Wellness für Körper und Seele

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1 3/4 15. November 2005 Newsletter der adventistischen selbstunterhaltenden Institutionen, Unternehmen und Missionsgruppen e. V. (ASI), Postfach , Mannheim Profil Aktuell Wellness für Körper und Seele Wellness ist vorbeugende und ganzheitliche Gesundheitspflege. Der Arzt Gunther Hanke in der Arche vor einem Gemälde der amerikanischen Adventistin Silvia Cazan über die Arche Noah. Gunther Hanke und das Landhaus Die Arche Gibt es einen Ort namens Jesus Christus? Soweit ich weiß, nicht. Wohl aber gibt es in der Mecklenburgischen Seenplatte, etwa auf halbem Wege zwischen Berlin und Rostock, ein Dorf, das Adamshoffnung heißt. Man kann sich vorstellen, dass gläubige Menschen einst ihrer Siedlung diesen Namen gaben, weil sie die Hoffnung Adams auf einen Erlöser teilten. Auch die aus Uelzen in der Lüneburger Heide stammenden Hankes Vater Fritz, seine Söhne Gunther und Siegfried sowie ihre Frauen teilen diese Hoffnung. Sie Neue ASI-Mitglieder wurden in den letzten drei Monaten: Die Knirsch AG, IT-Dienstleistungen, vertreten durch Daniel Knirsch, Backnang, und Freizeitheim Haus Waldfried, vertreten durch Wilfried Paetow, Staufenberg-Speele. ASI-Mitglieder-Profile im Internet. Die ersten Beschreibungen der Dienstleistungen und Produkte deutscher ASI-Mitglieder können jetzt unter der ASI-Deutschland-Website (www.asideutschland.de) eingesehen werden. Diese Neuerung soll eine Zusammenarbeit der Mitglieder untereinander fördern und auch anderen Adventisten zur Verfügung stehen. Adventisten in National Geo- alle haben ihr Leben in den Dienst am Menschen und der Verkündigung ihrer Hoffnung auf einen bald wiederkommenden graphic. In der November-Ausgabe berichtet die Zeitschrift ausführlich und positiv über den Lebensstil kalifornischer Erlöser gestellt. Angelehnt an das Siebenten-Tags-Adventisten. In dem gut illustrierten Artikel Vorbild Jesu, der ja auch mehr geheilt als gepredigt hat, bieten sie heute ein umfassendes Angebot im Bereich Gesundheit geht es um Langlebigkeit und Lebensqualität. und Wellness an: Sie sind Gründer und Betreiber des Landhauses Die Arche am Ortsausgang von Zislow, eben auf dem Weg nach Adamshoffnung. Das Haus mit seinen 50 Betten und 32 Hektar Ebenso wie einst Adam vor den Toren Edens hoffen 1 auch heute im Raum Zislow Menschen auf den Messias.

2 ASI zu Gast bei der Euro-Afrika Division. Zum ersten Mal nahm G. Padderatz als Vertreter von ASI Europa als Gast an der diesjährigen Jahresendsitzung der Division teil. Auf der Sitzung vom 6. bis 9. November im schweizerischen Jongny, in der Pläne für die nächsten fünf Jahre gelegt wurden, stellte er ASI vor. Er betonte dabei die enge Verbundenheit der Organisation mit der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten und die Notwendigkeit für einen fortlaufenden offenen Dialog. Bulgarien will eigene ASI-Organisation. Am Rande der diesjährigen EUD-Jahresendsitzung bat der Vorsteher des bulgarischen Verbandes, der rund Adventisten vertritt, G. Padderatz, Bulgarien zu besuchen, um bei der Gründung von ASI Bulgarien zu helfen. Armes Rumänien? Auf der letzten ASI-Tagung in Rumänien, einem Land, dass trotz starker Auswanderung Adventisten hat, haben die Anwesenden der etwa 80 Mitglieder großen Organisation ca für evangelistisch-missionarische Projekte gesammelt. Es wird erwartet, dass ASI Rumänien in Kürze Mitglied bei ASI Europa wird. ASI Europa hat heute insgesamt etwa 350 Mitglieder. Heinz Henning und Alfred Melenk geehrt. Die ASI-Mitgliederversammlung hat beide wegen ihrer Verdienste um ASI zu Ehrenmitgliedern ernannt. Mehr in der nächsten ASI NEWS. Seit 1995 ist