Rundum sorglos: Performance, Sicherheit und Service für Ihre IT Professionelle Lösungen für die hochformante IT

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1 Professionelle Lösungen für die hochformante IT PDV-Systeme I pdv-systeme Sachsen I PDV-Systeme Nord 2011 Virtualisierung aus einer Hand» EMC Avamar: Datendeduplizierung an der Quelle» HP P6000, die nächste EVA-Generation» Expertenpflege für AlphaServer» Service-Management der PDV-Systeme» Microsoft-Lizenzierung bei virtueller Server-Infrastruktur» Performance- Probleme im WAN beseitigt» IT-Inventarisierung mit DeskCenter» Zentrale Sicherheitslösungen für Ihre Systemumgebungen Rundum sorglos: Performance, Sicherheit und Service für Ihre IT 1 it-solutions 2011

2 PDV-Gruppe Standorte der Impressum Hamburg Herausgeber Dörntener Straße 2 A Goslar Internet Text- und Bildredaktion Steve Niewisch Goslar Frankfurt Leipzig Dresden Layout Kathrin Antrak Druck und Versand wds pertermann GmbH Autoren dieser Ausgabe Christian Daniel, Hagen Gerlach, Gerald Gruhl, Uwe Griechen, Steve Niewisch, Hartmut Sachse, Volker Schlenker, Mirko Schmidt, George Schöning, Wolfgang Strobel, Wolfgang Tiegges Titelbild Cybrain - Fotolia.com Rechtliche Hinweise München Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichungen kann trotz sorgsamer Prüfung vom Herausgeber nicht übernommen werden. Warennamen werden ohne Gewährleistung einer freien Verwendung benutzt. Die Reproduktion, Vervielfältigung oder Verbreitung der Inhalte - auch auszugsweise - darf nur mit Genehmigung durch erfolgen. Dörntener Straße 2 A Goslar Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Internet PDV-Systeme Nord GmbH Gutenbergstraße Henstedt-Ulzburg Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Internet pdv-systeme Sachsen GmbH Zur Wetterwarte Dresden Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Internet Geschäftsstelle Süd Felix-Wankel-Straße Dachau Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Internet Geschäftsstelle Rhein-Main Frankfurter Straße Dreieich Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Internet pdv-systeme Sachsen GmbH Geschäftsstelle Leipzig Walter-Köhn-Straße 1c Leipzig Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Internet 2 it-solutions 2011

3 PDV-Gruppe Liebe Leserinnen, liebe Leser, THEMEN DIESER AUSGABE man könnte es auch Des Kaisers neue Kleider nennen: die Marketing-Abteilungen der IT haben einen neuen Begriff für verteilte Rechenleistung gefunden, die Wolke. Oder neudeutsch: Cloud. Wikipedia definiert diese Technologie mit Cloud Computing bzw. Rechnerwolke umschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten oder auch fertige Software) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Neu ist das wirklich nicht. Neu ist nur der Name. Jeder kann sich etwas anderes darunter vorstellen und machen: private Cloud, public Cloud, oder gemischt. Natürlich ermöglichen diese Technologien völlig neue Ansätze in der IT-Branche und werden uns in Zukunft viele Änderungen bringen. Mit der Mobilität der Daten werden auch unsere Arbeitsplätze mobiler, werden Vorgänge beschleunigt. Neue Geräte mit integrierter Rechenleistung und Kommunikationsmöglichkeiten bestimmen heute schon unser Leben. Wir werden neue Probleme bekommen, speziell mit der Datensicherheit. Datenverschlüsselung und elektronische Zertifikate werden wichtiger. Lassen Sie sich nicht verwirren. PDV-Systeme hat langjährige Erfahrungen im Bereich vernetzter Systeme, ausfallsicherer Umgebungen und verteilter Rechnerleistung. Wir haben die Möglichkeit, mit eigenen Testsystemen Ihre Ideen und Konzepte zu prüfen, bevor die Wolke verregnet ist. Aber wie sangen die Rolling Stones schon 1965? Hey, hey, you, you, get off of my cloud... In dem Sinne PDV-Gruppe intern... 