Die PSA-Diskussion ist Ende letzten Jahres durch die Vernehmlassung

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1 MEDIZIN AKTUELL PSA-Test in der Diskussion Eine Kontroverse, die keine ist! Franz Recker, Maciej Kwiatkowski, Aarau Nach ausführlichen Diskussionen über den Stellenwert der PSA basierten Prostatakrebs-Früherkennung kristallisiert sich die individuelle Vorsorge beim Mann im Risikoalter nach Aufklärung über Vor- und Nachteile heraus. Die neu verfügbaren Langzeitdaten unterstützen den vermehrten Einsatz von Risiko-Tools und helfen, weg von der wiederholten Früherkennung für jeden, hin zu einer Gesundheitsvorsorge für Risikoträger zu kommen. Die PSA-Diskussion ist Ende letzten Jahres durch die Vernehmlassung der United States Preventive Services Task Force (U.S.PSTF) und ein Medical Board in der Schweiz neu entfacht. Die Statements beider Boards beruhten insbesondere auf gesundheitsökonomischen Überlegungen und basierten zudem auf vorläufigen, schwieriger zu interpretierenden Studienergebnissen. Zwischenzeitlich haben die Autoren der amerikanischen PLCO-Studie, auf die sich insbesondere die Empfehlungen der U.S.PSTF bezogen und die initial den Benefit des Prostatakrebs-Screening verneinten [1], dargelegt, dass ihre Studie diese Fragestellung nicht beantworten kann [2]. Hingegen bestätigte die neue zweite vorläufige Auswertung der europäischen Studie ERSPC mit Schweizer Beteiligung nach elf Jahren im NEJM 2012 den Benefit der Vorsorge, zeigte aber auch das Problem der Überdiagnostik und -therapie [3]. Es kristallisiert sich als «common sense» das individuelle Vorsorgegespräch mit deutlicher Aufklärung über Risiko, Diagnostik und Therapie inkl. Nebenwirkungen beim Mann im Risikoalter zwischen 50 und 70 Jahren heraus. Aufgrund des jetzt verfügbaren ausgiebigen Langzeitdatenpools zeigt sich, dass der Stellenwert des PSA auch als Risikostratifizierer für die langfristige Entwicklung eines Prostatakarzinoms zu sehen ist weg von einer wiederholten Früherkennung für jeden, hin zu einer Vorsorge für Risikoträger. Niedrige PSA-Werte erlauben, bei rund 75% der Männer die PSA-Kontroll-Intervalle deutlich zu verlängern (3 8 Jahre). Ausserdem können Risikokalkulatoren der ERSPC die Anzahl der notwendigen Biopsien zur Entdeckung eines Karzinoms um 30% reduzieren. Die Verhinderung der Übertherapie durch vermehrte «active surveillance» ist ebenfalls wesentlich. Die weiteren Auswertungen der ERSPC mit laborchemischen und epigenetischen Untersuchungen versprechen, wesentlich zu einem «intelligenteren» PSA-Einsatz beizutragen. Abb. 1 PSA-getestete Männer ( 1x/Jahr; %) Hintergründe der U.S.PSTF-Vernehmlassung Die Entscheidung der U.S.PSTF im letzten Oktober zur Herabstufung der Prostatakrebsvorsorge ist aufgrund der ökonomischen Belastung und des absoluten PSA-«Missbrauchs» in den USA durchaus nachvollziehbar. Knapp die Hälfte der amerikanischen Männer zwischen 70 und 80 Jahren ohne Vorsorgeperspektive sowie 25% der Männer über 80 Jahren erhalten mindestens 1-mal jährlich eine PSA Bestimmung [4] (Abb. 1). Hinzu kommt, dass 90% der entdeckten «Low-risk»-Tumoren eine kurative Therapie erhalten, selbst in hohem Alter [5]. Diese Therapien sind zu einem hohen Prozentsatz begleitet von Nebenwirkungen, da 80% der Chirurgen maximal zehn Operationen PSA-Missbrauch in den USA bei über 70-Jährigen Screening validiert Altersgruppe Ausmass des PSA-Missbrauchs im Alter von Jahren 43% (USA) Prof. Dr. med. Franz Recker pro Jahr vornehmen [6]. Insbesondere diese Missstände galt es durch die