Ernst ist das Leben, heiter die Kunst?

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1 Ernst ist das Leben, heiter die Kunst? Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig / Braunschweig University of Arts auf dem Weg von der Qualitätssicherung zu einem System des Qualitätsmanagements 2008 bis 2013 oder doch später?

2 2 Gliederung Die HBK in Zahlen / Studienprogramme Die Aufgabe Unsere Ausgangslage Vorgehensweise Bestandsaufnahme Ziele Arbeitsfelder Rückblick / Bedingungen Aktuelle Situation Allgemeine Probleme Probleme der Kunsthoch schulen Auswirkungen Thesen zur Diskussion Ausblick

3 3 Die HBK in Zahlen Die (einzige) Kunsthochschule in Niedersachsen Nach der Universität der Künste Berlin (UdK) die grösste in Deutschland, die viertgrösste in Europa Seit 1984 im Status der Universität 3 Forschungs- und Lehreinheiten: Freie Kunst Gestaltung Kunst- und Medienwissenschaften ca Studierende 186 hauptberuflich Beschäftige davon 46 Professuren und 36 wissenschaftliche und künstlerische MitarbeiterInnen 15,8 Millionen Euro Haushaltsvolumen 587 Tsd. Drittmittel

4 4 Studienprogramme 6 Bachelor-Studiengänge Bachelor of Arts 1 reformierter Diplomstudiengang Freie Kunst Diplom (modellhaft der einzige in Deutschland) 1 Aufbaustudiengang MeisterschülerIn 6 Master-Studiengänge Master of Arts / Master of Education Promotion Dr. phil. Habilitation Dr. phil. habil. PhD in Arts in Planung und postgraduales Programm für KünstlerInnenförderung

5 5 Die Aufgabe Wie können an einer Kunsthochschule in Zeiten von Bachelor und Master Verbesserungspotenziale erschlossen und in bewertbare formale Verfahren umgesetzt werden, die sowohl intern als auch extern akzeptiert sind? Was können wir tun, damit diese Verfahren handhabbar bleiben?

6 6 Unsere Ausgangslage 2007 Präsidialverfassung / Hochschulrat Landesbetrieb / kaufmännisches Rechnungswesen / SAP Organisatorische Entscheidung: QM in Stabsfunktion bei der Präsidentin Inhaltlicher Start: Präsidiumsauftrag an eine 3-köpfige Arbeitsgruppe (Wiss. Qualitätsmanagement / Akademische Angelegenheiten / Controlling) zur Entwicklung eines hochschulspezifischen QM-Konzeptes externe Beratung durch binner IMS GmbH Hannover

7 7 Vorgehensweise Bestandsaufnahme: Was ist an der HBK bereits vorhanden? Identifizieren der Arbeitsfelder zum Aufbau eines QM- Systems mit Blick auf eine mögliche (?) Systemakkreditierung, die vermutlich nötig wird (?), dabei handhabbar und finanzierbar bleiben muss Entscheidung für eine ganzheitliche Sichtweise auf alle Bereiche

8 8 Bestandsaufnahme Instrumente der Qualitätssicherung an der HBK Akkreditierung von Studienprogrammen Experimentelle Formen der Studierendenauswahl Studentische Lehrevaluationen/Lehrveranstaltungsbewertungen Teilnahme an Rankings Absolventenbefragungen Erstsemesterbefragungen Student Life Cycle Interne Zielvereinbarungen (informell durch Präsidium) Abgestimmtes Reporting (für externe Berichte) Leistungsorientierte Mittelvergabe (informell durch Präsidium)

9 9 Ziele Sinnvolle Integration der verschiedenen Werkzeuge dadurch Aufwandsverringerung für Akkreditierungen Umsetzung der Erkenntnisse in steuerungsrelevante Maßnahmen dadurch Kontinuierliche Qualitätsentwicklung statt punktueller Kontrollverfahren

10 10 Arbeitsfelder Vor dem formalen Hintergrund einer angestrebten Systemakkreditierung Verantwortung der Leitung Prozessmanagement Dokumentenmanagement für Vorgabe-Dokumente Kontinuierlicher Verbesserungsprozess Personalentwicklung Berichte und Statistiken Audits

