Konzept des Kindergartens Sternschnuppe e.v.

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1 Konzept des Kindergartens Sternschnuppe e.v. Inhaltsverzeichnis 1.Einleitung/ Vorwort 2.Vorstellung 3. Das Kind als individuelle Person 4. Rahmenbedingungen 5. Pädagogische Inhalte und Ziele, Methoden der Umsetzung

2 6. Nachwort Vorwort Jedes Kind hat das Recht zu lernen, zu spielen, zu lachen, zu träumen, anderer Ansicht zu sein, vorwärts zu kommen uns sich zu verwirklichen. Hall- Nenis Report Vorstellung Der Verein Sternschnuppe wurde im November 1994 von Frau Dr. Kerstin Blanck gegründet. Der Gründungsgedanke war einen gemütlichen, zuverlässigen und pädagogisch wertvollen Kindergarten für berufstätige Eltern zu errichten. Es sollte ein Ort sein, in dem sich Kinder und Erwachsene begegnen und wohl fühlen, im Rahmen einer familienunterstützenden und ergänzenden Erziehung für Kinder, so wie einem partnerschaftlichen Miteinander. Im gesamten Tagesablauf wird eine liebevolle Zuwendung gegeben, die die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und Erwachsenen befriedigen. Unser Bild vom Kind als individuelle Person Das Kind hat das Bestreben zu forschen, entdecken und sich in seiner Umwelt immer wieder neu zu orientieren und sich wohl zu fühlen. Aus eigenem Antrieb setzt es seine Bedürfnisse in die Tat um (anfänglich sehen, greifen, laufen) und entwickelt sich und seine Fähigkeiten ständig individuell weiter. Dabei besitzt jedes Kind unterschiedliche Stärken und Schwächen.

3 Die Persönlichkeit des Kindes ist von Natur aus gut, aber dennoch formbar und beeinflussbar. Es ist im Stande, anhand positiver Vorbilder sich zu einer eigenständigen und selbstverantwortlichen Person zu entwickeln. Rahmenbedingungen Soziales Umfeld / Einzugsgebiet o Einfamilienhäuser o Familien/ Alleinerziehende mit mehreren Kindern o Gute Infrastruktur am Stadtrand Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen, Sportvereine, Musikschulen, Ärzte, Restaurants in unmittelbarer Nähe o Viele Parkanlagen und Grünflächen, aber wenige öffentliche Spielplätze Räumlichkeiten o Einfamilienhaus mit kleinem Garten o 2 Kindergartenräume, 1 Spielkreisraum, 1 Differenzierungsraum, Küche, WC, Büro, Flur (Bewegungsraum), Mitarbeiterzimmer und Abstellraum Personal o 4 Erzieherinnen, 2 Englischkräfte, 2 Aushilfskräfte, 1 Musikpädagogin, 1 Zivildienstleistender, Praktikant/innen 1 Raumpflegerin. Anzahl der Gruppen o 2 elementare Kindergartengruppen mit je 16/17 Kindern o 1 sozialpädagogischer Spielkreis mit 8 Kindern o 2 Selbsthilfespielkreise mit 8 10 Kindern Öffnungszeiten, Ferien und Schließungszeiten Frühdienst: Kindergartengruppen: 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr, Angebot nach Absprache Montag bis Freitag 8.00 Uhr Uhr

4 Spielkreis Sterne: Spielkreis Sternchen: Spielkreis Mini s: Montag, Mittwoch, Freitag 9.00 Uhr bis Uhr Dienstag und Donnerstag 9.00 Uhr bis Uhr weitere Stunden können in der Zeit 8.00 Uhr Uhr gebucht werden. Dienstag und Donnerstag Uhr bis Uhr o Weihnachtsferien o Brückentage (Himmelfahrt, 1 Mai usw.) Pädagogische Inhalte und Ziele, Methoden der Umsetzung päd. Inhalte Schwerpunkte Ziel Methoden der Umsetzung Projektarbeit Zeitraum: 6 8 Wochen Umfangreiches Wissen zu wichtigen Themen vermitteln, erweitern, und vertiefen Über einen längeren Zeitraum Kind begeistern und Neugierde wecken Motivation für Neues Gemeinschaftliches Erarbeiten eines Themas Wir-Gefühl innerhalb der Gruppe entwickeln gegenseitig Hilfestellungen geben Angeleitete Spiele Tischspiele Bewegungsspiele Kreisspiele/Singspiele Themenbezogene Bücher (Wissensbücher, Bilderbücher Bearbeitung und Aktionen im Stuhlkreis Lieder Ausflüge Bastelangebote mit verschiedenen Materialien Back AG Erzählrunden Collagen Anschauungsmaterial zur