4 Kontinuierliches Wachstum, neue Räumlichkeiten: Niederlassung Süd auf Expansionskurs... 5 Virtualisierung aus einer Hand: pdv-sachsen als VMware VIP Professional Partner... 6 Datendeduplizierung an der Quelle: EMC Avamar reduziert das Backup-Datenvolumen... 8 Riverbed-Lösungen: Performance-Probleme im WAN intelligent beseitigt...10 HP P6000, die nächste EVA-Generation Expertenpflege für AlphaServer: PDV-Systeme füllt die Lücke, wenn Ihr Legacy IT-Team geht Mehrwert durch Individualität: Service-Management der PDV-Systeme Korrekte Lizenzierung von Microsoft-Betriebssystemen in virtuellen Umgebungen...14 Eine Frage der Erfahrung: herstellerunabhängige Dienstleistungen der PDV-Systeme...16 IT-Inventarisierung mit DeskCenter in den Schulen des Landkreises Nordsachsen Ihr Dr. Dietmar Kipping Zertifikatsbasierte Sicherheitslösungen: Public-Key-Infrastructure (PKI) mit Windows Server Likewise Software: Zentrale Kontrolle aller Sicherheitsrichtlinien über das Active Directory...19 it-solutions

4 PDV-Gruppe intern Mitarbeiter-Zuwachs In Goslar freuen wir uns insbesondere über die Rückkehr von Silke Eichhorn, zahlreichen Kunden seit Mitte der 90er Jahre als Software-Vertriebsassistentin persönlich bekannt. Nach Beendigung ihrer Elternzeit kehrt sie nun auf ihre alte Position zurück. Weiter unterstützen das Goslarer Team Uwe Dinda bei Vertrieb und Organisation, Alexandra Hughes als Auftragsmanagerin sowie Christian Höfft und Dominic Nolze als Techniker. Mike Schmid und Andreas Brandl verstärken den Vertrieb in der Geschäftsstelle Süd in Dachau. Jana Daniel übernimmt dort außerdem die anfallenden Aufgaben im Sekretariat, Michael Veit unterstützt die Technik. Am neuen Standort bei Frankfurt begrüßen wir Michael Knecht im Vertrieb sowie Bernhard Hofmann und Uwe Zessin für den Service/Support in der Region Rhein-Main. pdv-systeme Sachsen GmbH Die Mitarbeiterzahl der pdv-systeme Sachsen hat sich weiter erhöht. Yvonne Vogler ist neu im Bereich der Buchhaltung tätig. Im Vertrieb unterstützt Christian Mehnert im Außendienst und Michael Hänsel im Innendienst das Dresdner Team. Hartmut Sachse bringt nach Abschluss seines Informatikstudiums als Bachelor of Science sein erworbenes Fachwissen in unterschiedlichsten Projekten - aktuell mit Schwerpunkt WLAN-Infrastrukturen - zur Anwendung. Außerdem verstärken Gregor Friedrich, Kostas Wels, Patrick Hasterok und Sebastian Gückel das Technik-Team. Veranstaltungen 28. Juni 2011 Business Breakfast Lizenzierung in virtuellen Dachau, Systemumgebungen PDV-Systeme Lizenzierung von Microsoft Produkten (Server und Client) sowie Geschäftsstelle Süd Redhat und Novell (Suse) in virtuellen Umgebungen. 1. September 2011 Virtualisierung in der Praxis so geht s! Berlin Seminarreihe von VMware & HP 22. September 2011 IT inform Dresden, Die neusten Trends aus der IT von unterschiedlichen pdv-systeme Sachsen Herstellern vorgestellt. 27. September 2011 Desktop-Virtualisierung in der Praxis München, Seminarreihe von VMware & NetApp NH-Hotel am Flughafen 13. Oktober 2011 Business-Breakfast Leipzig, HP 3 PAR und Converged Infrastructure, nur zwei der Themen Hotel Michaelis unseres Business-Frühstücks. 6. Oktober 2011 Desktop-Virtualisierung in der Praxis Schwerin Seminarreihe von VMware & NetApp 25. Oktober 2011 VMware DDSS Seminar München, Virtualisierung für den Mittelstand Flughafen München Modernisieren von IT-Infrastrukturen Kosten senken Agilität steigern! Seminarreihe von VMware & HP 10. November 2011 VMware DDSS View: Zukunft der Desktop- Dresden, Virtualisierung pdv-systeme Sachsen Seminarreihe von VMware & NetApp 29. November 2011 Business Breakfast Lizenzmanagement Dachau, Welche Software wird tatsächlich wie, wann und von wem ge- PDV-System nutzt? Entdecken Sie Einsparpotentiale durch Vermeidung unnö- Geschäftsstelle Süd tiger Lizenzen. Neuer Standort bei Frankfurt