pharma-aktuell Therapiestrategien bei MS Uro-onkologisches Update 2007 Operationsrisiken von stark übergewichtigen Patienten

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1 ISSN Jahrgang Ausgabe Nr. 02/ ,00 pharma-aktuell Europäisches Journal für Medizin, Pharmazie und Finanzen Deutsche Ausgabe Therapiestrategien bei MS ENS 2007 Individuelle Ansätze Uro-onkologisches Update 2007 Jedes Prostatakarzinom ist anders, jeder Patient auch Operationsrisiken von stark übergewichtigen Patienten

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3 Editorial Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren. Ein Augenblick der Ungeduld kann ein ganzes Leben zerstören. Chinesische Weisheit Sonntagvormittag, ländlicher Bereich in Deutschlands Westen: Ein Mann, Familienvater, ca. 42 Jahre alt, hat nach einer desastreusen Woche die Erkenntnis, sein Leben ändern zu müssen. Er ist intelligent, reflektiv und kennt sein größtes Problem: Er ist abhängig. Nicht nur Alkohol, auch Medikamente und Marihuana zählen zu den von ihm konsumierten Stoffen. Zudem weiß er, dass er seinen willensstarken Moment nutzen muss, ein Tag später könnte dieser schon verpasst sein. Nach 10 erfolglosen Telefonaten mit unterschiedlichen Suchthilfestellen und Krankenhäusern gibt er den Gedanken auf, noch am gleichen Tag stationäre Hilfe zu erhalten. Er rettet seinen Willen auf den Folgetag und erhält mittags einen Termin zum Erstgespräch in einer nahe gelegenen psychiatrischen Suchtabteilung. Der Chefarzt dort erkennt sofort das Problem, aber auch die Chance und plant mit dem Patienten den Aufenthalt. Nach Aufnahme der persönlichen Daten und Weitergabe derselben an die kaufmännische Abteilung, erhält der Mediziner die Rückmeldung, dass dieser Patient nicht aufzunehmen sei, es sei denn, er bezahle den Entzug selbst und zwar im Voraus. Der Patient ist nämlich Schweizer und auch dort krankenversichert. Mehrstündige Interventionsversuche des Arztes bringen kein anderes Ergebnis: Man habe schlechte Erfahrungen mit ausländischen Kassen gemacht Der Patient ist am Rande der Verzweiflung, hätte er die Möglichkeit, er würde in diesem Augenblick jede Droge nehmen, die sich bietet. Der Psychiater weiß, dass noch an diesem Tag ein Weg aufgezeigt werden muss, sonst ist die Chance verpasst, und er schlägt einen ambulanten Entzug unter Betreuung eines Arztes vor. Wäre der Patient am Wochenende volltrunken als Notfallpatient eingeliefert worden, hätte die Psychiatrie ihn übernehmen können Jeder, der mit abhängigen Patienten zu tun hat, weiß, dass eine echte Chance zum Entzug und zur Abstinenz nur besteht, wenn der Patient den eigenen Willen dazu aufbringt. Bekommt der Patient dann jedoch keine Unterstützung, können Mut und Kraft sehr schnell wieder verschwinden. Umso wichtiger ist es, bei dem von einem Patienten selbst geäußerten Wunsch nach Hilfe, die auch zuteil werden zu lassen und möglichst die Familie mit einzubeziehen. Alkohol Verantwortung setzt die Grenze ist der Titel einer bundesweiten Aktionswoche vom 14. bis 18. Juni 2007 initiiert durch das Bundesministerium für Gesundheit. Ziel war es, die Diskussion zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol in alle Lebensbereiche der Gesellschaft zu tragen. Die Suchtwoche 2007 will wenn es erforderlich ist helfen, Wege aus der Sucht zu weisen, die wissenschaftlich gesichert und praktikabel sind. Die Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche fördern