4.2. Betalaktam-Antibiotika

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1 Betalaktam-Antibiotika Betalaktam-Antibiotika C C C H N H H NH Betalactam-Ring die in ihrer chemi- Zu den Betalaktam-Antibiotika gehören diejenigen Substanzen, schen Struktur einen vier-gliedrigen Betalaktamring besitzen Betalaktamase-Inhibitoren Betalaktamase sind Bakterienenzyme, die die Wirkung von Betalaktam-Antibiotika aufheben, indem sie den Betalaktamring der Antibiotika öffnen. Bestimmte Betalaktamasen der Bakterien können durch chemische Substanzen, die Betalaktamase-Inhibitoren, unschädlich gemacht werden. Die Inhibitoren sind in ihrem Aufbau den Betalaktam-Antibiotika sehr ähnlich und werden daher auch von den Betalaktamasen angegriffen. Die Inhibitoren reagieren mit den Betalaktamasen und blockieren diese. Die Betalaktam-Inhibitoren verfügen auf Grund ihrer Strukturähnlichkeit mit den Betalaktam-Antibiotika auch über eine antibiotische Wirkung, die jedoch nur in Kombination mit anderen Betalaktam-Antibiotika bei mittelschweren und schweren Infektionen verwendet werden können. Augmentin z. B. Augmentin intravenös 550 mg Trockenstechampullen

2 Betalaktam-Antibiotika 16 Eigenschaften und Wirksamkeit Anwendungsgebiete Nebenwirkungen Augmentin ist ein Breitbandantibiotikum. Die Hauptbestandteile sind Amoxicillin und Clavulansäure. Amoxicillin verursacht eine rasche Entfernung der Zellwand von Bakterien. Clavulansäure hingegen besitzt keine antibakterielle Wirkung, schützt aber Amoxicillin vor der Zerstörung durch Betalaktamasen. Weiters werden auch folgende Erreger erfasst: Staphylokokken, Streptokokken, Enterokokken, Neisserien, Branhamella catarrhalis, Enterobakterien (E. coli, Salmonellen Shigellen...), anaerobe Kokken, Bacteroides fragilis, etc. Amoxicillin und Clavulansäure werden hauptsächlich über die Nieren unverändert ausgeschieden. Augmentin wirkt vor allem auf Bakterien in der Allgemeinpraxis und im Krankenhaus. Da die Betalaktamase-hemmende Wirkung von Clavulansäure das Wirkungsspektrum von Amoxicillin erweitert, können auch diejenigen Keime erfasst werden, die gegen andere Betalaktam-Antibiotika resistent sind. Augmentin wird bei HN-Infektionen, Infektionen des oberen und des unteren Respirationstraktes im speziellen bei Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) eingesetzt. Weiters wird Augmentin auch bei einer Verschlechterung der chronischen Bronchitis verwendet. Infektionen des Urogenitaltraktes, z. B. Zystitis (Harnwegsinfektion) sowie Haut- und Weichteil-Infektionen wie Cellulitis können mit Augmentin ebenfalls behandelt werden. Eine weitere Verwendung findet Augmentin im Bereich der Infektionsprophylaxe nach perationen im Beckenbereich und im Bereich des Magen und Darms. Es könnten auftreten: gastrointestinale Reaktionen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verdauungsstörungen), Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Fieber, Gelenksschmerzen und Hautjucken), Blutbildveränderungen (Leukopenie, Thrombozytopenie und hämolytische Anämie) und Leberveränderungen (bes. bei älteren männlichen Patienten). In sehr seltenen Fällen kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. In äußerst seltenen Fällen können auch Nebenwirkungen im Bereich des Zentralnervensystems (Hyperaktivität, Benommenheit und Kopfschmerzen) auftreten. Vor allem bei längerer Anwendung können lokalisierte Venenentzündungen an der Injektionsstelle vorkommen. Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung Vor einer Augmentin-Therapie sollte der Patient nach einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Penicillinen, Cephalosporinen oder anderen Allergenen befragt werden. Bei einer hochdosierter Augmentin-Therapie muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und in Folge auf entsprechende Urinausscheidung geachtet werden. Zu beachten ist auch der Gehalt an Natrium (1,37 mmol pro 500 mg Amoxicillin) und Kalium (0,25 mmol pro 50 mg Clavulansäure) der Infusionslösung. Beim Auftreten allergischer Reaktionen muss die Augmentin-Therapie abgebrochen werden. Weiters ist bei lang andauernder Antibiotikatherapie das Auftreten resistenter Bakterien bzw. Pilze unbedingt zu überprüfen. Bei schweren Durchfällen kann eine antibiotikabedingte lebensbedrohliche pseudomembranöse Colitis vorliegen. Haltbarkeit und Abgabe 24 Monate Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten

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4 Betalaktam-Antibiotika Penicilline Allen Penicillinen liegt ein Thiazolidin-Ring zugrunde, der mit einem -Lactamring kondensiert ist. Die bisher bekannten Penicilline unterscheiden sich nur durch den Substituenten R. R 4-Thia-1-azobicyclo[3.2.0]heptan-7-on R C H HN 6 H 5 S 4 3 CH3 7 N 1 2 CH3 CH Penicilline wurden ursprünglich aus den Kulturen des Pilzes Penicillium notatum und später aus den Kulturen von Penicillium chrysogenum gewonnen. Diese Pilzarten produzieren natürliches Penicillin, um sich vor gewissen Bakterien schützen zu können. Mittels chemischer Veränderungen an den natürlichen Penicillinen konnte man eine bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit für den Menschen erreichen. Heute ist es möglich, das chemische Grundgerüst aller Penicilline zu reproduzieren. Der Wirkungsmechanismus aller Penicilline ist gleich. Diese Gruppe der Betalaktam-Antibiotika wirkt auf jene Bakterien abtötend, die sich in der Teilungsphase befinden und so eine neue Zellwand aufbauen müssen. Penicilline greifen in die Synthese der Zellwand ein und verhindern die vollständige Neubildung der Zellwand, was ein Absterben des Bakteriums zur Folge hat. Penicilline dürfen nicht mit anderen Antibiotika, die bakteriostatisch wirken, gemeinsam verabreicht werden. Die Kombination mit anderen bakterizid wirkenden Antibiotika (z.b. mit Streptomycin oder Gentamycin) ist aber ohne weiteres möglich. Mit Penicillinen können vor allem andere Antibiotika aus der Gruppe der Betalaktam-Antibiotika, wie zum Beispiel Cephalosporine kombiniert werden. Penicilline haben - wie alle Antibiotika aus der Gruppe der Betalaktam-Antibiotika - einen für ihre Wirkung wichtigen Betalaktamring. Der Betalaktamring öffnet sich an einer

5 Betalaktam-Antibiotika 18 bestimmten Stelle und bindet an ein Enzym, das für die Zellwandsynthese der Bakterien von großer Bedeutung ist. Dieses Enzym wird damit gehemmt. Aufgrund der Resistenzentwicklung gegen Penicilline wurden Penicilline entwickelt, die gegen die Betalaktamasen der Bakterien unempfindlich sind. Es werden Betalaktamase-sensitive und Betalaktamase-resistente unterschieden. Penicillin G z. B. Penicillin G-Natrium Biochemie I.E.-Trockenstechampulle Eigenschaften und Wirksamkeit Anwendungsgebiete Penicillin G-Natrium verhindert die Biosynthese der Bakterienzellwand. Streptokokken wie Streptococcus viridans, Enterokokken, Pneumokokken, Staphylokokken und Meningokokken gehören zum Wirkungsspektrum des Penicillin G. Außerdem wirkt das Präparat gegen Keime wie Leptospiren, Treponemen, Borrelien, etc. Weiteres sind auch zahlreiche Anaerobier (wie Peptokokken, Peptostreptokokken, Clostridien etc.) empfindlich. Bei einer Verabreichung in hohen Konzentrationen werden auch gramnegative Keime, wie Escherichia coli, Proteus mirabilis, Salmonellen und Shigellen erfasst. Pencillin G-Natrium wird bei Infektionen, die durch penicillinempfindliche Erreger verursacht werden, verwendet. Dazu zählen: Septikämie, Haut- und Wundinfektionen, Diphtherie, Pneumonie, Empyem, Perikarditis, Endokarditis, Peritonitis, Meningitis, Hirnabszess, Arthritis sowie Infektionen des Genitaltraktes. Penicillin G-Natrium ist außerdem wirksam bei Infektionen wie Milzbrand, Tetanus, Listeriose, Gonorrhoe und Syphilis. Penicillin G-Natrium wird auch bei Lyme-Borreliose, ab dem 2. Krankheitsstadium verwendet, vor allem dann, wenn eine orale Penicillin-Therapie nicht mehr möglich ist. Auch in der Schwangerschaft wird ab dem 2. Stadium der Lyme-Borreliose Penicillin G in hohen Dosen verabreicht.