Zum 1. März 2011 nahm die Geschäftsstelle Rhein-Main ihre Arbeit auf. Ansässig in der Frankfurter Straße 141 in Dreieich (nahe Frankfurt) wird die Niederlassung der hauptsächlich in der Rhein-Main-Region und im westlichen Deutschland mit Leistungen und Produkten der PDV-Systeme tätig sein. Der Standort geht aus der zuvor selbstständigen PDV-Systeme AZ1 GmbH hervor. Ausgezeichnete Ausbildung Allein an den Standorten Goslar und München betreut die derzeit 13 Auszubildende. Bei insgesamt etwa 70 Mitarbeitern entspricht das einer Azubi-Quote von knapp 20 Prozent - eine bemerkenswerte Leistung. Das fand auch die Agentur für Arbeit aus Nürnberg und verlieh aus diesem Grunde am 7. Juni 2011 einen Preis für die innovative Ausbildung. Wir bedanken uns für diese Anerkennung und werden den eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen. Förderung junger Künstler Die pdv-systeme Sachsen unterstützt in Kooperation mit dem ESB Mediencollege, dem Bildungszentrum für Kreative, seit August 2010 junge Nachwuchskünstler aus dem Dresdner Raum. In unserer Lounge erhalten junge Künstler dieser Schule die Möglichkeit, ihre Arbeiten regelmäßig zu präsentieren. Geplant sind weitere Ausstellungen mit jungen Künstlern aus unterschiedlichen Genres sowie gemeinsame Workshops mit Künstlern und unseren Mitarbeitern. 4 it-solutions 2011

5 Kontinuierliches Wachstum, neue Räumlichkeiten Niederlassung Süd auf Expansionskurs Seit der Gründung 2001 hat sich die Niederlassung Süd zu einem Leistungsträger innerhalb der entwickelt. Mittlerweile versorgen 16 Mitarbeiter vom Standort in Dachau aus zahlreiche Kunden zwischen Frankfurt und Italien. Mit dem Umzug in neue Räumlichkeiten wurde die Basis für das weitere moderate Wachstum geschaffen. Zwar unterhielt die bereits seit 1998 in Karlsfeld bei München ein kleines Büro mit einer Mitarbeiterin für die Software-Distribution, jedoch beginnt die richtige Geschichte der Niederlassung Süd mit der Gründung im Juni 2001 als Untermieter in einem wohnungsähnlichen Büro in einem Karlsfelder Handwerkerhof. Verlief der Start in Süddeutschland zunächst etwas holpriger als erwartet die ersten Jahre nach dem Jahr-2000-Boom waren von diversen Unwägbarkeiten gezeichnet konnte man dennoch frühzeitig einige Achtungserfolge verzeichnen. Aufgrund der emsigen Arbeit nicht nur der Kollegen der Geschäftsstelle, sondern auch gestützt von der gesamten PDV-Gruppe, entwickelte sich die Niederlassung positiv und konnte am Standort Karlsfeld bald schon in neue, vorzeigbare Mieträume mit deutlich verbessertem Platzangebot umziehen. Im Jahr 2006 wurde es mit der Unterstützung eines bei PDV-Systeme in Goslar ausgebildeten Technikers möglich, neben dem zuvor hauptsächlich vertrieblich orientierten Geschäft auch selbst Projekte beim Kunden zu realisieren, woraufhin mit der Aquirierung von Service- und Wartungsverträgen begonnen wurde. Dank dieser Entwicklung ist es der PDV- Gruppe möglich, den gewohnt kundennahen Service im gleichen Umfang auch im gesamten süddeutschen Raum anzubieten. Von Anfang an hat das Team Süd das Ziel verfolgt, jedes unter Vertrag stehende System gemäß der Vereinbarungen am Standort in Karlsfeld zu bevorraten - ein Service, der weit über das Münchener Umfeld hinaus geschätzt wird. Bedient werden Serviceaufträge vom Frankfurter Raum bis nach Wien in Österreich oder Triest in Italien. Trotz dieser Entfernungen konnten bisher alle vertraglich vereinbarten SLAs eingehalten werden. Heute macht dieses Geschäftsfeld, welches von kleinen mittelständigen Unternehmen bis hin zu Großkonzernen genutzt wird, ca. Die Niederlassung Süd in der Felix-Wankel-Straße 10 in Dachau. 