Zeitschrift für Förderer und Freunde von Gut Aiderbichl. Leben lieben. Neues von. Gut Aiderbichl. Unser Kamel-Baby Hansi.

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1 Sommer / Herbst 2011 Leben lieben. Neues von Zeitschrift für Förderer und Freunde von Gut Aiderbichl Gut Aiderbichl Unser Kamel-Baby Hansi.

2 Inhaltsverzeichnis 3 Vorwort Michael Aufhauser 4 Rettung von Tieren in Not 27 Wie kann ich Gut Aiderbichl helfen - Patenschaften /Mitgliedschaften - Hilfe für unsere gemeinnützigen Stiftungen - Spenden 37 Patentreffen und Reisen im Überblick 38 Helmut Schödel fragt Michael Aufhauser 40 Hiltraut Merkl: Bambi-Rettungen 42 Holde Sudenn: Tierabsicherung / Vermächtnisse 44 Beatrice Bürchler-Keller: Gut Aiderbichl Frankreich 46 Dieter Ehrengruber: Gut Aiderbichl Baustellen 50 Können Tiere vergessen und vergeben? 52 Gut Aiderbichl Patenreisen Kolumne Friedel Grünthal: Die Tierrettung 56 Gut Aiderbichl Shop 58 Stellenangebote und ehrenamtliche Mitarbeit auf Gut Aiderbichl Unser Titelbild Hansi haben wir für dieses Magazin als Titelbild ausgesucht. Er ist am 3. März 2011 auf Gut Aiderbichl Iffeldorf als Sohn von Franziska, einer Ex-Zirkus-Kamel-Stute, geboren worden. Die Nähe zu den beiden Kamelen macht uns das Drama der Australischen Kamele noch bewusster, die zu Hunderttausenden gekeult werden sollen. Die Firmen Die Pfote, Hotel Sacher, Nestle Schöller, Paulaner, Bauchinger, Fressnapf und Seilerei Wüstner haben mit ihren Einschaltungen geholfen, die Erstellungskosten dieses Magazins zu senken. Die Innenseiten dieses Magazins wurden gedruckt auf: Steinbeis Charisma 100% Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel. ANZEIGE Vorwort Michael Aufhauser zehn Jahre Gut Aiderbichl. Da sollte man zurückschauen und sich über die Erfolge freuen. Aber dazu bleibt mir wirklich keine Zeit. Aiderbichl kann man einfach nur über die Gegenwart und Zukunft definieren. Auch in diesem Heft können wir wenigstens einen Teil der geretteten Tiere, die neu zu uns kamen, präsentieren, und ihre Ankunft unter unseren Schutz zumindest einmal für unsere Paten dokumentieren. In den vielen Jahren danach genießen sie unsere liebevolle Fürsorge, in bester Haltung. Dieser sozusagen zweite Teil, ihr Leben bei uns, ist mittlerweile im Vergleich zu ihrer Aufnahme, unspektakulär geworden. Das zeigt wohl, was uns Aiderbichlern gelungen ist: Man geht inzwischen davon aus, dass wir in der Lage sind, Tieren ein manchmal jahrzehntelanges Leben zu bieten. Mit enormem Aufwand, Futter, Tierarztkosten, Ausläufen, Weiden und über 200 Menschen, die sich nur um sie kümmern dürfen. Diese Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit hat Aiderbichl zu einer Institution gemacht, der man nicht nur Respekt zollt, sondern auch vertraut. Wir sehen es als großes Glück an, dass wir nicht mit Horror-Bildern von Haus zu Haus ziehen müssen, um Spenden zu bekommen. Auch, dass es nicht notwendig ist, teure Werbeagenturen zu bezahlen, die für uns die dringend notwendigen Mittel besorgen. Das ist ein Segen. Wie durch Fügungen schaffen wir es jedes Jahr über die Runden zu kommen. Neidische Menschen vermuten sogar, dass Gut Aiderbichl profitabel sei. Das ist es nachgewiesenermaßen nicht. Weder bei unseren Betriebs-GmbHs, noch bei unseren gemeinnützigen Stiftungen. Dass wir vor keinem Abgrund stehen, liegt meiner Meinung nach an der Nachvollziehbarkeit dessen, was wir tun. Wer unseren Tierbestand genau bedenkt, kann sich gut vorstellen, was über 500 Pferde täglich kosten. 