Elektronischer SchülerAusweis

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1 Elektronischer SchülerAusweis BHAK Wien 10 Kolleg für Digital Business Christian Graf, Roman Pfeiffer, Andrea Schmiedhofer, Beatrice Sibr, Stefan Tuschl Betreuung: Mag. Gudrun Kropfberger Wien, Februar /2003 Seite 1

2 Inhaltsverzeichnis 1 EIGENSTÄNDIGKEITSERKLÄRUNG VORWORT PROJEKTHANDBUCH Beschreibung der Organisation Projektauftrag Meilensteine Balkenplan Projektwürdigkeitsanalyse Projektorganigramm Projektumweltanalyse Projektstrukturplan Funktionendiagramm ELETRONISCHE SCHÜLERAUSWEISKARTE Layout Funktionen der Karte Allgemeines Ausweis Identifikationsfunktion Schülermatrik Die elektronische Geldbörse Zugangsberechtigungen Ausleihfunktion Schülerfreifahrt Wahl des Chips TERMINALS Servicestation Info-Point Benutzeroberfläche der Servicestation: QUICK ODER DIE WICHTIGSTE NEBENFUNKTION DES ESA Allgemeines Wie funktioniert Quick? Welche Karten sind Quick-fähig? Maestro-Karten /2003 Seite 2

3 6.4 Bankkundenkarten mit Chip (ohne Maestro-Funktion) Quick-Wertkarten Affinity-Wertkarten Entwicklung der Elektronischen Geldbörse Sicherer EDV- Zugang ZUKUNFTSVISIONEN Aktualisierung der Fehlstundenliste sowie des Notenstandes Schülerfreifahrt Sponsoring Speichermedium Schülerplattform Notfalldaten Parkplatzverwaltung ANHANG A ALLGEMEINE ANGABEN ÜBER DIE BHAK WIEN A.1 Organisation des Anwendungsbereiches A.1.1 Aufbauorganisation A.1.2 Ablauforganisation A.2 Darstellung des Informationsflusses A.3 Einordnung des geplanten Anwendungsbereiches A.4 Darstellung des Mengengerüstes A.5 Anforderungen an den neuen Schülerausweis A.5.1 Ziele A.5.2 Funktionen der Karte A.5.3 Nicht-Ziele A.5.4 IST-SOLL Analyse A.5.5 Schwachstellenanalyse A.6 Terminplan für die Realisierung A.6.1 Phase A.6.2 Phase A.6.3 Phase A.6.4 Phase A.6.5 Phase A.6.6 Phase A.6.7 Phase A.7 Liefer-, Zahlungs- und Vertragsbedingungen /2003 Seite 3

4 A.8 Kartenproduktionstechnologie A.8.1 Produktionsabläufe A.9 Kundenloyalität A.9.1 Anwendungsfreundlichkeit A.9.2 Kartentypen ANHANG B GESCHICHTE DER CHIPKARTE ANHANG C QUELLENVERZEICHNIS ANHANG D DANKSAGUNG /2003 Seite 4

5 1 Eigenständigkeitserklärung Wir, die Mitglieder des Projekts elektronischer Schülerausweis, bestätigen eigenständig gearbeitet zu haben und keine anderen Quellen als angegeben verwendet zu haben. Weiters versichern wir keine unerlaubten Hilfsmittel benützt zu haben.... Christian Graf... Beatrice Sibr... Andrea Schmiedhofer... Stefan Tuschl... Roman Pfeiffer 2002/2003 Seite 5

6 2 Vorwort Der alte, konventionelle Schülerausweis, der mehr als 50 Jahre im Einsatz war, soll nun durch ein neuartiges Chipkartenmodell auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Einige Universitäten und höhere technische Lehranstalten verfügen bereits über Chipkartensysteme, daher haben wir uns entschlossen, ein geeignetes System für unsere Schule zu implementieren. In unserem Projekt wurde bei der Schülerservicecard neben der Identifizierung des Benutzers auch an weitere Funktionen gedacht, welche vor allem den Verwaltungsaufwand der Schule reduzieren und den Schülern neue Perspektiven eröffnen sollen. Dies wird unter anderem durch Features wie Quickzahlungsfunktion (im Buffet, beim Kopierer und Getränkeautomaten aber auch außerhalb des Schulgebäudes), Entlehnen von Materialien aus der Bibliothek, Schülerfreifahrtsausweis, Schulbuchaktion, Krankmeldung über das Internet, Zugangsberechtigungen für Computerräume, Lift und das Schulnetz ein elektronisches Klassenbuch verwirklicht. Konkret wurde an verschiedene Exemplare gedacht, welche eine Differenzierung zwischen Professoren, Schülern und dem Verwaltungspersonal vorsieht. Zusätzlich möchten wir die Kartentechnologie in unserem Projekt beschreiben, um nachfolgende Schulen von unseren Erfahrungen profitieren zu lassen. 2002/2003 Seite 6

