Mechthild Veil Büro für Sozialpolitik und Geschlechterforschung in Europa, Frankfurt a.m.

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Mechthild Veil Büro für Sozialpolitik und Geschlechterforschung in Europa, Frankfurt a.m."

Transkript

1 Mechthild Veil Büro für Sozialpolitik und Geschlechterforschung in Europa, Frankfurt a.m in der Arbeitnehmerkammer Bremen Was bedeutet die Rente mit 67 für Frauen? Die gesetzliche Rente soll ab dem Jahre 2029 in Deutschland nicht mehr, wie bisher, ab dem 65. sondern erst ab dem 67. Lebensjahrgezahlt werden, so jedenfalls hat es der Deutsche Bundestag am 9. März 2007 beschlossen 1. Vorgesehen sind lange Übergangszeiten mit einer stufenweisen Anhebung von 2012 bis Dieser (toll)kühne Entschluss setzt die Koalitionsvereinbarung aus dem Jahre 2005 Gemeinsam für Deutschland mit Mut und Menschlichkeit, um, die für die Legislaturperiode der großen Koalition aus Sozialdemokraten und Christdemokraten von 2006 bis 2011 gelten soll. Im Jahre 2010 sollen so steht es im Vertrag die arbeitsmarktpolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen zur Einführung der Rente 67 noch einmal überprüft werden. Die Befürworter der Rente 67 argumentieren: Mit dieser Reform soll die finanzielle Nachhaltigkeit der Renten angesichts demografischer Herausforderungen, insbesondere die der weiterhin steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung, gesichert werden. Die Heraufsetzung der Altersgrenze der gesetzlichen Renten um 2 Jahre wäre somit eine adäquate Antwort auf die Alterung der Bevölkerung. Die Bundesregierung und viele andere begründet die Rente 67 auch arbeitsmarktpolitisch: Einerseits führt sie die niedrigen Beschäftigungsquoten älterer Arbeitnehmer an und andererseits werde es, sollte sich nichts ändern, wegen der geringen Beschäftigung Älterer und der anhaltend niedrigen Geburtenraten in den nächsten Jahren zu einem Fachkräftemangel kommen. Die Gegner einer Heraufsetzung der Altersgrenzen lehnen die Rente 67 entweder prinzipiell ab oder sie argumentieren, dass die Reihenfolge nicht stimme: zunächst 1 Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung, kurz RV- Altersgrenzenanpassungsgesetz. 1

2 müsse tatsächlich die Arbeitslage Älterer verbessert werden, Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit kommen, Erwerbstätige bis zum aktuellen gesetzlichen Rentenbeginn von 65 Jahren überhaupt erwerbstätig bleiben können. Erst im 2. Schritt könne dann, angesichts der Alterung der Gesellschaft über eine Rente 67 nachgedacht werden. (So das Vorgehen in Dänemark. 2 ). Die stark polarisierten Diskussionen - dafür oder dagegen -, in den Gewerkschaften und den Parteien, aber auch in der Wissenschaft und der Öffentlichkeit, verneinen nicht die neuen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft (und damit durchschnittlich längerer Rentenlaufzeiten), für die im Umlageverfahren finanzierte gesetzliche Rentenversicherung, sondern sie drehen sich um die entscheidende Frage, ob die Annahme der politischen Akteure, bis zum 67. Lebensjahr in Beschäftigung bleiben zu können (und zu wollen), überhaupt realistisch ist. Viele argumentieren sogar, dass die Rente 67 nichts weiter als ein Kostensenkungsprogramm sei, auf Kosten der bereits bisher benachteiligten Beschäftigtengruppen. Die Rente mit 67 berge die Gefahr einer neuen Altersarmut, ein Problem, das in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte bisher erfolgreich angegangen worden ist. In all diesen Debatten, dafür oder dagegen, kommt der Aspekt, wie sich die Rente 67 auf die Alterssicherung von Frauen auswirken könnte, zu kurz. Denn unter frauenpolitischen Gesichtspunkten ist nicht nur das gesetzliche Rentenalter entscheidend, sondern auch die Frage, was vor Rentenbeginn passiert. Wie sieht die Passage zwischen dem Ende der letzten Erwerbstätigkeit und dem Rentenbeginn aus? Wie wird diese Zeit gefüllt (durch Arbeitslosigkeit, Frühverrentungen oder Rückzug ins Private) und wie wird sie durch wen finanziert? Fallen ehemals Versicherte vor Rentenbeginn aus dem sozialen Netz heraus? Müssen sie private Ressourcen mobilisieren? Geraten sie zunehmend in eheliche Abhängigkeiten? Die Annahme eines direkten Übergangs von der Erwerbstätigkeit in die Rente trifft auf 2 Die gesetzliche Altersgrenze wurde auf 65 Jahre herabgesetzt, um die zeitliche Spanne zwischen dem tatsächlichen Rentenbeginn (mit 61 Jahren) und der gesetzlichen Altersgrenze zu reduzieren. Die dänische Regierung versucht gegenwärtig Frühverrentungsprogramme einzuschränken, um später die Altersgrenze wieder herauf setzten zu können (Fokus: Denmark, november 2005). 2

3 immer weniger Versicherte zu und ist zudem Ausdruck einer durch und durch androzentrischen Sichtweise. Fernere Lebenserwartung von Versichertenrentnern im Alter von 65 Jahren in Jahren (nach Sterbetafel 2004/2006) Männer Frauen West 16,54 20,38 Ost 16,18 19,91 Quelle: eigene Darstellung nach DRV (2007): Rentenversicherung in Zeitreihen, S.118 und 119. Ich werde versuchen, auf diese Fragen etw. Genauer einzugehen. Zunächst jedoch die Frage: Was ist geplant? Die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 soll mit dem Jahre 2012 beginnen (zunächst in Einmonats- und später in Zweimonatsschritten pro Jahr) und 2029 abgeschlossen sein. Tabelle 1: Anhebung des Mindestalters für den abschlagsfreien Rentenbezug Jahrgang Mindestalter für abschlagsfreien Rentenbezug Abschlag bei Rente mit 65 Kalenderjahr der Umsetzung Jahre Monate in % , , , , , , , , , , , , , , , , , , , Quelle: 3

4 Der Jahrgang 1946 wäre der letzte, der mit Vollendung des 65. Lebensjahres noch abschlagsfrei eine Altersrente beziehen könnte. Ab dem Jahrgang 1964 würde die neue Altersgrenze von 67 Jahren für alle gelten. Die Höhe der Abschläge beträgt 0,3% pro vorgezogenem Monat und 3,6% pro vorgezogenem Jahr. Rentenkürzungen durch höhere Abschläge Die Rente mit 67 wirkt sich auch auf die Höhe der Rentenabschläge (0,3%/Monat und 3,6% /Jahr) aus. Denn die fehlenden Versicherungsjahre, für die Abschläge gezahlt werden müssen, werden zukünftig bis zur gesetzlichen Altersgrenze von 67 berechnet. Ein vorzeitiger Rentenbeginn ohne Abschläge ist ab 2029 nur noch möglich für Bergleute mit 62 Jahren, für Schwerbehinderte mit 65 Jahren, die ab dem geboren sind, mit max. 10,8 % Abschlag ab dem 62. Lebensjahr Übergangsregelungen gelten für die Jahrgänge ). Beispiel einer androzentrischen Rentenpolitik: die neue Altersgrenze für besonders langjährig Versicherte Abschlagsfrei ab dem 65. Lebensjahr soll dann auch die neu eingeführte Altersgrenze für besonders langjährig Versicherte (nach 45 Versicherungsjahren) sein. Anders als bei den anderen Rentenarten zählen bei der Rente für besonders langjährig Versicherte Zeiten des sozialen Ausgleichs nicht mit, d.h. Zeiten mit Arbeitslosengeld I und II (früher Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe), sowie Zeiten aus einem Versorgungsausgleich nach Ehescheidung, also Zeiten, die insbesondere für die Alterssicherung von Frauen neben den Beitragszeiten aus einer Erwerbsarbeit von Bedeutung sind. Diese neue Rentenart ist politisch und verfassungsrechtlich äußerst umstritten: zum einen konterkariert sie die Intention der Reform des Scheidungsrechts (Einführung eines Rentensplitting) von 1976, das explizit zum Nachteilsausgleich für Frauen eingeführt worden war; zum anderen honoriert diese Regelung diejenigen, die bereits über vollständige Versicherungsverläufe und überdurchschnittlich hohen Rentenanwartschaften verfügen (und keinen Nachteilsausgleich benötigen) und zwar auf Kosten von Versicherten mit 4

