KREBSVORSORGE aktuell

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1 Studien Kampagnen Trends 10/03 Editorial Wozu dieser Newsletter? Vor einem halben Jahr kam das Buch Mythos Krebsvorsorge heraus, geschrieben von Klaus Koch und mir. Was ich nicht unbedingt erwartet hätte: Das Thema beschäftigt uns mit unverminderter Intensität. Wöchentlich werden neue Studien veröffentlicht, neue Kampagnen ins Leben gerufen und neue Trends gesetzt. Wir haben seit dem Erscheinen unseres Buchs etliche Artikel zum Thema verfasst, Vorträge gehalten und öffentliche Diskussionen geführt. Dennoch können wir das Geschehen oft nur passiv verfolgen. Das ist unbefriedigend. Der Newsletter gibt mir die Möglichkeit, aktiv zu werden und so die kritische Auseinandersetzung zu beleben. Und die ist notwendig. Das Buch hat wohl den einen oder anderen ins Grübeln gebracht, aber von einem Stimmungsumschwung kann keine Rede sein: Mehr denn je setzen Politiker, Versicherungen und Initiativen auf Prävention und damit auch auf Krebsvorsorge. Das Argument: Wenn ein Krebsleiden früh genug erkannt wird, kann der Patient geheilt werden. Wer sich dem verweigert, schadet sich, seiner Familie und dem Gesundheitssystem. Beispiel Krebshilfe: Sie will auch in Zukunft der Bevölkerung das große Potenzial der Prävention und Früherkennung noch stärker bewusst machen. Ein Abwägen der Vor- und Nachteile der Methoden unterbleibt. Beispiele aus den USA, England oder Holland zeigen, wie ausgewogene Patienteninformationen aussehen können. Obwohl diese Aufklärungsbroschüren ebenfalls für die Früherkennung werben, versuchen sie doch, den Stand der wissenschaftlichen Diskussion wiederzugeben. Das ist auch mein Anliegen: Ich habe mich bemüht, für den Newsletter eine repräsentative Auswahl an Studien zu treffen und nicht nur die herauszupicken, die die Skepsis nähren. Wenn KREBSVORSORGE dennoch einen tendenziösen Eindruck erwecken sollte, liegt das auch daran, dass Studien überwiegend zu kritischen Ergebnissen kommen, die im Widerspruch zur verbreiteten Haltung stehen. Drei Punkte sind es vor allem, die von den Befürwortern der Früherkennung vernachlässigt werden: Der Nutzen etlicher Methoden wird überbewertet. So ist offen, ob die gerade eingeführte Darmspiegelung die Sterblichkeit wirklich senken wird. Dennoch sagt die Initiatorin der Felix Burda Stiftung, Christa Maar, über die Krankheit Darmkrebs: Man kann sie verhindern. Keiner muss sie bekommen, wenn jeder zur Vorsorge geht. Selbst Methoden, deren Nutzen in Studien widerlegt ist, werden weiter propagiert. Obwohl etwa das Brustabtasten Frauen nachweislich nicht vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt, wird es nach wie vor in Frauenzeitungen beworben und auch von den Fachgesellschaften befürwortet. Mögliche Schäden werden ausgeblendet, obwohl sie die Lebensqualität stark beeinträchtigen können. Beunruhigende Testergebnisse, auch wenn sie sich später als unbegründet herausstellen, versetzen die Patienten erst einmal in Sorge. Für die Abklärung eines Befundes sind oft Gewebeentnahmen nötig, also kleine Operationen, die zumindest unangenehm sind. Und schließlich lässt sich oft nicht vorhersagen, wie sich ein kleiner Tumor weiter entwickeln würde. Vielleicht würde er klein bleiben oder so langsam wachsen, dass er nie Probleme bereiten würde. Dann wäre die Therapie mit ihren teils gravierenden Nebenwirkungen unnötig. Eine ausgewogene Aufklärung wird vernachlässigt, obwohl es anderswo längst Konsens ist, dass man die überwiegend gesunde Screening-Zielgruppe besonders deutlich auf mögliche Schäden hinweisen muss. KREBSVORSORGE richtet sich an alle, die mit dem Thema Krebsvorsorge in besonderem Maße zu tun haben: an Ärzte, Versicherungen, Industrieunternehmen, Patientenverbände, Journalisten und interessierte Laien. So will der Newsletter dazu beitragen, dass die Krebsvorsorge ihren mythischen Glanz verliert und zunehmend als das gesehen wird, was sie ist: Als eine Sammlung medizinischer Maßnahmen, deren Vor- und Nachteile nüchtern abgewogen werden müssen. Jeder soll selbst entscheiden können, ob er sich darauf einlassen möchte. Das ist das Ziel. Christian Weymayr

2 Studien 10/03 Gebärmutter Sex nach Operation I Wenn Ärzte nach einem Pap-Abstrich einen behandlungsbedürftigen Tumor des Gebärmutterhalses entdecken, entfernen sie häufig die ganze Gebärmutter. Eine Befragung von 352 Frauen in Holland ergab nun, dass sich die generelle Zufriedenheit mit der Sexualität sechs Monate nach der OP verbessert hatte und zwar unabhängig davon, ob die Gebärmutter vollständig oder nur teilweise entfernt worden war. Hatten vor der OP etwa ein Viertel der Frauen über Orgasmus-Probleme geklagt, waren es nach der OP nur noch halb so viele. Neue Probleme traten kaum auf. Die weitverbreitete Befürchtung von Frauen, mit der Gebärmutter auch die Freude am Sex zu verlieren, scheint also unbegründet. BMJ 2003 / 327 / 774 Prostata Sex nach Operation II Ein Großteil der Männer verliert nach einer Prostataentfernung seine Potenz. Meist werden bei der OP zwei wichtige Nervenstränge durchtrennt, was die Männer fast immer impotent macht. Zwei neuen Studien zufolge, vorgestellt auf der Jahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie, können weder Nervtransplantation noch Schlüsselloch-Operation diese Ergebnisse verbessern. Selbst wenn ein Nervenstrang geschont werden kann und der zweite durch die Transplantation eines Beinnervs wiederhergestellt wird, werden 67 Prozent der Männer impotent. Bleiben beide Nervenstränge erhalten, sind es 48 Prozent, wird nur ein Strang geschont, 81 Prozent. Unwesentlich besser sehen die Zahlen nach einer minimal-invasiven Prostataentfernung aus. Urologische Nachrichten 2003/09; Kongressausgabe Seite 12 und Seite 26. PSA-Test Alle vier Jahre ausreichend Ob Früherkennung die Mortalität beim Prostatakarzinom senken kann, wird die europäischen Prostata-Screening-Studie ERSPC erst in einigen Jahren zeigen. Ein erstes wichtiges Ergebnis liegt aber schon jetzt vor: In den vier Jahren zwischen zwei Screening-Runden mit Männern taten nur 18 Intervall-Karzinome auf, die alle in heilbaren Stadien waren. Fritz Schröder, der Leiter der Studie, hält deshalb ein Vier- Jahresintervall für ausreichend. Die deutsche Leitlinie empfiehlt dagegen einen jährlichen PSA-Test. Bis ERSPC abgeschlossen ist, hält es Schröder für unverantwortlich, den PSA- Test ohne Aufklärung über die unsichere Bilanz anzubieten: Bei einer Tagung der Krebsgesellschaft NRW nahm er an einer Podiumsdiskussion nicht teil, weil den Zuhörern vor der Veranstaltung ein PSA-Test angeboten wurde. Deutsches Ärztblatt online Kommunikation Mehr Aufklärung, mehr Tests Wer auch über die möglichen Nachteile eines Screeningtests wie unötige Biopsien und Operationen informiert wird, verweigert den Test vielleicht und schlägt damit auch die Chance auf die frühe Erkennung eines kleinen Tumors aus. Diese Befürchtung ist wohl der Hauptgrund, warum hierzulande die möglichen Folgen erst nach einem Test besprochen werden. Wie eine Analyse von Studiendaten jetzt zeigt, ist die Angst unbegründet. Zwar fanden die beiden Studien mit der ausführlichsten Aufklärung tatsächlich einen leichten Rückgang der Teilnahmeraten, doch bei allen 13 ausgewerteten Studien zusammen nahmen mehr Menschen an den Tests teil, wenn sie über ihre individuellen Risiken aufgeklärt wurden. BMJ 2003 / 327 / 703 Mammographie Frühe Stadien in Dänemark In Dänemark gibt es seit der Einführung zweier Mammographie-Programme 1991 und 1994 relativ weniger unheilbare Brustkrebserkrankungen: Während zuvor noch 57 Prozent aller diagnostizierten Tumore weit entwickelt waren, sank die Rate auf zuletzt 43 Prozent. Allerdings ist jetzt jeder dritte Tumor ein so genanntes In-Situ-Karzinom, das ohne Früherkennung gar nicht aufgefallen und vielleicht nie bösartig geworden wäre. Medscape Medical News