6 Betalaktam-Antibiotika 19 Nebenwirkungen Bei der Therapie mit Penicillin G können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, wobei erwähnt werden muss, dass allergische Reaktionen eher selten sind. Möglich sind aber Reaktionen wie Urtikaria, Erythema, Dermatitis, Fieber, Gelenksschmerzen, Anaphylaxie oder anaphylaktoide Reaktionen, wie zum Beispiel Asthma. Im Bereich des Verdauungstraktes können Stomatitis und Glossitis als Nebenwirkungen auftreten. Wenn während der Behandlung mit Penicillin G Durchfälle auftreten, sollte an die Möglichkeit einer pseudomembranösen Colitis gedacht werden. Außerdem könnten Veränderung des Blutbildes (Eosinophilie, hämolytische Anämie, Leukopenie und Thrombozytopenie) in Erscheinung treten. Abgesehen von den bereits erwähnten Nebenwirkungen muss bei intramuskulärer Applikation bei Säuglingen mit schweren lokalen Reaktionen gerechnet werden. Es empfiehlt sich daher eine intravenöse Therapie durchzuführen. Bei Infusion hoher Dosen kann es zu Krampfreaktionen kommen. Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung Natürlich ist bei Auftreten einer Allergie die Therapie sofort abzubrechen und entsprechende Mittel zu verabreichen. Bei einer längerandauernden Behandlung mit hohen Dosen sollten Kontrollen des Elektrolythaushaltes sowie Blutbildkontrollen und Nierenfunktionstests durchgeführt werden. Außerdem muss ein Überwuchern resistenter Keime bei Langzeittherapie beachtet werden. Bei schweren anhaltenden Durchfällen ist an eine pseudomembranöse Colitis zu denken, vor allem wenn blutig-schleimige, wässrige Durchfälle, dumpfer, diffuser bis kolikartiger Bauchschmerz oder Fieber als Begleiterscheinungen auftreten. In diesen Fällen ist Penicillin G-Natrium sofort abzusetzen und eine entsprechende Therapie einzuleiten. Schwangerschaft und Stillzeit: Bisher konnten keine Schädigungen von Schwangeren, Föten oder Neugeborenen nachgewiesen werden. Daher ist eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillperiode meist unbedenklich. Das einzige Problem für den Säugling könnte in einer frühzeitigen Sensibilisierung gegen Penicilline liegen. Während einer laufenden Penicillin-G-Therapie sollte die Muttermilch abgepumpt und verworfen werden. Haltbarkeit und Abgabe 60 Monate Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten

7 Betalaktam-Antibiotika 20 Phenoxymethylpenicillin z.b. spen 500-Filmtabletten Eigenschaften und Wirksamkeit Phenoxymethylpenicillin ist ein hochwirksames Antibiotikum zur oralen Einnahme. Phenoxymethylpenicillin hat ein ähnliches Wirkungsspektrum wie Penicillin G und umfasst Streptokokken, Staphylokokken und Neisserien. Weiters wirkt es gegen Listerien, Corynebakterien und zahlreiche Anaerobier (wie Peptokokken, Peptostreptokokken, Fusobakterien, etc.). Die Wirkung von Phenoxymethylpenicillin wird durch Magensäure nicht beeinflusst. Wegen der raschen Resorption wird eine maximale Konzentration des Penicillins im Gewebe und Serum erreicht. Dadurch haben spen Filmtabletten eine sehr hohe Wirksamkeit. Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung Natürlich ist bei Auftreten einer Allergie die Therapie mit spen sofort abzubrechen. Bei einer Langzeitbehandlung sollten Blutbild- und Leberfunktionskontrollen sowie Nierenfunktionstests durchgeführt werden. Bei schwerer und anhaltender Diarrhoe (u. U. lebensbedrohlich) ist eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Colitis die mögliche Ursache. In derartigen Fällen muss spen sofort abgesetzt und eine dem Erregernachweis gemäße Therapie (z. B. Vancomycin oral 4 x 250 mg) eingeleitet werden. Schwangerschaft und Stillzeit: bwohl sich bis jetzt keine Hinweise auf embryotoxische oder mutagene Wirkungen gezeigt haben, sollte Phenoxymethylpenicillin während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Überlegung eingesetzt werden. Anwendungsgebiete Nebenwirkungen Haltbarkeit und Abgabe spen wird zur Therapie und Prophylaxe von leichten bis mittelschweren Infektionen eingesetzt. Dazu zählen Infektionen des HN-Traktes, wie z. B. Streptokokkenangina (Scharlach, Angina tonsillaris, Angina Plaut-Vincent ect.), titis media acuta und Sinusitis. Weiters können mit spen Filmtabletten Infektionen der Atemwege insbesondere bakterielle Bronchitis und bakterielle Pneumonie behandelt werden. Ein weiterer Anwendungsbereich sind Infektionen der Haut (Erysipel, Erysipeloid, Pyodermien, Abszesse, Phlegmone). Phenoxymethylpenicillin wird auch bei Bissverletzungen (z. B. Gesichtswunden oder tiefe Wunden der Hand) und Verbrennungen eingesetzt. Weiters verwendet man spen zur Prophylaxe von Streptokokkeninfektionen und deren Folgeerscheinungen wie rheumatisches Fieber sowie nach kleinen chirurgischen Eingriffen zur Prophylaxe einer bakteriellen Endokarditis (Herzinnenhautentzündung). Außerdem wirkt es bei Erkrankungen wie Pneumonie, Empyem, Sepsis, Pericarditis, Meningitis, und Arthritis. Während der Therapie mit spen Filmtabletten kann es zu eher seltenen allergischen Reaktionen wie Urtikaria, angioneurotisches Ödem, Erythema, Dermatitis, Fieber, Gelenksschmerzen oder zu einem anaphylaktischer Schock kommen. Nebenwirkungen können auch im Gastrointestinaltrakt auftreten (z. B. Übelkeit, Diarrhoe, Erbrechen, Magendruck, Stomatitis und Glossitis). In sehr seltenen Fällen wurden auch Veränderung des Blutbildes (hämolytische Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie etc.) beobachtet. 36 Monate Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten

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9 Betalaktam-Antibiotika Cephalosporine R R1 C H HN 6 H 5 S 4 3 CH2R2 Grundstruktur der häufigsten Cephalosporine 4-Thio-1-azobicyclo[3.2.0]- hepten-7-on 7 N 1 2 CH Cephalosporine ähneln auf Grund ihrer chemischen Struktur der Wirkungsweise von Penicillinen. Sie hemmen die Bildung von wachsenden Bakterienzellwänden und werden vor allem bei Penicillin-Allergien eingesetzt. Cephalosporine werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, wobei Kriterien wie Betalaktamase-Stabilität und Säurestabilität von Bedeutung sind. Die Grundunterteilung in Cephalosporine zur parentalen Anwendung (Injektion oder Infusion) und ral-cephalosporinen (oral eingenommen) ergibt sich in der Praxis aus einer unterschiedlichen Resistenz gegen die Magensäure. Weiters werden die parenteralen Cephalosporine in drei Gruppen eingeteilt: Cephalosporine ohne erhöhte Betalaktamase-Stabilität (Basiscephalosporine) Cephalosporine mit erhöhter Betalaktamase-Stabilität (Übergangscephalosporine) Breitspektrumcephalosporine Die ralcephalosporine lassen sich ebenfalls weiter einteilen: ralcephalosporine ohne erhöhte Betalaktamase-Stabilität ralcephalosporine mit erhöhter Betalaktamase-Stabilität Durch die unterschiedliche bakterielle Aktivität unterscheidet man auch mehrere Generationen.