5 diskontinuierlichen Rentenbiografien (Umverteilung von unten nach oben ) und auf Kosten von Frauen, die durchschnittlich wesentlich weniger Versicherungsjahre aufweisen (Umverteilung von Frauen zu Männern). Im Jahre 2005 hatten z.b. lediglich 2,9% der Frauen, die eine Altersrente beantragten, 45 und mehr Versicherungsjahre (und 26% der männlichen Neurentner). Mit dieser neuen Rentenart werden diejenigen bevorzugt, die das Glück hatten, durchgehend erwerbstätig zu sein. Andere, mit prekären Erwerbsverläufen hingegen müssen Abschläge hinnehmen, mit denen wiederum die neue Rentenart mitfinanziert wird (vgl. Sozialpolitische Informationen 2007). Diese neue Rentenart soll jährlich 2 Mrd. kosten (ver.di (2007), Wann in Rente? Wie in Alterstelzeit?). Durchschnittliche Versicherungsjahre nach Rentenarten (2006) Versichertenrenten davon: Männer Frauen insgesamt Regelaltersrenten Altersrenten für Frauen West 39,1 28,9./. Ost 44,4 42,7./. West 25,7 14,2 35,9 Ost 41,5 29,3 43,2 Quelle: eigene Darstellung nach DRV (2007): Rentenversicherung in Zeitreihen, S.96 und 97. Die Regelaltersgrenze mit 67 Jahren hat auch einschneidende negative Auswirkungen auf eine Rentenart, die v. a. von Männern in Anspruch genommen wird, die Altersrente für langjährig Versicherte (mit einer Wartezeit von 35 Jahren). Sie können zukünftig erst ab dem 67. Lebensjahr abschlagsfrei ihre Rente beantragen, vorzeitig frühestens mit 63 Jahren (bisher mit 62) und max. 14,4% Abschläge in Kauf nehmen (bisher 7,2%). Worüber auch wenig gesprochen wird ist, dass die Rente 67 auch zu negativen Auswirkungen für den Bezug einer Hinterbliebenenrente (große Witwen-/Witwerrente) führt, deren Altersgrenze sich von bisher 45 Jahren auf 47 erhöht. Die Rente mit 67 setzt das Alter für den Bezug einer Witwen- und Witwerrenten von 45 auf 47 herauf. Die Altersgrenze von 47 gilt für Todesfälle ab dem Jahre Sie 5

6 wird zu einer Rentenkürzung führen, weil sie sich zukünftig stärker als bisher von reduzierten Versichertenrenten (durch die höheren Abschläge) ableiten. Da mehr Frauen als Männer in ihrer Alterssicherung auf Hinterbliebenenrenten angewiesen sind, werden hauptsächlich Frauen Einbußen zu verkraften haben. Verfügen doch die meisten Frauen (alte Bundesländer), deren Rentenniveau (Versichertenrenten und Witwenrenten zusammen) monatlich zwischen 450 und 1050 liegt, über Witwenrenten, die durchschnittlich höher sind als ihre Versicherenten (vgl. Auslaufen der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit und der Frauenaltersrente mit 60: Kumulation von Rentenkürzungen Gravierend für Frauen ist jedoch, dass gleichzeitig mit Beginn der stufenweisen Heraufsetzung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67, also im Jahre 2012, die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit ausläuft und gleichzeitig auch die sehr viel in Anspruch genommene Altersrente für Frauen mit 60, beide für Geburten ab dem , also für die heute 55-Jährigen. Verantwortlich hierfür ist das RRG 92 3,. Dieses zeitliche Zusammenfallen des Inkrafttretens zweier Rentenkürzungsprogramme, die zu unterschiedlichen Zeiten verabschiedet wurden, hat die Reformer der Rente mit 67 nicht gestört. Das Auslaufen beider Rentenarten, die insbesondere für Frauen wichtig waren, wurde nicht zurück genommen. Die besondere Altersgrenze für Frauen (nach mindesten 15 Versicherungsjahren) geht auf die große Rentenreform unter Adenauer 1957 zurück und galt lange Zeit als rentenpolitische Errungenschaft, d.h. als die Altersgrenze berufsorientierter Frauen im Nachkriegsdeutschland (West). Frauen, die mit 60 in Rente gehen sind sehr stark berufsorientierte Frauen, sie haben mehr VJ als Frauen, die erst mit 65 Rente beantragen. Von allen Frauen, die 2006 eine Rente beantragten, war in 3 Die langfristige Streichung der Rente mit 60 für Frauen und für Arbeitslose wurde mit der Reform 1992 beschlossen. Ab dem Jahre 2001 bis 2012, für die Geburtsjahrgänge 1941 bis 1951, werden die Altersgrenzen stufenweise von 60 auf 65 angehoben. 6

7 Westdeutschland beinahe jede 2. Frau 65 Jahre alt und rund 30% 60 Jahre alt (Frauenaltersgrenze). Anders in Ostdeutschland: mehr als jede 2. Frau (rund 60%) haben die Frauenaltersrente in Anspruch genommen und nur jede 10. Frau die Regelaltersgrenze. (2,1% der Frauen, Rentenzugang 2006, hatten die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit in Anspruch genommen). Unter großen Protesten wurde die Altersrente für Frauen mit der Rentenreform 1992, und beschleunigt durch die Reform 1999, langfristig, ab dem Jahre 2012 abgeschafft. Gewerkschaften hatten mobilisiert. Diese Rentenart hatte eine identitätsstiftende Wirkung und ist, neben den Kindererziehungszeiten, die einzige Rentenart, die die anderen Erwerbsbiografien von Frauen, zwischen Arbeitsmarkt und Familie, berücksichtigt hat. In dieser Kumulation, Heraufsetzung der Regelaltersgrenze auf 67 verbunden mit höheren Abschlägen und dem Auslaufen der Frauenaltersrente mit 60 liegen die größten Benachteiligungen, die stärksten Rentenkürzungen, die explizit Frauen zu verkraften haben. Siehe Infoblatt: Auswirkungen der Rente mit 65 für Geburtsjahre

8 Altersrenten mit Abschlägen, Rentenzugang 2006 Durchschnittliche Anzahl der Abschlagsmonate Durchschnittliche Höhe der Abschläge (brutto) in /Monat Durchschnittlicher Rentenbetrag in /Monat Männer West 33,53 126, ,46 Ost 32,80 104,20 870,32 Frauen West 42,80 92,70 575,18 Ost 43,62 106,74 646,23 Quelle: eigene Darstellung nach DRV (2007): Rentenversicherung in Zeitreihen, S. 56 und 57. Übergänge in die Rente: zunehmend zerfranst und prekär Das Hauptproblem einer Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze liegt gegenwärtig in dem niedrigen Anteil an der Beschäftigung Älterer in Deutschland. In der Gruppe der 55-64Jährigen sind nur noch 45 % beschäftigt, gegenüber einer allgemeinen Beschäftigungsquote von 65% (die EU hat in der Lissabon-Strategie als Ziel 50% für die Beschäftigung Älterer fixiert). Hinzu kommt eine seit den 1980er Jahren sich verstärkende Langzeitarbeitslosigkeit. Wenn bisher bereits 4 von 10 Neurentnern eine Rente mit Abschlägen beziehen und sollte kein abrupter Wechsel in der Arbeitsmarktpolitik einsetzen, dann wirkt die Rente mit 67 lediglich als Rentensenkungsprogramm für die einen und als Kostendämpfungsprogramm für die anderen. Woran liegt es, dass so viele Versicherte gegenwärtig noch nicht einmal die Rente mit 65 erreichen? Wie sehen die Übergänge in den Ruhestand derzeit aus? 8

