Mechthild Veil Büro für Sozialpolitik und Geschlechterforschung in Europa, Frankfurt a.m.

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1 Mechthild Veil Büro für Sozialpolitik und Geschlechterforschung in Europa, Frankfurt a.m in der Arbeitnehmerkammer Bremen Was bedeutet die Rente mit 67 für Frauen? Die gesetzliche Rente soll ab dem Jahre 2029 in Deutschland nicht mehr, wie bisher, ab dem 65. sondern erst ab dem 67. Lebensjahrgezahlt werden, so jedenfalls hat es der Deutsche Bundestag am 9. März 2007 beschlossen 1. Vorgesehen sind lange Übergangszeiten mit einer stufenweisen Anhebung von 2012 bis Dieser (toll)kühne Entschluss setzt die Koalitionsvereinbarung aus dem Jahre 2005 Gemeinsam für Deutschland mit Mut und Menschlichkeit, um, die für die Legislaturperiode der großen Koalition aus Sozialdemokraten und Christdemokraten von 2006 bis 2011 gelten soll. Im Jahre 2010 sollen so steht es im Vertrag die arbeitsmarktpolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen zur Einführung der Rente 67 noch einmal überprüft werden. Die Befürworter der Rente 67 argumentieren: Mit dieser Reform soll die finanzielle Nachhaltigkeit der Renten angesichts demografischer Herausforderungen, insbesondere die der weiterhin steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung, gesichert werden. Die Heraufsetzung der Altersgrenze der gesetzlichen Renten um 2 Jahre wäre somit eine adäquate Antwort auf die Alterung der Bevölkerung. Die Bundesregierung und viele andere begründet die Rente 67 auch arbeitsmarktpolitisch: Einerseits führt sie die niedrigen Beschäftigungsquoten älterer Arbeitnehmer an und andererseits werde es, sollte sich nichts ändern, wegen der geringen Beschäftigung Älterer und der anhaltend niedrigen Geburtenraten in den nächsten Jahren zu einem Fachkräftemangel kommen. Die Gegner einer Heraufsetzung der Altersgrenzen lehnen die Rente 67 entweder prinzipiell ab oder sie argumentieren, dass die Reihenfolge nicht stimme: zunächst 1 Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung, kurz RV- Altersgrenzenanpassungsgesetz. 1

2 müsse tatsächlich die Arbeitslage Älterer verbessert werden, Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit kommen, Erwerbstätige bis zum aktuellen gesetzlichen Rentenbeginn von 65 Jahren überhaupt erwerbstätig bleiben können. Erst im 2. Schritt könne dann, angesichts der Alterung der Gesellschaft über eine Rente 67 nachgedacht werden. (So das Vorgehen in Dänemark. 2 ). Die stark polarisierten Diskussionen - dafür oder dagegen -, in den Gewerkschaften und den Parteien, aber auch in der Wissenschaft und der Öffentlichkeit, verneinen nicht die neuen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft (und damit durchschnittlich längerer Rentenlaufzeiten), für die im Umlageverfahren finanzierte gesetzliche Rentenversicherung, sondern sie drehen sich um die entscheidende Frage, ob die Annahme der politischen Akteure, bis zum 67. Lebensjahr in Beschäftigung bleiben zu können (und zu wollen), überhaupt realistisch ist. Viele argumentieren sogar, dass die Rente 67 nichts weiter als ein Kostensenkungsprogramm sei, auf Kosten der bereits bisher benachteiligten Beschäftigtengruppen. Die Rente mit 67 berge die Gefahr einer neuen Altersarmut, ein Problem, das in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte bisher erfolgreich angegangen worden ist. In all diesen Debatten, dafür oder dagegen, kommt der Aspekt, wie sich die Rente 67 auf die Alterssicherung von Frauen auswirken könnte, zu kurz. Denn unter frauenpolitischen Gesichtspunkten ist nicht nur das gesetzliche Rentenalter entscheidend, sondern auch die Frage, was vor Rentenbeginn passiert. Wie sieht die Passage zwischen dem Ende der letzten Erwerbstätigkeit und dem Rentenbeginn aus? Wie wird diese Zeit gefüllt (durch Arbeitslosigkeit, Frühverrentungen oder Rückzug ins Private) und wie wird sie durch wen finanziert? Fallen ehemals Versicherte vor Rentenbeginn aus dem sozialen Netz heraus? Müssen sie private Ressourcen mobilisieren? Geraten sie zunehmend in eheliche Abhängigkeiten? Die Annahme eines direkten Übergangs von der Erwerbstätigkeit in die Rente trifft auf 2 Die gesetzliche Altersgrenze wurde auf 65 Jahre herabgesetzt, um die zeitliche Spanne zwischen dem tatsächlichen Rentenbeginn (mit 61 Jahren) und der gesetzlichen Altersgrenze zu reduzieren. Die dänische Regierung versucht gegenwärtig Frühverrentungsprogramme einzuschränken, um später die Altersgrenze wieder herauf setzten zu können (Fokus: Denmark, november 2005). 2