die gesellschaftlich dringend gebotene Öffnung aller Fragen zu jeglicher Art von Abhängigkeiten. (www.suchtwoche.de) Die aktive Beteiligung von Ärzten ist ausdrücklich erwünscht und wird von der Bundesärztekammer unterstützt, da oftmals die Ärzte als erste Ansprechpartner für den Abhängigen fungieren. Das Hilfeersuchen des Patienten zu erkennen und Ernst zu nehmen kann manchmal schwierig sein und bedarf einer hohen Sensibilität. Uns allen wünsche ich daher offene Augen und die nötige Feinfühligkeit. Ihre Maria Gerigk pharma-aktuell 3

4 Inhalt Medizin Schmerztherapie Teil 1 Geschichte und Entwicklung 6 Kopfschmerzen: Frühe Warnsignale beachten 8 Seite 15 Aspirin Synonym für erfolgreiche Schmerztherapie 9 Hilfe durch Akutschmerzkurse 10 Unzureichende Behandlung der Psoriasis-Patienten 13 Hautärzte skeptisch gegenüber Einmaltherapie bei Fußpilz 15 Operationsrisiken bei stark übergewichtigen Patienten 17 Typ-2-Diabetes eine interdisziplinäre Herausforderung 19 Neues Medikament verbessert Blutfluss 21 Behandlungsoptionen bei Thrombose Neigung 22 Fortschritte in der Kardiologie Neues von Bayer Schering Pharma 24 Avonex : Konstanz in der MS-Therapie 28 Seite 17 MS Patienten brauchen mehr als nur Basistherapie 29 Aktuelle Daten der BENEFIT-Studie 30 Prinzipien der Basis- sowie der Eskalationstherapie 32 Pharmaökonomische Analyse bei RRMS 36 Seite 44 DGIM 2007 Rezidive vermeiden, Gesundheit erhalten 38 Bessere Compliance in der Schizophrenietherapie 40 Seronegative RA-Patienten nicht ausreichend versorgt 42 Bessere Akutversorgung vermindert Folgeschäden 43 Uro-onkologisches Update pharma-aktuell

5 Inhalt Überzeugende Wirkung von Erbitux erneut belegt 47 Neue Hoffnung für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom 49 Fortschritt in der Myelom Therapie 50 Testosteron-Mangel-Syndrom beim Mann eine Erkrankung 52 Seite 50 Spektrum Lieferfähigkeit von AWD.pharma-Produkten 55 AOK-Rabattverträge bestehen den ersten Praxistest 56 Actavis: Partner im Gesundheitswesen 57 Seite 57 Weiterbildung Bei der Reform vergessen? 58 epvs-abrechnung per D2D 59 Die elektronische Gesundheitsakte 62 Seite 62 Buchvorstellungen 63 APOLLON Hochschule Masterstudiengänge für die Gesundheitswirtschaft 64 Termine 65 Vorschau/Impressum 66 pharma-aktuell 5

6 Schmerztherapie Teil 1 Geschichte und Entwicklung Der Schmerz ist ein Phänomen, das die Menschheit seit Jahrtausenden beschäftigt. Nicht nur die Bekämpfung des Leidens, auch die Entstehung ist Thema vielfältiger Ausarbeitungen. Ärzte, aber auch Philosophen und Theologen, widmeten sich über Jahrhunderte immer wieder der Frage nach der Ursache, dem Sinn und der Bekämpfung des Schmerzes. Während letztere oftmals den Faktoren nachgingen, die heute dem psychosozialen Bereich zuzuordnen wären, versuchten die Ärzte eher, anhand der ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Wissenschaft, Erklärungen und Lösungen zu finden. Bei den Naturvölkern, aber auch in den frühen Hochkulturen, findet sich die Annahme, der Schmerz sei Ausdruck einer Inkorporation durch böse Geister. Es wurden daher Wege gesucht, die Geister aus dem Körper des Leidenden fliehen zu lassen: Zum Einen dienten Rituale und Besprechungen der Vertreibung der Geister über die vorgeformten Körperöffnungen, zum Anderen wurden dem Kranken beispielsweise durch Einritzen der Haut neue Öffnungen zum Austritt der Geister beigefügt. Auch die ritualisierte Trepanation ist wohl diesem Verfahren