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1 Orientierungshilfe der Internen Revision Mindestanforderungen für den internen Ratingansatz (IRB-Ansatz) Version: 2.0 Stand: Autor: Bezug: IIR Arbeitskreis Basel II Basel II Prüfungsanforderungen an die Interne Revision (Tz. 443)

2 Prüfungsleitfaden Seite 2 von 10 Inhaltsverzeichnis Vorwort Aufbau der Mindestanforderungen (Tz ) Einhaltung der Mindestanforderungen (Tz ) Ausgestaltung des Ratingsystems (Tz ) Ratingkomponenten - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Ratingkomponenten - Retail (Tz ) Ratingstruktur - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Ratingstruktur - Retail (Tz 409) Ratingkriterien - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz ) Ratingkriterien - Spezialfinanzierungen (Tz , Tabellen 1-4 im Anhang 4) Zeithorizont der Ratingzuordnung (Tz ) Verwendung von Modellen - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz 417) Dokumentation der Ratingsysteme - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz ) Einsatz des Ratingsystems (Tz ) Anwendungsbereich - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz ) Integrität des Ratingprozesses - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Integrität des Ratingprozesses - Retail (Tz 427) Manuelle Veränderung von Ratingergebnissen - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz 428) Datenverwaltung - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Datenverwaltung - Retail (Tz 433) Stresstests (Tz ) Einbeziehung in die Unternehmenssteuerung und Überwachung (Tz ) Unternehmenssteuerung (Tz ) Kreditrisikoüberwachung (Tz ) Interne Revision/ externe Prüfungen (Tz 443) Verwendung der internen Ratings (Tz ) Risikoquantifizierung (Tz ) Allgemeine Anforderungen (Tz ) Ausfalldefinition (TZ ) Zurücksetzen (Tz 458) Behandlung von Überziehungen (Tz 459) Definition von Verlust (Tz 460) Besondere Anforderungen an die PD-Schätzung - Unternehmen, Staaten und Banken (Tz ) Besondere Anforderungen an die PD-Schätzung für Retailkredite (TZ ) Besondere Anforderungen an die eigene LGD-Schätzung (Tz ) Besondere Anforderungen an die eigene EAD-Schätzung (Tz ) Mindestanforderungen für die Messung der Effekte von Garantien und Kreditderivaten bei interner Ermittlung des LGD (Tz ) Mindestanforderungen für die Messung der Effekte von Garantien und Kreditderivaten bei Nutzung des aufsichtsrechtlichen LGD (Tz 490) Ergänzende Mindestanforderung für die Schätzung der PD und LGD bei angekauften Forderungen (Tz ) Validierung der internen Schätzungen (Tz )... 10

3 Prüfungsleitfaden Seite 3 von 10 Vorwort Der folgende Orientierungsleitfaden fasst die Anforderungen der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) vom 26. Juni 2004 zusammen und soll damit den Revisoren den Einstieg in eine Prüfung erleichtern. Hinweisen möchten wir darauf, dass zusätzlich zu den folgenden Mindestanforderungen die Definition der Forderungsklassen (z.b. Unternehmenskredite, Retailgeschäft) und der Risikokomponenten (z.b. PD, LGD), die ab Tz. 211 beschrieben sind, zu beachten sind. Die Mindestanforderungen werden in zwölf Abschnitten behandelt und gelten für alle Forderungsklassen. Nachfolgend werden die ersten acht Abschnitte, die den IRB-Ansatz betreffen, dargestellt. 1. Aufbau der Mindestanforderungen (Tz ) Das Prinzip beruht darauf, dass die Rating- und Risikomessverfahren und die entsprechenden Prozesse eine aussagekräftige Bewertung der Kreditnehmer und Geschäfte, eine klare Differenzierung zwischen den Risiken und eine genaue und in sich schlüssige quantitative Risikoschätzung ermöglichen. Ebenso müssen die Systeme und Verfahren mit der internen Verwendung der Schätzungen übereinstimmen. Die Anforderungen sind auf alle Forderungsklassen anzuwenden, Ausnahmen und Ergänzungen sind beschrieben. Sie gelten - sofern nicht etwas anderes beschrieben - sowohl für die Basis- als auch fortgeschrittenen Ansätze. Alle IRB-Banken müssen die PD s selbst schätzen. 