Projekte der Entwicklungszusammenarbeit der schweizerischen Evangelischen Werke

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1 2013 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit der schweizerischen Evangelischen Werke Paul Jeffrey / Ecumenical Advocacy Alliance

2 Impressum und KontaKte Projektdienst der Evangelischen Werke (PEW) Dorothea Loosli-Amstutz, c/o Brot für alle, Monbijoustrasse 29, Postfach 5621, 3001 Bern Ab Bürenstr. 12 Postfach 1015, 3007 Bern Tel , Fax mission 21 Seraina Vetterli Tel HEKS Sara Baumann Tel Regula Demuth Tel Referentenvermittlung mission 21 Vermittlung von ökumenischen Mitarbeitenden in den Projekten, Programmverantwortlichen in Basel und Gästen aus Übersee als Referenten/innen für Ihren Anlass. Frau Shabnam E. Barth Tel HEKS-Referentendienst Vermittlung von Programmbeauftragten als Referenten/innen über HEKS-Projekte für Ihren Gemeindeanlass. Sara Baumann Tel Regula Demuth Tel Audiovisuelle Medien Filme und Videos für den Unterricht und die Erwachsenenbildung, Fachstelle «Filme für eine Welt», Daniel Gassmann und Dorothee Lanz Monbijoustrasse 31 Postfach 8366, 3001 Bern Tel HEKS-Fotodienst Fotos und Kleinausstellungen über einzelne HEKS-Projekte für Ihren Gemeindeanlass. Ruedi Lüscher Postfach 332, 8035 Zürich Tel Herausgeber Projektdienst der Evangelischen Werke Layout grafik.trieb, 2560 Biel Druck Rub Media AG, 3084 Wabern *Fogende Werke sind zertifiziert: Brot für alle, HEKS, cfd, Horyzon, TearFund Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

3 Wo finde Ich Was? Gut zu wissen 5 Ein Auftrag drei Werke 5 Tägliches Brot für alle Entwicklungsprojekte von 11 Partnerwerken 5 Ökumenische Kampagne Ökumenische Zusammenarbeit von Brot für alle und Fastenopfer gemeinsam finanzierte Projekte 7 projekte geordnet nach Werk Brot für alle 8 9 HEKS Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz mission DM-échange et mission International Federation of the Blue Cross 38 Christlicher Friedensdienst (CFD) 38 Connexio 39 Heilsarmee 41 Horyzon 43 Mission Evangélique Braille (MEB) 44 Service Missionnaire Évangélique (SME) 45 TearFund 45 projekte geordnet nach Land Algerien 38 Angola 34 Argentinien 29, 37, 39 Äthiopien 10 Bangladesch 11, 43 Bolivien 25, 40 Benin 8, 34, 44 Brasilien 12, 41 Burkina Faso 44 Chile 26, 40 China 9 Costa Rica 29 Ecuador 8, 29, 42 Elfenbeinküste 44 Eritrea 13 Ghana 26 Guatemala 13 Haiti 14, 42 Honduras 8, 15 Hongkong 30 Indien 16, 26 Indonesien 27 Japan 30 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

4 Kambodscha 17 Kamerun 27, 35, 44 Kolumbien 18, 44 Kongo (Demokratische Republik und Republik Kongo) 9, 19, 28, 38, 40, 42, 44 Korea 30 Kuba 36 Laos 45 Madagaskar 36 Malaysia 27, 29 Marokko 38 Mauritius 36 Mexiko 36 Mosambik 34 Niger 20 Nigeria 30 Pakistan 43 Palästina/Israel 20, 30, 38 Peru 31, 45 Philippinen 21 Ruanda 35 Schweiz 44 Senegal 22 Sierra Leone 8 Simbabwe 23, 41 Südsudan / Sudan 23, 31, 45 Südafrika 32, 34 Tansania 32 Togo 34 Tschad 38 auf Gebiete und Kontinente bezogene projekte Afrika kontinental 8, 9, 24, 25, 33, 34, 43, 44 Lateinamerika kontinental 9, 29 Asien 30, 33 projekte geordnet nach themen Bildung 24 Entwicklungspolitische Beteiligungen 46 Faire Finanzbeziehungen und Korruptionsbekämpfung 9 Fairer Handel und faire Arbeitsbedingungen 9 Frauenförderung, Gender und Entwicklung 33, 46 HIV/Aids 33 Klimawandel 8 Nachwuchsförderung 33 PEP! (Professionals Exposure Program) 33 Recht auf Nahrung 8 Weltweite Ökumene 47 4 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

5 Gut zu WIssen ein auftrag drei Werke Als die schweizerischen Reformierten ihre Entwicklungs-, Hilfs- und Missionswerke gründeten, setzten sie eine neue Dimension der Diakonie um: Sie nahmen eine notwendige und Not wendende Haltung der Verbundenheit und Solidarität mit den benachteiligten Menschen weltweit ein. Sie setzen sich gegen Unrecht ein und «bekämpfen jede leibliche und geistliche Not und ihre Ursachen», wie es beispielsweise die Berner Kirchenverfassung ausdrückt. Verschiedenste Aktionen, Suppentage, Basare, Kollekten und Vergabungen schaffen bis heute die Basis dafür, dass die vielen Projekte in der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit realisiert werden können. Dafür sei jeder und jedem Einzelnen ganz herzlich gedankt, vergelts Gott! Brot für alle, HEKS und mission 21 sind die drei landeskirchlichen Werke, die im Auftrag des schweizerischen evangelischen Kirchenbundes SEK je ihre Aufgabe als Teil eines Ganzen wahrnehmen (Abbildung 1). Beat Loosli Jedes der Werke hat seine spezifische Sammlungszeit und Sie helfen uns die Kräfte zu bündeln, wenn Sie während dieser Zeit das entsprechende Werk unterstützen. Im Interesse aller Werke bitten wir Sie, bei Ihrer Sammlung die ZEWO-Richtlinien zu beachten. Diese schreiben vor, dass die Gelder demjenigen Werk zufliessen, unter dessen Namen gesammelt wird. Beispiel: Gelder die im Rahmen der ökumenischen Kampagne von Brot für alle gesammelt werden, müssen zwingend Brot für alle überwiesen werden, dieses leitet sie dann gemäss seinem Auftrag weiter. Das Missionswerk - Weltweite Gemeinschaft von Kirchen und christlichen Organisationen - Unterstützung der Arbeit und Projekte von rund 70 Partnerkirchen und organisationen in Asien, Afrika und Lateinamerika - Weltweite Kirche Sammelschwerpunkt: Oktober/November, Missionssonntag (1. Advent) Diakonie weltweit Der Entwicklungsdienst - Entwicklungspolitische Bildung und Einflussnahme - Ökumenische Informations- und Sammelkampagne - Unterstützung von Entwicklungsprogrammen von 11 evangelischen Partnerwerken Aktion und Sammlung in der Passions-/Fastenzeit Das Hilfwerk - Kirchliche Zusammenarbeit in Osteuropa - Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa - Soziale Integration und Anwaltschaft für sozial Benachteiligte in der Schweiz Flüchtlingssammlung im Juni, Sammlung im Dezember Abbildung 1 by Ev. ref. Landeskirche Zürich tägliches Brot für alle entwicklungsprojekte von 11 partnerwerken Alle in diesem Heft aufgeführten Programme und Projekte werden nach gemeinsam erarbeiteten Qualitätsstandards geprüft. Verschiedene Arbeitsgruppen mit externen und internen Fachleuten beurteilen die gesamte Programm- und Projekttätigkeit und wachen über die Einhaltung der gemeinsamen Grundsätze. Sie prüfen, ob die Standards für Planung, Abwicklung, Begleitung und Evaluation eingehalten werden. Brot für alle ebnet im Auftrag des Kirchenbundes den 11 Partnerwerken durch Sensibilisierung, Entwicklungspolitik, Qualitätssicherung und Mittelbeschaffung den Weg. Die finanziellen Mittel werden nach einem, vom SEK vorgegebenen Schlüssel von Brot für alle an die Partnerwerke weitergeleitet. Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