zuzuordnen. Gleichwohl fand sich in der Vorzeit schon ein vielfach hochspezialisiertes Wissen um die Heilkräfte von Kräutern und Tinkturen. So ist der Gebrauch von Opium (in Form von Mohnsaft) zur Schmerzlinderung schon bei den Altägyptern bekannt, in den südamerikanischen Kulturen finden sich Hinweise auf den Gebrauch von Coca-Blättern. Nahezu alle Kulturen wissen um den Nutzen von Nachtschattengewächsen wie Alraune, Bilsenkraut oder Stechapfel. Der berühmteste Arzt der Antike, Hippokrates ( v. Chr.), versuchte, den Schmerz mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des wissenschaftlichen Ansatzes zu erklären. Entsprechend seiner Lehre über die vier Körpersäfte entsteht Schmerz infolge eines Ungleichgewichtes zwischen Lymphe, Blut, schwarzer und gelber Galle. Dem Corpus hippocraticum sind sowohl Symptombeschreibungen als auch schmerztherapeutische Maßnahmen wie Medikamente, Aderlaß, Bäder, Hitze oder Kälte zu entnehmen. Aus der Antike sind weiterhin die Überlegungen des Philosophen Aristoteles ( v. Chr.) bekannt, der den Schmerz dem Herzen als Zentrum der Sinne zuordnet. Galenos ( n. Chr.) postulierte das Gehirn als Zentrum der Sinne und Ausgangspunkt von Schmerzen. Das Mittel der Wahl gegen den Schmerz war nach seiner Auffassung eine Mixtur aus Opium, Giftschlangenfleisch und verschiedenen weiteren Grundstoffen. Der von ihm entwickelte Theriak wurde, durch weitere Zutaten ergänzt, bis in das 19. Jahrhundert zubereitet und verabreicht. Mit Galenos endete die Hochzeit der antiken Medizin. In der Folgezeit wurde die Schmerztherapie auf der Basis des alten Wissens weitergeführt. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Opium waren bekannt und sind vielfach erwähnt. So schreibt Alexandros von Tralleis (ca n. Chr.) in seinen Zwölf Büchern über die Medizin : Wenn man das Medikament aus Mohn in Maßen und wie vorgeschrieben gibt, kann es äußerst heftige (Husten)Krisen erleichtern sowie es auch oft tötet, wenn man es zu schwache Patienten einnehmen lässt, oder solche, deren Brust eine übergroße Menge an schleimigem Auswurf abschließt. Obwohl es so scheint, als ob das Mittel den Husten beruhige und den Schlaf herbeiführe, steigert es in Wirklichkeit die Beklemmung in der Brust, so dass schon viele Kranke erstickt sind, als ob man sie mit einer Schlinge erwürgt hätte. Die Linderung von Schmerzen war im Mittelalter vor allem von der Kirchenobrigkeit nicht gern gesehen. Es herrschte die Meinung vor, jeglicher Schmerz sei gottgewollt und ein schicksalhaftes Ertragen ein Weg der Sühne. Die Erlösung von Schmerzen bedeutete eine Gnade Gottes, folgerichtig wurde Beten als Schmerztherapie eingesetzt. Die Abgabe oder auch die Einnahme schmerzstillender Mittel, vor allem von Opium, konnte zur Brandmarkung als Hexe(r) führen und auf dem Scheiterhaufen enden. Zu Beginn der Neuzeit entwickelte der Arzt und Philosoph Paracelsus ( n. Chr.) neue Ansätze im Verständnis von Medizin und Heilung und widersprach in seinen Lehren vielfach den alten galenischen Vorstellungen. Gegen Schmerzen empfiehlt er Laudanum, eine schon im Mittelalter gebräuchliche Mixtur unterschiedlicher Zutaten, die bei ihm Extrakte von Nachtschattengewächsen, Opiumpulver und Wein enthält. Neue Erkenntnisse im Bereich der Schmerztheorie gibt es nicht wird das Werk De homine des französischen Philosophen Descartes ( n. Chr.) veröffentlicht. Darin postuliert er eine Leitungsbahn für Schmerz aus verschiedenen Körperteilen direkt zum Gehirn und legte damit den Grundstein für das Verständnis der Schmerzweiterleitung. Descartes Überlegungen basierten auf der Annahme, dass Körper und Seele getrennte Einheiten seien, die jedoch über direkte Verbindungen interagieren können erweitert der Physiologe Moritz Schiff das Denkmodell durch seine Spezifitätstheorie: Eine Schmerzauslösung ist gebunden an spezifische Rezeptoren, Nervenfasern und an ein Schmerzzentrum im Gehirn. 6 pharma-aktuell

