Die Fünfzigste. Vielseitige Sängerin Nicola Probst. Pophistory, ein Rückblick. Eine besondere Städtetour. Kulmbach. Kulmbach. Bayreuth.

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1 5. Jahrgang Nummer 50 Kunst, Kultur und mehr immer monatlich Kulmbach Die Fünfzigste Kulmbach Vielseitige Sängerin Nicola Probst Bayreuth Pophistory, ein Rückblick Dresden Eine besondere Städtetour und vieles mehr! Foto: Unsere 50 bisherigen Ausgaben

2 Seite 2 $%2 ")%234U$4%2 Die Fünfzigste! Keine Lobeshymne! Es verhält sich wie bei dem halbleeren oder halbvollen Glas. Für Außenstehende ist die Erscheinung unserer fünfzigsten Ausgabe nicht besonders aufregend. Für unser Team und mich ist sie etwas ganz Besonderes. Dieser Bierstädter ist das Resultat von über vier Jahren erfolgreicher Arbeit. Ich erinnere mich gut an den Sommer 2009, als sich an einem Montag, es war schon Abend, still und leise einige Interessierte aus meinem Bekanntenkreis auf der Terrasse eines Kulmbacher Sportheimes eingefunden hatten, um die Idee des Bierstädter zu diskutieren und zu planen. Keiner von uns war Zeitungsprofi. Zumindest einigermaßen schreiben konnten aber alle Anwesenden, ein paar auch mit der Kamera umgehen. Voraussetzungen also, vor denen jeder Realist davon laufen würde. Euphorisch wie wir waren und überzeugt von unserer Idee der optimistischen Zeitung, die unsere oberfränkische Heimat und deren Bewohner in ein besseres Licht rücken sollte, begann der Vorlauf. Im Januar 2010 wollten wir an den Start. Bis dahin wäre genügend Zeit gewesen Artikel zu sammeln und vor allem Geld in Form von Inseraten, so dachte nicht nur ich. Leider kann man aber ein solches Unterfangen nicht gänzlich verheimlichen und die Gerüchteküche brodelte. Als diese fast zum Überschäumen kam, beschlossen wir einen Schnellschuss zum Oktober. Mir war klar, die erste Ausgabe wird nicht das Gelbe vom Ei, aber überraschend. Als ich am letzten Abend vor dem Drucktermin, stolz wie ein Schneekönig, vom Satzstudio nach Hause kam, die Setzerin hatte Höchstleistungen unter größter Nervenanspannung geleistet, traf mich der Faustschlag der Realität. Nach Durchsicht hatte ich freudestrahlende Mienen erwartet, zumindest aber ein lapidares Na, okay! Das Gegenteil war der Fall. Ausdrücke wie: Um Himmels Willen! und So geht das nicht! waren noch harmloser Natur. Mit dem natürlich Feingefühl einer Zeitungsleserin setzte sich die bis dato unbeteiligte Ehefrau des Herausgebers, nachdem sie alle Seiten ausgedruckt hatte, auf den Fußboden und erstellte ein für Sie akzeptables Layout: Seiten wurden komplett umgeworfen, Inserate verschoben, Fotos versetzt etc...! Mir schwammen nicht nur die Felle davon. Auch die Zeit dräng- te immens. Kurz nach 22 Uhr erhielt ich einen Packen Papier in die Hand gedrückt: So sieht es besser aus, oder? Bei deiner Gestaltung würden Dir die Leser nicht abhauen, Du würdest gar keine finden! Die Setzerin, zum Glück noch im Studio, war wenig erfreut darüber sich nochmals über den Kram herzumachen, schließlich hatte sie einen 16-Stunden-Tag hinter sich und nun noch einen zusätzlichen Auftrag. Kurz nach Mitternacht war jedoch alles erledigt. Ich dachte nur noch an den Druckbeginn: Sechs Uhr. Jetzt durfte nichts mehr schief gehen. Gegen vier Uhr nahm die Druckerei den Auftrag entgegen und ich erwartete sehnsüchtig den Anruf, dass alles okay sei. Wir waren inzwischen zu der Überzeugung gelangt, wenn wir uns bis Dezember am Print-Medienmarkt halten, dann waren wir sehr gut. Wir haben uns glücklicherweise getäuscht. Es gibt uns immer noch! Einige freie Mitarbeiter verließen uns bereits nach der ersten Ausgabe, andere folgten später, viele Neue, namhafte, kamen zwischenzeitlich hinzu. Allen Mitarbeitern, die unermütlich aus freien Stücken (bei manchem musste man schon etwas nachhelfen) und immer unentgeltlich für den Bierstädter tätig zeigten und zeigen, sei an dieser Stelle gedankt. Dank auch an unsere Leser, die den Bierstädter regelmäßig zur Hand nehmen, sich nicht scheuen mit konstruktiver Kritik dafür zu sorgen, dass er noch besser wird. Kunst und Kultur hochhalten, diejenigen Künstler zu finden und vor zu stellen, die bislang wenig oder keine Aufmerksamkeit erhielten, soll weiterhin unser Ziel sein. Handwerk und Traditionen einer neuen Generation erhalten, muss die Aufgabe des Bierstädter bleiben. In diesem Sinne wünsche ich ihnen viel Spaß mit unserem Fünfzigsten. Ihr Roland Hermsdörfer Der Verein Unser Kulmbach e. V. der einheimischen Einzelhändler präsentiert am , 14 Uhr das erste große Kulmbacher Adventssingen unter der Leitung von Frau Gudrun Dunkel singen am Kulmbacher Marktplatz in Gemeinschaft: Gesangsverein Melkendorf von 1890 Gesangsverein Kulmbach von 1833 Kirchenchor Melkendorf Jeder zusätzliche Mitsänger aus dem Publikum wird nicht nur mit einem kostenlosen Heißgetränk belohnt, für jeden freiwilligen Einsatz zahlen Sponsoren je einen Euro für ein humanitäres, christliches Projekt in Ägypten. Jede Stimme zählt! Christoph Hofmann, Vorsitzender des Vereines Unser Kulmbach e. V. und dessen Mitglieder waren sich einig darüber, die bevorstehende Adventszeit mit einer eigenen Aktion bereichern zu wollen. Die Frage war nur, was könnte man bieten, das es nicht schon irgendwie gegeben hätte. Die Wahl fiel auf ein Chorkonzert am Marktplatz. Zugegeben und das wusste auch Christoph Hofmann bei seinen Planungen so gänzlich neu ist die Idee auch nicht. In seinem Ablauf könnte sie aber zu einer erfolgreichen Veranstaltung erwachsen, denn Hofmann fand in Frau Kerstin Weber vom Weltladen eine Veranstaltungspartnerin, die zusätzlich mit einer interessanten Idee aufwartete: Während ab 14 Uhr auf dem Marktplatz die drei Chöre von Melkendorf 1890, Kulmbach von 1833 und der Melkendorfer Kirchenchor unter Leitung von Gudrun Dunkel die entsprechenden Lieder anstimmen, dürfen und sollen Freiwillige aus dem Publikum aktiv also gesanglich mit eingreifen. Jeder zusätzliche Sänger an dieser Aktion sorgt für eine Spende in Höhe von 1 Euro, für ein humanitäres, christliches Projekt in Ägypten, die von Sponsoren geleistet wird. Die freiwillige Sänger erhalten für ihr soziales Engagement an dieser Aktion ein kostenloses Heißgetränk. Also vormerken, bitte zahlreich erscheinen, damit der 7. Dezember vom Samstag zum Singstag wird.

3 Seite 3 Keine Chronik nur ein Rückblick Das Ei des Kolumbus haben wir nicht entdeckt, aber Mittel und Wege gefunden, Kunst und Kultur einem breiteren Publikum näher zu bringen. Nach nur fünfzig Ausgaben eine Chronik zu erstellen ist eigentlich Blödsinn. So zumindest dachte ich bis vor wenigen Wochen. Aber, unsere Zeit ist schnelllebig und was gestern interessant wirkte, ist heute schon vergessen. Aus diesem Grund habe ich mich doch durchgerungen, einen kurzen Rückblick auf Highlights des Bierstädters zu werfen. Zu unserer Erstausgabe, mit einem von Hermann Bergmann geschossenen Foto der Figur des Zinsfelders, fällt mir ein, dass wir eine reine Kulmbacher Zeitung werden wollten. Auf die Titelablichtung des Rathauses oder der Burg wollten wir aber verzichten, sind doch beide Motive schon zigtausendfach verarbeitet worden. Bei Recherchen erfuhren wir von der bevorstehenden Gründung eines Kunstvereines in Kulmbach. Natürlich ein Thema für uns! Groß aufgemacht und bis zur Gründungsversammlung begleitet, glänzten wir mit riesigen Fotos. Mit dem Inhaber der Bayreuther Klavier - manufaktur Steingraeber & Söhne gleich in der zwei ten Ausgabe ein Interview zu erhalten, war ein wahrer Glücksfall. Udo Schmidt- Stein graeber war Klassenkamerad unseres Mit arbeiters Jürgen Dino Linhardt. Die Kulmbocher Stollmusikanten, ich muss es hier deutlich sagen, haben mir die Ohren für die echte fränkische Volksmusik geöffnet. Unikum Roland (liegt eindeutig am Vor na - men) ist nicht nur ein hervorragender Mu si - ker, Arrangeur und Komponist, der sympathische Vollblut-Kulmbacher ist auch im Texten seiner Lieder und Gedichte ein ganz Großer und kann auf ein schier unerschöpfliches Re - ser voire an Humor zurückgreifen. Roland Schaller hat uns einige Berichte zukommen Stollmusikant und Volksmusikexperte Roland Schaller lassen und wir sind heute noch stolz darauf, als erste Zeitung Oberfrankens über den Ein - satz seiner Stollmusikanten (alle durch die Bank, echte Rock n Roller hätte ich beinahe geschrieben, meine aber feine Burschen ) beim Münchener Oktoberfest auf der Oidn Wiesn berichten zu dürfen. Ulrich Holbein, ein begnadeter und gnadenloser Schriftsteller, zu Gast im Badhaus, Stipen - diat der Villa Concordia in Bamberg begeisterte bei seiner Lesung nicht nur uns. Sein überaus inniges Dankesschreiben nicht nur für die Zusendung unserer Ausgabe mit seinem Bericht, sondern über die Art und Weise der tiefgründigen, wohl recherchierten und sehr gut entdeckten Inhalte ziert unser Archiv. Eine interessante Kunstsparte ist natürlich das Theater. Mit unserem Chefredakteur Wolfram Gittel besitzen wir dabei natürlich jemanden, der sich in diesem Genre auskennt, wie kaum jemand anderes. Selbst Leiter der Freien Bühne Bayreuth und als Schauspieler immer wieder auch in TV und Kino zu sehen, konnten und können wir dieses Thema, zwar sehr selten, dann aber ausgiebig und fachlich bearbeiten. Immer auf der Suche nach dem Besonderen, traf ich eines Tages auf Wolfgang Schaller. Selbst großer Karl-May-Fan, zog mich die Sammelleidenschaft des Kulmbachers in seinen Bann. Sein Schatz besteht aus Erinnerungsstücken, Originalplakaten, Zeitungsberichten, le - bens großen Kinofiguren, Autogrammen und und und..überall, wo auch nur ein Schnipsel Karl- May-Film drinsteckt...schaller hat es auch. Der Sport war eigentlich immer unser Thema, denn Sport gehört zur Kultur. Als ich erfuhr, dass mit Kathrin Küfner eine Frau die Lizenz zum Trainieren (sogar von Männern bis zur Landesliga eine Seltenheit!) errungen hatte, waren wir schnell im Frauenfußball gelandet und berichteten brandaktuell. Mit der Unterpurbacherin Madeleine Thaler wurde ich anschließend auf ein fußballerisches Talent aufmerksam gemacht, das ich bereits vom Sehen kannte, aber selbst nie bei Spielen beobachtet hatte. Ihr Ex-Coach bat mich fast eindringlich, die da - mals noch nicht volljährige Schülerin im Notizblock zu behalten. Das Interview kam schnell und Madeleine war Wer kümmert sich schon um Frauenfußball? Wir! Star der Bier - städterausgabe. Im Juni 2010 landete unser Dino einen Vollkracher! Ein Interview mit dem Beat- Groß meister Oberfrankens, Hecy Junold, führte nicht nur zu einer innigen persönlichen Freund - schaft, sondern auch zu unserer regelmäßigen, für den Bierstädter bahnbrechenden, Kolumne der Pophistory Oberfranken. Hieraus entstanden viele Bekanntschaften, aber auch Freund - schaften und großartige Events wie unsere Kulmbacher Musikertreffs. Die überaus engagierte Musikpädagogin Barbara Fries wurde durch uns ebenfalls einem größeren Leserkreis vorgestellt. Ihre unzähligen musikalischen Projekte am CVG hatten unser Interesse geweckt und heute ist sie als Fachfrau für die Abteilung Klassik im Bierstädter nicht Karl-May-Fan Wolfgang Schaller mehr weg zu denken. Ihre Freude an außergewöhnlichen Themen, die sie oft kilometerlange Strecken zurücklegen lassen, überraschen uns nicht nur, sondern bereichern den Bierstädter immer wieder aufs Neue. Inzwischen hat sich die rührige Hobbyautorin auch intensiv dem Thema Fotografie gewidmet und erste Lorbeeren ernten dürfen. Im Herbst 2010 war es wieder der Dino, der uns mit Ingo Walther, dem ehemaligen Fußballprofi, der als Trainer der SpVgg Bayreuth fungierte, einen exklusiven Interviewpartner präsentierte. Dass Ingo heute erfolgreich beim Kulmbacher ATS ist, war damals noch gar kein Thema. Aber manchmal schließen sich die Kreise. Zum Jahreswechsel 2010/2011 schaffte der Bierstädter den Durchbruch ins nationale Ge schäft. Durch unsere Präsenz im Internet (Danke Hecy!) erwuchsen Kontakte von Nord bis Süd. Ob durch die Vorstellung des Kultzeichners Hans Ruedi Wäscher oder die Präsentation der neuen CD der Steve Stone Band, wir bekamen langsam Rückgrat. Von Beginn an war meine Absicht, für unsere Zeitung und die Leser über den Tellerrand zu blicken. Artikel über Kultstätten der Erde und außergewöhnliche Reisen boten sich hier an. Postmodern ist eigenwillige Kunstform in Briefmarken: Manfred Stopfer Schnell konnte dieses Thema auch von Lesern aufgegriffen werden und so erhielten wir mehrteilige Erlebnisberichte aus Australien oder Skandinavien. Beliebte, nicht wegzudenkende Kolumnen aus Portugal und Brasilien folgten. Johanna Rogowski, Malerin und Weltenbummlerin Einen besonderen Griff taten wir mit Nicki Lang. Der junge Maler weckte unser Interesse vor allem durch seine filigranen detailgetreuen Arbeiten von Kulmbacher Städteansichten, aber vor allem mit seinen gekonnten Vedutenmalereien. Binnen weniger Wochen nach unserem Artikel schmückten Fahnen mit Langmotiven die Kulmbacher Stadthalle, erschienen Flyer mit seinen Stadtkarten und der rührige Nicki ist kein Unbekannter mehr in der Region. Der Marktschorgaster Künstler Andreas Oppel (und früherer erfolgreicher Torhüter beim FC Bayreuth) wurde von unserem Manfred Stopfer entdeckt. Berichtet man in Kulmbach und Umgebung über Malerei, kommt man an Manfred nicht vorbei, und der rührige Ex-Postler setzt sich immens für seine Kunst ein und für den Bierstädter. Für zahlreiche Künstler organisierte er Ausstellungen und wir durften dabei sein und Kontakte knüpfen. Letztlich brachte uns Stopfer sogar nach Berlin. Die Serie Augenstopfereien, die hin und wieder im Bierstädter auftaucht, entstammt seiner Idee. Die letzten Knüller waren die Entdeckung des in Winsen an der Luhe beheimateten und in der Rockwelt nicht unbekannten Malers Ole Ohlendorff für unsere Region. Inzwischen, nach fünfzig Ausgaben, hat sich der Bierstädter nicht nur in Oberfranken fast verselbstständigt. Veranstalter, regional und überregional, arbeiten gerne mit dem Kulmbacher Kulturblatt Bierstädter zusammen, Fernseh- und Rundfunksendern ist der Begriff Bierstädter nichts Fremdes mehr. Nationale und internationale Größen wie Michael Lerchenberg, Angelika Milster, Elmar Hörig und natürlich Tommy Gottschalk, aber auch die kanadischen Metal - rocker Anvil und zuletzt die Ryan O Reilly Band aus London sind treue Freunde des Bierstädter und haben, wie so viele andere inzwischen gelernt, der Bierstädter hat mit Bier eher weniger zu tun: Außer, dass eine erfolgreiche eigene Serie: Kultur nach dem bayerischen Reinheitsgebot mit der tatsächlichen Geschichte des Bieres und Brauens abgedruckt war. Nicht nur dadurch erhielt und erhält unsere Zeitung, aber vor allem auch Kulmbach und Oberfranken eine völlig neue Gewichtung. Roland Hermsdörfer Wir suchen noch Austräger für Teilgebiete in Kulmbach Bierstädter: Telefon 09221/67495 Ihr Inserat im Internet:

