Wie gefährlich sind bakterielle Harnwegsinfekte im Kindesalter?

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Wie gefährlich sind bakterielle Harnwegsinfekte im Kindesalter?"

Transkript

1 Wie gefährlich sind bakterielle Harnwegsinfekte im Kindesalter? Lars Pape, Thurid Ahlenstiel, Kerstin Froede und Jochen H.H. Ehrich Abteilung für Päd. Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen, Medizinische Hochschule Hannover, Direktor Prof. Dr. med. J.H.H. Ehrich Zusammenfassung Harnwegsinfektionen stellen die zweithäufigsten bakteriellen Infektionen im Kindesalter dar. Harnwegsinfektionen sind insbesondere dann problematisch, wenn sie bei Neugeborenen auftreten, mit urologische Fehlbildungen assoziiert sind oder nierentransplantierte Kindern betreffen. Nach diesen Faktoren richten sich auch die weitere Diagnostik und Therapie. Entsprechende Schemata sind dargestellt. Unkomplizierte Harnwegsinfektionen sollten vom niedergelassenen Kinderarzt therapiert werden, während bei Auftreten eines der dargestellten Risikofaktoren die Zusammenarbeit mit einem pädiatrischen Nephrologen gesucht werden sollte. Schlüsselwörter: Harnwegsinfektion, Kinder, Antibiotika, urogenitale Fehlbildung Summary Urinary tract infections are the second most bacterial infections in children. When urinary tract infections are diagnosed in newborns, children with urogenital malformations or children after kidney transplantation the clinical course can be associated with significant renal dysfunction and scarring. In these cases, the diagnostic and therapeutic approaches differ from children with non-complicated urinary tract infection and are described in the article. General paediatricians should take care of children with non-complicated urinary tract infections whereas the presence of risk factors should lead to a referral to a paediatric nephrologist. Key words: Urinary tract infection, children, antibiotics, urogenital malformation 1

2 Einleitung und Terminologie Bakterielle Harnwegsinfekte (HWI) sind die zweithäufigsten bakteriellen Infektionen bei Kindern nach den bakteriellen Infektionen der Atmungsorgane. Mitte der 70er Jahre lag die jährliche Inzidenz der Harnwegsinfekte bei 1,7/1000 Jungen und bei 3,1/1000 Mädchen unter 15 Jahren (1). Ende der 80er Jahre hatten in einer schwedischen Bevölkerungsgruppe 2,5% aller Mädchen und Jungen bis zum 2. Lebensjahr einen bakteriellen Harnwegsinfekt durchgemacht (2). Hellström und Mitarbeiter (3) berichteten, das 7,8% aller Mädchen bis zum 7. Lebensjahr einen bakteriellen Harnwegsinfekt erlebt hatten, davon war bei der Hälfte der Mädchen der Verlauf pyelonephritisch. Die Inzidenz des ersten Harnwegsinfektes ist im ersten Lebensjahr bei beiden Geschlechtern höher als in späteren Altersgruppen und zeigt besonders bei den Jungen einen pyelonephritischen oder septischen Verlauf. Die akute Zystitis ist dagegen besonders bei 2-6jährigen Mädchen häufig. Rezidivierende Verläufe der HWI sind häufig, d. h. treten bei ca. 50% der Mädchen innerhalb von 5 Jahren auf. Rezidive sind bei ca. 15% der Jungen im ersten Lebensjahr anzutreffen, bei älteren Jungen sind die Harnwegsinfekt-Rezidive selten, vorausgesetzt dass keine Harnwegsanomalien oder Blasenentleerungsstörungen vorliegen. In Abhängigkeit vom Alter bei Erstmanifestation sind die Harnwegsinfekte unterschiedlich oft mit anatomischen oder funktionellen Störungen der Harnwege assoziiert. Fünfundzwanzig bis 40 Prozent aller Mädchen mit einem Harnwegsinfekt in den ersten beiden Lebensjahren weisen einen vesiko-ureteralen Reflux auf. Dieser Prozentsatz ist bei Jungen mit ca 24% etwas niedriger als bei Mädchen. Dagegen finden sich Harnwegsobstruktionen bei Jungen mit HWI zu ca. 10% und sind damit häufiger als bei Mädchen mit ca. 2%. Harnwegsinfektionen werden durch spezifische Erreger ausgelöst. Escherichia coli ist der häufigste Keim gefolgt von Klebsiella, Enterococcus und Proteus. Bei der Anwesenheit von Harnwegsanomalien sind zusätzlich Pseudomonas, Staphylococcus aureus oder andere Erreger zu finden. HWI können unterschiedliche Verläufe nehmen, die von isolierter Bakteriurie, asymptomatischer Bakteriurie, Zystitis, Pyelonephritis, nicht spezifizierbarer Lokalisation, bis zu den seltenen Formen Nierenabszess, diffuse beidseitige Pyelonephritis und xanthogranulomatöser Pyelonephritis reichen können. HWI treten in vielen Fällen nicht isoliert auf, sondern stellen in vielen Fällen eine Komplikation bei Dysfunktionen der Harnwege und Anomalien der Harnwege dar (Tab.1). Besondere Risikogruppen für 2

3 bakterielle HWI stellen nierentransplantierte Kinder, Kinder mit Harnwegsableitungen und Blasenkatheter, sowie Kinder mit Blasenbilharziose in den Tropen dar. Da Kinder mit Harnwegsanomalien ebenfalls eine besondere Risikogruppe für die Entwicklung von HWI darstellen, sollten alle Neugeborenen, die in der Pränatal-Diagnostik auffällige Harnwege hatten, einer routinemäßigen Diagnostik unterzogen werden. Diese Diagnostik sollte in der Regel nicht am ersten Lebenstag, sondern am Ende der ersten Lebenswoche erfolgen, wenn das Neugeborene eine ausreichende Trinkmenge erreicht und sein Geburtsgewicht wieder erlangt hat. An erster Stelle der Diagnostik stehen die äußere Inspektion und die Sonographie der Harnwege. Bei Säuglingen und Kindern, die über einen ersten Harnwegsinfekt auffallen, sollte die bildgebende Diagnostik umgehend erfolgen. Neben der Urindiagnostik ist eine sofortige Sonographie sinnvoll. Wenn bei einem fieberhaften HWI eine Blutentnahme zur Kontrolle des C-reaktiven Proteins erfolgt, sollte ebenfalls eine Bestimmung der Serum-Kreatinin-Konzentration erfolgen. Bei Hinweisen auf eine Harntransportstörung ist die Durchführung eines Miktionszysturetrogramms nach Ausheilung des Harnwegsinfektes durchzuführen. Die intravenöse Pyelographie hat an diagnostischer Bedeutung verloren und wird lediglich von Kinderchirurgen und Kinderurologen vor einigen operativen Maßnahmen eingesetzt, wenn die anatomischen Verhältnisse nicht vollständig geklärt sind. Anders als in den angloamerikanischen Ländern und den nordeuropäischen Ländern hat der DMSA-Scan in vielen deutschen Kliniken nicht den hohen Stellenwert erreicht, um Kinder mit pyelonephritischen Narben zu diagnostizieren. Dagegen wird die MAG-3-Syntigraphie bei Kindern mit postrenalen, prävesikalen oder postvesikalen Abflusshindernissen regelmäßig durchgeführt, um die urodynamische Wirksamkeit der vermuteten Stenosen zu evaluieren. Hierbei ist in Einzelfällen die Anlage eines Blasenkatheters sinnvoll und die Applikation eines Furosemidbolus intravenös indiziert. Einen Sonderfall stellt die asymptomatische, rezidivierende Bakteriurie (ABU) dar, die bei fehlender Leukozyturie und systemischer Beteiligung keinen Harnwegsinfekt darstellt und damit auch keiner antibiotischen Therapie zugeführt werden muss. Harnwegsinfektionen und Niereninsuffizienz Die vorliegende Übersicht soll aufzeigen, wie häufig bei HWI Frühkomplikationen und Spätfolgen auftreten und wie Hochrisiko- und Niedrig-Risikopatienten identifiziert werden können. Die mit einer erhöhten Frequenz an rezidivierenden Pyelonephritiden einhergehenden, verschiedenen obstruktiven Uropathien, vesiko-ureteraler Reflux und 3

