Verein&Vorstand aktuell

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1 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 1 Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG Verein&Vorstand aktuell Spezial Mai 2008 Der unentbehrliche Infor mationsdiens t für Ihre Vereinsarbeit aktuell, unabhängig, pr axisorientier t So sind Sie steuerlich unangreifbar Liebe Vorstandskollegin, lieber Vorstandskollege, die gesellschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung der Vereine für das Gemeinwesen ist überragend. Deshalb räumt der Staat Vereinen zahlreiche steuerliche Vergünstigungen ein. Voraussetzung ist allerdings, dass sie gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen. Um das Gütesiegel Gemeinnützigkeit zu behalten genügt es allerdings längst nicht, dass Sie mit Ihrem Verein ausschließlich satzungsgemäße, also steuerbegünstigte Zwecke verfolgen. Mindestens genauso wichtig ist es, dass Sie sämtliche Einnahmen und Ausgaben Ihres Vereins ordnungsgemäß aufzeichnen und auch nachweisen können. Das wiederum gelingt Ihnen nur mit einer korrekten Buchführung. Dabei steckt die Tücke im Detail. Kein Wunder also, dass sich im Vereinsalltag immer wieder Zweifelfragen ergeben. Unsicherheiten kann sich jedoch kein Verein leisten. Denn das Finanzamt nimmt die Buchführung kritisch unter die Lupe, immer öfter auch bei kleinen Vereinen. In dieser Ausgabe finden Sie eine kompakte Zusammenstellung von 8 typischen Fällen aus dem Vereinsalltag. Damit Sie beim Buchen immer auf der sicheren Seite und Sie und Ihr Verein unangreifbar sind. Mit besten Grüßen Günter Stein Chefredakteur 1. Fall: Wie Sie bei täglich anfallenden Kosten alle Fallstricke sicher umgehen Bei der Buchführung für einen gemeinnützigen Verein müssen Sie die Einnahmen und Ausgaben auf die folgenden vier verschiedenen Tätigkeitsbereiche aufteilen: ideeller Bereich Vermögensverwaltung Zweckbetrieb wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Für die einzelnen Bereiche ist es sinnvoll und in der Regel auch erforderlich, jeweils eine getrennte Buchführung zu erstellen. Eventuell müssen Sie sogar verschiedene steuerpflichtige Geschäftsbetriebe voneinander trennen. Bei kleinen Vereinen erfassen Sie die alltäglich anfallenden Aufwendungen nach Kostenarten, wie zum Beispiel folgende: Raumkosten Bürobedarf Aushilfslöhne Sie brauchen die jeweils anfallenden Kosten nicht auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche aufzuteilen, wenn die Einnahmen Ihres Vereins aus Zweckbetrieben und steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrie- In dieser Ausgabe lesen Sie: Wie Sie immer richtig buchen: 8 Fälle aus dem Vereinsalltag ben die Besteuerungsgrenze von nicht übersteigen. Sobald die Einnahmen aber diesen Grenzwert überschreiten, kommen Sie an einer Aufteilung nicht mehr vorbei. Bei einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Vereins dürfen Sie die Ausgaben nur insoweit abziehen, als sie mit dem steuerpflichtigen Geschäftsbetrieb im Zusammenhang stehen. Aufwendungen, die mit Einnahmen aus dem ideellen Bereich (z. B. mit Beiträgen, Spenden und Zuschüssen) zusammenhängen, dürfen Sie nicht abziehen ( 3c EStG). Beispiel 1: Verein kauft Trikots Der Verein kauft für Trikots für seine Jugendmannschaften ein. Die Ausgaben für diese Trikots gehören i. d. R. zum ideellen Bereich eines Sportvereins und können daher nicht bei einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb abgezogen werden. Eine klare Zuordnung zum einen oder anderen Bereich lässt sich insbesondere bei den alltäglich anfal- weiter auf S Fall: Sie sammeln und verkaufen Altmaterial Fall: Sie haben Einnahmen aus einem mittelalterlichen Markt Fall: Sie erzielen Erlöse aus Sponsoring-Verträgen Fall: Sie laden zu einem Sommerfest für Senioren ein Fall: Sie vermieten einzelne Räume des Vereinsheims Fall: Sie veranstalten in Ihrem Verein eine Tombola Fall: Wie Sie Eintrittsgelder, Ablöse und Einkäufe buchen Passwort: Abteilung Mai