3 Kampagnen 10/03 Krebshilfe 10 Punkte-Kodex Bis zu zwei Drittel aller Krebserkrankungen sind vermeidbar, meint Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. Der neue Europäische Kodex zur Krebsbekämpfung nennt 10 Verhaltensregeln, die anlässlich der Europawoche gegen den Krebs (6. bis 12. Oktober) vorgestellt wurden. Die Krebs-Früherkennung und eine gesunde Lebensweise sind die wichtigsten Pfeiler der Prävention, so Schipanski. Ungeachtet der Diskussionen um mögliche Schäden der Früherkennung behält die Krebshilfe also ihren bisherigen Kurs bei: motivieren ja, informieren nein. Deutsche Krebshilfe Brustabtasten Puppe mit Knoten Rechtzeitig zum diesjährigen Breast Cancer Awareness - Monat hat ein plastischer Ingenieur von der University of Warwick auf Anregung dreier Krankenschwestern eine Brustkrebs-Puppe entwickelt, die es Frauen leichter machen soll, das Selbstabtasten zu erlernen. Der Fiberglasrumpf der Puppe kann mit vier austauschbaren Brustimplantaten ausgestattet werden, die verschiedene Gewebeanomalien darstellen. Dank einer Latexhaut fühlt sich das Modell lebensecht an. Eine Puppe, an der Männer das Ertasten von Hodenkrebs erlernen sollen, ist bereits in Arbeit. N. Tucker, EurekAlert HPV-Test Beginn einer neuen Ära Da fast alle Gebärmutterhalstumore auf eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) zurückgehen, haben einige US-Organisationen den HPV-Test in ihre Screening- Empfehlungen aufgenommen, meldet die Society for Women s Health Research. Deren Chef behauptet gar, dass mit dem HPV-Test eine neue Ära des Zervix-Screenens eingeläutet werde. Sein Anliegen: Wir müssen Mediziner, Politiker, Frauen und Versicherer über die Wichtigkeit des neuen HPV-Tests unterrichten. In Deutschland stößt er damit auf den Widerstand vieler Ärzte, die den Pap-Test für ausreichend halten und vor einer unnötigen Beunruhigung HPV-infizierter Frauen warnen. Der Eifer der Society kommt nicht von ungefähr: Auch wenn sie sich als not-for-profit Organisation bezeichnet, liest sich ihr Corporate Advisory Council mit 40 Firmen wie das Who is Who der Pharmabranche. Mit von der Partie: Digene Corporation, der Hersteller des HPV-Tests. A. Hoskins, EurekAlert Versicherungen Belohnung für Vorsorge Mindestens drei Versicherungen wetteifern derzeit darum, die ersten zu sein, die ein Bonus-Programm für präventionsbewusstes Verhalten anbieten: Barmer, Techniker Krankenkasse und Gmünder Ersatzkasse wollen ab 1. Januar 2004 dafür neue gesetzliche Freiheiten nutzen. Auch die AOK ist jetzt auf den Zug aufgesprungen. Während die Art der Belohnung bei den Konkurrenten variiert, lautet die Begründung unisono: Es spare Kosten, wenn die Menschen nicht an Krebs oder Herzinfarkt sterben. Ob die Rechnung aufgeht, ist ungewiss. Eine Studie der Gmünder Ersatzkasse hat ergeben, dass zwar diese Volkskrankheiten das meiste Geld verschlingen, aber die Ausgaben mit zunehmendem Alter generell steigen. Barmer, ots Deutsches Ärzteblatt online und GEK Gesundheitsreport 2003 Darmkrebs Felix Burda Award ausgelobt Wer so mutig ist wie Susan Stahnke, die sich im vergangenen Jahr vor laufender Kamera den Darm spiegeln ließ, oder wer die Darmvorsorge wissenschaftlich untersucht, der kann sich bis zum um den nächsten Felix Burda Award für Kommunikation und Medizin bewerben und mit Unterstützung des Darmspiegel-Herstellers Pentax Euro gewinnen. Felix Burda Stiftung, ots

4 Trends 10/03 DGU Bewegung beim PSA-Test Klaus Koch, Co-Autor von Mythos Krebsvorsorge, wurde zur DGU-Tagung nach Hamburg eingeladen, um dort auf einer Pressekonferenz mit Ärzten über den PSA-Test zu diskutieren. Ergebnis: Die DGU bleibt zwar dabei, den PSA-Test zu empfehlen, aber sie räumte ein, dass Patienten über die Vorund Nachteile der PSA-Bestimmung sowie über mögliche Folgen unterrichtet werden sollten, und zwar natürlich im Vorfeld der PSA-Untersuchung. B. Albers, idw Rundum gesund Ungelegte Eier Die Einsicht der DGU, dass rechtzeitige Aufklärung über den PSA-Test not tut, ist manchen Urologen noch fremd. So meinte in der WDR-Sendung Rundum gesund der Studio- Experte Günther Jacobi, eine robuste Aufklärung würde den Patienten überfordern. Der Test selbst sei ungefährlich, also habe es auch keinen Sinn, über ungelegte Eier zu reden. Sein Fazit: Aufklärung ja, aber erst nach dem PSA-Test. Rundum gesund, WDR-Fernsehen Gesundheit Rauchende Vorbilder Wie die Apothekenzeitschrift Gesundheit meldet, verdreifacht das Sehen von Filmen mit rauchenden Darstellern die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche selbst mit dem Rauchen anfangen. Das haben US-Forscher in einer Studie an 2603 Schülern herausgefunden. Obwohl Krebsgesellschaften seit Jahren das Rauchen als Ursache von jährlich Tabaktoten in Deutschland brandmarken, qualmt es in den Köpfen hiesiger Regisseure immer noch gewaltig. W. Schnieders-Kokenge, ots Terminvorschau Gesünder durch Vorsorge? Im Rahmen der Vorlesungsreihe Wege zu mehr Qualität in der Medizin, in der Prävention und in der Gesundheitsförderung an der Berliner Charité hält Klaus Koch einen Vortrag über das Thema: Krebs-Früherkennung Macht uns Vorsorge gesünder?. Zeit: Donnerstag, , 18:00 20:00 Uhr. Ort: Campus Benjamin Franklin, Hörsaal Ost, Hindenburgdamm 30, Berlin. Universitätsvorlesungen Charité Anzeige Impressum Ein Wegweiser im Dschungel der Krebsfrüherkennung sachlich und hoch. Kölner Stadtanzeiger Dieses Buch ist gut und wichtig. Es korrigiert einen Mythos und schließt eine Lücke. Deutsches Ärzteblatt Christian Weymayr / Klaus Koch Mythos Krebsvorsorge Eichborn Verlag KREBSVORSORGE ist ein unabhängiger, mit privaten Mitteln finanzierter Newsletter zum Thema Prävention von Krebs. KREBSVORSORGE erscheint monatlich. Das -abonnement ist kostenlos. Ein Abonnement des gedruckten Newsletters kostet 3,- pro Ausgabe, der Nachdruck einzelner Beiträge das übliche Zeilenhonorar. Kontakt Dr. Christian Weymayr Hafengasse Tübingen /