Gunther Hanke, ursprünglich aus Uelzen, medizinischer Leiter der Arche Weideland ist eingebettet in eine abwechslungsreiche und dünn besiedelte Landschaft mit Seen und Mooren sowie Birken-, Buchen- und Nadelholzwäldern. Allein schon die Schönheit der Natur strahlt Ruhe und Frieden aus und lädt ein zum Verweilen und Abschalten. Wer seinen Blutdruck ohne Medikamente korrigieren, seinen Alterszucker auf natürliche Weise kontrollieren, seine Cholesterinwerte reduzieren und seine Arteriosklerose umkehren möchte, ist richtig aufgehoben in der Arche. Mit ihrer reichhaltigen Ausstattung, zu der auch ein Schwimmbad mit einem traumhaft schönen Blick auf Wiesen, Wälder und weidende Pferde gehört, und einem breit gefächerten Therapieangebot (www.diearche.de) verwöhnen die in der Saison bis zu 22 Mitarbeiter der Arche ihre Gäste und Patienten. In einem Gespräch mit ASI NEWS an einem goldenen Oktobertag erzählt Gunther Hanke, der medizinische Leiter des Hauses, wie alles angefangen hat. Gunther hatte 1984 als Gymnasiast einen Amateurfilm über das kalifornische Weimar Institute und andere amerikanische Gesundheitseinrichtungen adventistischer Basisgruppen gesehen. Sie alle versuchten, Ratschläge von Ellen G. White für ein gesundes Leben zu verwirklichen. Etwas später nahm er Kontakt zu einer Gruppe von deutschen Adventisten auf, die an diesem Thema ebenfalls interessiert waren. Zu ihnen gehörte u.a. der Arzt Dr. Bernd Majorek, der heute im Beirat von ASI Deutschland sitzt und in Hessen praktiziert. Fünf Jahre später, im Jahr Gunther hatte sich inzwischen als Medizinstudent an der Uni Göttingen eingeschrieben reiste er schließlich selbst in die USA, aber auch in die Gegend von Paris. Er wollte adventistische selbstunterhaltende Gesundheitseinrichtungen aus nächster Nähe kennen lernen. Hintergrund war der Plan, auch in Deutschland eine solche Einrichtung zu verwirklichen. Unter der Federführung seines Vaters Fritz, ein gelernter Tischler, der seit den 60er Jahren Mitglied der Geschäftsleitung einer größeren Kette von Möbelhäusern ist, und begleitet durch seinen Bruder Siegfried, ein gelernter Masseur, begann dann bald die Suche nach einem geeigneten Objekt. Genau in diese Phase fiel die Wiedervereinigung. Sie bot nun vielfältige neue Möglichkeiten gerade auch für den Erwerb günstiger Immobilien. Fritz Hanke stieß 2 Eingebettet in eine dünn besiedelte Naturlandschaft bietet die Arche mit ihren 50 Betten Ruhe, Erholung und Gesundheit.

3 Editorial Wir können es ja nicht lassen... Natur pur so weit das Auge reicht: Der Blick aus dem Ruhebereich in der Schwimmhalle damals, im Jahr 1990, im Rahmen der Expansion seiner Möbelkette in Zislow, in der Nähe von Plauer See und Müritz, auf ein ehemaliges Ferien- und Erholungsheim einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Dieses Anwesen schien für die Pläne der Familie Hanke gut geeignet zu sein. Doch die Eigentums- und Rechtsverhältnisse in dieser Phase der Geschichte Deutschlands waren kompliziert und unsicher. Entsprechend zogen sich die Kaufverhandlungen scheinbar endlos hin. Auch der geforderte Kaufpreis schien unerschwinglich hoch. Die Hankes aber vertrauten auf Gott. Sie legten ihm das Thema im Gebet vor. Wenn Gott will, dass wir das Objekt bekommen, so waren sie sich damals einig, dann werden wir es bekommen. Wenn nicht, dann soll es so sein, und Gott wird ein besseres Anwesen für uns haben. In den nachfolgenden zwei Jahren wechselten die Verkäufer der Einrichtung dann mehrmals ihre Absichten: In einem Moment schien das Geschäft mit den Hankes beschlossene Sache zu sein, im nächsten Moment favorisierten sie einen anderen Kaufinteressenten. Als Letzterer dann jedoch seine Meinung änderte, kamen sie wieder auf die Hankes zu. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrfach. Familie Hanke blieb jedoch ruhig und gelassen: Sie hatten eine Abmachung mit Gott und vertrauten darauf, dass er die Dinge schon regeln würde. Und das Gute an diesem Verhandlungsmarathon war auch, dass es den Hankes gelang, den zur Diskussion stehenden Kaufpreis bei jeder Rückkehr an den Verhandlungstisch deutlich zu reduzieren war es dann schließlich so weit: Sie kauften das Objekt zu einem Preis, der es ihnen erlaubte, genügend Mittel für die umfangreiche Renovierung übrig zu behalten. Obwohl die ersten Gäste bereits 1993 die Arche besuchten, waren die Ausbau- und Renovierungsarbeiten, die weitgehend durch Eigenleistung erbracht wurden, erst im Jahr 2002 abgeschlossen. Heute präsentiert sich das Haus mit einem guten Standard. Es wirkt lichtdurchflutet und einladend. Neben den drei Hanke- Familien gibt es ganzjährig einen Praktikanten, vier Auszubildende, einen Hausmeister, ein Kochehepaar und zwei bis drei weitere Angestellte. Sie alle sind Adventisten. In der Hauptsaison werden diese verstärkt durch Mitarbeiter aus der Region. Gunther Hanke, der 1993 sein Medizinstudium abgeschlossen und danach 18 Monate lang als Arzt am adventistischen Krankenhaus Waldfriede in Berlin gearbeitet hatte, ist seit 1995 medizinischer Leiter. Zum reichhaltigen Angebot des Hauses, das von dem auf die Gruppe Majorek zurückgehenden Verein Leben-Heilen-Vorbeugen ergänzt wird, gehören Veranstaltungen und Therapien zu den Themen Fasten, Wandern, Kochen, NEWSTART, Ehe, Gewichtsreduzierung usw. Warum reden wir bei ASI und in der Gemeinde eigentlich ständig über Bekehrung, Zeugnis, Mission, Evangelisation, Neulandarbeit, Gemeindegründungen, Taufen und Gemeindewachstum? Gibt es denn keine anderen Themen? Doch, die gibt es. Und wir sagen ja auch nicht, dass es schlecht ist, über andere Dinge zu reden. Wenn wir zusammenkommen, dann sprechen wir untereinander am Rande sicher auch über das Geschäft, die Familie, Reisen, Sport, Autos, Musik, Politik usw. Warum auch nicht? Das bewegt uns; das ist Teil unseres Lebens. Daran ist nichts Verwerfliches. Aber diese Dinge stehen nicht im Mittelpunkt. Wenn wir uns in einem Kaufhaus aufhielten und wüssten, dass es dort irgendwo eine Bombe gäbe, dann würden wir ja auch nicht in aller Ruhe Anzüge anprobieren, CDs mit Weihnachtsliedern aussuchen oder über das Wetter plaudern. Wir befinden uns an einem kritischen Punkt in der Menschheitsgeschichte. Als Adventisten glauben wir und wir glauben das auf der Grundlage des zuverlässigen Wortes Gottes und speziell der Prophetie, von deren Erfüllung wir fast täglich in der Tagesschau hören dass es nicht so weitergehen wird. Aber noch können wir uns retten bevor die Bombe hoch geht, noch können wir anderen davon erzählen, dass Jesus uns Rettung anbietet. Und das tun wir eben wo immer es möglich ist. Das hat man auch auf der ASI-Tagung in Freudenstadt gemerkt. Die Freudenstädter Fotos sind übrigens von Martin Theiss, die anderen von den jeweiligen Autoren. Viele Freude beim Lesen. Dr. Gerhard Padderatz 3