2 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 2 Fortsetzung von S. 1 lenden Aufwendungen häufig nicht bewerkstelligen. Sind gleichzeitig mehrere Tätigkeitsbereiche Ihres Vereins betroffen, teilen Sie die Kosten entsprechend ihrer Verwendung auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche auf (ggf. durch Schätzung). Beispiel 2: Anmietung von Büroräumen Der Verein hat Büroräume angemietet und zahlt dafür einschließlich Umlagen eine monatliche Miete von 800. Zu den angemieteten Räumen gehört auch ein Besprechungszimmer, das der Verein auch für Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs nutzt. Das Büro und der Besprechungsraum Miete Sachaufwdg.ideeller Bereich an 1200 Bank 800 werden zu 60 % für den ideellen Bereich und zu 40 % für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb genutzt Miete Sachaufwdg.ideeller Bereich 480 Sie buchen die Miete daher wie folgt: an 1800 Bank Fall: Sie sammeln und verkaufen Altmaterial Im Vereinsalltag sehr beliebt ist der Verkauf von Altpapier und übrigens auch Altkleidern, die zuvor durch den Verein gesammelt werden. Gerade in den Sommermonaten finden zahlreiche Aktionen statt. Der Grund dafür liegt darin, dass sich auch die jugendlichen Mitglieder des Vereins an solchen Aktion sehr gut beteiligen können. Die Verkaufserlöse aus diesen Aktionen sind dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen. Praxis-Tipp: Achten Sie als Vorstand bei solchen Aktionen immer auch darauf, dass die Verkaufserlöse ordnungsgemäß verbucht werden. Denn Aktionen wie diese kontrollieren die Finanzämter besonders kritisch, wenn es zu einer Betriebsprüfung kommt. Generell gilt: Von den Einnahmen können Sie die im Zusammenhang mit Ihrer Sammlung entstandenen Ausgaben in nachgewiesener Höhe absetzen. Abzugsfähig sind beispielsweise Fahrzeug-/Transportkosten, Reisekosten/Verpflegungsmehraufwendungen und Entgelte an Helfer. Wenn die Gesamteinnahmen des Vereins aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben überstei- gen, ist es zulässig, fiktive Betriebsausgaben abzusetzen, indem die Gewinne in branchenüblicher Höhe geschätzt werden. Finanzämter beanstanden es in der Regel nicht, wenn der Reingewinn wie folgt geschätzt wird: 5 % bei der Verwertung von Altpapier und 20 % bei der Verwertung von sonstigem Altmaterial, zum Beispiel von gebrauchter Kleidung. Die Umsatzsteuer dürfen Sie nur dann vergessen, wenn Ihr Verein steuerlicher Kleinunternehmer ist. Das ist der Fall, wenn die Umsätze Ihres Vereins im Vorjahr nicht mehr als betragen haben und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als betragen werden. Beispiel: Verein führt Altkleidersammlung durch Ein gemeinnütziger Verein organisiert eine Altkleidersammlung. Durch den Verkauf der eingesammelten Altkleider hat er Einnahmen von erzielt. Da der Verein noch andere Umsätze gemacht hat, ist er kein Kleinunternehmer und muss seine Erlöse der Umsatzsteuer unterwerfen. Der Steuersatz beträgt 19 %, weil es sich um einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und nicht um einen Zweckbetrieb handelt. Sie müssen den Vorgang wie folgt buchen: 1200 Bank an 8400 Erlöse 19 % USt Umsatzsteuer 19 % Bank an 4400 Erlöse 19 % USt Umsatzsteuer 19 % Dem Verein sind nur geringe Aufwendungen entstanden, weil die gebrauchte Kleidung von ehrenamtlichen Helfern eingesammelt wurde. Es sind lediglich durch das Ausleihen von Transportfahrzeugen Kosten in Höhe von einschließlich 19 % Umsatzsteuer entstanden. Sie buchen wie folgt: 4595 Fremdfahrzeugkosten Abziehbare Vorsteuer 19 % 190 an 1200 Bank Fremdfahrzeugkosten Abziehbare Vorsteuer 19 % 190 an 1800 Bank Mai Passwort: Abteilung

