WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! D. Volgger

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1 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! D. Volgger 1. Einleitung Der Bibelvers Ex 3,14 wird seit alters her als Offenbarung der Bedeutung des Gottesnamens YHWH interpretiert. Zugleich blieb nicht verborgen, daß gerade der Inhalt dieses Verses, versteht man ihn als Offenbarung oder gar Etymologie des Gottesnamens (GN), mehr verhüllt als deutlich macht. Es bleibt zumindest der Eindruck, Gott offenbare seinen Namen sehr zurückhaltend und bloß andeutungsweise. Diese Beobachtung steht im Gegensatz zur gesamten Erzählung der Offenbarung YHWHs an Mose, wie sie in Ex 3,1-4,17 zum Ausdruck kommt. Augenfällige Wunder, der brennende Dornbusch, der nicht verzehrt wird, bis zur Hand Moses, die von einem Moment zum anderen aussätzig und gleich darauf vom Aussatz wiederum befreit wird, sprechen eine deutliche Sprache. Zudem ist der GN YHWH für das Volk Israel, zu dem auch Mose gerechnet wird, kein Geheimnis mehr. Benennt der erste Mensch Adam lediglich alle von Gott geschaffenen Tiere (Gen 2,19f) und seine ihm entsprechende Hilfe, Eva (Gen 3,20), so ist nach Gen 4,26-5,10 schon zu Lebzeiten Adams der Name YHWH angerufen worden (vgl. Gen 4,26: damals (ev. dieser [Enosch]) begann (man) anzurufen qr (ev. zu opfern im 1 ) den Namen YHWHs (båm YHWH). Der GN YHWH, seit altersher bekannt, bedarf damit keiner neuerlichen Einführung in Ex 3,14(f). Die Verschleierung bzw. die Verweigerung der ausdrücklichen Nennung des GN in Ex 3,14 kann auch nicht mit dem Hinweis erklärt werden, die unaussprechliche Größe Gottes oder seine Unverfügbarkeit sei mit der Nennung seines Namens nicht vereinbar. Zunächst läßt das gesamte AT daran keinen Zweifel, daß die Nennung des GN YHWH, wieoft auch immer ausgesprochen, nichts mit dessen Verfügbarkeit zugunsten menschlicher Ansinnen zu tun hat. Sodann spricht auch die Nennung des GN YHWH in Ex 3,15, gleich anschließend an Ex 3,14, gegen eine derartige Deutung. Noch viele andere Versuche, Ex 3,14 im Zusammenhang der Erklärung bzw. Etymologie des GN YHWHs zu interpretieren, könnten angeführt 1. Das Verb qr müßte dann im Sinne von (kultisch ) begegnen verstanden werden, vgl. dazu Ringgren, H., qärä II, ThWAT 7, 1993, LA 49 (1999) 9-36

2 10 D. VOLGGER werden. 2 Dabei bleibt aber die prinzipielle Frage im Hintergrund, ob Ex 3,14 überhaupt eine Interpretation des GN leistet. Ich persönlich möchte darlegen, daß Ex 3,14 eigentlich nichts mit dem GN YHWH zu tun hat, sondern vielmehr als kontextgemäße Deutung der Beziehung YHWHs zu seinem Boten Mose im Hinblick auf dessen Sendung zu verstehen ist. Um den Kontext von Ex 3,14 hinreichend wahrzunehmen, werde ich mit der Analyse zu Ex 3,1-4,18 beginnen. Die Textgestalt dieses Abschnittes wird als Berufungserzählung verstanden (2). Der komplexen Redesituation in Ex 3,1-4,17 soll dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden (3). In einem nächsten Schritt werden die GN in Ex 3,1-4,18 untersucht (4). Es folgt die Darlegung zum Verhältnis zwischen dem GN YHWH und anderen göttlichen Bezeichnungen (5). Unter besonderer Berücksichtigung des Verbs hyh soll anschließend der Wortsinn von Ex 3,14 vorgestellt werden (6). Diese Interpretation soll noch durch drei weitere Argumente unterstrichen werden (7), bevor zum Abschluß die weltweite Bedeutung der Berufung Moses herausgestellt wird (8). 2. Der Kontext von Ex 3,14 - die Berufungserzählung Ex 3,1-4,17 Der Vers Ex 3,14 steht als YHWH-Rede im Rededialog zwischen YHWH und Mose. Diesen Dialog eröffnet YHWH in Ex 3,4 mit der zweifachen Nennung des Namens Mose, Mose. YHWH ist es auch, der mit Ex 4,14-17 das letzte Wort im Zwiegespräch hat. Die direkten Reden folgen jeweils direkt aufeinander, so daß die erzählte Zeit der Erzählzeit entspricht. Diese Detaillierung des Erzählens an dieser Stelle des Buches Exodus verrät die besondere Bedeutung dieses Abschnittes im Gesamt der Erzählanlage. Initiiert wird der Dialog durch ein nicht-verbales Ereignis, Mose wird nämlich eines brennenden Dornbusches gewahr (3,2f). Die Einführung des Abschnittes Ex 3,4ff gibt folgende Erzählstrategie zu erkennen. Zunächst wird Mose als Kleinviehhirt seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian, gekennzeichnet (3,1). Es verwundert dabei nicht so sehr die Nennung der alltäglichen Arbeit Moses, sondern die genaue Bestimmung der Abhängigkeit Moses: Die Ziegen und Schafe, die Mose weidet, gehören nicht ihm, sondern seinem Schwiegervater. Dieser ist nicht Israelit, genauer Levit (2,1f), und Anhänger des Gottes Israels, 2. Vgl. dazu den Überblick im Kommentar: Schmidt, W.H., Exodus. 1. Teilband Exodus 1-6, Neukirchen-Vluyn 1988, ; siehe auch Ibáñez Arana, A., ehyeh a åer ehyeh (Ex 3,14a), Scriptorium Victoriense 45 (1998) 5-49.

3 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 11 sondern ein Priester von Midian. Alles deutet darauf hin, daß Mose unter diesen Umständen im Dienst des midianitischen Priesters Jitro steht, dessen Tochter er geheiratet hat (2,21). Auf diesem Hintergrund setzt die Erzählung eines einmaligen Ereignisses ein: und (einmal) trieb er das Kleinvieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb. Die Einmaligkeit besteht zunächst darin, daß Mose eines Tages über eine gewohnte Weidegrenze hinausgerät. Der Ort Gottesberg Horeb 3, an dem der gesamte Rededialog 3,4-4,17 verortet wird, liegt demnach außerhalb des Weidegebietes des midianitischen Priesters Jitro. Zugleich wird der Leser erkennen, daß die Bezeichnung Gottesberg ein Informationsplus des Erzählers darstellt, das nicht dem Wissensstand Moses entspricht. Auch die Kennzeichnung des brennenden Dornbusches als Erscheinung des Boten YHWHs in einer Flamme, die aus dem Dornbusch emporschlug (3,2), ist Mose zu jenem Zeitpunkt noch nicht zugänglich. So verwundert es nicht, daß Mose dieses Phänomen in seinen Überlegungen (3,3) zunächst lediglich als großen Anblick kennzeichnet. Der Autor gibt sich als auktorialer Gestalter der Erzählung zu erkennen. Das bedeutet für Ex 3,1ff, daß der Leser zu diesem Zeitpunkt der Erzählwelt besser informiert ist als der Hauptprotagonist Mose. Der Wissensvorsprung bezüglich der Gotteserscheinung wird in 3,6 wieder eingeholt. Dort stellt sich die Stimme aus dem Dornbusch vor. Wenn Mose daraufhin sein Gesicht verhüllt, gibt er zu erkennen, daß er um die göttliche Dimension dieser Erscheinung weiß. Auch die Kennzeichnung des Ortes, an dem diese Erscheinung vonstatten geht, als Gottesberg (Horeb) in 3,1, wird dem Mose in 3,5 von der Stimme aus dem Dornbusch deutlich gemacht: Dies ist heiliger Erdboden (vgl. noch 3,12). Der Dialog zwischen der göttlichen Stimme aus dem Dornbusch und Mose kann unter diesen Voraussetzungen beginnen. Aus der Vorstellung der göttlichen Stimme als Gott des Vaters Moses usw. ist auch klar geworden, daß es sich nicht um den Gott des Schwiegervaters Moses handelt. Die Abhängigkeit Moses, wie sie in 3,1 noch zum Ausdruck gekommen ist, besteht für den Dialog nicht mehr und wird auch in 4,18 von Jitro mit der Entlassung Moses zu seinen Brüdern unterstrichen. Mose wird in den Plan des Gottes Israels eingeführt. Auch diesbezüglich weiß der Leser schon bedeutend mehr als Mose selbst. In Ex 2,23-25 informiert der Autor in einem komprimierten Bericht von der elenden Situation der Israeliten in Ägypten, ihrem Hilferuf zu Gott und dessen ge- 3. Siehe dazu C. Frevel, Gottesberg, NBL 1 (1991) 920.