7 3 Projekthandbuch 3.1 Beschreibung der Organisation 1 Im Jahr 1866 gründet der Wiener Frauen-Erwerb-Verein eine kleine private Mädchen-HAS im 4. Bezirk mit dem Ziel, mittellosen Frauen und Mädchen die Möglichkeit zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage zu geben. In den folgenden Jahrzehnten gewinnt die Schule immer mehr an Bedeutung, was sich an der steigenden Schülerzahl bemerkbar macht erhält die Schule das Öffentlichkeitsrecht und expandiert weiter. Im Laufe des II. Weltkrieges wird das Gebäude in der Waltergasse von der Reichsarmee übernommen und nach Ende des Kriegs erneut zu einer Lehranstalt eingerichtet. Als Dr. Bruno Nußbichler am 1. Jänner 1971 Direktor wird, gliedert man eine Handelsakademie an eine der größten Handelsschulen des Bundesgebietes an - die BHAK Wien 10 ist entstanden. Schon damals wurde ein ausgeglichenes Mädchen-Knaben-Verhältnis angestrebt, welches zu einem angenehmen Arbeitsklima innerhalb der Klassenräume führte. Mit der Zeit gelingt es schließlich der Schule, zahlreiche Projekte durchzuführen und dadurch ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Im Laufe der letzten Jahre entwickelte sich die BHAK Wien 10 zu einer zukunftsorientierten, modernen Schule, welche es sich zum Ziel gesetzt hat, sich den Anforderungen der Wirtschaft laufend anzupassen. 1 Quelle: Schulhomepage 2002/2003 Seite 7

8 Dies führte zu einem dynamischen Bildungsangebot wie: Handelsakademie mit Ausbildungsschwerpunkten: o o o o Digital Business Informationsmanagement und Informationstechnologie Qualitätsmanagement, Managementlehre und Persönlichkeitsentwicklung Internationale Wirtschaft Handelsschule mit Ausbildungsschwerpunkten o o Handelsschule NEU HAS für Leistungssportler Aufbaulehrgang für HAS-Absolventen Abendschule für Berufstätige Kollegs mit Ausbildungsschwerpunkten: o o Digital Business Informationsmanagement und Informationstechnologie 2002/2003 Seite 8

9 3.2 Projektauftrag Projektname: Elektronischer Schülerausweis Projektauftraggeber: Hofrat Dir. Mag. Peter Slanar Startereignis: Vorschlag von Herrn Hofrat Magister Peter Slanar, den elektronischen Schülerausweis im Rahmen der Diplomprüfung als Projekt zu verwirklichen Projektleitung: Christian Graf Starttermin: 12. September 2002 Endtermin: Jänner 2003 Endereignis: Präsentation des Projekts Vorprojektphase: Kontaktaufnahme mit Sponsoren, BMBWK Ziele: Effiziente Einsetzbarkeit des elektronischen Schülerausweises in verschiedenen Bereichen Nachprojektphase: Testphase Einrichtung der Hardware Umstellung auf elektronischen Ausweis Nicht-Ziele: Herstellung, Programmierung der Karte 2002/2003 Seite 9

10 Hauptaufgaben Festlegung der Funktionen der Karte technische Beschreibung des Chips Kostenanalyse Budget: offen Besonderheiten: Konzepterstellung für Realisierung Projektteammitglieder Christian Graf Beatrice Sibr Andrea Schmiedhofer Stefan Tuschl Roman Pfeiffer Projektmitarbeiter Stefan Hofer (AustriaCard) Wolfgang Franke (Kepler-Universität, Linz) Mag. Andrea Wieser (Europay) Projektbetreuung Mag. Gudrun Kropfberger Datum, Unterschrift 2002/2003 Seite 10

11 3.3 Meilensteine Nr. Bezeichnung Ziel-Termin Ist-Termin 1 Projektstart Kontaktaufnahme und Analyse der bestehenden Chipkartensysteme Ende September bis Mitte Oktober Definition der Funktionen Ende Oktober Festlegung des Chips Anfang November graphische Gestaltung der Karte Anfang Dezember Firmenauswahl Anfang Dezember Fertigstellung des Projekthandbuches Mitte Jänner Präsentation des Projekts Ende Jänner Projektabschluss Ende Jänner /2003 Seite 11