4 Die adventistisch-christliche Prägung des Hauses, das von Anfang an zu ASI gehörte, kommt an verschiedenen Stellen in nicht aufdringlicher Weise zum Ausdruck: In der freundlichen Atmosphäre, der Auswahl und dem Inhalt der Seminarangebote und ihrer Referenten, den christlichen Postern und Büchern in jedem Gäste- bzw. Patientenzimmer, einer mit christlichen Büchern gut bestückten Bibliothek und einem Andachtsangebot an mindestens vier Tagen pro Woche. Ferner gibt es einen Hauskreis, der sich wöchentlich trifft, um die Bibel zu studieren. Er steht allen Angestellten, Patienten und Gästen offen. Unter den Gästen und bisher rund 200 NEWSTART -Patienten waren etwa 35% Siebenten-Tags-Adventisten. In einem Fall gefiel die christliche Atmosphäre der Arche einer nichtadventistischen Patientin so sehr, dass sie im Anschluss an ihre Therapie Mitarbeiterin des Hauses wurde. Sie entschied sich schließlich auch für Christus und ließ sich taufen. Nicht in allen Fällen ist der Erfolg dieser christlichen Einrichtung jedoch in dieser Weise messbar, einen Segen scheint jedoch jeder Patient und Gast mitzunehmen. Man kann vermuten, dass sich die Früchte auf vielfältige Weise früher oder später zeigen werden in jedem Fall aber in einer verbesserten Gesundheit und einem gehobenen Lebensgefühl, in einer Erfrischung von Körper und Seele. gp Meine Erfahrung Mehr Besucher durch Stromausfall Christian Meisel in seinem improvisierten Büro vor einem seiner Vorträge in Mosambik. Mit Global Evangelism in Mosambik Besonders einen der Abende werde ich nie vergessen: Während der Chor das erste Lied sang, arbeiteten andere fieberhaft am Generator. Aber er rührte sich nicht. Wir hatten keinen Strom. Also füllten wir die Zeit mit noch mehr Chorstücken und Solos. Dann ging das Licht mal für ein bis zwei Minuten an, doch bald danach wurde es wieder dunkel. Der Generator funktionierte einfach nicht. In der Zwi- schenzeit wurde immer weiter gesungen. Doch der Nebeneffekt war: Auf diese Weise kamen mehr und mehr Menschen zur Versammlung angelockt durch die wunderschönen Lieder. Mein Problem wurde dadurch jedoch nicht geringer. Ohne Strom würde der Projektor nicht funktionieren. Gerade für diesen Abend hatte ich aber ein komplexes Thema geplant. Ohne eine PowerPoint-Präsentation wäre es unmöglich gewesen, diesen Vortrag zu halten. So verging eine ganze Stunde in der wir allerdings viele schöne Lieder hörten. Während der ganzen Zeit legten wir Gott das Problem natürlich vor. Dann beteten wir noch einmal, und danach wollte ich mit meiner Predigt beginnen ohne allerdings genau zu wissen, worüber ich nun sprechen sollte. Doch Gott hatte einen Plan. Gerade als wir das Anfangsgebet sprachen, fing der Generator an zu laufen. Also konnte ich meinen ursprünglich geplanten Vortrag halten. Der Herr sei dafür gepriesen. Es war ein wichtiges Thema, und Gott hatte viele Menschen geschickt. An jenem Abend hatten wir mit 906 Personen, von denen 751 Nicht-Adventisten waren, die höchste Besucherzahl von allen Abenden. Wieder einmal hatten wir die Hand Gottes in der Verkündigung gesehen. Eigentlich hätte ich nicht überrascht sein dür- Umwelttechnik: Eigentlich ist er Dipl.-Ing. der fen, denn ähnlich war es mir Neulandarbeit in heute macht Christian Meisel Mecklenburgbereits im Vorfeld bei der Vorpommern. Frage der Finanzen gegangen. Eigentlich hätte ich mir einen Evangelisationseinsatz in Mosambik überhaupt nicht leisten können. Aber ich hatte mich entschlossen, alles in Gottes Hand zu legen. Ich hatte nämlich schon von vielen Erfahrungen dieser Art gehört, die andere gemacht hatten. Doch jetzt wollte ich es für mich selbst ausprobieren. Tatsächlich konnte ich mich auf Gott verlassen. Ohne das Thema an die große Glocke zu hängen betete ich darum, dass meine eigenen bescheidenen Mittel aufgestockt werden mögen. Tatsächlich erhielt ich dann schon am nächsten Tag einen Anruf, in dem mir jemand 400 versprach. Am darauffolgenden Sabbat fand ich einen Umschlag ohne Absender in meinem Fach in der Gemeinde. Darin befand sich weiteres Geld. Gott musste mit mehreren Personen 4

