Urinuntersuchung. Fachinformation synlab.vet

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1 Urinuntersuchung Fachinformation synlab.vet

2 Urinuntersuchung Die Urinuntersuchung liefert für die Diagnose wichtige Informationen. Neben dem großen Blutbild und den Enzymen und Substraten gilt die Urinuntersuchung als die dritte Grundsäule der Labordiagnostik. Nicht nur die spezifischen Erkrankungen der harnproduzierenden und harnableitenden Organe, sondern auch viele andere Störungen führen zu Veränderungen, die mit Hilfe einer Urinuntersuchung abgeklärt werden können. Unabhängig davon, ob es sich um einen Verdacht auf Diabetes mellitus, auf Hyperkortisolismus oder um die verschiedenen Differentialdiagnosen einer FLUTD (Feline Lower Urinary Tract Disease) handelt ohne Harnuntersuchung ist keine vernünftige Diagnose möglich. Trotzdem kommt die Urinuntersuchung bei der Diagnostik meist viel zu kurz. Einerseits besteht oft eine gewisse Scheu vor der Probengewinnung, andererseits wirken die oft in der Literatur formulierten hohen Ansprüche an die Proben qualität als Hindernis. Natürlich ist eine optimale Urinprobe das Ziel eines jeden Untersuchers. Dies sollte jedoch nicht zu dem Schluss führen, dass keine Urinprobe besser ist, als eine nicht ganz korrekt gewonnene Probe. Bei entsprechender Interpretation können auch Urinbefunde von nicht ganz perfekt gewonnen Urinproben sehr aufschlussreich sein. Je nach Fragestellung gibt es verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten. Die einzelnen Parameter werden nachfolgend dargestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Bedeutung der Urinbefunde für Diagnose und Therapie, aber auch die Besonderheiten bei der Probenentnahme, dem Versand und mögliche Fehlerquellen werden erörtert. Probenentnahme Im Idealfall wird der Urin beim Kleintier mittels Zystozentese gewonnen. Beim Pferd und Rind wird als Mittel der Wahl ein Harnkatheter gesetzt. Beim Kleintier sollte der Harnkatheter primär zur Überprüfung der Durchgängigkeit der Harnröhre eingesetzt werden, ansonsten überwiegen bei dieser Entnahmemethode die Nachteile (z. B. Traumatisierung der Schleimhaut, Gefahr der Einschleppung von Keimen). Bei vielen Fragestellungen reicht oft schon die Untersuchung von Spontanharn aus. Beim Hund hat sich dabei die Schöpflöffelmethode besonders bewährt. Ein sauberer und trockener Schöpflöffel mit möglichst langem Stiel dient beim Auffangen des Urins als Verlängerung des Arms. Bei der Katze kann bei entsprechend gefüllter Blase und durchgängiger Harnröhre das Ausdrücken oder Ausmassieren versucht werden, was allerdings bei weitem nicht immer zum Erfolg führt. Da viele Katzen bei Harnwegsinfekten typischerweise nicht mehr stubenrein sind, kann der Besitzer evtl. Harn, der willkürlich außerhalb des Katzenklos abgesetzt wurde, vom Boden aufnehmen. Solche Proben sind natürlich nicht steril, erlauben aber oft noch eine Beurteilung hinsichtlich Blut- und Eiweißausscheidung und evtl. enthaltener Zellen und Kristalle. Seite 1

3 Gewinnung Vor- und Nachteile Laboruntersuchungen spontan direkt auffangen (z. B. mit Schöpflöffel oder Gefäß) aus dem Katzenklo (Kathor, Perlenstreu) nicht steril Kontamination durch Harnröhre, Präputium, Scheide und Umgebung nicht geeignet für mikrobiologische Untersuchungen Urinstatus 1 Urinsediment 1 klinisch-chemische Untersuchungen (z. B. U-P/C) 1,2 immunologische Untersuchungen (z. B. UCC) 1,2 Katheter Harnblasenkatheter geringe Kontaminationsgefahr Verletzung der Harnröhre/ Blase (Kontamination mit Blut) Keime werden von außen in die Blase geschoben Urinstatus 1 Urinsediment 1 klinisch-chemische und immunologische Untersuchungen 1,2 mikrobiologische Untersuchung 2 Zystozentese transkutane Punktion der Blase reiner Blasenurin evtl. Kontamination mit Blut mikrobiologische Untersuchung 2 alle anderen Untersuchung en (s.o.) 1 = nativer Urin (steriles, unbeschichtetes Röhrchen) 2 = stabilisierter Urin (Spezialröhrchen mit Borsäure) In Abhängigkeit von den gewünschten Untersuchungen den Urin ggf. teilen und sowohl nativen als auch stabilisierten Urin einsenden. Probenaufbewahrung und Probentransport Grundsätzlich sollte jede Urinprobe so schnell wie möglich untersucht werden. Die Haltbarkeit ist sehr begrenzt, da mit Ausnahme der Elektrolyte alle Inhaltsstoffe einem raschen bakteriellen Abbau unterliegen. Für eine kurzfristige Lagerung ist eine Kühlung bei + 4 C ausreichend. Die Untersuchung von Urinstatus und Urinsediment kann mit wenig Aufwand in der Praxis durchgeführt werden Urinuntersuchung je schneller, umso besser. (siehe unten). Beim Urinsediment ist zu bedenken, dass in Versandproben vor allem die Zellen und Zylinder einer raschen Degeneration unterliegen und mitunter nicht mehr nachweisbar sind. Hinzu kommt, dass der für die mikrobiologische Urinuntersuchung verwendete Stabilisator Kristalle angreift und sogar auflösen kann. Aus diesem Grund ist für die Untersuchung des Urinsedimentes nativer Urin am besten geeignet. Im Sediment transportierter Urinproben können Kristalle auftreten, die im frischen Urin nicht vorhanden sind. Dies wird auf den Anstieg des ph-wertes und die Veränderung des Löslichkeitsproduktes zurückgeführt. Für die Untersuchung von Urinproben gilt also der Grundsatz Je schneller, desto besser. Der Versand sollte insbesondere wenn eine mikrobiologische Untersuchung gewünscht wird in einem Spezialröhrchen erfolgen. Diese Röhrchen enthalten als Stabilisator Borsäure, die die Zellteilung der Bakterien für ca. 24 h vermindert. Die mikrobiologische Untersuchung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Die Röhrchen stellt synlab.vet den Einsendern auf Anforderung gerne zur Verfügung. Da für die Untersuchung des Urinsedimentes nativer Urin besser geeignet ist, sollte die Urinprobe geteilt und sowohl stabilisierter als auch nicht stabilisierter Urin eingesandt werden. Seite 2