Vernehmlassung der U.S.PSTF zu unterbinden. Zudem beruhte die Entscheidung vornehmlich auf den vorläufigen Ergebnissen des amerikanischen Prostatakrebsvorsorge-Trials PLCO, der in seiner ersten Auswertung 2009 keinen Unterschied zwischen PSA-Screening- und Kontrollgruppe gefunden hatte [1]. Dieser fehlende Unterschied war aber darauf zurückzuführen, dass schon 44% vor Studieneinschluss (selbst in der Kontrollgruppe) PSA-gescreent waren [7]. Zudem waren 56% in der Kontrollgruppe durch PSA-Tests kontaminiert, sodass in der neuen Publikation des PLCO- Trials 2012 [2] nun richtigerweise festgestellt wird, dass die Studie nur die Frage «jährliches Screening gegen opportunistisches HAUSARZT PRAXIS

2 Tab. 1 Screening/Therapie PSA (14 Jahre) Hugosson J Digital-rektale Untersuchung SPCG4 (DRU) <65 Jahre Bill-Axelson AN Mammografie Nelson HD, Goetsche PC Flexible Kolonoskopie Atkin W Vergleich von Übertherapien* NNS («number needed to screen») NNT («number needed to treat») (8 to treat) ? Implantation Defibrillator 16 ACE-Blocker 210 Betablocker 40 * um ein Leben zu retten Screening = Gelegenheits-Screening» beantworten kann. Insofern bleiben zur Beantwortung der Frage Screening-Benefit versus kein Screening die ERSPC-Studienzentren relevant. Langzeitverlauf der Screening-Daten Die aktuelle im NEJM publizierte Auswertung der ERSPC zeigt eine Zunahme des Screening-Benefits mit längerer Verlaufsbeobachtung von neun auf jetzt elf Jahre [3]. Während der Jahre 10 und 11 betrug die Reduktion des Risikos, an P-Ca zu sterben, in der Screening-Gruppe «over all» 38%. Betrachtet man nur die wirklichen PSA-Teilnehmer, lag sie bei 47%. In Zahlen ausgedrückt, reduzierte sich im Vergleich beider Gruppen die NNS («number needed to screen»), um ein Leben zu retten, von 1400 nach neun Jahren auf 1055 nach elf Jahren. Betrachtet man nur die Männer, die sich realiter einem PSA-Test unterzogen, war die NNS auf 673 zurückgegangen. Die nötige Anzahl an Therapierten, um ein Leben zu retten («number needed to treat», NNT), ging von 48 auf 33 zurück. Der Verlauf der Daten entspricht dem der schwedischen Publikation [8] mit 14 Jahren Nachbeobachtung, bei der die NNT auf acht sank. Die bei Screening-Beginn unter 60-Jährigen zeigten dabei den grössten Benefit. Eindrücklich ist anhand der SEER-Daten auch der Rückgang der Mortalität am Prostatakarzinom in den USA in den 7 letzten 10 Jahren um 39% (Abb. 2) [9], von denen zwei Drittel auf die PSA-Vorsorge zurückzuführen sind. Andere bisher erschienene Studien sind nicht in der Lage, einen Beitrag zur Klärung der Frage des PSA-Screening-Benefits zu leisten [7]. Die «Übertherapie» bei Erkrankungen mit einer langen «lead time» ist ein Phänomen, das der Medizin in vielen Bereichen eigen ist (Tab. 1). So müssen z.b. 210 Patienten mit ACE-Inhibitoren bzw. 10 bis 16 Mammakarzinome behandelt werden, um einen Todesfall zu verhindern. Die Zahl von acht zu Therapierenden beim Prostatakarzinom erscheint hoch, auch wenn das Prostata-Screening eher zu den effektiveren gehört und mit zunehmender Dauer sogar noch effektiver wird. Die berechtigte Frage von Vickers et al. [10] lautet aber dementsprechend: «Warum sollte man Potenzstörungen, Inkontinenz oder Proktitis riskieren für einen Tumor, der evtl. nie die Lebenserwartung beeinflusst hätte oder symptomatisch geworden wäre?» Wenn man den Fokus auf die Verhinderung der Mortalität und Morbidität legt, sind die Thematisierung des individuellen Screenings im richtigen (eher jüngeren) Risikoalter sowie die zukünftige Vermeidung der