4 Seite 4 Ein Besuch in Dresden Einfallsreichtum und clevere Geschäftsideen früher und heute Nicht nur Goethe und Herder haben über die Stadt an der Elbe mit größter Begeisterung berichtet, wobei niemand ahnen konnte, dass der Zweite Weltkrieg die prachtvolle Stadt in eine große Trümmerwüste verwandeln würde. Das flächendeckende Bombardement der Alli - ierten vom 13. und 14. Februar 1945 zum Zweck der Zerstörung der Kriegsmoral hat eine übergroße Zahl an Menschenopfern gefordert und in kürzester Zeit einen beträchtlichen Teil der historischen Bausubstanz zerstört: So fiel die Frauenkirche aufgrund der sengenden Hitze in sich zusammen. Unvorstellbar groß waren die Leistungen der Menschen, die vor Ort die Zeichen sichtbarer Verwüstung beseitigten. Der schönste Milchladen der Welt In der Neustadt stößt der Besucher Dresdens auf ein ganz besonderes Kleinod. Betritt man Pfunds Milchladen, so findet sich der Besucher in einem bebilderten Märchenbuch wieder. Alles ist hier mit blau- und beigefarbenen Fliesen belegt, auf denen Tiere, Bänder, Engel, Pflan zen und vieles mehr zu sehen sind. In der Zusammenschau bietet sich dem Betrachter dabei ein harmonisches Ganzes. Dabei ist der prachtvolle Laden Teil eines großen Unternehmens, das zur damaligen Zeit Geschichte schrieb. Paul Gustav Leander Pfund ( ) war ein innovativer Ge - schäfts mann, dem vor allem eine Verbes se - rung der Hygiene-Verhältnisse bei der Milch - versorgung sehr am Herzen lag. Zusammen mit seinem Bruder baute er ein umfassendes Unternehmen auf, stellte unter anderem Kon - densmilch, Kindernahrung mit Muttermilch - qualität her und entwickelte eine Milchseife für die Hautpflege. Revolutionär war das Ver - fah ren der Pasteu risierung von Milch, das er um 1900 gegen Widerstände in seinem Be - trieb einführte. Diese innovativen Geschäfts - ideen machten die aufwändige Ausgestal - tung des Milchladens möglich. So steht der heutige Dresden-Besucher staunend vor der wiedererrichteten Frauenkirche und den schon zu einem beträchtlichen Teil aufgebauten Häuser, die, mit Geschmack und Stil be wusstsein hergerichtet, vom alten Glanz der Stadt zeugen. Die großen Bauwerke, Kunstschätze, Museen und Sammlungen spiegeln die alte Pracht wider. Darüber hinaus begegnen dem Besucher Zeugnisse findiger Geschäftsleute, einfallsreiche Ideen der Dresdner aus früherer und heutiger Zeit, die der Stadt komprimiert auf engsten Raum einen ganz besonderen Reiz geben. Ein altes Kaufhaus Das Radisson Blu Hotel an der Ringstraße 1 zum Beispiel gilt bei Touristen als eine erstklassige Adresse und fällt durch seine geschmackvolle Außenfassade, im Stil zwischen Roko ko und Klassizismus, ins Auge. Dabei hat das Haus eine lange Geschichte, die bis in das Jahr 1768, der Gründung des Gewandhauses, reicht. Solche Gewandhäuser gab es schon zuvor in der Stadt, das älteste geht auf das Jahr 1295 zurück. In diesen Kaufhäusern gab es nicht nur Stoffe und feine Tuche zu kaufen, vielmehr fand man auch Fleisch-, Brot- und Schuhbänke, daneben auch Verwaltungs- und Veranstaltungsräume. Um die Einfahrt in den Innenhof mit der beladenen Pferdekutschen zu ermöglichen, war das Bauwerk in der Ringstraße 1 an der Seite offen. Auch dieses Haus wurde 1945 erheblich beschädigt, wobei man 1956/58 die Fassade sichern konnte, so dass die historische Bau form erhalten blieb. Der Besucher des Hotels mit der luxuriösen Ausstattung erlebt den In nenhof in seiner schönsten Form, eine Überdachung macht die Nutzung für vielerlei Veran staltungen möglich.

5 Seite 5 Die Parkeisenbahn im Großen Garten Fährt der Besucher im Großen Garten mit der Eisenbahn, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen, denn hier arbeiten Kinder in Dienstuniformen mit großem Eifer als Schaffner, Fahr kar ten kontrolleure oder Aufsichten. Ein bisschen fühlt sich der Besucher in die alte DDR- Zeit versetzt, denn diese Tradition geht auf die sogenannte Pionier-Eisenbahn zurück. Wie damals können Kinder ab der vierten Klasse eine einjährige Ausbildung absolvieren und legen nach dem Unterricht in den Sicher - heitsvorkehrungen, dem Fahrbetrieb und in der Technik eine Prüfung ab. Danach fangen die Kinder zunächst als Bahnhofsaufsicht oder als Fahrkartenkontrolleur an, bevor sie auch höhere Dienstposten erreichen können. Die Arbeit bei der Parkeisenbahn ist bei den Kindern sehr begehrt, so dass momentan etwa 100 Schüler im Einsatz sind und man sich um den Nach wuchs keine Sorgen machen muss. Das Fahren der vier Lokomotiven jedoch, wobei es zwei Dampflokomotiven mit Namen Lisa und Moritz gibt, ist Erwachsenen vorbehalten. Die Disziplin der jungen Leute ist für den Besucher verblüffend; mit großer Höflichkeit, freundlicher Zurückhaltung und enormem Pflichtbewusstsein begegnet das jugendliche Personal seinen Fahrgästen. Die Parkeisenbahn ist ein sehr großer Erfolg, in diesem Jahr konnte der 24 millionste Besucher begrüßt werden. Foto: A. Kwas Das Kunst-Café-Antik In der Speise-Karte des Cafés in der Terrassengasse nahe der Frauenkirche steht folgendes geschrieben: Liebe Gäste, bei uns können Sie (fast) alles käuflich erwerben. Sogar den Stuhl, auf dem Sie sitzen. So findet sich der Besucher in einem Raum wieder, in dem unterschiedlichste Antiquitäten und Raritäten miteinander kombiniert sind: Bilder, Uhren, alte Kaffeemühlen, alte Kassen, Lampen aus Tiffany und vieles mehr. Fällt beim Kaffeetrinken ein Gegenstand ins Auge, so kann er erworben werden. Dadurch verändert sich das Mobiliar ständig, denn Antiquitä ten händ ler Alexander Alexander (das ist der korrekte Name) ersetzt die verkauften Stücke stets durch neue, die er auf Antiquitätenmärkten oder Wohnungsauflösungen ersteht. Der Besitze rin Anne Thomas ist die Freude für ihr außergewöhnliches Café anzumerken, schließlich hat sie nach dem Hochwasser im Jahr 2002 bei den Aufräumarbeiten intensiv geholfen und dann das Café von ihrem ehemaligen Chef übernommen. Bei klassischer Musik kann der Dresden-Besucher auf Entdeckungsreise gehen und im Anschluss bei einer sächsischen Eierschecke und einer Tasse Kaffee seinen Gedanken nachgehen. Die Stadt Dresden hat schon vielfaches Unglück erlebt, steht aber heute in ihrer alten Pracht erstarkt und scheinbar unverwundbar da. Von Barbara Fries Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung aller Beteiligten.