5 Studien Kampagnen Trends 11/03 Editorial Die Buchhalter des Präsidenten Was ein Präsident sagt, hat Gewicht. Selbst wenn er eigentlich nicht viel zu sagen hat, wie der Bundespräsident, gewinnt das, was er sagt, durch die Würde seines Amtes an Bedeutung. Auch der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft ist deshalb mehr als der administrative Leiter einer Fachgesellschaft: Er ist die oberste Instanz in Sachen Krebs. Ich weiß nicht, ob Klaus Höffken, derzeit Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, das bedacht hat, als er der Bunten ein Interview zum Thema Krebsvorsorge gab. Beim Lesen des Interviews gewinnt man den Eindruck: Da will sich einer was von der Seele reden als würde er im Freundeskreis sprechen und darauf vertrauen, dass nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird. Doch die Bunte ist kein Stammtisch und ein zigtausendfach gedrucktes Interview kein Ort für unbedachte Worte Menschenleben, so Höffken, könnten jedes Jahr durch Früherkennung gerettet werden: Stellen Sie diese Menschen an die Autobahn von München nach Flensburg. Alle 30 Meter steht einer, dem Sie das Leben gerettet haben das ist Früherkennung. Und nicht Haarspalterei von Kollegen, die wie Buchhalter an die Sache gehen: Alles muss 100-prozentig statistisch bewiesen sein, bevor wir arbeiten. Zunächst einmal: Wie kommt Höffken auf die Zahl ? An Darm-, Brust-, Prostata-, Haut- und Gebärmutterhalskrebs sterben zusammen jährlich gut Menschen. Höffken behauptet also, dass sich davon mehr als die Hälfte mit den gängigen Früherkennungs-Methoden retten ließen. In den bislang 693 Publikationen, die sich in meiner Datenbank zum Thema Vorsorge und Früherkennung finden, ist nicht eine einzige Methode beschrieben, für die ein solch durchschlagender Nutzen nachgewiesen worden wäre. Nun zu den Buchhaltern : Der Schutz des Gesunden genießt in der Medizin einen hohen Stellenwert. Deshalb wird etwa zu Recht verlangt, dass ein neuer Wirkstoff sowohl seine Unbedenklichkeit als auch seinen Nutzen belegen muss, bevor er als Medikament zugelassen werden kann. Sollte das für die Krebsfrüherkennung nicht gelten? Wenn Epidemiologen im In- und vor allem im Ausland die verfügbaren wissenschaftlichen Daten sichten und gewichten, und anschließend auf mögliche Schäden und unzureichende Belege hinweisen, dann sind sie für Höffken Haarspalter und Buchhalter. Er beleidigt damit nicht nur den ehrbaren Berufsstand der Buchhalter. Mit der Behauptung alles muss 100-prozentig statistisch bewiesen sein demonstriert er mangelnde Kenntnis der Evidenz-basierten Medizin, gegen die sich sein Seitenhieb wohl richtet: Denn die fordert keineswegs 100-prozentige Beweise, sondern versucht lediglich, aus Daten Schlüsse zu ziehen. Noch drei Beispiele: Wenn Höffken fragt: Warum sollte ein Abstrich auf Gebärmutterhalskrebs schaden? offenbart er eine Naivität, für die jeder Medizinstudent exmatrikuliert werden müsste. Selbst in dem äußerst sorgfältigen englischen Screening-Programm wird jeder verhinderte Tumortod mit massiven Schäden erkauft: mit 150 auffälligen Befunden, 80 weitergehenden Abklärungen und 50 Behandlungen. Dann: Von 100 positiv getesteten, so behauptet er, könnten 75 mit der Diagnose gesund nach Hause gehen und 25 könne die Untersuchung das Leben retten. Wo bleiben in dieser Rechnung all die, deren Tumor zu spät erkannt und deren Leidenszeit nur verlängert wird, und wo bleiben die, deren Tumor auch unbehandelt nie zu eine Problem geworden wäre? Und schließlich: Einen Schlag ins Gesicht vieler Prostatapatienten ist seine Antwort auf die Frage, ob die Behandlung impotent oder inkontinent macht: Nein. Mit den modernen Operationensmethoden sollte das nicht passieren. Präsident Klaus Höffken Wer, wie Klaus Höffken, Zahlen schönt, rationales Vorgehen verunglimpft, mit Unwissenheit glänzt und Schäden leugnet, wäre als Präsident untragbar zumindest als Bundespräsident. Christian Weymayr

