Modul 1. Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologie

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1 Modul 1 Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologie

2 Definition IKT Unter Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT oder engl. information and communications technology) werden Technologien im Bereich der Information und Kommunikation zusammengefasst. Der zusammenfassende Begriff entstand Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts, als begonnen wurde, die Fernsprechnetze zu digitalisieren, und sowohl in den digitalen Endgeräten der Netze, als auch in den lokalen und öffentlichen Übertragungsnetzen selbst Informationstechnik zum Einsatz kam. Dienste wie Teletext, und Bildschirmtext entstanden zu dieser Zeit. Es entwickelte sich die Vorstellung, dass die ursprünglich ganz verschiedenen Zweige Informationstechnik einerseits, der sich damals hauptsächlich mit Groß- und Bürorechnern befasste, und Kommunikationstechnik andererseits, der sich hauptsächlich mit dem Fernsprechnetz befasste, zusammenwachsen würden. Quelle: Wikipedia Version 3.0 Volkshochschule Götzis 2008, Alle Rechte vorbehalten.

3 Grundlagen der Informationsund Kommunikationstechnologie Schulungsunterlage Modul 1

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5 I. Grundlagen Hardware Computer-Hardware Was sind Computer? Arten von Computern Bestandteile eines Computers Systemeinheit Bit und Byte Speichermedien Computerleistung Welche Faktoren beeinflussen die Leistung eines Computers? Empfehlung für den Kauf eines PCs Peripherie Eingabegeräte Ausgabegeräte Übersicht Peripheriegeräte PC- Schnittstellen Serielle und parallele Schnittstellen Bandbreite - maximale Übertragungsrate Software Arten von Software Erstellung von Software Eigenschaften von Software Lizenzmodelle Betriebssysteme Betriebssystemarten Aufgaben des Betriebssystems Aktuelle Betriebssysteme Standardprogramme Standardsoftware die jeder PC haben sollte Spiele Barrierefreiheit Wie kann Barrierefreiheit aussehen? Netzwerke Netzwerktypen Client-Server-Modell Topologien Internet Das Internetprotokoll Domain Name System Internetdienste Intranet Extranet Hochladen

6 10.7 Herunterladen Datenübertragungsrate Internetzugang Problematik von Standleitungen Providerkosten Internetdienstleistungen E-Commerce - Elektronischer Handel E-Government Electronic Banking E-Learning Telearbeit Web Online-Community Social Networking - Definition Typische Social Networking Dienste - Web 2.0 Dienste Social Networking - die wichtigsten Portale Gefahren Ergonomie Was ist Ergonomie? Computer und Umwelt Recycling Energieverbrauch Authentifizierung Methoden Einsatz von Kennwörtern Datensicherung Datensicherungsstrategie Sicherungskonzepte Vollständige Datensicherung Sonderfall Privatnutzer Medientypen der Datensicherung Computerviren? Aufbau eines Computer-Virus Arbeitsweise von Viren Arten von Viren Construction Kits Selbstschutz der Viren Schutzmaßnahmen Phishing Datenschutz Grundrecht auf Datenschutz Datenschutzkontrolle Urheberrecht Wer ist Urheber? Endbenutzer-Lizenzvertrag

7 20. Erkennen von legaler Software Echtheitszertifikat Lizenznachweis Sicherheitsstreifen Hologramm Spezielle Vetriebsformen von Software Shareware Freeware Open Source II. Fragen zu Grundlagen