5 Gruppenübergreifendes Großprojekt für SK und KTH Verfügung stellen Umsetzung ins Englische Angeleitete Rollenspiele Themenarbeit Zeitraum: 1 Tag, 1 Woche oder 2 Wochen Kinderbedürfnisse erkennen, aufgreifen und befriedigen Elternwünsche und Bedürfnisse berücksichtigen im Alltag Problemsituationen erkennen und bearbeiten Jahreszeiten, Feste, Feiertage vermitteln Themenbezogene Bücher (Wissenbücher,Bilderbücher) Stuhlkreis Lieder Ausflüge Collagen Bastelangebote mit verschiedenen Materialien Back AG Erzählrunden Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen Angeleitete Spiele Tischspiele Bewegungsspiele Kreisspiele/ Singspiele Umsetzung ins Englische Angeleitete Rollenspiele Ernährung Geschmackssinn fördern Gesundheitsförderung abwechslungsreiche Ernährung Ernährungsbewusstsein entwickeln Körperbewusstsein entwickeln Nahrung probieren Großes Frühstück Gemeinsame Besprechung Einkauf Zubereitung Back AG Gesundes Frühstück von Zuhause Gesundheitsprojekte

6 Zahnprojekt Elternabende/ Gespräche abwechslungsreiches Mittagessen Sprache Höflichkeitsformen vermitteln Hemmungen abbauen vor der Gruppe sprechen Verbales Mitteilen, Fragen und Antworten formulieren Gefühle in Worte fassen können (positiv/ negativ) Grammatik vollständige Sätze sprechen Stuhlkreis Erlebnisse erzählen Lieder Gedichte, Reime und Fingerspiele Mit Kindern viel Sprechen Tischspiele zur Sprache und Wahrnehmung Fragen und Antworten Bücher vorlesen Korrigieren Sprachstandserhebung (Sprachtest) Englisch Richtige Aussprache spielerisch eine andere Sprache erlernen Sprachverständnis fördern Spaß an anderer Sprache entwickeln Englischer Stuhlkreis englische Ecke Englische Lieder, Gedichte, Reime und Fingerspiele Übersetzungen Englische CD Englische Gesellschaftsspiele alltägliche Sätze lernen Wiederholungen Englische Bücher vorlesen Themenbezogenes Arbeiten Korrigieren selbständig alters- Zeigen, helfen, erlernen von:

7 Reinlichkeitserziehung entsprechend den Alltag bewältigen Bewegungsabläufe lernen, umsetzen und verinnerlichen Händewaschen, Zähneputzen, Toilettengang Windeln wechseln Rücksprache mit Eltern Ordnung Aufräumen Ordnungssinn entwickeln selbständig Ordnung halten können Tischdienst Blumendienst Tisch auf- und abdecken Eigentumsfächer Kleiderhaken und Garderobenfächer verwenden Straßenschuhe, Hausschuhe und Gummistiefel nutzen Sortieren und Aufräumen Bastelmappen anlegen Anleitung und Hilfe zum aufräumen geben Selbständigkeit, Persönlichkeitsförderung Charakter entwickeln (emotional, kognitiv, sozial) Mut, die eigenen Interessen umzusetzen Eigene Bedürfnisse erkennen und formulieren Grenzen erkennen im Umgang mit Menschen und Gegenständen Hilfe zur Selbsthilfe Denkanstöße geben Spielideen und Spielimpulse geben Rollenspiele Stuhlkreisaktionen Hinterfragen von Gefühlen alltägliche Dinge erklären (Werte und Normen) Grenzen setzen Gruppenregeln gemeinsam aufstellen und beherzigen Kindergartenregeln kennen lernen, verinnerlichen und befolgen Verantwortung übernehmen Kinderpatenschaften

8 liebevoller und freundlicher Umgang mit anderen Menschen (Vorbild sein) Konflikte verbal lösen lernen Wünsche formulieren und respektieren Körper und Bewegung Ausdauer, Koordination Fingerfertigkeit erlernen Gleichgewichtssinn schulen Körpersensibilität entwickeln Krafteinschätzung erlernen Vertrauen in den eigenen Körper haben Grenzen erkennen und überwinden Ängste abbauen Erfolg/Misserfolg akzeptieren und daraus lernen Fingerfertigkeit Bewegungsstunden Bewegungsspiele Wettspiele Manschaftsspiel Werken und Bastelaktivitäten Kreisspiele und Laufspiele Bewegungsparcours Tanzen Kuschelstunden Traumreisen Spazieren gehen Einkaufen gehen Klettern Fußballecke Ausflug in den Park Kindermassage Materialien zur Schulung der Fein- und Grobmotorik Kultur Erkundung und Nutzung: des Stadtteils des nahen Umfeldes der öffentlichen Einrichtungen der öffentlichen Verkehrsmittel Umwelterziehung Projektbezogenes Arbeiten z.b. Jahreszeiten Weihnachten in anderen Ländern Straßenbahn und Bus Besuche: Feuerwehr, Polizei, Schule, Zahnarzt, Bücherei, Park Traditionsfeste Fasching, Ostern, Laterne laufen, Nikolaus,