4 12 D. VOLGGER plantem Einlenken zugunsten der Israeliten. Vor allem der Plan, Israel zu helfen, der in 2,25 noch vage ausgedrückt wird ( auf die Söhne Israels schauen und sich ihnen zu erkennen geben ), gibt dem Leser die Deutung zur Hand, die er nicht bloß der wunderbaren Errettung des Kindes aus dem Wasser (Ex 2,1-10), vielleicht sogar der freundlichen Aufnahme Moses bei der Familie des Midianiters Jitro zuschreiben soll, sondern auch dem folgenden Geschehen, das in Ex 3,1ff erzählt wird. 4 In 3,7-9 wird dieser Hintergrund dem Mose explizit mitgeteilt. Auch das Wissen, daß der ägyptische König, der Mose töten wollte (2,15), zum Zeitpunkt der Erscheinung des brennenden Dornbusches bereits tot ist (2,23), wird Mose erst in 4,19 zuteil. Auf diese Botschaft YHWHs hin, daß alle Gegner, die Mose einst nach dem Leben getrachtet hatten, tot sind, bricht Mose endgültig nach Ägypten zu seinen Brüdern auf. Dieser Aufbruch nach Ägypten und dessen Durchführung werden in den vv 4,18-26 geschildert. 5 Die ersten Beobachtungen zum Kontext von Ex 3,14 haben gezeigt, daß der Textabschnitt Ex 3,1-4,18 einerseits aus seinem Kontext durch die ausgesprochen lange Dialogpartie zwischen Gott und Mose herausragt, andererseits wiederum gut in den Kontext eingefügt ist. Der Autor orientiert den Leser in dem Abschnitt Ex 2,24-4,26 auf die Gestalt des Mose hin, indem dieser angehalten wird, die Wissensstruktur, die der auktorialen Erzählweise entspricht, in Mose Schritt für Schritt wiederzuerkennen. Dadurch kann ein Identifizierungsprozeß mit der Gestalt Moses erfolgen, der zur Zustimmung der Offenbarung Gottes gegenüber motivieren soll. Gott hat das erste und letzte Wort, er allein verleiht Wissen und zeichnet sich durch Handeln aus, das diesem Wissen entspricht. Vergleicht man den Abschnitt Ex 3,1-4,18 mit anderen Texten wie Ri 6, 1 Sam 9f, Jes 6, Jer 1 oder Ez 1-3, so kann die Texttypik durch folgende Textelemente gekennzeichnet werden: (1) Einleitung bzw. Antreffen bei der Berufsausübung (Ex 3,1-9 bzw. 3,1); (2) Auftrag (3,10.16; 4,12a); (3) Einwand (3,11.13; 4, ); (4) Zusicherung (3,12a.14f; 4,5.8f.(11) 12b.15); (5) Zeichen (3,12*;4,3f.6f.9b.(17)); ev. (6) Schluß (4,18). 6 Folgt man dieser Einteilung, so fällt sofort die Wiederholung einzelner Elemente auf (Element (2) dreimal; Element (3) fünfmal; Element (4) sechsmal; Element (5) vier-/fünf- 4. Zur Verbindung des Textes Ex 2,25-3,1 in beide Richtungen des Textverlaufs vgl. Fischer, G., Jahwe unser Gott. Sprache, Aufbau und Erzähltechnik in der Berufung des Mose (Ex 3-4), OBO 91, Freiburg/Schweiz 1989, Zur Interpretation dieses Abschnittes vgl. Fischer, Jahwe unser Gott, Vgl. Fischer, Jahwe unser Gott, 50.

5 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 13 mal). Doch die reine Aufzählung dieser Elemente täuscht über die innere Dramatik des Dialogs zwischen Gott und Mose hinweg. Der erste Einwand Moses betrifft sein persönliches Unvermögen gegenüber dem kühnen göttlichen Auftrag. Gott entgegnet diesem Einwand, indem er Mose seine Gegenwart zusichert (3,11f). Im zweiten Einwand fürchtet Mose sein Unvermögen gegenüber den Israeliten. Auch diesen Einwand soll die Antwort Gottes 3,14-15, in dem unser Vers 3,14 vorkommt, entkräften. Die Antwort YHWHs, die die Verse 3,14-21 umfaßt, führt über dieses Nahziel hinaus. YHWH fügt den Auftrag hinzu, Mose solle mit den Ältesten Israels zu den Ägyptern gehen, um eine kultische Begehung Israels in der Wüste durchzusetzen. Dabei gibt YHWH gegenüber 3,12 zu erkennen, daß auch der Widerstand des Pharao in seinem Ermessen liegt (3,19-21). In einem dritten Einwand rechnet Mose mit dem Widerstand der Israeliten, die zwar nicht die Göttlichkeit YHWHs und seine Wirkmacht bestreiten, jedoch Mose als Boten dieses YHWH ablehnen. Dieser dritte Einwand gleicht eigentlich dem zweiten. In beiden Fällen geht es um Mose und die Israeliten. Jedoch unterscheiden sich beide Einwände in der Perspektive und der Einstellung Moses zur Wirkmacht seines Auftraggebers. Im ersten Fall bezweifelt Mose aus seiner persönlichen Sicht der Dinge die Möglichkeit seines wirkmächtigen Handelns Israel gegenüber. Im zweiten Fall geht Mose, in Übereinstimmung mit der Zusicherung YHWHs aus 3,14f, davon aus, selbst in der Wirkmacht YHWHs zu stehen, jedoch befürchtet er die Möglichkeit, daß die Israeliten insgesamt seinen Auftrag und seine Sendung ablehnen könnten. Entscheidet sich im ersten Fall die Zustimmung (oder Ablehnung) der Israeliten zum Auftrag Moses erst auf die Beantwortung ihrer Frage hin, so wird diese Zustimmung in 4,1 von vornherein abgelehnt. Auffallend ist dabei, daß im ersten Fall genau diese Frage die Antwort des GN YHWH provoziert (3,15), im zweiten Fall jedoch dieser GN bereits vorausgesetzt ist und zugleich eine Totalablehnung von seiten Moses befürchtet wird. Unschwer läßt sich erkennen, daß diese Erzählstrategie die Offenheit des Elohim -Begriffes und die Entscheidungsqualität des GN YHWH für Israel impliziert. Mit Elohim können auch andere Götter, außer YHWH, gemeint sein. Dies gilt es dann auf israelitischer Seite jeweils zu überprüfen. Erfolgt der Auftrag jedoch im GN YHWHs, so steht Israel vor der Entscheidung zwischen Zustimmung oder Ablehnung. Dabei ist jede Zuwendung zu anderen Göttern, ausgenommen YHWH, schon zugleich Ablehnung. Anders schaut diesbezüglich das Verhältnis Ägyptens zum Anspruch YHWHs aus. Wird YHWH in 3,18 auch noch in eine für ägyptische Verhältnisse kommunikative Deutung als Gott (Elohim) der Hebräer vorgestellt, so kann der ägyptische Pharao den Gott der Hebräer als unbekannten