6 Seite 6 NICOLA PROBST: WANDERIN ZWISCHEN DEN MUSIKWELTEN Nicola Probst ist niemand, die sich auf ein musikalisches Genre festlegen lässt. Die leidige Un terscheidung Unterhaltungsmusik und Ernste Musik gibt es für sie nicht. Das liegt vielleicht daran, dass sie bereits als kleines Kind leidenschaftlich gerne sang. Musik ge - hörte für sie schon immer zum Leben dazu. Rasch hatte sie ihr Faible für die Blockflöte entdeckt. Und sie ist ihr Lieblingsinstru - ment geblieben, bis heute. Kein Wunder, dass Nicola Probst dieses auch unterrichtet. Doch zunächst ging sie beruflich andere Wege. Sie wurde Diätassistentin. Eines Tages kam der Punkt an dem sie feststellte, dass sich in ihrem Leben etwas grundsätzlich än - dern musste. So entschloss sie sich, Sängerin zu werden. Erst lernte sie vier Jahre bei Barbara Beier in Bayreuth, nahm später in Gefrees Gesangsuntericht und ist nun seit einiger Zeit Schülerin bei einem der bedeutendsten Gesangs lehrer Deutschlands in München. Er lehrt die begabte Sängerin viel über die Stimme und wie man sie richtig einsetzt. Dadurch kann Nicola Probst das tun, was ihr am Herzen liegt: Singen, was ihr gefällt. Deshalb um fasst ihr Repertoire Lieder aus Oper, Operet te, Musical, Pop und Filmmusiken aber auch Disney-Melodien und Evergreens. Um dies zu können braucht man eine über aus wandelbare Stimme, eine hohe Mu - sikalität und ein enormes Feeling für die einzelne Stilrichtung. Denn jede stellt an die Stimme ganz andere Anforderungen. Eine perfekte Stimmbildung, wie Nikola Probst sie hat, ist da unabdingbare Voraussetzung. Kein Wunder, dass sie sich längst einen Namen gemacht hat, der weit über Kulmbach hinaus reicht. Dabei wird sie nicht nur zu Konzerten eingeladen. Oft wird sie für Hochzeiten, Fa - mi lienfeiern, Jubiläen und Candle-Light Din - ner gebucht. Nicola Probst präsentiert aber nicht nur ihr Programm in faszinierender Weise. Sie gibt ihr Können auch weiter. Am Musik insti - tut in Stadtsteinach arbeitet sie als elementare Musikpädagogin. Die entsprechende Aus - bildung besitzt die Kulmbacherin. So führt sie schon kleine Kinder in spielerischer Weise an die Musik heran. Dabei geht sie von der Erlebenswirklichkeit der Kinder aus und be - zieht diese in ihre Arbeit ein. Probst findet es traurig, dass viele Mütter mit ihren Kindern nicht mehr singen können, dabei ist musi - kalische Betätigung für die Entwicklung der Kinder von entscheidender Bedeutung. Probst will die Kinder, aber auch die Er wach - senen lehren, wieder zu hören, rhythmisches Empfinden zu entwickeln und deren Musikalität wecken. Denn davon ist Probst überzeugt: Musik ist der Atem der Seele. Mit ihr befreit sich die Seele vom Staub des Alltags. Am Samstag, 23. November um Uhr gibt Nicola Probst ein Konzert im Kutscherhaus des Schlosses Thurnau. Sie präsentiert an diesem Abend einen Querschnitt durch ihr Repertoire von Oper bis Filmmusik. Wer dieses Konzert verpasst, ist selbst schuld. WOG festlich genießen Auserwählte und erlesene Spezialitäten VOM FASS Bayreuth Von-Römer-Straße Bayreuth Alles für die Weihnachtsbäckerei Weihnachtstee: neue Sorten eingetroffen Inh.: Jürgen Schminder Grabenstr Kulmbach Telefon: 09221/4211 Impressum: Der Bierstädter Erscheinung monatlich. Herausgeber: Roland Hermsdörfer. Chefredakteur: Wolf Gittel (V. i. S. d. P.). Buchhaltung: Marion Gittel. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Abdruck, Kopie, Vervielfältigung, auch auszugs weise, nur mit Genehmigung der Redaktion möglich. Für eingesandte Beiträge kann keine Abdruckgarantie gegeben werden. Eine Rücksendung ist nicht möglich. Kauernburger Platz Kulmbach Telefon: / oder , Fax: / : Roland Hermsdörfer. Für die Inhalte der Inserate sind die Auftraggeber verantwortlich. In unserem Haus gesetzte Inserate dürfen nur mit unserer Genehmigung weiterverwendet werden. Druck: MegaDruck.de In Memoriam: Vera Hermsdörfer (V.H.)

7 Seite 7 Die Überreste einer etwa 9000 Jahre alten Siedlung entdeckten serbische Wissenschaft - ler im Jahr Der Fundort, eine nur sehr schwer zugänglichen Höhle, liegt steil über der Donau. Nicht weit von Lepenski Vir, das in den 60er Jahren als Fundstätte von über 6500 Jahre alten Skulpturen und Grabstät - ten bekannt geworden war. Dies alles in der Nähe des Eisernen Tores, einer hoch aufsteigendem Schlucht, durch die sich die Donau in vielen Jahren ihrer Existenz ihren Weg gebahnt hat. Das Eiserne Tor, einer der imposantesten Taldurchbrüche Europas, ist zwar mittlerweile durch Anstau - ung etwas entschärft, war aber vormals als schwierigster Teil der Schifffahrtsroute Rich - tung Schwarzes Meer bekannt und gefürchtet. Die Durchfahrt war bis 1972 sogar nur mit ortskundigen Lotsen möglich. Die schluchtartige Engstelle, welche Urlaub für die Sinne Premium Flusskreuzfahrt Donau Delta mit der A-Rosa Silva Bukarest Oltenita Izmail Vilkovo Donau Delta Rousse Katarakten Belgrad Budapest Wien Wachau Passau A-Rosa Select Premium alles inclusive: Vollpension, Plus Frühstücks-, Mittags- und Dinner- Buffets, zusätzlich Ein - schiffungssnack, sowie Tee- und Kaffestunde, über 100 Getränkevariationen aus der Barkarte, auch außerhalb der Tischzeiten, Spezialitätenabend: Thematisch variierende, servierte 3-Gänge-Menüs Mineralwasser auf der Kabine (0,5l pro Gast und Tag) Flug mit renommierter Fluggesellschaft ab München nach Bukarest Transfer Flughafen- Schiff Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie Freie Nutzung der Bordein- richtungen wie z.b. Sauna und Fitnessbereich 30% Ermäßigung auf Anwen- dungen in SPA-Rosa Reisebegleitung ab/bis Kulmbach Hafengebühren Ein Stadtrundgang/Stadtrundfahrt (halbtags nach Wahl) Ein Ausflug nach Wahl hochwertige Reiseunterlagen Infostunde vor der Reise Reisetermin: Frühbucherpreis bei Buchung bis pro Person in der 2-Bettkabine Kat. S mit Bullauge 1.648, Donau 3000 Kilometer Kunst, Kultur und viel Natur Von Roland Hermsdörfer, Fotos ReiseCenter Schaffranek gleich zeitig auch die Landesgrenze zwischen Rumänien und Serbien darstellt, war stets ein Hindernis für die Donauschifffahrt wurde der Bau einer provisorischen Treidel - bahn am rechten, dem serbischen Ufer, be - schlossen. Die etwas über zwei Kilometer lan ge, doppelspurige Strecke diente zu - nächst militärischen Zwecken für deutsche und K.u.K.-Truppen. Beim Rückzug der Deut - schen 1918 aus Serbien wurde die Bahn nahezu vollständig zerstört. Es dauerte fast zehn Jahre, bis die zweispurige Treidelbahn wieder in Betrieb genommen werden konnte. Ein Zug zog die Schiffe durch die Eng - stelle, während auf der zweiten Bahnspur eine Bahn sofort wieder zurück zu ihrem Anfangspunkt fuhr. In den frühen Siebzigern begann man mit dem Aufstauen der Donau und vereinfachte so die Durchfahrt. Die Loks wurden an Ort und Stelle verschrottet, die Ge leise verschwanden für immer im Wasser. Ein eindrucksvolles Naturerlebnis ist eine Reise die Donau entlang. Das fast naturbelassene Riesenbiotop des Donaumündungs del - tas am Schwarzen Meer ist etwa 60 Kilo me - ter lang und 80 Kilometer breit. Es erinnert landschaftlich etwas an den großen amerikanischen Bruder, den Mississippi. Dies inspirierte wohl auch die Macher des ZDF- Fernsehvierteilers Tom Sawyer und Huckle - berry Finn, hier an den urwüchsigen, unverfälschten Gestaden des zweitlängsten Flus - ses Europas zu drehen und nicht an Originalschauplätzen im Süden der USA. Zehn Länder zeigen Berührung zur Do - nau, dies ist ein Weltrekord. Zehn Länder, die unterschiedlicher nicht sein können, durchkreuzt der Fluss, beziehungsweise dient als Landesgrenze. Farbenprächtig, K.u.K.-Ba - rock geprägt, modern sind die Städte am Flusslauf. Menschen aus vier Sprachgruppen sind an ihren Gestaden zu finden: Die slawische, romanische, die finno-ugrische (ein ura - li scher Zweig) der Ungarn und die germanische Sprachherkunft aus ihrem deutschen Ursprungsland sind zu hören. Eines verbindet jedoch alle Länder und Menschen an der Donau: Es ist von jeher der Handel. Die wichtigste West-Ost-Wasserstra - ße verbindet Mitteleuropa mit dem Schwar - zen Meer. Die 2857 Kilometer lange Donau, der zweitgrößte europäische Fluss nach der Wolga, sowie ihre Städte sind aber auch immer schon Ziel von naturbegeisterten Men - schen gewesen.