7 Diese Jahrhunderte sind geprägt von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Auch im Bereich der Schmerztherapie kommt es zu Neuerungen: 1683 beschreibt der niederländische Arzt ten Rhijne ( ) als erster Europäer die Technik der Akupunktur, die er in zwei Jahren Japanaufenthalt erlernen konnte entdeckt der englische Chemiker Davy die analgetische und erheiternde Wirkung des Lachgases isoliert der Paderborner Apotheker Sertüner das Morphin aus Opium, es folgt die Entdeckung von Codein durch den französischen Chemiker Robiquet gelingt dem italienischen Chemiker und Arzt Piria die Herstellung von Salicylsäure aus Salicin, welches der deutsche Apotheker Buchner 1828 aus der Weidenrinde isoliert hatte. Die schmerzstillende und entzündungsmildernde Wirkung von Weidenrindenextrakt war ebenfalls schon den alten Kulturen bekannt. Der Herstellung von der magenschonenderen Acetylsalicylsäure gelang jedoch erst 1897, kurz danach kommt das Produkt Aspirin von der Fa. Bayer auf den Markt, die zeitgleich beginnt, Heroin als Schmerzmittel zu vertreiben. Im gleichen Zeitraum gelingt auch die Synthese von Antipyrin und Phenacetin. Mitte des 19. Jahrhunderts werden in mehreren europäischen Orten Injektionsnadeln entwickelt. Mit der industriellen Fertigung dieser Kanülen ist es nun möglich, Medikamente gezielt und dosiert einzusetzen. Im 20. Jahrhundert beeinflussen die beiden Weltkriege auch die Entwicklung in der Schmerztherapie: 1920 wird in Deutschland als Folge der Versailler Verträge das erste Opiumgesetz erlassen. Zu dieser Zeit ist allerdings Cannabis noch frei erhältlich. Erst mit dem Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln von 1929 wurde auch die Cannabisabgabe geregelt. Ab 1922 ist das Präparat Novalgin der Fa. Hoechst erhältlich wird Pethidin, 1939 Methadon bei den Farbwerken Hoechst synthetisiert. In Folge der Zerschlagung der I.G.Farben 1945 kommt es zur Patententeignung. Die Fa. Hoechst AG bringt Methadon daher erst 1949 unter dem Namen Polamidon auf den deutschen Markt identifizieren die Amerikaner Bernard Brodie (Pharmakologe) und Julius Axelrod (Mediziner) Paracetamol als Hauptmetaboliten und wirksamen schmerzlindernden Anteil von Phenacetin. In der Folge wird Paracetamol als Analgetikum synthetisiert und ab 1956 in Großbritannien als Panadol eingeführt. Der amerikanische Anästhesist John Bonica, selbst reich an Schmerzerfahrung, verfasst 1953 mit dem Buch The Management Of Pain das erste Schmerztherapiewerk. Der Schmerz wird darin als durchaus eigenständige Erkrankung wahrgenommen liefern der ursprünglich aus der Psychologie stammende Kanadier Ronald Melzack und der britische Mediziner Patrick Wall eine neue Erklärung zur Entstehung von Schmerz. In ihrer Gate-Control-Theorie fassen sie bis dahin bekannte physische Faktoren und Theorien sowie psychische Faktoren zusammen und legen damit den Grundstein für neue Untersuchungen und ein umfassenderes Verständnis im Bereich der Schmerzentstehung. Bonica, der