3 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 3 3. Fall: Sie haben Einnahmen aus einem mittelalterlichen Markt Ein vom Verein selbst veranstalteter mittelalterlicher Markt ist eine ideale Gelegenheit, nicht nur Werbung in eigener Sache zu betreiben, sondern auch zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Ob nun Standgebühren oder die Erlöse aus dem Verkauf von kalten Getränken und selbst gebackenem Kuchen: Durch eine einzige derartige Veranstaltung holen viele Vereine die Gelder wieder herein, die ihnen dadurch verloren gegangen sind, dass die Stadt-/Gemeindeverwaltung ihre Zuschusse an den Verein gekürzt oder ganz gestrichen hat. Ein gemeinnütziger Verein zahlt für die Einnahmen aus dem Markt keine Körperschaftsteuer, wenn er insgesamt die Besteuerungsgrenze von nicht überschreitet. Dennoch fallen Einnahmen im Rah- men eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs an, die mit 19 % der Umsatzsteuer unterliegen. Waren die Umsätze im Vorjahr nicht höher als und werden sie im laufenden Jahr voraussichtlich den Grenzwert von nicht übersteigen, ist der Verein umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer. Er kann einerseits seine Umsätze aus der Veranstaltung des Markts umsatzsteuerfrei lassen und andererseits auch keine Vorsteuer abziehen. Alle Vorgänge sind dann entsprechend ohne Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug zu buchen. Beispiel: Verein veranstaltet einen mittelalterlichen Markt Ein gemeinnütziger Verein veranstaltet im Sommer 2008 auf seinem Vereinsgelände einen mittelalterlichen Markt. Alle Aktivitäten rund um den Mittelaltermarkt sind als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb einzustufen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Einnahmen: 1. Standgelder Der Verein erlaubt es seinen Mitgliedern und Nichtmitgliedern gleichermaßen, auf dem Markt Selbstgebasteltes usw. zu verkaufen. Hieraus nimmt er insgesamt 750 an Standgeldern ein, die wie nebenstehend verbucht werden. 2. Ein- und Verkauf von Kuchen und Getränken Der Verein verkauft auf dem Markt Säfte, Kaffee, Waffeln und Kuchen. Es sind Stühle und Tische aufgebaut, damit Kuchen und Getränke an Ort und Stelle verzehrt werden können. Der Verein erzielt hieraus insgesamt Einnahmen von 4.600, die dem Steuersatz von 19 % unterliegen. Für den Wareneinkauf hat der Verein folgende Beträge ausgegeben: Wareneinkauf mit 7 % Umsatzsteuer und 297,50 mit 19 % Umsatzsteuer. 3. Zahlung an das DRK Um für eventuelle Notfälle gerüstet zu sein, sind während der gesamten Dauer des Markts mehrere Sanitäter des DRK anwesend. Für diesen Einsatz überweist der Verein eine Spende von 400 an das DRK. Diese Zahlung wird wie nebenstehend gebucht Kasse 750 an 8400 Erlöse 19 % USt. 630, Umsatzsteuer 19 % 119, Kasse 750 an 4400 Erlöse 19 % USt. 630, Umsatzsteuer 19 % 119, Kasse an 8400 Erlöse 19 % USt , Umsatzsteuer 19 % 734, Kasse 750 an 4400 Erlöse 19 % USt , Umsatzsteuer 19 % 734, Materialaufwand Abziehbare Vorsteuer 7 % Abziehbare Vorsteuer 19 % 47,50 an 1200 Bank 1.367, Materialaufwand Abziehbare Vorsteuer 7 % Abziehbare Vorsteuer 19 % 47,50 an 1800 Bank 1.367, Fremdleistungen 400 an 1200 Bank Fremdleistungen 400 an 1800 Bank 400 Passwort: Abteilung Mai