Übertherapie daher vordringlich anzugehende Probleme. Hinzu kommt, dass die therapeutische Qualität die Nebenwirkungen auf ein absolutes Minimum reduzieren muss. Ein wesentlicher Aspekt der generellen (nicht der individuellen) gesundheitspolitischen Überlegungen ist dabei sicher die Frage, welchen Aufwand die Gemeinschaft aller im Gesundheitssystem für welchen Benefit zu tragen bereit ist. Hier wäre es wesentlich, zunächst den Versuch einer breiten Aufarbeitung der verschiedenen Aufwendungen im Gesundheitssystem und kein «Pick-up» zu unternehmen, um anschliessend Empfehlungen anhand von Wertungen/Vergleichen der jeweiligen «harms and benefits» auszusprechen. Für das Prostatakarzinom-Screening hat die ERSPC diesen Versuch, auch im Hinblick auf die «quality-adjusted life-years (QALYs ) gained», unternommen, der in Bälde publiziert wird. Das PSA ist tot, es lebe das PSA Was ist die Rolle des PSA-Werts (neben der Verlaufsbeobachtung bei 5α-Reduktase-Hemmern sowie bei Therapieindikationen bzw. Verlaufskontrollen des fortgeschrittenen Karzinoms, siehe [11])? Natürlich erfüllt er nicht die Kriterien des spezifischsten Tumormarkers, aber leistet er nicht doch beste Dienste? Etliche Autoren haben dies «kontrovers» diskutiert. Mittlerweile stehen Studien mit mehr als Männern zur Tab. 2 Tumorwahrscheinlichkeit nach Alter und PSA-Cut-off in unterschiedlichem Alter und Beobachtungszeiträumen Autor Alter PSA (ng/ml) Wahrscheinlichkeit Zeitraum (Jahre) Lilja et al., >0,63 81% (fortgeschritten) Lilja et al., >1,6 44% aller P-Ca-Todesfälle Vickers et al., ,9 Nur 0,2% Mortalität 15 ERSPC Schweiz (med. 61) 0,9 Nur 0,3% Gleason-Score 7a 8 ERSPC Schweiz (med. 61) 1,0 1,9 Nur 0,53% Gleason-Score 7a 4 30 HAUSARZT PRAXIS

3 Verfügung, die ein tieferes Verständnis über PSA und seinen Vorhersagewert geschaffen haben und dadurch einen selektiveren Einsatz ermöglichen. In diesem Feld hat das PSA u.a. als Initialuntersuchung eine absolute «Gatekeeper»-Funktion und kann entsprechend «intelligent» genutzt werden. PSA als Risikostratifizierer: Der PSA-Wert ist in der Lage, Risikogruppen für Gesundheitsprogramme bei Männern zu definieren [12] (Tab. 2). Er ist ein klarer Vorhersagewert für die langfristige Entwicklung eines aggressiven Prostatakarzinoms; z. B. konnten Lilja et al. retrospektiv zeigen, dass ein einzelner PSA-Wert, im Alter von Jahren gemessen, das Risiko anzeigt, einen fortgeschrittenen/letalen Prostatakrebs innerhalb von Jahren zu entwickeln. 81% der fortgeschrittenen Tumoren nach Jahren hatten im frühen Alter bis 50 Jahren einen PSA-Wert über 0,63 ng/ml [12]. 44% aller Krebstoten wiesen in diesem Alter einen PSA-Wert über 1,6 ng/ml auf [13]. Dies definiert deutlich Risikogruppen, denen eine intensivere Verlaufsbeobachtung (2-jährlicher Test) empfohlen werden sollte. Umgekehrt haben z.b. Männer im Alter von 60 Jahren mit einem PSA-Wert unter 1,0 ng/ml nur ein Risiko von 0,2%, im Alter bis zu 85 Jahren an einem Prostatakarzinom zu sterben [14]; das PSA ist damit prädiktiver als die familiäre Vorgeschichte. Die Schweizer ERSPC-Daten für 55- bis 69-Jährige (medianes Alter 61 Jahre) zeigen, dass Männer in diesem Altersspektrum mit einem PSA unter 1,0 ng/ml innerhalb von acht Jahren praktisch kein aggressives Karzinom entwickeln (0,53%), d. h. man könnte dieser Gruppe den PSA-Test vorsichtigerweise für sechs bis acht Jahre ersparen. Immerhin macht diese Gruppe die Hälfte aller Männer im Risikoalter aus, mit entsprechender Aufwandsreduktion. Männer mit PSA-Werten zwischen 1,0 und 1,99 ng/ml (med. 61 