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1 UNIVERSITÄT ST.GALLEN (HSG) Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften Diplomarbeit 2SHUDWLYHV5LVLNRPDQDJHPHQW GHV³6DOHVDQG&ROOHFWLRQ&\FOH (PSLULVFKH$QDO\VH Referent Prof. Flemming Ruud Ph.D Vorgelegt am 12. August 2004 von Roman Kalberer von Uzwil SG

2 Inhaltsverzeichnis II,QKDOWVYHU]HLFKQLV,QKDOWVYHU]HLFKQLV,, $EELOGXQJVYHU]HLFKQLV,9 7DEHOOHQYHU]HLFKQLV 9 $EN U]XQJVYHU]HLFKQLV 9,, (LQOHLWXQJ 1.1. Darstellung der Thematik Zielsetzung Abgrenzungen Forschungsmethodik Aufbau der Arbeit Grundlegende Definitionen KHRUHWLVFKH*UXQGODJHQ 2.1. Risiko Risikosystematisierung Kreditrisiko Missbrauchsrisiko Operationelle Risiken Operatives Risikomanagement Zwei-Dimensionaler Risikoansatz Risiko-Identifikation Risikoidentifikation in der Primär-Dimension Primär-Risiken und Bonitätsindikatoren Risikoidentifikation in der Sekundärdimension (operationelle Risiken) Risiko-Bewertung Messen im Primärprozess ein Scoring-Kreislauf Definition Scoring Beurteilung von Scoring-Ansätzen im Primärprozess Scoring-Methoden im Primärprozess Punktbewertungsverfahren Expertensysteme Neuronale Netze Übersicht Scoring-Methoden Bewertung der Scoring-Methoden Risikomessung im Sekundärprozess Zusammenhang zwischen Scoring im Primärprozess und Delkredere Risikobewältigung Risikovermeidung Selbsttragung Schadenverminderung (Schadenverhütung und Schadenherabsetzung) Reaktive Massnahmen Risikoüberwälzung Übersicht der Massnahmen zur Risikobewältigung Dimensionierung der Risikomanagement-Systeme Datawarehousing (PSLULVFKH8QWHUVXFKXQJ 3.1. Methodisches Vorgehen und Forschungsansatz Charakterisierung der Stichprobe Operatives Risikomanagement Risikoidentifikation und Risikomessung Risikoidentifikation Primär-Dimension Risikoidentifikation und Risikomessung Sekundär-Dimension Risikomessung Antragsprüfung und Monitoring...36

3 Inhaltsverzeichnis III Delkredere-Berechnung Neuronale Netze Idealtypischer Ansatz für die Antragsprüfung EDV-Einsatz Vollständigkeit Mustkriterien Dublettencheck Killerkriterien Black List Externe Überprüfung Antragsdaten Externe Bonitäts-Informationen ZEK, Ämter und Drittfirmen Tragbarkeitsberechnung: KKG-Vorgaben Konsumkreditgesetz GWG-Vorgaben Geldwäscherei-Gesetz Manuelle Überprüfungen Scoring und Gesamtbeurteilung Limitenberechnung Idealtypischer Ansatz für das Monitoring EDV-Einsatz Spezielle Monitoring-Massnahmen Limitenmanagement Limitenanpassungen Überzugsmanagement und Kontosperrungen Idealtypischer Ansatz für das Inkasso Idealtypischer Ansatz für die Delkredere-Berechnung Internes Kontrollsystem Risiko-Reporting Risikosteuerung und Umsetzung der Massnahmen Best Practice 'LH)DOOVWXGLH&UHGLW&DUG 4.1. Allgemeines zur Fallstudie CreditCard Zielsetzung und Methodik Aufnahme und Beurteilung des operativen Risikomanagements Allgemeines Kritikpunkte Massnahmen-Katalog Bewertung des neuen Limitenmanagement-Modells Einsatz der Best Practice Empfehlungen Data Mining mit Clementine und Answer Tree Allgemeines Datenbasis Modellbildung Einteilung des Portfolios in Kunden-Klassen Überprüfung des Modelles Beurteilung der heutigen Delkredere-Rückstellung Best Practice: Empfehlung Nr. 1 bis Nr =XVDPPHQIDVVXQJ /LWHUDWXUYHU]HLFKQLV,QWHUYLHZYHU]HLFKQLV $QKDQJ Anhang A: Fragebogen Diplomarbeit: Anhang B: Resultate des Fragebogens Anhang C: Prozesse Operatives Risikomanagement Credit Card (UNOlUXQJ

4 Abbildungsverzeichnis IV $EELOGXQJVYHU]HLFKQLV Abb. 2.1 Verbindung des Risikoprozesses mit Kernprozessen... 8 Abb. 2.2 Schematischer Aufbau eines operativen Risikomanagement-Systems... 9 Abb. 2.3 Zwei-Dimensionaler Risikoansatz im operativen Risikomanagement... 9 Abb. 2.4 Scoring-Systematik von der Krise zum Kreditentscheid Abb. 2.5 Vergleich Punktbewertungsverfahren zu Neuronalen Netzen Abb. 3.1 Prozessabläufe und operatives Risikomanagement Abb. 3.2 Rechtliche Unterstellungen (Frage 1-3) Abb. 3.3 Anzahl Anträge pro Monat (Frage 10) Abb. 3.4 Anzahl Mitarbeiter im Risikomanagement (Frage 5-8) Abb. 3.5 Outsourcing Antragsprüfung (Frage 9) Abb. 3.6 Outsourcing Monitoring (Frage 42) Abb. 3.7 Ratenzahlermodelle in der Praxis (Frage 67) Abb. 3.8 Ursachen eines Kreditausfalles (Frage 68) Abb. 3.9 Reaktionsfähigkeit auf operationelle Risiken (Frage 86) Abb Wichtigkeit der Behandlung operationeller Risiken (Frage 86) Abb Risikoklassen mit Einfluss auf Mahntonalität (Frage 63) Abb Übernahme des Antrags-Score ins Monitoring (Frage 64) Abb Bildung von Risikoklassen für die Delkredere-Berechnung (Frage 69) Abb Anzahl Klassen für die Delkredere-Berechnung (Frage 70) Abb Verwendung Erwartete Verluste-Formel (Frage 74) Abb Andere Berechnungsarten Delkredere (Frage 75) Abb Kriterien für die Einteilung der Kredite in Risikoklassen (Frage 77) Abb Unterteilung Kreditportfolio Performing und Non-Performing (Frage 48) Abb Gleichzeitige Übergabe Inkasso, wenn Non-Performing (Frage 50) Abb Klassifikatoren für die Eingliederung zu Non-Performing (Frage 49) Abb Stellung der Firmen zu neuronalen Netzen (Frage 33) Abb Prozess Antragsprüfung mit Risiko-Bewältigungs-Massnahmen Abb EDV-Programme in der Antragsprüfung (Frage 20) Abb Automatisierungsgrad der Antragsprüfung (Frage 28) Abb Anteil unklarer Fälle nach automatischer Prüfung (Frage 23) Abb Mustkriterien in der Antragsprüfung (Frage 11) Abb Killerkriterien in der Antragsprüfung (Frage 12) Abb Dublettencheck (Frage 15) Abb Einsatz von Black Lists (Frage 13) Abb Gründe für den Eintrag in eine Black List (Frage 14) Abb Kreditvergabe bei früherem Inkassofall (Frage 16) Abb Externe Überprüfung von Antragsdaten (Frage 18) Abb Externe Informationsquellen für Bonitätsprüfung (Frage 17) Abb Manuelle Prüfungen (Frage 29) Abb Subjektive Beurteilungskriterien (Frage 30) Abb Manuelle Übersteuerung Kreditentscheid Sachbearbeiter (Frage 27)... 49