8 Seite 8 Schnecke Henriette Die Schnecke Henriette ist gut gelaunt. Sie hat soeben ein leckeres Löwenzahnblatt gefrühstückt und die rote Himbeere war ein leckerer Nachtisch. Sogar der Morgentau schmeckt heute besonders köstlich. Aber was ist denn heute so anders als an den anderen Tagen? Henriette hat heute Geburtstag! Und nach vielen Regentagen scheint endlich auch wieder die Sonne. Henriette ist glücklich und lächelt vor sich hin. Wenn man genau hinhört, hört man sogar ein leises Summen. Henriette setzt sich ihren schönen Hut mit dem lila Veilchen dran auf. Eigentlich ist er nur für den Sonntag, doch heute hat sie Geburtstag. Dann macht sie sich auf den Weg zur Blütenwiese, denn dorthin hat sie ihre Freunde zur Geburtstagsfeier eingeladen. Doch o weh es ist niemand da. Nur der Zitronenfalter ist gekommen mit einem Brief in der Hand. Dieser Brief ist für Dich, sagt er zur Schnecke Henriette und flattert eilig kichernd davon. Erstaunt schaut Henriette dem Schmetterling hinterher. Doch dann fällt ihr der Brief wieder ein, der vor ihr auf der Wiese liegt. Schnell öffnet sie den Brief und liest: Liebe Schnecke Henriette, vielen herzlichen Dank für Deine Einladung zur Blütenwiese. Es tut uns leid, dass wir nicht kommen können, aber wir sind zu einer Feier eingeladen worden bei einer wundervollen, schönen und wertvollen Persönlichkeit! Es grüßen Dich Deine Freunde. Henriette, die Schnecke, ist enttäuscht und traurig. Tränen kullern ihr aus den Augen. Sie denkt, niemand kann mich leiden, keiner ist zu meiner Geburtstagsfeier gekommen. Ich bin ganz alleine nur weil ich so langsam bin und nicht so schön aussehe wie der Marienkäfer oder der Schmetterling. Traurig kriecht die Schnecke Henriette ganz langsam zurück nach Hause. Die Sonne steht schon ganz tief und wirft lange Schatten, als sie endlich an ihren Holunderbusch ankommt. Am Besten ich verkrieche mich jetzt ganz schnell in meinem Häuschen, mache die Augen zu und schlafe, denkt Henriette seufzend, als plötzlich ein lautes ÜBERRASCHUNG erschallt. Henriette blickt erstaunt auf alle ihre Freunde. Alle lächeln und singen laut: Viel Glück und viel Segen auf all Deinen Wegen, Gesundheit und Freude sei auch mit dabei. ALLES GUTE ZU DEINEM GEBURTS- TAG, liebe Schnecke Henriette! Da versteht Henriette was los gewesen ist. Sie ist die wundervolle, schöne und wertvolle Persönlichkeit und man hat sie überrascht mit ihrer Geburtstagsfeier. Vor lauter Glück und Freude kullern Henriette zwei Tränen aus den Augen. Petra Ergesi Unsere (treuen) Mitarbeiter Neben dem Chefredakteur Wolfram Gittel und mir selbst arbeiten einige fleißige Menschen an der Entstehung des Bierstädters mit. Einige von Ihnen wollen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, heute einmal kurz vorstellen: BARBARA FRIES Die Musikpädagogin war zu Anfangszeiten des Bierstädters Ziel eines Artikels. Seit dieser Zeit riss der Kontakt nie gänzlich ab, und Barbara Fries erklärte sich irgendwann be - reit, Konzertartikel für uns zu schreiben. Ihre sehr gelungenen Texte bringen die klassischen Darbietungen, vorrangig der Bamber - ger Sinfoniker, so verständlich, dass selbst Laien (wir ich) verstehen und gedanklich nach vollziehen können, welche Emotionen und Gefühle mit klassischen Instrumentie run - gen möglich sind. Inwischen hat sich Barbara Fries auch fo - totechnisch aufgerüstet und befindet sich beinahe in jeder freien Minute auf der Pirsch nach interssanten Artikeln für den Bierstäd - ter. Ob Villa Concordia, Pralinenmanufak tu - ren oder Kleingetier: Nichts und niemand ist mehr vor ihr sicher. Ganz eindeutig ist das Niveau des Bierstädters seit der Mitatbeit Barbaras immens gestiegen. von Roland Hermsdörfer JÜRGEN LINHARDT Der gebürtige Bayreuther studierte vier Se - mester Chemie und absolvierte das Vordi - plom, bis er aus gesundheitlichen Gründen ab brechen muss te. Es folgte eine Ausbildung zum Bank kaufmann, bis er einige Jahre später in die Versicherungsbranche wechselte. Im Alter von zehn Jahren bekam er eine einfache Agfa-Kamera geschenkt. Damit wur - de seine Leidenschaft für das Fotografie ren geweckt. Schon damals interessierte er sich vor allem für Naturaufnahmen erwarb er eine Spiegelreflexka - mera von Canon. Seitdem hat er an verschiedenen Fotowettbewerben erfolgreich teilgenommen und einmal auch den 3. Preis er - zielt. Linhardt wird immer wieder gerne auch als Hochzeitsfotograf eingesetzt. Mit 14 Jahren schrieb er sein erstes Ge - dicht, inspiriert vom Frühling. Zahlreiche weitere Gedichte und Kurzgeschichten folgten. Zur Reportage kam er im Zuge der Arbeit für den Bierstädter, für den er von Beginn an als Fotograf und Berichterstatter (mit vielen eigenen Ideen) wirkt. von Wolfram Gittel STEFAN PITTI PITTERLING Der Lehrer leitete im Caspar Vischer Gymna - sium unter anderem die Theatergruppe. Wäh rend seiner letzten Inszenierungen lernten wir den engagierten und bei den Schü - lern sehr beliebten Pitti kennen. Als Bas - sist der Gruppe The Garage, mit einer veröffentlichten CD, war er ebenfalls Thema für den Bierstädter. Als wir erfuhren, dass Stefan Pitterling samt Frau und Kind gen Portugal verschwinden würde, um dort seiner Lehrer - tätigkeit einige Jahre nach zu gehen, er - wuchs bei ihm die Idee zu einer monatlichen Kolumne: PPP Pittis Post aus Portugal. Inzwischen wandelte sich die Serie in Plat - ten- und Gruppenvorstellungen: Pittis Pop Perlen. Der inzwischen zweifache Vater (der Jüngste wurde in Lissabon geboren) kann nun je nach Lust und Laune zwischen seinen beiden Sparten wählen und uns Leser stets auf dem Laufenden halten. von Roland Hermsdörfer HECY JUNOLD Das Urgestein der Bayreuther Musikszene wurde 1950 geboren. Er schloss sein Stu - dium mit dem Staatsexamen ab und erhielt 1978/79 die Lehrbefähigung Informatik/ Sport wurde er außerdem Kaufmann und Handelsfachwirt IHK. Von betrieb er mit dem Promusica-Studio seine eigene Produktionsfirma für Schallplatten. 1986/87 war er Studienrat zur Anstellung an der Berufsschule Kulmbach, bevor er 1987 Schulleiter der BRK-Fachschule in Stadtstein ach wurde. Ab 1989 Schulleiter der BRK-Fachschulen Bayreuth/Stadt stei - nach kam die Leitung der Be rufs - fachschule Bay reuth dazu musste er jedoch aus ge sundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhe stand treten. Seine musikalische Laufbahn begann He - cy Junold 1965 bei den Racoons. Ab 1970 war er Mitglied der Tears, in Bay - reuth die absoluten Lieblinge der Teens. Über die Grenzen Bayreuths hinaus ging es für den Gitarristen ab 1975 mit den Friends, die in ganz Nordbayern spielten und auch gerne von US-Clubs eingeladen wurden stieß er zu Country Green, die als Begleit - band von Gunter Gabriel und zahlreicher anderer nationaler und internationaler Stars mehrere TV- und Plattenproduktionen hatte. Junold, der Mitbegründer der Bayreuther Jazz Festspiele, tourte ab Jahre mit den Memories erfolgreich deutschlandweit machte die Krankheit ihm leider auch hier einen Strich durch die Rechnung feierte er aber als Alleinunterhalter ein erfolgreiches Comeback und gründete 2011 die Internetseite pophistory-oberfran ken.de. Junold ist wieder in verschiedenen Forma - tionen aktiv. Er betreut im Bierstädter die Seite Hecys Pophistory, kümmert sich um unsere Web-Site und sorgt stets für neue Kontakte in der Musikszene. von Wolfram Gittel ROMAN HÜTTER Kennengelernt haben wir uns während der Kerwa im Schwanenbräukeller und kurz vor seinem endgültigen Abschied aus Deutsch - land und Europa. Roman zog mit seiner Frau und der Tochter nach Brasilien. In Rio de Janeiro wollte er sich eine neue Existenz aufbauen. Von der erfolgreichen Serie PPP im Bierstädter angetan, überzeugte ich Roman sehr schnell, wie interessant es für unsere Leserschaft wäre, stets zu erfahren, wie es ihm in den neuen Gefilden wohl erginge und somit auch etwas die Menschen und deren Leben auf dem südamerikanischen Kontinent zu erfahren. Die Kolumne schlug ein. Inzwi - schen hat Roman seinen immer wieder in den Berichten aufgetauchten, sehr eigenen Humor dazu benutzt, uns seit Monaten mit einer Fortsetzungsstory zu begeistern. Sein Seu Joao hat inzwischen viele Freunde gefunden. von Roland Hermsdörfer MANFRED STOPFER Der Kulmbacher hat inzwischen längst den Status eines typischen Kulmbacher Origi - nals erreicht. Der ehemalige Postzusteller ist nicht zuletzt durch sein Hobby, der Ma - lerei, weit über die Grenzen der Bierstadt hinaus bekannt. Kunst und Kultur in seiner vollen Bandbreite interessieren den ständig auf Achse befindlichen Pensionär. Er sucht immer neue Möglichkeiten für Ausstellungen, die er sowohl für sich, aber auch andere, vor allem junge talentierte Künstlerinnen und Künst ler nutzen kann. Der Bierstädter hat es ihm sehr angetan, und mit seiner Unterstüt zung fand unsere Monatszeitung nicht nur in die Fränkische Schweiz sondern bis nach Berlin. So war es kein Wunder, dass er uns schon im Oktober Fotos seines Ausfluges zur Feier des Tages der Deutschen Einheit auf der Berliner Fan- und Funmeile vor dem Bran - denburger Tor vorbei brachte. Hunderte von Ständen, ein wahres Volksfest muss es ge - wesen sein und unser Ex-Postler mal wieder mittendrin. Kleine Sensationen, seltene Kleinode, Stopfer garantiert immer wieder für Überraschungen. von Roland Hermsdörfer HARALD STARK Ein gewichtiger Teil am Erfolg des Bierstädters ist Harald Stark zuzuschreiben. Der Burg - kastellan begeistert die Leserschaft re gel - mäßig mit seinen historisch fundierten Ar ti - keln jedesmal aufs Neue. Der Herr über die Plassenburg ist sich nicht zu schade, für unsere Kunst- und Kulturzeitung Exkursionen in die Region zu unternehmen. Dabei überrascht er ein ums andere Mal mit seinem fundierten Kenntnisreichtum. Ohne Menschen wie Harald Stark, die stets beobachten und auch den warnenden Finger heben, wenn durch derbe Eingriffe Teile unserer Geschichte verloren gehen zu drohen, wäre Geschichte nicht lange weiter zu tragen. Wir wünschen unserem Harald Stark an dieser Stelle, da er sich zur Zeit in einer Reha befindet, Gesund - heit und noch viele spannende Berichte. von Roland Hermsdörfer GERHARD FRANKENBERGER Das Urgestein der Kulmbacher Beatmusik gehört längst zum Inventar des Bierstädters. Der hilfsbereite Gerhard, in Musikerkreisen auf gut Fränklisch Schdon genannt, erfreut uns regelmäßig mit seinen Gedanken rund um die Musikertreffs und daraus resultierenden Konzerten. Der beliebte Gemein schafts - mensch ist zwar keineswegs ein Vereins - meier, aber sowohl bei den Büttnern, als auch beim KFK, bei diesen und bei jenen ist der gebürtige Hobbydichter nicht wegzudenken. Mittlerweile kümmert er sich sogar um den musikalischen Nachwuchs in der Bier - stadt. Er hilft mit technischen Ausrüstungen und jeder Menge guter Tipps. Seine Erfahrun - gen aus Zeiten mit seinen Stone Age Men oder den Apollos gibt der CCR-Edelfan nur zu gerne weiter, und die Jungs nehmen diese Ratschläge auch gerne an. Wie auch der Bierstädter Frankenbergers, der in der Bierstadt ja viel herum kommt, Hinweise zu den jeweiligen Ausgaben sehr ernst nimmt. von Roland Hermsdörfer Wir suchen noch Austräger für Teilgebiete in Kulmbach Bierstädter: Telefon 09221/67495 Ihr Inserat im Internet:

9 Seite 9 Der Hingucker am Straßenrand, Garagentore 2. Teil Wie in einer der letzten Ausgaben schon bemerkt, Garagentore gehören nicht nur farblich zu den künstlerischen Stiefkindern der Autofahrer. Dass es anders gehen kann, zeigten schon unsere bislang abgebildeten Objekte. Mit etwas Kreativität und Lack lassen sie sich in Schmuckstücke verwandeln. So entstehen wahre Hingucker. Hier wieder einige Beispiele. Und vielleicht bekommt der eine oder andere unserer Leser ja jetzt auch einen Anstoß, um sein eher tristes Garagentor zu verschönern. WOG Tel / Fax 09221/ Ihr Inserat im Internet:

