher Genehmigung) Acrylaufsteller für eine Bestandsgruppe in der Hauptbücherei Wien Quelle: Privat

10 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Physische Platzhalter & Attrappen (Stellvertreterlösungen) Erfahrungswerte und Kritik Wenig Arbeitsaufwand, geringe Kosten, schnell zu realisierende Lösung Positive Einschätzung der integrierten Präsentationform geringe bzw. falsche Wahrnehmung (v. a. bei physischen Attrappen) / viele Nachfragen --> Zeitproblem Platzproblem Umständlicher, zu langwieriger Weg zum Inhalt --> Zusammenspiel von Visualisierung und Zugriff auf die Inhalte! Anachronistische Form der Präsentation --> langfristig keine überzeugende Lösung

11 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Verknüpfung via QR-Code Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis QR-Codes am Regalboden und am Zeitschriftenfach Quelle: QR-Code auf der Systematiktafel in der Bibliothek der Georg-Simon- Ohm-Hochschule Nürnberg Quelle: Bibliothek der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Augsburg (mit freundlicher Genehmigung)

12 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Verknüpfung via QR-Code Beispiele aus dem Buchhandel & der bibliothekarischen Praxis ebookcard-experiment in der Stadtbibliothek Salzgitter Idee aus dem Buchhandel vom EPIDU-Verlag Quellen: sowie

13 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Verknüpfung via QR-Code Erfahrungswerte und Kritik Wenig Arbeitsaufwand, geringe Kosten, schnell zu realisierende Präsentationsform Schneller und direkter Zugriff auf die Inhalte Beschränkte Nutzergruppe Umgang mit Mobiltelefonen in Bibliotheken Voraussetzung: für die mobile Nutzung optimierte Inhalte; Formate müssen von dem jew. Gerät unterstützt werden

14 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Digital-Signage-Lösungen Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Digitaler Prospektständer in der Bibliothek der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Augsburg Digitaler Bilderrahmen in der Stadtbibliothek Chemnitz Bildschirme in einer Leseecke und an der Ausleihthek e in der Bibliotheek Den Haag Quelle: Stadtbibliothek Chemnitz (mit freundlicher Genehmigung) Quelle: Bibliothek der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Augsburg (mit freundlicher Genehmigung) Quelle: Privat

15 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Digital-Signage-Lösungen Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Literaturschaufenster; Themenraum) Quelle:Privat

16 (Be-)nutzungsorientierte Lösungen Digital-Signage-Lösungen Erfahrungswerte und Kritik Kaum Erfahrungswerte in Bibliotheken Allgemein: langfristig Zeit- und Kostenersparnis Flexibilität der Präsentation (z. B. für temporär befristete oder zielgruppenorientierte Präsentationen geeignet) Zu bedenken: Anschaffungskosten, Größe des Bildschirms Zukunftsweisend und weiterdenkend: Browsing-Funktion ( Fenster in den digitalen Bestand mitten im physischen Raum ), spielerischer Charakter, integrierte Zugriffsmöglichkeiten (Interaktivität, Download und Teilen der Inhalte in sozialen Netzwerken )

17 Image- oder Marketingorientierte Lösungen Leselounges mit mobilen Endgeräten Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis E-Book-Reader-Lounge in der Hauptbücherei Wien Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid= &set=a &type=1&theater Onleihe-Regal in der Mediothek Krefeld Quelle: Privat

18 Image- oder Marketingorientierte Lösungen Leselounges mit mobilen Endgeräten Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Q-thek in der Stadtbibliothek Kamp-Lintfort: Flexible Präsentationsflächen für mobile Endgeräte: Platz für physische und digitale Medien Quelle: ume_2011_04_20.pdf Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Themenraum) Quelle: Privat

19 Image- oder Marketingorientierte Lösungen Leselounges mit mobilen Endgeräten Erfahrungswerte und Kritik Geräte auch für interne Schulungen verwendbar Großer Arbeitsaufwand: Sicherung und Pflege der Geräte, Anschaffungskosten, Internetzugang Sinnlich wahrnehmbarer, visueller Anziehungspunkt im Raum Anlass für das persönliche Gespräch mit dem Nutzer (Beratung, Sprechstunden etc.) Oft verbunden mit beratungs- und vermittlungsorientierten Ansätzen (Sprechstunden, Schulungen, Workshops) => Bibliothek als kompetente & sinnlich wahrnehmbare Anlaufstelle für alle Fragen rund ums digitale Lesen