4 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 4 4.Fall:Sie erzielen Erlöse aus Sponsoring-Verträgen Eine der elegantesten Methoden, um als Verein zusätzlich Mittel zu bekommen, ist das Sponsoring durch Unternehmen. Das heißt, Unternehmen geben Vereinen Geld oder gewähren ihnen geldwerte Vorteile. Das geschieht natürlich nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, wenn auch die Sympathie für den Verein dabei eine wichtige Rolle spielt. Wie sich die Gelder Ihrer Sponsoren steuerlich auswirken und wie Sie diese Gelder richtig buchen, zeigen zwei typische Beispiele aus dem Vereinsalltag. Unternehmen sind immer auch ihrem betriebswirtschaftlichen Ziel verpflichtet und erwarten deshalb eine Gegenleistung, wenn sie einen Verein sponsern. Das ist zugleich der entscheidende Unterschied zu Spenden. Dabei gilt: Je höher die gesponserte Summe, desto größer der Gegenwert und umgekehrt. Neben der Namensnennung des Sponsors kommt hier zum Beispiel auch die Markenpräsenz (Abbildung des Logos) des Unternehmens auf den Werbemitteln des Vereins in Betracht. Beispiel 1: Steuerfreie Sachzuwendung in Höhe von im ideellen Bereich Ein örtliches Handelsunternehmen erklärt sich bereit, die Jugendmannschaft eines Sportvereins kostenlos mit Trikots und Trainingsanzügen ohne Werbeaufdruck im Wert von auszustatten. Bei der Übergabe der Trikots und Trainingsanzüge war die lokale Presse anwesend. In der Tageszeitung wurde anschließend über dieses Ereignis in Wort und Bild berichtet. In der Berichterstattung von Zeitungen kann bereits ein wirtschaftlicher Vorteil liegen, den der Sponsor für sich anstrebt. Ein wirtschaftlicher Vorteil liegt bereits in der Sicherung und Erhöhung des unternehmerischen Ansehens. Von einem wirtschaftlichen Vorteil ist immer dann auszugehen, wenn über die Spende des Unternehmens in Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen usw. berichtet wird. Konsequenz ist, dass die Firma für Sportausstattung ihre Kosten für den Erwerb der Trikots und Trainingsanzüge als Betriebsausgaben abziehen und den Vorsteuerabzug beanspruchen kann. Achtung: Der Abzug als Betriebsausgaben beim Sponsor sagt allerdings noch nichts darüber aus, wie die Zuwendung beim Verein steuerlich zu behandeln ist. Im vorliegenden Fall erfolgt die Zuwendung von Trikots und Trainingsanzügen in den ideellen Bereich des Sportvereins, weil er die Ausstattung zur Durchführung seiner begünstigten Zwecke verwendet und gegenüber der Firma für Sportausstattung keine Leistung (auch keine Werbeleistung) erbringt. Der Sportverein erhält also eine steuerfreie Sachzuwendung im ideellen Bereich, die er in seinen Buchführungsunterlagen festhalten muss. Für den Verein ergeben sich keine umsatzsteuerlichen Konsequenzen. Er richtet in seiner Buchführung dafür ein Konto ein und bucht wie folgt: das Logo und der Firmenname der Sportausstattungsfirma aufgedruckt. Dadurch, dass der Verein die Trikots und Trainingsanzüge mit dem Werbeaufdruck nutzt, erbringt er eine Werbeleistung, die mit der Überlassung ebendieser Trikots und Trainingsanzüge abgegolten wird. In dieser Situation liegt ein umsatzsteuerlicher Leistungsaustausch vor, der auch die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erfüllt. Die entgeltliche Übertragung des Rechts der Nutzung von Werbeflächen auf Sportkleidung (z. B. auf Trikots) und auf Sportgeräten ist stets als steuerpflichtiger Geschäftsbetrieb zu behandeln. Wichtig für Sie: Das Finanzgericht Köln hat entschieden, dass die Nut- Beispiel 1: Steuerfreie Sachzuwendung in Höhe von im ideellen Bereich 2305 Sachaufwendungen an 8010 Einnahmen ideeller ideeller Bereich Bereich, Sachzuwendungen 6968 Sachaufwendungen an 4010 Einnahmen ideeller ideeller Bereich Bereich, Sachzuwendungen Durch diese Buchung wird gleichzeitig auch die gesetzlich vorgeschriebene Mittelverwendung festgehalten. Beispiel I1: Tauschähnlicher Umsatz im Wert von Auch hier stattet ein örtliches Handelsunternehmen die Jugendmannschaft eines Sportvereins kostenlos mit Trikots und Trainingsanzügen im Wert von netto ohne Umsatzsteuer aus. Auf den Trikots und Trainingsanzügen sind zung von unentgeltlich überlassenen Werbetrikots nicht in jedem Fall zu steuerpflichtigen Werbeleistungen führt. Begründung der Finanzrichter: Da die Werbetrikots für Jugendmannschaften (Bambini sowie D- bis F-Jugendmannschaften) bestimmt waren, sah das Finanzgericht keine große Werbewirkung. 4 Mai Passwort: Abteilung

