Lösungsvorschlag zur Übungsklausur

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Lösungsvorschlag zur Übungsklausur"

Transkript

1 Lösungsvorschlag zur Übungsklausur Kurzgutachten Strafbarkeit des A A. Der A könnte sich einer gefährlichen Körperverletzung, 223 I, 224 I Nr. 3, 4, 5 StGB schuldig gemacht haben, indem er auf den C zu lief um ihm die Nase zu brechen. 1. Objektiver Tatbestand Dann müsste der A zunächst den objektiven Tatbestand der Normen erfüllt haben. Dies würde zumindest voraussetzen, dass er den C körperlich misshandelt oder an der Gesundheit geschädigt hat. Unter einer körperlichen Misshandlung versteht man jede üble, unangemessene Behandlung die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt. Der Schlag des A wurde von C abgewehrt. Mithin ist es zu keiner körperlichen Misshandlung gekommen. Fraglich ist aber, ob er den C an der Gesundheit geschädigt hat. Unter einer Gesundheitsschädigung versteht man das Hervorrufen oder steigern eines pathologischen Zustands. Der A hat jedoch bei C keinen von dem Normalzustand abweichenden Zustand herbeigeführt. Mithin liegt bereits kein tatbestandsgemäßer Erfolg vor. 2. Zwischenergebnis A hat den objektiven Tatbestand nicht erfüllt. II. Ergebnis Der A hat sich keiner gefährlichen Körperverletzung, 223 I, 224 I Nr. 3, 4, 5 StGB, schuldig gemacht, indem er auf den C zu lief um ihm die Nase zu brechen. B. Der A könnte sich der versuchten gefährlichen Körperverletzung, 223 I, II, 224 I Nr. 3, 4, 5, II, 22, 23 I StGB schuldig gemacht haben, indem er auf den C zu lief um ihm die Nase zu brechen. Wie bereits geprüft wurde, kann man den A nicht aus dem vollendeten Delikt bestrafen (s.o.). Darüber hinaus ist der Versuch nach 223 II, 224 II, 22, 23 I StGB strafbar. 1. Tatentschluss bzgl. Grundtatbestand? Fraglich ist somit zunächst, ob der A Tatentschluss zur Begehung einer Körperverletzung im Sinne des 223 I StGB hatte. Dies würde Vorsatz voraussetzen, wobei in diesem Falle ein dolus 1

2 eventualis genügen würde. Unter Vorsatz versteht man dabei den Willen zur Verwirklichung eines Straftatbestandes in Kenntnis aller objektiven Tatumstände. Dementsprechend müsste der A Vorsatz im Hinblick auf die körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen gehabt haben. A wollte laut Sachverhalt dem C die Nase brechen. Dies wäre eine üble und unangemessene Behandlung, welche die körperliche Unversehrtheit nicht unerheblich beeinträchtigen würde. Mithin wollte er einen anderen Menschen körperlich misshandeln. Darüber hinaus würde er damit aber auch einen pathologischen Zustand bei C hervorrufen und wollte ihn daher auch an der Gesundheit schädigen. Dies wollte er durch einen Schlag und somit durch eine willensgetragene Handlung erreichen. Somit wollte er auch handeln. Dementsprechend hatte der A einen ausreichenden Tatentschluss bezüglich einer Körperverletzung im Sinne des 223 I StGB an C. 2. Tatentschluss bzgl. qualifizierender Umstände? Fraglich ist jedoch, ob er auch qualifizierende Umstände in seinen Tatentschluss aufgenommen hatte. In Betracht kommen insoweit 224 I Nr. 3, 4, 5 StGB. Fraglich ist, ob er eine Tatbegehung mittels eines hinterlistigen Überfalls ( 224 I Nr. 3 StGB) in seinen Tatentschluss aufgenommen hatte. Unter einem Überfall versteht man einen unvorhergesehenen Angriff auf den sich das Opfer nicht vorbereiten kann. Hinterlistig wäre ein solcher, wenn der Täter in einer seine wahren Absichten verdeckenden Weise agieren möchte. Vorliegend wollte der A offen auf den C zu laufen. Eine trickreiche Begehung hat er nicht eingeplant. Somit erstreckte sich sein Tatentschluss nicht auf eine Körperverletzung mittels eines hinterlistigen Überfalls. In Betracht kommt aber weiter, dass er die Körperverletzung mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich ( 224 I Nr. 4 StGB) begehen wollte. Welche Anforderungen insoweit zu stellen sind, ist fraglich. Nach überwiegender Ansicht soll dieses Merkmal an der besonderen Situation ansetzen, dass dem Opfer am Tatort mehrere Personen gegenüberstehen und es dadurch eingeschüchtert ist. Das Merkmal ist daher nicht streng im Sinne des 28 II StGB zu verstehen. Vielmehr kommt es darauf an, ob der Täter eine weitere Person in seinen Vorsatz mit aufgenommen hat, welche mit ihm zusammen dem Opfer am Tatort gegenüber treten soll. Vorliegend wollte der A dem C jedoch alleine gegenüber treten und hat dieses qualifizierende Merkmal daher nicht in seinen Vorsatz mit aufgenommen. (a.a. vertretbar) Schließlich könnte er den Vorsatz gehabt haben den C mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung ( 224 I Nr. 5 StGB) zu verletzen. Wie viel man hierbei vorauszusetzen hat, ist umstritten. Minimalvoraussetzung wäre jedoch, dass der Täter eine zumindest abstrakt lebensbedrohliche Handlung in seinen Vorsatz aufgenommen hat. Vorliegend wollte der A dem C aber nur die Nase brechen. Dass hierdurch für den C zumindest eine abstrakte Gefahr für sein Leben bestanden hätte, liegt eher fern. Mithin hat der A keine qualifizierenden Merkmale im Sinne des 224 I StGB in seinen Vorsatz 2

3 aufgenommen. (Bzgl. 224 I Nr. 5 StGB kann man durchaus anderer Meinung sein. Schlägt man nämlich im richtigen Winkel auf die Nase, so kann es meines Wissens nach zu schweren Hirnschäden des Opfers kommen, die u.u. auch zu dessen Tod führen können.) 3. Unmittelbares Ansetzen/ Anfang der Ausführung Weiter müsste der A aber auch unmittelbar zur Tatbegehung angesetzt haben. An Hand dieses Merkmals ist zur regelmäßig straflosen Vorbereitungshandlung abzugrenzen. Eindeutig zur Tat angesetzt hat der Täter zunächst in denjenigen Fällen, in welchen er bereits eine Tatbestandsmerkmal verwirklicht hat oder glaubt bereits alles getan zu haben, was aus seiner Sicht nötig ist um den Erfolg herbeizuführen. Alle weiteren Konstellation sind umstritten. Vorliegend hatte der A bereits einmal zugeschlagen und nur auf Grund einer Abwehrreaktion des C nicht getroffen. Mithin hat er unmittelbar zur Tatbegehung angesetzt. (Würde mir so reichen. Man kann dies natürlich auch mit der langen Formel lösen. Auf jeden Fall liegt ein unmittelbares Ansetzen vor.) II. Rechtswidrigkeit Darüber hinaus müsste der A auch rechtswidrig gehandelt haben. Dies wäre nicht der Fall, wenn sein Verhalten durch Rechtfertigungsgründe gedeckt gewesen wäre. 1. Nothilfe In Betracht käme dabei zunächst Nothilfe, 32 II StGB. Dies würde jedoch voraussetzen, dass zum fraglichen Zeitpunkt ein gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff auf ein Rechtsgut vorlag. Unter einem Angriff versteht man dabei jede von einem Menschen drohende Rechtsgutsverletzung. Vorliegend hat der C die B als blöde Ossitusse bezeichnet und zumindest durch die Bezeichnung als blöd seine Geringschätzung zum Ausdruck gebracht und sie dadurch beleidigt. Hierdurch wurde ihre Ehre und damit ein notwehrfähiges Rechtsgut verletzt. Weiter müsste dieser Angriff aber auch noch gegenwärtig sein. Dies wäre er, wenn er unmittelbar bevor steht, gerade statt findet oder noch andauert. Hier bestehen erhebliche Zweifel. Es ist dem Sachverhalt nicht zu entnehmen, ob die Beleidigung in nahem zeitlichen Zusammenhang statt fand. Ob der Angriff allerdings tatsächlich noch gegenwärtig gewesen ist, kann dahingestellt bleiben, da eine Reaktion mit körperlicher Gewalt hierauf auf keinen Fall erforderlich und geboten gewesen wäre. Mithin scheidet spätestens hieran die Nothilfe aus. 2. rechtfertigender Notstand Eine in Betracht zu ziehende Rechtfertigung aus rechtfertigendem Notstand - 34 StGB - scheitert ebenfalls spätestens an der Erforderlichkeit, wobei auch hier bereits die Gegenwärtig- 3

