Ein Engagement der betapharm. Prostatakrebs. & Soziales. INFINITY_fotolia.com

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Ein Engagement der betapharm. www.betacare.de. Prostatakrebs. & Soziales. INFINITY_fotolia.com"

Transkript

1 Ein Engagement der betapharm Prostatakrebs & Soziales INFINITY_fotolia.com

2 Michael Ewers Liebe Leserin, lieber Leser, der vorliegende Ratgeber Prostatakrebs & Soziales thematisiert die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Obwohl so verbreitet, ist der Umgang damit schwierig und mit Tabus belegt, denn Prostatakrebs betrifft die Intimsphäre. Gute Informationen können den Umgang mit der Erkrankung erleichtern. Neben einem verständlichen Überblick über die Behandlung geht es vor allem um hilfreiche Informationen für den Alltag sowie um sozialrechtliche Fragen: Wie lange gibt es Krankengeld? Wie können finanzielle Engpässe überbrückt werden, wenn das Gehalt ausfällt oder die Rente nicht mehr reicht? Welche Heil- und Hilfsmittel gesteht die Krankenkasse zu? Was muss der Patient zuzahlen und wann gibt es Zuzahlungsbefreiungen? betapharm setzt sich seit Jahren aktiv für eine verbesserte Versorgungsqualität im Gesundheitswesen ein. Aus diesem Engagement heraus hat sich betacare das Wissenssystem für Krankheit & Soziales entwickelt, welches Antworten auf alle sozialen Fragen rund um eine Krankheit bietet. Mit herzlichen Grüßen Michael Ewers Geschäftsführer betapharm & beta Institut Weitere Informationen sowie alle bisher erschienenen Ratgeber finden Sie auch unter Mehr über das soziale Engagement und die Produkte der betapharm Arzneimittel GmbH finden Sie unter

3 Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung 2 Prostatakrebs 3 Kurzinfo zur Krankheit 4 Früherkennung 5 Begleit- und Folgeerkrankungen 7 Selbsthilfe 10 Behandlung 11 Operation 12 Bestrahlung 13 Hormontherapie 13 Strahlen- und Chemotherapie bei Metastasen 15 Alternative Therapien 15 Abwarten und Beobachten 16 Arbeitsunfähigkeit und finanzielle Absicherung 17 Arbeitsunfähigkeit 18 Entgeltfortzahlung 19 Krankengeld 20 Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit 26 Arbeitslosengeld II und Sozialgeld 28 Übergangsgeld 28 Erwerbsminderungsrente 31 Altersrente für Schwerbehinderte 33 Sozialhilfe 35 Wohngeld 38 Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung 39 Übersicht über Zuzahlungen 40 Zuzahlungsbefreiung bei Erreichen der Belastungsgrenze 42 Zuzahlungsbefreiung für chronische Kranke 45 Hilfsmittel und Heilmittel 47 Hilfsmittel bei Impotenz 48 Hilfsmittel bei Inkontinenz 49 Hilfsmittel Kostenübernahme 50 Heilmittel 51 Heilmittel Kostenübernahme 53 Rehabilitation und Nachsorge 55 Rehabilitation 56 Medizinische Rehabilitation 56 Onkologische Nachsorgeleistung 60 Anschlussheilbehandlung 61 Berufliche Reha 63 Stufenweise Wiedereingliederung 64 Nachsorge 66 Schwerbehinderung 67 Schwerbehindertenausweis 69 Grad der Behinderung 70 Merkzeichen 71 Nachteilsausgleiche 72 Partnerschaft und Sexualität 77 Impotenz (erektile Dysfunktion) 78 Psychoonkologie 82 Psychotherapie 83 Kinder krebskranker Eltern 85 Ernährung, Sport und Freizeit 89 Ernährung 90 Bewegung und Sport 92 Reha-Sport 94 Urlaub 95 Patientenvorsorge 99 Gründe und Argumente 101 Patientenverfügung 101 Vorsorgevollmacht 103 Betreuungsverfügung 104 Formales 105 Hilfen im fortgeschrittenen Stadium 107 Pflege: Hilfen der Pflegekasse im Überblick 108 Pflegeantrag 110 Pflegestufen 111 Angehörige pflegen zu Hause 113 Hilfen bei der Pflege von außen 117 Häusliche Krankenpflege 120 Vollstationäre Pflege im Heim 121 Palliativversorgung 122 Anhang 125 Adressen 126 Leitlinien 127 Bücher und Broschüren 127 Impressum 129 1

4 Vorbemerkung Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist ein bösartiger Tumor an der Prostata und die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Männern. In Deutschland erkranken etwa Männer pro Jahr daran. Die Betroffenen sind selten jünger als 45, mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung zu. Krebs ist immer eine bedrohliche Diagnose auch wenn relativ viele Patienten mit Prostatakrebs geheilt werden oder aber viele Jahre damit leben können. Tatsache ist, dass jeder weiß, dass Krebs nicht immer heilbar ist. Diese Bedrohung ist real und der Umgang damit ist individuell verschieden: faktenorientiert, offensiv, kämpferisch, bisweilen mit Humor, sachlich, jeder Mann wird seinen Weg damit finden. Dieser Ratgeber will dabei mit sachlicher Information begleiten. Die besondere Belastung bei Prostatakrebs ist, dass er den Intimbereich betrifft und dass auch die Behandlung einschneidende Folgen wie Inkontinenz, Impotenz und sexuelle Lustlosigkeit haben kann. Dieser Krebs kann deshalb auch das männliche Selbstbild, das Selbstbewusstsein, die Partnerschaft und die Familie bedrohen. Zu diesen Verunsicherungen und Belastungen kommen oft noch finanzielle, krankenversicherungs- und rentenrechtliche Fragen. Speziell hier möchte dieser Ratgeber helfen, indem er das komplizierte Sozialrecht für Betroffene verständlich erklärt. Aufgrund der unterschiedlichen Behandlungen und persönlichen Lebenssituation der Betroffenen werden nicht alle Kapitel dieses Ratgebers auf jeden Patienten zutreffen. Die Themenauswahl richtet sich danach, welche Fragen erfahrungsgemäß bei Prostatakrebs aufkommen können und welche sozialversicherungsrechtlichen Leistungen von Bedeutung sind. Aus medizinisch-therapeutischer Sicht gibt dieser Ratgeber nur einen kurzen Überblick, soweit dieser nötig ist, um die Auswirkungen der Krankheit zu verstehen. Im Kern informiert er wie alle betacare-ratgeber zu sozialrechtlichen und psychosozialen Themen. Betroffene und Angehörige sollten sich dabei bewusst machen, dass im Sozialrecht Formalitäten wie Voraussetzungen, Anträge und Fristen schwerwiegende Konsequenzen auf mögliche (finanzielle) Leistungen und den Versicherungsschutz haben können. Sie sind deshalb sorgfältig zu beachten. 2

5 goodluz_fotolia.com Prostatakrebs Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Folgen der Krebsbehandlung können Inkontinenz und sexuelle Probleme sein, nicht selten auch psychische Probleme. Selbsthilfegruppen sind hier hilfreiche Anlaufstellen. Viele Männer tauschen sich auch in Internetforen mit Gleichbetroffenen aus. 3

6 Kurzinfo zur Krankheit Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine kastanienförmige Drüse unterhalb der Harnblase des Mannes, die den oberen Teil der Harnröhre wie ein Ring umschließt. Die Prostata bildet ein Sekret, das einen Teil der Samenflüssigkeit ausmacht. Beim Prostatakrebs verändern sich die Prostatadrüsenzellen und vermehren sich unkontrolliert. Es bildet sich ein Tumor, der das umliegende Gewebe zerstört. Diese entarteten Zellen können sich über die Blut- oder Lymphbahnen auch auf andere Organe ausbreiten und dort zu Metastasen (Tochtergeschwülste) führen. Von den Metastasen des Prostatakarzinoms sind vor allem Lymphknoten im Becken und Knochen betroffen, seltener Lunge oder Leber. Prostatatumoren wachsen in der Regel sehr langsam. Häufig sind ältere Männer davon betroffen. Epidemiologie Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut Berlin sind 2010 in Deutschland Männer neu an Prostatakrebs erkrankt. Für 2014 wird mit ca Neuerkrankungen gerechnet. Die Erkrankungshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter. Die stark steigenden Zahlen der letzten Jahre hängen allerdings auch mit einer verbesserten Früherkennung zusammen. Ursachen Die Ursachen für Prostatakrebs sind weitgehend unbekannt. Diskutiert werden als Risikofaktoren eine erbliche Veranlagung, Umweltfaktoren und die Ernährung. Gutartige Veränderungen der Prostata oder Prostataentzündungen stellen kein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs dar. 4

7 Früherkennung Für die Heilung ist es entscheidend, dass der Krebs frühzeitig erkannt wird. Eine Früherkennung ist nur durch Vorsorgeuntersuchungen möglich. Die Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb unumgänglich, weil das Frühstadium der Erkrankung meist symptomlos verläuft. In manchen Fällen kann es zu Blasenentleerungsstörungen kommen. Im fortgeschrittenen Stadium engt die Prostata die Harnröhre zunehmend ein, was sich durch häufigen Harndrang vor allem nachts, Harntröpfeln und Impotenz bemerkbar macht. Wenn der Tumor außerhalb der Prostata weiter wächst, treten zudem Schmerzen im Genitalbereich auf. Oft findet sich Blut im Urin oder Sperma. Auch typische Begleitsymptome von Krebserkrankungen wie Fieber, Nachtschweiß, Abgeschlagenheit, Leistungsknick und ungewollter Gewichtsverlust treten häufig auf. Vorbeugende Maßnahmen sind bisher nicht bekannt. Allgemein anerkannt ist aber, dass eine gesunde Ernährung das Risiko für Erkrankungen ganz allgemein senkt (siehe S. 89). Tastuntersuchung der Prostata Die Krankenkassen bezahlen Männern ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs. Diese beinhaltet eine Tastuntersuchung der Prostata durch den Enddarm (digital-rektale Untersuchung, DRU). Männer, bei denen nahe Verwandte (auch der Mutter) Prostatakrebs hatten, sollten dies mit dem Arzt besprechen und gegebenenfalls bereits früher Früherkennungsuntersuchungen machen lassen. Vorsorgeuntersuchungen Bestimmung des PSA-Werts Eine weitere Vorsorgeuntersuchung ist die Bestimmung des PSA- bzw. des cpsa-werts im Blut. PSA (prostataspezifisches Antigen) ist ein Eiweißstoff, der in der Prostata gebildet wird und im Blut nachweisbar ist. Bei Erkrankungen der Prostata (Entzündungen, gutartige Vergrößerung oder Tumor) wird dieser Stoff vermehrt ins Blut abgegeben. Ein Teil des PSA, das complexierte cpsa, ist besonders bei Prostatakrebs erhöht im Blut. Der cpsa-test wird erst seit einigen Jahren angeboten und ist aussagekräftiger als der PSA-Test. 5