4 Nierenhypoplasie oder - dysplasie machen ein Drittel aller terminaler Niereninsuffizienzfälle bei unter 15 Jährigen Mädchen und Jungen aus. Bei den unter 2 jährigen Jungen mit terminaler Niereninsuffizienz betrug der Prozentsatz mit Pyelonephritis und Harnwegsanomalie 16% und war höher als bei gleichaltrigen Mädchen mit 9%. Der Anteil niereninsuffizienter Jungen mit Nierendysplasie +/- Pyelonephritis betrug 31% und war damit deutlich höher als bei Mädchen mit 13% (Tab. 2) (4). Bei den 6-15 jährigen Jungen war der Anteil mit Harnwegsanomalien und Pyelonephritis mit 28% gegenüber Mädchen mit 24% nicht wesentlich erhöht. Nierenhypoplasie und Dysplasie +/- Harnwegsinfekten war in dieser Altersgruppe bei Jungen und Mädchen geringer (14% und 11%) als bei den unter 2jährigen. Dagegen konnte das EDTA-Register nahezu keine Patienten identifizieren, die eine isolierte Pyelonephritis ohne Harnwegsanomalien als Ursache der terminalen Niereninsuffizienz aufwiesen. Dieser Befund weist auf die Schlüsselrolle der mit Harnwegsinfektionen verbundenen Nieren- und Harnwegsanomalien auf die Entwicklung eine chronischen Niereninsuffzienz bei Kindern hin. Bei Nierenhypoplasie- oder dysplasie kam es bereits früh zur terminalen Niereninsuffizienz, während bei obstruktiven Nephropathien die Progredienz der Niereninsuffizienz langsamer voranschritt. In welchem Ausmaß auch hier angeborene Nierendysfunktionen, wie z.b. bei der Refluxkrankheit, eine Rolle gespielt haben oder rezidivierende Pyelonephritiden eine Schlüsselrolle für die Niereninsuffizienz spielten, vermögen die statistischen Daten der EDTA nicht zu klären. Ob HWI auch ohne Harnwegsanomalien zu einer Niereninsuffizienz führen könne beantworteten Roberts et al mit einem möglicherweise ja, zumindest bei manchen Patienten (5). Zu beachten ist aber, dass ein pathologischer DMSA Scan noch keine Narbenbildung bedeutet. Von 762 Kindern unter 15 Jahren mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) im italienischen Register hatten 49.2% eine CNI wegen Harnwegsmalformationen mit Begleit-Pyelonephritis (PN), wobei unklar ist, ob die Schrumpfnieren durch die Harnwegsinfektionen bedingt waren oder auf Dysplasien zurückgeführt werden können. Nur 10/375 mit CNI und PN hatten isolierte HWI ohne Harnwegsmalformation. It seems reasonable to state that scars will develop only in a small minority of children with acute pyelonephritis in the absence of VUR or other UT malformations (Rizzoni G, persönliche Mitteilung). Die Narbenbildung bei HWI wurde in zahlreichen Studien untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass durchaus nicht alle sogenannten pyelonephritischen Narben erworben sind, sondern dass viele, später von HWI betroffene Kinder mit Harnwegsanomalien bereits mit dysplastischen Nierenanteilen geboren wurden. Bei keinem der über 500 in der Medizinischen Hochschule transplantierten Kinder waren Harnwegsinfektionen bei normaler Anatomie Ursache für das terminale Nierenversagen. 4

5 Der akut tödliche Verlauf von HWI beschränkt sich auf 1. Neugeborene, 2. nicht diagnostizierte, septische ältere Kinder und 3. solche mit schwerer, anderer Grundkrankheit. Todesursachen sind Sepsis, Nierenversagen und maligne Hypertension. Die Mortalität pro Kinder betrug 1967 in der Prädialyse-Ära noch 0.3 für HWI, 1.8 für angeborene Nierenanomalien mit HWI und 5.5 für Spina bifida mit HWI (6). Heute ist die Mortalität bei HWI extrem niedrig. Hochrisikogruppen für komplizierte HWI Patienten mit einem hohen Risiko an schweren HWI zu erkranken sind 1. Früh- und Neugeborene und junge Säuglinge, 2. Kinder mit anatomischen und funktionellen Harnwegsanomalien und 3. nierentransplantierte Kinder: 1. Ein Prozent aller reifen Neugeborenen (NG), d.h. 1.4% der männlichen NG und 0.5% der weiblichen NG, sowie 2-3% der Frühgeborenen machen einen HWI durch. Der HWI ist bei der Hälfte der NG afebril, obwohl der Verlauf bei ca.1/3 der NG septisch und bei 2/3 pyelonephritisch ist. Die Datenlage klärt nicht, in wie weit begleitende Harnwegsanomalien den Verlauf des ersten HWI erschwerend beeinflussen. Allerdings sind die Rezidive bei Säuglingen mit Harnswegsanomalien häufiger als ohne Anomalien. Die Lehrbücher der Kindernephrologie schreiben den HWI der NG eine hämatogene Entstehung zu. Allerdings ist diese pathogenetische Vorstellung nicht ausreichend belegt. In der Tat fällt bei den HWI der NG auf, dass sie viel stärker als im späteren Leben zu einer systemischen Mitreaktion führen, d.h. sie können zu Meningitis und zur Gelbsucht führen, bzw. fallen durch deren Symptome erstmals auf. Hieraus jedoch den Rückschluss zu ziehen, dass die Besiedlung der Nieren und des Harntraktes bei NG über eine Bakteriämie erfolgt, lässt nicht nur die Frage der initialen Bakterien-Eintrittspforte offen, sondern auch die Frage der Organotropie der vorwiegend gramnegativen Bakterien, d.h. bevorzugten Besiedlung der Harnwege. An der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule werden jährlich mindestens 20 NG mit HWI betreut, die mit Ausnahme der NG mit schweren Harnwegsanomalien nach intravenöser Antibiotikatherapie (Ampicillin + Tobramycin) eine exzellente Prognose haben und keine renalen Spätschäden aufweisen. 2. Kinder mit funktionellen und anatomischen Anomalien der Harnwege weisen immer dann ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von HWI, wenn es zu Stase (d.h. ohne 5

6 Druckerhöhung) oder Obstruktion (d.h. mit Druckerhöhung) des Urinflusses, also zur unvollständigen Entleerung des Harntraktes kommt. Das erhöhte Risiko für die Entwicklung pyelonephritischer Narben besteht immer dann, wenn es zum vesiko-ureteralen Reflux kommt. Nach der konservativen (z.b. Blasentraining) und operativen (Harnröhrenklappen- OP) Beseitigung der funktionellen und anatomischen Gründe für eine gestörte Blasenentleerung sinkt die Häufigkeit der HWI. Nach operativer Beseitigung des vesikoureteralen Reflux sinkt die Häufigkeit der Pyelonephritiden, allerdings muss die Häufigkeit der unkomplizierten Harnswegsinfekte nicht vermindert sein. Für die langfristige Prognose der Nierenfunktion gilt die Regel, dass Kinder mit einseitigen Nierenerkrankungen und HWI eine bessere Aussicht haben als Kindern mit bilateralen Veränderungen. Weiterhin haben Kinder mit früher Diagnosestellung und Therapie der renalen Problematik eine bessere Prognose als Kinder mit später Diagnosestellung und Behandlung. Die wesentlichen therapeutischen Maßnahmen bei Frühdiagnostik liegen nicht nur in der Verhinderung der HWI und der Beseitigung der funktionellen oder anatomischen Störungen, sondern bei bereits eingesetzter Nierendysfunktion in der konsequenten nephroprotektiven Therapie der beiden Progressionsfaktoren arterielle Hypertension und Proteinurie durch ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten. 3. Nierentransplantierte Kinder haben eine erhöhte Rate von HWI nach Transplantation. In der Regel verlaufen die HWI als Pyelonephritis mit erheblichem CrP-Anstieg und nicht selten mit einem Anstieg des Serumkreatinins, der nach erfolgreicher antibiotischer Therapie reversibel ist, häufig bei zu spätem Therapiebeginn aber auch deutlich über der vorherigen Baseline des Patienten stehen bleibt. Manche der Harnleiter weisen nach Transplantation trotz anti-refluxiver Implantation einen vesiko-ureteralen Reflux auf, der die Pyelonephritis begünstigt. Praktische Hinweise zur Prophylaxe und Behandlung Für die Diagnostik eines HWI haben der Teststreifen im Urin, die mikroskopische Kammerzählung und die Urinkultur eine zentrale Bedeutung gewonnen (Tab.3). Abgesehen von Sonderfällen (rez. Harnwegsinfektionen mit mehreren und wechselnden Erregern) sind in der Regel ein Mittelstrahl- bzw. bei Säuglingen ein Beutelurin ausreichend. Eine suprapubische Blasenpunktion zur Uringewinnung wird in unserem Zentrum nur wenige Male/Jahr durchgeführt, für Katheterurine besteht keine Indikation. Am 3. Tag nach Therapiestart sollte ein erneuter Urin-Stix zur Kontrolle des Therapieerfolges durchgeführt 6

7 werden. Bei persistierender Leukozyturie ist in der Regel eine erneute Urinkultur unter antibiotischer Therapie nicht in der Lage den therapieresistenten Keim zu erfassen. Die Indikation zur bildgebenden Diagnostik ist in Tab.4 dargestellt. Folgende diagnostische Maßnahmen haben sich in der Routine nicht bewährt: Nachweis Antikörper-beladener Bakterien zur Höhendifferenzierung des HWI, Blasenauswasch-Test, Zystoskopie, Nachweis antibakterieller Substanzen im Urin, Urinenzymbestimmung. Die Rolle der unterschiedlichen Virulenzmechanismen (Fimbriae, etc.) der Bakterien ist für den klinischen Alltag von geringer Bedeutung, ebenso hat die Kenntnis der Wirtabwehrmechanismen (Anti-Adhärenzmechanismen, etc.) mit Ausnahme der oben geschilderten, mechanischen Risikofaktoren für die Routineversorgung bisher keine wesentliche Bedeutung erlangt. Eine Leukozyturie kann bei fiebernden Kindern im Rahmen nicht-renaler Infektionen auftreten und bleibt dabei in der Regel unter 100 Leukozyten pro Mikroliter. Eine Leukozyturie ohne Bakteriurie kann auf einen viralen HWI oder auf einen Candida-HWI hinweisen. Sterile Leukozyturien werden bei Harnsteinen beobachtet und sollten nicht antibiotisch behandelt werden. Isolierte Hämaturien sind kein Zeichen eines HWI. Der Goldstandard der Therapie des HWI ist die antibiotische Behandlung (Tab. 5)(7). In den meisten fällen ist eine orale antibiotische Behandlung eines Harnwegsinfektes ausreichend (8), die auch deutlich kostengünstiger als eine iv-antibiotische Behandlung ist (Tab. 6 und 7). Die Indikationen für eine iv-antibiotische Therapie sind in Tabelle 5 dargestellt. Die Kosten der oralen Antibiotika liegen nah beieinander, die klassische Therapie mit Cotrimoxazol bleibt aber am kostengünstigsten. Aufgrund der Resistenzlage (9) sowie der Verbesserung der Compliance durch eine einmalige Gabe ist aber die orale Therapie mit einem oralen Cephalosporin der 3. Generation als Therapie der 1. Wahl bei der systemischen Infektion anzusehen. Akupunktur und Homöopathie haben bei der Pyelonephritis-Therapie im Kindesalter keine Indikation. HWI können durch eine Antibiotika-Prophylaxe erfolgreich verhindert werden (Tab.8). Bei der HWI-Prophylaxe hat das Stillen einen sehr positiven Effekt. Blasentraining kann bei Mädchen mit funktionellen Harnentleerungsstörungen sehr effektiv HWI verhindern. Diese Maßnahme ist jedoch zeitaufwendig und wird in der Regel nicht ausreichend finanziert. Die Wirksamkeit von Impfungen gegen HWI ist nicht ausreichend bewiesen. In wie weit die Ansäuerung des Urins bei Kindern langfristig wirksam ist, erscheint ebenfalls nicht ausreichend belegt zu sein. Einige Studien zeigen jedoch einen positiven Einfluss von Prophlaxe mit Cranberry-Saft (amerikanische Preiselbeere) auf die Inzidenz neuer Harnwegsinfekte. 7

