Info-Magazin. In dieser Nummer. 19. Newsletter der Zürcher Sehhilfe 1/2015

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1 19. Newsletter der Zürcher Sehhilfe 1/2015 Info-Magazin Öffnungszeiten Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag bis Uhr bis Uhr Hilfsmittelausstellung Montag bis Freitag bis Uhr Persönliche Beratung nach Voranmeldung Beratungsstellen Zürich Winterthur Spenden Eine Spende hilft und unterstützt uns. PC seit 1942 ZEWO zertifiziert In dieser Nummer 2 Hilfsmittel 3 Begegnungszentrum 4 Führung im Kunsthaus 5 Klientenportrait 6 Übergabe der Geschäftsleitung Liebe Leserin, lieber Leser Mit folgenden ausgewählten Beiträgen möchten wir Sie über Aktualitäten der Zürcher Sehhilfe informieren: Die praktischen Begleiter für unterwegs: Auf Seite 2 stellen wir Ihnen drei einfach bedienbare Mobiltelefone vor. In unserem Begegnungszentrum geht es bunt zu und her. Ob mit Aquarell- oder Acryl-Farben, Farbstiften oder Kreide - Ihrer künstlerischen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt. Entdecken Sie mit Gaby Fust, Künstlerin und Kursleiterin, Ihre Kreativität. Apropos Kunst: Unter fachkundiger Führung besuchen wir im März das Kunsthaus und lassen uns von der Japan-Euphorie bekannter Künstler begeistern. Mehr dazu erfahren Sie auf Seite 4. Reto Freys junges Leben hat sich vor drei Jahren total verändert. Lesen Sie im Klientenportrait, wie er gelassen neuen Herausforderungen begegnet und eine beeindruckende Zuversicht ausstrahlt. Abschied und Neubeginn: Mit dieser Ausgabe verabschiede ich mich von Ihnen. Im Selbstportrait auf der letzten Seite stellt sich Ihnen mein Nachfolger, Herr Daniel Rey, vor. Ich danke Ihnen an dieser Stelle herzlich für die wertvollen Begegnungen sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche Ihnen alles Gute. Claudia Graf Geschäftsleiterin

2 Hilfsmittel Doro 580 Secure Das robuste, spritzwassergeschützte Mobiltelefon Doro 580 Secure eignet sich mit den vier Kurzwahltasten für einfaches Telefonieren. Für ein beruhigendes Gefühl sorgen die Notruftaste und ein Sicherheitstimer für das automatische Anwählen und Versenden eines SMS-Notrufs an voreingestellte Kontakte sowie die GPS-Positionsbestimmung, die anderen Personen Ihren Standort mitteilt. Das Handy verfügt auch über eine Freisprecheinrichtung. Die schwarzen Tasten mit den weissen Bezeichnungen sorgen für einen guten Kontrast. Preis: CHF , Artikel-Nr DORO 508 Phone Easy Das Doro PhoneEasy 508 ist ein elegantes Mobiltelefon mit abgerundeten Tasten, Worterkennung, Kurzwahlspeicher und einer SMS-Taste für einfaches Telefonieren und Senden von Textnachrichten. Ein gut ablesbares Farbdisplay und ein extra lauter und klarer Ton sorgen für eine noch einfachere Nutzung. Zu den weiteren praktischen Funktionen zählen eine Erinnerungsfunktion, ein Wecker, Vibrationsklingelton sowie eine Notruftaste und SMS-Alarmmitteilungen, und eine Taschenlampenfunktion. Die Tasten des weissen Handys sind schwarz mit weisser Aufschrift. Preis: CHF 59.00, Artikel-Nr Geemarc CL8450 Das Klappmobiltelefon Geemarc CL8450 ist einfach in der Bedienung und extra laut einstellbar. Es verfügt über eine Notruf- und Bluetooth-Funktion. Die grossen Zifferntasten sind mit Sprachausgabe versehen. 12 Sprachen stehen zur Auswahl. Die Aussenseite des Handys ist dunkelrot, die Innenseite silbern mit schwarzen Tasten und weisser Beschriftung. Preis: CHF , Artikel-Nr Quelle: SZB (Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen) Für eine Beratung und weitere Auskünfte bitten wir Sie, telefonisch einen Termin zu vereinbaren. 2