8 I. Grundlagen 1. Hardware Ist der Oberbegriff für die technische Beschaffenheit eines Systems z. B. eines Computers. Zur Computer-Hardware gehören alle Bestandteile (z.b. Prozessor, Festplatte, Arbeitsspeicher usw.) und externen Geräte(Peripheriegeräte). Einfach ausgedrückt gehört alles, was man angreifen kann, zur Hardware. Um Computer-Hardware nutzen zu können ist entsprechende Software notwendig. 1.1 Computer-Hardware Netzteil Gehäuse Motherboard oder Mainboard Chipsatz Prozessor und Speicherbausteine Arbeitsspeicher (RAM) Speichermedien wie Laufwerke (Festplatte, CD-ROM-Laufwerk, DVD-Laufwerk, Zip-Laufwerk ) Externe Geräte oder Peripheriegeräte: Erweiterungskarten (Grafikkarte, Soundkarte, Netzwerkkarte, TV-Karte, USB-Karte, ) Ausgabegeräte (Drucker, Bildschirm, Beamer, Lautsprecher, ) Eingabegeräte (Tastatur, Maus, Joystick, ) Einlesegeräte (Scanner, Mikrofone, Kartenlesegeräte, ) 1.2 Was sind Computer? Computer sind Maschinen, die Aufgaben oder Berechnungen laut Anweisungen in Form von Programmen ausführen. Die ersten Computer, die bereits in den 40er Jahren eingesetzt wurden, waren riesige Maschinen, deren Bedienung mehrere Leute erforderte. Im Vergleich mit den Rechnern von damals sind heutige Computer nicht nur tausendmal schneller, sondern passen auch auf jeden Schreibtisch oder sogar in die Tasche. Computer funktionieren durch Zusammenspiel von Hardware und Software. Der wichtigste Teil der Hardware ist ein kleiner Chip im Computer, der als Prozessor oder auch als CPU (Central Processing Unit, zentrale Verarbeitungseinheit) bezeichnet wird. Der Prozessor ist das Gehirn des Computers jener Teil, der Anweisungen von Programmen übersetzt und entsprechende Berechnungen ausführt. Software bezieht sich auf Programme, die der Hardware mitteilen, welche Schritte ausgeführt werden müssen. Ein Textverarbeitungsprogramm, ist zum Beispiel eine Art von Software. Das Betriebssystem ist eine Software, die den Computer und alle angeschlossenen Geräte verwaltet. 1.3 Arten von Computern Computer unterscheiden sich in Größe und Leistungsfähigkeit. Vom Supercomputer bis zum Minicomputer, die in Autos, Fernsehern, Stereoanlagen, Taschenrechnern und anderen Geräten eingebaut sind. Diese Computer dienen zum Ausführen von eng definierten von Aufgaben. Der PC (Personal Computer) oder Arbeitsplatzrechner wird üblicherweise von einer Person gleichzeitig bedient. 8

9 1.3.1 Desktopcomputer Desktopcomputer sind für den Betrieb am Schreibtisch vorgesehen. Normalerweise sind sie größer und leistungsfähiger als andere Arten von PCs. Desktopcomputer bestehen aus einzelnen Bestandteilen. Der Hauptbestandteil, die als Systemunit (Unit = Einheit) bezeichnet wird, befindet sich in einem rechteckigen Gehäuse und wird auf oder unter dem Schreibtisch aufgestellt. Andere Teile, wie zum Beispiel Monitor, Tastatur und Maus, sind über so genannte Schnittstellen mit dem eigentlichen Rechner verbunden Notebook oder Laptop Notebooks oder Laptopcomputer sind leichte mobile PCs mit einem flachen Bildschirm. Laptops werden mit Akkus betrieben werden und sind daher überall einsetzbar. Im Gegensatz zu einem normalen PC befinden sich Prozessor, Bildschirm und Tastatur in einem einzigen Gehäuse. Der Bildschirm kann auf die Tastatur heruntergeklappt werden, wenn das Notebook nicht verwendet wird Handheld oder PDA Handheldcomputer, die auch als PDAs (Personal Digital Assistant) oder tragbare Computer bezeichnet werden, sind akkubetriebene Computer, die klein genug sind, um sie fast überall hin mitnehmen zu können. Sie sind zwar nicht so leistungsfähig wie Desktop-PCs oder Laptops, eignen sich jedoch zur Terminverwaltung, zum Speichern von Adressen und Telefonnummern und für Computerspiele. Einige Handheldcomputer sind mit erweiterten Funktionen ausgestattet und können zum Telefonieren und zum Zugreifen auf das Internet verwendet werden. Anstelle einer Tastatur verfügen Handheldcomputer über berührungsempfindliche Bildschirme, so genannte Touchscreens, die Sie mit Ihren Fingern oder einem Zeigegerät in Stiftform bedienen können Tablet-PCs Tablet-PCs sind mobile Computer, welche die Merkmale von Notebooks und Handhelds in sich vereinen. Tablet-PCs sind genau wie Notebooks vollwertige Computer mit integriertem Bildschirm. Mit einem können Sie direkt auf dem Bildschirm schreiben oder Bilder zeichnen. Tablet-PCs sind mit einer Handschriftenerkennung ausgestattet und können handgeschriebene Texte in Text umwandeln. Convertible-PCs, sind Tablet-PCs bei denen der Bildschirm gedreht und aufgeklappt werden kann, um die darunter liegende Tastatur freizugeben. Die Vision der Macher der Tablet-PCs war, dass anstatt Notizen und Aufzeichnungen auf Papier zu machen, diese gleich händisch in den Rechner eingegeben werden können. So richtig durchgesetzt haben sich die Computer allerdings bis heute nicht. 9

