Sparbuch-Steuertipps

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Sparbuch-Steuertipps"

Transkript

1 Ausgabe 12_2009 Sparbuch-Steuertipps Spar-Strategien für den Steuerzahler Top Thema Seite 135 Jahresendstrategie 2009: Wie Privatpersonen noch kräftig Steuern sparen Mit privaten Kosten und Einnahmen terminlich jonglieren, die aktuelle Rechtslage ausnutzen und die Gesetzesänderungen 2010 beachten: Dann klappt es mit der Optimierung der Steuerlast. Mehr dazu lesen Sie hier. Tipp Seite 136 Erbschaftsteuerreform 2009: Verwaltungserlasse klären viele Fragen Die Reform brachte nicht nur geänderte Tarife und Freibeträge. Für Immobilien gelten seit Neujahr neue Preise und Steuerprivilegien. Der Fiskus hat jetzt Details bekannt gegeben. Strategie Seite 140 Jahresendstrategie 2009: Wie Selbstständige noch kräftig Steuern sparen Für Unternehmer steht mit dem Jahreswechsel eine gewaltige Umstellung an. Denn durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ändern sich einige Buchhaltungsregeln. Aber auch darüber hinaus gibt es einiges zu beachten. Über bewährte und aktuelle Gestaltungshinweise für Selbstständige können Sie sich auf Seite 140 informieren. Liebe Steuer-Sparer, Krimifans kennen das: die Dramaturgie schreibt geradezu vor, dass kurz vor Schluss die Wende kommt und der Gärtner eben doch nicht der Mörder war. Das ist der Punkt, an dem man sich auch als eingefleischter Betrachter eingestehen muss, anderthalb Stunden den Falschen im Verdacht gehabt zu haben. Nicht anders in der Wirtschaftspolitik. Denken Sie nur an Opel. Was eine dramaturgische Wendung! Erst schien der Deal mit dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna, der russischen Sberbank und uns, dem Steuerzahler perfekt. Jetzt, abrupt wie ein Schuss aus dem Dunkeln: die Wende. Und auch die ist immer noch nicht das Ende. Der Opel-Poker wird ausgereizt bis zum Schluss. Amerikanische Kommentatoren sprechen schon länger von einem schmutzigen Geheimnis. Wer weiß, was noch rauskommt. Oder betrachten Sie den neuen Streit um das Thema Steuern: kaum hat die schwarz-gelbe Koalition Steuersenkungen angesagt, rechnen nicht nur Sozialdemokraten und Grüne vor, dass das niemand aufbringen könne. Sogar koalitionsintern sind heftige Diskussionen im Gange. Jeder wirft dem jeweils anderen Unredlichkeit vor. Und nüchtern betrachtet heften sich manche falsche Federn ans Revers: was an Entlastungen im Januar kommt, war teilweise schon unter Schwarz-Rot eingetütet und wirklich entlastet werden wieder nur wenige. Beispiel: Bedürftige, wie Hartz-IV-Empfänger, werden vom neuen Kindergeld nichts haben Politik und Wahrhaftigkeit bleibt ein Paar ungleicher Schuhe. Gut, dass es wenigstens in der Wirtschaft leicht aufwärts geht. Durchs Dicke durch sind wir noch nicht. Aber ganz schlechte Aussichten haben wir auch nicht mehr. Günter D. Alt Herausgeber Top Thema weiter auf Seite 143 Jahresendstrategie 2009: Wie Privatpersonen noch kräftig Steuern sparen Es sind nur noch wenige Wochen bis Silvester. Doch bevor die Raketen steigen, sollten sich die Bürger Gedanken über die anschließend zu erstellende Steuererklärung für 2009 machen.

2 Tipp Familie Erbschaftsteuerreform 2009: Verwaltungserlasse klären viele Fragen Das Erbschaftsteuerreformgesetz setzt seit Neujahr die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts um, neben Bankguthaben auch vererbte und verschenkte Grundstücke auf Marktniveau zu erfassen. Dafür gibt es in einem zweiten Schritt neue Privilegien, wonach sogar wertvolle Villen komplett steuerfrei an Partner oder den Nachwuchs gehen können. Mit diesen Sachverhalten beschäftigen sich drei Anwendungserlasse der obersten Finanzbehörden der Länder: Geänderte Vorschriften des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes Bewertung des Grundvermögens Form- und Verfahrensfragen bei der Feststellung von Grundbesitzvermögenswerten Nachfolgend die wichtigsten Aspekte für Hauserben in der Praxis. Neue Grundregeln ab 2009 Eine Bewertung von Grundbesitz zum aktuellen Marktpreis bringt durch die Reform ab 2009 ganz unterschiedliche Ergebnisse. Während das schuldenfreie Eigenheim mit bester Lage und Ausstattung in den Augen des Finanzamts leicht dreimal so teuer wie noch 2008 ist, beläuft sich der Anstieg bei Mietimmobilien nicht unbedingt in drastischen Höhen und das selbst genutzte Domizil kann sogar steuerfrei bleiben. Unbebaute Grundstücke: Der Wert wird wie bisher auch schon mit Fläche x aktuellem Bodenrichtwert vom Gutachterausschuss ermittelt. Allerdings wurde der bisherige Pauschalabschlag von 20 Prozent gestrichen. Das macht den Grund und Boden entsprechend teurer. Wichtig: Der Grundstückspreis wird bei bebauten Immobilien noch zum Gebäudepreis hinzu addiert. Ein- und Zweifamilienhaus: Hier wird der Preis vorrangig aus Verkäufen vergleichbarer Immobilien herangezogen werden, was eher die Ausnahme sein wird. Anstelle von Verkaufspreisen können auch von den Gutachterausschüssen ermittelte Vergleichsfaktoren herangezogen werden. Ansonsten kommen Ertragswerte zum Ansatz, welche die erzielbaren Mieten berücksichtigen. Dabei kommt es durch Vervielfältiger über den vorherigen Faktor 12,5 und die Hinzurechnung für den Grund und Boden zu einer höheren Bemessungsgrundlage. Sofern auch diese Methode nicht anwendbar ist, greift ein Sachwertverfahren. Maßgebend sind hierbei die Summe aus den Herstellungskosten aller auf dem Grundstück vorhandenen Anlagen sowie der Bodenwert. Das greift z.b. bei der noblen Villa mit Sonderausstattung. Eigentumswohnung: Hier kann der Wert eher aus Verkäufen vergleichbarer Immobilien herangezogen werden, da diese in genügender Anzahl vorliegen. Verkauft also der Nachbar sein Wohneigentum, wird der hierfür erzielte Erlös pro Quadratmeter aus für Schenkung und Erbschaft angesetzt. Gibt es keinen Preisvergleich, erfolgt die Berechnung wie beim Einfamilienhaus. Selbst genutzte Häuser und Wohnungen: Die können Ehepartnern, Kindern oder dem eingetragenen Lebenspartner unabhängig von der Höhe steuerfrei vererbt oder verschenkt werden. Allerdings muss der Neubesitzer das Domizil innerhalb der folgenden zehn Jahre selbst bewohnen und bei Kindern darf die Wohnfläche höchstens 200 Quadratmeter betragen. Mietobjekt: Hier ist der Gebäudeertragswert maßgebend. Dieser ergibt sich aus der Jahresmiete minus Bewirtschaftungskosten und Bodenverzinsung. Dieses Ergebnis wird dann mit einem Vervielfältiger kapitalisiert. Der beträgt beim Neubau 19,6 und mindert sich bei älteren Objekten entsprechend. Davon gibt es einen pauschalen Abschlag von 10 Prozent für zu Wohnzwecken vermietete Gebäude, selbst wenn das Objekt nach Erbschaft oder Schenkung sofort selbst genutzt oder verkauft wird. Das gilt neben dem Inland auch für Grundstücke im EU- und EWR-Raum. Im Ergebnis bringt dies ohne Berücksichtigung von Schulden im Schnitt rund 25 Prozent höhere Ergebnisse als noch Dabei gibt es einen Anspruch auf zinslose Stundung, sofern der Erwerber die hierauf entfallende Erbschaftsteuer nicht aus dem weiteren erworbenen Nachlass oder seinem eigenen Vermögen bezahlen kann. Geschäftsgrundstück: Hier sind die wirtschaftlich erzielbaren Erträge Ausgangsbasis für die Bemessungsgrundlage. Ein Abschlag wie beim Mietshaus gibt es nicht. Sonstige Grundstücke: Lässt sich für bebaute Grundstücke weder ein Vergleichswert noch eine übliche Miete ermitteln, ist generell das Sachwertverfahren maßgebend. Hier wird nicht von den gewöhnlichen Ausgabe 12_2009 Seite 136

3 Herstellungskosten eines Gebäudes ausgegangen. Der Wert errechnet sich vielmehr durch Multiplikation der jeweiligen Kosten mit den Flächeneinheiten des Gebäudes. Maßgebend ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerks. Erbbaurecht: Das mit einem Erbbaurecht belastete Grundstück wird zweigeteilt bewertet, neben Boden- und Gebäudewert sind die Höhe von Erbbauzins, Restlaufzeit sowie Entschädigung bei Rückfall maßgebend. Gleiches gilt für Gebäude auf fremdem Grund und Boden. Ausland: Hier wird 2009 wie schon 2008 der aktuelle Verkehrswert angesetzt, teurer wird es also nicht. Für Grundstücke im EU- und EWR-Raum sowie für dortige Anteile an geschlossenen Immobilienfonds gelten jedoch jetzt die heimischen Regeln. Das bringt aufgrund der pauschalen Ermittlung eher geringere Werte. Bewertungsverfahren Grundstücksart Rechnung bei den unterschiedlichen Bewertungsverfahren Ertragswertverfahren: Rohertrag (Jahresmiete) Bewirtschaftungskosten nach Erfahrungssätzen, je nach Hausalter und Nutzungsart zwischen 18 und 29 Prozent der Jahresmiete. Beim Mietgebäude sind es z.b. 27 Euro, wenn es zwischen 20 und 39 Jahre alt ist. = Reinertrag des Grundstücks Bodenwertverzinsung, das sind 5 Euro für Mietwohngrundstücke, 5,5 oder 6 Euro für gemischt genutzte Grundstücke und 6,5 Euro für Geschäftsgrundstücke. Der Satz wird mit dem Bodenwert multipliziert. Vergleichswert Wohnungs- und Teileigentum Ein- und Zweifamilienhäuser = Gebäudereinertrag Ertragswert Mietwohn- und Geschäftsgrundstücke Gemischt genutzte Grundstücke mit ermittelbarer üblicher Miete x Vervielfältiger, 21,57 beim neuen Mietwohngrundstück und 15,28 beim Geschäftsgrundstücke. Im Alter von 40 Jahren wären es 18,04 bzw. 16,05 Sachwert Soweit kein Vergleichswert vorliegt Wohnungs- und Teileigentum Ein- und Zweifamilienhäuser Soweit keine übliche Miete ermittelbar Geschäfts- und gemischt genutzte Grundstücke Sonstige bebaute Grundstücke = Gebäudeertragswert + Bodenwert (Fläche x Bodenrichtwert je qm) = Endgültiger Grundbesitzwert Bodenrichtwert Grund und Boden bei unbebauten Grundstücken Zusätzlicher Wert im Sach- und Ertragswertverfahren Abschlag 10 Euro bei zu Wohnzwecken vermieteten Immobilien Gegenbeweis Nachweis des niedrigeren Verkehrswertes - unabhängig vom angewendeten Verfahren gem. BewG = Bemessungsgrundlage Ausgabe 12_2009 Seite 137