6 Kreis 1 Organisationen mit SEK-Mandat resp. -Vertrag Kreis 3 gemeinsame ökumenische Aufgaben und Programme im Rahmen der Arbeit von Brot für alle Kreis 2 protestantische resp. ökumenische Hilfsund Missionswerke Kreis I (74%) HEKS, mission 21, DM échange et mission Brot für alle Kreis III (11.5%) BK, cfd, cxo, HA, HOR, MEB, SME, TearFund Kreis II (14.5%) Abbildung 2 Die Einnahmen von Brot für alle werden gemäss diesem Schlüssel verteilt. Dabei erfolgt eine Einstufung in sogenannte Kreise (Abbildung 2). Wenn Sie mit Ihrer Überweisung ein bestimmtes Projekt unterstützen wollen, dann nennen Sie die Projektnummer auf dem Einzahlungsschein und Brot für alle leitet den Betrag zu 100% an dieses Projekt weiter. Fliessen einem Projekt mehr Mittel zu als vorgesehen, überträgt die Trägerorganisation den Überschuss auf das Landesprogramm und/oder auf das Folgejahr oder einen entsprechenden Kontinentalfonds. Erreicht ein Projekt nicht das Finanzierungssoll, wird dieses soweit möglich über die nicht zweckgebundenen Beiträge ausgeglichen. Dies zeigt, dass die Werke auf nicht gebundene Beiträge angewiesen sind, und wir bitten Sie, solche aus Kirchensteuern zu budgetieren. Um eine ausgeglichene Finanzierung zu gewährleisten, sind wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns mitteilen, für welches Projekt Sie beabsichtigen zu sammeln und mit welchem Betrag Sie ungefähr rechnen. Der Projektdienst der evangelischen Werke berät Sie gerne und beantwortet Ihre Fragen rund um die Projektarbeit, die Adresse finden Sie im Impressum oder auf der Website von Brot für alle. Beat Loosli 6 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

7 ÖKumenIsche KampaGne 2013 ohne Land kein Brot Die ökumenische Kampagne 2013 von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein wendet sich gegen legalisierten Landraub und setzt sich für das Recht auf Nahrung der lokalen Bevölkerungen ein. Der Zugang zu Land ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Ernährungssicherheit von Menschen geht. Land wird weltweit allerdings zunehmend als Investitionsobjekt betrachtet. Staatliche oder private Unternehmen aus den wohlhabenden Ländern und aus den Schwellenländern raffen in den ärmeren Regionen dieser Welt Land für ihre eigenen Interessen zusammen, auch um Agrotreibstoff für den europäischen Markt zu gewinnen. Immer geht es darum, Bedürfnisse auf Kosten der lokalen Bevölkerung zu decken. Diese hat meistens wenig von den für die Landnutzung vereinbarten Zahlungen. Sie wird vertrieben oder verliert ihre Lebensgrundlage. Besonders von Enteignung bedroht sind indigene Gemeinschaften mit kollektiven Landrechten und umweltschonenden Anbaumethoden. Auch haben Frauen oftmals das Nachsehen in Landfragen, weil sie nur selten über Landrechte verfügen. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft gerät durch Monokulturen der Agroindustrie unter Druck. Dabei sind es die Kleinbauern, die die Grundversorgung der Gemeinschaften langfristig sichern und für das nötige Grundeinkommen sorgen. Wenn es um die Verteidigung von Landrechten geht, ist Bildung ein wichtiger Faktor. Denn Bildung hilft den Menschen, besser für ihre Rechte einzustehen. Stärken wir in den Projekten die Strukturen in den Dörfern und die Selbstbestimmung der Gemeinschaften, dann können diese sich besser gegen Landnahmen wehren. Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Website ÖKumenIsche zusammenarbeit von Brot für alle und fastenopfer GemeInsam finanzierte projekte Wenn Sie gemeinsam mit einer römisch- und/oder christkatholischen Pfarrei sammeln, gibt es folgende drei Möglichkeiten, Ihre Spenden einzusetzen: Sammeln für das gleiche Projekt: Über das Partnerwerk HEKS engagiert sich Brot für alle gemeinsam mit Fastenopfer für die Friedensarbeit in Kolumbien. Die Projektfinanzierung und Abrechnung erfolgen jeweils getrennt: Kolumbien Friedensprogramm der Schweiz in Kolumbien (HEKS ) S.18 Sammeln für parallele Projekte: Es gibt Projekte, bei denen Brot für alle über seine Partnerwerke und Fastenopfer in der gleichen Region tätig sind und ähnliche Zielsetzungen verfolgen. Projektfinanzierung und -abrechnung werden auch hier separat geführt. Parallelprojekte finden Sie in: Afrika allgemein Regionalprogramm HIV/Aids (m21) S Brasilien Unterstützung der Landlosenbewegung (HEKS ) S Indien Land und Menschenrechte für Kastenlose (HEKS ) S Indien Gemeinsam sind Frauen stark (HEKS ) S Indien Rechte für die Urbevölkerung (HEKS ) S Peru Friedensarbeit im Departement Puno (m21) S Peru Produktion und Vermarktung andiner Landwirtschaftserzeugnisse (m21) S.31 Sammeln für Projekte im gleichen Land: Da die Anzahl der gemeinsamen und parallelen Projekte beschränkt ist, empfehlen wir Ihnen das Programm eines Landes zu wählen in dem sowohl Brot für alle über seine Partnerwerke als auch Fastenopfer tätig sind. Es sind dies die folgenden Länderprogramme: Brasilien (S.12, 41), DR Kongo (S.9, 19, 28, 38, 40, 42), Guatemala (S.13), Haiti (S.14, 42), Indien (S.16, 26), Kolumbien (S.18, 44), Laos (S.45), Madagaskar (S.36), Mexiko (S.36), Peru (S.31), Philippinen (S.21), Senegal (S.22) Die Aufteilung Ihrer Spende kann hälftig oder anteilsmässig je nach Sammelergebnis oder Grösse der beteiligten Konfessionen erfolgen. Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

8 Brot für alle Monbijoustr. 29 Postfach 5621, 3011 Bern Ab Bürenstr. 12 Postfach 1015, 3007 Bern Tel Brot für alle Brot für alle ist der Entwicklungsdienst der evangelischen Kirchen der Schweiz. Er unterstützt weltweit über 300 Entwicklungsprojekte und -programme, setzt entwicklungspolitische Akzente und führt Sensibilisierungs- und Informationskampagnen zu Nord-Süd-Fragen in der Schweiz durch. recht auf nahrung Brot für alle programm in der schweiz im süden Brot für alle engagiert sich in der Schweiz und auf internationaler Ebene mit Informations- und Kampagnenarbeit für das Recht auf Nahrung und nimmt Einfluss auf Entscheidungsträger/innen aus Politik und Wirtschaft. Im Süden unterstützt Brot für alle die Partnerorganisationen, sich den globalen Herausforderungen und Bedrohungen des Rechts auf Nahrung durch Klimawandel, Land und Water Grabbing, Korruption und Verschuldung zu stellen. Von Hunger und Unterernährung betroffen sind hauptsächlich Menschen in ländlichen Regionen, die keinen ausreichenden Zugang zu Land, Wasser und Saatgut haben: Brot für alle hilft den lokalen Gemeinschaften, ihre Rechte einzufordern, den Zugang zu Land und anderen Ressourcen zu sichern sowie Strategien gegen das Land und Water Grabbing zu entwickeln. Durch agroökologische Anbaumethoden wird die Bodenfruchtbarkeit gefördert und damit der Hunger langfristig bekämpft. BFA Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Ecuador Förderung und Stärkung der Land-Rechte von Bäuerinnen und Bauern, FIAN weltweit Förderung der Biodiversität, GRAIN (Genetic Resources Action International) Honduras Ökologische Landwirtschaft und Zugang zu Land, Anafae Benin Kampagne gegen Land Grabbing, Synergie Paysanne Afrika Plattform «Land- und Water Grabbing» der moderne Landraub Sierra Leone Vom Land Grabbing betroffene Gemeinschaften stärken, SiLNoRF GerechtIGKeIt Im KLImaWandeL Brot für alle programm in der schweiz im süden Der Klimawandel ist unabdingbar verbunden mit der Frage nach sozialer Gerechtigkeit zwischen Menschen verschiedener Regionen und Generationen. Durch veränderte Wetterbedingungen und häufigere Extremereignisse ist das Recht auf Entwicklung der ärmeren Länder noch mehr in Gefahr als bis anhin. Brot für alle sensibilisiert Einzelpersonen und besonders die Kirchen in der Schweiz für das Thema und begleitet sie bei der Umsetzung von Massnahmen. Schweizerische Partnerorganisationen werden finanziell durch den Spezialfonds «Klima und Entwicklung» unterstützt, wenn sie ihre Projekte vor Ort systematisch an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. Mit Trainings, Beratung und Projekten hilft Brot für alle Partnerorganisationen und Gemeinschaften im Süden, sich gegen die Folgen des Klimawandels und gegen Katastrophenrisiken zu wappnen. In vorausschauender Weise werden die Gefahren in die Arbeit vor Ort miteinbezogen. Für 2013 sind solche Trainings mit Partnerorganisationen in diversen Ländern geplant. Ausserdem findet auf den Philippinen ein weiterer Workshop statt, bei dem das Wissen vertieft und Erfahrungen, welche seit dem ersten Training 2010 gemacht wurden, ausgetauscht werden. Brot für alle hat begonnen, ein Netzwerk von regionalen Trainerinnen und Trainern aufzubauen, damit die Ausbildung der Partnerorganisationen sowie die Nachbetreuung und Beratung langfristig gesichert ist. Die Zusammenarbeit, der Erfahrungsaustausch und das gegenseitige Lernen erfolgt dabei mit allen evangelischen Partnerwerken in der Schweiz, mit Fastenopfer und Brot für die Welt/EED. 8 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

