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1 allensbacher berichte Institut für Demoskopie Allensbach DER HANDY-BOOM SETZT SICH FORT Dabei werden die Ansprüche an das mobile Telefon immer vielfältiger Ergebnisse aus der Allensbacher Computer- und Telekommunikations-Analyse (ACTA 2001) 2001 / Nr. 24 Allensbach am Bodensee, Mitte Oktober Wenn man die heutigen Aktienkurse in der Telekommunikationsbranche (sowohl der Telefongesellschaften als auch der Telefonausrüster) mit den Kursen des Vorjahres vergleicht, deutet vieles auf Krise hin. Aber ähnlich wie im Markt von Computer und Internet hat sich das Kauf- und Nutzerverhalten der Bevölkerung in den letzten zwölf Monaten weiterhin positiv entwickelt. So ist der Anteil der Handy-Besitzer, der in den Vorjahren schon starke Wachstumsraten aufwies, zwischen 2000 und 2001 von 46,1 auf knapp 65 Prozent angestiegen. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Bevölkerung, der in den nächsten ein, zwei Jahren den Kauf eines neuen Handys plant, im selben Zeitraum von knapp 28 auf knapp 31 Prozent erhöht; damit umfaßt das aktuelle Kaufpotential in diesem Marktsegment zur Zeit 15,6 Millionen. Das belegen die aktuellen Ergebnisse der Allensbacher Computerund Telekommunikations-Analyse (ACTA 2001), die das Institut für Demoskopie Allensbach zwischen Januar und Juli dieses Jahres erhoben hat. Mit der ACTA verfolgt das Allensbacher Institut seit 97 in einem jährlichen Beobachtungsrhythmus die Entwicklungen auf dem Computer-, Internet- und Informationstechnologiemarkt. Ein Querschnitt von mehr als Personen wird nicht nur regelmäßig nach Besitz und Anschaffungsplänen in diesen Bereichen befragt, sondern auch danach, wie sie mit der neuen Kommunikationstechnik umgehen und welche Erwartungen sie haben. Porträt des Instituts - Leistungsspektrum - Aktuelle Studien Belege an INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH, Allensbach am Bodensee

2 80 und -Kaufpläne Handy-Besitz und -Kaufpläne 60 Besitz 64,6 64, , ,8 27,8 20,7 20,7 27,7 Kaufpläne 30,7 30, Quelle: ACTA '99, ACTA 2000, ACTA 2001 Bei der Auswahl eines Handys hat sich das Anspruchsniveau generell erhöht. Zusatzfunktionen und speziell Spielefunktionen gewinnen überproportional an Bedeutung. Der Anteil an potentiellen Käufern, der auf viele Zusatzfunktionen Wert legt, hat sich in den letzten zwei Jahren annähernd verdreifacht, der Anteil, der auf Spielefunktionen Wert legt, mehr als verdreifacht. Dies ist vor allem auf den hohen Zuwachs der Handy- Nutzung in den jüngeren Zielgruppen zurückzuführen. Am wichtigsten sind den Verbrauchern allerdings nach wie vor die einfache Bedienung, eine lange Akkuzeit, geringes Gewicht und eine gute, übersichtliche Tastatur

3 Veränderte Kaufkriterien bei Handys Veränderte Kaufkriterien Veränderte bei Kaufkriterien Handys Index: 99 = 100 % Einfache Einfache Bedienung...66 Bedienung 112 Lange Akkuzeit...63 Lange Akkuzeit 114 Geringes Gewicht...54 Geringes Gewicht 120 Gute Tastatur...51 Gute Tastatur 0 Hohe Tonqualität...46 Hohe Tonqualität 104 Geringe Größe...41 Geringe Größe 118 Gutes Design...33 Gutes Design 141 Neuestes Modell...32 Neuestes Modell 122 Viele Viele Zusatzfunktionen...29 Zusatzfunktionen 296 Spielefunktionen...11 Spiele-Funktionen 310 Quelle: ACTA '99, ACTA 2001 Auch jetzt schon wird das Handy längst nicht mehr nur zum Telefonieren benutzt. 77 Prozent aller Nutzer verschicken damit SMS-Nachrichten. Bei den ganz jungen Handynutzern ist der Austausch von SMS inzwischen geradezu selbstverständlich geworden. 96 Prozent der 14- bis 17jährigen nutzen diese Möglichkeit. 43 Prozent alle Handynutzer setzen ihr mobiles Telefon auch als Uhr und Wecker oder als Adreßbuch (37 Prozent), als Taschenrechner (26 Prozent) oder als Terminkalender (12 Prozent) ein