50 Prozent des Umsatzes der Niederlassung Süd aus. Parallel wurde ab 2008 das Dienstleistungsangebot kontinuierlich um individuelle Standardschulungen ergänzt. Abgestimmt auf Umfeld und Abläufe beim Kunden hat das Team zahlreiche praktisch orientierte Schulungen für Administratoren und Techniker entwickelt. Die im Kern einheitlichen Schulungsthemen werden individuell auf das Tages- und Projektgeschäft des Kunden abgestimmt und vermitteln so das Fachwissen mit starken praktischem Bezug. Heute nimmt die Niederlassung mit diesem Schulungskonzept innerhalb der PDV-Gruppe eine Vorreiterrolle ein, wobei sämtliche Trainings natürlich von der gesamten PDV-Gruppe vermittelt und ausgerichtet werden. So wie über die Jahre die Geschäftsfelder wuchsen, stiegen die Anzahl der Mitarbeiter sowie der Platzbedarf des Servicelagers. In Folge dessen bezog das Team im Sommer 2010 die neuen repräsentativen Geschäftsräume in der Felix- Wankel-Straße 10 in einem Dachauer Gewerbegebiet. Auf nun 600 m 2 findet sich der notwendige Platz für das weiterhin geplante Wachstum der Niederlassung. Bereits heute trägt die Niederlassung Süd 25 Prozent zum Umsatz der gesamten bei, und wir sind optimistisch, dass wir auch in den kommenden Jahren ein gesundes Wachstum im Interesse der Kunden und Mitarbeiter erwarten können. An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Kunden und Mitarbeitern sowie der Unterstützung unserer Lieferanten bedanken, denn ohne deren Vertrauen und Unterstützung hätte die Niederlassung Süd nicht den erfolgreichen Weg eingeschlagen, der heute immer noch fortgesetzt wird. Steve Niewisch, Christian Daniel MITARBEITER-ENTWICKLUNG Juli 2001: Start mit 2 Mitarbeitern Mitte 2007: 5 Mitarbeiter Mitte 2009: 10 Mitarbeiter September 2009: erster Auszubildender Mitte 2011: 16 Mitarbeiter Christian Daniel Telefon it-solutions

6 pdv-systeme Sachsen GmbH pdv-sachsen begleitet Sie als VMware VIP Professional Partner durch den Virtualisierungs-Dschungel Virtualisierung aus einer Hand Schon in der über 30 Jahre zurückliegenden Implementierung durch IBM wurde die Virtualisierungstechnik eingesetzt, um die vorhandene Rechenkapazität ihrer Großrechner besser auszunutzen. Mit der Einführung der Virtualisierung für x86-prozessoren Ende der 90er Jahre erlebte die Technik eine Renaissance und hat sich in den vergangenen Jahren zu einer kaum mehr wegzudenkenden Basistechnologie im heutigen Alltag von IT-Abteilungen und Rechenzentren entwickelt. Grundprinzip der heute gebräuchlichen Virtualisierungstechniken ist der Einsatz einer Abstraktionsschicht zwischen den virtuellen Maschinen (VM) und der physischen Server-Hardware, welche den gleichzeitig nebeneinander laufenden Betriebssystemen innerhalb der VMs Teile der Hardware-Ressourcen zur Verfügung stellen. Zur effizienten Unterstützung bestimmter Funktionen wurden hierfür spezielle Befehlssatzerweiterungen in die aktuellen CPU-Generationen integriert. Neben der direkt im Server verbauten Hardware, wie CPUs, RAM lokal verbauten Festplattenspeicher und Netzwerkkarten werden auch andere Ressourcen wie NFS-Shares oder SAN-Speicher zur gemeinsamen Nutzung eingebunden. Zur Verknüpfung der virtuellen Netzwerkwelt mit der physischen Netzwerkinfrastruktur wurden virtuelle Pendante geschaffen, welche die wesentlichen Funktionen aktiver physischer Netzwerkkomponenten in Software nachbilden. Kernkomponenten auf Virtualisierungsebene sind die virtuellen Netzwerkkarten, welche wiederum mit virtuellen Switches verbunden werden, die den Übergang in die physikalische Netzwerkwelt über mindestens eine physikalische Netzwerkkarte herstellen. Nebeneffekte der besseren Ressourcen- Auslastung, durch den Betrieb mehrerer virtueller Server-Systeme auf einer einzelnen x86-serverhardware, sind eine Senkung des Stromverbrauchs und ein geringerer Bedarf an Kühl- und Serverraumkapazitäten. Durch die Einsparung von physikalisch benötigten Servern kann Virtualisierung somit einen wesentlichen Teil zur