9 Westdeutschland Ostdeutschland Altersrentenzugänge Versichertenstatus vor Rentenbeginn versicherungspflichtig beschäftigt 17,5% 17,3% arbeitslos 16,9% 46,6% Altersteilzeit/Vorruhestand 10,0% 12,4% freiwillig Versicherte und Selbständige 4,6% 4,0% passiv Versicherte und andere 41,3% 10,3% Übergangsformen sonstige Zeiten 9,7% 9,3% Quelle: zusammengestellt nach Axel Reimann (2006): Die Bedeutung des geplanten Altersgrenzenaufschubs für die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung. (vgl. Veil 2006) Neben der für Deutschland allgemeinen Situation, dass nur ein geringer Teil der Versicherten aus der Erwerbsarbeit in den Ruhestand wechselt (runde 17%), unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland in 2 Punkten: In Ostdeutschland ist die hohe Arbeitslosigkeit (46,6%) die Hauptursache für die Erwerbslücke vor Rentenbeginn von Männern und Frauen. In Westdeutschland sind es die passiv Versicherten, die so ist zu vermuten und lässt sich mit anderen Studien nachweisen (Bosch 2005), nicht nur im Alter Erwerbslücken haben, sondern insgesamt eher diskontinuierliche Berufsverläufe aufweisen, durch lange Berufsunterbrechungen für die Kindererziehung und einem hohen Anteil von Teilzeitarbeit. In dieser stillen Reserve liegt ein erhebliches Potenzial für eine Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit im Alter. Prekäre Rentenübergänge durch Erwerbslücken vor Rentenbeginn Detailliertes empirisches Material über die inzwischen ganz unterschiedlich verlaufenden Übergänge in den Ruhestand liefert der Altersübergangs-Report, der von der Hans Böckler Stiftung und dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg/Essen in unregelmäßiger Folge (und ausschließlich in elektronischer Version) seit 2004 herausgegeben wird. Der Altersübergangs-Report kommt zu mehreren Ergebnissen: Ob die Rente abschlagsfrei bezogen werden kann oder nicht hängt von der Erwerbsbiografie unmittelbar vor Rentenbeginn ab. Vor allem Arbeitslose, geringfügig Beschäftigte oder dauerhaft Kranke gehen zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Rente 9

10 und müssen deshalb zum Teil massive Renteneinbußen in Kauf nehmen. Rein rechnerisch fehlen ihnen durchschnittlich acht Versicherungsjahre, verglichen mit kontinuierlich beschäftigten Erwerbstätigen, die mit 65 Jahren in Rente gehen (Brussig 2007). Der Zeitpunkt des Rentenbeginns und damit verbunden die Frage, ob eine Rente mit oder ohne Abschläge bezogen werden kann, wird also stark von dem Versichertenstatus der Personen vor Rentenbeginn beeinflusst. Analysen, die im Altersübergangs-Report (Brussig 2007) vorgestellt werden, zeigen, dass kontinuierlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 4 zu gut 50% ohne Abschläge in Rente gehen, und zwar Männer und Frauen. In dieser Gruppe gehen allerdings viele Frauen auch lange vor der gesetzlichen Altersgrenze in Rente, rund 36% unter ihnen fehlen 25 bis 60 Monaten, siehe Abbildung 2. Durch ein zunehmendes Ausfransen der Erwerbsbiografien im Alter, durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse (400-Euro-Jobs), Zeitverträge sowie durch die Hartz-Gesetze neu eingeführte versicherungsfreie Arbeitsformen wie z.b. die Arbeitsgelegenheiten (1Euro-Jobs) und den Rückzug in die stille Reserve fallen das Ende des Erwerbslebens und der Rentenbeginn zeitlich weiter auseinander, so dass die zu überbrückenden Phasen einer Nichterwerbstätigkeit vor Rentenbeginn länger werden. Es ist davon auszugehen, dass Patchwork-Erwerbsbiografien, die nur zu geringeren oder fehlenden Rentenanwartschaften führen, zunehmen werden. Mit dem Projekt Rente 67 wird es kaum noch Rentenarten geben, die ihre Schutzfunktion gegenüber gruppenspezifischen Risiken, wie Arbeitslosigkeit und Erwerbsminderung wahrnehmen oder gar neue Risiken, z.b. die Zunahme diskontinuierlicher Erwerbsverläufe und längere Phasen des Niedrigverdienstes, absichern können. Ausblick Mit dem Vorhaben der Heraufsetzung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre entfernt sich Rentenpolitik mehr denn je von dem Ziel einer eigenständigen Alterssicherung von Frauen und damit von einer politische Forderung, die einmal, 4 Darunter zählen Versicherte, die 3 Jahre vor Rentenbeginn überwiegend sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren oder in Altersteilzeit sind. 10

11 v.a. in den 80er und 90er Jahren, auf große Zustimmung gestoßen ist. Tatsache ist jedoch, dass trotz Einführung der für Frauen günstigen Kindererziehungszeiten im Jahre 1986 der gap in den Rentenhöhen zwischen Männern und Frauen sich nicht verringert hat, Männer haben durchschnittlich doppelt so hohe Renten wie Frauen. Diese Gendergap beruht nicht nur auf den fehlenden Versicherungsjahren von Frauen, sondern und dies wird viel zu wenig skandalisiert an den nach wie vor bestehenden Niedriglöhnen der Frauen. Denn nicht nur strukturelle Benachteiligungen wie diskontinuierliche Erwerbsverläufe, schwierigere Bedingungen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt, der hohe Teilzeitanteil erwerbstätiger Mütter u.s.w. führen zu niedrigen Rentenanwartschaften, sondern vor allem auch andere Ungleichheitsdimensionen wie die der niedrigen Frauenlöhne. Insbesondere die Rente mit 67 zeigt die Bedeutung der Lohnfrage und die der flexiblen Rentenübergänge. Frauenforschung und bewegung haben in der Vergangenheit die Lohnfrage vielleicht nicht lautstark genug in den Mittelpunkt ihrer Forderungen und Analysen gestellt. Ein Grund mehr, die Diskriminierung der Frauenlöhne wieder zu thematisieren, um soziale Ungleichheitsdimensionen wieder stärker mit der Geschlechterfrage zu verbinden. Die Heraufsetzung des Referenzalters führt, sollte sich arbeitsmarktpolitisch und in der Lohnfrage nichts ändern, zu einer neuen Altersarmut, einem Problem, das u.a. auch durch eine Rentenpolitik in der BRD bisher weitgehend abgebaut werden konnte. Bisher liegen die Armutsquoten älterer Frauen in Deutschland etwas unterhalb der durchschnittlichen Armutsquoten in der EU. Der 2. Armutsbericht der Bundesregierung (2003) zeigt, dass (noch) die Armutsquoten älterer (?)Frauen mit 9,8% auch unter der der Männer mit 13,5% liegt. Auf diese Gefahr hatte die OECD im Jahre 2007 in der Stellungnahme zum Gesetz hingewiesen. Auch wenn die Rente 67 die finanzielle Nachhaltigkeit der Rentenversicherung stärke so die OECD -, schaffe sie gleichzeitig das Problem einer drohenden Altersarmut, weil die deutsche Rentenversicherung, anders als in vielen anderen Ländern, linear an das Einkommen gekoppelt, keine bzw. eine schlechte Absicherung für Geringverdiener bedeutet. Mit der Rente mit 67 sind wir von dem Ziel der eigenständigen Alterssicherung von Frauen weiter entfernt denn je. 11

12 Damit dieses Ziel nicht zu einer reinen Utopie degeneriert, ist es notwendig, die Diskriminierung von Frauen in der Rentenpolitik nicht nur unter strukturellen Merkmalen zu kritisieren, sondern auch als Ergebnis einer handfesten Lohndiskriminierung von Frauen. Diese Fragen sollten wir wieder ins Zentrum der politischen und wissenschaftlichen Aufmerksamkeit rücken, soziale Ungleichheitsdimensionen mit der Geschlechterfrage verbinden. Als Auseinandersetzung zwischen eigenständiger und abgeleiteter Rente, als Frage der ökonomischen Abhängigkeit von Frauen. Wir brauchen wieder mehr Diskussionen und Analysen zur eigenständigen Alterssicherung von Frauen in der gegenwärtigen Situation in Abgrenzung von abgeleiteten Ansprüchen, Rentenpolitik wieder unter gleichstellungspolitischen Forderungen diskutieren. 12

Rentenarten in der gesetzlichen Rentenversicherung + VBL-Rente

Rentenarten in der gesetzlichen Rentenversicherung + VBL-Rente Rentenarten in der gesetzlichen Rentenversicherung + VBL-Rente Im April 2007 wurde das Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen

Mehr

Rente mit 67 Anhebung der Altersgrenzen

Rente mit 67 Anhebung der Altersgrenzen HBE PRAXISWISSEN Rente mit 67 Anhebung der Altersgrenzen Handelsverband Bayern e.v. Brienner Straße 45, 80333 München Rechtsanwältin Claudia Lindemann Telefon 089 55118-122 Telefax 089 55118-118 E-Mail

Mehr

Dass die Altersgrenzen für die verschiedenen Renten hochgesetzt wurden, ist zwischenzeitlich den meisten Menschen bekannt.