2. Einhaltung der Mindestanforderungen (Tz ) Durch die Mindestanforderungen soll sichergestellt werden, dass die Ratingverfahren, die Risikomessverfahren und die entsprechenden Prozesse eine aussagekräftige Bewertung der Kreditnehmer und der Geschäfte ermöglichen und damit eine quantitative Risikoschätzung gewährleisten. Um den IRB-Ansatz anwenden zu dürfen, müssen die Banken der Aufsicht darlegen, dass sie die Mindestanforderungen von Beginn an und im Zeitablauf erfüllen. Die Mindestanforderungen gelten für den IRB-Basisansatz und für den IRB- Fortgeschrittenen-Ansatz und sind auf alle Forderungsklassen anzuwenden. Sollte die Bank nicht alle Anforderungen vollumfänglich erfüllen können, muss sie einen Zeitplan für die Erfüllung erstellen und von der Aufsicht genehmigen lassen. 3. Ausgestaltung des Ratingsystems (Tz ) Der Begriff Ratingsystem umfasst alle Methoden, Prozesse, Kontrollen, Datenerhebungen und DV-Systeme, die zur Bestimmung von Kreditrisiken, zur Zuweisung interner Ratings und zur Quantifizierung von Ausfall- und Verlustschätzungen dienen. Innerhalb jeder einzelnen Forderungsklasse kann eine Bank verschiedene Ratingmethoden/-systeme verwenden, jedoch dürfen die Kreditnehmer nicht unangemessen verschiedenen Ratingsystemen zugeordnet werden (kein Cherry-Picking).

4 Prüfungsleitfaden Seite 4 von Ratingkomponenten - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Zwei eigenständige und voneinander getrennte Komponenten: schuldnerspezifisch und transaktionsspezifisch. Ausnahme: Länder-Transferrisiko und Substitutionsansatz bei Garantien Für IRB-Basisansatz reicht Vorhandensein einer fazilitätsspezifischen Komponente Für IRB-Fortgeschrittenen Ansatz muss LGD entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen separat ausgewiesen werden Für Spezialfinanzierungen gelten die gleichen Anforderungen, es sei denn, die Banken nutzen die vereinfachte Version (Risk Weight Slotting Method). 3.2 Ratingkomponenten - Retail (Tz ) Jeder Kredit muss einem ausreichend homogenen Forderungspool (Risikosegment) zugeordnet sein Er muss beide Komponenten (Schuldner und Transaktion) enthalten Für jeden Forderungspool muss PD, LGD, EAD konsistent geschätzt werden. 3.3 Ratingstruktur - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Sinnvolle Verteilung der Kredite über die Risikoklassen Mindestens Ratingklassen. Ausnahme: Spezialfinanzierungen bei Nutzung des vereinfachten Ansatzes Bei IRB-Fortgeschrittenen Ansatz ausreichende Anzahl von LGD-Stufen (keine Mindestvorgabe). 3.4 Ratingstruktur - Retail (Tz 409) Für jede Ratingklasse muss ein quantitativ bestimmbares Maß für Verlustmerkmale (PD, LGD, EAD) ermittelt werden Aussagekräftige Verteilung der Kredite über die Risikosegmente. 3.5 Ratingkriterien - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz ) Schriftlich niedergelegte Ratingdefinitionen müssen deutlich, konsistent und detailliert genug sein, um Dritten wie Innenrevisionen und Bankenaufsicht zu ermöglichen, die Ratingzuordnung nachzuvollziehen und die Angemessenheit der Zuordnung der Kredite zu den Ratingklassen beurteilen zu können Kompatibilität zu den sonstigen detaillierten schriftlichen Kreditregelungen/ Prozessbeschreibungen Bei der Zuordnung von Ratings zu Kreditnehmern oder Geschäften müssen alle relevanten und wesentlichen Informationen verwendet werden, um sicherzustellen, dass alle verfügbaren Informationen konsistent berücksichtigt werden. 3.6 Ratingkriterien - Spezialfinanzierungen (Tz , Tabellen 1-4 im Anhang 4) Bei vereinfachtem Ansatz Mapping der internen Ratingeinstufung auf die fünf aufsichtsrechtlich vorgegebenen Einstufungen. 3.7 Zeithorizont der Ratingzuordnung (Tz ) Nutzung eines Einjahres-Zeithorizonts für PD-Schätzung