4 Urinuntersuchung Die grobsinnliche makroskopische Untersuchung Alle Urinproben sollten hinsichtlich Menge, Farbe, Durchsichtigkeit, Konsistenz, Geruch und Beimengungen beurteilt werden. Der Urinstatus Der Urin muss vor der Untersuchung gut gemischt und ggfs. auf Zimmertemperatur erwärmt werden. Achten Sie genau auf die Anweisungen des Herstellers der Teststreifen. Der Urinstatus wird mit Teststreifen durchgeführt, die üblicherweise in der Humanmedizin Verwendung finden. Es handelt sich um ein semiquantitatives Trockenchemiesystem. Je nach Hersteller werden verschiedene Parameter untersucht und beurteilt. Für Urinproben von Tieren gelten dabei einige Ausnahmen und Besonderheiten. Leukozyten im Urin Der Nachweis von Leukozyten im Urin beruht auf dem Nachweis von Enzymen, die in hoher Konzentration in menschlichen Leukozyten vorkommen. Beim Tier funktioniert diese Methode nicht sicher und jeder Befund auf dem Leukozytentestfeld muss stets im Harnsediment überprüft werden, da falsch positive (z. B. Antibiotika, Desinfektionsmittel) und auch falsch negative Reaktionen (z. B. Proteinurie, Glukosurie, Bilirubinurie) zu erwarten sind. Beim gesunden Tier dürfen im Urin nur ganz vereinzelt Leukozyten enthalten sein. Das vermehrte Auftreten von Leukozyten ist ein wesentlicher Hinweis auf Entzündungen der Urogenitalorgane. Dabei ist in Abhängigkeit von der Entnahmetechnik differentialdiagnostisch zu bedenken, dass auch eine Pyometra oder eine Prostatitis eine Leukozyturie verursachen können. Der Nachweis von Leukozyten im Urin sollte deshalb immer zum Anlass genommen werden, eine ausführliche Urinuntersuchung durchzuführen. Auch wenn keine Leukozyten im Urinsediment nachweisbar sind, ist eine Entzündung nicht ausgeschlossen! Vor allem in alkalischem Milieu zerfallen Zellen und Zylinder relativ schnell. Die dabei frei werdenden Enzyme können ebenfalls zu einer positiven Reaktion auf dem Leukozytentestfeld führen, ohne dass Leukozyten im Sediment nachweisbar sind. Spezifisches Gewicht im Urin (USG, mehrmalige Kontrolle) Auch bei der Bestimmung der Harndichte sollte stets eine Überprüfung mit dem Refraktometer erfolgen, da die Angaben auf den Teststreifen nicht immer korrekt sind. Eine Diagnose sollte auch nie aufgrund einer einzigen Messung erfolgen, da das spezifische Gewicht des Urins von vielen Variablen abhängt, die bereits von einem Tag zum nächsten stark variieren können. Ein hoher Anteil an Protein, Glukose und/oder Blut im Urin führt zu falsch hohen USG-Messwerten. Ein physiologisches spezifisches Gewicht sollte in einem Bereich zwischen 1012 und 1030 (bei der Katze 1040) liegen. Dauerhaft abweichende Werte werden als Hypo-, Iso- und Hypersthenurie klassifiziert. Seite 3

5 Hyposthenurie: spezifisches Gewicht 1001 bis 1008 Von einer Hyposthenurie spricht man, wenn im Tubulussystem eine Verdünnung des Primärharns erfolgt. Dies geschieht einerseits, wenn vermehrt Wasser ausgeschieden wird, andererseits aber auch, wenn alle gelösten Stoffe rückresorbiert werden, das Wasser aber dem Konzentrationsgradienten nicht folgen kann. Es besteht Verdacht auf einen Diabetes insipidus. Zur weiteren Abklärung sollte stets eine komplette Urinuntersuchung durchgeführt werden. Außerdem kann mit Hilfe eines ADH-Analogon versucht werden, einen renalen oder zentralen Diabetes insipidus zu diagnostizieren. Isosthenurie: spezifisches Gewicht 1008 bis 1012 Ein USG von 1008 bis 1012 entspricht dem spezifischen Gewicht des Primärharnes, der im Glomerulum filtriert wird. Eine persistierende Isosthenurie ist ein Hinweis auf eine gestörte Nierenfunktion, durch die der Urin weder verdünnt noch konzentriert wird (v. a. bei chronischer Nephropathie). Hier bedarf es einer ausführlichen Urinuntersuchung und weiterführender diagnostischer Maßnahmen. Hypersthenurie: spezifisches Gewicht > 1030 (Katze > 1040) Bei einer Hypersthenurie wird der Urin durch die vermehrte Rückresorption von Wasser stark konzentriert. In diesem Fall muss von einer starken Dehydratation bis hin zur Exsikkose ausgegangen werden (z. B. bei prärenaler Niereninsuffizienz nach ausgeprägtem Erbrechen oder Durchfall). Es empfiehlt sich, nach der Rehydratation eine Kontrolle durchzuführen. Cave: Eine Proteinurie, eine Hämaturie oder eine Glukosurie führen auch zu einer Erhöhung des spezifischen Gewichts. Mineralstoffwechselstörungen und Tumore können ebenfalls eine Hypersthenurie verursachen. Deshalb sollte auch hier eine komplette Urinuntersuchung durchgeführt werden. Urinstreifentest: schnell, aber nicht immer zuverlässig Die Katze hat als ehemaliges Wüstentier die Fähigkeit, den Urin vorübergehend bis zu einer Dichte von 1080 zu konzentrieren. Auch falsch niedrige USG-Befunde können vorkommen, z. B. nach Infusion und Diuretikagabe. ph-wert im Urin Der ph-wert unterliegt ebenfalls großen physiologischen Schwankungen und sollte deshalb stets mit Vorsicht beurteilt werden. Insbesondere Zusammensetzung und Zeitpunkt der letzten Mahlzeit beeinflussen den ph-wert in vielerlei Hinsicht (2 bis 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit erreicht der ph-wert seinen alkalischsten Wert). Grundsätzlich gilt: Der Urin von Pflanzenfressern ist alkalisch, während der ph-wert des Urins von Seite 4