Jahre) entwickeln innerhalb von vier Jahren nur marginal (0,30%) ein aggressives Karzinom. Damit ist es ebenfalls erlaubt, die PSA-Intervalle entsprechend auf drei bis vier Jahre auszudehnen. Immerhin sind dies weitere 25% der Risikobevölkerung, denen eine regelmässige PSA-Kontrolle erspart werden kann. Diese Schweizer Daten erlauben, von der Früherkennung für jeden hin zu einem Gesundheitsprogramm für Risikoträger zu kommen, ähnlich der Kolonoskopie; d.h. der PSA-Wert ist dadurch ein äusserst informativer und kostengünstiger Risikoparameter [14 17]. Männern mit PSA-Werten zwischen 2,0 und 3,0 ng/ml sollte bei individuellem Screening-Wunsch eine jährliche PSA- Bestimmung im Risikoalter empfohlen werden. Wesentlich ist, dass diese epidemiologischen Schweizer Daten für den europaweit bevorzugten PSA-Test (Abbott Axym Assay) erhoben worden sind. PSA als Parameter in Risikobeurteilungsprogrammen: Das PSA ist in der Lage, relevante Prostatakarzinome in einem Frühstadium zu erfassen. Es gibt kein Karzinom, das nicht PSA ausschüttet. Im Schweizer Arm der ERSPC hatten von 5000 Männern 14,9% einen Wert über 3,0 ng/ml und damit eine Abb. 2 Tab. 3 Zeitpunkt Risikohinweis Benefit Nebenwirkungen bei Bejahung Vorsorge Krebsmortalität in den USA Reduktion der Prostatakrebssterblichkeit um 39% innerhalb der letzten 10 Jahre Biopsieindikation. Die nur mässige Spezifität bei erhöhtem PSA ist unbestritten. Etwa jeder Vierte bis Fünfte zeigte ein Karzinom, von denen rund zwei Drittel behandlungswürdig waren. Die daraus und aus den niederländischen Daten gewonnenen Erkenntnisse haben den Einsatz des PSA aber weiter spezifiziert und verhindern in Nomogrammen etwa 30% unnötige Biopsien. Der ERSPC-Risiko-Kalkulator 4 zur Biopsieindikation basiert auf digitaler rektaler Palpation, PSA, Thematisierung der Prostatakrebsvorsorge ohne familiäre Anamnese: Jahre mit familiärer Anamnese: Jahre (Lebenserwartung >10 Jahre) häufigster Tumor (ca. 6-8%) zweithäufigste Todesursache maligner Genese (ca. 4%), davon 15% im Alter <65 Jahre Es müssen 7 8 Männer behandelt und 12 diagnostiziert werden, um 1 Leben nach 14 Jahren zu retten; Benefit in jüngeren Jahren und mit längerer Lebenserwartung steigend. Operation (ED 35 80%, Inkontinenz <5%, u. a. operateurabhängig) Bestrahlung (ED 41 80%, irritative Miktion <10%, Rektumläsion <5 8% ) kontrollierte Beobachtung (psychische Belastung?) PSA (cave: nicht bei klinischer Entzündung), DRU; Gewebsprobe ab PSA 3,0 ng/ml oder besser individuell a) ERSPC-Risikokalkulator 4: b) PLCO Calc/Pages/uroriskcalc.jsp ED: erektile Dysfunktion, DRU: digital-rektale Untersuchung HAUSARZT PRAXIS

4 transrektalem Ultraschall und Prostatavolumen. Der für die Diagnostik aussagekräftige amerikanische PCPT Risk Calculator bestimmt anhand der Kriterien Alter, Rasse, PSA, familiäre Vorgeschichte, rektale Palpation und evtl. vorhergegangene Biopsie auch die Wahrscheinlichkeit, einen sog. aggressiven «high-grade cancer» zu haben. Beide im Internet verfügbaren (siehe Kasten) Risikobeurteilungsprogramme basieren auf mehr als 5800 Patienten und reduzieren die Anzahl der Biopsien drastisch [13]. Findet sich ein Karzinom in der Biopsie, entscheiden Nomogramme mit PSA, histologische Gleason-Score-Einteilungen und volumetrische Angaben über eine Therapiewürdigkeit [18]. Auch hier ist eine Reduktion der Behandlungen durch kontrollierte Beobachtung («active surveillance») möglich (bis zu 25 35%). Die SGU hat zu deren Erfassung im letzten Jahr eine entsprechende Datenbank für Active-Surveillance-Pa tienten