5 Tabellenverzeichnis V Abb Unterschiedliche Regelsets für Kredit-Entscheid (Frage 34) Abb Kundengruppen mit unterschiedlichen Regelsets im Kreditentscheid (Frage 35). 50 Abb Häufigste Ablehnungsgründe 2003 (Frage 38) Abb Wichtigkeit der Antragskriterien für den Kreditentscheid (Frage 41) Abb Fixe Zuordnung Score zu Limite (Frage 24) Abb Spezielle Score-unabhängige interne Berechnungsmodelle (Frage 25) Abb Schematischer Prozessablauf Monitoring Abb EDV-Automatisierungsgrad im Monitoring (Frage 58) Abb EDV-Programme im Monitoring (Frage 66) Abb Externe Bonitätsprüfung bei Negativ-Ereignis (Frage 56) Abb Periodische Überprüfung Portfolio mit externen Bonitätsdaten (Frage 57) Abb Aktives Limitenmanagement (Frage 51) Abb Verschiedene Arten der Limitenkürzungen (Frage 65) Abb Überzugsmanagement-Politik (Frage 59) Abb Ereignisse mit Kontosperrungen (Frage 52) Abb Schematischer Prozess des Inkassos Abb Aufbau der Mahnstufen I (Frage 42-46) Abb Aufbau der Mahnstufen II (Frage 42-46) Abb Verhalten im Mahnverfahren mit Schuldnern (Frage 61) Abb Behandlung Ersttäter vs. Wiederholungstäter (Frage 62) Abb Periodizität der Delkredere-Anpassung (Frage 71) Abb Tendenz der Ausfall-Wahrscheinlichkeiten (Frage 78) Abb Debitorenverluste in % des Ausstandes (Frage 83) Abb Delkredere-Werte in % des Ausstandes (Frage 82) Abb Verbesserungspotential Faktoren Internes Kontrollsystem (Frage 85) Abb Wichtigkeit der Faktoren des Internen Kontrollsystems (Frage 85) Abb Statistische Verfahren von Regelsets in der Antragsprüfung (Frage 31) Abb Statistische Verfahren zu Änderung von Regelsets im Monitoring (Frage 53) Abb. 4.1 Modelldesign in Clementine Abb. 4.2 Resultate des Neuronalen Netzes (Clementine) Abb. 4.3 Relative Wichtigkeit der Merkmale für das Modell Abb. 4.4 Answer Tree: Klasseneinteilung und Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit DEHOOHQYHU]HLFKQLV Tabelle 2.1 Vergleichende Übersicht von Scoring-Modellen in der Praxis Tabelle 2.2 Scoring-Skala von Beatge & Partner Tabelle 2.3 Risiko-Bewältigungs-Massnahmen im Konsumkreditgeschäft Tabelle 2.4 Eingliederungskriterien für Clusterbildung Tabelle 3.1 Charakterisierung der Stichprobe (Frage 1-8, 10, 80, 81) Tabelle 3.2 Wichtigkeit des operativen Risikomanagements (Frage 84-08) Tabelle 3.3 Frühwarnsystem im Bereich Kreditrisiko und operat. Risiken (Frage 85-23) Tabelle 3.4 Risikoidentifikation von Rahmenbedingungen und Risikokunden (Frage 85)... 32

6 Tabellenverzeichnis VI Tabelle 3.5 Zunehmende Verbraucherverschuldung (Frage 84-06) Tabelle 3.6 Verschuldungsmentalität (Frage 84-09) Tabelle 3.7 Situative Einschätzung von Verbraucherverhalten (Frage 84-07) Tabelle 3.8 Scoring-Methoden in der Antragsprüfung (Frage 19) Tabelle 3.9 Scoring-Methoden im Monitoring (Frage 55) Tabelle 3.10 Ansätze zur Berechnung des Delkredere (Frage 73) Tabelle 3.11 Zukunft von Punktbewertungsverfahren (Frage 84-01) Tabelle 3.12 Zukunft von neuronalen Netzen (Frage 84-02) Tabelle 3.13 Notwendigkeit von manuellen Prüfungen (Frage 84-03) Tabelle 3.14 Datenschutzbestimmungen (Frage 84-05) Tabelle 3.15 Kosten-Informationen für Tragbarkeitsberechnung (Frage 40) Tabelle 3.16 Ablehnungsquoten 2003 (Frage 37) Tabelle 3.17 Antragsprüfung vs. Inkasso (Frage 84-04) Tabelle 3.18 Frühzeitige Kontaktaufnahme mit Schuldner (Frage 84-11) Tabelle 3.19 Reporting der Kontrollen an die GL (Frage 85-14) und unaufgefordertes Rapportieren von externen Ereignissen (Frage 85-22) Tabelle 3.20 Steuerungsmechanismen von der GL (Frage 85-21) Tabelle 3.21 Best Practice Empfehlungen Nr. 1 - Nr Tabelle 4.1 Antrags- und Transaktions-Merkmale für den Einsatz in Clementine Tabelle 4.2 Klassifizierung des Kreditportfolios durch Clementine/Answer Tree Tabelle 4.3 Vergleich Klassifizierung Neuronales Netz mit Mahnstufenmodell Tabelle 4.4 Berechnung des Delkredere bei Annahme diverser Recovery Rates Tabelle 5.1 Best Practice Empfehlungen... 75

7 Abkürzungsverzeichnis VII $EN U]XQJVYHU]HLFKQLV Abb. Abs. Art. Aufl. bzw. ca. CEO COSO d.h. EBK evtl. etc. ff. GL GWG i.d.r. IKS Kap. KKG Mio. Operat. resp. stat. Tab. Tel. Telco. vgl. VR vs. z.b. ZEK Abbildung Absatz Artikel Auflage beziehungsweise cirka Chief Executive Officer Committee of Sponsoring Organizations das heisst Eidgenössische Bankenkommission eventuell et cetera folgende Geschäftsleitung Geldwäschereigesetz in der Regel Internes Kontrollsystem Kapitel Konsumkreditgesetz Millionen Operationelle Respektive Statistisch Tabelle Telefon Telekommunikation vergleiche Verwaltungsrat Versus zum Beispiel Verein zur Führung einer Zentralstelle für Kreditinformation