3 immer weniger Versicherte zu und ist zudem Ausdruck einer durch und durch androzentrischen Sichtweise. Fernere Lebenserwartung von Versichertenrentnern im Alter von 65 Jahren in Jahren (nach Sterbetafel 2004/2006) Männer Frauen West 16,54 20,38 Ost 16,18 19,91 Quelle: eigene Darstellung nach DRV (2007): Rentenversicherung in Zeitreihen, S.118 und 119. Ich werde versuchen, auf diese Fragen etw. Genauer einzugehen. Zunächst jedoch die Frage: Was ist geplant? Die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 soll mit dem Jahre 2012 beginnen (zunächst in Einmonats- und später in Zweimonatsschritten pro Jahr) und 2029 abgeschlossen sein. Tabelle 1: Anhebung des Mindestalters für den abschlagsfreien Rentenbezug Jahrgang Mindestalter für abschlagsfreien Rentenbezug Abschlag bei Rente mit 65 Kalenderjahr der Umsetzung Jahre Monate in % , , , , , , , , , , , , , , , , , , , Quelle: 3

4 Der Jahrgang 1946 wäre der letzte, der mit Vollendung des 65. Lebensjahres noch abschlagsfrei eine Altersrente beziehen könnte. Ab dem Jahrgang 1964 würde die neue Altersgrenze von 67 Jahren für alle gelten. Die Höhe der Abschläge beträgt 0,3% pro vorgezogenem Monat und 3,6% pro vorgezogenem Jahr. Rentenkürzungen durch höhere Abschläge Die Rente mit 67 wirkt sich auch auf die Höhe der Rentenabschläge (0,3%/Monat und 3,6% /Jahr) aus. Denn die fehlenden Versicherungsjahre, für die Abschläge gezahlt werden müssen, werden zukünftig bis zur gesetzlichen Altersgrenze von 67 berechnet. Ein vorzeitiger Rentenbeginn ohne Abschläge ist ab 2029 nur noch möglich für Bergleute mit 62 Jahren, für Schwerbehinderte mit 65 Jahren, die ab dem geboren sind, mit max. 10,8 % Abschlag ab dem 62. Lebensjahr Übergangsregelungen gelten für die Jahrgänge ). Beispiel einer androzentrischen Rentenpolitik: die neue Altersgrenze für besonders langjährig Versicherte Abschlagsfrei ab dem 65. Lebensjahr soll dann auch die neu eingeführte Altersgrenze für besonders langjährig Versicherte (nach 45 Versicherungsjahren) sein. Anders als bei den anderen Rentenarten zählen bei der Rente für besonders langjährig Versicherte Zeiten des sozialen Ausgleichs nicht mit, d.h. Zeiten mit Arbeitslosengeld I und II (früher Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe), sowie Zeiten aus einem Versorgungsausgleich nach Ehescheidung, also Zeiten, die insbesondere für die Alterssicherung von Frauen neben den Beitragszeiten aus einer Erwerbsarbeit von Bedeutung sind. Diese neue Rentenart ist politisch und verfassungsrechtlich äußerst umstritten: zum einen konterkariert sie die Intention der Reform des Scheidungsrechts (Einführung eines Rentensplitting) von 1976, das explizit zum Nachteilsausgleich für Frauen eingeführt worden war; zum anderen honoriert diese Regelung diejenigen, die bereits über vollständige Versicherungsverläufe und überdurchschnittlich hohen Rentenanwartschaften verfügen (und keinen Nachteilsausgleich benötigen) und zwar auf Kosten von Versicherten mit 4