8 Die Kosten für die Bestimmung des PSA- oder auch des cpsa- Werts im Rahmen der Früherkennung werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte IGeL, eine Individuelle Gesundheitsleistung. Das sind Diagnose- und Behandlungsmethoden, die vom Patienten privat bezahlt werden müssen, weil sie nicht zum Leistungskatalog der Krankenkassen gehören. Wenn der Arzt bei der Tastuntersuchung allerdings Veränderungen findet und für die Abklärungsuntersuchung einen PSA-Test veranlasst, dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Ultraschalluntersuchung Als ergänzende Maßnahme kann im Verdachtsfall eine transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS) durchgeführt werden. Bei dieser Untersuchung wird der Ultraschallkopf in den Enddarm eingeführt. Dadurch können Veränderungen des Prostatagewebes festgestellt werden. Biopsie Im Verdachtsfall veranlasst der Arzt außerdem eine Biopsie. Bei einem kleinen operativen Eingriff wird Gewebe aus verschiedenen Prostatabereichen entnommen und anschließend in einem medizinischen Labor untersucht. Der Eingriff erfolgt meist unter örtlicher Betäubung. Diskussion Unumstritten ist, dass Männer Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen sollten. Umstritten ist allerdings in Fachkreisen der tatsächliche Nutzen der gängigen Tastuntersuchung und der PSA-Wert-Bestimmung. Bei der Tastuntersuchung können Tumore je nach Lage gar nicht erkannt werden. Die PSA-Untersuchung ist umstritten, weil hohe Werte auch blinden Alarm auslösen können oder die Werte niedrig sind, obwohl ein Tumor vorhanden ist. Dennoch lässt sich festhalten, dass eine teilweise zielführende Vorsorgeuntersuchung wohl immer noch besser ist als keine. Praxistipps! Der Krebsinformationsdienst (KID) gibt interessierten Männern hierzu viele Informationen und auch Entscheidungshilfen unter psa-test-frueherkennung.php. 6 Ausführliche Informationen und Entscheidungshilfen zur Früherkennung von Prostatakrebs bietet auch die Patientenleitlinie, siehe S. 127

9 Begleit- und Folgeerkrankungen Durch die Behandlung von Prostatakrebs können sowohl körperliche wie auch psychische Begleit- und Folgeerkrankungen auftreten. Folgen einer Operation sind z. B. Inkontinenz, Impotenz oder Lymphödem. Ursache für die Inkontinenz ist das Versagen des Verschlussmechanismus am Blasenausgang. Konsequentes und gezieltes Beckenbodentraining oder eine Elektrostimulationstherapie können diese Störung in vielen Fällen beheben, so dass der Patient die Kontrolle über seine Ausscheidungen wiedererlangt, Näheres siehe ab S. 49. Inkontinenz Sollte Training und Stimulation nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann auch mit operativen Maßnahmen eine Besserung erreicht werden. Nähere Informationen geben der behandelnde Arzt oder Selbsthilfegruppen (Adressen siehe S. 126). Eine Erektion ist ein komplexer Vorgang, bei dem Sinnesreize und Körperfunktionen nahtlos zusammenwirken müssen. Ausgang ist immer ein sexueller Reiz, der im Gehirn des Mannes wahrgenommen wird. Was als erotischer Reiz angesehen wird, ist individuell sehr unterschiedlich. Ein attraktiver Anblick, aber auch Berührungen, Gerüche oder Musik können die Fantasie beflügeln. Impotenz Nimmt das Gehirn einen sexuellen Reiz wahr, sendet es durch Nervenimpulse anregende Signale über das Rückenmark zum Penis. Dieser schwillt dann in einem Wechselspiel zwischen Blutzufuhr und -abfuhr an. Es entsteht eine Erektion. Eine Störung dieses Ablaufs kann zu einer Impotenz (erektile Dysfunktion [ED]) führen. Dies kann körperliche oder/und psychische Ursachen haben. Körperliche Ursachen, die durch die Behandlung von Prostatakrebs bedingt sein können: Schädigung im zentralen oder peripheren Nervensystem (neurogene Ursache) Schädigung bei Blutzufuhr oder Blutabfluss (vaskuläre Ursache) Hormonstörung (endokrine Ursache) 7

10 Durch Operationen an der Prostata können die Erektionsnerven oder die Blutgefäße entfernt oder geschädigt werden. Dadurch kann es vorübergehend zu einer Impotenz kommen. Bei der Entfernung der Erektionsnerven ist sie allerdings dauerhaft. Empfindungen, Lust und Orgasmusfähigkeit bleiben jedoch erhalten. Infolge einer Hormonbehandlung wird das Testosteron unterdrückt Testosteron ist jedoch maßgeblich für den sexuellen Reiz und die Erektionsfähigkeit verantwortlich. Bei einer psychischen Ursache werden bei der Wahrnehmung eines sexuellen Reizes mehr erektionshemmende als erektionsfördernde Nervensignale erzeugt. Psychische Ursachen können z. B. sein: Angst vor der Behandlung, einem Wiederauftreten der Tumors Angst um den Arbeitsplatz, finanzielle Probleme Partnerschaftsprobleme Erschöpfung, Niedergeschlagenheit Versagensängste, unrealistische Erwartungen Depressionen Angst vor dem Tod Prostatakrebs ist eine lebensgefährliche Erkrankung und der Umgang damit verlangt dem Mann und der Partnerin einiges ab. Diese psychische Belastung kann allein oder zusammen mit körperlichen Ursachen eine ED verursachen, verstärken oder verlängern. Nähere Informationen zu den Auswirkungen von Impotenz auf Partnerschaft und Sexualität, zum Umgang damit und zu den Behandlungsmöglichkeiten siehe S. 77. Lymphödem Nach einer Krebsoperation oder Bestrahlung kann es zu einem Lymphödem in den Beinen oder im Hoden kommen. Bei einem ausgeprägten Lymphödem ist dauerhaft eine Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) nötig (siehe S. 52). Lymphödeme können schmerzen und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen dies ist aber, von verschwindend wenigen Ausnahmen abgesehen, nur der Fall, wenn das Ödem nicht kontinuierlich und richtig behandelt wird. Lymphexperten beklagen allerdings, dass bei Ärzten und Therapeuten oft das Spezialwissen für die richtige Therapie fehlt. Wenn sich ein Lymphödem nach längerer Behandlung nicht bessert oder wenn ein Arzt keine Behandlung verschreiben möchte, sollten Betroffene um die Überweisung zu einem Spezialisten bitten. 8

11 Ursache und Folgen Ein Lymphödem ist ein Stau von Lymphflüssigkeit. Das Lymphsystem ist ein über den ganzen Körper verteiltes System von Kanälen und Lymphknoten, das Lymphflüssigkeit, aber auch Erreger, Eiweiß und Stoffwechselreste von außen (Hände, Füße) nach innen transportiert. Das Lymphgefäßsystem mündet in der Nähe des Herzens in das Venensystem. Lymphknoten sind zentrale Kreuzungen im Lymphsystem. Wenn sie nicht mehr vorhanden sind oder nicht mehr richtig funktionieren, kommt der Abtransport der Lymphe in den Bereichen vor dieser Kreuzung ins Stocken. Bei einer Prostatakrebsoperation werden Lymphknoten im Becken entfernt, wenn sie von Tumorzellen befallen sind. Bei einer Bestrahlung kann es sein, dass nahegelegene Lymphknoten und Lymphbahnen durch die Strahlen mit betroffen und beschädigt werden. Die Lymphe staut sich dann und das Bein oder die Beine vor der beschädigten Region oder der Hodensack schwellen an. Weil es sich um eine Folge der Operation oder Bestrahlung handelt, spricht man von einem sekundären Lymphödem. Anfangs ist die Schwellung blass und weich. Ein Fingerdruck tut nicht weh, hinterlässt aber eine Delle. Das Bein fühlt sich oft schwer an, die Beweglichkeit wird im Verlauf immer mehr eingeschränkt. Im fortgeschrittenen Stadium wird die Schwellung immer dicker, das Gewebe infolge von Ablagerungen immer härter, und der Patient bekommt Schmerzen. Zudem erhöht sich die Gefahr von Entzündungen selbst bei kleinen Verletzungen. Wenn Patienten mit Lymphödem Veränderungen bemerken, z. B. Verhärtungen oder Rötungen, sollten sie immer sofort einen Arzt aufsuchen. Weitere Patienteninformationen, auch Adressen von speziell fortgebildeten Therapeuten, bietet der Fachverband Lymphologicum unter Informationen zur Lymphdrainage siehe S. 52. Eine Chemotherapie wird in der Regel begleitet von Übelkeit, Erbrechen, starker Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue) und Haarausfall. Fatigue bezeichnet den absoluten Erschöpfungszustand bei Krebspatienten. Anders als bei üblicher Müdigkeit kann Fatigue nicht durch Schlaf und Erholung überwunden werden. Typische Merkmale sind eine anhaltende körperliche und seelische Erschöpfung und Abgeschlagenheit trotz ausreichender Schlafphasen, schnelle Überforderung, Reizbarkeit und Interesselosigkeit. Fatigue 9

12 Haarausfall Die meisten Patienten leiden während einer Chemotherapie unter teilweisem oder vollständigem Haarverlust. Etwa 4 Wochen nach Ende der zytostatischen Therapie wächst das Haar wieder nach. Aber nicht alle Medikamente, die für eine Chemotherapie eingesetzt werden, führen zu Haarausfall. Die Kosten für Perücken übernehmen die Krankenkassen bei Männern nur in Ausnahmefällen, z. B. bei entstellenden Veränderungen der Kopfhaut. Psychische Beeinträchtigungen Auch psychische Beeinträchtigungen wie Stimmungsschwankungen, Verzweiflung, Ängste, Niedergeschlagenheit, Verlust des Selbstwertgefühls oder ein sozialer Rückzug können Folgen der Krebserkrankung bzw. deren Behandlung sein. Näheres siehe S. 83. Selbsthilfe Vielen Männern fällt es sehr schwer, über die Auswirkungen der Krankheit bis hin zum Sexualleben mit anderen Menschen zu sprechen. Es ist aber wichtig, dass die Betroffenen sich nicht zurückziehen, nicht gesellschaftlich und schon gar nicht innerhalb der Familie und im Freundeskreis. Besonders hilfreich kann der Kontakt zu Gleichbetroffenen über Selbsthilfegruppen und -verbände sein, da das Wissen um die Gleich-Betroffenheit des Gegenübers eine besondere Vertrauensbasis bildet. Der Anschluss an eine Selbsthilfegruppe, der Austausch über Medikamente und deren Nebenwirkungen, über Therapien und den Alltag mit der Erkrankung hilft vielen Betroffenen. Eine Alternative zu Selbsthilfegruppen vor Ort sind Internetforen für Patienten, wo Männer die Möglichkeit haben, anonym zu bleiben. Adressen zu Gruppen und Foren siehe S

13 Xuejun li_fotolia.com Behandlung Art und Stadium des Tumors, das Alter des Patienten sowie dessen individuelle Bedürfnisse sind bei der Auswahl der Therapieform maßgeblich. Selbstverständlich kann hier keine Empfehlung für die eine oder andere Therapieart gegeben werden. Arzt und Patient sollten immer die individuellen Möglichkeiten besprechen und gemeinsam entscheiden. 11

14 Manchmal ist die Kombination aus mehreren Therapien sinnvoll. Einen Überblick über die verschiedenen Therapien bieten auch die Patienten verbände bzw. die regionalen Selbsthilfegruppen (Adressen siehe S. 126). Im Wesentlichen unterschieden werden 3 Stadien des Tumors: Lokal begrenzter Tumor: nur in der Prostata Lokal begrenzt, aber bereits über die Prostata hinausgewachsen Metastasen: Absiedelung des Tumors in andere Körperregionen Operation Die Therapie der Wahl im Frühstadium ist die Entfernung der Prostata durch Operation (Prostatektomie). Auch die Lymphknoten im Becken werden dabei teilweise entfernt. Es gibt verschiedene Operationsmethoden. Voraussetzung für eine Operation ist, dass der Tumor auf die Prostata beschränkt ist und keine Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat. Nebenwirkungen der Operation können Harninkontinenz (niedriges Risiko, siehe S. 7) und Verlust der sexuellen Potenz (Risiko recht hoch, siehe S. 7) sein. Um diese Risiken zu senken, gibt es eine nervenschonende Operationsmethode, bei der aber die Gefahr besteht, dass die Tumorzellen nicht komplett entfernt werden. Über die geeignete Operationsmethode müssen Arzt und Patient miteinander entscheiden. 12