4 Genutzte Handyfunktionen Handy-Nutzer insgesamt 14- bis 17jährige Nutzer SMS, Kurznachrichten Große Anzahl SMS, Klingelzeichen, Adreßbuch Kurznachrichten 77 SMS, Anrufmelodien für Uhr, Nummern, Kurznachrichten Wecker 96 Namen Vibrationsalarm und Adressen Große Spielefunktion, Anzahl Taschenrechner eingebaute Klingelzeichen, Anrufmelodien (mit 71 Große Anzahl 46 Tragbare Funktion Spiele Freisprecheinrichtung Fest eingebaute Klingelzeichen, Freisprecheinrichtung Anrufmelodien Kopfhörer) im Terminkalender Währungsumrechner Auto 43 Uhr, Wecker Infrarot-Schnittstelle Uhr, Wecker Faxfunktionen Farbdisplay 9 61 VoiceDial Adreßbuch Adreßbuch für Nummern, für 37 Namen und Namen Adressen und Adressen 42 Vibrationsalarm Vibrationsalarm Taschenrechner Taschenrechner Spielefunktion, Spielefunktion, eingebaute Spiele Spiele -Funktion -Funktion Tragbare Tragbare Freisprecheinrichtung (mit Kopfhörer) Kopfhörer) Freisprecheinrichtung (mit Fest eingebaute Fest eingebaute Freisprecheinrichtung Freisprecheinrichtung im Auto im Auto Terminkalender Terminkalender Währungsumrechner Währungsumrechner Infrarot-Schnittstelle Infrarot-Schnittstelle Faxfunktionen Farbdisplay VoiceDial Faxfunktionen Farbdisplay VoiceDial Quelle: ACTA

5 Bei den Handymarken gibt es einen eindeutigen Spitzenreiter: Nokia. 23,9 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 64 Jahren besitzen ein Nokia-Handy. Mit Abstand an zweiter Stelle auf der Liste der Handyanbieter steht Siemens. 15,4 Prozent der Befragten telefonieren mit einem Gerät dieser Firma. Motorola (5,8 Prozent), Alcatel Telecom (5,0 Prozent), Philips (2,9 Prozent), Ericsson (2,1 Prozent) und andere Handymarken werden sehr viel seltener benutzt. Sie haben gegenwärtig, aber offenbar auch in der nächsten Zukunft wenig Chancen aus ihrem Nischendasein herauszukommen. In der ACTA wurde nämlich auch gefragt: "Einmal angenommen, Sie würden sich jetzt ein (neues) Handy anschaffen wollen - welchen Hersteller würden Sie nehmen, welchen Hersteller würden Sie da wahrscheinlich wählen?" Die Ergebnisse dieser Frage machen klar, daß der Handymarkt auch für die Zukunft aufgeteilt ist. Mehr als jeder Dritte (35,4 Prozent) würde sich für Nokia entscheiden, 18,7 Prozent für Siemens. Außer diesen beiden Firmen verfügen allenfalls die Handys von Sony über eine Attraktivität, die deutlich über den momentanen "Besitzstand" an Sony-Handys hinausgeht

6 Handy-Marken: Besitz und Präferenz Nokia Siemens Motorola Alcatel Telecom Philips Ericsson Trium Sagem Bosch Telecom Sony Panasonic Besitz Nokia 23,9 Siemens Motorola Alcatel Telecom Philips Ericsson 15,4 Trium Sagem Bosch Telecom Sony Panasonic Samsung 5,8 5,0 2,9 2,1 2,1 1,6 1,5 1,5 1,4 Präferenz 35,4 18,7 3,6 2,1 2,3 2,5 0,5 0,6 1,6 3,9 2,0 Samsung Samsung, NEC, Bang & Olufsen und Telit jeweils unter 0,5 Prozent Quelle: ACTA

7 ACTA 2001 Allensbacher Computer- und Telekommunikations-Analyse Untersuchungssteckbrief Methodische Gesamtverantwortung: Institut für Demoskopie Allensbach Anzahl der Befragten: darunter Online-Nutzer Repräsentanz: Gesamtdeutschland, Bevölkerung von 14 bis 64 Jahren Zeitraum der Befragung: Januar bis Juli 2001 In einem jährlichen Beobachtungsrhythmus verfolgt das Allensbacher Institut mit seiner Allensbacher Computer- und Telekommunikations-Analyse (ACTA) seit 97 auf breiter Befragtenbasis die Entwicklungen auf dem Computer- und Informationstechnologiemarkt einschließlich des Internet. Neben Besitz im Haushalt, Anschaffungsplänen und Nutzung werden zugleich Veränderungen von Einstellungen und Gewohnheiten, Wünschen und Interessen in der Bevölkerung beobachtet. Die Berichterstattung der ACTA 2001 erfolgt in drei Berichtsbänden: Basisinformationen (inkl. Codeplan) MÄRKTE MEDIEN Zu beziehen sind die Bände beim: INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH Allensbach am Bodensee Telefon: 07533/ Telefax: 07533/ oder Die Gesamtdatei der ACTA 2001 liegt auch als CD-ROM in den Programmversionen Microsoft Windows 95/98/2000/NT 4.0 oder Apple Macintosh (PowerPC) vor.

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