Green-IT-Strategie der eigenen IT- Abteilung beitragen. Neben diesen ökologischen und kostensenkenden Aspekten ermöglicht Virtualisierungstechnik auch einen vereinfachten und damit beschleunigten Bereitstellungsprozess von neuen Server-Systemen in Form von VMs. Inzwischen ist das Haupteinsatzszenario nicht nur das Test- und Entwicklungsumgebungsumfeld, wo häufig neue Testsysteme benötigt werden. Die Virtualisierungstechnik hat längst Einzug in Bereiche gehalten, innerhalb derer geschäftskritische Anwendungen ablaufen. Die verschiedenen Virtualisierungsplattformen implementieren eine Vielzahl von Funktionen, um die Sicherstellung der Business Continuity zu gewährleisten. Funktionen wie Live Migration welche den Umzug einer VM von einem physischen Server auf einen anderen Server ohne Ausfallzeit ermöglicht, Fail-Over- Mechanismen und echte Hochverfügbarkeitsmechanismen, welche direkt auf Virtualisierungsebene umgesetzt werden, tragen dem dynamischen Ressourcenbedarf Rechnung und steigern die Verfügbarkeit. Desktopvirtualisierung mit VMware View Vom Data Center auf den Desktop Neben dem Einsatz im Data Center hat man erkannt, dass sich die Vorteile von Virtualisierung auch auf Desktopsysteme übertragen lassen. Virtualisierte Desktops werden daher zunehmend auch als Alternative zu herkömmlichen Terminalserver-Diensten entdeckt und eingesetzt. Die Grundfunktionalität ist, wie bei Terminal Servern auch, die Bereitstellung eines personalisierten Desktops mit Anwendungen, die der Benutzer für seine tägliche Arbeit benötigt. Für den Zugriff eignen sich sowohl bereits vorhandene PCs (Fat Clients) als auch stromsparende Alternativen, wie Thin oder Zero Clients. Die eigentliche Rechenleistung wird zentral vom Host bereitgestellt und kann wie bei der Server-Virtualisierung dynamisch angepasst werden. Desktop-Virtualisierung bietet gegenüber Terminalserver-Diensten einen höheren Isolationsgrad der Anwenderumgebung. Jeder Anwender arbeitet, wie am herkömmlichen Arbeitsplatz auch, mit einer eigenen Betriebssystemumgebung, der gemäß Benutzerprofil gezielt Ressourcen zugeteilt sind - entsprechend der Anforderungen beispielsweise für einfache Bürotätigkeiten oder für leistungshung- 6 it-solutions 2011

7 pdv-systeme Sachsen GmbH rige Anwendungen. Durch die Isolation mit einer exklusiven VM je Benutzer wirken sich Abstürze von Programmen oder des Betriebssystems auch nicht mehr auf die auf demselben Server arbeitenden Nutzer aus. Im Unterschied zu herkömmlichen Terminal-Server-Lösungen, deren Remotezugriff immer von einer aktiven Netzwerkverbindung abhängig ist, können bei der Desktop-Virtualisierung beispielsweise Außendienstmitarbeiter sogar mit Offline-Desktops ausgestattet werden, welche die lokalen Änderungen dann nach Rückkehr mit dem Server wieder synchronisieren. Somit sind diese nicht mehr zwingend von externen Remotezugängen wie VPN abhängig. VMware hat mit VMware View seine eigene Produktlinie für die Realisierung einer kompletten Virtual Desktop Infrastructure im Programm. Potenzial ausschöpfen Um das volle Potenzial der Virtualisierungstechnik auszunutzen, bedarf es des zusätzlichen Kompetenzaufbaus seitens des Anwenders. Etwas Hintergrundwissen erleichtert die Auswahl eines den eigenen Anforderungen entsprechenden Virtualisierungsprodukts erheblich. Neben einem grundlegenden Verständnis ist auch eine bessere Zusammenarbeit der bisher oftmals getrennt agierenden IT-Unterabteilungen notwendig. Die Virtualisierung von Servern, Speicher- und Computernetzwerken bedingt eine Überschneidung von Aufgaben- und Verantwortlichkeitsbereichen mehrerer Abteilungen. Hier gilt es, insbesondere durch Ausarbeitung und Einführung geeigneter Richtlinien die Zusammenarbeit zu koordinieren und klare Regelungen zu schaffen, wie die neue Aufgabenverteilung zu realisieren