10 1.3.5 Großrechner Mainframes sind leistungsfähige Großcomputer, die insbesondere in Rechenzentren installiert sind, wo sie für die kommerzielle oder organisatorische Massendatenverarbeitung mit großen Datenbeständen eingesetzt werden. Mainframes werden oft mit zahlreichen Ein- und Ausgabegeräten sowie externen Massenspeichern ausgestattet Smartphone Ein Smartphone vereint den Leistungsumfang eines Mobiltelefones mit dem eines Personal Digital Assistants (PDA). Die meisten Smartphones sind schlanker als PDAs ausgeführt, verfügen über eine Tastatur und liegen wie ein gewöhnliches Mobiltelefon in der Hand. Der absolute Star unter den Smartphones ist Apples iphone Mobiltelefon oder Handy Moderne Mobiltelefone sind inzwischen nichts anderes als kleine Computer. Die Grenze zwischen PDA und Smartphone verschwimmt immer mehr Mediaplayer Was früher der berühmte Walkman von Sony war, ist heute der ipod, ebenfalls ein Produkt von Apple. Nicht nur Musik sondern auch Filme können mit dem ipod abgespielt werden. Die dazu passende Software itunes liefet Apple gratis. Damit ist es möglich Musik und Movieclips vom Apple Store aus dem Internet zu beziehen und auf den ipod zu laden. Kein billiger Spaß. Zwar gibt es andere Hersteller von Mediaplayern die dieselbe Qualität wesentlich billiger anbieten, aber gegen den Marktführer Apple stehen sie auf verlorenem Posten. 10

11 2. Bestandteile eines Computers Im Folgenden werden wir uns genauer mit jedem dieser Teile befassen. 2.1 Systemeinheit Die Systemeinheit ist das Herzstück eines Computersystems. Normalerweise handelt es sich dabei um einen Metallkasten, je nach Bauweise auch Tower genannt, der unter oder neben dem Schreibtisch aufgestellt wird. Darin befinden sich viele elektronische Komponenten. Diese sind auf dem sogenannten Mainboard oder Motherboard untergebracht. Die wichtigste dieser Komponenten ist der Zentralprozessor (Central Processing Unit, CPU) oder Mikroprozessor. Eine weitere Komponente ist der Arbeitsspeicher (Random Access Memory, RAM), in dem von der CPU verwendete Informationen vorübergehend gespeichert werden, während der Computer eingeschaltet ist. Die im RAM gespeicherten Informationen gehen beim Ausschalten des Computers verloren. Nahezu jedes Teil des Computers ist über Kabel mit der Systemeinheit verbunden. Die Kabel werden an spezifischen Anschlüssen (Schnittstellen) angeschlossen, die sich an der Rück- oder Vorderseite der Systemeinheit befinden. Nicht zur Systemeinheit gehörende Bestandteile werden als Peripheriegeräte bezeichnet Mainboard oder Motherboard (Hauptplatine) Die Hauptplatine (engl. mainboard, auch motherboard) ist die zentrale Platine eines Computers. Auf ihr sind die einzelnen Bauteile wie Hauptprozessor (CPU), Speicher, der BIOS-Chip mit der integrierten Firmware, Schnittstellen-Bausteine und Steckplätze für Erweiterungskarten montiert; sie besteht aus mehreren Lagen (Layer). Die Hauptplatine enthält Steckplätze für den Prozessor, Speicherbausteine und Erweiterungskarten wie Grafik-, Sound- und Netzwerkkarten sowie Bausteine, die die Komponenten miteinander verbinden, in 11

12 aktuellen Boards aufgeteilt in eine Northbridge und eine Southbridge. Es ist jedoch auch möglich, dass diese Komponenten direkt auf dem Mainboard integriert ( onboard ) sind. Dies ist bei Sound- und Netzwerkkarten inzwischen häufig der Fall, bei Grafikkarten seltener und bei CPU und RAM fast nur in Raum sparend gebauten Systemen oder Notebooks. Erweiterungssteckplätze (SLOTS) Steckplatz für Grafikkarte Schnittstellen für Peripherie Serial ATA Schnittstellen Steckplätze für RAM für Festplatten Schnittstellen für CD/DVD und Diskettenlaufwerk Prozessor BIOS Chip 12

