Patienteninformation zur Ernährungssonde (PEG)

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1 Patienteninformation zur Ernährungssonde (PEG) 1

2 Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen einige wichtige Hinweise zum Thema Ernährungssonde (PEG) geben. Falls Sie darüber hinaus Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihr Stationsteam. Einen angenehmen Aufenthalt und baldige Genesung wünschen Ihnen die Mitarbeiter/innen Ihrer Station. Was ist eine PEG? Als perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) bezeichnet man die Anlage einer Ernährungssonde. Diese wird mit Hilfe eines Endoskops durch die Bauchwand in den Magen eingeführt. Der Begriff perkutan leitet sich aus dem Lateinischen ab und kann mit durch die Haut hindurch übersetzt werden. Gastrostomie setzt sich aus den beiden griechischen Wortteilen gaster und stomie zusammen, wobei ersteres Magen und letzteres Öffnung bedeutet. 2

3 Wozu dient eine PEG? Über die PEG-Sonde ist eine Ernährung direkt über den Magen-Darm-Trakt möglich. Damit kann Flüssigkeit bzw. flüssige oder dünnbreiige Nahrung verabreicht werden. Die Anlage einer PEG-Sonde ist mittlerweile die häufigste Methode, um kranke Patienten mittel- und langfristig zu ernähren. Es handelt sich um Patienten, die aufgrund verschiedener Erkrankungen nicht mehr ausreichend Nahrung aufnehmen können. Bei entsprechender Pflege ist die PEG-Sonde über viele Monate und Jahre ohne Komplikationen nutzbar. Wird sie nicht mehr gebraucht, kann man sie wieder entfernen. Der Stichkanal wächst von alleine wieder zu. 3

4 Was ist bei der Versorgung zu beachten? Innerhalb der ersten 14 Tage nach Neuanlage einer PEG muss sie täglich im Rahmen eines trockenen Verbandwechsels mit Octenisept desinfiziert und gereinigt werden. Nachdem die Halteplatte gelockert wurde, erfolgt die Desinfektion und Reinigung der Eintrittsstelle und Halteplatte. Um ein Verwachsen der Halteplatte zu verhindern, wird die Sonde drei Zentimeter nach innen gedrückt, um 180 Grad gedreht und anschließend wieder unter leichtem Zug fest angezogen. Die Punktionsstelle ist frühestens nach 14 Tagen abgeheilt. Danach genügen zwei bis drei trockene Verbandwechsel wöchentlich. Im Rahmen dieser Verbandwechsel wird hier auch der Schlauch um seine Achse gedreht und kurz nach innen geschoben, um ein Verwachsen der Halteplatte zu verhindern. Bitte nur geringen Zug auf die Sonde ausüben; innere und äußere Ankerplatte sollen an der Haut bzw. Schleimhaut zur Vermeidung von Druckgeschwüren allenfalls anliegen! Nach Abheilen der Wunde sind die Körperpflege mit Wasser und Seife sowie das Duschen ohne Abdeckung des Punktionskanals problemlos möglich. Hinterher bitte trockenen Verband auf einwandfrei trockene Haut aufbringen. 4

5 Bei Schmerzen oder sonstigen Veränderungen ist auf jeden Fall Kontakt mit dem betreuenden Arzt aufzunehmen. Wenn die PEG gerade nicht in Gebrauch ist, sollte die Zuleitung am Verband fixiert werden. Auf keinen Fall die Schlauchklemme schließen! Diese darf nur kurzzeitig geschlossen sein, wenn die Verschlusskappe geöffnet wird. Bei längerem Verschluss mit der Schlauchklemme kann es sonst zum Materialbruch kommen! Sollte bei Entzündungszeichen die Eintrittsstelle desinfiziert und je nach ärztlicher Anordnung mit einem Lokaltherapeutikum behandelt werden, ist darauf zu achten, dass die Salbe nur sehr dünn aufgetragen und der Schlauch nicht berührt wird. Eine vorbeugende Versorgung mit einer entzündungshemmenden Salbe ist nicht sinnvoll. 5

6 Für Ihre Notizen 6

7 Für Ihre Notizen 7

8 So finden Sie uns! Impressum Herausgeber: Klinikum der Stadt Ludwigshafen ggmbh Konzept und Inhalt: Pflegedirektion Text: Medizinische Klinik C Layout: Redaktion: Unternehmenskoordination und Öffentlichkeitsarbeit Stand: 08/2009 Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein ggmbh Bremserstraße Ludwigshafen

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