ist. Viele frühere Einführungen von Virtualisierungsprodukten wurden aus mangelndem Wissen ohne Berücksichtigung neuer virtualisierungsspezifischer Anforderungen als nahezu Eins-zu-Eins-Abbildung der vorher rein physikalischen IT- Infrastruktur geplant und eingeführt. Meistens spielten dabei auch Aspekte wie IT-Sicherheit oder Risikomanagement eine eher untergeordnete Rolle. Diese benötigen aber gerade mit dem zunehmenden Einsatz virtualisierter Anwendungen im unternehmenskritischen Umfeld eine größere Beachtung. Compliance und Security VM-Vorlagen können als ein mögliches Hilfsmittel eingesetzt werden, um bestimmte Vorgänge zu vereinheitlichen. Kontinuierlich gepflegte VM-Vorlagen mit vorkonfigurierten Betriebssystemund Softwarebasisinstallationen ermöglichen eine leichtere Umsetzung unternehmensinterner IT-Richtlinien und anderer Compliance-Vorgaben. Durch die Einsparung sich wiederholender Arbeitsschritte kann nebenbei das Risiko von Fehlkonfigurationen gesenkt werden und der Bereitstellungsprozess virtueller Server beschleunigt sich. Auch Empfehlungen international anerkannter Standards wie ITIL (IT Infrastructure Library) oder Schutzmaßnahmen, wie sie die BSI IT-Grundschutzkataloge beschreiben, lassen sich so einfacher und konsequenter umsetzen. Für die verschiedenen Virtualisierungsplattformen sind zahlreiche Zusatzprodukte verfügbar, welche die Administra- toren der virtuellen Infrastruktur bei den verschiedensten Aufgaben unterstützen und zur Automatisierung wiederkehrender Abläufe eingesetzt werden können. Die Produktpalette reicht von Life Cycle Management Tools, Backup Lösungen, über virtuelle Security Appliances bis hin zu speziell auf die Anforderungen von virtualisierten Servern zugeschnittenen Antiviren- und Malware-Lösungen. Das Team von pdv-systeme Sachsen berät Sie gern bei der Auswahl eines Ihren Anforderungen gerecht werdenden Virtualisierungsprodukts. Als VMware VIP Professional Partner verfügen wir über zertifizierte Mitarbeiter, die Sie in allen Phasen von der Produkteinführung bis zur Wartung unterstützen können. Hartmut Sachse, Steve Niewisch Hartmut Sachse pdv-systeme Sachsen GmbH Telefon PRODUKTBEISPIEL VSPHERE 4 Marktführer VMware implementiert mit seiner Virtualisierungssoftware ESX/ESXi als Basiskomponente seiner für Cloud Computing konzipierten Virtualisierungsplattform vsphere 4.x d eine Systemvirtualisierung mittels Virtual Machine Monitor (VMM), oftmals auch als Hypervisor bezeichnet. Der VMM einer ESX realisiert eine vollständige Hardware-Virtualisierung, die jeder virtuellen Maschinen ihre eigene virtuelle Hardware bereitstellt. Im Hintergrund kümmert sich der Hypervisor um die gerechte Verteilung der physisch vorhandenen Ressourcen. Die zentrale Management-Instanz innerhalb der vsphere- Plattform ist der vcenter Server. Dieser ermöglicht es insbesondere, mehrere ESX-Server zu sogenannten Clustern zusammenzufassen, was in diesem Zusammenhang in erster Linie als eine Gruppierung von zusammengehörenden Servern zum Zwecke der Lastverteilung und grundlegender Ausfallsicherheit zu verstehen ist. Mittels des vsphere Client erfolgt der Zugriff auf den vcenter Server und die Konfiguration der gesamten darin abgebildeten virtuellen Infrastruktur. Serverkonsolidierung mit VMware ESX it-solutions