8 Einleitung 1 (LQOHLWXQJ 'DUVWHOOXQJGHU7KHPDWLN Das Konsumkreditgeschäft in der Schweiz hat sich in den letzten 5 Jahren dramatisch verändert. Erreichten die Konsumkredite im Jahr 1998 noch ein Volumen von CHF 4.9 Mia, verzeichnete die ZEK im Jahre 2003 einen Anstieg des Konsumkredit-Volumens auf CHF 6.2 Mia. Dies entspricht einem Prozentanteil von ca. 2.5% des gesamten Endkonsums aller Schweizer privaten Haushalte. 1 Begleitet von dieser Tendenz zwingt eine anhaltende konjunkturelle Schwäche 2, eine sinkende Zahlungsmoral 3, ein Anstieg der Privatkonkurse 4, eine zunehmende Überschuldung der Haushalte und immer instabilere Nachfragemuster der Konsumenten 5 vermehrt Firmen, welche Konsumkredite gewähren, zu einem professionellen operativen Risikomanagement. 6 Seit dem 1. Januar 2003 ist zudem das neue Konsumkreditgesetz KKG 7 in Kraft getreten, welches den Schutz der Kreditnehmer vor Überschuldung verbessern soll. Kreditgeber, welche dem KKG unterworfen sind, prüfen Konsumkredite somit nicht nur mehr im Eigeninteresse, sondern sind gemäss neuem Recht sogar verpflichtet eine Kreditfähigkeitsprüfung durchzuführen. Neu sehen sich insbesondere Non-Banking Firmen wie Leasinggesellschaften, Kredit- und Kundenkartenanbieter, Versandhäuser und Telekomanbieter, welche sich im Konsumkredit- Markt bewegen, vor dem Problem, ein Risikomanagement-System zu installieren, welches modernen Anforderungen genügen muss. 8 Die Bilanzskandale um Worldcom und Enron 9 sowie der Sarbanes Oxley Act 10 vom 30. Juni 2002 haben des weiteren dazu geführt, dass nach den Banken 11 auch in grösseren Schweizer Firmen von Seite der Wirtschaftsprüfungs-Branche 12 und zunehmend auch von Seite des Gesetzgebers 13 mit Nachdruck die Einführung eines adäquaten Risikomanagementsystems gefordert wird. Der Entwicklung von modernen Risikomanagement-Systemen fällt somit zur Zeit nicht nur ein wissenschaftlich und wirtschaftlich geprägtes Interesse, sondern auch eine aufsichtsrechtlich untermauerte Bedeutung zu Vgl. Verband Schweizer Kreditbanken und Finanzierungsinstitute (2004) 2 Vgl. Stat. Jahrbuch (2003), S. 310 ff. 3 Vgl. Oertig (2002), S. 9 4 Vgl. Pressemitteilung Creditreform (2003), S. 6 5 Vgl. Grunwald (2001), S. 4 6 Interview Ochsner Markus 7 Konsumkreditgesetz (KKG) vom 23. März 2001, SS Interview Ochsner Markus und Eicher Herbert 9 Vgl. Jenkins (2003), S. 1-20; Brody, Dunstan (2003), S Vgl. Arens, Elder, Beasley (2004), S Schweizer Banken müssen von der EBK angewiesen, seit 2002 über ein funktionierendes Risikomanagement verfügen (EBK-Mitteilung Nr. 22 vom 21. Juni 2002). Vgl. EBK (2002), S z.b. IIR Revisionsstandard Nr. 2. Vgl. Deutsches Institut für interne Revision. 13 In Deutschland besteht mit KonTraG bereits ein Gesetz für Kontrolle und Transparenz, welches Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz über 2.5 Mio. EUR auffordert ein Risikomanagement-System zu installieren. Vgl. Gros (2002), S. 7ff.; Grunwald (2001), S. V. 14 Interview Geismar Roger

9 Einleitung 2 Die Motivation dieser Arbeit besteht jedoch nicht darin aufzuzeigen, wie ein Unternehmen sich entwickelnde gesetzliche Anforderungen oder Standards von einflussreichen Organisationen erfüllen kann. Vielmehr interessieren Wertschöpfungs-Aspekte, die mit einem funktionierenden operativen Risikomanagement-System im Konsumkreditgeschäft verbunden sind. Operatives Risikomanagement im Konsumkreditgeschäft ist wissenschaftlich ein noch sehr junges und noch wenig bearbeitetes Forschungsgebiet. 15 Es profitiert dabei mit Sicherheit von den Forschungsbeiträgen aus dem klassischen Bankensektor. Geprägt durch hohe Kreditverluste in den Neunziger Jahren und einem härteren Preiswettbewerb legte die Bankpraxis nämlich einen starken Fokus auf die Entwicklung entsprechender Methodologien und Modelle im Bereich des Kreditrisiko-Managements. Nachdem die Aufmerksamkeit gegen Ende des Jahrtausends abzuschwächen drohte, wirkte der Vorstoss des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, interne Ratingsysteme als Grundlage für die Berechnung der erforderlichen Eigenmittel anzuerkennen, als neuerlicher Katalysator: Viele Problemfelder rund um die Quantifizierung von Kreditrisiken nehmen heute sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Praxis wieder eine zentrale Stellung ein. 16 Die Adaption der im klassischen Bankensektor erarbeiteten Methodologien und Modelle des operativen Risikomanagements auf den Bereich des Konsumkredits ist jedoch noch in keiner Art und Weise vollzogen. Es ist festzustellen, dass sich insbesondere Non-Banking Firmen enorm schwer tun, den Standards des klassischen Bankensektors im operativen Risikomanagement anzunähern, respektive diese gewinnbringend auf ihre Bedürfnisse zu adaptieren. Es fehlt auch bis heute eine umfassende empirisch-wissenschaftliche Abhandlung zur Ausgestaltung eines operativen Risikomanagements im Privatkunden- Konsumkreditumfeld, obwohl diese aufgrund der sich stark veränderten Rahmenbedingungen im Markt einem echten Bedürfnis entspricht. 17 =LHOVHW]XQJ Mit der vorliegenden Arbeit wird beabsichtigt, einerseits in der Theorie sowie anderseits in der Praxis bei Firmen im Privatkunden-Konsumkreditgeschäft eine Bestandesaufnahme des operativen Risikomanagements vorzunehmen und daraus Best-Practice-Ansätze abzuleiten, wie die Prozesse Antragsprüfung, Monitoring, Inkasso und Delkredere-Berechnung konkret ausgestalten werden sollten, um dem heutigen, schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. $EJUHQ]XQJHQ Das Diplomarbeitsthema lautet: Operatives Risikomanagement im Sales and Collection Cycle : Eine empirische Analyse. Das Thema erfährt bereits in sich eine natürliche Einengung auf Risiken im Sales and Collection Cycle. 15 Interview Ochsner Markus 16 Vgl. Kilb (2002), S. 1; Schmid (2002), S Interview Ochsner Markus

