Die Stimme der KMU-Finanzdienstleister

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1 Das Magazin der bank zweiplus für Schweizer Finanzdienstleister 1/2014 Nr. 6 Vorsorge Die clevere Lösung Seite 2 Strukturierte Produkte Die einfache Verwaltung Seite 3 Standpunkt Die Schweizer Strategie Seite 7 Sesselwechsel Die personellen Veränderungen Seite 8 Die Stimme der KMU-Finanzdienstleister Seiten 4 und 5

2 2 Aktuell profi plus 1/2014 Editorial Erfolgreiche Vorsorge-Lösungen Kooperation mit Bank J. Safra Sarasin AG Der gezielte Aufbau von Vorsorgekapital ist unabdingbar. Die bank zweiplus ermöglicht Finanzdienstleistern und Versicherungen den Zugriff auf die erfolgreichen Vorsorgelösungen und die ausgewiesene Expertise der Bank J. Safra Sarasin AG. Sehr geehrte Damen und Herren Kundenhoheit und Datensicherheit. Mit diesen Themenkreisen sind wir als ausgewiesene Abwicklungs- und Depotbank in unseren Partnerbeziehungen sehr oft konfrontiert. Darauf gibt es aus unserer Sicht nur eine Aussage: Der Kunde gehört unseren Partnern und wir haben ihm und seinen Daten Sorge zu tragen. Ohne Einschränkung. Anders könnten wir unseren Plattformgedanken und unsere Unabhängigkeit gar nicht konsequent leben. Unser Kundenschutz ist umfassend. Zudem sind wir bestrebt, alles dafür zu tun, dass unsere Partner ihre Beziehung zu ihren Kunden festigen können. Mit zielgerichteten Angeboten, die Sie in der Beratung und Pflege Ihrer Kunden unterstützen. Derart, dass die Kunden sich nachhaltig und loyal verbunden fühlen mit ihrem Finanzdienstleister, nämlich mit Ihnen. Im aktuellen profi plus zeigen wir, dass Sie Ihren Kunden zusammen mit uns auch attraktive Vorsorgelösungen oder eine Portfolioerweiterung mit strukturierten Produkten bieten können. Lesen Sie aber auch, welcher neuer Fachverband sich aufmacht, Sie und Ihre Anliegen als Finanzdienstleister auf dem politischen Parkett endlich zu vertreten. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre. Die Bedeutung einer systematischen Vorsorge ist breit erkannt und akzeptiert. Die bank zweiplus bietet ihren Partnern für deren Kundinnen und Kunden die Vorsorgeprodukte Säule 3a und Freizügigkeitskonto an. Die Geschäftsführung der Stiftungen wird von den Spezialisten der Bank J. Safra Sarasin AG wahrgenommen, während der Vertrieb über die unabhängigen Finanzdienstleister der bank zweiplus organisiert wird. Finanzdienstleistern und Versicherungen bieten wir so die Möglichkeit, ihren Kundinnen und Kunden individuell anpassbare, bestens bewährte Lösungen für den Aufbau von Vorsorgekapital offerieren zu können. Die Säule 3a-Stiftung ist das optimale Instrument, um eine Vorsorgelücke effizient und steuerprivilegiert zu schliessen. Beim 3a-Konto zahlen die Kunden ihre Sparbeiträge auf ein Konto mit variablem Vorzugszins ein. Mit einem 3a-Depot können die Kunden von zwei BVG-Lebenszyklen mit vier traditionellen BVG-Fonds oder zwei nachhaltigen BVG-Fonds profitieren. Vorsorgebeträge für die Säule 3a können bis zu einem Maximalbetrag vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Verfügen Ihre Kunden über überschüssige Vorsorgeleistungen, die aktiv angelegt werden sollen, bietet die Freizügigkeitsstiftung das ideale Gefäss und garantiert den Vorsorgeschutz der 2. Säule. Selbstverständlich können die Gelder, welche in der Freizügigkeitsstiftung liegen, bei Bedarf auch wieder in eine Pensionskasse einbezahlt werden. Freundliche Grüsse Impressum Markus Aisslinger CEO Ausgabe 1/2014 Erscheint in deutscher und französischer Sprache Herausgeberin bank zweiplus ag, CH-8048 Zürich, Verlag und Redaktion bank zweiplus ag, Postfach, Bändliweg 20, CH-8048 Zürich, Chefredaktion und Projektleitung Jacqueline Sprenger Redaktionelle Mitarbeit Reto Bruseghini (Bruseghini Public Relations) Kooperation mit finews AG Claude Baumann (Seiten 6 und 8) Layout metaphor Zürich, CH-8003 Zürich Produktion integrated communication solutions, CH-5246 Scherz / Erni Druck und Media AG, CH-8722 Kaltbrunn Abonnement