400 Rinder, 360 Schweine, Schafe, Ziegen, über 300 Katzen und Hunde, und viele mehr. Und wie wir sie halten, ist kein Geheimnis, sondern für jeden täglich kontrollierbar. Ja, ich glaube, dass die Basis für jedes großartige Projekt Integrität ist. Über allem steht unser Leitsatz: Wir lieben Tiere und sehen uns als ihre Dienstleister. Das schließt jedoch nicht aus, dass wir auch Menschen lieben, besonders die hilfebedürftigen und schwachen. Auch im letzten Jahr hat Gut Aiderbichl Mittel für Menschen in sechsstelliger Höhe eingesetzt, besonders für Kinder. Dass wir darüber nicht oft berichten, hat einen ganz besonderen Grund. Unser Einsatz für Menschen soll keine Entschuldigung dafür sein, dass wir Tiere lieben und schützen. Denn dafür muss sich niemand entschuldigen. Wer sensibel ist, hat schon längst gemerkt, dass es nur eine Humanität geben kann, nämlich eine, die alle meint, Mensch, Tier und Natur. Wir retten nicht nur unglaublich viele Tiere. Mit ihren Biographien erreichen wir wöchentlich viele Millionen Menschen. Unsere Beiträge in den Medien und unsere besuchbaren Güter regen zum Nachdenken, vielleicht sogar zum Umdenken an. So profitiert letztendlich die Gesellschaft, wir Menschen, am meisten von Gut Aiderbichl. Vorerst. Denn wenn wir selber uns ändern, wird es immer weniger Tierleid und somit auch Menschenleid geben. Deshalb unser Credo: Tierschutz ist auch Menschenschutz. Verweilen Sie deshalb nur kurz bei einem Blick zurück. Und erleben Sie mit uns gemeinsam die Visionen, die uns Stärke und Kraft geben, weiterzumachen. 2 3

3 Neuzugänge seit dem letzten Heft... Gut Aiderbichl Henndorf / Frankreich Rührendes Wiedersehen von zwei Versuchs-Ziegen-Kindern mit ihrer Mutter nach zwei Jahren. Für die Ausbildung von Veterinären ist es üblich, an Universitäten sogenannte Übungstiere zu halten. An diesen Tieren lernen Studenten das Impfen, Untersuchungen vorzunehmen und vieles mehr. Mit den Ärzten einer Rinder-Universitäts-Klinik hält Gut Aiderbichl seit vielen Jahren guten Kontakt. Wenn Übungstiere pensioniert werden, dann dürfen sie zu uns kommen. Gerettet: Übungs-Ziegen Sarah, Annemarie und Marie-Luise Sarah, Annemarie und Marie-Luise Neuzugänge 2009 kam auf diesem Weg die Ziege Sarah zu uns. In der Klinik war sie hauptsächlich Blutspenderin. Ihre beiden Kinder Marie-Luise (2) und Annemarie (2) mussten bleiben. Jetzt, zwei Jahre später, wurden auch sie entlassen und zogen in Henndorf ein. Wir waren gespannt. Würden sie sich wiedererkennen? Die drei liefen aufeinander zu und begrüßten sich freudig. Als wäre ihre Trennung erst gestern gewesen. Jetzt kuscheln sie wieder jeden Abend im Stroh zusammen wie damals. Tierschutz ist auch Menschenschutz. Rettung in letzter Minute: Wotan Oliver mit Island-Hengst Wotan Hengst Wotan (27) gehörte einem schwer erkrankten Mann, dessen ganze Hoffnung jetzt eine Lebertransplantation ist. Sein Pferd wird er nie wieder versorgen können. Wotan lebt zurzeit in Henndorf und soll im Sommer nach Frankreich übersiedeln. Besonders ältere Besitzer von Pferden sollten über eine Tierabsicherung nachdenken. Oft ist es zu spät und die Zeit reicht nicht mehr, aus für ihre Pferde vorzusorgen. Warmblut-Stute Chanel Chanel (19) war ihr ganzes Leben lang eine brave Zuchtstute. Als sie ausgedient hatte, gab es keinen Platz mehr für sie. Chanel (Bild oben), schenkte als Zuchtstute vielen schönen Fohlen das Leben. Aber wer Züchter ist, und womöglich davon lebt, muss Interessenten durch beeindruckende Stallungen führen können, mit ebenso beeindruckenden Pferden. Die Käufer suchen schließlich nach den Besten. Deshalb heißt es im Alter Abschied nehmen, von den Pferden, die einmal zum Ruhm einer Zucht beigetragen haben. Außer der Besitzer hat soviel Geld, dass er sich einen Ort für pensionierte Pferde leisten kann und will. Das kommt eher selten vor...doch Chanel hatte Fürsprecher, die sich beharrlich für sie einsetzten. Jetzt ist sie eine Aiderbichlerin. Eine Tierschützerin konnte nicht mehr. Blümchen (weiß), Moritz (Kamerun), Lara (glatt, braun) sind betagte Ziegen, die vor über zehn Jahren eine Tierschützerin rettete. Gesundheitlich bedingt konnte sie nicht mehr für sie sorgen. Damit sie nicht wieder in Not geraten, haben wir sie auf Gut Aiderbichl