4 Sachwertverfahren x Regelherstellungskosten Bruttogrundfläche = Gebäuderegelherstellungswert - Alterswertminderung = Gebäudesachwert + Bodenwert (Fläche x Bodenrichtwert je qm) = Vorläufiger Sachwert x Wertzahl = Grundbesitzwert Abschlag 10 Euro bei zu Wohnzwecken vermieteten Immobilien = Bemessungsgrundlage Tipp: Sofern Hausbesitzer mit dem vom Finanzamt ermittelten Wert nicht einverstanden sind, können sie geringere Preise jederzeit über ein Gegengutachten präsentieren. Der Erlass regelt ganz ausführlich, wie welche Bewertungsverfahren in der Praxis anzuwenden sind. Das ist aber eher Lektüre für Architekten oder Bausachverständige. Steuerbefreites Familienheim Bereits nach dem Rechtstand 2008 waren Zuwendungen im Zusammenhang mit einem Familienheim an den Ehepartner unabhängig von Größe und Wert steuerbefreit. Dies wird über den Ehegatten hinaus nun auf den eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartner sowie Immobilien im EU- und EWR-Raum erweitert. Es kommt jetzt auch zu einer flächenmäßig anteiligen Steuerbefreiung, wenn z.b. das Mehrfamilienhaus an den Partner geht und neben der eigengenutzten Wohnung der restliche Teil des Gebäudes vermietet ist. Für das begünstigt verschenkte Grundstück besteht für den Erwerber keine Behaltenspflicht. Die spätere Veräußerung oder eine Nutzungsänderung ist daher unschädlich für die Steuerfreiheit. Die Befreiung ist allerdings nicht mehr möglich, wenn die Wohnung nur als Ferien- oder Wochenendwohnung genutzt wird oder für einen Berufspendler nur die Zweitwohnung darstellt. Doch nicht nur das verschenkte Eigenheim ist steuerbefreit, die Vergünstigung gilt für eine Reihe von weiteren Transfers: Diese Regelung ist nämlich in vielfacher Hinsicht nutzbar. Ein Partner überträgt das Alleineigentum seines Hauses auf die Gattin. Anschließend überträgt sie es auf den Nachwuchs und er beteiligt das Kind am Unternehmen. Hiermit lassen sich die persönlichen Freibeträge zweifach verwenden. Der Ehegatte überträgt einen Miteigentumsanteil am Zweifamilienhaus auf den Partner. Anschließend schenken sie das Objekt gemeinsam an die Sprösslinge, sodass sich der Wert halbiert. Der Ehemann finanziert Hausbau oder -kauf aus eigenen Mitteln und macht den anderen zum alleinigen oder beteiligten Eigentümer. Hierdurch lassen sich Geldmittel indirekt steuerfrei übertragen, um sie etwa anschließend an Verwandte weiter zu geben. Der gleiche Effekt gelingt auch, wenn dem Gatten Geld übergeben wird, damit dieser hiervon ein Eigenheim baut oder kauft. Ein Partner tilgt Darlehen oder nachträgliche Herstellungs- und Erhaltungsaufwendungen für das dem andern gehörende Heim. Auch hierdurch werden Gelder steuerfrei eingesetzt. Das Eigenheim wird vor dem geplanten Verkauf an den Partner überschrieben. Der erhält dann den Erlös steuerfrei, denn die Veräußerung durch den Neubesitzer ist unschädlich. Dies löst auch kein Spekulationsgeschäft aus. Das Haus oder ein Großteil hiervon soll gewerblich genutzt werden. Nur ein vorheriger Übertrag rettet noch die Steuerfreiheit, da die anschließende Verwendung keine Rolle spielt. Ein Partner kauft in regelmäßigen Abständen ein neues Eigenheim und überträgt es anschließend auf den Gatten. Die Gestaltungsoption kann während der Ehe mehrfach genutzt werden, da es keinen Objektverbrauch gibt. Ausgabe 12_2009 Seite 138

5 Selbstgenutzte Wohnung im Erbfall Der steuerfreie Erwerb eines Familienheims von Todes wegen im Inland sowie im EU- und EWR-Raum durch den überlebenden Ehegatten, eingetragenen Lebenspartner oder von Kindern ist neu. Voraussetzung hierfür ist, dass der Erblasser das Heim bis zu seinem Tod selbst bewohnt hat oder pflegebedingt die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken aufgeben musste. Nachkomme die erworbene Wohnung unverzüglich ohne schuldhaftes Zögern eigennutzt und dies zehn Jahre lang fortführt. Die Steuerbefreiung bleibt jedoch, wenn der Nachfolger aus objektiv zwingenden Gründen an der Nutzung des Objekts gehindert war. Entfallen diese Gründe innerhalb des Zehnjahreszeitraums, ist die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken unverzüglich aufzunehmen. Solche unschädlichen Gründe sind: Pflegebedürftigkeit, die die Führung eines eigenen Haushalts nicht mehr zulassen. Verhinderung der Eigennutzung im Zeitpunkt des Erwerbs. Das Kind ist wegen Minderjährigkeit rechtlich gehindert, einen Haushalt selbstständig zu führen. Schädlich ist hingegen, wenn die Wohnung aufgrund einer beruflichen Versetzung verkauft und vermietet wird oder anschließend ein Leerstand vorliegt. Begünstigt ist nur die Nutzung durch den Erben als Eigentümer, sodass die unentgeltliche Übertragung unter Nießbrauchsvorbehalt oder gegen ein Wohnrecht zur Nachversteuerung führt. Entfällt die Selbstnutzung innerhalb von zehn Jahren durch Verkauf, Vermietung, längeren Leerstand oder unentgeltliche Überlassung, entfällt die Befreiung vollständig. Der Steuerbescheid wird dann rückwirkend geändert. Der Erwerber ist gesetzlich verpflichtet, dem Finanzamt die schädliche Verwendung anzuzeigen. Beim Erwerb durch Kinder oder Enkel bei vorverstorbenen Kindern ist die Befreiung auf eine selbst genutzte Wohnfläche von 200 Quadratmeter begrenzt. Für die 200-qm-Fläche ist die vom Erblasser genutzte Wohnung maßgebend. Beispiel: Zwei Kinder erben je zur Hälfte ein bis dahin selbstgenutztes Einfamilienhaus mit einem Grundbesitzwert von Euro und einer Wohnfläche von 300 qm. Sie nutzen das Haus nach dem Tod des Vaters mehr als zehn Jahre selbst. Da auf die Wohnung des Erblassers abzustellen ist, sind insgesamt nur zwei Drittel der Gesamtwohnfläche begünstigt. Pro Sprössling sind somit nur ( Euro x 50% x zwei Drittel) Euro befreit. Wertabschlag bei Wohngrundstücken Von der Bemessungsgrundlage bei zu Wohnzwecken vermieteten Grundstücken im Inland sowie im EU- und EWR- Raum wird ein pauschaler Abschlag in Höhe von 10 Euro vorgenommen. Maßgebend sind die Verhältnisse zum Besteuerungszeitpunkt, sodass ein anschließender Verkauf oder die unmittelbare Eigennutzung unschädlich sind. Die unentgeltliche Überlassung an Verwandte ist hingegen nicht begünstigt. Wird jedoch ein zunächst steuerbefreites Familienheim vom Erwerber nach der Selbstnutzung zu Wohnzwecken vermietet, gibt es trotz rückwirkendem Wegfall der Steuerbefreiung keinen Bewertungsabschlag. Bei gemischt benutzten Immobilien erfolgt eine Aufteilung nach den Nutzungs-/Flächenverhältnissen zum Zeitpunkt des Erbanfalls und der Befreiungsabschlag wird vom zu Wohnzwecken vermieteten Teil des Gebäudes vorgenommen. Unschädlich ist jedoch eine andere Nutzung von untergeordneter Bedeutung, z.b. beim Arbeitszimmer oder eine zusätzliche gewerbliche oder freiberufliche Verwendung, wenn die Wohnnutzung überwiegt. Mit dem Mietwohngrundstück im wirtschaftlichen Zusammenhang stehende Schulden und Lasten sind nur zu 90 Euro abzugsfähig. Für Grundvermögen kann nach der niedrigere gemeine Wert durch ein Gutachten oder einen Kaufpreis nachgewiesen werden. Dabei sind auf dem Objekt lastende Nutzungsrechte zu berücksichtigen. Stundung Bei zu Wohnzwecken vermieteten Grundstücken hat der Erwerber im Erb- und Schenkungsfall unabhängig vom Verwandtschaftsverhältnis auf Antrag einen Rechtsanspruch auf Stundung. Das gilt auch für selbst genutzte Ein- oder Zweifamilienhäuser und Wohneigentum, nicht hingegen auf die Wohnung im Mehrfamilien- oder Geschäftshaus. Die Stundung wird bis zu zehn Jahren gewährt, soweit der Erwerber die Steuer nur durch Veräußerung dieses Vermögens und nicht aus weiterem erworbenen oder aus eigenem Vermögen aufbringen kann. Dabei ist auch die Möglichkeit der Kreditaufnahme auszuschöpfen. Kann der Schenker zur Zahlung der Schenkungsteuer wegen Übernahme der Belastung oder als Gesamtschuldner herangezogen werden, bleibt eine Stundung ausgeschlossen. Die Stundung erfolgt bei Erwerben von Todes wegen zinslos und löst bei Schenkungen unter Lebenden Steuerzinsen aus. RK Ausgabe 12_2009 Seite 139

6 Strategie Unternehmer Jahresendstrategie 2009: Wie Selbstständige noch kräftig Steuern sparen Tipp 1: Die Reichensteuer einkalkulieren Unabhängig von der Art der Gewinnermittlung greift für Unternehmer, Beteiligte an einer gewerblichen Personengesellschaft, Freiberufler oder Landwirte die Reichensteuer mit einem Aufschlag von drei Prozent für das über Euro hinausgehende zu versteuernde Einkommen. Liegen Selbstständige in dieser Progression, sollten sie Einnahmen ins Jahr 2010 verschieben und Ausgaben vorziehen. Eine weitere Umgehungsmöglichkeit ist die Übertragung von Einkunftsquellen auf Kinder oder eine Heirat, um so die Euro zu unterschreiten. Tipp 2: Bilanzierende sollten abwarten oder schnell sein... Bilanzierende können eine Gewinnverschiebung auf Grund unterschiedlicher Progression in 2009 und 2010 nur erreichen, indem sie Lieferungen erst 2010 ausführen oder Kunden Leistungen erst dann abnehmen. Im Gegenzug können anstehende Reparaturen noch 2009 ausgeführt oder Beratungsleistungen vorzeitig abgefordert werden. Nicht maßgebend ist hier der Zahlungstermin. So kommt es beim Handwerker zu einer Gewinnerhöhung im alten Jahr, wenn er den Auftrag noch vor Weihnachten erfüllt, auch wenn er die Rechnung erst 2010 stellt. Soll das Einkommen noch 2009 gesenkt werden, sind daher betriebliche Tätigkeiten aufzuschieben und Kostenfaktoren schnell abzufordern. Tipp 3:... können einen neuen Steuertarif nutzen Bilanzierende Selbstständige dürfen abweichend von ihrer individuellen Einkommensteuerprogression auf Antrag eine neue pauschalierte Thesaurierungsbesteuerung nutzen. Dann wird Steuergewinn unabhängig von der Höhe lediglich mit 28,25 Prozent, was auch einen geminderten Solidaritätszuschlag bedeutet. Da die normale Gewinnbesteuerung bis zu 45 Prozent Einkommensteuer auslöst, beträgt die Minderung bis zu stolzen 16,75 Prozent. Begünstigt ist nur der nicht entnommene Gewinn. Auf die Höhe der Gewerbesteuer hat dieser gesonderte Einkommensteuertarif allerdings keine Auswirkung. Da das Finanzamt nichts zu verschenken hat, bleibt es nicht auf Dauer bei diesem attraktiven Tarif. Sofern in einem der Folgejahre mehr entnommen wird, als der Betrieb an Erträgen erwirtschaftet, kommt es zu einer Nachbesteuerung von weiteren 25 Prozent. Grundsätzlich lohnt diese neue Thesaurierungsbesteuerung also nur, wenn die Progression von Selbstständigen deutlich über dem Pauschalsatz liegt Gewinne voraussichtlich längerfristig im Betrieb bleiben sollen Selbstständige keine Betriebsveräußerung, -aufgabe oder einen Wechsel zur Einnahme-Überschuss-Rechnung planen Sofern die erwirtschafteten Gewinne zumindest teilweise längerfristig thesauriert bleiben sollen, bleibt aufgrund der geringeren Steuerlast mehr Kapital im Unternehmen. Das sorgt für freie Liquidität und der Kreditbedarf für Investitionen und laufende Geschäftsausgaben sinkt. Durch die in 2009 und nochmals in 2010 sinkenden Einkommensteuertarife wird diese Thesaurierungsbesteuerung aber zunehmend unattraktiv. Tipp 4: und müssen neue Bilanzregeln beachten Über das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz werden Einzelkaufleute (nicht jedoch Personenhandelsgesellschaften wie OHG oder KG) von Buchführungs- und Bilanzierungspflichten nach HGB für 2008 beginnende Wirtschaftsjahre befreit, wenn sie in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren weniger als Euro Gewinn und weniger als Euro Umsatz haben. Bei Neugründungen gilt das schon bei Unterschreitung am ersten Abschlussstichtag. Dies führt zu einer Entlastung der mittelständischen Unternehmen. Ein Wechsel zur kostengünstigen Einnahme- Überschuss-Rechnung bringt aber nicht nur Vorteile. Denn eine Bilanz bietet einen deutlich höheren Informationsgehalt und ist eine geeignete betriebswirtschaftliche Grundlage für die Unternehmensplanung und die Kreditvergabe durch Banken. Das Handelsbilanzrecht ist durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz umfassend reformiert worden und gilt grundsätzlich ab dem Es kann auch schon freiwillig für das Jahr 2009 angewendet werden - dann aber nur einheitlich hinsichtlich aller Änderungen. Die Änderungen wirken sich steuerlich kaum aus; es kommt aber zu einer größeren Abweichung zwischen Handels- und Steuerbilanz. Für die notwendige Anpassungsarbeit sollte zwingend ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Ausgabe 12_2009 Seite 140