3 profi plus 1/2014 Aktuell 3 «Strukis» einfach abwickeln Investment Depot ++ Securities Strukturierte Produkte eröffnen Kunden neue Anlagemöglichkeiten und zielgerichtete Ergänzungen im Portfolio. Das Investment Depot ++ Securities der bank zweiplus ermöglicht Finanzdienstleistern die einfache und übersichtliche Abwicklung von «Strukis». Mit «Strukis» können Anleger einen Sicherheitspuffer gegen fallende Kurse einbauen, Verluste absichern oder an der Entwicklung eines Indexes teilhaben. Ausserdem können sie mit den Produkten auf seitwärts tendierende Märkte oder auf rapide Kursverluste setzen. Strukturierte Produkte entsprechen einem Marktbedürfnis. Zusammenarbeit mit Leonteq Pension Solutions Kundinnen und Kunden von Finanzdienstleistern können strukturierte Produkte über das Wertschriftendepot Investment Depot ++ Securities der bank zweiplus zeichnen, handeln und verwahren. Als unabhängige Abwicklungs- und Depotbank bieten wir keine eigenen strukturierten Produkte an und Ihnen damit einen hundertprozentigen Kundenschutz. Sie können als Finanzdienstleister zusammen mit Ihren Kunden die strukturierten Produkte über einen beliebigen Emittenten oder über unseren Partner Leonteq Pension Solutions einkaufen. Der Provisionsfluss erfolgt von Leonteq Pension Products direkt an Sie. Optimaler Überblick Mit dem Investment Depot ++ Securities profitieren Sie von einem vorteilhaften Pricing, moderner e-banking Umgebung sowie ausgewiesenen Dienstleistungen des EAM Desk für unabhängige Vermögensverwalter. Das Wertschriftendepot bietet Ihnen einen optimalen Überblick über die Vermögensaufteilung in Aktien, Obligationen, Anlagefonds, ETFs und strukturierte Produkte. Das Investment Depot ++ Securities ist einfach in seiner Bedienung und logisch im Aufbau des Portfolios. Unsere Services e-banking: geschützter Zugriff für Finanzberater auf elektronische Konto-/Depotinformationen Gebührenfreie Service Line: für Finanzdienstleister und ihre Kundinnen und Kunden Closed-User-Group: Webbasierte Portale für Finanzdienstleister mit exklusiven Informationen und sämtlichen Verkaufsunterlagen zum Download Individuelle Schulungen und Anlässe: für Finanzdienstleister zur Verkaufsunterstützung ihrer Beraterteams Private Labeling: Individuelle Produktzusammenstellungen unter dem Markennamen des Finanzdienstleisters Unsere Produkte Multimanager-Strategien zweiplus Vermögensverwaltung auf hohem Niveau Fundstars Fondsdepot für Anlagefonds renommierter Finanzinstitute Securities einfaches, logisch aufgebautes Wertschriftendepot Privatkonto Basis für das persönliche Finanzmanagement S p a r k o n t o Sparlösungen für jede Lebensphase Vorsorgeprodukte optimal abgestimmte Vorsorge- und Freizügigkeitsleistungen Unsere Kontakte Wichtige Informationen Diese Publikation der bank zweiplus ag («bzp») wurde aus öffentlich zugänglichen Informationen und Daten («Informationen») erstellt, welche als zuverlässig erachtet werden. Trotzdem kann die bzp weder eine vertragliche noch eine stillschweigende Haftung dafür übernehmen, dass diese