8 Zusammenfassend sind die Therapieentscheidungen der HWI wesentlich durch die Art der HWI bestimmt und davon abhängig, ob zusätzlich Harnwegsanomalien und gestörte Nierenfunktionen bestehen, bzw. übergeordnete Erkrankungen vorliegen, die zur Intensivierung bzw. Anpassung der antibiotischen Therapie zwingen. In diesem Zusammenhang lässt sich auch die Frage einfach beantworten, wer Kinder mit HWI betreuen soll: Der Kinderarzt in der Praxis ist für die Versorgung des unkomplizierten HWI- bzw. Niedrig-Risiko-Patienten allein zuständig, dagegen sind Hoch-Risiko-Patienten in Zusammenarbeit mit Kindernephrologen und Kinderchirurgen bzw. urologen zu betreuen. Ebenso wie die Überweisung von umkomplizierten HWI-Patienten an ein kindernephrologisches Zentrum vermieden werden sollte, so wichtig ist aber auch, dass die Risikopatienten frühzeitig den Spezialisten zugewiesen werden. Literatur 1. Dickinson JA. Incidence and outcome of symptomatic urinary tract infection in children. Br Med J 1979; 1(6174): Hanson S, Jodal U. Urinary tract infection. In: Pediatrc Nephrology, 5. Ausgabe. Avner ED, Harmon WE, Niaudet P (Hrsgb.) Lippincott Williams & Wilkins, Philadelphia, S Hellström AL, Hanson E, Hansson S et al. Association between urinary symptoms at 7 years old and previous urinary tact infection. Arch Dis Child 1991; 66: Ehrich JHH, Rizzoni G, Brunner FP et al. Renal replacement therapy for end-stage renal failure before 2 years of age. Nephrol Dial Transplant 1992; 7: Roberts JA. Factors predisposing to urinary tract infections in children. Pediatr Nephrol 1996; 10: Arneil GC. Urinary tract infection in childhood. Postgrad Med J 1971; 47: Suppl.:

9 7. Hoberman A, Wald ER, Hickey RW, Baskin M, Charron M, Majd M, Kearney DH, Reynolds EA, Ruley J, Hanosky JE, Oral versus initial intravenous therapy for urinary tract infections in young febrile children. Pediatrics 1999;104: Jodal U. Treatment trials on children with acute pyelonephritis. Pediatr Nephrol 1994;8: Pape L, Gunzer F, Ziesing S, Pape A, Offner G, Ehrich JHH. Bakterielle Erreger, Resistenzentwicklung und Behandlungsoptionen beim ambulant erworbenen Harnwegsinfekt im Kindesalter. Klin Päd 2004;216: Hoberman A, Charron M, Hickey RW, Baskin M, Kearney DH, Wald ER. Imaging studies after a first febrile urinary tract infection in young children. NEJM 2003; 348: Tab. 1. HWI bei funktionellen Störungen und anatomischen Anomalien der Harnwege 1. HWI bei funktionellen Störungen: - willkürliche Harnretinierer (sekundäre Enuresis), - Verstopfung, - neurogene Blasenentleerungsstörung 2. HWI bei HW-Anomalien: - obstruktive Uropathien (Ureterabgangsstenose, Uretermündungsstenose, Urethralklappe) bei 10% der Jungen (2% Mädchen) mit 1st HWI - vesico-ureteraler Reflux bei 20-40% aller Kinder mit 1st HWI - Megacystis-Megaureter Syndrome (inkl. Prune Belly Syndrom) - Harnsteinen Tab. 2. Häufigkeit verschiedener Ursachen der terminalen Niereninsuffizienz bei 296 Kleinkindern unter 2 Jahren und Kindern zwischen 6 und 15 Jahren. Jungen sind häufiger von Harnwegsanomalien +/- Pyelonephritiden betroffen als Mädchen. 198 Jungen 98 Mädchen 9

10 <2 Jahre 6-15 Jahre <2 Jahre 6-15 Jahre Harnwegsanomalien (vesikoureteraler Reflux, Harnwegsobstruktionen, etc.) 16% 28% 9% 24% +/- Pyelonephritis Nierenhypoplasie oder - dysplasie +/- Pyelonephritis 31% 14% 13% 11% Glomerulonephritiden 14% 23% 16% 29% Sonstige (zystische 39% 35% 62% 36% Nierenerkrankungen, HUS, etc.) Tab. 3. Praktische Hinweise zur Diagnostik von Harnwegsinfekten 1. Was erfragen? - Alter? - Vorerkrankungen? - Miktionsverhalten? Enuresis? - VUR in Familie? - sonographische (auch pränatale) oder radiologische Vorbefunde? - Stuhlanamnese 2. Was untersuchen? - Genitale, Sakralregion - Neurologischer Befund (auch Analreflex) - RR-Messung - Wenn Blutentnahme (Temperatur rectal >38,5 C, NG) dann: CRP, gr. BB, Kreatinin, U-Albumin, U-α 1 -Mikroglobulin, Urin-Kreatinin 3. Wann Urinuntersuchung zur HWI-Diagnostik? 10

11 - Jedes Fieber beim Säugling - Fieber unklarer Genese, altersunabhängig - Enuresis, Pollakisurie, Dysurie - Unklare Abdominalbeschwerden - übel riechender Harn 4. Welchen Urin untersuchen? - Säugling/Kleinkind: Beutelurin (Achtung 10% falsch positiv) - Kind mit Blasenkontrolle: Mittelstrahlurin nach Reinigung des äußeren Genitales mit NaCl 0,9% - Suprapubische Blasenpunktion nur im Ausnahmefall (rez. HWIs mit Mischflora, unklare Anamnese, keine Uringewinnung auf anderem Wege möglich) 5. Wie den Urin untersuchen? - Urinstix wenn keine Leukos, kein Nitrit kein Harnwegsinfekt - negatives Nitrit schließt HWI nicht aus, pos. macht HWI wahrscheinlich - bei positivem Stix mikroskopische Kammerzählung - Kammerzählung positiv: bei Säuglingen: >50 Leukos/µl unabhängig vom Geschlecht - Ab 1. LJ: >10 Leukos/µl beim Jungen, >50 Leukos/µl beim Mädchen - bei positiver Kammerzählung immer Urinkult wenn pos.: Urin in Mikrobiologie Keime im Spontanurin und jeder Keimnachweis im Blasenpunktat beweisen HWI Tab. 4. Wann weitergehende Diagnostik bei Harnwegsinfekten Sonografie der Nieren und Blase: Sofort bei fieberhaftem Harnwegsinfekt Für alle Kinder nach 2. Harnwegsinfekt (10) MCU: Jungen: immer nach 1. Harnwegsinfekt Mädchen: immer nach 3. Harnwegsinfekt Immer, wenn pathologische Nieren- oder Blasensonografie 11

12 MCU in der Regel am Ende des stationären Aufenthaltes bei leukozytenfreiem Urin unter antibiotischem Schutz durchführen. Keine neue Einbestellung. Bei MCU im Intervall: antibiotischer Schutz mit Nitrofurantoin 2 mg/kg (4x, ab Abend vor MCU) Tab. 5. Praktische Hinweise zur Therapie der Harnwegsinfekte Neugeborene Immer i.v.-antibiotische Therapie über 10-14d mit Ampicillin: 100 mg/kg/d in 2 ED Tobramycin (4 mg/kg/d in 2 ED, min.-spiegel!) Kind in gutem AZ, keine Nierenerkrankung; ab 2. LM. bis 2 J. p.o. Cefixim 8 mg/kg/d in 2 ED über 5d 2 Jahre p.o. keine systemische Infektion: Nitrofurantoin 5 mg/kg/d in 3 ED über 5d systemische Infektion: Cefixim 8 mg/kg/d in 2 ED über 5d Kind dehydriert, schlechter AZ, bei Trinkverweigerung/non-compliance i.v.-therapie ab 2. Lebensmonat Ampicillin 100 mg/kg/d in 3 ED + Cefotaxim 100 mg/kg in 3 ED über 7d dann p.o. für insgesamt 14 d Umstellung: Wenn keine Urinkultur vorliegt und kein Ansprechen auf 1. Antibiotikum: von initial Amoxicillin auf Cotrimoxazol Cefixim auf Cotrimoxazol Cotrimoxazol auf Cefixim Nitrofurantoin auf Cefixim 12