5 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 5 Außer den Angehörigen der Spieler und den Betreuern des Vereins gebe es wenig bis gar kein Publikum, das von der Werbeaufschrift angesprochen würde. Das Finanzamt lehnt die Werbewirksamkeit und damit die Gegenleistung des Vereins ab, sodass keine Umsatzsteuer anfällt (FG Köln, Urteil vom , Az.: 11 K 827/03). Vorsicht: Das Ergebnis dieses Urteils dürfen Sie nicht verallgemeinern. Sie müssen bedenken, dass die Firma, die den Aufdruck vornehmen lässt, von einer Werbewirksamkeit ausgeht, sonst könnte sie sich die Kosten für den Werbeaufdruck von vornherein sparen. Häufig möchten Unternehmen ihre Werte über Sponsoring erlebbar machen. Das heißt, dass ein Verein einen Teil dieser Werte selbst verkörpert oder symbolisiert. Ein nach außen gut verständliches Wertegerüst des Vereins ist hier also sehr nützlich. Harmonieren Sponsor und gesponserter Verein nicht miteinander, sind sowohl die Glaubwürdigkeit als auch die Imagewirkung infrage gestellt sowohl für den Sponsor als auch für Ihren Verein. Und: Kommt es während des Sponsorings beim Verein zu einer Werteverschiebung, kann es dazu führen, dass sich die Sponsoren zurückziehen. Beispiel: Eine Handballmannschaft verliert an Dynamik oder durch Management- Intrigen an Vertrauen und Fairness. Beispiel 1: Tauschähnlicher Umsatz im Wert von Da in dieser Situation kein Geld fließt, handelt es sich um einen Tausch bzw. tauschähnlichen Umsatz. Die Werbeleistung des Vereins unterliegt mit 19 % der Umsatzsteuer, weil die Leistung nicht in einem Zweckbetrieb, sondern in einem Geschäftsbetrieb ausgeführt wird. Die Buchung sieht wie folgt aus: 4980 Betriebsbedarf an 8400 Erlöse 19 % USt Umsatzsteuer 19 % Sonstiger Betriebsbedarf an 4400 Erlöse 19 % USt Umsatzsteuer 19 % 285 Ein pauschaler Vorsteuerabzug gemäß 23a UStG kann nicht beansprucht werden, weil er nur für Umsätze im Rahmen des Zweckbetriebs, nicht aber beim wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb möglich ist. Da in dieser Situation regelmäßig keine Rechnungen ausgetauscht werden, entfällt der Vorsteuerabzug. Wenn der Verein und die Firma für Sportausstattung jeweils ordnungsgemäße Rechnungen ausstellen, kann der Vorsteuerabzug erreicht werden, sodass die Umsatzsteuer im Ergebnis nicht zu einer Belastung führt Abziehbare 285 an 4980 Betriebsbedarf 285 Vorsteuer 19 % 1405 Abziehbare 285 an 6850 Betriebsbedarf 285 Vorsteuer 19 % Außerdem wichtig: Stellen Sie sicher, dass es aussagekräftiges Informationsmaterial über die Vereinsziele, etwaige besondere Projekte und die Leistungen Ihres Vereins gibt. Und soweit noch nicht geschehen: Bauen Sie eine Datenbank auf, in der Sie alle bestehenden Kontakte mit Förderern erfassen und kontinuierlich pflegen. Lesen Sie dazu die folgende Checkliste. Wie Sie langfristige Sponsorenbeziehungen aufbauen Je gründlicher und kontinuierlicher Sie Ihre Sponsorenbeziehungen planen und kontrollieren, desto erfolgreicher sind Sie in der Akquise der Spenden und in der Bindung Ihrer Förderer zu Ihrem Verein. Am besten sammeln Sie in Ihrer Förderer- und Kontaktdatenbank so genannte Fördererpräferenzen. Eine sorgfältig gepflegte Datenbank spiegelt die Interessen Ihrer Sponsoren perfekt wider. Dabei kommt es für Sie insbesondere auf folgende Informationen an: bevorzugte Zahlungsweise bei Geldspenden Höhe, Häufigkeit und Art (Geld, Sachleistungen, Zeit) der Spenden Spende nur nach Aufforderung Präferenzen für bestimmte Ziele und Projekte bevorzugte Kommunikationskanäle (z. B. Brief oder ) Motive des Förderers ohne oder mit Spendenbescheinigung (Einzel- oder Sammelbescheinigung) Interesse an ehrenamtlichem Engagement Interesse an praktischen Kooperationen in konkreten Projekten Wünsche bezüglich Art, Umfang und Häufigkeit von Informationen Passwort: Abteilung Mai