Informationen korrekt und vollständig sind. Mögliche Fehler dieser Informationen bilden keine Grundlage für eine direkte oder indirekte Haftung der bzp. Insbesondere ist die bzp nicht dafür verantwortlich, dass die hier geäusserten Meinungen, Pläne oder Details über Produkte, die Strategien derselben, das volkswirtschaftliche Umfeld, das Markt-, Konkurrenz- oder regulatorische Umfeld usw. unverändert bleiben. Obwohl die bzp sich nach besten Kräften bemüht hat, eine zuverlässige Publikation zu erstellen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Publikation Fehler enthält oder unvollständig ist. Weder die Bank noch die Aktionäre der Bank oder die Mitarbeiter sind dafür verantwortlich, dass die hier abgegebenen Meinungen, Einschätzungen und Schlussfolgerungen zutreffend sind. Selbst wenn diese Publikation im Zusammenhang mit einem bestehenden Vertragsverhältnis abgegeben wurde, ist die Haftung der bzp auf grobe Fahrlässigkeit oder Absicht beschränkt. Darüber hinaus lehnt die bzp die Haftung für geringfügige Unkorrektheiten ab. In jedem Falle ist die Haftung der bzp auf denjenigen Betrag beschränkt, wie er üblicherweise zu erwarten wäre. Die Haftung für indirekte Schäden wird ausdrücklich abgelehnt. Diese Publikation stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung zum Kauf oder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Wir empfehlen Ihnen, vor einer Investition detaillierte Informationen über das jeweilige Produkt einzuholen. Ihre Ansprechpartner: Erich Herrmann, Teamleiter Account & Service Management Schweiz Martin E. Walter, EAM Desk Service Line: Montag bis Freitag 8.30 bis Uhr

4 4 Interview profi plus 1/2014 «Wir geben den unabhängigen Finanz Der Verband VALIDITAS setzt sich gegen über Die Unsicherheit steigt. Was kommt unmittelbar auf die kleinen und mittleren Finanzdienstleister in gesetzlicher und regulatorischer Hinsicht zu? KMU-Finanzdienstleister sind ein wesentlicher Teil des Finanzplatzes Schweiz. Und doch fehlte es ihnen bisher an einer Lobby. Das will der neu gegründete Branchenverband VALIDITAS ändern. Präsident Willy Graf und Vorstandsmitglied Roland Gassmann sagen, wofür sie sich einsetzen und was sie von den Verbandsmitgliedern verlangen. VALIDITAS ist der neue Fachverband für unabhängige Finanzdienstleister. Warum braucht es VALIDITAS? Willy Graf: In der Finanzbranche wurde ein regelrechter Regulierungs-Tsunami losgetreten. Die Ursache dafür mag in den Vorkommnissen bei den Grossbanken liegen. Die Leidtragenden sind aber vor allem die kleineren und mittleren Finanzplaner, Vorsorgeberater, Vermögensverwalter und Versicherungsvermittler obwohl diese kaum in die negativen Schlagzeilen geraten, weil sie in einem überschaubaren Rahmen mit einer vertrauten Kundschaft transparent und offen agieren. Werden alle heute geplanten Bestimmungen wie angedacht umgesetzt, werden alle Finanzdienstleister professionelle Hilfe von Anwälten und Treuhändern brauchen. Doch in diesem Masse wird sich das nicht jeder leisten können. «Wir engagieren uns für einen integren und diversifizierten Finanzplatz.» Roland Gassmann: Diese aufgebürdeten Aufwände sind nicht fair. Und dass die Kosten für die Regulierungen auf die Kunden abgewälzt werden müssen: Das darf nicht sein. Dagegen wehren wir uns. Weil andernfalls die Existenz vieler unabhängiger Finanzdienstleister unmittelbar gefährdet ist. Die Regulierungen verzerren den Markt zugunsten der Grossanbieter. Es trifft vor allem die Kleinen hart, die rund mittleren und kleineren