15 Bestrahlung Die Strahlentherapie (Radiatio) kann sowohl von außen als auch von innen erfolgen. Die Strahlung hat das Ziel, die Krebszellen zu zerstören. Die externe (perkutane) Strahlentherapie wird in der Regel in einem ambulanten Therapiezentrum durchgeführt. Für diese Therapie ist keine Betäubung erforderlich. Im Normalfall wird der Patient 5 Mal pro Woche etwa 7 9 Wochen lang behandelt. Externe Strahlentherapie Bei der inneren Strahlentherapie (Brachytherapie) wird radio - aktives Material in die Prostata eingebracht. Innere Strahlentherapie Es gibt zwei Möglichkeiten: LDR-Brachytherapie (low-dose-rate = niedrig dosiert): Seeds (wenige Millimeter große, radioaktiv geladene Metallstifte) bleiben dauerhaft in der Prostata. HDR-Brachytherapie (high-dose-rate = hoch dosiert): Hoch dosiertes radioaktives Material wird nur für eine jeweils vorausberechnete Dauer in die Prostata eingebracht. Afterloading ist der Fachbegriff für diese Methode, die auch mit anderen Therapien kombiniert werden kann. Die Kostenübernahme für die innere Strahlentherapie ist im Voraus mit der Krankenkasse zu klären. Hormontherapie Prostatakrebs ist häufig nicht immer hormonabhängig. Vor allem das männliche Sexualhormon Testosteron begünstigt das Krebswachstum. Der Entzug oder die Blockade von Testosteron kann den Krebs zwar nicht heilen, aber unter Umständen sein Wachstum bremsen und damit die Lebenszeit verlängern. Eine Hormontherapie kann auch das Wachstum von Metastasen an anderen Stellen im Körper bremsen. Es gibt mehrere Arten von Hormontherapien: Unterdrückung der Testosteronproduktion (Kastration) Die geschieht heute meist chemisch durch Gabe von Medikamenten, die verhindern, dass der Körper Testosteron produziert. Nur noch selten erfolgt die chirurgische Kastration durch die operative Ausschälung der Hoden (Orchiektomie). 13

16 Unterdrückung der Testosteronwirkung Eingesetzt werden sogenannte Antiandrogene (Mittel, die gegen männliche Hormone wirken). Sie verhindern, dass das Testosteron das Tumorwachstum fördert, aber der Testosteronspiegel im Blut ist normal. Die maximale Androgenblockade (MAB) ist die Kombination der beiden vorgenannten Methoden. Sie ist wirkungsvoller, aber auch nebenwirkungsreicher. Allerdings verliert der Hormonentzug nach etwa 2 Jahren seine Wirkung, weil Krebszellen mit der Zeit hormonunempfindlich werden. Nebenwirkungen Nebenwirkungen infolge des Testosteronentzugs können z. B. starkes Schwitzen, Gewichtszunahme, Muskelabbau, depressive Stimmungsveränderungen, Impotenz und wenig bis kein sexuelles Interesse sein. Bei Gabe von Antiandrogenen treten weniger Nebenwirkungen auf, am häufigsten ist hier ein Brustwachstum. Therapieansatz Früher wurden Hormontherapien nur durchgeführt, wenn der Krebs bereits fortgeschritten war. Heute werden sie in ver schiedenen Situationen eingesetzt die Entscheidung ist individuell zu treffen: Als alleinige Therapie beim lokal begrenzten Tumor wird die Hormontherapie empfohlen, wenn der Mann nur noch eine geringe Lebenserwartung oder schwere Begleiterkrankungen hat. Bei fortgeschrittenen Stadien mit Metastasen kann die Hormontherapie alleinig oder unterstützend (adjuvant) eingesetzt werden. Eine neoadjuvante Therapie wird etwa 3 Monate lang vor einer Behandlung eingesetzt, am ehesten vor einer Bestrahlungstherapie. Eine adjuvante Therapie wird häufig während oder nach einer Bestrahlung eingesetzt, seltener nach einer Operation. Eine intermittierende Therapie (regelmäßige Unterbrechung der Behandlung soll die Nebenwirkungen phasenweise lindern und verhindern, dass die Krebszellen nicht mehr auf die Hormontherapie ansprechen. 14

17 Strahlen- und Chemotherapie bei Metastasen Metastasen werden üblicherweise durch lokale Strahlentherapie oder die Gabe von radioaktiven Substanzen in die Knochenmetastasen behandelt. Auch kann versucht werden, Tochtergeschwülste mittels Zytostatika (Chemotherapie) zu zerstören. Eine Chemotherapie wird in der Regel begleitet durch Übelkeit, Erbrechen, starke Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue, siehe S. 9) und Haar ausfall (siehe S. 10). Alternative Therapien Alternative Therapien können durchaus wirksam sein, sie sind aber noch nicht ausreichend erprobt und deshalb nicht Teil der offiziellen Leitlinien für die Prostatakrebsbehandlung. Ultraschallwellen entwickeln im Tumor eine Hitze von C. Durch diese Hitze wird das Prostata- bzw. Krebsgewebe zerstört. Die Reste werden vom Körper abgebaut. Das Impotenzrisiko liegt im mittleren Bereich und eine dauerhafte Inkontinenz ist eher selten. Der Ultraschallkopf wird durch den Darm eingeführt, im Allgemeinen ist nur eine Behandlung notwendig. Deshalb ist der HIFU nicht sehr belastend für den Patienten und kann auch bei älteren, an weiteren Krankheiten leidenden Patienten eingesetzt werden. Hochintensiv fokussierter Ultraschall (HIFU) Die Kostenübernahme ist im Voraus mit der Krankenkasse zu klären. Kryotherapie ist die Anwendung extremer Kälte ( gefrieren ), um Zellen zu zerstören. Diese recht junge Methode ist nur bei örtlich begrenztem Tumor eine Behandlungsalternative. Durchgeführt wird die Kryotherapie bei Prostatakrebs unter Vollnarkose von Urologen oder Radiologen unter Aufsicht eines Anästhesisten. Häufige Nebenwirkung ist eine Impotenz. Kryotherapie Die Kostenübernahme ist im Voraus mit der Krankenkasse zu klären. 15

18 Abwarten und Beobachten Abwarten und Beobachten ist zwar keine Therapie, sondern ein Verschieben bzw. Umgehen einer Therapie, kann aber insbesondere bei älteren Patienten in Absprache mit dem Arzt die beste Möglichkeit sein. Folgende Aspekte werden dabei in der Regel abgewägt: Patient hat einen schlechten Allgemeinzustand und die Therapie wäre zusätzlich belastend. Niedrige Hormonaktivität. Der Tumor verursacht keine Beschwerden. Der Tumor ist klein, auf die Prostata beschränkt und wächst nur langsam. Beim Abwarten wird die Tumorentwicklung durch regelmäßige Kontrollen überwacht. Im Bedarfsfall kann dann immer noch eine geeignete Therapie erfolgen. 16

19 Bernd Leitner_fotolia.com Arbeitsunfähigkeit und finanzielle Absicherung 17

20 Arbeitsunfähigkeit Bei Patienten mit Prostatakrebs, die im Berufsleben stehen, kann eine Krankschreibung erfolgen. Die Arbeitsunfähigkeit hängt sehr stark davon ab, in welchem Stadium der Krebs festgestellt wurde und wie intensiv die Behandlung erfolgt. Definition Arbeitsunfähigkeit : Arbeitsunfähigkeit (AU) ist ein durch Krankheit oder Unfall hervorgerufener regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, aufgrund dessen der in der Krankenversicherung Versicherte seine bisherige Erwerbstätigkeit nicht oder nur unter Gefahr der Verschlimmerung des Zustands weiter ausüben kann. Die Arbeitsunfähigkeit (AU) ist Voraussetzung für Entgeltfortzahlung und Krankengeld. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die AU und die voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. An die Krankenkasse muss die AU spätestens nach einer Woche gemeldet sein. Praxistipp! Für einen späteren Anspruch auf Krankengeld ist es wichtig, auf eine lückenlose Krankschreibung durch den Arzt zu achten. Der Anspruch entsteht erst einen Tag nach der ärztlichen Feststellung der AU. Spätestens am letzten Tag der Krankschreibung muss deshalb beim Arzt ein neues Attest ausgestellt werden. Auch das Wochenende zählt bei der Berechnung mit. Ist das ärztliche Attest beispielsweise bis Freitag gültig, ist spätestens an diesem Freitag der Arzt aufzusuchen. Ein Arztbesuch am Montag ist zu spät, denn unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. einer Kündigung vom Arbeitgeber, kann der Anspruch auf Kranken - geld durch eine lückenhafte Krankschreibung verloren gehen. 18

21 Arbeitsunfähigkeit: Welche Hilfen greifen wann? Nachfolgend eine vereinfachte grafische Darstellung, welche Hilfen greifen (können), wenn ein Arbeitnehmer längere Zeit arbeitsunfähig ist. Arbeitsunfähigkeit (Krankmeldung) Seite 18 Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber (in der Regel 6 Wochen) Seite 19 Krankengeld von der Krankenkasse (bis max. 78 Wochen) Seite 20 Aussteuerung aus der Krankenkasse Seite 25 Erwerbsminderungsrente Seite 31 Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit Seite 26 Medizinische Rehabilitation Seite 56 Berufliche Reha Seite 63 Übergangsgeld Seite 28 Entgeltfortzahlung Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall erhalten alle Arbeitnehmer, auch geringfügig Beschäftigte, unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit, sofern sie ein ununterbrochenes Arbeitsverhältnis von 4 Wochen haben. Die Arbeitsunfähigkeit muss dem Arbeitgeber unverzüglich mitgeteilt werden. Die gesetzliche Anspruchsdauer auf Entgeltfortzahlung beträgt 6 Wochen und wird in Höhe von 100 % des üblichen Arbeitsentgelts bezahlt. Falls während einer Arbeitsunfähigkeit eine neue Krankheit auftritt, verlängern sich die 6 Wochen Entgeltfortzahlung nicht. Falls der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung leistet und die Krankenkasse noch nicht zahlt, keine Einkünfte oder kein verwendbares Vermögen zur Verfügung stehen, ist es sinnvoll, sich bezüglich finanzieller Hilfen an das Sozialamt oder die Agentur für Arbeit zu wenden. Wenn gesetzlich pflichtversicherte Patienten über die Zeit der Entgeltfortzahlung hinaus krankgeschrieben sind, bekommen sie Krankengeld. 19

22 Krankengeld Gesetzlich pflichtversicherte Patienten, die länger als 6 Wochen arbeitsunfähig sind oder während der Arbeitsunfähigkeit ihren Arbeitsplatz verlieren, erhalten Krankengeld von der Krankenkasse. Voraussetzungen Das Krankengeld ist eine sogenannte Lohnersatzleistung, d. h. es wird nur gezahlt, wenn nach 6 Wochen kein Anspruch (mehr) auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht. Weitere Voraussetzungen sind: Versicherteneigenschaft zum Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit. Arbeitsunfähigkeit aufgrund Krankheit oder stationäre Behandlung in Krankenhaus, Vorsorge- oder Reha-Einrichtung auf Kosten der Krankenkasse. Es handelt sich immer um dieselbe Krankheit bzw. um eindeutige Folgeerkrankungen derselben Grunderkrankung. Tritt während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit auf, verlängert sich die Leistungsdauer dennoch nicht. Anspruch auf Krankengeld Anspruch auf Krankengeld entsteht: bei Krankenhausbehandlung mit der stationären Aufnahme im Krankenhaus bzw. in Vorsorge- oder Reha-Einrichtungen. bei Arbeitsunfähigkeit mit dem auf die ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit folgenden Tag. Kein Anspruch Keinen Anspruch auf Krankengeld haben: Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie zur Berufsfindung und Arbeitserprobung, die nicht nach dem Bundesversorgungsgesetz erbracht werden; Ausnahme bei Anspruch auf Übergangsgeld (siehe S. 28). Familienversicherte. Bezieher einer vollen Erwerbsminderungsrente, Erwerbsunfähigkeitsrente, einer Vollrente wegen Alters, eines Ruhegehalts, eines versicherungspflichtigen Vorruhestandsgehalts. Bezieher von Arbeitslosengeld II. Mit dem Tage der Bewilligung einer Rente endet der Anspruch auf Krankengeld. Wurden für eine gewisse Zeit gleichzeitig Rente und Krankengeld gezahlt, so fordert die Krankenkasse das Krankengeld zurück. Der Versicherte darf unter Umständen lediglich den Teil des Krankengelds behalten, der über die Rente hinausging (sogenannter Spitzbetrag). 20