9 Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr weltweit Gemeinsam den Klimawandel angehen (Klimaworkshops) weltweit Beratungs-Netzwerk regionale Trainerinnen und Trainer weltweit Spezialfonds «Klima und Entwicklung» fairer handel und faire arbeitsbedingungen Brot für alle programm in der schweiz im süden Mit den Kampagnen zu fairen Kleidern und Computern sind die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie und in der Computerfertigung zu einem wichtigen Anliegen der KonsumentInnen und der öffentlichen Beschaffung geworden. Fortschrittliche Unternehmen reagieren darauf, indem sie ihre soziale und ökologische Verantwortung in der ganzen Lieferkette wahrnehmen. Brot für alle setzt sich für konkrete nachhaltige Handels-Alternativen ein, beispielsweise mit der «Fair Wear Foundation». Der Austausch über bestehende Initiativen soll intensiviert und die Zusammenarbeit vertieft werden. Mit der Kampagne «Des einen Schatz, des andern Leid» hat Brot für alle die Zusammenhänge zwischen der Nutzung von Bodenschätzen und den Menschenrechtsverletzungen aufgezeigt und in der Folge die Sensibilisierungsarbeit fortgesetzt. In der DR Kongo wurde die Umweltverschmutzung, fehlender Dialog mit den betroffenen Gemeinden und arbeitsrechtliche Verletzungen - begangen durch eine Schweizer Rohstofffirma - dokumentiert und an die Öffentlichkeit getragen. Im Verbund mit anderen Organisationen kämpft Brot für alle dafür, dass Unternehmen und die Tochterfirmen im Ausland ihre menschenrechtliche Verantwortung und Verpflichtungen wahrnehmen. BFA Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr weltweit «Fair Wear Foundation» - Faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie China Faire Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie, SACOM weltweit Good Electronics Network Südliches Afrika Bench Marks Foundation DR Kongo Menschenrechte im Bergbau (ökumenisch) faire finanzbeziehungen und KorruptIonsBeKämpfunG Brot für alle programm in der schweiz im süden Schulden und Korruption stellen für viele Länder schwerwiegende Entwicklungshindernisse dar. Brot für alle zeigt auf, wie illegitime Schulden bekämpft und durch Entschuldung die Entwicklung selbst finanziert werden kann. Durch Sensibilisierung, Verhaltenskodizes und erhöhte Transparenz wird gegen die Korruption auf nationaler und lokaler Ebene vorgegangen. Brot für alle führt zusammen mit Partnerorganisationen entsprechende Schulungen im Süden durch. Zusätzlich werden die (kirchlichen) PartnerInnen vor Ort bei ihren Aktivitäten in der Korruptionsbekämpfung und im Umgang mit illegitimen Schulden gefördert. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Lateinamerika Entschuldung in Lateinamerika, Kirchenrat, CLAI Afrika Anti-Korruptionsprogramm weltweit Capacity Building zu Anti-Korruption und Entschuldung Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

10 HEKS Seminarstrasse 28 Postfach, 8042 Zürich Tel Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) HEKS ermöglicht Menschen den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Land, Wasser, Nahrung, Bildung und hilft Unterdrückten, ihre Rechte einzufordern. Rund 200 Projekte im In- und Ausland zielen auf ein selbst bestimmtes Leben in Würde für alle Menschen, gleich welcher Volksgruppe oder Religion sie angehören. äthiopien heks Landesprogramm / Äthiopien zählt mehr als 85 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Der Bevölkerungsdruck ist gross, und längere Dürreperioden stellen Viehzüchter und Ackerbäuerinnen vor grosse Herausforderungen. Eine zentrale Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit ist es deshalb, die Ernährung und den Zugang zu sauberem Trinkwasser nachhaltig zu sichern. HEKS arbeitet mit engagierten lokalen Partnerorganisationen zusammen. Sie unterstützen die Initiativen der ländlichen Bevölkerung und Selbsthilfegruppen mit folgenden Aktivitäten: Ernährungssicherung und Einkommensförderung Nur eine Landwirtschaft, die neben der Selbstversorgung auch Produkte zur Vermarktung erzeugt, hilft den Bauernfamilien, ihre Ernährung und Lebensgrundlage HEKS langfristig zu sichern. Auf den lokalen Wochenmärkten können sowohl traditionelles Gemüse und Obst als auch neue Nischenprodukte, wie zum Beispiel Äpfel, gut verkauft werden. Die Partnerorganisationen vermitteln neues Wissen und begleiten Bauernfamilien dabei, innovative Ideen umzusetzen und neue Erzeugnisse auf den Markt zu bringen. Mit gemeinschaftlicher Organisation lassen sich bessere Preise erzielen. So erhalten Gruppen von Bäuerinnen Unterstützung beim Aufbau von Geschäftstätigkeiten für ein zusätzliches Einkommen. Zugang zu sauberem Trinkwasser Das Recht auf Nahrung bedingt den Zugang zu sauberem Trinkwasser. HEKS unterstützt sowohl bauliche Vorhaben (Brunnen, Zisternen, Wasserrückhaltebecken) als auch Erosionsschutzmassnahmen im Wassereinzugsgebiet (Wiederaufforstung, Terrassierung). In einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Forschungsinstitut EAWAG unterstützte HEKS die Entwicklung einfacher Filtermethoden, um die Qualität des Trinkwassers zu verbessern. Ökologische Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen Der Bevölkerungsdruck in Äthiopien bewirkt, dass der landwirtschaftlich nutzbare Boden von immer mehr Menschen und Vieh geteilt werden muss. Nur wo Boden und Wasser schonend genutzt werden, können Erosionsschäden vermieden werden. Eine Landwirtschaft, die ganzheitlichen und ökologischen Grundsätzen Rechnung trägt, kann selbst in ariden Zonen die Bodenfruchtbarkeit verbessern und Erträge erhöhen. Kompostierung, Gründüngung und pflanzliche Befestigung von Terrassenrändern sind Massnahmen, die von Kleinbauernfamilien im Hochland Äthiopiens getestet und weitervermittelt werden. Damit Quellen auch in der trockenen Jahreszeit Wasser führen, muss das umliegende Land genügend Wasser speichern können. HEKS unterstützt deshalb die Aufforstung von Hangflächen oder den Aushub von Wasser-Rückhaltebecken. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Shashemene Ökologische Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen (HEKS ) Rift Valley Fluorfilter für sauberes Trinkwasser (HEKS ) Borana Sichere Wasserversorgung für Hirtenvölker (HEKS ) Guduru Vielfältige Landwirtschaft und Wiederaufforstung (HEKS ) Shambo Einkommensförderung für Kleinbauernfamilien (HEKS ) 10 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