13 Beachte: Keine Cephalosporine 1. Generation mehr verwenden, Cotrim initial nur noch 2. Wahl. Bei Pseudomonasnachweis: Kombination aus Tobramycin 5 mg/kg/d und Ceftazidim 150 mg/kg/d Beachte: Bei nierentransplantierten Kindern oder Kreatininerhöhung oder Harnwegsanomalien immer Rücksprache mit dem kindernephrologischen Zentrum vor Therapiebeginn Tab. 6. Vergleich ambulante und stationäre Behandlung von Harnwegsinfektionen Wie hoch waren die Kosten/Erlöse für eine ambulante und stationäre Therapie eines HWI vor der DRG Zeit an der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover? Ambulant stationär 2 Vorstellungen (3d stationär) 53 0 Lab 44 inbegriffen Stat. Unterbringung Pflege 0 inbegriffen Medikamente 30 inbegriffen US 44 inbegriffen MCU DMSA Scans in der Regel nicht durchgeführt Sonstige Total Euro Tab. 7. Kosten verschiedener antibiotischer Regime am Beispiel eines 25kg schweren Kindes (Stand 1/2005) Orale Therapie 13

14 Cefixim (Cefixim-ratiopharm N1): 200 mg in 1 ED für 5d: 21,95 Cotrimoxazol (Cotrim-rationpharm N2): 160 mg in 2 ED für 5d: 11,26 Cefaclor (Cefaclor-ratiopharm N2): 750 mg in 3 ED für 5d: 23,18 Nitrofuantoin (Furadantin N1): 150 mg in 3 ED für 5d: 13,75 Intravenöse Therapie Cefotaxim (Cefotaxim-ratiopharm ) 1500 mg in 3 ED für 5d: 99,67 + Ampicillin (Ampicillin-ratiopharm ) 1500 mg in 3 ED für 5d: 42,24 = 141,91 Tab. 8. Wann antibiotische Prophylaxe? bei Patienten mit VUR ab II oder rez. HWIs (>3) Lebenswoche: 1. Wahl: Cefixim 1-2 mg/kg/d in 1 ED 2. Wahl: TMP mono 0,5-1 mg/kg/d in 1 ED > 6. LW: 1. Wahl: Nitrofurantoin 0,5-1 mg/kg/d in 1 ED 2. Wahl: Cefixim 1-2 mg/kg/d in 1 ED 3. Wahl: Cotrimoxazol 0,5-1 mg/kg/d in 1 ED (nach TMP- Anteil) Dauer: zunächst über 3 Monate, dann je nach Verlauf / auf Antibiogramm achten! Korrespondenzadresse PD. Dr. med. Lars Pape Abtlg. Pädiatrische Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen Zentrum für Kinderheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Str.1 D Hannover Tel.: Fax:

Harnwegsinfektionen im Säuglingsund Kleinkindesalter unter besonderer Berücksichtigung der dilatativen Uropathien (erweiterten Harnwegen)

Harnwegsinfektionen im Säuglingsund Kleinkindesalter unter besonderer Berücksichtigung der dilatativen Uropathien (erweiterten Harnwegen) Harnwegsinfektionen im Säuglingsund Kleinkindesalter unter besonderer Berücksichtigung der dilatativen Uropathien (erweiterten Harnwegen) D. Weitzel, N. Karabul Modellversuch der AOK und des Fördervereins

Mehr

Vesiko-ureteraler Reflux Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung

Vesiko-ureteraler Reflux Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung Vesiko-ureteraler Reflux Möglichkeiten und Grenzen der Früherkennung D.Weitzel, Fachbereich Kinderheilkunde und Jugendmedizin, DKD-Wiesbaden Die Häufigkeit des vesiko-ureteralen Refluxes wird in der Literatur

Mehr

«Schmerzhaftes Wasserlassen» Vom Symptom zur Diagnose. Dr. med. Christine Gutmann Oberärztin FB Infektiologie/Spitalhygiene

«Schmerzhaftes Wasserlassen» Vom Symptom zur Diagnose. Dr. med. Christine Gutmann Oberärztin FB Infektiologie/Spitalhygiene «Schmerzhaftes Wasserlassen» Vom Symptom zur Diagnose Dr. med. Christine Gutmann Oberärztin FB Infektiologie/Spitalhygiene Übersicht Wo schmerzt es und warum? Wie diagnostiziere ich eine Urethritis/ HWI?

Mehr

P10. REPE Harnsystem. Inhalt. Terminologie Leitsymptome. HWI, Zystitis. Glomerulonephritis Pyelonephritis Nephrolithiasis Nephrotisches Syndrom

P10. REPE Harnsystem. Inhalt. Terminologie Leitsymptome. HWI, Zystitis. Glomerulonephritis Pyelonephritis Nephrolithiasis Nephrotisches Syndrom REPE P10 Inhalt Terminologie Leitsymptome HWI, Zystitis Glomerulonephritis Pyelonephritis Nephrolithiasis Nephrotisches Syndrom Niereninsuffizienz akut chronisch BPH Prostatakarzinom Kontrollfragen LAP

Mehr

Seltene Verursacher einer Harnwegsinfektion sind Candida, Mykoplasmen, Ureaplasmen, Chlamydien, Gonokokken, Mycobacterium tuberculosis.

Seltene Verursacher einer Harnwegsinfektion sind Candida, Mykoplasmen, Ureaplasmen, Chlamydien, Gonokokken, Mycobacterium tuberculosis. Harnwegsinfektion 1. Epidemiologie: Die Harnwegsinfektion (HWI) ist die häufigste bakteriell verursachte Entzündung. Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer. Jede zweite Frau erkrankt

Mehr

Harnwegsinfekt im Alter

Harnwegsinfekt im Alter Harnwegsinfekt im Alter Version 1, Mai 2011 Dr. med. Bozana Popovic Sesartic Einleitung Harnwegsinfektionen sind nach der Pneumonie die zweithäufigste Infektion alter Menschen. Das Auftreten von Harnwegsinfektionen

Mehr

Aus der Kinderklinik und Poliklinik der Universität Würzburg Direktor: Prof. Dr. med. Ch. P. Speer

Aus der Kinderklinik und Poliklinik der Universität Würzburg Direktor: Prof. Dr. med. Ch. P. Speer Aus der Kinderklinik und Poliklinik der Universität Würzburg Direktor: Prof. Dr. med. Ch. P. Speer Fieberhafte Harnwegsinfektionen bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren und der Einfluss eines

Mehr

Harnwegsinfekte (Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung)

Harnwegsinfekte (Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung) Elterninformation Harnwegsinfekte (Blasenentzündung, Was ist ein Harnwegsinfekt? Harnwegsinfekte sind eine - im Wesentlichen durch Bakterien verursachte Infektion der Harnwege. Die Harnwege sind Harnröhre,

Mehr

Universitätsklinikum Jena Zentrale Notfallaufnahme

Universitätsklinikum Jena Zentrale Notfallaufnahme Seite 1 von 5 1. Fakten Zu Beginn: Sollte der Patient an die Urologie angebunden werden, bitte vor Antibiotikagabe wegen laufender Studien Kontakt mit der Urologie aufnehmen. Wenn dies medizinisch nicht

Mehr

Pädiatrische Nephrologie 2015. H. Staude

Pädiatrische Nephrologie 2015. H. Staude Pädiatrische Nephrologie 2015 H. Staude Epidemiologie der Nierenerkrankungen 1 % aller Lebendgeborenen zeigen eine Fehlbildung oder leiden an einer hereditären Nephropathie 0,5 % aller Kinder erkranken

Mehr

17.11.2014. Proteinurie - Teststreifen - Harnproteine Normalwerte (normiert auf Harnkreatinin) mg/g Harnkreatinin. Immunglobulin G < 10.

17.11.2014. Proteinurie - Teststreifen - Harnproteine Normalwerte (normiert auf Harnkreatinin) mg/g Harnkreatinin. Immunglobulin G < 10. Abklärung einer Nierenerkrankung Prärenal? Renal? Postrenal? Sediment o.b. nephrotisch glom-prot. >3,5g/d Erythrozyten Proteinstix + Proteinstix - Glomerulär nephritisch glom.prot.

Mehr

GFR / Kreatinin Clearance < 60 ml/min/ 1,73m 2. Δ Serum Kreatinin Anstieg > 50% Niereninsuffizienz ja oder nein? Wie heisst der Referent?

