12.5 Anlage eines Blasenkatheters

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1 260 Bei mechanischen Komplikationen oder Phlebitiszeichen sowie bei Verdacht auf eine katheterassoziierte Bakteriämie/Sepsis, Entfernung der Kanüle und ggf. Neupunktion an anderer Stelle. Falls notwendig, zur Spülung sterile 0,9%ige NaCl-Lösung verwenden Anlage eines Blasenkatheters Transurethraler Blasenkatheter Grundsätzlich gilt: Die Indikation ist streng zu stellen und der Katheter, sobald eine normale Miktion möglich ist, zu entfernen. Benötigtes Material: vorzugsweise Silikonkatheter; Kathetergrößen siehe Tabelle 12-3 Katheterset steriles Gleitmittel sterile Handschuhe Tisch Blockerspritze Bei deranlage zu berücksichtigende Aspekte: Bei vorhersehbarer längerer Katheterisierung Indikation für suprapubischen Katheter prüfen. Hygienische Händedesinfektion für 30 s. Desinfektion der Harnröhrenöffnung und ihrer Umgebung mit Octenisept und 60 s lang wischdesinfizieren. Vorsichtig 20 ml Gleitgel (mit Lokalanästhetikum) injizieren (bei Frauen evtl. weniger). Bei Männern Penis im 90 -Winkel aufrichten. Katheter einführen. Ballon nur füllen, wenn Katheter und Ballon sicher in der Blase liegen (freier Urinfluss, oder bei leerer Blase, freier AbflussvoninjiziertemsterilemKochsalz). Nicht an dem Katheter ziehen! Bei Einführschwierigkeiten Thiemann- Katheter versuchen. Bei Prostatahypertrophie evtl. größeren (sic!) Katheter versuchen. Tab Kathetergrößen Blasenkatheter (1 Charrière = 1/3 mm). Ch (Charrière) Beim Umgang mit dem transurethralen Katheter ist zu beachten: Abknicken und Diskonnektieren vermeiden. Bei Diskonnektion Konnektionsstelle desinfizieren. Auffangbeutel nicht über Blasenniveau anbringen. Keine routinemäßige Katheterpflege außerhalb der normalen Grundpflege! Kein»Blasentraining«durchführen! Keine routinemäßigen Katheterwechsel! Nicht an dem Katheter ziehen; bei Patienten mit hirnorganischem Psychosyndrom Katheter mit Fixomull am Oberschenkel fixieren oder ggf. Dauerkatheter ganz entfernen. 4,0 4,3 4,7 5,0 5,3 5,7 6,0 6,3 6,7 7,0 7,3 7,7 8,0 8,3 8,7 9,0

2 12.5 Anlage eines Blasenkatheters 261 a b c d e Abb Anlage eines suprapubischen Blasenkatheters. Nadel und suprapubischer Dauerkatheter (a), der durch die Nadel geschoben werden muss (b).zunächst muss die Blase mit Urin gefüllt sein (dies ist sie automatisch, wenn ein Harnverhalt vorliegt; liegt bereits ein transurethraler Dauerkatheter, muss dieser je nach Diurese für ca. 5 h abgeklemmt werden). Sonographisch überzeugt man sich von der genauen Lage der Blase. Die Punktionsstelle befindet sich median etwa 4 cm über der Symphyse. Zunächst erfolgt die Probepunktion und Aspiration mit kleiner Nadel am Ende der Lokalanästhesie (c). Nach der Vorbereitung eines Hohltrokars (12 Charrière) mit passendem Katheter wird eine Stichinzision der Haut und dem f vorderen Blatt der Rektusscheide mit einem Skalpell durchgeführt (d). Danach wird die Harnblase senkrecht mit dem Hohltrokar punktiert (e), bis Urin im Katheter erscheint (und meist aus dem Trokar läuft), dann wird der Katheter vorgeschoben (und der Ballon geblockt). Danach wird der Trokar zurückgezogen und durch Auseinanderziehen entfernt (f). Der suprapubische Dauerkatheter wird bis zur Markierung am Kathetersystem oder bis der Ballon die Harnblasenwand erreicht zurückgezogen. Gegebenenfalls erfolgt die Fadenfixierung eines einlumigen Katheters. Abschließend wird ein trockener Verband angelegt.