11 BanGLadesch heks Landesprogramm / Das HEKS-Landesprogramm in Bangladesch befasst sich mit der Entwicklung ländlicher Gemeinschaften. In den Projekten stehen jene Menschen im Zentrum, deren Existenzgrundlagen schwach oder unsicher sind. Sie gehören zu wirtschaftlichen, sozialen, religiösen oder ethnischen Minderheiten und werden dabei unterstützt, ihre Rechte einzufordern, damit auch für sie ein Leben in Würde möglich wird. Die ländliche Entwicklung geht einher mit einer Steigerung der Einkommen und Verbesserung der Lebensqualität. Dabei werden die grundlegenden Menschenrechte HEKS sowie staatliche Rechte bemüht, die auch für Minderheiten gelten und ihre soziale und politische Besserstellung in der Gesellschaft legitimieren. HEKS stärkt Basisorganisationen durch Begleitung, Beratung und Vermittlung von Know-how. Mithilfe von Kampagnen, Publikationen und Dokumentation können sie sich untereinander vernetzen und damit ihren Einfluss auf den Zugang zu Ressourcen vergrössern: Sie nutzen die Ausübung des Wahlrechts, die Beteiligung an lokalen Exekutiven sowie Vernetzung und Lobbyarbeit auf regionaler oder nationaler Ebene, um ihre Ansprüche geltend zu machen und ihre Rechte einzufordern. Unterstützung von Bergvölkern Die kirchliche HEKS-Partnerorganisation CCDB (Nahrung und Frieden für Bergvölker) arbeitet in den Bergen Südwest-Bangladeschs mit 2600 Familien in 91 Dörfern. Den Bergvölkern droht Gefahr von verschiedenen Seiten: Bevölkerungsdruck durch Neusiedler aus dem Flachland, Rodungen der Wälder oder religiös und ethnisch motivierte Auseinandersetzungen mit der dominierenden Bevölkerungsgruppe. Oberste Priorität hat die Ernährungs- und Existenzsicherung. Ein würdiges Leben für Unterdrückte und Minderheiten Fünf HEKS-Partnerorganisationen, BDSC (Start in ein neues Leben), GBK (Menschenrechte für Latrinenreiniger), ESDO (Ausbildung, Arbeit und Sicherheit für Dalits und Adivasi), ARCO (Neue Chancen für Latrinenreiniger) und SERP (Bildung und Menschenrechte für Minderheiten) arbeiten alle mit extrem ausgegrenzten Minderheiten. Die Dalits, kastenlose Hindus im muslimischen Staat, müssen, wenn sie denn überhaupt Arbeit finden, Latrinen reinigen oder andere unwürdige Arbeiten verrichten. Die Adivasi Urbevölkerung und ebenfalls Hindus, werden zunehmend ihrer Lebensgrundlage, dem Wald, beraubt. HEKS unterstützt sie mit Starthilfen, Kleinkrediten und der Ausbildung, die zu einem gesicherten Einkommen beiträgt, sowie mit Bewusstseinsbildung, damit die grundlegenden Menschenrechte eingehalten und der Staat wo immer möglich in die Pflicht genommen wird. Der Menschenrechtsansatz von HEKS kommt in diesem Schwerpunkt des Landesprogramms stark zum Tragen. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Chittagong, Hill Tracts Nahrung und Frieden für Bergvölker (HEKS ) Ulipur Start in ein neues Leben (HEKS ) Dinajpur Menschenrechte für Latrinenreiniger (HEKS ) Thakurgaon Ausbildung, Arbeit und Sicherheit für Dalits und Adivasi (HEKS ) Naogaon Neue Chancen für Latrinenreiniger (HEKS ) Thakurgaon Bildung und Menschenrechte für Minderheiten (HEKS ) Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

12 BrasILIen heks Landesprogramm / Eine der Hauptursachen von Armut, Hunger und Ausgrenzung in Brasilien ist die ungerechte Land- und Besitzverteilung. 4,8 Millionen brasilianische Kleinbauernfamilien haben kein Land, während 1,7 Prozent der Bevölkerung über 44 Prozent des fruchtbaren Landes verfügen. Zugang zu Land und Ernährungssouveränität Die nationale Bewegung der Landlosen MST (Movimiento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra) ist mit rund Aktivistinnen und Aktivisten und 1,2 Millionen Mitgliedern die bedeutendste soziale Bewegung Brasiliens. Für die Landlosenbewegung ist klar, dass eine echte Agrarreform nur durch Druck auf die Regierung erreicht werden kann. Ihre Mitglieder besetzen auf friedliche Weise brach liegendes Land, denn laut brasilianischer Verfassung können ungenutzte Ländereien vom Staat zu Gunsten der Landreform enteignet werden. Zurzeit warten Familien auf die Legalisierung ihrer Situation. bauernfamilien in ökologischer Landwirtschaft aus. In dieser Savannenregion Brasiliens kämpfen verschiedene Bauerngemeinden und ethnische Minderheiten (Quilombolas) für ihre Landrechte und gegen die massive Zerstörung der Umwelt durch Abholzung, Monokulturen (Soja und Eukalyptus) und extensive Rinderzucht. Die Kooperative Grande Sertão stellt mit rund 3000 Familien verschiedene Produkte über die ganze Wertschöpfungskette her: Zuckerrohr zu Block- und Rohrzucker, Früchte zu Fruchtmark und -säften), Medizinpflanzen, ölhaltige Pflanzen zu Speiseöl und Kosmetika. Dreissig Schulen und Kinderkrippen werden mit Fruchtsäften beliefert. Um die Vermarktung stärker zu diversifizieren, baut die Kooperative im um, unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren, die in den Armenvierteln von Salvador oder den neuen Siedlungen der Landlosen im Südosten und Süden von Bahia leben. Armut und zerrüttete Familienverhältnisse begünstigen die Gefahr, dass sie in kriminelle Machenschaften verwickelt werden. Mit Elementen der lokalen Kultur wie Capoeira, Theater oder Tanz bietet CEAS Alternativen an und versucht die Jugendlichen für aktuelle Themen wie Gewalt, Drogen, Arbeitslosigkeit, Verhütung, Bürger- und Menschenrechte zu sensibilisieren. In den ländlichen Regionen sollen Kleinbauernorganisationen in ihrer institutionellen Entwicklung gefördert werden. Ein Im Norden von Minas Gerais unterstützt HEKS ein Projekt zur biologischen Saatgutproduktion. Die ökologisch produzierten Samen haben das Label Bionatur und sind vom brasilianischen Umweltministerium anerkannt. Die Bäuerinnen und Bauern produzieren 117 verschiedene Sorten, verbessern damit ihr Einkommen und unterstützen gleichzeitig die Ernährungssouveränität der brasilianischen Bevölkerung. Bionatur ist eine schlagkräftige nationale Alternative zum gentechnisch veränderten Saatgut der transnationalen Saatgutkonzerne (Monsanto). Gegen Umweltzerstörung, für Nachhaltigkeit In der Region des Cerrado bildet das CAA (Centro de Agricultura Alternativa) Klein- Hauptort Montes Claros eine zentrale Verkaufsstelle für den fairen Handel auf. Lebensperspektiven für Jugendliche Die HEKS-Partnerorganisation CEAS, Zentrum für soziales Handeln und Studi- weiteres Ziel ist der Einbezug der Jugendlichen in die lokale Politik und ihr Austausch untereinander, sowohl in den Dörfern wie auch zwischen den Dörfern und zwischen Stadt und Land. HEKS Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Cerrado, Nord-Minas Gerais Unterstützung der Landlosenbewegung (HEKS ) Salvador und Cerrado, Unterstützung von Kleinbauernfamilien beschleunigt Landreform (HEKS ) Südwest Bahia Cerrado und national Hilfe zur Selbsthilfe für ländliche Gemeinschaften (HEKS ) Cerrado; SW-Bahia, Mit Fairem Handel gegen Umweltzerstörung (HEKS ) N-Minas Gerais, Goias Salvador und Cerrado, Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche in Bahia (HEKS ) SW-Bahia Cerrado, Minas Gerais Unterstützung ethnischer Minderheiten im Cerrado (HEKS ) 12 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

