Vanda Lehel Studiengang Informatik-Ingenieurwesen Technische Universität Hamburg-Harburg

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1 STUDIENARBEIT ENTWURF UND REALISIERUNG EINES BASISDIENSTES ZUR UNTERSTÜTZUNG ARBEITSTEILIGER GESCHÄFTSVORGÄNGE IN EINEM UNTERNEHMENSPORTAL Vanda Lehel Studiengang Informatik-Ingenieurwesen Technische Universität Hamburg-Harburg Betreuung Prof. Dr. Florian Matthes Patrick Hupe Arbeitsbereich Softwaresysteme Technische Universität Hamburg-Harburg Hamburg, im Juli 2001

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3 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Ziel der Arbeit Gliederung Arbeitsteilige Geschäftsvorgänge Allgemeine Beschreibung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge Beispiele für arbeitsteilige Geschäftsvorgänge im infoasset Broker Freischaltung einer Gruppenmitgliedschaft Fehlerbehebung im Bugtracker Bestellworkflow im Contentmap Broker WIPS: Bestellung einer Schiffsbesichtigung Der generische Basisdienst für den infoasset Broker Vergleich der betrachteten Beispielvorgänge Vorteile eines generischen Basisdienstes Abgrenzung zu Workflow-Unterstützung Der infoasset Broker Die Architektur des infoasset Brokers Relevante Konzepte des infoasset Brokers für einen neuen Dienst Assets und AssetContainer Templates und Handler Stellung des Job-Dienstes innerhalb der infoasset Broker-Architektur Konzeption und Entwurf des Job-Dienstes Funktionale Anforderungen an den Job-Dienst Funktionalitäten für einen einzelnen Auftrag Funktionalitäten der Auftragsverwaltung Anwendungsfalldiagramme Umsetzung der funktionalen und technischen Anforderungen Das konzeptuelle Klassendiagramm Modellierungsalternative für die Beziehung der Klassen Job und JobType Der Broker-Service Job Der Broker-Service JobType Der Broker-Service JobStep iii

4 iv INHALTSVERZEICHNIS 5 Implementierung des Job-Dienstes Die Ebene der Anwendungslogik Implementierung der Assets Die Klasse IMPJob Die Klasse IMPJobType Die Klasse IMPJobStep Die Klasse JobProperties Die Präsentationsebene Erstellung der Templates Implementierung der Handler Das Web-Interface des Job-Dienstes Entwicklungsumgebung Umsetzung eines Beispielvorgangs im infoasset Broker Freischaltung einer Gruppenmitgliedschaft als Auftrag Auftragsbearbeitung mit dem Job-Dienst Zusammenfassung und Ausblick Zusammenfassung Ausblick Anhang A Package-Struktur des Job-Dienstes B Konfiguration der Auftragstypen B.1 Handler.dtd B.2 Gruppenfreischaltung.xml C Ausgewählte Sourcecodes C.1 Listing IMPJob.java C.2 Listing IMPJobs.java C.3 Listing CreateHandler.java als sichtbarer Handler C.4 Listing ForwardHandler.java als unsichtbarer Handler Literaturverzeichnis

5 Abbildungsverzeichnis 2.1 Logisches Schema der Auftragsbearbeitung a Illustration der Mitgliedschaftsrelation in Benutzergruppen b UML-Klassendiagramm der Mitgliedschaftsrelation Freischaltung einer Gruppenmitgliedschaft Fehlerbehebung im Bugtracker Bestellworkflow im Contentmap Broker WIPS: Schiffsbesichtigung Akteure und Operationen an einem Auftrag Architektur-Übersicht des infoasset Brokers [Wegn00] Klassendiagramm für einen neuen Service (NewService) Informationsaustausch zwischen Handlern und Templates während einer Session Der Job-Dienst innerhalb des infoasset Brokers, vgl. [Wegn00] Akteure und Anzeigeoperationen auf Auftragslisten a Anwendungsfalldiagramm für den Job-Dienst - 1.Teil b Anwendungsfalldiagramm für den Job-Dienst - 2.Teil Konzeptuelles Klassendiagramm des Job-Dienstes Klassendiagramm für die Modellierungsalternative Zustandsdiagramm der Klasse Job Implementierung des Broker-Service Job XML-Datei für die Standard-Handlerabfolge des Auftragstypen Gruppenfreischaltung Implementierung der Klasse IMPJobStep Das Template displayassets.htm Codeauszug der Methode handlerequest() des sichtbaren Handlers CreateHandler.java Dialog der Anfangsseite der Auftragsverwaltung (joblist.htm) Dialog zur Anzeige von Auftragsdetails (job.htm) Navigation durch die Dialoge des Job-Dienstes Anlegen des Auftrages im Dialog create.htm Bearbeitung eines Auftrages vom Auftragstyp Gruppenfreischaltung a Auftragsbearbeitung bis zum 1.Schritt v

6 vi ABBILDUNGSVERZEICHNIS 6.3b Auftragsbearbeitung bis zur Erledigung des Auftrages Auftragshistorie zur Auftragsbearbeitung im Dialog history.htm

7 vii Danksagung Ich möchte Prof. Dr. Florian Matthes für das interessante Thema und die Betreuung dieser Arbeit herzlich danken. Mein besonderer Dank gilt Patrick Hupe für seine hervorragende Unterstützung, denn er hat sich für die Betreuung dieser Arbeit immer sehr viel Zeit genommen. Weiterhin möchte ich an dieser Stelle allen danken, die zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben.

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9 Kapitel 1 Einleitung Unternehmensportale erlangen zunehmende Wichtigkeit als web-basierte Softwaresysteme, denn sie stellen Mitarbeitern und Kunden unternehmensrelevante, allgemeine und personalisierte Dienste und Inhalte zur Verfügung. Über solche Portale ist auch die Interaktion zwischen Benutzern möglich. In Unternehmen spielen arbeitsteilige Geschäftsvorgänge eine entscheidende Rolle, denn an der Abwicklung von Geschäftsvorgängen sind in den meisten Fällen mehrere Akteure beteiligt. Daher ist es notwendig, diese in einem Unternehmensportal zu unterstützen. Der infoasset Broker der Firma infoasset AG stellt eine Standardsoftware zur Realisierung von Unternehmensportalen dar. Auf der Basis des infoasset Brokers existieren verschiedene Ausprägungen von Unternehmensportalen. Zum einen wird der infoasset Broker im Wissensmanagement eingesetzt, um Mitarbeiter von Unternehmen mit den für sie relevanten Informationen zu unterstützen. Des weiteren wird er als Standardsoftware für das Content Brokerage verwendet, also der Vermittlung digitaler Inhalte, und zwar im System Contentmap Broker [Info01]. Der infoasset Broker stellt für den Benutzer in erster Linie rollenspezifische und dokumentorientierte Dienste bereit. Dadurch sind Benutzerverwaltung und Content-Management wesentliche Bestandteile der vorhandenen Basisdienste. 1.1 Ziel der Arbeit Ziel der vorliegenden Arbeit ist die prototypische Realisierung eines generischen Basisdienstes, genannt Job-Dienst, als Erweiterung des infoasset Brokers, um die Abwicklung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge in den Unternehmensportalen zu unterstützen, die auf dem infoasset Broker basieren. Dafür werden arbeitsteilige Geschäftsvorgänge in den vorhandenen Systemen analysiert, um die Anforderungen an den Job-Dienst zu ermitteln. Der Job-Dienst muss hierbei einerseits den sich 1