6 Fleischfressern im sauren bis neutralen Bereich liegt. Tritt beim Fleischfresser persistent ein alkalischer Urin auf, ist dies ein Hinweis auf einen Harnwegsinfekt, auch wenn sonst keine klinischen Anzeichen vorliegen. Dieser Befund sollte durch weiterführende Untersuchungen abgeklärt werden. I.d.R. handelt es sich um ureaseproduzierende Bakterien (z. B. Staphylokokken oder Proteus spp.). Ein ph-wert im sauren oder neutralen Milieu schließt eine bakterielle Infektion jedoch keinesfalls aus. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass Bakterien, die durch Kontamination in die nicht stabilisierte Urinprobe gelangen, während des Transportes zu einem Anstieg des ph-wertes führen können. Aber auch in sterilen Urinproben führt die Aufbewahrung bei Raumtemperatur zu einem Anstieg des ph-werts durch den Verlust von CO 2. Sehr stark alkalischer Urin kann zu einer falsch positiven Reaktion auf dem Proteintestfeld führen. Bei der Beurteilung des Urinsediments ist es wichtig, dass Zellen, Zylinder und andere proteinreiche Strukturen in alkalischem Urin schneller zerfallen. Außerdem ist zu bedenken, dass sowohl die Bildung, als auch die Löslichkeit von Kristallen maßgeblich vom ph-wert beeinflusst wird. Calcium-Phosphat und Magnesium-Ammonium-Phosphat (Struvit) entstehen verstärkt in alkalischem Milieu und sind in saurem Urin löslich, während Cystin in alkalischem Urin in Lösung geht. Für Harnsäuresteine und die Salze der Harnsäure (Ammoniumurat) ist ein neutraler bis leicht alkalischer ph-wert für eine optimale Löslichkeit ideal. Calciumoxalatausfällungen können durch eine ph-wert Anpassung nicht beeinflusst werden. Ketonkörper im Urin Ketone entstehen im Körper durch b-oxydation von Fettsäuren. Ungenügende Energiezufuhr (Hungerzustände) oder ein Diabetes mellitus führen sowohl im Blut, als auch im Urin zu einem Anstieg der Ketonkörper, wobei eine Glukosurie durchaus fehlen kann. Eine Ketoazidose wird hauptsächlich durch b-hydroxybutyrat verursacht, das durch die Streifentests allerdings nicht erfasst wird. Es gilt nur der positive Befund als beweisend, ein negatives Teststreifen ergebnis schließt eine Ketoazidose nicht sicher aus! In der Praxis sieht man am häufigsten die diabetische Ketoazidose beim Kleintier und die Ketose der Hochleistungsrinder (post partum). Beim kleinen Wiederkäuer kann im letzten Drittel der Trächtigkeit ebenfalls eine Ketosegefahr: Kühe in der Hochlaktation Ketose auftreten (sog. Trächtigkeitstoxikose). Bei diesen Erkrankungen kommt es durch einen gesteigerten Abbau von Körperfett zur vermehrten Bildung von Ketonkörpern. Eine alimentäre Ketogenese tritt vor allem bei Wiederkäuern bei energetisch unausgewogener Fütterung mit einem Überangebot an Kohlenhydraten oder anderen ketogenen Futterstoffen auf. In diesen Fällen sind typischerweise immer mehrere Tiere einer Herde betroffen. Diese Stoffwechselstörungen bedürfen einer weiteren Abklärung und intensiven Behandlung! Seite 5

7 Nitrit im Urin Harnwegsinfektionen mit nitratreduzierenden Bakterien (meist Enterobacteriaceae) führen beim Harnstatus zu einer positiven Reaktion auf dem Testfeld für Nitrit. Beim Haustier ist diese Reaktion nicht so sensitiv wie beim Menschen, da eine ausreichende Nitratkonzentration vom pflanzlichen Anteil (Vegetarier) in der Nahrung abhängig ist, was v. a. beim Fleischfresser naturgemäß nicht immer der Fall ist. Falsch negative Ergebnisse können auch durch eine zu kurze Verweildauer des Urins in der Blase zustande kommen (< 4 Std.). Es gilt also auch hier nur der positive Befund als beweisend. Ein positiver Nitritnachweis ist stets eine Indikation, eine bakterielle Harnwegsentzündung abzuklären (Harnsediment, Mikrobiologie). Glukose im Urin Auch wenn der häufigste Grund für eine Glukosurie ein Diabetes mellitus ist, genügt die alleinige Bestimmung der Uringlukose natürlich nicht für eine Diabetesdiagnose. Es muss immer auch der Blutglukose- und der Fruktosaminwert überprüft werden, um eine Stresshyperglykämie (v. a. bei der Katze) und eine renale Glukosurie sicher auszuschließen. Eine renale Glukosurie bei normaler Blutglukose deutet auf eine Schädigung der Nierentubuli hin (z. B. Glomerulonephritis, Schockniere, Intoxikation). Eine transiente Glukosurie kann auch durch Medikamente oder zyklusabhängig auftreten. Falsch negative Resultate können bei der Untersuchung von gekühltem Urin und bei hohen Konzentrationen von Ascorbinsäure und Salicylaten im Urin auftreten. Falsch positive Ergebnisse werden bei Kontamination mit Wasserstoffperoxid oder Bleichlösungen gefunden. Katze: Nierenschwelle 300 mg/dl übrige Haustiere: Nierenschwelle 200 mg/dl Aufgrund der hohen Nierenschwelle ist die Glukosebestimmung im Urin bei der Katze für die Diabetesuntersuchung oder Therapiekontrolle ungeeignet. Eine persistierende Glukosurie kann mit einem hohen spezifischen Gewicht des Urins vergesellschaftet sein. Wenn im Falle eines Diabetes mellitus eine ausgeprägte diabetische Ketoazidose entstanden ist, reagiert mitunter auch das Testfeld für Ketonkörper positiv. Außerdem treten gehäuft bakterielle Infektionen der Harnwege auf, die unabhängig von der Ursache stets einer genaueren Abklärung und Behandlung bedürfen. Protein im Urin Protein im Urin kann aus der Niere oder den ableitenden Harnwegen stammen. Man unterscheidet präglomeruläre (prärenale), glomeruläre (renale) und postglomeruläre (postrenale) Proteinurien. Prärenale Proteinurien können auftreten bei extremer Anstrengung, Fieber, Serumeiweißkonzentrationen von > 10 g/dl, kongestivem Herzversagen und schweren systemischen Infektionen und Entzündungen. Es handelt sich i. d. R. um eine milde transiente Albuminurie, die rasch reversibel ist. Renale Proteinurien, die auf einer Schädigung der glomerulären Basalmembran beruhen, führen zu erheblichen Albuminverlusten. Im Blut sehen wir in fortgeschrittenen Fällen eine korrespondierende Hypoproteinämie, die sich in der Elektrophorese hauptsächlich als Hypalbuminämie darstellt. In seltenen Fällen kommt es auch zum Verlust von Immunglobulinen. Glomeruläre Proteinverluste verursachen im Gegensatz zu postglomerulären Proteinurien häufig keine Hämaturie und keine Pyurie. Postrenale Proteinurien, die auf eine Erkrankung der ableitenden Seite 6