aufgenommen. Neuzugänge Gut Aiderbichl Frankreich Solange jeder Mensch, ohne Eignungsnachweis, jedes Tier kaufen und verkaufen darf, werden Tiere in unserer Gesellschaft als Sache gesehen. Jacky (l.), Eros (Mitte) und Brutus (r.): Schon einmal gerettete Pferde gerieten wieder in Not und mussten so schnell wie möglich unter unseren Schutz gestellt werden. Gut Aiderbichl Henndorf Gut Aiderbichl Henndorf / Deggendorf Sprachlos muss man es zur Kenntnis nehmen, dass Kommunen ihr Budget für Tierheime kürzen oder ganz einstellen. So, als wäre das nicht ihre Sache. Unsere Wirtschaft und der Staat profitieren andererseits durch die Einnahmen der Tierbedarfs-Industrie (jährlich weit mehr als 3 Milliarden Euro in den deutschsprachigen Ländern). Wenn es dann um verstoßene und alte Tiere geht, sind tierliebe Menschen mit ihrem privaten Engagement gefragt, als wären sie die Verantwortlichen. Der Ursprung dieses Problems ist leicht erklärt. Tiere kaufen darf jeder. Ob er einen geeigneten Platz, genügend Kenntnisse und genügend Mittel für eine Tierhaltung hat, spielt keine Rolle. Deshalb sollte zumindest jeder Käufer eines Tieres eine Menschen, die sich von ihrem Vierbeiner trennen wollen, genieren sich oft, sich an ein Tierheim zu wenden und setzen sie einfach aus. Das geschah wohl auch mit der acht Monate alten Pocket-Beagle-Hündin Mira. Spaziergänger fanden die herum irrende Hündin und gaben sie bei uns ab. Wir verständigten die entsprechenden Stellen und Gerettet: Katze Simba und Zwergkaninchen Jim Ein Aiderbichler wurde unfreiwilliger Zeuge, als eine Hofbesitzerin wütend nach Katze Simba (1) trat, um sie zu vertreiben. Der Aiderbichler nahm sich Zeit und Geduld. Stellte Nähe zu Simba her. Als Simba ihm vertraute, brachte er die zweifarbige Katze zu uns. Er selbst kann sie wegen einer Katzenhaar-Allergie leider nicht behalten. Kampf-Widder Jim Jim (4) galt als unberechenbarer und aggressiver Zeitgenosse. Sein Lebenspartner soll sich gewehrt haben und so verlor Jim ein Stück von seinem Ohr. Als dann auch noch eine Kralle herunterhing, die entfernt werden musste, fasste eine hilfsbereite Nachbarin, die die Kaninchen manchmal Selbstauskunft geben müssen, die ihm den Erwerb eines Tieres ermöglicht. Mit diesem Schritt könnte viel Tierleid verhindert werden. Eros, Brutus und Jacky befanden sich in absoluter Lebensgefahr, als sie eine Tierfreundin zu sich nahm. Ihre Besitzer hatten sich von diesen Tieren abgewandt. Altersbedingt bat uns ihre Retterin um Aufnahme der drei Pferde. Jacky (12), Eros (21) und Brutus (14) jetzt auch unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Mira ausgesetzt. Bei Hunden steht Angebot und Nachfrage in keinem Verhältnis. warteten über einen Monat. Keiner vermisste sie. Wenn Mira auf der Henndorfer Hundewiese ausgelassen spielt, kann man vermuten, dass sie den Ort, von dem sie kommt, nicht wirklich vermisst. Bitte, denken Sie daran, wenn Sie sich einen Hund wünschen, dass es viele arme verlassene Hunde gibt. Sehen sie auf unserer Homepage nach. Wenn Hunde das Glück haben und von Gut Aiderbichl aufgenommen werden, dürfen sie bis an ihr natürliches Lebensende, in bester Haltung (Hundefamilie mit persönlichem Pfleger) bleiben. Werden Sie Pate oder Förderer unserer gemeinnützigen Stiftungen. versorgte, einen richtigen Entschluss. Sie brachte Jim zu uns. Mit viel mehr Platz und in einer artgerecht gehaltenen Gruppe wurde er lammfromm. 4 Blümchen, Moritz und Lara 5