10 2 KAPITEL 1. EINLEITUNG aus den arbeitsteiligen Geschäftsvorgängen ergebenden Anforderungen genügen sowie die technischen Konzepte des infoasset Brokers berücksichtigen. Ferner soll in dieser Arbeit exemplarisch die Unterstützung der Abwicklung eines arbeitsteiligen Geschäftsvorgangs auf der Basis des Job-Dienstes im infoasset Broker realisiert werden. 1.2 Gliederung Kapitel 2 befasst sich mit arbeitsteiligen Geschäftsvorgängen als dem zentralen Begriff dieser Arbeit und orientiert sich insbesondere an konkreten Analysebeispielen. Ferner wird die Relevanz eines generischen Basisdienstes zur Unterstützung solcher Vorgänge erläutert. Das Kapitel schließt mit einer Abgrenzung des zu entwickelnden Basisdienstes zu Workflow- Unterstützung. Kapitel 3 ist der Architektur sowie wesentlichen Konzepten des infoasset Brokers gewidmet, da diese für seine Erweiterung um einen neuen generischen Basisdienst eine wichtige Rolle spielen. Die beiden folgenden Kapitel 4 und 5 stellen die Entwicklung des Job-Dienstes zur Unterstützung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge vor - beginnend bei der Anwendung deren Konzepte über den Entwurf bis zur Implementierung. In Kapitel 6 wird exemplarisch die Umsetzung eines arbeitsteiligen Geschäftsvorgangs im infoasset Broker mit Hilfe des Job-Dienstes dargestellt. Kapitel 7 gibt abschließend eine Zusammenfassung über die Arbeit sowie einen Ausblick auf weiterführende Entwicklungs- und Integrationsmöglichkeiten des entwickelten Dienstes.

11 Kapitel 2 Arbeitsteilige Geschäftsvorgänge In diesem Kapitel werden zunächst arbeitsteilige Geschäftsvorgänge allgemein beschrieben (Kapitel 2.1), denn sie spielen in der vorliegenden Arbeit eine zentrale Rolle. Im weiteren Verlauf wird zu ausgewählten Beispielvorgängen im infoasset Broker, in denen die Arbeitsteilung eine wichtige Rolle spielt, eine detaillierte Darstellung gegeben (Kapitel 2.2). Als Konklusion befasst sich Kapitel 2.3 mit Ausführungen zu einem generischen Basisdienst zur Unterstützung der Abwicklung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge. Abschließend wird in Kapitel 2.4 eine Abgrenzung dieses Basisdienstes zu Workflow-Unterstützung vorgenommen. 2.1 Allgemeine Beschreibung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge Zunächst wird der Geschäftsvorgang an sich ohne den Aspekt der Arbeitsteilung betrachtet, wie er in betriebswirtschaftlichen Analysen von Unternehmen Verwendung findet. Für den Begriff Geschäftsvorgang kann der Begriff Geschäftsprozess synonym verwendet werden. Ein Geschäftsprozess ist nach [Jabl97] wie folgt definiert: Ein Geschäftsprozess ist ein Vorgang in Wirtschaftseinheiten (Unternehmen, Verwaltungen etc.), der einen wesentlichen Beitrag zu einem nicht notwendigerweise ökonomischen Unternehmenserfolg leistet. Dabei läuft er in der Regel funktions-, hierarchie- und standortübergreifend ab, kann die Unternehmensgrenzen überschreiten und erzeugt einen messbaren, direkten Kundennutzen. Im weiteren wird der Begriff Geschäftsvorgang verwendet. Arbeitsteilige Geschäftsvorgänge stellen eine sehr häufige Art von Geschäftsvorgängen in Unternehmen dar. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass mehrere Organisationseinheiten an der Abwicklung des Vorganges beteiligt sind. Diese Organisationseinheiten können Personen oder auch Gruppen dieser Personen sein. Bei den Eigenschaften, die eine Gruppe von anderen abgrenzen, handelt es sich in diesem Fall um besondere Befugnisse und/oder 3

12 4 KAPITEL 2. ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE Verantwortlichkeiten ihrer Mitglieder. So kann es in einem Unternehmen eine bestimmte Gruppe von Mitarbeitern geben, die für die Abwicklung einer speziellen Art eines Vorganges zuständig sind. Dabei haben sie aber keine Befugnisse, an der Abwicklung von Geschäftsvorgängen, die in ihrer Art von dem eben genannten abweichen, mitzuwirken. Die Personen und Gruppen nehmen in bezug auf den Geschäftsvorgang verschiedene Rollen an. Zum einen gibt es Personen, die einen Vorgang initiieren und ihn damit erst in Gang bringen. Diese werden im folgenden als Auftraggeber bezeichnet. Zum anderen sei an dieser Stelle die Rolle der Auftragnehmer eingeführt, die an der Abwicklung des Geschäftsvorganges mitwirken. Dabei kann ein Auftragnehmer eine Person oder eine Gruppe sein. Für die Abwicklung des Geschäftsvorganges wird in dieser Arbeit als Synonym der Begriff Auftragsbearbeitung verwendet. Eine Auftragsbearbeitung besteht aus einem oder mehreren Bearbeitungsschritten. Ein arbeitsteiliger Geschäftsvorgang besteht sinngemäß aus mehreren Bearbeitungsschritten. Diese sind atomare Elemente bezüglich der Arbeitsteilung in der Hinsicht, dass sie für sich nicht mehr auf verschiedene Auftragnehmer verteilt werden, in sich aber sehr wohl noch verfeinert - also auf einer detaillierteren Ebene betrachtet - aus Teilschritten bestehen können. Arbeitsteilige Geschäftsvorgänge werden also in dieser Arbeit auf einer nicht verfeinerten Ebene von Bearbeitungsschritten betrachtet, die gewöhnlich (aber nicht notwendigerweise) von verschiedenen Auftragnehmern bearbeitet werden müssen. Das logische Schema einer Auftragsbearbeitung ist nachfolgend dargestellt (Abbildung 2.1). n Auftragnehmer Auftrag unerledigt Auftraggeber Auftrag anlegen Auftragsbearbeitung Auftrag erledigt Abbildung 2.1: Logisches Schema der Auftragsbearbeitung In der obigen Abbildung 2.1 sind die beiden Fälle einer erfolgreichen sowie einer nicht erfolgreichen Auftragsbearbeitung dargestellt. Letzterer kann sich einstellen, wenn sich während der Auftragsbearbeitung eine Situation ergibt, die den Abschluss des Auftrages verhindert. In diesem Fall bleibt der Auftrag also unerledigt.