Finanzdienstleister mit rund Arbeitsplätzen und durchschnittlich 200 Kunden. Willy Graf: Wir kämpfen weder gegen Banken noch gegen Versicherungen. Wir kämpfen gegen unnötige und unnütze Regulierungen. Wir sind heute bereits mehrfach kontrolliert; wer beispielsweise Fonds anbietet und Vermögensverwaltung und Versicherungen, hat mehrere Registrierungen anzumelden und drei Revisionen pro Jahr zu gewärtigen. Wogegen wehren Sie sich konkret? Willy Graf: Die geplanten Vorschriften, beispielsweise im zur Diskussion stehenden Finanzdienstleistungsgesetz, erschweren den Dialog zwischen Kunde und Berater, obwohl das Beratungsmodell an sich transparent, offen und kostengünstig ist. Doch durch die Regulierungen wird die Beratung immens verteuert. Das führt dazu, dass sich Kunden mit kleineren Anlagesummen keine Beratung mehr leisten. Doch ohne Beratung fehlt die Qualität und leiden die Ergebnisse. Und ohne Qualität und mit schlechten Ergebnissen steigt die Unzufriedenheit der Kunden. Damit geht das Vertrauen in den Finanzdienstleister und schliesslich in die ganze Branche verloren. Ein Teufelskreis. Kundenschutz muss Sache des Beraters und der Branche sein. Es ist falsch, die Kooperation von Kunde und Berater per Gesetz hinter das Vorzeichen des Misstrauens zu stellen. Wir lehnen die Registerpflicht und die Beweislastumkehr entschieden ab. Ebenfalls schädlich sind automatisierte Kundeneinschätzungen, die mit einem enormen, bürokratischen Aufwand lediglich dazu führen, dass für die Kunden Beratungen teurer und sie überfordert werden. Kundenschutz darf nicht dazu führen, dass die Kunden vom Markt ausgeschlossen werden. Roland Gassmann: Finanzberater müssen bestraft werden, wenn sie Fehler machen. Es darf nicht sein, dass sie bestraft werden, ohne überhaupt erst be-

5 profi plus 1/2014 Interview 5 dienstleistern eine Stimme» mässige Regulierungen ein ratend tätig sein zu können. Wir verlangen, dass die Berufsgruppe der unabhängigen Finanzdienstleister nicht gleich wie die Grossbanken und die Versicherungen an sich reguliert wird, sondern gleich wie die Kollegen auf der gleichen Berufs- und Funktionsstufe. Eine Unterstellung unter Standesregeln mit strengen Vorgaben würde vollauf genügen. Wir befürworten ein mehrstufiges Modell der Selbstregulierung. Was verlangen Sie von Ihren Fachverbands-Mitgliedern Roland Gassmann: Wir verlangen von unseren Mitgliedern eine regelmässige Weiterbildung und eine peinliche Einhaltung der bereits bestehenden Revisionsund Compliancevorschriften. Denn wir engagieren uns für einen integren und diversifizierten Finanzplatz. und was bieten Sie Ihnen? Willy Graf: Die meisten Finanzdienstleister sind erfahrene, gut ausgebildete Berater mit einer hohen Berufsethik und einer langjährigen Kundenbindung. Sie bieten Beratung und Betreuung ohne Interessenkonflikte an. Seitens Fachverband unterstützen wir in Rechtsfragen, bei Bewilligungsproblemen und beim Aufbau interner, gesetzeskonformer Arbeitsabläufe. Vor allem aber geben wir den unabhängigen Finanzdienstleistern eine Stimme. «In der Finanzbranche wurde ein Regulierungs-Tsunami losgetreten.» Roland Gassmann ist Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsbereichsleiter Intermediaries der bank zweiplus ag und Vorstandsmitglied beim Branchenverband VALIDITAS. Willy Graf ist Gründer und Inhaber der Vorsorgeplanung VVK Vorsorge- und Vermögenskonzepte AG und Gründungsdozent für Finanzplanung am heutigen Institut für Finanzplanung IfFP. Als Mitinitiant präsidiert er den Branchenverband VALIDITAS.