5 Prüfungsleitfaden Seite 5 von 10 Jedoch wird erwartet, dass bei der Zuordnung der Ratings ein längerer Zeithorizont berücksichtigt wird (konservative Abschätzung) Anforderung kann erfüllt werden, wenn die Bank die Ratingzuordnungen auf spezifische und angemessenen Stress-Szenarien basiert oder in angemessener Weise die Anfälligkeit des Schuldners für widrige wirtschaftliche Entwicklungen oder unerwartete Ereignisse berücksichtigt. 3.8 Verwendung von Modellen - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz 417) Kredit-Scoring-Modelle und andere automatische Ratingverfahren sind daher als anfängliche oder teilweise Grundlage für die Zuordnung von Ratings anerkennungsfähig. Hinreichend menschliche Urteile und menschliche Überwachung sind erforderlich Prozess für die Überprüfung der in das Modell eingehenden Daten Nachweis, dass die genutzten Daten für Schuldner oder Geschäftsstruktur repräsentativ sind Schriftliche Leitlinie zur Kombination von menschlicher Wertung und Modellergebnis Regeln für die Überprüfung der Ratingzuordnung für die Mitarbeiter Regelmäßige Validierung des Modells (keine zeitliche Mindestvorgabe). 3.9 Dokumentation der Ratingsysteme - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz ) Ausgestaltung des Ratingsystems und die Details über dessen Verwendung müssen schriftlich dokumentiert werden: - Portfolioabgrenzung - Ratingkriterien - Verantwortlichkeiten - Sachverhalte für Ausnahmen - Genehmigung von Ausnahmen - Intervalle für Ratingüberprüfung - Überwachung des Ratingprozessses durch die Geschäftsleitung Dokumentation der Gründe für die Wahl der Ratingkriterien Nachweis einer aussagekräftigen Risikodifferenzierung Regelmäßige Überwachung der Ratingkriterien Dokumentation wesentlicher am Modell und im Prozess vorgenommener Änderungen Dokumentation der Kompatabilität der hausinternen Ausfalldefinition mit aufsichtsrechtlich vorgegebener Definition Dokumentation der mathematisch/ statistischen Ratingmodelle (auch bei gekauften Modellen) 4. Einsatz des Ratingsystems (Tz ) 4.1 Anwendungsbereich - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz ) Jeder Schuldner und jeder Garant muss geratet werden Zusätzlich geschäftsspezifisches Rating Zuordnung Risikosegment bei Retail Rating der jeweils rechtlichen Einheit Anerkennungsfähige Regelungen für Übertragung von Ratings innerhalb einer Kreditnehmereinheit.

6 Prüfungsleitfaden Seite 6 von Integrität des Ratingprozesses - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Zuordnung und regelmäßige Überprüfung der Ratings durch unabhängige Stelle Die Kreditnehmerratings und die geschäftsspezifischen Ratings sind mindestens einmal jährlich zu aktualisieren, Kredite mit höheren Risiken in kürzeren Abständen (Achtung: geschäftsspezifische Ratings beinhalten auch Realsicherheiten Neues Rating bei Vorliegen relevanter Informationen Wirksame Verfahren zur Erlangung relevanter Informationen. 4.3 Integrität des Ratingprozesses - Retail (Tz 427) Mindestens jährliche Überprüfung der Verlusteigenschaften der Risikosegmente Überprüfung der richtigen Risikosegmentzuordnung einzelner Kreditnehmer mittels repräsentativer Stichprobe. 4.4 Manuelle Veränderung von Ratingergebnissen - Unternehmen, Staaten, Banken, Retail (Tz 428) Klare Dokumentation manueller Overrides - unter welchen Umständen - durch wen - in welchem Umfang - Abweichungen von den Ratingergebnissen sind aufzuzeichnen. 