4 Vielen Füchsen und Rindern konnten wir helfen. Bitte werden Sie Pate oder Förderer von Gut Aiderbichl. Gut Aiderbichl Henndorf Füchsin Elli Gut Aiderbichl Henndorf Elli, Patrick und Karl-Heinz: Fuchsbabys in Not! Ob der Mutter von Elli etwas zugestoßen ist, oder ob sich die kleine Elli im Wald verirrt hat, wissen wir nicht. Ein Förster fand das kleine Füchslein ganz alleine im Wald. Brachte es nach Hause, und seine Kinder versorgten es im Zwei-Stunden-Takt mit einem Milchfläschchen. Das ging aber nur während der Osterferien. Die Familie bat uns, das kleine Fuchsbaby bei uns aufzunehmen. Versehen mit dem Wunsch, dass Elli ihren Namen behalten darf. Die Kinder hatten sie so unter Hinzunahme von Weihwasser getauft. Versprochen ist versprochen. Aiderbichler Fuchsmutter Anna setzt jetzt das Zwei-Stunden-Ritual fort. Sie hat schon viele Fuchsfindlinge auf den Weg in ihr neues Aiderbichler Leben begleitet. Auf Gut Aiderbichl Henndorf haben wir bereits ein großes, ausbruchssicheres Gehege errichtet. Nun entsteht im neuen Gut Aiderbichl Gänserndorf ein weiteres, noch viel größeres Gehege. So können sie artgerecht, aber vor allem sicher vor Patrick und Karl-Heinz konnten nicht länger im Tierheim bleiben. Jägern, bis an ihr natürliches Lebensende bei uns bleiben. Das Tierheim, das die beiden Fuchs- Waisen Patrick und Karl-Heinz aufgenommen hat, meinte es gut. Sie vermieden menschlichen Kontakt, damit die beiden später leichter ausgewildert werden können. Doch so einfach geht das nicht. Ihre Heimat, an die sie sich immer erinnern werden, ist eben ein Haus, und nicht der Wald. Dadurch hatten sie wenig Scheu vor dem Menschen, ihrem grössten Feind. Bitte helfen Sie mit einer Patenschaft oder einer Spende an die gemeinnützigen Gut Aiderbichl Stiftungen. Neuzugänge Gut Aiderbichl Moosfeldhof Resis (o.) waghalsige Flucht vom Schlachthof. Als ein Bauer in Kempten mit Resi, einer ca. ein Jahr alten Kalbin, kurz nach 6 Uhr am Schlachthof vorfuhr, bekam es Resi mit der Angst zu tun. Sie hat sicherlich, wie alle Ankömmlinge am Schlachthof, das Blut ihrer Artgenossen gerochen. Sie gehört von Natur aus zu den Fluchttieren, und die geraten in solchen Situationen in Panik. Und flüchten, wenn sie können. Eine unachtsame Bewegung beim Abladen, und schon suchte Resi in ihrer Todesangst das Silvia (5) gehört einer selten gewordenen Rasse an (Tiroler Grauvieh). Als Milchkuh hatte sie ausgedient. Ihr Bauer setzte sich dafür ein, dass sie nach Gut Aiderbichl Henndorf kommen darf. Weite. Während eine stundenlange Verfolgungsjagd begann, berichtete ein Radiosender von der Flucht. Davon erfuhr Michael Aufhauser und setzte sich sofort mit den Zuständigen und Christian Kögl vom Gut Aiderbichl Moosfeldhof in Verbindung. Nach einem Betäubungsschuss konnte Resi eingefangen werden. Christian Kögl fuhr mit einem Anhänger auf den Hof des Bauern, wohin sie zurückgebracht worden war. Das Betäubungsgift muss nämlich erst aus dem Fleisch sein, bevor sie wieder zum Schlachthof gebracht werden kann. Christian und der Bauer wurden handelseinig, und Resi konnte gleich mitgenommen werden. Weil sie nicht wusste, dass sie jetzt für immer in Sicherheit ist, lief sie auf dem Gut Aiderbichler Moosfeldhof zunächst noch einmal weg. Und dann, ganz freiwillig, schloss sie sich einer dort lebenden Rinderherde an. Alles ist jetzt gut bis an ihr natürliches Lebensende. Patrick (l.) und Karl-Heinz (r.) 6 7

5 Stiftungshof: Gut Aiderbichl Frankreich Narben erlauben einen grausamen Rückschluss: Hinterlistig entfernte Robbys Besitzer dessen Erkennungschip und setzte ihn auf einer stark befahrenen Autobahn aus. Die kleine blinde Paddy (8) begleitete ihr Frauchen bis zur Regenbogenbrücke. Neuzugänge Einen Rempler von der blinden Paddy nehmen die Katzen mit Liebe hin. Paddy durfte in die Privatwohnung von Sandra (l.) und Ben (r.) einziehen. Die kleine Shizu-Hündin Paddy (8) war blind und taub, als sich ihre Besitzerin für sie entschied. Sie war ebenfalls blind und konnte sich mühelos in das Handicap der kleinen Hündin hineinversetzen. Die beiden waren ein Herz und eine Seele. Dann kam ihr geliebtes Frauchen ins Krankenhaus. Diagnose: schwerer Krebs, Diabetes, und außerdem sollten ihr beide Beine abgenommen werden. Dass sich ihre Kinder nicht um Paddy kümmern würden, muss der Besitzerin