Grundwissen 5. Klasse

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1 Grundwissen 5. Klasse 1. Grundgebete 1. Vater unser Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen 2. Avemaria Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

2 2. Wie Menschen sich Gott vorstellen Abraham begegnet dem einen Gott Wissen über Abraham den Stammvater Israels: 1. Der Name Abraham bedeutet Vater der Menge 2. Gott schloss mit Abraham einen Bund 3. Die Opferung Isaaks sollst du in Grundzügen frei erzählen können (Gen 22,1-19). 4. Anhand der Opferungsgeschichte Isaaks kannst du begründen, dass Gott kein Menschenopfer will (Menschenopfer waren aus Nachbarreligionen bekannt), sondern ein Opfertier. Mehrgottglaube (= Polytheismus) ist die religiöse Verehrung einer Vielzahl von Göttern. Eingottglaube (= Monotheismus) bezeichnet Religionen, die an einen allumfassenden Gott glauben. 3. Die Bibel: Erfahrungen unseres Glaubens in einem Buch Die Reihenfolge und Namen und Abkürzungen der 4 Evangelisten im Neuen Testament: Matthäus - Mt Markus - Mk Lukas - Lk Johannes - Joh 4. Gott zeigt sich neu: Jesus von Nazareth und seine Botschaft Wissen über Jesus: - Geburtsort Jesu: Betlehem - Kreuzinschrift INRI, bedeutet übersetzt: Jesus von Nazareth (Wohnort), König der Juden

3 5. Unsere Kirchen Ortszeichen weltweiten christlichen Glaubens Benehmen in der Kirche: Die sakrale Atmosphäre des heiligen Ortes achten: - Mütze absetzen (nur Buben) - Kreuzzeichen mit Weihwasser - Kniebeute vor dem Allerheiligsten - sich ruhig verhalten - kein Konsum von Nahrungsmitteln

4 Grundwissen 6. Klasse 1. Zwischen Leistungserwartungen und Erlebniswelten: eigene Orientierung finden Die 3 wichtigsten kirchlichen Feste: 1. Ostern (hier wird die Auferstehung Jesu gefeiert) 2. Pfingsten (Geistsendung an die Jünger) 3. Weihnachten (die Geburt des Herrn) 2. Menschliche Macht unter dem Anspruch Gottes: Könige in Israel Die Geschichte Kampf Davids gegen Goliath sollst du in Grundzügen erzählen können (1 Sam 17,1 54) Die 3 ersten Könige Israels: - Saul - David - Salomon 3. Aus dem Dunkel zum Licht: Jesus gibt Hoffnung in Leid und Tod Aufbau der Karwoche in der richtigen Reihenfolge: - Palmsonntag - Gründonnerstag - Karfreitag - Karsamstag - Ostersonntag

5 Die Bedeutung der Apostel Petrus und Paulus: - Petrus = der von Christus eingesetzte Fels der Kirche. - Paulus = der Völkerapostel (Missionsreisen) Grundwissen 7. Klasse 1. Im Sichtbaren wird Unsichtbares gegenwärtig Symbole und Sakramente Die sieben Sakramente: Taufe, Beichte, Eucharistiefeier, Firmung, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung Das Glaubensbekenntnis: Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben, Amen. 2. Mit dem Evangelisten Markus von einer besseren Welt erzählen

6 Erkläre den Begriff Gleichnis : Gleichnisse sind bildhafte Erzählungen, mit denen Jesus seinen Zuhörerinnen und Zuhörern die Botschaft vom Reich Gottes nahe bringen wollte. Darin erzählte er von alltäglichen Erfahrungen, die den Menschen bekannt waren und verglich sie mit der Botschaft vom Reich Gottes. Zum Beispiel: - Gott ist wie ein guter Vater, der seinen heimkehrenden Sohn umarmt. - Er geht den Menschen nach, wie der Hirte dem verlorenen Schaf. - Das Reich Gottes wächst aus kleinen, unscheinbaren Anfängen, so wie ein Senfkorn. 3. Der Islam: Begegnung mit Muslimen in unserer Gesellschaft Grundbegriffe des Islam: - Mohammed ( n. Chr.): Gründer der islamischen Religion. - Koran: Heilige Schrift der Moslems. - Moschee: Gotteshaus der Moslems. - Mekka: Wallfahrtsort der Moslems. - Ramadan: Der Fastenmonat der Moslems.