sich ebenfalls weiterhin mit Schmerzentstehung und Schmerztherapie beschäftigt, lädt 1973 insgesamt über 300 Teilnehmer zu einem multidisziplinären Treffen in Washington ein, in dessen Folge die International Association for the Study of Pain (IASP) entsteht formuliert die IASP die noch heute gültige Definition des Schmerzes: Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird. Die Formulierung, die letztlich sehr allgemein gefasst ist, impliziert wichtige Erkenntnisse aus der Schmerzforschung: Schmerz ist eine subjektive Empfindung, objektiv auslösende Faktoren, bzw. Läsionen können fehlen. Organische, aber auch emotionale Ursachen können als Schmerzauslöser fungieren. Inzwischen ist zudem allgemein anerkannt, dass es chronische Schmerzen auch ohne nachvollziehbare Gewebsschädigung geben kann. Die Entwicklungen der letzten 20 Jahre führten zu deutlichen Erleichterungen in der Behandlung von Schmerzpatienten. Mit der Einführung von transdermalem Fentanyl und Morphinretardpräparaten stehen dem Mediziner heute gut steuerbare Opiate zur Verfügung. Die PCA (patient-controlanalgesie), bei der der Patient sich nach ärztlicher Vorgabe selbst mit Schmerzmitteln versorgen kann, ist inzwischen auch im ambulanten Bereich einsetzbar. pharma-aktuell widmet sich in der nächsten Ausgabe dem akuten und chronischen Schmerz. pharma-aktuell 7

8 Kopfschmerzen: Frühe Warnsignale beachten Mehr als ein Drittel aller Teenager leiden in Deutschland unter wiederkehrenden Kopfschmerzen. Dies belegt die erste große epidemiologische Kopfschmerz-Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), die in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Cephalalgia publiziert wurde. Wiederkehrende Kopfschmerzen im Jugendalter sind ein Risikofaktor für chronische Kopfschmerzen im Erwachsenenalter, warnen die Autoren der Studie. Kopfschmerzen sind nicht nur bei Erwachsenen, sondern bereits bei Teenagern an der Tagesordnung. Das bestätigt eine breit angelegte Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft aus Westpommern, die nun in der Fachzeitschrift Cephalalgia publiziert wurde. Die Hälfte der Westpommerschen Haupt-, Real-, Privatschulen und Gymnasien nahmen an der im Schuljahr 2003/2004 durchgeführten Schülerbefragung teil, über Schülerinnen und Schüler füllten die Fragebögen aus. Mädchen haben häufiger Kopfschmerzen. Sieben von zehn Teenagern gaben an, innerhalb der letzten drei Monate mindestens einmal Kopfschmerzen gehabt zu haben. Bei den Mädchen waren es 78,9 Prozent, bei den Buben 59,5 Prozent. Besonders deutlich ist der Geschlechtsunterschied bei wiederkehrenden Kopfschmerzen. Diese gaben 48 Prozent der 12- bis 15-jährigen Mädchen und 26,5 Prozent der gleichaltrigen Jungen an. Damit sind Mädchen doppelt so häufig betroffen wie ihre männlichen Altersgenossen. Bei den Mädchen steigt die Häufigkeit von wiederkehrenden Kopfschmerzen mit dem Alter deutlich von 42,8 Prozent mit 12 Jahren auf 53,6 Prozent mit 15 Jahren an, bei den Jungen hingegen ist der Anstieg statistisch nicht signifikant. Woran das liegt, wissen wir im Moment noch nicht genau, räumen die Autoren der Studie ein. Die mit dem Eintritt in die Pubertät verbundenen hormonellen Veränderungen könnten vor allem bei Migräne eine Rolle spielen. Migräne betrifft Mädchen noch stärker. Noch deutlicher als beim Spannungskopfschmerz ist der Geschlechterunterschied bei Migräne. Diese spielt bei Jugendlichen vor allem dann eine Rolle, wenn man die strengen Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS) an die veränderten Verhältnisse bei Teenagern adaptiert, d. h. wenn man eine Kopfschmerzdauer bereits ab 30 Minuten statt erst ab vier Stunden in die Kategorie Migräne aufnimmt. Bei dieser Definition leiden 12 von hundert 15-jährigen Mädchen unter Migräne, aber nur vier Jungen. Mehr Bildung, mehr Kopfschmerz. Jugendliche, die höhere Schulen besuchen, leiden häufiger unter Kopfschmerzen als Hauptschüler. 