4 keit der Gefahr zweifelhaft ist. III. Schuld Es sind keine Entschuldigungsgründe ersichtlich. Somit handelte der A auch schuldhaft. IV. Rücktritt Fraglich ist jedoch, ob der A von dem Versuch zurückgetreten ist. In Betracht käme, auf Grund der Zweifel an der Beteiligung der B an der Tat, sowohl ein Rücktritt nach 24 I StGB als auch nach 24 II StGB. Zu beachten ist jedoch, dass der A den Erfolgseintritt gar nicht verhindern wollte, sondern festgehalten wurde. Weiter handelte er auch nicht freiwillig. Ein strafbefreiender Rücktritt scheidet demnach sowohl nach 24 I StGB als auch nach 24 II StGB aus. (Zu möglichen Aufbauvarianten siehe: Rolf Schmidt, Strafrecht AT, 5. Aufl. 2006, S. 303) V. Strafantrag Schließlich ist jedoch zu beachten, dass der C noch einen Strafantrag stellen müsste, 230 I S. 1 StGB. VI. Ergebnis Der A hat sich der versuchten Körperverletzung, 223 I, II, 22, 23 I StGB schuldig gemacht, indem er auf den C zu lief um ihm die Nase zu brechen. C. Der A könnte sich der versuchten schweren Körperverletzung, 223 I, II, 226 I Nr. 2, II, 22, 23 I, 12 I StGB schuldig gemacht haben, indem er auf den C zu lief um ihm die Nase zu brechen. Prüfung wurde nicht erwartet. Ist nur ein Hinweis. Im Ergebnis (-) Die Nase ist nach h.m. kein Glied des Körpers. Strafbarkeit der B A. Die B könnte sich der versuchten Körperverletzung in Mittäterschaft, 223 I, II, 22, 23 I, 25 II StGB schuldig gemacht haben, indem sie den A bestärkte dem C die Nase zu brechen. B kann nicht aus dem vollendeten Delikt bestraft werden. Der Versuch ist strafbar, 223 I, II StGB. 4

5 1. Tatentschluss Fraglich ist insoweit, ob die B den Vorsatz hatte mit dem A gemeinschaftlich, auf Grund eines gemeinsamen Tatentschlusses und damit in Mittäterschaft die Körperverletzung zu begehen. Problematisch erscheint dies, da auch eine Teilnahme an er Tat des A in Form einer Anstiftung oder Beihilfe in Betracht kommen könnte. Nach welchen Kriterien man abzugrenzen hat, ist umstritten. Nach einer Ansicht ist nur nach der subjektiven Seite des Täters zu fragen. Wollte er die Tat als eigene, so hat er animus auctoris und ist als Täter zu bestrafen. Wollte er nur die Tat des Dritten fördern, hätte er animus socii und wäre kein Täter sonder Teilnehmer an der Tat. Vorliegend wollte die B zwar Rache, die Tat aber nicht als eigene und hatte daher nur animus socii. Nach dieser Ansicht käme nur Teilnahme in Betracht. Nach einer zweiten Ansicht ist auf Tatherrschaftskriterien abzustellen. Täter wäre hiernach die Person die als Zentralgestalt des Geschehens die Tat planvoll lenken will. Teilnehmer wäre die Person, wenn sie nur als Randgestalt fungieren möchte ohne wirklichen Einfluss auf die Tat nehmen zu können. Vorliegend sollte sich der Tatbeitrag der B allein auf die Bekräftigung des Entschlusses des A erstrecken. Weitere Unterstützung wollte sie nicht leisten. Mithin kann sie nicht als Zentralgestalt des Geschens eingeordnet werden. Die B wollte nur Randfigur sein und wäre daher auch nach dieser Ansicht als Teilnehmer einzuordnen. Die Ansicht gelangen zum gleichen Ergebnis. Ein Streitentscheid muss daher nicht geführt werden. 2. Zwischenergebnis B hatte keinen ausreichenden Tatentschluss. II. Ergebnis Die B hat sich nicht der versuchten Körperverletzung in Mittäterschaft, 223 I, II, 22, 23 I, 25 II StGB schuldig gemacht, indem sie den A bestärkte dem C die Nase zu brechen. B. Die B könnte sich der Anstiftung zur versuchten Körperverletzung, 223 I, II, 22, 23 I, 26 StGB schuldig gemacht haben, indem sie den A bestärkte dem C die Nase zu brechen. 1. Objektiver Tatbestand Dann müsste zunächst eine taugliche vorsätzlich, rechtswidrige Haupttat vorliegen. Als eine solche kommt die versuchte Körperverletzung des A an C in Betracht. Weiter müsste die B jedoch auch den Tatentschluss zur Begehung dieser Tat bei A hervorgerufen und ihn dadurch zu dieser Tat bestimmt haben. Abgesehen von allen Streitigkeiten bzgl. 5

6 der Anforderungen, welche man an das Bestimmen zu stellen hat, kommt ein solches nur in Betracht, wenn der Täter nicht bereits fest zur Tat entschlossen war (omnimodo facturus). Vorliegend war der A jedoch schon vor dem Gespräch fest zu dieser Tat entschlossen. Mithin scheidet eine Anstiftung durch B aus. 2. Zwischenergebnis B hat den objektiven Tatbestand nicht erfüllt. II. Ergebnis B hat sich nicht der Anstiftung zur versuchten Körperverletzung, 223 I, II, 22, 23 I, 26 StGB schuldig gemacht, indem sie den A bestärkte dem C die Nase zu brechen. C. Die B könnte sich jedoch der Beihilfe zur versuchten Körperverletzung, 223 I, II, 22, 23 I, 27 StGB schuldig gemacht haben, indem sie den A bestärkte dem C die Nase zu brechen. 1. Objektiver Tatbestand Dann müsste zunächst eine taugliche vorsätzlich, rechtswidrige Haupttat vorliegen. Als eine solche kommt die versuchte Körperverletzung des A an C in Betracht. Weiter müsste die B jedoch auch zu dieser Tat Hilfe geleistet haben. Nach h.m. kann eine solche Hilfe durch Rat und Tat allerdings auch in Form einer psychischen Beihilfe erfolgen. Vorliegend hat die B dem A weder hilfreiche Tipps noch tatsächliche tätliche Hilfe geleistet. Mithin kommt höchstens eine psychische Beihilfe in Betracht. Diese besteht darin, dass die B dem A in seinem bereits gefassten Tatentschluss bestärkt und ihm eine Gefühl der Sicherheit gab. (a.a. vertretbar) Fraglich ist darüber hinaus in welchem Zusammenhang der Beitrag der Hilfeleistung zur Haupttat stehen muss. Dies ist umstritten. Nach einer Ansicht muss die Hilfeleistung sich kausal auf die Tat ausgewirkt haben. Dies kann man vorliegend annehmen. Nach einer zweiten Ansicht kommt es nur darauf an, dass der Beitrag die Tat irgendwie fördert. Auch dies ist zu bejahen. Mithin kommen beide Ansichten zum gleichen Ergebnis und der Streit kann dahingestellt bleiben. B hat den objektiven Tatbestand erfüllt. 2. Subjektiven Tatbestand Darüber hinaus müsste die B auch den subjektiven Tatbestand erfüllt haben. Dies würde voraussetzen, dass sie vorsätzlich gehandelt hat. Dementsprechend müsste sich der Vorsatz der B sowohl auf die wesentlichen Begebenheiten der Haupttat als auch auf ihre Hilfeleistung beziehen. Vorliegend wusste die B dass der A den C aufsuchen wollte um ihm die Nase zu 6