10 Seite 10 PPP: PITTIS POP PERLEN Herbstmarkt in Bad Berneck Wie jedes Jahr im November findet auch dieses Jahr wieder der traditionelle Herbstmarkt (Andreasmarkt) in Bad Berneck statt. Standort ist wie gewohnt der Großparkplatz am Anger. Am Samstag, den 30. November 2013 in der Zeit von ca Uhr erwartet die Marktbesucher ein vielfältiges Angebot gut sortierter Fieranten: Schuhe und Hausschuhe Tee, Gewürze, Suppen Süßwaren (z.b. gebrannte Man - deln, Popcorn) Bekleidung Pflanzen, Blumengestecke Schürzen und andere Textilien Taschen Karten Ross - wurstspezialitäten und vieles mehr. Für das leibliche Wohl sorgen Verkaufswagen mit Bratwürsten und Steaks. Für die Besucher stehen am Anger außerdem noch ausreichend kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Tourist-Information Bad Berneck Bahnhofstr Bad Berneck Ein 36-Jähriger Ex-Drogensüchtiger sitzt fünf Jahre nach einem Zusammenbruch in einem Café und bestellt einen Eisbecher. Er ist Ket - tenraucher und Kaffeejunkie und wohnt in einer WG mit vier Leidensgenossen zusammen. Seine Pillen hat er gerade abgesetzt, deswegen fällt ihm das Alltagsleben gelegentlich schwer. Er arbeitet in einem Heim für schwer erziehbare Kinder als Aushilfs - haus meister, wo er nicht nur Gegenstände repariert, die von den Kindern demoliert wurden, sondern auch die Tiere aus dem kleinen Zoo, der zur Einrichtung gehört, versorgt. Ein ziemlich kaputter Typ ist das, von dem ich da gelesen habe, aber als ich nach kurzer Zeit den absolut wunderbaren neuen Roman von Sven Regener wieder zurück auf den Nacht - tisch gelegt habe, da mochte ich den Mann so richtig und obwohl ich nun wirklich kein Ex-Junkie bin, konnte ich mich an einigen Stel len des Buches so richtig gut mit ihm identifizieren. Man möge es mir verzeihen, aber das ist schon der zweite Text an dieser Stelle über den Autoren Regener. Ich lese gerne, aber es gibt durchaus Bücher, durch die ich mich quäle, es gibt auch welche, bei denen ich aufgebe und es gibt nicht wenige, die ich zwar gerne habe um mich unterhalten zu lassen, deren Handlung ich nach ca. 5 Minuten aber wieder vergessen habe. Trivialliteratur nennt man so etwas wohl. Es gibt aber auch eine gute handvoll Bücher, die ich liebe, die mich nicht loslassen, die ich immer mal wieder lese und die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, auch wenn ich da wohl nie landen werde. Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger ist so ein Buch oder High Fidelity von Nick Hornby oder Moby Dick von Hermann Melville oder Timbuktu von Paul Auster. Magical Mystery oder die Rück - kehr des Karl Schmidt hat das Zeug dazu, in diese Liste aufgenommen zu werden. Nun hat Sven Regener ja 2001 Herr Lehmann veröffentlicht, einen Roman, den jeder vernünftige Mensch einmal gelesen ha - ben sollte, ein Werk, das nicht zu toppen ist. Karl Schmidt ist in diesem Buch eine Figur, Frank Lehmanns bester Freund Karl, der Künstler ist, der Skulpturen aus Metall kreiert und Stammgast im Einfall ist, und dort von Herrn Lehmann mit Bier versorgt wird. Karl wird im Verlauf der Geschichte immer seltsamer und am Ende, als nebenbei auch noch die Mauer fällt, in eine Klinik eingewiesen. Ab da verliert sich seine Spur. Die wird in Magical Mystery wieder auf genommen. Die Handlung spielt Mitte der Neunziger. Karl Schmidt lebt mit anderen Mul titox-süchtigen in der WG Clean Cut1, die von dem rigorosen Sozialarbeiter Werner ge - leitet wird. Da seine Beschäftigung im Kin - der heim an Sinn verliert, weil ihm statt dem alkoholkranken Hausmeister ein ambitionierter junger Mann vorgesetzt wird, entschließt er sich, von Hamburg aus dem Ruf seiner al - ten Kumpels aus Berlin zu folgen und sie mit einem Bus durch Deutschland zu chauffieren. Karl ist jetzt clean und daher der einzige, der in Frage kommt, dauerhaft einen Transporter zu fahren. Seine Freunde sind Betreiber ei - nes Techno-Labels und wollen die rückläufigen Verkäufe mittels einer Tour wieder an - kurbeln. Magical Mystery hat bei den Beat - les zwar nicht so wirklich funktioniert und die Beatles sind auch nicht wirklich dafür be - kannt, den Techno oder die Dance-Musik er - funden zu haben, aber der Name klingt gut. So entsteht im Kopf des Lesers ein ganz besonderes Roadmovie. Karl fährt die Chao - ten truppe nach Frankfurt, München, Köln und Schrankenhusen-Borstel und andere deut - sche Techno-Hochburgen. Endstation ist die Springtime in Essen. Neben Djs, Label - chefs und Praktikanten kutschiert er die Meer schweinchen Lolek und Bolek durch das Land, um die er sich rührend kümmert. Aber nicht nur die sind seine ständigen Begleiter, sondern auch die ständige Angst vor dem Rückfall, vor der Depression, vor dem erneuten Zusammenbruch. Davon lebt der Roman, davon geht seine ganz besondere Atmosphäre und seine Faszi - nation aus. Das Buch ist an einigen Stellen so komisch, dass man laut lachen muss, aber es ist auch manchmal so traurig, dass einem dasselbe im Hals stecken bleibt. Regener ge - lingt es, wie auch in seinen anderen Werken, ganz wunderbar skurrile Figuren zu schaffen und beim Leser Sympathien auch für den scheinbar allerletzten abgestürzten Typen zu empfinden. Jeder hat seine Schwächen und jeder hat seinen Spleen, aber wer sind wir denn, über diese Menschen, die ein bisschen anders sind als der durchschnittliche Alters - vor sorgeansparer, zu urteilen? Dazu kommen wir in diesem Buch gar nicht, das lässt Regener nicht zu. Wir mögen sie, diese Au - ßenseiter, weil sie menschlich sind, nicht weil sie anders sein wollen, sondern weil sie auf ihre Art und Weise besonders sind. Da wird nie auch nur ansatzweise ein Zeigefinger ge - hoben, da wird gekifft, gekokst und was sonst noch alles getan, und man findet das nicht besonders erstrebenswert und auch nicht besonders abstoßend, und liest 500 Sei ten lang, wie Karl Schmidt versucht, mit all dem klarzukommen, seinen eigenen Weg zu finden, vielleicht glücklich zu werden. Und merkt dabei: Geht es uns nicht irgendwie auch so? Regeners Stil ist unnachahmlich. Anfangs erschienen mir die Sätze, die teils zwei bis drei Seiten lang sind, noch etwas anstrengend, aber mit der Zeit wird klar, dass die Stefan Pitti Pitterling natürlich des Autoren geglückter Versuch sind, die teils paranoiden Gedanken eines Men schen abzubilden, der schon mal ge - scheitert ist und der es gerne noch einmal versuchen würde. Ob also das Geschehen aus der Sicht eines Ich-erzählenden Ex-Jun - kies oder, sagen wir mal, eines Bankers nach dem Burnout geschildert würde, ist da irrelevant. Ob Regener das auch könnte, weiß ich nicht. Dass er allerdings das Milieu, in dem die Handlung spielt, ganz wunderbar genau und detailliert beschreibt, ist seine große Leis tung. Und man muss kein Techno-Fan sein, um das Buch genießen zu können. Ich jedenfalls habe es geliebt und kann es nur dringend weiter empfehlen. Magical Mys - tery hat das Zeug zum Klassiker. Ich war traurig, als es vorbei war. Bitte lesen Sie dieses Buch! P.S.: Glückwunsch zur 50. Ausgabe. Auf die nächsten 500! Wir sind Handwerker. Wir können das. Ihre Fachleute! Bilderrahmenherstellung Wechselrahmen preiswert. Einrahmungen in eigener Werkstatt Fa. Melcher, Kulmbach, Kulmitzweg 23

11 Seite 11 Hinter der Copacabana gleich links Kolumne von R.Hü. Maringá Seu Joao saß auf seinem Stuhl unter dem Baum und sah zum Himmel auf, der sich von einem tiefen Rot über Violett und Lila langsam zu einem Nachtblau verwandelte. Der Mond und die ersten Sterne standen schon hoch und blinkten ihm freundlich zu. Es war ein bemerkenswerter Tag gewesen, und viel war passiert. Die Witwen, eine nach der anderen, und ihr mehr oder weniger unmoralisches Angebot, das neue Telefon, das ein Eigenleben zu führen schien, und dann natürlich Fräulein Marilene. Ach ja...? Der Mond war halbvoll und erinnerte an einen halben Käse. So einen, wie er neben ihm auf einem Stuhl lag, zusammen mit etwas Schinken und Brot. Sein bescheidenes Abendmahl. Gedankenverloren schob er sich noch ein Stück Käse in den Mund. Wo war er gewesen? Ach ja, die Marilene. Da war also dieses Fräu lein Marilene schnurstracks in seine Woh nung gekommen und er hatte schuldbewusst nach links und rechts in den Gang ge - schaut, bevor er die Tür schloss. Marilene hingegen zeigte keinerlei Schuld bewusstsein und setzte sich an den Küchentisch, um sich umzusehen. Warum gin gen alle seine Besucher immer zuerst in die Küche? Er hatte ein Wohnzimmer mit ei - nem fast neuen Sofa! Seu Joao, Sie... oder darf ich Du sa - gen? fragte sie mit einem perfekten scheuen Lächeln. Wäre Seu Joao aus Butter gewesen, wäre er spätestens jetzt zerflossen. Aber na türlich, Fräulein Marilene, sagte er, machen Sie mir die Freude. Gut! meinte sie, aber nur wenn Du mich auch Mari - lene nennst! Sonst komme ich mir ja wie eine alte Jungfer vor! lachte sie. Sei Joao dachte an 3 gewisse Witwen und musste auch lachen. Das Eis war gebrochen, oder besser zerflossen, und er setzte sich ihr gegenüber. Darf ich Ihn.. Dir etwas zu Trinken anbieten? Einen Fruchtsaft vielleicht? Hast Du vielleicht ein Bier? fragte sie und Seu Joao unterdrückte eine hochgezogene Augenbraue. Du bist einfach zu antiquiert! schalt er sich. Die heutigen jungen Damen wollen nicht mehr Fräulein genannt werden und sich scheinbar auch nicht mehr so benehmen. Tatsächlich hatte er noch ein paar Fla - schen Bier im Kühlschrank, die vom letzten Grillen übrig waren. Moment mal! Das letzte Grillen war doch erst gestern gewesen! Selt - sam, sonst war Seu Joao nicht so leicht zu verwirren. Woran das wohl lag? Marilene schaute ihn zuckersüß und er - wartungsvoll an... Ach ja das Bier! Das wur - de langsam peinlich. Die junge Dame musste annehmen, dass er schon recht verkalkt sei! Schnell nahm er Gläser und ein Bier aus dem Kühlschrank und schenkte beiden ein. Marilene nahm einen tiefen Zug und seufzte: Ach, das tut gut! Ein richtig kaltes Bier! Seu Joao seinerseits nahm auch einen guten Schluck und konnte ihr nur zustimmen. Schau, lieber Joao, meinte sie, ich hab da ein klitzekleines Problemchen und bin mir sicher, Du kannst mir dabei helfen. So wie sie `lieber Joao` sagte, hörte es sich für ihn an wie geliebter Joao. Das.. war.. faszinierend. Seu Joao versuchte sich zu konzentrieren. Hrmm, wenn es mir möglich ist, helfe ich natürlich gerne, Fräu... Marilene, meine ich. Also, Marilene lehnte sich nach vorne, was die hellblaue Seidenbluse anspannte und Seu Joao erneut aus der Konzentration riss. Ich bin ja leider zu spät gekommen, um meine geliebte Oma noch lebend an zu treffen. Als ob das schon nicht schlimm genug wäre, wurde ich.. schnief.. überfallen, und alle meine Sachen wurden geraubt! Seu Joao war entsetzt! Wer konnte ein so hübsches, junges und unschuldiges Mädchen ausrauben!? Ihre Augen wurden feucht, und er beeilte sich, ein Taschentuch heraus zu kramen und überzeugte sich noch schnell unauffällig, ob es auch sauber war. Danke Joao, du bist so gut zu mir.. schnief... Und jetzt will der dumme Anwalt, dieser Lopes, mir nicht glauben, dass ich ihre Enkelin bin! Dabei ist das doch ganz klar, oder? Joao war verwirrt. Aber warum will er dir denn nicht glauben? Du brauchst ihm doch nur deine Papiere zu zeigen. Schnief! Das ist ja das Problem! Das ist doch alles geraubt worden!... Von bösen Räubern, ja! Tja, das ist natürlich ein Problem, aber wieso musst du dem Anwalt überhaupt be - weisen, wer Du bist? Marilene glotzte ihn einen Moment an und setzte zu einer scharfen Antwort an, be - herrschte sich dann aber sichtlich. Ach Joao, du Dummerchen. Verstehst du nicht, als En - kelin steht mir ein guter Teil der Erbschaft zu, und ich bin doch jetzt ganz allein auf der Welt, niemand der mich beschützt.. Ein bedeutungsvoller Blick: Ohne Arbeit und Pa - piere und ganz neu in der Stadt! Was soll nur aus mir werden!? Schnief! Seu Joao war ganz hin und her gerissen zwischen Mitleid und einem plötzlichen Anfall von Ritterlichkeit. Natürlich würde ER ihr helfen! Und sie beschützen und..überhaupt! Marilene.. Marilenchen. Natürlich kannst Du mit mir rechnen. Ich werde helfen, so gut ich kann! Wenn Du keinen Platz zum Schla - fen hast, ist hier immer ein Platz für Dich und essen kannst Du wie Du willst. Das.. ist.. sehr nett von Dir, lieber Joao, danke! Hilfst Du mir auch mit dem Anwalt? Der Anwalt Lopes. Der Anwalt war jetzt mehr oder weniger sein Arbeitgeber. Hmm... Nun, ich weiß nicht recht, wie ich Dir da helfen kann. Soll ich mit Dir zur Polizei, um eine Anzeige auf zu geben? Marilene verdrehte die Augen. Scheinbar war sie kurz vor einer Ohnmacht. Das können wir natürlich noch später machen, aber im Moment würde es mir sehr helfen, wenn Du dem Anwalt sagen würdest, dass ich die Enkelin von Dona Aperecida bin. Seu Joao überlegte. Und Du meinst, dass er auf mich hört? Erneutes Augenver - drehen. Er musste aufpassen, dass er sie auffing, wenn sie ohnmächtig würde. Lieber Joao, wenn Du ihm sagst, dass Du mich schon von vorher kennst und ich meine Oma schon einige Male besucht habe und Du bezeugen kannst, dass ich die En kelin bin, wird er auf dich hören! Aber... Seu Joao hatte erst mal nichts weiter dazu gesagt und sie gebeten, am nächsten Morgen wieder zu kommen. Er müsse darüber schlafen. Marilene hatte noch ein wenig ge schnieft, ihm einen zarten Kuss auf die Wange (ziemlich nah beim Mund) gehaucht und war leichten Schrittes die Treppe hinunter verschwunden. Seu Joao schnitt sich noch ein Stück Schinken ab. Er würde hier noch etwas sitzen und versuchen, das Problem, das sich da vor ihm auftat zu lösen, ohne etwas Falsches zu tun. Er seufzte. Es würde noch einige Stücke Käse und Schinken brauchen, bis er eine Lösung finde würde. Viele Grüße bis nächsten Monat von der Copacabana hinten gleich links.. (Der Titel stimmt noch, nur sind es jetzt so 1000 km nach links...) Tel / Fax 09221/