5 Als Ergebnis der diesjährigen Global- Evangelism-Vorträge in Mosambik wurden rund 500 Menschen getauft. gesprochen haben, denn sie alle wussten nichts von meinen Evangelisationsplänen. Er kann auf wunderbare Weise helfen, wenn wir ihm nur die Chance dazu geben. Christian Meisel (Anmerkung der Redaktion: Christian Meisel, Jahrgang 1980, gehört zur Gemeinde Zislow in Mecklenburg-Vorpommern. Der ursprünglich in der Nähe von Cottbus aufgewachsene Dipl.-Ing. der Umwelttechnik ist einer der zahlreichen jungen deutschen Adventisten, die im Jahr 2005 im Rahmen des Global-Evangelism- Programms eine Unterstützung von ASI Europa erhalten haben. Er war nach einer Kurzausbildung in einer School of Evangelism mit Louis Torres zusammen mit sieben weiteren Personen unter der Leitung von Helmut Schröer vom 11. Juli bis 2. August in Mosambik. In jenem Land gibt es inzwischen über Adventisten. Bei dieser Evangelisation wurden zunächst 311 Personen getauft. 170 folgten einige Wochen später. Heute setzt Christian Meisel seine Erfahrung und Begeisterung hauptamtlich in der Neulandarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ein.) Gemeinde weltweit Geheimtipp: Hauskreise Phänomenales Gemeindewachstum in Peru Gerade wenn man denkt, die Rekordmeldungen über das Gemeindewachstum in der südamerikanischen Division lassen sich nicht mehr steigern, flattert uns folgende Nachricht auf den Tisch: Kürzlich haben sich Menschen in Peru für Christus und die Adventgemeinde entschieden. Die Mark Finley sprach im Stadion von Verantwortlichen des Verbandes Lima vor Menschen. erwarten, dass diese Zahl bis Ende 2005 sogar noch auf steigen wird. Schon jetzt hat das Land Adventisten. Das Erfolgsrezept? Hauskreise, in denen Laienglieder mit ihren Freunden und Nachbarn die Bibel studieren, haben die entscheidende Vorarbeit geleistet. Gewissermaßen zur Ernte wurde Mark Finley, bis vor kurzem Sprecher des Fernsehprogramms It Is Written, eingeflogen. Er hielt an sechs Orten öffentliche Vorträge. Diese wurden von Menschen besucht. Zum Abschluss der Evangelisation, die auch per Satellit übertragen wurde, sprach Finley, der inzwischen Vizepräsident der Generalkonferenz ist, Ende Mai im Stadion von Lima zu Menschen. Zu jenen, die sich taufen ließen, gehörten auch mehre hochrangige Offiziere der peruanischen Streitkräfte sowie ein evangelikaler Pastor und seine 30-köpfige Gemeinde. Peru hat Peru mit seinen 26 Millionen Einwohner. 45% von Adventisten. 26 Millionen Menschen hat ihnen sind Indianer. Die südamerikanische Division der STA hat 2,1 Millionen Gemeindeglieder. gp 5

6 Events & Termine Zeugnis sein statt Zeugnis geben Zeugnis geben ist gut, Zeugnis sein ist besser Das war das Thema der Predigt von Chester Clark III am 5. November in der Gemeinde Freudenstadt. Etwa 160 Personen waren gekommen. ASI-Tagung in Freudenstadt Manuela Fischer, Waiblingen, nutzt ihre Arbeit als selbstständige Vermögensberaterin, um Christus zu bezeugen. Natürlich könnte ich Sie betrügen, sagt die selbständige adventistische Vermögensberaterin Manuela Fischer oft zu ihren zögernden Geschäftskontakten, aber Gott kann ich nicht betrügen. Ich bin nämlich Christin. Durch dieses überraschende Argument, das Manuela gern zur Vertrauensbildung einsetzt, entwickeln sich nicht nur Geschäfte sondern häufig auch Gespräche über Gott und den Glauben. Auf die Frage, wo sie den Gottesdienst besuche, gab sie einem ihrer Kontakte kürzlich die Anschrift der Adventgemeinde in Waiblingen bei Stuttgart. Sie war dann allerdings ebenso überrascht wie erfreut, als sie diesen am darauffolgenden Sabbat zusammen mit seiner Frau im Gottesdienst wiedersah. Der Arzt Dr. Horst Müller mit seiner Praxis in Weinheim an der Bergstraße heilt nicht nur, sondern spricht mit seinen Patienten auch über das ewige Heil. In einem anderen Fall