7 brechen. Dies ist ausreichend. Auch ist nicht ersichtlich, dass die B davon ausgegegangen ist, dass der A gerechtfertigt sei. Es ging um Rache. Weiter dürfte der B auch klar gewesen sein, dass sie den A in seinem Entschluss noch weiter bestärkte. Mithin erfüllt sie auch den subjektiven Tatbestand. II. Rechtswidrigkeit und Schuld Es sind weder Rechtfertigungs- noch Entschuldigungsgründe ersichtlich. B handelte somit rechtswidrig und schuldhaft. III. Rücktritt Auch bei der B liegen die Voraussetzungen des strafbefreienden Rücktritts nach 24 I StGB nicht vor. IV. Strafantrag Weiter ist zu beachten, dass C auch in diesem Fall noch nach 230 I S. 1 StGB einen Strafantrag stellen muss. V. Ergebnis Die B hat sich der Beihilfe zur versuchten Körperverletzung, 223 I, II, 22, 23 I, 27 StGB schuldig gemacht, indem sie den A bestärkte dem C die Nase zu brechen. (a.a. vertretbar/ Da die Beteiligung jedoch die schwächste Beteiligungsform ist, würde die B dann straflos aus der Sache heraus kommen. Wenn man den Vorwurf nicht am Bestärken des Tatentschlusses sondern an der ausbleibenden Warnung (Beihilfe durch Unterlassen zur Tat des A) an C fest machen will, scheitert man an der Garantenstellung der B für die körperliche Unversehrtheit des C.) Gesamtergebnis A hat sich der versuchten Körperverletzung nach 223 I, II, 22, 23 I StGB strafbar gemacht. Die B hat sich der Beihilfe zur Tat des A nach 223 I, II, 22, 23 I, 27 StGB strafbar gemacht. Ebenfalls vertretbar: A = 223 I, II, 224 I Nr. 5, II, 22, 23 I StGB B = 223 I, II, 224 I Nr. 5, II, 22, 23 I, 27 StGB oder auch straflos 7

Lösungsvorschlag zu Fall 15

Lösungsvorschlag zu Fall 15 Lösungsvorschlag zu Fall 15 A. Vorüberlegungen B. Lösung Vom Aufbau her können Sie sich an Fall 14 orientieren. Ansonsten dürften die wichtigsten Kombinationen enthalten sein. a. BGH: Anstiftung zum Totschlag

Mehr

Lösungsvorschläge für die Fälle 6 bis 9

Lösungsvorschläge für die Fälle 6 bis 9 Lösungsvorschläge für die Fälle 6 bis 9 Zu Fall 6 Lösung: Von der Vorstellung des Täters. Glaubte er zu irgend einer Zeit, dass sich der C nährt, so liegt ein Versuch vor. Dachte er es nicht dann nicht.

Mehr

Jura Online - Fall: Latino Liebe - Lösung

Jura Online - Fall: Latino Liebe - Lösung Jura Online - Fall: Latino Liebe - Lösung 1. Teil: Strafbarkeit des R A. Strafbarkeit gem. 223 I StGB durch die Hiebe R könnte sich gem. 223 I StGB wegen Körperverletzung strafbar gemacht haben, indem

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 14 bis 16

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 14 bis 16 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 14 bis 16 Zu Fall 14 A. Die Körperverletzungsdelikte ( 223 ff.) 1. Aufbau Tatbestand Objektiver Tatbestand Erfolg: körperliche Misshandlung/ Gesundheitsschädigung

Mehr

Wintersemester 2010 / Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 2. Klausur / Tritte auf die Unrechtsseite

Wintersemester 2010 / Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht. 2. Klausur / Tritte auf die Unrechtsseite Prof. Dr. Wolfgang Mitsch Universität Potsdam Wintersemester 2010 / 2011 Klausurenkurs zur Examensvorbereitung im Strafrecht 2. Klausur / 5. 11. 2010 Tritte auf die Unrechtsseite Lösung des Falles A. Strafbarkeit

Mehr

Universität Heidelberg Besprechungsfall 2 Sommersemester 2015

Universität Heidelberg Besprechungsfall 2 Sommersemester 2015 A. Strafbarkeit der U I. 212 I StGB 1. Tötungsvorsatz: dolus eventualis (-), da U davon überzeugt ist, dass eine tödlich verlaufende Komplikation ausbleiben wird 2. Ergebnis: (-) II. 223 I Alt.1, 2 StGB

Mehr

Universität Heidelberg Besprechungsfall 3 Sommersemester 2014

Universität Heidelberg Besprechungsfall 3 Sommersemester 2014 1. Tatkomplex: Der fehlgegangene Schuss A. Strafbarkeit des B I. 211, 212, 22 StGB Vorprüfung: Keine Vollendung und Strafbarkeit des Versuchs (+) 1. Subjektiver Tatbestand: Tatentschluss Identitätsverwechslung

Mehr

Fall 4. Indem R dem J mit dem Baseballschläger hart auf den Kopf schlug, könnte sie sich wegen Totschlags gemäß 212 Abs.1 StGB strafbar gemacht haben.

Fall 4. Indem R dem J mit dem Baseballschläger hart auf den Kopf schlug, könnte sie sich wegen Totschlags gemäß 212 Abs.1 StGB strafbar gemacht haben. Lösungshinweise A. Strafbarkeit der R nach 212 Abs.1 StGB Indem R dem J mit dem Baseballschläger hart auf den Kopf schlug, könnte sie sich wegen Totschlags gemäß 212 Abs.1 StGB strafbar gemacht haben.