7 Tipp 5: Nicht-Bilanzierende müssen auf den Zahlungstermin achten Überschuss-Rechner wie etwa Freiberufler und kleine Unternehmer ohne Buchführungspflicht kalkulieren wie Privatpersonen über den Zahlungsfluss. Hier führt die Renovierung der Praxisräume nur dann zu Betriebsausgaben, wenn die Forderung noch 2009 beglichen wird. Wird mit Kunden vereinbart, dass die erst nach Neujahr bezahlen sollen, mindert dies effektiv die Einnahmen. Gleiches gilt, wenn Selbstständige für ihre Leistungen erst 2010 Rechnungen ausstellen. Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen nach dem und vor dem gelten in dem Jahr als Einnahme oder Ausgabe, für das sie geleistet werden. So führt z. B. eine am vorausgezahlte Leasingrate für den Betriebs-Pkw für den Januar 2010 zu keinem steuerwirksamen Aufwand in 2007, sondern erst nach dem Jahreswechsel. Tipp 6: Steueroasen meiden Durch das Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetz kommen auf Selbstständige neue Verpflichtungen zu. Das betrifft sie, wenn sie betriebliche Bank- oder Geschäftsbeziehungen zu Staaten oder Gebieten unterhalten, die keinen Auskunftsaustausch in Steuersachen nach dem OECD- Standard leisten wollen. Solche Länder werden von der Bundesregierung nach Zustimmung von Bundesrat sowie Außen- und Wirtschaftsministerium auf eine so genannte schwarze Liste gesetzt. Diese wird in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums veröffentlicht. Aktuell ist dies aber noch nicht zu erwarten, da sich alle ins Visier geratenen Steueroasen zu Auskünften bereit erklärt haben. Sofern die Länder ihren Ankündigungen aber später keine Taten folgen lassen, kommt es zu den Sanktionen. Dann lassen sich Betriebsausgaben nur noch absetzen, wenn besondere Nachweispflichten erfüllt werden. Hierzu gehören beispielsweise Aufzeichnungen über Art und Umfang der Geschäftsbeziehungen, Verträge und Vereinbarungen sowie die gewählten Geschäftsstrategien. Bei Bankkonten in solchen Staaten muss dem heimischen Finanzamt erlaubt werden, Auskünfte jenseits der Grenze in ihrem Namen einzuholen. Zudem droht eine Schätzung der Auslandseinkünfte, wenn Selbstständige ihren Mitwirkungspflichten nicht nachkommen. Das kann teuer werden, denn die Beamten gehen bei ihrem Schätzungsrahmen davon aus, dass unversteuerte Einkünfte in den unkooperativen Ländern erzielt werden. Tipp 7: Günstige Abschreibungsregeln anwenden Beabsichtigen Selbstständige 2010 bis 2012 den Kauf neuer oder gebrauchter beweglicher Anlagegüter, können sie bereits im laufenden Jahr 40 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungskosten als Aufwand über einen Investitionsabzugsbetrag steuerlich absetzen. Anspruchsberechtigt sind bilanzierende Unternehmen mit einem Betriebsvermögen von maximal Euro Als Vorweginvestition dürfen bis zu Euro abgezogen werden Der Abzugsbetrag ist auch für gebrauchte bewegliche Wirtschaftsgüter zulässig Der Investitionszeitraum beträgt drei Jahre Für Nicht-Bilanzierende ist der Abzug nur bei einem Jahresgewinn von maximal Euro zulässig. Somit kann eine große Zahl von Freiberuflern diese neue Regelung nicht mehr nutzen. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) sind bei Nettopreisen ohne Umsatzsteuer bis 150 Euro sofort als Betriebsausgabe absetzbar. Kostet das Anlagegut zwischen 150,01 und Euro, gibt es eine zwingende Poolbewertung über fünf Jahre mit jeweils 20 Prozent AfA. Die volle Jahres- AfA kann auch in Anspruch genommen werden, wenn der Gegenstand erst Ende Dezember 2009 gekauft wird. In diesem Bereich plant die neue Bundesregierung eine Erhöhung der Grenzwerte für GwG auf 410 Euro. Unternehmer und Freiberufler können für abnutzbare Anlagegüter Sonderabschreibungen in Höhe von insgesamt 20 Prozent im Jahr der Anschaffung zusätzlich zur regulären Abschreibung vornehmen, wenn er die für den Investitionsabzugsbetrag maßgeblichen Größenmerkmale zum Schluss des vorherigen Wirtschaftsjahres nicht überschritten haben. Zusätzlich zur Sonderabschreibung ist 2009 eine degressive Abschreibung möglich. Sie beträgt das 2,5fache der linearen Abschreibung, max. aber 25 Prozent im Jahr. Zusammen mit der Sonderabschreibung von bis zu 20 Prozent sind damit Abschreibungen von bis zu 45 Prozent im Anschaffungsjahr möglich. Der sofortige Entlastungseffekt ist beim vorzeitigen Kauf von Anlagegütern durch die monatsweise Abschreibung nur minimal, beim Kauf im Dezember gibt es nur 1/12 der Jahres-AfA. Nur bei GwG bis 150, der Poolbewertung und der Sonder-AfA darf der volle Jahresbetrag voll berücksichtigt werden. Um noch von der AfA im alten Jahr zu profitieren, muss der Gegenstand an Silvester 2009 nicht nur bestellt, sondern bereits angeschafft sein. Tipp 8: Formalien beachten Nicht-Bilanzierende müssen für 2009 erneut die An- Ausgabe 12_2009 Seite 141

8 lage EÜR ausfüllen. Ein rechtzeitiger Blick auf die geforderten Angaben im Formular hilft, um notwendige Belege oder Buchhaltungsangaben zu komplettieren. Die Buchführungspflichtgrenze steigt auf einen Jahresgewinn von Euro, was vermehrt die einfache Überschussrechnung ermöglicht. Statt Buchführung und Bilanz reicht dann die simple Aufstellung von Betriebseinnahmen und -ausgaben. Zudem gelingt eine bessere Gewinnverlagerung durch die gezielte Bezahlung. Um Platz im Archiv für neue Unterlagen zu schaffen, sollten - etwa im Rahmen der Inventur - die Belege und Ordner vorsortiert werden, die Anfang 2010 vernichtet werden dürfen. Das sind innerhalb der 10-Jahres-Frist die 1999 oder früher erstellten Unterlagen. Kaufleute müssen eine Inventur zum Ende des Wirtschaftsjahres über eine Bestandsaufnahme vornehmen. Sie ist Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Buchführung. Hier sind noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Generell sollten Gesellschafter-Geschäftsführerbezüge vor 2010 kontrolliert werden. Gewinnabhängige Tantiemen sind bei jeder Gehaltsanpassung auf ihre Angemessenheit hin genauso zu überprüfen wie Darlehens- und Mietvereinbarungen. Wichtig: Neufestsetzung und Änderungen sind grundsätzlich im Voraus durch die Gesellschafterversammlung festzustellen. Tipp 9: Verlagerungsstrategie ausloten Stehen beim Arbeitgeber Kündigungen im Raum, sorgt die Vertragsauslösung mit den Mitarbeitern noch in 2009 für Aufwand in der Bilanz in Höhe möglicher Abfindungsrisiken. Werden anstehende Erhaltungs- oder Modernisierungsarbeiten noch 2009 ausgeführt, kommt es insoweit zu Betriebsausgaben. Betriebseinnahmen werden gemindert, wenn bestellte Ware erst ab dem 2. Januar 2010 ausgeliefert wird. Sind in Betrieb oder Praxis Finanzierungskosten angefallen, sollte rechtzeitig vor Jahresende überprüft werden, ob eine Einschränkung beim Abzug droht. Liegen die Entnahmen über Gewinn und Einlagen, sind Schuldzinsen über einem Freibetrag von Euro in Höhe von 6 Prozent der Überentnahmen nicht abzugsfähig. Als erfolgreiche Gegenmaßnahmen empfiehlt sich hier eine Geldeinlage, die nach Neujahr wieder entnommen werden darf. Bei einer KG ist zu berechnen, ob bei Kommanditisten ein negatives Kapitalkonto vorliegt. Damit diese Gesellschafter ihre in 2009 produzierten Verlustanteile steuerlich geltend machen können, lohnt eine Einlage vor dem Jahresende oder der Eintrag einer höheren Haftungssumme. Bei Wertpapieren im Betriebsvermögen kommt eine Teilwertabschreibung wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Betracht, wenn der Börsenwert zum Bilanzstichtag um mehr als 40 Prozent unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Um die Umsatzgrenze für die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten von Euro zu unterschreiten, sollten einige Leistungen erst nach 2009 ausgeführt werden. Die sog. Ist-Besteuerung wirkt sich für Unternehmer schonend auf die Liquiditätslage aus, da die Umsatzsteuer nicht schon im Leistungszeitpunkt, sondern erst bei Zahlung durch den Kunden ans Finanzamt abzuführen ist. Ehepartner oder Kinder können z.b. in der Vorweihnachtszeit auf 400-Euro-Basis eingestellt werden, um das Jahresendgeschäft und die Inventur zu bewältigen. Arbeitslohn und Arbeitgeberabgaben mindern in voller Höhe den Gewinn und die Angehörigen selbst müssen nichts versteuern. Geldspenden über das Firmenkonto oder Sachspenden aus dem Betriebsvermögen noch in 2009 wirken sich mit 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte oder mit 0,4 Prozent der Summe von Umsätzen und Gehältern aus. Tipp 10: Last-Minute-Check durchführen Unternehmer und Freiberufler haben noch eine Fülle von weiteren Möglichkeiten, ihren Gewinn steueroptimiert zu gestalten. Sind Pkw und andere Gegenstände schon seit Jahren im Betrieb, lohnt der Wechsel von der degressiven auf die lineare AfA. Dies ist in der Regel lukrativ, wenn die Abschreibungsdauer nur noch vier Jahre beträgt. Also sollten Selbstständige ihr Anlageverzeichnis durchforsten. Fällt das vorläufige Jahreseinkommen 2009 unerwartet schlecht aus, ist ein Antrag auf Anpassung der Vorauszahlung nach unten zu bedenken. Eine Minderung wirkt sich entlastend auf die Liquidität aus. Im Gegenzug können teure Nachzahlungszinsen bei guten Ergebnissen vermieden werden, indem rechtzeitig ein Antrag auf Erhöhung der Vorauszahlungen gestellt wird. Steuerschulden werden nämlich nach 15 Monaten verzinst. Hat ein Unternehmer oder Freiberufler in 2009 die Abwrackprämie für die Anschaffung eines betrieblichen Neu- oder Jahreswagens erhalten, sollten sie die Förderung an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zurückzahlen. Antragsberechtigt waren nämlich ausschließlich Privatpersonen. Betriebs- oder Umsatzsteuersonderprüfung sind nämlich angehalten, Verdachtsmomente als Missbrauch zu melden. Der Verdacht entsteht, wenn in der Rechnung für den Pkw die Umweltprämie auf den Anschaffungspreis angerechnet Ausgabe 12_2009 Seite 142