4.5 Datenverwaltung - Unternehmen, Staaten, Banken (Tz ) Erhebung und Speicherung von wesentlichen Daten des Kreditnehmers/ Garanten und der Geschäfte: - Ratinghistorien einschließlich Erstrating - Zeitpunkte der Ratings - Verfahren und Kerndaten zur Ableitung der Ratings - Namen der Mitarbeiter und Modelle - Merkmale, Zeitpunkt und Umstände des Ausfalls - Ausfallwahrscheinlichkeiten - Tatsächliche Verlustquoten - Wanderungsbewegungen zwischen den Ratingklassen Für fortgeschrittenen IRB-Ansatz vollständige Speicherung der LGD und EAD- Schätzungen und der zur Ableitung verwendeten Kerndaten Für IRB-Basisansatz ebenfalls Speicherung von Daten über Verluste und Erlösquoten, tatsächlichen Verlusten (bei Spezialfinanzierungen) Ergänzend gelten die Vorgaben der 3. Säule. 4.6 Datenverwaltung - Retail (Tz 433) Aufzeichnung der relevanten Daten für die Zuordnung der Kredite zum Forderungspool Aufbewahrung der Daten über geschätzte und realisierte PD, LGD, EAD. 4.7 Stresstests (Tz ) Einsatz fundierter Stresstest-Verfahren Ergänzend Kreditrisiko-Stresstests Eigene Daten sollen Schätzung der Wanderbewegungen zwischen den Ratingklassen ermöglichen, Einfluss kleinerer Verschlechterungen im Kreditumfeld muss berücksichtigt

7 Prüfungsleitfaden Seite 7 von 10 werden und Erfahrungswerte externer Ratingagenturen über Wanderbewegungen sollten berücksichtigt werden. 5. Einbeziehung in die Unternehmenssteuerung und Überwachung (Tz ) 5.1 Unternehmenssteuerung (Tz ) Leitungsebene muss Geschäftsleitung über wesentliche Veränderungen informieren Geschäftsleitung muss umfassendes Verständnis über Aufbau des Ratingsystems und die Anwendungsverfahren haben Geschäftsleitung muss wesentliche Abweichungen von den eingeführten Verfahren genehmigen Management und Mitarbeiter müssen sich regelmäßig treffen, um die Leistungsfähigkeit des Ratingprozesses und die Verbesserungen und den Stand der Abarbeitung der Verbesserungen zu diskutieren Interne Ratings müssen wesentlicher Bestandteil des Berichtswesens sein - Risikoprofil je Risikoklasse - Wanderungsbewegungen - Verlustschätzungen je Ratingklasse - Vergleich geschätzte/ tatsächliche Verlustraten. 5.2 Kreditrisikoüberwachung (Tz ) Verantwortlichkeit für Ausgestaltung, Implementierung, Aussagekraft in unabhängiger Kreditüberwachungseinheit Umfang der Tätigkeit der Kreditüberwachungseinheit mindestens: - Untersuchung und Überwachung der internen Ratingklassen - Erstellen und analysieren der Risikoreports - Implementierung von Verfahren für einheitliche Anwendung der Ratingdefinition - Überwachung und Dokumentation aller Änderungen im Ratingprozess - Überwachung der Ratingkriterien hinsichtlich ihrer Aussagefähigkeit Aktive Einbindung der oben genannten Einheit bereits bei Entwicklung, Auswahl, Implementierung, Validierung des Ratingsystems. 5.3 Interne Revision/ externe Prüfungen (Tz 443) Mindestens jährlich sind zu überprüfen: Ratingsystem und dessen Einsatz Tätigkeiten der Kreditabteilung Schätzung der PD, LGD und EAD. Die zu prüfenden Bereiche umfassen alle Mindestanforderungen. Da eine jährliche Prüfung aller im Einsatz befindlicher Ratingmodule bei den meisten Revisionsabteilungen zu Kapazitätsproblemen führen dürfte, vertritt der Arbeitskreis Basel II die Auffassung, dass die Prüfungen risikoorientiert nach den Vorgaben der MAIR durchzuführen sind. 6. Verwendung der internen Ratings (Tz ) IRB-Ratingansatz muss wesentlichen Stellenwert im Kreditgenehmigungsprozess und dem Risikomanagement einnehmen