7 Grundwissen 8. Klasse 1. Gottes Schöpfung Gabe und Aufgabe für den Menschen - Die naturwissenschaftliche Sicht der Wirklichkeit bemüht sich um eine Welterklärung. Es werden Erkenntnisse über die Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen gesammelt. Die wesentliche Fragestellung lautet: Wie funktioniert etwas? - Die bibeltheologische Sicht der Wirklichkeit bemüht sich um eine Weltdeutung. Ursprungserzählungen, Mythen, Bilder und Symbole sollen helfen, Antworten auf Grundfragen des menschlichen Lebens zu finden. Die wesentliche Fragestellung lautet: Welcher Sinn steckt dahinter? 2. Heilssehnsucht: Ringen um das ewige Leben im Reformationszeitalter Eckpunkte der Reformation: - Martin Luther (um 1500): Seine 95 Thesen gegen den Ablass ( ) gaben den Anstoß für die Reformation. - Ablass: Mit dem 16. Jahrhundert wurde der Ablass als bequeme Geldquelle für die Kirche missbraucht. Mit dem Kauf eines Ablassbriefes glaubte man, das ewige Heil erwerben zu können. - Grundfrage der Reformation: Wie kann der sündhafte Mensch vor dem gerechten Gott bestehen? Antwort von Luther: Rechtfertigung (Erlösung) ist ein unverdientes Geschenk Gottes an den gläubigen Menschen. - Katholische Gegenposition: Rechtfertigung (Erlösung) ereignet sich durch die Gnade Gottes und die tätige (aktive) Mitwirkung des Menschen (durch gute Werke). Zentrale kath. Eigenheiten im Unterschied zum Protestantismus: - Die evangelische Kirche lehrt: Grundlage unserer Glaubenslehren ist allein die heilige Schrift.

8 - Die katholische Kirche lehrt: Grundlage unserer Glaubenslehren sind die heilige Schrift und die Tradition (Glaubenslehren, die im Laufe der Kirchengeschichte als wahr erkannt worden sind). - In der katholischen Kirche ist die Sukzession (d.h. die ununterbrochene Kontinuität der Bischöfe von den Aposteln bis heute) bewahrt, in der evangelischen Kirche nicht. - Die katholische Kirche praktiziert, im Gegensatz zur evangelischen Kirche, die Marienund Heiligenverehrung.

9 Grundwissen 9. Klasse: 1. Exodus, Dekalog und Propheten: Gott schenkt Freiheit und fordert Gerechtigkeit - Buch Exodus: Weg aus der Versklavung in die Freiheit: Die Israeliten erfahren JHWH als Gott, der sie aus der Knechtschaft Ägyptens in die Freiheit führt. - Die Grundzüge der Geschichte des brennenden Dornbuschs kennen (vgl. Ex 3,1-17) - Gottesbild: Gott stellt sich auf die Seite der Unterdrückten ( Befreiungstheologie) Bedeutung des Namens Gottes kennen: JHWH (gesprochen Jahwe oder Jachwe ): Der Ich-bin-da = ich war da, bin da, werde da sein - Die zehn Gebote kennen (Fachbegriff Dekalog = Zehnwort): 1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. 3. Gedenke, dass du den Sabbat heiligst. 4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. 5. Du sollst nicht morden. 6. Du sollst nicht ehebrechen. 7. Du sollst nicht stehlen. 8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. 9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut. 10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Der ersten drei Gebote regeln das Miteinander mit Gott, die letzten sieben Gebote das Miteinander in der Gesellschaft - Die Propheten mahnen immer wieder zur Rückkehr zu JHWH (Elija), d.h. zur Einhaltung der Gebote. Dabei kritisieren sie die Mächtigen (Natan) und fordern Gerechtigkeit (Amos) ein. Sie leiden aber auch unter der Last ihrer Berufung (Jeremia). Auch in unserer Zeit sind prophetische Menschen Mahner gegen Ausbeutung und Unterdrückung (M.L. King, Erzbischof Romero). (Einen biblischen Propheten musst du kennen)

