Mehrwertsteuer in der Schweizer Hotellerie

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1 Mehrwertsteuer in der Schweizer Hotellerie Basierend auf dem neuen Mehrwertsteuergesetz (in Kraft seit 1. Januar 2010) Aktuellste Version auf Mit Genehmigung von

2 Impressum Herausgeber hotelleriesuisse, Bern Redaktion Ramona Brotschi, hotelleriesuisse Gestaltung Franziska Liechti, Anzeiger Region Bern, Wabern Publikationsformat PDF-Datei Bern, August 2011

3 Inhaltsverzeichnis Einleitung Hund Korrekturen bei Belegen 36 Grundlagen 4 1. Vier Steuersätze 4 2. Beherbergungsleistungen 8 3. Kurtaxen, Beherbergungstaxen und Gästekarten Fakturierung in Fremdwährung Preisangabe und Offertstellung Eigenverbrauch Leistungen an das Personal Saldosteuersatzmethode Präzisierungen zur Rechnungsstellung Rechnungsbeispiele 26 Spezifische Themen Ausserbetriebliche Aktivitäten Vermietung von Sportanlagen Automaten sowie Billard, Dart usw Blumenverkauf und Tischdekorationen Change-Geschäfte Debitorenverluste Debouren Eintrittspreise Geschenke und Werbegeschenke Geschenkgutscheine Kreditkartenkommissionen Kuchenbuffet Lieferverträge Optieren/Option Parkplatzvermietung Provisionen an Reisebüros Schadenersatz/Annullierung Trinkgelder Verkauf von Kunstwerken Vermietung von Hotelzimmern an ein anderes Hotel Vorsteuerabzug auf Gründungskosten Vergütung der MWST an spezifische Personengruppen und Organisationen Vouchers Weiterverrechnung ohne Mehrwert / Zuschlag 46 Weitere Informationen Tipps im Umgang mit der MWST Formulare Stichwortverzeichnis Quellen Kontakte Gratisessen, Naturalrabatte, Probeessen 35 1

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5 Einleitung Seit dem 1. Januar 2010 ist das neue Mehrwertsteuergesetz in Kraft. Das neue Gesetz bringt für die Hotelbranche Vereinfachungen in administrativer und finanzieller Hinsicht. Es birgt aber auch einige Herausforderungen, da es nach wie vor sehr anspruchsvoll ist. hotelleriesuisse bietet mit dieser Publikation Hand für die Erläuterung von branchenspezifischen Besonderheiten. Die vorliegende Broschüre ist eine Zusammenfassung aller relevanten mehrwertsteuerrechtlichen Regelungen für die Branche. Sie legt ein besonderes Augenmerk auf wichtige Aspekte der Mehrwertsteuer (nachfolgend MWST), welche immer wieder zu Unsicherheiten und Diskussionen Anlass geben. Spezifische Probleme und Spezialfälle werden anhand von praxisbezogenen Beispielen aus der Hotellerie dargelegt und erklärt. Speziell zu beachten ist die mehrwertsteuerkonforme Programmierung der Rechnungsgestaltung bei der Kosten- und Frontoffice-Software. Ein «falscher Rechnungssplit» kann zum Teil erhebliche Nachzahlungen verursachen. Zur vollständigen Information stehen ab Seite 63 dieser Broschüre sämtliche Kontaktangaben von hotelleriesuisse, der ESTV sowie den Treuhändern aus dem Beraternetzwerk von hotelleriesuisse zur Verfügung. hotelleriesuisse im August 2011 Die MWST bleibt eine komplexe und dynamische Steuer. Grenzfälle und Interpretationsschwierigkeiten der vorliegenden Gesetzgebung werden immer dank Weiterentwicklung der Praxis oder durch erläuternde Erlasse der Behörden gelöst. Die aktuelle Broschüre wurde auf dem Wissensstand vom Februar 2011 erarbeitet. Sie ist von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfolgend ESTV) redigiert und genehmigt worden. Es ist aber durchaus möglich, dass sich auch in Zukunft Änderungen oder Ergänzungen seitens der ESTV ergeben. Im Zweifelsfalle gelangen immer die aktuellsten Publikationen der ESTV zur Anwendung. 3

6 Grundlagen 1. Vier Steuersätze Im Zuge der IV-Zusatzfinanzierung gelten ab 1. Januar 2011 befristet bis am 31. Dezember 2017 folgende Steuersätze: der Normalsatz zu 8,0%, der Sondersatz für Beherbergungsleistungen zu 3,8% (bis ), der reduzierte Steuersatz zu 2,5% und der Steuersatz zu 0,0%. Normalsatz zu 8,0% Restaurationsleistungen (Konsumation im Restaurant/Zimmer) 1 Alle alkoholischen Getränke (auch selber produzierte Brände und Tabakwaren) Konsumation aus der Minibar Frühstück für Passanten Alle Souvenirartikel, Postkarten, Hotelartikel, Pflegeartikel Pay-TV, Video- und DVD-Vermietung, Wertkarten für WLAN usw. Telefongespräche, Internetbenutzungsgebühr Kleiderreinigung Sportmassagen, Coiffeur, Beauty usw. Eintritt Fitness, Pool, Spa Vermietung (Benutzung) von Billardtischen und Dartscheiben (keine Sportanlagen) Mieten (Ski, Schiff, Auto usw.) Vermietung Konferenzsäle Vermietung von Sälen und Zimmern für Sitzungen, Bankette usw. Vermietung von Parkplätzen an die Hotelgäste (Achtung: Ist die Vermietung im Preis für die Übernachtung inbegriffen, so ist diese zu 3,8% steuerbar.) Sondersatz für Beherbergung zu 3,8% Bis zum 31. Dezember 2013 beträgt die Steuer auf Beherbergungsleistungen 3,8% (Sondersatz). Beherbergung und direkt im Zusammenhang stehende Nebenleistungen Übernachtung Bettwäsche, Badetücher, Zimmerreinigung Radio- und TV-Benutzung (ohne Pay-TV), Zugang zum Internet (ohne Benutzungsgebühren) Beherbergungstaxen (ohne Kurtaxen) 2 Versorgung von Zelten, Wohnwagen und Motorhomes mit Strom, Kalt- und Warmwasser sowie Entsorgung von Abwasser und Kehricht Benützung der sanitären Anlagen (ohne Waschmaschine) auf Campingplätzen Vermietung von Hotelzimmern durch ein Hotel an einen anderen Hotelbetrieb (aufgrund von Kapazitätsengpässen). Werden jedoch ein oder mehrere Zimmer oder gar ein ganzer Hoteltrakt von einem Hotel an ein anderes Hotel für eine bestimmte oder unbestimmte Zeit zur ausschliesslichen Benützung vermietet, liegt eine von der Steuer ausgenommene Leistung vor. Spezialfall Frühstück Das Frühstück gilt als Teil der Beherbergung und kann, selbst wenn es separat in Rechnung gestellt wird, zum Sondersatz versteuert werden. Es muss jedoch in direktem Zusammenhang mit der Übernachtung stehen. Passanten (Gäste, die nicht im Hotel übernachten) bezahlen den Normalsatz von 8,0%, da das Frühstück in diesem Fall eine gastgewerbliche Leistung darstellt. 1 Für Ausnahmen siehe Kapitel 1 Vier Steuersätze > Sondersatz. 2 Zum Thema Taxen siehe auch Kapitel 3 Kurtaxen, Beherbergungstaxen und Gästekarten. 4