5 diskontinuierlichen Rentenbiografien (Umverteilung von unten nach oben ) und auf Kosten von Frauen, die durchschnittlich wesentlich weniger Versicherungsjahre aufweisen (Umverteilung von Frauen zu Männern). Im Jahre 2005 hatten z.b. lediglich 2,9% der Frauen, die eine Altersrente beantragten, 45 und mehr Versicherungsjahre (und 26% der männlichen Neurentner). Mit dieser neuen Rentenart werden diejenigen bevorzugt, die das Glück hatten, durchgehend erwerbstätig zu sein. Andere, mit prekären Erwerbsverläufen hingegen müssen Abschläge hinnehmen, mit denen wiederum die neue Rentenart mitfinanziert wird (vgl. Sozialpolitische Informationen 2007). Diese neue Rentenart soll jährlich 2 Mrd. kosten (ver.di (2007), Wann in Rente? Wie in Alterstelzeit?). Durchschnittliche Versicherungsjahre nach Rentenarten (2006) Versichertenrenten davon: Männer Frauen insgesamt Regelaltersrenten Altersrenten für Frauen West 39,1 28,9./. Ost 44,4 42,7./. West 25,7 14,2 35,9 Ost 41,5 29,3 43,2 Quelle: eigene Darstellung nach DRV (2007): Rentenversicherung in Zeitreihen, S.96 und 97. Die Regelaltersgrenze mit 67 Jahren hat auch einschneidende negative Auswirkungen auf eine Rentenart, die v. a. von Männern in Anspruch genommen wird, die Altersrente für langjährig Versicherte (mit einer Wartezeit von 35 Jahren). Sie können zukünftig erst ab dem 67. Lebensjahr abschlagsfrei ihre Rente beantragen, vorzeitig frühestens mit 63 Jahren (bisher mit 62) und max. 14,4% Abschläge in Kauf nehmen (bisher 7,2%). Worüber auch wenig gesprochen wird ist, dass die Rente 67 auch zu negativen Auswirkungen für den Bezug einer Hinterbliebenenrente (große Witwen-/Witwerrente) führt, deren Altersgrenze sich von bisher 45 Jahren auf 47 erhöht. Die Rente mit 67 setzt das Alter für den Bezug einer Witwen- und Witwerrenten von 45 auf 47 herauf. Die Altersgrenze von 47 gilt für Todesfälle ab dem Jahre Sie 5

6 wird zu einer Rentenkürzung führen, weil sie sich zukünftig stärker als bisher von reduzierten Versichertenrenten (durch die höheren Abschläge) ableiten. Da mehr Frauen als Männer in ihrer Alterssicherung auf Hinterbliebenenrenten angewiesen sind, werden hauptsächlich Frauen Einbußen zu verkraften haben. Verfügen doch die meisten Frauen (alte Bundesländer), deren Rentenniveau (Versichertenrenten und Witwenrenten zusammen) monatlich zwischen 450 und 1050 liegt, über Witwenrenten, die durchschnittlich höher sind als ihre Versicherenten (vgl. Auslaufen der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit und der Frauenaltersrente mit 60: Kumulation von Rentenkürzungen Gravierend für Frauen ist jedoch, dass gleichzeitig mit Beginn der stufenweisen Heraufsetzung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67, also im Jahre 2012, die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit ausläuft und gleichzeitig auch die sehr viel in Anspruch genommene Altersrente für Frauen mit 60, beide für Geburten ab dem , also für die heute 55-Jährigen. Verantwortlich hierfür ist das RRG 92 3,. Dieses zeitliche Zusammenfallen des Inkrafttretens zweier Rentenkürzungsprogramme, die zu unterschiedlichen Zeiten verabschiedet wurden, hat die Reformer der Rente mit 67 nicht gestört. Das Auslaufen beider Rentenarten, die insbesondere für Frauen wichtig waren, wurde nicht zurück genommen. Die besondere Altersgrenze für Frauen (nach mindesten 15 Versicherungsjahren) geht auf die große Rentenreform unter Adenauer 1957 zurück und galt lange Zeit als rentenpolitische Errungenschaft, d.h. als die Altersgrenze berufsorientierter Frauen im Nachkriegsdeutschland (West). Frauen, die mit 60 in Rente gehen sind sehr stark berufsorientierte Frauen, sie haben mehr VJ als Frauen, die erst mit 65 Rente beantragen. Von allen Frauen, die 2006 eine Rente beantragten, war in 3 Die langfristige Streichung der Rente mit 60 für Frauen und für Arbeitslose wurde mit der Reform 1992 beschlossen. Ab dem Jahre 2001 bis 2012, für die Geburtsjahrgänge 1941 bis 1951, werden die Altersgrenzen stufenweise von 60 auf 65 angehoben. 6

