Festgottesdienst zur Konfirmation 15. Juni 2015 Predigt von Pfr. R. Herbig Weil zu Träume

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1 Festgottesdienst zur Konfirmation 15. Juni 2015 Predigt von Pfr. R. Herbig Weil zu Träume Träume welche habe ich? Fragen die einen, die das Leben noch vor sich haben. Meine Träume wo sind sie geblieben? Fragen vielleicht die anderen, die schon weiter fortgeschritten sind im Leben. Träume welche werden wahr? Fragen wir uns alle. Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Festgemeinde, ihr, die jungen Männer und Frauen, die heute in den Kreis der Erwachsenen der Kirchgemeinde aufgenommen werden, habt sicherlich ganz eigene Träume. Das sind auf heute wahrscheinlich sehr konkrete Dinge: Wie wird wohl das Fest? Wie wird der allfällige Konfbatzen ausfallen? Reicht er für den grossen Traum von einem neuen Handy, Notebook oder Töff? Oder für die grosse Reise? Das wird sich schnell herausstellen, ob diese Träume wahr werden. Aber dann gibt es da ja noch mehr Träume bei euch, die mehr Zeit brauchen: Was werde ich mal erreichen im Leben? Wo möchte ich in 10 Jahren sein? Wo in 20, 30, 40 Jahren und mehr? Das ist alles noch weit weg aber es kommt schneller als man denkt. Gibt es Träume, die wahr werden? Was muss ich dafür tun? Welche Träume werden von der Realität eingeholt und müssen vielleicht aufgegeben werden? 1

2 Wie gehe ich damit um, wenn Träume von einem Tag auf den anderen zerplatzen wie Seifenblasen, oder sich Träume schleichend davon machen plötzlich sind sie weg Wo finde ich dann Halt, wieder Boden unter den Füssen? Kommen wir nochmal zu den Träumen, die ihr uns eben vorgestellt habt. Träume, die weiter reichen. Wie die von Martin Luther King, Nelson Mandela, Gandhi und anderen. Grosse Träume, gute Träume. Die sich zum Teil erfüllt haben, weil die Träumer nicht nur geträumt, sondern sich auch für ihre Träume eingesetzt haben. Manche haben sich anders erfüllt als gehofft, sind sogar übertroffen worden. Hätte sich z.b. Martin Luther King je träumen lassen, dass die USA einmal einen Präsidenten mit dunkler Hautfarbe haben werden? Zu seiner Zeit, vor 50 Jahren, durften Menschen dunkler Hautfarbe nicht einmal im Bus auf den gleichen Plätzen wie die Weissen sitzen. Der Protest dagegen trat eine grosse Bewegung los, die u.a. zu der berühmten I have a dream -Rede von Martin Luther King führte. Ganz ist sein Traum oder der von anderen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen noch nicht erfüllt es gibt für viele noch viel zu tun. Für euch, für uns alle! Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum, habt ihr uns eben erinnert. 2

3 Sind wir ehrlich: Oft leichter gesagt als getan. Aber es geht. Ich kenne einen, der hat das gemacht. Gerade jetzt wird wieder in Brasilien ein Weltmeister gesucht jeder Teilnehmer träumt davon und setzt sich dafür ein, dass dieser Traum gelebt wird. Der gelebte Traum, den ich euch mitgeben möchte, stammt von einem, der ist schon Weltmeister. Der Weltmeister im Die Menschen Lieben. Der hat nicht nur seinen Traum gelebt. Der hat sogar den Traum gelebt, den Gott von uns Menschen hat. Diesen gelebten Traum möchte ich euch und uns in Erinnerung rufen damit auch wir ihn leben können. Es geht dabei um Glück vom Glück träumen wir alle. Wobei wohl jeder etwas anderes unter Glück versteht. In seiner berühmten I have a dream Rede in Washington hat Martin Luther King gesagt, was für ihn das grösste Glück wäre: Gerechtigkeit und Frieden, gleiche Chancen für alle Menschen. Inspiriert dazu hat ihn u.a. eine andere berühmte Rede, die auch die Rede der Reden genannt wird. Der Weltmeister der Liebe hat sie gehalten, für dich und mich. Hören wir also vom Glück, das auf den ersten Blick gar nicht so aussieht. Darum ist es auch kein irdisches Glück, sondern himmlisches. 3

4 Ein Traum von einem Glück! Gottes Traum, wie er uns Menschen nahe ist. Ein Dichter, Jörg Zink, übersetzt diese Worte für uns so: Als Jesus die Volksmenge sah, ging er auf einen Berg und setzte sich, und seine Freunde, die wir Jünger" nennen, traten zu ihm. Und er redete zu ihnen über den Weg zum wirklichen Leben: Glücklich - mehr noch: selig sind, die arm sind vor Gott und sich nicht einbilden, selbst stark genug zu sein, ohne Ihn. Glücklich, die Gottes Barmherzigkeit brauchen und alles von seiner Liebe erwarten, denn Gott liebt sie und macht sie reich und tut ihnen zu seinem Reich die Tür auf. Glücklich, die Leid tragen, denn Gott wird sie trösten. Glücklich, die behutsam und freundlich sind, denn diese Erde wird ihnen gehören. Glücklich, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn Gott wird sie satt machen. Glücklich zu preisen die Barmherzigen, die sich berühren lassen vom Schicksal anderer, denn Gott wird ihnen barmherzig sein. Glücklich die Menschen, denen Gott ein reines Herz gibt, denn sie werden ihn schauen. Glücklich, die Frieden machen, wo Streit ist, denn sie sind die Kinder Gottes. 4

5 Glücklich zu nennen, die verfolgt werden, weil sie die Gerechtigkeit lieben und weil Gottes Wille ihnen wichtig ist, denn Gottes Welt steht ihnen offen. Jesus hat nicht nur davon geträumt und geredet, er hat auch so gelebt, hat diesen Traum gelebt. Mit denen, die grade nicht die grossen Stars waren, die gar nichts zu feiern hatten im Leben. Er hat ihnen gesagt und sie spüren lassen, dass sie für Gott ganz wertvoll sind. Auch wenn sie von sich selbst gar nicht das Gefühl hatten. Weil es ihnen noch nie jemand gesagt hatte. Oder weil andere sich selber gross machten, indem sie auf sie, die anderen, herabschauten.. Klar, dass er sich damit nicht nur Freunde machte aber er zog das durch. Und Gott selber zog diesen seinen Traum durch, hat Jesus nicht im Stich gelassen. Und lässt auch euch, uns nicht im Stich. Wo immer auch unser Weg uns hinführen mag. Was für ein Traum lasst ihn uns leben. Amen 5

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