9 wird und das Fahrzeug sofort dem Betriebsvermögen zugeordnet wurde. Zum Jahresende ist es üblich, Geschenke an Geschäftsfreunde zu verteilen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die nur bis zu einem Wert von 35 Euro netto ohne Umsatzsteuer pro Jahr und Empfänger als Betriebsausgabe abzugsfähig sind und dass diese Aufwendungen auf ein besonderes Konto der Buchführung Geschenke an Geschäftsfreunde, getrennt von allen anderen Kosten, gebucht werden. Zahlt der Arbeitgeber der Belegschaft Weihnachtgeld aus, handelt es sich um sonstige Bezüge. Die Lohnsteuer ist dabei im Zeitpunkt des Zuflusses beim Arbeitnehmer selbst dann einzubehalten, wenn das 13. Monatsgehalt für 2009 gewährt, aber erst im Januar 2010 ausgezahlt wird. Führt der Arbeitgeber bei Mitarbeitern einen internen Lohnsteuer-Jahresausgleich durch, kann er in der Lohnabrechnung für Dezember das gezahlte Weihnachtsgeld gleich mit in einem Arbeitsgang berechnen. Bei solchen Einmalzahlungen bietet sich eine Entgeltumwandlung in eine betriebliche Altersversorgung an, dies ist bis zur Fälligkeit möglich. Dadurch lässt sich oftmals die Abgabenbelastung deutlich reduzieren. Für Freiberufler und Unternehmer mit hohem zu versteuerndem Einkommen kommt der Abschluss eines Rürup- Vertrags noch in 2009 in Betracht, da die Beitragsleistungen in großem Maße als Sonderausgaben abgesetzt werden können. Zusammen mit den Einzahlungen zur gesetzlichen oder berufsständischen Altersvorsorge sind das insgesamt bei Ehepaaren bis zu Euro. Danach erfolgt eine jährliche Steigerung dieses Anteils um jeweils 2 Prozent unabhängig davon, wann der Vertrag abgeschlossen worden ist. Eine Gemeinschaft aus Freiberuflern sollte ganz genau prüfen, dass auch nicht in geringem Umfang gewerbliche Tätigkeiten anfallen. Diese infizieren nämlich grundsätzlich sämtliche Einkünfte als gewerblich. Aktuelle Berichte zeigen, dass die Finanzverwaltung diesen Aspekt besonders prüft. Das Elterngeld richtet sich auch bei Selbstständigen nach dem bisherigen Einkommen des Partners, der zu Hause bleibt. Insoweit sind hier Erhöhungsmaßnahmen bis zur Geburt sinnvoll. Durch den bereits in 2008 gesunkenen Körperschaftsteuertarif sowie die GmbH-Reform mit formalen Erleichterungen wird die Kapitalgesellschaft attraktiver. Für einige Selbstständige kommt daher eine Umfirmierung in Betracht. Die neue Bundesregierung plant, die Bedingungen für die Unternehmensnachfolge zu verbessern, indem die Wohlverhaltenszeiträume verkürzt und die erforderlichen Lohnsummen abgesenkt werden sollen. Die weitere Gesetzesentwicklung sollte verfolgt werden. Für Beherbergungsleistungen im Hotel- und Gastronomiegewerbe soll ab 2010 der ermäßigte Umsatzsteuer- Satz von 7 Prozent gelten. Hier ist beim Jahreswechsel genau auf die Rechnungserstellung zu achten. RK Top Thema Alle Steuerzahler Jahresendstrategie 2009: Wie Privatpersonen noch kräftig Steuern sparen Fortsetzung von Seite 135 Wer in dieser Hinsicht jetzt noch handelt, kann die Abgaben ans Finanzamt noch effektiv senken und zudem auch noch die richtigen Weichen für 2010 stellen. Dabei gilt aufgrund der Tarifsenkung in 2010 grundsätzlich die bewährte Regel, Ausgaben vorzuziehen und Einnahmen ins kommende Jahr zu verschieben. Da es im Privatbereich auf den Zahlungstermin ankommt, gelingt das nur mit Aktivitäten bis Silvester. Dabei müssen Steuerzahler wie bereits in früheren Zeiten üblich eine Reihe von Gesetzesänderungen beachten und mit in die Jahresendstrategie einbeziehen: Nachfolgend bewährte und aktuelle Gestaltungshinweise. Die sollen Familien, Immobilienbesitzern, Anlegern und Arbeitnehmern helfen, noch bis zum Jahresende Steuerminderungspotential zu sichten, dieses noch rechtzeitig umzusetzen und dann ohne Hektik die Weichen fürs neue Jahr zu stellen. Gestaltungshinweise für alle Steuerzahler Tipp 1: Tarif richtig einsetzen Die Einkommensteuersätze sinken ab Neujahr, daher kann es aus drei verschiedenen Gründen sinnvoll sein, private Ausgaben vorzuziehen oder zu verlagern: 1. Es kommt voraussichtlich zu deutlich unterschiedlicher individueller Progression in 2009 und Der auf das zu versteuernde Einkommen anzuwendende Einkommensteuertarif fällt umso höher aus, desto größer Ausgabe 12_2009 Seite 143

10 das Einkommen ist. Durch diesen progressiven Tarif kann eine Verlagerung von Einnahmen oder Ausgaben von einem Kalenderjahr in das andere zu einer niedrigeren Steuerbelastung führen. 2. Das Einkommen 2009 droht, die Grenzen für die Reichensteuer von (Ehegatten ) Euro zu übersteigen. Um diesen Aufschlag zu vermeiden, sollten Aufwendungen noch im laufenden Jahr steuerlich zählen. 3. Durch das Bürgerentlastungsgesetz lassen sich ab 2010 deutlich mehr Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als Sonderausgaben absetzen. Das führt unabhängig davon zu einer Steuerentlastung, ob jemand privat oder gesetzlich versichert ist. 4. Zu einer Minderung der Gesamtsteuerlast kommt es nicht, wenn das Jahreseinkommen jeweils mehr als Euro (zusammen veranlagte Ehegatten das Doppelte) Euro beträgt. In Betracht kommt die Vorauszahlung von Sonderausgaben wie Kirchensteuer, Spenden, Unterhaltszahlungen oder dauernde Lasten. Werden diese in einem späteren Jahr erstattet, kommt es erst im Erstattungsjahr zur Verrechnung mit gleichartigen Aufwendungen. Sofern absehbar ist, dass die Einkünfte im laufenden Jahr eher gegen Null tendieren oder sogar negativ ausfallen, sollten die Beträge erst 2010 entrichtet werden. In 2009 würden sie ohne Auswirkungen steuerlich verpuffen. Tipp 2: Auf den Zahlungstermin achten Auf Grund der persönlichen Verhältnisse kann es sich lohnen, Einkünfte noch ins laufende Jahr vorzuziehen oder aber nach 2010 zu verlagern. Das hängt davon ab, welches Gesamteinkommen für beide Jahre kalkuliert wird. Steht etwa für 2010 eine hohe Abfindung oder Gratifikation ins Haus, sollten Einnahmen noch bis Silvester verbucht oder geplante Ausgaben erst anschließend realisiert werden. Gleiches gilt, wenn 2009 etwa wegen der Finanzkrise voraussichtlich zu einem Verlustjahr wird. Hier verpuffen Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen wirkungslos, wenn das Einkommen nicht noch mit vorgezogenen Einnahmen in die Pluszone verschoben wird. Umgekehrt sollte die Strategie sein, wenn das aktuelle Jahr besonders erfreuliche Ergebnisse bringt. Dann sorgen Spenden, außergewöhnliche Belastungen oder Werbungskosten genauso für eine Verminderung wie die auf nach Neujahr verschobenen Einnahmen. Will der Chef zum Beispiel noch einen Bonus zahlen, sollte er sich mit der Überweisung ruhig Zeit lassen. Faustregel: Maßgebend für den Ansatz von Lohn- oder Mieteinnahmen und Werbungskosten oder privaten Ausgaben ist generell das Datum des Zu- und Abflusses, also die Verbuchung auf dem Konto. Wer die 2009 erhaltene Brille erst nach Silvester bezahlt, kann diese außergewöhnliche Belastung erst 2010 absetzen. Wird hingegen eine Anzahlung auf die im Januar geplante Ausbildung oder durchzuführende Haushaltsrenovierung noch im Dezember überwiesen, kann dieses noch das Einkommen für 2009 mindern. Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die nach dem und vor dem erfolgen, gelten kraft Gesetzes in dem Jahr als Einnahme oder Ausgabe, für das sie geleistet werden. So führt z. B. eine am vorausgezahlte Leasingrate für den Betriebs-Pkw oder die Büromiete für den Januar 2009 zu keinem steuerwirksamen Aufwand in 2009, sondern erst nach dem Jahreswechsel. Tipp 3: Belege sichten und sortieren Quittungen über Kleinstbeträge zu sammeln lohnt sich besonders bei Aufwendungen rund um die Krankheit. Denn die wirken sich beim Finanzamt steuermindernd als außergewöhnliche Belastungen aus. Da Bürger durch die Gesundheitsreform für immer mehr Kosten selber aufkommen müssen, gewinnt diese steuerliche Vergünstigung eine immer größere Bedeutung. Denn neben der Zuzahlung zu Rezepten und der quartalsweise fälligen Praxisgebühr können auch die Fahrten zum Arzt oder Krankenhaus abgesetzt werden. Das Finanzamt prüft bei Krankheitskosten generell nicht, ob Behandlung, Arztbesuch oder Medizin überhaupt erforderlich oder notwendig waren. Absetzbar ist dabei grundsätzlich alles, was nicht erstattet wird. Das reicht von der Anschaffung für Brille, Hörgerät, Treppenlift oder Gehhilfe bis hin zur Kur, Frischzellenbehandlung und neuen Zähnen. Da kommen innerhalb der Familie übers Jahr gesehen schnell Beträge von weit über Euro zusammen. Viele Steuerzahler haben die Unmengen von Einzelbelegen in der Vergangenheit nicht gesammelt oder bei der Steuererklärung nicht beachtet. Der Grund: Krankheitskosten wirken sich steuerlich nur aus, sofern ein gewisser Betrag als zumutbare Eigenbelastung überschritten wird. Die Höhe richtet sich nach Einkommen und Familienstand und beträgt bei einem Ehepaar mit Euro Jahreseinkommen Euro. Eltern mit drei Kindern können bei gleichem Einkommen aber bereits sämtliche Kosten absetzen, die über 500 Euro liegen, bei einer großen Familie eher die Regel in jedem Jahr. Werden keine Belege gesammelt, lässt sich im Nachhinein kaum einschätzen, wie hoch die Aufwendungen insgesamt waren. Zumal auch andere Aufwendungen Ausgabe 12_2009 Seite 144