Mehr

Stress in der Schule

Stress in der Schule Stress in der Schule Lehrer L klagt seiner Ehefrau E sein Leid über die heutige Jugend, die ihn regelmäßig mit Papierkügelchen beschießt, wenn er an der Tafel steht und der Klasse den Rücken kehrt. E empfiehlt

Mehr

Lösung Fall 1: Rivalitäten. L ö s u n g s s k i z z e

Lösung Fall 1: Rivalitäten. L ö s u n g s s k i z z e Lösung Fall 1: Rivalitäten L ö s u n g s s k i z z e Tatkomplex 1: Angriff auf X A. Strafbarkeit des A I. 211, 212 Abs. 1 StGB (Schlag gegen den Kopf) Tod eines Menschen (+): X stirbt aa) des Grunddelikts,

Mehr

Fall 6. A. Strafbarkeit der J wegen Körperverletzung gem. 223 Abs. 1 StGB durch Werfen der Coladose

Fall 6. A. Strafbarkeit der J wegen Körperverletzung gem. 223 Abs. 1 StGB durch Werfen der Coladose Lösungshinweise A. Strafbarkeit der J wegen Körperverletzung gem. 223 Abs. 1 StGB durch Werfen der Coladose I. Tatbestand 1. Objektiver Tatbestand - Handlung: Das Werfen der Coladose (+) - Tatbestandlicher

Mehr

C könnte sich durch das Töten der O des Totschlags gemäß 212 I StGB strafbar gemacht haben.

C könnte sich durch das Töten der O des Totschlags gemäß 212 I StGB strafbar gemacht haben. Fall 5 I. Strafbarkeit des C C könnte sich durch das Töten der O des Totschlags gemäß 212 I StGB strafbar gemacht haben. 1. Tatbestand a) objektiver Tatbestand C müsste den Tod einer anderen Person kausal

Mehr

Fall 4 I. Strafbarkeit des K 1. Tatbestand

Fall 4 I. Strafbarkeit des K 1. Tatbestand Fall 4 I. Strafbarkeit des K K könnte sich durch das Ohrfeigen wegen gefährlicher Körperverletzung gemäß 223, 224 I Nr. 2 Alt. 2 StGB strafbar gemacht haben. 1. Tatbestand a) objektiver Tatbestand aa)

Mehr

BGH, Urteil vom 18. Mai 1993, BGH NStZ 1993, 489 Falscher Zeuge

BGH, Urteil vom 18. Mai 1993, BGH NStZ 1993, 489 Falscher Zeuge BGH, Urteil vom 18. Mai 1993, BGH NStZ 1993, 489 Falscher Zeuge Sachverhalt: Bruno verursacht auf dem Heimweg fahrlässig einen Unfall mit einem anderen PKW. Um den straf- und zivilrechtlichen Folgen zu

Mehr

Gewahrsamsbruch erst mit Verlassen der Räumlichkeit, vgl. BGH NStZ 2008, 624= JuS 2008, 1119 (betreffend die Wegnahme eines Laptops).

Gewahrsamsbruch erst mit Verlassen der Räumlichkeit, vgl. BGH NStZ 2008, 624= JuS 2008, 1119 (betreffend die Wegnahme eines Laptops). Lösung Fall 3 A. Strafbarkeit des A gem. 242 I StGB A könnte sich wegen Diebstahls nach 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er den Bildschirm aus dem Großlager entwendete. 1. Tatbestand a) objektiver

Mehr

Aufbau von Delikten im Strafrecht AT II

Aufbau von Delikten im Strafrecht AT II Lernmaterial im Strafrecht Aufbau von Delikten im Strafrecht AT II 2. Fachsemester Strafrecht: Allgemeiner Teil II von Seite I Inhaltsverzeichnis A. Aufbau von Delikten... 1 I. Vollendetes vorsätzliches

Mehr

Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I

Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I 1. Stunde: Einführung (I.) Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Lerntipps indivduell, ausprobieren! Karteikarten eigene Zusammenfassung/eigenes Skript

Mehr

Körperverletzung 223 Qualifikationen

Körperverletzung 223 Qualifikationen Prof. Dr. Michael Jasch 1 Grund-TB: Körperverletzung 223 Qualifikationen Eigenständige Delikte KV im Amt 340 Fahrlässige KV 229 Misshandlung von Schutzbefohlenen 225 Gefährliche KV 224 Erfolgsqualifikationen:

Mehr

Anwendungskurs Strafrecht AT II

Anwendungskurs Strafrecht AT II Anwendungskurs Strafrecht AT II Sommersemester 2010 Probeklausur 1. Tatkomplex: Geschehen am Mini-Cabrio Strafbarkeit des A A. 242, 22, 23 I, 243 I Satz 2 Nr. 2 StGB 1 A könnte sich wegen eines versuchten

Mehr

Universität Heidelberg Besprechungsfall 1 Sommersemester 2014

Universität Heidelberg Besprechungsfall 1 Sommersemester 2014 Lösungsskizze 1. Tatkomplex: Der Tod des X A. Strafbarkeit des C I. 211 I StGB zum Nachteil des X 1. Objektiver Tatbestand Tod eines Menschen (+) Kausalität (+) Mordmerkmal: o Heimtücke? (-) C geht auf

Mehr

I. 212 I StGB T könnte sich gem. 212 I StGB des Totschlags an O strafbar gemacht haben, indem er auf diesen geschossen hat.

I. 212 I StGB T könnte sich gem. 212 I StGB des Totschlags an O strafbar gemacht haben, indem er auf diesen geschossen hat. Fall 1 I. 212 I StGB T könnte sich gem. 212 I StGB des Totschlags an O strafbar gemacht haben, indem er auf diesen geschossen hat. T müsste einen anderen Menschen getötet haben. O stellt ein taugliches

Mehr

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte Strafrecht Fahrlässigkeit: Fahrlässig handelt ein Täter, der eine objektive Pflichtverletzung begeht, sofern er sie nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte und wenn gerade

Mehr

Lösungsskizze zur 3. Klausur

Lösungsskizze zur 3. Klausur Lösungsskizze zur 3. Klausur 1. Wie hat sich M am Unfalltag strafbar gemacht? Erster Tatkomplex: Fahrt bis zum Unfall (1) Vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs, 315c I Nr. 1a, III Nr. 1 StGB Objektiver

Mehr

Fall 7: Zigaretten-Fall

Fall 7: Zigaretten-Fall Fall 7: Zigaretten-Fall Sachverhalt A ist Anführer einer Bande, die Zigaretten schmuggelt und an Straßenecken sowie in Bahnhöfen verkauft. Er stellt fest, dass der zur Bande gehörende Zigarettenverkäufer

Mehr

Lösungsskizze Fall 3

Lösungsskizze Fall 3 Lösungsskizze Fall 3 A. Strafbarkeit der R nach 212 Abs.1 StGB Indem R dem J mit dem Baseballschläger hart auf den Kopf schlug, könnte sie sich wegen Totschlags gemäß 212 Abs.1 StGB strafbar gemacht haben.

Mehr

Lösungsskizze zum Probeexamen vom 08.04.2015 Besprechung am 24.04.2015

Lösungsskizze zum Probeexamen vom 08.04.2015 Besprechung am 24.04.2015 PD Dr. Ulrike Schittenhelm Lösungsskizze zum Probeexamen vom 08.04.2015 Besprechung am 24.04.2015 A. Das Darlehen I. Strafbarkeit des C - 267 I 1. Alt., III Nr. 2 Obj. Tb: Herstellen einer unechten Urkunde

Mehr

Lösungsvorschlag zu Fall 3

Lösungsvorschlag zu Fall 3 Lösungsvorschlag zu Fall 3 1. Tatkomplex: Fliegenlassen der Vögel 1 A. T könnte sich wegen Sachbeschädigung gemäß 303 Abs. 1 StGB strafbar gemacht haben, indem er den Vogelkäfig kaputt machte. Dafür müssten

Mehr

Universität Heidelberg Besprechungsfall 8 Wintersemester 2014/15

Universität Heidelberg Besprechungsfall 8 Wintersemester 2014/15 1. Tatkomplex: Der Angriff auf V Strafbarkeit des A I. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, 315b I Nr. 3 StGB 1. Objektiver Tatbestand a. Tathandlung ähnliche, ebenso gefährliche Eingriffe (+)