10 Einleitung 3 Der Sales and Collection Cycle ist ein Begriff aus der Wirtschaftsprüfung und umfasst die Entscheidungen und Prozesse, die nötig sind, um Eigentumsrechte und Dienstleistungen vom Unternehmen auf den Kunden zu übertragen. Der Prozess beginnt mit einer Bestellung und endet mit der Umwandlung der Güter in eine Buchung auf die Debitoren und schliesslich mit dem Geldeingang. 18 Als Kernprozesse mit entscheidendem Einfluss auf das Kreditrisiko sowie erhöhter Anfälligkeit auf operationelle Risiken und somit mit den grössten Auswirkungen auf die finanzielle Situation einer Firma, lassen sich die Antragsprüfung, das Monitoring, das Inkasso sowie der Prozess der Modellierung des Delkredere-Risikos im Sales and Collection Cycle identifizieren. Alle weiteren Prozesse wie zum Beispiel die Bestellabwicklung, Transaktions- Übermittlungen, der Warenversand, die Retourenbehandlung, die Zahlungsverbuchung, die einzelnen Verbuchungen der Transaktionen in der Buchhaltung, etc. sind nicht Bestandteil dieser Arbeit, da diese vom zentralen Forschungsinteresse ablenken. Aufgrund der zeitlichen und umfangmässigen Restriktionen einer Diplomarbeit, muss das Thema zusätzlich eingegrenzt werden. Als zentral zu betrachtende Risiken im Sales and Collection Cycle werden das Kreditrisiko, das Missbrauchsrisiko sowie operationelle Risiken angeführt. Diese drei Risikoarten werden aus der Fülle von Risikobegriffs-Systematisierungen ausgewählt, weil sie die Hauptrisiken im eingeengten Fokus mit dem grössten finanziellen Bedrohungspotential darstellen. Auch Basel II stellt für das Kreditgeschäft in der Auswahl der Risikoarten auf diese Risiken ab. 19 Das Missbrauchsrisiko ist ein Risiko, welches sich insbesondere im Teilbereich des Kreditkartengeschäfts zeigt. 20 Auf andere Risiken wie zum Beispiel Marktrisiken, Reputationsrisiken, Liquiditätsrisiken, rechtliche Risiken, Compliance Risken, Steuerrisiken, etc. wird nicht eingegangen. 21 Alle Unternehmungen, darunter auch Banken, welche Geld, Waren oder Dienstleistungen auf Kredit an andere Firmen oder Private liefern, weisen grundsätzlich einen Sales and Collection Cycle auf. Aufgrund der Aktualität und des wissenschaftlich noch sehr schwach bearbeiteten Forschungsgebiets wird bewusst eine Einengung auf Banken und Unternehmungen im Privatkunden-Konsumkreditgeschäft vorgenommen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, wird die Untersuchung zusätzlich auf Unternehmen eingegrenzt, welche einen Kreditbestand von mehr als 1000 Kredite aufweisen. Banken, Klein- und Mittelbetriebe, welche an andere Firmen gegen Kredit Geld, Waren oder Dienstleistungen liefern, haben ähnliche Problemstellungen. Auf eine Ausweitung des Forschungsgebiets auf die Kreditvergabe an Unternehmen und entsprechende Rating- Systeme wird verzichtet, da dies den Rahmen der Arbeit sprengen würde. 18 Vgl. Arens (2003), S Vgl. Söhlke (2002), S ; Dick (2003), S Vgl. Kruse (1999), S Vgl. Franzetti (1998), S ; Gros (2002), S

11 Einleitung 4 Obwohl der Begriff Sales and Collection Cycle aus der Wirtschaftsprüfung stammt, wird in dieser Arbeit trotz ebenfalls hohem Aktualitätsgehalt grundsätzlich nicht direkt auf Risikomanagement-Überlegungen aus prüfungs-technischer Sicht (Interne und Externe Revision) eingegangen. 22 Der Fokus soll direkt auf der Ausgestaltung eines operativen Risikomanagements liegen und nicht auf deren Überprüfung. Der operative Risikomanagement-Regelkreislauf besteht aus mehreren Teilen. Ein besonderes Schwergewicht lege ich in dieser Arbeit auf die Risikoidentifikation, die Risikomessung und die Risikobewältigung, da dort eine Best Practice mit direktem Einfluss auf die Risiken wohl am meisten Wertschöpfung generieren kann. Die weiteren Teile des Risikomanagements sind zwar nicht unbedeutend, nämlich die Risikokontrolle, das Risiko Reporting, die Risikosteuerung und Umsetzung der Massnahmen sowie die Überwachung des Risikomanagements, diese werden jedoch aufgrund der beschränkten zeitlichen Kapazität nicht beleuchtet. 23 )RUVFKXQJVPHWKRGLN Die empirische Methode dient der Informationsgewinnung über die Realität. Dabei können Dateninstrumente wie beispielsweise die Inhaltsanalyse, die Beobachtung und die Befragung eingesetzt werden 24 In einer ersten Phase wurde mit einem eingehenden Literaturstudium sowie mit explorativen Interviews mit Experten die Basis gelegt, einen vollstandardisierten Fragebogen zum Forschungsgebiet erstellen zu können. Der provisorische Fragebogen wurde in Form einer Delphi-Befragung (Experteninterviews) einer intersubjektiven Kontrolle ausgesetzt. 25 Zwei Experten 26 unterschiedlichen Alters in verschiedenen Stellungen haben als Experten des Fachgebiets die Überprüfung des Fragebogens vorgenommen. Anschliessend wurde mit dem vollstandardisierten Fragebogen bei den Mitgliedern des ZEK sowie vier Firmen aus der Telekommunikationsbranche eine schriftliche Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage sowie die Erkenntnisse aus der Literatur wurden ausgewertet und flossen zusammen in einen Best-Practice-Ansatz für das operative Risikomanagement im Konsumkreditumfeld. Parallel dazu erhob und analysierte ich die Prozesse des operativen Risikomanagements eines Kreditkartenanbieters, um in einer letzten Phase die Einsatzfähigkeit der erarbeiteten Best Practice Ansätze anhand einer konkreten Fallstudie zu testen. Die erarbeiteten Best Practice Empfehlungen sollten alle im allgemeinen und drei ausgewählte Empfehlungen vertieft auf deren Realitätsbezug überprüft werden. Das detaillierte methodische Vorgehen wird jeweils in den entsprechenden Kapiteln abgehandelt. 22 Vgl. Krey (2001), S Vgl. Gros (2002), S Vgl. Stier (1999), S Vgl. Stier (1999), S Interview Ochsner Markus und Mitarbeiter CreditCard