8 Backup und Recovery: EMC Avamar reduziert das Datenvolumen drastisch Datendeduplizierung an der Quelle Bei der Bewältigung täglicher, schneller und vollständiger Backups für VMware-Umgebungen, Remote-Standorte und LAN/ NAS-Server über Netzwerkstrecken mit beschränkter Bandbreite hinweg stoßen viele Backup- und Recovery-Lösungen schnell an ihre Grenzen. EMC Avamar mit integrierter, globaler Datendeduplizierung direkt an der Quelle wurde entwickelt, um eben diese Herausforderungen zu bewältigen. Beim Bundeseisenbahnvermögen (BEV) konnte diese Lösung auf Anhieb überzeugen. Avamar Data Store als Single-Node-Server, beim BEV jeweils in Bonn und Frankfurt implementiert Das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) ist als Sondervermögen der Bundesrepublik Deutschland im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) tätig. Ein Rechenzentrum des Unternehmens befindet sich am Hauptsitz in Bonn, zahlreiche weitere Standorte im Bundesgebiet sind über Netzwerkstrecken verbunden. Die Datensicherung erfolgte auf den File-Servern in Bonn sowie zusätzlich an einzelnen Standorten. Aufgrund der stetig wachsenden Datenmenge auf den Servern in Bonn und die recht hohe Netzwerk-Latenz zwischen den Standorten stieß dieses Backup- Konzept an seine Grenzen, da regelmäßig alles gesichert wurde, was auf den Servern an den einzelnen BEV-Standorten vorhanden war einschließlich doppelt vorhandener Dateien und Subdatei-Datensegmente. Auch verkomplizierte die wachsende Anzahl virtueller Maschinen in den virtuellen Umgebungen dieses Verfahren zusätzlich, da jede virtuelle Maschine einen einzelnen Backup-Job repräsentiert, wobei oftmals gleichzeitige bzw. überlappende Backup-Fenster auftreten und redundante Betriebssystem-, Anwendungs- und Dateidaten einbezogen werden. Diese enorme Menge an Daten verursachte Backup-Zeitfenster von mehreren Stunden, und zusätzlich musste (kostenintensiv) der für die Sicherung notwendige Speicherbedarf bereitgestellt werden. Mit der Lösung EMC Avamar lassen sich die zu transportierenden Datenmengen dank globaler Datendeduplizierung an der Quelle auf ein Minimum begrenzen, so dass die zuverlässige Sicherung über die bestehenden LAN-Verbindungen möglich ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Backup- Methoden beseitigt Avamar redundante Subdatei-Datensegmente an der Quelle (Client), bevor die Daten über das Netzwerk übertragen und auf Festplatte gespeichert werden. Dies führt zu einer Reduzierung der für Backups erforderlichen Netzwerkbandbreite um das bis zu 500- fache. Für das BEV war das bereits auf den ersten Blick ein überzeugendes Argument. Überzeugendes Konzept Der System-Distributor Orchestra Service GmbH, langjähriger Partner der PDV- Systeme, ließ im Rahmen eines Assessments zwei Wochen lang über ein Tool die täglich zu erwartende Datenmenge bei der Deduplizierung errechnen. Durch die Auswertung dieser Daten ließen sich verlässliche Aussagen dazu fällen, welche Bandbreite notwendig ist und wie die Avamar-Systeme ausreichend dimensioniert sein müssten. Das Konzept von Orchestra enthielt darüber hinaus weitere Lösungsvorschläge für alle vom Kunden formulierten Anforderungen und Kriterien. Demnach sollte jeweils ein Avamar Datastore am Standort Bonn und am Standort Frankfurt installiert werden. Alle norddeutschen Außenstellen des BEV sichern ihre Daten auf dem Datastore in Bonn, die süddeutschen Standorte auf dem Datastore in Frankfurt. Diese beiden Datastores replizieren sich täglich gegenseitig, so dass sämtliche Daten redundant vorliegen. Insgesamt berücksichtigt dieses Konzept etwa 100 zu sichernde Client- Systeme. Wie funktioniert die Avamar-Deduplizierung? Die Methode zur Bestimmung der Segmentgröße ist ein entscheidender Faktor für die Eliminierung redundanter Daten auf Subdatei-Ebene. Manche auf dem Markt erhältlichen Lösungen verwenden bei der Datendeduplizierung Fixed-Blockoder Fixed-Length-Segmente. Durch diese Vorgehensweise können selbst kleine Änderungen an einem Datensatz (beispielsweise das Hinzufügen von Daten an den Anfang einer Datei) Änderungen bei allen nachfolgenden Fixed-Length- Segmenten in einem Datensatz nach sich ziehen. Obwohl eigentlich nur ein sehr kleiner Teil der Daten verändert wurde, wird die gesamte Datei als neuer Datensatz angezeigt, der erneut gesichert werden muss. EMC Avamar