11 wie etwa die Beseitigung von Hochwasserschäden, Beerdigungskosten oder Ehescheidungskosten als außergewöhnliche Belastung gelten und für die Bemessung der zumutbaren Eigenbelastung mit der Summe der Krankheitskosten zusammengerechnet werden. Faustregel: Da die Eigenbelastung den Kosten in jedem Jahr gegenübergestellt wird, kann es sinnvoll sein, den Aufwand zu bündeln und damit alle zwei Jahre über die Hürde zu kommen. Denn steuerlich kommt es ausschließlich auf den Zahlungszeitpunkt an. Daher sollten sämtliche Kosten soweit möglich geballt in einem Jahr bezahlt werden, auch wenn sie auf verschiedene Zeiträume entfallen. Gegenzurechnen sind in jedem Fall die Erstattungen der Krankenkasse. Tipp 4: Spenden effektiv absetzen Zuwendungen an gemeinnützige Körperschaften lassen sich bereits seit 2007 deutlich besser von der Steuer absetzen. Dieses Potential kann optimal noch für die Spenden in der Weihnachtszeit verwendet werden. So lässt sich ein Sonderausgabenabzug von einheitlich bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte steuerlich abziehen, unabhängig vom Spendenzweck. Lassen sich üppige Zuwendungen nicht in voller Höhe absetzen, gibt es für den nicht ausgenutzten Betrag einen zeitlich unbegrenzten Vortrag für die Steuererklärungen der Zukunft. Dort wirken sich dann der zuvor nicht verbrauchte Betrag zusammen mit den neuen Spenden aus. Bei Spenden in Katastrophenfällen reichen einfachere Nachweise und generell bei Einzelbeträgen bis 200 Euro die Zahlungsbelege statt offizieller Spendenbescheinigungen. Noch weitergehende Möglichkeiten des Spendenabzugs bestehen bei Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen: Alle zehn Jahre können bis zu einer Million Euro für die Ausstattung von Stiftungen mit Kapital sofort oder über zehn Jahre verteilt geltend gemacht werden. Auch Zustiftungen sind möglich. Zusammenveranlagte Ehegatten können doppelte Höchstbeträge beanspruchen, sofern sie die Zuwendungen separat tätigen. Viele Bürger haben anlässlich der Bundestags-, Europaoder einer Landtagswahl ihrer favorisierten Partei in 2009 eine Spende zukommen lassen. Die lässt sich über die Steuererklärung geltend machen, und dies auf zwei verschiedenen Wegen bis zu bestimmten Höchstgrenzen. 1. Für Mitgliedsbeiträge und Spenden an eine politische Partei bis zur Höhe von Euro pro Person und Ehegatten bis zu Euro im Jahr gibt es eine 50 prozentige Steuerermäßigung dieser Ausgaben. 2. Übersteigen die Beiträge und Spenden den Betrag von Euro, ist der Mehrbetrag als Spende bei den Sonderausgaben abzugsfähig. Auch hier gibt es wieder die bekannten Höchstbeträge von Euro und bei Ehepaaren Euro. Tipp 5: An die private Altersvorsorge denken Selbstständige und Rentner können noch einen Rürup- Vertrag über eine Versicherung oder Fonds abschließen. Von den Beiträgen lassen sich bis zu (Ehegatten ) Euro als Sonderausgaben absetzen. Damit lässt sich steuergünstig sparen, sofern eine monatliche lebenslange Rente nicht vor dem 60. Lebensjahr vorgesehen ist. Diese Vorsorgeaufwendungen können dann jedes Jahr mit einem höheren Betrag abgesetzt werden, bis 2025 dann die Endstufe bei / Euro Sonderausgabenabzug erreicht ist. Die private Basisrente lohnt steuerlich für Sparer, die keine oder nur geringe Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung oder berufsständische Versorgungseinrichtung einzahlen. Sie können bis zum Jahresende noch eine Police abschließen und das Einkommen deutlich mindern. Wer 2009 noch einen Riester-Vertrag abschließt, profitiert von Grund- und Kinderzulagen (145 Euro, 185 Euro pro vor 2008 geborenen Sprösslingen). Bei Gutverdienern wirkt eine zusätzliche Entlastung, bis zu Euro können als Sonderausgaben abgezogen werden. Zudem können Sparer unter 25 einen Berufsstarter-Bonus von 200 Euro beim Abschluss eines Riester-Vertrags extra erhalten. Dazu ein paar Tipps: Die Zulagen werden aber nur dann in voller Höhe ausgezahlt, wenn mindestens 4 Prozent des Vorjahreseinkommens gespart werden, wobei die Zulage mit als Sparbeitrag zählt. Geringverdiener müssen nur 60 Euro im Jahr als Mindestbeitrag selbst zahlen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Zulage für 2007 gibt es nur noch, wenn der Antrag auf Förderung dem entsprechenden Sparinstitut noch in diesem Jahr vorliegt. Hat das Institut bereits eine Dauervollmacht zur Beantragung auf Zulage, sollte die anschließende Geburt von Kindern nachgemeldet werden. Das bringt noch einmal Extra-Zulage für den ab 2008 geborenen Nachwuchs sogar 300 Euro. Ausgabe 12_2009 Seite 145

12 Die Zulagen für den Nachwuchs sind an das Kindergeld geknüpft. Entfallen hier die Voraussetzungen, fließt auch keine Kinderzulage mehr. Tipp 6: Den verbesserten Abzug der Krankenkassenbeiträge vorbereiten Ab 2010 lassen sich höhere Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von der Steuer absetzen. Derzeit gilt noch ein jährlicher Höchstbetrag von Euro für Arbeitnehmer und Euro für Selbstständige, nach dem Jahreswechsel zählen die Beiträge für eine Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung in voller Höhe als Sonderausgaben. Neben dem eigenen Aufwand zählen auch die Beiträge für den Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner sowie den Nachwuchs bei Anspruch auf Kindergeld. Damit sind auch schnell die Gewinner ausgemacht: Das sind privat versicherte Familien mit vielen Kindern, die nun fünfstellige Beiträge pro Jahr als Sonderausgaben absetzen können. Die Steuerentlastung wird bereits im Lohnsteuerverfahren über die Vorsorgepauschale und bei Nicht-Arbeitnehmern über geringere Vorauszahlungen berücksichtigt. Für die Berechnung der Einkommensteuervorauszahlungen 2010 werden entweder 80 Prozent der privaten oder 96 Prozent der gesetzlichen Krankenversicherungsbeiträge angesetzt, die bei der letzten Veranlagung berücksichtigt wurden. Der Arbeitgeber zieht die Vorsorgeaufwendungen in pauschalierter Form in allen Steuerklassen ab. Es kann sich lohnen, dem Chef die tatsächlich bezahlten privaten Kassenbeiträge zu melden. Dann zieht er diesen höheren Betrag und nicht nur eine Vorsorgepauschale ab. Hinweise: Mit dem Lohnsteuer-Vergleichsrechner 2009/2010 können Arbeitnehmer ermitteln, wie sich die Änderungen auf ihr persönliches monatliches Nettoeinkommen auswirken. Geleistete Beträge für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung des getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten werden als Sonderausgaben über den bisherigen Höchstbetrag von Euro hinaus im Rahmen des Realsplittings abgezogen. Dieser Grenzwert steigt um den Betrag, der tatsächlich für eine entsprechende Absicherung des Ex-Partners aufgewandt wird. Daher kann es sich lohnen, Prämien erst nach dem Jahreswechsel zu überweisen. Unmaßgeblich ist, ob der Unterhaltsverpflichtete die Beiträge als Versicherungsnehmer leistet oder für eine vom geschiedenen bzw. dauernd getrennt lebenden Ehegatten abgeschlossene Versicherung trägt. Beim Lohnsteuerabzug werden Vorsorgeaufwendungen auch ab 2010 über die Vorsorgepauschale berücksichtigt, sodass sie nicht als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte zählen. Werden bei privaten Versicherungen Monatsbeiträge erstattet, weil im Jahr keine Leistungen in Anspruch genommen wurden, mindert diese Rückzahlung die Sonderausgaben. Insoweit kann es sich insbesondere bei hoher Progression lohnen, der Versicherung Arztrechnungen und Rezepte auch dann einzureichen, wenn die Summe unter dem erwarteten Erstattungsbetrag bleibt. Tipp 7: Neue Aufbewahrungspflichten beachten Sofern die privaten Einkünfte 2009 mehr als Euro pro Person betragen, darf das Finanzamt ab dem Jahreswechsel eine Betriebsprüfung ohne Angaben von Gründen durchführen. Diese Änderung für solvente Arbeitnehmer, Rentner, Vermieter oder Anleger bedeutet, dass sie Unterlagen wie ein Unternehmer aufbewahren müssen. Denn bei Überschusseinkünften ab einer halben Mio. Euro gibt es eine neue Aufbewahrungspflicht von sechs Jahren. Werden die neuen Aufbewahrungspflichten nicht beachtet, kann das Finanzamt ein Verzögerungsgeld festsetzen und die Einkünfte schätzen. Ist absehbar, dass die positiven Überschusseinkünfte für 2009 derzeit leicht oberhalb der halben Millionengrenze liegen, kann die rechtzeitige Minderung von Einnahmen oder das Produzieren von Werbungskosten noch zum Unterschreiten der Schwelle führen und damit vor Betriebsprüfung und der Aufbewahrungspflicht retten. Tipp 8: Viele Einzelmaßnahmen umsetzen Nachfolgend eine Reihe von für Familien denkbaren Steuersenkungsmaßnahmen für Kommt die grobe Einkommenskalkulation zu enttäuschenden Ergebnissen, sollte ein Antrag auf rückwirkende Anpassung der Vorauszahlung für 2009 oder im Vorgriff für 2010 gestellt werden. Ein Antrag auf Anpassung ist auch bei höheren Vorauszahlungen sinnvoll, um anschließend Steuerzinsen auf Nachzahlungsbeträge zu vermeiden. Über die Wahl des Zahlungstermins von Kirchensteuer, Spenden, Krankheitskosten oder Unterhaltsleistungen werden die Sonderausgaben ins einkommensstärkere Jahr verschoben. Liegen noch Verlustvorträge aus 2008 vor, wirken sich Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastung meist nicht aus. Sie sind daher ins nächste Jahr zu verschieben. Eine Heirat aus rein steuerlichen Gründen lohnt vor Neujahr, wenn ein Partner Alleinverdiener ist. Hier bringt die Zusammenveranlagung einen Steuervorteil von mehreren tausend Euro. Nur Paare, die in etwa gleich viel verdienen, können sich mit der Hochzeit Zeit lassen. Ausgabe 12_2009 Seite 146

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer Erbschaft- und Schenkungsteuer Entwickelt von: Verlag für Deutsche www.vds-verlag.de A WoltersKluver Company 1 2 a) Die Steuerklasse des Erwerbers 1. Ehegatte Steuerklasse I 2. Kinder und Stiefkinder 3.

Mehr

Kanzlei Hans, Dr. Popp & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte, Steuerberater München

Kanzlei Hans, Dr. Popp & Partner Rechtsanwälte, Fachanwälte, Steuerberater München Rechtsanwälte, Fachanwälte, München Erbschaftsteuer / Schenkungsteuer Informationen zusammengestellt von und Grundlagen, Reform Am 31.01.2007 hat das Bundesverfassungsgericht das bisherige (insbesondere

Mehr

Immobilien. verschenken, vererben oder verkaufen?

Immobilien. verschenken, vererben oder verkaufen? Immobilien verschenken, vererben oder verkaufen? Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Buerstedde Fachanwalt für Erbrecht Deutschherrenstr. 37, Bad Godesberg Tel. 0228-371107 www.dr-erbrecht.de kanzlei@gutjur.de die

Mehr

Abzug von Vorsorgeaufwendungen ab 2005

Abzug von Vorsorgeaufwendungen ab 2005 Änderungen durch das Alterseinkünftegesetz Abzug von Vorsorgeaufwendungen ab 2005 Durch das Alterseinkünftegesetz (Abruf-Nr. 041887) kommt die nachgelagerte Besteuerung. Dadurch bleiben Aufwendungen für

Mehr

Einzelheiten zur geplanten Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer

Einzelheiten zur geplanten Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Einiges wird besser vieles schlechter Einzelheiten zur geplanten Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer von Rechtsanwalt & Steuerberater Joachim Breithaupt, Kanzlei Osborne Clarke, Köln Die Nachfolge

Mehr

Reform des Erbschaftsteuerund Bewertungsrechts ------------------------------------------- Abgeltungssteuer

Reform des Erbschaftsteuerund Bewertungsrechts ------------------------------------------- Abgeltungssteuer Reform des Erbschaftsteuerund Bewertungsrechts ------------------------------------------- Abgeltungssteuer Dipl. Kffr. Monika Stepper Steuerberaterin Dipl. Kfm. Werner Keller Steuerberater Seestraße 2-4,

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer M E R K B L A T T E R B. Erbschaft- und Schenkungsteuer 1. Steuerpflicht Im folgenden wird in aller Regel von der Erbschaftssteuer gesprochen, jedoch gelten diese Ausführungen auch für den Schenkungsfall.