12 3.4 Balkenplan 2002/2003 Seite 12

13 3.5 Projektwürdigkeitsanalyse Merkmal hoch mittel niedrig Begründung Neuartig X Es existieren keine gleichartigen Pilotprojekte im BHAK-Bereich. Komplex X Da wir mit vielen verschiedenen Partnern in Kontakt stehen, mit denen wir kooperieren und die wir untereinander koordinieren müssen. Ziel- determiniert X Eine Einhaltung eines fixen Zeitplans ist unbedingt erforderlich, da die Umsetzung des Projekts mit Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein soll. Strategisch bedeutsam X Der elektronische Schülerausweis soll in den nächsten Jahren in ganz Österreich eingeführt werden, daher ist eine hohe strategische Bedeutung gegeben. riskant X Das zeitliche Problem steht im Vordergrund, es könnte zu Verzögerungen kommen, da es an stichhaltigen Informationen mangelt. 2002/2003 Seite 13

14 3.6 Projektorganigramm PAG Hofrat Dir. Mag. P. Slanar PB Mag. G. Kropfberger PMA Ing. Stefan Hofer PL Christian Graf PTM Andrea Schmiedhofer PTM Beatrice Sibr PTM Stefan Tuschl PTM Roman Pfeiffer PMA Wolfgang Franke PMA Mag. Andrea Wieser PTM: Projektteammitglied PMA: Projektmitarbeiter PL: Projektleiter PB: Projektbetreuer PAG: Projektauftraggeber 2002/2003 Seite 14

15 3.7 Projektumweltanalyse PAG Gruppe 1 E D Projektteam A C F B G 2 Legende: siehe nächste Seite 2002/2003 Seite 15

16 Legende zur Projektumweltanalyse Umwelt Bezeichnung Zusammenarbeit A B C D E F Bundesministerium für Verkehr Innovation und Technologie Bundesministerium für Bildung Wissenschaft und Kultur AustriaCard Ing. Stefan Hofer Sponsoren Wüstenrot Europay Mag. Andrea Wieser J. Kepler Universität Linz Wolfgang Franke Bereitstellung von Informationen Festlegung des Projektrahmens Zusammenarbeit mit PAG Unterstützung des Projekmanagements, Bereitstellung von Informationen Anregungen zur Gestaltung des Projekts Bereitstellung von Informationen Unterstützung des Projekts Informationsaustausch 2002/2003 Seite 16

17 3.8 Projektstrukturplan Der elektronische Schülerausweis 1000 Projektmanagement 2000 Planungsphase 3000 Korrespondenz 4000 Entwurf der Karte 5000 Dokumentation und Präsentation 1100 Projektstart 2100 Umweltanalyse 3100 Kontakte knüpfen 4100 Definition der Funktionen 5100 Protokolle M1 M2 M Koordination 2200 Informationen sammeln 3200 Firmenbesuche 4200 Vergleich der Chipkartensysteme 5200 Fertigstellung des Projekthandbuches M Kommunikationsstruktur 2300 Informationen strukturieren Kontaktaufnahme 4200 Chipfestlegung M Präsentation des Projektes M Projektabschluss M Information strukturieren 3400 Firmenauswahl M graphische Gestaltung M5 2002/2003 Seite 17

18 3.9 Funktionendiagramm Kontakte herstellen PAG PL RP AS BS ST Zu Austria Card Zum BMBWK Zu Europay X X X Zum BMVIT X Zum Stadtschulrat X Informationen sammeln Chipkartensysteme X X X X X Kartenproduktion X Zukunftsvisionen und allgemeine technische Beschreibung X X Customer loyality and Smart Card X Zutrittsberechtigungen X Info Points X X X X X Korrespondenz X X Design der Karten X X Erstellung des Pflichtenheftes X X Dokumentation des Projekts X X X X 2002/2003 Seite 18

19 Legende zum Funktionendiagramm: PAG = Projektauftraggeber Hofrat Dir. Mag. Peter Slanar PL = Projektleiter Christian Graf RP = Roman Pfeiffer AS = Andrea Schmiedhofer BS = Beatrice Sibr ST = Stefan Tuschl 2002/2003 Seite 19

20 4 Eletronische Schülerausweiskarte 4.1 Layout Die folgende Grafik wird für jede Karte als Hintergrund verwendet, wobei je nach Zielgruppe verschiedene Farben verwendet werden. Besucher Abbildung 1 Besucherkarte Schüler Abbildung 2 Schülerkarte Lehrer Abbildung 3 Lehrerkarte bzw. Personalkarte Die Schriftart Eras Bold ITC wird für jede Vorderseite der Karte einheitlich angewendet. Für die angeführten Schülerdaten auf der Vorderseite der Karte kommt die Schriftart Eras Demi ITC zur Anwendung. Die Schriftgrößen werden aufgrund des Formates des Kartenkörpers klein gewählt: für die Überschrift wird Schriftgröße 6,86 gewählt. Für die Personaldaten wird die Schriftgröße 6,434 vorgeschlagen. 2002/2003 Seite 20