7 Erweiterte Nebenleistungen Erweiterte Nebenleistungen sind Leistungen, die im Zimmerpreis inbegriffen sind und innerhalb der Hotelanlage erbracht und genutzt werden. Entscheidend ist, dass diese Leistungen alle Hotelgäste ohne Aufpreis in Anspruch nehmen können. Dazu zählen zum Beispiel: Parking, Tennis, Squash, Badminton, Schwimmbad, Solarium, Sauna, Sprudelbad und/oder Whirlpool, Fitness, Boccia, Kegelbahn, TV- Raum, Bibliothek, Schuhputzservice. Ebenfalls zu den erweiterten Nebenleistungen gehören, obwohl diese nicht innerhalb der Hotelanlage erbracht beziehungsweise in Anspruch genommen werden, sofern diese Leistungen für alle Hotelgäste im Preis für die Beherbergung eingeschlossen sind: der hoteleigene Taxidienst; das Zurverfügungstellen von Velos; die Möglichkeit zur Benützung von Hallenbädern, Fitnessräumen und Wellnessanlagen in nahe gelegenen Hotels durch Gäste von Hotelbetrieben. Nicht zu den erweiterten Nebenleistungen zählen jedoch beispielsweise Golf, Pferdestall und Eisbahn (diese sind zu 8,0% steuerbar). Reduzierter Steuersatz zu 2,5% Gilt für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke bei Verkauf über die Gasse, welche nicht vor Ort konsumiert werden (Indizien dafür sind: Verpackung der Produkte, durch Kunde bekannt gegebener Wille, unterschiedliche Preise, Abgabe von Ess- und Trinkwaren, die nicht zum unmittelbaren Verzehr bestimmt sind). Diese Umsätze müssen separat verbucht werden, am besten auf einer eigenen Kasse, und die Coupons müssen zwingend abgegeben werden. Bei Hauslieferungen von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken. Vor Ort darf keine Zubereitung oder Servierleistung erbracht werden (Einrichten des Buffets oder Eindecken der Tische, Aufwärmen des Essens und Anrichten der Teller, Einschenken in die Gläser usw.). Das blosse Bewahren der Temperatur gilt nicht als Zubereitung vor Ort. Auf den Belegen (zum Beispiel Rechnung, Quittung, Kassenzettel, Coupon) müssen zusätzlich zu Name, Adresse und MWST-Nummer des Lieferanten der Name und die Adresse des Empfängers, Datum, Preis, Zustelladresse (sofern nicht mit Adresse des Kunden identisch) und der massgebende Steuersatz aufgeführt sein. Schliesst das Entgelt die Steuer ein, genügt die Angabe des anwendbaren Steuersatzes. Wichtig ist zudem die Bezeichnung «Rechnung für Hauslieferung» mit dem Vermerk «Ohne Zubereitung und Service vor Ort». Diese Umsätze müssen separat verbucht werden. Ist aus einem Beleg nicht ersichtlich, ob es sich um eine gastgewerbliche Leistung, um eine Hauslieferung oder um eine Leistung im Ausland handelt, geht die ESTV davon aus, dass es sich um eine gastgewerbliche Leistung handelt, die zum Normalsatz abzurechnen ist. Verkauf von Nahrungsmitteln aus Verpflegungsautomaten Rechnung für Blumenschmuck (zum Beispiel Blumensträusse, -arrangements) von der hauseigenen Floristin Verkauf von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern Der reduzierte Steuersatz gilt nicht für Nahrungsmittel, die im Rahmen von gastgewerblichen Leistungen abgegeben werden (Art. 25 Abs. 3 MWSTG). Alkoholische Getränke (Alkoholgehalt von mehr als 0,5 Volumenprozenten) zählen nicht zu den Nahrungs-, sondern zu den Genussmitteln und unterliegen deshalb dem Normalsatz von 8,0%. 5

8 Spezialfall gemischte Betriebe Bei Vorhandensein von Konsumvorrichtungen können gemischte Betriebe (zum Beispiel Kiosk mit Kaffeebar) und Imbissbars/-stände ihre zum Normalsatz steuerbaren gastgewerblichen Leistungen im Sinne einer Vereinfachung mit einer Pauschale abrechnen. Diese Vereinfachung ist möglich für kleine Betriebe, die über höchstens 20 Sitz- oder Stehplätze (je Filiale, Verkaufsstation usw.) verfügen. Das Gleiche gilt bei der Durchführung von bestimmten Anlässen. Diese Pauschalregelung hat den Vorteil, dass die organisatorischen Massnahmen bei Verkäufen von Nahrungsmitteln zum Mitnehmen (Verkauf über die Gasse, Take-away) nicht getroffen werden müssen. Die Anwendung der Pauschale ist freiwillig. Wenn sich eine steuerpflichtige Person für diese Vereinfachung entschliesst, ist diese Vorgehensweise während mindestens einer Steuerperiode anzuwenden. Als gemischte Betriebe gelten beispielsweise Bäckereien, Metzgereien, Tankstellenshops, Lebensmittelverkaufsstellen in Bädern und auf Campingplätzen sowie Kioske, bei denen der eigentliche Ladenumsatz im Vergleich zum Take-away-Umsatz (zum unmittelbaren Konsum bestimmte Nahrungsmittel) überwiegt. Das ist dann der Fall, wenn der Ladenumsatz mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Vereinfachung Die zum Normalsatz zu versteuernden Umsätze aus gastgewerblichen Leistungen mit Steh- und/ oder Sitzplätzen können mit einer Steh- und/oder Sitzplatzpauschale von 60 Franken (inkl. MWST) pro Tag (an dem der Betrieb geöffnet hat) und pro Platz ermittelt und versteuert werden. Als Imbissbars/-stände gelten beispielsweise Wurst-, Kebab-, Pizza- oder Poulet-Lokalitäten (inklusive Getränkeverkauf) sowie Imbissbars/- stände in Bädern oder auf Campingplätzen, deren Umsätze aus dem Verkauf über die Gasse, Take-away mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes betragen. Unter dem Begriff Anlässe sind Veranstaltungen aller Art zu verstehen, bei denen sich die Besucher während einer kurzen, vorbestimmten Zeit (in der Regel in der Pause) verpflegen können. Dazu gehören beispielsweise Film-, Theater- und Zirkusvorführungen, Konzerte, Shows und Sonderveranstaltungen wie Fussball- oder Eishockeyspiele mit einem zeitlich festgelegten, programmmässigen Ablauf (Beginn, Pausen, Ende). Anlässe, bei denen sich die Besucher über eine längere Dauer meist während des ganzen Anlasses verpflegen können (zum Beispiel Sportturniere, Film- oder Musikfestivals), können die Pauschalregelung nicht anwenden. Steuersatzaufteilung bei Imbissbars und -ständen: Genussmittel und Non- Food-Artikel Verkauf von Nahrungsmitteln und gastgewerblichen Leistungen 100% zum massgebenden Satz 50% zum Normalsatz 50% zum reduzierten Satz Steuersatzaufteilung bei Anlässen: Genussmittel und Non- Food-Artikel Verkauf von Nahrungsmitteln und gastgewerblichen Leistungen 100% zum massgebenden Satz 20% zum Normalsatz 80% zum reduzierten Satz 6