23 Die Satzung einer Krankenkasse kann den Anspruch auf Krankengeld für freiwillig Versicherte, die selbstständig tätig sind, ausschließen oder erst zu einem späteren Zeitpunkt entstehen lassen, je nachdem, welchen Tarif der Versicherte gewählt hat. Freiwillig Versicherte Freiwillig Versicherte, die angestellt sind und deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, bekommen Krankengeld. Die Höhe des Krankengelds beträgt 70 % des Arbeitsentgelts (sogenanntes regelmäßiges Bruttoentgelt), maximal aber 90 % des Nettoarbeitsentgelts. Höhe des Krankengelds Definition regelmäßig : Bezüge, die wegen außergewöhnlicher Umstände gewährt wurden oder ausfielen, bleiben beim regelmäßigen Entgelt unbeachtet. Einmalige Zahlungen wie z. B. Weihnachts oder Urlaubsgeld gehören, wenn sie tatsächlich regelmäßig wiederkehrend geleistet werden, zum regelmäßigen Bruttoentgelt. Abgezogen vom Krankengeld werden Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung. Die Krankenkasse übernimmt die Beiträge der Krankenversicherung und jeweils die Hälfte der drei genannten Versicherungen. Damit ergibt sich in der Regel ein Abzug von 11,98 % bei Krankengeldempfängern mit Kindern bzw. von 12,23 % bei kinderlosen Empfängern. Das Krankengeld beträgt 2014 höchstens 94,50 e pro Tag. Das Krankengeld wird kalendertäglich für 30 Tage je Kalendermonat gezahlt. Höchstbetrag des Krankengelds Bei Bezug von Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld wird Krankengeld in Höhe dieser Leistungen gezahlt. Die Dauer des Krankengelds wegen derselben Krankheit beträgt maximal 78 Wochen (546 Kalendertage) innerhalb von 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Dauer 21

24 Dieselbe Krankheit heißt: identische Krankheitsursache. Dazu zählen Krankheitsschübe oder Folgeerkrankungen einer nicht ausgeheilten Grundkrankheit, z. B. bei Prostatakrebs eine weitere Therapie, wenn der Tumor wieder auftritt (Rezidiv). Die Blockfrist (= 3 Jahre) beginnt mit dem erstmaligen Eintritt der Arbeitsunfähigkeit für die ihr zugrunde liegende Krankheit. Bei jeder Arbeitsunfähigkeit wegen einer anderen Erkrankung beginnt eine neue Blockfrist. Es ist möglich, dass mehrere Blockfristen nebeneinander laufen. Die Leistungsdauer verlängert sich nicht, wenn während der Arbeitsunfähigkeit eine andere Krankheit hinzutritt. Es bleibt bei maximal 78 Wochen. Nach Ablauf der Blockfrist, in der der Versicherte wegen derselben Krankheit Krankengeld für 78 Wochen bezogen hat, entsteht ein erneuter Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Erkrankung unter folgenden Voraussetzungen: erneute Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit, mindestens 6 Monate lang keine Arbeitsunfähigkeit wegen dieser Krankheit und mindestens 6 Monate Erwerbstätigkeit oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehend. Beispiel Der Arbeitgeber zahlt bei Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers dessen Arbeitsentgelt bis zu 6 Wochen weiter ( 3 EntgeltfortzahlungsG), d. h.: Der Anspruch auf Krankengeld besteht zwar, aber er ruht ( 49 Abs. 1 SGB V). Erst danach gibt es Krankengeld. Die 6 Wochen Entgeltfortzahlung werden aber wie Krankengeld-Bezugszeiten behandelt, so dass noch maximal 72 Wochen (78 Wochen abzüglich 6 Wochen = 72 Wochen) Krankengeld gezahlt wird. 22

25 Der Anspruch auf Krankengeld ruht: bei Erhalt von (mehr als einmalig gezahltem) Arbeitsentgelt. Das gilt besonders bei Entgeltfortzahlung ( 3 EntgeltfortzahlungsG) bis zu 6 Wochen. bei Inanspruchnahme von Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz bis zum 3. Geburtstag eines Kindes. Dies gilt nicht, wenn die Arbeitsunfähigkeit vor Beginn der Elternzeit eingetreten ist oder wenn das Krankengeld aus einer versicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit errechnet wird. bei Bezug von Versorgungskrankengeld, Übergangsgeld, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Winterausfallgeld; auch bei Ruhen dieser Ansprüche wegen einer Sperrzeit. Ruhen des Anspruchs Krankengeld wird gekürzt um den Zahlbetrag der Altersrente, Rente wegen Erwerbsminderung oder Landabgabenrente, jeweils aus dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte Teilrente wegen Alters oder Teilrente wegen Erwerbsminderung bzw. Berufsunfähigkeit aus der Rentenversicherung Knappschaftsausgleichsleistung, Rente für Bergleute Kürzung des Krankengelds soweit die Leistung nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder stationären Behandlung zuerkannt wird. Praxistipp! Wenn eine der genannten Zahlungen eintrifft, ist dies der Krankenkasse schnellstmöglich mitzuteilen. Das erspart spätere Rückzahlungen. Krankengeld ist ausgeschlossen bei Bezug von: Regelaltersrente Altersrente für langjährige Versicherte, für Schwerbehinderte, wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit Voller Erwerbsminderungsrente Ruhegehalt nach beamtenrechtlichen Grundsätzen Vorruhestandsgeld Ausschluss von Krankengeld Mit Beginn dieser Leistungen bzw. mit dem Tage der Bewilligung einer Rente endet der Anspruch auf Krankengeld. Wenn eine Rente rückwirkend bewilligt wird, können sich Anspruchszeiträume für Krankengeld und Rente theoretisch überschneiden. Die Krankenkasse und der Rentenversicherungsträger rechnen dann direkt miteinander ab. Das Krankengeld wird in diesem Fall nicht vom Versicherten zurückgefordert. 23

26 War das Krankengeld niedriger als der Rentenanspruch für den Zeitraum, erhält der Versicherte den Differenzbetrag als Ausgleichszahlung vom Rentenversicherungsträger. War das bezogene Krankengeld höher als der Rentenanspruch, muss der Versicherte den Differenzbetrag jedoch nicht zurückzahlen. Wegfall des Krankengelds bei geminderter Erwerbsfähigkeit Wenn der behandelnde Arzt oder der Arzt des MDK die Erwerbsfähigkeit des Versicherten als erheblich gefährdet oder gemindert einschätzt und dies der Krankenkasse mitteilt (häufig kontaktieren die Krankenkassen Ärzte gezielt mit dieser Fragestellung, um den weiteren Rehabilitationsbedarf abzu klären), kann die Krankenkasse dem Versicherten eine Frist von 10 Wochen setzen, um einen Antrag auf Rehamaßnahmen zu stellen. Kommt der Versicherte dieser Aufforderung nicht fristgerecht nach, ruht mit Ablauf der Frist der Anspruch auf Krankengeld und endet die Mitgliedschaft bei der Krankenkasse in der bisherigen Form (= Aussteuerung, siehe unten). Wird der Antrag später gestellt, lebt der Anspruch auf Krankengeld mit dem Tag der Antragstellung wieder auf, aber die Mitgliedschaft in der Kasse endet trotzdem. Praxistipp! Zu beachten ist hier, dass der Rentenversicherungsträger nach Prüfung des Reha-Antrags zur Erkenntnis kommen kann, dass Rehamaßnahmen keine Aussicht auf Erfolg (= Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit) mehr haben, und den Antrag auf Rehamaßnahmen dann direkt in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente umwandelt. Wegfall des Krankengelds bei Rentenanspruch Wenn ein Patient die Voraussetzungen für den Bezug von Regelaltersrente oder Altersrente aus der Alterssicherung der Landwirte erfüllt (2014: ab dem 65. Geburtstag und 3 Monate), kann die Krankenkasse ebenfalls eine Frist von 10 Wochen setzen, innerhalb der er den Rentenantrag stellen muss. 24 Hat er noch Anspruch auf Krankengeld, erhält er dieses weiter, bis über den Rentenantrag entschieden ist. Hat er keinen Anspruch auf Krankengeld mehr, kann er bei der Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit (siehe S. 26) beantragen. Mit Rentenbezug endet das Krankengeld auf jeden Fall, siehe oben.

27 Wird der Anspruch auf Krankengeld (78 Wochen Arbeitsunfähigkeit innerhalb von 3 Jahren wegen derselben Erkrankung) ausgeschöpft und ist der Versicherte noch immer arbeitsunfähig, dann endet seine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser Vorgang wird auch Aussteuerung genannt. Aussteuerung: Ende des Krankengelds durch Höchstbezugsdauer Die Krankenkasse informiert das Mitglied rund 2 Monate vor der Aussteuerung darüber. Damit weiter ein Anspruch auf medizinische Leistungen besteht, ist es wichtig weiterhin Mitglied einer Krankenversicherung zu bleiben. Es gibt folgende Möglichkeiten: Freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse Familienversicherung (wenn z. B. die Ehefrau Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist) Beantragung von Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit (siehe S. 26) Private Krankenversicherung Praxistipp! Einige Krankenkassen fordern den Patienten auf, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Dies darf aber nicht stattfinden, ohne dass vorher geprüft wird, ob Rehamaßnahmen durchgeführt werden könnten. Wenn die Krankenkasse dies dennoch tut, kann der Patient darauf bestehen, dass die gesetzliche Reihenfolge eingehalten wird. Das ist dann sinnvoll, wenn die zu erwartende Erwerbsminderungsrente deutlich geringer ausfällt als das Krankengeld. Allerdings ist immer das Wichtigste, dass der Krankenversicherungsschutz des Patienten erhalten bleibt und er alle Mitwirkungspflichten wahrnimmt und Fristen einhält. Ist abzusehen, dass der Krankengeldbezug endet, sollte sich die Patient unbedingt rechtzeitig mit der Krankenkasse in Verbindung setzen, um den künftigen Versicherungsschutz zu klären. Wer hilft weiter? Ansprechpartner sind die Krankenkassen. 25

28 Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit Wenn ein Versicherter keinen Anspruch auf Krankengeld mehr hat, aber weiterhin arbeitsunfähig ist, kann er Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit beantragen. Dieses sogenannte Nahtlosigkeits-Arbeitslosengeld ist eine Sonderform des Arbeitslosengelds und überbrückt die Zeit ohne Arbeitslosengeld (weil man nicht vermittelt werden kann), bis eine andere Leistung, z. B. Weiter bildung oder Rente, gezahlt wird. Informationen zum Ende des Krankengeldanspruchs, der sogenannten Aussteuerung, siehe S. 25. Voraussetzungen Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosigkeit oder Bestehen eines Arbeitsverhältnisses, das jedoch aufgrund einer Krankheit/Behinderung schon mindestens 6 Monate nicht mehr ausgeübt werden konnte. Erfüllung der Anwartschaftszeit Die Anwartschaftszeit ist erfüllt, wenn der Antragsteller in den letzten 2 Jahren vor der Arbeitslosenmeldung und dem Eintritt der Arbeitslosigkeit mindestens 12 Monate (= 360 Kalendertage) in einem Versicherungspflichtverhältnis stand. Über andere berücksichtigungsfähige Zeiten informieren die örtlichen Agenturen für Arbeit. Der Arbeitslose steht wegen einer Minderung seiner Leistungsfähigkeit länger als 6 Monate der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung, weswegen kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht. Es wurden entweder die Erwerbsminderungsrente beim zuständigen Rentenversicherungsträger beantragt oder Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung Behinderter. Der Antrag muss innerhalb eines Monats nach Zugang eines entsprechenden Aufforderungsschreibens der Agentur für Arbeit gestellt worden sein. Wurde ein solcher Antrag unterlassen, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld nach Ablauf der Monatsfrist bis zu dem Tag, an dem der Arbeitslose den Antrag stellt. Hat der Rentenversicherungsträger die verminderte Erwerbsfähigkeit bereits festgestellt, besteht kein Anspruch auf Nahtlosigkeits-Arbeitslosengeld. 26