6 14 D. VOLGGER ablehnen (5,2) und sich dennoch im Kreis seiner Priester und Wahrsager bestätigt fühlen (7,11f). Allein der Erzähler bzw. Leser von Ex weiß, daß auch Ägypten angesichts des Auftrags YHWHs, den Mose überbringt, zur Entscheidung gezwungen wird (vgl. 12,31f). Auf den dritten Einwand in 4,1 folgen gleich zwei Kurzdarstellungen von zwei Wunderzeichen, die dahin führen sollten, dem YHWH-Boten Mose Glauben zu schenken (4,5.8). Zur Steigerung wird in 4,9 noch ein drittes Wunderzeichen angedeutet, diesmal ohne probeweise Durchführung, was auch gar nicht möglich wäre, da es in der Wüste am Gottesberg kein Nilwasser in greifbarer Nähe gibt. Von Interesse ist, daß zumindest das erste und dritte Wunder, der Stab, der zur Schlange wird, und das Nilwasser, das zu Blut wird, in der weiteren Ex-Erzählung als Wunder angeführt werden, jedoch nicht zum Zeichen gegen die Israeliten, sondern gegen die Ägypter (Ex 7,8-13; 7,19-25). In beiden Fällen ist jedoch Aaron und nicht Mose Ausführender des Wunders. Dieser Unterschied spiegelt sich auch noch im vierten Einwand Gottes in 4,10 wider. Mose führt - gegenüber 3,11, wo er sich gegenüber dem Auftrag Elohims insgesamt überfordert fühlte - noch ein Detail seiner persönlichen Unfähigkeit ins Spiel: Er könne nicht gut reden. Wiederum sichert YHWH Mose seinen Beistand und seine Führung zu. In diesem Fall setzt Mose noch einmal nach und läßt im Hinblick auf seine Sendung alles offen. YHWH soll mit der Macht senden, mit der er sendet (4,13) 7. An diesem Punkt wird die Sendung des Mose von seiten Moses noch einmal insgesamt in Frage gestellt. YHWH geht auf diese totale Infragestellung verbal nur insofern ein, daß er einen anderen, nämlich Aaron, den redegewandten Bruder Moses, mitsendet (4,14-16). Gegenüber der möglichen totalen Ablehnung der Sendung YHWHs von seiten Moses gibt YHWH lediglich seinen Zorn zu erkennen (4,14). Die göttliche Sendung steht somit unter dem Zorn YHWHs gegen einen Mose, der sich diesem Auftrag gänzlich entziehen will, und zugleich auch unter dem Zorn gegen einen ägyptischen Pharao, der das Volk Israel nicht zur YHWH-Verehrung frei gibt (11,8). In 11,8 ist freilich Mose, der sich ganz in die Sendung YHWHs dreingibt, Träger des Zornes YHWHs gegen den Pharao geworden. Die Analyse des Textabschnittes Ex 3,1-4,18 unter dem Gesichtspunkt der Texttypik Berufungsgeschichte hat zu erkennen gegeben, daß zwischen dem rufenden Gott und dem berufenen Menschen Mose schrittweise eine Verhältnisbestimmung vorgenommen wird, die die Israeliten und die Ägypter mitbetrifft. Dabei wird auch der Wechsel des Gottesnamens in Ex 7. Siehe dazu unter Punkt 7!

7 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 15 3,15, zwischen dem zweiten und dritten Einwand Moses, als literarisches Gestaltungsmittel verwendet. Insgesamt wird die Berufung Moses aus dem israelitischen Stamm Levi im Fall der Zusage Moses (und Israels) unter das Zeichen Segen YHWHs für Mose und Israel bzw. im Fall der Ablehnung von seiten Moses unter das Zeichen Zorn YHWHs gegenüber Mose, Israel und Ägypten gestellt. Im Folgenden soll der Einsatz verschiedener GN in Ex 3,1-4,18 untersucht werden. Dazu bedarf es jedoch zunächst einer genauen Analyse der Redeebenen in diesem Abschnitt. 3. Die Redeebenen in Ex 3,1-4,18 Ex 3,4-4,17 stellt den längsten Dialog zwischen Gott und einem Menschen im AT dar, wenn man von der Unterredung Gottes mit Ijob, der eher einem Monolog Gottes gleicht (Ijob 38,1-42,6), absieht. 8 Der Dialog beginnt in 3,4, wenn auch die Überlegung, die Mose in 3,3 anstellt, als direkte Rede bzw. innerer Monolog (wy mr) gekennzeichnet wird. Lexikalische Einleitungen ( mr, qr, nh) zu den Reden Gottes finden sich in den Versen 3, (2x).15; 4, , zu den Reden Moses in den Versen 3, ; 4, In zwei Fällen (4,5.8f) unterbleibt die lexikalische Markierung einer Gottesrede. Dennoch ist die Sprechersituation für den Leser ohne Probleme durchsichtig, da auf einen Befehl YHWHs hin dessen Durchführung durch Mose konstatiert wird und sogleich die YHWH-Rede von neuem einsetzt (4,4f; 4,7-9). Die kurzen Notizen zur Durchführung des Befehls YHWHs in 4,3.4b.6.7 sind neben 3,4a.6b die einzigen Textelemente, die die direkten Reden in 3,4-4,17 unterbrechen. Von besonderem Interesse sind noch die Reden Gottes, die wiederholt als Reden Gottes lexikalisch markiert werden, obwohl diese weder von einer Rede Moses noch von einem Erzählerkommentar unterbrochen werden. Es handelt sich dabei um die Verse 3, ; 4,6. In 3,6 wird die neuerliche Einführung der Rede Gottes verständlich, wenn man den neuen Aussagegehalt von 3,6 gegenüber 3,5 berücksichtigt: Befiehlt Gott in 3,5 Mose, die Schuhe am heiligen Ort auszuziehen, so wechselt in 3,6 der Sprechakt 9 8. Vgl. Fischer, Jahwe unser Gott, 46, Anm Zu einer differenzierten Analyse von biblischen Texten mittels Sprechakten vgl. das Schema von Irsigler, H., in seinem Aufsatz Psalm-Rede als Handlungs-, Wirk- und Aussageprozeß. Sprechaktanalyse und Psalmeninterpretation am Beispiel von Psalm 13, in : Seybold, K. / Zenger, E. (Hg.), Neue Wege der Psalmenforschung, FS W. Beyerlin, HBS 1, Freiburg u.a. 1994, , hier 91f.

8 16 D. VOLGGER bezüglich der Sprechereinstellung und dem Sachverhalt bzw. Inhalt der Gottesrede, wenn Gott sich als Gott des Vaters Moses usw. vorstellt bzw. deklariert. Anders und doch ähnlich ist der Fall in 4,6 gelagert. Dieser Vers gehört gewissermaßen zu einer neuen Einheit, die mit dem Befehl YHWHs gegenüber Mose, seine Hand in den Gewandbausch zu legen, die Inszenierung eines neuen Wunders eröffnet (vgl. 4,2-5). Demgegenüber rundet die Gottesrede 4,5, die in der Anerkennung des Gottes YHWHs von Seiten Israels das Ziel des Wunders angibt, die erste Wundererzählung ab. Wie schon in 3,5f wechselt auch in 4,5f der Sprechakt, diesmal von (Ziel-)Deklaration zu Befehl YHWHs. Der Wechsel in der Sprecherperspektive YHWHs wird in 4,6 noch durch die Partikel wd lexikalisch unterstrichen. Diese Partikel, die auch als Substantiv syntaktisch funktioniert, bringt eine Wiederholung bzw. eine Fortdauer zum Ausdruck. In unserem Zusammenhang kann es sich nur um die Wiederholung bzw. Fortdauer der YHWH- Rede handeln: Und YHWH sprach zu ihm wiederum, zudem, ferner. Das Sprachzeichen wd signalisiert dabei, daß sich die folgende Rede nicht direkt bzw. logisch aus der vorhergehenden weiterentwickelt. Die direkte Rede wird zwar fortgesetzt, es folgt aber etwas Neues, ein neuer Aspekt, ein neues Argument. Diese Funktion dürfte die Partikel wd auch in 3,15 haben: und es sprach ferner Elohim zu Mose. Gegenüber dem Aussagegehalt von 3,14 wird in 3,15 etwas hinzugefügt, das sich nicht direkt und notwendig aus dem Vorhergehenden ergibt. Der Sprechakt Elohims bleibt in v 15 gegenüber v 14 (2. Redeabschnitt) konstant: In beiden Fällen wird Mose beauftragt, den Israeliten eine Botschaft zu überbringen: So sollst du sprechen zu den Söhnen Israels. Auch die explizite Wiederholung dieser Botenbeauftragungsformel 10 kann als Hinweis gelten, daß die jeweilige Botschaft nicht genau ein und dasselbe Thema betreffen. Freilich kann nicht behauptet werden, beide Botschaften hätten nichts miteinander zu tun. Jedoch der konkrete Zusammenhang beider Botschaften muß erst noch genauer bestimmt werden. Bevor dies in den folgenden Untersuchungsschritten geschieht, soll noch die wiederholte Einleitung der Gottesrede in 3,13 berücksichtigt werden. Auf die Frage Moses in 3,14 wird die Antwort Gottes mit der Phrase und Elohim sprach zu Mose (3,14) eröffnet. Auf die kurze, direkte Rede Elohims wird noch einmal der Redebezug durch die Phrase und er sprach hergestellt. Es ist offenbar, daß YHWH der Sprecher ist und Mose der Angesprochene. Die Interpretation der Anwesenheit dieser neuen Redeeinleitung kann in unserem Erklärungszusammenhang 10. Vgl. Coats, G.W., Exodus 1-18, FOTL IIA, Grand Rapids. Michigan 1998, 177.