GFR / Kreatinin Clearance < 60 ml/min/ 1,73m 2. Δ Serum Kreatinin Anstieg > 50% Niereninsuffizienz ja oder nein? Wie heisst der Referent? Quelle: youtube.com Wie heisst der Referent? Niereninsuffizienz ja oder nein? GFR / Kreatinin Clearance < 60 ml/min/ 1,73m 2 Soll man die Kreatinin Clearance messen oder berechnen?? Δ Serum Kreatinin Anstieg

Mehr

Harnwegsinfektion und Antibiotikaresistenz. Fall 1. Ein Fall aus der Praxis. Dr. C. Käch und Dr. A. Cusini

Harnwegsinfektion und Antibiotikaresistenz. Fall 1. Ein Fall aus der Praxis. Dr. C. Käch und Dr. A. Cusini Harnwegsinfektion und Antibiotikaresistenz Fall 1 Ein Fall aus der Praxis Dr. C. Käch und Dr. A. Cusini IFIK 6.12.12 52 jährige Frau Persönliche Anamnese: Gastro-ösophagealer Reflux Velounfall 02/2012

Mehr

Das häufige Wasserlassen mit oder ohne Brennen: Harnwegsinfekte in der Praxis. Dr. med. Stefano Bachmann FMH Innere Medizin und Infektiologie Heiden

Das häufige Wasserlassen mit oder ohne Brennen: Harnwegsinfekte in der Praxis. Dr. med. Stefano Bachmann FMH Innere Medizin und Infektiologie Heiden Das häufige Wasserlassen mit oder ohne Brennen: Harnwegsinfekte in der Praxis Dr. med. Stefano Bachmann FMH Innere Medizin und Infektiologie Heiden Definitionen HWI: Typische Symptome + signifikante Keimzahl

Mehr

Kinderurologie Informationen für Eltern und niedergelassene Ärzte

Kinderurologie Informationen für Eltern und niedergelassene Ärzte Kinderurologie Informationen für Eltern und niedergelassene Ärzte Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen Am häufigsten behandeln wir angeborene Fehlbildungen des Harntraktes und Erkrankungen

Mehr

Aktuelle Therapie des Harnwegsinfektes bei der Frau wie hilfreich sind Leitlinien? Prof. Dr.med. Eva-Maria Grischke Univ. Frauenklink Tübingen

Aktuelle Therapie des Harnwegsinfektes bei der Frau wie hilfreich sind Leitlinien? Prof. Dr.med. Eva-Maria Grischke Univ. Frauenklink Tübingen Aktuelle Therapie des Harnwegsinfektes bei der Frau wie hilfreich sind Leitlinien? Prof. Dr.med. Eva-Maria Grischke Univ. Frauenklink Tübingen Leitlinie UFK Neue Behandlung von HWI Neue Leitlinie: S3 Leitlinie

Mehr

Sinnvolle Diagnostik und kalkulierte antibiotische Therapie bei rezidivierenden Atemwegs- und Harnwegsinfekten

Sinnvolle Diagnostik und kalkulierte antibiotische Therapie bei rezidivierenden Atemwegs- und Harnwegsinfekten KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I Sinnvolle Diagnostik und kalkulierte antibiotische Therapie bei rezidivierenden Atemwegs- und Harnwegsinfekten 2011 - Dr. Christine Dierkes Überblick Atemwegsinfektion

Mehr

AkuterHarnwegsinfekt(Erwachsene)

AkuterHarnwegsinfekt(Erwachsene) Guidelines AkuterHarnwegsinfekt(Erwachsene) Erstellt von: Simone Erni, Felix Huber Erstellt/zuletzt revidiert: Oktober 2006 Epidemiologie Im Gegensatz zu Männern sind Frauen doppelt so häufig von HWI betroffen.

Mehr

Lungenentzündung gehören Sie zu einer Risikogruppe?

Lungenentzündung gehören Sie zu einer Risikogruppe? copy 11pt Lungenentzündung gehören Sie zu einer Risikogruppe? Wo viele Menschen zusammenkommen, können sie besonders leicht übertragen werden: Die Erreger der Lungenentzündung. Niesen und Husten, ein Händedruck

Mehr

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit

Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Grundlagen der klinischen Diagnostik bei Infektionsanfälligkeit Johannes Liese Pädiatrische Infektiologie und Immunologie / Universitäts-Kinderklinik Würzburg Kinderklinik und Poliklinik Direktor: Prof.

Mehr

NEU NEU. Das Wirkprinzip:

NEU NEU. Das Wirkprinzip: Das Wirkprinzip: D-Mannose gelangt über den Blutkreislauf unverändert in Blase und Harnwege D-Mannose und Cranberry binden sich gemeinsam an die Fimbrien der entzündungsverursachenden Bakterien (zu 90%

Mehr

Epideminologie akuter & chronischer Harnwegsinfekte Jürgen E. Scherberich

Epideminologie akuter & chronischer Harnwegsinfekte Jürgen E. Scherberich Epideminologie akuter & chronischer Harnwegsinfekte Jürgen E. Scherberich Städt. Klinikum München-Harlaching der LMU und KfN Seybothstr. 81545 München Definitionen? Bakteriurie? Symptomatisch? asymptomatisch?

Mehr

Hämaturie, Proteinurie und Niereninsuffizienz...

Hämaturie, Proteinurie und Niereninsuffizienz... Fallvorstellung Nephrologie Hämaturie, Proteinurie und Niereninsuffizienz... Georg Georges Fall 1 22jähriger BWL-Student Praktikum in Singapur Routineuntersuchung: Mikrohämaturie + Proteinurie Vorstellung

Mehr

Rationale Antibiotikatherapie in der ambulanten Versorgung. Dr. Mathias Flume Geschäftsbereichsleiter Versorgungsqualität Mathias.Flume@kvwl.

Rationale Antibiotikatherapie in der ambulanten Versorgung. Dr. Mathias Flume Geschäftsbereichsleiter Versorgungsqualität Mathias.Flume@kvwl. Rationale Antibiotikatherapie in der ambulanten Versorgung Dr. Mathias Flume Geschäftsbereichsleiter Versorgungsqualität Mathias.Flume@kvwl.de Ärzte sind Menschen, die Arzneien verschreiben, von denen

Mehr

Antibiotikamanagement und Hygiene im ambulanten Bereich. Resistenzentwicklung (1) Resistenzentwicklung (2) 09.05.2011

Antibiotikamanagement und Hygiene im ambulanten Bereich. Resistenzentwicklung (1) Resistenzentwicklung (2) 09.05.2011 Antibiotikamanagement und Hygiene im ambulanten Bereich Einsatz von Makroliden und Makrolidresistenz bei S.pyogenes J.Mattes Frankfurt 27.April 2011 JAC 2000 46 959-964 2 Die Antibiotikaresistenz ist längst

Mehr

Ergebnisse alter Studien nicht auf heutige Situation übertragbar: Bakteriurie-Screening bei Schwangeren:

Ergebnisse alter Studien nicht auf heutige Situation übertragbar: Bakteriurie-Screening bei Schwangeren: Ergebnisse alter Studien nicht auf heutige Situation übertragbar Bakteriurie-Screening bei Schwangeren: Nutzen unklar Köln (23. April 2015) - Über den patientenrelevanten Nutzen oder Schaden eines Screenings

Mehr

HARNWEGS- UND BLASENENTZÜNDUNG

HARNWEGS- UND BLASENENTZÜNDUNG HARNWEGS- UND BLASENENTZÜNDUNG Hilfreiche Informationen zu Ihrer Nierengesundheit Harnwegs- und Blasenentzündung Harnwegsinfekte kommen neben Infekten der Atem wege am häufigsten vor. Dabei können sämtliche

Mehr

Sinnvolle Labordiagnostik ist ärztliches Handeln im Interesse der Patientengrundversorgung.

Sinnvolle Labordiagnostik ist ärztliches Handeln im Interesse der Patientengrundversorgung. Pressemitteilung, 09. November 2015 Sinnvolle Labordiagnostik ist ärztliches Handeln im Interesse der Patientengrundversorgung. Die ärztliche Steuerung der Labormedizin ist entscheidend, um möglichst effektiv

Mehr

Perikarditis - Was sagen die neuen Leitlinien?

Perikarditis - Was sagen die neuen Leitlinien? Perikarditis - Was sagen die neuen Leitlinien? M. Pauschinger Ärztlicher Leiter Universitätsklinik für Innere Medizin 8 Schwerpunkt Kardiologie Paracelsus Medizinische Privatuniversität Nürnberg EHJ 2015,

Mehr

Antibiotika-Empfindlichkeit von HWI-Erregern

Antibiotika-Empfindlichkeit von HWI-Erregern Bad Honnef-Symposium 212, 16./17. April 212 Venerologische und urogenitale Infektionen Antibiotika-Empfindlichkeit von HWI-Erregern Michael Kresken Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.v., Campus

Mehr

Abklärung Niereninsuffizienz

Abklärung Niereninsuffizienz 1. Frage Abklärung Niereninsuffizienz Niereninsuffizienz ja oder nein? Soll man die Kreatinin Clearance messen oder berechnen?? Definition Niereninsuffizienz GFR / Kreatinin Clearance < 60 ml/min/ 1,73m

Mehr

Homöopathie bei rezidivierenden Harnwegsinfekten querschnittgelähmter

Homöopathie bei rezidivierenden Harnwegsinfekten querschnittgelähmter Homöopathie bei rezidivierenden Harnwegsinfekten querschnittgelähmter Personen Dr. med. Jürgen Pannek, Paraplegiker-Zentrum-Nottwil Symptomatische Harnwegsinfekte bei Querschnittgelähmten sind häufig.