21 Die Hintergrundfarben wurden so auf die schwarze Schriftfarbe abgestimmt, dass es keine Probleme bereitet, die Daten eindeutig zu identifizieren. Farben Schüler Lehrer Personal Besucher Cyan Magenta Yellow Black Das im Anschluss gezeigte Objekt zeigt den Kartenkörper mit seinem Seitenaufbau. Bei der Vorderseite mussten einige gesetzliche Merkmale berücksichtigt werden, da der Ausweis ein Dokument ist und Vorschriften erfüllt werden müssen. Das heißt, der Ausweis muss die Schülerkennzahl sowie die Adresse der Schule und Angaben des Schülers enthalten. Für diese Informationen ist eine Struktur vorgegeben, um den Ausweis einheitlich zu gestalten. Kennzeichnung: Schülerausweis Logo des Bundesministeriums Wappen Schülerfoto Schulbesuchsdauer Geburtsdatum Geburtsdatum: Max Mustermann Schülernummer: Name des Schülers Schülernummer Abbildung 5 Kartenkörper 2002/2003 Seite 21

22 Das Thermofeld der Karte: Das Gültigkeitsdatum und der Name des Benutzers der Karte wird mit einem Thermodrucker vor Ort in der Schule bedruckt. Mit Hilfe des speziellen Thermodruckverfahrens ist es möglich, das Thermofeld auf der Karte bis zu 1000 mal neu zu beschriften. Die Personalisierung der Karte, d.h. die Speicherung des Namens, Adresse des Benutzers und des Gültigkeitsdatums auf dem Chip, sowie das Bedrucken des Kartenkörpers (Name, Geburtsdatum, Schülernummer) wird aus Kostengründen von AustriaCard übernommen. Für den Hintergrund der Kartenrückseite wird ein Foto der Schule eingefügt. Weiters sind die Firmen, die das Projekt finanziell unterstützen, mit ihren Logos auf der unteren Hälfte der Karte abgebildet. Beispiele: 2002/2003 Seite 22

23 4.2 Funktionen der Karte Allgemeines Die Karte soll am Schulgelände immer mitgetragen werden, damit eine einfache und schnelle Identifizierung von zur Schule gehörenden Personen gewährleistet ist. Die elektronische Identifikation erfolgt ausschließlich über die Schülernummer oder die Kartennummer. Mit Ausnahme des PIN s (Persönliche Identifikations- Nummer) und in der elektronischen Börse gespeicherten Geldbeträgen sind im Chip nur jene persönlichen Daten gespeichert, die auch optisch auf der Karte aufgedruckt sind Ausweis Identifikationsfunktion Auf der Karte werden Personendaten und ein Foto des Ausweisinhabers deutlich erkennbar aufgedruckt. Beim Schülerausweis wird das Gültigkeitsdatum auf einem Thermostreifen, welcher mehrmals bedruckt werden kann, auf der Karte vermerkt. Für die Schüler gilt der Ausweis als amtlicher Schülerausweis. Weiters ist ein Chip auf der Karte vorgesehen, welcher wieder diese Daten plus einer zusätzlichen Identifikationsnummer enthält, die für Ausweisinhaber individuell vergeben wird (Möglicherweise wird zur Identifikation die Sozialversicherungsnummer verwendet). Mit der Identifikationsnummer werden Zutrittsberechtigungen gesteuert. Ist der Zutritt noch besonders zu schützen, kann dazu die auf dem Chip gespeicherte PIN verwendet werden Schülermatrik Die Schülermatrik ist eine Datenbank, die Daten der Schüler enthält. Jedes Schuljahr werden diese Daten in Papierform vom Stadtschulrat an die Schulen geschickt, damit sie aktualisiert werden können. 2002/2003 Seite 23

