Praxisnetze als Partner der Verbund-Weiterbildung

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1 Praxisnetze als Partner der Verbund-Weiterbildung Dr. med. Andreas Lipécz Facharzt für Innere Medizin, Hausarzt Mitglied im Vorstand des Gesundheitsnetzes QuE Nürnberg Berlin, KBV-Tagung Praxisorientierung in Aus- und Weiterbildung Was ist QuE? Gründung als eg am Gegründet als e.v. am Aktuell 176 Mitglieder in 98 Praxen Aktuell 70 Mitgliedspraxen 130 Mitglieder (davon 49 Hausärzte) Ärztlich geführte Genossenschaft mit ärztlichen Aufsichtsrat 5 angestellte Mitarbeiter (3,5 Stellen) Ca eingeschriebene Versicherte in Verträgen mit der AOK Bayern, Techniker Krankenkasse und Barmer GEK 1

2 Erstes von der KVB anerkanntes Praxisnetz in Bayern nach 87b (4) SGB V Morbidität regional: Standardisierte Morbiditätsraten für einzelne Erkrankungen Infektionen Diabetes Mellitus Muskel-Skelett Neoplasien Quelle: Evaluationsbericht zum Jahresausgleich 2009 im Risikostrukturausgleich, veröffentlicht

3 Partner-Netzwerk Philosophie und Ziele 3

4 Überblick Aus-, Fort- und Weiterbildung QuE gestaltet Aus-, Fort- und Weiterbildung mit Partnern vor Ort regional im direkten Kontakt intersektoral fachübergreifend praxisindividuell 8 4

5 Eine Initiative der QuE eg und des Klinikums Nürnberg Start: Teilnehmende Kliniken: Klinik für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (1 WB-Stelle besetzt) Medizinische Klinik 2 Schwerpunkt Geriatrie (1 WB-Stelle besetzt) Klinik für Unfall- u. Orthopädische Chirurgie Rotationsmöglichkeiten stationär: Innere Medizin: Hämato-Onkologie, Pneumologie, Kardiologie Chirurgie: Kinderchirurgie, Plastische Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Kinder- und Jugendmedizin Physikalische und Rehabilitative Medizin Eine Initiative der QuE eg und des Klinikums Nürnberg Teilnehmer aus dem Gesundheitsnetz QuE: Sechs teilnehmende Hausarztpraxen, von denen aktuell drei einen WB-Assistenten beschäftigen Drei Facharztpraxen (Chirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Urologie) Mentorin ist eine QuE-erin Organisation: QuE-Netzbüro in Abstimmung mit Klinikum 5

6 Eine Initiative der QuE eg und des Klinikums Nürnberg Rotationsplan Weiterbildung 18 Monate Basisweiterbildung Innere Medizin Medizinische Klinik 2 Schwerpunkt Geriatrie 12 Monate Basisweiterbildung Innere Medizin * 36 Monate Medizinische Klinik 1 Notfall- u. Internistische Intensivmedizin 6 Monate Basisweiterbildung Chirurgie * Klinik für Unfall- u. Orthopädische Chirurgie Zentrale Notaufnahme/Chirurgie * Mögliche Kombination aus anderen Fachbereichen: mind. 6, max. 18 Monate Innere Medizin/ Pneumologie Innere Medizin/ Hämato-Onkologie Innere Medizin/ Kardiologie Kinderchirurgie Plastische Chirurgie Orthopädie und Unfallchirurgie Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie Physikalische und Rehabilitative Medizin Kinder- und Jugendmedizin 24 Monate 80 Stunden Ambulante hausärztliche Versorgung 6 Monate Chirurgie Kursweiterbildung nach 4 Abs. 8 in Psychosomatischer Grundversorgung 11 Netz-Vorteile für die Weiterzubildenden Ärzte 1. Gleichbleibend hohe Entlohnung im stationären und ambulanten Bereich Grundentgelt für Ärztinnen und Ärzte nach TV-Ärzte/VKA (davon ein Teil für das KH als Zuschuss Euro /Monat) Niedergelassene Verbundmitglieder haben sich verpflichtet, einen Lohn entsprechend dem letzten Gehalt im stationären Bereich zu zahlen Damit erhalten die Weiterzubildenden auch im ambulanten Bereich einen Lohn deutlich oberhalb der Mindestvergütung von Euro (Fördersumme je Vollzeitstelle) 2. Zugang zu allen angebotenen Fortbildungsmöglichkeiten des Centrums für Kommunikation, Information und Bildung (cekib) des Klinikums Nürnberg 3. Enge Zusammenarbeit des Gesundheitsnetzes mit dem Klinikum auf verschiedenen Ebenen, z.b. Arzneimitteltherapiesicherheit, Schnittstellenmanagement, CardioNet NORIS (Herzinsuffizienz-Projekt) 6