klar gewesen sein. Für den Fall der Fälle hatte sie alles mit ihrem Tierarzt besprochen, der ihr versprach, sich um die Kleine zu kümmern. Er bat um die Aufnahme von Paddy auf Gut Aiderbichl Frankreich. Unter diesen Voraussetzungen boten sich Sandra Simon, die Gutsverwalterin, und ihr Lebensgefährte Ben Schreck sofort an, die Hündin zu sich und ihrem Hündchen Wabs in die Wohnung zu nehmen. Paddy lebte sich schnell ein und wurde zum Liebling der über 100 Katzen, die dort leben. Einige Wochen später kam der Tierarzt noch einmal auf das Gut. Dem Frauchen von Paddy ginge es sehr schlecht, und sie habe ihn gebeten, Paddy in die Klinik zu schmuggeln. Sie möchte Abschied nehmen. Ganz blass lag sie in ihrem Bett, als der Tierarzt ihr Paddy in den Arm legte. Da kam etwas Farbe in ihr Gesicht, und Paddy leckte ihr die Tränen ab. Mit dem Wissen, dass für Paddy gut gesorgt ist, verstarb ihr Frauchen friedlich. Robby wurde selbst zum Tierretter Zwei Dramen endeten im Glück. Robby (l.) und Roxi (r.). Im Tierheim lernte Robby eine Leidensgenossin kennen. Schnell galten sie als unzertrennlich. Roxi wurde im Wald an einen Baum angebunden gefunden. Selbstverständlich durfte sie mitkommen. Zum schönsten Ort auf der Welt für Hunde, Katzen, gerettete Pferde und viele andere Tiere. Neuzugänge Tierleid begegnet Tierfreunden auffällig oft. Vielleicht, weil wir eben hinsehen. Als sich Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber auf dem Heimweg von Gut Aiderbichl Frankreich befanden, bemerkten sie einen verzweifelten Hund, der vergeblich versuchte, die Autobahn zu verlassen. Hohe Betonwände hinderten ihn daran. Michael und Dieter fingen ihn ein, und gaben den Hund, unter der Beobachtung anderer, bei der Mautstelle ab. Natürlich mit dem Hinweis, dass dieses kleine Hündchen selbstverständlich von uns aufgenommen wird, wenn sich der Besitzer nicht meldet. Sein Besitzer hat sich dann jedoch gemeldet. Aber das Tierheim, mit dem wir täglich in Kontakt waren und dem Fundhunde der Region abgegeben werden, bat dennoch um Hilfe. Es ging um einen anderen Hund. Er wurde ebenfalls, noch dazu am gleichen Tag, auf der Autobahn gefunden. Gutsverwalterin Sandra Simon machte sich auf den Weg zum Tierheim. Da saß der kleine, weiße Spitz Robby (6) im Zwinger. Was sie dann erfuhr, verschlug ihr den Atem. Die Tierpflegerin erklärte, dass Robby Narben am Hals hat. Dass sein Besitzer, bevor er ihn ausgesetzt hat, offensichtlich mit Erfolg, den Chip herausgeschnitten hat, um die Herkunft zu verschleiern. Sie erzählte auch, dass sich Robby mit einer Hündin namens Roxi (7) angefreundet hätte. Sie wurde in einem Wald, an einem Baum angebunden, gefunden. Unnötig zu sagen, dass Roxi mitkommen durfte. Beide leben jetzt in der Hundefamilie auf Gut Aiderbichl Frankreich. 8 9

6 Danke, dass wir helfen durften! Paulinchen und Paul bei uns in Sicherheit. Gut Aiderbichl Moosfeldhof Sie nahmen vor ihrer Versteigerung Reißaus. Der Ort, von dem Paul (geb. 20. März) und Paulinchen (geb. 20. Februar) einfach weggelaufen sind, war zwar kein Schlachthof, aber für kleine Kälbchen wohl das Schlimmste, was sie bis dahin in ihrem kurzen Leben kennengelernt haben. Eine große Versteigerungshalle, wie sie in jedem Landkreis zu finden ist. Weil es sich bei ihnen um Fleckvieh handelt, ist anzunehmen, dass ihre Mütter Milchkühe sind, denen sie gleich nach der Geburt weggenommen wurden. Die Milch gehört uns Menschen, und die Kälber bekommen einen sogenannten Milchaustauscher. In der Regel stehen sie in engen Boxen oder in Iglus. Gerade mal acht Wochen alt, werden sie von ihrem Hof abgeholt und verladen. 