Mehr

PHARMAKOKINETIK UND DOSIERUNG VON RESERVEANTIBIOTIKA BEI KINDERN

PHARMAKOKINETIK UND DOSIERUNG VON RESERVEANTIBIOTIKA BEI KINDERN CAMPUS INNENSTADT KINDERKLINIK UND KINDERPOLIKLINIK IM DR. V. HAUNERSCHEN KINDERSPITAL PHARMAKOKINETIK UND DOSIERUNG VON RESERVEANTIBIOTIKA BEI KINDERN Johannes Hübner Abteilung Pädiatrische Infektiologie

Mehr

Die Bewertung von erhöhten Troponin- Werten bei terminaler Niereninsuffizienz

Die Bewertung von erhöhten Troponin- Werten bei terminaler Niereninsuffizienz Die Bewertung von erhöhten Troponin- Werten bei terminaler Niereninsuffizienz Fallvorstellung Station 84 - Nephrologie 18.11.08 Dr. med. Ferruh Artunc 1 Der Fall 61-jährige Dialysepatientin stellt sich

Mehr

Harnwegsinfekt (HWI) und Harnwegsfehlbildungen. Vorbereitungskurs Facharztprüfung, Leoben Case report

Harnwegsinfekt (HWI) und Harnwegsfehlbildungen. Vorbereitungskurs Facharztprüfung, Leoben Case report Harnwegsinfekt (HWI) und Harnwegsfehlbildungen Vorbereitungskurs Facharztprüfung, Leoben 2012 Case report 4 Monate alter Säugling Knabe Fieber 39,4 C seit 2 Tagen Trinkt wenig Sehr weinerlich Erbrechen

Mehr

24-STUNDEN-SAMMELURIN

24-STUNDEN-SAMMELURIN Blutfarbstoffs (Hämoglobin), wird normalerweise nicht mit dem Urin ausgeschieden. Erst bei einer erhöhten Konzentration im Blutserum enthält auch der Urin Bilirubin dies ist der Fall, wenn eine Funktionsstörung

Mehr

21. Jahrestagung des AK Nierentransplantation, Halle 2013. Lithiasis der Transplantatniere: Therapieoptionen und Outcome

21. Jahrestagung des AK Nierentransplantation, Halle 2013. Lithiasis der Transplantatniere: Therapieoptionen und Outcome 21. Jahrestagung des AK Nierentransplantation, Halle 2013 Lithiasis der Transplantatniere: Therapieoptionen und Outcome F. Friedersdorff, A. Magheli,,C. Kempkensteffen, K. Miller, T.F. Fuller Klinik für

Mehr

Probleme mit Blase und Darm bei Spina bifida -Gibt es erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten?-

Probleme mit Blase und Darm bei Spina bifida -Gibt es erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten?- Probleme mit Blase und Darm bei Spina bifida -Gibt es erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten?- I.Kurze, 1.ASBH Kongress Köln, 21./22.3.2014 Zertifizierte Beratungstelle WAS IST DAS PROBLEM? Fehlende

Mehr

Diagnostik- und Therapiestrategien bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen

Diagnostik- und Therapiestrategien bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen Diagnostik- und Therapiestrategien bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen Reinhard Fünfstück, Günter Stein spezifische und unspezifsche Abwehrfaktoren sind in Abbildung 2 zusammengefaßt. Diese Faktoren

Mehr

Zu dieser Folie: Schulungsziel: TN kennen wesentliche diagnostische und therapeutische Maßnahmen bei Harnund Stuhlinkontinenz

Zu dieser Folie: Schulungsziel: TN kennen wesentliche diagnostische und therapeutische Maßnahmen bei Harnund Stuhlinkontinenz Schulungsziel: TN kennen wesentliche diagnostische und therapeutische Maßnahmen bei Harnund Stuhlinkontinenz Zielgruppe: Pflegefachkräfte Zeitrahmen: 90 Minuten Dokumente: Foliensatz 3 Relevante Kapitel:

Mehr

Wanderung in Blase und Niere wenn E. coli auf Abwege gerät. Barbara Bertisch

Wanderung in Blase und Niere wenn E. coli auf Abwege gerät. Barbara Bertisch Wanderung in Blase und Niere wenn E. coli auf Abwege gerät Barbara Bertisch Einteilung Pyelonephritis (unkomplizierte) Zystitis Asymptomatische Bakteriurie www.guidelines.ch Welches Vorgehen ist falsch?

Mehr

Fieber und Bauchschmerzen

Fieber und Bauchschmerzen Fieber und Bauchschmerzen Fabian, 5 ½ Jahre alt PA: bisher gesund, normal geimpft, 2 Wochen breiiger Stuhlgang, auch Diarrhoe, nun 2 Tage kein Stuhl mehr Fieber 39 und linksseitige Oberbauchschmerzen,

Mehr

Der akute Harnwegsinfekt

Der akute Harnwegsinfekt Der akute Harnwegsinfekt ALEXANDER M. HIRSCHL KLINISCHE ABTEILUNG FÜR MIKROBIOLOGIE KLINISCHES INSTITUT FÜR LABORMEDIZIN MEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN Begriffsdefinitionen Unkomplizierter HWI keine relevanten

Mehr

Hepatitis C im Dialog

Hepatitis C im Dialog Hepatitis C im Dialog 100 Fragen - 100 Antworten Herausgegeben von Stefan Zeuzem 2008 AGI-Information Management Consultants May be used for personal purporses only or by libraries associated to dandelon.com

Mehr

GPGE Jahrestagung 2014; Dortmund. IgG4- assoziierte Kolitis im Rahmen einer IgG4-related disease (IgG4-RD)

GPGE Jahrestagung 2014; Dortmund. IgG4- assoziierte Kolitis im Rahmen einer IgG4-related disease (IgG4-RD) GPGE Jahrestagung 2014; Dortmund IgG4- assoziierte Kolitis im Rahmen einer IgG4-related disease (IgG4-RD) E. Bertko 1, M. Borte 1, C. Spranger 1, S. Wygoda 1, T. Wiech 2, TH. Richter 1 1 Kinderklinik,

Mehr

HARNWEGSINFEKTE. Bedeutung. Definitionen. Reto Nüesch Spital Schwyz. Signifikante Bakteriurie. Asymptomatische Bakteriurie

HARNWEGSINFEKTE. Bedeutung. Definitionen. Reto Nüesch Spital Schwyz. Signifikante Bakteriurie. Asymptomatische Bakteriurie HARNWEGSINFEKTE Reto Nüesch Spital Schwyz Bedeutung Eine der häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten 8 Mio. Arztkonsultationen pro Jahr (USA) 100 000 Hospitalisationen pro Jahr 1.6 Milliarden USD

Mehr

Fallvignette Grippe. Andri Rauch Universitätsklinik für Infektiologie Inselspital Bern andri.rauch@insel.ch

Fallvignette Grippe. Andri Rauch Universitätsklinik für Infektiologie Inselspital Bern andri.rauch@insel.ch Fallvignette Grippe 72-jähriger Patient mit schwerer COPD - Status nach mehreren Infektexazerbationen, aktuell stabil - Grippeimpfung nicht durchgeführt wegen langer Hospitalisation nach Unfall - Partnerin

Mehr

Gefahren bei unsterilem Arbeiten. Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli

Gefahren bei unsterilem Arbeiten. Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli Gefahren bei unsterilem Arbeiten Dr. Gerhard Eich Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene Stadtspital Triemli Injektion von Bakterien Pyrogene Reaktion Beispiel: Infusion von bakteriell kontaminierten

Mehr

encathopedia Volume 1 Harnwegsinfektionen Vermeidung einer HWI Was ist eine HWI? Symptome einer HWI

encathopedia Volume 1 Harnwegsinfektionen Vermeidung einer HWI Was ist eine HWI? Symptome einer HWI encathopedia Volume 1 Harnwegsinfektionen Was ist eine HWI? Vermeidung einer HWI Symptome einer HWI Symptome einer HWI Eine Harnwegsinfektion beinhaltet in der Regel eine Veränderung des Ausscheidungsverhaltens.

Mehr

Nephrologische Basisdiagnostik in der Hausarztpraxis. PD Dr. med. Andreas Kistler Leitender Arzt Nephrologie und Dialyse Kantonsspital Frauenfeld

Nephrologische Basisdiagnostik in der Hausarztpraxis. PD Dr. med. Andreas Kistler Leitender Arzt Nephrologie und Dialyse Kantonsspital Frauenfeld Nephrologische Basisdiagnostik in der Hausarztpraxis PD Dr. med. Andreas Kistler Leitender Arzt Nephrologie und Dialyse Kantonsspital Frauenfeld 2 3 Bestimmung / Schätzung der Nierenfunktion 4 Was ist

Mehr

Dialyseeineitung bei GFR < 8 ml/min PRO

Dialyseeineitung bei GFR < 8 ml/min PRO Dialyseeineitung bei GFR < 8 ml/min PRO 02. Dezember 2011 Martin K. Kuhlmann Vivantes Klinikum im Friedrichshain Berlin Anstieg der egfr bei Dialyseeinleitung in den USA Weiner D et al. AJKD 2011-2- 896,546

Mehr

Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie

Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie Prof. Mathias Herrmann Universitätskliniken des Saarlandes Homburg/Saar Mikrobielle

Mehr

In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu Entzündungen im Bereich der ableitenden Harnwege, wie:

In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu Entzündungen im Bereich der ableitenden Harnwege, wie: Infektiologie In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu Entzündungen im Bereich der ableitenden Harnwege, wie: Akute Blasenentzündung (Zystitis) Chronische interstitielle Zystitis Akute Nierenbeckenentzündung

Mehr

ESBL heißt jetzt MRGN Neues über multiresistente gramnegative Erreger. Prof. Dr. C. Wendt

ESBL heißt jetzt MRGN Neues über multiresistente gramnegative Erreger. Prof. Dr. C. Wendt ESBL heißt jetzt MRGN Neues über multiresistente gramnegative Erreger Prof. Dr. C. Wendt Weitere Co-Resistenzen E. coli ESBL+ / Chin-S E. coli ESBL+ / Chin-R Klebsiella spp. ESBL+ / Chin-S Klebsiella spp.

Mehr

Enterovirus/Parechovirus Infektionen. Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg

Enterovirus/Parechovirus Infektionen. Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg Enterovirus/Parechovirus Infektionen Daniela Huzly Institut für Virologie Freiburg Virologie Beide gehören zur Familie der PICORNAVIRIDAE Enteroviren werden traditionell unterteilt in: Poliovirus 1 3 Echoviren

Mehr

Mit Monurelle Cranberry und Monulab haben Sie Ihre Blasenentzündung im Griff!