Mehr

Rechtliche Grundlagen

Rechtliche Grundlagen Bleib COOL ohne Gewalt! 2. Rechtliche Grundlagen 2.1 Rechtliche Aspekte Die verschiedenen Formen der Gewalt werden teilweise auch rechtlich in unserem Strafgesetzbuch sanktioniert. Dabei wird zwischen

Mehr

Lösungen der Fälle zur Notwehr

Lösungen der Fälle zur Notwehr Propädeutische Übung im Strafrecht AT I begleitend zum Grundkurs I bei Prof. Dr.. Kudlich WS 2007/08 Einheit 7: Notwehr Lösungen der Fälle zur Notwehr Fall 1: Herr Faust, ein wohlsituierter Geschäftsmann,

Mehr

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte 3. Stunde: Täterschaft und Teilnahme Daniel Müller Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Rechtfertigende Pflichtenkollisionen Rechtfertigungsgrund kommt in Betracht,

Mehr

Gutachten Fall 4. Strafbarkeit des B:

Gutachten Fall 4. Strafbarkeit des B: 1 Gutachten Fall 4 Strafbarkeit des B: A. B könnte sich wegen eines versuchten Totschlags nach 212 I, 22, 23 I StGB 1 strafbar gemacht haben, indem er mit einem Skalpell auf C einstach. I. C ist nicht

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Ein Vorschlag zur Bildung von Tatkomplexen: 1. Tatkomplex: Bis zum Unfall Zu Fall 1 Beleidigung/ üble Nachrede = 185 ff. StGB? Verkehrsdelikte =

Mehr

AG im Strafrecht Modul S1 (2/8) - Michael Jahn - Wintersemester 2014/2015

AG im Strafrecht Modul S1 (2/8) - Michael Jahn - Wintersemester 2014/2015 AG im Strafrecht Modul S1 (2/8) - Michael Jahn - Wintersemester 2014/2015 1 Wiederholung Aufbau der Prüfung, Aufbau des Gutachtens Aufbau des Gutachtenstils Art. 103 II GG; 1 StGB 2 Schwerpunkt heute:

Mehr

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester 2014 Prof. Dr. Gerhard Dannecker Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester 2014 Prof. Dr. Gerhard Dannecker Übung im Strafrecht für Fortgeschrittene Lösung A. Strafbarkeit des A I. 212 I, 211 StGB 1. Objektiver Tatbestand (-) a) Tathandlung (+) Eingriff in den Verteilungsprozess durch Eurotransplant (mittelbare Täterschaft) Eingriff in rettenden Kausalverlauf

Mehr

Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte

Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte Wiss. Mit. Julia Volkmann-Benkert/ Johannes Koranyi, Bo. 3, Raum 3316 Tel.: 030/ 838 547 15; email: julia.volkmann-benkert@fu-berlin.de;

Mehr

2. Nulla poena sine lege und andere verfassungsrechtliche Bezüge

2. Nulla poena sine lege und andere verfassungsrechtliche Bezüge I. Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen Das Strafrecht ist im Rang einfacher Gesetze geregelt, über denen das Grundgesetz als höherrangiges Recht gilt. Der Gesetzgeber muss bei der Schaffung neuer Strafvorschriften

Mehr

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2 Inhalt Standardfälle Strafrecht Band 2 Fall 1: Mord und Totschlag 7 Versuch Rücktritt vom Versuch Mordmerkmale Gefährliche Körperverletzung Unterlassene Hilfeleistung Fall 2: Mensch ärgere Dich nicht!

Mehr

Angebot und Verkauf der Kunstlederschuhe

Angebot und Verkauf der Kunstlederschuhe Angebot und Verkauf der Kunstlederschuhe Strafbarkeit des G A. 263 I, III 2 Nr. 1 Var. 1 StGB: Betrug im besonders schweren Fall zu Lasten des X und zu Gunsten der S-GmbH I. Objektiver Tatbestand 1. Täuschung

Mehr

Thematik: Unmittelbares Ansetzen beim Unterlassungsdelikt. Materialien: Arbeitsblatt Examinatorium AT Nr. 2

Thematik: Unmittelbares Ansetzen beim Unterlassungsdelikt. Materialien: Arbeitsblatt Examinatorium AT Nr. 2 Badespaß (kein BGH-Fall) Sachverhalt: Vater Viktor bemerkt, dass sein 6-jähriger Sohn Karl, der Nichtschwimmer ist, beim Baden im See zu weit vom Ufer abgekommen ist, um Hilfe schreit und zu ertrinken

Mehr

Tötungs- und Körperverletzungsdelikte

Tötungs- und Körperverletzungsdelikte Tötungs- und Körperverletzungsdelikte Die Tatbestände des 16. und 17. Abschnitts schützen höchstpersönliche Rechtsgüter. Der 16. Abschnitt dient dem Schutz von Leben: Geborenes Leben wird in den 211 ff.

Mehr

1. Versuchter Mord/Totschlag, 211, 212, 22 StGB ( - )

1. Versuchter Mord/Totschlag, 211, 212, 22 StGB ( - ) Lösung Frage 1 I. Strafbarkeit der T 1. Versuchter Mord/Totschlag, 211, 212, 22 StGB ( - ) a) Kein vollendeter Mord / Totschlag. b) Versuchter Mord und versuchter Totschlag sind mit Strafe bedroht, 23

Mehr

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte. SoSe Fall 2: Lösungsskizze -

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte. SoSe Fall 2: Lösungsskizze - Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte SoSe 2011 - Fall 2: Lösungsskizze - Ausgangsfall Prüfungsaufbau bei Mittäterschaft Prüfung gemeinsam oder getrennt? 1. Nehmen die handelnden

Mehr

BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003, BGHSt 49, 34 Heroin

BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003, BGHSt 49, 34 Heroin BGH, Urteil vom 11. Dezember 2003, BGHSt 49, 34 Heroin Sachverhalt: Anton spritzt Bruno, welcher sich in einem schlechten körperlichen Zustand befindet, auf dessen ausdrückliche Bitte Heroin. Bruno weist,

Mehr

Das versuchte Erfolgsdelikt 1

Das versuchte Erfolgsdelikt 1 Das versuchte Erfolgsdelikt 1 A. Aufbau OS: A könnte sich eines versuchten..., gemäß... StGB, strafbar gemacht haben, indem er... I. Tatbestand Der... kann nicht aus dem vollendetem Delikt bestraft werden.