10 Betalaktam-Antibiotika Erste Generation Cephalosporine der ersten Generation besitzen gegen grampositive Erreger wie z. B. Staphylokokken und Streptokokken eine gute Wirkung. Jedoch wirken sie gegen aerobe, gramnegative Erreger wie E. coli, Proteus mirabilis und Klebsiella pneumoniae nur eingeschränkt. Die erste Generation wird auch Cefalotin/Cefazolin Gruppe genannt. Cefazolin Da Cefazolin zur Gruppe der Cephalosporine gehört, hemmt es die Synthese der Zellwand und wirkt daher in der Teilungsphase der Bakterien bakterizid. Cefazolin Biochemie z. B.Cefazolin Biochemie 0,5 g-trockenstechampulle Eigenschaften und Wirksamkeit Anwendungsgebiete Nebenwirkungen Cefazolin ist ein halbsynthetisches Cephalosporin und wirkt, wie alle Betalaktam-Antibiotika, durch Störung der Zellwandsynthese. Das Wirkungsspektrum von Cefazolin schließt Staphylococcus aureus, Staphylococcus epidermidis und einige Streptokokkenstämme ein. Außerdem werden auch Streptococcus pneumoniae, E. coli, Proteus mirabilis, Klebsiella spp., Enterobacter aerogenes und Haemophilus influenzae erfasst. Cefazolin kann bei einer Reihe von Infektionen, die durch cefazolin-empfindliche Erreger verursacht werden, eingesetzt werden. Dazu zählen Infektionen des Respirationstraktes wie Bronchitiden sowie Pneumonien. Außerdem kann Cefazolin gegen Infektionen des Urogenitaltraktes wie Pyelonephritis, Cystitis, Urethritis und Prostatitis verwendet werden. Weiteres können Infektionen der Haut und der Weichteile, Infektionen der Gallenwege sowie Knochen- und Gelenkinfektionen mit Cefazolin behandelt werden. Auch bei Endokarditis und septischen Allgemeininfektionen ist das Präparat wirksam. Als Nebenwirkungen können Überempfindlichkeitsreaktionen und Allergien auftreten. Es wurden schon vereinzelt Arzneimittelfieber, Hautrötungen mit Hitzegefühl, Juckreiz, Urtikaria und anaphylaktische Reaktionen in Zusammenhang mit einer Cefazolin-Therapie beobachtet. Außerdem könnten Veränderungen des Blutbildes wie zum Beispiel Neutropenie, Leukopenie oder Thrombozytopenie auftreten. Es können auch Appetitlosigkeit, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Bei einer Überdosierung, vor allem bei Niereninsuffizienz kann Cefazolin neurotoxisch wirken. Als Folgen treten häufig gesteigerte Krampfbereitschaft, Erbrechen und Tachykardie auf. Andere Nebenwirkungen sind genitaler und analer Pruritus, genitale Moniliasis und Vaginitis.

11 Betalaktam-Antibiotika 23 Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung Bei reduzierter Nierenfunktion ist die Dosierung unbedingt dem Grad der Nierenfunktionsstörung anzupassen. Außerdem müssen die Nierenfunktionen während der Therapie regelmäßig überprüft werden. Bei einer allergischen Reaktion muss das Präparat natürlich sofort abgesetzt werden und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Zu beachten sind außerdem Kreuzallergien mit anderen Cephalosporinen und Penicillinen. Während der Behandlung mit Cefazolin können (äußerst selten) Blutgerinnungsstörungen auftreten, vor allem bei Patienten mit Vitamin-K-Mangel. Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist an eine antibiotikabedingte, pseudomembranöse Colitis zu denken. Bei langdauernder Behandlung mit Cefazolin können nichtempfindliche Erreger überhand nehmen. Schwangerschaft und Stillzeit: Bisher konnten noch keine ausreichenden Untersuchungen in diesem Zusammenhang durchgeführt werden, daher ist eine Anwendung während der Schwangerschaft nicht unbedenklich. Cefazolin gelangt in Muttermilch. Während einer Behandlung mit Cefazolin sollte daher nicht gestillt werden. Die Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Haltbarkeit und Abgabe 36 Monate Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten Zweite Generation Cephalosporine der zweiten Generation wirken gegen grampositive Kokken ungefähr gleich wie die Präparate aus der ersten Generation. Hingegen sind Zweitgenerations-Cephalosporine verglichen mit denen aus der ersten Generation aber schon in niedrigerer Konzentration gegen E. coli, Klebsiella pneumoniae, Proteus mirabilis und andere Enterobacterien wirksam. Auf Pseudomonas haben sie jedoch keine Wirkung. Cefuroxim Da Cefuroxim zur Wirkstoffgruppe der Betalaktam-Antibitika gehört, hemmt es wie Penicilline, die Synthese der Bakterienzellwand. Das Wirkungsspektrum von Cefuroxim richtet sich vor allem auf Keime, die gegen Penicillin resistent sind.gramnegative Erreger, die Betalaktamase produzieren, werden jedoch nicht erfasst.