13 2.1.2 Der Hauptprozessor(CPU=Central Processing Unit) Der Hauptprozessor (englisch central processing unit, CPU, im allgemeinen Sprachgebrauch oft auch nur als Prozessor bezeichnet, ist die zentrale Verarbeitungseinheit eines Computers, die in der Lage ist, ein Programm auszuführen. Die CPU steuert, regelt und kontrolliert Arbeitsprozesse. Sie steht in ständigem Austausch mit den anderen Bausteinen des Mainboards. Auf dem Markt gibt zwei große Hersteller von Hauptprozessoren für Computer. INTEL und AMD. Da sich die technischen Spezifikationen ständig ändern sei, für nähere Informationen, auf die Webseiten dieser Hersteller verwiesen Taktfrequenz Die Geschwindigkeit eines Computersystems wird als Taktfrequenz ausgedrückt. Die Frequenz wird durch einen Oszillator, bestehend aus einem Quarz, vorgegeben. Wird Spannung angelegt, beginnt dieser mit einer gleichmäßigen Frequenz zu schwingen (oszillieren). Jede Anweisung, die der Prozessor ausführt, dauert eine bestimmte Anzahl von Taktimpulsen. Wie viel Taktimpulse pro Sekunde der Taktgeber gibt, wird in Hertz angegeben (1 Megahertz = 1 Million Taktimpulse pro Sekunde). Einfach ausgedrückt: je höher die Taktfrequenz desto schneller der Prozessor Prozessoren mit mehreren Kernen Der Begriff Mehrkernprozessor (auch Multicore-Prozessor oder Multikernprozessor) bezeichnet einen Mikroprozessor mit mehr als einem vollständigen Hauptprozessor auf einem einzigen Chip. Es handelt sich also um mehrere vollständige, weitgehend voneinander unabhängige Prozessoren. Als Doppelkernprozessor (auch Dual-Core-Prozessor) bezeichnet man einen Mehrkernprozessor mit zwei Hauptprozessoren. Mikroprozessoren mit einem Hauptprozessor bezeichnet man zur Abgrenzung als Einzelkernprozessor (auch Single-Core-Prozessor). Diese Terminologie lässt sich entsprechend fortsetzen. So spricht man bei vier Kernen von einem Vierkernprozessor (auch Quad-Core-Prozessor), wobei ein Vierkernprozessor nicht notwendigerweise aus zwei Doppelkernprozessoren bestehen muss, sondern auch aus vier Kernen bestehen kann Prozessoren mit 64-Bit Im Zusammenhang mit Prozessoren ist oftmals die Rede von unterschiedlichen Generationen, deren Unterschied im Wesentlichen in der Menge der gleichzeitig Verarbeitbaren Bits liegt. Einfach ausgederückt: Ein 32-Bit Prozessor kann gleichzeitig 32 Bit verarbeiten ein 64-Bit Prozessor doppelt so viel. Das steigert, bei passender Software, die Leistung enorm. Wenn Sie einen 64-Bit Prozessor verwenden, sollten Sie auch die entsprechende Software, zumindest aber ein 64-Bit Betriebssystem haben, sonst haben sie nichts davon. 13