Mit Monurelle Cranberry und Monulab haben Sie Ihre Blasenentzündung im Griff! Mit Monurelle Cranberry und Monulab haben Sie Ihre Blasenentzündung im Griff! Medizinprodukte Nur 1 Tablette pro Tag Auf Basis von Cranberry (Vaccinium macrocarpon) 2 oder 6 Tests Beugt mit doppelter Schutzfunktion

Mehr

Vesiko-ureteraler Reflux & Harntransportstörungen

Vesiko-ureteraler Reflux & Harntransportstörungen Kinderurologie Vesiko-ureteraler Reflux & Harntransportstörungen Urologische Erkrankungen beim Kind Eine Patienteninformation für Eltern der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.v. lnhalt Vesiko-ureteraler

Mehr

Harnverhalt Diagnostik und initiale Therapie

Harnverhalt Diagnostik und initiale Therapie Harnverhalt Diagnostik und initiale Therapie Harnverhalt Diagnostik und initiale Therapie Prof. A. Bachmann Chefarzt Urologie Peter der Grosse Henri IV.? Definition Unter einem Harnverhalt versteht man

Mehr

Harnwegsinfektionen - und was Frauen zu diesem Thema wissen sollten

Harnwegsinfektionen - und was Frauen zu diesem Thema wissen sollten Pressedokumentation September 2006 Harnwegsinfektionen - und was Frauen zu diesem Thema wissen sollten Laut den Spezialisten Prof. Hans Stalder, Dr. Dana Claudia Vuille und Dr. May Tajeddin von der Genfer

Mehr

Inkontinenz Was muß der Apotheker darüber wissen?

Inkontinenz Was muß der Apotheker darüber wissen? Inkontinenz Was muß der Apotheker darüber wissen? von Priv.-Doz. Dr. med. Ingo Füsgen GOVI Govi-Verlag Einführung 9 Anatomische und physiologische Vorbemerkungen 11 Die Harnblase - Aufbau und Funktion

Mehr

Antibiotikatherapie - Grundlagen

Antibiotikatherapie - Grundlagen KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I Antibiotikatherapie - Grundlagen B. Salzberger Hemmung der Zellwandsynthese: Penicilline, Cephalosporine, Glykopeptid-AB, Fosfomycin Proteinsynthese (Translation)

Mehr

Wo ist das Problem? Dr. med. K.-D. Zastrow. Klinikum Hellersdorf 24. Juni 2009

Wo ist das Problem? Dr. med. K.-D. Zastrow. Klinikum Hellersdorf 24. Juni 2009 Wo ist das Problem? Klinikum Hellersdorf 24. Juni 2009 Dr. med. K.-D. Zastrow Chefarzt des Instituts für f r Hygiene und Umweltmedizin der Vivantes Kliniken Berlin MRSA Epidemiologie der postoperativen

Mehr

Harnwegsinfekte (Kinder)

Harnwegsinfekte (Kinder) GUIDELINE Harnwegsinfekte (Kinder) Inhaltsverzeichnis KURZVERSION... 2 1. Ursachen und Unterschiede zum Erwachsenen... 3 2. Primäre Diagnstik Uringewinnung, Labr und bildgebende Verfahren... 3 2.1. Uringewinnung

Mehr

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=bxujfkehd4k

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=bxujfkehd4k Mein Beckenboden Beckenbodenschwäche & Inkontinenz Ursachen, Diagnostik und Therapien 3D Animation Beckenboden Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=bxujfkehd4k Ursachen Beckenbodenschwäche Geburten Alter

Mehr

Inkontinenz. Was versteht man unter Harninkontinenz? Welche Untersuchungen sind notwendig?

Inkontinenz. Was versteht man unter Harninkontinenz? Welche Untersuchungen sind notwendig? Inkontinenz Was versteht man unter Harninkontinenz? Darunter verstehen wir unwillkürlichen Urinverlust. Je nach Beschwerden unterscheidet man hauptsächlich zwischen Belastungsinkontinenz (Stressharninkontinenz)

Mehr

Hygienemaßnahmen bei 3 und 4 MRGN Erreger in der stationären und ambulanten Versorgung

Hygienemaßnahmen bei 3 und 4 MRGN Erreger in der stationären und ambulanten Versorgung Hygienemaßnahmen bei 3 und 4 MRGN Erreger in der stationären und ambulanten Versorgung Vortrag von Nicole Demuth-Werner HFK in der Kath. Krankenhaus Hagen gem. GmbH 2 3 Was Sie erwartet: Erregervorstellung

Mehr

Harnwegsinfekt Anmerkungen [evidence.de] Evidenzbasierte medizinische Leitlinie

Harnwegsinfekt Anmerkungen [evidence.de] Evidenzbasierte medizinische Leitlinie Seite 1 von 10 Start Leitlinien >» Harnwegsinfekt > Volltext Brennen beim Wasserlassen - Volltext - Ziele und Epidemiologie des Beratungsanlasses Ziel dieser Leitlinie ist es, die qualitativ hochwertige

Mehr

Weitere Vorstellungen erfolgen je nach Befund dann jährlich bis vierteljährlich.

Weitere Vorstellungen erfolgen je nach Befund dann jährlich bis vierteljährlich. Hamburger Therapiestandard Blasenstörung bei MS Version: 12-6-12 Zielsetzung des Standards: Dieses Dokument will Konsensus von Urologen und Neurologen sein, wie idealerweise im Raum Hamburg Blasenstörung

Mehr

für Harnwegsinfektionen

für Harnwegsinfektionen Kapitel 10 Harnwegsinfektionen 10 Infektionen der Harnwege entstehen in der Regel aufsteigend über die Urethra (s. Kap. 11.1: Urethritis ), Blase und Ureter bis in die Niere. Die Erreger stammen meist

Mehr

Langzeitergebnisse bei Patienten mit Spina bifida DR. PAUL VEENBOER, UTRECHT, NIEDERLANDE

Langzeitergebnisse bei Patienten mit Spina bifida DR. PAUL VEENBOER, UTRECHT, NIEDERLANDE Langzeitergebnisse bei Patienten mit Spina bifida DR. PAUL VEENBOER, UTRECHT, NIEDERLANDE er bin ich? Paul Willem Veenboer 2005-2011 Medizinstudium, Universität Utrecht, magna cum laude 2011-2014 PhD Long-term

Mehr

60 Jahre 60 kg (???) 160/96 mmhg Kreatinin 100 µmol/l (45-115) Urin Streifentest: Eiweiss (+) Leukozyten ++

60 Jahre 60 kg (???) 160/96 mmhg Kreatinin 100 µmol/l (45-115) Urin Streifentest: Eiweiss (+) Leukozyten ++ 60 Jahre 60 kg (???) 160/96 mmhg Kreatinin 100 µmol/l (45-115) Urin Streifentest: Eiweiss (+) Leukozyten ++ Kreatinin 100 µmol/l [45-115] Normal! Bestimmung Serum Kreatinin Berechnung Kreatinin Clearance

Mehr

SGMO - Schweizerische Gesellschaft für medizinische Onkologie

SGMO - Schweizerische Gesellschaft für medizinische Onkologie SGMO - Schweizerische Gesellschaft für medizinische Onkologie Seminar: Neue Medikamente neue Nebenwirkungen Kardiovaskuläre Nebenwirkungen Prof. Thomas M. Suter, Leitender Arzt, Universitätsklink für Kardiologie,

Mehr

Vet Med News. Erkrankungen des Harnapparates bei Hund und Katze. Teil 1: Erkrankungen des unteren Harnapparates bei der Katze

Vet Med News. Erkrankungen des Harnapparates bei Hund und Katze. Teil 1: Erkrankungen des unteren Harnapparates bei der Katze Dezember 2005 Vet Med News Die monatliche Fachinformation von Vet Med Labor Erkrankungen des Harnapparates bei Hund und Katze Teil 1: Erkrankungen des unteren Harnapparates bei der Katze Der Harnapparat

Mehr

29/10/2014 Peter Reismann

29/10/2014 Peter Reismann 29/10/2014 Peter Reismann Definition: vermehrte Vorkommen von Erythrozyten in Urin 2-5 Blutkörperchen pro Gesichtsfeld (400fache Vergrösserung), andere: max. 5 Erythrozyten/Mikroliter Markohämaturie vs.

Mehr

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik

Infektionen des Zentralnervensystems: Klinik : Klinik Leitsymptome Meningitis Enzephalitis Abszess Meningismus Kopfschmerzen Fieber Veränderungen der Bewusstseinslage Reizsymptome (Epilepsie) Fokus, periphere neurologische Defizite Hirnlokales Psychosyndrom

Mehr

Schlaganfall. Schlaganfall arterieller ischämischer stroke. Schlaganfall. Schlaganfall. Schlaganfall. Häufigkeit

Schlaganfall. Schlaganfall arterieller ischämischer stroke. Schlaganfall. Schlaganfall. Schlaganfall. Häufigkeit arterieller ischämischer stroke Dr. Ulrike Rossegg Linz, 18.9.2015 Akute fokal-neurologische Zeichen- Stroke bis Gegenteil bewiesen Inzidenz 0,5-2,5(-13)/100000/Jahr, m>w Neugeborene 4,7(-25)/100000/Jahr

Mehr

BLUTHOCHDRUCK UND NIERE

BLUTHOCHDRUCK UND NIERE BLUTHOCHDRUCK UND NIERE Hilfreiche Informationen zu Ihrer Nierengesundheit Bluthochdruck und Niere Die Nieren sind die Organe unseres Körpers, die den Blutdruck regeln. Der Blutdruck ist der Druck, der

Mehr

Leipziger Kontinenzzentrum

Leipziger Kontinenzzentrum Leipziger Kontinenzzentrum Liebe Patientinnen, liebe Patienten und Angehörige, etwa sechs Millionen Menschen leiden in Deutschland an Harninkontinenz nur 15 Prozent von ihnen werden adäquat behandelt.