3 262 Tägliches Waschen der Genitalregion mit Wasser und Seife. Spülen bei Notwendigkeit mit steriler 0,9%iger NaCl-Lösung unter aseptischen Bedingungen (steriles Lochtuch, sterile Handschuhe, Sprühdesinfektion). Keine routinemäßige Probenentnahme bei katheterisierten Patienten! Probenentnahme via Punktionsstelle (kleine Volumina) bzw. via Auffangbeutel (große Volumina) nach vorheriger hygienischer Händedesinfektion Suprapubischer Blasenkatheter Grundsätzlich gilt: Die Anlage eines suprapubischen Katheters (Abb. 12-2) erfolgt notfallmäßig bei Harnverhalt, wenn eine transurethrale Katheterisierung nicht möglich ist bzw. gelegentlich bei Langzeit(intensiv)patienten Anlage einer Magensonde Grundsätzlich gilt: Die Anlage einer Magensonde erfolgt zur enteralen Ernährung, zur Entlastung bei druckunterstützter nicht invasiver Beatmung sowie zur Entlastung bei Ileus bzw. Subileus. Benötigtes Material: Magensonde, Stethoskop, ggf. Laryngoskop. Bei der Anlage zu berücksichtigende Aspekte: Vorbereitung: saubere Arbeitsfläche, geeignete Magensonde (14/16 Charrière), Xylocain-Gel, Stethoskop und Blasenspritze, weißer Pflasterstreifen zum Fixieren, Sekretablaufbeutel; ggf. ein Becher mit Wasser. Patienten sitzend lagern. Hygienische Händedesinfektion für 30 s. Magensonde mit Xylocain-Gel gleitfähig machen. Magensonde durch Nasenloch horizontal (!) bis zur Epiglottis einführen und mit kooperativem Schluckakt (ggf. erleichtert durch Wassertrinken) in die Speiseröhre vorschieben. Bei starkem Husten oder unkooperativen Patienten Sonde entfernen. Lagekontrolle mittels Insufflation von 50 ml Luft via Blasenspritze und simultaner Auskultation des Magens mit dem Stethoskop. Fixierung der Sonde mit Pflasterstreifen. Beim Umgang mit der Magensonde ist zu beachten: Abknicken und Diskonnektieren vermeiden. Auffangbeutel nicht über Magenniveau anbringen Anlage einer Thoraxdrainage Grundsätzlich gilt: Bei Pneumothorax kleine Drainagen, bei Hämato- und Serothorax oder Empyem immer große Drainagen (24 28 Charrière) verwenden (Drainagegrößen siehe Tab. 12-4). Streng sterile Arbeitsweise (Händedesinfektion, steriler Kittel, sterile Handschuhe, Mundschutz, ZVK-Set, großflächige Abdeckung). Zugang mehrmals desinfizieren (Einwirkzeit beachten).

