Zentrum Vital 5. März 2014

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1 Zentrum Vital 5. März 2014

2 Warum diese Veranstaltung Die Neurologie hat sich von einem eher diagnostischen zu einem therapeutischen Fach gewandelt Bei einigen Erkrankungen werden zunehmend aggressivere Therapien eingesetzt Immer mehr Krankheiten werden fast ausschließlich im ambulanten Bereich diagnostiziert und behandelt

3 Übersicht Wo braucht der Neurologe Unterstützung durch den HA? Epilepsie Parkinsonsyndrom Restless Legs Syndrom Multiple Slerose

4 Wo braucht der Neurologe Unterstützung durch den HA Diagnostik hier vor allem Laborwerte und Medikamentenpläne Voruntersuchungen um Behandlungsmöglichkeiten zu klären vor allem EKG, Laborwerte Therapiebegleitung EKG, Laborwerte

5 Epilepsie Carbamazepin und Oxcabazepin: cave induziert Abbau an Cytochrom P, kognitive Verschlechterung, Hyponatrieämie Topiramat: Gewichtsabnahme, kognitive und emotionale Verändrungen, flüchtige Hypokaliämie Kribbeln der Handflächen Lamotrigen: sehr langsam aufdosieren Valproat: Wechslwirkungen mit CBZ u Lamot., cave Leber Pankreas

6 Parkinson/Restless Legs Syndrom Alle Dopaminagonisten: Impulskontroll Störungen (Spielen, Sex) psychotische S. Ergot. D.A. z.b. Cabergolin Herzklappenfibrose Alle Med. : Vigilanzstörungen Parkinsan (Ausweichpräperat): Torsade des Points RLS: auch im Verlauf Bestimmung Fe, Ferritin u. CRP sinnvoll

7 MulEple Sklerose Bisher Basistherapie mit Interferonen (Avonex, Rebif, Betaferon u. Extavia) und Glatimeracetat (Copaxone) Relativ sichere Therapie mit ca. 15 J. Erfahrung, gelegentliche Laborkontrollen sinnvoll aber wenig Vorschriften/Einschränkungen, keine lebensbedrohlichen Komplikationen Alle nur bei primär schubförmigem Verlauf zugelassen Neu Studien zeigen positiven Effekt von hochnormalen Vitamin D - Werten

8 Die neuen MS Medikamente Tysabri zur Eskalation zugelassenes AK- Präperat - 4 wöchentlich i.v. Gilenya zur Eskalation zugelassen 1xtäglich oral Aubagio Basistherapie 1xtäglich oral Tecfidera Basistherapie 2xtäglich oral Lemtrada aktive MS 2 Zyklen mit Infusionen: zu Beginn 5 Tage dann nach 12 Mo. 3 Tage

9 Tysabri Hauptrisiko Progressive Multifokale Leukencephalopathie Risiko steigt nach vorheriger Gabe von Chemotherapeutika oder Immunsupressiva, nach Therapiedauer > 2 Jahre u. v.a. bei JC- AK positiv Die Symptomatik kann einen MS Schub imitieren, gelegentlich aber auch eher hirnorganisches Psychosyndrom Bei akuter Infektion - Infusion verschieben Neurologe führt häufig 2monatlich Laborroutine durch

10 Gilenya Wichtigste N.W. Bradykardie bis zu AV Block bei Erstgabe Häufig Lymphopenie. Bei Lymphos unter 300/microl Absetzen Maculaödem Hauttumore Zoster

11 Aubagio In den ersten 6 Monaten BB u. GPT 14 tägig dann 8 wöchentlich RR- Anstieg möglich Teratogen Vorrübergehender Haarverslust Synchronisation des Wachstumszyklus möglich Bei geplanter Schwangerschaft oder Umstellung Elimination mit Cholestyramin notwendig

12 Tecfidera - Fumarsäure Wirksamkeit zwischen Basistherapie und Eskalationstherapie NW: Magen Darm Beschwerden Flush, dann event. je 250 ASS vor Einnahme Lymphozytopenie möglich

13 Lemtrada Monoklonaler AK der zur selektiven Depletion zirkulierender B- und T- Lymphozyten führt Schon 1 Infusion führt zur Verpflichtung folgender 4wöchentlicher Untersuchungen für 5 Jahre: Diff BB, Krea, Urinstatus mit Sedimentanalyse TSH im 3 Jahr 4 wöchentlich sonst 3 monatlich Gefahren: Idiopathische thrombozytopenische Purpura, Nephropathie inkl. Goodpasture S., Schilddrüsenerkrankungen

14 Zusammenfassung Die Therapien neurologischer Erkrankungen werden effektiver aber auch aggressiver Einerseits werden häufiger Untersuchungen beim HA vor allem Labor u EKG angefragt Andererseits werden immer häufiger Laboruntersuchungen beim Neurologen durchgeführt, die an den HA übermittelt werden können

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