Mehr

MS- Multiple Sklerose:

MS- Multiple Sklerose: MS- Multiple Sklerose: Die medizinisch bedeutsamste Funktion von Insulin ist die Senkung des Blutzuckerspiegels. ~ 1 ~ Gliederung: MS- Multiple Sklerose: 1. Was ist Multiple Sklerose? 2. Symptome 3. Der

Mehr

Die zuhause erworbene (nicht spitalerworbene) Pneumonie beim alten Menschen

Die zuhause erworbene (nicht spitalerworbene) Pneumonie beim alten Menschen Die zuhause erworbene (nicht spitalerworbene) Pneumonie beim alten Menschen Version 1, Juli 2011 Dr. med. Bernard Kistler Einleitung Die Pneumonie ist ein häufiges Krankheitsbild. In der Schweiz erkranken

Mehr

Prostatakrebszentrum. Die Ärzte und Forscher der Martini-Klinik sind international

Prostatakrebszentrum. Die Ärzte und Forscher der Martini-Klinik sind international Daten & Fakten 2 3 Prostatakrebszentrum Die Ärzte und Forscher der Martini-Klinik sind international sehr gut vernetzt und haben durch die jahrzehntelange konzentrierte Erforschung des Prostatakarzinoms

Mehr

Kompetenzfeld Pneumonie. 30.05.2011 E. Rietschel

Kompetenzfeld Pneumonie. 30.05.2011 E. Rietschel Kompetenzfeld Pneumonie Ernst Unterzeile Rietschel zum Titel 30.05.2011 E. Rietschel Kompetenzfeld Pneumonie 30.05.2011 Ambulant erworbene Pneumonien Spezielle Pädiatrische Aspekte Dr. E. Rietschel, Kinderklinik

Mehr

Verständnis als Voraussetzung von Handeln -

Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Die aktuelle Versorgungssituation der Demenzkranken in Deutschland Prof. Dr. H. Gutzmann Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie 1 Die

Mehr

Harnwegsinfektionen natürlich begegnen mit Preiselbeeren/Cranberry

Harnwegsinfektionen natürlich begegnen mit Preiselbeeren/Cranberry Harnwegsinfektionen natürlich begegnen mit Preiselbeeren/Cranberry Mag.Dr.. Fischer Harald ICA Austria 4/2014 1 Inhalte Enstehung und Häufigkeit H von HWI Standardmaßnahmen nahmen und Behandlung Vorbeugende

Mehr

3.19 Non-Hodgkin-Lymphome

3.19 Non-Hodgkin-Lymphome 140 Ergebnisse zur Non-Hodgkin-Lymphome 3.19 Non-Hodgkin-Lymphome Kernaussagen Inzidenz und Mortalität: Die altersstandardisierten Inzidenzraten von n und in Deutschland sind von 1980 bis zur Mitte der

Mehr

RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik

RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik RSV-Infektion Mögliche pathogenetische Mechanismen und Labordiagnostik Therese Popow-Kraupp Respiratory Syncytial Virus (RSV) Häufigste Ursache von Infektionen der Atemwege bei Kleinkindern In Europa:

Mehr

Die Behandlung (bzw. Nichtbehandlung) von Pneumonien im Agnes Karll Krankenhaus Laatzen.

Die Behandlung (bzw. Nichtbehandlung) von Pneumonien im Agnes Karll Krankenhaus Laatzen. Mehr darüber auf www.krankenhaushasser.de Die Behandlung (bzw. Nichtbehandlung) von Pneumonien im Agnes Karll Krankenhaus Laatzen. Diese Behandlung war lt. dem Gutachten von Prof. Dr. Klinschar von der

Mehr

NAME: Bitte markieren Sie den Buchstaben der richtigen Lösung! Lernerfolgskontrolle Curriculum Urologicum. Aktuelle Aspekte der Urolithiasis

NAME: Bitte markieren Sie den Buchstaben der richtigen Lösung! Lernerfolgskontrolle Curriculum Urologicum. Aktuelle Aspekte der Urolithiasis Lernerfolgskontrolle urriculum Urologicum NM: ktuelle spekte der Urolithiasis itte markieren Sie den uchstaben der richtigen Lösung! 1. Welche ussage zur Pathophysiologie der kindlichen Phimose ist falsch?

Mehr

ACR-Nachlese 2007: ANCA assoziierte Vaskulitiden

ACR-Nachlese 2007: ANCA assoziierte Vaskulitiden Zur Anzeige wird der QuickTime Dekompressor TIFF (Unkomprimiert) benötigt. KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I ASKLEPIOS KLINIKUM BAD ABBACH ACR-Nachlese 2007: ANCA assoziierte Vaskulitiden Dr.

Mehr

Harnwegsinfektionen. USA: 8 Mio. Arztbesuche pro Jahr aufgrund von Harnwegsinfektionen. 1.5 Mio. stationär therapierte HWI s

Harnwegsinfektionen. USA: 8 Mio. Arztbesuche pro Jahr aufgrund von Harnwegsinfektionen. 1.5 Mio. stationär therapierte HWI s Harnwegsinfektionen USA: 8 Mio. Arztbesuche pro Jahr aufgrund von Harnwegsinfektionen (HWI) 1.5 Mio. stationär therapierte HWI s Harnwegsinfektionen Symptomatische Infektionen Infektionskeime Frauen a

Mehr

Harnwegsinfekte. Inhalt. Epidemiologie. Erreger. Pathogenese. Falldiskussion (1) Manuel Battegay. Dank an Luigia Elzi. Infektiologie& Spitalhygiene

Harnwegsinfekte. Inhalt. Epidemiologie. Erreger. Pathogenese. Falldiskussion (1) Manuel Battegay. Dank an Luigia Elzi. Infektiologie& Spitalhygiene Inhalt Harnwegsinfekte Manuel Battegay Infektiologie& Spitalhygiene Dank an Luigia Elzi Epidemiologie, Pathophysiologie Asymptomatische Bakteriurie Akuter unkomplizierter HWI bei der Frau Rezidivierender

Mehr

Thomas Henkel FA für Urologie Kelkheim Prostata Tag Bad Soden 13.06.15 1

Thomas Henkel FA für Urologie Kelkheim Prostata Tag Bad Soden 13.06.15 1 1 Lage der Prostata 2 Funktion der Prostata - Sie ist eine Geschlechtsdrüse, die den Großteil der Samenflüssigkeit produziert ( Transportmedium und Nährlösung der Spermien) - Umschließt die Harnröhre -

Mehr

Willkommen zum. Weltnierentag 2012. Stadtspital Waid Zürich! Nephrologie

Willkommen zum. Weltnierentag 2012. Stadtspital Waid Zürich! Nephrologie Willkommen zum Weltnierentag 2012 am Stadtspital Waid Zürich! Vortrag Video Erfahrungsbericht eines Patienten Fragen und Diskussion Apéro Nierentest 3 Steckbriefe von Nierenkranken Wie manifestiert

Mehr

Modell einer altersgerechten und integrierten Gesundheitsversorgung im Spital

Modell einer altersgerechten und integrierten Gesundheitsversorgung im Spital Gerontotraumatologie Modell einer altersgerechten und integrierten Gesundheitsversorgung im Spital Leitung: PD Dr. med. Christoph Meier, Klinik für Chirurgie Dr. med. Sacha Beck, Klinik für Akutgeriatrie

Mehr

Klinfor Workshop 2011 Niere und Niereninsuffizienz. Isabelle.binet@kssg.ch Nephrologie / Transplantationsmedizin

Klinfor Workshop 2011 Niere und Niereninsuffizienz. Isabelle.binet@kssg.ch Nephrologie / Transplantationsmedizin Klinfor Workshop 2011 Niere und Niereninsuffizienz Isabelle.binet@kssg.ch Nephrologie / Transplantationsmedizin Nierenfunktion: Wie bestimmen? Bestimmung der Nierenfunktion Am besten und einfachsten =

Mehr

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen

Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Epstein-Barr-Virus-Infektion: Möglichkeiten und Grenzen der serologischen Diagnostik von Reaktivierungen und chronischen Verläufen Dr. Claudia Wolff Viramed Biotech AG 1 Akute EBV-Primärinfektion Erster

Mehr

Monitoring von Resistenzen in der Humanmedizin. Tim Eckmanns Robert Koch-Institut

Monitoring von Resistenzen in der Humanmedizin. Tim Eckmanns Robert Koch-Institut Monitoring von Resistenzen in der Humanmedizin Tim Eckmanns Robert Koch-Institut Unterschied Monitoring und Surveillance von Antibiotikaresistenzdaten Another task of epidemiology is monitoring or surveillance

Mehr

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert.

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert. 1. zu spät gehandelt 2. zu spät behandelt 3. zu ineffektiv therapiert Torsten Schwalm Häufige Koinzidenz, Problemstellung - gemeinsame pathogenetische Grundlagen - Diabetiker sind 3 x häufiger hyperton

Mehr

Therapie von Harnwegsinfekten

Therapie von Harnwegsinfekten Bei Frauen reichen meist drei Tage M ARIA B ÜRST Nach Atemwegsinfekten sind Harnwegsinfektionen die häufigsten Erkrankungen, denen der Hausarzt in seiner Praxis begegnet. Beim unkomplizierten HWI der Frau

Mehr

Behandlungsergebnisse von depressiven Patienten

Behandlungsergebnisse von depressiven Patienten Behandlungsergebnisse von depressiven Patienten Verfasser: Dr. biol. hum. Robert Mestel Seit Gründung der HELIOS Klinik Bad Grönenbach 1979 (ehemals: Klinik für Psychosomatische Medizin in Bad Grönenbach)

Mehr