12 Einleitung 5 $XIEDXGHU$UEHLW Die Diplomarbeit ist in fünf Teile unterteilt. Der erste Teil befasst sich mit der grundlegenden Einführung in die Thematik, der Beschreibung der Zielsetzung, der Abgrenzung der Forschungsmethodik sowie dem Aufbau der Arbeit und ersten grundlegenden Definitionen. Der zweite Teil soll die theoretischen Bestandteile eines operativen Risikomanagements auf die in der Arbeit eingegrenzte Thematik adaptiert vorstellen und die theoretischen Grundlagen für den empirischen dritten Teil liefern. Im dritten Teil werden die Ergebnisse der empirischen Erhebung vorgestellt, welche dann in einen Best Practice-Ansatz für ein operatives Risikomanagement münden. Der vierte Teil beschäftigt sich mit einer praxisnahen Fallstudie, welche die Empfehlungen des Best Practice Ansatzes validieren und vertieft an einem konkreten Fall aus dem Kreditkartengeschäft veranschaulichen. Im fünften Teil werden Schlussfolgerungen gezogen. *UXQGOHJHQGH'HILQLWLRQHQ Die $QWUDJVSU IXQJ stellt ein Prozess dar, in dem eine Kreditinstitution den Kreditantrag eines potentiellen Kunden prüft. Ziel der Antragsprüfung ist festzustellen, ob der potentielle Kunde seinen aus der Kreditvereinbarung entspringenden Verpflichtungen (Begleichung der Umsatzabrechnungen, fixen Raten, Zinsen, Gebühren, etc.) nachkommen wird, also zahlungsfähig und zahlungswillig ist, und entscheiden zu können, ob der Kredit vergeben werden kann oder nicht. In der Literatur wird anstelle der Antragsprüfung auch oft von Kreditfähigkeitsprüfung für die Zahlungsfähigkeit und von Kreditwürdigkeitsprüfung für die Zahlungswilligkeit gesprochen. 27 Das 0RQLWRULQJ stellt ein Prozess dar, in dem eine Kreditinstitution ihr Kreditportfolio anhand des Kauf- und Zahlungsverhaltens mit dem Ziel überwacht, frühzeitig Kunden zu erkennen, welche zahlungsunfähig oder zahlungsunwillig werden und dann Massnahmen zum Schutze ihrer Kredite ergreift. 28 Das,QNDVVR stellt ein zwei-phasiger Prozess dar, in dem eine Kreditinstitution in einer ersten Phase alle Kunden in einem Mahnverfahren auf den Zahlungsrückstand aufmerksam macht und versucht den rückständigen Kunden zum Begleichen des Ausstandes zu motivieren. Nach einer bestimmten Frist des Zahlungsverzuges wird der Kredit als notleidend taxiert. In einer zweiten Phase des Inkassos wird mit Inkasso-Massnahmen auf dem gesetzlichen Weg versucht den notleidenden Kredit ganz oder teilweise wieder zurück zu führen. Die 'HONUHGHUH%HUHFKQXQJ stellt ein Prozess dar, in dem eine Kreditinstitution aufgrund einer Prognose der zukünftigen Ausfälle eines aktuellen Kreditportfolios, eine quantitative Rückstellung berechnet. Das Delkredere ist eine Wertberichtigung für Forderungen Vgl. Berlandi (2000), S. 17; Kruse (1999), S Vgl. Schmoll (1991), S ; Kruse (1999), S Schweizer Handbuch der Wirtschaftsprüfung (1998), S

13 Theoretische Grundlagen 6 Der.RQVXPNUHGLW ist ein Privatkredit ohne besondere Sicherstellung und kann im Ausschlussprinzip folgendermassen definiert werden: Nicht als Konsumkredit gelten Privatkredite, dir direkt oder indirekt grundpfändlich gesichert sind oder durch andere bankübliche Sicherheiten gedeckt sind. Privatkredite von weniger als CHF oder mehr als CHF 80'000 und Privatkredite, die der Kreditnehmer entweder innert höchstens drei Monaten oder in nicht mehr als vier Raten innert höchstens zwölf Monaten zurückzahlen muss. 30 Die %RQLWlW bezeichnet die Kreditwürdigkeit einer Person. Dabei kann die Bonität in eine personelle Bonität und in eine materielle Bonität unterteilt werden. Die personelle Bonität wird von persönlichen Merkmalen des Antragstellers, seinem Beruf, seinem physischen Zustand, seinem sozialen Umfeld und von seinem Auftreten im Zahlungsverkehr bzw. Kreditgeschäft beeinflusst. Mit der personellen Bonität soll insbesondere beurteilt werden, wie zuverlässig und zahlungswillig der Antragsteller ist. In die personelle Bonität fliessen auch Informationen über die Rahmenbedingungen ein, die derzeit für den Antragsteller gelten und die seine künftige Zahlungsfähigkeit beeinflussen. 31 7KHRUHWLVFKH*UXQGODJHQ In diesem Teil der Arbeit geht es darum, die theoretischen Grundlagen eines operativen Risikomanagements aufzuarbeiten. Die gesamte Risikobegriffs-Landschaft ist in der Theorie sehr heterogen und komplex. Auch die Systematisierung der Risiken sowie die Definition von Risikomanagement erfolgt in der Literatur auf unterschiedlichste Art und Weise. Es ist festzustellen, dass der Blickwinkel aus dem Risikoüberlegungen heraus angestellt werden, die jeweilige Auslegung der Begriffe in der Literatur massgebend beeinflusst. Eine Vereinheitlichung hat bis anhin immer noch nicht statt gefunden. Es gilt daher für diese Arbeit klare Begriffsdefinitionen vorzunehmen. 32 5LVLNR Risiko wird in dieser Arbeit als die Gefahr der negativen Abweichung der Ausprägung einer finanzwirtschaftlichen Zielgrösse von einem ex-ante bestimmten Referenzwert definiert. 33 Diese Definition macht darum Sinn, da sich alle Risiken, welche durch ein operatives Risikomanagement im eingeengten Fokus gesteuert werden müssen, sich schlussendlich in finanzwirtschaftlichen Grössen auswirken und auch messen lassen. Die Finanzinstitutionen gehen Risiken bewusst ein und geben der jeweiligen akzeptablen finanziellen Auswirkung auch klare Referenzwerte und -grenzen vor Konsumkreditgesetz (KKG) vom 23. März 2001, Art. 7a-7f 31 Vgl. Kruse (1999), S Vgl. Brühwiler (2003), S ; Blattmann (2000), S. 62; Ott (2001), S Vgl. Siemes (2002), S Vgl. Ott (2001), S. 1

14 Theoretische Grundlagen 7 5LVLNRV\VWHPDWLVLHUXQJ Aus der enormen Vielfalt der Risikosystematisierungen werden für diese Arbeit wie bereits im Kapitel 1.3 eingeengt, das Kreditrisiko, das Missbrauchsrisiko sowie operationelle Risiken ausgewählt und näher betrachtet..uhglwulvlnr Das.UHGLWULVLNR besteht darin, dass der rechtmässige Kreditnehmer zahlungsunfähig wird oder zahlungsunwillig ist und deswegen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Dieses Risiko wird vielfach auch als Bonitätsrisiko, Ausfallrisiko oder Verlustrisiko bezeichnet und umfasst sowohl die Gefahr der verspäteten Zahlung als auch die Gefahr der nur teilweisen Zahlung oder des völligen Zahlungsausfalls. 35 0LVVEUDXFKVULVLNR Unter 0LVVEUDXFKVULVLNR versteht man, wenn jemand einem Kreditinstitut im Zusammenhang mit einem Kreditantrag für eine Person oder eine vorgetäuschte Person über wirtschaftliche Verhältnisse unrichtige oder unvollständige Unterlagen vorlegt, schriftlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, die für den Kreditnehmer vorteilhaft und für die Entscheidungen über einen solchen Antrag erheblich sind. Für den Tatbestand des Missbrauchs ist es unerheblich, ob es sich um einen wirtschaftlich vertretbaren Kredit handelt oder nicht. Die Täuschung über die wirtschaftlichen Verhältnisse muss für die Entscheidung über den Kreditantrag erheblich sein. 36 Das Missbrauchsrisiko besteht aber auch darin, dass ein unbefugter Dritter zum Beispiel eine Kreditkarte einsetzt, die er durch Kartendiebstahl erlangt hat. Ebenfalls unter das Missbrauchsrisiko fällt das Fälschungsrisiko, dass Kreditkarten-Dubletten angefertigt werden oder Original-Kreditkarten verändert und mit diesen Kreditkarten Umsätze getätigt werden. 37 2SHUDWLRQHOOH5LVLNHQ Für die Definition von 2SHUDWLRQHOOHQ5LVLNHQ wurde an die Definition von Basel II angelehnt und diese auf die fokussierten Prozesse adaptiert. Unter Operationellen Risiken werden Fehler von Systemen, Personen und Abläufen innerhalb der Prozesse Antragsprüfung, Monitoring, Inkasso und Delkredere-Berechnung verstanden, zum Beispiel Bearbeitungs- Risiken, Risiken der Delegation und Verantwortungsübertragung, Informationsverarbeitung, Technologie-Risiken, Betrug und Unehrlichkeit eigener Mitarbeiter. 38 2SHUDWLYHV5LVLNRPDQDJHPHQW Unter RSHUDWLYHP5LVLNRPDQDJHPHQW versteht man den operativen Prozess, in dem Risiken identifiziert, gemessen und unter Kosten-/Nutzen-Aspekten bewältigt, das heisst gesteuert und überwacht werden. Operatives Risikomanagement ist eine Aufgabe der Führung eines 35 Vgl. Kruse (1999), S Vgl. Everding (1996), S Vgl. Kruse (1999), S Vgl. Dick (2003), S