Mehr

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick

Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick Muster Die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer Die wichtigsten Änderungen 2009 im Überblick Mus Erbschaft- und Schenkungsteuer 2009 Zum 1. Januar 2009 tritt die Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer 1 Erbschaft- und Schenkungsteuer Das Erbrecht befasst sich mit der Frage, was nach dem Tode eines Menschen mit seinem Vermögen und seinen Schulden geschieht. Mit dem Tod eines Menschen geht sein Vermögen

Mehr

Dieses Dokument finden Sie unter www.ihk-berlin.de unter der Dok-Nr. 16230

Dieses Dokument finden Sie unter www.ihk-berlin.de unter der Dok-Nr. 16230 Dieses Dokument finden Sie unter www.ihk-berlin.de unter der Dok-Nr. 16230 Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ( 4 Abs. 3 EStG) ist eine einfache Art,

Mehr

1.1 Die Einnahme-Überschussrechnung

1.1 Die Einnahme-Überschussrechnung Gewinn ermitteln mit der Einnahme-Überschussrechnung 1.1 Die Einnahme-Überschussrechnung Die Einnahme-Überschussrechnung ist eine von zwei Gewinnermittlungsarten für Unternehmen, die das Einkommensteuergesetz

Mehr

Vererben und verschenken 28.02.2008

Vererben und verschenken 28.02.2008 Vererben und verschenken 28.02.2008 Wie Sie Ihr Vermögen erhalten und Steuer schonend weitergeben. Erbfolge Gewillkürte Erbfolge Testament privatschriftlich notarielles Testament Ehegattentestament Optionen

Mehr

Steuertipps Erben und Vererben. Inhalt

Steuertipps Erben und Vererben. Inhalt Steuertipps Erben und Vererben Inhalt 1. Nachlass planen 2. Liegenschaften: Standort 3. Liegenschaften: Preis oder Wert für Übertragung 4. Liegenschaften: Wechsel Besteuerungskanton 5. Liegenschaften im

Mehr

3.1 STEUERFREIE GERINGFÜGIGE BESCHÄFTIGUNGEN

3.1 STEUERFREIE GERINGFÜGIGE BESCHÄFTIGUNGEN 3. BESTEUERUNG 3.1 STEUERFREIE GERINGFÜGIGE BESCHÄFTIGUNGEN Geringfügige Beschäftigungen, für die vom Arbeitgeber pauschale Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt werden, sind steuerfrei, wenn der Arbeitnehmer

Mehr

2.5. Die steuerlich begünstigte Basis Rente

2.5. Die steuerlich begünstigte Basis Rente 2.5. Die steuerlich begünstigte Basis Rente Zum Jahresbeginn 2005 trat das Alterseinkünftegesetz in Kraft. Die hiermit eingeführte Basis Rente, auch als Rürup Rente bekannt, ist ein interessantes Vorsorgemodell

Mehr

Steuerquiz. Referenten: StB Andreas Rehm StB Marion Moser RA Simone Koch

Steuerquiz. Referenten: StB Andreas Rehm StB Marion Moser RA Simone Koch Steuerquiz Referenten: StB Andreas Rehm StB Marion Moser RA Simone Koch 1 Frage 1 In welchem Staat zahlen Bürger keine Steuern? o Schweiz o Namibia o Vereinigte Arabische Emirate Frage 1 In welchem Staat

Mehr

Ewert, Jordan u. Kollegen

Ewert, Jordan u. Kollegen Erbschaftsteuer ab dem 01.01.2009 Die Reform und ihre Auswirkungen Nach langem Ringen ist die Erbschaftsteuerreform zum 01.01.2009 in Kraft. Es ändern sich viele Dinge grundlegend. Das Wichtigste gleich

Mehr

Steuerliche Gestaltungsoptionen bei einer Praxisübergabe an Familien angehörige

Steuerliche Gestaltungsoptionen bei einer Praxisübergabe an Familien angehörige Steuergestaltung Steuerliche Gestaltungsoptionen bei einer Praxisübergabe an Familien angehörige von Steuerberater Dr. Rolf Michels, Laufenberg Michels und Partner, Köln Die spätere Praxisübergabe an den

Mehr

ZWD Zahnärzte Wirtschaftsdienst

ZWD Zahnärzte Wirtschaftsdienst 1 von 4 28.12.2014 13:13 ZWD Zahnärzte Wirtschaftsdienst Praxisführung Recht Steuern Finanzen 09.12.2014 STEUERGESTALTUNG Steuertipps zum Jahresende: Was Sie bis zum 31.12. unbedingt noch veranlassen sollten!

Mehr

Merkblatt. Kapitallebensversicherung. Inhalt. 4 Neue Regeln durch die Erbschaftsteuerreform

Merkblatt. Kapitallebensversicherung. Inhalt. 4 Neue Regeln durch die Erbschaftsteuerreform Kapitallebensversicherung Inhalt 1 Allgemeines 2 Besteuerung von Neupolicen 2.1 Volle Erfassung zum Abgeltungstarif 2.2 Halbierte Erfassung mit der Progression 2.3 Verkauf einer Versicherung 3 Neue Kontrollen

Mehr

bei Ihrer Sparkasse Werra-Meißner.

bei Ihrer Sparkasse Werra-Meißner. Herzlich willkommen bei Ihrer Sparkasse. Erben und Vererben RA Gerhard Ruby 25./26. November 2009 Seite 1 Erben und Vererben das geänderte Erbschaftsteuerrecht und seine größten Irrtümer Referent: RA Gerhard

Mehr

steuer- und sozialversicherungsrechtliche der Tagespflege ab 2009 Dipl.-Kfm. (FH) Dipl.-Jur. MBA Hendrik Hachenberg Steuerberater

steuer- und sozialversicherungsrechtliche der Tagespflege ab 2009 Dipl.-Kfm. (FH) Dipl.-Jur. MBA Hendrik Hachenberg Steuerberater steuer- und sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen der Tagespflege ab 2009 Dipl.-Kfm. (FH) Dipl.-Jur. MBA Hendrik Hachenberg Steuerberater Gliederung Neuerungen ab 2009 Krankenversicherung Rentenversicherung

Mehr

Basisinformationen zum Bürgerentlastungsgesetz (Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigungen von Vorsorgeaufwendungen)

Basisinformationen zum Bürgerentlastungsgesetz (Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigungen von Vorsorgeaufwendungen) DKV Deutsche Krankenversicherung AG Basisinformationen zum Bürgerentlastungsgesetz (Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigungen von Vorsorgeaufwendungen) Hintergründe Warum können ab 2010 Beiträge

Mehr

61 ESt Einzelveranlagung von Ehegatten und Lebenspartnern

61 ESt Einzelveranlagung von Ehegatten und Lebenspartnern 61 ESt Einzelveranlagung von Ehegatten und Lebenspartnern EStG 26, 26a, 33a Abs. 2, 33b, 35a Ab Veranlagungszeitraum 2013 haben Ehegatten und Lebenspartner neben der Zusammenveranlagung die Möglichkeit,

Mehr

Erstellung der Einkommensteuererklärung 2009

Erstellung der Einkommensteuererklärung 2009 Erstellung der Einkommensteuererklärung 2009 1 Mantelbogen 1.1 Persönliche Daten ID-Nr. Steuer-Nr.: Familienstand Religionszugehörigkeit ID-Nr. Steuer-Nr.: Seit: Datum keine Veranlagungsform Gütergemeinschaft

Mehr

Dipl.-Kfm. Thomas Rose Steuerberater Erlenbach, 20. Mai 2009

Dipl.-Kfm. Thomas Rose Steuerberater Erlenbach, 20. Mai 2009 Eckpunkte der neuen Erbschaftsteuer Dipl.-Kfm. Thomas Rose Steuerberater Erlenbach, 20. Mai 2009 2 I. Einführung, Gesetzgebungsverfahren II. Wesentliche Änderungen III. Steuerklassen, Freibeträge, Steuersätze

Mehr

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt Erbschaftsteuer Inhalt 1 Erbrechtliche Hinweise 2 Erbschaftsteuerliche Besonderheiten 2.1 Erwerbe von Todes wegen 2.2 Entstehung der Erbschaftsteuer 2.3 Steuerpflichtiger Erwerb 2.4 Steuerbefreiungen 2.5

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer Erbschaft- und Schenkungsteuer I. Rechtsgrundlagen Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) Erbschaftsteuer-Durchführungsverordnung (ErbStDV) (= Gesetz, keine Verwaltungsanweisung) Erbschaftsteuer-Richtlinien:

Mehr

Merkblatt Gewerbesteuer

Merkblatt Gewerbesteuer Merkblatt Gewerbesteuer Stand: Juni 2011 Mit der Unternehmensteuerreform 2008 wurde die Gewerbesteuer zum 1.1.2008 grundlegend geändert. Dieses Merkblatt erläutert die wichtigsten Elemente der Gewerbesteuer.

Mehr

FACHINFO Erbschaftsteuerreform 2008

FACHINFO Erbschaftsteuerreform 2008 FACHINFO: Erbschaftsteuerreform 2008 auf der Grundlage des Referentenentwurfs vom 20.11.2007 Februar 2008 Jürgen Greß Fachanwalt für Verwaltungsrecht Rechtsanwälte Hoffmann & Greß Fürstenrieder Straße

Mehr

Pflichtversicherte der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung. Empfänger einer deutschen Besoldung (Beamte, Richter, Berufssoldaten)

Pflichtversicherte der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung. Empfänger einer deutschen Besoldung (Beamte, Richter, Berufssoldaten) Steuer-TIPP : Die Riester-Rente Um den Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten, ist die private Altersvorsorge Pflicht. Die Riester-Rente wird vom Staat gefördert. Viele Bürger können davon profitieren.

Mehr

Mandantenbrief. Unternehmenssteuerreform. Februar 2000

Mandantenbrief. Unternehmenssteuerreform. Februar 2000 Mandantenbrief Inhalt: Unternehmenssteuerreform 1 Neue AfA- Sätze nicht vor 2001 2 Reform des Einkommensteuertarifs 3 Steuerliche Absetzbarkeit von Arbeitszimmern 3 Absenkung der Einkunftsgrenzen bei der

Mehr

87 ESt Steueroptimierte Gestaltung durch Vorauszahlung von Krankenkassenbeiträgen

87 ESt Steueroptimierte Gestaltung durch Vorauszahlung von Krankenkassenbeiträgen 87 ESt Steueroptimierte Gestaltung durch Vorauszahlung von Krankenkassenbeiträgen EStG 10 Sachverhalt Der verheiratete Steuerberater A erzielt Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit i. H. von 120.000 Euro.

Mehr

FAQ zum Bürgerentlastungsgesetz

FAQ zum Bürgerentlastungsgesetz Geschäftspartner Bürgerentlastungsgesetz FAQ zum Bürgerentlastungsgesetz Das Bürgerentlastungsgesetz macht es möglich: Ab Januar 2010 können die Beiträge zu privaten Krankenversicherungen und Pflegepflichtversicherungen

Mehr

Richtig erben und vererben. 20.04.2009 Richtig erben und vererben

Richtig erben und vererben. 20.04.2009 Richtig erben und vererben Richtig erben und vererben Inhalt des Vortrages 1. Vorstellung Kanzlei 2. Erbrechtlicher Teil 2.1. Gesetzliche Erbfolge 2.2. Pflichtteil 2.3. Testament 3. Steuerrechtlicher Teil 3.1. Neuregelungen 3.2.

Mehr

Testamentgestaltung Erben & Vererben. Heinz Weber Donnerstag, 13. Oktober 2011

Testamentgestaltung Erben & Vererben. Heinz Weber Donnerstag, 13. Oktober 2011 Testamentgestaltung Erben & Vererben Heinz Weber Donnerstag, 13. Oktober 2011 Erbschaft und Schenkungen Das Gut rinnt wie das Blut S te u e r-k la s s e I Erbschaftssteuer ab 01.01.2009 F re ib e tra g

Mehr

Erbschaftsteuer Mandant: 1 - Mustermann Aktenzeichen: 123456 Musterstraße 1, 12345 Musterstadt

Erbschaftsteuer Mandant: 1 - Mustermann Aktenzeichen: 123456 Musterstraße 1, 12345 Musterstadt Erbschaftsteuer Ermittlung des Reinnachlasses Nachlassgegenstände Grundvermögen 600.000 Betriebsvermögen 425.000 Übriges Vermögen 1.100.000 Gesamtwert der Nachlassgegenstände 2.125.000 Nachlassverbindlichkeiten

Mehr

Mandanten-Checkliste für die Einkommensteuererklärung

Mandanten-Checkliste für die Einkommensteuererklärung Diese Checkliste beinhaltet eine Aufstellung der Unterlagen, die von Ihnen jeweils nach Ablauf eines Jahres zur Fertigstellung der benötigt werden. Die relevanten Sachverhalte und die zu beachtenden Kriterien

Mehr

Was Sie über die neue Erbschaftsteuer und das künftige Pflichtteilsrecht wissen sollten. Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Buerstedde www.vorsorgeordnung.

Was Sie über die neue Erbschaftsteuer und das künftige Pflichtteilsrecht wissen sollten. Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Buerstedde www.vorsorgeordnung. Was Sie über die neue Erbschaftsteuer und das künftige Pflichtteilsrecht wissen sollten. Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Buerstedde www.vorsorgeordnung.de Erbschafts- = Schenkungsteuer Wann wird sie relevant?