4 12.7 Anlage einer Thoraxdrainage 263 Tab Drainagegrößen (1 Charrière = 1/3 mm; Standardgrößen hervorgehoben). Ch (Charrière) ,0 4,3 4,7 5,0 5,3 5,7 6,0 6,3 6,7 7,0 7,3 7,7 Ch (Charrière) ,0 8,3 8,7 9,0 9,3 9,7 10,0 10,3 10,7 11,0 11,3 11,7 Bei deranlage zu berücksichtigende Aspekte (Abb. 12-3, S. 264): Zuvor Röntgen-Thorax und Pleurasonographie (Frage Erguss, Lokalisation Herz, Milz, Leber). Lokalisation nach Bülau: supramamillär (meist zwischen 5. und 7. Rippe), in Notfallsituationen ohne Sonographie eher höher (Gefahr Perforation Herz, Leber, Milz) in der mittleren Axillarlinie; Lokalisation nach Monaldi: 2. (oder 3.) ICR, mittklavikulär. Unter sterilen Kautelen Desinfektion und Abdecken. Lokale Infiltration der Rippe und der Pleura (Lokalanästhesie zunächst intraund subkutan mit 22er-Nadel, dann Periost mit 12er-Nadel). Bei ängstlichen Patienten ggf. Sedierung (Midazolam oder Propofol). Schnitt ca. 4 cm in der mittleren Axillarlinie einen ICR unter dem zur durchstoßenden ICR. Schnittrichtung entlang der Hautlinien. Danach stumpfe Präparation kranial der Rippe und stumpfes Durchstoßen der Pleura mittels geschlossener stumpfer Schere (oder Finger). Bei einem Pneumothorax hört man das Entweichen der Luft, bei einem Erguss muss sich jetzt die Flüssigkeit entleeren. Wenn die Pleura eröffnet ist, Einbringen der Thoraxdrainage (Bülau i.d.r. mit Richtung kranielle Pleura, Monaldi nach kaudal). Dies muss ohne jeglichen Widerstand erfolgen sonst befindet sich die Drainage im falschen Bereich (Thoraxwand, Lungenparenchym). Danach Konnektion an Thoraxdrainagekasten, Hautnaht, Annähen der Drainage und fester Verband. Memo: Durch interkostale Resorption von Lokalanästhetika können hohe Plasmaspiegel erzielt werden; die Prozedur bleibt jedoch häufig für einen Patienten sehr unangenehm und schmerzhaft, so dass auf der Intensivstation eine kurze Sedierung mit mg Disoprivan (Propofol ) dem Patienten die Prozedur erträglicher macht. Bei einem Spannungspneumothorax nicht vor Anlage intubieren und kräftig bebeuteln. DadurchwirdnochmehrLuftindenPleuraspalt gebracht, der Druck dort steigt noch weiter und der Kreislauf wird weiter kompromittiert, bzw. die Reanimation schwieriger. Beim Spannungspneumothorax ist die unmittelbare Entlastung notwendig. Da die häufig empfohlene Punktion mit Kanüle und Fingerling nicht immer klappt, sollte man zur Not (Blutdruck fällt, Drainage muss noch geholt werden) die Präparation vornehmen und ein Entweichen derluftsoermöglichen.

5 264 a b c d f e Abb Legen einer Bülau-Drainage. Situs des normalen Zugangs einer Bülau-Drainage (a); zur besseren Orientierung ist es immer hilfreich, wenn der Patient gerade auf dem Rücken liegt. Man sollte sich zunächst radiologisch oder sonographisch orientieren (links liegen Herz und Milz, rechts die Leber in der Nachbarschaft), in Notfallsituationen sollte man eine Thoraxdrainage nicht unterhalb der Mamille einbringen. Zunächst macht man eine Lokalanästhesie (b) und punktiert auf die Rippe und dann kranial die Pleura (beim Pneumothorax kommt Luft, beim Hämatothorax Blut, beim Empyem Eiter, beim Pleuraerguss seröse Flüssigkeit). Danach erfolgt ein ausreichend großer Hautschnitt (ca. 4 cm) in der mittleren Axillarlinie (c). Mit einem Instrument (am besten gebogene stumpfe Schere) präpariert man stumpf die Subkutis, geht einen ICR kranial der Schnittführung auf die Rippe zu und durchstößt kranial der Rippe die Thoraxwand (d). Dies benötigt ausreichend Kraft(derUngeübtetrautsichoftnichtdieseaufzuwenden). Hat man die Thoraxwand durchstoßen, kommt beim Pneumothorax Luft, beim Hämatothorax Blut, beim Empyem Eiter, beim Pleuraerguss seröse Flüssigkeit). Durch das stumpf präparierte Loch (mit dem Finger tasten) bringt man nun die Thoraxdrainage ein dies kann mit dem Trokar geschehen allerdings ist die Drainage mit Trokar eine gefährliche Waffe, wenn sie ungebremst in den Thorax ver-

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