29 Das Arbeitslosengeld im Wege der sogenannten Nahtlosigkeit wird gezahlt, bis über die Frage der verminderten Erwerbsfähigkeit entschieden wird, längstens bis der Arbeitslosengeldanspruch endet. Damit überbrückt es die Übergangszeit, in der der Rentenversicherungsträger über das Vorliegen einer verminderten Erwerbsfähigkeit entscheidet. Dauer Relevant ist, was der Arbeitslose zuletzt im Bemessungszeitraum (in der Regel die letzten 52 Wochen vor Arbeitslosigkeit) als Voll-Erwerbstätiger verdient hat. Es kommt nicht darauf an, was der Arbeitslose aufgrund der Minderung seiner Leistungsfähigkeit verdienen könnte. Wird für die Zeit des Nahtlosigkeits- Arbeitslosengelds rückwirkend Übergangsgeld gezahlt oder Rente gewährt, erhält der Arbeitslose nur den evtl. überschießenden Betrag. War das Nahtlosigkeits-Arbeitslosengeld höher, muss er den überschießenden Betrag jedoch nicht zurückzahlen. Höhe Praxistipp! Wird dem Arbeitslosen vom Rentenversicherungsträger Leistungsfähigkeit von mehr als 15 Stunden wöchentlich bescheinigt, muss er sich, um weiterhin Arbeitslosengeld zu beziehen, der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen auch wenn er mit der Entscheidung des Rentenversicherungsträgers nicht einverstanden ist und gegen diese gerichtlich vorgeht. Obwohl das Verhalten des Arbeitslosen gegenüber dem Rentenversicherungsträger (Geltendmachung von Leistungsunfähigkeit) im Widerspruch zum Verhalten gegenüber der Agentur für Arbeit (Leistungsfähigkeit und Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme) steht, muss der Arbeitslose im Verfahren mit dem Rentenversicherungsträger keine Nachteile befürchten, da die Beurteilung über die Leistungsfähigkeit ausschließlich nach objektiven Maßstäben erfolgt. Auf subjektive Erklärungen des Arbeitslosen ( sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen ) kommt es nicht an. Wer hilft weiter? Die örtliche Agentur für Arbeit informiert über alle Belange rund um das Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit. 27

30 Arbeitslosengeld II und Sozialgeld Arbeitslosengeld II (ALG II) und Sozialgeld werden umgangssprachlich als Hartz IV bezeichnet. Arbeitslosengeld II ALG II erhalten Arbeitslose im Anschluss an das Arbeitslosengeld, wenn sie: 15 Jahre bis 65 Jahre und 3 Monate alt sind (Stand 2014). erwerbsfähig sind, d. h.: mindestens 3 Stunden täglich arbeiten können. hilfebedürftig sind, d. h.: ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bestreiten können. ALG II ist eine Leistung zur Grundsicherung für Arbeitssuchende. Sozialgeld Sozialgeld erhalten Angehörige von ALG-II-Empfängern, die selbst nicht erwerbsfähig oder unter 15 Jahre alt sind. Höhe ALG II und Sozialgeld entsprechen dem Niveau der Sozialhilfe und setzen sich aus drei Bausteinen zusammen: den Regelbedarfen (391, e für Alleinstehende), den Kosten für Miete und Heizung sowie den Mehrbedarfen in besonderen Situationen. Näheres siehe S. 36. Übergangsgeld Übergangsgeld überbrückt einkommenslose Zeiten während der Teilnahme an Rehamaßnahmen oder an Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Übergangsgeld wird je nach Voraussetzungen vom jeweiligen Reha-Träger gezahlt. Höhe und Dauer sind im Wesentlichen einheitlich geregelt, nur die Voraussetzungen unterscheiden sich bei den Leistungsträgern. Reha-Träger können u. a. die Rentenversicherung oder die Bundesagentur für Arbeit sein. Übergangsgeld ist eine sogenannte Lohnersatzleistung, d. h.: Es wird nur dann gezahlt, wenn im Krankheitsfall kein Anspruch (mehr) auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht. 28

31 In der Regel leistet der Arbeitgeber nach 3 Entgeltfortzahlungsgesetz 6 Wochen Lohnfortzahlung. Übergangsgeld muss beantragt werden. Das Übergangsgeld der Rentenversicherung zählt zu den ergänzenden Leistungen zur Reha. Voraussetzungen der Rentenversicherung Die Rentenversicherung zahlt Übergangsgeld bei Erhalt von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. bei Erhalt von Leistungen zur Medizinischen Reha. während der Teilnahme an einer Berufsfindung oder Arbeitserprobung, wodurch kein oder ein geringeres Arbeitsentgelt erzielt wird. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Der Antragsteller muss vorher aufgrund einer beruflichen Tätigkeit Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen erzielt haben und Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet haben oder z. B. Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II bezogen haben. Die rentenrechtlichen Voraussetzungen zu den Ergänzenden Leistungen zur Reha müssen erfüllt sein. Die Berechnungsgrundlage für das Übergangsgeld beträgt bei allen Trägern 80 % des letzten Bruttoverdienstes, ist jedoch höchstens so hoch wie der Nettoverdienst. Höhe Das Übergangsgeld beträgt: 75 % dieser Berechnungsgrundlage bei Versicherten die ein Kind haben ( 32 EStG) oder die pflegebedürftig sind und durch ihren Ehegatten gepflegt werden, der deshalb keine Erwerbstätigkeit ausüben kann, oder deren Ehegatte pflegebedürftig ist und keinen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung hat. 68 % dieser Berechnungsgrundlage für die übrigen Versicherten. Das Übergangsgeld wird an die Entwicklung der Bruttoarbeitsentgelte angepasst. Bei Übergangsgeld während einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben wird 65 % des ortsüblichen Tarifs berechnet, wenn vor der Maßnahme kein Lohn erzielt wurde oder der errechnete Betrag zu gering ausfällt. 29

32 Bei Arbeitslosigkeit im Anschluss an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vermindert sich das Übergangsgeld um 8 % auf 67 % der Berechnungsgrundlage bzw. 60 % der Berechnungsgrundlage Dauer Alle Träger zahlen Übergangsgeld für den Zeitraum der Leistung zur Medizinischen Reha bzw. zur Teilhabe am Arbeitsleben. während einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben maximal 6 Wochen bei gesundheitsbedingter Unterbrechung einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, nach einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben maximal 3 Monate bei anschließender Arbeitslosigkeit nach einer ab geschlossenen Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, soweit kein Anspruch auf Arbeitslosengeld für 3 Monate besteht. nach Abschluss von Leistungen zur Medizinischen Reha bzw. zur Teilhabe am Arbeitsleben bei Erforderlichkeit weiterer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, wenn Arbeitsunfähigkeit vorliegt und kein Anspruch auf Krankengeld oder keine Vermittelbarkeit in eine zumutbare Beschäftigung besteht. Allerdings wird in diesem Fall das Übergangsgeld reduziert. Findet eine Stufenweise Wiedereingliederung (siehe S. 64) im unmittelbaren Anschluss (innerhalb von 4 Wochen) an Leistungen zur Medizinischen Reha statt, wird das Übergangsgeld bis zu deren Ende gezahlt. Wer hilft weiter? Individuelle Auskünfte erteilt der zuständige Sozialversicherungs - träger: Rentenversicherungsträger oder Agentur für Arbeit. 30

33 Erwerbsminderungsrente Erwerbsminderungsrente erhält, wer aus gesundheitlichen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt ist. Es gibt zwei Arten der Erwerbsminderungsrente: Voll erwerbsunfähig ist, wer aus gesundheitlichen Gründen auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, eine berufliche Tätigkeit von mindestens 3 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes auszuüben. Teilweise erwerbsunfähig ist, wer aus gesundheitlichen Gründen auf nicht absehbare Zeit eine berufliche Tätigkeit von mindestens 3, aber weniger als 6 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes ausüben kann. Diese Renten ersetzen seit 2001 die Rente wegen Berufsunfähigkeit und die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit. Für vor dem Geborene gelten weiterhin die Regelung der Berufsunfähigkeitsrente, d. h. der bisherige Beruf kann nur noch weniger als 6 Stunden täglich ausgeübt werden. Erwerbsminderungsrente muss beantragt werden. Anspruch auf diese Rente besteht bis zum Beginn des Regelrentenalters (2014: 65 Jahre und 3 Monate). Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Erfüllung der Wartezeit (= Mindestversicherungszeit) von 5 Jahren (gilt z. B. als erfüllt, wenn die Minderung der Erwerbsfähigkeit aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Schädigung während des Wehr- oder Zivildienstes eingetreten ist) und in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit 3 Jahre Pflichtbeiträge geleistet wurden. Voraussetzungen Die Erwerbsminderungsrente ist in der Regel befristet. Sie wird für längstens 3 Jahre gewährt. Danach kann sie wiederholt werden. Unbefristet wird die Rente nur gewährt, wenn keine Verbesserung der Erwerbsminderung mehr absehbar ist, davon ist nach 9 Jahren auszugehen. Befristung 31

Schließen Sie Ihre Augen nicht vor Prostatakrebs.

Schließen Sie Ihre Augen nicht vor Prostatakrebs. Schließen Sie Ihre Augen nicht vor Prostatakrebs. MDS_503041_Depl-ALL.indd 1-2 30/03/07 15:47:11 Der Prostatakrebs Veränderungen der Prostata gehören zu den häufigsten Männerkrankheiten. Ab dem 50. Lebensjahr

Mehr

Sozialgesetzbuch (SGB III), Drittes Buch, Arbeitsförderung

Sozialgesetzbuch (SGB III), Drittes Buch, Arbeitsförderung Sozialgesetzbuch (SGB III), Drittes Buch, Arbeitsförderung 136 SGB III Anspruch auf Arbeitslosengeld (1) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Arbeitslosengeld 1. bei Arbeitslosigkeit oder

Mehr

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit Fortbildung für die Sozialarbeiter/-innen der Tumorberatungsstellen und Kliniksozialdienste Christiane Anders, Stand: September 2012 Bereich Grundsatz und ADV-Verbindungsstelle

Mehr

Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall Gesetzliche Krankenversicherung

Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall Gesetzliche Krankenversicherung Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall Gesetzliche Krankenversicherung - Krankengeldbezug - AOK PLUS Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen. Angela Runge Wirtschaftliche Sicherung im Krankheitsfall

Mehr

12.Okt. 2012. Dr. med. Gitta Kudela

12.Okt. 2012. Dr. med. Gitta Kudela Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeit 12.Okt. 2012 Dr. med. Gitta Kudela Agenda Arbeitsunfähigkeit (AU) Lohnersatzleistung (Krankengeld) Wiedereingliederung Erwerbsminderung (früher Berufsunfähigkeit) Arbeits-

Mehr

Krankengeld. KKF-Verlag. Krankengeld 2015. Damit der Lebensunterhalt auch bei Arbeitsunfähigkeit gesichert ist.

Krankengeld. KKF-Verlag. Krankengeld 2015. Damit der Lebensunterhalt auch bei Arbeitsunfähigkeit gesichert ist. Krankengeld Krankengeld 2015 Damit der Lebensunterhalt auch bei Arbeitsunfähigkeit gesichert ist. Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter, niemand ist vor längerer Krankheit und einem damit

Mehr

Was ist ein Prostatakarzinom?