24 Diese umständliche Prozedur könnte man nicht nur auf elektronischem Weg übermitteln, sondern es besteht auch die Möglichkeit für volljährige Schüler ihre Daten über die Info-Points selbst aktualisieren lassen. Die Schülermatrik enthält Namen, Geburtsdatum, Adresse, Staatsbürgerschaft, Religion, Muttersprache usw Die elektronische Geldbörse Der Chip, den wir verwenden wollen, trägt die offene elektronische Geldbörse Quick 2. Deshalb kann der Ausweisinhaber den elektronischen Schülerausweis bzw. den Schulausweis auch zum Bezahlen bei Kopiergeräten, im Buffet, an Getränkeautomaten, für den Schulbuchselbstbehalt sowie den Selbstbehalt der Schülerfreifahrt verwenden Zugangsberechtigungen Um Zugangsberechtigungen zu verschiedenen Räumen zu ermöglichen (Labor, Computerräume, Laptopklassen, Aufzug), verwenden wir einen kontaktlosen Chip. Dieser Chip ist komfortabel bei der Verwendung der Karte als Schlüssel und erlaubt wartungsfreie und besser gegen Beschädigung schützbare Lesegeräte. Neben den Türen werden Lesegräte für die Chipkarten angebracht, diese können die Daten vom Chip aus einer Entfernung von ca. 5 cm lesen und den Zutritt ermöglichen oder verweigern. Durch die geringe Reichweite der Lesegeräte ist eine Lokalisierung des Ausweisinhabers im Schulgebäude nicht möglich. Ferner soll ab ca. 18:00 Uhr eine Zugangsberechtigung verbunden mit einer Überwachungskamera den Haupteingang sichern. Die Verwaltung der Berechtigung erfolgt zentral. Zur Steuerung der Zutrittsberechtigungen sind die Lesegeräte mit einem zentralen Rechner verbunden. 2 Siehe auch Kapitel <Quick> 2002/2003 Seite 24

25 4.2.6 Ausleihfunktion Die Ausleihfunktion bezieht sich auf die Bibliothek und auf die Möglichkeit sich EDV- Geräte der Schule auszuleihen. Ähnlich wie bei den Zutrittskontrollen für Computersäle wird auch ein Lesegerät in der Bibliothek und im Lehrerzimmer eingesetzt. Bei der Entlehnung eines Buches bzw. eines EDV-Gerätes soll die Kartennummer ausgelesen werden (mittels kontaktlosem Chip). Damit ist eine eindeutige Identifizierung des Entlehners möglich, die Verwaltung dieser Daten muss noch geklärt werden Schülerfreifahrt (Besprechung im Ministerium für Verkehr und Innovation zwischen DI Stefan Mayerhofer und Christian Graf am 2.Dezember 2002) Struktur der Freifahrt: Die Finanzierung der Freifahrt für SchülerInnen erfolgt über den Familienlastenausgleichsfond, der unter anderem auch die Schulbuchaktion und den Mutter-Kind-Pass finanziert und vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen bereit gestellt wird. Die verschiedenen Verkehrsunternehmen (Wiener Linien, VOR, etc) der Länder beziehen diese Mittel direkt vom BMSSG, das Verkehrsministerium als solches ist nicht direkt an der Implementierung der Schülerfreifahrt beteiligt. Jeder Verkehrsverbund/Verkehrsunternehmen ist selbstständig. Vor einigen Jahren gab es den Versuch, in Kooperation mit allen Verkehrsverbünden, eine österreichweite Datenbank zu erstellen. Ziel dieses Projekts war der gemeinsame Druck von Plastikkarten (ohne Chip). Die Idee der Zusammenarbeit mit dem Druck der Karten über Austria Card wurde allerdings verworfen, da die Koordination aller Verkehrsverbünde nicht erzielt werden konnte. Nun macht jedes Verkehrsunternehmen für sich Projekte, wobei sich noch immer der herkömmliche Papierausweis gegenüber den Plastikkarten durchsetzt. 2002/2003 Seite 25

26 Optischer Vermerk der Freifahrt auf ESA: Die Schulen sind keine Vertragspartner mit dem BMSSG und den Verkehrsunternehmen. Da der Schülerausweis mit einem optischen Vermerk der Freifahrt in der Schule selbst bedruckt bzw. ausgegeben werden soll, ist eine Kooperation unbedingt erforderlich. Es ist nicht anzunehmen, dass die Schule die Verantwortung über die Richtigkeit der Angaben des Schülers und im Falle von Unstimmigkeiten bei der Abrechnung die Haftung übernimmt. Eine Kooperation des BMSSG und der Verkehrsunternehmen mit nur einer Schule ist eher unwahrscheinlich, hier müsste im Rahmen des Pilotprojekts des BM:BWK eine Zusammenarbeit erfolgen. Speicherung der Freifahrt auf Chip: Da die Kontrolle der Freifahrt über einen Chip nur mit einem Chipkartenleser erfolgen kann, ist diese Variante wesentlich kostenintensiver und der Aufwand für eine Schule zu hoch. Ideen und Pilotprojekte für den Einsatz von Chipkartensystemen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln (unabhängig von Schülerfreifahrt) gibt es zwar, eine flächendeckende Ausstattung aller Fahrgäste ist allerdings wegen der hohen Kosten in nächster Zeit nicht absehbar. Mögliche Ansprechpersonen: BMSSG: Hr. Mag. Novoszel Tel.: VOR: Hr. Franz Konrad Tel.: Fazit: Die Durchführung der Freifahrtfunktion für ESA im Herbst 2003 ist höchst unwahrscheinlich. Eine Möglichkeit wäre daraus ein Folgeprojekt für nachkommende Projektgruppen zu machen (so auch der Vorschlag von Direktor Slanar). 4.3 Wahl des Chips Da es auf dem Kartenmarkt verschiedene Modelle von Chipkarten gibt, war es eine unserer Hauptaufgaben, die für unsere Schule passende Lösung zu finden. 2002/2003 Seite 26

