Tourismusstudie: Besucher wollen mehr als nur Natur

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1 1 von : , 16:21 Uhr zuletzt aktualisiert: 16:25 Uhr Tourismusstudie: Besucher wollen mehr als nur Natur Kreis Birkenfeld -Im Rahmen der fünften Nationalparkakademie am Umwelt-Campus stellte Dr. Thomas Bausch, Tourismusprofessor aus München und Geschäftsführer des Alpenforschungsinstituts, die jüngst veröffentlichte Studie "Potenziale für eine Tourismusentwicklung und deren regional-ökonomische Effekte eines potenziellen Nationalparks Hochwald-Idarwald" vor. Anzeige MMO Marken Möbel Outlet mmo-living.de Marken Möbel bis zu 70% unter den Listenpreisen - sofort lieferbar! Monate, bevor der Nationalpark Hunsrück-Hochwald Wirklichkeit wird, lassen sich immer mehr Schwarzstörche in der Region sehen. NZ-Leserin Bärbel Gray hat diese Exemplare bei Siesbach abgelichtet, wo sie möglicherweise den weiteren Windradbau verhindern. Foto: Bärbel Gray Von unserem Reporter Jörg Staiber

2 2 von :56 Offenherzig und oft witzig analysierte Thomas Bausch touristische Potenziale der Region. Foto: Reiner Drumm Mit der Veranstaltung, so erläuterte Sören Sturm, Mitarbeiter des Umweltministeriums, wende man sich außer an den interessierten Bürger vor allem an "touristische Leistungsträger" der Region, die denn auch etwa ein Drittel der rund 100 Besucher im Vortragssaal ausmachten. Tourismus, so erklärte Bausch, sei "ein klares Querschnittsthema", bei dem die Faktoren Natur, Kultur, Wirtschaft, aber etwa auch die Entfernung zu Ballungsgebieten oder die verkehrsmäßige und touristische Infrastruktur einer Region ineinander greifen. In praktisch allen Bereichen, so machte Bausch deutlich, sei die Situation nicht optimal, teilweise sei es notwendig, erhebliche Anstrengungen zur Verbesserung der Angebote zu unternehmen. "Es ist eine bittere Wahrheit", so Bausch. "Es gibt im Gebiet des Nationalparks nicht die großen Attraktoren mit überragender Ausstrahlungskraft." Es gebe eine ganze Reihe von kleineren Attraktionen wie alte Buchenbestände, Hochmoore oder Bruchwälder, die allerdings meist erklärungsbedürftig und inselartig verteilt seien, weshalb hier eine Vernetzung mit den entsprechenden Erklärungen notwendig sei. Ein emotional höchst ansprechendes Thema seien sicher die großen Wildkatzenbestände, die sich dem Besucher allerdings schlecht präsentieren ließen. Bausch regte an, einige Wildkatzen mit Ortungssendern auszustatten, um zumindest deren Bewegungen nachvollziehbar zu machen. Allerdings, so unterstrich der Touristikfachmann ebenfalls, gebe es nur eine relativ kleine Gruppe von rein naturorientierten Besuchern, für die Naturbeobachtung und Selbsterfahrung in der Natur die absolut dominierende Rolle spiele. Für die meisten Touristen ist der Mix aus Wandern und anderen körperlichen Betätigungen sowie kulturellen und historischen

3 3 von :56 Attraktionen entscheidend. Hier gebe es mit einem Monument wie dem Hunnenring auf dem Nationalparkgebiet sogar eine Kombination mit Alleinstellungsqualität. Zur kulturellen Attraktivität einer Region gehöre für Außenstehende allerdings das gesamte Spektrum von Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angeboten bis hin zu Volksfesten, Märkten und Festivals. Von zentraler Bedeutung für den nachhaltigen Erfolg sei es, Themenrouten mit Erlebnischarakter zu schaffen und sie mit Geschichten zu verknüpfen, die der Gast mitnimmt und weitererzählt. Das hieße im Falle des Nationalparks auch eine Aufarbeitung seiner Landschaftsgeschichte als eine von Menschenhand geprägte. Ein Problem sieht Bausch in der Ferne großer Ballungszentren. Untersuchungen haben ergeben, so der Forscher, dass sich das größte Besucheraufkommen bei vergleichbaren Nationalparks aus den Zentren in bis zu 100 Kilometern Umkreis rekrutiere. Und da seien mit Orten wie Mainz, Trier und Kaiserslautern keine richtig großen Städte vertreten. Hinzu komme, dass die Region zwar mit Auto und Bahn gut erreichbar sei, dann aber vor Ort der öffentliche Personennahverkehr völlig unzureichend ist, um sich in der Region zu bewegen, zumal er auch weitgehend auf die Bedürfnisse von Schülern zugeschnitten ist und damit in der für den Tourismus wichtigen Ferienzeit weitgehend ausfällt und darüber hinaus auch nicht landkreisübergreifend organisiert sei. 4,0 (1 Stimme) Copyright Rhein-Zeitung 2014 Texte und Fotos von Rhein-Zeitung.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung, siehe Impressum. Gefällt mir Gefällt mir 1 Tweet 0 0 Facebook Kommentare Kommentar hinzufügen... Soziales Plug-in von Facebook Video-Empfehlungen Musizierende Meerjungfrauen für Floridas Natur pro Woche? Magellan-Pinguine: Treu bis ans Ende der Welt Grünes Wunder: Mikroalgen begeistern Forscher

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