9 Vereinfachung In einem ersten Schritt werden die zum Normalsatz zu versteuernden Umsätze aus dem Verkauf von Genussmitteln (alkoholische Getränke und Tabakwaren) und Non-Food-Artikeln aufgrund einer Zuschlagskalkulation ermittelt und versteuert. Voraussetzung dafür ist die Erfassung des entsprechenden Warenaufwandes auf separaten Konti. Die derart ermittelten Umsätze werden in einem zweiten Schritt vom Gesamtumsatz in Abzug gebracht. Vom verbleibenden Umsatz sind bei Imbissbars/-ständen 50 Prozent zum Normalsatz und 50 Prozent zum reduzierten Satz, bei Anlässen 20 Prozent zum Normalsatz und 80 Prozent zum reduzierten Satz zu versteuern. Keine MWST 0,0% Die Kurtaxe ist eine öffentlich-rechtliche Abgabe, die vom Gast und nicht vom Hotelier geschuldet ist. Sie ist nur dann nicht der MWST unterworfen, wenn sie in gleicher Höhe in der Rechnung separat ausgewiesen und als solche bezeichnet wird. Andere Abgaben, die vom Hotelier geschuldet sind, jedoch pauschal oder auf der Basis der Logiernächte berechnet werden wie zum Beispiel die Beherbergungstaxe, sind zum Steuersatz von 3,8% zu versteuern und in der Regel im Zimmerpreis inbegriffen. Falls sie separat ausgewiesen und verrechnet werden, müssen sie auf der Rechnung getrennt von der Kurtaxe aufgeführt sein. 3 Das Change-Geschäft ist von der Steuer ausgenommen. Die Zahlungen von Kunden für Annullierungen (zum Beispiel No-Show-Zahlungen) gelten als echter Schadenersatz. Sie stellen beim Gastwirt oder Hotelier kein Entgelt dar und führen zu keiner Vorsteuerkorrektur. Die Annullierung kann mit einer Kopie des Belegs dokumentiert werden, der dem Kunden ausgehändigt wurde. 4 Wenn die bestellte Leistung bereits fakturiert und für die Annullierung kein Korrekturbeleg ausgestellt wurde, ist der eingenommene Betrag zum massgebenden Steuersatz zu versteuern. Verkauf von Geschenkgutscheinen Treuekarten (20 Prozent Rabatt bei Vorzeigen der Karte), Rabattaktionen (11 für 10 Übernachtungen usw.). Hier handelt es sich um einen Naturalrabatt, die «geschenkte Leistung» (Gratisübernachtung) ist nicht steuerbar. Beim Verkauf der Treuekarte ist keine Steuer geschuldet (Steuer ist erst bei Einlösung geschuldet). Leistungen im Ausland und Steuerbefreiung Beispiel: Ein Betreiber eines Partyservice mit Sitz in Basel wird von einem (in- oder ausländischen) Kunden beauftragt, das Catering (Nahrungsmittel und Getränke mit Zubereitung und/oder Servierleistung vor Ort, zum Beispiel Buffet) für einen in Deutschland stattfindenden Anlass zu besorgen. Diese gastgewerbliche Leistung gilt als im Ausland erbracht (Ort der Dienstleistung; Art. 8 Abs. 2 Bst. d MWSTG) und unterliegt nicht der schweizerischen MWST. Solche Leistungen sind unter den Ziffern 200 und 221 (Leistung im Ausland) der MWST-Abrechnung zu deklarieren. Erbringt der gleiche Betreiber beim gleichen Anlass weder Zubereitungs- noch Servierleistungen, so handelt es sich um eine Hauslieferung (Ort der Dienstleistung befindet sich im Inland). Mittels zollamtlicher Dokumente kann eine Steuerbefreiung (Export) erreicht werden. Diese Hauslieferung ist in der MWST-Abrechnung unter den Ziffern 200 und 220 (befreite Leistung) zu deklarieren. 3 Vergleiche Kapitel 3 Kurtaxen, Beherbergungstaxen und Gästekarten. 4 Vergleiche Kapitel 30 Schadenersatz/Annullierung. 7

10 2. Beherbergungsleistungen Leistungskombinationen, 70/30-Regel, Grundsatz (nach Art. 19 Abs. 2 MWSTG) Bei Leistungskombinationen, die mindestens zu 70 Prozent dem gleichen Steuersatz unterliegen, kann das gesamte Entgelt steuerlich wie die überwiegenden Leistungen behandelt werden. Nicht anwendbar ist diese Regelung, wenn die Preise der einzelnen Leistungen dem Leistungsempfänger bekannt gegeben werden; die Gesamtheit der mehrwertsteuerlich gleichartigen Leistungen nicht mindestens 70 Prozent ausmacht; in der Kombination von der Steuer ausgenommene Leistungen enthalten sind, für die gemäss Art. 22 Abs. 2 MWSTG nicht optiert werden kann (Ausnahme: Die von der Steuer ausgenommenen Leistungen machen mindestens 70 Prozent aus.). Eine Anwendung von Art. 19 Abs. 2 MWSTG kann nur dann in Betracht kommen, wenn eine Leistung zu einem Pauschalpreis angeboten und dem Hotelkunden auch so in Rechnung gestellt wird. Das heisst, dass bei einer getrennten Rechnungsstellung der einzelnen Leistungen die Bestimmung nicht zur Anwendung gelangen kann. Die Anwendung der Regelung von Art. 19 Abs. 2 MWSTG ist freiwillig. Es steht dem Leistungserbringer natürlich frei, die einzelnen Leistungen separat in Rechnung zu stellen. Macht keine Leistung beziehungsweise machen keine Leistungen mindestens 70 Prozent aus, ist eine einheitliche Behandlung nicht möglich und die einzelnen Leistungen sind gegenüber der ESTV je für sich abzurechnen und grundsätzlich auch separat zum anwendbaren Steuersatz in Rechnung zu stellen. Eine pauschale Fakturierung (Gesamtentgelt) ist stattdessen möglich, wenn folgende Punkte beachtet werden: Es erfolgt kein Hinweis auf die MWST; der Wert der einzelnen, separat abzurechnenden Leistungen (= Steuerbemessungsgrundlage) lässt sich aufgrund geeigneter Aufzeichnungen ermitteln. Halbpensionsarrangements, 70/30-Regel Halbpensionsarrangements werden im Voraus (spätestens beim Check-in) und für die gesamte Aufenthaltsdauer gebucht. Der Tagesansatz ist demnach immer gleich hoch. Ausserdem werden die Arrangementpreise vielfach in Inseraten oder Preislisten bekannt gegeben. 5 Nicht um ein Halbpensionsarrangement handelt es sich, wenn der Gast eine Übernachtung mit Frühstück gebucht hat und sich während seines Aufenthalts dazu entschliesst, eine Mahlzeit im Hotelrestaurant einzunehmen. Im Sinne einer Vereinfachung wird bei reinen Halbpensionsarrangements (beinhaltend Übernachtung/Frühstück und eine Mahlzeit) davon ausgegangen, dass der Beherbergungsanteil wertmässig mindestens 70 Prozent des Gesamtentgelts ausmacht, sodass das so gebuchte Arrangement pauschal fakturiert und zum Sondersatz versteuert werden kann. Es ist kein kalkulatorischer Nachweis zu erbringen (auch wenn für andere Leistungskombinationen die Beherbergungsund Verpflegungsanteile effektiv berechnet und nachgewiesen werden müssen). Rechnungsbeispiel 1, Seite 26 Spezialfall Brunch Bietet ein Hotel eine Übernachtung mit Brunch (statt Frühstück) an, dann kann es bei pauschaler 5 Zur Preisbekanntgabe siehe auch Kapitel 5 Preisangabe und Offertstellung. 8