7 Netz-Vorteile für die Weiterzubildenden Ärzte 4. Frühzeitige Einbindung in die Netzarbeit Möglichkeit zur Teilnahme an den Fortbildungen des Gesundheitsnetzes Einbindung in die Qualitätszirkelarbeit (u.a. QZ Gastroenterologie, KHK, Diabetes mellitus, Schilddrüse, Ärztliche Versorgung im Alten-/Pflegeheim, Asthma bronchiale, Psychosomatik und Psychiatrie) 5. Vielfältige Rotationsmöglichkeiten (sowohl stationär als auch ambulant) kurze Wege Fester Ansprechpartner: Mentorin Vorteile für die Klinik Besetzung ansonsten unbesetzt bleibender Arztstellen Guter Kontakt zu bestehenden und zukünftigen Zuweisern Zuschussmöglichkeiten Teilen von Bürokratie/Transaktionskosten mit dem Netz Innovatives Auftreten 7

8 Erfahrungen in der Entwicklungs- und Gründungsphase Umfassende Unterstützung durch die KVB und die KoStA Durchführung eines Informationsabends für die Netzärzte Feste Ansprechpartner seitens der KVB, die den Gründungsprozess bis zum Abschluss des Vertrages eng begleitet haben Muster-Unterlagen (Kooperationsvertrag, Arbeitsverträge, Praxismaterialien etc.) standen aktuell zur Verfügung Erfahrungsaustausch im Rahmen bayernweiter Verbundtreffen Wertvolle Unterstützung auch durch die DEGAM Erste Erfahrungen in der Umsetzungsphase Hohe Anzahl an Bewerbern, v.a. Ärztinnen (ohne explizites Marketing ) Einige Anfragen von Quereinsteigern bzw. Fachgebiets-Wechslern (auch höheren Alters) (Hohe) Ansprüche an sehr flexible Arbeitszeiten lassen sich nicht immer in der Praxis umsetzen (stellt sowohl Kliniken als auch Praxen vor Herausforderung) Regelmäßige frühzeitiger Kontakt zu Netzbüro und Mentorin baut Vertrauen auf und gibt Sicherheit Zusätzliche begleitende Fortbildungsangebote der KoStA Bayern werden gerne angenommen 8

9 Praxisnetze als Partner der Verbundweiterbildung Warum? Fast ein Drittel der Praxisärzte arbeitet derzeit in einem der knapp 400 Ärztenetze in Deutschland Immer mehr Netze professionalisieren sich und beschäftigen ein eigenes Netzmanagement Vertragsanbahnung und Organisation eines Verbundes können zentral durch das Netzmanagement erfolgen. Dies entlastet die Ärzteschaft von Verwaltungsarbeit, schafft Synergien etc. Ärztenetze haben ein Interesse an freiberuflicher Fortführung von Netzpraxen und unterstützen Netzärzte bei der Praxisnachfolge. Die Einbindung von Weiterbildungsassistenten als potenzielle Praxisnachfolger bietet sich hier an WBV als ein zentrales Projekt, um sektorübergreifendes Arbeiten zwischen Klinik und Ärztenetze zu leben Wollen Sie mehr über QuE erfahren? Gesundheitsnetz QuE Nürnberg Vogelsgarten 1, Nürnberg Telefon: Erscheint Anfang April

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