Was ist ein Prostatakarzinom? Was ist ein Prostatakarzinom? Das Prostatakarzinom ist die bösartige Neubildung des Prostatadrüsengewebes. Es entsteht meist in der äußeren Region der Drüse, so dass es bei der Untersuchung mit dem Finger

Mehr

Prostatakrebs & Soziales

Prostatakrebs & Soziales Prostatakrebs & Soziales Aktualisierungen 2015 S. 20 Krankengeld S. 21 Selbstständige (Freiwillig Versicherte) Hauptberuflich Selbstständige, die in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind,

Mehr

kranken- und pflegeversicherung Wahltarife zum Krankengeld

kranken- und pflegeversicherung Wahltarife zum Krankengeld kranken- und pflegeversicherung Wahltarife zum Krankengeld Wahltarife Krankengeld 3 Hauptberuflich Selbständige sowie unständig und kurzzeitig Beschäftigte können einen gesetzlichen Krankengeldanspruch

Mehr

Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll

Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll 20. 22. Oktober 2010 Juan Victor Coseriu Pisani Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg Projekt Neubau Tel.: 0711 / 848 10 331 Fax:

Mehr

Unsere Wahltarife: Eine gute Entscheidung

Unsere Wahltarife: Eine gute Entscheidung Unsere Wahltarife: Eine gute Entscheidung Damit genießen Sie bei der IKK classic einen umfassenden Gesundheitsschutz zu Konditionen, die Sie mitbestimmen können. Denn wir versichern Sie ganz individuell

Mehr

Prostatakrebs: in Deutschland

Prostatakrebs: in Deutschland Prostatakrebs: in Deutschland Häufigster bösartiger Tumor bei Männern ca. 32.000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland Zweithäufigste Todesursache bei Männern Etwa 12.000 Todesfälle/Jahr wegen Prostatakrebs

Mehr

Anlage zu 29 der Satzung der DAK -Gesundheit. Wahltarife Krankengeld

Anlage zu 29 der Satzung der DAK -Gesundheit. Wahltarife Krankengeld Anlage zu 29 der Satzung der DAK -Gesundheit Wahltarife Krankengeld Stand: 01.01.2012 Inhaltsverzeichnis Seite ABSCHNITT A 2 Wahltarif, Beginn und Ende 2 ABSCHNITT B 3 Bindungsfrist und Kündigung / Sonderkündungsrecht

Mehr

Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko

Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Düsseldorf, Juli 2003 Berufsunfähigkeit heute 1 Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch

Mehr

Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II INFORMATIONEN FÜR KUNDEN SGBII 52. Arbeitslosengeld II und Renten.

Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II INFORMATIONEN FÜR KUNDEN SGBII 52. Arbeitslosengeld II und Renten. SGBII 52 Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II INFORMATIONEN FÜR KUNDEN Arbeitslosengeld II und Renten Logo Die Auswirkungen von Renten auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts

Mehr

Erwerbsminderungsrente und Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit

Erwerbsminderungsrente und Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit Service Erwerbsminderungsrente und Arbeitslosengeld bei verminderter Leistungsfähigkeit Referent: Andreas Loy Agentur für Arbeit Offenbach Referentin: Judith Ziehmer DRV Hessen 0 ISV05t Erwerbsminderungsrente

Mehr

Leistungen zur Teilhabe durch die Rentenversicherung. Traumatisierungen im beruflichen Alltag - Referent: Frank Hochrein

Leistungen zur Teilhabe durch die Rentenversicherung. Traumatisierungen im beruflichen Alltag - Referent: Frank Hochrein Traumatisierungen im beruflichen Alltag - Interventionsstrukturen in Mittelfranken Dienstag, 20. November 2012 0 Referent: Frank Hochrein Service Leistungen zur Teilhabe durch die Rentenversicherung Überblick

Mehr

Der Nachweis der schwerwiegend chronischen Erkrankung ist durch ein ärztliches Attest zu belegen.

Der Nachweis der schwerwiegend chronischen Erkrankung ist durch ein ärztliches Attest zu belegen. Krankenversicherung Gesetzliche Krankenversicherung...2 Schwerwiegend chronisch krank... 2 Fahrtkosten für Krankenfahrten... 3 Krankengeld...4 Leistungen bei Heimhämodialyse... 4 Private Krankenversicherung...4

Mehr

IKK-INFORMATIV. Absicherung im Krankheitsfall

IKK-INFORMATIV. Absicherung im Krankheitsfall IKK-INFORMATIV Absicherung im Krankheitsfall ABSICHERUNG IM KRANKHEITSFALL Vorwort Schreibt Ihr Arzt Sie krank, zahlt der Arbeitgeber in der Regel bis zu sechs Wochen das Entgelt weiter. Hierbei gilt das

Mehr

Prostatakrebs - Diagnose & Therapie dank Medizin & Forschung

Prostatakrebs - Diagnose & Therapie dank Medizin & Forschung 29. Oktober 2009, Am Puls, Veranstaltung des FWF, Albert Schweitzer Haus Prostatakrebs - Diagnose & Therapie dank Medizin & Forschung Prim. Univ. Doz. Dr. Alfred Hobisch Abteilung für Urologie Landeskrankenhaus

Mehr

Krankheit Heilung / GKV-PKV

Krankheit Heilung / GKV-PKV Jürgen Hentzelt Krankheit Heilung / GKV-PKV 1. Verschiedene Versichertengruppen PKV 1.8.1994: Auslaufen der 6-monatigen Lohnfortzahlung GKV 1.1.1999: Keine Beihilfe mehr für Angestellte 1.11.2006: Ende

Mehr

Teilnahmebedingungen. AOK-Wahltarif Krankengeld. gemäß Satzung der AOK Hessen. für hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige

Teilnahmebedingungen. AOK-Wahltarif Krankengeld. gemäß Satzung der AOK Hessen. für hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige Teilnahmebedingungen gemäß Satzung der AOK Hessen AOK-Wahltarif Krankengeld AOK Die Gesundheitskasse in Hessen. für hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige Wer kann den Tarif wählen? Hauptberuflich

Mehr

Schnellübersicht. 1 Wer ist erwerbslos?...11. 2 Ansprüche

Schnellübersicht. 1 Wer ist erwerbslos?...11. 2 Ansprüche Nutzen Sie das Inhaltsmenü: Die Schnellübersicht führt Sie zu Ihrem Thema. Die Kapitelüberschriften führen Sie zur Lösung. Vorwort... 7 Abkürzungen... 8 1 Wer ist erwerbslos?....11 2 Ansprüche aus der

Mehr

Konsequenzen der Anerkennung des GdB s - Nachteilsausgleich - Welche Vorteile haben Menschen mit einer Behinderung durch einen Ausweis?

Konsequenzen der Anerkennung des GdB s - Nachteilsausgleich - Welche Vorteile haben Menschen mit einer Behinderung durch einen Ausweis? Welche Vorteile haben Menschen mit einer Behinderung durch einen Ausweis? Eigentlich sollte man nicht von Vorteilen sprechen. Dem schwerbehinderten Menschen werden lediglich Hilfen zum Ausgleich behinderungsbedingter

Mehr

Service. Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? ISV03t

Service. Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? ISV03t Service Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? 0 ISV03t Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? Überblick Regelaltersrente Altersrente für langjährig Versicherte Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Mehr

5 Versicherungspflicht

5 Versicherungspflicht 5 Versicherungspflicht (1) Versicherungspflichtig sind 1. Arbeiter, Angestellte und zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, 2. 2a. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Personen

Mehr

Thomas Henkel FA für Urologie Kelkheim Prostata Tag Bad Soden 13.06.15 1

Thomas Henkel FA für Urologie Kelkheim Prostata Tag Bad Soden 13.06.15 1 1 Lage der Prostata 2 Funktion der Prostata - Sie ist eine Geschlechtsdrüse, die den Großteil der Samenflüssigkeit produziert ( Transportmedium und Nährlösung der Spermien) - Umschließt die Harnröhre -

Mehr

Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung

Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung Modellstudiengang Pflege P r o f. D r. C h r i s t o f S t o c k Modul 2: Rechtliche Rahmenbedingungen pflegerischen Handelns Teilbereich 2 Fragenkatalog zur öffentlich- und privatrechtlichen Gesundheitsversorgung

Mehr

Zuzahlungen. KKF-Verlag. Zuzahlungen 2015. Alle Zuzahlungen und Belastungsgrenzen auf einen Blick.

Zuzahlungen. KKF-Verlag. Zuzahlungen 2015. Alle Zuzahlungen und Belastungsgrenzen auf einen Blick. Zuzahlungen Zuzahlungen 2015 Alle Zuzahlungen und Belastungsgrenzen auf einen Blick. Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter, grundsätzlich beteiligen sich Versicherte ab 18 Jahren bei den

Mehr

2 Sozialrechtlich relevante Regelungen

2 Sozialrechtlich relevante Regelungen 2 Sozialrechtlich relevante Regelungen In diesem Abschnitt werden die wichtigsten sozialrechtlichen Regelungen für Selbständige und Arbeitnehmer im Vergleich zusammenfassend dargestellt, wie sie am 31.05.2012

Mehr

Viele Wege führen zur Rente vor 67

Viele Wege führen zur Rente vor 67 27 Viele Wege führen zur Rente vor 67 Es gibt verschiedene Altersrenten. e nachdem, für welche Rentenart Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie irgendwann zwischen 60 und 67 ahren in Rente gehen.

Mehr

kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld

kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld Bezieher von Arbeitslosengeld 3 Liebe Leserin, lieber Leser, wer Arbeitslosengeld durch die Bundesagentur für Arbeit erhält, soll während

Mehr

Befreiung von Zuzahlungen zur Krankenversicherung

Befreiung von Zuzahlungen zur Krankenversicherung Befreiung von Zuzahlungen zur Krankenversicherung ( 62 SGB V) Fast immer führen Krankheiten dazu, dass sich die Einkommenssituation des Betroffenen und seiner Familienmitglieder drastisch verändert. Zum

Mehr

INFORMATIONSBLATT ZU DEN ZUZAHLUNGSREGELUNGEN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG

INFORMATIONSBLATT ZU DEN ZUZAHLUNGSREGELUNGEN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG INFORMATIONSBLATT ZU DEN ZUZAHLUNGSREGELUNGEN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung haben sich an den Kosten bestimmter Leistungen zu beteiligen. Der

Mehr

Rentner haben Anspruch auf gute Versorgung 7 Abkürzungen 8. Versicherungs- und Meldepflicht zur Krankenversicherung 9

Rentner haben Anspruch auf gute Versorgung 7 Abkürzungen 8. Versicherungs- und Meldepflicht zur Krankenversicherung 9 Schnellübersicht Rentner haben Anspruch auf gute Versorgung 7 Abkürzungen 8 Versicherungs- und Meldepflicht zur Krankenversicherung 9 Beitragspflicht zur Krankenversicherung 39 Leistungsansprüche gegen

Mehr

Aktualisierungen 2015

Aktualisierungen 2015 Parkinson & Soziales Aktualisierungen 2015 S. 19/22 Krankengeld Selbstständige Hauptberuflich Selbstständige, die in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, haben in der Regel keinen Anspruch

Mehr

kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld II

kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld II kranken- und pflegeversicherung Bezieher von Arbeitslosengeld II Bezieher von Arbeitslosengeld II 3 Liebe Leserin, lieber Leser, mit dieser Broschüre möchten wir Sie über Ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz

Mehr

Daimler Betriebskrankenkasse Im Alter gut versichert.