8 Prüfungsleitfaden Seite 8 von 10 Bank muss mindestens in den letzten drei Jahren vor Zulassung zum IRB-Ansatz ein internes Ratingsystem eingesetzt haben, das weitgehend mit den Mindestanforderungen übereinstimmt. Bei fortgeschrittenem Ansatz mindestens drei Jahre Verwendung interner LGD und EAD- Schätzungen, die weitgehend den Mindestanforderungen entsprechen. 7. Risikoquantifizierung (Tz ) Alle Banken, die den IRB-Ansatz einsetzen, müssen für jede einzelne interne Risikoklasse bzw. für jeden Forderungspool die PD schätzen. 7.1 Allgemeine Anforderungen (Tz ) Die PD-Schätzungen müssen abgesehen von Retailkrediten - einen langfristigen Durchschnittswert der auf ein Kalenderjahr bezogen Ausfallraten der Kreditnehmer in einer Risikoklasse darstellen. Für den fortgeschrittenen IRB-Ansatz Schätzung einer angemessenen LGD (vgl. Tz ) sowie einer langfristig ausfallgewichteten Durchschnitts-EAD. Sämtliche Schätzungen sollten einen Zuschlag beinhalten, um zu optimistische Werte zu vermeiden Die internen Schätzungen müssen alle [statistisch] wesentlichen, [im Einzelfall] massgeblichen und verfügbaren Daten, Informationen und Methoden berücksichtigen und auf historischen Erfahrungen und empirischen Ergebnissen beruhen Alle Veränderungen in der Kreditvergabepraxis oder in dem Prozess der Sicherheitenverwertung innerhalb der Beobachtungsperiode müssen berücksichtigt werden. Nachweis, dass das wirtschaftliche Umfeld nach wie vor auf das Gegenwärtige zutrifft. Die Banken müssen ihre Schätzungen (PD, LGD, EAD) mindestens jährlich überprüfen und dokumentieren. 7.2 Ausfalldefinition (TZ ) Kreditausfall, wenn eines folgenden Ereigneisse eingetreten ist: Schuldner kann hoher Wahrscheinlichkeit nicht in voller Höhe zurückzahlen 90 Tage Zahlungsverzug (darunter auch Überziehungen). 7.3 Zurücksetzen (Tz 458) Die Verfahren zur Berechnung der Verzugstage müssen genau definiert und dokumentiert sein. 7.4 Behandlung von Überziehungen (Tz 459) Sobald sich Überziehungen nicht innerhalb des dem Kunden mitgeteilten Limits bewegen, ist der Verzug gegeben. Wenn die Überziehung nicht innerhalb der aufsichtsrechtlichen Grenze (90 bis 180 Tage) zurückgeführt wird, gilt der Kredit als ausgefallen. 7.5 Definition von Verlust (Tz 460) Die aufsichtsrechtliche Definition ist für die Ermittlung des LGD zugrunde zu legen.

9 Prüfungsleitfaden Seite 9 von Besondere Anforderungen an die PD-Schätzung - Unternehmen, Staaten und Banken (Tz ) Für die PD-Schätzung müssen Informationen und Techniken genutzt werden, die in angemessener Weise die langfristigen Erfahrungen bei der Schätzung der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit je Ratingklasse berücksichtigen. Die PD-Schätzung kann mit folgenden Techniken vorgenommen werden: Schätzung interner Daten, externer Daten oder statistischer Modelle oder mittels einer Kombination dieser Techniken Die Beobachtungsperiode muss mindestens 5 Jahre betragen. Wenn die Beobachtungsperiode einen längeren Zeitraum umfasst und diese Daten [statistisch] wesentlich und [im Einzelfall] massgeblich sind, ist auf diese längere Zeitspanne abzustellen. 7.7 Besondere Anforderungen an die PD-Schätzung für Retailkredite (TZ ) Interne Daten müssen als primäre Informationsquelle genutzt werden. Andere Daten oder Verfahren können zur Quantifizierung genutzt werden, wenn die Bank nachweist, dass die Daten vergleichbar sind. In allen Fällen müssen die Banken alle [statistisch] wesentlichen und [im Einzelfall] massgeblichen Datenquellen für Vergleichszwecke nutzen Die Beobachtungsperiode muss mindestens 5 Jahre betragen. 7.8 Besondere Anforderungen an die eigene LGD-Schätzung (Tz ) LGD-Schätzung muss einen ggf. vorherrschenden wirtschaftlichen Abschwung und die damit verbundenen wesentlichen Risiken widerspiegeln. Die LGD kann nicht geringer sein als die langfristige ausfallgewichtete durchschnittliche Verlustrate, welche auf dem durchschnittlichen ökonomischen Verlust aller beobachteten Ausfälle (gem. Ausfalldefinition) beruhen. Höhere LGD Werte sollten bei der durchschnittlichen Betrachtung ein höheres Gewicht erhalten (konservative Einschätzung) Die Schätzungen dürfen nicht allein auf geschätzten Marktwerten, sondern müssen auch auf historischen Erlösquoten beruhen Die Fälle, bei denen die beste Schätzung des erwarteten Verlustes eines ausgefallenen Kredits geringer ist als die Summe der Einzelwertberichtigungen und der Teil- Abschreibungen für diesen Kredit, müssen begründet werden. Die historische Zeitreihen müssen für Unternehmen, Banken, Staaten mind. 7 Jahre betragen und sollten wenigstens einen Konjunkturzyklus umfassen, für Retail 5 Jahre. 