11 Fakturierung die gesamte Leistung zu 3,8% abrechnen, ohne einen kalkulatorischen Nachweis zu erbringen. Bietet das Hotel hingegen Halbpension inklusive Brunch an, so kann der Betrieb nur dann alles zu 3,8% abrechnen, wenn die zu 8,0% steuerbaren Leistungen für die Verpflegung nicht mehr als 30 Prozent ausmachen. In diesem Fall ist jedoch ein kalkulatorischer Nachweis zu erbringen. Stellt der Hotelier ein Halbpensionsarrangement dennoch getrennt in Rechnung, hat er auch bei einem Halbpensionsarrangement die einzelnen Leistungen zu den jeweiligen Steuersätzen zu versteuern. Rechnungsbeispiel 2, Seite 26 Vollpensionsarrangements Vollpensionsarrangements werden im Voraus (spätestens beim Check-in) und für die gesamte Aufenthaltsdauer gebucht. Der Tagesansatz ist demnach immer gleich hoch. Ausserdem werden die Arrangementpreise vielfach in Inseraten oder Preislisten bekannt gegeben. 6 Nicht um ein Vollpensionsarrangement handelt es sich, wenn der Gast eine Übernachtung mit Frühstück gebucht hat und sich während seines Aufenthalts dazu entschliesst, zwei Mahlzeiten pro Tag im Hotelrestaurant einzunehmen. Fakturierung Grundsätzlich können bei Vollpensionsarrangements der zu 3,8% steuerbare Beherbergungsund der zu 8,0% steuerbare Verpflegungsanteil entweder effektiv oder pauschal ermittelt werden. Die einmal gewählte Methode muss für den ganzen Betrieb während einer ganzen Steuerperiode (Kalenderjahr) angewendet werden. Ein Nebeneinander beider Berechnungen ist nicht möglich. Hat sich der Hotelier für die Anwendung der pauschalen Ermittlung des Beherbergungs- und des Verpflegungsanteils entschieden, ist eine Anwendung der Kombinationsregelung von Art. 19 Abs. 2 MWSTG ausgeschlossen. 7 Die Fakturierung (pauschal oder effektiv) kann jeweils auf die neue Steuerperiode (Kalenderjahr) gewechselt werden, ohne dies der ESTV im Voraus mitzuteilen. Fakturierung pauschal Vollpensionsarrangements werden in der Rechnung klar als solche gekennzeichnet. Die pauschale Aufteilung in einen Beherbergungsanteil und einen Verpflegungsanteil (Mittag- und Abendessen) kann wie folgt vorgenommen werden: 65% Beherbergung/Frühstück zu 3,8% MWST 35% Vollpension (zwei Mahlzeiten) zu 8,0% MWST Der Beherbergungs- und der Verpflegungsanteil sind zumindest steuerlich getrennt auszuweisen. Sind die Getränke im Pensionspreis eingeschlossen, fallen sie unter die Pauschale. Dazu gehören nur die allfällig in den Mahlzeiten eingeschlossenen Getränke wie beispielsweise Tischwein, Mineralwasser oder Kaffee. Rechnungsbeispiel 3, Seite 27 6 Zur Preisbekanntgabe siehe auch Kapitel 5 Preisangabe und Offertstellung. 7 Siehe auch Kapitel 2 Beherbergungsleistungen > Leistungskombinationen, 70/30-Regel, Grundsatz (nach Art. 19 Abs. 2 MWSTG). 9

12 Fakturierung effektiv Die einzelnen Leistungen sind separat in Rechnung zu stellen und müssen kalkulatorisch detailliert nachgewiesen werden können. Wie eingangs dieses Kapitels beschrieben kann auch bei einem Vollpensionsarrangement in Kombination mit der Beherbergungsleistung die 70/30-Regel zur Anwendung kommen (Art. 19 Abs. 2 MWSTG). Dabei ist die gesamte pauschal in Rechnung gestellte Leistungskombination zum Sondersatz steuerbar, wenn die Beherbergungsleistung (inklusive Frühstück) wertmässig mindestens 70 Prozent vom Gesamtentgelt ausmacht. Als kalkulatorischer Nachweis können die Betriebsabrechnung, die Betriebsbuchhaltung und darauf basierende Berechnungen dienen. Ermittlungen auf Basis des Einzelmaterials mit empfohlenen Gemeinkostenzuschlägen von Branchenorganisationen reichen als kalkulatorischer Nachweis nicht aus. Seminar Seminarhotels bieten in der Regel standardisierte Seminarpauschalen an, die ganz bestimmte, konkret umschriebene Leistungen beinhalten, wie beispielsweise: eine Übernachtung inklusive Frühstück; ein Mittagessen; ein Abendessen; zwei Kaffeepausen; Mineralwasser in den Kursräumen; Benützung eines Plenum- und Gruppenraums; Standardtechnik (Hellraumprojektor, Leinwand, Flipchart, Beamer). Fakturierung Die Sonderregelung für Seminarhotels darf nur von Hotels angewandt werden, die standardisierte Pauschalen anbieten. Berechnet ein Hotel seine Vollpensionsarrangements effektiv, so muss es auch die Seminarangebote effektiv berechnen. Fakturierung pauschal Bei der Sonderregelung für Seminarangebote werden die entsprechenden Leistungen pauschal fakturiert und in der Rechnung klar als solche gekennzeichnet. Die pauschale Aufteilung der verschiedenen Leistungen kann wie folgt vorgenommen werden: 55% Beherbergung/Frühstück zu 3,8% MWST 45% Verpflegung/Infrastruktur/Übriges zu 8,0% MWST Die entsprechenden Angebote, Preislisten usw. bewahrt die steuerpflichtige Person zusammen mit den übrigen Geschäftsunterlagen im Rahmen der Verjährungsfrist auf. Alle anderen, über die Pauschalen hinaus erbrachten Leistungen (zum Beispiel Miete für weitere Kursräume, zusätzliche Bewirtung an der Bar) werden separat fakturiert und zum massgebenden Steuersatz versteuert. Rechnungsbeispiel 4, Seite 27 Die Tagespauschale (gültig bis 31. Dezember 2009) entfällt, da seit 1. Januar 2010 der steuerpflichtige Gast auf dem Anteil für Verpflegung und Getränke 100 Prozent der Vorsteuer abziehen darf. Fakturierung effektiv Die einzelnen Leistungen sind separat in Rechnung zu stellen und müssen kalkulatorisch detailliert nachgewiesen werden können. Besteht der kalkulatorische Nachweis jeder einzelnen Leistung und macht die Beherbergungsleistung (inklusive Frühstück) wertmässig mindes- 10

13 tens 70 Prozent vom Gesamtentgelt aus, kann auch bei einem pauschal in Rechnung gestellten Seminarangebot die 70/30-Regel zur Anwendung kommen (Art. 19 Abs. 2 MWSTG). In diesem Fall kommt der Sondersatz für die gesamte Leistungskombination zur Anwendung. Packages Packages sind Pakete (Leistungsbündel im Sinne des Bundesgesetzes vom 18. Juni 1993 über Pauschalreisen), also während einer bestimmten Periode geltende Angebote zu einem festen Preis. Solche Angebote richten sich in der Regel an Individualgäste. Sie beinhalten über das übliche reine Halb- beziehungsweise Vollpensionsarrangement hinausgehende Leistungen wie beispielsweise Konzerteintritte, begleitete Ausflüge in der Region oder Wellness. Als Angebot gilt die Ausschreibung in Prospekten, Katalogen, Inseraten, im Internet usw. Individuell zusammengestellte Leistungen, die unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen, werden separat fakturiert und gelten nicht als Packages. Spezialanlässe wie Tagungen, Seminare, Hochzeiten usw. gelten ebenfalls nicht als Packages. Dies gilt auch dann, wenn für einige Komponenten Pauschalpreise vereinbart werden. Fakturierung Packages sind immer effektiv zu berechnen, die allenfalls enthaltene Halb- oder Vollpension kann jedoch pauschal ermittelt werden. Packages müssen in den Angeboten und Rechnungen mit einem speziellen Namen bezeichnet (zum Beispiel Ski-Plausch Januar 2011) und die darin enthaltenen Leistungen mit detaillierten Einzelkalku lationen dokumentiert werden (zum Beispiel Beherbergung, Skiabonnement, Skiunterricht). Die Einzelkalkulationen und die Kreditorenfakturen sind zu Kontrollzwecken bis zum Eintritt der Verjährung der Steuerforderung, mindestens aber während zehn Jahren, aufzubewahren. Liegen für Packages keine detaillierten Kalkulationen vor, ist das gesamte Entgelt zum Normalsatz zu versteuern. Enthält das Package auch Halb- und/oder Vollpension, kann die Aufteilung nur dieses Entgeltsanteiles wie folgt pauschal (kein kalkulatorischer Nachweis nötig) ermittelt werden: Halbpension 75% Beherbergung/Frühstück zu 3,8% MWST 25% Verpflegung zu 8,0% MWST Vollpension 65% Beherbergung/Frühstück zu 3,8% MWST 35% Verpflegung zu 8,0% MWST Leistungen, die nicht im Package enthalten sind (zum Beispiel zusätzliche Verpflegung, Einstellhalle, Tennisstunden), werden separat fakturiert und zum massgebenden Steuersatz versteuert. Rechnungsbeispiele 5.1, 5.2 und 5.3, ab Seite 28 Beträgt der kalkulatorisch nachweisbare Anteil der Beherbergung in einem Package 70 Prozent oder mehr, kann das gesamte Package zum Sondersatz abgerechnet werden. Es ist dabei nicht schädlich, wenn im Laufe des Aufenthaltes Zusatzleistungen (zum Beispiel Getränke, Pay-TV, Minibar) bezogen werden, welche nicht Teil des Packages sind und welche auf der Rechnung an den Gast separat ausgewiesen und zum massgebenden Steuersatz versteuert werden. Rechnungsbeispiel 6, Seite 29 11