7 Westdeutschland beinahe jede 2. Frau 65 Jahre alt und rund 30% 60 Jahre alt (Frauenaltersgrenze). Anders in Ostdeutschland: mehr als jede 2. Frau (rund 60%) haben die Frauenaltersrente in Anspruch genommen und nur jede 10. Frau die Regelaltersgrenze. (2,1% der Frauen, Rentenzugang 2006, hatten die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit in Anspruch genommen). Unter großen Protesten wurde die Altersrente für Frauen mit der Rentenreform 1992, und beschleunigt durch die Reform 1999, langfristig, ab dem Jahre 2012 abgeschafft. Gewerkschaften hatten mobilisiert. Diese Rentenart hatte eine identitätsstiftende Wirkung und ist, neben den Kindererziehungszeiten, die einzige Rentenart, die die anderen Erwerbsbiografien von Frauen, zwischen Arbeitsmarkt und Familie, berücksichtigt hat. In dieser Kumulation, Heraufsetzung der Regelaltersgrenze auf 67 verbunden mit höheren Abschlägen und dem Auslaufen der Frauenaltersrente mit 60 liegen die größten Benachteiligungen, die stärksten Rentenkürzungen, die explizit Frauen zu verkraften haben. Siehe Infoblatt: Auswirkungen der Rente mit 65 für Geburtsjahre

8 Altersrenten mit Abschlägen, Rentenzugang 2006 Durchschnittliche Anzahl der Abschlagsmonate Durchschnittliche Höhe der Abschläge (brutto) in /Monat Durchschnittlicher Rentenbetrag in /Monat Männer West 33,53 126, ,46 Ost 32,80 104,20 870,32 Frauen West 42,80 92,70 575,18 Ost 43,62 106,74 646,23 Quelle: eigene Darstellung nach DRV (2007): Rentenversicherung in Zeitreihen, S. 56 und 57. Übergänge in die Rente: zunehmend zerfranst und prekär Das Hauptproblem einer Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze liegt gegenwärtig in dem niedrigen Anteil an der Beschäftigung Älterer in Deutschland. In der Gruppe der 55-64Jährigen sind nur noch 45 % beschäftigt, gegenüber einer allgemeinen Beschäftigungsquote von 65% (die EU hat in der Lissabon-Strategie als Ziel 50% für die Beschäftigung Älterer fixiert). Hinzu kommt eine seit den 1980er Jahren sich verstärkende Langzeitarbeitslosigkeit. Wenn bisher bereits 4 von 10 Neurentnern eine Rente mit Abschlägen beziehen und sollte kein abrupter Wechsel in der Arbeitsmarktpolitik einsetzen, dann wirkt die Rente mit 67 lediglich als Rentensenkungsprogramm für die einen und als Kostendämpfungsprogramm für die anderen. Woran liegt es, dass so viele Versicherte gegenwärtig noch nicht einmal die Rente mit 65 erreichen? Wie sehen die Übergänge in den Ruhestand derzeit aus? 8