Mehr

Die Rürup-Rente als Baustein der privaten Altersvorsorge unter Berücksichtigung der rückwirkend ab 01.01.2006 verbesserten Günstigerprüfung

Die Rürup-Rente als Baustein der privaten Altersvorsorge unter Berücksichtigung der rückwirkend ab 01.01.2006 verbesserten Günstigerprüfung Die Rürup-Rente als Baustein der privaten Altersvorsorge unter Berücksichtigung der rückwirkend ab 01.01.2006 verbesserten Günstigerprüfung Das neue Alterseinkünftegesetz Im Frühjahr 2002 hat das Bundesverfassungsgericht

Mehr

Häufige Fragen zur sog. Riester-Förderung ( 10a, 79ff EStG) (Stand: Mai 2014)

Häufige Fragen zur sog. Riester-Förderung ( 10a, 79ff EStG) (Stand: Mai 2014) Häufige Fragen zur sog. Riester-Förderung ( 10a, 79ff EStG) (Stand: Mai 2014) 1. Wer gehört zum förderfähigen Personenkreis? Die Riester-Förderung erhält u. a., wer unbeschränkt einkommensteuerpflichtig

Mehr

vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente

vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente Inhaltsverzeichnis: Seite Was ist die Riester- bzw. Rürup-Rente 2 Wer kann eine Riester-/Rürup-Rente abschließen? 2 Ansprüche im Erlebensfall

Mehr

Saarland. Ministerium der Finanzen KURZINFORMATION ZUR ERBSCHAFT- UND SCHENKUNG- STEUER

Saarland. Ministerium der Finanzen KURZINFORMATION ZUR ERBSCHAFT- UND SCHENKUNG- STEUER Saarland Ministerium der Finanzen KURZINFORMATION ZUR ERBSCHAFT- UND SCHENKUNG- STEUER Nachdem das Gesetz zur Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts

Mehr

Einkommensteuererklärung/ erforderliche Belege

Einkommensteuererklärung/ erforderliche Belege Belege zur Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung Die vorliegende Checkliste soll Ihnen die Aufbereitung der erforderlichen Belege für die Erstellung der Einkommensteuererklärung durch uns als Steuerberater

Mehr

Neuregelung der Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen durch das Alterseinkünftegesetz

Neuregelung der Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen durch das Alterseinkünftegesetz Neuregelung der Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen durch das Alterseinkünftegesetz 1. Mit dem Alterseinkünftegesetz vom 05.07.2004 setzt der Gesetzgeber nicht nur Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts

Mehr

vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente

vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente vereinfachte Gegenüberstellung Riester-Rente - Rürup-Rente 1 / 1 Inhaltsverzeichnis: Seite Was ist das?... 2 Wer kann eine Riester-Rente abschließen?... 2 Für wen ist es besonders geeignet?... 2 Ansprüche

Mehr

Getrennt wird zwischen dem Gewinn der Kapitalgesellschaft und den Einkünften des einzelnen Gesellschafters.

Getrennt wird zwischen dem Gewinn der Kapitalgesellschaft und den Einkünften des einzelnen Gesellschafters. Die Besteuerung einer GmbH und ihrer Gesellschafter (Rechtsanwalt Valentin Schaffrath) Die wesentlichen Ertragssteuerarten sind auf Ebene der GmbH die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer sowie auf

Mehr

avocado rechtsanwälte

avocado rechtsanwälte Privatvermögen (z. B. vermietete Immobilien) Nach jahrelangem koalitionsinternen Streit hat der Bundestag am 27.11.2008 die Erbschaftsteuerreform beschlossen. Der Bundesrat hat am 05.12.2008 der Gesetzesvorlage

Mehr

Besteuerung der Kapitalgesellschaft. Zusammenfassendes Beispiel. Lösung

Besteuerung der Kapitalgesellschaft. Zusammenfassendes Beispiel. Lösung Besteuerung der Kapitalgesellschaft Zusammenfassendes Beispiel Lösung 1. Ermittlung des zu versteuernden Einkommens der AGmbH für den Veranlagungszeitraum Vorläufiger Jahresüberschuss 600.000 Ermittlung

Mehr

Informationen zum Riester-Annuitätendarlehen

Informationen zum Riester-Annuitätendarlehen Besondere Informationen über die Förderung bei Darlehen im Rahmen des Eigenheimrentengesetzes (EigRentG) Gemäß Eigenheimrentengesetz wird das selbstgenutzte Wohneigentum als Teil der Altersvorsorge durch

Mehr

Die Riester-Rente. Die wichtigsten Punkte der Riester-Rente im Überblick: unabhängig produktneutral - erfahren

Die Riester-Rente. Die wichtigsten Punkte der Riester-Rente im Überblick: unabhängig produktneutral - erfahren Die Riester-Rente Seit dem 1. Januar 2002 besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge durch die Riester-Rente, benannt nach dem damaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter

Mehr

Kompaktwissen für Berater. Wilhelm Krudewig. Einnahme-Überschuss-Rechnung oder Bilanz? Neue Grenzwerte durch das BilMoG

Kompaktwissen für Berater. Wilhelm Krudewig. Einnahme-Überschuss-Rechnung oder Bilanz? Neue Grenzwerte durch das BilMoG Wilhelm Krudewig Wechsel der Gewinnermittlungsart Einnahme-Überschuss-Rechnung oder Bilanz? Neue Grenzwerte durch das BilMoG Kompaktwissen für Berater DATEV eg, 90329 Nürnberg Alle Rechte, insbesondere

Mehr

Anleitung zum Sortieren der Belege zur Einkommensteuererklärung. (Belege für betriebliche Einkünfte bitte in ein gesondertes Fach/Ordner)

Anleitung zum Sortieren der Belege zur Einkommensteuererklärung. (Belege für betriebliche Einkünfte bitte in ein gesondertes Fach/Ordner) Anleitung zum Sortieren der Belege zur Einkommensteuererklärung (Belege für betriebliche Einkünfte bitte in ein gesondertes Fach/Ordner) Fach 1: Persönliche Angaben (siehe Seite 4) - Nachweise bezüglich

Mehr

Erbschaftsteuerreform 2009

Erbschaftsteuerreform 2009 Erbschaftsteuerreform 2009 Das ändert sich für Immobilieneigentümer RA Stefan Walter, Geschäftsführer Haus & Grund Deutschland Inhalt Zusammenfassung... 2 Verkehrswertermittlung... 2 Vergleichswertverfahren...

Mehr

Fünf gute Tipps zur staatlichen Sparförderung!

Fünf gute Tipps zur staatlichen Sparförderung! Fünf gute Tipps zur staatlichen Sparförderung! www.sparkasse-herford.de Möglichkeiten der staatlichen Förderung Verschenken Sie kein Geld, das Ihnen zusteht! Wie auch immer Ihre ganz persönlichen Ziele

Mehr

Der Gewinnfreibetrag. Wer kann den Freibetrag in Anspruch nehmen?

Der Gewinnfreibetrag. Wer kann den Freibetrag in Anspruch nehmen? Der Gewinnfreibetrag Dieser wurde ab der Veranlagung 2010 eingeführt. Alle natürlichen Personen mit betrieblichen Einkunftsarten können diesen Freibetrag unabhängig davon beanspruchen, ob sie ihren Gewinn

Mehr

Begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne 2004-2009

Begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne 2004-2009 Begünstigte Besteuerung nicht entnommener Gewinne 2004-2009 Seit dem Jahr 2004 haben bilanzierende natürliche Personen, die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft oder aus Gewerbebetrieb beziehen, die

Mehr

NOTWENDIGE UNTERLAGEN ZUR EINKOMMENSSTEUERERKLÄRUNG

NOTWENDIGE UNTERLAGEN ZUR EINKOMMENSSTEUERERKLÄRUNG STEFAN LEUKART S T E U E R B E R A T E R NOTWENDIGE UNTERLAGEN ZUR EINKOMMENSSTEUERERKLÄRUNG Unsere Auflistung soll Ihnen eine erste Orientierung über die benötigten Unterlagen zur Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung

Mehr

11.4.5 Auflösung des Investitionsabzugsbetrags

11.4.5 Auflösung des Investitionsabzugsbetrags Es können natürlich auch konkrete Bezeichnungen verwendet werden, wie z. B. Bürostuhl, Wandregal, Schreibtisch oder PKW. Begünstigt ist dann allerdings auch nur genau diese Anschaffung. Die Summe aller

Mehr

Checkliste für benötigte Unterlagen für die Einkommensteuererklärung

Checkliste für benötigte Unterlagen für die Einkommensteuererklärung Checkliste für benötigte Unterlagen für die Einkommensteuererklärung NAME: DATUM: Diese Checkliste soll Ihnen helfen möglichst alle Ihre Unterlagen vollständig bei uns einreichen zu können. Außerdem hilft

Mehr

Anlage Angaben zu Bedarfswerten. zur Erbschaft-/Schenkungsteuererklärung. Anleitung. Anlage Angaben zu Bedarfswerten

Anlage Angaben zu Bedarfswerten. zur Erbschaft-/Schenkungsteuererklärung. Anleitung. Anlage Angaben zu Bedarfswerten Finanzamt Aktenzeichen Anlage Angaben zu Bedarfswerten zur Erbschaft-/Schenkungsteuererklärung Anleitung Bitte füllen Sie den Vordruck deutlich und vollständig aus und reichen Sie ihn zusammen mit der

Mehr

Buchführung 1. Semester 1999/2000 Dr. Brunner

Buchführung 1. Semester 1999/2000 Dr. Brunner Buchführung 1. Semester 1999/2000 Dr. Brunner I. LOHNBUCHUNGEN... 2 1. NORMALE GEHALTSBUCHUNG... 2 1.1. Buchung eines Vorschusses... 2 1.2. Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte...2 II. PERSONALAUFWENDUNGEN...

Mehr

Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz*

Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz* Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz* O Sachverhalt H und W sind Gesellschafter einer OHG, die einen Großhandel mit Motorrad-Ersatzteilen betreibt.

Mehr

Mehr Geld für Familien!

Mehr Geld für Familien! Mehr Geld für Familien! So sichern Sie sich finanzielle Unterstützung! Das Geld sitzt in vielen Familien nicht mehr so locker wie noch vor ein paar Jahren. Und nicht nur drohende Arbeitslosigkeit macht

Mehr

Sparen Sie nicht an der Altersvorsorge sondern an den Beiträgen. Basisrente

Sparen Sie nicht an der Altersvorsorge sondern an den Beiträgen. Basisrente Sparen Sie nicht an der Altersvorsorge sondern an den Beiträgen Basisrente Mit der Basisrente zielgerichtet Altersvorsorge mit staatlicher Förderung aufbauen Erwerbsphase Altersvorsorgeaufwendungen zur

Mehr

Die Bedeutung der Lebensversicherung im Erbfall

Die Bedeutung der Lebensversicherung im Erbfall 32 2.3 Erbrecht und Gestaltungsmöglichkeiten und Risiken Mit einer kann man einen Teil der Vermögensnachfolge etwas anders gestalten als über ein Testament. Häufig stellt sich für einen allein verdienenden

Mehr

1. Betriebsvermögen versus Privatvermögen

1. Betriebsvermögen versus Privatvermögen 1. Betriebsvermögen versus Privatvermögen Wird ein PKW zu mehr als 50% betrieblich genutzt, stellt es für steuerliche Zwecke sog. notwendiges Betriebsvermögen dar. Wird ein PKW hingegen lediglich zu weniger

Mehr

Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht

Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht Referentin: Dr. Ulrike Tremel Rechtsanwältin Fachanwältin für Erbrecht Sachverständige für Grundstücksbewertung Anwaltskanzlei Fachanwältin

Mehr

II. Bewertung von Personengesellschaften 1. Kreis der Gesellschaften des 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG

II. Bewertung von Personengesellschaften 1. Kreis der Gesellschaften des 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG II. Bewertung von Personengesellschaften 1. Kreis der Gesellschaften des 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG Gemåß 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG bilden alle WirtschaftsgÅter einen Gewerbebetrieb, die Gesellschaften i. S. des

Mehr

I. Allgemeine Informationen zur Förderung des Arbeitnehmeranteils an die Zusatzversorgung

I. Allgemeine Informationen zur Förderung des Arbeitnehmeranteils an die Zusatzversorgung I. Allgemeine Informationen zur Förderung des Arbeitnehmeranteils an die Zusatzversorgung Warum erhalte ich eigentlich eine staatlich geförderte Riester-Rente? Sie zahlen aus Ihrem monatlichen Nettoeinkommen

Mehr

. Ausgaben aus ihrer Privatsphäre steuerlich absetzbar?