12 Betalaktam-Antibiotika 24 Curocef z. B. Curocef 250mg-Trockenstechampullen Eigenschaften und Wirksamkeit Anwendungsgebiete Nebenwirkungen Curocef ist ein halbsynthetisches Cephalosporin-Antibiotikum zur parenteralen Anwendung. Es ist gegen die meisten Betalaktamasen resistent. Die bakterizide Wirkung von Curocef umfasst eine große Anzahl grampositiver und gramnegativer Erreger (gramnegative Aerobier wie Escherichia coli, Klebsiella, Proteus mirabilis, Haemophilus influenzae und Haemophilus parainfluenzae). Auch Moraxella (Branhamella) catarrhalis, Neiseria gonorrhoeae sowie N. meningitidis und Salmonella typhi werden erfasst. Weiters wirkt Curocef gegen grampositive Aerobier wie Staphylococcus aureus und S. epidermidis einschließlich ihrer penicillinresistenten Stämme. Außerdem wirkt Curocef außerhalb des Körpers gegen grampositive und gramnegative Kokken (z. B. Peptococcus und Peptostreptococcus spp.), grampositive Erreger (z.b. die meisten Clostridium spp.), gramnegative Erreger (z. B. Bacteroides und Fusobacterium spp.) sowie gegen andere Keime wie zum Beispiel Propionibacterium spp. und Borellia burgdorferi. Curocef wird dann angewandt, wenn bei der Therapie mit Cefuroxim Resistenzen und in Folge Infektionen auftreten; so z. B. bei Infektionen der Atemwege im Hals-, Nasen-, hrenbereich, der Nieren und ableitenden Harnwege, der Geschlechtsorgane einschließlich Gonorrhoe, der Haut und des Weichteilgewebes, der Knochen und Gelenke, sowie bei Sepsis, Meningitis und als Prophylaxe in der Chirurgie, wenn ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. An der Injektionsstelle kann bei höheren Dosen ein vorübergehender Schmerz auftreten. Entzündliche Reizungen der Venenwand und der Haut sowie allergische Reaktionen oder Fieber sind aber selten. Durch langsame Injektionen (3 5 Minuten) kann man derartige Beschwerden vermeiden. Vereinzelt sind Fälle von Hautrötung, Stevens- Johnson-Syndrom und Nierenentzündung beobachtet worden. Nebenwirkungen im Magen Darmtrakt wie Durchfall könnten auch auftreten. Besonders bei Patienten mit Lebererkrankungen kann es zu einer vorübergehenden Erhöhung der Leberenzyme und zum Anstieg des Serum-Bilirubins kommen. An dieser Stelle sollte man auch die Wirkung auf Blutbestandteile anführen. Möglich wären eine Veränderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (z. B. Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie) sowie Thrombozytopenie. In Einzelfällen kann es zu einer hämolytischen Anämie kommen. Wie bei allen Breitspektrumantibiotika kann es zu Superinfektionen kommen. Dies sind Infektionen, die bei noch bestehendem Primärinfekt auftreten und durch den gleichen Erreger verursacht werden. Wie auch bei anderen zur Behandlung der Meningitis gebräuchlichen Therapien sind leichte Beeinträchtigungen des Hörvermögens berichtet worden.

13 Betalaktam-Antibiotika 25 Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung Bei länger dauernder Anwendung kann es zu vermehrtem Wachstum von nicht-empfindlichen Keimen (z. B. Candida, Enterokokken) kommen, sodass es unter Umständen notwendig ist, die Behandlung abzubrechen bzw. geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Das Blutbild sowie Leber- und Nierenfunktion vor allem bei langandauernden Behandlung mit hohen Dosen von Curocef müssen unbedingt überwacht werden. Bei Anaphylaxie ist die Behandlung abzusetzen und entsprechende Gegenmaßnahmen sofort zu ergreifen. Schwangerschaft und Stillperiode Bisher ergaben sich keine Hinweise auf Teratogenität oder Embryotoxizität, dennoch sollte Curocef während der Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen verabreicht werden, da Cefuroxim in die Muttermilch übertritt. Haltbarkeit und Abgabe Trockensubstanz: 24 Monate; Lösung bis zu 5 Stunden bei Raumtemperatur (nicht über 25 C) und bis zu 24 Stunden im Kühlschrank (bei 2 8 C) Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten Dritte Generation Cephalosporine der dritten Generation haben eine hohe Stabilität gegen Betalaktamasen und sind dadurch gegen Haemophilus influenzae und Moraxella (Branhamella) catarrhalis aktiv. Außerdem weisen sie gute Aktivität gegen E. coli, Klebsiellen, Proteus sp. und gegen Neisserien auf. Auch Pneumokokken werden von ihrer Wirkung erfasst. Drittgenerations-Cephalosporine sind jedoch meistens wenig wirksam gegen Staphylokokken und daher für die Behandlung von Haut- und Weichteilinfekten kaum geeignet. Cefotaxim Cefotaxim kann bei allen Infektionen angewendet werden, die schon für die übrigen parenteralen Cephalosporine erwähnt wurden. Wegen des erweiterten Wirkungsspektrums wird Cefotaxim zusätzlich noch bei Infektionen des Zentralnervensystems angewendet.