9 Westdeutschland Ostdeutschland Altersrentenzugänge Versichertenstatus vor Rentenbeginn versicherungspflichtig beschäftigt 17,5% 17,3% arbeitslos 16,9% 46,6% Altersteilzeit/Vorruhestand 10,0% 12,4% freiwillig Versicherte und Selbständige 4,6% 4,0% passiv Versicherte und andere 41,3% 10,3% Übergangsformen sonstige Zeiten 9,7% 9,3% Quelle: zusammengestellt nach Axel Reimann (2006): Die Bedeutung des geplanten Altersgrenzenaufschubs für die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung. (vgl. Veil 2006) Neben der für Deutschland allgemeinen Situation, dass nur ein geringer Teil der Versicherten aus der Erwerbsarbeit in den Ruhestand wechselt (runde 17%), unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland in 2 Punkten: In Ostdeutschland ist die hohe Arbeitslosigkeit (46,6%) die Hauptursache für die Erwerbslücke vor Rentenbeginn von Männern und Frauen. In Westdeutschland sind es die passiv Versicherten, die so ist zu vermuten und lässt sich mit anderen Studien nachweisen (Bosch 2005), nicht nur im Alter Erwerbslücken haben, sondern insgesamt eher diskontinuierliche Berufsverläufe aufweisen, durch lange Berufsunterbrechungen für die Kindererziehung und einem hohen Anteil von Teilzeitarbeit. In dieser stillen Reserve liegt ein erhebliches Potenzial für eine Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit im Alter. Prekäre Rentenübergänge durch Erwerbslücken vor Rentenbeginn Detailliertes empirisches Material über die inzwischen ganz unterschiedlich verlaufenden Übergänge in den Ruhestand liefert der Altersübergangs-Report, der von der Hans Böckler Stiftung und dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg/Essen in unregelmäßiger Folge (und ausschließlich in elektronischer Version) seit 2004 herausgegeben wird. Der Altersübergangs-Report kommt zu mehreren Ergebnissen: Ob die Rente abschlagsfrei bezogen werden kann oder nicht hängt von der Erwerbsbiografie unmittelbar vor Rentenbeginn ab. Vor allem Arbeitslose, geringfügig Beschäftigte oder dauerhaft Kranke gehen zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Rente 9

10 und müssen deshalb zum Teil massive Renteneinbußen in Kauf nehmen. Rein rechnerisch fehlen ihnen durchschnittlich acht Versicherungsjahre, verglichen mit kontinuierlich beschäftigten Erwerbstätigen, die mit 65 Jahren in Rente gehen (Brussig 2007). Der Zeitpunkt des Rentenbeginns und damit verbunden die Frage, ob eine Rente mit oder ohne Abschläge bezogen werden kann, wird also stark von dem Versichertenstatus der Personen vor Rentenbeginn beeinflusst. Analysen, die im Altersübergangs-Report (Brussig 2007) vorgestellt werden, zeigen, dass kontinuierlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 4 zu gut 50% ohne Abschläge in Rente gehen, und zwar Männer und Frauen. In dieser Gruppe gehen allerdings viele Frauen auch lange vor der gesetzlichen Altersgrenze in Rente, rund 36% unter ihnen fehlen 25 bis 60 Monaten, siehe Abbildung 2. Durch ein zunehmendes Ausfransen der Erwerbsbiografien im Alter, durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse (400-Euro-Jobs), Zeitverträge sowie durch die Hartz-Gesetze neu eingeführte versicherungsfreie Arbeitsformen wie z.b. die Arbeitsgelegenheiten (1Euro-Jobs) und den Rückzug in die stille Reserve fallen das Ende des Erwerbslebens und der Rentenbeginn zeitlich weiter auseinander, so dass die zu überbrückenden Phasen einer Nichterwerbstätigkeit vor Rentenbeginn länger werden. Es ist davon auszugehen, dass Patchwork-Erwerbsbiografien, die nur zu geringeren oder fehlenden Rentenanwartschaften führen, zunehmen werden. Mit dem Projekt Rente 67 wird es kaum noch Rentenarten geben, die ihre Schutzfunktion gegenüber gruppenspezifischen Risiken, wie Arbeitslosigkeit und Erwerbsminderung wahrnehmen oder gar neue Risiken, z.b. die Zunahme diskontinuierlicher Erwerbsverläufe und längere Phasen des Niedrigverdienstes, absichern können. Ausblick Mit dem Vorhaben der Heraufsetzung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre entfernt sich Rentenpolitik mehr denn je von dem Ziel einer eigenständigen Alterssicherung von Frauen und damit von einer politische Forderung, die einmal, 4 Darunter zählen Versicherte, die 3 Jahre vor Rentenbeginn überwiegend sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren oder in Altersteilzeit sind. 10