Mehr

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester Lösungsskizze

Universität Heidelberg Lösung 1. Klausur Sommersemester Lösungsskizze Lösungsskizze 1. Abschnitt: Strafbarkeit des D A. Körperverletzung durch Unterlassen, 223 I, 13 I StGB 1 1. körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung 2. Handlung: Unterlassen 3. physisch-reale

Mehr

21: Objektive Strafbarkeitsbedingungen und Strafausschließungsgründe

21: Objektive Strafbarkeitsbedingungen und Strafausschließungsgründe 21: Objektive Strafbarkeitsbedingungen und Strafausschließungsgründe I. Objektive Bedingungen der Strafbarkeit Als Tatbestandsannex gibt es bei einigen Delikten auch außerhalb des Unrechtstatbestands stehende

Mehr

Fälle zum Strafrecht für Anfänger

Fälle zum Strafrecht für Anfänger Juristische Fall-Lösungen Fälle zum Strafrecht für Anfänger Klausurenkurs I von Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf 1. Auflage Fälle zum Strafrecht für Anfänger Hilgendorf ist ein Produkt von beck-shop.de Thematische

Mehr

Fall 2 Lösung des 2. Falles zur Täterschaft/Teilnahme (Anstiftung, Beihilfe); ausnahmsweise

Fall 2 Lösung des 2. Falles zur Täterschaft/Teilnahme (Anstiftung, Beihilfe); ausnahmsweise Fall 2 Lösung des 2. Falles zur Täterschaft/Teilnahme (Anstiftung, Beihilfe); ausnahmsweise ausformuliert Strafbarkeit des M I. Versuchter Mord, 212, 211, 22, 23 StGB Indem M seiner Ehefrau eine vergiftete

Mehr

Klausurenkurs. Arbeitsgemeinscha. im Strafrecht. SoSe Ingo Albert

Klausurenkurs. Arbeitsgemeinscha. im Strafrecht. SoSe Ingo Albert Arbeitsgemeinscha. im Strafrecht SoSe 2015 Klausurenkurs Ablauf der Klausur (120 min) I. Sachverhalt mindestens zweimal durchlesen (15 min) 1. Gesamthandlung erfassen 2. Wichtige Stellen markieren (Gesetz

Mehr

13: Vollrausch ( 323 a)

13: Vollrausch ( 323 a) I. Allgemeines Da eine im schuldunfähigen Zustand ( 20) begangene rechtswidrige Tat aufgrund des Schuldprinzips nicht bestraft werden kann, die (schuldhafte) Herbeiführung des schuldunfähigen Zustands

Mehr

Lösung Fall 7 (Wiederholung)

Lösung Fall 7 (Wiederholung) 1 Lösung Fall 7 (Wiederholung) Strafbarkeit des B: A. B könnte sich wegen einer fahrlässigen Körperverletzung nach 229 StGB 1 strafbar gemacht haben, indem er den D mit seinem Auto anfuhr. I. Tatbestandsmäßigkeit:

Mehr

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte 1. Stunde: Wiederholung AT (I.) Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Wiederholung Strafrecht AT (I.) Versuch und Rücktritt Prüfungsaufbau eines

Mehr

Täterschaft und Teilnahme. Dualistischer Aufbau

Täterschaft und Teilnahme. Dualistischer Aufbau Dualistischer Aufbau Täterschaft Teilnahme Alleintäterschaft Mittäterschaft Anstiftung mittelbar Nebentäterschaft Beihilfe - Abgrenzung - animus auctoris animus socii formell-objektive Theorie extrem-subjektive

Mehr

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte - Mittelbare Täterschaft -

Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte - Mittelbare Täterschaft - Anwendungskurs Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte - Mittelbare Täterschaft - Fall 3 Gammelfleisch Lösungsskizze Ausgangsfall Prüfungsaufbau: mit dem Tatnächsten beginnen. Hier hat M die

Mehr

Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I

Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I 4. Stunde: Vorsatz und Irrtümer Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Vorsatz = Vorsatz ist der Wille zur Verwirklichung eines Straftatbestandes in

Mehr

242 I, 243 I 2 1, 25 II

242 I, 243 I 2 1, 25 II Fall 4: Um gutachterlich genau zu sein, müsste vor der Prüfung des A zunächst die Strafbarkeit von B gem. 242 I, 243 I 2 Nr. 1 StGB geprüft werden. Da diese Strafbarkeit unproblematisch zu bejahen ist,

Mehr

Lösung. A. Strafbarkeit des B. I. 142 Abs. 1 Nr. 1 StGB. 1. Objektiver Tatbestand. a) Unfall im Straßenverkehr (+)

Lösung. A. Strafbarkeit des B. I. 142 Abs. 1 Nr. 1 StGB. 1. Objektiver Tatbestand. a) Unfall im Straßenverkehr (+) Lösung A. Strafbarkeit des B I. 142 Abs. 1 Nr. 1 StGB a) Unfall im Straßenverkehr (+) b) Unfallbeteiligter, 142 Abs. 5 StGB (+) c) sich vom Unfallort entfernt (+) d) ohne zuvor Pflicht aus 142 Abs. 1 Nr.

Mehr

Jura Intensiv. Jura Intensiv Strafrecht Allgemeiner Teil II. Täterschaft und Teilnahme, Fahrlässigkeitsdelikte, Unterlassungsdelikte

Jura Intensiv. Jura Intensiv Strafrecht Allgemeiner Teil II. Täterschaft und Teilnahme, Fahrlässigkeitsdelikte, Unterlassungsdelikte Strafrecht Allgemeiner Teil II Täterschaft und Teilnahme, Fahrlässigkeitsdelikte, Unterlassungsdelikte Verlags-UG & Co. KG Verlags-UG & Co. KG Inhaltsübersicht Die Karteikarten im Kursteil Strafrecht

Mehr

Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren juristischen Fachbüchern.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren juristischen Fachbüchern. Leseprobe Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren juristischen Fachbüchern. Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie einen Auszug Ihres gewünschten JVP-Exemplars als Leseprobe. Sie können die komplette

Mehr

Fall 2 Lösung des 2. Falles zur Täterschaft/Teilnahme (Anstiftung, Beihilfe, 28 II); ausnahmsweise ausformuliert

Fall 2 Lösung des 2. Falles zur Täterschaft/Teilnahme (Anstiftung, Beihilfe, 28 II); ausnahmsweise ausformuliert Fall 2 Lösung des 2. Falles zur Täterschaft/Teilnahme (Anstiftung, Beihilfe, 28 II); ausnahmsweise ausformuliert Strafbarkeit des M I. Versuchter Mord, 212, 211, 22, 23 StGB Indem M seiner Ehefrau eine

Mehr

BGH, Urteil vom 18. Juni 1957, BGHSt 10, 291 Piepslaute

BGH, Urteil vom 18. Juni 1957, BGHSt 10, 291 Piepslaute BGH, Urteil vom 18. Juni 1957, BGHSt 10, 291 Piepslaute Sachverhalt: Berta wird im Oktober 2006 von ihrem Freund Anton schwanger. Jedoch wollen weder Berta noch Anton das Kind bekommen, sodass sich Berta

Mehr

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Im nachfolgenden Text finden sich die Informationen zu meinem Vortrag anlässlich der Fachübungsleiterausbildung des Karateverbandes Niedersachsen (KVN) im Juli

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 7 bis 10

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 7 bis 10 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 7 bis 10 A. Vorüberlegungen Zu Fall 7 --> Was kommt in Betracht? --> Mord/ Totschlag --> KV (u.a. auch 227 StGB) --> Übersicht zu den Vorsatzformen beachten!