6 Studien 11/03 Mammographie Viele Fehlalarme in den USA In den USA wird etwa jede 7. erstmalig mammographierte Frau zwischen 50 und 54 Jahren erneut zum Arzt gebeten, um einen auffälligen Befund abklären zu lassen, in Großbritannien ist es dagegen jede 13. Frau. Obwohl sich also in den USA doppelt so viele Frauen erneut mammographieren und/oder eine Gewebeprobe entnehmen lassen müssen, werden in beiden Ländern insgesamt gleich viele Tumore gefunden: bei jeder 170. Frau. Das heißt: In den verschiedenen USamerikanischen Programmen kommen auf einen entdeckten Tumor rund 22 Fehlalarme, im zentral organisierten britischen Programm 11 Fehlalarme. BMJ 2003 / 327 / 948 Darmkrebs Risikofaktor Entzündung Chronische Entzündungen stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen, weshalb entzündigungshemmende Medikamente, wie etwa Aspirin, das Risiko, an Krebs zu erkranken, vermindern könnten. Jetzt haben Zellversuche tatsächlich gezeigt, dass eine Überproduktion des entzündigsfördernden Enzyms COX-2 zu Erbgutveränderungen führt, wie sie auch bei einer erblichen Form von Darmkrebs beobachtet werden. Die Autoren der Studie sehen diese entzündungsbedingte Art von Erbgutschaden deshalb als Risikofaktor für Darmkrebs an. C. Floyd Manley, EurekAlert PSA-Test Die Tiroler sind rüstig In Tirol an der Universitätsklinik Innsbruck wird seit Jahren ein qualitativ hochwertiges PSA-Screening angeboten. Der PSA-Grenzwert wird dabei in Innsbruck weit niedriger angesetzt als der in Deutschland und anderen Ländern empfohlene Wert von 4ng/ml. Das scheint sich in dem Sinne auszuzahlen, dass mehr frühe Stadien gefunden werden: Der durchschnittliche PSA-Wert der entdeckten Tumore sank von 13ng/ml im Jahr 1996 bis auf 7ng/ml in Entsprechend stieg die Rate an Tumoren, die bei der Diagnose noch auf die Prostata beschränkt waren, von 65% auf 82%. Der Anteil der Tumor- Patienten mit einem PSA-Wert unter 4ng/ml verdoppelte sich von 14% auf 39%. Bei einem Grenzwert von 4ng/ml wäre somit fast jeder zweite Tumor übersehen worden. Dass sich das erfolgreiche frühe Entdecken auch im Sinne höherer Überlebensraten auszahlt, lässt sich allerdings nicht folgern. Prostate 2003 / 57(2) / 93 Prostatakrebs Männer, esst Tomaten! In Versuchen mit männlichen, stark zu Prostatakrebs neigenden Ratten konnte eine Tomatenpulver-Diät das Sterblichkeitsrisiko um 26% senken. Andere Ratten, die den isolierten Tomatenfarbstoff Lycopene bekommen hatten, starben dagegen so häufig wie Kontrollratten. Außerdem zeigte der Versuch, dass eine Kalorienreduktion sogar 32% weniger sterben ließ. Daraus ist zweierlei zu folgern: Das Nahrungsergänzungmittel Lycopene, das viele Männer prophylaktisch einnehmen, scheint wirkungslos zu sein, maßvoll essen dagegen sinnvoll. Und zweierlei bleibt offen: Wieviel Tomaten ein Mann essen muss, um sein Risiko merklich zu senken und ob sich Männer wie Ratten verhalten. JNCI 2003 / 95 / 1563 L. Wang, EurekAlert Rauchen Aufhören dank Screenen Auch wenn das Röntgen der Lungen mit dem Computertomographen keine allgemein empfohlene Screeningmethode ist, zeigt sie dennoch Wirkung. Mit der Durchleuchtung kommt offenbar auch die Erleuchtung, dass Schlussmachen mit der Qualmerei eine gute Idee ist: Selbst von den hartgesottenen Rauchern, die mehr als 20 Jahre lang täglich mindestens ein Päckchen Zigaretten konsumiert hatten, waren ein Jahr nach der Untersuchung unabhängig vom Ergebnis mit 14% gut doppelt so viele abstinent wie beim Durchschnittsraucher. Eine weitere neue Studie zeigt, dass auch zwei Genvarianten den Aufhörentschluss erleichtern. L. Spindle, EurekAlert M. Kasimatis, EurekAlert

7 Kampagnen 11/03 Lungenkrebs Patienten nicht stigmatisieren Anlässlich des Internationalen Lungenkrebstags am mahnte Klaus Höffken, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, vor einer Stigmatisierung der Raucher. Er rief stattdessen zu mehr Aufmerksamkeit für die betroffenen Patienten auf, die an ihrer meist unheilbaren Krankheit genug zu leiden hätten. Höffken kritisierte die mittelalterliche Be- und Vorverurteilung von Krebspatienten. Ob Raucher oder Nichtraucher, jeder habe die gleichen Behandlungsrechte. Die Krebsgesellschaft setzt sich für mehr Prävention und die Schaffung flächendeckender Angebote zur Behandlung der Tabakabhängigkeit ein. B. Michels, idw Prozess Tabakindustrie kontert Während in Deutschland jüngst die Klage eines Lungenkrebspatienten abgewiesen wurde, kämpft in England derzeit die Witwe eines an Lungenkrebs verstorbenen Mannes noch um Pfund Schmerzensgeld. Ihr im Grunde vernüftiger Mann hätte nämlich nie und nimmer zu rauchen angefangen, wenn damals schon auf die Gefahren des Tabakkonsums hingewiesen worden wäre. Bei den ersten Warnungen sieben Jahre später sei er bereits hoffnungslos abhängig gewesen. Die beklagte Firma Imperial Tobacco konterte eiskalt: Der Mann sei weder vernünftig noch ein Unschuldslamm gewesen, sondern ein für Brandstiftung, elfmaligen Gefängnisaufenthalt und Brutalität gegenüber seiner Familie bekannter Trunkenbold (wie auch seine Witwe einräumen musste). Zudem habe schon King James anno 1604 vor der Lungenschädigung durch Tabak gewarnt und obendrein sei ein Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und Rauchen gar nicht erwiesen. BMJ 2003 / 327 / 888 Krebshilfe Projekt abzugeben Um Familien, die besonders von Brust- und Eierstockkrebs betroffen sind, helfen zu können, hat die Deutsche Krebshilfe 1996 Beratungsstellen in 12 universitären Zentren eingerichtet. Mehr als 7000 Familien nutzten diese kompetenten Anlaufstellen seitdem. Der Verdacht auf eine ungünstige Veranlagung erhärtete sich bislang bei 2000 Frauen, die jetzt in einem intensiven Früherkennungsprogramm betreut werden. Da die Krebshilfe sich außerstande sieht, das Projekt länger als bis Ende des Jahres zu finanzieren, sucht sie einen neuen Sponsor und hätte da auch schon eine Idee, verrät Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Krebshilfe: Maßnahmen, die nachweislich die Patientenversorgung verbessern, müssen von den Krankenkassen finanziert werden. E. Kalbheim, idw Prostatakrebs SELECT am Tag des Herrn Für die USA-weite Krebsvorbeuge-Studie SELECT (Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial) werden noch 3000 Afroamerikaner gesucht. Die Studie soll klären, ob man mit einer zusätzlichen Einnahme von Selen und Vitamin E Prostatakrebs vorbeugen kann. Jetzt haben sich etliche Kirchen, angeführt von Fernsehprediger Les Brown, bereit erklärt, an einem SELECT Sunday im Gottesdienst für die gute Sache zu werben. Insgesamt sollen an der 180 Millionen Dollar teuren Studie an 400 Forschungseinrichtungen Männer teilnehmen, die über 12 Jahre beobachtet werden. K. Woodward, EurekAlert Selbstabtasten Neuer Film Brust bewusst Selbstbewusst, Körperbewusst, Brustbewusst. Die Aktion Bewusstsein für Brustkrebs bietet jetzt einen 16-minütigen Informations- und Motivationsfilm an, der zeigt, wie man sich am besten die Brust abtastet. Der Film kann von interessierten Frauen unter angefordert werden. Das Brustabtasten sollte, so Geschäftsführer Dieter Alt, für Frauen zur Körperpflege gehören und so selbstverständlich sein wie Zähneputzen. Denn: Frauen, die ihren Körper kennen, wissen, wann es ihm gut geht und wann nicht. Mit der Brust ist es dasselbe. D. Alt, ots