9 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 17 lediglich in der Veränderung der Redeinhalte Gottes liegen. Tatsächlich lassen sich dabei - trotz aller vorläufigen Unsicherheit über die Inhalte der direkten Reden (v14) - folgende Änderungen feststellen. In der ersten direkten Rede wird Mose angesprochen und ihm ein deklarativer Satzinhalt vermittelt, während in der zweiten Rede zunächst wieder Mose angesprochen wird, dieser aber sodann beauftragt wird, die Söhne Israels anzusprechen und diesen einen deklarativen Sachverhalt zu übermitteln. Im letzteren Fall wird demzufolge eine direkte Rede in eine bereits eröffnete direkte Rede eingefügt, wobei die Adressaten zumindest auf der Textoberfläche wechseln, zunächst Mose, sodann (Mose und) die Israeliten. Zudem fällt noch auf, daß sich die Kommunikation zwischen Elohim und Mose von der Kommunikationsübermittlung Moses an die Israeliten zeitlich unterscheidet. Die Kommunikationsebene zwischen Elohim und Mose ist in der Textwelt 3,1ff gleichzeitig, die zwischen Mose und den Israeliten gegenüber der Zeitstufe, auf der Elohim und Mose miteinander sprechen, nachzeitig. Im ersten Fall könnte man von einem zeitgleichen Dialog, im zweiten Fall von einem zeitverschobenen Dialog sprechen. Freilich ist für Mose diese Nachzeitigkeit bereits in der gegenwärtigen Zeitstufe präsent. Das heißt aber nichts anderes, als daß Mose der erste in Israel ist, der die Botschaft Gottes erfährt. Diesbezüglich besitzt er gegenüber Israel einen Informationsvorsprung, der mit der Übermittlung der Botschaft eingeholt wird. Wenn also Israel die Botschaft Moses aufnimmt, wird es zugleich in die Kommunikationsebene Moses miteinbezogen. Im Folgenden soll noch die komplexe Redesituation für die Verse 3,13-22 nachgezeichnet werden. Ist in 3,10 der Auftrag YHWHs, die Israeliten aus der Gewalt Ägyptens herauszuführen, direkt an Mose ergangen ( und nun komm,..., führe heraus...! ), so möchte Mose genauer wissen, wie dies denn überhaupt möglich sein soll. Dafür gibt Mose vor, einer gewissen Etappe dieses Plans zu folgen, um dann von Gott zu erfahren, wie es dann in concreto unter bestimmten Voraussetzungen weitergehen soll. In seiner Rede in 3,13 blickt Mose von der gegenwärtigen Gesprächssituation am Berg Horeb in die Zukunft. Er stellt sich vor, daß er dem Auftrag Gottes nachkommt, bis er auf die Israeliten trifft. Auf dieser Redeebene (IIa) setzt Mose den Rahmen für seine folgende Unterredung mit den Israeliten, die er in direkter Rede wiedergibt: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Auf dieser Redeebene (IIb), die eine zukünftige Dialogsituation zwischen Mose und den Israeliten im Blick hat, antworten - so nach der Vorstellung Moses - die Israeliten mit der Frage: Was ist sein Name?. Gleich darauf fährt Mose mit einer Frage fort, die er an Gott richtet: Was soll ich sagen?. Letztere Frage bezieht sich auch auf die Gegenwart der

10 18 D. VOLGGER Gesprächspartner Gott und Mose (I), so daß die gesamte bisherige Rede Moses als eine von ihm ins Auge gefaßte hypothetische Situation der Zukunft verstanden werden muß. Der Unterschied zwischen den Redeebenen I, IIa und IIb besteht darin, daß sich Mose auf der Ebene I in der Gesprächsgegenwart direkt an Gott wendet und daß sich IIa und IIb beide in der Zukunft abspielen, wobei IIa nicht direkt an Gott gerichtet ist und IIb eine künftige Gesprächssituation kennzeichnet, in der Gott nicht Gesprächspartner ist. In 3,14 wechselt der Sprecher, Gott gibt Mose auf seine hypothetische Erschließung seiner künftigen Sendung eine Antwort. Zunächst ist unentscheidbar, ob Gott, der sich direkt an Mose wendet, auf der Ebene I oder II spricht. Die Aussage hyh år hyh, die kaum klare Handlungsmomente wie in 3,13 (IIa) erkennen läßt, ist der Redeebene I zuzurechnen, da Mose explizit als Angesprochener angegeben wird. Sie kann aber auch die Redeebene IIa betreffen, wenn der Inhalt auch auf die Zukunft ausgerichtet verstanden wird. Mit der weiteren Redeeinleitung und er sprach und der darauf folgenden Botenbeauftragungsformel so sollst du zu den Söhnen Israels sprechen wird die Redeebene präzisiert. Es handelt sich um die Redeebene IIb, die Mose und die Israeliten als zukünftige Gesprächspartner ins Auge faßt, freilich diesmal aus der Perspektive Elohims. Damit geht Elohim auf die hypothetische Situation, die ihm Mose suggeriert hat, ein und gibt Mose zunächst eine Botschaft in Form einer direkten Rede an die Hand. Diese muß jedoch noch nicht die Antwort auf die Frage des Mose aus 3,13 Was ist sein Name? sein. Erst von v 3,15 kann man zweifelsfrei behaupten, daß darin eine Antwort auf die Frage Moses enthalten ist: YHWH,..., das ist mein Name für die kommende Zeit.... Die Einleitung zu 3,15 und es sprach ferner Elohim zu Mose und die folgende Botenbeauftragungsformel so sollst du zu den Söhnen Israels sprechen weisen den Rest dieses Verses in direkter Gottesrede der Redeebene IIb zu. Wie schon v 3,14 ist auch v 3,15 aus der Perspektive Gottes formuliert. Gleich anschließend an diese Aussage fährt die Gottesrede mit einer Reformulierung des Auftrags an Mose (vgl. 3,10) fort. In die neue Auftragsformulierung fließt - neben einigen Phrasen aus 3, die hypothetische Perspektive Moses und die Nennung des GN YHWH ein (3,16: Geh, versammle die Ältesten Israels und sag ihnen: YHWH, der Gott eurer Väter ) (Redebene IIb; Perspektive: YHWH). 11. Z.B.: Israels Elend in Ägypten (v 7, v 17); Nennung von sechs Völkern im gelobten Land (v 8, v 17); Kennzeichnung des gelobten Landes als Land, in dem Milch und Honig fließt (v 8, v 17).