13 2.2. BSP FÜR ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE IM INFOASSET BROKER Beispiele für arbeitsteilige Geschäftsvorgänge im infoasset Broker Der infoasset Broker als Basis für Unternehmensportale wird im Rahmen dieser Arbeit um einen Basisdienst zur Unterstützung der manuellen und semi-automatischen Bearbeitung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge erweitert. Im folgenden werden mehrere konkrete arbeitsteilige Geschäftsvorgänge als Analysebeispiele in Systemen betrachtet, die auf dem infoasset Broker basieren, denn der Basisdienst muss den Anforderungen aus diesen Beispielen gerecht werden Freischaltung einer Gruppenmitgliedschaft Der infoasset Broker verfügt über eine Benutzerverwaltung, mit der die das System nutzenden Personen und (Benutzer-)Gruppen verwaltet werden. Standardmäßig gehören alle registrierten Benutzer zumindest der Gruppe Alle Benutzer an. Als Beispiel wird in Abbildung 2.2a die Zugehörigkeit von Benutzern zu den Gruppen Projektmitglieder und Mitarbeiter durch ein Venn-Diagramm dargestellt. Abbildung 2.2b zeigt das UML- Klassendiagramm [JBR99] dieser Mitgliedschaftsrelation. Alle Benutzer Person Gruppe Projektmitglieder Mitarbeiter Abbildung 2.2a: Illustration der Mitgliedschaftsrelation in Benutzergruppen

14 6 KAPITEL 2. ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE Abbildung 2.2b: UML-Klassendiagramm der Mitgliedschaftsrelation Die Freischaltung von Gruppenmitgliedschaften ist also ein sehr allgemeiner arbeitsteiliger Geschäftsvorgang im infoasset Broker, der dazu dient, einen registrierten, also im infoasset Broker bereits eingerichteten Benutzer als Mitglied in eine neue Gruppe aufzunehmen, deren Mitgliedschaft er noch nicht innehat. Um den Geschäftsvorgang zu initiieren, füllt ein Benutzer einen Antrag auf Freischaltung einer bestimmten Gruppenmitgliedschaft aus. Damit wird implizit ein Auftrag angelegt, dessen Daten vom System zunächst auf Vollständigkeit geprüft werden, um zu gewährleisten, dass im Hinblick auf die Auftragsbearbeitung keine obligatorischen Daten fehlen. Der Auftrag wird bei festgestellter Unvollständigkeit zur Überprüfung zurück an den Benutzer geleitet. Dies kann sich wiederholen, bis alle erforderlichen Daten vorliegen, woraufhin der Auftrag an einen Administrator (bzw. an die Gruppe der Administratoren) weitergeleitet wird, denn diese haben die Berechtigung, Freischaltungen von Gruppenmitgliedschaften zu bearbeiten. Mit dieser Tätigkeit beginnt die eigentliche Auftragsbearbeitung durch einen Administrator. Dieser wird erst seine Zuständigkeit bezüglich der Bearbeitung dieses speziellen Auftrages prüfen, um ihn im entsprechenden Falle weiterzuleiten oder selbst zu bearbeiten. Die Auftragsbearbeitung besteht bei dem vorliegenden Beispiel der Freischaltung einer Gruppenmitgliedschaft aus den beiden Bearbeitungsschritten 1. Prüfung der Berechtigung des Benutzers zur Mitgliedschaft der gewünschten Gruppe 2. Freischaltung des Benutzers Wenn beide Bearbeitungsschritte erfolgreich abgeschlossen sind, wird der Auftrag als erledigt markiert. Andernfalls - wenn der Benutzer nicht berechtigt ist, in die gewünschte Gruppe aufgenommen zu werden - wird der Auftrag mit einer entsprechenden Meldung an den Benutzer zurückgeschickt. Damit ist die Auftragsbearbeitung abgeschlossen. Arbeitsteilig ist dieser Geschäftsvorgang dadurch, dass die beiden Bearbeitungsschritte von verschiedenen Personen aus der Gruppe der Administratoren ausgeführt werden können. Die Abwicklung dieses Geschäftsvorganges ist in der untenstehenden Abbildung 2.3 als UML- Activity-Diagramm [JBR99] dargestellt.

15 2.2. BSP FÜR ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE IM INFOASSET BROKER 7 Abbildung 2.3: Freischaltung einer Gruppenmitgliedschaft Die im vorigen Abschnitt eingeführten Begriffe Auftrag, Auftraggeber und Auftragnehmer werden für diesen arbeitsteiligen Geschäftsvorgang konkretisiert (vgl. Tabelle 2.1). Auftrag Auftraggeber Auftragnehmer Antrag auf Freischaltung einer Gruppenmitgliedschaft Benutzer Gruppe der Administratoren, System Tabelle 2.1: Auftrag, Auftraggeber und -nehmer im Geschäftsvorgang Gruppenfreischaltung Fehlerbehebung im Bugtracker Der zweite arbeitsteilige Geschäftsvorgang, der an dieser Stelle betrachtet wird, ist der Vorgang der Fehlerbehebung mittels des Bugtrackers des infoasset Brokers. Dieser Vorgang spielt sich in folgender Weise ab: Ein Kunde erfasst eine neue Meldung (BugReport) über einen aufgetretenen Fehler und leitet sie an den Koordinator weiter. Dieser weist die Meldung einem Entwickler zu, der sie bearbeiten und damit den Fehler beheben soll. Der Entwickler prüft daraufhin seine Zuständigkeit in der Fehlerbehebung und leitet die Meldung ggf. an einen anderen Entwickler weiter. Wenn ein Entwickler die Bearbeitung eines Fehlers annimmt, wird dies in der Fehlermeldung protokolliert. Der Entwickler prüft dann, ob der Fehler behoben ist oder noch weitere Bearbeitung erfordert. Sollte der Fehler noch nicht behoben sein, kann der Entwickler entweder die weitere Bearbeitung der Meldung übernehmen oder die Meldung einem anderen Entwickler zuweisen. Diese Schritte werden so lange

16 8 KAPITEL 2. ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE wiederholt, bis der Fehler behoben ist und die Meldung damit den Status abgeschlossen aufweist. In diesem Fall ist die Auftragsbearbeitung im Bugtracker beendet. Bei diesem Beispielvorgang ist die Arbeitsteiligkeit erkennbar durch die Mitwirkung mehrerer Entwickler an der Bearbeitung einer Fehlermeldung. Entsprechend den vorigen Ausführungen ergibt sich das nachstehende UML-Activity-Diagramm [JBR99] (Abbildung 2.4) für diesen arbeitsteiligen Geschäftsvorgang. Abbildung 2.4: Fehlerbehebung im Bugtracker Die Anwendung der zentralen Begriffe arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge auf den Bespielfall des Bugtrackers ergibt folgende Entsprechungen (vgl. Tabelle 2.2). Auftrag Auftraggeber Auftragnehmer Erfassen einer Meldung über einen Fehler Kunde Koordinator, Entwickler Tabelle 2.2: Auftrag, Auftraggeber und -nehmer im Geschäftsvorgang Bugtracker Bestellworkflow im Contentmap Broker Das dritte Beispiel eines arbeitsteiligen Geschäftsvorganges ist der Bestellworkflow im Contentmap Broker, der eine erweiterte Version des infoasset Brokers darstellt und für die Vermittlung und den Vertrieb von Contentpaketen im Internet verwendet wird [Info01]. Es geht