10 Sie tragen Ohrmarken, die ihren Herkunftshof identifizieren. Irritiert und verängstigt kommen sie auf dreistöckigen LKWs an ihrem Zielort an. Eine zusätzliche Marke wird ihnen in ihre empfindlichen Ohren getackert. Gleich nach dem Abladen wird ihnen eine zusätzliche Ohrmarke eingezwickt. Ein Stück Ware, der eine Nummer angetackert wird, nur zur Versteigerung. Dass ihre Ohren leben, und dass es ihnen wehtun könnte, interessiert niemanden. Paul und Paulinchen konnten das nicht mehr ertragen. Sie rissen sich los, setzten instinktiv alles auf eine Karte und rannten um ihr Leben. Kilometerweit. Bis sie wieder eingefangen wurden, war die Versteigerung vorbei. Christian Kögl hatte von ihrer Flucht erfahren, und holte sie ab. Zwei aus Millionen, mit denen wöchentlich weltweit so verfahren wird. Nach der Versteigerung setzt sich der Leidensweg für die Anderen fort. Wenn sie Glück haben, werden sie alsbald geschlachtet. Ansonsten durchleben sie in unglaublicher Enge auf Spaltenboden die Mastzeit. Es könnte ihnen auch, im schlimmsten Fall, noch ein langer Transport quer durch Europa und weiter bevorstehen. Übrigens, dieses Leben zahlt sich nicht einmal im Sinne der Nahrungsbeschaffung aus. In Europa werden 25% aller Lebensmittel ungegessen auf den Müll geworfen. Gut Aiderbichl Iffeldorf / Kilb Elemys und Mandys zweiter Geburtstag. Die kleine einjährige Kalbin Elemy (l.) ist ein Mischling zwischen Allgäuer-Braunvieh-Kuh und einem West-Highland-Bullen. Dass sie nicht wie geplant im dritten Monat geschlachtet worden ist, verdankt sie einer Tierfreundin. Sie kaufte sie, um sie zu schützen. Hartnäckig kämpfte sie für einen Platz auf Gut Aiderbichl. Auch die zweijährige Milchkuh Mandy (r.) verdankt ihr Leben einer Fügung und ebenfalls der Begegnung mit einer Tierfreundin, die sich für sie einsetzte. Sensibilität ist sicherlich ein Geschenk, bedeutet aber für diejenigen, die damit gesegnet sind, dass sie ihr Herz nicht einfach abwenden können, wenn ihnen Leid von Tieren, auch Rindern, begegnet. Gut Aiderbichl Moosfeldhof Rocky und das Versprechen. Das Versprechen einem Rind zu helfen, ist schnell gegeben. Rocky (2) hatte das Glück von einer Tierretterin entdeckt zu werden. Und als Rocky zum Schlachter kommen sollte, erkannte sie die Schwierigkeiten, die auf sie zukommen. Wo immer sie auch nachfragte, gab es keinen Platz für ihren Rocky. Ein Rind muss innerhalb einer Woche in einem registrierten Betrieb angemeldet werden und vieles mehr. Am Ende konnten wir ihrem Rocky auf dem Moosfeldhof einen Platz bieten.

7 Danke, dass wir helfen durften! Unsere ca. 400 Rinder leben, so wie diese Herde, auf Gut Aiderbichl Kilb. Einzelhaltung / Milchaustauscher Der 1. Transport Die ersten 8 Wochen der meisten Nutz- Kälber der Milchwirtschaft. Kaum jemand weiß von dem großen Opfer, das Rinder bringen, damit wir Menschen Milch und Milchprodukte kaufen können. Die Kälber von Milchkühen werden nach der Geburt ihren Müttern weggenommen und mit Ersatz-Milch weitergefüttert. Nach acht Wochen, meist isolierter Haltung, kommen die Kälber in den Handel und zur Mast. Der Höhepunkt des Wahnsinns war 1996 und 1999, als 3 Millionen Kälber (unter 20 Tagen alt) mit Förderungen der EU getötet und entsorgt wurden. Damals hat man die Prämie, die EU-Bauern für diese Verwertung erhielten, Herodes-Prämie genannt. Milchkuh- Zuchten gebären, auch heute noch, für die Mast weniger interessante männliche Kälber. Für die Produktion von Fleisch lohnen sich andere Zuchten viel mehr, die rascher an Gewicht zunehmen. Die Versteigerung Abtransport Kuh Bambam Gut Aiderbichl Iffeldorf und Deggendorf Drei Lieblingskühe, die uns Bauern schenkten. Bambam (u.) ist 3 Jahre alt und Unsinn (m.) schon 17. Ihr Bauer entschied sich zur Aufgabe seines Milchbetriebes. Er brachte es nicht übers Herz, die beiden den verschlungenen Wegen des Rinderhandels oder gar dem Metzger zu überlassen. Er wollte symbolisch ein Zeichen der Dankbarkeit setzen. Für eine Tierart, der so wenig von Menschen gedankt wird. Sein größter Wunsch war es, dass die beiden letzen Rinder ein wunderschönes Ausgeding bekommen auf Gut Aiderbichl. Jenny (14) hatte ebenfalls Glück. Ihre Bauersleute sind schon seit langem Aiderbichler. Sie ist nicht die Erste, die aus ihrem Stall zu uns kommen durfte. In Deggendorf hat sie sich gleich blendend eingelebt. Bitte helfen Sie uns mit einer Patenschaft oder einer Spende an die gemeinnützige Gut Aiderbichl Stiftung Kuh Jenny Kuh Unsinn