15 Theoretische Grundlagen 8 Unternehmens. 39 Diese Definition hat sich darum für diese Arbeit durchgesetzt, da insbesondere die Kosten-/Nutzen-Komponente den unterschiedlichen Ansprüchen von verschiedenen Unternehmen an ein operatives Risikomanagement Rechnung trägt. Die Dimensionierung des Risikomanagement-Systems muss nämlich unter Kostenaspekten immer mit dem Geschäftsvolumen (Höhe des Kreditportfolios, Anzahl Anträge pro Monat, etc.) sowie mit der finanziellen Bedrohung aus den zu handhabenden Risiken einhergehen (siehe Kapitel 2.8). Ein 5LVLNRPDQDJHPHQW6\VWHP zielt in Anlehnung an die Definition von operativem Risikomanagement darauf ab, durch organisatorische Regelungen sicherzustellen, dass die Risikosituation in regelmässigen Abständen neu identifiziert und bewertet, die Ergebnisse der Unternehmensführung kommuniziert und rechtzeitig adäquate Risikobewältigungs- Massnahmen zur Steuerung und Überwachung eingeleitet werden. 40 Den grundlegenden Aufbau eines operativen Risikomanagementsystems wurde von Axel Gros 41 übernommen und auf die Besonderheiten des Konsumkreditgeschäftes und die Prozesse Antragsprüfung, Monitoring, Inkasso und Delkredere-Berechnung adaptiert. Das Modell wurde aus der Gesamtheit der vorliegenden Risikomanagement-Systeme deshalb gewählt, weil es einerseits mit sehr breiter Literaturabstützung evaluiert wurde und zusätzlich das am besten auf den Fokus dieser Arbeit zu adaptierende System gewesen ist. In der Literatur werden die Risikomanagement-Kreisläufe immer in etwa gleich dargestellt (siehe Abb. 2.1).! " #$ % & '( ' ) *!, / 0 (. 1 2*. #$. ) $EE±9HUELQGXQJGHV5LVLNRSUR]HVVHVPLW.HUQSUR]HVVHQ 3 4 Die nachfolgende Grafik zeigt den schematisch abgebildeten Risikomanagement Regel- Kreislauf, adaptiert auf die Problemstellung des operativen Risikomanagements im 39 Vgl. Brühwiler (2003), S Vgl. Gleissner, Füser (2003), S Vgl. Gros (2002), S Quelle: in Anlehnung an Brühwiler (2003), S. 160

16 Theoretische Grundlagen 9 Konsumkreditgeschäft in den Prozessen Antragsprüfung, Monitoring, Inkasso und Delkredere-Berechnung mit Verweisen auf das jeweilige Kapitel im theoretischen Teil : 6 : ;<= 6 > <$A BC DE F%;7 7 G < H"A BC IC E J ;K6 LM= 6 Ḧ G < H": ;N K%6 LM= 6 H7= ; < ; <"6 FPO9<7G FQ8 N ; : 6 Ḧ ;7 LM = S;> CT L9 N 6 <HA BC IC BC E U; G N = ; 6 V G < H$W9< T L9 N 6 <H?<7 X;<$A BC IC YC E ZCT ; V [7 = = N?HG <HA BC \C BC E [;K,RV = 6 HG <HA BC \C E BC ]^;N F%;6 : G < H"A BC \C ZC E = N 6 E V 6 E V E = N C _ E 6 E V 6 V 6 Ḧ O N ; : "A BC BC ZC F%;7 7G <H _ S; V 8 N ; : ; N ;[ 6 : ; <"A BC IC à[ V ;M < G <H"7 LM V ; LM= ;Nb ; < c$6 7 7[ N?GLM7N "A BC BC BC c$;= M 9 : ;<$A BC IC d_ BC IC UV?L8 V 7= 9 9 <;V ;, ;<$A BC BC YC?: Ccg;= M 9 : ;< M Cc$;= M9 : ; < YC ]^;N FQ6 < : ; N G < H"A BC \C YC dc5;?8= W;,c$?7 7<?M F%; <$A BC \C dc 8 h <7= LM ;i <= ; V ; <X T LM?: ; <W;N M h= G <H T LM?: ;< M;N?[7 ;= XG <H j f ; 6 W;,c$?7 7<?M F%; <$XG N^ [;K,RV = 6 Ḧ G < H"A BC \C IE $EE±6FKHPDWLVFKHU$XIEDXHLQHVRSHUDWLYHQ5LVLNRPDQDJHPHQW6\VWHPV =ZHL'LPHQVLRQDOHU5LVLNRDQVDW] Ein operatives Risikomanagement besteht in der in der Diplomarbeit gewählten Eingrenzung aus zwei Dimensionen. Die erste Dimension kann als prozessorientierte Sicht oder als Primär-Dimension definiert werden. Die zweite Dimension stellt das managen der operationellen Risiken in der ersten Dimension dar und wird in dieser Arbeit als Sekundär- Dimension definiert. ˆ ƒ } ~ { } ª ˆ xšb Œ Š Ž^Šb Š xšb Š ^ ^ ^ ^Œ š œša b ž Ÿ" ž ^ kl mnopporq k l s tgul v wbs txoyps m yz $EE±=ZHL'LPHQVLRQDOHU5LVLNRDQVDW]LPRSHUDWLYHQ5LVLNRPDQDJHPHQW 5LVLNR,GHQWLILNDWLRQ Die Risikoidentifikation untersucht auf Basis der von der Unternehmensleitung festgelegten Unternehmensziele die Fragestellung, welche Risiken und deren Komponenten, Gefahrenquellen, Ursachen und Störpotentiale bestehen und im Risikomanagement zu erfassen sind Vgl. Gros (2002), S. 127