8 Trends 11/03 Mammographie Bessere Aufklärung gefordert Immer wieder wird angemahnt, Frauen über die unsichere Schaden-Nutzen-Bilanz der Screening-Mammographie aufzuklären. Einseitige Kampagnen sind umso bedenklicher, als Studien übereinstimmend zeigen, dass mammographierte Frauen zwischen 40 und 49 etwa 10 Jahre lang ein höheres Risiko haben an Brustkrebs zu sterben als ungescreente Frauen, was womöglich an der Strahlenbelastung und den chirurgischen Eingriffen liegt. Erst danach scheint sich das Verhältnis umzukehren. BMJ 2003 / 327 / 101 L. Wang, EurekAlert Gebärmutterhalskrebs Seltener Screenen? Sollten Frauen nur alle drei Jahre einen PAP-Test zur Vorsorge und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs machen lassen, um sich Belastungen und den Kassen Kosten zu ersparen? Jetzt kam eine Hochrechnung zu folgendem Ergebnis: Wird nach drei unbedenklichen Tests weiter jährlich und nicht im Dreijahresabstand getestet, wären knapp Tests und Abklärungen verdächtiger Befunde nötig, um einen weiteren Krebsfall zu verhindern. NEJM 2003 / 349 / 1495 und 1501 Humor Kabarettist Köhnich träumt Johann Köhnich bei Harald Schmidt: Habe geträumt, ich hätte im Preisausschreiben der Barmer-Ersatzkasse gewonnen. 1. Preis war eine kostenlose Vorsorge-Obduktion. Als ich vor dem Obdulogen liege, frage ich, was das denn bedeutet hier und er erklärt, er würde mich jetzt aufschneiden und dann der Barmer melden, wie lange ich noch gelebt hätte und die würden dann meinen Satz neu berechnen. Harald Schmidt Show Terminvorschau Koch-Vortrag in Bremen Am 26. November um 20 Uhr spricht Klaus Koch im Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen (Schule am Barkhof, Parkallee 39, Raum 1070) über den Mythos Krebsvorsorge. Zentrum für Public Health Anzeige Impressum Ein Wegweiser im Dschungel der Krebsfrüherkennung sachlich und hoch. Kölner Stadtanzeiger Dieses Buch ist gut und wichtig. Es korrigiert einen Mythos und schließt eine Lücke. Deutsches Ärzteblatt Christian Weymayr / Klaus Koch Mythos Krebsvorsorge Eichborn Verlag KREBSVORSORGE ist ein unabhängiger, mit privaten Mitteln finanzierter Newsletter zum Thema Prävention von Krebs. KREBSVORSORGE erscheint monatlich. Das -abonnement ist kostenlos. Ein Abonnement des gedruckten Newsletters kostet 3,- pro Ausgabe, der Nachdruck einzelner Beiträge das übliche Zeilenhonorar. Kontakt Dr. Christian Weymayr Hafengasse Tübingen /

9 Studien Kampagnen Trends 12/03 Editorial Die Krankheitserfinder Too much medicine? fragte im April 2002 das British Medical Journal und widmete der Beantwortung der Frage gleich ein ganzes Themenheft. Fazit: Almost certainly. Die Thesen Ivan Illichs, der vor über 25 Jahren die Medikalisierung unserer Gesellschaft anprangerte, sind er denn je, so das BMJ. Der heutige Medizinbetrieb dringt in seinem Kreuzzug gegen das Siechtum auch in Bereiche vor, die gar nicht dem Kranksein zuzuordnen, sondern als normale Alterserscheinung, als zeitlich begrenztes Unwohlsein, als harmlose Normabweichungen oder als bloßes Krankheitsrisiko anzusehen sind. Als da wären: Haarverlust des Mannes, Reizdarmsyndrom, soziale Phobie, Osteoporose, Erektionsstörung und Krebsvorstufen. Firmen, die Mammographie- Ausrüstung oder Tests für das Prostata-spezifische Antigen herstellen, können mit der Medikalisierung von Risiken reich werden, heißt es dazu in einem Editorial. In einem Kommentar schreibt Peter C. Gøtzsche: Das größte Risiko für die Bevölkerung heutzutage könnte das unkritische Übernehmen von Screeningtests für Krebs darstellen zum Beispiel für Zervix-, Brust-, Prostata-, Darm- und Lungenkrebs, ohne dass ein Effekt auf die Gesamtsterblichkeit nachgewiesen wäre. Vorstufen von Krebs lassen sich in den meisten gesunden Menschen in der zweiten Lebenshälfte finden. Das Potenzial des Screenens, Schaden anzurichten und zur Diagnose von Pseudo-Krankheiten zu führen, ist erschreckend. Krebsvorstufen und Medikalisierung von Risikofaktoren sind zwei Stichworte, die auch die e Diskussion um die Vorsorge beim Gebärmutterhalskrebs prägen. Dabei schien gerade beim Zervix-Karzinom alles bestens: Nach 30-jähriger Überzeugungsarbeit hatten Frauenärzten den Pap-Abstrich sowohl im Gesundheitssystem als auch in den Köpfen der Frauen fest verankert. Auch wenn valide Erfolgsdaten nach wie vor fehlen und für einen Zervixkarzinom-Todesfall, der dank Pap-Test verhindert wird, 50 Frauen behandelt werden müssen, wird der Pap-Abstrich als die größte Erfolgsstory in der Geschichte der Präventivmedizin angesehen. Und dann das: Die US-Firma Digene entwickelte einen Test gegen humane Papillomviren (HPV), von denen man weiß, dass einige Typen irgendwann zu Gebärmutterhalskrebs führen können. Eine HPV-Infektion ist demnach ein Risikofaktor. Kein besonders starker, aber ein fast immer notwendiger. Wer also nicht infiziert ist, kann auch kein Zervixkarzinom bekommen. Grund genug für Digene, Kampagnen zu starten, die den Pap- Abstrich meucheln und den eigenen HPV-Test inthronisieren sollten. Eine Anfang Dezember erschienene Studie von HPV- Veteran und Digene-Berater Jack Cuzick gibt Digene neue Nahrung (siehe Studien ). Der HPV-Test führt die Ärzte tatsächlich öfter zu behandlungsbedürftigen Gewebeveränderungen als der Pap-Test, er löst aber auch deutlich mehr Fehlalarme aus. Vieles bleibt unbeantwortet: Soll Frauen zwischen 20 und 30, die so häufig mit HPV infiziert sind, dass sie in der Studie ausgeklammert werden mussten, weiterhin zum Pap- Test geraten werden? Wie sieht die Bilanz des Pap-Tests nach mehreren Tests aus? Für treue Ehefrauen, die zunächst HPVnegativ und fünf Jahre später positiv getestet werden, lässt das Ergebnis nur einen Schluss zu: Da die Viren sexuell übertragen werden, muss ihr Mann fremdgegangen sein. Wie wird sich deren Scheidungsrate unter HPV-Testung entwickeln? Und vor allem: Können mit dem Test unter dem Strich wirklich mehr Frauenleben gerettet werden? Jörg Blech übrigens, Autor von Die Krankheitserfinder, zitiert das BMJ-Special zwar emsig, beschränkt sich beim Thema Krebs aber auf einen Satz, der das ganze Buch ad absurdum führt: Ich gehe zur Krebsvorsorge. Warum schreibt ein 37-jähriger, angeblich kritischer Mann so etwas? Um in die Harald Schmidt-Show eingeladen zu werden? Keine gute Idee. Denn dort spannte ihn der bekennende Hypochonder Schmidt prompt vor den Karren der Darmkrebsvorsorge. Dabei erfüllt gerade diese Form der Prävention perfekt die Kriterien der Medikalisierung: Die Polypen, nach denen etwa die Darmspiegelung fahndet, sind als mögliche Vorstufen eines Tumors selbst keine Krankheit. So darf man denn Jörg Blech gratulieren: als neues Mitglied im Club der Krankheitserfinder. Christian Weymayr