8 Harnwege zurückzuführen sind, gehen nur selten mit erkennbaren Veränderungen der Serumeiweißkonzentration einher. Durch Blutungen in den harnableitenden Wegen gelangt Protein in den Urin, das auf dem Teststreifen zu einer positiven Reaktion führt. Im Urinsediment sind dann oft Leukozyten und/oder Erythrozyten nachweisbar. Mit Hilfe der Teststreifen wird hauptsächlich das Albumin erfasst, das aufgrund seiner kleinen Molekülgröße auch am schnellsten verloren geht. Vor allem beim Fleischfresser ist eine einfach positive Reaktion auf dem Eiweißfeld durchaus üblich. So genannte Pseudoproteinurien also falsch positive Reaktionen entstehen bei stark alkalischem ph-wert, bei Kontakt mit Resten von Desinfektionsmitteln und nach Verabreichung verschiedener Medikamente. Grundsätzlich sollten alle positiven Eiweißbefunde im Harn diagnostisch weiter abgeklärt werden (z. B. Urin-Protein-Kreatinin-Ratio). Bilirubin im Urin Eine Bilirubinurie entsteht sowohl bei Erkrankungen des hepatobiliären Systems als auch bei hämolytischen Anämien. Beim Hund werden aufgrund der niedrigen Nierenschwelle geringgradige Mengen an Bilirubin im Urin toleriert. Bei der Katze gilt jede Bilirubinurie als pathologisch. Urobilinogen im Urin Beim prähepatischen und beim hepatischen Ikterus kann vermehrt Urobilinogen im Urin ausgeschieden werden. Da dieser Mechanismus von verschiedenen Faktoren auch außerhalb der Leber beeinflusst wird, ist der Nachweis von Urobilinogen im Urin nicht sehr zuverlässig. Erythrozyten, Hämoglobin und Myoglobin im Urin Die Unterscheidung von Hämaturie, Hämoglobinurie und Myoglobinurie ist für bestimmte Fragestellungen von großer Bedeutung. Bei einer Hämaturie sind im Urinsediment Erythrozyten nachweisbar. In Abhängigkeit von der Uringewinnung muss differentialdiagnostisch eine entnahmebedingte Kontamination ausgeschlossen werden. Die Differenzierung zwischen Hämoglobinurie und Myoglobinurie erfolgt über das Urinsediment und die Blutuntersuchung. Mit dem Urinteststreifen ist keine Unterscheidung möglich. Eine Hämoglobinurie zeigt im Urinsediment keine roten Blutkörperchen. Bei der Blutuntersuchung steht die Anämie und die Erhöhung der Hämolyseparameter im Vordergrund. Bei der Myoglobinurie ist das Urinsediment ebenfalls ohne Erythrozyten. Im Serum sind die Muskelenzyme stark erhöht. Grundsätzlich gilt jede Ausscheidung von Blut oder Blutfarbstoffen als alarmierendes Zeichen für eine schwerwiegende Störung, die in jedem Fall abgeklärt werden muss. Seite 7

9 Das Urinsediment Wie oben bereits erwähnt, sollte auch das Urinsediment möglichst bald untersucht werden, da ph-wert-veränderungen durch die zunehmenden bakteriellen Aktivitäten und durch das Entweichen von CO 2 die Ergebnisse beeinträchtigen. Insbesondere besteht die Gefahr, dass durch die lagerungs- und transportbedingten Vorgänge eine Kristallurie auftritt, die in vivo nicht vorhanden war. Außerdem zerfallen in alkalischem Urin Zylinder und Zellen sehr schnell. Durch die Aufbewahrung im Kühlschrank können diese Vorgänge für einige Stunden unterbunden werden. Dann ist darauf zu achten, dass der Urin vor der Untersuchung wieder auf Raumtemperatur erwärmt wird. Für die Untersuchung des Urinsedimentes eignet sich am besten nativer Urin ohne Stabilisator. Falls verschiedene Urinuntersuchungen vorgesehen sind, sollte der Urin vorausgesetzt es wurde eine ausreichende Menge gewonnen für den Versand aufgeteilt werden: jeweils die Hälfte in ein Urinröhrchen mit Stabilisator und in ein unbeschichtetes Röhrchen. Das Urinsediment kann in der Praxis auch leicht selbst untersucht werden: Zu diesem Zweck wird der Urin ca. 5 bis 10 Minuten bei 1500 bis 2000 g zentrifugiert. Die Geschwindigkeit muss beim Zentrifugieren deutlich geringer sein als für die Serum und Plasmagewinnung, da sonst die sehr fragilen Bestandteile (z. B. Zylinder) zerstört werden. Der Überstand wird bis auf 1 ml abgegossen. Der verbleibende Rest wird resuspendiert und ein Tropfen wird auf einem Objekträger mit Deckglas unter dem 20er und 40er Objektiv mikroskopiert. Bei der Beurteilung muss berücksichtigt werden, auf welche Weise der Urin gewonnen wurde. So können im Spontanurin auch Bestandteile aus der Prostata, der Gebärmutter oder den Hoden enthalten sein. Durch die Zystozentese, das Katheterisieren und das Ausdrückenn der Blase kann als Folge von Gefäßverletzungen Blut in den Urin gelangen. Zellen im Urin Erythrozyten unterliegen im Urin sehr schnell der Degeneration und erscheinen dann stechapfel förmig oder sehr blass als Erythrozytenschatten (sog. ghost cells). Physiologisch kommen sie im Urin nur ganz vereinzelt vor (1 Erythrozyt/Gesichtsfeld bei ca. 400-facher Vergrößerung). Je geringer das spezifische Gewicht des Urins, umso schwieriger sind Erythrozyten nachweisbar. Eine Hämaturie ist stets ein sehr ernst zu nehmender Befund. Mögliche Ursachen sind Entzündungen der Nieren und der harnableitenden Wege, Verletzungen durch Traumen und Steinbildung, aber auch Tumore. Auszuschließen sind entnahmebedingte Kontaminationen und eine physiologische Hämaturie z. B. bei der Läufigkeit der Hündin oder post partum. Erythrozyten und Leukozyten im Urin Seite 8