13 eritrea heks Landesprogramm / Eritrea ist international zunehmend isoliert. Auf den ungelösten Grenzkonflikt mit dem Nachbarland Äthiopien und die Sanktionen des UNO Sicherheitsrates antwortete die Regierung mit Ausweisung internationaler Hilfsorganisationen und repressiver Kontrolle der Bevölkerung. Obwohl eine Flucht lebensgefährlich ist, entscheiden sich viele junge Menschen aus Eritrea zu diesem Schritt. HEKS ist eine der wenigen internationalen Organisationen, die noch mit lokalen Partnerorganisationen und Selbsthilfegruppen zusammenarbeitet. Das Landesprogramm legt den Schwerpunkt auf die Ernährungs- und Existenzsicherung ländlicher Familien. Unterstützt werden Selbsthilfeorganisationen in ihrem Bestreben, die Armut zu bekämpfen. Existenzsicherung durch Geschäftstätigkeit Eritrea wird regelmässig von Dürreperioden heimgesucht. Eine eigene Geschäftstätigkeit erlaubt es Frauen wie Männern, Reserven anzulegen und schlechte Zeiten besser zu überbrücken. Dies gilt insbesondere für Menschen, die an einer Behinderung oder Krankheit leiden. Alleinerziehende Frauen können dank einem Einkommen ihre Kinder zur Schule schicken. Die HEKS-Partnerorganisationen bieten Frauen einen Lehrgang im Weben an oder begleiten sie beim Aufbau einer Geschäftsaktivität, z.b. eines Marktstandes, der Herstellung von Kunsthandwerk, einer Ziegenzucht etc. Eine Blindenvereinigung macht mit Puppentheater auf die Rechte blinder Menschen aufmerksam und zeigt ihnen Wege aus der Armut. Schonender Umgang mit Ressourcen In ariden Zonen ist der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen besonders wichtig. Die Errichtung von Speichern, die das Regenwasser auffangen, geht einher mit Wiederaufforstung und Erosionsschutz. Viehhalterfamilien erhalten somit Zugang zu Wasser für Vieh, Haushalt und Gartenbau. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Gash Barka Einkommensförderung für Frauen (HEKS ) landesweit Unterstützung von Blinden und ihren Familien (HEKS ) Zoba Debub Hilfe für Menschen mit HIV/Aids (HEKS ) Zoba Debub Mobilität für Behinderte und Kriegsinvalide (HEKS ) Gash Barka Trinkwasser und Ernährungssicherheit in Areda (HEKS ) GuatemaLa heks Landesprogramm / HEKS arbeitet vorwiegend mit lokalen Organisationen zusammen, unterstützt und begleitet ihre Projekte. Diese konzentrieren sich auf drei geografische Gebiete: das Hochland von San Marcos, das Hochland von Jalapa und den Ixcán im Norden des Departements El Quiché. HEKS unterstützt Kleinbauernfamilien dabei, ihre Selbstversorgung zu verbessern. Sie sollen in der Lage sein, auf ihrem kleinen Landstück genügend gesunde Nahrung zu produzieren, dies ohne Einsatz von chemischem Dünger oder Pestiziden. Überschüsse sollen auf dem lokalen Markt verkauft werden und das Einkommen erhöhen. Organisationen und Bauernverbände werden unterstützt und gefördert, damit sie in der Lage sind, ihre Anliegen gegenüber den Behörden wirksam zu vertreten. nötigen Schutz erhalten. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Partnerorganisationen trägt zur Stärkung der lokalen Kräfte bei und fördert ihre selbstbestimmte Entwicklung. Recht auf Nahrung und sichere Existenz für ländliche Familien Die Armut in ländlichen Regionen Guatemalas hat verschiedene Ursachen. Augenfällig sind die extrem ungerechte Verteilung des fruchtbaren Landes und die Vernachlässigung der ländlichen Bevölkerung durch den Staat. HEKS unterstützt Projekte von mehreren lokalen Organisationen zur Verbesserung ihrer Existenzsicherheit. Es sind Gruppen von Männern und Frauen, die mit viel Kreativität und Ausdauer nach neuen Möglichkeiten suchen, um ihre Familien zu ernähren und dringend benötigte Einnahmen zu erwirtschaften. Lokale Spar- und Kreditkassen ermöglichen Frauen im Ixcán, ihre Hühnerhaltung zu verbessern, einen kleinen Laden einzurichten HEKS unterstützt Dorfgemeinschaften und Gruppen auch bei der Verteidigung ihrer Rechte. In den Regionen San Marcos und Jalapa bedrohen Interessen von in- und ausländischen Grossunternehmen die Existenz der kleinbäuerlichen indianischen Familien. Menschen und Dorfgemeinschaften, die sich mutig für ihre Rechte einsetzen, sollen den HEKS Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

14 und vieles mehr. Die Kleinbauernfamilien in Jalapa lernen, wie sie ihre kargen und trockenen Böden optimal nutzen können. Auch die Pflanzung von Fruchtbäumen und Kaffeesträuchern trägt zur Ernährungssicherheit bei. HEKS unterstützt zudem die Bemühungen verschiedener Bauernorganisationen um eine Reform des Agrargesetzes, damit landlose Familien Zugang zu Land erhalten. Schutz des Territoriums und der Menschenreche HEKS unterstützt die Arbeit von lokalen Organisationen zum Schutz und zur Verteidigung der Menschenrechte. In mehreren Gemeinden des Departements San Marcos kommt die lokale Bevölkerung im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Gold und Silber zunehmend in Bedrängnis. Das Wasser wird verschmutzt, der Boden verseucht und die Vegetation verwüstet. HEKS unterstützt die juristische Arbeit zur Verteidigung der legitimen Rechte der Bevölkerung. In der Region Ixcán engagiert sich die Partnerorganisation Puente de Paz für den Schutz der Frauen vor häuslicher Gewalt. Sie sensibilisiert und berät Frauen und klärt sie über ihre Rechte auf, damit sie wissen, wie sie sich wehren können. HEKS koordiniert seine Arbeit in Guatemala mit anderen Hilfswerken. In Guatemala- Stadt teilt HEKS sein Koordinationsbüro mit Fastenopfer. Aktionen zum Schutz der Menschenrechte werden in verschiedenen Netzwerken koordiniert und durchgeführt. Zum Schutz von gefährdeten Personen und Organisationen fördert HEKS die Präsenz von ausländischen Beobachterinnen und Beobachtern und unterstützt die Einsätze von Peace Watch Switzerland. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Ernährungssicherung Ixcán Förderung einkommensschaffender Kleinprojekte (HEKS ) Jalapa Ernährungssicherung für Kleinbauernfamilien (HEKS ) Ixcán Ernährungssicherung für Kleinbauernfamilien im Ixcán (HEKS ) Comitancillo, San Marcos Agroökologische Produktion und Schutz des Territoriums (HEKS ) Sipacapa, San Marcos Alternative Produktion für Kleinbauernfamilien (HEKS ) Friedensförderung und Menschenrechte San Marcos Schutz vor Ausbeutung durch Bergbauunternehmen (HEKS ) Ixcán Förderung und Schutz der kollektiven Rechte im Ixcán (HEKS ) San Marcos Beobachtungseinsätze zum Schutz der Menschenrechte (HEKS ) haiti heks Landesprogramm / Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Welt; erst recht nach dem Erdbeben, das die Hauptstadt Port-au-Prince im Januar 2010 zerstört hat. HEKS hat sich in der Nothilfe engagiert und beteiligt sich nun am Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur. Doch weil das Land politisch noch immer sehr instabil ist, verbessern sich die Lebensumstände der Menschen nur langsam. Jährlich wiederkehrende Wirbelstürme machen die Anstrengungen der Bevölkerung, ihre Nahrungsversorgung zu sichern, auch immer wieder zunichte. Im Departement Grand Anse, wo HEKS hauptsächlich tätig ist, führt der Zustrom von Menschen aus der Hauptstadt zu zusätzlichen Versorgungsengpässen und erhöht den Druck auf die Landwirtschaft. So sind auch im Rahmen der Nothilfe Projekte zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion vorgesehen. Nahrungssicherheit und ländliche Entwicklung Die HEKS-Partnerorganisationen sind daran, landwirtschaftliche Produktionsketten mit hoher Wertschöpfung aufzubauen, bei denen auch die Verarbeitung und Vermarktung der Produkte einbezogen sind. Dazu gehören z.b. Kaffee, Früchte und Kakao. Die finanziellen Mittel erlauben den Gemeinschaften und Produzent/-innengruppen neue Investitionen zur Verarbeitung und Veredelung ihrer Erzeugnisse. Ländliche Gemeindeschulen Die Dörfer und Weiler im Departement Grand Anse sind derart abgelegen, dass ein- bis zweistündige Schulwege keine Seltenheit sind. HEKS unterstützt dreissig von Elternkomitees getragene Gemeindeschulen, damit auch Kinder aus abgelegenen Dörfern zur Schule gehen können. Ihre Eltern, die meisten Bauernfamilien, erhalten Unterstützung, um ihre Ernten zu optimieren und Gewinn zu erzielen, damit sie sich den Schulbesuch ihrer Kinder leisten können. HEKS 14 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