27 Im Wesentlichen gibt es drei verschiedene Modelle: normale Speicherkarten, Mikroprozessorkarten und kontaktlose Karten. Speicherkarten sind besonders im Bereich der Handywertkarten verbreitet und haben den großen Vorteil, in der Anschaffung vergleichsweise billig zu sein. Die Nachteile liegen zum einen in der Tatsache, dass Karten dieser Art nur über beschränkte Funktionen verfügen und zum anderen, wie man es von den Handywertkarten kennt, nicht wieder verwendbar sind. Diese beiden entscheidenden Nachteile sind der Grund, warum wir die Speicherkarte nicht für unser Projekt nutzen können. Mikroprozessorkarten mit Kryptoprozessor haben sich im Bereich der Zutrittskontrollen, im Bankkartenbereich und in diversen Handynetzen sehr bewährt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass diese Art der Chipkarten über eine besonders hohe Speicherkapazität verfügen, was wiederum die Implementierung verschiedenster Funktionen zulassen würde. Weiters ist bei dieser Art der Chipkarte die Sicherung geheimer Daten garantiert, da durch die Verwendung von Kryptoalgorithmen ein unbefugtes Entschlüsseln nahezu unmöglich ist. Außerdem ist es mit diesem Kartentyp möglich eine so genannte digitale Signatur zu versenden, womit beispielsweise das Einkaufen im Internet möglich ist, da es sich dabei um eine unfälschbare Unterschrift handelt. Für diese Chipvariante hat sich die HTL-Spengergasse entschieden, doch für uns gab es zwei entscheidende Gründe uns gegen diese Lösung zu entscheiden. Einerseits ist es noch nicht möglich sowohl Kryptoprozessor als auch Quickchip auf einer Karte zu kombinieren, zum anderen sind wir auch nach Rücksprache mit Herrn Ing. Hofer von AustriaCard zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die digitale Signatur bis dato nicht durchgesetzt hat und es auch nicht sicher ist, ob sich an diesem Status in Zukunft etwas ändern wird. Somit haben wir uns gegen eine Mikroprozessorkarten mit Kryptoprozessor entschieden. Kontaktlose Karten sind in den letzten Jahren verstärkt zum Einsatz gekommen und bewähren sich besonders auf dem Gebiet der Zutrittskontrollen. Wie uns Herr Franke bei unserem Besuch an der Kepler Universität in Linz mitteilte, ist man auch dort vom Einsatz der kontaktlosen Karte überzeugt, da man damit vor allem Beschädigungen durch das Einführen der Karten in diverse Zugangsgeräte vorbeugt. Kritisch zu betrachten wäre der Einsatz der Quickfunktion, da man damit 2002/2003 Seite 27

28 theoretisch aus größerer Reichweite unbewusst Zahlungen durchführen könnte, doch nach Rücksprache mit AustriaCard ist es kein Problem die Quickfunktion und die Zugangskontrollen gesondert voneinander zu implementieren. Diese Möglichkeit wird im Fachjargon Dual-Interface-Karte oder auch Combicard genannt. In ihnen werden beide Funktionen, die der kontaktbehafteten und die der kontaktlosen Chipkarten, auf einem einzigen Chip vereint. Eine solche Karte kann somit wahlweise über die kontaktbehaftete oder die kontaktlose Schnittstelle mit dem Terminal kommunizieren. Nach intensivem Vergleich der zur Verfügung stehenden Kartenmodelle haben wir letzten Endes die kontaktlose Karte als die perfekte Lösung für unser Projekt erachtet. 2002/2003 Seite 28

