Joint Masters Programme für Europe Entwicklung und Evaluierung

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1 Joint Masters Programme für Europe Entwicklung und Evaluierung Dr. Nina Arnhold European University Association (EUA) Bielefeld, 03. April 2006

2 EUA-Aktivitäten im Bereich Joint Masters 2002: Rauhvargers/Tauch, Studie zu Master Abschlüssen und Joint Degrees (gemeinsamen Abschlüssen) in Europa: weite Definition große Spannbreite : EUA-Projekt zur Entwicklung von Joint Master Programmen für Europa: Handlungsbedarf bei Qualitätssicherung 2003: Berlin Communique behandelt Joint Degrees 2005: EUA-Projet unter Erasmus Mundus: Evaluationsmethodologie für Joint Masters 2

3 Vorab: Begrifflichkeiten Verschiedene Möglichkeiten zur Kooperation Joint Programmes: Muss nicht heißen, dass es einen gemeinsamen Abschluss gibt. Joint Degrees: Gemeinsames Programm und gemeinsamer Abschluss. Vs.: Double Degrees Joint Masters: vs. Joint Bachelor, Joint Doctorat Verschiedene Möglichkeiten zur Kooperation verschiedene Level of Commitment 3

4 Joint Masters als ein Spezialfall internationaler Kooperation Internationale Zusammenarbeit Joint Programmes Joint Masters Joint Degrees 4

5 Fokus Master Level Fortgeschrittenere Studenten maximaler Nutzen von Programm und Mobilitätsphasen Master-Level: größere Spezialisierung, häufig Fokus auf berufsorientierte Lernergebnisse fordert großes Engagement der Studierenden Kürze Zeitspanne kann helfen Implementierungsprobleme besser zu managen 5

6 EUA Joint Master Projekt: 2003/4 Hintergrund (I) EUA Studie zu Joint Degrees & Master Degrees 2002 (Rauhvargers and Tauch): Fehlende Kenntnisse (Anzahl Programme, etc.) Rechtliche Hindernisse bei der Verleihung von Joint Degrees Anerkennungsprobleme 6

7 EUA Joint Master Projekt: 2003/4 Hintergrund (II) EUAs Interesse an Joint Master Programmen: Mehr Informationen zur Europäischen Dimension in der Praxis Unterstützung für Kooperation zwischen HS Erkenntnisse zur Entwicklung von Master Programmen in Europa Dadurch: Unterstützung für existierende und zukünftige Programme 7

8 Projekt-Fokus und -Aktivitäten Auswahl von 11 Programmen Unterschiedliche Profile: Regionen, Disziplinen Thematischer Fokus: Qualitätssicherung und Anerkennung Studentische Erfahrung und Mobilität Curriculum Entwicklung und Nachhaltigkeit Methodologie: Interne Network Meetings (Selbstevaluierung) Qualitative Forschung (mit Studierenden) Inter-Network Meeting EUA Cluj Konference, Oktober 2003 (Erste Ergebnisse) 8

9 Projektergebnisse Großer Nutzen für alle: Studenten, Professoren, HS, Europa wenn gute Gründe vorliegen zur Etablierung eines JMs (d.h. Ziele könnten ohne JMs nicht erreicht werden) Höhere Kosten für Curriculum-Planung, Kommunikation, Administration, Mobilität Bedingungen für eine positive Erfahrung erfordern großes und anhaltendes Engagement (wesentlich höhere Arbeitsbelastung) darf nicht die Sache einiger weniger Enthusiasten sein Veränderte Rahmenbedingungen gefordert: juristisch, finanziell, politisch etc. Aber: Kein Aktivismus ohne tatsächliches Verständnis der Situation. 9

10 Joint Masters: Definitionen und Strukturen Vielfalt von Netzwerken und Programmen kein one fits all, kein Grund für ein einziges Modell Kein einheitliches Verständnis von Master degree Weil es kein einheitliches Verständnis des Bachelors gibt Grund für Master: selbständig vs. integriert, akademisch vs. professional Länge/Workload: Tendenz ECTS (Veränderung seit EM) Motiviert durch existierende Forschungspartnerschaft, innovativen Curriculum-Ansatz u. praktische Überlegungen bei der Partnerwahl Herausforderungen: Raum für positive Vielfalt, Verständnis für Anerkennungsfragen 10

11 Zugang, Finanzierung und Nachhaltigkeit Programme für eine Studierendenelite? Überlegungen zu fairem Zugang, Chancengleichheit innerhalb und zwischen Ländern (verstärkt durch hohe Kosten) Programme existieren in problematischem nationalen Finanzierungsfeld: Studiengebühren, Portabilität von Stipendien/Darlehen Ressourcenumfang und verteilung, HS operieren unter sehr verschiedenen sozioökonomischen Bedingungen (EU15/25 Bologna 45) Institutionelle Strategie wesentlich für langfristigen Erfolg 11

12 Qualitätssicherung Häufig unzureichende Verankerung der JMs in der HS Marginalisierung hinsichtlich Unterstützung in Fakultät/FB, Zugang zu Ressourcen teilweise in Zusammenhang mit höheren Kosten Nicht-Kompatibilität mit nationaler QSS birgt Probleme Wie kann Qualität am besten entwickelt und verbessert werden? Häufig: Den Anforderungen eines QSS wird genüge getan (meist UK) Besondere transnationale Herausforderungen der JMs müssen bedacht werden Berlin Communique: grundlegende Verantwortung verbleibt in der HS 12