9 Weihnachten, Sommerfest, Geburtstage Mülltrennung Gartenpflege Bauen und Gestalten Konzentrationsförderung Ausbau der motorischen Fähigkeiten Anregen und Ausleben der Kreativität und Phantasie Formenlehre Materialien erkunden Funktionsecke Bauteppich Holzbausteine Fahrzeuge und Eisenbahn Lego/ Duplo Murmelbahn Basteltische Freies und angeleitetes Basteln Natur- und Alltagsmaterialien Wolle, Filz, Pappe, Korken, Eierpappen, Joghurtbecher, Schachteln, Stoff, Bast, Kastanien, Blätter, Federn, Bucheckern, Sand, Moos, Steine, Holz usw. Tisch- und Brettspiele Puzzle, Farb-, Würfel- Karten-, Konzentrations-, Sinnes- Formenspiele Fördermarterial Themenkarten, Legekarten und -Stäbe, Rätsel, Sandsäckchen, Sandzahlen und Sandbuchstaben, Sprachkärtchen, Kugeln aufziehen Freispiel und Phantasie Freundschaften entwickeln und stärken Anregung der Kreativität Selbständigkeit durchs Verschiedene Funktionsecken Bauecke/Puppenecke Bastelecke Leseecke Kuschelecke

10 Spiel fördern Rollenspiel ermöglichen Englischecke Differenzierungsraum Verkleidungsecke Rhythmik und Musik Rhythmikgefühl entwickeln emotionales Gleichgewicht unterstützen Koordination des Gehirns trainieren Instrumente kennen lernen, ausprobieren und anwenden Körperwahrnehmung trainieren Töne erkennen Spaß am Singen haben Eigene Stimme und Gehör schulen (tief, hoch, leise, laut) Singen im Morgenkreis Gruppenübergreifende Singkreise Musikalische Früherziehung Musikprojekte Instrumente selber basteln Ausflüge im Rahmen eines Projektes z.b. Glocke, Theater Hören von Liedern Instrumentenkiste bereitstellen und im Stuhlkreis erarbeiten einstudieren von Singspielen und Theaterstücken Außengelände Rutsche, Fahrzeuge, Sandkiste, Fußballecke, Seilspringen, Stelzen, Singspiele, Tanzspiele, Wettspiele Nonverbale Kommunikation Gestik und Mimik erkennen und darauf reagieren emotionales Feingefühl entwickeln Hinweise in Konfliktsituationen Lösungsvorschläge geben Vorbild sein Kinder aufmerksam auf die Gefühle anderer machen Ausbildung, Praktikanten und Zivildienstleistende Erzieher/innen formen Fachwissen vermitteln selbständiges Arbeiten Entwicklung der Lehrer-, Anleiter- und Reflektionsgespräche Übergabe von Teilaufgaben Kleinprojekte planen,

11 eigenen Persönlichkeit ermöglichen Verschiedene Erziehungsstile kennen lernen eigenen Erziehungsstil finden Flexibilität umsetzen und reflektieren Freiraum zur Materialerkundung geben Zeit geben, das Schulwissen in die Praxis umzusetzen Einführung in die Elternarbeit Vorschularbeit Förderung von: sicherem Auftreten logischem Denken Stifthaltung Zahlen /Buchstaben Farben/ Formen Aufgaben übernehmen Selbstbewusstsein Zeitgefühl Formen legen Zahlen und zählen üben, Buchstaben, Namen schreiben Lük- Kästchen Arbeitsblätter Yoga und Kuschelstunde Schulbesuche Hospitieren in der ersten Klasse Patenschaften übernehmen Ordnung halten und pfleglichen Umgang erlernen Benennen vom Tag, Datum, Monaten und Jahreszeiten Elternarbeit pädagogische Hilfe bei Problemen/ Schwierigkeiten geben Elternbedürfnisse ernst nehmen guter Informationsaustausch zum Wohl des Kindes positive Stimmung im Kindergarten erreichen Anmeldungs- und Informationsgespräche Tür und Angelgespräche Elterngespräche Entwicklungsgespräche Einführungs- und Abschlussgespräche Problemgespräche Elternabende Verständnis haben zuhören in alltäglichen Lebenssituationen und Ein offenes Ohr haben Zeit nehmen und geben

12 Gesellschaft Öffentliches leben Kennen lernen und akzeptieren von: eigener Kultur (Weihnachten /Ostern usw.) anderen Kulturen Toleranz gegenüber anderen Menschen Projekte zur anderen Kulturen Internationale Gerichte Tischspiele Erklären von unterschiedlichen Menschen in der jeweiligen Situation Personal und Teamarbeit abwechslungsreiche, kreative Arbeit leisten Qualitätssicherung freundliches Arbeitsklima pädagogische Auseinandersetzungen anlernen und ausbilden von Praktikanten und Zivildienstleistenden Mitarbeiterbesprechungen Fortbildungen Weiterbildung durch Fachbücher, Internet etc. Konzeptarbeit Vorstandsitzungen offene und ehrliche Kommunikation hinterfragen pädagogischer Handlungsweisen Kritikfähigkeit, Lob und Anerkennung gegenseitige Anregung und Unterstützung in der Arbeit Nachwort Dieses Konzept kann nicht den Anspruch auf Vollständigkeit ergeben. Es soll hauptsächlich Grundsätze in unseren Gruppen deutlich machen. Es soll Anregungen und Überblick verschaffen. Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie die Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.

13 Bremen Juni 2007 Astrid Lindgren

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