hat der Hals-Nasen- Ohren-Arzt Dr. Horst Müller in den beiden Behandlungszimmern seiner Weinheimer Praxis Verheißungen der Bibel so platziert, dass seine Patienten es gar nicht vermeiden können, diese zu lesen. Sie befinden sich über der jeweiligen Tür gut leserlich im Blickfeld der Behandlungsstühle. Nicht zuletzt unterstützt durch diese Hingucker im wahrsten Sinne des Wortes hat der aus dem rumänischen Siebenbürgen stammende und vor Begeisterung sprühende Adventist schon so manches seelsorgerliche Gespräch eingefädelt. Uwe Franke war Geschäftsführer eines Lebensmittelgroßhandels in Hamburg. Der ehemalige Kettenraucher stieß in Kanada bei Nacht und Nebel auf Adventisten. Heute leitet er ein Hilfswerk für Kinder aus Tschernobyl. Und dann war da noch Uwe Franke. Der Geschäftsführer eines Hamburger Lebensmittelgroßhandels machte vor Jahren mit seiner Frau Dörte Urlaub in Kanada. Eines Tages waren sie auf der Suche nach einem Quartier für die Nacht, so erzählte er. Es war spät am Abend, und sie hatten sich verfahren. Als die Straße in den Bergen in einer Sackgasse endete, trafen sie auf ein verlassenes Haus mit den verwitterten Überresten eines Schildes, das auf Gästezimmer hinzuweisen schien. Mit einer Mischung aus Abenteuerlust und Verzweiflung klopften sie an die Tür. Die Bewohner des Hauses waren zwar etwas merkwürdig, aber freundlich. Wie sich später herausstellen sollte, waren es Siebenten-Tags-Adventisten. Die Eröffnung, dass es bei ihnen nur vegane Gerichte gab, war für die passionierten Fleischesser und Kettenraucher mehr als gewöhnungsbedürftig. Dennoch blieben sie längere Zeit. Bereits nach drei Tagen waren sie Nichtraucher. Und das war erst der Anfang. In der Folgezeit veränderte sich ihr Leben drastisch. Durch diese Einsiedlerfamilie lernten sie Christus und die Adventbotschaft kennen. Ein paar Jahre später ließen sie sich taufen und wurden in Deutschland Adventisten. Seit Uwe Franke, der heute mit seiner Frau in Niebüll an der dänischen Grenze lebt, im Ruhestand ist, betreibt er nun ein Hilfswerk für bedürftige Kinder aus Tschernobyl. Drei Beispiele für das, worum es bei ASI geht, drei Menschen, die dort, wohin Gott sie gestellt hat, Christus auf dem Marktplatz des Lebens bezeugen. Sie stehen stellvertretend für eine Vielzahl von Zeugnissen, die die 63 Teilnehmer der diesjährigen ASI-Tagung hören konnten. Das 6

7 Treffen, das vor allem von Christiane Theiss in professioneller Weise organisiert worden war, fand statt vom 3. bis 6. November, und zwar im frisch renovierten DVG-Haus Schwarzwaldsonne in Freudenstadt. benszeugnis wechseln kann. Im Rahmen seiner Predigt, die er bei einer Gesamtbesucherzahl von etwa 160 verstärkt durch die Ortsgemeinde in der nahen lichtdurchfluteten Freudenstädter Adventgemeinde hielt, betonte Chester jedoch, dass es wichtiger sei, ein Zeugnis zu sein als ein Zeugnis zu geben. Dietrich Müller, Sekretär des Süddeutschen Verbandes und Mitglied des Vorstands von ASI Deutschland, sprach über Christus in der Offenbarung. Chester Clark, 32, ist Vizepräsident von ASI Nordamerika. Er unterrichtet Evangelisation an einem selbstunterhaltenden College in Arkansas. Hauptreferent war Chester Clark III. Er ist Vizepräsident von ASI Nordamerika. Der 32-jährige Lehrer für Evangelisation an einem selbstunterhaltenden College in Arkansas sprach über das wirksame Zeugnis im Alltag und wie man von einem weltlichen Gespräch zu einem Glau- Peter Joseit, seit kurzem Vereinigungsvorsteher in der Schweiz, hat über 20 Jahre in Australien gelebt. Als zweiter Hauptreferent sprach Peter Joseit in drei Vorträgen zum Thema Mit Gott über Mauern springen. Der gebürtige Deutsche, der seit wenigen