29 5 Terminals 5.1 Servicestation Info-Point Der Schüler kann nach Eingabe seines persönlichen PINs am Info-Point an 2-3 speziell dafür vorgesehenen Terminals Schulbesuchsbestätigungen sowie Zeugnisse ausdrucken. Eventuell können eigene Daten geändert werden, wenn dies vorher mit den Eltern abgeklärt wurde. Ebenso wird es für volljährige Schüler die Möglichkeit geben, sich für diverse Freifächer und unverbindliche Übungen anzumelden sowie die Daten der Schülermatrik 3 zu aktualisieren. Bei Verwendung der Karte am Info-Point wird das Gültigkeitsdatum automatisch geprüft und aktualisiert. Lehrer und Bedienstete können am Info-Point für sie relevante Daten abrufen. Variationen: 3 siehe auch Kap /2003 Seite 29

30 5.2 Benutzeroberfläche der Servicestation: 2002/2003 Seite 30

31 6 Quick oder Die wichtigste Nebenfunktion des ESA 6.1 Allgemeines Quick wurde als offene elektronische Geldbörse konzipiert, welche vor allem Münzzahlungen ersetzen soll. Das bedeutet, dass sie überall dort zur Zahlung eingesetzt werden kann, wo zwischen dem Zahlungsempfänger (Quick- Vertragspartner) und Europay Austria als Systembetreiber ein entsprechender Vertrag abgeschlossen wurde und wo dies von den Karteninhabern durch das an Türen, Auslagenfenstern, Kassenplätzen oder Automaten angebrachte Quick- Logo erkannt wird. 6.2 Wie funktioniert Quick? Wie bei der herkömmlichen Geldbörse mit Münz- und Papiergeld muss auch die Elektronische Geldbörse vor der Verwendung mit (elektronischem) Geld ausgestattet werden. Dieser Ladevorgang (mit max. 400,-) kann bei Bankomaten, SB-Terminals in Foyers der Geldinstitute gegen Belastung des eigenen Kontos oder am Bankschalter vieler Geldinstitute gegen Bargeld durchgeführt werden. Der Karteninhaber kann anschließend das auf seiner Karte geladene Geld bei allen quickfähigen Bankomatkassen, Quick-Automatenmodulen und Quick-Only- Terminals in ganz Österreich für bargeldlose Zahlungen verwenden. Der Zahlvorgang ist ganz einfach: Das Kassen-Display zeigt an, wie viel Geld sich in der Elektronischen Geldbörse befindet, den Rechnungsbetrag und wie viel Geld nach dem Abbuchen noch in der Geldbörse ist. Der Zahlbetrag wird mit OK bestätigt. Das Unterschreiben oder die Eingabe eines PIN-Codes ist bei Zahlvorgängen mit Quick nicht erforderlich. 2002/2003 Seite 31

32 6.3 Welche Karten sind Quick-fähig? Alle rund 6,2 Mio. in Österreich im Umlauf befindlichen Chipkarten mit Quick- Geldbörse können für Quick-Zahlungen verwendet werden. Dazu gehören alle Maestro-Karten der österreichischen Geldinstitute, Bankkundenkarten mit Chip (ohne Maestro-Funktion), die von Europay Austria ausgegebenen anonymen Quick-Wertkarten und diverse Quick-Affinitykarten Maestro-Karten Aufgrund der Ausstattung von über 5,3 Mio. kontobezogener Maestro-Karten mit der Quick-Funktion, kann bereits ein Großteil der österreichischen Bevölkerung die elektronische Geldbörse nutzen, ohne hierzu eine separate Karte heranziehen zu müssen. 6.4 Bankkundenkarten mit Chip (ohne Maestro-Funktion) Hierbei handelt es sich um Bankkundenkarten der österreichischen Geldinstitute, welche zumeist aus Gründen der Bonität ohne Maestro-Funktion ausgestattet werden. Diese Karten werden vor allem für bank-interne Anwendungen (Kontoauszugsdrucker, interner Geldausgabeautomat etc.) verwendet. Das Laden des Quick-Chips ist analog zur Quick-Wertkarte möglich. 6.5 Quick-Wertkarten Quick-Wertkarten werden von Europay Austria herausgegeben und sind nicht an ein Konto gebunden. Diese Karten können gegen eine Maestro-Karte an den Bankomaten bzw. an den Selbstbedienungsterminals in den Geldinstituten oder gegen Bargeld am Bankschalter geladen werden. Die Wertkarten sind bis zu dem auf der Vorderseite der Karten angeführten Datum gültig. Nach Ablauf der Gültigkeit ist das Laden der Karten nicht mehr möglich. Die Wertkarten können dann noch drei weitere Monate zum Zahlen verwendet werden. 2002/2003 Seite 32