10 Je nach dem, wann im Verlauf der Miktion die Hämaturie auftritt, kann dies ein Hinweis auf die mögliche Ursache sein: Tritt die Hämaturie überwiegend am Beginn der Miktion auf, so besteht der Verdacht, dass es sich um eine Störung im Bereich der Urethra, der Vagina, des Uterus oder der Prostata handelt. Besteht die Hämaturie über die gesamte Miktionsphase, so ist primär an eine Nierenerkrankung oder eine diffuse Läsion der gesamten Blasenschleimhaut zu denken. Ist die Hämaturie am Ende der Miktion am stärksten, handelt es sich meist um fokale Verletzungen der Blasenschleimhaut, wie sie z. B. durch Steine, große Kristalle, Polypen oder Tumore entstehen. Die Urinuntersuchung beginnt mit der makroskopischen Beurteilung. Auch Leukozyten sollten nur ganz vereinzelt im Urinsediment nachweisbar sein. Das vermehrte Auftreten von Leukozyten gilt als Hauptsymptom für Entzündungen und Infektionen im Urogenitaltrakt (einschließlich Pyometra und Prostatitis). Auch Leukozyten lysieren in alkalischem und hypotonen Urin sehr schnell. Da weiße Blutzellen über eine Eigenbeweglichkeit verfügen, können sie in das Urogenitalsystem an jeder beliebigen Stelle aktiv einwandern. Um im Falle einer Leukozyturie (Pyurie) ihren Ursprungsort lokalisieren zu können, sind neben der Klinik meist weiterführende Untersuchungen notwendig (Röntgen, Ultraschall etc.). Kommen die Leukozyten aus der Niere, finden sich meist auch Zylinder (insbesondere Leukozytenzylinder) im Harn. Wurde der Urin durch Zystozentese gewonnen, scheiden die im Anschluss an die Blase folgenden ableitenden Harnwege als Primärort der Erkrankung aus. Entzündungen zeigen neben einer Pyurie meist auch eine Hämaturie und eine Proteinurie. Bakterien können primär die Ursache einer Leukozyturie sein, sie können jedoch auch im Verlauf einer Sekundärinfektion in das geschädigte Gewebe eindringen. Eine ausführliche mikrobiologische Untersuchung sollte in jedem Fall durchgeführt werden. Bei den Epithelien unterscheidet man je nach Herkunftsort zwischen tubulären Epithelien, Übergangsepithelien und Plattenepithelien. Wie der Name schon sagt, kommen die tubulären Epithelzellen aus der Niere, während die Übergangsepithelien aus den Uretheren und der Blase stammen. Die Plattenepithelien haben ihren Ursprung in den Endstücken der Harnröhre und der Vagina oder dem Präputium. Tubulusepithelien und Übergangsepithelien dürfen vereinzelt im Sediment vorkommen (physiologische Zellmauserung). Das gehäufte Auftreten im Urin spricht für eine entzündliche Veränderung im Ursprungsgebiet. Plattenepithelien haben kaum eine diagnostische Bedeutung. Tumorzellen sind nur ausnahmsweise im Sediment nachweisbar. Eine alternative Möglichkeit der Tumordiagnostik im Urin bietet die Untersuchung auf Blasentumorantigen (siehe Punkt 4, weiterführende Untersuchungen). Seite 9

11 Der Nachweis von Bakterien ist häufig nicht leicht zu beurteilen. Einerseits besteht die Möglichkeit einer entnahmebedingten Kontamination, andererseits kann sich ein minimaler Bakteriengehalt zum Zeitpunkt der Probengewinnung durch ungeeignete Lagerungs- und Transportbedingungen in vitro zu einer massiven Bakteriurie auswachsen. Für eine optimale mikrobiologische Untersuchung sollte der Urin deshalb möglichst steril gewonnen und in einem Spezialröhrchen mit Stabilisator verschickt werden. Diese Urinröhrchen enthalten als Stabilisator Borsäure, die eine sekundäre Keimvermehrung verhindert. Je nach Bakterienart ist erst ab einer Mindestzahl von /ml bis /ml eine Bakteriurie im Sediment nachweisbar. Sind im Sediment keine Bakterien erkennbar, bedeutet dies nicht, dass keine vorhanden sind! Für die Beurteilung muss also stets die Gesamtsituation betrachtet werden: Wie wurde der Urin gewonnen und welche weiteren Befunde wurden erhoben? Bei einem makroskopisch unveränderten Urin mit einem völlig unauffälligen Harnstatus und -sediment wird man eine massive Bakterienbesiedlung sehr kritisch betrachten. Im Hinblick auf die schwerwiegenden Folgen einer unerkannten Harnwegsinfektion sollte allerdings beim geringsten Verdacht eine mikrobiologische Untersuchung eingeleitet werden. Zylinder im Urin Bei den Harnzylindern handelt es sich um typisch geformte Ausgüsse der Nierentubuli oder Sammelrohre. Sie entstehen durch vermehrte glomeruläre Proteinausscheidung und/oder verminderte tubuläre Rückresorption. Geringe Harnmengen, ein saurer ph-wert und abnorme Ionen- und Salzkonzentrationen fördern die Bildung von Zylindern. Ein alkalischer Urin führt zur raschen Auflösung. Als Matrix dient ein Mukoprotein, das sogenannte Tamm-Horsfall-Protein. Es wird in das Tubulussystem der Niere sezerniert, fällt dort aus und dient als Grundlage für die Bildung der Zylinder. Durch den proximal entstehenden Urindruck werden sie ausgeschwemmt und erscheinen im Urinsediment. Je nach dem, welche Bestandteile sich in die Proteinmatrix einlagern, unterscheidet hyaliner Zylinder man hyaline Zylinder (Protein und Mukopolysaccharide), Epithelzylinder (Proteinmatrix und Tubulusepithelzellen), Leukozyten- oder Erythrozytenzylinder (Proteinmatrix und Leukozyten oder Erythrozyten). Granulierte Zylinder und Wachszylinder entstehen durch fortschreitende Proteindenaturierung und Degeneration aus den anderen Zylindern. Hyaline Zylinder dürfen ganz vereinzelt beim gesunden Individuum vorkommen. Alle anderen Zylinder sind Ausdruck einer tubulären Nephropathie (meist interstitielle Nephritiden), einer Proteinurie, einer Amyloidose, einer Glomerulonephritis, einer Vaskulitis, eines Niereninfarktes oder eines Nierentumors. Seite 10