14 2.1.3 Basic Input Output System Als Basic Input Output System (BIOS) bezeichnet man die Firmware bei x86-pcs. Aus technischer Sicht handelt es sich beim BIOS um ein Programm, das in einem nichtflüchtigen Speicherchip(ROM) auf der Hauptplatine des PCs abgelegt ist und das unmittelbar nach dessen Einschalten zur Ausführung gelangt. Es ist unter anderem die Aufgabe des BIOS, den PC zunächst zum Leben zu erwecken und im Anschluss das Starten eines Betriebssystems einzuleiten. Im Wesentlichen führt das BIOS die folgenden Funktionen aus, bevor das Betriebssystem gestartet wird: Power On Self-Test (POST). Initialisierung der Hardware. Darstellung eines Startbildschirms. Möglichkeit ein BIOS-Konfigurationsmenü ( BIOS-Setup ) aufzurufen. Aufrufen von BIOS-Erweiterungen, die auf Steckkarten untergebracht sind. Feststellen, von welchem Datenträger gebootet werden kann und soll. Laden des Software-Bootloaders von diesem Datenträger. Danach übernimmt der geladene Bootloader die Kontrolle über den Rechner. Meist lädt und startet er das auf dem entsprechenden Datenträger gespeicherte Betriebssystem entweder sofort oder bietet ein Menü zur Auswahl eines Betriebssystems an (Bootmanager) Computerspeicherarten In einem Computer kommen zwei Speicherarten zum Einsatz. So genannter Festwertspeicher, auf dessen Inhalt der normale Benutzer keinen Zugriff hat und flüchtiger Speicher. Flüchtiger Speicher wird für die laufende Programmausführung benötigt. Der Inhalt geht beim Ausschalten des PCs verloren Festwertspeicher Unter Nur-Lese-Speicher oder Festwertspeicher (engl. auch Read-Only-Memory, ROM) versteht man einen Datenspeicher, der nur lesbar ist, im normalen Betrieb aber nicht beschrieben werden kann und nicht flüchtig ist, das heißt: Er hält seine Daten auch in stromlosem Zustand. Das prädestiniert ihn zur Aufnahme von fest verdrahteten Computerprogrammen wie z. B. dem BIOS Arbeitsspeicher(RAM) Random access memory (dt.: Speicher mit wahlfreiem Zugriff ), abgekürzt RAM, ist ein Speicher, der bei Computern als Arbeitsspeicher Verwendung findet. Die gängigsten Formen gehören zu den Halbleiterspeichern. RAMs werden als integrierte Schaltkreise hauptsächlich in Silizium-Technologie realisiert. RAM wird in allen Arten von elektronischen Geräten eingesetzt. Der Arbeitsspeicher oder Hauptspeicher ist in der Informationstechnik der Speicher eines Computers, in dem Datenobjekte, also Programme und die von diesen in Mikroprozessoren zu verarbeitenden Nutzdaten, abgelegt und zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden können. Der Unterschied zu Festplatten, die formal die selbe Funktion erfüllen, liegt im ungleich schnelleren Zugriff (rund 1000 mal) und der fehlenden Fähigkeit, die Daten trotz Stromunterbrechung weiterzuspeichern. 14

15 Flash-Speicher Flash-Speicher sind digitale Speicherchips; die genaue Bezeichnung lautet Flash-EEPROM. Anwendung finden Flash-Speicher überall dort, wo Informationen nichtflüchtig auf kleinstem Raum, ohne permanente Versorgung mir Strom, gespeichert werden müssen. Beispiele: USB-Sticks Speicherkarten für Digitalkameras, Mobiltelefone, Handhelds MP3-Player 2.2 Bit und Byte Bits und Bytes dienen unter anderem der Beschreibung von Datenmengen. Jedes Bit benötigt eine genau definierte Speichermenge Bit Der Begriff Bit (binary digit) wird in der Informatik, der Informationstechnik, der Nachrichtentechnik sowie verwandten Fachgebieten in folgenden Bedeutungen verwendet: als Bezeichnung für eine Binärziffer als Maßeinheit für die Datenmenge Dabei ist 1 Bit die kleinste darstellbare Datenmenge, die beispielsweise durch eine Binärziffer dargestellt werden kann. Größere Datenmengen können nur ganzzahlige Vielfache von 1 Bit sein. In elektronischen Schaltkreisen(Prozessoren) werden Bits, vereinfacht gesagt in Form von Schaltern die AN (=1) oder AUS(=0) sind, umgesetzt. Informationen werden innerhalb des Computers in Form von Stromimpulsen weitergeleitet. Dabei wird lediglich unterschieden ob es einen Impuls gab oder nicht. Deshalb besitzt die kleinste Speichereinheit des Computers nur zwei mögliche Zustände: Strom oder kein Strom, Ja oder Nein, 0 oder 1. Diese kleinste Einheit ist ein Bit Byte In der Regel wird jedoch nicht auf der Grundlage von Bits, sondern mit der Basiseinheit Byte gerechnet. 1 Byte enthält 8 Bits. Im Folgenden ein Vergleich mit dem uns vertrauten dezimalen Zahlensystem. Jede Stelle in der Je nach Schalterstellung ergibt sich ein bestimmtes Bitmuster Binärzahl, die nur aus Nullen und Einsen besteht, nennt man ein Bit. Das ist die kleinste Informations-Einheit. Eine Binärzahl mit 8 Bits nennt man ein Byte. Mit einem Byte kann man 256 verschiedene Zustände oder Werte darstellen. Die Basis des binären oder dualen Systems ist 2. Eine Stelle dieses Zahlensystems kann also zwei Werte (0 oder 1) enthalten. Das Prinzip der dargestellten Zahlenliste folgt der obigen Beschreibung. 1 Byte besteht also aus 8 Bit und kann