Mehr

18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit

18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit I. Bedrohung ( 241 StGB) 18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit 241 StGB dient nach h.m. (Rengier BT II 27 Rn. 1; Wessels/Hettinger Rn. 434a) dem Schutz des individuellen Rechtsfriedens. Die

Mehr

Thema: 246 StGB; Subsidiaritätsklausel. Materialien: BGH, Urteil vom 6. Februar 2002, BGHSt 47, 243 Subsidiarität

Thema: 246 StGB; Subsidiaritätsklausel. Materialien: BGH, Urteil vom 6. Februar 2002, BGHSt 47, 243 Subsidiarität BGH, Urteil vom 6. Februar 2002, BGHSt 47, 243 Subsidiarität Sachverhalt: Otto ersticht seinen Bekannten Gustav im Laufe eines Streites, um diesen schnellstmöglich zu beenden. Nachdem Gustav tot zusammengebrochen

Mehr

BGH, Beschluss vom 9. Februar 2005, BGH NStZ-RR 2005, 180 Schmuck. Thema: 263 StGB, Vermögensschaden; Eingehungs- und Erfüllungsbetrug

BGH, Beschluss vom 9. Februar 2005, BGH NStZ-RR 2005, 180 Schmuck. Thema: 263 StGB, Vermögensschaden; Eingehungs- und Erfüllungsbetrug BGH, Beschluss vom 9. Februar 2005, BGH NStZ-RR 2005, 180 Schmuck Sachverhalt: Anton kauft beim Juwelier Dagobert diverse Schmuckstücke zum Gesamtpreis von 22.000 Euro, obwohl er pleite ist und auch nicht

Mehr

Strafrecht BT Lösungsskizze

Strafrecht BT Lösungsskizze Strafrecht BT Lösungsskizze 4. Fall: Finanzkrise. So nicht. I. Strafbarkeit T (nach 249 Abs. 1 StGB durch Entreißen des Geldes aus Ks Händen) Hinweis 1: Achten Sie schon in der Überschrift auf die genaue

Mehr

Fall 5. Strafbarkeit von T und F? Die Strafbarkeit wegen dem Überfall auf die Tankstelle ist nicht zu prüfen. Gutachten. A. Strafbarkeit der F

Fall 5. Strafbarkeit von T und F? Die Strafbarkeit wegen dem Überfall auf die Tankstelle ist nicht zu prüfen. Gutachten. A. Strafbarkeit der F Fall 5 T hat einen Raubüberfall auf eine Tankstelle begangen. Einige Zeit später kommt es zur Anklage vor dem Landgericht Saarbrücken. Da T nicht eindeutig identifiziert werden konnte, weil er während

Mehr

Thema: Abgrenzung Tötung in mittelbarer Täterschaft (straflose) Teilnahme an fremder Selbsttötung

Thema: Abgrenzung Tötung in mittelbarer Täterschaft (straflose) Teilnahme an fremder Selbsttötung BGH, Urteil vom 5. Juli 1983, BGHSt 32, 38 Sirius-Fall Sachverhalt: Anton unterhält eine Beziehung mit der ihm hörigen Berta. Im Mittelpunkt ihrer Beziehung stehen Gespräche über Psychologie und Philosophie.

Mehr

226, 227 StGB. schwere Tatfolgen. 223 StGB - Grundtatbestand

226, 227 StGB. schwere Tatfolgen. 223 StGB - Grundtatbestand StrafR BT 1: Straftaten gg die Person 4 Straftaten gg d. körperl. Unversehrtheit: 224 ff., 231 StGB 1 Gründe für die Qualifizierung der 224 StGB 225 StGB 226, 227 StGB 340 StGB gefährliche Begehungsweise

Mehr

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT)

Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht II (BT) Jens Puschke 1 Die Diebstahlsqualifikationen ( 244 f. StGB) Aufbauschema 242, 244 StGB I. Tatbestand 1. 242 StGB (obj. und subj.) 2. 244 StGB (Qualifikation)

Mehr

1 Ebenso könnte an eine Strafbarkeit wegen Mordes gedacht werden. Im Rahmen der dann anzusprechenden

1 Ebenso könnte an eine Strafbarkeit wegen Mordes gedacht werden. Im Rahmen der dann anzusprechenden Fall 1 Der Bratpfannenfall (BGH NJW 1966, S. 1823 ff.): O tyrannisiert seine Frau F und seine Stieftochter T seit Jahren. Eines Tages hat T genug von den Quälereien und schlägt dem verhassten O von hinten

Mehr

L Ö S U N G S S K I Z Z E F A L L 6

L Ö S U N G S S K I Z Z E F A L L 6 Ao. Univ. Prof. Dr. Alexander Tipold 030404 Pflichtübung aus Strafrecht und Strafprozessrecht Mo 16.00 bis 18.00 Uhr, U 21 Sommersemester 2013 Strafbarkeit des A L Ö S U N G S S K I Z Z E F A L L 6 Prüfung

Mehr

I. Versuchter schwerer Raub, 249 I, 250 II Nr. 1, 22, 23 I StGB

I. Versuchter schwerer Raub, 249 I, 250 II Nr. 1, 22, 23 I StGB Lösung Klausur Nr. 1497 Strafrecht Teil I: Strafbarkeit der Beteiligten A. Strafbarkeit des P I. Versuchter schwerer Raub, 249 I, 250 II Nr. 1, 22, 23 I StGB 1. Vorprüfung a. Nichtvollendung der Tat b.

Mehr

Verhältnis Mord und Totschlag. Lösungshinweise Fall 1a

Verhältnis Mord und Totschlag. Lösungshinweise Fall 1a Verhältnis Mord und Totschlag Lösungshinweise Fall 1a Strafbarkeit des T gem. 212 I; 211 II Gr. 1 Var. 4; Gr. 3 Alt. 2 I. Tötung eines Menschen (+) II. Habgier (+) III. Verdeckungsabsicht (-) T kam es

Mehr

Konversatorium Strafrecht IV Vermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht IV Vermögensdelikte Konversatorium Strafrecht IV Vermögensdelikte 2. Stunde: Wiederholung AT Viviana Thompson, Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Das Unterlassungsdelikt Prüfungsaufbau eines Unterlassungsdelikts I. Tatbestand 1.

Mehr

A: Strafbarkeit der N

A: Strafbarkeit der N ÜBUNG IM STRAFRECHT FÜR ANFÄNGER/INNEN II (SoS 2007) Juristische Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Prof. Dr. Roland Hefendehl & Mitarbeiter Lösungshinweise

Mehr

Einführung in das Strafrecht

Einführung in das Strafrecht Der Verbrechensaufbau - - i.d.r.: dreistufiger Aufbau I. Tatbestandsmäßigkeit 1. Objektiver Tatbestand 2. Subjektiver Tatbestand II. Rechtswidrigkeit III. Schuld 2 I. Tatbestandsmäßigkeit 1. Objektiver

Mehr

Kurzvortrag aus dem Strafrecht

Kurzvortrag aus dem Strafrecht Kurzvortrag aus dem Strafrecht Der Bauunternehmer A war vor dem Amtsgericht wegen Beleidigung und Körperverletzung zum Nachteil des L angeklagt. L ist der Leiter des Bauamtes der Stadt S. In der Hauptverhandlung

Mehr

Tötung auf Verlangen, 216 StGB

Tötung auf Verlangen, 216 StGB Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoSe 2014 Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Laura Diebold http://www.strafecht-online.org

Mehr

SP7: Strafrechtspraxis II Materielles Strafrecht 03.11.2015. Aufbau der StPO

SP7: Strafrechtspraxis II Materielles Strafrecht 03.11.2015. Aufbau der StPO SP7: Strafrechtspraxis II Materielles Strafrecht 03.11.2015 1 Aufbau der StPO 1. Buch: Allgemeine Vorschriften 2. Buch: Verfahren im ersten Rechtszug 3. Buch: Rechtsmittel 4. Buch: Wiederaufnahme eines

Mehr

5 IX: Beteiligung an einer Schlägerei ( 231)

5 IX: Beteiligung an einer Schlägerei ( 231) 5 IX: Beteiligung an einer Schlägerei ( 231) 1. Struktur: abstraktes Gefährdungsdelikt mit obj. Bedingung der Strafbarkeit 2. Tatbestand (Abs. 1 Halbs. 1) a) Schlägerei ist eine mit gegenseitigen Körperverletzungen

Mehr

Lösungsskizze Fall Tatkomplex: Schlagen durch A auf die Brust des D. Strafbarkeit des A