11 v.a. in den 80er und 90er Jahren, auf große Zustimmung gestoßen ist. Tatsache ist jedoch, dass trotz Einführung der für Frauen günstigen Kindererziehungszeiten im Jahre 1986 der gap in den Rentenhöhen zwischen Männern und Frauen sich nicht verringert hat, Männer haben durchschnittlich doppelt so hohe Renten wie Frauen. Diese Gendergap beruht nicht nur auf den fehlenden Versicherungsjahren von Frauen, sondern und dies wird viel zu wenig skandalisiert an den nach wie vor bestehenden Niedriglöhnen der Frauen. Denn nicht nur strukturelle Benachteiligungen wie diskontinuierliche Erwerbsverläufe, schwierigere Bedingungen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt, der hohe Teilzeitanteil erwerbstätiger Mütter u.s.w. führen zu niedrigen Rentenanwartschaften, sondern vor allem auch andere Ungleichheitsdimensionen wie die der niedrigen Frauenlöhne. Insbesondere die Rente mit 67 zeigt die Bedeutung der Lohnfrage und die der flexiblen Rentenübergänge. Frauenforschung und bewegung haben in der Vergangenheit die Lohnfrage vielleicht nicht lautstark genug in den Mittelpunkt ihrer Forderungen und Analysen gestellt. Ein Grund mehr, die Diskriminierung der Frauenlöhne wieder zu thematisieren, um soziale Ungleichheitsdimensionen wieder stärker mit der Geschlechterfrage zu verbinden. Die Heraufsetzung des Referenzalters führt, sollte sich arbeitsmarktpolitisch und in der Lohnfrage nichts ändern, zu einer neuen Altersarmut, einem Problem, das u.a. auch durch eine Rentenpolitik in der BRD bisher weitgehend abgebaut werden konnte. Bisher liegen die Armutsquoten älterer Frauen in Deutschland etwas unterhalb der durchschnittlichen Armutsquoten in der EU. Der 2. Armutsbericht der Bundesregierung (2003) zeigt, dass (noch) die Armutsquoten älterer (?)Frauen mit 9,8% auch unter der der Männer mit 13,5% liegt. Auf diese Gefahr hatte die OECD im Jahre 2007 in der Stellungnahme zum Gesetz hingewiesen. Auch wenn die Rente 67 die finanzielle Nachhaltigkeit der Rentenversicherung stärke so die OECD -, schaffe sie gleichzeitig das Problem einer drohenden Altersarmut, weil die deutsche Rentenversicherung, anders als in vielen anderen Ländern, linear an das Einkommen gekoppelt, keine bzw. eine schlechte Absicherung für Geringverdiener bedeutet. Mit der Rente mit 67 sind wir von dem Ziel der eigenständigen Alterssicherung von Frauen weiter entfernt denn je. 11

12 Damit dieses Ziel nicht zu einer reinen Utopie degeneriert, ist es notwendig, die Diskriminierung von Frauen in der Rentenpolitik nicht nur unter strukturellen Merkmalen zu kritisieren, sondern auch als Ergebnis einer handfesten Lohndiskriminierung von Frauen. Diese Fragen sollten wir wieder ins Zentrum der politischen und wissenschaftlichen Aufmerksamkeit rücken, soziale Ungleichheitsdimensionen mit der Geschlechterfrage verbinden. Als Auseinandersetzung zwischen eigenständiger und abgeleiteter Rente, als Frage der ökonomischen Abhängigkeit von Frauen. Wir brauchen wieder mehr Diskussionen und Analysen zur eigenständigen Alterssicherung von Frauen in der gegenwärtigen Situation in Abgrenzung von abgeleiteten Ansprüchen, Rentenpolitik wieder unter gleichstellungspolitischen Forderungen diskutieren. 12

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