15 Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Grand Anse Unterstützung von Kaffeeproduzent/-innen (HEKS ) Grand Anse Stärkung der Früchteproduzent/-innen in Jérémie (HEKS ) Grand Anse Grundschulen und ländliche Entwicklung (HEKS ) Grand Anse Stärkung der Kakaoproduzent/-innen (HEKS ) honduras heks Landesprogramm / Honduras gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Fast ein Viertel der Bevölkerung lebt in grösster Armut. Die Vernachlässigung der Bevölkerung auf dem Land führt zu einer wachsenden Abwanderung in die Städte. Zusätzlich migrieren immer mehr Menschen ins Ausland, hauptsächlich in die USA. Frauen, Männer und Jugendliche nehmen die abenteuerlichsten Wege in Kauf, um der Perspektivlosigkeit im eigenen Land zu entfliehen. Die honduranische Bevölkerung hat aber die Hoffnung auf eine würdigere Zukunft nicht verloren. Mit Engagement und Kreativität setzen sich Menschen in den Dorfgemeinschaften für die Verbesserung ihrer Lebensumstände ein. Sie versuchen ihre Probleme gemeinsam zu lösen und suchen dazu die Unterstützung von Hilfswerken, von den Kirchen und anderen Organisationen. HEKS setzt auf die Motivation dieser Menschen und ist überzeugt, dass sie dadurch Alternativen zum Teufelskreis der Verarmung haben. HEKS konzentriert heute sein Engagement auf ausgewählte ländliche Gemeinden im Süden von Honduras. Ernährungssicherung, Friedensförderung und mehr Partizipation durch Jugendliche in Dorfgemeinschaften sowie Katastrophenprävention und Nothilfebereitschaft stehen als Themen im Zentrum der unterstützten Programme und Projekte. HEKS arbeitet mit lokalen Organisationen zusammen und fördert mit Aus- und Weiterbildungen deren Leistungsfähigkeit. Recht auf Nahrung und sichere Existenz für ländliche Familien Immer mehr Menschen in ländlichen Gemeinschaften kennen die Risiken, die gekauftes Saatgut mit sich bringt und setzen deshalb auf traditionelles Saatgut. Weil Hybrid- und genmanipuliertes Saatgut jedes Jahr neu gekauft werden muss, ist die Gefahr der Verschuldung gross. HEKS unterstützt mehrere tausend ländliche Kleinbauernfamilien dabei, lokale Pflanzensorten zu kultivieren und dadurch vor dem Aussterben zu bewahren. Die Bauern werden auch beim Aufbau regionaler Saatgutbanken beraten, damit das lokale angepasste Saatgut weitere Kreise zieht. Und sie erhalten Instruktionen zu biologischen Anbaumethoden, die gesunde und nachhaltige Ernten sicherstellen. Der Grossteil der Ernten wird zur Selbstversorgung gebraucht. Überschüsse kommen auf den lokalen Markt und sichern ein bescheidenes Einkommen. Gleichzeitig werden Massnahmen gegen drohende Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen getroffen. Auch die Behörden werden in die Pflicht genommen und dazu angehalten, die geltenden Rechte zum Schutz der Bevölkerung umzusetzen. Jugendlichen eine Chance geben HEKS setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche besondere Aufmerksamkeit erhalten. Schon in der Ausarbeitung der Projekte sollen die Jugendlichen mitreden können, damit ihre Anliegen in die Projektaktivitäten einfliessen können. Die Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorganisationen soll zur Verbesserung der rechtlichen Situation von Kindern und Jugendlichen beitragen. Schutz und Verteidigung der Menschenrechte Wer sich in Honduras für Gerechtigkeit einsetzt, lebt gefährlich. Vertreterinnen und Vertreter von Menschenrechts-, Bauern- und Frauenorganisationen sowie Journalistinnen und Journalisten werden gezielt eingeschüchtert und verfolgt. Die Welle der Gewalt gegen mutige Menschen reisst nicht ab. Deshalb unterstützt HEKS die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen, unter anderem von COFADEH. Auch Gruppen aus ländlichen Gemeinschaften im Süden des Landes werden geschult, damit sie sich gegenüber den Behörden für ihre Rechte wehren können. HEKS unterstützt auch Massnahmen zum Schutz vor Menschenrechtsverletzungen, zum Beispiel durch die Unterstützung der Menschenrechtsbeobachtung und der Sensibilisierungs- und Informationsarbeit von alternativen Radiostationen. HEKS Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

16 Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Frieden und Zivilgesellschaft Tegucigalpa Anwaltschaft für die Rechte der Kinder (HEKS ) Departemente Schutz der Menschenrechte durch Bildung und Information (HEKS ) im Süden des Landes Tegucigalpa Beobachtungsstelle für Menschenrechte (HEKS ) Ernährungssicherung Departemente Schutz des einheimischen Saatguts (HEKS ) im Süden des Landes Perspire, Choluteca Landwirtschaftliche Beratung (HEKS ) Alubarén Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft (HEKS ) Zacate Grande Verteidigung der Lebensgrundlagen in Zacate Grande (HEKS ) Guarumas Existenzsicherheit und Würde für Kleinbauernfamilien (HEKS ) IndIen heks Landesprogramm / Ernährungssicherung bedeutet täglich über Nahrung in ausreichender Quantität und Qualität zu verfügen, die selbstbestimmt erwirtschaftet wird. Dalits («Unberührbare») und Adivasi (Urbevölkerung) müssen sich den Zugang zu Land, Wasser und Bildung, zu naturnahen Landwirtschaftstechniken, zu medizinischer Versorgung, zu zusätzlichen Einnahmequellen durch Kleinprojekte noch immer erkämpfen. Zusammen mit lokalen Partnern unterstützt sie HEKS, befähigt sie und bildet sie aus, damit sie bei den langwierigen Verhandlungen mit den Behörden um Landzuteilung und Zugang zu staatlichen Armutsbekämpfungsprogrammen bestehen können. Die HEKS-Projekte in Indien sind in den südlichen Gliedstaaten Andhra Pradesh, Karnataka und Tamil Nadu angesiedelt. Die Umsetzung des Programmes wird durch das HEKS Koordinationsbüro in Chennai von indischen Mitarbeitenden begleitet und unterstützt. Ernährungs-Souveränität: Land und Menschenrechte für Kastenlose Kastenlose arbeiten als unterbezahlte Tagelöhner und Tagelöhnerinnen auf den Feldern der Grossgrundbesitzer ohne jegliche Sicherheit und ohne Schutz. HEKS HEKS steht ihnen im Kampf um eigenes Land auf Dorf-, Bezirks- und Bundesstaat-Ebene bei und bildet sie in naturnaher Landwirtschaft aus. Landtitel, terrassierte Felder mit Wasserrückhaltedämmen, Mischkulturen, chemiefreie Landwirtschaft, Saatgutbanken mit indigenem Saatgut, Kuh-Banken, Kompostgruben und Wurmzuchten sind einige der Projekte. Sichtbare Erfolge belegen, dass die Ziele Schritt für Schritt erreicht werden. Die Bildung von Frauen-, Bauern-, Jugendund Dorfgruppen stärkt die Einzelnen und festigt die Zivilgesellschaft. Gemeinsam sind die Frauen stark Frauen schliessen sich zusammen und kämpfen gemeinsam gegen Missstände wie Gewalt bei Mitgiftforderungen, sexuelle Ausbeutung oder die ungleiche Behandlung bei Ernährung, Entlöhnung und Ausbildung. Einkommensfördernde Kleinprojekte durch staatliche Kreditbanken finanziert und Landzuteilungen verhelfen zur wirtschaftlichen Existenzgrundlage. Ausgebeutete Frauen werden zu eigenständigen Kleinbäuerinnen, Kleinunternehmerinnen oder Mitgliedern von Kooperativen, die durch den gemeinsamen Anbau von Gemüse, die Verarbeitung von Nahrungsmitteln, den Betrieb eines kleinen Dorfladens usw. ihren wirtschaftlichen und sozialen Status in der Familie und im Dorf entscheidend verbessern. Rechte für die Urbevölkerung Aus ihrem Lebensraum, dem Wald, vertrieben, arbeiten die Adivasi auf den Feldern der Grossgrundbesitzer oder verdingen sich in den Städten als Tagelöhner. Die Zuteilung von Land durch den Staat, die Anleitung zu naturnahen Anbaumethoden und das Einfordern der Minimallöhne sind ihre wichtigsten Bedürfnisse. Adivasi-Kinder sollen zur Schule gehen können. Frauen und Männer organisieren sich in Gruppen und erheben ihre Stimme, um beim Staat ihre grundlegenden Menschenrechte einzufordern. 16 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