11 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 19 Ab v 18 zieht dann YHWH auf der Redeebene IIa die Linie der zukünftigen Geschehnisse weiter aus bis zur nächsten Gesprächssituation, die einerseits Mose mit den Ältesten Israels und andererseits den König von Ägypten als Gespächspartner aufweisen. Der ägyptische Pharao kommt dabei nicht zu Wort. Vielmehr offenbart YHWH Mose sein Vorauswissen, daß sich der Pharao dem mündlich überbrachten Plan Gottes widersetzen werde, bis YHWH Ägypten mit Wundertaten zum Einlenken zwingt (v3,19-21[22]). Faßt man die Ergebnisse zur Untersuchung der Redeebenen in Ex 3f, v.a. in Ex 3,13-22 zusammen, so muß festgehalten werden, daß YHWH in seiner Rede 3,14-22 auf die hypothetische Konkretisierung der Mosevorstellung von 3,13 eingeht, sie konkretisiert und auf die Begegnung Moses und der Ältesten Israels mit dem Pharao ausdehnt. Freilich ist dieser Weg Moses zum Pharao bereits in der Sendung Elohims von 3,10 enthalten. Dennoch bietet 3,18-22 demgegenüber einige Präzisierungen: Nicht Mose allein, sondern mit den Ältesten Israels wird den Pharao aufsuchen. Die Rede an den Pharao wird noch in direkter Rede konkretisiert (3,18). Zugleich wird auch das ablehnende Verhalten des Pharaos gegenüber dem Ansinnen der Israeliten und der schlußendliche Erfolg des göttlichen Planes durch Machttaten YHWHs gegen Ägypten kundgetan (3,19-22). Versteht man die Verse 3,13-22 auf diese Weise, so erweist sich die Etikettierung Einwand des Mose gegenüber dem Plan Elohims für 3,13 als unzureichend. Mose wendet sich nicht gegen den Plan Elohims, sondern er ersucht seinen Auftraggeber Elohim, er möge seinen Plan bezüglich einer möglichen künftigen Fragestellung konkretisieren. Die Antwort Elohims (3,14-22) stellt somit eine Klärung, eine Konkretisierung des anfänglichen Entschlusses dar, Israel aus Ägypten zu befreien (3,10). Genau in diese textliche Konkretisierungsphase fällt auch die Präzisierung der Frage, wer diese göttliche Stimme aus dem Dornbusch sei (3,13-15). 4. Die Gottesnamen in Ex 3,1-4,18 In unmittelbaren Zusammenhang mit der Darstellung zu den Redeebenen muß auch der Gebrauch der Gottesnamen untersucht werden. In den ersten beiden Kapiteln des Buches Exodus wird, wenn überhaupt, ausschließlich der GN Elohim verwendet (1,17[mit Artikel].20.21[mit Artikel]; 2,23-26[insgesamt 5x; einmal mit Artikel in 2,23]). Dies ändert sich in 3,2, wo zum ersten Mal der GN YHWH vorkommt. Ab 3,2 bis 4,17 schaut die Verteilung der GN folgendermaßen aus: Elohim ohne Artikel kommt in

12 20 D. VOLGGER 3,(4) ; 4,16 vor. Elohim mit Artikel (ha=elohim) findet sich in 3, Auch die Constructusverbindungen mit Elohim bzw. die Vorkommen von Elohim mit enklitischen Personalpronomen können in diesem Zusammenhang angeführt werden (3,6[4x].13.15[4x].16.18[2x]; 4,5[4x]). Der GN YHWH steht in den Versen 3,2[ Bote YHWHs ].(4) [2x]; 4, [2x].14. Nicht zu vergessen ist die Gottesbezeichnung Adonay dny mein Herr in 4,10.13, die auch als Qere, als zu Lesendes, für das Tetragramm YHWH Verwendung findet. An dieser Verteilungsanzeige fällt zum einen das gehäufte Vorkommen von Elohim zu Beginn des zu untersuchenden Textabschnittes auf und zum anderen das fast ausschließliche Vorkommen von YHWH nach 3,15. Der Schlüssel zum Verständnis des verschiedenen Auftretens der GN dürfte in der Erzählstrategie von Ex 3,1ff liegen, die aus der Perspektive der Sprecher, d.h. aus der Perspektive Moses und aus der Perspektive Gottes, die der des auktorialen Erzählers entspricht, formuliert. 12 Dabei ist der primäre Fokus auf die Erkenntnisstruktur Moses zu legen. Diese entwickelt sich infolge der Erscheinung und der direkten Redeanteile der Stimme aus dem Dornbusch. Mose erkennt im Anblick des brennenden Dornbusches, der nicht verbrennt, zunächst eine außergewöhnliche Erscheinung (3,3). Mit der ersten verbalen Selbstoffenbarung der göttlichen Erscheinung in 3,6 ( ich [bin] der Gott (Elohim) deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs ) weiß Mose, daß es sich um eine göttliche Erscheinung handelt, die sich bereits seinem Vater und seinen großen Vorvätern gezeigt hat. Es ist eine erste Präzisierung der göttlichen Erscheinung geschehen, von der unbestimmten göttlichen Naturerscheinung zur Erkenntnis, daß es sich dabei um eine Erscheinung eines in Israel bekannten Gottes handelt. Bezüglich der Konkretisierung des Göttlichen verbleibt Mose zunächst auf diesem Niveau der Erkenntnis, nicht jedoch bezüglich der Absicht dieses Gottes (3,7-10). In 3,13 fragt Mose den Gott seiner Väter, mit welchem GN er den Plan, Israel aus Ägypten zu befreien, verbinden soll. 3,15 liefert die letzte Konkretisierung des Gottes der Väter im Zusammenhang seines künftigen Planes mit Mose und Israel: YHWH, der Gott ist sein Name für alle Zeit. Auch dieser Name dürfte dem Israeliten und 12. Ähnlich Magonet, J., The Names of God in Biblical Narratives, in: Davies, J. / Harvey, G. / Watson, W.G.E. (Hg.), Words Remembered, Texts for the study of the Old Testament, JSOTS 195, Sheffield 1995, 82f. Zu einem neueren Versuch, Ex 3f u.a. mittels des Vorkommens verschiedener GN in literarische Darstellungsschichten zu trennen, siehe Schmidt, L., Diachrone und synchrone Exegese am Beispiel von Exodus 3-4, in: Ders, Gesammelte Aufsätze zum Pentateuch, BZAW 263, Berlin, New York 1998,

13 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 21 Leviten Mose bekannt sein, der in Ägypten nicht ohne Kontakt zu seinen Mitbrüdern aufgewachsen ist. Neu ist, daß der Befreiungsplan des Gottes Israels mit dem Namen YHWH verbunden werden soll. Die Textstrategie in 3,1-15 gibt zu erkennen, daß Mose in keinem Fall voreilige Schlüsse bezüglich der konkreten Gotteserscheinung gezogen hat. Er ist vielmehr der Erkenntnisstruktur der Offenbarung gefolgt, von der Naturerscheinung des brennenden Dornbusches, der nicht verbrennt, zur Stimme aus dem Dornbusch, die sich zunächst selbst vorstellt, sodann ihren Plan mit Mose und Israel preisgibt, bis zur Offenbarung, diesen mit Moses Berufung begonnenen Weg mit dem GN YHWH zu verbinden bzw. zu konkretisieren. In demselben Atemzug wird dieser Name und damit diese Wegstrecke, der Exodus Israels aus Ägypten, als unvergeßbare Struktur israelitischer Gottesverehrung für alle Zeit angekündigt. 13 Damit hat Mose die Erkenntnisstruktur erreicht, die der Autor dem Leser schon in 3,2 bzw. 3,4 vorgegeben hat. Bei der Erscheinung, die in 3,2ff geschildert wird, handelt es sich um eine konkrete, geschichtliche Manifestation des Gottes YHWH. Es verwundert daher nicht, daß die Dialogpartie nach der ersten Selbstoffenbarung bis 3,13 lediglich den GN Elohim verwendet. Dies entspricht der Selbstvorgabe der Gottesoffenbarung in 3,6. Daß die Einleitungen der Mosereden die Gottesbezeichnung Elohim mit Artikel verwenden (3,11.13), repräsentiert die Vorläufigkeit der Perspektive Moses, der erst ab 3,15 die letzte Konkretisierung der Erscheinung des Gottes seiner Väter erfährt. Dem entsprechen auch die Reden Gottes, die in 3,6 und 3,12 vorerst noch Elohim verwenden. Demgegenüber wird die Rede Gottes an Mose jeweils ohne Artikel eingeleitet (3, ), weil der Autor die Konkretisierung der göttlichen Perspektive schon eingangs fixiert hat: Die Erscheinung geht auf YHWH zurück. Elohim muß daher nicht mehr auf eine konkrete, historische Situation hin spezifiziert werden (vgl. nochmals 3,15 Ende). Auch die Zusammenstellung von YHWH und Elohim der Väter, der Hebräer, in 3, und 4,5 wiederholt diese letzte Konkretisierung der Gotteserscheinung an Mose. Dabei verdient 3,16 besondere Aufmerksamkeit. Denn in diesem Vers wird diese letzte Konkretisierung in die Kommunikation mit dem Pharao zwar aufgenommen, gewinnt aber in diesem Horizont eine neue Funktion: YHWH wird als Eigenname des Gottes des Volkes der Hebräer dem Pharao näher gebracht. Der Pharao selbst wird natürlich nicht von vornherein auf die Konzentrierung jeglicher göttlichen Erscheinung auf YHWH hin 13. Zum engen semantischen Zusammenhang von zkr Gedenken und åm Name vgl. Eising, H., zäḵar, ThWAT 2, 1977, 586.