ins Leben gerufen (SIPCAS). Das bedeutet, der PSA-Wert wird vermehrt in der individuellen Risikokalkulation eingesetzt, was einerseits Überdiagnosen und andererseits Überbehandlungen reduziert, aber den Behandlungswürdigen rechtzeitig erfassen lässt. Zudem zeigt sich, dass die PSA-Isoformen p2psa und ihre Derivate sowie hk2 in Zukunft ebenfalls zur Erkennung der aggressiveren Tumore beitragen werden [19, 20]. Zusätzlich muss erwähnt werden, dass bei klinischem Verdacht auf eine Prostataentzündung die Bestimmung des PSA unnötig und irreführend ist. Sie sollte erst nach längerem asymptomatischen Zustand (nach 2 4 Monaten) erfolgen, da sie zu Falschannahmen führt. Aufklärung zur Prostatakrebsvorsorge Die Thematik der Prostatakrebsvorsorge erfordert ein ausführliches Aufklärungsgespräch und/oder eine intensivere Beschäftigung des Mannes im Risikoalter mit der Thematik. Dabei sind die in Tab. 3 enthaltenen Kernpunkte auszuführen. Der Interessierte kann auch eine Kurz- bzw. Intensivbeschreibung auf den Webseiten der Schweizerischen Gesellschaft für Urologie (SGU), der ERSPC (SWOP) sowie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) erhalten (siehe Kasten). Prof. Dr. med. Franz Recker Chefarzt Urologische Klinik und Leiter Prostatazentrum Kantonsspital Aarau AG 5001 Aarau ONLINE-TIPPS «Informed consent»: Infoblatt SGU: IMG/pdf/informationen_zur_prostatakrebsvorsorge.pdf Infoblatt SGU (Kurzfassung): pdf/information_an_interessierte_prostatakrebs-vorsorge.pdf «Risk. Calculator 4» der ERSPC (SWOP) zur Biopsieindikation: PCPT Risk. Calculator: Pages/uroriskcalc.jsp Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ): prostatakrebs/psa-test-frueherkennung.php FAZIT FÜR DIE PRAXIS «Aktueller Stand des Irrtums»: PSA ist nur zur individuellen Vorsorge und nicht zum Massen- Screening einzusetzen. Die Vorsorge ist bei familiärer Belastung ab 45, sonst ab 50 bis ca. 70 Jahren zu thematisieren. Risiken, diagnostisches und therapeutisches Prozedere inkl. Nebenwirkungen sind zu besprechen, bevor die Blutabnahme erfolgt. Risiko-Tools mit PSA-Einschluss helfen, von der Früherkennung für jeden hin zur Gesundheitsvorsorge für wenige zu kommen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass eine initiale Bestimmung im Alter von Jahren mit einem Level über 0,63 ng/ml darauf hinweist, dass der Patient innerhalb von Jahren einen fortgeschrittenen/letalen Tumor entwickeln wird, d.h. diese kleinere Gruppe sollte in kürzeren Intervallen (z.b. ini tial 1- bis 2-mal jährlich) kontrolliert werden. Die schwedischen Daten zeigen, dass Männer in jüngeren Jahren (50 plus) durch Vorsorge eine grössere Mortalitätsreduktion haben als Männer an der Obergrenze von 70 Jahren. Einerseits besteht eine Mortalitätsreduktion von ca. 50% nach 14 Jahren durch Screening (NNT 8), andererseits findet sich das bei jeder Art von Vorsorge immanente Problem der Überdiagnostik und Übertherapie. Da PSA ein Risikostratifizierer ist, kann die Überdiagnostik bei (med. 61)-Jährigen reduziert werden durch a) Verlängerung des Kontrollintervalls auf 6 8 Jahre, wenn PSA <1,0 ng/ml (50% aller Männer im Risikoalter), b) Verlängerung des Kontrollintervalls auf 3 4 Jahre, wenn PSA 1,0 1,9 ng/ml (25% aller Männer im Risikoalter), c) Einsatz des ERSPC-Risiko-Kalkulators 4, wenn PSA >3,0 ng/ ml, d) Einsatz des PCPT Risk. Calculator, wenn PSA >4,0 ng/ml. Die Übertherapie kann vermieden werden durch Einsatz der kontrollierten Beobachtung («active surveillance») bei niedrigmalignen Tumoren. Gesundheitsökonomische Betrachtungen inkl. der