6 6 Finanzmarkt profi plus 1/2014 Branchen-News Kompakt, topplatziert, familiär Die UBS kommt bei Vontobel unter Die UBS wird ihre strukturierten Produkte künftig auch auf der Emissionsplattform von Vontobel anbieten. Die Schweizer Grossbank folgt damit der Deutschen Bank, der Société Générale sowie Morgan Stanley, die allesamt auf «deritrade» vertreten sind. Mit der jüngsten Ankündigung erhält die «Multi Issuer Platform» von Vontobel einen beträchtlichen Schub, ist doch die UBS in diesem Geschäft mit einem Marktanteil von 47 Prozent die unangefochtene Marktführerin. Es geht auch so: Ein Vergütungsbericht auf zwei Seiten Die UBS benötigt ein 52-seitiges Schriftstück, um die Löhne auf der Chefetage und die Bonuspläne der Mitarbeiter zu erklären. So lassen sich zweistellige Millionenbeträge für ein Jahr Arbeit oder Lohnsteigerungen von bis zu 40 Prozent für einzelne Manager erklären. Doch es geht auch anders, wie die Berner Kantonalbank (BEKB) zeigt: Sie schafft es, den Vergütungsbericht auf zwei Seiten zu packen. Natürlich ist die BEKB kein global tätiges Institut und in ihrer Struktur weniger komplex. Aber auch sie zahlt, wie die UBS, Boni aus, teilt Aktien zu und verteilt Prämien. Der Unterschied: Sie muss es nicht so wortreich erklären, weil die Bemessung von Salären und Boni auf einfachen Grundsätzen beruht. Mirabaud lanciert Corporate Advisory Die Privatbank Mirabaud hat ein neuartiges Angebot im Bereich «Corporate Advisory» lanciert. Damit will sie Privatkunden und Familienunternehmen in strategischen Fragen der Nachfolgeplanung und bei finanziellen Entscheidungen unterstützen also ähnliche Services anbieten, wie sie im Firmenkunden-Geschäft üblich sind. Das in Genf ansässige Team wird dabei das Know-how der ganzen Mirabaud- Gruppe nutzen, also von den Spezialisten für Aktien, Obligationen oder alternative Anlagen bei Mirabaud Securities in London sowie von Teams im Asset Management und der Vermögensverwaltung. Finanzplatz Zürich auf der Überholspur Seit 2007 misst das britische Marktforschungsinstitut Z/Yen Group die Bedeutung der internationalen Finanzplätze. Natürlich mischen dabei Zürich und Genf stets unter den ersten zehn Zentren mit meist aber mit abnehmender Bedeutung. Diesmal ist es anders, zumindest für Zürich. Erstmals konnte die Limmatstadt auf den fünften Platz vorrücken. Zürich figuriert damit bloss noch hinter New York, London, Hongkong und Singapur. Die Zwinglistadt erzielte in allen gemessenen Bereichen (Geschäftsumfeld, Infrastruktur, Besteuerung, Personal, Reputation, Marktzugang) sehr gute Werte. Überraschend auch: Vor allem bei der amerikanischen und der lateinamerikanischen Klientel steht Zürich nach wie vor ganz hoch im Kurs. Aber auch viele Europäer schätzen die Limmatstadt für ihre Bankgeschäfte weiterhin. Qontis: Alle Banken unter einem Dach Eine neue Online-Plattform ist auf dem Markt, über die sich die privaten Finanzen elegant verwalten lassen. Mit Qontis erhalten Nutzer eine Übersicht über sämtliche privaten Einnahmen und Ausgaben. Die Plattform ist bankenübergreifend. Das heisst, es lassen sich von fast allen Schweizer Banken die E-Banking-Verbindungen einbinden. Dabei werden die gleich hohen Sicherheitsanforderungen wie im Online-Banking erfüllt. Das Angebot gilt auch für Banken. Diese können den Personal-Finance-Manager «einlizenzieren». Durch die Übersicht und dank individueller Budgetfunktionen eröffnet sich gemäss Angaben von Qontis ein enormes Sparpotenzial. Banking-Nischenbereiche sind attraktiv Der internationale Personalvermittler Robert Walters hat die Lohnerwartungen für die Schweizer Finanzbranche auf Papier gebracht. Der «Global Salary Survey 2014» beruht auf Informationen und Werten, die im Verlauf des vergangenen Jahres aus den rund 40 Filialen des global tätigen Headhunters erhoben wurden auch in Zürich. Die Gehälter in der Schweizer Finanzbranche dürften gemäss dem Papier 2014 leicht ansteigen. Wie im Vorjahr profitieren vor allem jene Leute, die sich auf Banking-Nischenbereiche spezialisiert haben: Compliance- Spezialisten, Risk-Manager sowie Wirtschaftsprüfer. Denn viele Banken rüsten sich für ein transparentes Umfeld, in dem das Bankgeheimnis Geschichte ist, wie Robert Walters schreibt. Die BLKB setzt auf alle Kanäle Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat ihre Struktur angepasst. Kernstück der neuen Organisation ist der Geschäftsbereich «Privatkunden & Direct Banking», der zum Knotenpunkt aller Kundenkanäle werden soll. «Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden künftig alle Informations- und Verkaufskanäle an, über die sie mit uns in Kontakt treten wollen: Von Social Media über Mobile- Banking bis hin zur klassischen Beratung in der Filiale», hält BLKB-CEO Beat Oberlin fest. Geld führt zu Geld Das amerikanische National Public Radio hat die Zusammenhänge zwischen der familiären Herkunft und dem Beruf untersucht. Und siehe da: Geld führt zu Geld. Die Gruppe der Financial Analysts und Advisors stammte im Schnitt aus Familien, deren jährliches Haushaltseinkommen zur Zeit der Kindheit über Dollar gelegen hatte. Einzig die Juristen wuchsen mit noch silbrigeren Löffeln auf: Bei ihnen lag der Medianwert in der Familie zur Zeit der Kindheit über Dollar. Doch warum ist das so? Man könnte vermuten, dies liege daran, dass erfolgreiche Banker dem Nachwuchs ihrer Bekannten und Verwandten zu attraktiven Stellen verhelfen. Allerdings gibt es dafür auch die Gegenthese: Goldman-Sachs- Chef Lloyd Blankfein stammt aus bescheidenen Verhältnissen und soll dazu neigen, Kandidaten aus demselben Milieu zu bevorzugen.