. Ausgaben aus ihrer Privatsphäre steuerlich absetzbar? . Ausgaben aus ihrer Privatsphäre steuerlich absetzbar? In den letzten beiden Ausgaben habe ich die steuerliche Behandlung jener Ausgaben beschrieben, die durch Ihre zahnärztliche Tätigkeit veranlasst

Mehr

Diese Anlage ist Bestandteil des Antrages auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Dienststempel Team Eingangsstempel

Diese Anlage ist Bestandteil des Antrages auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Dienststempel Team Eingangsstempel Anlage EKS (abschließend) Abschließende Erklärung zum Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft im Bewilligungszeitraum Diese Anlage ist Bestandteil des Antrages

Mehr

Befreiung von Zuzahlungen zur Krankenversicherung

Befreiung von Zuzahlungen zur Krankenversicherung Befreiung von Zuzahlungen zur Krankenversicherung ( 62 SGB V) Fast immer führen Krankheiten dazu, dass sich die Einkommenssituation des Betroffenen und seiner Familienmitglieder drastisch verändert. Zum

Mehr

Inhaltsverzeichnis FAQ Wohnriester

Inhaltsverzeichnis FAQ Wohnriester Inhaltsverzeichnis FAQ Wohnriester Was ist die neue Eigenheimrente bzw. der Wohnriester? Ab wann gilt das Gesetz? Wofür kann ich die Eigenheimrente bzw. den Wohnriester einsetzen? Wie werden Tilgungsleistungen

Mehr

Steuerbüro H.-J. Mannebach Prenzlauer Straße 10 17258 Feldberg Tel.: 039831-20931 www.mannebach.biz

Steuerbüro H.-J. Mannebach Prenzlauer Straße 10 17258 Feldberg Tel.: 039831-20931 www.mannebach.biz Steuerbüro H.-J. Mannebach Prenzlauer Straße 10 17258 Feldberg Stand: April 2010 2 Das Gesetz sieht eine vollständige, nachhaltige Besteuerung von Leibrenten und anderen Leistungen aus in- und ausländischen

Mehr

Die Erbengemeinschaft im Steuerrecht

Die Erbengemeinschaft im Steuerrecht HAUS + GRUND MÜNCHEN INFORMIERT Die Erbengemeinschaft im Steuerrecht im Hinblick auf die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von Robert Hammerl Diplom Finanzwirt (FH), Steuerberater convocat GbR München

Mehr

Geschenkt ist geschenkt.

Geschenkt ist geschenkt. Das Haus schon zu Lebzeiten verschenken? Schenken mit warmer Hand Folgen im Pflegefall Ergolding, den 17. April 2013 Geschenkt ist geschenkt. (deutsche Redensart) 2 Überblick Erbfolge erst mit dem Tod

Mehr

Die Abgeltungsteuer NEUE STEUER NEUE CHANCEN

Die Abgeltungsteuer NEUE STEUER NEUE CHANCEN Die Abgeltungsteuer NEUE STEUER NEUE CHANCEN Passen Sie jetzt Ihre Steuer-Strategie an Die neue Abgeltungsteuer tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Damit Sie von den Neuerungen profitieren können, sollten

Mehr

Die Prüfungsaufgabe enthält 4 Sachverhalte, die unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge gelöst werden können.

Die Prüfungsaufgabe enthält 4 Sachverhalte, die unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge gelöst werden können. ZVL Zertifizierungsverband der Lohnsteuerhilfevereine e.v. Prüfungsaufgaben 2014 aus der Einkommensteuer vom 20.09.2014 Prüfungsteil: EStG Teil II Bearbeitungszeit: 90 min Maximal erreichbare Punktzahl:

Mehr

Die Zukunft beginnt heute. Altersvorsorge auch. Die PlusPunktRente mit Riester-Förderung. BVK Bayerische. V ersorgungskammer

Die Zukunft beginnt heute. Altersvorsorge auch. Die PlusPunktRente mit Riester-Förderung. BVK Bayerische. V ersorgungskammer Die Zukunft beginnt heute. Altersvorsorge auch. Die PlusPunktRente mit Riester-Förderung. BVK Bayerische V ersorgungskammer Entspannt leben den Ruhestand genießen Sicher möchten Sie nach einem ausgefüllten

Mehr

Leitfaden zum Elternunterhalt

Leitfaden zum Elternunterhalt Leitfaden zum Elternunterhalt Kai Riefenstahl Rechtsanwalt Heinitzstr. 43 58097 Hagen Tel: 02331/9810812 Fax: 02331/9810810 info@ra-riefenstahl.de www.ra-riefenstahl.de Einleitung Aufgrund immer neuer

Mehr

Merkblatt zur Pkw- Nutzung durch Unternehmer

Merkblatt zur Pkw- Nutzung durch Unternehmer Merkblatt zur Pkw- Nutzung durch Unternehmer Inhaltsverzeichnis 1. ALLGEMEINES... 2 2. BETRIEBS- ODER PRIVATVERMÖGEN: DIE NUTZUNGSART ENTSCHEIDET!... 2 3. DIE PRIVATE PKW-NUTZUNG - WIE WIRD SIE BESTEUERT?...

Mehr

Merkblatt. Investitionsabzugsbetrag. Inhalt

Merkblatt. Investitionsabzugsbetrag. Inhalt Investitionsabzugsbetrag Inhalt 1 Einführung 1.1 Vorteile im Überblick 1.2 Nachteile im Überblick 2 Fragen und Praxisbeispiele 2.1 Förderung/steuerliche Auswirkung 2.2 Wer kann den Investitionsabzugsbetrag

Mehr

Altersvorsorge. Aktuelle Neuerungen und Änderungen im Überblick. Mandanten-Info Eine Dienstleistung Ihres steuerlichen Beraters

Altersvorsorge. Aktuelle Neuerungen und Änderungen im Überblick. Mandanten-Info Eine Dienstleistung Ihres steuerlichen Beraters Mandanten-Info Eine Dienstleistung Ihres steuerlichen Beraters Altersvorsorge Aktuelle Neuerungen und Änderungen im Überblick In enger Zusammenarbeit mit Inhalt 1. Einleitung...1 2. Private Altersvorsorge

Mehr

Kauf und Verkauf gebrauchter Photovoltaikanlagen

Kauf und Verkauf gebrauchter Photovoltaikanlagen Kauf und Verkauf gebrauchter Photovoltaikanlagen Die meisten Photovoltaikanlagen wurden seit dem Jahr 2004 installiert und sind damit noch vergleichsweise neu. Von daher ist vielen Betreibern der Gedanke

Mehr

Newsletter Schiedermair Rechtsanwälte Lebensversicherungen, Erbrecht und Steuern

Newsletter Schiedermair Rechtsanwälte Lebensversicherungen, Erbrecht und Steuern Newsletter Schiedermair Rechtsanwälte Lebensversicherungen, Erbrecht und Steuern Dezember 2013 Begriffe Versicherungsnehmer, das ist diejenige Person, die den Versicherungsvertrag mit dem Versicherer abgeschlossen

Mehr

12/ 2012. Steuerliche Informationen zum Jahreswechsel 2012/2013. www.steuerberatung-gec.de

12/ 2012. Steuerliche Informationen zum Jahreswechsel 2012/2013. www.steuerberatung-gec.de 12/ 2012 Steuerliche Informationen zum Jahreswechsel 2012/2013 www.steuerberatung-gec.de Steuerliche Informationen zum Jahreswechsel 2012/2013 Zum Jahreswechsel 2012/2013 ergeben sich wieder einige steuerliche

Mehr

Allgemeine Hinweise zur Berücksichtigung von Unterhaltsaufwendungen nach 33a Absatz 1 EStG als außergewöhnliche Belastung

Allgemeine Hinweise zur Berücksichtigung von Unterhaltsaufwendungen nach 33a Absatz 1 EStG als außergewöhnliche Belastung Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL FAX E-MAIL

Mehr

Anleitung zum Sortieren der Belege zur Einkommensteuererklärung

Anleitung zum Sortieren der Belege zur Einkommensteuererklärung Seite 1 Anleitung zum Sortieren der Belege zur Einkommensteuererklärung (Belege für betriebliche Einkünfte bitte in ein gesondertes Fach/Ordner) Fach 1: Persönliche Angaben (siehe Seite 4) Nachweise bezüglich

Mehr

Neuregelung der Besteuerung von Renten ab 01.01.2005 durch das Alterseinkünftegesetz

Neuregelung der Besteuerung von Renten ab 01.01.2005 durch das Alterseinkünftegesetz Neuregelung der Besteuerung von Renten ab 01.01.2005 durch das Alterseinkünftegesetz 1. Mit der Entscheidung vom 06.03.2002 hat das Bundesverfassungsgericht die Besteuerung der Pensionen im Vergleich zur

Mehr

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung 7g EStG

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung 7g EStG Merkblatt Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung 7g EStG 1. Grundsätzliches Der mit der Unternehmenssteuerreform 2008 beschlossene Investitionsabzugsbetrag löst die bis dahin geltende Ansparabschreibung

Mehr

AKTUELL: EU-FREIZÜGIGKEIT AB 01.05.2011 SOWIE PFLICHTEN DES ARBEITGEBERS

AKTUELL: EU-FREIZÜGIGKEIT AB 01.05.2011 SOWIE PFLICHTEN DES ARBEITGEBERS AKTUELL: EU-FREIZÜGIGKEIT AB 01.05.2011 SOWIE PFLICHTEN DES ARBEITGEBERS Bezüglich der neuen EU-Freizügigkeit ab dem 01.05.2011 (wahrscheinlich relevant für polnische und tschechische Arbeitnehmer) stellen

Mehr

Zeile Kennzahl Inhalt Formular EÜR Zuordnung / Eintrag Lexware buchhalter

Zeile Kennzahl Inhalt Formular EÜR Zuordnung / Eintrag Lexware buchhalter Übersicht zu den Einträgen der Anlage EÜR 2008 Einnahmen: 1-3 Firmenangaben Firmenstammdaten 4 100 Art des Betriebes Firmenstammdaten im Bereich Einstellungen: Auswahl Kleinunternehmer 5 111 Betrieb veräußert..

Mehr

Einkommen- und Umsatzsteuer Steuerberatungstag am 28. Mai 2014

Einkommen- und Umsatzsteuer Steuerberatungstag am 28. Mai 2014 Einkommen- und Umsatzsteuer Steuerberatungstag am 28. Mai 2014 1 } Die Einkommensteuer ist eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde

Mehr

Sparkassen Pensionskasse AG

Sparkassen Pensionskasse AG Verbraucherinformation über die geltenden Steuerregelungen Stand: 01.01.2013 Die nachfolgende Darstellung beruht auf dem aktuellen Stand der Steuergesetze. Die Anwendung dieser Steuerregelungen auf die

Mehr

Basiswissen Vor den Klausuren noch einmal durcharbeiten! Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Basiswissen Vor den Klausuren noch einmal durcharbeiten! Kein Anspruch auf Vollständigkeit Basiswissen Vor den Klausuren noch einmal durcharbeiten! Kein Anspruch auf Vollständigkeit Besteuerung von Dividenden gem. 20 Abs. 1 EStG 1 Bei natürlichen Personen 1.1 Im Privatvermögen Einkünfte aus

Mehr

Steuerrechtliche Aspekte der Betriebsnachfolge. Mag. Andrea Prozek Abteilung für Finanzpolitik

Steuerrechtliche Aspekte der Betriebsnachfolge. Mag. Andrea Prozek Abteilung für Finanzpolitik Steuerrechtliche Aspekte der Betriebsnachfolge Mag. Andrea Prozek Abteilung für Finanzpolitik Möglichkeiten der Betriebsübergabe Unentgeltliche Übergabe (Schenkung) Entgeltliche Übergabe (Betriebsverkauf)

Mehr

Parkstraße 4, 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage

Parkstraße 4, 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage Parkstraße 4, 59439 Holzwickede Tel.: 02301 / 91209-0 Besuchen Sie auch unsere Homepage Mandanteninformation zu aktuellen relevanten Themen Stand: 26.4.2014 Problemkreis Sachzuwendungen / Geschenke an

Mehr

Informationsbrief. zum 3. November 2009. Inhalt

Informationsbrief. zum 3. November 2009. Inhalt Informationsbrief zum 3. November 2009 Inhalt 1. Allgemeines 5. Geschenke 2. Verluste aus typisch stillen Beteiligungen a) Geschenkegrenzen a) Allgemeines b) Steuerpflicht der Geschenke b) Verlustausgleich

Mehr

Beispiel:* Vorteile einer Rentenschenkung

Beispiel:* Vorteile einer Rentenschenkung Beratungsblatt Nr. 47 Schenkung: Rente versus Geldbetrag Beispiel:* Vater (65 J.) möchte seinem Sohn (40 J.) einen Betrag in Höhe von 900.000 EUR schenken. Sollte er den Geldbetrag oder eher eine Rente

Mehr