17 2.2. BSP FÜR ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE IM INFOASSET BROKER 9 hierbei um die Bestellung von digitalen Inhalten in bestimmten Formaten zu bestimmten Lizenzbedingungen. Der Ablauf dieses Geschäftsvorganges ist wie folgt: Der Kunde beginnt mit einer leeren Bestellung, zu der anschließend verschiedene Artikel - also einzelne digitale Inhalte oder Pakete - als Bestellpositionen hinzugefügt werden können. Diese Artikel werden jeweils aus dem Katalog ausgewählt oder vom persönlichen Merkzettel übernommen. Dieser Schritt spielt bezüglich der Betrachtung der Arbeitsteiligkeit des Vorganges keine Rolle und wird somit an dieser Stelle nicht ausführlicher dargestellt. Wenn der Kunde alle gewünschten Artikel seiner Bestellung hinzugefügt hat, muss er die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptieren, bevor die Bestellung endgültig abgeschickt wird. Daraufhin wird automatisch die Bestellsumme kalkuliert und auf einen Mindestbestellwert geprüft. Wird dieser nicht erreicht, wird der Kunde aufgefordert, seine Bestellung nochmals zu überprüfen bzw. zu ändern. Andernfalls wird eine an einen Mitarbeiter verschickt, der diese Bestellung zu bearbeiten hat. Der Mitarbeiter geht die einzelnen Bestellpositionen durch, führt die Bestellungen aus und schickt zum Abschluss des Vorganges eine mit der Bestätigung der bearbeiteten Bestellung an den Kunden. Die Arbeitsteiligkeit bei diesem Vorgang kommt dadurch zum Tragen, dass die einzelnen Bestellpositionen von verschiedenen Mitarbeitern bearbeitet werden können. Nachfolgend ist das UML-Activity-Diagramm [JBR99] für diesen Vorgang in Abbildung 2.5 dargestellt. Abbildung 2.5: Bestellworkflow im Contentmap Broker

18 10 KAPITEL 2. ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE Die im vorigen Abschnitt eingeführten Begriffe Auftrag, Auftraggeber und Auftragnehmer werden für diesen arbeitsteiligen Geschäftsvorgang konkretisiert (vgl. Tabelle 2.3). Auftrag Auftraggeber Auftragnehmer Bestellung Kunde Mitarbeiter, System Tabelle 2.3: Auftrag, Auftraggeber und -nehmer im Geschäftsvorgang Contentmap Broker WIPS: Bestellung einer Schiffsbesichtigung Die Grundlage für das letzte Beispiel für einen arbeitsteiligen Geschäftsvorgang bildet ein Vorgang im Aufgabenfeld Fahrende Flotte des Germanischen Lloyds, der innerhalb des WIPS- Projektes (Wettbewerbsvorteile durch informationstechnisch unterstützte Produktsimulation im Schiffsbau) prototypisch mit dem infoasset Broker realisiert werden soll. Bei diesem Vorgang handelt es sich um die Bestellung einer Schiffsbesichtigung zur Überprüfung des Zustandes von existierenden Schiffen (daher der Name Fahrende Flotte im Gegensatz zum Schiffsneubau ). Der Vorgang beginnt mit der Bestellung einer Schiffsbesichtigung durch den Reeder, die an einen Mitarbeiter der Hauptverwaltung des Germanischen Lloyds weitergeleitet wird. Dieser muss zunächst die Bonität des Reeders prüfen, die Angaben der Bestellung vervollständigen und den Besichtiger für das Schiff im gewünschten Hafen benachrichtigen. Es können dabei Einschränkungen an der Bestellung des Reeders vorgenommen werden. Anschließend wird dem Auftrag eine Auftragsnummer vergeben. Damit ist der Auftrag offiziell angenommen. Es werden nun die erforderlichen Dokumente (gewählte Besichtigungsarten, Regelwerk und Schiffsdaten) an den Besichtiger vor Ort versendet. Dieser erstellt eine Besichtigungsitemliste und inspiziert das Schiff. Bei erfolgreicher Überprüfung fertigt er ein temporäres Zertifikat an, das er dem Kapitän des Schiffes aushändigt. Anschließend erstellt er eine Kostenaufstellung über seine Arbeit. Diese beiden Dokumente werden wiederum an einen Mitarbeiter der Hauptverwaltung des Germanischen Lloyds weitergeleitet. Dieser erstellt anhand des Berichts das endgültige Zertifikat für den Reeder. Eine Kopie des Zertifikats wird im System abgelegt. In diesem Beispielvorgang ist die Arbeitsteiligkeit unmittelbar durch die Notwendigkeit der Mitwirkung verschiedener Mitarbeiter an der Abwicklung einer Schiffsbesichtigung gegeben. Den Begriffen des vorigen Kapitels entsprechend lassen sich folgende Zuordnungen treffen (vgl. Tabelle 2.4): Auftrag Auftraggeber Auftragnehmer Bestellung Reeder Mitarbeiter Hauptverwaltung (HV), Besichtiger Tabelle 2.4: Auftrag, Auftraggeber und -nehmer im Geschäftsvorgang,WIPS: Schiffsbesichtigung

19 2.2. BSP FÜR ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE IM INFOASSET BROKER 11 Nachfolgend findet sich zu diesem arbeitsteiligen Geschäftsvorgang das zugehörige UML- Activity Diagramm [JBR99] (Abbildung 2.6). Abbildung 2.6: WIPS: Schiffsbesichtigung

20 12 KAPITEL 2. ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE 2.3 Der generische Basisdienst für den infoasset Broker Die im vorigen Abschnitt beschriebenen arbeitsteiligen Geschäftsvorgänge weisen im Hinblick auf die Auftragsbearbeitung eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf. Es macht daher Sinn, einen generischen Basisdienst für den infoasset Broker zu entwerfen, der alle konkreten Vorgänge in bezug auf die Aspekte der Arbeitsteilung während der Abwicklung unterstützt (vgl. Kapitel 2.1) Vergleich der betrachteten Beispielvorgänge Gemeinsamkeiten der betrachteten Beispielvorgänge ergeben sich aus der Tatsache, dass jeder der Beispielvorgänge auf ein abstraktes Modell mit den in Kapitel 2.1 eingeführten Begriffen übertragen werden kann. Es finden sich die Konzepte der Auftragsbearbeitung wie der Auftrag selbst sowie die Rollen des Auftraggebers und Auftragnehmers in jedem der betrachteten arbeitsteiligen Geschäftsvorgänge wieder. In jedem Fall kann also ein Auftrag identifiziert werden, der während des gesamten Vorganges existiert und durch Fortschreiten der Auftragsbearbeitung seinen Zustand ändert. Das Spezielle an den einzelnen Vorgängen ist die tatsächliche Abfolge der Bearbeitungsschritte und die dazugehörenden konkreten Tätigkeiten. Diese sind für die Art des Geschäftsvorganges charakteristisch und werden im folgenden durch das Konzept des Auftragstypen repräsentiert. Dabei benötigen Aufträge unterschiedlichen Auftragstyps zur Bearbeitung verschiedene Daten wie einzelne Dokumente oder Personendaten, die als Anlagen der Auftragsmappe eines Auftrags hinzugefügt werden müssen. Jeder Auftrag wird also einem Auftragstyp zugeordnet, und die betrachteten Beispielvorgänge stellen vier verschiedene, konkrete Auftragstypen dar. Unabhängig vom Auftragstyp wird ein Auftrag immer von einem Auftraggeber angelegt. Anschließend wird der Auftrag zu den Auftragnehmern weitergeleitet und in mehreren Schritten von verschiedenen Auftragnehmern bearbeitet. Vor und nach Bearbeitungsschritten kann der Auftrag weitergeleitet werden. Wenn keine weitere Bearbeitung erforderlich ist, kann der Auftrag durch einen Auftragnehmer als erledigt markiert werden. Diese Operationen an dem Auftrag müssen somit durch einen generischen Basisdienst unterstützt werden können. Abbildung 2.7 illustriert diese Operationen und die entsprechenden Akteure.