7 profi plus 1/2014 Über uns 7 Standpunkt Schwarz-Weiss-Denken Das Ziel ist deklariert und nicht mehr in Frage gestellt: Es sollen grundsätzlich nur noch versteuerte Vermögen aus dem Ausland angenommen werden. Der ganze Finanzplatz Schweiz hat sich dieser Strategie untergeordnet. Bis in zwei, drei Jahren kann es so weit sein: dass alles ausländische Geld, das in der Schweiz liegt, versteuert ist. Aus Einsicht oder aus Zwang. Was als politischer Kniefall begann, ist heute common sense. Und wieder geht die Schweiz weiter als alle andern. So weit, so gut. Wir leben eben in einer Welt, in der keine Regierung es einem anderen Land erlauben will, Schwarzgeld zu verstecken. Reden wir von der Weissgeldstrategie, reden wir meist von ausländischen Kunden. Was aber ist mit den inländischen Vermögen, die möglicherweise unversteuert sind? Noch wird darüber mehr getuschelt als offen geredet. Nur hinter vorgehaltener Hand werden spekulative Zahlen herumgereicht. Doch man muss nicht das Gras wachsen hören, um zu wissen, dass sich politische Auguren anschicken werden, um auch die inländischen Vermögen erst in Verruf zu bringen und Roland Gassmann Geschäftsbereichsleiter Intermediaries der bank zweiplus ag dann unter das Brennglas zu legen. Sie werden auf die gleichen Auskunftsrechte pochen, wie sie deutsche oder französische Steuerfahnder haben. Die Schweiz ein Land mit nur versteuerten Geldern. Das ist keine Halluzination. Sondern eine baldige Absicht. Es kommt die Zeit, da wird in der Schweiz auch von Schweizern nur noch Weissgeld verwaltet. Das mag noch nicht heute geschehen. Aber auf Zeit spielen, ist fahrlässig und gleichzeitig sind vorschnelle Massnahmen problematisch. Betroffene Institute tun gut daran, ihre Anstrengungen zu intensivieren und auch bei inländischem Geld auf saubere Deklaration zu achten. Und was bleibt dann noch von diesem klitzekleinen Rest Bankgeheimnis übrig? Als Versteck nichts mehr. Aber als Schutz der Privatsphäre muss es sehr wohl gewahrt werden. Das Recht auf finanzielle Privatsphäre und Steuerehrlichkeit müssen sich verbinden lassen. 10er-Probe Das Team Legal, Compliance & OP Risk im Porträt Von links nach rechts: Amar Mesic, Susanne Nette, Markus Hiltebrand, Valerié Ballarin-Strathmann, Christian Keusen, Pascal Agustoni So viele sind wir in unserem Team: 7 Personen Das ist das Durchschnittsalter in unserem Team: 33,7 Er leitet das Team: Pascal Agustoni Er ist immer der erste im Büro: Markus Hiltebrand So ist unserer Team strukturiert: 2 Teams (Legal & OP Risk und Complaint & Compliance Management), wobei die Grenze zwischen den rechtlichen und Compliance-relevanten Themen fliessend sind So viele Telefongespräche führen wir wöchentlich: 260 So viele s schreiben wir täglich: 175 Das ist unser wichtigstes Arbeitsgerät: PC So viel Kaffee/Espresso trinken wir täglich: 26 Tassen Darüber reden wir in den Arbeitspausen: Es wird viel gelacht, und wir küren jede Woche ein lustigstes Ereignis zum «Brüller der Woche».

8 8 Fokus profi plus 1/2014 in Kooperation mit finews AG People Diese Finanzprofis machen von sich reden Frauen-Power bei den Kantonalbanken Die Anlagespezialistin Martha Scheiber (Bild) hat im Verwaltungsrat der Luzerner Kantonalbank Elvira Bieri abgelöst, die sich nach 13 Jahren aus dem Aufsichtsgremium zurückzieht. Scheiber ist Geschäftsleitungsmitglied bei der PAX Versicherungen in Basel. Auch bei anderen Kantonalbanken halten erfolgreiche Geschäftsfrauen Einzug in die obersten Gremien: Die frühere Chefin der Schweizer Börse, Antoinette Hunziker-Ebneter, hat im Verwaltungsrat der Berner Kantonalbank Einsitz genommen. Ebenfalls neu ist Ingrid Deltenre im Aufsichtsgremium der Banque Cantonale Vaudoise. Die derzeitige Generaldirektorin der Europäischen Rundfunkunion in Genf ist manchen besser bekannt als ehemalige Direktorin des Deutschschweizer Fernsehens (früher SRG, heute SRF). Verstärkung für J.P. Morgan Asset Management