33 6.6 Affinity-Wertkarten Affinity-Wertkarten sind Quick-Wertkarten, die nicht an ein Konto gebunden sind, das spezielle Design des Affinity-Partners tragen und von diesem ausgegeben werden. 6.7 Entwicklung der Elektronischen Geldbörse Die Chiptechnologie und die damit verbundene höhere Sicherheit im kartengestützten elektronischen Zahlungsverkehr war bereits frühzeitig ein Thema, welchem große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Als erster Meilenstein wurde Ende 1994 in Eisenstadt ein Feldversuch gestartet, wo an Privatkunden Bankkarten mit Chip ausgegeben wurden. Als neue Art der Zahlungsabwicklung wurde mit dem eigens für Österreich entwickelten Chip auch eine elektronische Geldbörse möglich. In den Geldinstituten wurden so genannte Ladeterminals für das Laden der elektronischen Geldbörse installiert, im Einzelhandel wurden Zahlterminals installiert, an denen mit der elektronischen Geldbörse bezahlt werden konnte. Die Akzeptanz der Bankkarten mit Chip war bei den Privatkunden überdurchschnittlich groß, da in Eisenstadt erstmals der gesamte Lebensmittelhandel mit eingebunden werden konnte und daneben als typische Anwendung für Quick die Parkscheinautomaten zur Verfügung standen. In den folgenden Jahren wurde die Lade- und Zahlungsinfrastruktur mit dem Schwerpunkt Automaten ausgebaut. Mit der Einführung des Euro als Bargeld am hat Quick rasch an Bedeutung gewonnen. Als kleinster Geldschein steht die 5 Euro Banknote zur Verfügung, wodurch die ehemaligen ATS 50 - bzw. ATS 20 - Banknoten größtenteils durch Zahlungen mit Euro- und Cent-Münzen substituiert werden. Um dem wachsenden Münzvolumen zu entgehen, verwenden immer mehr Kunden ihre Elektronische Geldbörse. Neben dem weiteren Ausbau der Karten-, Lade- und Zahlungsinfrastruktur ist das Bezahlen mit Quick im Internet (E-Commerce) ein weiterer Schritt, die Elektronischen Geldbörse in Österreich zu etablieren. 2002/2003 Seite 33

34 6.7.1 Sicherer EDV- Zugang Erst nach Einstecken der Karte in das Lesegerät am PC oder Laptop und Eingabe der PIN wird die Verwendung der EDV-Geräte und der Zugang zum EDV-Netz der Schule ermöglicht. Der Chip ist mit einer elektronischen Signatur ausgestattet. 2002/2003 Seite 34

35 7 Zukunftsvisionen 7.1 Aktualisierung der Fehlstundenliste sowie des Notenstandes Die Schüler können über einen Terminal ihren Notenstand und die Anzahl ihrer Fehlstunden abrufen. Das setzt voraus, dass der jeweilige Klassenvorstand zweimal im Monat diese Listen aktualisiert. Es ermöglicht eine bessere Übersicht für die Schüler als auch für den zuständigen Professor. Die Schüler können früher auf eventuelle Verschlechterungen des Notenstands reagieren und agieren. 7.2 Schülerfreifahrt Der elektronische Schülerausweis soll auch im öffentlichen Verkehr sinnvoll eingesetzt werden. Das heißt, die Daten bezüglich der Gültigkeit bzw. eventuelle Zusatzmarken werden auf dem Chip gespeichert. Bei einer Kontrolle wird die Karte mit einem Lesegerät geprüft, es gibt keine Ausreden wie Ich habe meine Zusatzmarke zu Hause vergessen! mehr. Insgesamt bessere Kontrollmöglichkeiten für die Vertreter der Wiener Verkehrslinien und für den Schüler ein Ausweis weniger zur Obacht. 7.3 Sponsoring Weitere Einsatzmöglichkeiten wären zum Beispiel Vergünstigungen in Kinos, in Freibäder sowie Kooperation mit Videotheken. In Bezug auf die Videotheken kann der Ausweis als Mitgliedskarte angenommen werden, wo der Verleih und die Zahlung getätigt werden können. 7.4 Speichermedium Diverse Daten, die für die Person relevant erscheinen, können gespeichert werden. Beispiele dazu wären Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, oder einfach kurzfristig wichtige Daten die vom Schulnetz herunter gespeichert werden. Hier ist 2002/2003 Seite 35

VERSION 1.0 DATUM: WIEN, 2005-09-21 ERSTELLER: MÜLLER ALEXANDER STEFAN LENZ. Seite 1/17

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