8 Gut Aiderbichl Maria Schmolln Neue Papageien-Voliere. Neuzugänge bei Katzen und Hunden. Über die beiden neuen Hunde Gerd und Basti aus Maria Schmolln berichten wir auf Seite 22. Sechs Katzen, die ihr Zuhause verloren haben, weil ihr Frauchen ins Altersheim gekommen ist, sind auf Gut Aiderbichl Maria Schmolln eingezogen. Eine neue qm große Katzen-Freilaufwiese wird dort zurzeit geschaffen. Katzenmutter Mercedes, Klein-Vito und Heimkehrerin, die Katze Hexi sind ebenfalls neu auf dem wunderschönen Gerd Viebig Hof. Gute Nachrichten für unsere Papageien. Die erste große Papageien-Voliere ist fertiggestellt worden. Zwei Drittel des Flug-Geheges sind Innenraum und Wintergarten. Ein Drittel ist ein großes Frei-Gehege (insgesamt 60 qm). Gutsverwalter Günther Schlechmair Gerd Viebig wünscht sich, dass noch ein zweites Gehege in diesem Jahr gebaut wird. Eine neue Heimat für einige der 51 Papageien, denen wir Hilfe zugesagt haben. Und Gerd Viebig strahlt, Alle Tiere sind meine Brüder und Schwestern. Auch mit einem neuen Gebäude, einem Stall und zwei Hunde-Wohnungen soll noch im Herbst begonnen werden. Danke, dass wir helfen durften! Günther Schlechmair Tristan und seine Freunde sind glücklich. Wiedersehen mit Hexi nach zwei Jahren. Schon einmal vor zwei Jahren suchte Hexi (3) Zuflucht auf dem Gnadenhof von Gerd Viebig, dem heutigen Gut Aiderbichl Maria Schmolln. Sie war Freiläuferin, wurde auf Anordnung von Gerd Viebig sterilisiert und verschwand eines Tages. Jetzt ist sie schwer verletzt zurück gekommen. In ihren Wunden waren bereits Maden. Nach einem Klinik-Aufenthalt kann man sagen, dass sie über den Berg ist. Heute umgibt das Gut ein schützender Zaun. Hier kann ihr nichts mehr passieren. Gut Aiderbichl Maria Schmolln Mechaniker retten Katzenmutter und ihr Baby. Jürgen (r.) und Hasidin (l.) in einer großen Autowerkstatt. Als Hasidin von einem Mitarbeiter darauf aufmerksam gemacht wurde, dass eine abgemagerte, verängstige Katzenmutter und ihr Baby unter einem Auto sitzen, besorgten die Mechaniker sofort eine Decke und reichlich Milch. Dann riefen sie Dieter Ehrengruber an und baten um Hilfe. Zunächst galt es abzuklären, dass die Katzenmutter keine weiteren Babys versteckt hat und eine Anfrage bei den Behörden ergab, dass sie von niemandem vermisst wird. Nun lebt sie glücklich auf Gut Aiderbichl Maria Schmolln, dem Gerd Viebig-Hof. Auch hier kümmern sich Männer um die Beiden. Katzenmutter Mercedes (4) mit Baby Vito (2 Monate) Neuzugänge

9 Hansi in Iffeldorf Neuzugänge Emma und Tati (o.) dürfen für immer zusammen bleiben. Ihre Todesstunde stand fest: Maggie, Hexe und Chris (r.) Lokek, Franjo, Koks und Bolek (u.) bleiben für immer. Neuzugänge Wenn sie klein sind, will sie jeder um sich haben. Zicklein sind neugierig und verspielt, aber die Idylle trügt. Auf vielen Speisekarten findet man um die Osterzeit herum Gaumenfreuden, die ein Tierfreund kaum ertragen kann: Brust vom Osterkitz oder Milchlammrücken, rosa. Ein deutlicher Hinweis darauf, was Tierkinder erfahren, meist männliche Tiere, die für den Halter und die Zucht uninteressant sind. Natürlich gibt es auch viele Tierfreunde, die mitbekommen, wenn diese Tiere in Lebensgefahr sind. Sie erfahren von den Terminen, an denen sie geschlachtet oder gar geschächtet werden sollen. Spontan helfen sie und wissen dann meist nicht, wohin sie ihre ge- 16 Neuzugänge Neuzugänge Gut Aiderbichl Henndorf Geliebt und gequält. Diese geretteten Ziegen sollten geschlachtet werden. retteten Schützlinge bringen sollen. Gut Aiderbichl nimmt jedes Jahr viele Lämmer