12 Zylinder werden intermittierend in den Urin entlassen. Deshalb darf aus der Zahl der nachgewiesenen Zylinder nicht auf die Dauer und die Schwere des Krankheitsprozesses geschlossen werden. Ebenso schließt ein Fehlen von Zylindern eine Beteiligung der Niere nicht aus. Zu beachten ist, dass Zylinder bereits nach kurzer Zeit zerfallen und im Urinsediment dann nicht mehr nachweisbar sind. Kristalle und Urolithe im Urin Für den Nachweis von Harnkristallen sollte der Urin so frisch wie möglich sein. Durch Lagerung und Transport kann es sekundär zum Ausfallen von Kristallen kommen. Dieses Phänomen wird von verschiedenen Faktoren, wie z. B. dem ph-wert, dem Löslichkeitsprodukt der im Urin Carbonate gelösten Stoffe und von der Anwesenheit von Kristallisationskernen beeinflusst. Das heißt, es kann auftreten, es muss aber nicht auftreten. Die Beurteilung der Befunde muss mit entsprechender Vorsicht erfolgen. Zu beachten ist, dass Pferde, Meerschweinchen und Kaninchen eine physiologische Kristallurie zeigen. In dem sehr hohen Harn-pH-Wert von Pflanzenfressern fallen v. a. Calciumcarbonat- und gelegentlich auch Calciumphosphatkristalle aus. Für die Entstehung und die Behandlung von Kristallen und Konkrementen gibt es verschiedene Theorien. Auch wenn sich diese Modelle in mancher Hinsicht unterscheiden, besteht grundsätzliche Übereinstimmung in wesentlichen Punkten. Bei der Bildung von Kristallen und Steinen handelt es sich um ein komplexes Geschehen an dem folgende Faktoren maßgeblich beteiligt sind: Die dauerhafte Übersättigung des Harns mit gelösten Salzen und Säuren, die Bestandteile der jeweiligen Kristalle oder Steine sind. Die Ausfällung selbst wiederum hängt von zahlreichen Einflüssen ab (sog. RSS = relative Übersättigung). Modifizierend wirken z. B. die Zusammensetzung der Nahrung, die Flüssigkeitsaufnahme, Stress und andere Grunderkrankungen. Es ist nahe liegend, dass es nicht viel Sinn macht, nur den einen oder anderen dieser Faktoren zu verändern. So ist die Beeinflussung des ph-wertes zwar ein zentraler Ansatzpunkt für die Therapie, allein jedoch nicht ausreichend für eine erfolgreiche Behandlung. Hinzu kommt, dass der Korrektur des ph-wertes Grenzen gesetzt sind. So ist die Verabreichung von harnansäuernden Substanzen einerseits zwar sinnvoll und notwendig für die Behandlung von Struvitausfällungen, andererseits nimmt die Löslichkeit von Kalziumoxalat, Cystin und Ammoniumurat in saurem Urin ab. Im umgekehrten Fall erfordert die Behandlung von Kalziumoxalat, Cystin und Ammoniumurat eine ph-anpassung im neutralen und leicht alkalischen Bereich, wodurch wiederum die Gefahr der Struvitentstehung zunimmt. Ziel ist es, durch die Beeinflussung des metabolischen Stoffwechsels eine ph-anpassung und -Stabilisierung im physiologischen Bereich zu erreichen. Seite 11

13 Ein so komplexes Krankheitsgeschehen erfordert auch einen komplexen Therapieansatz, bestehend aus chirurgischer Intervention (falls nötig), strikter Diät und medikamentöser Versorgung. Die bisherigen Erfahrungen machen deutlich, dass mit selbst gekochten Diäten meist kein optimales Ergebnis zu erzielen ist, weshalb ein kommerzielles Spezialfutter bevorzugt werden sollte. Struvit (Magnesium-Ammonium-Phosphat-Hexahydrat) ist bei Hund und Katze mit mehr als 55 % der häufigste Grund für eine Kristallurie oder Urolithiasis. Reine Struvitsteine sind jedoch selten, fast immer enthalten sie geringe Mengen Calciumphosphat und gelegentlich Ammoniumurat. Die Pathogenese ist für Hund und Katze unterschiedlich: Beim Hund handelt es sich meist um sogenannte Entzündungssteine. Das heißt urease-spaltende Bakterien bilden aus Harnstoff Ammoniak (NH 3 ) und Kohlendioxid. Der Ammoniak führt zu einer starken Alkalisierung des Harns und begünstigt dadurch das Ausfallen von Magnesium-Ammonium- Phosphat. Wird also beim Hund Struvit nachgewiesen, ist stets auch von einer möglichen bakteriellen Infektion auszugehen. Eine mikrobiologische Untersuchung ist einzuleiten. Bei der Katze erfolgt im Gegensatz dazu die Struvitbildung meist ohne die Beteiligung von Bakterien. Es scheint sich um ein multifaktorielles Geschehen zu handeln, das im Wesentlichen von der Ernährung und dem ph-wert abhängt. Inwieweit die Rasse, das Geschlecht und die Kastration dabei eine Rolle spielen, ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Es scheinen aber bestimmte Rassen (Perser) und kastrierte Kater ein erhöhtes Risiko für das Auftreten des als FLUTD (Feline Lower Urinary Tract Disease) bezeichneten Syndroms zu haben. Auch wenn bei der Katze primär keine bakterielle Beteiligung zu erwarten ist, sollte immer bedacht werden, dass sich in entzündlich verändertem Gewebe sehr schnell Erreger festsetzen können, die das Krankheitsgeschehen komplizieren und unterhalten. Therapeutische Ansatzmöglichkeiten Struvitkristalle und -steine lassen sich durch geeignete Maßnahmen auflösen. Vor allem beim Hund, aber auch bei der Katze sollte die Bekämpfung einer bestehenden Infektion mit einem geeigneten Antibiotikum (Antibiogramm!) an erster Stelle stehen. Da mit dem Urin eine stetige Verdünnung und Ausscheidung der ausgewählten Medikamente erfolgt, muss die Dosierung ausreichend hoch sein und die Verabreichung zweimal täglich erfolgen auch wenn es sich um ein Antibiotikum handelt, bei dem üblicherweise eine Calciumoxalate in typischer Briefkuvertform einmalige Verabreichung genügt. Besonders gut geeignet sind Präparate, die eine hohe Konzentration im Urogenitaltrakt erreichen, wie z. B. die Gyrasehemmer. Die Behandlungs dauer sollte mindestens 2 bis 3 Wochen betragen, auch wenn sich die klinischen Erscheinungen sehr schnell bessern. Im Verlauf der Behandlung sollte der Urin mehrfach kontrolliert werden. Seite 12