12 Seite 12 Inception Show RTS rockt das KKB! Von Jürgen Linhardt Am 19. Oktober war es endlich soweit: Das lang ersehnte Debüt-Konzert der Alternative- Rock-Formation Riding The Scree ging im Kleinkunstbrettla in Untersteinach über die Bühne. Nach mehreren Teilnahmen an den (privaten) Musiker-Stammtischen im Mönchs - hof konnte die Newcomer-Band aus der Region endlich vor einem größeren Publikum zeigen, was sie drauf hat. Dabei konnte das ganze Equipment der Jungs in Action erlebt werden und das kann sich sehen lassen: Neben einer spektakulären Light-Show kamen auch mehrere Nebelmaschinen und zwei Leinwände zum Einsatz. Auf ihnen wurden Filme passend zum jeweiligen Song gezeigt. Erinnerungen an eines der großen Vorbilder und Namensgeber Genesis wurden wach. Sie waren in den 60er Jahren die Ersten gewesen, die dieses Medium einsetzten. Nach der Eigenkomposition Intro: In cep - tion kam gleich der erste Coversong: Lucky Man von Emerson, Lake & Palmer eine gekonnte, eng an das Original angelehnte Fassung. Es folgten eigene und gecoverte Songs im Wechsel, die die große mu - sikalische Bandbreite der jungen Band eindrucksvoll bewiesen. In 42" glänzen die vier Musiker mit zahlreichen Tempowechseln und Stiländerungen manchmal funky, manchmal rockig. Die Akustik-Gitarren-Runde bestand aus Blackbird (Beatles) und How to disappear completely (Radio - head). In Awake konnte Michael Popp sein großes Können an den Tasten beweisen; Krawehl, Krawehl! war das Terrain von Stefan Popp, der zeigte, was man aus den Drums herausholen kann. Vor allem in Riders on the Storm bewies Max Stahl - schmidt, wie wichtig die Bassgitarre für den Sound ist. Das Highlight des Konzerts war für mich Firth of fifth, das sich vor dem Original von Genesis absolut nicht zu verste - cken braucht. Der Song war ja ein Parade - stück für Tony Banks (Keyboards) und Steve Hackett (Sologitarre). Michael Popp durch seine Virtuosität an den Tasten und Tobias Linhardt mit seinem gefühlvollen Gitarren - spiel standen den beiden in nichts nach. Dazu das kraftvolle Schlagzeug von Stefan Popp und der prägnante Bass von Max Stahlschmidt perfekt! Die Eigenkomposi - tio nen der Band zeigen ihre hohe Musikalität und lassen für die Zukunft noch viel Erfreu - liches erwarten. Das Stück Scaly Host wurde als das letzte angekündigt. In 14 Minuten (das längste Lied) zogen die Vier nochmals alle Register ihres Könnens. Der Schlusspunkt wurde nach etwa 130 Minuten mit der Zugabe Let it be (Beatles) gesetzt. Fazit: Die Kulmbacher Musikszene ist um eine Attraktion reicher! Es ist nur zu wünschen, dass die Publikumsresonanz stetig zunimmt und RTS immer mehr Fans und Auftrittsmöglichkeiten bekommt. Schränken Ängste Sie ein? Leiden Sie unter familiären Konflikten? Fehlt es Ihnen an Selbstvertrauen? Sind Sie auf dem Weg zum Burnout? Können Sie nicht mehr abschalten? Was bewegt SIE? Melden Sie sich: 09227/ Mail: Kerstin Griesenbrock Burnout- & Mentalcoach... mit Leichtigkeit durchs Leben Seminare & Einzelcoaching Inh. Jürgen Bredemeyer Am Holzmarkt Kulmbach Tel /3222 STARKe Geschichte Unser Burgkastellan Harald Stark befindet sich, nach seiner erfolgreichen Reha, noch im Krankenstand. Aus diesem Grund kann in dieser Ausgabe kein Beitrag der STARKen Geschichte erscheinen. Wir bitten die sehr zahlreichen Anhänger Herrn Starks sich bis zur Erscheinung der Dezemberausgabe des Bierstädter zu gedulden.

13 Seite 13 DIE POPHISTORY GEHT INS 4. JAHR Von Hecy Junold Was so passiert ist Gedankensplitter Es war Anfang Oktober 2010, als ich aktiv mit der Arbeit, denn es wurde sehr bald richtig Arbeit, am Projekt pophistory oberfranken begann. Ein musikbegeisterter Kollege aus Coburg hatte mich schon öfter mal mit Recherchen zur Popszene Anfang der 60er beauftragt, so dass es eigentlich nur ein kleiner Schritt war zur Entscheidung, all das, was ich eh schon wusste, zusammen zu schreiben und zu ordnen, um, weil das eben mein Me tier ist, einen Internetauftritt dazu zu gestalten. Hoch geht es her, wenn die Dinos samt Fans die Winkellos Alm stürmen Es dauerte nicht lang, das Material türmte sich und ich beschloss, mein Arbeitsfeld auf die Zeit zwischen 1960 und 1980 zu be - gren zen und auf den lokalen Bereich des östliche Nordbayern auszudehnen, da aus dieser Region die meisten Infos kamen. Wichtig war mir von Anfang an auch, die Übergangszeit zu dieser ersten wirklichen Jugendmusik darzustellen und dabei das gesamte gesellschaftliche Umfeld einzufangen. Interessierte Freunde und Mitstreiter wie Norbert Maisel und Harald Schmeisser halfen mir dabei tatkräftig mit Kontakten und Materialien. Ich hatte nicht geahnt, was ich da getan hatte, wie viele Menschen, nicht nur Musiker, auch Familienangehörige, Fans, Publizisten, Gas - tro nomen u.v.a. sich bei dem Thema direkt angesprochen fühlten! In der Folgezeit investierte ich viel Zeit und Geld, um zu reisen und z.t. 80jährige Musikerkollegen und eben so alte Clubchefs und Wirtsleute aufzusuchen, interessante Gespräche zu führen, glück liche Menschen voller glücklicher Er - inne rungen zu erleben. Ein echtes Erlebnis! Wichtig wurde aber dabei immer mehr auch die Musik. Musiker-Stammtische in Bay reuth, Kulmbach und Mitterteich, später auch in Gefrees und anderswo, führten zu Be gegnungen und Bandgründungen. Es wur - de investiert, geprobt und wieder gespielt, einfach herrlich! Das Beste daran, von An - fang an hatten die Musiker ein Publikum, die nämlich, die mit ihnen alt geworden waren. Einige von den Reaktivierten machten so - gar regelrecht Karriere (z.b. Stone" Lang, aufgewachsen im Stiftsland, aus Crails heim, dazu später mehr). Ende Oktober stellte sich in Bayreuth in der Dammallee der erste lockere Haufen von Beatjüngern der 60er vor, am probte in Waldsassen mit den SAURIANS eine an - dere Band zum 1. Mal. Es hatte gezündet! Gerd Händel richtete immer montags, vor seinem Dienstag-Ruhetag, in oder vor seinem Ca fé in der Dammallee in Bayreuth eine fes - te Musikerrunde ein, Harald Roy Schmeis - ser gab ihr den Titel KKO = Kaffeehaus Kur - Orchester (Kaffehaus ist klar, Kur, weil die Menschen, die stehen blieben, sich sogleich 40 Jahre jünger fühlten, und Orchester, weil es immer mehr Musiker wurden). Im Botani - schen Garten der Uni Bayreuth hatten die Sechs von KKO am Neujahrstag 2012 ihren ersten öffentlichen Auftritt, der Startschuss für eine Rentner-Karriere. Musikalisch hat man sich ein bisschen aufgepeppt, das Pro - gramm anspruchsvoller gemacht, heute spielt die Band als ROCKIN' DINOS sogar schon für große Unternehmen und überregional. Den SAURIANS geht es nicht ganz so gut, die sechs Musiker kommen aus ganz unterschiedlichen Regionen, spielen z.t. auch noch in anderen Formationen, treffen sich aber regelmäßig ein paar Mal im Jahr zu Mu - sikertreffs, zu denen auch andere Bands eingeladen werden, wie z.b. wieder im Novem - ber in Konnersreuth. In Kulmbach versuchen wir vom BIER - STÄDTER seit dem zunächst im Schwanenbräu, dann im Bockela und im Mönchshofkeller den Musikern des Beat - zeit alters ein Forum zu bieten, es klappt leider nicht so richtig. Ein Musikertreff ist trotzdem draus geworden, die Motoren dabei sind erfreulicherweise junge Musiker, die z.t. die Musik der Alten spielen, aber auch neuen Schwung mitbringen. Beim ersten Kulmba - cher Stammtisch war das Kulmbacher Urge - stein BERND MEILE mit dabei und erklärte der Gemeinschaft die Anfänge der Kulmba - cher Jazzszene, die im Keller des Lokals ihr erstes z.t. noch erhaltenes Domizil hatte. Heute spielt Bernd mit den ROCKIN' DINOS in Bayreuth, zusammen mit Dieter STONE Lang, der auch zum ersten Mal im Schwa - nenbräu mit der Pophistory Kontakt bekam. Es war der , mein Geburtstag und Stammtisch in Kulmbach. Heute spielen wir alle drei miteinander. Um noch einmal auf Freund Stone zu kommen. Der Golf - profi, inzwischen zählt er 66 Lenze und ist Senior der Band, hat sich ganz der Musik verschrieben. Seine Golflehrertätigkeit spielt längst nicht mehr die Rolle wie vor 2 Jahren. In seinem Studio in Satteldorf bei Crailsheim stehen einige Drumkits, darunter auch ein besonderes Schmuckstück von DW, in Nürn - berg erteilt er Gruppen-Schlagzeugunterricht, in Schwarzenbach spielt er Blues & Rock in der MARK THOMAS BAND und in Bayreuth knüpft er mit seiner Formation STONE & HIS SOULGATORS an die Zeit der an, damals die erste Soulband in Nordbayern mit vielen Gastspielen auch in die CSSR. Das meinte ich eben mit Karriere. Neue Kontakte nach Weiden zeigen, dass auch dort mit den DOWNLOOKERS eine ganz starke Oldieband ihr Unwesen treibt, Die FELLOW ROVERS haben soeben mit eigenem Fernsehbericht auf 50 Jahre BEAT in Nordbayern hingewiesen, und die unermüd - lichen SILHOUETTES studieren anspruchsvoll wie eh und je ein sicherlich wieder hochklassiges neues Programm ein. Die Fans sind da, finanzstark, diszipliniert und engagiert, eine Freude für jeden Gastronomiebetreiber. Sie gehen vielleicht nicht mehr so oft wie die Jüngeren fort, dann aber g scheit! Bleibt Dieter Stone Lang, Golfer und Drummer der Extraklasse zu hoffen, dass die Riege der bühnengeilen Altrocker noch recht lang recht dicht bleibt, damit Titel wie THE LAST TIME oder IT's ALL OVER NOW nicht all zu oft einen ganz anderen Sinn bekommen, was leider für einige liebe Kollegen auch in diesem Jahr wieder der Fall gewesen ist. In diesem Sinne Keep it rockin Old Fellows, ich bin bei Euch! Living Next Door To... Günter Schwab Von Jürgen Linhardt Diejenigen unter Ihnen, die beim Lesen der Überschrift spontan an einen Riesenhit der englischen Band Smokie gedacht haben, liegen vollkommen richtig. Aber was hat Günter Schwab mit den Engländern zu tun und wer ist er überhaupt? schaft bezeichnet er als Fanclub der Fellow Rovers, da ihm vie le Freunde von früher in seinem neuen Wir kungskreis treu geblieben sind. Und Smokie? Die war schon früher eine seiner Lieblingsbands gewesen. Aber jetzt fängt die eigentliche Geschichte erst an: Schwabs Neffe Stephan Kreissl spielt seit etwa anderthalb Jahren bei der wiedergegründeten bayerischen Gruppe Relax (Weil i di mog). Im Sommer war er mit Alan Silson auf einer Promotiontour unterwegs. Und der war wiederum Gründungsmitglied und Gitar rist von Smokie. Sie merken: Der Kreis schließt sich langsam! Nach dieser Promo-Tour waren Fernseh auf - nahmen für das österreichische und das Schweizer Fernsehen geplant. Es sollten Lieder aus Silsons aktueller CD Solitary Bird vorgestellt werden. Da man noch einen Bassisten benötigte, schlug Kreissl kurzerhand seinen Onkel vor. Man beschnupperte sich in Fürth und wurde sogleich einig. Alan Silson Nun, er war in der 70er Jahren mal der Rhythmusgitarrist und Sänger der Fellow Ro vers, einer Band aus dem Hofer Raum, die jetzt immer noch bzw. wieder in unserer Ge gend musikalisch unterwegs ist (der Bierstädter berichtete). Herr Schwab betreibt seit September 1981 zusammen mit seinem Ge schäftspartner Lothar Bräuer ihre Fahrrad scheune. Seine Kund - textsicherer Bassist Smokie mit Verstärkung So traf man sich am 26. Juli in Ellmau bei Kitzbühel für die Außenaufnahmen vor einem Hotel. Nicht nur die Musik, auch die Temperaturen waren heiß, als man für vier Songs aus besagter CD posierte. Neben neuen Liedern wurde u.a. auch eine Disco-Version von Living next door to Alice eine Komposition von Silson gespielt. Begleitmusiker war auch Silsons Manager und Keyboarder Uli Werner (Betreiber eines Internet-Radios in Lübeck). Für die Pro - duktion Grüezi Mitenand waren auch viele andere Stars wie Hansi Hinterseer und die Schür - Günther und sein Höfner Bass zenjäger eingeladen. Nur zwei Wochen später folgte ein Auftritt in der Fußgängerzone von Rastatt bei Karlsruhe für das dortige Regionalfernsehen. Wie schon beim ersten gemeinsamen Musizieren gab sich der (ehemalige) Superstar Silson auch hier ganz natürlich. Laut Günter Schwab ist er ein normaler, sympatischer Kumpel-Typ ohne Star-Allüren. Der Engländer spielt schon seit seinem 13. Lebensjahr Gitarre und ist in Lübeck mit einer Deutschen verheiratet. Wie uns Schwab verriet, hatte er richtige Gänsehaut kein Wunder, wenn man mit dem Gitarristen seiner (früheren) Lieblingsband zusammen auftritt! Da man vereinbarte, weiterhin in Kontakt zu bleiben, kann man gespannt sein, was sich in der Zukunft noch so anbahnt! Wir suchen noch Austräger für Teilgebiete, Herlas, Weiher Bierstädter: Telefon 09221/67495