und Zicklein auf, wenn möglich mit ihren Müttern. Mit dem Alter werden sie Teil unserer großen Herden und damit auch bei uns gewissermaßen anonym. Deshalb haben wir mit unseren Pflegern beschlossen, dass sie immer mit ihren Namen angesprochen werden, und wir jede einzelne täglich wahrnehmen. Hexe (Bild oben) mit ihren beiden schneeweißen Babys Chris und Maggie-Miisle entdeckte die Tierfreundin Karin. Ihre Trennung war bereits beschlossene Sache. Der Tod der beiden Babys besiegelt. Wirklich in letzter Sekunde bot sie einen höheren Preis und bekam den Zuschlag für alle drei. Emma, das Mutter-Tier (Bild links), lebte in einem Reitstall und wurde von einem Esel lebensgefährlich verletzt. Nach einer Operation kam sie zu uns und schenkte der kleinen Tati das Leben. Die glorreichen Vier (Bild oben Mitte). Lokek, Franjo, Koks und Bolek. Eine Aiderbichlerin befindet sich in der Klemme. In der Nachbarschaft ist ein Ziegenhof. Und den Ärmsten der Armen hilft sie immer wieder. Für die Vier hatte sie nicht mehr genügend Platz. Gut Aiderbichl Henndorf Diesen Kaninchen durften wir helfen. Eine tierliebe Familie staunte nicht schlecht, als ihre Häsin plötzlich sieben Kinder im Stall liegen hatte. Das war einfach zuviel, und so kam die Kaninchenmutter mit ihren Babys (ca. 6 Wochen alt) zu uns. Leider bedenken viele Menschen nicht, dass Kaninchen sehr alt werden können (weit über 10 Jahre) und ihre Haltung viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Kinder verlieren ziemlich schnell das Interesse. Knallharte Egoisten setzen sie, wenn sie zu belastend sind, einfach aus. Andere meinen es gut und übergeben die Tiere dem Zoo. Was denken Sie? Glauben Sie wirklich, dass der Zoo Kaninchen in großen Mengen braucht? Und wenn ja, dann doch eher zur Verfütterung. Für unsere Kaninchen auf Gut Aiderbichl können auch Kinder Patenschaften abschließen. Und weil Gut Aiderbichl niemals eines seiner Tiere schlachten oder verfüttern würde, dürfen sie bis an ihr natürliches Lebensende bleiben. Gut Aiderbichl Iffeldorf Endlich da: Kamel-Baby Hansi. Nach über 400 Tagen Trächtigkeit, war es soweit. Kamele sind zwischen 360 und 440 Tage trächtig. Für Ungeduldige, wie wir es sind, ein langer und ungewisser Zeitraum. Hansi Süß, der Gutsverwalter von Iffeldorf, kannte nur noch unruhige Nächte. Auf dem Monitor in seinem Schlafzimmer konnte er in den Stall zu Franziska sehen. Bei der Geburt war er dabei. Als Hansi sich Zeit ließ und nach zwei Tagen immer noch auf wackeligen Beinen stand, rief er einen Experten zu Rate, den ehemaligen Direktor des Münchner Tierparks Prof. Wiesner. Dieser beruhigte ihn. Das sei normal bei Kamelen. Dann warf er noch einen Blick auf die Beine von Franziska. Betroffen stellte er fest, dass die Ex-Zirkus- Kamel-Stute in ihrer Vorgeschichte schwere Misshandlungen erfahren haben muss. Das motiviert uns umso mehr, den beiden ein glückliches und unbeschwertes Leben zu ermöglichen. Hansi kurz nach der Geburt zugedeckt. Gut Aiderbichl Deggendorf Beppi lebte allein in einer verlassenen Wohnung. Beppi (7 Monate) lebte allein in einer bereits verlassenen Wohnung. Die Familie war fortgezogen und ein Opa versorgte Beppi. Anhand der vielen Hundehäufchen im Haus war anzunehmen, dass Beppi nicht viel Aufmerksamkeit bekam. So lernte ihn eine Aiderbichlerin kennen, die durch einen befreundeten Nachbarn auf sein Schicksal aufmerksam gemacht wurde. Jetzt lebt Beppi in der Hundefamilie von Gut Aiderbichl Deggendorf und könnte nicht glücklicher sein. Paten gesucht! Gut Aiderbichl Deggendorf Bärbel, Darwin und Maxi. Unsere kleinen Meerschweinchen wurden uns in einer Schachtel grußlos vor die Türe gestellt. Sie waren anfangs verstört. Auch hier, wie bei Kaninchen, ist der Ursprung allen Übels, dass es meistens die Eltern sind, die einem spontanen Wunsch der Kinder nachgeben. 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