21 2.3. DER GENERISCHE BASISDIENST FÜR DEN INFOASSET BROKER 13 Auftragstyp bearbeiten anlegen Auftrag als erledigt markieren... weiterleiten Abbildung 2.7: Akteure und Operationen an einem Auftrag Vorteile eines generischen Basisdienstes Ein generischer Basisdienst zur Unterstützung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge als Erweiterung des infoasset Brokers ist vorteilhaft für die Abwicklung dieser Vorgänge. Im folgenden werden dazu die entsprechenden Aspekte erläutert. Der Basisdienst unterstützt die automatische Ausführung von Vorgängen. Diese werden folgendermaßen klassifiziert: Es gibt die Möglichkeit der semi-automatischen und der vollautomatischen Auftragsbearbeitung. Bei der semi-automatischen Bearbeitung unterstützt der Basisdienst zwar die Auftragsbearbeitung, es sind aber an definierten Stellen manuelle Eingriffe durch den Auftragnehmer möglich oder erforderlich. Im Gegensatz hierzu ist die vollautomatische Auftragsbearbeitung dadurch gekennzeichnet, dass nach Anlegen des Auftrages durch den Auftraggeber eine vollständig vom System gesteuerte Auftragsbearbeitung ohne die Intervention eines Auftragnehmers erfolgt. Die semi-automatische Auftragsbearbeitung wird durch die vom Basisdienst angebotenen Operationen anlegen, weiterleiten, bearbeiten und als erledigt markieren unterstützt. Somit wird eine einheitliche Abwicklung der Geschäftsvorgänge gewährleistet, denn für jeden Auftragstyp kann der Basisdienst eine Standard-Auftragsbearbeitung mit den entsprechenden Bearbeitungsschritten festlegen. Bei der vollautomatischen Auftragsbearbeitung gibt es die Möglichkeit zum Verketten von Aufträgen verschiedener Auftragstypen. Dabei kann also die Erledigung eines Auftrages das Einleiten einer neuen Auftragsbearbeitung bewirken. Zudem gewährleistet der Basisdienst auch die spätere Rückverfolgbarkeit der Auftragsbearbeitung, denn jeder durch einen Auftraggeber, Auftragnehmer oder das System selbst ausgeführte Bearbeitungsschritt wird in einer Auftragshistorie festgehalten. Es ist zu jedem

22 14 KAPITEL 2. ARBEITSTEILIGE GESCHÄFTSVORGÄNGE Zeitpunkt einsehbar, wie weit die Auftragsbearbeitung fortgeschritten ist und welche Auftragnehmer an ihr beteiligt waren. Der in der vorliegenden Arbeit zu entwerfende und zu realisierende generische Basisdienst, im folgenden als Job-Dienst bezeichnet, ist mit verschiedenen Funktionalitäten vornehmlich auf die Unterstützung der semi-automatischen Auftragsbearbeitung ausgerichtet. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit der Integration einer vollautomatischen Auftragsbearbeitung. 2.4 Abgrenzung zu Workflow-Unterstützung Der Job-Dienst als generischer Basisdienst für den infoasset Broker dient der Unterstützung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge, jedoch nicht der Unterstützung von Workflows. Für letztere werden sog. Workflow-Management-Systeme (WfMS) verwendet. Auf der Modellierungsebene von arbeitsteiligen Geschäftsvorgängen und Workflows findet sich dieselbe Detaillierungsstufe. Im allgemeinen spielen in beiden Fällen nur Interaktionen zwischen verschiedenen Organisationseinheiten (Auftraggeber/Auftragnehmer) eine Rolle. Ferner beinhaltet der Job-Dienst eine deterministische, vordefinierte Art der Auftragsbearbeitung pro Auftragstyp durch das Festlegen einer Standardabfolge von Bearbeitungsschritten. Die Abwicklung von Geschäftsvorgängen geschieht auch bei WfMS im wesentlichen ohne manuelle Interaktionen, da Entscheidungen vordefiniert sind und vom System getroffen werden. Bei WfMS ist eine automatische Weiterleitung des Auftrages an den folgenden Auftragnehmer vorgesehen; im Job-Dienst wird ein Auftrag vornehmlich explizit durch einen Auftragnehmer an den nächsten delegiert. Die Auftragsbearbeitung bei dem in dieser Arbeit zu entwickelnden Basisdienst wird auf der Ebene der Arbeitsteilung sequentiell modelliert. Es gibt also keine nebenläufige Ausführung von Bearbeitungsschritten an einem Auftrag, solange nicht explizit Unteraufträge hierfür angelegt werden. Im Gegensatz zu WfMS werden also statt der Erzeugung von Nebenläufigkeit Unteraufträge delegiert. Für eine komplex organisierte Auftragsbearbeitung - hierarchisch und nebenläufig zugleich - ist also der Einsatz eines WfMS geeignet.