Daimler Betriebskrankenkasse Im Alter gut versichert. Daimler Betriebskrankenkasse Im Alter gut versichert. Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter, mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen einen Überblick verschaffen, wie Ihr Kranken-

Mehr

PSA-Test vager Nutzen? Dr. med. Friedrich R. Douwes Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling

PSA-Test vager Nutzen? Dr. med. Friedrich R. Douwes Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling PSA-Test vager Nutzen? Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling Streitfall PSA-Test Krebsfrüherkennung Der Test kann Leben retten, aber auch zu unnötigen Maßnahmen bei gesunden Männern führen

Mehr

Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes und zur medizinischen Versorgung. Elisabeth Strothmann Gert Wüst

Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes und zur medizinischen Versorgung. Elisabeth Strothmann Gert Wüst Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes und zur medizinischen Versorgung Elisabeth Strothmann Gert Wüst 1 Ausgangssituation Krankheit führt fast immer zu materiellen Einbußen Wer seinen notwendigen

Mehr

Ausgabe 2 2007. Prostatakrebs Mehr Sicherheit für jeden Mann. Früherkennung Diagnose Therapie Nachsorge

Ausgabe 2 2007. Prostatakrebs Mehr Sicherheit für jeden Mann. Früherkennung Diagnose Therapie Nachsorge Prostatakrebs Mehr Sicherheit für jeden Mann Früherkennung Diagnose Therapie Nachsorge Früherkennung Diagnose Offenheit kann leben retten Prostatakrebs - Männerleiden Nummer 1! Lieber Leser, lieber Patient,

Mehr

KarriereStart 23. 25.01.2015 Persönliche Absicherung für Selbständige

KarriereStart 23. 25.01.2015 Persönliche Absicherung für Selbständige KarriereStart 23. 25.01.2015 Persönliche Absicherung für Selbständige www.bmwi.de Persönliche Absicherung allgemein Sozialversicherung des Existenzgründers Krankenversicherung Pflegeversicherung Rentenversicherung

Mehr

Träger Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg 10 Regionaldirektionen 180 Agenturen für Arbeit = Körperschaft des öffentlichen Rechts

Träger Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg 10 Regionaldirektionen 180 Agenturen für Arbeit = Körperschaft des öffentlichen Rechts Arbeitsförderung Arbeitslosenversicherung Arbeitnehmer 3,25 % des Arbeitsverdienstes Drittes Buch des Sozialgesetzbuches SGB III Träger Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg 10 Regionaldirektionen 180 Agenturen

Mehr

Merkblatt über die wirtschaftliche Sicherung bei ambulanten und stationären Rehabilitationsmaßnahmen

Merkblatt über die wirtschaftliche Sicherung bei ambulanten und stationären Rehabilitationsmaßnahmen ARBEITSGEMEINSCHAFT DER TRÄGER DER GESETZLICHEN KRANKEN- UND RENTENVERSICHERUNG IM LANDE NW Merkblatt über die wirtschaftliche Sicherung bei ambulanten und stationären Rehabilitationsmaßnahmen 1. Allgemeines

Mehr

Versichertenrenten Wer? Wann? Wie(viel)?

Versichertenrenten Wer? Wann? Wie(viel)? Service Versichertenrenten Wer? Wann? Wie(viel)? Andrea Handke Beraterin der Auskunfts- und Beratungsstelle Zeil 53 60313 Frankfurt am Main 0 Überblick Rentenanspruch und Wartezeiterfüllung Rente wegen

Mehr

Das Lebensalter und der Versicherungsschutz in der Sozialversicherung

Das Lebensalter und der Versicherungsschutz in der Sozialversicherung Das Lebensalter und der Versicherungsschutz in der Sozialversicherung Dr. Martin Krasney 26. November 2007 1 Der Versicherungsschutz in den unterschiedlichen Lebensphasen in der : Gesetzlichen Krankenversicherung

Mehr

Aufstocken der Rentenversicherungsbeiträge von Minijobber kann sich lohnen

Aufstocken der Rentenversicherungsbeiträge von Minijobber kann sich lohnen Aufstocken der Rentenversicherungsbeiträge von Minijobber kann sich lohnen Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung sog. Minijob liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig 400 im Monat nicht übersteigt.

Mehr

Rentenarten in der gesetzlichen Rentenversicherung + VBL-Rente

Rentenarten in der gesetzlichen Rentenversicherung + VBL-Rente Rentenarten in der gesetzlichen Rentenversicherung + VBL-Rente Im April 2007 wurde das Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen

Mehr

PSA-Test und Prostatakrebsvorsorge. Gut informiert entscheiden! Eine Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.v.

PSA-Test und Prostatakrebsvorsorge. Gut informiert entscheiden! Eine Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.v. PSA-Test und Prostatakrebsvorsorge Gut informiert entscheiden! Eine Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.v. Früherkennung von Prostatakrebs Wie gefährlich ist Prostatakrebs? Mit

Mehr

Vorsorge. Prostatakrebs. Die Prostata. Produktion des Spermas: 97 % aus Prostata und Samenblase 3 % aus Hoden (Samenfäden)

Vorsorge. Prostatakrebs. Die Prostata. Produktion des Spermas: 97 % aus Prostata und Samenblase 3 % aus Hoden (Samenfäden) Vorsorge Prostatakrebs H. Schorn Göttingen Die Prostata Produktion des Spermas: 97 % aus Prostata und Samenblase 3 % aus Hoden (Samenfäden) Teil der Harnröhre In der Jugend ca.15 Gramm schwere Drüse (Taubenei)

Mehr

Was kann die Deutsche Rentenversicherung für Krebserkrankte tun? Irassi Neumann Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland

Was kann die Deutsche Rentenversicherung für Krebserkrankte tun? Irassi Neumann Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland Was kann die Deutsche Rentenversicherung für Krebserkrankte tun? Irassi Neumann Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland Gesetzliche Grundlagen 15 SGB VI für Versicherte, die im Erwerbsleben stehen

Mehr

Rente für Schwerbehinderte

Rente für Schwerbehinderte Rente für Schwerbehinderte Deutsche Rentenversicherung Heike Peters Rentenrechtliche Zeiten und Wartzeit Beitragszeiten Ersatzzeiten Monate aus: Versorgungsausgleich, Rentensplitting geringfügiger vers.freier

Mehr

Krankenversicherung kompakt

Krankenversicherung kompakt Finkenbusch/Schomburg Krankenversicherung kompakt Ausbildung in der Sozialversicherung Lehrtexte mit Übungsaufgaben und Lösungen Gesamtinhaltsverzeichnis Gesamtinhaltsverzeichnis Band 1 Vorwort Gesamtinhaltsverzeichnis

Mehr

Depression und Soziales Familie, Beruf, Rehabilitation. Ein Service der betapharm

Depression und Soziales Familie, Beruf, Rehabilitation. Ein Service der betapharm Ratgeber Depression und Soziales Familie, Beruf, Rehabilitation Ein Service der betapharm Liebe Leserin, lieber Leser, der Ratgeber zum Thema Depression bietet umfassende Informationen zu den sozialen

Mehr

Gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) - was nun?

Gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) - was nun? Gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) - was nun? Ursachen Untersuchungen Behandlungsmöglichkeiten Früher oder später trifft es fast jeden Mann: die gutartige Prostatavergrößerung, medizinisch BPH genannt.

Mehr

Gestreuter Brustkrebs mit Metastasen - Empfehlungen für Patientinnen und Angehörige

Gestreuter Brustkrebs mit Metastasen - Empfehlungen für Patientinnen und Angehörige Gestreuter Brustkrebs mit Metastasen - Empfehlungen für Patientinnen und Angehörige Gestreuter Brustkrebs bedeutet, dass die Krebszellen des ursprünglichen Tumors in der Brust in andere Körperteile gewandert

Mehr

Die Aufgaben. der. Berufsgenossenschaft

Die Aufgaben. der. Berufsgenossenschaft Die Aufgaben der Berufsgenossenschaft Das duale System im Arbeitsschutz Duales AS-System Staat Träger der der gesetzlichen Unfallversicherung erlässt erlässt laut SGB VII 15 Gesetze Unfallverhütungsvorschriften

Mehr

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den

Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den Mutterschaftsgeld vor und nach der Geburt Das Mutterschutzgesetz sieht vor, dass Mütter in den sechs Wochen vor der Geburt nicht arbeiten sollen und in den acht Wochen nach der Geburt bei Früh- und Mehrlingsgeburten

Mehr

Ihr Versicherungsschutz nach dem Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis

Ihr Versicherungsschutz nach dem Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis Ihr Versicherungsschutz nach dem Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis Die energie-bkk ist für Berufstätige mehr als nur eine Krankenkasse. Sie ist Partner in der Arbeitswelt. Aber auch nach dem

Mehr

BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG: DIE ALTERNATIVEN ZU EINER BU-VERSICHERUNG

BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG: DIE ALTERNATIVEN ZU EINER BU-VERSICHERUNG BERUFSUNFÄHIGKEITSVERSICHERUNG: DIE ALTERNATIVEN ZU EINER BU-VERSICHERUNG INHALT 1. Das Risiko Berufsunfähigkeit 03 2. Erwerbsunfähigkeitsversicherung 04 3. Grundfähigkeitsversicherung 04 4. Dread-Disease-Versicherung

Mehr

Fragen und Antworten rund um das Thema Krankheit

Fragen und Antworten rund um das Thema Krankheit Fragen und Antworten rund um das Thema Krankheit Allgemeine Erklärung: Weil geschlechtsneutral formulierte Texte schlecht lesbar sind, verzichte ich auf solche Formulierungen und wechsle von Frage zu Frage

Mehr

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist.

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. LEBENSSTANDARD SICHERN VITALIFE Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. VitaLife bereits ab 15,40 monatlich für eine(n) 24-jährige(n) Mann/Frau* Wenn es darauf ankommt,

Mehr

Kranken- und Pflegeversicherung

Kranken- und Pflegeversicherung 70 Grundsicherung für Arbeitsuchende Kranken- und Pflegeversicherung Wenn Sie Arbeitslosengeld II bekommen, sind Sie normalerweise in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert.

Mehr

M. Wiedereingliederung in den Dienst nach längerer Erkrankung

M. Wiedereingliederung in den Dienst nach längerer Erkrankung M. Wiedereingliederung in den Dienst nach längerer Erkrankung Inhaltsverzeichnis 1 Wiedereingliederung bei tarifbeschäftigten Lehrkräften 1.1 Sachverhalt 1.2 Rechtliche Grundlagen 1.2.1 SGB V 1.2.2 SGB

Mehr

Erwerbsminderungsrente

Erwerbsminderungsrente Vorstand Sozialpolitik Verbesserungen für Erwerbsgeminderte Erwerbsminderungsrente www.igmetall.de Liebe Kollegin, lieber Kollege, seit dem 1. Juli 2014 ist es zu einer finanziellen Verbesserung bei der

Mehr

Vorsorgeuntersuchung, PSA Test, Prostatabiopsie

Vorsorgeuntersuchung, PSA Test, Prostatabiopsie Kapitel 8: Vorsorgeuntersuchung, PSA Test, Prostatabiopsie Basiswissen Warum soll man zur Prostatavorsorgeuntersuchung? Ziel einer Vorsorgeuntersuchung der Prostata ist, daß eine eventuell bestehende Erkrankung

Mehr

DIE ÄRZTEVERSORGUNG WESTFALEN- LIPPE BESTEHT SEIT DEM 01.04.1960

DIE ÄRZTEVERSORGUNG WESTFALEN- LIPPE BESTEHT SEIT DEM 01.04.1960 BERUFSUNFÄHIG- KEITSRENTE AVDIE DIE ÄRZTEVERSORGUNG WESTFALEN- LIPPE BESTEHT SEIT DEM 01.04.1960 SIE GEWÄHRT IM ALTER UND BEI BERUFSUNFÄHIGKEIT DEM MITGLIED BZW. NACH DESSEN TOD DEN FAMILIENANGEHÖRIGEN

Mehr

Februar 2015. Krankenversicherung für ALG II - und Sozialgeldbezieher

Februar 2015. Krankenversicherung für ALG II - und Sozialgeldbezieher Februar 2015 Krankenversicherung für ALG II - und Inhalt 1. KRANKENVERSICHERUNG FÜR ALG II- UND SOZIALGELDBEZIEHER... 3 2. ALG II UND SOZIALGELD WAS IST DAS?... 3 2.1. Arbeitslosengeld II... 3 2.2. Sozialgeld...