3 Begegnungszentrum Beim Malen über die Schulter geschaut Sie haben die Möglichkeit, mit Gouache-, Aquarell-, Acryl-Farben, Farbstiften oder Kreide zu zeichnen oder zu malen. Der Kurs findet zehnmal pro Halbjahr, jeweils am Montagmorgen von 9.45 bis Uhr statt. Selbstverständlich machen wir jeweils auch eine Kaffeepause in gemütlicher Runde. Wir sind eine kleine Gruppe und würden uns auf Zuwachs freuen! Wollten Sie schon immer mal zeichnen oder malen, aber haben sich nie getraut? Haben Sie früher schon gerne gezeichnet und gemalt und möchten wieder damit beginnen? Zur Vereinbarung einer Schnupperlektion und für weitere Fragen zu Kursdaten und Kurskosten rufen Sie uns einfach unter der Telefonnummer an. Kursleiterin Gaby Fust Ausgebildet in der Neuen Schule für Gestaltung Langenthal, begleite ich Sie als Kursleiterin beim Gestalten. Auf Wunsch gebe ich Ihnen gerne Anregungen und unterstütze Sie, damit Sie sich frei entfalten können. Drücken Sie sich auf Ihre eigene, persönliche Art beim Malen oder Zeichnen aus und lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf. 3

4 Führung im Kunsthaus Monet, Gauguin, van Gogh... Inspiration Japan Adressen Beratungsstelle und Begegnungszentrum Zürich Lutherstrasse 14, 8004 Zürich Telefon Fax sehhilfe.ch Vincent van Gogh, Japonaiserie (nach Keisai Eisen), 1887 Die Begegnung mit der japanischen Kultur an den Weltausstellungen in Wien (1873) und Paris (1878) löste im Westen eine grosse Japan-Euphorie aus. Viele bedeutende Künstler haben sich von japanischen Bildmotiven inspirieren lassen. Sie eigneten sich auch die Bildsprache der japanischen Holzschnitte (Hokusai, Hiroshige u.a.) an. Zusammen mit ihrer eigenen Bildtradition entstanden in diesem schöpferischen Prozess neue Ausdrucksformen, die weit ins 20. Jahrhundert nachwirkten. Durch die Ausstellung führt Frau Madeleine Witzig, Kunsthistorikerin und Kunstpädagogin. Montag, 23. März 2015, Uhr oder Montag, 30. März 2015, Uhr Dauer: jeweils 2 Stunden Treffpunkt: 10 Minuten vor Beginn beim Haupteingang des Kunsthauses Zürich. Kosten: CHF pro Person (Begleitperson gratis) Für ein optimales Hörverständnis kommt ein elektronisches Kopfhörersystem zum Einsatz. Ihre Anmeldung nehmen wir gerne bis 16. März 2015 telefonisch unter oder per E- Mail entgegen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. 4 Beratungsstelle Winterthur Brühlgartenstrasse Winterthur Telefon Fax Impressum Info Magazin, 19. Ausgabe erscheint viermal jährlich Zürcher Blindenfürsorge Verein (Zürcher Sehhilfe) Lutherstrasse 14, 8004 Zürich Telefon sehhilfe.ch Redaktion: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zürcher Sehhilfe Layout: Ingrid Bolli Druck: DE Druck, Effretikon