17,6 Prozent der männlichen Hauptschulabsolventen und 28 Prozent der Gymnasiasten beschrieben Kopfschmerz während der vorausgegangenen drei Monate. Bei den Mädchen waren es 38,8 und vergleichsweise 51,1 Prozent. Der Zusammenhang zwischen Kopfschmerz und sozialer Herkunft wird allerdings kontrovers diskutiert, kommentieren die Autoren der Studie. Die wachsenden Kopfschmerzen seien wohl eher die Folge der Mehrbelastung durch Schulstunden und Hausaufgaben. Tagebuch führen. Um die therapeutischen Schritte in die richtige Richtung zu lenken, ist das Führen eines Kopfschmerztagebuches ein wichtiges Instrument. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigen, dass während der protokollierten Zeit die Häufigkeit der Beschwerden sinkt. Zwar finden viele Jugendliche das nervig, aber nur das Tagebuch gibt ihnen wirklich einen Überblick über die Ursachen ihrer Kopfschmerzen, weiss Dr. Astrid Gendolla von der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen. Der Knackpunkt, so die Neurologin, liege gerade bei Jugendlichen im Verstehen der auslösenden Mechanismen. Entspannung ist uncool. Aus ihrer Erfahrung mit Jugendlichen kennt Gendolla das ärztliche Dilemma: man möchte eine unnötige Medikation vermeiden, doch die Jugendlichen wollen kein Entspannungstraining. Die Essener Kopfschmerzspezialistin empfiehlt als Alternative einen edukativen Ansatz : wenn Jugendliche verstehen, was ihren Kopfschmerz verursacht, können sie auslösende Mechanismen, wie beispielsweise Alkoholkonsum oder Schlafentzug, meiden. Beeinträchtigt gelegentlicher Kopfschmerz den Alltag, könne dieser mit Paracetamol oder Ibuprofen, im Fall von Migräne mit Sumatriptan Nasenspray bekämpft werden. Medikamente gegen Chronifizierung. Tritt Migränekopfschmerz mindestens einmal pro Woche auf, empfiehlt Gendolla eine medikamentöse Prophylaxe, um die Chronifizierung der Beschwerden zu verhindern. Wenn ein Jugendlicher seine Beschäftigungen wegen Kopfschmerzen drei- bis viermal im Monat unterbrechen muss, sollte er eine vorbeugende Behandlung mit dem Migränemittel Flunarizin oder den Betablockern Metoprolol und Propronolol bekommen, um eine Chronifizierung der Schmerzen rechtzeitig zu verhindern, rät die Essener Neurologin. Fendrich K, Vennemann M, Pfaffenrath V, Evers S, May A, Berger K, Hoffmann W. Headache prevalence among adolescents - the German DMKG headache study. Cephalalgia Apr;27(4): Weitere Informationen: 8 pharma-aktuell

9 Aspirin Synonym für erfolgreiche Schmerztherapie Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure hilft gegen akute Alltagsschmerzen wie Kopf-, Rücken-, Muskelund Gelenkschmerzen Der Schmerz gehört zu den Urphänomenen des Lebens und beeinflusst den Menschen seit jeher sowohl physisch als auch psychisch. Heute sind Schmerzen eine weit verbreitete Gesundheitsstörung und gehören zum Alltag: In einer bundesweiten Studie des Robert-Koch-Instituts gaben nur neun Prozent der Deutschen an, im vergangenen Jahr keine