14 3. Kurtaxen, Beherbergungstaxen und Gästekarten Immer wieder taucht die Frage auf, zu welchem Steuersatz Kurtaxen, kantonale und kommunale Beherbergungstaxen sowie Tourismusförderungsabgaben zu versteuern sind und wie es sich mit Gästekarten mit Vergünstigungen oder Gratiseintritten verhält. Kurtaxe Die Abgabepflicht für die Kurtaxe (mancherorts auch City Tax oder städtische Übernachtungsabgabe genannt), welche auf einer kantonalen oder kommunalen Verordnung basiert, liegt beim Gast. Eingezogen wird diese Abgabe jedoch durch den Beherbergungsbetrieb. Die Kurtaxen sind nicht zu versteuern, wenn der Hotelier diese Kurtaxe dem Gast in gleicher Höhe separat fakturiert und als solche bezeichnet. Verzichtet der Hotelier auf die separate Fakturierung, gehören diese Taxen zur Beherbergungsleistung und sind zum Sondersatz steuerbar. Werden nicht nur die Kurtaxen, sondern auch andere kantonale oder kommunale Abgaben (zum Beispiel Beherbergungstaxen) unter dem Begriff Kurtaxen in Rechnung gestellt, entspricht dies nicht einer separaten Rechnungsstellung. Die Kurtaxe gehört somit zum Entgelt für die Beherbergung und ist zum Sondersatz steuerbar. Die ESTV empfiehlt den Hoteliers, die Kurtaxen unter Ziffer 200 (Umsatz) und in der Rubrik Abzüge unter der Ziffer 280 (Diverses) der MWST- Abrechnung zu deklarieren. Die Ziffer 280 (Diverses) ist mit einem Vermerk (zum Beispiel «Kurtaxen») zu ergänzen. 8 8 Für die MWST-Abrechnung mit den entsprechenden Ziffern siehe Kapitel 39 Formulare. Beherbergungstaxe, freiwillige Logiernächteabgabe, Verkaufsförderungsabgabe usw. Die Abgabepflicht für die Beherbergungstaxe liegt beim Beherbergungsbetrieb. Diese Beherbergungstaxe ist Teil des Entgelts für die Beherbergung und ist zu 3,8% zu versteuern, unabhängig davon, ob sie separat fakturiert wird oder nicht. Die freiwillige Logiernächteabgabe, die Verkaufsförderungsabgabe usw., die sich bei den Beherbergungsbetrieben nach Zimmern oder Betten in Verbindung mit Logiernächten berechnen, sind vom Hotelier als Teil der Beherbergung zu 3,8% zu versteuern, unabhängig davon, ob sie separat fakturiert werden oder nicht. Ist die Beherbergungstaxe beziehungsweise die freiwillige Logiernächteabgabe aber in einem Package oder Arrangement (Vollpensionsarrangement, Seminarpauschale) inbegriffen und wendet der Hotelier bei Leistungskombinationen nicht die effektive Berechnung, sondern die pauschale Ermittlung an, so gilt für die Beherbergungstaxen die pauschale Aufteilung: Beispiel Vollpensionsarrangement 65% Beherbergung/Frühstück zu 3,8% MWST 35% Verpflegung zu 8,0% MWST Beispiel Seminarpauschale 55% Beherbergung/Frühstück zu 3,8% MWST 45% Verpflegung/Infrastruktur, Übriges zu 8,0% MWST Diese Taxe ist unter Ziffer 200 (Umsatz) und unter Ziffer 340 (Leistungen bis , Sondersatz) oder 341 (Leistungen ab , Sondersatz), bei Anteilen zum Normalsatz zusätzlich unter Ziffer 300 (Leistungen bis ) oder 12

15 301 (Leistungen ab ) der MWST-Abrechnung zu deklarieren. 9 Für die Preisgestaltung und die Rechnungsstellung hat der Hotelier zwei Möglichkeiten 10 : Gästekarten Grundsätzlich sind alle Leistungen nach ihrer Natur zu versteuern. In Rechnungen ist deshalb für selbstständige Lieferungen und Dienstleistungen, die unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen, anzugeben, wie sich das Entgelt auf die unterschiedlich steuerbaren Leistungen verteilt. Werden jedoch die Leistungen, die eigentlich zu unterschiedlichen Sätzen steuerbar sind, in einer Pauschale fakturiert, so ist da ein kalkulatorischer Nachweis in der Regel nicht erbracht werden kann das gesamte Entgelt zum Normalsatz zu versteuern. Dies gilt auch für die sogenannten Gästekarten, mit denen der Gast Leistungen, die zu verschiedenen Steuersätzen steuerbar sind (Eintritte in Bäder, Museen, Fahrten mit Eisenbahn, Luftseilbahn, Bus usw.), beziehen kann. Stellt der Hotelier dem Gast eine solche Gästekarte in Rechnung, ist dieser Betrag folglich zum Normalsatz von 8,0% zu versteuern. Beispiel Der Hotelier verkauft eine Übernachtung für 120 Franken. Er selber muss aufgrund der kommunalen Bestimmungen folgende Abgaben pro übernachtenden Gast entrichten: Kurtaxe CHF 3.00 Beherbergungsabgabe CHF 1.00 Tourismusförderungsabgabe CHF 2.00 Gästekarte (für Eintritte, Transporte usw.) CHF 4.00 a) Pauschale Rechnungsstellung Der Hotelier bestimmt, dass die Abgaben im Pauschalpreis von 120 Franken enthalten sind. Demzufolge muss er die Kurtaxe separat ausweisen, sofern er von der «Steuerbefreiung» profitieren will. Auch die Gästekarte ist separat aufzuführen, da diese einem anderen Steuersatz unterliegt. Rechnung Übernachtung zu 3,8% CHF Kurtaxe zu 0,0% CHF 3.00 Gästekarte zu 8,0% CHF 4.00 Total (inkl. MWST) CHF b) Separate Rechnungsstellung Der Hotelier bestimmt, dass der Gast diese Abgaben zusätzlich zum Übernachtungspreis bezahlen muss, und möchte dies in der Rechnung auch so ausweisen. Rechnung Übernachtung zu 3,8% CHF Kurtaxe zu 0,0% CHF 3.00 Beherbergungsabgabe zu 3,8% CHF 1.00 Tourismusförderungsabgabe zu 3,8% CHF 2.00 Gästekarte zu 8,0% CHF 4.00 Total (inkl. MWST) CHF Für die MWST-Abrechnung mit den entsprechenden Ziffern siehe Kapitel 39 Formulare. 10 Siehe auch Kapitel 5 Preisangabe und Offertstellung. 13