17 Ausbildung für Kinder von Latrinenreinigern «Scavengers», (Aasfresser) werden Kastenlose genannt, die als «Unberührbare» geboren und dazu verdammt sind, die niedrigsten Arbeiten zu verrichten. Dazu gehört vor allem das manuelle Entsorgen menschlicher und tierischer Fäkalien. Die Partnerorganisation SACRED ermöglicht Kindern von Scavenger-Familien eine bessere Zukunft mit würdigeren Einkommensmöglichkeiten. Vom Wohnheim aus besuchen sie die öffentlichen, staatlich subventionierten Missionsschulen. Rechte und Würde für die Kinder der Urbevölkerung Im südlichen Teil des Dekkan-Plateaus arbeitet eine Partnerorganisation ausschliesslich mit Kindern, Jugendlichen und Familien der Urbevölkerung zusammen. Rund sechzig Kinder leben in einem Hort und besuchen von dort aus staatliche Schulen. Ohne Unterstützung und ganztägige Betreuung wäre dies ein hoffnungsloses Unterfangen, sind sie doch die ersten ihrer Familien, die zur Schule gehen dürfen. Der Staat wird dadurch auch in die Pflicht genommen: Die Eltern machen von ihrem Recht Gebrauch, die Umsetzung der Landgesetzgebung zu verlangen und an Armutsbekämpfungsprogrammen teilzunehmen, die ihnen als Analphabeten bisher nicht zugänglich waren. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Andhra Pradesh, Karnataka Ernährungs-Souveränität: Land und Menschenrechte für Kastenlose (HEKS ) Andhra Pradesh, Karnataka, Gemeinsam sind die Frauen stark (HEKS ) Tamil Nadu Andhra Pradesh, Karnataka, Rechte für die Urbevölkerung (HEKS ) Tamil Nadu Nazareth, Tamil Nadu, Menschenrechte für Kinder: Ausbildung für Kinder von Latrinenreinigern Tirunelveli (HEKS ) Dekkan-Plateau: Rechte und Würde für Kinder der Urbevölkerung (HEKS ) KamBodscha heks Landesprogramm / In Kambodscha, einem der ärmsten Länder Asiens, leben achtzig Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Das HEKS- Landesprogramm SEED unterstützt Projekte in 88 Dörfern mit rund direkt Begünstigten. Zugang zu Bewässerungsanlagen Um die Landwirtschaftserträge zu erhöhen und über die Selbstversorgung zu heben, werden alte, versandete Kanäle renoviert. Dies ermöglicht grössere Reisernten, Gemüseanbau und Zwischenkulturen auf den Reisfeldern. Ausbildung in der Landwirtschaft Bauern, Bäuerinnen und Jugendliche lernen Landwirtschaftstechniken kennen und anwenden, wie zum Beispiel die Herstellung von Kompost, den Anbau von Moringa zur Bodenverbesserung und als Biodünger, neue Reisanbaumethoden, Diversifizierung des kleinen Bauernhofes. Damit können sie ihre Ernteerträge erhöhen, Kosten senken und neue Einkommensquellen erschliessen. An junge Bauern und Bäuerinnen bis 25 Jahre richtet sich das Projekt «Bauern als Kleinunternehmer»: Im zweijährigen Lehrgang holen sie sich Kenntnisse, um ihren Kleinbauernhof zu einem rentablen Unternehmen zu machen, zum Beispiel durch Fischzucht oder Gemüseproduktion. Forschung und Ausbildung für Kleinbauern Die HEKS-Partnerorganisation Sofdec widmet sich im neuen Saatgutforschungszentrum Larec dem Problem der mangelhaften Saatgutqualität. In Kambodscha sind die Reis- und Gemüseerträge sehr niedrig, unter anderem, weil das Saatgut schlecht ist. Larec erforscht und produziert qualitatives Saatgut für Reis, Bohnen, Melonen, usw., das von Vertragsbauern in den Projektdörfern vermehrt und dann den Kleinbauernfamilien zur Verfügung gestellt wird. Die HEKS-Partnerorganisation Sacred führt ein Ausbildungszentrum Prey Keav, wo Kleinbauern bessere Anbaumethoden kennen lernen. Einkommen dank Zugang zu Märkten Der Verarbeitung und dem Verkauf von Produkten aus Landwirtschaft und Gewerbe (Gemüse, Früchte, Fische, Flechtwaren) kommt grosse Bedeutung zu. Bevor ein Produkt produziert wird, werden die Verkaufsmöglichkeiten auf den lokalen Märkten abgeklärt. So wissen die Bauern und Bäuerinnen, welche Reissorten, welches Gemüse oder welche Handwerksprodukte sich gut verkaufen lassen. Das erhöht das Einkommen in den Dörfern. HEKS Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Kampot, Takeo Neue Reisanbaumethode gegen den Hunger (HEKS ) Kampong Chhnang Ernährungssicherung und Entwicklung ländlicher Gemeinschaften (HEKS ) Prey Veng Entwicklung der Landwirtschaft in Svay Antor (HEKS ) Prey Veng Ausbildung von Jungbauern zu Kleinstunternehmern (HEKS ) Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

18 KoLumBIen heks Landesprogramm / Geografisch konzentriert sich das Landesprogramm auf die Regionen Urabá-Chocó und den Nordosten Kolumbiens. Es sind strategisch bedeutende aber sehr arme und wirtschaftlich vernachlässigte Regionen, in denen heftige bewaffnete Konflikte ausgetragen werden. Friedensförderung und Ernährungs sicherung Der Krieg trifft die Bevölkerung mit Gewalt, Vertreibung, Armut, Hunger und Zerstörung der sozialen Netze und traditionellen Werte. HEKS unterstützt intern vertriebene Familien, ländliche Gemeinschaften und Friedensgemeinden im Widerstand gegen den bewaffneten Konflikt oder hilft ihnen dabei, in neuem Umfeld wieder Fuss zu fassen. Ländliche Gemeinschaften werden unterstützt beim Zugang zu Land und Wasser, bei der Verteidigung ihrer Lebensgrundlagen, in der Produktion und gemeinsamen Vermarktung sowie beim Aufbau von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Pro Jahr erhalten rund Personen durch HEKS direkte Unterstützung. Bildung, Kultur und Sport für Kinder und Jugendliche Ausbildungs- und Begleitaktivitäten sorgen in der Region Chocó dafür, dass Kinder und Jugendliche trotz Krieg und Gewalt ein einigermassen normales Leben führen und Perspektiven für ihre Zukunft entwickeln können. Soziale, sportliche und künstlerische Aktivitäten (Musik, Tanz, Theater) stärken ihre Identität und fördern die Integration in die Gesellschaft. Kinder aus besonders schwierigen Verhältnissen erhalten psychosoziale Begleitung und junge Mütter eine Tagesstruktur, mit der sie ihre frühe Mutterschaft besser meistern können. Um der Gewalt in öffentlichen Schulen Einhalt zu gebieten, werden Semilleros de Paz (Friedensförderer) ausgebildet. Junge Frauen und Männer werden zudem darauf vorbereitet, in ihren Dörfern soziale Verantwortung zu übernehmen und aktiv am Aufbau einer gerechteren und friedlichen Gesellschaft mitzuwirken. Frauen sichern Überleben und Frieden Mit einer Starthilfe und Weiterbildung in Buchhaltung und Marketing können intern vertriebene und besonders bedürftige Frauen ein Geschäft aufbauen: Mit dem Einkauf und Verkauf von Gemüse, Früchten oder Fisch, mit der Herstellung von Schmuck und Kunsthandwerk oder mit dem Betrieb von Volksküchen und Imbissbuden verbessern sie die Lebensgrundlagen ihrer Familien. Die Frauen organisieren und vernetzen sich auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Vereinigt und gestärkt setzen sie sich für die Umsetzung von politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Menschenrechten ein und engagieren sich für eine friedliche Lösung des bewaffneten Konflikts. HEKS Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Chocó Angebote für Kinder und Jugendliche im Konfliktgebiet (HEKS ) Chocó Frauen sichern Überleben und Frieden (HEKS ) Barancabermeja Frauen verbessern die Ernährungssituation (HEKS ) Nororiente/Tibu Förderung der ländlichen Entwicklung (HEKS ) national Friedensprogramm der Schweiz in Kolumbien (HEKS ) national Frauen, Frieden und Sicherheit (HEKS ) national Vernetzungs- und Lobbyarbeit als Friedensstrategie (HEKS ) Magdalena medio Schutz durch internationale Beobachter/-innen (HEKS ) Chocó Neue Perspektiven für Frauen im Chocó (HEKS ) 18 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