16 unterschiedliche Wertigkeiten annehmen. Nach jeder 10er Potenz beginnt eine neue Einheit. Die Umrechnung von Einheiten erfolgt mit dem Faktor 1024 und nicht wie im Dezimalsystem üblich mit Ein Byte entspricht in der EDV einem einzelnen Zeichen, einem Bildpunkt, einer Ganzzahl usw. Größere Werte werden mit mehreren zusammengehörigen Bytes dargestellt. So entspricht (es werden 3 Bytes benötigt) dem Wert Zeichen werden aufgrund einer Logik in Zahlen codiert/decodiert. So entspricht z.b. der Buchtabe B dem Zahlenwert 66. Drücken Sie die Taste und geben Sie gleichzeitig über den numerischen Tastenblock die Zahl 66 ein. Sie erhalten den Buchtaben B. Das dargestellte Bitmuster ergibt die Zahl 78. Dieser Wert errechnet sich wie folgt: = 78 in binärer Schreibweise wäre das: Maßeinheiten Das Byte ist die Standardeinheit, um Speicherkapazitäten oder Datenmengen zu bezeichnen. Dazu gehören Dateigrößen, die Kapazität von permanenten Speichermedien (Festplatten, CDs, DVDs, Disketten, USB-Massenspeichergeräte usw.) und die Kapazität von vielen flüchtigen Speichern (z. B. Arbeitsspeicher (RAM)). Übertragungsraten (z. B. die maximale Geschwindigkeit eines Internet-Anschlusses) gibt man dagegen üblicherweise auf der Basis von Bits an. Beispiel: Eine vollgeschriebene A4 Seite (in einem einfachen Texteditor wie etwa NOTEPAD) enthält rund 3500 Zeichen (auch Abstände sind Zeichen) oder 3500 Bytes, da ja für jedes Zeichen ein Byte benötigt wird. Dazu kommen noch interne Daten wie Dateiname, Schriftart und Größe. Ergibt in etwa 4000 Byte oder 4 Kilobyte. Auf einer Diskette mit einer Speichergröße von rund 1,44 Megabyte oder ca Byte haben also rund 400 Seiten Text Platz. Das sind rund Bits. In Verwendung sind folgende Einheiten: 1 Kilobyte (KB) = 1024 Byte 1 Megabyte (MB) = 1024 Kilobyte 1 Gigabyte(GB) = 1024 Megabyte 1 Terabyte = 1024 Gigabyte 1 Petabyte = 1024 Terabyte usw. 16

17 2.3 Speichermedien Als Speichermedien bezeichnet man üblicherweise Medien die Daten dauerhaft speichern und auch zur Sicherung verwendet werden können Magnetstreifenkarte Eine Magnetstreifenkarte (engl.: magnetic stripe card) hat eine Standardgröße von 85,6 54 0,76 mm. Sie besteht aus Vollplastik oder Kunststoffschichten, in die andere Materialien eingeschlossen sein können. In die Rückseite ist ein meist 0,5 Zoll (= 12,7 mm) breiter Magnetstreifen integriert, auf dem die Daten in drei parallelen, unabhängigen Spuren bit- und byte-seriell aufgezeichnet werden. Unsere Kreditkarten sind solche Datenträger Magnetband Ein Magnetband (engl.: magnetic tape) ist ein dünnes Polyesterbandband, bei dem auf einer Seite eine magnetisierbare Schicht aufgetragen ist, auf der die Information durch Magnetisierung aufgezeichnet wird. Magnetbänder werden zur Datensicherung und Langzeitarchivierung von großen Informationsbeständen eingesetzt. Kapazität: bis in den Terabytebereich Disketten Disketten (engl.: diskette; floppy disk) sind flexible, runde Kunststoffplatten, die auf beiden Seiten mit einer magnetisierbaren Schicht bedeckt sind. Die Information wird beidseitig durch Magnetisierung in konzentrischen Kreisspuren mit Hilfe je eines Schreib-/Lesekopfes aufgezeichnet. Zum Schutz ist der eigentliche Datenträger in einer quadratischen, biegsamen Hülle oder einem festen Gehäuse eingeschlossen. Beim Lesen und Schreiben rotiert die Diskette in diesem Behältnis in einem Luftpolster. Kapazität: 1,44 MB Zip-Diskette Eine Zip-Diskette hat 3,5-Zoll-Format (das magnetische Medium); die Abmessungen des Plastikgehäuses betragen 98 x 97 x 4 mm. Der auswechselbare Datenträger bietet eine Kapazität von bis zu 750 MB, eine durchschnittliche Zugriffszeit von 29 ms und eine Datentransferrate von 1,4 MB/s CD Die CD (Compact Disk) ist eine optische Speicherplatte. Die silbern glänzende Scheibe (Durchmesser 120 mm, Dicke 1,2 mm) besteht aus demselben metallbeschichteten, durchsichtigen Plastikmaterial(Polycarbonat) wie die für Musikaufnahmen verwendeten CDs. Die Information wird bei der Herstellung des Datenträgers im Spritzgussverfahren auf einer Seite aufgezeichnet und kann beliebig oft gelesen werden. Je nach verwendetem Rohling kann man eine CD einmal (CD-R) oder mehrfach(cd-rw) beschreiben. Speicherkapazität MB. 17