16 4. Fakturierung in Fremdwährung Gemäss Preisbekanntgabeverordnung (PBV) vom 11. Dezember ist gegenüber Konsumenten sowohl für Lieferungen von Gegenständen als auch für Dienstleistungen der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken (Detailpreis) bekannt zu geben. 12 Die Bekanntgabe des zu bezahlenden Preises gegenüber Konsumenten allein in fremder Währung ist nicht zulässig, jedoch als Ergänzung zur Angabe in Schweizer Franken möglich. Es kann aber vorkommen, dass für Gruppen oder Seminarteilnehmer eine Fakturierung in Fremdwährung mit wahlweiser Bezahlung in Franken vorgenommen werden soll, um dem Gast eine bessere Dienstleistung anbieten zu können. Bei den Beispielen 7 und 8 handelt es sich um Belege in Landeswährung. Ob der Kunde in Landeswährung oder in Fremdwährung bezahlt und das Retourgeld in Landes- oder Fremdwährung erhält, ist nicht von Belang. Rechnungsbeispiele 7 und 8, Seite 30 Beim Beispiel 9 gilt die Rechnung als in Fremdwährung ausgestellt. Es besteht bloss die Möglichkeit, auch in Landeswährung zu bezahlen. Auch bei der Bezahlung in Schweizer Franken gelten die Regeln für die Fremdwährung. Rechnungsbeispiel 9, Seite 31 Die Abrechnung der MWST ist in Landeswährung vorzunehmen (Schweizer Franken). Der Leistungserbringer hat das Entgelt für Leistungen, die er in ausländischer Währung in Rechnung stellt, im Zeitpunkt der Entstehung der Steuerforderung beziehungsweise Entstehung des Anspruchs auf Vorsteuerabzug in Schweizer Franken umzurechnen (Art. 45 Abs. 1 MWSTV). Ein Entgelt in ausländischer Währung liegt vor, wenn die Rechnung oder Quittung in ausländischer Währung ausgestellt ist. Nicht von Bedeutung ist, in welcher Währung die Zahlung erfolgt oder das Retourgeld ausbezahlt wird (Art. 45 Abs. 2 MWSTV). Für die Umrechnung kann wahlweise der von der ESTV publizierte Monatsmittelkurs oder der Devisen-Tageskurs (Verkauf) angewendet werden. Die Monatsmittelkurse sind unter abrufbar. Die ESTV gibt jeweils am 25. des Monats (oder am ersten Werktag nach dem 25.) die Monatsmittelkurse bekannt, die im folgenden Monat angewendet werden. Bei ausländischen Währungen, für welche die ESTV keinen Kurs bekannt gibt, gilt der publizierte Devisen-Tageskurs (Verkauf) einer inländischen Bank. Das gewählte Vorgehen ist während mindestens einer Steuerperiode beizubehalten und sowohl für die Berechnung von Umsatzsteuer, Bezugsteuer als auch für den Vorsteuerabzug anzuwenden (Art. 45 Abs. 5 MWSTV). 5. Preisangabe und Offertstellung Preisangabe in Prospekten und Offerten Bei der Preisangabe in Prospekten und Offerten gilt es, den Vorgaben der Preisbekanntgabeverordnung (PBV) vom 11. Dezember Rech- 11 Die neue Preisbekanntgabeverordnung tritt voraussichtlich im Jahr 2012 in Kraft. 12 Zum Thema Preisbekanntgabe siehe auch Kapitel 5 Preisangabe und Offertstellung. 13 Die neue Preisbekanntgabeverordnung tritt voraussichtlich im Jahr 2012 in Kraft. 14

17 nung zu tragen. Diese schreibt vor, dass alle Preise immer inklusive MWST und sämtlicher Abgaben publiziert oder zumindest so transparent dargestellt werden müssen, dass der Gast sofort sieht, wie sich der Endpreis zusammensetzt und mit welchem Totalpreis er zu rechnen hat. Offertstellung Bei der Offerte inklusive Preisanschrift oder Preisliste schreibt die Preisbekanntgabeverordnung vor, dass der publizierte Preis alle Kostenelemente enthalten muss. Dies gilt auch für die Kurtaxen und die MWST. Grundsätzlich kann die Preisdeklaration aber auf zwei Arten gestaltet werden, wichtig ist dabei, dass der Totalbetrag (im Beispiel 120 Franken) für den Kunden klar erkennbar ist. Variante 1 Zimmerpreis CHF (Übernachtung und Frühstück) inkl. 3,8% MWST sowie Kurtaxen Variante 1 Zimmerpreis CHF (Übernachtung und Frühstück) inkl. Kurtaxe, exkl. MWST Variante 2 Netto-Zimmerpreis CHF (Übernachtung und Frühstück) Kurtaxe CHF 5.00 Total Zimmerpreis CHF inkl. Kurtaxe, exkl. MWST 6. Eigenverbrauch Unter Eigenverbrauch ist eine Vorsteuerkorrektur für früher in Abzug gebrachte Vorsteuer zu verstehen. Im Zeitpunkt des Wegfalls der Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug ist eine entsprechende Korrektur vorzunehmen (Art. 31 MWSTG). Variante 2 Netto-Zimmerpreis CHF (Übernachtung und Frühstück) MWST 3,8% CHF 4.20 Kurtaxe CHF 5.00 Total Zimmerpreis CHF inkl. MWST sowie Kurtaxe Offertstellung im gewerblichen Verkehr Im gewerblichen Verkehr dürfen die Preise netto, d. h. ohne MWST, angegeben werden. Gewerblicher Verkehr heisst im Verkehr mit Firmen, die ihrerseits die MWST zurückfordern können, und nicht mit Privaten (Endkonsumenten). Dies betrifft insbesondere Reisebüros. Die Kurtaxe muss demgegenüber auch hier im Preis inbegriffen sein. Grundsatz Eigenverbrauch liegt namentlich vor, wenn die steuerpflichtige Person aus ihrem Unternehmen Gegenstände oder Dienstleistungen dauernd oder vorübergehend entnimmt, sofern sie beim Bezug oder der Einlage des Ganzen oder seiner Bestandteile einen Vorsteuerabzug vorgenommen hat, und die a) sie ausserhalb ihrer unternehmerischen Tätigkeit, insbesondere für private Zwecke, verwendet; b) sie für eine unternehmerische Tätigkeit verwendet, die nach Art. 29 Abs. 1 MWSTG nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt (ausgenommene Leistungen); c) sie unentgeltlich abgibt, ohne dass ein unternehmerischer Grund besteht; bei Geschenken 15

18 bis 500 Franken pro Person und Jahr sowie bei Werbegeschenken und Warenmustern zur Erzielung steuerbarer oder von der Steuer befreiter Umsätze wird der unternehmerische Grund ohne Weiteres vermutet; d) sich bei Wegfall der Steuerpflicht noch in ihrer Verfügungsmacht befinden. Bei diesem Grundsatz muss beachtet werden, dass es sich nur um eine Vorsteuerkorrektur im Sinne von Eigenverbrauch handeln kann, wenn keine entgeltliche Leistung vorliegt (Art. 24 MWSTG; Art. 47 MWSTV). Somit trifft der Eigenverbrauch grundsätzlich beim Inhaber einer Einzelunter nehmung oder beim Beteiligten, der nicht als eine eng verbundene Person gilt (beides Nicht-Lohnausweisempfänger), zu. Die in der Praxis anzu treffenden Themen sind die Naturalbezüge (Warenbezüge) sowie private Unkostenanteile am Geschäftsfahrzeug, an den Kosten für Heizung, Beleuchtung, Reinigung, Kommunikationsmittel, d.h. Entnahmen von Gegenständen und Dienstleistungen aus dem eigenen Unternehmen. Zu der Aufzählung aus dem Art. 31 MWSTG können folgende Erklärungen abgegeben werden: Für unternehmensfremde Zwecke Jegliche Entnahmen durch die Inhaber einer Einzelunternehmung führen, sofern bei den seinerzeitigen Bezügen der Leistungen die Vorsteuer geltend gemacht wurde, zu einer Vorsteuerkorrektur. Bei selber hergestellten Gegenständen gilt als Berechnungsgrundlage die Vorsteuer auf dem Warenwert beziehungsweise Vorsteuer auf allfälligen Drittarbeiten bei Halbfabrikaten zuzüglich eines Zuschlags von 33 Prozent auf dieser ermittelten Vorsteuerkorrektur für die Ingebrauchnahme der Infrastruktur (Anlagegüter/Betriebsmittel). Vorbehalten bleibt der effektive Nachweis der Vorsteuern für die Ingebrauchnahme der Infrastruktur als Berechnungsgrundlage der vorzunehmenden Vorsteuerkorrektur. Bei Bezügen von Gegenständen oder Dienstleistungen des Inhabers einer Einzelunternehmung für Zwecke ausserhalb der unternehmerischen Tätigkeit (zum Beispiel für den privaten Gebrauch) laut Art. 31 Abs. 2 Bst. a MWSTG besteht keine Freigrenze, wie dies für unentgeltlich abgegebene Geschenke laut Art. 31 Abs. 2 Bst. c MWSTG (500 Franken pro Person und Jahr) der Fall ist. 14 Für die unentgeltliche Abgabe, ohne dass ein unternehmerischer Grund besteht Es handelt sich hierbei um Entnahmen von Gegenständen, welche freiwillig und unentgeltlich an Dritte abgegeben werden. Angesprochen sind also die unentgeltlichen Zuwendungen ohne unternehmerischen Grund und nicht die Abgabe von Geschenken, Warenmustern und Werbegeschenken zu Zwecken des Unternehmens, welche besonders behandelt werden. 15 Bei Beendigung der Steuerpflicht aufgrund der Geschäftsaufgabe a) Bemessungsgrundlage für die Vorsteuerkorrektur bei der endgültigen Entnahme: Eine dauernde Entnahme oder Einlage liegt vor, wenn ein Gegenstand nicht nur vorübergehend, sondern auf Dauer entweder ausschliesslich im Rahmen der zum Vorsteuerabzug berechtigenden unternehmerischen Tätigkeit oder ausschliesslich für eine unternehmerische, nicht 14 Siehe auch Kapitel 19 Geschenke und Werbegeschenke und Kapitel 21 Gratisessen, Naturalrabatte, Probeessen. 15 Siehe auch Kapitel 19 Geschenke und Werbegeschenke. 16