Stéphane Casagrande (Bild) hat bei J.P. Morgan Asset Management die Leitung für das Geschäft mit institutionellen Kunden in der Schweiz übernommen. In dieser Funktion betreut er Pensionskassen, Versicherungen und andere Unternehmen in der Schweiz. Er wird von Zürich aus tätig sein und auf die Unterstützung von Eduardo Illitsch als Senior Kundenbetreuer zählen können. Casagrande war bisher für BNP Paribas Investment Partners tätig. Zudem hat er bei Ecofin und der Credit Suisse Asset Management gearbeitet. Barings AM hat eine Chefin für die Schweiz Der Vermögensverwalter Baring Asset Management hat eine ehemalige Kaderfrau der Schroders- Gruppe zur Länderchefin für die Schweiz ernannt: Véronique Fournier übernimmt in der neu geschaffenen Funktion den Posten eines Head of Switzerland & Global Head of Private Banking. Fournier, die vom neuen Büro in Genf aus tätig sein wird, kommt von Schroder Investment Management, wo sie als Relationship Director Global Financial Institutions Group beschäftigt war. Davor arbeitete sie in diversen Senior-Business-Development-Positionen bei Morley Fund Management (heute Aviva Global Investors). Globalance Bank verbreitert Geschäftsleitung Gut drei Jahre nach Erhalt der Banklizenz macht die auf nachhaltige Anlagen spezialisierte Globalance Bank nächste Schritte. Sie sind personeller Natur: Gründungspartner David Hertig (Bild) leitet neu den Bereich Anlagen; gleichzeitig ist Miklos Vidak, der früher bei J.P. Morgan Asset Management arbeitete, neuer Chief Operating Officer. Vontobel mit neuem Leiter für Institutionelle Das Vontobel Asset Management hat aus den eigenen Reihen einen neuen Verantwortlichen für das Geschäft mit Banken, Pensionskassen und Versicherungen ernannt: Daniel Signer (Bild) wurde per 1. März 2014 zum Leiter für das Schweizer Geschäft mit institutionellen Kunden ernannt. Er übernimmt diese Funktion von Lukas Bolfing, der seit Oktober 2013 die Vertriebsaktivitäten der Multi-Asset- Class-Investing-Boutique in Europa verantwortet. KBL Swiss Private Banking baut aus Der frühere Credit-Suisse- Banker Daniel Boos (Bild) hat die Leitung der Vermögensverwaltung bei KBL Swiss Private Banking übernommen. Dabei handelt es sich um den Schweizer Arm der in Luxemburg ansässigen KBL Gruppe, die wiederum einigen katarischen Privatinvestoren gehört. Als «Head of International Private Banking» soll Boos das weitere Wachstum vorantreiben namentlich in Europa sowie im Nahen Osten. In der Schweiz will das Unternehmen auch im Asset Management expandieren, das neuerdings vom ehemaligen Merrill-Lynch-Banker Thierry Cottet verantwortet wird. Commerzbank: Neue Regionalleiter in der Schweiz Die deutsche Commerzbank befindet sich in der Schweiz auf Expansionskurs. Auf bereits sechs Standorte ist das Filialnetz angewachsen. Für zwei Niederlassungen hat die Commerzbank unlängst die Führung bestimmt. Zum Leiter des neu gegründeten Standorts St. Gallen wurde André Merz (Bild) und zum Leiter des ebenfalls neuen Standorts Bern wurde Ueli von Arx ernannt. Die Commerzbank ist nun mit total sechs Büros hierzulande vertreten: Basel, Bern, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Zürich. RobecoSAM: Jede erdenkliche Lösung möglich Der auf nachhaltige Investitionen spezialisierte Asset Manager Robeco- SAM hat neue Funktionen für seine institutionellen Kunden eingeführt. Lucas van Berkestijn und Cécile Churet (Bild) arbeiten seit kurzem als Sustainability Investing Client Specialists. Die SI Clients Specialists sind das Verbindungsglied zwischen den Forschungs- und Produktentwicklungs-Aktivitäten von Robeco- SAM und den institutionellen Kunden. Gestützt auf die Kompetenzen der gesamten Robeco-Gruppe analysieren die Spezialisten die Bedürfnisse der Kunden und entwickeln individuelle Anlagelösungen, die sowohl auf bestehenden Angeboten als auch auf neuen Ansätzen beruhen.

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