14 Seite 14 Music live im BOCKELA Bierstädter KULTUR präsentiert am 29. November das COUNTRY GREEN DUO Unter diesem Namen wollen Roland Hermsdörfer und Wirt Heinz Brunner den Ruf der traditionsreichen Bahnhofskneipe weiter als event location für hochkarätige Musik festigen. In den letzten Monaten zeigte sich bereits, dass das Lokal den richtigen Charme für Livemusik hat: Die Gäste sind gut drauf, die Musiker zufrieden, die Kommentare bei den Akteuren gehen von Das Bier ist gut bis Das hat schon was vom Clubfeeling New Yorks und Londons! Damit das Ganze mal ins Laufen kommt, machen den Anfang der Konzertreihe alte Bekannte aus der Region. COUNTRY GREEN war in seiner großen Zeit der 80er mehrfach hier zu Gast und mit FRANK BAUM kommt ein international renommierter Instrumentalist. Mit COUNTRY GREEN Auftritte bei Euro Country Music Masters in ganz Europa, Der große Preis, ZDF Hitparade ARD Serie Country Music moderiert von Gunter Gabriel 1989 bis 1992 Leiter und Solist der Jonny Hill TV Band der RTL/ MDR Serie Kilometer 330, Wiederholungen bis heute DUO Countrymusik machen, solange das Publikum sie hören will. Sie freuen sich darauf, Frank (der ja die 75 schon hinter sich hat) und auch Hecy, nach langer Zeit mal wieder in Kulmbach spielen zu können. Sie versprechen ein Highlight für alle Freunde echter Country musik! STECKBRIEF 1936 in Nürnberg geboren, nach dem Konservatorium seit 1953 sehr begehrter Coun try - musiker. Seit über 35 Jahren als Studiomusiker tätig, über 500 LP- bzw. CD-Produktionen, u.a. für Jonny Hill, Peter Maffay, Gunter Gabriel, Paola, Mary Roos, Boney M, Rattlesnake Anny, Rosanne Cash, Bellamy Brothers, Spotnicks, Joe Sun, Michael Holm, Boxcar Willie. Die TV-Shows im Überblick Beim Grand Prix Eurovision mit Susanne Klee und Gaby Baginsky ÖTV Serie Howdy mit Bruce Low Aktuelle Auszeichnungen: 1992,1995, 2001 G-A-C-M-F Award Winner Musiker des Jahres 1995 Aufnahme in die Hall of Fame der Country Music 2000 Award Winner Instrumentalist oft the Year 2009 Steel Guitar Hall of Fame Europe Begleitet wird er von Hecy Junold, der ist mit Frank seit den 70er Jahren zusammen unterwegs. Frank Baum hat immer großen Wert darauf gelegt, sich mit guten Musikern zu umgeben. Sängerin JILL MORRIS hat in ihrer Karriere mehrere Goldene Alben erhalten, Sänger DANIEL T. COATES ist heute einer der am meisten gebuchten Countrysänger in Europa. Ge meinsam haben sie die Band COUNTRY GREEN zu internationalem Erfolg geführt. Gemeinsam wollen Baum und Junold jetzt mit dem KELEMANIA DUO Hawaiimusik und dem COUNTRY GREEN Im Dezember spielen dann am die Jungs des MARK THOMAS TRIOs (siehe Artikel in der Septemberausgabe des Bierstädters). Gitarrist und Sänger Mark Thomas lässt mit seiner Gitarre wahrhaft aufhorchen. Das was die Drei machen ist eine Mischung aus Blues und Rock mit Soulelementen. Viele der Titel kennt man vom Namen, die Interpretationen sind oftmals überraschend frisch und flippig. Es groovt, wenn diese Band loslegt, da will kaum jemand stillsitzen. Wie gesagt vormerken: , 20 Uhr live im BOCKELA. BS Der Nikolaus geht baden Auch in diesem Jahr begibt sich der Nikolaus wieder in feuchtere Gefilde. Das schon traditionelle Zusammentreffen des bärtigen guten Mannes und Kindern im Bayreuther Stadtbad entwikkelte sich mittlerweile zur Kultveranstaltung. Hoch her geht es jedes mal, wenn sich der Weihnachtsmann todesmutig in die Fluten stürzt und unter dem Gejohle der begeisterten Kids kaum vor hilfreichen Händen retten kann. Waren wir vor zwei Jahren noch versucht, die Aufnahmen für unseren Bericht von außerhalb, durch die Glasscheibe zu schießen, wagte sich unser Dino Linhardt letztes Jahr bis nah an den Beckenrand, um die stundenlange Action im Wasser exakt fest zu halten. Ein gefährliches Unterfangen nicht für ihn aber für die teuere Ausrüstung. Letztlich ging jedoch alles gut und so hoffen wir, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Kinder mit Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten die ehrwürdige Badeanstalt im Zentrum der Wagnerstadt stürmen werden, um dem risikofreudigen Nikolaus zu waghalsigen Sprüngen und mehr oder weniger freiwilligen Taucheinlagen in voller Montur zu verhelfen. Das amüsante Spektakel für Jung und Alt, wir haben uns sagen lassen, auch der Nikolaus aus dem Kulmbacher Stadtteil Blaich hat jedes mal wieder seine helle Freude, findet am von Uhr bis 17 Uhr statt PETRA ERGESI KALENDER 2014 Ihr neuer Kalender ist da. Wieder hat Petra Ergesi begeisternde Nahaufnahmen mit Zitaten kombiniert, die mit den Fotos zusammen eine Einheit bilden. Sie regen zum Nachdenken an, sind aber oft auch eine Ermutigung und Ermunterung. Da das Kalendarium jeweils auf einer Extraseite ist, kann man die Bilder problemlos aus dem Kalender heraus trennen und als Bilder an die Wand hängen. Erwerben kann man den Kalender in Kulmbach bei der Buchhandlung Friedrich (Grabenstr, gegenüber Zentralparkplatz) und der Buchhand lung Hofmann (Melkendorfer Str.) und unter WOG