17 Theoretische Grundlagen 10 5LVLNRLGHQWLILNDWLRQLQGHU3ULPlU'LPHQVLRQ Die Kreditgeber sind im Konsumkreditgeschäft einer Reihe von Risiken ausgesetzt, welche in der Primärdimension unter dem Kreditrisiko und dem Missbrauchsrisiko zusammengefasst werden können. Eine erste zentrale Risikoidentifikation in der Primär-Dimension findet im Rahmen der Antragsprüfung statt. Mit Hilfe verschiedenster Instrumente, wie z.b. Scoring-Modellen, Expertensystemen oder neuronalen Netzen, werden die einzelnen Kreditnehmer hinsichtlich ihrer Bonität beurteilt und in verschiedene Bonitätsklassen (Scoringklassen) eingestuft. Prinzipiell soll die Nutzung dieser Instrumente zu einer transparenten, modularen, einheitlichen und nachvollziehbaren Trennung zwischen guten und schlechten Risiken führen, auch unter Berücksichtigung des Missbrauchrisikos. Diese Risikoidentifikation wird im Monitoring fortgesetzt, indem mit ähnlichen Verfahren wie in der Antragsprüfung versucht wird, Kreditpositionen zu scoren und neue sich im Kreditportfolio entwickelnde Risiken zu erkennen. 44 Bei näherer Betrachtung und um der Risikolage auf den Grund zu gehen, muss jedoch eine Erweiterung der Systematik um eine Vorstufe erweitert werden, in der die hauptsächlichen Risikotreiber einer schlechten materiellen oder personellen Bonität systematisiert werden (siehe Abb. 2.4). Um diese Risikotreiber identifizieren zu können, müssen die primären Gründe für einen späteren Kreditausfall analysiert werden. 45 «r b $±a²"«³" µ a µa ¹ º» ¼½ b¾ À Á  ¼» g Ã%À Ä º½ ^¾ À Á  ¼» g¼ ºÅ À ¾ º½ ^¾ À Á  ¼» Æ^»Ç ¹ ȹ Ä ½ ^¾ À Á  ¼» É Ê"Ë ¼ Ì ËÇ Ä» µ^í ¼ ºÀÃ,» ¼ Ä µ^í ¼ ºÀû ¼ Ä Ã%¹ Ä Î,¹ º ºÏ Ë À¾ º ½ $Ï º¹ ¾ Ä» ¼ ^ µ^³ ÜÞÝ ÔÓÞß à Ý ß áâß Ü Ôã Î" aúa $±böxäb ½ µ^³ ^Öa³" b µa r a b Ð Ñ Ò Ó Ô Õ ^Öa³" ^ x¼ ¼Ë Ã,»,Ã%¹ Ä Ã,ËØ Ù ¹ Ã%¹ Ä» g¼ ¼ Ë Ã,»Ã%¹ Ä Â À ¾ ½ º ¾ ¼ ¹ Ä Ä Á ¹ ¾» b ¹ Ã%¹ Ä» g¼ ¼ Ë Ã»,Ã%¹ Ä Ã%¹ ¼Ù ¹ Ã%¹ Ä» gï Á» ¼À ¼ Ì Ê"» Ì» ¼QÚ^Í ¼ ¹ Ä ÛÄ gï Á» ¼À ¼ ÌÊ"»Ì» ¼ ι º ºÏ Ë À¾ º ½ Ì»Ç Ë $EE±6FRULQJ6\VWHPDWLNYRQGHU.ULVH]XP.UHGLWHQWVFKHLG 3 å In einer empirischen Untersuchung von Dr. Gerhard Reiter 47 wurden folgende Schuldnertypologien und somit Ursachen für eine Verschuldung und eine Bonitätsstörung eruiert: Krisenschuldner, Armutsschuldner, Anspruchsschuldner, Defizitschuldner und Zwanghafter Konsument. 44 Vgl. Franzetti (1998), S Vgl. Grunwald (2001), S Quelle: In Anlehnung an Grunwald (2001), S Vgl. Reiter (1991), S

18 Theoretische Grundlagen 11 Als.ULVHQVFKXOGQHU³ werden Betroffene dann eingeordnet, wenn eine oder mindestens zwei der folgenden Krisen im Vordergrund stehen: Arbeitslosigkeit, Geburt eines Kindes, Scheidung, Scheitern einer Selbständigkeit, Krankheit. Krisen sind demnach unerwartet eintretende Ereignisse, die jedoch grosse Auswirkungen auf die Einkommens- oder Ausgabenseite des Haushalts haben. Die Überschuldeten, die unter der Kategorie $UPXWVVFKXOGQHU zusammengefasst werden, zeichnen sich durch das Zusammentreffen einer Vielzahl von schwerwiegenden Krisensymptomen aus. Die Verschuldung alleine ist oft gar nicht das Hauptproblem, sondern nur ein Problem unter vielen anderen. Hinzu kommen z.b. noch: Langzeit- und Dauerarbeitslosigkeit, erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen, gescheiterte Sozialbeziehungen, eine Alkoholkrankheit oder mangelndes Wissen im Umgang mit Geldangelegenheiten. Bei den Ä$QVSUXFKVFKXOGQHUQ³ lässt sich eine hohe Anspruchhaltung in Bezug auf Konsum und Lebensstil feststellen. Kredite werden dazu aufgenommen, die Differenz zwischen Konsumansprüchen und finanziellen Möglichkeiten zu überwinden. Dementsprechend steht hinter der Kreditentscheidung kein spezielles Produkt, sondern ein Lebensstil, der finanziert werden muss. Mängel in der Haushaltsführung sind innerhalb der Gruppe der 'HIL]LWVFKXOGQHU³ anzutreffen. Zumeist ist dies verbunden mit Wissensdefiziten um ökonomische Sachverhalte. Es handelt sich hauptsächlich um den haushälterischen Umgang mit knappen Mitteln. Ä=ZDQJKDIWH.RQVXPHQWHQ³ sind Menschen, die zum Konsum getrieben werden, die ihr Verhalten nicht erklären können und die damit anscheinend anderen Problemen entfliehen wollen. Als eines der wesentlichsten Symptome kompulsiven Verhaltens, sehen die Betroffenen das Vorliegen eines Impulses oder Drangs zu einem Verhalten an, das sie nicht mehr kontrollieren können. Für diese Konsumenten ist Kaufen meist unangemessen, typischerweise exzessiv und stört deren Lebensführung. Alkoholiker und Drogensüchtige können als Spezialfälle von zwanghaftem Konsumverhalten angesehen werden. Konsumenten, welche sich im Umfeld des Missbrauchs bewegen, fallen unter die Missbrauchs-Definition in Kapitel ULPlU5LVLNHQXQG%RQLWlWVLQGLNDWRUHQ Ziel der Antragsprüfung und des Monitorings ist es, Krisentatbestände, negative Entwicklungen und deren Ursachen möglichst frühzeitig zu erkennen. Für jeden Bereich möglicher Krisenursachen gilt es, möglichst aussagekräftige, messbare Primär-Indikatoren zu finden, die frühzeitig die Symptome negativer Entwicklungen aufzeigen. In der Praxis ist es jedoch sehr schwierig primäre Bonitätsindikatoren zu finden, welche die ursprüngliche Ursache eines schlechten Kredites hinreichend qualifizieren. Insbesondere in der Antragsprüfung kann meistens nur auf sekundäre Bonitätsinformationen zurückgegriffen werden, welche nicht direkt auf die ursprüngliche Ursache der Krise hinweisen. Es gilt in einem funktionierenden operativen Risikomanagement-System jedoch so viele Primär- Indikatoren wie möglich miteinzubeziehen oder dann zumindest aussagekräftige Sekundär- Indikatoren für die materielle und personelle Bonität zu finden. Die Prognosefähigkeit eines