Dass die Altersgrenzen für die verschiedenen Renten hochgesetzt wurden, ist zwischenzeitlich den meisten Menschen bekannt. Die Erhöhung der Altersgrenzen bei den Renten Dass die Altersgrenzen für die verschiedenen Renten hochgesetzt wurden, ist zwischenzeitlich den meisten Menschen bekannt. Es gibt jedoch viele Unsicherheiten,

Mehr

- je besonders - 30.11.2006 GB 4 CZ/gs Durchwahl: 5300 Info Nr.: 101/2006

- je besonders - 30.11.2006 GB 4 CZ/gs Durchwahl: 5300 Info Nr.: 101/2006 Bundesleitung Friedrichstraße 169/170 D-10117 Berlin dbb beamtenbund und tarifunion Friedrichstraße 169/170 10117 Berlin An die Mitgliedsgewerkschaften des dbb - je besonders - Telefon 030.40 81-40 Telefax

Mehr

Rente ab 67? Oder: Rente ab 65 und Erhalt des Altersteilzeitgesetzes!

Rente ab 67? Oder: Rente ab 65 und Erhalt des Altersteilzeitgesetzes! Oder: Rente ab 65 und Erhalt des Altersteilzeitgesetzes! Aktionskonferenz der IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 05.10.2007 in Hannover Prof. Dr. Gerhard Bäcker Universität Duisburg-Essen

Mehr

Werkstattbericht Nr. 7/2001. Werkstattbericht. Werkstattbericht

Werkstattbericht Nr. 7/2001. Werkstattbericht. Werkstattbericht Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Werkstattbericht Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001 Werkstattbericht Nr. 7/2001

Mehr

Haufe TaschenGuide 161. Eher in Rente. So geht's. von Andreas Koehler. 3. Auflage 2011. Haufe-Lexware Freiburg 2011

Haufe TaschenGuide 161. Eher in Rente. So geht's. von Andreas Koehler. 3. Auflage 2011. Haufe-Lexware Freiburg 2011 Haufe TaschenGuide 161 Eher in Rente So geht's von Andreas Koehler 3. Auflage 2011 Haufe-Lexware Freiburg 2011 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 648 02059 3 Zu Inhaltsverzeichnis schnell

Mehr

Alter bei Rentenbeginn (RV*)

Alter bei Rentenbeginn (RV*) Alter bei Rentenbeginn (RV*) Alter bei Rentenbeginn (RV*) Versichertenrenten, Anteile Anteile der der Zugangsalter Zugangsalter im jeweiligen im jeweiligen Berichtsjahr Berichtsjahr in Prozent, in 1994

Mehr

Rentenreform 2007 - RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz. Rentenreform 2007. Altersgrenzenanpassungsgesetz

Rentenreform 2007 - RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz. Rentenreform 2007. Altersgrenzenanpassungsgesetz Rentenreform 2007 RV- Altersgrenzenanpassungsgesetz (Stand: 24.1.2007) Folie 1 Sozialpolitik / Zeitplan RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz : Rahmen wurde im Koalitionsvertrag vom 11.11.2005 festgelegt Große

Mehr

RV-Leistungsverbesserungsgesetz. (Entwurf) Für das Jahr 2014 geplante Neuregelungen in der gesetzlichen Rentenversicherung

RV-Leistungsverbesserungsgesetz. (Entwurf) Für das Jahr 2014 geplante Neuregelungen in der gesetzlichen Rentenversicherung RV-Leistungsverbesserungsgesetz (Entwurf) Für das Jahr 2014 geplante Neuregelungen in der gesetzlichen Rentenversicherung Reha-Budget verbesserte Erwerbsminderungsrente Abschlagsfreie Rente ab 63 Mütterrente

Mehr

Hinzuverdienstgrenzen für Rentner

Hinzuverdienstgrenzen für Rentner grenzen für Rentner Rentenart: Regelaltersrente Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf die Regelaltersrente besteht ab Erreichen der Regelaltersgrenze. Für vor 1947 Geborene lag diese bei 65 Jahren.

Mehr

Viele Wege führen zur Rente vor 67

Viele Wege führen zur Rente vor 67 27 Viele Wege führen zur Rente vor 67 Es gibt verschiedene Altersrenten. e nachdem, für welche Rentenart Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie irgendwann zwischen 60 und 67 ahren in Rente gehen.

Mehr

Rentenzugang nach Rentenarten (RV*)

Rentenzugang nach Rentenarten (RV*) Rentenzugang nach Rentenarten (RV*) Rentenzugang nach Rentenarten (RV*) In absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 2012 In absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 2012 * gesetzliche Rentenversicherung

Mehr

Altersrenten Wer? Wann? Wie(viel)?

Altersrenten Wer? Wann? Wie(viel)? Service Altersrenten Wer? Wann? Wie(viel)? Susanne Remmers Robert Fuhrbach Deutsche Rentenversicherung Rheinland Lungengasse 35 50676 Köln 0 Altersrenten Wer? Wann? Wie(viel)? Überblick Rentenanspruch

Mehr

Rentenreform 2014 Das Gesetz über. Rentenversicherung vom 23.6.2014

Rentenreform 2014 Das Gesetz über. Rentenversicherung vom 23.6.2014 Aktualisierung des Ratgebers Vorzeitig in Rente gehen 3. Auflage 2014, Stand: Juli 2014 Rentenreform 2014 Das Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung vom 23.6.2014 Das

Mehr

Inhalt. Rente mit 67 oder doch schon eher? 5. Viele Wege führen zur Rente vor 67 27

Inhalt. Rente mit 67 oder doch schon eher? 5. Viele Wege führen zur Rente vor 67 27 2 Inhalt Rente mit 67 oder doch schon eher? 5 Bin ich von der Rente mit 67 betroffen? 6 Eher in Rente wie hoch sind die Abschläge? 11 Kann ich die Abschläge finanziell ausgleichen? 16 Sind auch Erwerbsminderungsrenten

Mehr

Tischvorlage für die Sitzung der Fraktion am 24. Oktober 2006 16/234. Koalitionsarbeitsgruppe Rentenversicherung 23. Oktober 2006

Tischvorlage für die Sitzung der Fraktion am 24. Oktober 2006 16/234. Koalitionsarbeitsgruppe Rentenversicherung 23. Oktober 2006 Tischvorlage für die Sitzung der Fraktion am 24. Oktober 2006 16/234 Dr. Ralf Brauksiepe Mitglied des Deutschen Bundestages Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen

Mehr

Ab 2012 wird das Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre steigen. Die Deutsche Rentenversicherung erklärt, was Ruheständler erwartet.

Ab 2012 wird das Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre steigen. Die Deutsche Rentenversicherung erklärt, was Ruheständler erwartet. Rente mit 67 was sich ändert Fragen und Antworten Ab 2012 wird das Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre steigen. Die Deutsche Rentenversicherung erklärt, was Ruheständler erwartet. Wann kann ich

Mehr

Versichertenrenten Wer? Wann? Wie(viel)?