Lösungsskizze Fall Tatkomplex: Schlagen durch A auf die Brust des D. Strafbarkeit des A Lösungsskizze Fall 5 1. Tatkomplex: Schlagen durch A auf die Brust des D Strafbarkeit des A A. 223 I, 224 I Nr. 2 StGB 1 A könnte sich wegen einer gefährlichen Körperverletzung nach 223 I, 224 I Nr. 2

Mehr

Einführung in das Strafrecht

Einführung in das Strafrecht Der subjektive Tatbestand I. Tatbestand 1. Objektiver Tatbestand 2. Subjektiver Tatbestand a. b. Subjektive Unrechtselemente II. Rechtswidrigkeit III. Schuld 2 Vorsatz ist die Grundlage für die subjektive

Mehr

2. Ergebnis A hat sich durch den Schuss auf X nicht wegen Totschlags nach 212 I StGB strafbar gemacht.

2. Ergebnis A hat sich durch den Schuss auf X nicht wegen Totschlags nach 212 I StGB strafbar gemacht. Lösung Fall 1 Strafbarkeit des A I. 212 I StGB (durch den Schuss) A könnte sich wegen Totschlags gem. 212 I StGB strafbar gemacht haben, indem er auf den X schoss. 1. Tatbestand a) objektiver Tatbestand

Mehr

Körperverletzungsdelikte: Lösung Fall 1

Körperverletzungsdelikte: Lösung Fall 1 Strafbarkeit des A? Körperverletzungsdelikte: Lösung Fall 1 Strafbarkeit wegen 223, 224 I Nr.1, Alt.2, Nr. 5, II, 22, 23 I StGB I., Vorprüfung: - Erfolg nicht eingetreten, da keine Infektion - Versuch

Mehr

Besprechungsfall 3 Lösungshinweise. E könnte sich durch das Setzen der Injektion des Mordes an M gem. 212, 211 StGB strafbar gemacht haben.

Besprechungsfall 3 Lösungshinweise. E könnte sich durch das Setzen der Injektion des Mordes an M gem. 212, 211 StGB strafbar gemacht haben. ÜBUNG IM STRAFRECHT FÜR ANFÄNGER/INNEN II SoSe 2014 Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Prof. Dr. Roland Hefendehl und Mitarbeiter/innen

Mehr

I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl.

I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl. Fall 3 A. Strafbarkeit des D I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl. a) Objektiver Tatbestand Die Blue-Ray-Disc steht

Mehr

Abschlussklausur zu den Arbeitsgemeinschaften Strafrecht I WS 02/03. Sachverhalt

Abschlussklausur zu den Arbeitsgemeinschaften Strafrecht I WS 02/03. Sachverhalt Sachverhalt Auf der Autobahn in der Nähe der Kreisstadt B gibt es einen Massenunfall mit vielen Schwerverletzten. Unfallopfer A wird bewusstlos in das Krankenhaus der nahegelegenen Kreisstadt eingeliefert.

Mehr

der Unterschied, dass das eigentlich gefahrschaffende Verhalten in Gestalt gegen sich selbst eingesetzt wird. Gegenüber den typischen, als Fälle der

der Unterschied, dass das eigentlich gefahrschaffende Verhalten in Gestalt gegen sich selbst eingesetzt wird. Gegenüber den typischen, als Fälle der Propädeutische Übung im Strafrecht AT II Familienfrieden Lösungsvorschlag lang I. Tatkomplex: Das Giftattentat Anmerkung: Es ist in einer solchen Konstellation zu empfehlen, die Strafbarkeit der Beteiligten

Mehr

BayObLG, Urteil vom , NJW 1990, 131 Aids-Fall

BayObLG, Urteil vom , NJW 1990, 131 Aids-Fall BayObLG, Urteil vom 15.9.1989, NJW 1990, 131 Aids-Fall Sachverhalt: Anton hat von seinem Hausarzt erfahren, dass er mit Aids infiziert sei. Der Arzt klärt ihn dabei vollständig über die Folgen der Infizierung,

Mehr

Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I

Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I Konversatorium Strafrecht Allgemeiner Teil I 5. Stunde: Mehraktige Geschehensabläufe, Vorsatz und Fahrlässigkeit Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Vorsatz und Fahrlässigkeit Vorsatz Voluntatives

Mehr

BGH, Urteil vom 14. März 1995, BGHSt 41, 94 Detmol. Thema: Formen des Versuchs, Versuchsaufbau

BGH, Urteil vom 14. März 1995, BGHSt 41, 94 Detmol. Thema: Formen des Versuchs, Versuchsaufbau BGH, Urteil vom 14. März 1995, BGHSt 41, 94 Detmol Sachverhalt: Frieda möchte ihren Ehemann Bruno töten. Zu diesem Zweck sprüht sie ihm eines Tages das Insektengift Detmol aus einer Spraydose auf das Vesperbrot,

Mehr

Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 10: Raub usw. A. Raub. A. Raub ( 249 StGB)

Grundkurs Strafrecht II Prof. Dr. Luís Greco Teil 10: Raub usw. A. Raub. A. Raub ( 249 StGB) Teil 10: Raub usw. A. Raub A. Raub ( 249 StGB) (1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen

Mehr

Lösungsvorschlag zu Fall 18

Lösungsvorschlag zu Fall 18 Lösungsvorschlag zu Fall 18 A. Allgemeines Probleme entstehen bei der einfachen Prüfung des Diebstahls an zwei Stellen: 1. Wegnahme 2. Zueignungsabsicht Bitte beachten Sie, dass es beim Diebstahl um die

Mehr

Fall 15. 1. Handlungskomplex: Die Alkoholfahrt des Al. Strafbarkeit des Al wegen fährlässiger Tötung gem. 222 StGB durch Erfassen des Mopeds

Fall 15. 1. Handlungskomplex: Die Alkoholfahrt des Al. Strafbarkeit des Al wegen fährlässiger Tötung gem. 222 StGB durch Erfassen des Mopeds Lösungshinweise 1. Handlungskomplex: Die Alkoholfahrt des Al Strafbarkeit des Al wegen fährlässiger Tötung gem. 222 StGB durch Erfassen des Mopeds 1. Erfolg (+), der Mopedfahrer ist tot. 2. Handlung (+),

Mehr

Übung zur Vorlesung im Strafrecht für Anfänger

Übung zur Vorlesung im Strafrecht für Anfänger Lösung Fall 8 A) Strafbarkeit des C gem. 242, 244 I Nr. 1 a, 2 StGB: (Mitnahme der Geldscheine) I. TB des 242: - fremde bewegliche Sache - Wegnahme = Bruch fremden und Begründung neuen Gewahrsams gegen

Mehr

I. Versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, 315 b Abs. 1, Abs. 2, 22 StGB

I. Versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, 315 b Abs. 1, Abs. 2, 22 StGB Lösung Frage 1 Strafbarkeit des T I. Versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, 315 b Abs. 1, Abs. 2, 22 StGB 1. Keine Vollendung. Das Liegen des Steines auf der Brücke hat weder den Charakter

Mehr

Obersatz: Fraglich ist, ob T vorsätzlich geschlagen hat.

Obersatz: Fraglich ist, ob T vorsätzlich geschlagen hat. Wie baue ich aus den einzelnen Schritten ein Gutachten? 7 Beispiel: Wer eine fremde Sache zerstört oder beschädigt, begeht eine Sachbeschädigung. Daraus ergibt sich die Prüfungsreihenfolge: Sache (1),

Mehr