19 KonGo heks Landesprogramm / Die Geschichte des Kongo prägen seit 1996 Kriege und deren Folgen wie Ermordung von Zivilpersonen, Plünderung und Zerstörung von Dörfern sowie systematische sexuelle Gewalt an Frauen und Kindern. Am schlimmsten traf es die Ostprovinzen Nord und Süd Kivu, wo durch jahrelang weitere Interessierte in Lesen und Schreiben, in Landwirtschaft, Vieh- und Fischzucht sowie in Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften. Junge Erwachsene werden in Landwirtschaft und Handwerksberufen wie Schneiderei oder Schreinerei ausgebildet. Schul- und Berufsausbildung für Kinder und Jugendliche Gehörlose Kinder und Jugendliche haben es im Kongo schwer, in der Gesellschaft einen Platz zu finden. In der Schule Ephphatha in Goma können rund 170 gehörlose Kinder und Jugendliche eine normale Schulzeit durchlaufen und sich mit einer Lehre auf das Berufsleben vorbereiten. Dank dieser Ausbildung können sie als Kleinunternehmer/innen oder Angestellte ihren Lebensunterhalt verdienen. In Kibati, Rusayo und Monigi hat HEKS den Bau von drei Schulhäusern unterstützt, wo heute rund 900 Kinder zur Schule gehen. Nach dem ersten Betriebsjahr ist es nun gelungen, die Schulen staatlich akkreditieren zu lassen. Das bedeutet, dass die Löhne der Lehrerinnen und Lehrer künftig vom Staat bezahlt werden. HEKS anhaltende Kämpfe Millionen von Menschen starben und über eine Million intern vertrieben wurden. Hilfe zur Selbsthilfe für Bauernfamilien Drei kongolesischen Partnerorganisationen haben in Nord Kivu ein dichtes Netzwerk von 80 Bauernvereinigungen aufgebaut, denen Mitglieder angehören. Dank naturnaher Landwirtschaft können die Bauernfamilien ihre Ernten erhöhen und mit Vieh- und Fischzucht und Kleinunternehmertum ihre Lebensgrundlagen nachhaltig verbessern. In 49 Bildungszentren unterrichten Lehrerinnen und Lehrer Mitglieder der Bauernvereinigungen und Zugang zu Land Bäuerinnen und Bauern, die von HEKS unterstützt werden, haben zum grossen Teil keine Eigentumstitel für die Felder, die sie bewirtschaften, und damit auch keinen gesicherten Zugang zu Land. HEKS klärt die Bevölkerung über ihre Landrechte auf, damit sie diese bei den Behörden einfordern können. Bäuerinnen und Bauern, welche sich in einem Landkonflikt befinden, werden juristisch begleitet, damit sie für ihr Land einen Landtitel oder einen Pachtvertrag zu guten Konditionen erhalten. Auch die Provinz- und Lokalbehörden werden über die Rechte der Bäuerinnen und Bauern rund um den Zugang zu Land aufgeklärt. Unterstützung von traumatisierten Frauen und Kindern In den Gebieten Masisi, Lubero Süd und Rutshuru kümmert sich HEKS um rund Frauen und Kinder, die durch den Krieg traumatisiert sind. Sie erhalten medizinische, psychologische und soziale Unterstützung, damit sie wieder in ihren Lebensalltag zurückfinden. Zudem werden gegen 300 Personen aus der Provinz- und Lokalregierung, aus Militär und Polizei sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und via Radio rund Personen über sexuelle Gewalt an Kindern und Frauen und ihre Folgen für Opfer und Gesellschaft aufgeklärt. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Nord Kivu Unterstützung von vergewaltigten Kindern und Frauen (HEKS ) Nord Kivu Bessere Erträge für Bauernfamilien in Rutshuru (HEKS ) Nord Kivu Ergiebigere Ernten für Bauernfamilien in Lubero (HEKS ) Nord Kivu Bäuerinnen in Masisi und Rutshuru unterstützen (HEKS ) Nord Kivu Patenschaft für Kinder in Not (HEKS ) Nord Kivu Zugang zu Land (HEKS ) Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke

20 niger heks Landesprogramm / In Niger verbessert HEKS die Lebensbedingungen der Landbevölkerung in den Regionen Tahoua und Maradi: Bau von Brunnen für sauberes Trinkwasser, Förderung des Anbaus von Moringabäumen und Gemüse sowie deren Vermarktung, Kampf gegen Erosion und Ressourcenmanagement, lokale dörfliche Entwicklung, Verbesserung der Einkommen von Frauengruppen, Klärung der Landnutzungsrechte zwischen Ackerbauer- und Viehzüchterfamilien, Schaffung von Durchgangspassagen für die Viehherden. Sauberes Trinkwasser, reichhaltigere Ernten, Förderung des friedlichen Zusammenlebens von nomadisierenden Viehhaltern und Ackerbauern Längst nicht alle Dörfer und Weiler besitzen einen Brunnen, und oft müssen die Menschen ihr Wasser aus verschmutzten Wasserlachen schöpfen. Trinkwasserbrunnen senken das Krankheitsrisiko vor allem bei Kindern und ersparen den Frauen kilometerlange Märsche zur nächsten Wasserquelle. Entlang von festgelegten Durchgangspassagen für Viehherden finanziert HEKS zudem den Bau von Brunnen für Viehzüchterfamilien und deren Viehherden. HEKS fördert den Gemüseanbau in der Trockenzeit und insbesondere die Verbreitung des Moringabaums (moringa oleifera) sowie die Vermarktung seiner Erzeugnisse. Moringablätter bereichern den Speiseplan der Familien, bringen Zusatzeinkommen und verringern die Abhängigkeit von den durch Regenmangel oft ungenügenden Hirse- und Sorgho-Ernten. Bauern- und Viehhalterfamilien werden beraten, wie sie ihre Äcker und die Viehweiden mit erprobten Techniken fruchtbarer machen und gegen Erosion schützen können. Weiterbildungen und Massnahmen zur Verhinderung von Konflikten zwischen Viehhaltern und Ackerbauern festigen die lokale Entwicklung. Gesamtbudget Fr , Brot für alle-beitrag Fr Maradi, Departement Mayayi Schutz für nomadische Viehhalter (HEKS ) Tahoua Familien in Tahoua vermarkten Moringa (HEKS ) palästina / IsraeL heks Landesprogramm / HEKS möchte im Nahen Osten dazu beitragen, die negativen Folgen der Konflikte zu mildern und einen Frieden zu fördern, der auf Gerechtigkeit und der Einhaltung der Menschenrechte aufbaut. Open Forum: Friedens- und Menschenrechtsarbeit Das Open Forum ist eine Plattform für israelische und palästinensische Partnerorganisationen, die sich für eine Konfliktlösung auf der Basis der Menschenrechte einsetzen. Sie treffen sich regelmässig, um gemeinsame Strategien und Projekte zu entwickeln. Diese haben zum Ziel, allmählich jene Strukturen, Systeme, Einstellungen und Ideologien zu verändern, die den Konflikt und die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen aufrecht erhalten. HEKS Das bedeutet, die Zivilbevölkerung Israels und Palästinas für die Ursachen des Konflikts zu sensibilisieren, mögliche Lösungen auf der Basis der Menschenrechte aufzuzeigen und benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu stärken. Für eine gerechtere Regelung des Zugangs zu Land und zumutbarem Wohnraum werden alternative Modelle entwickelt. Durch ihre Aktivitäten über die Grenzen hinweg stärken die Partnerorganisationen aus Israel, dem Westjordanland und Ostjerusalem die Rolle der Zivilgesellschaft in der Lösung des Konfliktes. EAPPI: Ökumenisches Begleitprogramm Im Rahmen des EAPPI-Programms des ÖRK leisten Schweizer Menschenrechtsbeobachterinnen und beobachter zusammen mit Teilnehmenden aus anderen Ländern einen dreimonatigen freiwilligen Einsatz in den besetzten Gebieten. Ihre Präsenz schützt die Bevölkerung und lokale Organisationen vor Übergriffen und stärkt ihr gewaltfreies Engagement für einen gerechten Frieden. Die Beobachterinnen und Beobachter begleiten palästinensische Menschen durch Checkpoints, leben in Dörfern, welche von Siedlungen oder dem Mauerbau bedroht sind, oder unterstützen israelische Friedensorganisationen bei ihrer Arbeit. 20 Projekte der schweizerischen Evangelischen Werke 2013

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