19 zum Vorsteuerabzug berechtigende Tätigkeit beziehungsweise ausserhalb der unternehmerischen Tätigkeit verwendet wird: bei zugekauften neuen beweglichen Gegenständen: vollumfängliche Vorsteuer des Gegenstandes; bei zugekauften, jedoch in Gebrauch genommenen beweglichen Gegenständen: Vorsteuer auf dem Zeitwert bei Entnahme, d.h. abzüglich Abschreibung von 20 Prozent pro abgelaufenes Kalenderjahr ab dem Zeitpunkt der Ingebrauchnahme; bei selber hergestellten neuen beweglichen Gegenständen: Vorsteuer auf dem Bezugspreis der Bestandteile, zuzüglich kaufmännisch kalkulierten Mietwerts für die Ingebrauchnahme der Anlagegüter/Betriebsmittel (annäherungsweise Ermittlung: 33 Prozent auf den Vorsteuern des Materials und allfälliger Drittarbeiten [Halbfabrikate]); bei selber hergestellten, jedoch in Gebrauch genommenen beweglichen Gegenständen: Korrektur analog selber hergestellter neuer beweglicher Gegenstände abzüglich Abschreibung von 20 Prozent pro abgelaufenes Kalenderjahr ab dem Zeitpunkt der Ingebrauchnahme. b) Bemessungsgrundlage für die Vorsteuerkorrektur bei der vorübergehenden Verwendung: Eine vorübergehende Verwendung liegt grundsätzlich vor, wenn eine steuerpflichtige Person Gegenstände ausschliesslich, d. h. zu 100 Prozent, entweder im Rahmen der zum Vorsteuerabzug berechtigenden unternehmerischen Tätigkeit oder ausschliesslich für eine unternehmerische, nicht zum Vorsteuerabzug berechtigende Tätigkeit oder ausserhalb der unternehmerischen Tätigkeit vorübergehend (bei beweglichen Gegenständen maximal sechs Monate und bei unbeweglichen Gegenständen maximal zwölf Monate) verwendet. Bemessungsgrundlage für die Korrektur ist bei beweglichen und auch bei unbeweglichen Gegenständen die Steuer auf dem Mietpreis, der einer unabhängigen Drittperson in Rechnung gestellt würde (Art. 31 Abs. 4 MWSTG). Eigenverbrauch bei Bauwerken, Nutzungsänderungen Nutzungsänderungen bei Bauwerken liegen grundsätzlich vor, wenn deren Verwendungszweck innerhalb der unternehmerischen Tätigkeit ändert, d.h. der Anteil für zum Vorsteuerabzug berechtigende beziehungsweise vom Vorsteuerabzug ausgeschlossene Leistungen zu- oder abnimmt. Je nachdem ergibt sich daraus eine Vorsteuerkorrektur (Eigenverbrauch nach Art. 31 MWSTG oder Einlageentsteuerung nach Art. 32 MWSTG). Vorsteuerkorrektur Eigenverbrauch für Verpflegung 16 Verpflegen sich der selbstständige Hotelier (Inhaber einer Einzelunternehmung als Mieter, Pächter, Besitzer) und seine nicht im Betrieb mitarbeitenden Familienmitglieder im Hotel, so gelten folgende Ansätze (pro Jahr oder pro Monat brutto, d.h. inkl. MWST): Tabelle, Seite Für Verpflegung des Personals siehe auch Kapitel 7 Leistungen an das Personal. 17

20 Eigenverbrauch Verpflegung Grundtarife Pro Jahr (in CHF) Pro Monat (in CHF) Erwachsene Kinder bis 6 Jahre Kinder über 6 bis 13 Jahre Kinder über 13 bis 18 Jahre Eigenverbrauch Verpflegung Erwachsene * Eigenverbrauch Erwachsene pro Jahr 1 3 steuerbar zu 8,0% 2 3 steuerbar zu 2,5% Eigenverbrauch Erwachsene pro Monat 1 3 steuerbar zu 8,0% 2 3 steuerbar zu 2,5% Betrag (in CHF) Steuer (in CHF) Eigenverbrauch Verpflegung Kinder pro Jahr (steuerbar zu 2,5%) * Betrag (in CHF) Steuer (in CHF) Kinder bis 6 Jahre Kinder über 6 bis 13 Jahre Kinder über 13 bis 18 Jahre Eigenverbrauch Verpflegung Kinder pro Monat (steuerbar zu 2,5%) * Betrag (in CHF) Steuer (in CHF) Kinder bis 6 Jahre Kinder über 6 bis 13 Jahre Kinder über 13 bis 18 Jahre * In den oben erwähnten Ansätzen (brutto inkl. MWST) ist der Bezug von Tabakwaren nicht inbegriffen; pro rauchende Person sind in der Regel 1500 bis 2200 Franken im Jahr zusätzlich anzurechnen und die Vorsteuerkorrektur immer zum Normalsatz vorzunehmen. 18

21 Diese Bruttoansätze (inkl. MWST) können auch auf die einzelnen Mahlzeiten aufgeteilt werden. In diesem Fall gelten pro Mahlzeit und Person die folgenden Ansätze: Frühstück CHF 3.00 Mittagessen CHF 8.00 Abendessen CHF 7.00 Ob die Jahres- beziehungsweise Monatspauschale oder die Mahlzeitenansätze gewählt werden, ist der steuerpflichtigen Person überlassen. Da es jedoch bei der Berechnung der Vorsteuerkorrektur der vorgenannten Beträge darauf ankommt, welche Personen verpflegt werden, empfiehlt die ESTV aus Praktikabilitätsgründen, nach Möglichkeit die Jahres- oder Monatspauschalen anzuwenden. Denn je nach Personengruppe kommen unterschiedliche Steuersätze zur Anwendung. Dabei gilt es, die folgenden Personengruppen zu unterscheiden: Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Altersjahr: Für den gesamten Betrag ist eine Vorsteuerkorrektur zum reduzierten Steuersatz vorzunehmen. Erwachsene: Vorsteuerkorrektur, 2 3 zum reduzierten Steuersatz und 1 3 zum Normalsatz. Allfällige Entnahmen von Tabakwaren sind in den oben genannten Ansätzen nicht enthalten. Bei solchen Entnahmen ist die Vorsteuerkorrektur immer zum Normalsatz vorzunehmen. Die mit den Ansätzen auf Seite 18 ermittelten Beträge sind von der steuerpflichtigen Person mindestens einmal pro Jahr als Vorsteuerkorrektur (Eigenverbrauch) zu den jeweiligen Steuersätzen zu deklarieren. Wenn der Hotelier diese Vereinfachung nicht anwenden möchte, kann er die Vorsteuerkorrektur effektiv vornehmen. In diesem Fall führt er geeignete, leicht überprüfbare Aufzeichnungen zu den vorgenommenen Vorsteuerabzügen. Eigenverbrauch Nebenkosten der Unterkunft Bei den Privatanteilen an den Kosten für Heizung, Beleuchtung, Reinigung, moderne Kommunikationsmittel usw. sind, sofern bei den Bezügen die Vorsteuer geltend gemacht wurde, folgende Ansätze zum Normalsatz zu korrigieren (Eigenverbrauch): Pro Jahr Pro Monat in CHF in CHF Haushalt mit einem Erwachsenen Zuschlag pro weiteren Erwachsenen Zuschlag pro Kind Die Ansätze verstehen sich inklusive MWST. Privatanteil an den Autokosten, Eigenverbrauch Verwendet ein Hotelier (Inhaber eines Einzelunternehmens oder seine nicht im Betrieb mitarbeitenden Familienmitglieder) das Geschäftsfahrzeug auch für private Zwecke, so muss er die Vorsteuerkorrektur (Eigenverbrauch) vornehmen, indem er einen Privatanteil an den Autokosten deklariert. Ist der Hotelier ein Angestellter (Lohnausweisempfänger), handelt es sich um einen Privatanteil in Form einer entgeltlichen Leistung, die vom Arbeitgeber zum Normalsatz abzurechnen ist. 19