Schmerzen gehabt zu haben. Besonders häufig trifft es Kopf und Rücken: Insgesamt 60 Prozent der Deutschen leiden an Kopfschmerzen und 59 Prozent an Rückenschmerzen. Damit Schmerzen nicht chronisch werden, sollten sie bereits im Akutstadium ernst genommen und behandelt werden. Bewährte Schmerzlinderung Schmerzexperten empfehlen, mehrstufig gegen Schmerzen vorzugehen. Bewegung, Entspannung, kreative Tätigkeiten und verträgliche Schmerzmittel sind ein gutes Rezept, um Schmerzen wirksam zu therapieren. Gleichzeitig gilt es, die Schmerzursache zu beseitigen. Der Aspirin-Wirkstoff die Acetylsalicylsäure hat in der Schmerztherapie eine lange Tradition. In der Ausstellung SCHMERZ verdeutlichen dies zwei Objekte: Eine der ersten Aspirin-Pulverflaschen aus dem Jahr 1899 sowie der Taufschein, das Cirkular, mit dem 1899 dem Bayer-Vorstand der Name Aspirin vorgeschlagen wurde. Noch heute mehr als einhundert Jahre später ist das Pharmakon eines der weltweit am häufigsten eingesetzten Medikamente. Und das nicht nur gegen akute Kopf-, Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen, sondern auch bei Fieber und Erkältungsschmerzen sowie zur Akuttherapie des Herzinfarktes und der Reinfarktprophylaxe von Herzinfarkt und Schlaganfall. Einzigartiger Wirkmechanismus Die analgetische Wirkung der Acetylsalicylsäure beruht auf der Hemmung der Prostaglandinsynthese. Prostaglandine sind körpereigene, hormonähnliche Botenstoffe, die an Schmerzreaktionen sowie Entzündungs- und Fieberprozessen beteiligt sind. Acetylsalicylsäure verhindert die Prostaglandinbildung, in dem sie das Enzym Cyclooxygenase (COX) hemmt. Durch diesen Wirkmechanismus werden Schmerzen gelindert, Fieber gesenkt und Entzündungen gehemmt. Eine der ersten Aspirin-Pulverflaschen aus dem Jahr 1899 Die COX-Hemmung der Acetylsalicylsäure bewirkt gleichzeitig den zweiten, unter Umständen lebensrettenden Effekt: Sie verhindert die Bildung der hormonähnlichen Substanz Thromboxan, die für das Zusammenklumpen der Blutplättchen verantwortlich ist. Diesen Vorgang bezeichnen Mediziner als Thrombozyten-Aggregationshemmung. Das Besondere daran: Im Gegensatz zu anderen Mitteln aus der Klasse der nicht-steroidalen Antirheumatika (wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen) hemmt der Aspirin-Wirkstoff COX dauerhaft, das heißt für die gesamte Lebenszeit der Blutplättchen. Das erklärt, warum nur Aspirin für die kardiovaskuläre Anwendung zugelassen ist. Gute Verträglichkeit Kaum eine andere Arznei ist ähnlich gut erforscht und verfügt über ein ähnlich gut dokumentiertes Verträglichkeitsprofil wie der Aspirin-Wirkstoff. Dies zeigte zuletzt eine Studie der Stanford-Universität, die die gängigsten rezeptfreien Schmerzmittel miteinander verglich. Acetylsalicylsäure ist demnach genauso verträglich wie Ibuprofen oder Paracetamol. Aspirin gibt es heute in verschiedenen Darreichungsformen, die die Verträglichkeit zusätzlich verbessern. Dazu gehören zum Beispiel die Brausetablette Aspirin Plus C oder die Kautablette Aspirin Direkt. Ein weiterer Meilenstein in der Galenik ist Aspirin Effect: Es ist das erste Kopfschmerzmittel in Form eines Brausegranulats, das akute Schmerzen auch ohne Wasser unterwegs lindert. Weitere Informationen unter und pharma-aktuell 9