6 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 6 5. Fall: Sie laden zu einem Sommerfest für Senioren ein Die Gemeinnützigkeit Ihres Vereins ist gefährdet, wenn Mitglieder Zuwendungen das heißt unentgeltliche Leistungen aus den Mitteln des Vereins erhalten. Aufmerksamkeiten, wie sie im Rahmen der Betreuung von Mitgliedern allgemein üblich sind und nach der Verkehrsauffassung als angemessen beurteilt werden, sind jedoch zulässig. Es gibt keine amtlichen Ausführungen dazu, wo die Grenze zwischen steuerschädlicher Zuwendung und steuerlich zulässiger Aufmerksamkeit verläuft. Sie können also Ihren ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern aus besonderem Anlass ein angemessenes Geschenk überreichen. Eine Rolle spielt in diesen Zusammenhang, um welchen Anlass es sich handelt, welcher Arbeitseinsatz gewürdigt werden soll und wie groß der Verein bzw. wie er strukturiert ist. Bei wertvolleren Geschenken müssen Sie das Finanzamt davon überzeugen, dass die Zuwendung angemessen war. Beispiel: Sommerfest für die Senioren in Ihrem Verein Ein gemeinnütziger Verein veranstaltet im August 2008 auf der Terrasse seines Vereinsheims ein Sommerfest für seine Senioren. Kuchen und Gebäck wurde von einigen ehrenamtlichen Helfern kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Getränke, die der Verein für (einschließlich 19 % Umsatzsteuer) eingekauft hat, werden ohne Berechnung an die teilnehmenden Mitglieder ausgeschenkt. Jeder Teilnehmer erhält ein kleines Präsent. Der Verein hat hierfür 595 brutto ausgegeben. Außerdem werden während des Sommerfests einige langjährige Ehrenamtler unter den Senioren wegen ihres besonderen Engagements für den Verein geehrt. Sie erhalten jeweils ein Geschenk. Für die Geschenke hat der Verein insgesamt 238 inklusive 19 % Umsatzsteuer in bar ausgegeben. Der Verein erzielt durch das Sommerfest keine Einnahmen. Die Folge: Das Sommerfest kann weder als Geschäftsnoch als Zweckbetrieb eingestuft werden. Durch Kuchen und Gebäck, das von ehrenamtlichen Helfern gestellt Buchung der Aufwendungen für Getränke: 4650 Bewirtung Vereinsmitglieder an 1200 Bank Bewirtung Vereinsmitglieder an 1800 Bank Buchung der Aufwendungen für Geschenke und Präsente: 4653 Aufmerksamkeiten 833 an 1000 Kasse Aufmerksamkeiten 833 an 1600 Kasse 833 wurde, ergibt sich für den Verein keine finanzielle Auswirkung, sodass der Vorgang nicht gebucht wird. Bei den Aufwendungen für Getränke und Präsente handelt es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vereinsarbeit, also um Aufwendungen im ideellen Bereich. Die in den Aufwendungen enthaltene Umsatzsteuer kann der Verein somit nicht als Vorsteuer geltend machen. 6. Fall: Sie vermieten einzelne Räume des Vereinsheims Bei der Suche nach zusätzlichen Einnahmequellen entdecken Vorstände zunehmend auch das Vereinsheim. Wurde es bis dahin oftmals nur kostendeckend geführt, geht es nun darum, künftig einen Überschuss zu erwirtschaften oder ihn spürbar zu vergrößern. Erreichen lässt sich dies auf vielfältige Weise, wie alle die folgenden Möglichkeiten zeigen: Sie vermieten einen Raum zu Tagungs- und Versammlungszwecken und bieten Getränke zum Verkauf an. Sie vermieten einen Partyraum für private Feiern und bieten Getränke zum Verkauf an. Sie vermieten die Gaststätte innerhalb Ihres Vereinsheims an geschlossene Gesellschaften. Sinn und Zweck der Vermietung eines Raums ist es, zusätzliche Einnahmen zu erzielen. An zusätzlicher und völlig unnötiger Arbeit sind Sie naturgemäß nicht interessiert. Schließlich haben Sie und Ihre Vorstandskollegen schon genug zu tun. Praxis-Tipp: Stellen Sie eine Benutzungsordnung auf. Ein praxisbewährtes Muster steht Ihnen unter zum Download zur Verfügung. Wie Sie Ihre Mieteinnahmen richtig buchen, zeigt folgender Beispielfall: 6 Mai Passwort: Abteilung