10 Studien 12/03 Gebärmutterhalskrebs Auftrieb für die HPV-Fraktion Eine neue Vergleichsstudie wird den Befürwortern des HPV- Tests neuen Auftrieb geben: Gut Frauen bekamen an einem Tag sowohl einen Pap-Abstrich zur Erkennung von Vorstufen des Gebärmutterhalstumors als auch einen HPV- Test zur Entdeckung von Viren, die als notwendiger Risikofaktor für Vorstufen des Gebärmutterhalstumors gelten. Spielt man die Ergebnisse für die beiden Tests getrennt durch, ergeben sich folgende Szenarien: Bei Frauen löst der HPV- Test 678 Fehlalarme aus, weist 86 mal auf eine behandlungsbedürftige Gewebeveränderung hin und übersieht 2. Der Pap- Test kommt auf 422 Fehlalarme, 73 korrekt entdeckte Fälle und 15 übersehene. The Lancet 2003 / 362 / 1871 Virtuelle Darmspiegelung Klare Studie, trübe Aussicht Die gute Nachricht zuerst: Die virtuelle Darmspiegelung oder virtuelle Koloskopie findet so viele Polypen wie die reale Darmspiegelung. Laut einer Studie an 1233, im Schnitt knapp 60 Jahre alten, beschwerdefreien Patienten, die an einem Tag beide Arten von Koloskopie erhielten, erkennen beide Methoden rund neun von zehn Polypen. Die virtuelle Darmspiegelung fand sogar zwei Tumore, die reale nur einen. Damit präsentiert sich die bislang als weniger empfindlich eingestufte virtuelle Koloskopie mittels Computertomographie als Alternative zur realen Darmspiegelung, bei der der Dickdarm mit einem rund 1,5 Meter langen Schlauch von innen inspiziert wird. Die schlechte Nachricht: Das gute Abschneiden wurde teuer erkauft, vor allem mit einer rigorosen Vorbereitung des Darms. Der Patient muss nicht nur die üblichen großen Mengen an Abführmittel, sondern auch noch Kontrastmittel trinken, mit deren Hilfe verbliebene Kotreste herausgerechnet werden können. Außerdem muss er sich den Darm mit Luft oder Kohledioxid aufblasen lassen. Der stärkste Einwand gegen die virtuelle Spiegelung bleibt zudem unverändert bestehen: In knapp 30 Prozent der Patienten entdeckte die Spiegelung Polypen mit einer Größe von über sechs Millimetern. Um diese Polypen zu entfernen, hätte sich also bei jedem dritten Untersuchten an die virtuelle ohnehin noch eine echte Darmspiegelung angeschließen müssen. Am Ende wurden die Studienteilnehmer gefragt, welche Methode sie in Zukunft bevorzugen würden. Etwa die Hälfte entschied sich für die reale Koloskopie. Deutsches Ärzteblatt Online NEJM 2003 / 349 / 2261 Lungenkrebs Risikofaktor Frau Die US-Studie Early Lung Cancer Action Project (ELCAP), die den Wert der Computertomographie für die Früherkennung von Lungenkrebs ermitteln soll, hat zwei wenig überraschende und ein ziemlich überraschendes Ergebnis gebracht: Wenig erstaunlich ist, dass die Menschen umso eher Lungenkrebs bekommen, je älter sie sind und je mehr Zigaretten sie geraucht haben. Verblüffend ist jedoch, dass Frauen unter denselben Voraussetzungen ein doppelt so hohes Lungenkrebs- Risiko wie Männer tragen. Warum das so ist, blieb unklar. EurekAlert Brustkrebs Gefährliches In-situ-Karzinom Die Mammographie hat eine Tumorform in den Blickpunkt gerückt, die früher kaum eine Rolle spielte: das duktale Karzinoma in situ (DCIS), das dank Kalkablagerungen in den Milchgängen (daher duktal ) besonders gut entdeckt werden kann. Mittlerweile ist jeder fünfte diagnostizierte Brusttumor ein DCIS. Das Problem ist, dass Ärzte kaum beurteilen können, wie sich der Tumor weiterentwickeln wird. Über die angemessene Therapie besteht deshalb große Uneinigkeit. Jetzt wurde eine Studie an 157 Patientinnen mit DCIS, die klären sollte, ob eine Operation ausreicht, vorzeitig gestoppt. Der Grund: Innerhalb von gut drei Jahren wurde bei neun Patientinnen erneut ein DCIS und bei vier sogar ein invasives Karzinom entdeckt. Durch diese überraschend hohe Rezidivrate ist ein Verzicht auf eine zusätzliche Strahlentherapie nicht zu rechtfertigen, folgern die Autoren. Für die Frauen jedoch, deren DCIS sich ohnehin nicht bedrohlich entwickelt hätte, ist der Schaden noch gravierender. Deutsches Ärzteblatt online

11 Kampagnen 12/03 Bonusprogramme Spart Vorsorge Kosten? Krankenkassen wollen im kommenden Jahr ihre Kunden, die zur Krebsvorsorge gehen, belohnen. Schließlich ließen sich dank Prävention später teure Behandlungen einsparen, so die Argumentation. Dass diese Behauptung auch durch fortwährende Wiederholung nicht schlüssiger wird, hat jetzt das Deutschen Ärzteblatt in einem Editorial klargestellt: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, mittlerweile 20-prozentige Einsparungen prophezeihend, wäre besser bei dem früher geäußerten Gedanken geblieben, dass Vorsorge vor allem einen Wert für die Lebensqualität besitze. Renditeorientierte Unternehmen, wie der niederländische Versicherer Delta Lloyd, befürchteten vielmehr, dass Vorsorge sehr teuer sein kann. Genau weiß es niemand, denn, so der Kieler Gesundheits-System-Forscher Fritz Beske: Es gibt weltweit keine Methodik, mit der das Einsparvolumen durch Prävention für ein Gesundheitswesen insgesamt errechnet werden kann. Einen positiven Effekt erreiche die Prävention allerdings bestimmt: das Gefühl, für die eigene Gesundheit etwas getan zu haben. Ob das Gefühl auch der Realität entspricht, scheint dabei gar nicht so wichtig zu sein. Deutsches Ärzteblatt 2003 / 50 / A-3269 Screenen im Alter Zu viel, zu oft, zu teuer Je älter ein Mensch wird, desto höher ist seine Wahrscheinlichkeit, an einem Tumor zu sterben. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter noch stärker zunehmen, geht die relative Krebsmortalität ab einem bestimmten Alter wieder zurück. Dessen ungeachtet wird in den USAfast jede zweite Frau zwischen 85 und 90 noch mammographiert und bekommt jede vierte einen Pap- Abstrich. Selbst die Männer nehmen es im späteren Leben mit der Vorsorge noch genau: Jeder dritte ab 75 kennt seinen en PSA-Wert. Da die von den Vorsorgekampagnen geprägten Jahrgänge zunehmend ins Pensionsalter kommen, steigt die Teilnahme unter älteren Menschen stetig an. Untersuchungen über die Effektivität der Früherkennung im Alter gibt es jedoch kaum, und Screening-Empfehlungen schweigen sich über eine sinnvolle Obergrenze oft aus. Dabei hat allein die Mammographie von Frauen über 70 im Jahr 2000 das US-amerikanische Gesundheitssystem eine halbe Milliarde Dollar gekostet, Abklärungsuntersuchungen verdächtiger Befunde noch nicht eingerechnet. Forscher des Duke University Medical Center, die Daten aus zwei Studien über das Gesundheitsverhalten älterer Menschen ausgewertet haben, kommen deshalb zu dem Schluss, dass ein generelles Screenen von Frauen über 70 einen fehlgeleiteten Gebrauch von Gesundheitsgeldern darstellt. Auch der PSA-Test, selbst für Männer mittleren Alters umstritten, macht bei Männern über 75 vermutlich erst recht keinen Sinn, heißt es im Journal of the National Cancer Institute. Außerdem gilt auch im Alter das Problem aller Vorsorgemaßnahmen: Es machen vor allem die mit, die ohnehin gesundheitsbewust leben. A. Austell, EurekAlert K. Arnold, EurekAlert Darmkrebs Burda-Kampagne trägt Früchte Um 700 Prozent ist die Zahl der Darmspiegelungen zur Krebsvorsorge in Bayern in weniger als einem Jahr hochgeschnellt: Von Koloskopien im vierten Quartal 2002 unmittelbar nach der Einführung der kassenfinanzierten Screening-Spiegelung auf im dritten Quartal 2003, meldet die Felix-Burda-Stiftung in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns. Auch in anderen Bundesländern scheint es ähnliche Wachstumsraten zu geben. Die Zahl der kurativen Koloskopien zum Zwecke der Polypen-Entfernung blieb bei etwa In dieser Zahl sind die präventiven Koloskopien, die einen Polypen entdecken und ihn entfernen, nicht enthalten. Der Test auf Blut im Stuhl wurde mit etwas seltener als im Vorjahr verlangt. Christa Maar, Präsidentin der Felix Burda Stiftung, wertet den Anstieg als Erfolg ihrer Kampagnen rund um den Darmkrebsmonat März. Zufrieden ist die umtriebige Frau allerdings noch lange nicht: Noch immer werden die Chancen der Vorsorgeuntersuchungen viel zu wenig genutzt. Deshalb werden wir unser Engagement weiter verstärken. Wie viele Polypen und Karzinome bei den präventiven Koloskopien entfernt wurden und wie viele Komplikationen es gab, ist weder der KBV noch der Felix-Burda-Stiftung bekannt. B. Müller, idw