14 22 D. VOLGGER schließen. Er kann sich sogar gegen YHWH stellen in der Meinung, nicht gegen das Göttliche zu verstoßen. Die Bezeichnung Elohim ist somit ein Scharnierbegriff, der sowohl israelitischen als auch ägyptischen Vorstellungen vom Göttlichen entsprechen kann. Wenn YHWH seinen Gesandten Mose am Schluß unseres Textes in 4,16 mit Elohim bezeichnet, so wird das Auftreten Moses gegenüber Aaron der Erscheinung des brennenden Dornbusches fast gleichgestellt. Beides birgt in sich einen nicht überseh- bzw. überhörbaren göttlichen Anspruch. Aaron bzw. sein von Mose abgeleitetes Wort stellt in dieser prototypischen Konzeption den konkret ausgesprochenen Anspruch Elohims v.a. Ägypten gegenüber dar. Freilich wird in den folgenden Kapiteln von Ex v.a. auch Mose als Sprachrohr des Gotteswortes auftreten. Noch eine letzte Beobachtung bezüglich der Verteilung der GN in Ex 3,1-4,18 ist von Bedeutung. Wenn Mose ab 3,15 weiß, daß der GN YHWH als letzte Konkretisierung mit der göttlichen Erscheinung des Dornbusches und der folgenden Beauftragung zu verbinden ist, verwundert es, daß dieser GN aus seinem Munde höchstens indirekt über die Redeebene IIb (Perspektive Israeliten zu Mose ) zu hören ist (4,1). Er selbst wendet sich an YHWH mit der Bezeichnung Adonay dny mein Herr (4,10.13). 14 Man wird dies kaum Zufall nennen können. Bevor jedoch die Beziehung der GN YHWH und Adonay genauer dargelegt wird, sollen die Ergebnisse der Analyse der Redeebenen und des damit verbundenen Einsatzes der GN zusammengefaßt werden. Der noch vage Gottesplan in 3,10 wird in 3,13-22 konkretisiert. Wenn Mose die Begegnung mit den Israeliten in 3,13 thematisiert und nach der konkreten Ausführung des Planes Gottes fragt und wenn Gott zumindest ab 3,15 mit der Offenbarung des GN YHWH auf die Frage Moses aus 3,13 eingeht, so kommt darin folgende Darstellungsweise der Berufung Moses zum Ausdruck. Der von Gott beauftragte Mose stößt zur Konkretisierung des noch unspezifischen Gottesplanes an. Und Gott nimmt diese Linie auf, so daß Mose als Berufener in den Plan Gottes zumindest als aktiv Erkennender einfließt. Schritt für Schritt nimmt der erkenntnisfähige Mose an der Offenbarung des Befreiungsplanes und schließlich an der Befreiung selbst (nach Ex 4,18) teil. Der aktive Teilnehmer an der Berufung Gottes wird somit selbst zum Referenzpunkt des Gottesplanes. In diese Dynamik, die Ex 3,1-4,18 insgesamt und 3,13-22 im speziellen kennzeichnet, muß auch 3,14 eingeordnet werden. Dabei wurde bereits 14. So zumindest im Text der BHS, der Leningrader Handschrift B 19A (L), Anfang 11.Jh.

15 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 23 festgehalten, daß die Redeeinleitung in 3,15 ein Signal dafür ist, daß sich 3,15 nicht ohne weiteres aus der Erzähllogik von 3,14 ergibt. Die Partikel wd zeigt vielmehr eine wie auch immer geartete Neuorientierung der Erzähllogik in 3,15 an. Da davon auszugehen ist, daß 3,15 zweifellos eine Antwort auf die Frage nach dem Namen Elohims (3,13) enthält, muß 3,14 - den obigen Überlegungen zufolge - eine davon inhaltlich z.t. unterschiedene, aber dennoch wichtige Textfunktion in der Gottesrede erfüllen. Um diese genauer bestimmen zu können bedarf es zunächst noch der Untersuchung der Konzeption des GN YHWHs im Vergleich zu anderen Gottesbezeichnungen. 5. Der GN YHWH und die vielen Namen Gottes Das Tetragramm YHWH wird in den heutigen punktierten Bibelausgaben durch das Qere Adonay ausgesprochen. Dieser Brauch setzt mündliche und schriftliche Lese- und Schreibtraditionen voraus. Denn ausschließlich vom Hören des Bibeltextes her könnte heute kein Mensch mehr auf die Idee kommen, daß sich in der Aussprache Adonay zumeist eine andere Gottesbezeichnung verbirgt, die im Bibeltext schriftlich durch die vier Buchstaben YHWH angezeigt wird. Diese Konsonantenkombination wurde früher wohl nicht mit Adonay wiedergegeben, sondern mit einer Aussprache, die den Konsonantenbestand von YHWH berücksichtigt hat. Die griechische Wiedergabe Iabe ist dafür ein Beispiel. 15 Aufgrund der epigraphischen Belege des GN YHWH aus dem 1. Jt.v., bis in die hellenistische Zeit, lassen sich noch keine besonderen Schlüsse auf die Ausspracheregelung dieses GN ziehen. 16 Erst im Zusammenhang mit LXX-Handschriften und Texten aus Qumran gibt es bezüglich der Verwendung des GN YHWH einige Besonderheiten zu verzeichnen. Früheste Zitate von LXX-Texten haben das Tetragramm nicht durch phonetische Lautzeichen in griechischer Schrift (z.b. iaw) oder durch (alt-)hebräische 15. Vgl. Epiphanius von Salamis (2.H. 4.Jh.n.), belegt bei: Weippert, M., Jahwe (1977), in: Weippert, M., Jahwe und die anderen Götter. Studien zur Religionsgeschichte des antiken Israel in ihrem syrisch-palästinischen Kontext, FAT 18, Tübingen 1997, Zu den rund 40 Belegen vgl. Davies, G.I., Ancient Hebrew Inscriptions. Corpus and Concordance, Cambridge 1991, Zu den YHWH-haltigen Personennamen in diesem Zeitraum vgl. Norin, S., Jô-Namen und Jehô-Namen, VT 29 (1979) und Millard, A.R., YW and YHW Names, VT 30 (1980)