7 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 7 Beispiel: Verein vermietet einen Übungsraum Ein Sportverein hat in seinem Vereinsheim auch einen Übungsraum eingerichtet, der an Mitglieder und Nichtmitglieder vermietet wird. Die Nutzungsgebühr ist wie folgt gestaffelt: für Mitglieder: 10 pro Stunde bzw. 100 für einen ganzen Tag für Nichtmitglieder: 15 pro Stunde bzw. 150 für einen ganzen Tag Im Monat April 2008 hatte der Verein Einnahmen von 460 durch die Vermietung an Mitglieder und 780 durch die Vermietung an Nichtmitglieder. Die Vermietung an Mitglieder erfolgt im Rahmen eines Zweckbetriebs, da sie dazu dient, die satzungsmäßigen Zwecke des Vereins zu verwirklichen. Die Umsatzsteuer beträgt 7 %. Die Vermietung an Nichtmitglieder ist hingegen als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb einzustufen. Die Umsatzsteuer beträgt 19 %. Der Verein bucht wie rechts gezeigt Kasse 460,00 an 8300 Erlöse 7 % USt. 429, Umsatzsteuer 7 % 30,10 Für die Umsätze im Rahmen des Zweckbetriebs kann der Verein den pauschalen Vorsteuerabzug von 7 % beantragen. Das sind 429,90 7 % = 30,10. Beim wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ist eine Vorsteuerpauschalierung nicht möglich Kasse 780,00 an 8400 Erlöse 19 % USt. 655, Umsatzsteuer 19 % 124, Kasse 460,00 an 4300 Erlöse 7 % USt. 429, Umsatzsteuer 7 % 30, Kasse 780,00 an 4400 Erlöse 19 % USt. 655, Umsatzsteuer 19 % 124,54 7. Fall: Sie veranstalten in Ihrem Verein eine Tombola Ob nun Kindernachmittag, Tanzveranstaltung oder Jubiläumsball: Zu jedem größeren Vereinsfest gehört heutzutage eine Tombola. Attraktive Preise ziehen zusätzliche Gäste an. Erfreulicher Nebeneffekt: Je mehr Lose Sie verkaufen, desto mehr bleibt für die Vereinskasse übrig. Eine Tombola in kleinerem Umfang ist meist als Zweckbetrieb einzustufen. Voraussetzung ist, dass der Reinertrag unmittelbar und ausschließlich zur Förderung der gemeinnützigen Zwecke verwendet wird. Die Umsätze von Zweckbetrieben unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 %. Beispiel: Der Gesangverein veranstaltet einen Familiennachmittag mit einer Tombola. Die Geschäftsleute aus dem Ort spenden die Sachpreise, die einen Wert (Verkaufspreis) von haben. Der Verein kauft die Lose und weitere Sachspenden für insgesamt 850 ein. Die Erlöse aus dem Verkauf der Lose betragen In diesem Beispielfall können Sie beantragen, dass der Vorsteuerabzug pauschal mit 7 % der Nettoeinnahmen angesetzt wird. Das sind hier % = 280. Die Folge: Umsatzsteuer und Vorsteuer heben sich auf, so dass Sie für Ihre Einnahmen aus dem Zweckbetrieb keine Umsatzsteuer ans Finanzamt zahlen müssen Kasse an 8300 Erlöse 7 % USt Umsatzsteuer 7 % Kasse an 4300 Erlöse 7 % USt Umsatzsteuer 7 % Den Einkauf der Lose und der weiteren Sachspenden erfassen Sie als Ausgabe. Allerdings dürfen Sie wegen der Pauschalierung der Vorsteuer nicht zusätzlich die Vorsteuer aus den tatsächlichen Aufwendungen geltend machen. Sie buchen 3000 Materialaufwand 850 an 1200 Bank 850 daher wie folgt: 5100 Materialaufwand 850 an 1800 Bank 850 Passwort: Abteilung Mai