14 Werden beim Hund ureaseproduzierende Bakterien (meist Enterobakteriaceae) nachgewiesen, kann der Ureaseinhibitor Acetohydroxamidsäure (Urostad ) zusätzlich zur Antibiose verabreicht werden. Bei bestehender Niereninsuffizienz und bei Einsatz von Medikamenten, die eine hohe Nephrotoxizität besitzen (v. a. Aminoglykoside, Amphotericin B), sollte falls der Einsatz nach strenger Prüfung der Indikation unumgänglich ist eine Anpassung von Dosis und Verabreichungsintervall erfolgen. Die Nierenfunktion ist regelmäßig zu prüfen. Der ph-wert wird vor allem durch die Futterzusammensetzung und die Zahl der Mahlzeiten bestimmt. So verursachen Futtermittel mit einem hohen pflanzlichen Anteil einen alkalischen Harn-pH-Wert, während die Verfütterung tierischer Produkte (Protein) einen sauren Urin zur Folge hat. Um eine sogenannte postprandiale alkalische Flut zu vermeiden, sollten an Stelle von ein bis zwei großen Portionen mehrmals täglich kleine Mengen gefüttert werden. Am sichersten lässt sich der ph-wert über das Futter steuern, wenn ein entsprechendes handelsübliches Diätfutter verwendet wird. Fast alle großen Futtermittelhersteller bieten solche Spezialdiäten an. Medikamentös kann eine Harnansäuerung mit Ammoniumchlorid, DL-Methionin und/oder Ascorbinsäure versucht werden. Lange Behandlungszeiten, mangelnde Akzeptanz und die geringe therapeutische Breite einzelner Medikamente setzen jedoch Grenzen. Calciumoxalat (Whewellit, Weddelitt) ist beim Hund (ca. 25 %), bei der Katze (ca. 33 %) und bei den herbivoren Kleinsäugern die am zweithäufigsten isolierte Kristall- bzw. Steinart. Eine medikamentöse oder diätetische Auflösung ist grundsätzlich nicht möglich. Haben die Konkremente also eine Größe erreicht, bei der eine Ausscheidung per vias naturales nicht mehr möglich ist, muss chirurgisch vorgegangen werden. Gleichzeitig sind durch Überprüfung des Serumcalciums und des Parathormonspiegels Erkrankungen auszuschließen, die zu einer Hypercalcämie führen können. Das Parathormon wird bei synlab.vet aus einer gekühlt versandten Serumprobe bestimmt. Im Anschluß daran kann nur mit Hilfe einer Eliminationsdiät die Rezidivgefahr gemindert werden. Auch in diesen Fällen sollte eine kommerzielle Spezialdiät verabreicht werden, da selbst zusammengestellte Futterrationen oft keine ausreichende Wirksamkeit haben,weil sie nicht in der Lage sind, dauerhaft einen physiologischen ph-wert aufrecht zu halten. Die Basis der Rezeptur ist die Reduktion calcium-, natrium- und oxalathaltiger Futtermittel, wie Milchprodukte, Gemüse, Kartoffel usw. Zusätzlich wird eine Vitamin-B6- und Vitamin-A-Applikation bei gleichzeitiger glycinarmer Proteinzufuhr empfohlen. Cystinsteine werden beim Hund mit einer Häufigkeit von knapp 10 % nachgewiesen, bei der Katze spielen sie mit weniger als 1 % kaum eine Rolle. Bei der Cystinurie handelt es sich um eine angeborene Erkrankung, der vermutlich eine genetische Disposition zugrunde liegt. Es sind überwiegend männliche Tiere betroffen. In saurem Harn ist Cystin nur wenig löslich, während in alkalischem Urin (ph-wert > 7,5) die Löslichkeit steigt. Über die Möglichkeit der Steinauflösung liegen kontroverse Angaben vor. Große Konkremente sollten im Zweifelsfall chirurgisch entfernt werden. Im Anschluss daran ist eine geeignete Spezialdiät zu empfehlen. Zusätzlich kann eine medikamentelle Rezidivprophylaxe durchgeführt werden. Seite 13

15 Cystin ist in alkalischem Milieu (ph-wert > 7,5) besser löslich. Der Alkalisierung des Urins sind allerdings Grenzen gesetzt, da damit der Gefahr einer Harnwegsinfektion und Struvitentstehung Vorschub geleistet wird. Alternativ wird die Verabreichung von D-Penicillamin und/oder 2-Mercaptopropionylglycin (2-MPG) empfohlen. Beide Substanzen reagieren mit dem wenig löslichen L-Cystin zu dem sehr viel besser löslichen Cystindisulfid und verringern damit die Gefahr der Cystinausfällung. Ammoniumurat ist beim Hund in etwa 8 % der Fälle die Ursache einer Harnsteinbildung, bei der Katze nur in ca. 1,5 % der Fälle. Beim Dalmatiner werden im Gegensatz zu allen anderen Hunderassen nur etwa 30 bis 40 % der Harnsäure zu Allantoin umgebildet. Aus diesem Grund scheiden alle Dalmatiner erhöhte Mengen an Urat im Urin aus. Trotzdem bilden nur wenige Tiere Uratsteine. Es scheint sich also bei der erhöhten Uratausscheidung beim Dalmatiner eher um einen prädisponierenden Faktor als um die primäre Ursache der Uratsteinbildung zu handeln. Auch bei Ammoniumuratsteinen empfiehlt sich zunächst die chirurgische Entfernung mit anschließender Rezidivprophylaxe in Form von Spezialdiäten, der Applikation von Allopurinol und einer moderaten Alkalisierung des Harns. In sehr seltenen Fällen bestehen Kristalle bzw. Urolithe aus Calciumphosphat, Calciumcarbonat oder Silicat. Diese Konkremente werden hauptsächlich bei Pflanzenfressern nachgewiesen, die ernährungsbedingt einen sehr hohen Harn-pH-Wert aufweisen. Aus diesem Grund finden sich bei Herbivoren auch immer wieder Struvitsteine. Urethrapfropfen bestehen aus einer organischen Matrix, die mit mehr oder weniger vielen Mineralien durchsetzt ist. Vor allem beim Kater mit der von Natur aus engeren und längeren Harnröhre kommt es dadurch immer wieder zu Obstruktionen. Die Bedeutung der Urethrapfropfen bei der Kristall- und Steinentstehung ist nach wie vor nicht endgültig geklärt. Weiterführende Untersuchungen Urin-Protein/Urin-Kreatinin Quotient (U-P/C) Die mit dem Harn ausgeschiedene Proteinmenge hängt im Wesentlichen von der Verdünnung durch die Urinmenge ab. Da es beim Tier sehr schwierig ist, Urin über 24 Stunden zu sammeln, hat es sich bewährt, als Bezugsgröße die Kreatininkonzentration heranzuziehen. Der U-P/C dient der Diagnose und Quantifizierung einer Proteinurie. Katze < 0,33 Hund < 0,50 Seite 14

16 Eine Erhöhung des U-P/C kann auftreten bei interstitiellen und chronisch glomerulären Nierenerkrankungen, bei hohem Fieber, Entzündungen, Amyloidose, nephrotischem Syndrom aber auch bei post renalen Störungen (Blutungen, Entzündungen oder Neoplasien der ableitenden Harnwege). Blutbeimengungen sollten ausgeschlossen sein, da sowohl Hämoglobin als auch Myoglobin als kleinmolekulare Proteine den U-P/C erhöhen und dadurch das Ergebnis verfälschen. Urin-Kreatinin/Serum-Kreatinin-Quotient Das Verhältnis von Urin-Kreatinin zu Serum-Kreatinin kann im Falle einer bereits bestehenden Urämie sehr hilfreich sein für die Differenzierung zwischen einer prärenalen und einer renale Urämie. Diese Unterscheidung ist sowohl für die Therapie, als auch für die Prognose von großer Bedeutung. < 20 bei Azotämie: Hinweis auf eine renale Niereninsuffizienz (v. a. bei massiven Schäden) > 20 bei Azotämie: Hinweis auf eine prärenale Niereninsuffizienz (Kontrolle nach Rehydratation!) Ergänzend sollte stets eine ausführliche Urinuntersuchung durchgeführt werden. Enzyme im Urin In der Literatur finden sich Hinweise, dass auch bestimmt Enzyme in der Frühphase einer Nierenschädigung in erhöhtem Maße mit dem Urin ausgeschieden werden. Auch hier muss für eine korrekte Diagnostik immer das Kreatinin als Bezugsgröße herangezogen werden. Beim Pferd wird vor allem die GGT-Kreatinin-Ratio bestimmt. Sie gilt beim Pferd als guter Indikator für eine Störung der Nierenfunktion. Fraktionierte Exkretionsraten für verschiedene Elektrolyte (FE) Die Ausscheidung von Elektrolyten wird im Harn durch Sekretion und Reabsorption komplex gesteuert. Eine gestörte Nierenfunktion führt zu Abweichungen bei der Exkretion von bestimmten Elektrolyten. Mit Hilfe der fraktionierten Exkretionsrate können solche Störungen frühzeitig diagnostiziert werden. Vor der Blut- und Uringewinnung sollte der Patient 12 Stunden gefastet haben. Anhand der fraktionierten Exkretionsrate (FE) für Natrium wird nachfolgend die Berechnung und die Interpretation der Ergebnisse beispielhaft dargestellt: Elektrolytkonzentration Kreatinin Harn Plasma Fraktionierte Exkretionsrate (%) = x x 100 Elektrolytkonzentration Kreatinin Plasma Harn Seite 15