Versichertenrenten Wer? Wann? Wie(viel)? Service Versichertenrenten Wer? Wann? Wie(viel)? Andrea Handke Beraterin der Auskunfts- und Beratungsstelle Zeil 53 60313 Frankfurt am Main 0 Überblick Rentenanspruch und Wartezeiterfüllung Rente wegen

Mehr

1 Altersversorgung in

1 Altersversorgung in 1 Altersversorgung in Deutschland Die Altersversorgung der Arbeitnehmer in Deutschland beruht auf den drei Säulen gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersversorgung und private Altersvorsorge.

Mehr

Fakten zur gesetzlichen Rentenversicherung

Fakten zur gesetzlichen Rentenversicherung 2 Hamburg, Mai 2010 N U T Z E N ver.di Service GmbH Franz-Mehring-Platz 1 10243 Berlin Fakten zur gesetzlichen Rentenversicherung Wie wird die Altersrente ermittelt? Die gesetzliche Altersrente wird errechnet

Mehr

Service. Altersrenten Wer? Wann? Wie(-viel)?

Service. Altersrenten Wer? Wann? Wie(-viel)? Service Altersrenten Wer? Wann? Wie(-viel)? 0 Wartezeiten Überblick Rentenanspruch und Wartezeiterfüllung 1 M01i_91 Rentenanspruch Voraussetzungen versicherungsrechtliche Voraussetzungen Wartezeit Rentenanspruch

Mehr

Rente mit 67 was ändert sich für mich?

Rente mit 67 was ändert sich für mich? Service Rente mit 67 was ändert sich für mich? > Anhebung der Altersgrenzen > Neue Rente für besonders langjährig Versicherte: Es bleibt bei 65 > Änderungen für Erwerbsgeminderte und Hinterbliebene Sicher

Mehr

Durchschnittliches Rentenzugangsalter nach Rentenart

Durchschnittliches Rentenzugangsalter nach Rentenart RE RENTE Durchschnittliches Rentenzugangsalter nach Rentenart gehen etwas früher in Rente Bearbeitung: Dr. Peter Sopp, Dr. Alexandra Wagner Grafikblatt WSI-GenderDatenPortal gehen etwas früher in Rente

Mehr

Hintergrundinfo zur geplanten Anhebung des Renteneintrittsalters bei Altersteilzeit und bei Vorruhestand. Nr. 21 N O V E M B E R 2003

Hintergrundinfo zur geplanten Anhebung des Renteneintrittsalters bei Altersteilzeit und bei Vorruhestand. Nr. 21 N O V E M B E R 2003 arbeits- und gesundheitsschutzpolitik altersteilzeit/teilzeit allgemeine sozialpolitik arbeitsmarktalterssicherung/ betriebliche altersvorsorge/alterssicherung behindertenpolitik gesundheitspolitik soziale

Mehr

Weniger Rente und mehr arme und minijobbende Alte Vorboten der heran rauschenden Welle von Altersarmut

Weniger Rente und mehr arme und minijobbende Alte Vorboten der heran rauschenden Welle von Altersarmut Matthias W. Birkwald, MdB Rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Platz der Republik 1, 11011 Berlin Telefon 030 227 71215 Fax 030 227 76215 matthias-w.birkwald@bundestag.de www.matthias-w-birkwald.de

Mehr

Service. Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? ISV03t

Service. Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? ISV03t Service Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? 0 ISV03t Altersrenten - Wer? Wann? Wie(viel)? Überblick Regelaltersrente Altersrente für langjährig Versicherte Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Mehr

Fragen & Antworten zum Rentenpaket

Fragen & Antworten zum Rentenpaket Fragen & Antworten zum Rentenpaket Der von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf beinhaltet im Wesentlichen vier Komponenten: die Rente ab 63, die Mütterrente, die Erwerbsminderungsrente und das

Mehr

Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten (Stand 23.05.2014)

Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten (Stand 23.05.2014) Anlage 1 zu Info Nr. 31/2014 Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten (Stand 23.05.2014) Der am 23.5.2014 vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf beinhaltet im Wesentlichen vier

Mehr

Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll

Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll Alles über die Rente Tagung All inclusive Evang. Akademie Bad Boll 20. 22. Oktober 2010 Juan Victor Coseriu Pisani Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg Projekt Neubau Tel.: 0711 / 848 10 331 Fax:

Mehr

Argumente zum Rentenpaket der Bundesregierung

Argumente zum Rentenpaket der Bundesregierung Argumente zum Rentenpaket der Bundesregierung Rente ab 63 Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung sollen Menschen, die 45 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben, mit 63 ohne

Mehr

Rentenpaket 2014 Chancen und Risiken aus Sicht der Frauen. Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer

Rentenpaket 2014 Chancen und Risiken aus Sicht der Frauen. Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer Rentenpaket 2014 Chancen und Risiken aus Sicht der Frauen 1 Rentenpaket 2014 Die Mitte des Jahres 2014 von der Großen Koalition in Kraft gesetzten Reformen in der gesetzlichen Rentenversicherung bringen

Mehr

Gesetzentwurf zur Rente mit 67

Gesetzentwurf zur Rente mit 67 Sonderinformation Gesetzentwurf zur Rente mit 67 > Anhebung der Altersgrenzen > Ausnahmeregelungen > Neues zur Rentenanpassung Größe: 0 % (bei A5 > 71%) 14_Rente_mit_67.indd 1 12.01.2007 12::06 Rente mit

Mehr

Rente für Schwerbehinderte

Rente für Schwerbehinderte Rente für Schwerbehinderte Deutsche Rentenversicherung Heike Peters Rentenrechtliche Zeiten und Wartzeit Beitragszeiten Ersatzzeiten Monate aus: Versorgungsausgleich, Rentensplitting geringfügiger vers.freier

Mehr

Fragen & Antworten zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes

Fragen & Antworten zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Fragen & Antworten zum Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes Der von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf beinhaltet im Wesentlichen vier Komponenten: die Rente ab 63, die Mütterrente,

Mehr

Erwerbsminderungsrenten Altersrenten im Überblick. 6. Süddeutscher Hypophysen- und Nebennierentag 20. April 2013 München

Erwerbsminderungsrenten Altersrenten im Überblick. 6. Süddeutscher Hypophysen- und Nebennierentag 20. April 2013 München Erwerbsminderungsrenten Altersrenten im Überblick 6. Süddeutscher Hypophysen- Nebennierentag 20. April 2013 München 0 0 Gesetzliche Rentenversicherung Versicherte Risiken jeweils unabhängig von Vorerkrankungen

Mehr

Deutsche Rentenversicherung FRAGEN- UND ANTWORTEN ZUM RV-NACHHALTIGKEITSGESETZ

Deutsche Rentenversicherung FRAGEN- UND ANTWORTEN ZUM RV-NACHHALTIGKEITSGESETZ Deutsche Rentenversicherung FRAGEN- UND ANTWORTEN ZUM RV-NACHHALTIGKEITSGESETZ 2 Einleitung... 3 Die neue Rentenanpassungsformel...3 Wie funktioniert der neue Nachhaltigkeitsfaktor?...4 Welche Folgen hat

Mehr

Betriebliche und tarifliche Wege für einen flexiblen Übergang in Rente. Claus-Harald Güster Stellv. Vorsitzender der Gewerkschaft NGG

Betriebliche und tarifliche Wege für einen flexiblen Übergang in Rente. Claus-Harald Güster Stellv. Vorsitzender der Gewerkschaft NGG Betriebliche und tarifliche Wege für einen flexiblen Übergang in Rente Claus-Harald Güster Stellv. Vorsitzender der Gewerkschaft NGG Vor 30 Jahren: Politische und tarifpolitische Initiative für einen Generationenvertrag

Mehr

Vorstand Sozialpolitik. Der Weg in den Ruhestand. Abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren in Rente. www.igmetall.de

Vorstand Sozialpolitik. Der Weg in den Ruhestand. Abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren in Rente. www.igmetall.de Vorstand Sozialpolitik Der Weg in den Ruhestand 65 64 63 Abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren in Rente www.igmetall.de Liebe Kollegin, lieber Kollege, freust auch Du Dich auf die Rente mit 63? Darauf,

Mehr

Das Rentenpaket der Bundesregierung. Fragen und Antworten

Das Rentenpaket der Bundesregierung. Fragen und Antworten Das Rentenpaket der Bundesregierung Fragen und Antworten Das Rentenpaket der Bundesregierung Fragen und Antworten Die Union hat im Rahmen der Koalitionsverhandlungen mit der SPD Leistungsanpassungen in

Mehr

Was bringt das Drei-Säulen-Modell für die Alterssicherung von Frauen?