7.9 Besondere Anforderungen an die eigene EAD-Schätzung (Tz ) Für bilanzielle und außerbilanzielle Aktiva ist das EAD definiert als das erwartete Bruttokreditvolumen zum Zeitpunkt des Ausfalls Die Banken müssen über Prozesse zur Schätzung des EAD der außerbilanziellen Geschäfte verfügen. Die EAD-Schätzung muss dokumentiert sein. Für jede Kreditart muss eine entsprechende EAD geschätzt und dokumentiert sein. Die Schätzungen müssen mind. jährlich überprüft werden Die Banken müssen über Systeme und Verfahren zur täglichen Überwachung der Kreditinanspruchnahmen verfügen. Die historische Zeitreihen müssen für Unternehmen, Banken, Staaten mind. 7 Jahre betragen und sollten wenigstens einen Konjunkturzyklus umfassen, für Retail mind. 5 Jahre.

10 Prüfungsleitfaden Seite 10 von Mindestanforderungen für die Messung der Effekte von Garantien und Kreditderivaten bei interner Ermittlung des LGD (Tz ) Berücksichtigung des Sicherungseffektes entweder in LGD oder PD Rating der Garanten analog zu Schuldnern Keine Berücksichtigung des Doppelausfallrisikos Keine Einschränkung hinsichtlich anerkennungsfähiger Garanten. Bankinterne Kriterien zur Berücksichtigung der Garanten müssen definiert und dokumentiert sein Garantie muss aufsichtsrechtliche Formvorschriften erfüllen und unwiderruflich sein Klar dokumentierte Kriterien für die Berücksichtigung der Garantien innerhalb der PD o- der LGD Bei Kreditderivaten gelten die gleichen Anforderungen an asset mismatch wie im Basisansatz Bei Kreditderivaten müssen Zahlungsstruktur und Restrisiken berücksichtigt werden Mindestanforderungen für die Messung der Effekte von Garantien und Kreditderivaten bei Nutzung des aufsichtsrechtlichen LGD (Tz 490) Die oben genannten Anforderungen ( Tz ) gelten analog - mit folgenden Ausnahmen: Berücksichtigung des Sicherungseffektes nur in der PD, Begrenzung auf Garantien und Garanten gemäss IRB-Basisansatz (Tz 302) Ergänzende Mindestanforderung für die Schätzung der PD und LGD bei angekauften Forderungen (Tz ) Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinsichtlich der rechtlichen Sicherheit, Effektivität und Wirksamkeit der Systeme sowie Übereinstimmung mit den bankinternen Richtlinien und Verfahren. 8. Validierung der internen Schätzungen (Tz ) Einsatz von stabilen Verfahren für die Validierung der Genauigkeit und Konsistenz der Ratingverfahren Regelmäßiger Vergleich der realisierten Ausfallraten mit den geschätzten PD s der Ratingklassen Für fortgeschrittenen IRB-Ansatz analoges Verfahren für LGD und EAD-Schätzungen Vergleiche und Dokumentationen mindestens jährlich Einsatz anderer Validierungstechniken und Vergleiche mit externen Datenquellen Systematische Unabhängigkeit der quantitativen Testmethoden von Konjunkturverlauf Klare Dokumentation von Verfahren, falls Validierungsergebnisse starke Abweichungen zwischen Soll/ Ist ergeben In den Fällen, in denen Banken sich mehr auf aufsichtsrechtliche als auf interne Schätzungen der Risikoparameter stützen, werden die Banken aufgefordert, die realisierten LGD s und EAD s mit den aufsichtsrechtlich vorgegebenen Werten zu vergleichen. Die Informationen über realisierte LGD s und EAD s sollten Bestandteil der bankeigenen Zuweisung des ö- konomischen Kapitals sein.

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