8 VNL_2008_05_Sonderausgabe_6k.qxd:VNL_2008_05_Sonderausgabe :01 Uhr Seite 8 8. Fall: Wie Sie Eintrittsgelder, Ablöse und Einkäufe buchen Bei Vereinen, deren Einnahmen aus Zweckbetrieb und steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben die Besteuerungsgrenze von nicht überstiegen und die als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer zahlen und somit auch keine Vorsteuer abziehen, ist eine genaue Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeitsbereichen nicht notwendig. Ansonsten ist es jedoch erforderlich, die Einnahmen und Ausgaben eines gemeinnützigen Vereins ggf. in vier Tätigkeitsbereiche aufzuteilen. Eventuell sogar zusätzlich in verschiedene steuerpflichtige Geschäftsbetriebe. Für die einzelnen Bereiche ist dann auch jeweils eine getrennte Buchführung zu erstellen. Besonders schwierig ist es, die Ausgaben aufzuteilen, die mehrere Tätigkeitsbereiche gleichzeitig betreffen. Lesen Sie dazu folgendes Beispiel: Beispiel: Eintrittsgelder, Ablösezahlungen und Einkäufe eines Sportvereins Ein gemeinnütziger Sportverein erzielt neben den Mitgliedsbeiträgen und Spenden im Jahr 2008 die folgenden Einnahmen: Eintrittsgelder in Höhe von , die bei den Spielen der Fußballmannschaft eingenommen werden. Ablösezahlungen für den Wechsel von zwei Spielern zu anderen Sportvereinen. Die beiden aufnehmenden Vereine haben eine Gutschrift erteilt; der eine Verein über zuzüglich 7 % = 175 Umsatzsteuer. Der andere Verein erteilte eine Gutschrift über ohne Umsatzsteuerausweis. Der Verein hat Sportkleidung (Trikots) und Fußbälle für insgesamt zuzüglich 19 % = 570 Umsatzsteuer eingekauft Kasse an 8300 Erlöse 7 % USt Umsatzsteuer 7 % Kasse an 4300 Erlöse 7 % USt Umsatzsteuer 7 % Die Einnahmen aus Sportveranstaltungen gehören zum Zweckbetrieb, wenn die Einnahmen nicht höher sind als Im Rahmen des Zweckbetriebs beträgt die Umsatzsteuer 7 %. Zu den Einnahmen aus sportlichen Veranstaltungen und damit zum Zweckbetrieb gehören auch Ablösezahlungen, die dem Verein für die Freigabe von Spielern zufließen. Voraussetzung ist, dass insgesamt also einschließlich Eintrittsgelder nicht die Grenze von überschritten wird. Da die Einnahmen im Rahmen des Zweckbetriebs anfallen, beträgt die Umsatzsteuer 7 %, unabhängig davon, was der zahlende Verein in seiner Gutschrift ausweist. Der Verein hat folgende Zahlungen erhalten: 1200 Bank an 8300 Erlöse 7 % USt , Umsatzsteuer 7 % 305, Bank an 4300 Erlöse 7 % USt , Umsatzsteuer 7 % 305, Betriebsbedarf Abziehbare Vorsteuer 19 % 228 an 1200 Bank Betriebsbedarf Abziehbare Vorsteuer 19 % 228 an 1800 Bank für den 1. Spieler 2.675,00 für den 2. Spieler 2.000,00 brutto 4.675,00 Nettobetrag ( 1,07 =) 4.369,16 7 % USt. ( 0,07 =) 305,84 Die Sportkleidung (Trikots) und die Fußbälle werden auch bei den Sportveranstaltungen genutzt. Der entsprechende Anteil kann als Betriebsausgabe bzw. Vorsteuer beim Zweckbetrieb erfasst werden. Der geschätzte Anteil beträgt 40 %. 60 % entfallen auf den ideellen Bereich. Auf den Zweckbetrieb entfallen somit % = und % = 192 Vorsteuer. Der verbleibende Betrag von ( % =) ist als Ausgabe beim ideellen Bereich zu erfassen. Impressum ISSN , Erscheinungsweise: x pro Jahr Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Theodor-Heuss-Str. 2-4, Bonn, Telefon: (0228) , Fax: (0228) , Internet: Vorstand: Helmut Graf; Herausgeber: Joachim Müller, Bonn; Chefredakteur: Günter Stein, Bonn; Objektbetreuung: Carsten Broich, Bonn; Berater: RA Heinz- Wilhelm Vogel, Hamburg; Susanne Bannert, Wunstorf; Angelika Rodatus, München; Jutta Naumann, Neu-Isenburg Layout: Deinzer Grafik, Hamburg; Druck: Bonner Druck & Medien GmbH, Bonn; Herstellungsleitung: Monika Graf, Bonn; Herstellung: Sebastian Gerber, Bonn. Alle Angaben in wurden mit äußerster Sorgfalt ermittelt und überprüft. Sie basieren jedoch auf der Richtigkeit uns erteilter Auskünfte und unterliegen Veränderungen. Eine Gewähr kann deshalb nicht übernommen werden. Dieses monothematische Supplement Wie Sie immer richtig buchen: 8 Fälle aus dem Vereinsalltag liegt der Ausgabe 5/08 von bei by Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn, Berlin, Salzburg, Zürich, Bukarest, Warschau, Moskau, London, Manchester, Madrid, Johannesburg Fax der Redaktion: ( ) , Telefon der Redaktion: ( ) , 8 Mai Passwort: Abteilung

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