15 Seite 15 Das waren Zeiten! Erinnern Sie sich? 1903 vor 110 Jahren a In den USA wird der erste Western gezeigt. Der große Eisenbahnraub beruht auf einer Geschichte von Scott Marble, der sich die Bande von Butch Cassidy zum Vorbild nimmt. Dieser Film dauert 12 Minuten und wird vom Regisseur Edwin S. Porter, der auch für die Kameraarbeit mit verantwortlich ist, in 14 Szenen eingeteilt. Eine Neuerung ist die Einführung des Filmschnitts, wodurch den Zuschauern die Möglichkeit gegeben wird, zwischen zwei Handlungsorten hin und her zu wechseln. Der Schauspieler Max Aronson ist in drei verschiedenen Rollen zu sehen. Unter dem Namen Gilbert M. Anderson wird er später mit der Verkörperung des Broncho Billy" zum ersten Star dieses Genres. In die Filmge - schich te geht dieser Western wegen seiner ungewöhnlichen, für alle überraschenden Schluss szene ein: Ein Cowboy richtet den Revolver direkt auf die Kamera und feuert ab. a In Amersfort/Niederlanden wird Johan Marius Nicolas Heesters geboren. Jopie" sollte es gelingen, 90 Jahre auf der Bühne und 87 vor der Kamera zu stehen. Mit seiner na türlichen und herzlichen Galanterie schaffte er es immer, das Publikum in das Zauberland der Operette zu entführen. a Der Deutsche Künstlerbund wird auf die Initiative des Kunstmäzens Harry Graf Kessler ins Leben gerufen. Dieser Verband wird gegründet, um die Freiheit der Kunst zu schützen, allen Arten von Kunst ein Forum zu geben und junge Künstler zu fördern. Die Maler Lovis Corinth, Max Klinger und Max Liebermann sowie der Kunsthistoriker Alfred Lichtwark gehören zu den bekanntesten Gründungsmitgliedern. a Historisches Ereignis in Kitty Hawk, North Carolina: Das erste Motorflugzeug erhebt sich in die Lüfte. Dieser von den Brüdern Wilbur und Orville Wright konstruierte Wright Flyer" ist ein Doppeldecker-Propellerflugzeug. Insgesamt werden 4 Flüge durchgeführt. Um Uhr startet Orville. Dieser Jungfernflug dauert 12 Sekunden, erreicht die Geschwin - digkeit von 16 km/h und eine Entfernung von 37 Metern. Der letzte Flug wird von Wilbur absolviert. Er bleibt bereits 59 Sekunden in der Luft und schafft 259,7 Meter. Danach ist der Wright-Flyer" allerdings nicht mehr einsatzbereit. Durch einen Überschlag, der von einer Windböe ausgelöst wird, ist das Flugzeug so stark beschädigt, dass eine Wiederherstellung nicht mehr möglich ist. a In der Metropolitan Opera in New York wird mit dem Parsifal" zum ersten Mal eine Oper von Richard Wagner außerhalb des Bayreuther Festspielhauses aufgeführt vor 75 Jahren a Die Schlagersängerin Connie Francis kommt in Newark/ New Jersey auf die Welt. Das Kind italienischer Einwanderer ist bereits im Alter von 3 Jahren singend und Schiffer - klavier spielend auf verschiedenen Veranstaltungen anzutreffen. Mit Who s sorry now beginnt 1958 ihre Weltkarriere. In bis zu 15 Sprachen nimmt sie ihre Lieder auf wird ihre Single Die Liebe ist ein seltsames Spiel die erfolgreichste des Jahres Noch heute kann man sie live auf der Bühne erleben. a Auf den 75. Geburtstag kann sich Heino freuen. Der Sohn eines Zahnarztes wird als Heinz Georg Kramm in Düsseldorf geboren wird der Schlagersänger von Ralf Ben dix entdeckt, der ihn 20 Jahre lang unter Vertrag nimmt. Mit seiner kräftigen Stimme und seiner unverwechselbaren Erscheinung erreicht er einen Bekanntheitsgrad von über 90 % im deutschsprachigen Raum. Für den Künstler hat dies zur Folge, dass er häufig paro diert wird. Heino nimmt dies allerdings mit Humor, denn verulkt wird schließlich nur jemand, der aktuell und populär ist. Mit seinen Neuinterpretationen deutscher Pop-, Hip-Hop und Rockliedern beweisst er, dass er immer noch die Charts erobern kann. a Die Kernspaltung des Urans wird von den Chemikern Otto Hahn und Fritz Straß - mann entdeckt. a Die südafrikanische Amateurbiologin Marjorie Courtenay-Latimer entdeckt im Netz eines Fischfangs den Quastenflosser. Er ist ungefähr 1,5 Meter lang, wiegt circa 60 Kilo - gramm und wird als lebendes Fossil bezeichnet. a In Kiel endet das Jahr mit einer Premiere. In der Städtischen Bühne wird die Ope - ret te Saison in Salzburg von Fred Raymond uraufgeführt. Anzeige 1963 vor 50 Jahren a Michael Edwards erblickt in Cheltenham das Licht der Welt. Als brillentragender, todesmutiger und erfolgloser Skispringer geht Eddie The Eagle für Großbritannien an den Start. Durch seine spektakulären Sprünge geht er in die Sportgeschichte ein. a Cliff Richard erklimmt mit seiner deutschen Version Rote Lippen soll man küssen von Lucky Lips die deutsche Hitparadenspitze und gibt diese für die nächsten sieben Wo - chen nicht mehr. Dieser Schlager ist auch sein erster Nummer-Eins-Hit in der Bundes re - publik. a Der Parteivorsitzende und Oppositionsführer Erich Ollenhauer (SPD) verstirbt 63- jäh rig an einer Lungenembolie. a Nach dem Mauerbau öffnen sich erstmals wieder die Sektorengrenzen in Berlin. das 1. Passierscheinabkommen zwischen der DDR und dem Westberliner Senat führt zum Massenaufmarsch Berliner und 1,2 Millionen Bundesbürger nutzen die Zeit zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester für Verwandtschaftsbesuche. a Hollywood-Star und Frauenliebling Brad Pitt wird in Shawnee, im US-Bundesstaat Oklahoma, geboren. a Ein Massaker an türkischen Inselbewohnern durch griechische Extremisten führt zum Bürgerkrieg in Zypern. a Martin Luther King, der farbige US-Bürgerrechtler, wird vom TIME-Magazin zum Mann des Jahres 1963 gekürt vor 35 Jahren a Im Alter von 80 Jahren verstirbt die israelische Politikerin Golda Meir in Jerusalem. Das Leben bezeichnete sie immer als einen Kampf ums Überleben. In Kiew geboren, siedelte ihre Familie Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA über emigrierte die ausgebildete Lehrerin in den einzigen Ort ohne Öl im Nahen Osten, wie sie 1973 Willy Brandt bei einem Staatsbesuch mitteilte. Von war sie Botschafterin in Moskau wird sie Arbeitsministerin, 1956 Außenministerin. David Ben Gurion bezeichnet die Eiser- ne Lady als den einzigen wirklichen Mann im Kabinett wurde sie zur ers ten und bislang einzigen Ministerpräsidentin Israels. Für ihre Sozialpolitik hoch geschätzt, führten jedoch innenpolitische Differenzen, die vor allen Dingen den Yom-Kippur-Krieg be trafen, dazu, dass sie im Juni 1974 zurücktrat. a Der einzige deutsche Lash (Leichter)-Frachter München versinkt im Atlantik. Es sterben 28 Besatzungsmitglieder. Der genaue Ort und der Grund sind bis heute nicht bekannt. a In Toledo/Ohio wird die Schauspielerin Katie Holmes geboren. Bekannt wurde sie mit der Fernsehserie Dawson s Creek. Aus ihrer Ehe mit Tom Cruise (2005 bis 2012) ging eine Tochter hervor. a Deutschland und Israel beschließen ein Kulturabkommen. a In der Bundesrepublik Deutschland kommt es zu einer Schneekatastrophe. Plötz - liche Schneefälle legten fast den gesamten Verkehr lahm. In Norddeutschland wurden Schie nenstrecken gesperrt. Nach dem schneereichen 46er Hungerjahr für Norddeutschland eine Katastrophe. Bis zum März des folgenden Jahres blieb die dichte Schneedecke den Nordlichtern. Die Lottozahlen vor 50 Jahren Ziehung vom 24. November 1963: 7, 10, 17, 30, 36, 40 (ohne Gewähr) Prinzessin sein ist manchmal wirklich schei*e und NEIN!! man entwickelt auch kein Gefühl für Grün! Noch nie lagen meterdickes Glück und absoluter Flop so dicht beieinander wie bei diesem grünen Hüpfer. Er ist charmant, witzig, redegewandt, schlau und zeigt sich von seiner besten Seite. Sein Königreich ist winzig, aber sein Schloss einzigartig, das macht zwar noch keinen Frosch zum Prinzen, aber sieht gut aus. Aber wenn Fröschlein Blaublütigkeit vorgibt, ist Vorsicht geboten, denn Frösche sitzen eigentlich im Wasser, sind grün und quaken. Frei nach dem Motto Es ist nicht alles Gold, was glänzt sollte sich keine Ralph s Plattenteller dreht sich, und dreht sich und es werden laufend mehr Besucher dieser in teraktiven Musikgruppe. Längst hat sie auch Freunde im Ausland gefunden. Er ist ein sehr eifriger und aktiver Besucher von Ralph s Plattenteller, der Österreicher Christian Tod. Hallo Christian, stell Dich doch unseren interessierten Lesern bitte vor. Christian Tod, 54 Jahre alt, ledig, Villach, Kärnten, Österreich Wie lebt es sich mit diesem aussergewöhnlichen Nachnamen? In der Schulzeit machten sich Mitschüler wohl darüber lustig, daher war es nicht im - mer einfach, so zu heißen. Was arbeitest Du? Ich bin in der Erwachsenenbildung (VHS) als Trainer für Italienisch und Französisch sowie in der Schülernachhilfe tätig. Was trinkst Du lieber? Wein oder Bier? Ehrlich gesagt, am liebsten Cola! Bist Du eher der Bergetyp oder der Meeres - besucher? Ich liebe das Meer. Welche Art Musik bevorzugst Du? MEGA-FlopFrosch Kostümdrama in zwei Akten Prin zessin ungeprüft auf Aussagen von Frö - schen verlassen und sich auf plötzliche, überraschende Veränderungen innerlich gefasst machen. Schließlich gibt es zum Beispiel durchsichtige Wasserpatscher und solche, die ihre Farbe kurzfristig ändern können und nachts ganz anders aussehen als tagsüber. Die Optik qualitativ gut, die Ausstattung üppig, aber die Zuverlässigkeit mies. Der dynamische Hoff nungs träger entpuppt sich schnell als Flop mit Nebenwirkungen, den Spott gibt es an - schließend gratis. Am liebsten würde die Prinzessin Zigaretten holen gehen und nie mehr zurückkommen... da hat sie sich mal einen richtig tiefen Griff ins Klo gegönnt, natürlich nicht als tatsächlich vollzogene Handlung, sondern als sprachlicher Ausdruck für diesen Flop par excelance. Ihr Phönix, der aus der Asche emporsteigen sollte, war halt doch nur ein garstiger kleiner grüner Hüpfer. Diese Er - fahrung macht wohl jede ambitionierte angehende Prinzessin einmal durch, das Leben ist manchmal hart und ungerecht, Kopf hoch, alles wird gut! Die Froschwelt liegt dir zu Füßen, du musst nur noch reintreten. Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten mit lebenden oder fast toten Fröschen sind nicht zufällig, sondern volle Absicht! L.F. Plattenteller Funk, Soul und Disco Warst Du eher der Beatlesfan oder bevorzugtest Du die Rolling Stones? Früher mochte ich beide, heute ziehe ich die Stones vor. Wie heißt deine Lieblingsband? The Undisputed Truth Was war Deine erste Schallplatte? Das waren zwei Sampler mit Oldies aus den 60ern, einer davon war ein Doppelalbum mit Pop aus UK. Welches Konzert hat Dich am meisten beeindruckt? Das von Ike & Tina Turner Wie oft sitzt Du am Computer um selbst Platten aufzulegen? Fast jeden Tag! Wir sprachen kürzlich an dieser Stelle mit Ralph J. Siebe, der den Plattenteller gegründet hat, leider aber augenblicklich wenig Zeit für sein Webradio findet und mit Manfred Schloßer, einem Buchautoren. Welche Überraschung hast Du für uns parat? Ausser CDs sammle ich leidenschaftlich Briefmarken und Modellautos. Du hast den Bierstaedter schon im Internet ge lesen, wirst Du jetzt öfter reinschauen? Ja, ich habe ihn schon gelesen. Er gefällt mir, ist interessant und ich werde ihn sicher wieder durchblättern. Ich danke Dir für das kurze Gespräch. Was dürfen wir uns für Dich wünschen? Gesundheit und Lebensfreude, um den Spaß muss man sich selbst kümmern! Ihr Inserat im Internet:

16 Das Bierstädter-Gewinnspiel mit BBB Anzeige Unser Suchbild entstand bei dem von Frau Fries beschriebenen Dresdenbesuch, wieder hat die Technik acht Fehler eingebaut. Zu gewinnen gibt es sechs Eintrittskarten für das Konzert der Cavern Beatles am in der Kulmbacher Stadthalle. Senden Sie die richtige Lösung bis zum 28. November 2013 an unsere Adresse: Der Bierstädter Roland Hermsdörfer, Kauernburger Platz 4, Kulmbach Achtung: Telefonnummer nicht vergessen! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Gewinner je eines Petra Ergesi Kalenders: Dieter Rödel, Kulmbach Renate Günther, Stadtsteinach Klaus Fischer, Mainleus Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. Kulmbach: Buchhandlung Friedrich Siedlerladen Metzgerei Weiss Lotto Hofmann 2x Bäckerei Groß 2x Kreutzers Bäckeria Parfümerie Benker Metzgerei Meisel Stadtbücherei Bäckerei Schwab 2x Friseur Stübinger Reiner WohnSinn Meisterstüberl Bäckerei Dumler Gaststätte Weinbrücke Café Schoberth Sonnenapotheke ReiseCenter Schaffranek Untersteinach: Stadtsteinach: Neuenmarkt: M leugast: M schorgast: Wirsberg: Lotto Rauh Lotto Goller Bäck. Groß Getr. Schübel Edeka Lotto Bäck. Griesenbrock Idea Park Eisenbahnmuseum Schreibw. Greim Lotto Toto Bäck. Lerner Bäck. Hutzler Himmelkron: Neudrossenfeld: Thurnau: Kasendorf: Fölschnitz: Trebgast: Grafengehaig: Mainleus: Edeka Teupert Tourist-Info Gast. Opel Lotto, Ledergasse Fränk. Dorfbäck. Uwe s Fischhäusla Schreibw. Häußinger Bäck. Vogel Gast. Fränk. Hof Bäck. Müller Metzgerei Wehner Auto Bauer Brauerei Haberstumpf Unner Lädla Lotto Toto Cash Getränke Wernstein: Schwarzach: Presseck: Katschenreuth: Burgkunstadt: Kronach: Lindau: Helmbrechts: Bayreuth: Pension Maintal Gal. Friedrich Gast. Oberer Wirt Café Groß Getr. Rausch ReiseCenter Schaffranek ReiseCenter am Marienplatz Sternapotheke ReiseCenter Schaffranek Kestel GmbH Galerie Ambiente Bäck. Schwab Lotto Leupold Jugendkultur-Zentrum Leder-, Landhausmoden Café Händel Bindlach: Weidenberg: Mann s Bräu Fahrradscheune Bäck. Griesenbrock Fränk. Dorfbäckerei Rauchhaus Metzgerei Bursian Bäckerei Schatz Gaststätte Porsch Grüner Baum Gaststätte Zum Mistelbach Brauerei Glenk WinkellosAlm Uhrmacher Ulbricht Boutique a. d. Oper Haarstudio Schmeißer Getr. Markgrafen Streitau: Bad Berneck: Altenplos: Heinersreuth: Michelau: Hummeltal: Glashütten: Schreibw. Goller Rheingold Musikschule Edeka Mittelberger Zeitschr. Münch Tabakw. Frans v. d. Heuvel Bäckerei Griesenbrock Rathaus Lotto Dammberger Metzgerei A. Wiegärtner Metzgerei A. Wiegärtner Verteilung an private Haushalte in Kulmbach Teilverteilung im Lkr. durch Brauerei Haberstumpf

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