jedoch löst dieses Problem, indem die Daten mithilfe von Datensegmenten variabler Länge auf logische Grenzpunkte hin untersucht werden. Somit bietet Avamar die effizienteste Datendeduplizierung an der Quelle, die derzeit am Markt erhältlich ist. Avamar dedupliziert die Backup-Daten global über physische und virtuelle Server hinweg. Für virtualisierte Umgebungen stehen flexible Backup-Optionen zur Verfügung, die die neuesten VMware vstorage-apis für die Data Protection nutzen. In jedem Fall werden nur neue, einzigartige Subdateisegmente mit variabler Länge über die virtuelle/physische Infrastruktur 8 it-solutions 2011

9 und MS SQL Server konfiguriert und alle notwendigen Tests gemäß der vereinbarten Kriterien erfolgreich absolviert. Insgesamt benötigte die Realisierung nicht mal eine Arbeitswoche, um fortan für das gesamte Unternehmen das Backup zu bewerkstelligen. Übersichtliche Administrator-Oberfläche für das Backup-Management. hinweg übertragen. Avamar kann auch Daten, die auf virtuellen Laufwerken gespeichert sind (VMDK-Dateien), deduplizieren und damit eine effiziente Replikation für die Disaster-Recovery ermöglichen. Außerdem ermöglicht Avamar sogar eine schnelle Recovery einzelner Dateien oder kompletter VDMK-Images in einem Schritt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen ermöglicht Avamar auch tägliche Komplett-Backups, die sich mit einem Schritt wiederherstellen lassen. So entfallen die umständlichen Schritte bei der Wiederherstellung vollständiger und nachfolgender inkrementeller Backups zum Erreichen des gewünschten Recovery-Punkts. Außerdem werden Backup-Daten zur Erhöhung der Sicherheit während der Übertragung und im Ruhezustand verschlüsselt. Projektrealisierung Während die Installation im BEV-Rechenzentrum in Bonn von Orchestra-Technikern vorgenommen wurde, erfolgte die Implementierung in Frankfurt zeitgleich durch einen Mitarbeiter des BEV unter der Anleitung von Orchestra, wodurch diese Projektphase wesentlich beschleunigt wurde. So konnte binnen drei Tagen sowohl die Hardware-Appliance implementiert als auch die Software konfiguriert werden. Außerdem wurde das erste Backup der File-Server durchgeführt, bereits diverse virtuelle Maschinen mit eingebunden, Online-Module für Exchange Das zentrale webbasierte Management von EMC Avamar mit der Dashboard- Ansicht, die alle Informationen auf einen Blick bietet, macht die Absicherung aller BEV-Standorte von zentraler Stelle aus ganz einfach. So konnte allein durch die Einweisung der BEV-Administratoren schon während der Installationsphase die realisierte Backup-Umgebung unmittelbar nach der Implementierung zur weiteren Betreuung an den Kunden übergeben werden, auch wenn von Orchestra weiterhin Unterstützung per Remote-Zugriff möglich wäre. Seit Anfang März 2011 befindet sich EMC Avamar beim BEV im Betrieb; sowohl während der Installationsphase als auch im Live-Einsatz traten keinerlei Probleme auf. Entsprechend zufrieden äußert sich der Kunde über die Lösung, die alle Probleme der vorherigen Umgebung auf einen Schlag beseitigen konnte. Steve Niewisch EMC Avamar: Merkmale und Vorteile auf einen Blick Ideal für die Absicherung von VMware-Umgebungen, Remote-Standorten und LAN-/NAS-Servern Daten werden an der Quelle (Client) dedupliziert, bevor sie über das Netzwerk übertragen werden Reduziert die für Backups benötigte Netzwerkbandbreite um das bis zu 500-fache Bis zu zehnmal schnellere tägliche Komplett-Backups; Recovery in einem Schritt möglich Bis zu 50-fache Reduzierung des Backup-Speichers insgesamt Sichere (verschlüsselte) Backups und sichere Replikation über LAN-/WAN- Verbindungen Export deduplizierter Backup-Daten auf Band für die langfristige Aufbewahrung möglich Christian Daniel Telefon it-solutions

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