14 Betalaktam-Antibiotika 26 Rocephin z. B. RCEPHIN Biochemie 1 g i.m.-trockenstechampulle mit Lösungsmittel Eigenschaften und Wirksamkeit Anwendungsgebiete Nebenwirkungen Ceftriaxon ist ein langwirksames Breitspektrumcephalosporin zur parenteralen Anwendung. Die bakterizide Wirksamkeit von Ceftriaxon ergibt sich aus der Hemmung der Zellwandsynthese. Ceftriaxon besitzt ein breites Wirkungsspektrum gegen gramnegative und grampositive Erreger. Ceftriaxon ist gegen die meisten Betalaktamasen in hohem Maße stabil. Es wirkt vor allem gegen Streptococcus pneumoniae, Streptococcus viridans, Streptococcus bovis, Aeromonas spp., Escherichia coli, Haemophilus ducreyi, Haemophilus influenzae, Haemophilus parainfluenzae, Klebsiella spp., Morganella morganii, Neisseria gonorrhoeae, Neisseria meningitidis, Plesiomonas shigelloides, Proteus mirabilis, Providencia spp., Salmonella spp., Shigella spp., Vibrio spp., Moraxella (nicht-catarrhalis) spp., etc. Rocephin wird bei Infektionen durch Erreger, die gegen Ceftriaxon empfindlich sind, angewendet (Sepsis, Meningitis, Lyme-Borreliose und abdominalen Infektionen wie Peritonitis, Infektionen der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes). Außerdem wirkt das Präparat bei Infektionen der Knochen, Gelenke, Weichteile, der Haut sowie Wundinfektionen, Nieren- und Harnwegsinfektionen, Atemwegsinfektionen, insbesonders Pneumonien, sowie Infektionen im Hals-Nasen-hren-Bereich, bei Infektionen der Genitalorgane, einschließlich Gonorrhoe und zur Infektionsprophylaxe nach einer peration. Ceftriaxon ist im Allgemeinen gut verträglich. Seltene Nebenwirkungen sind: Diarrhoe, Erbrechen, Stomatitis und Glossitis. Außerdem wurden vereinzelt Eosinophilie, Leukopenie, Granulozytopenie, hämolytische Anämie und Thrombozytopenie beobachtet. Vereinzelt treten schwere Hautreaktionen, Kopfschmerzen und Schwindel, Erhöhung der Leberenzyme, ligurie, Mykose des Genitaltraktes, Fieber, Frösteln und anaphylaktische Reaktionen auf.

15 Betalaktam-Antibiotika 27 Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung Die Möglichkeit des Auftretens eines anaphylaktischen Schocks kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden. In einem solchen Fall sind sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten. Schatten, die bei der Ultraschalluntersuchung der Gallenblase beobachtet werden, sind Ausfällungen des Calciumsalzes von Ceftriaxon, die bei Beendigung der Behandlung mit Rocephin verschwinden. Während einer längerdauernden Behandlung soll auch das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden. Weiters könnten schwere und anhaltende Durchfälle auftreten, wobei unbedingt an eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Kolitis zu denken ist. Wie auch bei anderen Antibiotika können Superinfektionen mit nicht empfindlichen Erregern auftreten. Schwangerschaft und Stillzeit Ceftriaxon passiert die Plazentaschranke. Da Ceftriaxon in niedrigen Konzentrationen in die Muttermilch abgegeben wird, ist in der Schwangerschaft und bei stillenden Frauen besondere Vorsicht geboten. Haltbarkeit und Abgabe 36 Monate. Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten Claforan z. B. Claforan 0,5 g-trockenstechampullen Eigenschaften und Wirksamkeit Anwendungsgebiete Cefotaxim ist gegen die meisten Betalaktamasen unempfindlich. Das Wirkungsspektrum schließt eine Reihe von Erregern ein. Dazu zählen Staphylokokken, Streptococcus spp., Neisseria gonorrhoeae (einschließlich Betalaktam-produzierende Stämme), Neisseria meningitidis, Branhamella catarrhalis, Haemophilus influenzae, Klebsiella spp., Clostridium perfringens, Corynebacterium diphtheriae, Proteus mirabilis, Proteus vulgaris, Providencia spp., Salmonella spp., Shigella spp., Morganella morganii. Claforan wird zur Therapie schwerer Infektionen wie Infektionen des Respirationstraktes, einschließlich Hals, Nase und hren, Infektionen der Haut und Weichteile, Infektionen der Knochen und Gelenke sowie Infektionen der Niere, des Harntrakts und der Geschlechtsorgane eingesetzt. Außerdem wirkt Claforan bei abdominellen Infektionen, Sepsis, Endokarditis, Meningitis und wird als perioperative Prophylaxe bei Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko verwendet.