12 Trends 12/03 Astronomie Teflon lässt grüßen Von der Frage, ob wir allein im Universum sind, bis zur Frage, ob ein Leberfleck Tumoreigenschaften besitzt, ist es nur ein kleiner Schritt. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat eine Methode entwickelt, die sich auch auf die Analyse verdächtiger Hautpigmente anwenden lässt. Die ESA-Technik blendet das Licht von fernen Sonnen aus, um so die um die Sonnen kreisenden Planeten auf ihre Bewohnbarkeit überprüfen zu können. Die selbe Methode wenden holländische Wissenschaftler jetzt an, um verdächtige Hautstellen zu analysieren: In Aufnahmen von Hautpartien verstärkt eine spezielle Software Farbunterschiede, die auf Tumore hinweisen. G. DeMarchi, EurekAlert England Mehr Haut- und Prostatakrebs In England hat ein Vergleich zwischen neu diagnostizierten Tumorfällen in den Jahren 1991 und 2000 meist negative Trends ergeben: Bei den Männern gingen die Raten für Magen- und Lungenkrebs zwar zurück, doch für Darm- Haut-, Prostata-, Hoden-, und Blutkrebs nahmen sie zu. Bei den Frauen verringerten sich die Raten für Magen- und Gebärmutterhalskrebs, die für Lungen-, Haut-, Brust- und Blutkrebs aber stiegen. Die mit Abstand größten Veränderungen gab es dabei beim Prostata- und Hautkrebs, die in dem Zehnjahreszeitraum jeweils um zwei Drittel zunahmen. Während das Wachstum beim Prostatakrebs fast ganz auf das intensivere Screenen mit dem PSA-Test zurückgeht, also wohl keine Zunahme der Erkrankungen, sondern nur der Diagnosen wiederspiegelt, scheint die Zunahme der Hauttumore real zu sein. Sie wird zum Anlass genommen, vor allem junge Menschen dringend vor einem übertriebenen Bräunungskult zu warnen. BMJ 2003 / 327 / 1306 Cancer Statistics: Registrations, England 2000 Prostatakrebs-Früherkennung PSA bleibt IGeL Wie Caroline Mohr, Sprecherin des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, der Nachrichtenagentur AP mitteilte, wird der PSA-Test bis zum Abschluss der großen internationalen Studien in einigen Jahren eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) bleiben. Der PSA-Test muss somit weiterhin vom Patienten aus eigener Tasche bezahlt werden. Frankfurter Rundschau Anzeige Impressum Ein Wegweiser im Dschungel der Krebsfrüherkennung sachlich und hoch. Kölner Stadtanzeiger Dieses Buch ist gut und wichtig. Es korrigiert einen Mythos und schließt eine Lücke. Deutsches Ärzteblatt Christian Weymayr / Klaus Koch Mythos Krebsvorsorge Eichborn Verlag KREBSVORSORGE ist ein unabhängiger, mit privaten Mitteln finanzierter Newsletter zum Thema Prävention von Krebs. KREBSVORSORGE erscheint monatlich. Das -abonnement ist kostenlos. Ein Abonnement des gedruckten Newsletters kostet 3,- pro Ausgabe, der Nachdruck einzelner Beiträge das übliche Zeilenhonorar. Kontakt Dr. Christian Weymayr Hafengasse Tübingen /