Mehr

2 Medizinische Rehabilitation für tarifbeschäftigte Lehrkräfte

2 Medizinische Rehabilitation für tarifbeschäftigte Lehrkräfte 2 Medizinische Rehabilitation für tarifbeschäftigte Lehrkräfte Grundlagen der folgenden Erläuterungen sind - der TV-L in der jeweils gültigen Fassung - das SGB III, V, VI und IX - das Entgeltfortzahlungsgesetz

Mehr

WISO: Risiko Berufsunfähigkeit

WISO: Risiko Berufsunfähigkeit WISO: Risiko Berufsunfähigkeit von Oliver Heuchert 1. Auflage WISO: Risiko Berufsunfähigkeit Heuchert schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG campus Frankfurt am Main 2006

Mehr

Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und seine Auswirkungen auf die Versicherten

Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und seine Auswirkungen auf die Versicherten Agenturservice-Jupe Tel.: 02325-558 426 Fax : 02325-467 0 380 Mobil : 0174-29 11111 Mail : Web : info@agenturservice-jupe.de http://www.agenturservice-jupe.de Deutsche Anwalt- und Notar-Versicherung Presseartikel

Mehr

Dass die Altersgrenzen für die verschiedenen Renten hochgesetzt wurden, ist zwischenzeitlich den meisten Menschen bekannt.

Dass die Altersgrenzen für die verschiedenen Renten hochgesetzt wurden, ist zwischenzeitlich den meisten Menschen bekannt. Die Erhöhung der Altersgrenzen bei den Renten Dass die Altersgrenzen für die verschiedenen Renten hochgesetzt wurden, ist zwischenzeitlich den meisten Menschen bekannt. Es gibt jedoch viele Unsicherheiten,

Mehr

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier:

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier: Keine Sorge, es gibt schnelle Hilfe. Überreicht durch: Fest steht: Es bringt gar nichts, einfach nur abzuwarten. Wann? Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser eventuell kann es sogar sein, dass

Mehr

Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen für das Kalenderjahr 20 (bitte eintragen)

Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen für das Kalenderjahr 20 (bitte eintragen) AOK Nordost Die Gesundheitskasse Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen für das Kalenderjahr 20 (bitte eintragen) Ich beantrage die Zuzahlungsbefreiung/-erstattung auf der Berechnungsgrundlage 2 % der jährlichen

Mehr

Sozialversicherung Überblick

Sozialversicherung Überblick Folie 1 von 6 Sozialversicherung Überblick Merkmale der Sozialversicherung Arbeitnehmer (Arbeitslosen-, Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung) Unternehmen (Unfallversicherung) Krankenversicherung: bei

Mehr

Übersicht Module und Kompetenzen... 9. Modellunternehmen Friseursalon Haargenau... 10. 1.1 Geschichtliche Entwicklung... 11

Übersicht Module und Kompetenzen... 9. Modellunternehmen Friseursalon Haargenau... 10. 1.1 Geschichtliche Entwicklung... 11 Inhaltsverzeichnis Übersicht Module und Kompetenzen... 9 Modellunternehmen Friseursalon Haargenau... 10 Kapitel 1 Einführung in das Sozialversicherungsrecht... 11 1.1 Geschichtliche Entwicklung... 11 1.2

Mehr

Die stufenweise Wiedereingliederung

Die stufenweise Wiedereingliederung Die stufenweise Wiedereingliederung nach 28 SGB IX Firma Zeiss Teilhabe behinderter Menschen und betriebliche Praxis Sozialpolitik Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Schritt für Schritt zurück in die

Mehr

e) Kostenbeteiligung

e) Kostenbeteiligung e) Kostenbeteiligung aa) Zuzahlungspflichten des Versicherten Z.B. Stationäre Krankenhausbehandlung, 39 Abs. 4 SGB V: Versicherte, die das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, zahlen vom Beginn der vollstationären

Mehr

Online-Test 2015 Sozialgesetzbücher - Nur für registrierte Teilnehmer -

Online-Test 2015 Sozialgesetzbücher - Nur für registrierte Teilnehmer - Online-Test 2015 Sozialgesetzbücher - Nur für registrierte Teilnehmer - SGB 01. In welchem Jahr wurde in Deutschland das erste Gesetz zur Sozialversicherung verabschiedet? a) 1883 b) 1919 c) 1927 d) 1949

Mehr

Kausalitäts- und Zurechnungszusammenhänge:

Kausalitäts- und Zurechnungszusammenhänge: Kausalitäts- und Zurechnungszusammenhänge: Versicherte Tätigkeit Unfallbringendes Verhalten Unfallgeschehen Gesundheitsschaden zeitlicher/örtlicher/sachlicher Zusammenhang Unfallkausalität: Wesentliche

Mehr

Vollkasko für Unternehmer? - Versicherungen und Vorsorge

Vollkasko für Unternehmer? - Versicherungen und Vorsorge Vollkasko für Unternehmer? - Versicherungen und Vorsorge Aktiv und Gesund Sorgenfrei Erstklassig Servicestark Effizient und Flexibel dafür steht die BARMER! Gründungsforum 2009/2010 Region Göttingen Überlegen

Mehr

Rente und Hinzuverdienst

Rente und Hinzuverdienst Rente und Hinzuverdienst Altersrenten Sie wollen auch als Altersrentner beruflich aktiv bleiben? Das können Sie selbstverständlich. Ihr Einkommen heißt dann Hinzuverdienst. Wie viel Sie zur gesetzlichen

Mehr

Mutterschutz und Beschäftigungsverbot

Mutterschutz und Beschäftigungsverbot Mutterschutz und Beschäftigungsverbot Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, die in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis stehen. Es kommt auch bei Arbeitnehmerinnen, die in einem Probe-, Teilzeit-

Mehr

Herzlich Willkommen zur

Herzlich Willkommen zur Herzlich Willkommen zur Infoveranstaltung Kathrin Bohr Wer sind wir - Ein Träger der gesetzlichen Rentenversicherung - Seit dem 01.10.2005 Deutsche Rentenversicherung Westfalen (Hauptverwaltung in Münster)

Mehr

Aktuelles aus der. Deutschen Rentenversicherung für Schwerbehinderte. Heike Peters

Aktuelles aus der. Deutschen Rentenversicherung für Schwerbehinderte. Heike Peters Aktuelles aus der Deutschen Rentenversicherung für Schwerbehinderte Heike Peters 0 13720191 Rente für schwerbehinderte Menschen 1 ISV03i00 Rente für schwerbehinderte Menschen Welche Möglichkeiten gibt

Mehr

Patienteninformationen zur Krebsvorsorge

Patienteninformationen zur Krebsvorsorge Ihr Arzt für Urologie Bewusst beraten werden und danach handeln. Eine gute Investition in Ihre Gesundheit. Patienteninformationen zur Krebsvorsorge Eine individuelle Gesundheitsleistung DR. MED A. GANAMA

Mehr

vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente

vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente vereinfachte Gegenüberstellung Riester - Rente vs. Rürup - Rente Inhaltsverzeichnis: Seite Was ist die Riester- bzw. Rürup-Rente 2 Wer kann eine Riester-/Rürup-Rente abschließen? 2 Ansprüche im Erlebensfall

Mehr

Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten (Stand 23.05.2014)

Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten (Stand 23.05.2014) Anlage 1 zu Info Nr. 31/2014 Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten (Stand 23.05.2014) Der am 23.5.2014 vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf beinhaltet im Wesentlichen vier

Mehr

Checkliste. www.steuerberatung-landgraf.de. für geringfügig entlohnte oder kurzfristig Beschäftigte (sog. Minijobber) 1. Persönliche Angaben

Checkliste. www.steuerberatung-landgraf.de. für geringfügig entlohnte oder kurzfristig Beschäftigte (sog. Minijobber) 1. Persönliche Angaben Checkliste www.steuerberatung-landgraf.de für geringfügig entlohnte oder kurzfristig Beschäftigte (sog. Minijobber) 1. Persönliche Angaben Name, Vorname: Anschrift:. Telefon: Rentenversichertennummer:

Mehr

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben S. Lehnert, Dipl. Sozialarbeiterin, -pädagogin (FH) K. Fleischer, Dipl. Sozialarbeiterin, -pädagogin (FH) Zentrum für Ambulante Rehabilitation 2014 Grundsatz: Rehabilitation

Mehr

Antrag auf Erstattung zu Unrecht entrichteter Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung aus einer Beschäftigung

Antrag auf Erstattung zu Unrecht entrichteter Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung aus einer Beschäftigung 1 Betriebs-/Beitrags-Konto-Nr. HEK Hanseatische Krankenkasse Beitragszentrum - Firmenkunden 22034 Hamburg Hinweis: Die Beantwortung der Fragen ist zur Prüfung des Erstattungsanspruchs erforderlich ( 28o

Mehr

Vorsorge im Alter Was ist möglich? Oder Vorsorge für wen und wie?

Vorsorge im Alter Was ist möglich? Oder Vorsorge für wen und wie? Vorsorge im Alter Was ist möglich? Oder Vorsorge für wen und wie? Dr. med. Simone Maier Landesvorsitzende des Berufsverbands der deutschen Urologen, Württemberg Urologische Gemeinschaftspraxis Dres.. Maier/Löffler

Mehr

April 2014. Arbeitslos: Was ist zu tun?

April 2014. Arbeitslos: Was ist zu tun? April 2014 Arbeitslos: Was ist zu tun? Impressum Inhalte: Ida Schneider Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz e. V., Kaiserstraße 62, 55116 Mainz E-Mail: rheinland-pfalz@vdk.de Internet: www.vdk.de/rheinland-pfalz

Mehr

PRESSEINFORMATION. Das ändert sich zum Jahreswechsel. Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Kornwestheim/Frankfurt, 19.

PRESSEINFORMATION. Das ändert sich zum Jahreswechsel. Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Kornwestheim/Frankfurt, 19. PRESSEINFORMATION Kornwestheim/Frankfurt, 19. Dezember 2014 Das ändert sich zum Jahreswechsel Wie jedes Jahr, treten auch zum 1. Januar 2015 zahlreiche Änderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

Mehr

A9 Unfallversicherung

A9 Unfallversicherung A9 Unfallversicherung Inhaltsverzeichnis Das ist in Deutschland anders...2 Das regelt die EU...2 EG-Verordnung... 2 Versicherungspflicht und Leistungserbringung im Beschäftigungsland... 2 Arbeitsunfall...

Mehr

Rentenreform 2014 Das Gesetz über. Rentenversicherung vom 23.6.2014

Rentenreform 2014 Das Gesetz über. Rentenversicherung vom 23.6.2014 Aktualisierung des Ratgebers Vorzeitig in Rente gehen 3. Auflage 2014, Stand: Juli 2014 Rentenreform 2014 Das Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung vom 23.6.2014 Das

Mehr

Merkblatt zu Befreiungsmöglichkeiten von dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen

Merkblatt zu Befreiungsmöglichkeiten von dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen Merkblatt zu Befreiungsmöglichkeiten von dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen von Sebastian Tenbergen Referent für Sozialrecht und Sozialpolitik Seite 1 Inhalt Vorbemerkung...

Mehr

Fragen & Antworten zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes

Fragen & Antworten zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Der von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf beinhaltet im Wesentlichen vier Komponenten: die Rente ab 63, die Mütterrente,

Mehr

Die GesundBU. Zeit, gesund zu werden!

Die GesundBU. Zeit, gesund zu werden! Die GesundBU Zeit, gesund zu werden! Dank schneller Leistung, wenn es darauf ankommt! Die 1. Berufsunfähigkeitsversicherung mit zusätzlicher GesundLeistung bei schweren Krankheiten und bei Verlust von

Mehr