Wochen Vorsteher der Deutschschweizerischen Vereinigung der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten ist und von seiner Frau Liljiana begleitet wurde, hat mehr als 20 Jahre in Australien gelebt. Die Morgen- und Abendandachten hielt Dietrich Müller, Sekretär des Süddeutschen Verbandes, der zugleich Mitglied des deutschen ASI-Vorstands ist. Er sprach in einer sehr persönlichen Weise über Christus in der Offenbarung. Alle drei Referenten setzten mit ihrer geistlich geprägten Verkündigung die Glanzpunkte der Tagung. Am Sabbatnachmittag sprach Dr. Gerhard Padderatz, der Vorsitzende von ASI Deutschland, in der wieder gut gefüllten Adventgemeinde Freudenstadt über Die Erfüllung von Offenbarung 13 im heutigen Amerika. Da er selbst in den USA lebt und sich in jüngster Zeit im Rahmen seiner Recherchen für ein Buchprojekt mit der schwindenden Religionsfreiheit in Auf der Galerie (v.l.n.r.): Egon Kledtke, Doris Schundelmeier, Joachim Hübscher, Irmgard Lichtenfels, Uwe Franke, Harold Grau. 7

8 Der Vorstand von ASI Deutschland gab den Mitgliedern Rechenschaft über seine Arbeit in der Periode seit der letzten Mitgliederversammlung. V.l.n.r.: Eugen Macho, Rechnungsführer; Irmgard Lichtenfels, Schriftführerin; Dr. Gerhard Padderatz, Vorsitzender; Dietrich Müller, Vertreter der Gemeinschaft der STA. Nicht anwesend war aus Krankheitsgründen: Heinz Henning, stellvertretender Vorsitzender. Amerika auseinandergesetzt hat, konnte er mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation eine Vielzahl von Zitaten bringen, die zeigen, wie sich Prophetie vor unseren Augen erfüllt. Das Auge isst mit: Der erste Gang beim Festbankett. Am Sonntag, dem 6. November, fand dann abschließend bei reger und zahlenmäßig großer Beteiligung die alljährliche Mitgliederversammlung statt. In ihrem Rahmen erwähnte Gerhard Padderatz, dass ASI seit der letzten Tagung im Mai 2004 in Wittenberg um 57% auf heute 66 Mitglieder gewachsen sei. Ferner gab er das Ergebnis der an diesem Wochenende durchgeführten Sammlungen bekannt. Für die im Jahr 2006 im gesamten deutschsprachigen Raum geplante Gesundheitsevangelisation kamen 487 zusammen. Die Sammlung im Rahmen des feierlichen Festbanketts hat inklusive einiger schriftlicher Zusagen fast erbracht. Der letztgenannte Be- Bernd Lachmann, Geschäftsführer der Schwarzwaldsonne, ist immer bereit, für seine Gäste die Extrameile zu gehen. trag soll nach Beschluss des ASI- Vorstands zu gleichen Teilen zwischen dem ASI-Schulprojekt in Kirgistan und einem CD-Brenner für die Blindenhörbücherei der Stimme der Hoffnung aufgeteilt werden. Beim Abschied am Sonntagmittag waren sich alle Teilnehmer einig, dass dies die beste ASI-Tagung war, die sie je miterlebt haben. Sicher hat dazu auch der aufwendige und geschmackvolle Um- und Ausbau der Tagungsstätte zu einem echten Drei-Sterne-Hotelstandard beigetragen. Auch die exzellente und reichhaltige Verpflegung sowie die herzliche Betreuung durch das Team von Bernd Lachmann und seiner Frau haben positive Zeichen gesetzt. Man hatte den Eindruck, dass alle Teilnehmer wieder aufs Neue motiviert waren, am Erlösungswerk Christi mitzuwirken und ihre Fähigkeiten im Dienst am Nächsten einzusetzen. Das Haus Schwarzwaldsonne wurde aufwendig und geschmackvoll um- und ausgebaut. Der heute gebotene Standard entspricht mindestens dem eines 3-Sterne-Hotels. Irmgard Lichtenfels 8