19 Theoretische Grundlagen 12 zukünftigen Insolvenzfalles hängt in hohem Masse von dem Informationsstand und der verfügbaren Datenqualität des Prognostizierenden ab. 48 Bei bereits erfolgter Kreditvergabe und bei einer möglichen, höheren Kreditausschöpfung ist die Eruierung des Grundes einer Zahlungsstörung sehr wichtig, da darauf spezifisch reagiert werden kann, um einerseits weiteren Schaden abzuwenden, aber anderseits nicht unnötige Umsätze zu verhindern, falls die Möglichkeit besteht, dass der Schuldner die Krise erfolgreich überwinden kann. Deshalb versuchen Kreditinstitute bei Zahlungsstörungen vermehrt frühzeitig mit dem Schuldner Kontakt aufzunehmen, um anschliessend die richtige Massnahme für die entsprechende Zahlungsstörung zu ergreifen. 49 Wie wir später sehen werden, ist es mit Hilfe von Mustererkennungs-Algorithmen der Künstlichen Intelligenz möglich, verschiedene Krisentatbestände zu erkennen (siehe Kapitel 2.6 und 3.5). 50 5LVLNRLGHQWLILNDWLRQLQGHU6HNXQGlUGLPHQVLRQRSHUDWLRQHOOH5LVLNHQ In der Primär-Dimension gilt es hinsichtlich der Risiko-Identifikation eine Reihe operationeller Risiken in der Antragsprüfung, dem Monitoring, dem Inkasso und der Delkredere- Berechnung zu erkennen, welche starken Einfluss auf die Effizienz und Wirksamkeit der jeweiligen Prozesse im operativen Risikomanagement haben. Diese Risiken müssen in der Sekundär-Dimension identifiziert werden. Darunter fallen wie in der Definition von operationellen Risiken in Kapitel erwähnt: Bearbeitungsrisiken, Risiken der Delegation und Verantwortungsübertragung, Informationsverarbeitung, Technologierisiken, Betrug und Unehrlichkeit im Hause. In der Sekundärdimension ist es wichtig, ständig neue operationelle Risiken zu suchen, da Änderungen in den Abläufen und sich verändernde Rahmenbedingungen stetig neue operationelle Risiken hervorbringen. 51 In der Praxis trifft man in der Regel den Einsatz von strukturierten Fragebogen zur Selbstdiagnose an, welche durch Befragungen ergänzt werden. Oft führen auch Brainstormings in Risikoworkshops zu einem Risiko-Katalog. 52 5LVLNR%HZHUWXQJ Die Aufgabe der Risikobewertung ist sowohl die mögliche Schadenshöhe der erkannten und dokumentierten Risiken als auch deren Eintrittswahrscheinlichkeit zu bestimmen. Multipliziert ergeben beide Werte den Schadenerwartungswert welcher einen ersten Hinweis auf den Handlungsbedarf zur Risikosteuerung liefert. 53 0HVVHQLP3ULPlUSUR]HVV±HLQ6FRULQJ.UHLVODXI Bei den meisten Kreditinstitutionen beschränkt sich die Risikomessung in der Primärdimension auf die einzelngeschäftsbezogene Erfassung der ordinal-skalierten Bonitätseinschätzung und des risikobehafteten Nominalvolumens. Ein Scoring spiegelt die 48 Vgl. Schiller, Tytko (2001), S. 22; Berlin, Mester (2004), S Vgl. Gülich, (1997). S. 7-10; Liu (2003), S Vg. Poppe (2003), S Vgl. Brühwiler (2003), S Vgl. Küng (2003), S Vgl. Gros (2002), S. 133

20 Theoretische Grundlagen 13 statistische Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kunden oder einer Kundengruppe wider und ist statistisch gesehen, das Abbild der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kunden, welches zum Beispiel von qualitativen und quantitativen Merkmalen und einer Reihe sonstiger Kriterien abhängt, die in einer Kreditanalyse eruiert und taxiert werden. Im Rahmen einer Kreditanalyse werden insbesondere die Kreditfähigkeit und die Kreditwürdigkeit geprüft. Die Risikobewertung liefert einerseits die Entscheidungsgrundlage bei der Antragsprüfung und im Monitoring sowie anderseits die Basis für die Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit oder des Delkrederes des Kreditportfolios. Da in allen Phasen einer Kreditbeziehung Scorings erstellt werden, bildet sich insgesamt betrachtet ein Scoringkreislauf. 54 'HILQLWLRQ6FRULQJ Ein Scoring ist ein standarisiertes, objektives, aktuelles, nachvollziehbares und skaliertes Krediturteil über die Bonität bzw. wirtschaftliche Lage einer Privatperson. Unter der Überschrift Scoring sind alle Verfahren zur Beurteilung von natürlichen Personen subsummiert und beschränken sich nicht nur auf Punktbewertungsverfahren, für welche der Begriff oft umgangssprachlich verwendet wird. Im Rahmen des Aufbaus von entscheidungsunterstützenden Systemen zum Scoring gilt es eine Reihe von Prämissen und Kriterien zu beachten: 55 Die Verarbeitung möglichst vieler zur Verfügung stehenden relevanten Informationen quantitativer und qualitativer Art, die adäquate Verarbeitung dieser Information, die transparente, modulare und nachvollziehbare Gewichtung der zu berücksichtigenden Merkmale und die einheitliche und konforme Beurteilung derselben im Bewertungsprozess. 56 Ziel eines Bonitätsbeurteilungsverfahrens ist es: 57 Durch eine systematische Analyse aller wesentlichen Bonitätsmerkmale des Antragstellers Kreditausfallrisiken zu erkennen, das heisst eine Trennung zwischen guten und schlechten Risiken zu finden, subjektiv geprägte Kreditentscheidungen, beeinflusst durch unterschiedliche Berufs- und Lebenserfahrung, optimistische oder pessimistische Stimmungslagen oder Vorurteile der Entscheidungsträger im Kreditgeschäft, zu objektivieren. Eine transparente, einheitliche und standardisierte Kreditvergabe in der gesamten Unternehmung zu erreichen, um die durch die unterschiedlich ausgeprägte Risikoneigung der beurteilenden Personen weitgehend zu vermeiden und eine bessere Qualität in der Kundenbeurteilung sicherzustellen und die effiziente Gestaltung der Geschäftsablaufprozesse im Kreditgeschäft zu gewährleisten. Besonders im Massengeschäft werden sehr viele, dafür aber kleine Kredite gewährt, deren Prüfung ein hoher Kostenfaktor darstellt, dem man mit Rechnungsleistung entgegentreten kann. 58 %HXUWHLOXQJYRQ6FRULQJ$QVlW]HQLP3ULPlUSUR]HVV Grundsätzlich hat eine Kreditinstitution bei der Entwicklung von Scoring-Logik und damit bei der späteren Vergabe von Krediten über ein solches Modell zwei Dinge zu beachten: Vergibt eine Kreditinstitution Kredite zu grosszügig, sind Verluste aus nicht zurückgezahlten Krediten 54 Vgl. Poppe (2003), S Vgl. Makuch (2001), S Vgl. Füser (2001), S ; Liu (2003), S Vgl. Gülich (1997), S Vgl. Franzetti (1998), S. 114

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