13 Implikationen und Schlussfolgerungen des EUA-Projektes zu Joint Masters Notwendigkeit die European Dimension in der Qualitätssicherung zu berücksichtigen Hauptfokus: Verstärkung der institutionellen Verankerung und der Nachhaltigkeit der Programme Bedarf nach angemessener Qualitätssicherung für gemeinsame Studienprogramme EMNEM-Projekt (European Masters New Evaluation Methodology), 2004/5) 13

14 Ziele der Evaluierungsmethodologie für Europäische Joint Masters Programme Stärkung der institutionellen Verankerung Entwicklung einer internen Qualitätskultur Stärkung der Europäischen Perspektive Verbesserte Nachhaltigkeit Verantwortlichkeit sicherstellen ( accountability ) Kosten eingrenzen 14

15 Besonderheiten von Joint Programmes Die Culture of Jointness ist die Kultur der Kooperation Für ein nachhaltiges Netzwerk braucht die Kooperation Koordination (zwischen und innerhalb von HS: Netzwerk Fach Leitung) Die Kooperation braucht gemeinsame Ziele, akademische Werte und Prinzipien sowie eine breite und nachhaltige Unterstützung Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile! 15

16 Qualitätssicherung für Joint Masters Aufbau einer interinstitutionellen Qualitätskultur Übereinkunft der Partner zu Qualitätskonzept und seiner Implementierung Notwendigkeit gemeinsamer Prinzipien, Kriterien und Abläufe als Ergebnis eines Abstimmungsprozesses Rolle der Studierenden Qualitätszyklus: Gültige Ziele Passendes Konzept Echte Implementierung Aufrichtiges Qualitätsmonitoring Zeitnahe Verbesserung 16

17 Schwerpunkte bei der Entwicklung und Qualitätssicherung von JMs Mobilität Ziele Was sind unsere Ziele bezüglich Mobilität? Wie viele Studenten sollten mobil sein und welche Mobilitätsströme erwarten wir? Konzept Wie sind die Mobilitätsphasen im Curriculum konzeptualisiert und integriert? Was wird für eine automatische Anerkennung der Studienzeiten an Partner-HS gefordert? Implementierung Wie organisieren und unterstützen wir Mobilität? Welche Stipendien gibt es? Wie organisieren wir unseren Service für mobile Studenten (wohnen, Zugang zu Einrichtungen und Service, ICT, Bibliothek, etc.) Monitoring Wie überprüfen wir die Effektivität der Mobilität? Welche Feedback-Loops gibt es (Studenten, Partner-HS)? Verbesserung Wie planen wir die Organisation der Mobilität zu verbessern? 17

18 Schwerpunkte bei der Entwicklung und Qualitätssicherung von JMs Schlüsselthemen Finanzierung und Gebühren: Kosten für HS und Kosten für Studierende Sprache und Sprachunterstützung (z.b. linguistische Ziele des JM, linguistische Eintrittsanforderungen, Unterrichtssprache, Begrüßungsevent, etc.) Managing life Einschreibung, logistische Fragen, Kommunikation, Workload, etc. 18

19 Konsequenzen einer gründlichen internen Qualitätssicherung Systematische Datenerhebung und Information Validiertes Curriculum-Konzept Gemeinsame Wahrnehmung von Stärken, Schwächen, Möglichkeiten, Gefahren Gestärkte Fähigkeit zur Steuerung der Qualität des Joint Programmes 19

20 Goldene Regeln für Joint Masters (I) 1. Wissen, warum man das Programm initiert Lücke? JM sinnvollste Form? Akademischer Value added? 2. Sorgfältig Partner wählen Kommunikation und Vertrauen. Zahl? 3. Programmziele und Lernergebnisse mit Partnern klar definieren Gemeinsamer Lernprozess 4. Institutionelle Unterstützung sicherstellen 5. Ausreichend akademische und administrative HR Abwesenheit; Konsequenzen bei Wechsel von Schlüsselfiguren? 20

21 Goldene Regeln für Joint Masters (II) 6. Nachhaltige Finanzierung sicherstellen Ressourcenmanagement für gesamtes Netzwerk 7. Leichter Zugang zu Informationen für (zukünftige) Studierende Konsistente Informationen zu Programm und Zulassung (Kriterien und Prozess) 8. Ausreichende Meetings planen und organisieren Ideen gemeinsam entwickeln, gemeinsame Bewertung der Kohärenz des Programms, Übereinstimmung bei Lernergebnissen, ECTS, DS 9. Sprachpolitik entwickeln und Ermutigung zum Lernen von Sprachen Nicht das Sahnehäubchen der Curriculumentwicklung sondern wesentliches Element 10.Entscheiden, wer für was verantwortlich ist 21

22 Weitere Informationen Literatur/Informationen unter Joint Masters Report EMNEM Report Quality Culture III, Netzwerk 6 zu Joint Programmes Finanzierung (EC) Sokrates, Erasmus, Erasmus Mundus EU-US Joint Programmes - see what comes next! 22

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