17 Der Verlust von Natrium ist ein sehr früher Hinweis auf eine toxische Störung der Tubulusfunktion. Die FE Na sollte nach der Infusionsbehandlung kontrolliert werden. Wenn die FE Na trotz adäquater Infusion > 1 bleibt, deutet dies auf eine akute Tubulusnekrose hin. FE Na = 1 % ungestörte Nierenfunktion FE Na > 1 % Hinweis auf renale Niereninsuffizienz FE Na < 1 % Hinweis auf prärenale Niereninsuffizienz (Exsikkose) Ähnlich wie für Natrium kann auch für andere Elektrolyte die FE berechnet werden. Es liegen allerdings nur für Phosphor, Kalium und Magnesium Erfahrungswerte vor. So deutet eine sinkende Sekretionsrate bei Kalium und Magnesium auf einen K- oder Mg-Mangel hin, während ein Anstieg der P-Ausscheidung auf hohe Parathormonspiegel hinweist. Dies kann beispielsweise bei der Behandlung des Nierenversagens eine Rolle spielen. SDS-Page Elektrophorese Die Untersuchung der Urinproteinfraktionen dient einerseits der Differenzierung von prärenalen, renalen und postrenalen Proteinverlusten und andererseits der Unterscheidung von glomerulären Nephropathien (v. a. makromolekulare Proteine) von interstitiell-tubulären Nephropathien (v. a. mikromolekulare Proteine). Blasentumorantigen Das Übergangsepithelzellkarzinom (TCC/Transitional Cell Carcinoma) ist die beim Hund am häufigsten auftretende Tumorart der ableitenden Harnwege. Mit einem Latexagglutinationstest wird ein tumorassoziierter Glykoproteinkomplex im Urin nachgewiesen. Hochgradige entzündliche Veränderungen verbunden mit einer ausgeprägten Hämaturie und/oder Pyurie stören jedoch den Nachweis und können zu falsch positiven Ergebnissen führen. Mikrobiologische Untersuchung Wie schon mehrfach erläutert, sollte die Urinprobe für die mikrobiologische Untersuchung in einem Spezialröhrchen versandt werden. Das darin enthaltene Bakteriostatikum verhindert eine Vermehrung von Bakterien, ohne die bakteriologische Untersuchung zu stören. Die Kultivierung evtl. vorhandener Keime und die Anfertigung eines Antibiogramms dauert ca. 2 Tage. Im Idealfall wird die mikrobiologische Untersuchung vor einer Behandlung eingeleitet. Eine bereits begonnene oder Stabilisierter Urin ist für die mikrobiologische Untersuchung am besten geeignet. Seite 16

18 schon durchgeführte Therapie stört die Untersuchung und führt sehr häufig zu falsch negativen Ergebnissen. Das heißt, es können keine Keime nachgewiesen werden, obwohl sie im Urin vorhanden sind. Werden in der Urinprobe tatsächlich Bakterien nachgewiesen, müssen bei der Beurteilung der Ergebnisse verschiedene Punkte berücksichtigt werden: Wie wurde die Probe gewonnen? Handelt es sich um Spontanurin oder wurde die Blase unter sterilen Kautelen punktiert? Wie lange war die Probe unterwegs? Korreliert der mikrobiologische Befund mit der Klinik und den Ergebnissen von Urinstatus und Urinsediment? Wie lange und mit welchem Medikament wurde vorbehandelt? Einerseits besteht die Möglichkeit einer entnahmebedingten Kontamination, andererseits kann sich ein minimaler Bakteriengehalt zum Zeitpunkt der Probengewinnung durch ungeeignete Lagerungs- und Transportbedingungen in vitro zu einer massiven Bakteriurie auswachsen. Besonders verdächtig sind in dieser Hinsicht Proben, bei denen zwei oder mehr Keime in hoher Konzentration angezüchtet wurden und die nachgewiesenen Bakterien zu den ubiquitär in der Umwelt vorkommenden Keimarten gehört. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Monokulturen mit einem spezifisch pathogenen Keim mit großer Wahrscheinlichkeit um eine echte bakterielle Harnwegsinfektion. Im Zweifelsfall wenden Sie sich für eine Interpretationshilfe an die mikrobiologische Abteilung von synlab.vet. Die antibiotische Therapie von Harnwegserkrankungen erfordert aufgrund der pathophysiologischen Gegebenheiten eine Anpassung hinsichtlich Dosis und Verabreichungsintervall. Da mit dem Urin eine stetige Verdünnung und Ausscheidung der ausgewählten Medikamente erfolgt, muss die Dosierung ausreichend hoch sein und die Verabreichung zweimal täglich erfolgen auch wenn es sich um ein Antibiotikum handelt, bei dem üblicherweise eine einmalige Verabreichung genügt. Wenn das Antibiogramm die Auswahl zwischen verschiedenen Antibiotika zulässt, ist einem Präparat der Vorzug zu geben, das über den Urin ausgeschieden wird. Besonders gut geeignet sind Präparate, die eine hohe Konzentration im Urogenitaltrakt erreichen, wie z. B. die Gyrasehemmer und das mit Clavulansäure potenzierte Amoxicillin. Die Behandlungsdauer sollte mindestens 2 bis 3 Wochen betragen, auch wenn sich die klinischen Erscheinungen sehr schnell bessern. In Abhängigkeit vom verwendeten Medikament ist 1 bis 2 Wochen nach Absetzen des Antibiotikums eine Kontrolle zu empfehlen. Um die ohnehin hohe Rezidivgefahr zu minimieren, hat die Suche nach der Ätiologie der Harnwegsinfektion die oberste Priorität. Seite 17

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