13 Studien Kampagnen Trends 01/04 Editorial 98 Prozent Was soll man nur von dieser Zahl halten? 98 Prozent der US- Amerikaner sind glücklich, einen Test zur Krebsvorsorge gemacht zu haben, der sich als Fehlalarm herausgestellt und ihnen deshalb nichts als Kummer gebracht hat (siehe Meldung: Vom Screenen begeistert ). Die Fassungslosigkeit, die diese Zahl auslöst, beruht offenbar auf einer kapitalen Fehleinschätzung, die sich an dem Wörtchen nichts festmachen lässt: Ein Fehlalarm habe den Menschen nichts als Kummer gebracht. Das ist anscheinend falsch. Je größer zunächst der Kummer über den Krebsverdacht, desto größer ist dann auch die Erleichertung, wenn die Entwarnung folgt. Die Menschen sind am Ende also nicht etwa wütend darüber, dass sie völlig unnötig in Todesangst gelebt haben, sondern sie sind dankbar dafür, dass sie überhaupt weiter leben. Sollte das Beispiel Schule machen, könnten etwa Firmen von Zeit zu Zeit Mitarbeitern aus heiterem Himmel kündigen, um sie nach einigen Monaten der Arbeitslosigkeit wieder einzustellen. Die Dankbarkeit für diese Schikane wäre ihnen vermutlich gewiss. Muss man also ein Denken in Kategorien wie Schaden und Nutzen aufgeben? Muss man gar den Schluss ziehen, je mehr Fehldiagnosen und überflüssige Therapien, desto besser? Ich finde nicht, denn der Schaden einer Fehldiagnose, auch wenn er subjektiv anders empfunden und von manchen Ärzten deshalb auch geleugnet wird, bleibt doch objektiv ein Schaden. Ich denke vielmehr, dass die Kampagnen zur Verbreitung der Krebsfrüherkennung einfach ganze Arbeit geleistet haben. Die Kampagnen waren sogar so effektiv, dass sie sich dank einer positiven Rückkopplung sogar selbst verstärken. Und das geht so: Kampagnen erzeugen eine positive Grundhaltung, die Grundhaltung generiert Erwartungen, die Erwartungen führen zu politischem Druck, der politische Druck manifestiert sich in neuen Programmen und die stoßen wieder neue Kampagnen an und so weiter. Demnächst wird es sogar ein Präventionsgesetz geben, das die Vorsorge als vierte Säule im Gesundheitswesen verankern soll. Es ist kein Ruck, der durch Deutschland geht, es ist ein Erdbeben. Wie stark die Erschütterung ist, zeigt sich an der Praxisgebühr, die Vorsorgewilligen erlassen wird: Wer krank ist und zum Arzt geht, muss dafür bezahlen. Wer gesund ist, darf umsonst zum Arzt. Als eine der Maßnahmen, die Vorsorge noch stärker in unserem Denken einzuzementieren, initiierte das Ministerium für Gesundheit das Deutsche Forum für Prävention und Gesundheitsförderung. Das Forum soll, so heißt es in einem Entwurf zum Präventionsgesetz, die Aktivitäten auf Bundesebene bündeln. Mit von der Partie sind alle, die im konkreten wie im übertragenen Sinne Aktien im Gesundheitsmarkt haben: der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und natürlich auch der Verband der Diagnostica-Industrie. Die Hersteller von PSA- und Pap-Test freuen sich, dass labordiagnostische Maßnahmen nicht länger als Kostenfaktor, sondern als Schlüssel zu höheren Einsparungen gesehen werden, heißt es in einer Presseerklärung des Verbandes. Imre Löfler, Herausgeber der Nairobi Hospital Proceedings aus Kenia, hinterfragte kürzlich im British Medical Journal das universelle Lebensmotto vorbeugen ist besser als heilen : Tabak, Alkohol, Medikamente, Kaffee, Schokolade, Zucker, Salz, rotes Fleisch, roher Fisch, Austern, Milchprodukte, Geräuchertes und in Aluminiumtöpfen zubereitetes Essen haben ihr Risikopotenzial ebenso gezeigt wie Spazierengehen im Wald, mit Milben, Fledermäusen, Hunden, Katzen, Reptilien oder Vögeln unter einem Dach zu leben, oder auch Motorradfahren, ein Sonnenbad nehmen oder die Genitalien anderer Menschen ohne Handschuhe anzufassen. Und er fragt: Haben gesunde Menschen ein besseres Leben? In der Tat ist eine gesündere Gesellschaft produktiver in materieller Hinsicht. Aber gibt es eine nachweisbare Verbindung zwischen Gesundheit und Kreativität? Die beiden mit Abstand gesündesten Gesellschaften, Sparta und Hitler-Deutschland, waren Banausen. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass eine gesündere Gesellschaft mehr Gedanken oder mehr Schönheit hervorbringt. Christian Weymayr

14 Studien 01/04 Handy Keine Panik, aber Vorsicht Die Angst vor Schäden durch die elektromagnetische Strahlung der Handys bereitet vielen Leuten Kopfschmerzen die Strahlung selbst wohl nicht. Eine Auswertung von Studien zur Gesundheitsgefährdung durch Mobiltelefone vom Londoner Institute of Cancer Research konnte die teils beunruhigenden Ergebnisse früher Studien nicht erhärten. Allerdings, so mahnen die Autoren, sei eine Gefährdung auch nicht restlos auszuschließen. Schließlich gäbe es immer noch zu wenige Daten und die Erfahrungszeit sei noch zu kurz. British Medical Journal 2004 / 328 / 124 National Radiology Protection Board Helicobacter pylori Sinn der Therapie offen Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori gilt als Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs. Dennoch wird von einer vorbeugenden Behandlung der Infektion eher abgeraten. Der Grund: Nur wenige infizierte Menschen entwickeln tatsächlich Magenkrebs. Dennoch müssten alle die Nebenwirkungen einer Antibiotikatherapie in Kauf nehmen. Eine Studie aus China an 1630 infizierten, aber symptomlosen Menschen, von denen die eine Hälfte ein Antibiotikum, die andere ein Scheinpräparat erhielt, liefert nun erstmals verwertbare Daten. Es zeigt sich, dass eine Behandlung überhaupt nur dann etwas bringt, wenn noch keine Krebsvorstufen zu entdecken sind: Von 988 infizierten, aber Vorstufen-freien Probanden hatte nach 7,5 Jahren aus der Antibiotikum-Gruppe keiner einen Magentumor, in der Placebo-Gruppe waren es 6. Insgesamt erkrankten in der Antibiotikum-Gruppe 7, in der Kontrollgruppe 18 Teilnehmer. Inwieweit aber die Verhältnisse aus einem Gebiet in China mit einer besonders hohen Magenkrebshäufigkeit auf die hiesige Situation übertragbar sind, ist unklar. Denn hierzulande ist die Rate der Todesfälle seit den 50er Jahren vor allem durch die Einführung des Kühlschranks und dem damit verbundenen Rückgang gepökelter und geräucherter Speisen um 80 Prozent gefallen. Die Frage nach dem Sinn einer vorbeugenden Antibiotikatherapie kann also nicht abschließend beantwortet werden. Deutsches Ärzteblatt Online Darmkrebs Wer soll zur Spiegelung? Das Risiko-zu-Nutzen-Verhältnis der Darmspiegelung ist nicht für jeden günstig, findet Gastroenterologe Thomas F. Imperiale von der Indiana University School of Medicine. Also hat er einen Index entwickelt, mit dem sich die Patienten ermitteln lassen, für die das Verhältnis am ehesten vorteilhaft ist. Nach der Auswertung von fast 2000 Koloskopie-Befunden kristallisierten sich vor allem drei Faktoren heraus, die das Risiko für Polypen und Krebsvorstufen im oberen Teil des Dickdarms erhöhen und so eine Spiegelung des gesamten Darms eher ratsam erscheinen lassen: höheres Alter, männliches Geschlecht und bestimmte Arten von Polypen und Läsionen im unteren Darmabschnitt. Mit dem Index ließe sich die Koloskopie auf die Personen beschränken, die ein Risiko von eins zu zweihundertfünfzig für fortgeschrittene Krebs- Vorstufen haben. Doch wozu überhaupt so eine Risikoabschätzung? In Deutschland wird jedem ab 55 die Koloskopie dringend ans Herz gelegt, aber eben nur in Deutschland. Andere Länder sind da wesentlich zurückhaltender. Die Spiegelung sei invasiver, kostspieliger und sie birgt kleine, aber ernste Risiken für manche Patienten, heißt es in einer Pressemitteilung zur Studie. Deshalb sei die Sigmoidoskopie, die Spiegelung des unteren Darmabschnitts, in Kombination mit dem Index die bessere, weil günstigere und schonendere Art der Vorsorge. F. Aisen, EurekAlert Bauchspeicheldrüsenkrebs Risikofaktor Aspirin Eine sich leider immer wieder bestätigende Medizinerregel besagt, dass keine Wirkung ohne Nebenwirkung zu haben ist. Selbst das Jahrhundertmedikament Aspirin ist hiervon nicht ausgenommen. Die Nurse Health Study in den USA, die seit 18 Jahren Frauen begleitet, hat nun ergeben, dass mit jahrzehntelanger Einnahme von Aspirin das Erkrankungsrisiko für Pankreaskrebs steigt: mit zwei Tabletten pro Woche um 58 Prozent und bei mehr als 14 Tabletten um 86 Prozent. Bislang war man davon ausgegangen, dass Entzündungshemmer wie Aspirin das Risiko eher vermindern. British Medical Journal 2004 / 328 / 70

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