18 2.3.6 DVD Die DVD ist eine optische Speicherplatte in CD-Größe (12 cm Durchmesser, 1,2 mm Dicke), die in der Standardversion aufgrund einer wesentlich erhöhten Spur- und Pitdichte auf einer Seite maximal 4,7 GB aufnehmen kann. Durch zwei Speicherschichten, die über einen variabel fokussierbaren Laser abgetastet werden können, kann die Kapazität einer Seite auf 9,2 GB erhöht werden. Mit Double Layer(DL) Technik lassen sich bis zu 17,4 GB auf DVD speichern. Je nach verwendetem Rohling kann man eine DVD einmal (DVD-R) oder mehrfach(dvd-rw) beschreiben. An Formaten gibt es DVD+, DVD- und DVD-RAM Blu-Ray Disk Die Blu-ray Disc (abgekürzt BD) ist ein digitales optisches Speichermedium. Sie wurde neben HD DVD und VMD als ein möglicher Nachfolger der DVD beworben. Nachdem Toshiba im Februar 2008 die Einstellung von Produktion und Weiterentwicklung der HD-DVD-Technik einschließlich der Geräte für März 2008 angekündigt hatte, gilt die Blu-ray Disc als Sieger im Formatkrieg. Die Blu-ray Disc gibt es in drei Varianten: als nur lesbare BD-ROM (vergleichbar mit DVD-ROM), als einmal beschreibbare Variante BD-R (vergleichbar mit DVD±R) und als wiederbeschreibbare BD-RE (vergleichbar mit DVD±RW). Speicherkapazität SL/Single Layer: 23,3 / 25 / 27 GB, DL(Double Layer): 50 GB, ML(Multi Layer: 400 GB Festplatte Festplatte (engl.: hard disk) ist in die Systemeinheit eines Personalcomputers oder einer Workstation meist fest eingebaut. Es gibt aber auch externe Festplatten die über USB, Firewire oder esata Schnittstellen angeschlossen werden können. Die Kapazitätsuntergrenze liegt derzeit bei 80 GB, die Obergrenze (für Home-Anwender) bei über 500 GB pro Laufwerk und wird ständig angehoben. externe Festplatte Wechselplatte Eine Wechselplatte kann dem Rechner entnommen werden. Es gibt verschiedene Varianten: Standardwechselplatten und proprietäre Wechselplatten für PCs sowie PC Card-Platten für Notebook-PCs. Standardwechselplatten sind als kleine, tragbare Laufwerke erhältlich oder in einem Gehäuse untergebracht, das in ein Andockfach geschoben werden kann Zugriffszeit Die mittlere Zugriffszeit ist abhängig von den Umdrehungen pro Minute. Je höher diese ist, desto schneller werden die Daten gefunden U/min sind heute das absolute Minimum. Festplatte der neuesten Generation erreichen bis zu U/ min Die Zugriffszeiten variieren zwischen 5 bis 10 Millisekunden. 18