16 24 D. VOLGGER Schriftzeichen wiedergegeben, sondern durch die griechische Phrase (o) kurioß (der) Herr ersetzt. Ein Zitat aus dem Schriftsteller Aristobul (M. 2. Jh.v.) 17 und ein weiteres aus dem Aristeas Brief (E. 1. Jh.v.) 18 sind die ältesten Belege dieser vielleicht noch unsystematischen Praxis. In den Qumranhandschriften wird das Tetragramm in zweifacher Weise gesondert behandelt. Einerseits lassen sich bestimmte außergewöhnliche Schreibkonventionen beobachten: So wird in manchen Handschriften der GN YHWH von der üblichen aramäischen Quadratschrift durch Schreibung in althebräischer Schrift hervorgehoben. 19 Dieser Schreibusus ist z.b. in den Hodajot oder in 4 Q Jes c konsequent durchgeführt. Das Tetragramm kann auch durch vier Punkte angedeutet werden (vgl. z.b. 1 QS viii,14; 4 Q Testimonia). Neben diesen Schreibvarianten findet der GN YHWH anderseits auch noch besondere Behandlung, indem er fallweise durch ynwda Adonay ersetzt wird, so z.b. in 1 Q Jes a. Die Ersetzung kann aber auch in die andere Richtung, d.h. YHWH statt Adonay geschehen. Daneben findet sich z.b. in 11Q Targum Hiob statt dem biblischen YHWH die (aram.) Gottesbezeichnung lh. Es ließen sich noch andere Differenzierungen, Veränderungen zum Gebrauch der GN in den frühesten (biblischen) Handschriften bzw. Zitaten aufzählen. Für unsere Fragestellung zu Ex 3,14 ist folgendes festzuhalten: Gegenüber den vielen Gottesbezeichnungen bzw. Gottesnamen, die Israel kennt, genießt der eine GN YHWH eine Sonderstellung. Er allein unterliegt spätestens ab E. 2.Jh.v. einer auffälligen Behandlung in Aussprache und Verschriftung. Dabei sind beide Elemente, Laut und Schrift, für die Sonderbehandlung des Tetragramms von Bedeutung. Denn nur im Zusammenspiel von schriftlicher Fixierung, z.b. in Quadratschrift YHWH (griechisch PIPI PIPI) und von mündlicher Aussprache, die nicht an die vorgegebene Konsonanteninterpretation anschließt, sondern ein Substitut (Qere) liest, kann YHWH zum unaussprechbaren GN werden. Dieser Sachverhalt hat 17. Dieses Zitat aus Aristobul ist in der Praeparatio Evangelica (VIII,10,8) des Eusebius v. Caesarea (263(?)-339) enthalten; Aristobul gibt darin Ex 9,3 wieder; vgl. dazu Stegemann, H., Religionsgeschichtliche Erwägungen zu den Gottesbezeichnungen in den Qumrantexten, in: Delcor, M. (Hg.), Qumrân. Sa piété, sa théologie et son milieu, BETL 46, Paris 1978, , hier: 205 Anm Es handelt sich dabei um ein Zitat aus Dtn 7,18f; Aristeas-Brief 155; Text in: Thackeray, H.St.J., The Letter of Aristeas, in: Sweete, H.B., An Introduction to the Old Testament in Greek, Cambridge Auch in manchen Septuagintahandschriften taucht das Tetragramm in althebr. Schrift auf; vgl. Stegemann, Religionsgeschichtliche Erwägungen, 205.

17 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 25 zur Folge, daß der mündliche Vortrag der Bibel und die schriftliche Fixierung zumindest bezüglich des GN YHWH aufeinander verwiesen sind. Zudem schafft die Konzeption eines unaussprechbaren GN im Verbund vieler aussprechbarer GN ein Gefälle aller GN, die einander in Laut und Schrift entsprechen, auf diesen einen GN hin, der gerade als unaussprechbarer festgehalten wird. Die Konzeption dieses einzigartigen GN fungiert somit als Leerstelle, auf die hin alle GN zentriert werden. 20 Dennoch weiß sowohl die christliche als auch die jüdische Tradition um die einstige Aussprache dieses GN YHWH, der in den geschriebenen und gesprochenen Konsonanten-, eventuell auch Vokalzeichen übereinstimmt. Bei aller Unsicherheit, die eine historische Rekonstruktion der Verwendung des GN YHWH mit sich bringt, scheint mir immer noch die Erinnerungen des babylonischen Talmuds aus dem Traktat Moed, Yoma am aussagekräftigsten. Der babylonische Talmud, ein Sammeldokument aus dem 7./8. Jh.n. 21, spricht im Zusammenhang des Versöhnungstages von der Aussprache des unaussprechbaren GN (z.b. Yoma 39b: Zehnmal sprach der Hohepriester den [unaussprechbaren] Namen an diesem Tag aus; Yoma 69b: Und Esra...; er pries ihn, indem er den unterschiedenen Namen ausrief) 22. Diese Texte gehen davon aus, daß die Aussprache des unaussprechbaren GN zumindest im Kult kontrolliert, d.h. zählbar geschah und daß sich dieser GN von anderen Namen bzw. GN unterschied bzw. immer noch unterscheidet. Im präzisesten Fall wird die Verkündigung dieses einzigartigen GN an die Person des Hohenpriesters gebunden, der am Jerusalemer Tempel einmal im Jahr das Versöhnungsopfer begeht. In dieser Konzeption wird die Konzentration des GN YHWH mit dem Zentrum des Jersualemer Tempels und dem dortigen Leiter der Priesterschaft zusammengesehen. Daß die Aussprache des unaussprechbaren GN einer fortschreitenden Limitierung unterlag, die auch mit historisch fixierbaren Daten zusammenhängt, suggeriert der Abschnitt Yoma 39b. Dort wird nämlich berichtet, daß die Priester nach dem Tod Simeon des Gerechten es unterließen, den unaussprechbaren Namen im Zuge der priesterlichen Segnungen auszusprechen. Wie lan- 20. In Ex 6,2 werden die Gotteserscheinungen der Patriarchen auf den Namen El Schadday zentriert. Aber selbst dieser GN ist in der Konzeption des unaussprechlichen GN YHWH auf diesen bezogen bzw. zentriert. Zur Gottesbezeichnung El Schadday vgl. Niehr H. / Steins G., åaddaj, ThWAT 7, 1993, , v.a Vgl. Stemberger, G., Der Talmud. Einführung Texte Erläuterungen, München , Zu den Texten aus dem babylonischen Talmud, Yoma vgl. Epstein, I. (ed.), Hebrew-English Edition of the Babylonian Talmud. Seder Moed. Yoma [translated into English with notes and glossary by L. Jung], London, Jerusalem, New York 1974.

18 26 D. VOLGGER ge auch immer diese Zurückhaltung gedauert hat, eines ist klar: Der Text weiß um eine historische Situation, in der die Aussprache des unaussprechlichen Namens reduziert bzw. bis aufs äußerste limitiert wurde. Geht man davon aus, daß Simeon der Gerechte nach Abot I,1ff 23 zur Großen Synagoge gerechnet wurde, so wäre diese Veränderung des Gebrauchs des GN YHWH in das ausgehende 4. Jh.v. zu datieren. Sieht man in Simeon den Hohenpriester, der in Sir 50 gerühmt wird, so käme die 1. Hälfte 2. Jh.v. für die Datierung des oben genannten Geschehens in Frage. Letztgenannte Möglichkeit hätte im Vergleich mit der Bezeugung der Sonderbehandlung des GN YHWHs in griechischen Schriftzeugnissen, die sich auf LXX-Texte beziehen, und in den Handschriften aus Qumran vieles für sich. Wie auch immer man die historische Verläßlichkeit dieser Nachricht aus Yoma 39b bewertet, für unseren Zusammenhang dürfen dennoch folgende Schlüsse gezogen werden. Geht man von einer Qere-Lesung des GN YHWH aus, so könnte ein Hörer der Berufungserzählung von Ex 3f keine etymologischen Überlegungen bezüglich dieses GN im Hinblick auf Ex 3,14 machen. Denn in 3,15 würde er Adonay hören, und dieses Nomen würde er niemals mit der hebr. Verbalwurzel hyh sein lautlich verbinden. Aber auch wenn man davon ausgeht, daß das Zusammenspiel von Schrift <YHWH> und Aussprache [Adonay] garantiert sei, kann höchstens auf der graphischen bzw. syntaktisch-analytischen Ebene eine Ähnlichkeit der hebräischen Schriftzeichen <YHWH> und hyh vorliegen. Daß dieses komplexe Geschehen weder in die griechische noch in die lateinische Übersetzung 24 eingehen konnte, ist offenbar. Aber auch die aramäische Übersetzungsinterpretation der Bibel, z.b. im Targum Onkelos, hat dieses Zusammenspiel von Schrift und Laut in Ex 3, Vgl. Stemberger, Der Talmud, Zum griechischen Text siehe Wevers, J.W., Septuaginta. Vetus Testamentum Graecum. II,1 Exodus, Göttingen 1991, 85: egö eimi ho ön ho ön apestalken me pros hymas. Das Partizip, dem im Hebr. ein Relativsatz entspricht, gilt als nominales Element und kann in der folgenden Satzphrase ohne Probleme als Subjekt des Satzes apestalken me pros hymas verstanden werden. Ohne Zweifel wird dadurch die Koindizierung der Subjekte (Gott) begünstigt. Aquila und Theodotion interpretieren die direkte Rede Gottes an Mose mit esomai (hos) esom[ai]. Gegenüber der LXX sind zwei Unterschiede zu bemerken: (1) Aquila und Theodotion verwenden wie der hebr. Text zweimal die verbale Rektion des Verbs sein. (2) Sie übertragen die hebr. Verben gegenüber LXX (und auch Vulgata) mit der Zeitstufe Futur. Der lateinische Text liest ego sum qui sum qui est misit me ad vos. (vgl. Weber, R., Iuxta Vulgatam Versionem, Stuttgart , 79). Die lateinische Interpretation wechselt im zweiten Redeabschnitt die Person, von der ersten zur dritten. Auch diese Veränderung begünstigt die Koindizierung des Subjekts beider Redeabschnitte.