16 Betalaktam-Antibiotika 28 Nebenwirkungen Es können allergische Hautreaktionen wie Pruritus sowie Urtikaria und Arzneimittelfieber auftreten. Weiters wurde über anaphylaktische Reaktionen. bis hin zum lebensbedrohlichen Schock berichtet. Während der Behandlung mit Cefotaxim können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auftreten. Außerdem ist ein Anstieg der Leberenzyme keine Seltenheit. Thrombozytopenie, Eosinophilie und sehr selten hämolytische Anämie sind ebenfalls schon aufgetreten. Es kann auch zu einem vorübergehenden Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Serum kommen. Weiteres wurden auch Nebenwirkungen im Bereich des Nervensystems wie Bewusstseinsstörungen und Koordinationsstörungen beobachtet. Wie bei allen Injektionen ergeben sich lokale Reaktionen wie Entzündungen und Schmerzen an der Injektionsstelle. Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung Bei Patienten mit allergischer Diathese (Neigung zu bestimmten Krankheiten) ist bei einer Therapie mit Betalaktam-Antibiotika Vorsicht geboten. Insbesondere starker anhaltender, blutiger Durchfall während oder nach einer Behandlung mit Antibiotika kann ein Hinweis auf eine durch Clostridium difficile verursachte Erkrankung sein. Bei Verdacht auf eine pseudomembranöse Kolitis muß Claforan sofort abgesetzt werden. Außerdem müssen bei lang andauernden Therapie Nieren- bzw. Leberfunktion und das Blutbild kontrolliert werden. Wie bei jeder länger andauernden Antibiotika-Therapie kann es zu Überwucherung mit unempfindlichen Mikroorganismen kommen. Daher sollte der Zustand des Patienten regelmäßig überprüft werden, um gegebenenfalls bei Auftreten einer Folgeinfektion geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Cefotaxim liegt als Natriumsalz vor. Daher sollte der Natriumgehalt pro Dosis beachtet werden. Schwangerschaft und Stillzeit: Cefotaxim passiert gleich wie Ceftriaxon die Plazenta-Schranke. Das Präparat sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Da Cefotaxim in die Muttermilch übertritt, sollte Cefotaxim auch während der Stillperiode nicht eingesetzt werden. Haltbarkeit und Abgabe Haltbarkeit der Trockensubstanz: 24 Monate Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten

17 Betalaktam-Antibiotika Andere Betalaktam-Antibiotika C C C N H H - H2 N -Aminosäure -Lactam H Meropenem aus der Gruppe der Carbapeneme H 3 C N S NH N CH 3 CH 3 CH Zusätzlich zu den Betalaktamase-Inhibitoren, Penicillinen und Cephalosporinen gibt es noch zwei weitere Antibiotika, die auf Grund ihrer Struktur auch zu den Betalaktam-Antibiotika gezählt werden. Der Einsatz der Carbapeneme und der Monobactame erfolgt nicht so häufig, wie die Anwendung der Penicilline und der Cephalosporine. Deswegen werden sie an dieser Stelle nur kurz von mir beschrieben. Das breite Wirkungsspektrum der Carbapeneme umfasst die meisten grampositiven und gramnegativen Bakterien. Auch Problemkeime wie Staphylokokkus aureus und Pseudomonas aeruginosa werden durch ihre Wirkung erfasst. Weiters ist die Empfindlichkeit gegen Betalaktamasen eher gering. Monobactame sind Antibiotika, die von Bakterien selbst gebildet werden. Aztreonam, bisher der einzige Vertreter dieser Gruppe wird synthetisch hergestellt.

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