19 Onlinedatenspeicher Diverse Internetplattformen bieten Speicherplatz gratis oder kostenpflichtig an. Damit ist es möglich jederzeit (falls Internetzugang vorhanden) auf die Daten zuzugreifen. Je nach Anbieter sind bis zu 100 GB Speicherplatz möglich. Nachteil dieser Speichertechnik ist der langsame Zugriff auf die Daten. Diese Art der Datenspeicherung eignet sich eher zur Datensicherung. Problematisch ist außerdem, dass solche Anbieter jederzeit den Betrieb einstellen können USB Stick In den letzten Jahren hat der USB-Stick eine rasante Entwicklung genommen. Inzwischen sind Speicherkapazitäten von 16 GB möglich. Das Speichermedium ist einfach zu handhaben, klein und preiswert. Wenn man einen USB Stick als Sicherungsmedium verwendet sollte man sich nicht 100%-ig darauf verlassen. Ein Datenverlust durch Defekt ist keine Seltenheit. 3. Computerleistung Sie haben eine superschnellen Prozessor! Eine Hammergrafikkarte! Und trotzdem ist Ihr System relativ langsam. Die Gesamtleistung eines Computers hängt von vielen Faktoren ab. Untenstehend die wichtigsten. 3.1 Welche Faktoren beeinflussen die Leistung eines Computers? Prozessorgeschwindigkeit (Taktfrequenz) Je schneller der Prozessor, desto schneller ist auch der Computer. Busgeschwindigkeit (Busttakt oder Front Side Bus Geschwindigkeit) Je schneller die Daten intern von transportiert werden können, desto schneller können diese verarbeitet werden. Arbeitsspeicher oder RAM-Größe Je größer der RAM-Speicher desto größer ist die Menge der Daten die gleichzeitig verarbeitet werden kann, desto schneller ist daher auch der PC. Grafikkartenprozessor Je schneller der Prozessor ist, desto schneller wird ein Bild aufgebaut, desto ruckelfreiere Videos/ Spiele können abgespielt werden. Speichermedien Je schneller der Zugriff auf die Speichermedien ist, desto schneller können Daten gespeichert werden. Anzahl der laufenden Anwendungen (Multitasking) Je weniger Anwendungen parallel laufen, desto mehr Arbeitsspeicher steht zur Verfügung, desto schneller ist der PC. 3.2 Empfehlung für den Kauf eines PCs Da sich Hard- und Software rasant entwickeln, ist es so gut wie ausgeschlossen eine Empfehlung für die Anforderungen an ein neues Computersystem festzulegen. Hier hilft nur die eingehende Beratung durch einen Fachmann oder entsprechende Literatur. 19

20 4. Peripherie Das Peripheriegerät ist eine Komponente oder ein Gerät, das sich außerhalb der Zentraleinheit eines Computers befindet. Vereinfacht kann zwischen im Computer verbauten (internen) und mit diesem durch ein Kabel (oder auch durch Infrarot- oder Funktechnik) verbundenen (externen) Peripheriegeräten unterschieden werden. Peripheriegeräte dienen der Ein- und Ausgabe von Daten oder Befehlen in die Zentraleinheit. 4.1 Eingabegeräte Dies sind Geräte die für die Dateneingabe in den Computer verwendet werden. Die bekanntesten sind Maus und Tastatur. Es gibt aber noch eine Vielzahl an anderen Eingabegeräten Maus Eine Maus ist ein kleines Gerät, mit dem Sie auf Elemente auf dem Computerbildschirm zeigen und diese auswählen können. Einige neuere Mäuse sind drahtlos. Eine Maus verfügt normalerweise über zwei Tasten: eine primäre Taste (meistens die linke Taste) und eine sekundäre Taste. Bei vielen Mäusen ist zwischen den zwei Tasten ein Rad vorgesehen, mit dem Sie in gleichmäßiger Bewegung durch Bildschirme mit Informationen scrollen können Trackball Der oben liegende Ball wird mit dem Handballen bewegt. Die Tasten entsprechen den Maustasten. Meist haben Trackballs zusätzliche Tasten die frei programmiert werden können Digital Pen Damit lassen sich bis zu 40 Seiten schreiben. Der Stift wird in eine Ladestation gesteckt und der Inhalt auf den PC übertragen Grafiktablett Je nach Verwendung unterschiedlich ausgestattet. Grafiktabletts werden vor allem für CAD, Layout und Bildbearbeitung verwendet. Meist verfügen Grafiktabletts über einen zusätzliche Spezialmaus und einen Eingabestift Touchscreen Die Eingabe erfolgt direkt am Bildschirm. Wird vor allem an Automaten und öffentlichen Informationssystemen verwendet. 20

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