Was bringt das Drei-Säulen-Modell für die Alterssicherung von Frauen? Was bringt das Drei-Säulen-Modell für die Alterssicherung von Frauen? 11. Deutscher Seniorentag Veranstaltungsreihe Reformbaustelle Rente Frankfurt a.m., 3. Juli 2015 Hannelore Buls Diplom-Sozialökonomin

Mehr

Was wir heute gegen Altersarmut tun müssen Stimmt. Frauen leben länger. Aber wovon?

Was wir heute gegen Altersarmut tun müssen Stimmt. Frauen leben länger. Aber wovon? Was wir heute gegen Altersarmut tun müssen Stimmt. Frauen leben länger. Aber wovon? Bundesfachgruppenkonferenz Magdeburg 21. April 2015 Ablauf Vorstellung Rente entzaubern Was ist zu tun? Vorstellung Leni

Mehr

Aktuelle Ergebnisse aus den Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherung Schwerpunkt: Berentungsgeschehen

Aktuelle Ergebnisse aus den Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherung Schwerpunkt: Berentungsgeschehen Deutsche Rentenversicherung Bund Grundsatz- und Querschnittsbereich Aktuelle Ergebnisse aus den Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherung Schwerpunkt: Berentungsgeschehen Uwe G. Rehfeld und Ralf

Mehr

Aktuelles aus der. Deutschen Rentenversicherung für Schwerbehinderte. Heike Peters

Aktuelles aus der. Deutschen Rentenversicherung für Schwerbehinderte. Heike Peters Aktuelles aus der Deutschen Rentenversicherung für Schwerbehinderte Heike Peters 0 13720191 Rente für schwerbehinderte Menschen 1 ISV03i00 Rente für schwerbehinderte Menschen Welche Möglichkeiten gibt

Mehr

Referentenentwurf eines Gesetzes über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungsgesetz)

Referentenentwurf eines Gesetzes über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungsgesetz) Bundesleitung Friedrichstraße 169/170 D-10117 Berlin dbb beamtenbund und tarifunion Friedrichstraße 169/170 10117 Berlin Telefon 030.40 81-40 Telefax 030.40 81-4999 post@dbb.de www.dbb.de An die Landesbünde

Mehr

Rente und Lebensarbeitszeit

Rente und Lebensarbeitszeit Stefanie Janczyk, Ressort Allgemeine Sozial- und Arbeitsmarktpolitik Rente und Lebensarbeitszeit Forum auf der Bezirkfrauenkonferenz des IG Metall Bezirks Frankfurt 2. bis 3.4.2012 in Frankenthal Rentensituation

Mehr

Rentenund. Versorgungslücke

Rentenund. Versorgungslücke Rentenund Versorgungslücke Düsseldorf, Januar 2004 Renten- und Versorgungslücke 1 Renten- und Versorgungslücke Eine zusätzliche finanzielle Absicherung für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit wird dringend

Mehr

Flexible Übergänge in die gesetzliche Rente

Flexible Übergänge in die gesetzliche Rente Flexible Übergänge in die gesetzliche Rente Geltendes Recht und Ansätze für Weiterentwicklungen Dr. Axel Reimann Mitglied des Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund Kooperationsveranstaltung

Mehr

Referent: Matthias Carstensen Deutsche Rentenversicherung Beratungsstelle Kiel

Referent: Matthias Carstensen Deutsche Rentenversicherung Beratungsstelle Kiel Referent: Matthias Carstensen Deutsche Rentenversicherung Beratungsstelle Kiel Wesentliche Eckpunkte -Änderungen Altersrente für besonders langjährig Versicherte - Ausweitung von Kindererziehungszeiten

Mehr

Fragen und Antworten zum Rentenpaket 2014

Fragen und Antworten zum Rentenpaket 2014 Fragen und Antworten zum Rentenpaket 2014 Rente ab 63 Jahren 1. Was ist die Rente ab 63? Vorstandsbereich 2 Abteilung Sozialpolitik Hannover, 16. Juni 2014 Seit 2012 können schon nach heutigem Recht besonders

Mehr

Fragen und Antworten zur Mütterrente

Fragen und Antworten zur Mütterrente 1 von 6 12.09.2014 15:19 Home Presse Informationen der Pressestelle Medieninformationen Pressemitteilungen aktuell Fragen und Antworten zur Mütterrente Fragen und Antworten zur Mütterrente 1. Was ist die

Mehr

Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko

Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Düsseldorf, Juli 2003 Berufsunfähigkeit heute 1 Berufsunfähigkeit heute - ein verkanntes Risiko Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch

Mehr

Die Rentenproblematik und die betriebliche Altersversorgung der Allianz

Die Rentenproblematik und die betriebliche Altersversorgung der Allianz Die Rentenproblematik und die betriebliche Altersversorgung der Allianz Magnus von Dungen Allianz Spezialvertrieb Infoabend der btü zum Thema Altersversorgung München, 13.04.2015 Inhalt 1 Demografischer

Mehr

RENTE FÜR FRAUEN. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Fragen und Antworten. Vorwort. Liebe Leserinnen,

RENTE FÜR FRAUEN. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Fragen und Antworten. Vorwort. Liebe Leserinnen, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend RENTE FÜR FRAUEN Fragen und Antworten Vorwort Liebe Leserinnen, über die Alterssicherung von Frauen wird nach wie vor viel diskutiert; welche

Mehr

Rente mit 67? Zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67

Rente mit 67? Zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67 Rente mit 67? Zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67 Befunde aus dem 4. Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente Pressekonferenz, Berlin 17.09.2010 Prof.

Mehr

Was ist neu bei der Rente? Informationen zum Rentenpaket 2014

Was ist neu bei der Rente? Informationen zum Rentenpaket 2014 Was ist neu bei der Rente? Informationen zum Rentenpaket 2014 Peter Weiß Berichterstatter für die Gesetzliche Rentenversicherung und Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU- Bundestagsfraktion

Mehr

Eine Information der Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen und des Personalrates der Universität Heidelberg

Eine Information der Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen und des Personalrates der Universität Heidelberg Wie beantrage ich die Rente? Eine Information der Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen und des Personalrates der Universität Heidelberg (Stand: 05/2008) 2 Wie beantrage ich meine Rente? Was muss

Mehr

Erwerbsminderungsrenten: Wiederkehr eines (fast vergessenen) Problems

Erwerbsminderungsrenten: Wiederkehr eines (fast vergessenen) Problems Erwerbsminderungsrenten: Wiederkehr eines (fast vergessenen) Problems Prof. Dr. Gerhard Bäcker Universität Duisburg-Essen Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) I. Vom Bedeutungsrückgang zum Bedeutungszuwachs

Mehr

DIE ANHEBUNG DER ALTERSGRENZEN IN DER RENTENVERSICHERUNG DER ARBEITER UND ANGESTELLTEN

DIE ANHEBUNG DER ALTERSGRENZEN IN DER RENTENVERSICHERUNG DER ARBEITER UND ANGESTELLTEN DIE ANHEBUNG DER ALTERSGRENZEN IN DER RENTENVERSICHERUNG DER ARBEITER UND ANGESTELLTEN Inhalt 1997 bzw. 2000/2001 begann der Stufenprozess zur Anhebung der Altersgrenzen für den Bezug einer abschlagsfreien

Mehr

Info Recht. Sozialrecht

Info Recht. Sozialrecht Informationen zum Recht vom DGB Bundesvorstand Abteilung Recht 29. Januar 2014 Info Recht Sozialrecht Die Möglichkeit des Bezuges einer abschlagsfreien Rente mit Erreichen des 63. Lebensjahres Mit dem

Mehr

Aktivierung durch Rentenpolitik und in der Rentenpolitik

Aktivierung durch Rentenpolitik und in der Rentenpolitik Aktivierung durch Rentenpolitik und in der Rentenpolitik Stand der Dinge und aktuelle Reformvorhaben Dr. Florian Blank Arbeitnehmerkammer Bremen 13. November 2014 www.wsi.de Gliederung Aktivierung und

Mehr

Alles auf einen Blick. der Nettorente. plan360

Alles auf einen Blick. der Nettorente. plan360 plan360 Alles auf einen Blick Gesetzliche Rentenversicherung und Berechnung der Nettorente. Die jährliche Renteninformation richtig entschlüsseln Ständig wechselnde wirtschaftliche und gesetzliche Einflüsse

Mehr

Betriebsrente für Versicherte ohne Anspruch auf gesetzliche

Betriebsrente für Versicherte ohne Anspruch auf gesetzliche Betriebsrente für Versicherte ohne Anspruch auf gesetzliche Rente. Informationen für Versicherte mit Grundversorgung aus berufsständischen Versorgungswerken oder anderer Grundversorgung. Januar 2016 2

Mehr

VI. Freiwillige Versicherung... 31 1. Allgemeines... 31 2. Berechtigter Personenkreis... 32 3. Beitragsbemessung und Zahlung... 33 4.