11 11 Rückblick / Bedingungen Ressourcen Personelle Ausstattung für Konzeptentwicklung, Projektorganisation und Umsetzung ist aus anderen zentralen Arbeitsbereichen rekrutiert Sächliche Ausstattung ist ad hoc aus zentralen Mitteln zu schöpfen Kontinuierliche EDV-Unterstützung muss extern eingekauft werden Die HBK hat keine dezentrale Ebene zur qualitativen Durchführung von Audits Es steht nur eine geringe Anzahl geeigneter GutachterInnen zur Verfügung Das künstlerische und wissenschaftliche Personal sieht QM als zusätzliche fachfremde Aufgabe Notwendigkeit und Nutzen werden (noch) nicht überall erkannt

12 12 Aktuelle Situation Die Studienreform wird von der Politik, den Hochschulen und den Akkreditierungsagenturen kritisch reflektiert Damit wird eine Neubewertung unserer ursprünglichen Ziele und Vorgehensweise erforderlich Aufwandsverringerung für Akkreditierungen Keine punktuellen Kontrollverfahren, sondern kontinuierliche Qualitätsentwicklung => Wir brauchen unbedingt den Wandel im Selbstverständnis der Agenturen (»Helfende Freunde«)

13 13 Allgemeine Probleme Wie kann Qualität organisiert werden, wenn nicht geklärt ist, wie in naher Zukunft die Rahmenbedingungen aus der Reform der Reform aussehen werden? die aufzubringenden Ressourcen an kleinen Hochschulen nicht zu erwirtschaften sind? fachspezifische Qualitäten aufgrund starrer Strukturvorgaben außer acht gelassen werden?

14 14 Probleme der Kunsthochschulen aus Sicht der HBK Kunsthochschulen haben je nach Bundesland unterschiedliche Akkreditierungsbedingungen Die Kunsthochschulkonferenz nimmt eine skeptische bis ablehnende Haltung ein Es fehlen bisher Best Practice-Beispiele und aktive Bündnispartner im Bereich der künstlerischen Hochschulen Alle HBK-Fachkulturen hegen Vorbehalte gegenüber betriebswirtschaftlichen Systemen Der Nutzen ist noch nicht erkennbar, daher abwartende Haltung statt aktiver Partizipation Reformverdrossenheit aufgrund der bisherigen Ergebnisse, die das eigentliche Ziel einer Qualitätsverbesserung nur bedingt erreichen konnten

15 15 Auswirkungen Zeitliche Verzögerungen, da QM personell in Konkurrenz zur Aufgabenerfüllung in Lehre und Forschung, Programmakkreditierungen, jeglichen akademischen Angelegenheiten, Entwicklungsplanung, Contract Management, Controlling, Forschungsförderung, Gleichstellung u. v. m. steht Fehlende Nachhaltigkeit

16 16 Thesen zur Diskussion Die parallele Bewältigung von Programmakkreditierung und der Aufbau eines QM-Systems für die Systemakkreditierung bei geringen Ressourcen kann in kleinen Hochschulen in angemessener Zeit nicht gelingen Der Lösungsansatz»Zusammenschlüsse in speziellen Verbünden«ist wegen der unterschiedlichen Bedingungen für viele nicht zwingend Gibt es eine Alternative zur Systemakkreditierung, die den Aufwand rechtfertigt? Die Organisationskultur prägt entscheidend die Umsetzung von Qualitätsmanagement. Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Was bewirken sie?

17 17 Ausblick QM soll Bestandteil der Internationalisierung sein QM soll den Studierenden und Lehrenden helfen QM soll den Verwaltungsaufwand reduzieren und in jedem Schritt für alle nachvollziehbar sein QM fördert die Partizipation der Studierenden aller Fachbereiche Besonderheit von Kunst und Wissenschaft benötigt ein anderes partizipatives Modell des QM, an dem auch Studierende aller Bereiche mitwirken QM ist Exzellenz Management, das ist unser Ziel!

18 18 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Renate Beutin Controlling

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