23 Kapitel 3 Der infoasset Broker Der Job-Dienst ist so zu entwerfen, dass er in die durch den infoasset Broker vorgegebene Architektur als generischer Basisdienst integriert werden kann. Dazu werden in den nachfolgenden beiden Kapiteln 3.1 und 3.2 die Architektur des infoasset Brokers sowie die für seine Erweiterung relevanten Konzepte beschrieben. Der letzte Abschnitt erläutert, wie der Job- Dienst in die infoasset Broker-Architektur einzuordnen ist (Kapitel 3.3). 3.1 Die Architektur des infoasset Brokers Der infoasset Broker als Basissoftware für Unternehmensportale weist eine Mehrschichten- Architektur auf. Dabei sind die Ebenen der Präsentation, Anwendungslogik und der Informationsspeicher voneinander getrennt. Die unterste Schicht bildet der Informationsspeicher der Inhalte, die während der Laufzeit des Systems zur Verfügung stehen. Diese Schicht gewährleistet für die darüber liegenden Schichten einen transparenten Zugriff auf die Inhalte, wobei von der Art des Datenspeichers abstrahiert wird. Auf der Ebene der Anwendungslogik befinden sich die Dienste - im folgenden auch als Broker-Services bezeichnet - mit ihren Schnittstellen (Interfaces) für die Nutzung durch andere Systemkomponenten. Die für die Realisierung der Erweiterung des infoasset Brokers um den neuen Job-Dienst wesentliche, bereits vorhandene Dienste umfassen das Content-Management für die Verwaltung von Inhalten und die Benutzerverwaltung von Personen und Gruppen. Benutzer kommunizieren mit dem infoasset Broker über das Web-Interface, das einen Teil der Präsentationsebene darstellt. Der Benutzer stellt dabei Anfragen über das HTTP-Protokoll an den integrierten WebServer, und es wird ihm während dieser Kommunikationsphase eine eigene Session zugeordnet, d. h. alle relevanten Daten werden während der Navigation durch die Web- Seiten abgespeichert. 15

24 16 KAPITEL 3. DER INFOASSET BROKER Das Web-Interface ist so realisiert, dass für jeden Dienst Seiten bestimmter Formate - wie HTML für die Visualisierung auf dem PC oder WML für die Visualisierung auf mobilen Geräten - generiert werden. Dazu stehen statische Formatvorlagen (Templates) mit Platzhaltern für die Generierung dynamischer Inhalte zur Verfügung. Die Platzhalter in den Templates werden vor der Visualisierung durch die Handler durch Inhalte ersetzt. Handler sind Java-Klassen, die ebenfalls der Präsentationsebene angehören. Sie bearbeiten Anfragen an den WebServer. Die Abbildung von Handlernamen auf die eigentlichen Handler-Klassen geschieht dabei in der Datei handler.txt. Der infoasset Broker wird über eine Properties-Datei (properties.txt) konfiguriert. Nachfolgend stellt Abbildung 3.1 eine Übersicht über die Schichten-Architektur des infoasset Brokers dar. Präsentation Interfaces Anwendungslogik Informationsspeicher Abbildung 3.1: Architektur-Übersicht des infoasset Brokers [Wegn00] 3.2 Relevante Konzepte des infoasset Brokers für einen neuen Dienst Die nächsten Abschnitte stellen die für die Erweiterung des infoasset Brokers zu berücksichtigenden Konzepte vor. Es wird einerseits das Konzept der Assets und AssetContainer in der Ebene der Anwendungslogik beschrieben. Des weiteren werden die Handler und Templates der Präsentationsebene erläutert.

25 3.2. RELEVANTE KONZEPTE DES IAB FÜR EINEN NEUEN DIENST Assets und AssetContainer Assets repräsentieren persistente Informationsobjekte, also Entitäten im infoasset Broker. Diese können beispielsweise Gruppen, Personen, Dokumente, aber auch Aufträge, die neu durch den Job-Dienst eingeführt werden, sein. Alle Assets eines bestimmten Typs werden von einem AssetContainer verwaltet. Dies bedeutet die Verwaltung des Lebenszyklus von Assets, also das Erstellen und Löschen der Assets durch ihren zugehörigen AssetContainer sowie auch die Suche. Auf der Ebene der Anwendungslogik (Service-Schicht) wird für einen neuen Broker-Service ein Interface definiert, das dann von der Service-Klasse zu implementieren ist. Andererseits muss für die Verwaltung der Service-Objekte dieses neuen Typs auch ein AssetContainer mit dem entsprechenden Interface realisiert werden. Die Basisfunktionalität der Assets und AssetContainer ist in den abstrakten Klassen AbstractAsset und AbstractAssetContainer definiert. Die Implementierungsklassen erben von diesen Klassen. Das untenstehende Klassendiagramm illustriert die Beziehungen zwischen den genannten Interfaces und Klassen (vgl. Abbildung 3.2). Abbildung 3.2: Klassendiagramm für einen neuen Service (NewService) Templates und Handler In der Präsentationsebene des infoasset Brokers werden zwei Konzepte eingesetzt: Templates und Handler. Sie dienen der Erstellung der statischen und dynamischen Inhalten von Seiten. Templates sind statische Formatvorlagen für die Ausgabe - vorwiegend in HTML oder WML, wie in Abschnitt 3.1 erläutert - und enthalten Platzhalter für dynamische Inhalte. Von diesen gibt

26 18 KAPITEL 3. DER INFOASSET BROKER es drei verschiedene Arten, nämlich Platzhalter für die einfache textuelle Ersetzung, bedingte Platzhalter, bei denen die Ausgabe nur in bestimmten Fällen erfolgt, und Listenplatzhalter für die Darstellung von Wiederholungen in der Ausgabe. Die Syntax der einzelnen Platzhalter ist in der nachfolgenden Tabelle 3.1 zusammengestellt. Platzhalter Textuelle Ersetzung Syntax $platzhalter$ Bedingter Platzhalter $[platzhalter$ Inhalt $]platzhalter[$ Alternative $platzhalter]$ Listenplatzhalter $[platzhalter p $ Zeile mit Platzhaltern $p.varname$ Letzte Zeile mit Platzhaltern $p.varname$ $]platzhalter[$ Ausgabe bei leerer Liste $platzhalter]$ Tabelle 3.1: Syntax der Platzhalter in den Templates Handler bearbeiten die an den WebServer des infoasset Brokers gestellten Anfragen durch die Methode handlerequest(). Alle Handler sind Subklassen der Klasse GenericHandler. Es gibt üblicherweise einen Handler pro Aktion, der zur Ausführung die Broker-Services nutzt. In dieser Hinsicht sind in den Handlern auch Teile der Anwendungslogik (Prozessfragmente) enthalten. Handler werden in zwei Kategorien eingeteilt: Es gibt sichtbare Handler, die Platzhalter in einem Template ersetzen und die so entstandene Web-Seite als Ausgabe erzeugen. Dazu werden Template-Objekte erzeugt, in denen die Ersetzung der einzelnen Platzhalter mit der Methode put() erfolgt. Anschließend wird die entsprechende Seite nach Aufruf der Methode instantiate() des Template-Objektes angezeigt. Des weiteren gibt es unsichtbare Handler, die durch die ausgeführte Aktion lediglich den Systemzustand ändern. Anschließend leiten sie die an sie gerichtete Anfrage an einen sichtbaren Handler weiter, um eine Ausgabe zu erzeugen. Der Informationsaustausch zwischen Templates und Handlern erfolgt in der folgenden Weise: Wie bereits in den vorangehenden Abschnitten erwähnt, sind in die statischen Seiten, also die Templates, Platzhalter eingefügt, die von den Handlern durch dynamische Inhalte ersetzt werden. Zudem enthalten die Templates HTML-Forms, die über die HTTP-POST- oder GET-Methode Inhalte als Session-Parameter (Name/Wert-Paare) an die Handler weitergeben. Die aktuellen Parameter finden sich dabei im Session-Objekt des gerade angemeldeten Benutzers und sind für die Handler durch die Methode getrequestparameter() des Session-Objekts zugreifbar.