VI. Freiwillige Versicherung... 31 1. Allgemeines... 31 2. Berechtigter Personenkreis... 32 3. Beitragsbemessung und Zahlung... 33 4. Inhalt A. Einleitung... 13 I. Rechtsgrundlagen... 13 II. Organisation... 14 III. Hilfsmittel... 15 1. Gesetzestexte... 15 2. Fachliche Erläuterungen... 16 3. Fachzeitschrift... 16 4. Internetangebote...

Mehr

Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung

Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung Georg Recht, Ministerialdirektor Abteilungsleiter der Abteilung IV Sozialversicherung, Sozialgesetzbuch, Kriegsopferversorgung und sonstiges soziales

Mehr

Aktuelles aus der Deutschen Rentenversicherung

Aktuelles aus der Deutschen Rentenversicherung Service Aktuelles aus der Deutschen Rentenversicherung 0 ISV27t Aktuelles aus der Deutschen Rentenversicherung Überblick Gesetz über Leistungsverbesserung in der gesetzlichen RV Gesetz zur Stärkung der

Mehr

Gute Arbeit - gut in Rente!

Gute Arbeit - gut in Rente! Rentenarten, Zugangsvoraussetzungen, Rentenberechnung 20. Bundeshandwerkskonferenz der IG Metall am 27.02.2016 Diethelm Langer Gute Arbeit - gut in Rente! www.igmetall.nieder-sachsen-anhalt.de Rente Rentenarten

Mehr

Auf 100 Erwerbspersonen kommen heute schon rund 43 Standardrentner

Auf 100 Erwerbspersonen kommen heute schon rund 43 Standardrentner STAATLICHE ALTERSVERSORGUNG Rentenkürzung Auf 100 Erwerbspersonen kommen heute schon rund 43 Standardrentner Ein 2005 geborenes Mädchen wird voraussichtlich 103 Jahre alt, ein Junge immerhin rund 98. Somit

Mehr

Hubert-Ralph Schmitt Gerd Kunert Eva Stichler. Neue Wege ALTERSVERSORGUNG. Ein praktischer Leitfaden für den Arbeitgeber

Hubert-Ralph Schmitt Gerd Kunert Eva Stichler. Neue Wege ALTERSVERSORGUNG. Ein praktischer Leitfaden für den Arbeitgeber Hubert-Ralph Schmitt Gerd Kunert Eva Stichler Neue Wege der betrieblichen ALTERSVERSORGUNG Ein praktischer Leitfaden für den Arbeitgeber 1 ANALYSE DER GESETZLICHEN RENTENSITUATION 1.1»Nichts ist so sicher

Mehr

Herzlich Willkommen zur

Herzlich Willkommen zur Herzlich Willkommen zur Infoveranstaltung Kathrin Bohr Wer sind wir - Ein Träger der gesetzlichen Rentenversicherung - Seit dem 01.10.2005 Deutsche Rentenversicherung Westfalen (Hauptverwaltung in Münster)

Mehr

Altersrente - Voraussetzungen und Altersgrenzen

Altersrente - Voraussetzungen und Altersgrenzen Altersrente - und Altersgrenzen Normen 35 ff. SGB VI Kurzinfo Unter einer Altersrente versteht man nach deutschem Rentenrecht eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung, deren Bezug, anders als

Mehr

Beschäftigung von Rentnern

Beschäftigung von Rentnern Beschäftigung von Rentnern 30500 0/206 V Inhalt: Firmenkundenservice Inhalt. Allgemeines... 2. Geringfügige Beschäftigung... 3. Altersgrenze und Altersrente... 3. Krankenversicherung... 3.2 Rentenversicherung...

Mehr

Frauen/Ost. Männer/West. Männer/Ost. Frauen/West. Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (zuletzt 2015), Rentenversicherung in Zahlen

Frauen/Ost. Männer/West. Männer/Ost. Frauen/West. Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (zuletzt 2015), Rentenversicherung in Zahlen Durchschnittl. Höhe von Erwerbsminderungsrenten im Jahr des Rentenzugangs 2000-2014 Monatliche Zahlbeträge in Euro, ohne Anpassung; Männer und Frauen, alte und neue Bundesländer 800 780 750 700 687 673

Mehr

Der gleitende Übergang vom Erwerbsleben in die Phase des Ruhestandes

Der gleitende Übergang vom Erwerbsleben in die Phase des Ruhestandes Der gleitende Übergang vom Erwerbsleben in die Phase des Ruhestandes Sylvia Dünn, Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin In den vergangenen Monaten wurde intensiv über einen flexibleren Übergang von

Mehr

Vorzeitig in Rente. Keine Frage offen. von Detlef Pohl. 1. Auflage 2008

Vorzeitig in Rente. Keine Frage offen. von Detlef Pohl. 1. Auflage 2008 Vorzeitig in Rente Keine Frage offen von Detlef Pohl 1. Auflage 2008 Vorzeitig in Rente Pohl schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG Haufe-Lexware Freiburg 2008 Verlag C.H.

Mehr

die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit, die Altersrente an Frauen und die Altersrente an langjährig Versicherte

die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit, die Altersrente an Frauen und die Altersrente an langjährig Versicherte Lebensarbeitszeit Normen 236 ff. SGB VI Kurzinfo Mit dem Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz (WFG) vom 27.09.1996 wurde die Anhebung der Altersgrenzen für die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit

Mehr

Mindesthinzuverdienstgrenze auf 400 Euro angehoben

Mindesthinzuverdienstgrenze auf 400 Euro angehoben Januar 2008 Rente und Hinzuverdienst Mindesthinzuverdienstgrenze auf 400 Euro angehoben Im Januar 2008 hat der Bundestag eine wichtige Änderung bei den Hinzuverdienstgrenzen für Rentner verabschiedet:

Mehr

Karl Holmeier Mitglied des Deutschen Bundestages. Allgemein. Was beinhaltet das neue Rentenpaket?

Karl Holmeier Mitglied des Deutschen Bundestages. Allgemein. Was beinhaltet das neue Rentenpaket? Allgemein Was beinhaltet das neue Rentenpaket? Das neue Rentenpaket enthält vier Komponenten: die Rente ab 63, die Mütterrente, die gerechtere Erwerbsminderungsrente und die Erhöhung des Reha-Budgets.

Mehr

Die KVK ZusatzRente Ihre Betriebsrente

Die KVK ZusatzRente Ihre Betriebsrente Die KVK ZusatzRente Ihre Betriebsrente 1 Rechtsgrundlagen... 2 2 Wer ist bei der KVK ZusatzVersorgungsKasse versichert?... 2 3 Waren Sie bei einer anderen Zusatzversorgungseinrichtung des öffentlichen

Mehr

Rentensysteme in Europa Lohnt sich ein Blick zu den Nachbarn?