Auswirkungen der Gesundheitsstrategien auf die Lebensqualität der Betroffenen treten in Zukunft vermehrt in den Mittelpunkt. Eine diesbezügliche Publikation der ERSPC («QA- LYs gained») erscheint in Kürze. Literatur: 1. Andriole GJ, et al.: N Engl J Med 2009; 360: Andriole GJ, et al.: J Natl Canc Inst 2012; 104: Schröder FH, et al.: N Engl J Med 2012; 366: Drazer MW, et al.: J Clin Oncol 2011; 29: Cooperberg MR, et al.: J Urol 2007; 178 (3 Pt 2): Savage CJ, et al.: J Urol 2009; 182: Kwiatkowski M, et al.: Eur Urol 2012; 61: Hugosson J; et al.: Lancet Oncol 2010;11, Jemal A, et al.: CA Cancer J Clin 2010; 60: Vickers AJ, et al.: Annu Rev Med 2012; 63: Gasser T, et al.: Schweiz Med Forum 2012; 12: Lilja H, et al.: Cancer 2011; 117: Lilja H, et al.: J Clin Oncol 2011; 29 (Suppl.): Abstr Vickers AJ, et al.: BMJ 2010; 341: c Zhu X, et al.: Eur Urol 2012; 61: Schröder FH, et al.: J Urol 2009; 181: Robool MJ, et al.: Eur Urol 2010; 57: Steyerberg EW, et al.: J Urol 2007; 177: Guazzoni G, et al.: Eur Urol 2012; 61: Vickers AJ, et al.: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2011; 20: HAUSARZT PRAXIS

5 In einem Schritt vorwärts bei der Behandlung der BPH Rasche, überlegene* und lang anhaltende Symptomverbesserung1 In einer Kapsel, einmal täglich Kassenzulässig von Anfang an Talstrasse 3 5, 3053 Münchenbuchsee, Tel , Fax BPH = Benigne Prostatahyperplasie * Gegenüber den Monotherapien mit Tamsulosin oder Dutasterid 1 Roehrborn GC et al. The effects of combination therapy with dutasteride and tamuslosinon clinical outcomes in men with symptomatic benign prostatic hyperplasia: 4-year results from the CombAT study. European Urology 2010; 57: CombAT-Studie: Vergleich zwischen Dutasterid 0,5 mg, Tamsulosin 0,4 mg und der freien Kombination Dutasterid 0,5 mg / Tamsulosin 0,4 mg. Die Bioäquivalenzstudie zeigte zwischen der freien Kombination und der Fixkombination eine vergleichbare Bioverfügbarkeit. Duodart (Dutasterid / Tamsulosin) I: Ist als Kombinationstherapie indiziert zur Behandlung von moderaten bis schweren Symptomen einer benignen Prostatahyperplasie (BPH). Duodart verringert das Risiko einer akuten Harnverhaltung sowie den Bedarf für einen operativen Eingriff bei Patienten mit moderaten bis schweren Symptomen der BPH. D: Die empfohlene Dosierung beträgt 1 täglich 1 Kapsel (0,5 mg / 0,4 mg). KI: Frauen, Kinder und Jugendliche, sowie bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil des Präparates oder anderen 5a-Reduktase-Hemmern. Orthostatischer Hypotonie in der Anamnese. Schweren Leberfunktionsstörungen. WV: Der Kontakt mit defekten Kapseln sollte gemieden werden. Duodart führt innerhalb von 6 Monaten zu einer Senkung der PSA-Serumspiegel um ungefähr 50 % (bei PSA-Basiswerten von 1.5 bis 10 ng / ml). Das Verhältnis zwischen freiem und Gesamt-PSA bleibt unter der Einwirkung von Duodart unverändert. Eine orthostatische Hypotonie kann in seltenen Fällen zur Synkope führen. Bei einigen Patienten wurde während Kataraktoperation ein «Floppy Iris»-Syndrom (IFIS) beobachtet. Duodart wurde bei Patienten mit Schluckstörungen nicht untersucht. IA: Bei kombinierter Anwendung von Duodart mit Cimetidin ist Vorsicht geboten. UW: Am häufigsten beobachtet: Schwindel, Impotenz, Nachlassen der Libido, Ejakulationsstörungen, Brustveränderungen. P: Packungen zu 7*, 30* und 90* Kapseln zu 0,5 mg / 0,4 mg. VK: B. *kassenzulässig. Ausführliche Angaben entnehmen Sie bitte dem Arzneimittel-Kompendium der Schweiz (www.documed.ch).»

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