22 Der Privatanteil an den Autokosten kann entweder effektiv oder pauschal ermittelt werden. a) Effektive Ermittlung: Können die gesamten Betriebskosten des zum Teil privat genützten Fahrzeuges und die geschäftlich sowie privat zurückgelegten Kilometer anhand eines Bordbuches nachgewiesen werden, sind die effektiven Kosten proportional auf die geschäftlich und privat zurückgelegten Kilometer aufzuteilen. Wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, so sind die ermittelten privat gefahrenen Kilometer mit einem entsprechenden Kilometeransatz zu multiplizieren. Als Referenz ansatz gelten dabei 0.70 Franken pro Kilometer. Tiefere Ansätze sind durch den Leistungserbringer (Hotelier, Arbeitgeber) kalkulatorisch nachzuweisen. Liegen spezielle Umstände vor, wie beispielsweise überdurchschnittlich teure Fahrzeuge, so ist der Kilometeransatz entsprechend zu erhöhen. b) Pauschale Ermittlung: Können die gesamten Betriebskosten des zum Teil privat genützten Geschäftsfahrzeuges und die geschäftlich sowie privat zurückgelegten Kilometer anhand eines Bordbuches nicht nachgewiesen werden, ist pro Monat ein Ansatz von 0,8 Prozent des Kaufpreises (exkl. MWST), mindestens aber 150 Franken, zu berechnen. Der so errechnete Ansatz versteht sich inkl. MWST und wird zum Normalsatz versteuert. 7. Leistungen an das Personal Personalverpflegung 17 Bei entgeltlichen Leistungen an das Personal ist die Steuer vom tatsächlich empfangenen Entgelt zu berechnen (Art. 47 Abs. 1 MWSTV). Leistungen an das Personal, die im Lohnausweis zu deklarieren sind, gelten als entgeltlich erbracht. Die Steuer ist in diesem Fall von dem Betrag zu berechnen, der auch für die direkten Steuern massgebend ist. Leistungen, die im Lohnausweis nicht zu deklarieren sind, gelten als nicht entgeltlich erbracht, und es wird vermutet, dass für ihre Erbringung ein unternehmerischer Grund besteht (Art. 47 Abs. 2 und 3 MWSTV). Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich beim Personal um eng verbundene Personen handelt oder nicht (Art. 47 Abs. 5 MWSTV). Gratisverpflegung Die steuerpflichtige Person hat für die Gratisverpflegung des Personals die im «Merkblatt N2 der direkten Bundessteuer» genannten Pauschalbeträge pro Mahlzeit und Person zum Normalsatz zu versteuern (Berechnung aufgrund einer entgeltlichen Leistung). Diese Ansätze sind als brutto (inkl. MWST) zu verstehen. Es handelt sich um folgende Mahlzeitenansätze: Frühstück CHF 3.50 Mittagessen CHF Abendessen CHF 8.00 Diese Beträge sind im Lohnausweis aufzuführen. 17 Für Verpflegung des Hoteliers siehe auch Kapitel 6 Eigenverbrauch. 20

23 Es ist zu beachten, dass für Direktoren und Geranten von Betrieben des Gastgewerbes die Ansätze vom «Merkblatt N1 der direkten Bundessteuer» zur Anwendung kommen, d.h. im Jahr 6480 Franken oder im Monat 540 Franken (brutto inkl. 8% MWST, exkl. Tabakwaren). Dem Personal wird für die Verpflegung ein Abzug vom Lohn gemacht Wenn der Hotelier dem Personal für die Verpflegung einen Abzug vom Lohn macht, hat er diesen Betrag zum Normalsatz zu versteuern. Es ist zu beachten, dass der Lohnabzug mindestens den Ansätzen gemäss «Merkblatt N2 der direkten Bundessteuer» (siehe oben «Gratisverpflegung») entsprechen muss. Im Lohnausweis ist nichts zu deklarieren. Ist der Abzug vom Lohn kleiner als die oben erwähnten Ansätze, hat der Hotelier den Differenzbetrag zusätzlich zum Lohnabzug zum Normalsatz zu versteuern und dementsprechend auf dem Lohnausweis zu deklarieren. Alle Beträge sind als brutto (inkl. MWST) zu verstehen. Vermietung von Zimmern an das Personal Das Entgelt aus der Vermietung von Zimmern an das Personal ist von der Steuer ausgenommen. Der Mindestabzug eines Personalzimmers (für Erwachsene) beträgt 345 Franken im Monat oder 4140 Franken im Jahr. Im Lohnausweis ist nichts zu deklarieren («Merkblatt N2 der direkten Bundessteuer»). Zusätzlich erbrachte Leistungen wie beispielsweise Zimmer-/Wohnungsreinigung, Waschen der Bettwäsche sind jedoch zum Normalsatz zu versteuern. Die Aufwendungen für Unterhalt und Nebenkosten, die im Zusammenhang mit der von der Steuer ausgenommenen Zimmervermietung stehen, berechtigen nicht zum Vorsteuerabzug. Die Vorsteuerkorrektur auf den Nebenkosten (Beleuchtung, Heizung usw.) kann auch im Sinne einer annäherungsweisen Ermittlung wie folgt vorgenommen werden: Für jedes vermietete Zimmer wird jährlich von einem Bruttowert von 600 Franken (inkl. MWST) beziehungsweise monatlich 50 Franken (inkl. MWST) ausgegangen. Auf diesen Beträgen ist die Vorsteuerkorrektur zum Normalsatz unter Ziffer 415 der MWST-Abrechnung zu berechnen und zu deklarieren. Parkplätze Stellt ein Hotel den Angestellten Parkplätze gratis zur Verfügung, ist hierfür keine Steuer geschuldet (Art. 47 Abs. 3 MWSTV). Dies ist auch dann der Fall, wenn diese Parkplätze den Angestellten zur alleinigen, zeitlich uneingeschränkten Benutzung dienen. (Auf den betreffenden Aufwendungen für Investitionen und Unterhalt kann das Hotel den Vorsteuerabzug geltend machen.) Vermietet hingegen das Hotel die Parkplätze an seine Mitarbeiter, so ist das Entgelt dafür zum Normalsatz zu versteuern. 8. Saldosteuersatzmethode Steuerpflichtigen Unternehmen, die pro Geschäftsjahr nicht mehr als 5,02 Millionen Franken inklusive MWST (2010: 5 Millionen Franken) steuerbaren Umsatz erzielen und eine Steuerschuld von höchstens Franken (2010: Franken) haben, können ihre Abrechnung mit der ESTV vereinfacht mithilfe von Saldosteuersätzen vornehmen. 21

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