19 WER BIN ICH? ODER NOCH EINMAL ZU EX 3,14! 27 nicht festgehalten. 25 Dort wird der GN je nach Handschrift mit den (unpunktierten) Buchstaben yyy oder ywy oder yy wiedergegeben. 26 Ein Bezug zwischen diesen Wiedergaben des GN und finiten Verben der Verbalwurzel hyh, die im Targum Onkelos Ex 3,14 aus dem Hebräischen buchstabengetreu übernommen sind, läßt sich ohne Zusatzinformation nur schwer ausmachen. Am ehesten könnte das etymologische Wortspiel zwischen hyh (3,14) und YHWH (3,15) funktionieren, wenn man davon ausgeht, daß der GN YHWH zur Zeit der Textabfassung in seinem Konsonantenbestand vokalisiert ausgesprochen worden wäre. Bedenkt man aber, daß zum einen der Konsonantenbestand beider Lexeme nicht übereinstimmt 27 und zum anderen die Vokalisierung des GN YHWH, die für die Zeit vor der Ersetzung durch das Qere nicht unbedingt in Richtung [Jahwe] weist 28, unsicher bleibt, kann diese Interpretationsmöglichkeit für 3,14 kaum zufriedenstellen. Dennoch muß an der Bedeutung der zweifachen, d.h. der mündlichen und der schriftlichen Überlieferung festgehalten werden. Erst im Wechselspiel beider Komponenten wird der GN YHWH zum unaussprechlichen, besonderen GN. 25. Vgl. Sperber, A. The Bible in Aramaic. Based on Old Manuscripts and Printed Texts; Volume I. The Pentateuch According to Targum Onkelos, Leiden 1959; zur Abkürzung des GN YHWH in den Handschriften des Targum Onkelos vgl. noch die Einleitung auf den Seiten xix-xx. Zur englischen Übersetzung und Interpretation siehe Drazin, I., Targum Onkelos to Exodus. An English Translation of the Text with Analysis and Commentary, Denver Zum Thema vgl. noch Chester, A., Divine Revelation and Divine Titles in the Pentateuchal Targumim, Tübingen 1986, v.a. 301ff. 26. Zu einer umfassenden Studie der Substitute des Tetragramms in der jüdischen Tradition vgl. Lauterbach, J.Z., Substitutes for the Tetragrammeton, Proceedings of the American Academy for Jewish Research, , New York Nicht nur der Personenwechsel (1.Ps < > zu 3. Ps <y>), sondern auch der Wechsel des dritten Konsonanten von <y> zu <w> bedarf einer Zusatzerklärung. Daß dabei der Targum Onkelos keinen Gebrauch einer aramäischen Verbalform von <hwh> sein gemacht hat, kann nur verwundern. 28. Weippert, M. (Jahwe, 39) führt drei Zeugen für die Aussprache [*Yahwë] an: Clemens von Alexandrien (3.Jh.n.); Epiphanius von Salamis (2.H. 4.Jh.n.) und Theodoret von Cyrrhus (1.H. 5.Jh.n.). Doch schon Hieronymus (2.H. 4.Jh.n.) weiß um eine andere Aussprache [Iaho], vgl. Comm. in Ps. VIII 2; und sofern frühere Zeugnisse Schlüsse bezüglich der Aussprache des Tetragramms erlauben, weisen sie in ähnliche Richtung; vgl. dazu (1) LXX-Handschrift des Buches Leviticus in Qumran: 4 Q Lev b LXX: iaw; (siehe dazu Stegemann, Gottesbezeichungen, 205); (2) die (un)selbständigen Namensformen in Elefantine weisen auf die Aussprache [*Yahö] hin (siehe dazu Weippert, Yahwe, 39); (3) biblische EN, die das wohl göttliche Element yhw enthalten, werden ähnlich interpretiert: [*Yehö]; (vgl. dazu Norin, Jô-Namen und Jehô-Namen); (4) zu den Keilschriftbelegen, die diesem Befund entsprechen, vgl. wiederum Weippert, Jahwe, 39.

20 28 D. VOLGGER Auch die Zentrierung der verschiedenen GN auf den einen Namen YHWH hin funktioniert nur, weil dieser GN, wenn überhaupt, höchstens kontrolliert - im Extremfall durch den Hohenpriester, am Jerusalemer Tempel, an einem bestimmten Fest - aussprechbar ist. Wer jedoch den GN YHWH mit Hilfe der vier Schriftzeichen <y, h, w, h> wie auch immer ausspricht, fügt zu der Vielzahl von GN und Gottesbezeichnungen nur eine weitere hinzu, ohne den unaussprechlichen GN jemals zu ersetzen. Für 3,14 scheint es aber geboten zu sein, die wie auch immer geartete lautliche bzw. schriftliche Ähnlichkeit von hyh und YHWH für die Interpretation der Verse 3,14f nicht in den Vordergrund zu stellen. Im folgenden Punkt möchte ich mich der Deutung von 3,14f mit Hilfe einer kurzen syntaktischen und semantischen Analyse von Ex 3,14 widmen. 6. Der Wortsinn von Ex 3,14: ich werde sein, der ich sein werde - ich werde sein, insofern er mich zu euch gesandt hat. In 3,14 kommt das Verb hyh gleich dreimal vor, zweimal in der Phrase hyh år hyh und gegen Ende des Verses noch einmal in der Phrase hyh. Blickt man auf die weiteren Vorkommen dieses Verbs in Ex 3,1-4,18 (3, ; 4,3.8.9(3x) (3x)), so läßt sich folgende Zweiteilung des Gebrauchs des Verbs hyh für diesen Abschnitt feststellen 29 : (1) Die Erzählsequenz gewinnt durch das Auftreten des finiten Verbs hyh eine gewisse Perspektive: Die SK (3,1.21; 4,8.9(3x).16[erstes Vorkommen von hyh] betont den Zustand (3,1) bzw. den perfektiven Aspekt, von dem aus eine folgende Handlung bzw. Handlungssequenz betrachtet wird. Dabei kann auch die Zukunft als Zeitstufe der Handlungen gelten (3,21; 4,8.9(3x).16 [erstes hyh] - alle in direkter Rede). Die wayyiqtol Form in 4,3, ev. auch in 4,9 (drittes Vorkommen von hyh) drückt den imperfektiven Aspekt des Verbs im Erzählvollzug aus: und er (der Stab) wurde (war dann) zur Schlange. (2) Die bisherigen Vorkommen unterscheiden sich von den restlichen in 3,12; 4, (2x) dadurch, daß sie als PK vorkommen und ein belebtes Wesen zum Subjekt haben. In diesem Fall leuchtet der imperfektive Aspekt des Verbs sein besser ein, da es sich um eine voluntative, ev. wiederholte Tätigkeit des lebenden Subjekts handelt: Ich (YHWH) werde, ev. ich will mit dir sein (3,12); ich (YHWH) werde, will mit deinem Mund sein (4,12); ich (YHWH) werde, will mit deinem Mund und mit seinem 29. Zu den Aspekteinteilungen des hebr. Verbs vgl. Volgger, D., Notizen zur Textanalyse von Ps 89, ATSAT 45, St. Ottilien 1994,

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