27 3.2. RELEVANTE KONZEPTE DES IAB FÜR EINEN NEUEN DIENST 19 Ferner kann ein Informationsaustausch zwischen Handlern dadurch erfolgern, dass ein Handler durch das explizite Abspeichern von Parametern mit der Methode putrequestparameter() des Session-Objekts Inhalte an den nächstfolgenden Handler übergibt. Dieser greift wiederum mit der Methode getrequestparameter() auf die Inhalte zu. In Abbildung 3.3 ist ein Szenario für den Informationsaustausch zwischen Handlern und Templates während einer Session als UML-Interaktionsdiagramm [JBR99] dargestellt. Abbildung 3.3: Informationsaustausch zwischen Handlern und Templates während einer Session

28 20 KAPITEL 3. DER INFOASSET BROKER Bei der Realisierung eines neuen Dienstes müssen somit einerseits Templates der gewünschten Formate erstellt werden, die den Aufbau und den statischen Inhalt der Seiten wiedergeben. In diese Templates werden Platzhalter eingefügt, die von Handlern durch dynamischen Inhalt ersetzt werden. Es können auch unsichtbare Handler für Aktionen, die nur den Systemzustand ändern, realisiert werden. 3.3 Stellung des Job-Dienstes innerhalb der infoasset Broker- Architektur Der Job-Dienst erweitert die infoasset Broker-Architektur in der Präsentationsebene sowie der Ebene der Anwendungslogik, also der Broker-Services. Eine Erweiterung auf der Ebene des Informationsspeichers ist nicht Bestandteil des Prototypen des Job-Dienstes. In dieser Ebene wird stattdessen - transparent - eine prototypische, dateisystembasierte Speicherung der Inhalte verwendet. Die folgende Abbildung 3.4 hebt die Stellen der infoasset Broker-Architektur hervor, die durch den Job-Dienst erweitert werden. Präsentation Anwendungslogik Abbildung 3.4: Der Job-Dienst innerhalb des infoasset Brokers, vgl. [Wegn00]

29 Kapitel 4 Konzeption und Entwurf des Job-Dienstes In Abschnitt 4.1 dieses Kapitels werden zunächst die funktionalen Anforderungen an den Job- Dienst zusammengestellt, die sich aus den in Kapitel 2 betrachteten Geschäftsvorgängen ergeben. Des weiteren wird in Kapitel 4.2 die Umsetzung dieser sowie der technischen Anforderungen unter Berücksichtigung der Konzepte des infoasset Brokers (vgl. Kapitel 3) vorgestellt, also insbesondere das konzeptuelle Klassendiagramm des Job-Dienstes. 4.1 Funktionale Anforderungen an den Job-Dienst Wie in Kapitel 2 beschrieben, muss der Job-Dienst den Anforderungen genügen, die durch die Beispielvorgänge vorgegeben sind. Daraus ergeben sich einerseits die bereits in jenem Kapitel aufgeführten Funktionalitäten, die für den Job-Dienst zur Unterstützung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge erforderlich sind, wie das Anlegen, Bearbeiten, Weiterleiten und Als erledigt markieren eines Auftrages. Ferner werden diese Funktionalitäten noch um eine Auftragsverwaltung erweitert, mit der auch auf Mengen von Aufträgen operiert wird und nicht nur auf einem einzelnen Auftrag. Aufträge werden in logischen Auftragslisten verwaltet. Jeder Auftraggeber hat eine Auftragsliste mit seinen selbsterstellten Aufträgen. Außerdem hat jeder Auftragnehmer als Person eine Auftragsliste mit den von ihm gerade bearbeiteten Aufträgen. Diese wird im folgenden auch als die eigene Auftragsliste bezeichnet. Zusätzlich gibt es für jede Gruppe von Auftragnehmern eine Auftragsliste, in der Aufträge enthalten sind, die auf den Beginn oder Fortsetzung der Auftragsbearbeitung durch einen Auftragnehmer warten. Die Anzeige kann abhängig von der Art der Auftragsliste gefiltert werden, so dass für verschiedene Kriterien nur Aufträge mit bestimmten Eigenschaften in der jeweiligen Auftragsliste erscheinen. Nachfolgend illustriert Abbildung 4.1 die Anzeigeoperationen auf den verschiedenen Auftragslisten mit den entsprechenden Akteuren (einzelnen Personen und Gruppen). 21

30 22 KAPITEL 4. KONZEPTION UND ENTWURF DES JOB-DIENSTES Auftragsliste der gerade bearbeiteten Aufträge gefiltert anzeigen gefiltert anzeigen Auftragsliste der selbsterstellten Aufträge... Auftragsliste einer Gruppe gefiltert anzeigen Mitglieder einer Gruppe Abbildung 4.1: Akteure und Anzeigeoperationen auf Auftragslisten In diesen Auftragslisten können wiederum verschiedene Operationen auf einem Auftrag ausgeführt werden, nämlich das Annehmen oder Ablehnen, die einen bidirektionalen Transfer von Aufträgen zwischen der eigenen Auftragsliste sowie der Auftragsliste einer Gruppe bewirken. Das Annehmen eines Auftrages dient der Zuweisung von Aufträgen zu Auftragnehmern für die Auftragsbearbeitung, und das Ablehnen eines Auftrages bildet dazu die inverse Operation. Der Auftragnehmer kann erst nach Annehmen eines Auftrages die in Kapitel 2 genannten Operationen bearbeiten weiterleiten und als erledigt markieren an dem Auftrag ausführen. Die Funktionalitäten, die der Job-Dienst erfüllt, werden im folgenden separat erläutert. Kapitel befasst sich mit Funktionalitäten für einen einzelnen Auftrag, während Kapitel diese für die Auftragsverwaltung zusammenstellt Funktionalitäten für einen einzelnen Auftrag Neuen Auftrag anlegen Der Auftraggeber legt einen neuen Auftrag an und schickt ihn damit zur Bearbeitung an eine bestimmte Gruppe von Auftragnehmern. Auftrag mit Details anzeigen Der Auftragnehmer oder der Auftraggeber lassen sich Attribute eines Auftrages (Titel, Auftraggeber, Erstellungsdatum, Priorität, Fälligkeitsdatum...) anzeigen.