20 Spielerisch-Interaktive Lösungen Digital-Signage-Lösungen: Kiosk-Systeme Beispiele aus dem Einzelhandel & der bibliothekarischen Praxis Esprit Men Store, Berlin Drogeriemarkt, Berlin Stadtbibliothek Stuttgart Quelle: Privat

21 Spielerisch-Interaktive Lösungen Digital-Signage-Lösungen: Kiosk-Systeme (Multitouch) Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis Stadtbibliothek Kamp-Lintfort: Multitouchpad im Mittelpunkt der Q-thek Quelle: ume_2011_04_20.pdf sowie sowie privat

22 Spielerisch-Interaktive Lösungen Digital-Signage-Lösungen: Gestengesteuerte Präsentationssysteme Beispiele aus der bibliothekarischen Praxis BSB Explorer der Bayerischen Staatsbibliothek: virtuelle 3D-Präsentation von Digitalisaten mittels Kinect-Technologie (aus der Gaming-Branche) Quelle:

23 Spielerisch-Interaktive Lösungen Digital-Signage-Lösungen: Kiosk-Systeme (Multitouch) Trends & Ideen für die Zukunft ekz- Ideenwettbewerbe: Medienträume von Riedel / Ehmsen / Hoffschulte (2011) und Cover-Sushi von Bandholz / Vollmer (2009) Quelle: el/standpraesentation_ideenwettbewerb_2011_berlin.p df el/praesentation_ideenwettbewerb_2_16-9_ pdf adiverse Virtual Footwear Wall be.com/watch?v =NKbsfOAVu3Y Quelle:

24 Spielerisch-Interaktive Lösungen Digital-Signage-Lösungen: Download-Stationen Trends & Ideen für die Zukunft (aus dem Buchhandel) Quelle: ebook-automat der Firma Glory (2011) Virtual Book Shop von Eason in Dublin (2012) Quelle: g Bluetooth Download- Station von Blackbetty in einer Thalia-Filiale (2010) Quelle: buechertankstelle-von-thalia-lesefutter-to-go- PR html

25 Spielerisch-Interaktive Lösungen Ubiquitäres Computing: Smart Technology Trends & Ideen für die Zukunft DOK Delft Library Concept Center: Culture Heritage Browser (Microsoft Surface Table) Blended Library -Projekt an der UB Konstanz und UB Tübingen ( ) Quellen: und

26 Spielerisch-Interaktive Lösungen Ubiquitäres Computing: Augmented Reality Trends & Ideen für die Zukunft Blended Library -Projekt an der UB Konstanz und UB Tübingen ( ) Quelle: _Autorenkopie.pdf Bayerische Staatsbibliothek: App Ludwig II. Auf den Spuren des Märchenkönigs (mehr unter: https://www.youtube.com/watch?v=bzr_ggw5qoc )

27 Fazit Trend zu komplexen Digital-Signage-Lösungen mit Browsing-Funktion und direkten Zugriffsmöglichkeiten auf die Inhalte sowie Verknüpfung von realer und virtueller Welt Interaktivität & Vernetzung Genrespezifische Visualisierungsformen anstatt anachronistischer Maßnahmen Besondere Herausforderung: Abhängigkeit von der Lösung grundlegender technischer, rechtlicher, finanzieller und struktureller Probleme (u. a. Bereitstellung attraktiver, für die mobile Nutzung geeigneter Inhalte sowie entsprechender Präsentationsoberflächen, Formatproblematik, Kopierschutz / DRM, Lizenzen ) Innovative Ideen und Präsentationsformen v.a. dann möglich, wenn man sich von der Fokussierung auf die eigene Community löst und den Blick auf andere Branchen richtet (Buchhandel bzw. Einzelhandel, Ladenbau und Shopdesign, Architektur, Gaming, ITund DS-Industrie u.a.); Messebesuche! Selbst ausprobieren --> Bibliothek als Experimentierstube

28 Zeit für Ihre Fragen & Anregungen! Kontakt:

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