9 Feedback Besten Dank für die ASI NEWS (3/3). Die Berichte sind wieder sehr interessant und haben mir ausnehmend gut gefallen! Besonders der Artikel über Schw. Schmidt-Siaw, die ja auch bei uns, der CFI Internationale Kinderhilfe, eine Kinderpatenschaft hat. Achim Wolters, Darmstadt Danke für den neuen ASI-Newsletter. Ich "stöbere" immer gern darin und freue mich über die Portraits, aber besonders über die Berichte von Erlebnissen, wie Gott seine Versprechen eingelöst hat. Könntet Ihr mir die letzte Ausgabe noch einmal mailen (darin ist der Wal-Mart-Bericht)? Ich wurde danach gefragt, hatte ihn aber nicht mehr. Gerda Polchlopek-Pelczar, Stuttgart (Anmerkung der Redaktion: Das tun wir gerne. Du kannst Dir die älteren Ausgaben der ASI NEWS aber auch selbst herunterladen. Du findest sie unter Die letzten ASI NEWS (3/2) und das Interview mit Gerhard Padderatz haben mich zum Nachdenken über mein Berufsleben angeregt. Ich bin seit fast sechs Jahren Gemeindemitglied in Bad Hersfeld, lebe aber in Köln. Dort habe ich vor einigen Monaten mein Universitätsstudium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. Jetzt arbeite ich bei einer internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft. Meine Arbeitszeiten erlauben mir einen freien Sabbat. In meinem Berufsumfeld ist es sowohl von Seiten der Geschäftsleitung als auch von eigener Seite erwünscht, das Steuerberaterexamen abzulegen. Die vorbereitenden Kurse finden aber ausschließlich am Sabbat statt. Mich würde interessieren, wie andere Adventisten eine solche Herausforderung gemeistert haben. Seht ihr eine Möglichkeit, einen Erfahrungsaustausch mit adventistischen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern herzustellen? CS, Köln (Anmerkung der Redaktion: Du solltest Dich mit Bernhard Boms unterhalten, der in Straelen bei Venlo eine eigene Steuerberatung unterhält. Sicher werden unsere ASI-Mitglieder und -Freunde auch gerne für Dich beten.) Im ASI-Newsletter vom 15. Mai, erschienen im inform 06, wurde die großartige und gesegnete Erfahrung über das Leben Jesu im Wal-Mart berichtet. Als Kurt Hasel diese Erfahrung in einer Gebetsversammlung auf der ATS-Tagung am berichtete, waren alle freudig überrascht und dankten Gott für diese Erfahrung. Es wundert mich, dass niemand diese Erfahrung kannte. Ich gehe also davon aus, dass der Artikel im inform 06 nicht gelesen oder beachtet wurde. Diese Erfahrung ist aber so wichtig, besonders für die deutschen Gemeinden, in denen es viele gibt, die geringschätzig über die Bücher von Ellen White denken oder reden. Helmut Mayer, Offenburg Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einem wohlhabenden adventistischen Geschäftsmann hier in China. Er trägt sich seit längerem mit dem Gedanken, eine Art Verantwortlicher Redakteur: Dr. Gerhard Padderatz, Gestaltung und Produktion advision, Mainz Club christlicher Geschäftsleute zu gründen. Er fand unsere Tagung adventistischer Geschäftsleute sehr gut. Wir werden diesen Club auf ASI-Basis vor Mitte Sept gründen wie auch immer das aussehen mag. Dieser Adventist wird geschäftlich erfolgreiche Brüder einladen, um ein Gründungskomitee ins Leben zu rufen. Wir hatten rund sechs Besucher aus Mainland China erwartet, aber es kamen ca. vierzig. Wir sollten überlegen, wie spannend eine Convention West/Ost sein könnte. Achim Buchmann, Hongkong Ich finde es begrüßenswert, dass Video- und Audio-CDs vom ASI-Treffen in Freudenstadt erstellt werden. Wenn ich die weitergeben möchte, kann ich noch welche nachbestellen und wenn ja wo? Für mich war die Tagung eine besonders wertvolle Zeit. Ich habe mich sehr angesprochen gefühlt von den Vorträgen. Mein Vertrauen in Gottes Führung wurde nachhaltig gestärkt. Zudem habe ich neue Freunde gefunden. Marina Füllgrabe, Göttingen (Anmerkung der Redaktion: Aufzeichnungen der Tagung können über bestellt werden. Preise waren bei Redaktionsschluss allerdings noch nicht bekannt.) 9

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