Rentensysteme in Europa Lohnt sich ein Blick zu den Nachbarn? Rentensysteme in Europa Lohnt sich ein Blick zu den Nachbarn? Natalie Laub Forschungszentrum Generationenverträge Albert Ludwigs Universität Freiburg Überblick Demografie im internationalen Vergleich Rentenreformen

Mehr

Was ist neu bei der Rente? Informationen zum Rentenpaket 2014. Alois Karl, MdB Wahlkreisabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt

Was ist neu bei der Rente? Informationen zum Rentenpaket 2014. Alois Karl, MdB Wahlkreisabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt Was ist neu bei der Rente? Informationen zum Rentenpaket 2014 Alois Karl, MdB Wahlkreisabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt Das Rentenpaket das ist drin 1. Maßnahme 2. Maßnahme 3. Maßnahme 4. Maßnahme

Mehr

Seit 1. Juli 2014 gilt das neue Rentenpaket. Es enthält im Wesentlichen vier Säulen:

Seit 1. Juli 2014 gilt das neue Rentenpaket. Es enthält im Wesentlichen vier Säulen: Nr.: 08/2014 Datum: 15. Juli 2014 Das neue Rentenpaket Seit 1. Juli 2014 gilt das neue Rentenpaket. Es enthält im Wesentlichen vier Säulen: die abschlagsfreie Rente ab dem 63. Lebensjahr die Mütterrente

Mehr

Rentenentwicklung und Perspektiven

Rentenentwicklung und Perspektiven Rentenentwicklung und Perspektiven 30. Januar 2013 in Dortmund Thomas Keck 1 2 Renten wegen Alters und bei Erwerbsminderung Quelle: Statistik Rentenversicherung in Zeitreihen der Deutschen Rentenversicherung

Mehr

Vier von zehn Zugängen in Altersrente erfolgen mit Abschlägen

Vier von zehn Zugängen in Altersrente erfolgen mit Abschlägen Martin Brussig 2007-01 Vier von zehn Zugängen in Altersrente erfolgen mit Abschlägen Massive Einbußen beim Rentenanspruch durch vorzeitigen Renteneintritt bei langzeitarbeitslosen Männern Auf einen Blick...

Mehr

Fragen und Antworten zur Rente mit 67

Fragen und Antworten zur Rente mit 67 Fragen und Antworten zur Rente mit 67 1. Warum bleibt es nicht bei der Rente mit 65? Unser heutiges Rentensystem wurde 1957, also mitten im Baby-Boom gestaltet. Damals ging man davon aus, dass immer viele

Mehr

Altersvorsorge 2020. Delegiertenversammlung VAA, 23. April 2014 Mario Christoffel, BSV

Altersvorsorge 2020. Delegiertenversammlung VAA, 23. April 2014 Mario Christoffel, BSV Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Altersvorsorge 2020 Delegiertenversammlung VAA, 23. April 2014 Mario Christoffel, BSV Die drei grossen Herausforderungen

Mehr

Rente. Wer? Wie? Was? Warum?

Rente. Wer? Wie? Was? Warum? Rente. Wer? Wie? Was? Warum? Herausgegeben von der Fraktion DIE LINKE. im Landtag Mecklenburg-Vorpommern Lennéstraße 1 19053 Schwerin Telefon: 0385-52 52 500 Fax: 0385-52 52 509 E-mail: fraktion@dielinke.landtag-mv.de

Mehr

Das Rentensplitting Theorie und Beratung

Das Rentensplitting Theorie und Beratung Das Rentensplitting Theorie und Beratung 4.91- Stand: 3/2011 1 Anspruch auf Witwenrente Tod eines Ehegatten gültige Ehe zum Zeitpunkt des Todes Wartezeit von 60 Monaten erfüllt (insbesondere Beitragszeiten)

Mehr

Vorzeitige Altersrenten Gestaltungsmöglichkeiten bei vorzeitigen Altersrenten - Praxisfälle

Vorzeitige Altersrenten Gestaltungsmöglichkeiten bei vorzeitigen Altersrenten - Praxisfälle Vorzeitige Altersrenten Gestaltungsmöglichkeiten bei vorzeitigen Altersrenten - Praxisfälle 1 Beispiel 1 Versicherte hat zwei Rentenansprüche Altersrente für langjährig Versicherte Altersrente für besonders

Mehr

Leistungen der Rentenversicherung

Leistungen der Rentenversicherung Leistungen der Rentenversicherung Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung Rehabilitation Renten Sonstige Leistungen medizinische Reha Leistungen zur Teilhabe ergänzende Leistungen wegen Alters

Mehr

Beschluss des SPD-Präsidiums: Gut und sicher leben: Perspektiven schaffen für Arbeit und sichere Altersvorsorge.

Beschluss des SPD-Präsidiums: Gut und sicher leben: Perspektiven schaffen für Arbeit und sichere Altersvorsorge. Page 1 of 5 457/10 Beschluss des SPD-Präsidiums: Gut und sicher leben: Perspektiven schaffen für Arbeit und sichere Altersvorsorge. [ Themen: Arbeit Sozialpolitik ] "Die Bundesregierung hat den gesetzgebenden

Mehr

Durchschnittliches Renteneintrittsalter steigt weiter

Durchschnittliches Renteneintrittsalter steigt weiter Martin Brussig und Sascha Wojtkowski 2006-02 Durchschnittliches Renteneintrittsalter steigt weiter Wachsende Differenzierung im Rentenzugangsalter seit 2003 zu beobachten Auf einen Blick... Zwischen 1996

Mehr

TSCHECHISCHE SOZIALVERSICHERUNGSVERWALTUNG. Renten in der Tschechischen Republik und Bundesrepublik Deutschland

TSCHECHISCHE SOZIALVERSICHERUNGSVERWALTUNG. Renten in der Tschechischen Republik und Bundesrepublik Deutschland TSCHECHISCHE SOZIALVERSICHERUNGSVERWALTUNG Renten in der Tschechischen Republik und Bundesrepublik Deutschland Inhaltsverzeichnis 1. Grundinformationen über die Rentenversicherung für Personen, die in

Mehr

Rente ab 67 stoppen soziale Alternativen durchsetzen!

Rente ab 67 stoppen soziale Alternativen durchsetzen! Rente ab 67 stoppen soziale Alternativen durchsetzen! 1. Stand der Debatte 2. Arbeiten bis 67 Wie soll das gehen? 3. Rente ab 67 Programm für Rentenkürzung und Altersarmut 4. Falsche Prämissen der Rente

Mehr

GRUNDLAGEN UND AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN

GRUNDLAGEN UND AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN GRUNDLAGEN UND AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN DER ALTERSSICHERUNG IN DEUTSCHLAND Prof. Dr. Gerhard Bäcker Universität Duisburg-Essen Institut Arbeit und Qualifikation Rentenpolitische Fachtagung der Bremer

Mehr

Wege in die Rente: Erwerbsminderung und ihre charakteristischen Erwerbsverläufe

Wege in die Rente: Erwerbsminderung und ihre charakteristischen Erwerbsverläufe Wege in die Rente: Erwerbsminderung und ihre charakteristischen Erwerbsverläufe Frühjahrstagung der Sektion Alter(n) und Gesellschaft: Ungleichheitslagen und Lebensführung im Alter 24.03.2012, Bremen Anja

Mehr

PRESSESTATEMENT. von SoVD-Präsident Adolf Bauer für die Pressekonferenz Für eine Erwerbstätigenversicherung am 21. Juni 2005

PRESSESTATEMENT. von SoVD-Präsident Adolf Bauer für die Pressekonferenz Für eine Erwerbstätigenversicherung am 21. Juni 2005 PRESSESTATEMENT von SoVD-Präsident Adolf Bauer für die Pressekonferenz Für eine Erwerbstätigenversicherung am 21. Juni 2005 Es gilt das gesprochene Wort Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Ihnen

Mehr

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003 8. Alterssicherung Bisher konnten sich die Deutschen auf die staatliche Rentenkasse verlassen, die über 80 Prozent ihres Renteneinkommens deckt. Daneben gibt es auch andere Formen der Altersvorsorge. So

Mehr

Fragen und Antworten zum Rentenpaket

Fragen und Antworten zum Rentenpaket Fragen und Antworten zum Rentenpaket Allgemein Was beinhaltet das neue Rentenpaket? Das neue Rentenpaket enthält vier Komponenten: die Rente ab 63, die Mütterrente, die gerechtere Erwerbsminderungsrente

Mehr