10 2. Das Judentum: Weltreligion und Wurzel des Christentums - Begriffsklärungen: Tora ( Weisung ). Hl. Schrift der Juden Pessach oder Pas-cha: zentrales Fest der Juden, erinnert an den Auszug aus Ägypten Synagoge: Gebetshaus der Juden Sabbat: Feiertag der Juden, beginnt mit Sonnenuntergang am Freitag, endet mit Sonnenuntergang am Samstag (vergleichbar mit dem christlichen Sonntag) Bar (Jungen) / Bat (Mädchen) Mitzwa: Begriffe bezeichnen einerseits den Status des religionsmündigen jüdischen Jugendlichen, andererseits den Tag, an dem dieser die Religionsmündigkeit erwirbt, und die oft damit verbundene Feier. Pogrom: gewaltsame, auch organisierte Massenausschreitung gegen Mitglieder religiöser, nationaler, ethnischer oder andersartig definierter Minderheiten oder Gruppen einer Bevölkerung, oft verbunden mit Plünderungen und Misshandlungen sowie Mord oder Genozid. - Bedeutung Jesu: Für Juden ein Prophet ( Bruder Jesus ), für Christen der Messias, der Erlöser

11 Grundwissen 10 Klasse: 1. Gewissen konkret: Verantwortung für das Leben übernehmen Begriffserklärung Euthanasie: griech. guter/leichter Tod; steht für Sterbehilfe (aktiv, passiv, indirekt, mitmenschlich) im Holocaust für das Ermorden so genannten lebensunwerten Lebens, wie zum Beispiel geistig und körperlich Behinderte 2. Leben an der Grenze: Tod und Jenseitserwartungen Die Jenseitsvorstellung im Christentum, Judentum und Islam kennt nach dem Tod eine Auferstehung und ein personales Leben bei Gott. - Himmel: im übertragenen Sinn umschreibt dieses Wort die Wohnung Gottes; als Jenseitsvorstellung meint Himmel eine lebendige und persönliche Beziehung zu Gott - Hölle: meint nicht so sehr einen bestimmten Ort, sondern die Situation dessen, der sich frei und endgültig von Gott entfernt hat und die Gemeinschaft mit ihm ablehnt - Fegefeuer: meint keinen Ort, sondern einen Zustand der Reinigung, um die volle Seligkeit zu erlangen 3. Jesus der Christus: Eckstein unseres Glaubens Die Bergpredigt (Mt 5-7) bildet den Kern der Botschaft Jesu und weist hinauf eine neue Welt (Reich Gottes) und auf Gottes Gerechtigkeit (z. B. Feindesliebe (Mt 5,43-48), Reichtum (Mt 6,19-34)), an der die Christen schon in dieser Welt mitbauen dürfen. 4. Christentum im Pluralismus von Religionen und Kulturen Der Hinduismus ist geprägt durch das Kastenwesen, die Lehre von der Wiedergeburt und der Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Er ist außerdem eine polytheistische Religion.

12 Im Gegensatz zum Hinduismus hat der Buddhismus einen Gründer (Gautama Siddhartha; Buddha), dessen Leben durch die Suche nach der Selbsterlösung (Überwindung des Leids) geprägt war. Der Buddhismus kennt keine Gottheit(en). Vielfältige Ansätze (z. B. Friedensgebet in Assisi, Projekt Weltethos ) versuchen mit dem Hinduismus und Buddhismus in einen fruchtbaren Dialog einzutreten.

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