Prämien Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Gesundheit BAG Direktionsbereich Kranken- und Unfallversicherung

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1 Eidgenössisches Departement des Innern EDI

2 Verantwortung für die Prämien Die Verantwortung für die Prämien liegt bei den Krankenversicherern. Die Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung müssen dem BAG bis Ende Juli des Vorjahres zur Genehmigung eingereicht werden (Art. 92 Abs. 1 KVV). 2

3 Verantwortung für die Prämiengenehmigung Die Verantwortlichkeit der Genehmigung der Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung liegt beim Bundesrat (Art. 61 Abs. 5 KVG). Der Bundrat hat die Verantwortlichkeit seit Inkrafttreten des KVG an das BAG delegiert (Art. 92 Abs. 1 KVV). 3

4 Zeitablauf der Prämiengenehmigung Einreichung Prämientarife per 1. Januar (bis Ende Juli) Art. 92 Abs. 1 KVV Mitteilung neue Prämien (bis Ende Okt.) Art. 7 Abs. 2 KVG Kündigungsfrist auf Ende Dez. (bis Ende Nov.) Art. 7 Abs. 2 KVG Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 4

5 Kriterien für die Prämiengenehmigung Gemäss Art. 61 Abs. 2 KVG können die Versicherer die Prämien nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden kantonal und regional abstufen. Quersubventionierungen aus der OKP sind nicht zulässig. Das BAG prüft die Prämieneingaben der Versicherer auf Plausibilität und Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen. Die Prämiengenehmigung erfolgt anhand einer für alle Versicherer geltenden einheitlichen Praxis. Das BAG verfolgt mit der Prämiengenehmigung v.a. folgende Ziele: Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Finanzierungsbestimmungen; Überprüfung der finanziellen Sicherheit des Versicherers; Überprüfung der Prämienermässigungen auf ihre Gesetzmässigkeit; Ausschluss von missbräuchlichen Prämienfestsetzungen. 5

6 Prämienerhöhung 2010 Die Prämienerhöhung 2010 präsentiert sich wie folgt: 2010 Erwachsene Junge Erwachsene Kinder Zunahme Prämienvolumen 8.7% 13.7% 10.0% 9.9% 6

7 Entwicklung der Prämien Veränderung der Durchschnittsprämie für Erwachsene¹ 14% 12% 10% 8% 6% Ø : + 6.5% 4% Ø : + 3.9% 2% 0% ¹Mit ordentlicher Franchise, inkl. Unfalldeckung Quelle: BAG, KV-Statistik (T3.01). 7

8 Grundsätze der Genehmigung der Die Mindestreserven müssen eingehalten werden. Das BAG gesteht den Versicherern mit starker Reservenunterdeckung zu, den Reserveaufbau über zwei Jahre hinweg zu realisieren. Das BAG hat, in Umsetzung der Motion Fetz, die kantonalen Mindestreserven anzugleichen. Die Prämientarife 2010 müssen einen Schritt in Richtung Angleichung der kantonalen Reserven vorsehen. Der Franchisenrabatt wurde von bisher 80% auf neu 70% gesenkt. 8

9 Spezialfälle Rabatte für Kinder und junge Erwachsene: Gemäss Art. 61 Abs. 3 KVG hat der Versicherer für Versicherte bis zum vollendeten 18. Altersjahr (Kinder) eine tiefere Prämie festzusetzen als für ältere Versicherte (Erwachsene). Er ist berechtigt, dies auch für die Versicherten zu tun, die das 25. Altersjahr noch nicht vollendet haben (junge Erwachsene). Für Kinder müssen Rabatte gewährt werden. Für junge Erwachsene dürfen Rabatte gewährt werden. : Durchschnittlicher Kinderrabatt: 76.1%. Durchschnittlicher Rabatt für junge Erwachsene: 16.3%. Diverse Versicherer haben ihre Rabatte für junge Erwachsene gesenkt. Franchisenrabatt: Der Franchisenrabatt wurde von 80% auf 70% gesenkt. 9

10 Genehmigung der Das BAG hat dieses Jahr Einzelprämien der OKP Schweiz geprüft. Das BAG hatte in diesem Zusammenhang 390 direkte Kontakte mit den Versicherern. 54 Versicherer mussten dem BAG eine zweite Prämieneingabe einreichen. Dabei wurden insgesamt Einzelprämien geändert. Dieses Jahr erlässt das BAG keine Verfügungen. 10

11 Kostenentwicklung nach Kostengruppen Veränderung in % pro Person¹ Spital stationär Spital ambulant Arzt ambulant Medikamente Arzt Medikamente Apotheke Pflegeheim Spitex Physiotherapie Labor Mittel und Gegenstände Kostenentwicklung total : + 4.2% Ø : + 4.4% (Jahresdurchschnitt) % 0% 2% 4% 6% 8% 10% 12% 14% ¹inkl. Kostenbeteiligung. Massgebend ist das Datum der Abrechnung. Quelle: BAG, KV-Statistik (T2.18/19). 11

12 Bruttoleistungen nach Kostengruppen Nach Abrechnungsdatum (2008) Physiotherapie 2.5% Spitex 2.2% Pflegeheim 7.8% Medikamente Apotheke 13.3% Laboranalysen 3.0% Mittel und Gegenstände 1.6% Übrige 2.4% Total: 22,7 Mia. Fr. (inkl. Kostenbeteiligung) Arzt ambulant 22.5% Blau: durch Bund beeinflussbar Rot und Orange: durch Kantone beeinflussbar Orange: durch Tarifpartner beeinflussbar Medikamente Arzt 7.1% Spital stationär 23.1% Spital ambulant 14.3% Quelle: KV-Statistik. 12

13 Prämieneinnahmen haben seit 2006 stagniert Franken pro versicherte Person Reserveaufbau Prognose 2010: +9.9% Verwaltungsaufwand Bezahlte Leistungen Prämiensoll Prognose 13

14 Reserven pro Kanton Das BAG strebt eine langfristige Angleichung der kantonalen Reserven an. Der Auftrag kommt einerseits vom Departement und andererseits vom Parlament, welches durch die Annahme der Motion Fetz eine Angleichung der kantonalen Reserven bis 2012 beschlossen hat. 14

15 Entwicklung der Reserven per % Reserven in Prozent des Prämiensolls Minimale gesetzlich vorgeschriebene Reservequote 25% 20% 15% 10% 20.2% 16.5% 12.1% 12.0% 5% 0% * 2010* * Prognose BAG Quelle: BAG, KV-Statistik (T1.14). 15

16 16

17 Situation einzelner Versicherer im Jahr 2010 (Prognosen) Im Durchschnitt erreichen die Versicherer im Jahr 2010 eine Reservequote von 12%. 42 Versicherer haben im Jahr 2010 eine Reservequote, welche knapp unter dem Soll liegt. 18 Versicherer unterschreiten das Soll im Jahr 2010 um mehr als 4 Prozentpunkte. Dies betrifft rund 1.1 Mio. Versicherte. 17

18 Kennzahlen (in Franken pro versicherte Person) Veränderung Prämiensoll % Bruttoleistungen % Kostenbeteiligung % Bezahlte Leistungen % Verwaltungskosten % Rückstellungen per % Reserven per % Quelle: BAG, KV-Statistik (T1.01). 18

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