Der tanzende Kongreß Wien 1814/15

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1 Der tanzende Kongreß Wien 1814/15 Kaiser Franz von Österreich: Wenn das so fort geht, laß I mi pensioniern, I hoalt das Leben in die Längen nicht mehr aus.

2 Der Wiener Kongreß und seine Folgen Leipzig - Sachsen - Deutschland - Europa Der Kongreß tanzt und kommt doch nicht von der Stelle

3 Napoleon Bonaparte

4 Napoleon backt neue Könige. Karikatur von J. Gillray, 1806

5 Napoleon im Kreise einiger seiner Monarchen Napoleon / Josephine Joachim Murat König v. Neapel Karl Friedrich Großh. v. Baden? Jerome Bonaparte König v. Westfalen Wilhelm I, König von Württemberg Louis Bonaparte König von Holland Jerome Bonaparte König von Spanien

6 Napoleon ist besiegt! Napoleon nach Empfang der Nachricht vom Einzug der Koalitionstruppen in Paris. Paul Delaroche, 1845 Einzug der Alliierten in Paris am 31. März Stich von L. Wolf, 1814.

7 Sitzung des Wiener Kongresses Holzschnitt nach einer Zeichnung von Jean Baptiste Isabey, 1815.

8 Karl Freiherr von Hardenberg Lord Robert Castlereagh Fürst Charles de Talleyrand Zar Alexander I Klemens Wenzel Fürst von Metternich

9 Restauration Gleichgewicht der Mächte Monarchisches Prinzip - Legitimität Humboldt Wellington Löwenhjelm Metternich Nesselrode Dalberg Wessenberg Palmella Castlereagh Labrador Talleyrand Hardenberg

10 Die sächsisch-polnische Frage König Friedrich August I Österreich

11 Stephansdom, Wien Inmitten dieser glänzenden Fürsten verbarg sich demütig und bescheiden der König von Sachsen, ein Opfer seiner Bundestreue für Napoleon Bonaparte. Des größten Teils seiner Länder verlustig, seiner Generale und Soldaten beraubt, suchte er Trost im Gebet. Die Besucher der Messe im Stephansdom konnten ihn häufig in einem Winkel kniend finden, mit einem unscheinbaren braunen Mantel bekleidet, den König der Welten anflehend, ihm die nötige Geduld zu verleihen, um die Intrigen der Könige der Erde ohne Murren über sich ergehen zu lassen. Gräfin Lulu von Thürheim

12 Die sächsisch-polnische Frage Metternich Nesselrode Castlereagh Talleyrand Hardenberg

13 Rückkehr Friedrich August I nach Dresden, 7. Juni 1815 o. li.: Medaille des Königlich Sächsischen Verdienstordens u.li.: Ehrenjungfrau, Schülerin und Marschall aus dem Festzug u.re.: Ehrenpforte

14 Die Neuordnung Deutschlands Sitzung des Deutschen Ausschusses auf dem Wiener Kongreß

15 Die Deutsche Bundesakte Art. 1 und 2: Die souveränen Fürsten und freien Städte Dtl s vereinigen sich zu einem beständigen Bunde, welcher der Deutsche Bund heißen soll. Der Zweck desselben ist Erhaltung der äußeren und inneren Sicherheit Dtl s und der Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit der einzelnen deutschen Staaten. Art. 3: Alle Mitglieder haben gleiche Rechte. Art. 4-10: Bundestag/ Bundesversammlung in Frankfurt am Main. Ständiger Gesandtenkongreß Abstimmungen - Engerer Rat: - Große Länder eine Stimme, kleinere bilden Kuriate, ges. 17 Stimmen. - Ö Vorsitz, gibt Ausschlag bei Stimmengleichheit - einfache Mehrheit genügt - verweist schwerwiegende Entscheidungen in das Plenum. - Plenum: - je Staat 1 bis 4 Stimmen (ges. 69) - Zweidrittelmehrheit - Bundespräventivkrieg, Bundesfrieden - gemeinnützige Bundeseinrichtungen - Einrichtung von Bundesorganen - Einstimmigkeit: - Bundesgrundgesetze, Aufnahme neuer Bundesglieder, Interpretation/Weiterentwicklung des Bundes, neue Organisation. Art. 11: Friedenspflicht im Bund - Streite regelt die 1. Bundesversammlung oder 2. die Obergerichte von Bundesstaaten - Dauerhaftes Verteidigungsbündnis nach außen - Keine Bündnisse gegen den Dt. Bund oder die Gliedstaaten - Angriffskrieg nicht möglich Art. 13: Landständische Verfassungen sind zu erlassen. Art. 16: Gleichheit der Bürger beider christlicher Konfessionen. Für Juden in Aussicht genommen. Art. 18: Mediatisierte Fürsten - bleiben weiter im Hochadel, wie regierende Häuser, versch. Privilegien - behalten verschiedenen administrative Aufgaben: Kirchen- und Schulwesen, Rechtspflege in erster und zweiter Instanz, Ortspolizei. Art. 19 Grundrechte - Freizügigkeit innerhalb Dtl. - freier Grunderwerb ohne Nachteile im ganzen Bund - Dienste nehmen auch in anderen Ländern - Freiheit von Nachsteuer wenn Vermögen in ein anderes Bundesland übergeht - Einheitliche Regelungen zur Pressefreiheit und zum Urheberrecht in Aussicht genommen.

16 Der Deutsche Bund, 1815

17 Bundestagssitzung in Frankfurt a. M. Palais Thurn und Taxis. Aquarell, um Kolorierter Stich, 1817.

18 Europa nach dem Wiener Kongreß

19 Der Sklavenhandel Die Abschaffung des mit den Prinzipien der christlichen Religion, der allgemeinen Moral und der Menschlichkeit unvereinbaren Negerhandels Lord Castlereagh

20 Die Frage des Sklavenhandels Löwenhjelm Metternich Nesselrode Palmella Labrador Castlereagh Talleyrand Hardenberg

21 Sklavenfamilie, Plantage Edisto Island, South Carolina, um Quelle: Library of Congress, Washington.

22 Johann Friedrich Cotta Carl Bertuch in Vertretung seines Vaters Friedrich Justin Bertuch

23 Wiener Kongreßakte vom 9. Juni 1815

24 Was vom Kongreß übrig blieb Klemens Wenzel Fürst von Metternich Metternich: Das alte Europa steht am Anfang seines Endes. Das neue Europa ist noch im Werden. Zwischen Ende und Anfang wird es ein Chaos geben Ich gestehe mir zu, die Lage erkannt zu haben, aber auch die Unvermögenheit, in unserem Reiche und in Deutschland ein neues Gebäude aufzuführen, weshalb meine Sorge vor allem auf die Erhaltung des bestehenden gerichtet war.

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