5 Klientenportrait: Reto Frey Als Jugendlicher absolvierte ich eine Kochlehre, danach besuchte ich eine Handelsschule, und als 23-jähriger zog ich für drei Jahre nach Singapur und arbeitete dort für eine Schweizer Handelsfirma. Zurück in der Schweiz studierte ich Betriebsökonomie mit Schwerpunkt Marketing. Ich war bald Teilhaber einer Marketingfirma in Zürich und hatte eine Leitungsposition inne. Die Arbeit machte mir Spass, auch wenn es oft hektisch zu und her ging. Vor drei Jahren hatte ich, mit 42 Jahren, einen schweren Unfall. Nachdem ich im Spital erwachte, war ich anfangs linksseitig gelähmt, die Bewegungsfähigkeit kam aber zum Glück schnell wieder zurück. Mit medizinischer Trainingstherapie wurde auch mein lange gefühllos gebliebener kleiner Finger "gerettet". Das Sprechen, Artikulieren fiel mir schwer. Noch heute besuche ich wöchentlich Logopädiestunden. Meine Sehfähigkeit war stark eingeschränkt, das realisierte ich in den ersten zwei Monaten gar nicht richtig. Nach einem Jahr verbesserte sich meine Sehfähigkeit, das eingeschränkte Gesichtsfeld erholte sich, und heute sehe ich wie durch einen dicken Flaschenboden. Meine frühere Arbeit wieder aufzunehmen, daran war nicht zu denken, mein Leben war nicht mehr so wie vor dem Unfall. Ich kam nach Ebertswil in den "Meilihof", ein Wohnheim für jüngere behinderte Menschen. Die Tage dort waren lang, und mir war oft langweilig. Danach wohnte ich im "Haus Selun" in Walenstadt, einem Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Hirnverletzung. Nach drei Monaten konnte ich ins "Mobile" in Zürich umziehen. Dort bekam ich Intensivrehabilitation und hatte das Gefühl, endlich vorwärtszukommen. Seit April 2014 wohne ich allein in einer Zwei-Zimmerwohnung in Zürich. Den Haushalt führe ich mehr oder weniger selbstständig. Eine Putzhilfe unterstützt mich. Beim Einkaufen wende ich mich jeweils an den Kundendienst des Ladens, dann begleitet mich eine Mitarbeiterin. Wenn ich unterwegs unsicher bin oder mich nicht zurechtfinde, frage ich einfach um Hilfe. Was mir dabei auffällt, ist, dass Ausländer oft viel hilfsbereiter sind als Schweizer. Bei der Zürcher Sehhilfe besuche ich den Englisch-Konversationskurs für Fortgeschrittene sowie das Gedächtnistraining, und ich bekomme Einzelschulung am Computer. Auch in Bezug auf Alltags-Hilfsmittel werde ich gut beraten. Zweimal pro Woche koche ich mit zwei ebenfalls sehbehinderten Kollegen und einem Praktikanten ca. 15 Mittagsmenus im Bildungs- und Begegnungszentrum in Dietikon. Es macht mir grosse Freude, dort zu arbeiten. Meine Projektidee, Kochkurse für sehbehinderte und blinde Menschen zu lancieren, nimmt ebenfalls einige Zeit in Anspruch. Ich habe mich an meine Einschränkungen gewöhnt, den Alltag meistere ich gut. Einen neuen Partner zu finden, ist jedoch schwierig. Da ich zu wenig sehe, merke ich nicht einmal, wenn mich jemand anschaut. Mit Blicken Kontakt knüpfen und flirten geht nicht mehr. Im Gegensatz zu früher ist mein Leben ruhiger geworden, aber ich geniesse es auch, nicht mehr immer unter Termindruck zu stehen. Gespräch aufgezeichnet von Ingrid Bolli 5

6 Übergabe der Geschäftsleitung Abschied und... Neubeginn Es war mir über all die Jahre eine grosse Freude, Sie an unserer Beratungsstelle willkommen zu heissen und den Kontakt mit Ihnen zu pflegen. Ihnen, gemeinsam mit meinem Team, fachlich und menschlich zur Seite zu stehen und Sie mit geeigneten Angeboten zu unterstützen, war mir ein besonderes Anliegen. Demnächst führt mich mein langjähriges Engagement im Sehbehindertenwesen in den Kanton Solothurn: Am 1. April 2015 werde ich als Stellenleiterin von Fokusplus, Fachstelle Sehbehinderung, in Olten erwartet. Mein Dank und grosse Anerkennung gilt meinem engagierten Team von Fachpersonen und Kursleitenden, unserem ehrenamtlichen Vorstand, Ihnen, geschätzte sehbehinderte und blinde Klientinnen und Klienten sowie unseren Zusammenarbeitspartnerinnen und -partnern. Ich bedanke mich herzlich für die wunderbaren Begegnungen und das mir geschenkte Vertrauen. Ihnen wünsche ich alles Gute und meinem Nachfolger, Daniel Rey, dass auch ihn diese sinnhafte und interessante Arbeit erfüllen wird. Claudia Graf Mein Name ist Daniel Rey, ich bin 52-jährig, verheiratet, habe einen Sohn und eine Tochter im Teenageralter. Mit meiner Familie lebe ich in Scherz AG. Meine Hobbies sind Handwerken, Musizieren, Sprachen, Radfahren und Joggen. Nach dem Lehrabschluss und anschliessender Handelsschule wechselte ich in den Verkaufsbereich. Immer mehr spürte ich, dass es mir grosse Freude macht, mit Menschen zusammenzuarbeiten, und dass ich mich für eine nachhaltige soziale Arbeit einsetzen will. So absolvierte ich diverse qualifizierende Weiterbildungen. In der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung bekleidete ich verschiedene Führungsfunktionen und leitete im Kanton Aargau eine soziale Institution für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Die Sehbehindertenthematik und generelle soziale Fragestellungen interessieren mich sehr, da mein Bruder seit seiner Kindheit eine stärkere Sehbehinderung hat. Ich bin äusserst motiviert, für die Zürcher Sehhilfe tätig zu sein, und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meinem zukünftigen Team! Daniel Rey 6

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