31 4.1. FUNKTIONALE ANFORDERUNGEN AN DEN JOB-DIENST 23 Einem Auftrag Anlagen zuordnen Der Auftraggeber oder der Auftragnehmer können einem Auftrag die für seine Bearbeitung erforderlichen Dokumente als benannte Anlagen hinzufügen. Vom Auftrag Anlagen entfernen Einem Auftrag zugeordnete Anlagen können durch den Auftraggeber oder den Auftragnehmer wieder aus der Auftragsmappe entfernt werden. Anlagen zum Auftrag anzeigen Der Auftraggeber oder der Auftragnehmer lassen sich alle einem Auftrag zugeordneten benannten Anlagen anzeigen. Auftragshistorie anzeigen Der Auftraggeber oder der Auftragnehmer lassen sich detaillierte Angaben zu allen bisher ausgeführten Bearbeitungsschritten anzeigen, die den jeweiligen Bearbeiter, Zeitangaben sowie die Tätigkeit beinhalten. Auftrag annehmen Der Auftragnehmer nimmt einen Auftrag an, indem er ihn aus der Auftragsliste einer Gruppe - deren Mitgliedschaft er innehat - in seine eigene Auftragsliste übernimmt. Auftrag ablehnen Der Auftragnehmer lehnt einen Auftrag ab, indem er ihn aus seiner eigenen Auftragsliste in die jener Gruppe zurücklegt, aus der der Auftrag zuvor übernommen wurde. Auftrag bearbeiten Der Auftragnehmer führt einen Bearbeitungsschritt an dem Auftrag aus. Dies kann der nächstfolgende Schritt in der Standard-Bearbeitung eines Auftrages eines konkreten Auftragstypen sein oder die Fortsetzung der Bearbeitung innerhalb eines Schrittes, falls der Auftrag zwischendurch zur Seite gelegt wurde (siehe unten). Auftrag weiterleiten Der Auftragnehmer kann den Auftrag vor und nach der Ausführung eines Bearbeitungsschrittes an einen anderen Auftragnehmer oder eine Gruppe von Auftragnehmern weiterleiten. Daraufhin wird der Auftrag in die entsprechende Auftragsliste transferiert. Auftrag zur Seite legen Der Auftragnehmer kann den Auftrag während eines Bearbeitungsschrittes zur Seite legen, um später an derselben Stelle mit der Bearbeitung fortzufahren. Auftrag als erledigt markieren Der Auftragnehmer markiert den Auftrag als erledigt, falls dieser keine weitere Bearbeitung mehr erfordert.

32 24 KAPITEL 4. KONZEPTION UND ENTWURF DES JOB-DIENSTES Zu einem Auftrag Unteraufträge erstellen Der Auftragnehmer kann zu einem Auftrag Unteraufträge erstellen, wodurch der Auftrag in Teilaufgaben gegliedert wird, die getrennt und parallel von untergeordneten Auftragnehmern bearbeitet werden können. Auftrag löschen Der Auftraggeber oder der Auftragnehmer können den Auftrag unter bestimmten Voraussetzungen löschen Funktionalitäten der Auftragsverwaltung Selbsterstellte Aufträge anzeigen Der Auftraggeber lässt sich die Auftragsliste der selbsterstellten Aufträge anzeigen und kann damit den Fortschritt der Bearbeitung einsehen. Eigene Auftragsliste anzeigen Der Auftragnehmer lässt sich die von ihm gerade bearbeiteten Aufträge anzeigen und kann sie weiterleiten oder den nächsten Bearbeitungsschritt an einem Auftrag ausführen. Aus dieser Auftragsliste kann er Aufträge ablehnen. Auftragsliste der Gruppen anzeigen Der Auftragnehmer lässt sich die sich nicht in Arbeit befindenden Aufträge anzeigen, und zwar derjeniger Gruppen, in denen er Mitglied ist. Aus dieser Auftragsliste kann er Aufträge annehmen. Filtern von Aufträgen in der Anzeige der Auftragslisten Die Anzeige der Auftragslisten können der Auftraggeber oder der Auftragnehmer nach bestimmten Kriterien bezüglich der Attribute eines Auftrages filtern, so dass nur die gewünschte Auswahl an Aufträgen erscheint. Aufträge zu einer Anlage suchen Der Auftragnehmer kann nach Aufträgen suchen, die in ihrer Auftragsmappe eine bestimmte Anlage enthalten Anwendungsfalldiagramme Die in den beiden vorangehenden Kapiteln zusammengestellten Funktionalitäten des Job- Dienstes finden sich in den nachfolgenden UML-Anwendungsfalldiagrammen wieder (Abbildungen 4.2a und 4.2b).

33 4.1. FUNKTIONALE ANFORDERUNGEN AN DEN JOB-DIENST 25 Abbildung 4.2a: Anwendungsfalldiagramm für den Job-Dienst - 1.Teil Abbildung 4.2b: Anwendungsfalldiagramm für den Job-Dienst - 2.Teil

34 26 KAPITEL 4. KONZEPTION UND ENTWURF DES JOB-DIENSTES 4.2 Umsetzung der funktionalen und technischen Anforderungen Die funktionalen sowie technischen Anforderungen fließen in das konzeptuelle Klassendiagramm für den Job-Dienst ein, das im folgenden Kapitel dargestellt wird. Des weiteren wird eine Modellierungsalternative für die Beziehung der Klassen Job und JobType präsentiert (Kapitel 4.2.2). Anschließend werden die wichtigsten Klassen des konzeptuellen Modells einzeln erläutert (Kapitel bis 4.2.5) Das konzeptuelle Klassendiagramm Die in den vorigen Kapiteln eingeführten Konzepte für einen Basisdienst zur Unterstützung arbeitsteiliger Geschäftsvorgänge werden auf die im Job-Dienst verwendeten Begriffe wie folgt abgebildet (vgl. Tabelle 4.1). Konzept Auftrag Auftragstyp Bearbeitungsschritt Auftragshistorie Anlage Auftragsmappe Unterauftrag Begriff im Job-Dienst Job JobType JobStep History Asset Portfolio Subjob Tabelle 4.1: Entsprechungen zwischen den Konzepten und den Begriffen des Job-Dienstes Der Job-Dienst umfasst die drei Broker-Services Job, JobType und JobStep. Diese implementieren jeweils das Asset-Interface. Hinzu kommen die AssetContainer Jobs, JobTypes und JobSteps. Jeder Job gehört zu genau einem JobType, d.h. jeder Auftrag ist von genau einem Auftragstyp. Ferner sind einem Job-Objekt mehrere JobStep-Objekte zugeordnet, die bereits ausgeführte Bearbeitungsschritte repräsentieren. Die Gesamtheit aller JobStep-Objekte eines Job-Objektes ist die Auftragshistorie; im System mit dem Begriff History bezeichnet. Diese werden in einem Objekt der Klasse PortfolioItem, die bereits Bestandteil des infoasset Brokers ist, als eine Liste von Name/Wert-Paaren verwaltet. Ferner gehört zu jedem Job-Objekt eine Auftragsmappe, die alle Anlagen enthält. Diese ist auch als PortfolioItem-Objekt modelliert, so dass jeder Anlage ein eindeutiger Name zugeordnet werden kann. Dabei enthält die Auftragsmappe immer nur eine Referenz auf das einzelne Asset-Objekt, so dass dieselbe Anlage für mehrere Job-Objekte verwendet werden kann. Zu einem Job-Objekt können mehrere Subjob- Objekte, also Unteraufträge, gehören. Die Unteraufträge verwalten dabei die Information über ihren Oberauftrag. Der Job-Dienst hat in der Service-Schicht der infoasset Broker-Architektur die Klassenstruktur wie das UML-Klassendiagramm [JBR99] in Abbildung 4.3 darstellt. Für alle Attribute existieren get()/set()-methoden zum kontrollierten Abfragen bzw. Setzen der jeweiligen Attributwerte, die im Diagramm nicht gezeigt werden.

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