10 Zu viele Patienten in deutschen Kliniken müssen die Zähne zusammenbeißen Hilfe durch Akutschmerzkurse Obwohl es längst Mittel und Wege gibt, Schmerzen im Krankenhaus zu verhindern, müssen in Deutschland noch viel zu viele Patienten die Zähne zusammenbeißen. Insbesondere die Behandlung akuter Schmerzen, z. B. nach einer Operation, liegt in den allermeisten Krankenhäusern im Argen. Komplikationen und Chronifizierung sind die unangenehmen und teuren Folgen in jedem vierten Fall haben chronische Schmerzen ihren Ursprung in einer Operation. Wie sich dieser Missstand beheben lässt, und das mit vertretbarem Aufwand, vermitteln Spezialisten in deutschlandweit angebotenen Crashkursen der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.v. (DGSS). Das einmalige, vom Arbeitskreis Akutschmerz der DGSS entwickelte Programm umfasst die grundlegenden medizinischen Kenntnisse der modernen Schmerztherapie ebenso wie die Organisation einer funktionierenden Schmerzversorgung im Krankenhaus. Das Ziel des Programmes ist, dass die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, im eigenen Krankenhaus eine hochwertige Schmerztherapie zu etablieren. Unnötiger Schmerz verschlingt Unsummen Nur etwa jedes zehnte der Krankenhäuser in Deutschland bietet Patienten derzeit eine moderne Schmerztherapie an. Viel zu häufig wird Schmerz zum Beispiel nach Operationen einfach hingenommen, die Patienten müssen da durch. Vielfach schrecken die vermeintlich hohen Kosten einer umfassenden Schmerzversorgung die Verantwortlichen ab, zumal die Schmerztherapie nach operativen Eingriffen nach den Regeln der Diagnosis Related Groups (DRG) nicht gesondert abrechnungsfähig ist. Doch Qualität wird belohnt, denn die Folgen einer unzureichenden Schmerzbehandlung gehen weit über das momentane Unwohlsein des Patienten PD Dr. Albrecht Wiebalck hinaus: Komplikationen wie Lungenentzündung und Thrombosen treten häufiger auf, wenn Patienten aufgrund von Schmerzen nicht durchatmen und sich nicht bewegen können. Die Heilung schreitet langsamer voran, die Liegedauer im Krankenhaus verlängert sich. Jeder 50. Patient leidet nach einer Operation zudem dauerhaft unter chronischen Schmerzen. Nach einer Untersuchung der DGSS sind chronische Schmerzen in jedem vierten Fall ursprünglich durch eine Operation verursacht, so PD Dr. Albrecht Wiebalck, Klinikum der Ruhr- Universität Bochum, Sprecher des Arbeitskreises Akutschmerz der DGSS. Das kostet die Sozialkassen in der Folge rund Euro pro betroffenem Patienten. Fast Track könnte Krankenhaustage sparen Dass das alles nicht nötig ist, lernen die Teilnehmer der Akutschmerzkurse in einem zweitägigen interaktiven Programm von führenden Experten. So beginnt eine umfassende Schmerztherapie im Idealfall schon vor der Operation, und wird währenddessen und danach konsequent weiterführt. Fast Track -Konzept nennt sich die Methode, bei der über einen Katheter schon während einer Bauchoperation zusätzlich zur Vollnarkose lokal Schmerzmittel über einen Katheter in die betroffene Körperregion geleitet werden. Das vermindert die Entstehung sympathischer Reflexe auf das Operationstrauma, modifiziert die hormonelle Stressantwort und erhält die Funktionen des Darmes. Nach der Operation kann der Patient, der durch das Pflegepersonal speziell geschult und angeleitet wird, schmerzfrei durchatmen, schnell wieder aufstehen und normal essen. Nach ca. zwei Tagen ist der Schmerz so weit abgeklungen, dass der Katheter entfernt werden kann. Die Fast-track -Rehabilitation reduzierte am Campus Mitte der Charité die Häufigkeit allgemeiner Komplikationen um mehr als 50 Prozent und stellte das Wohlbefinden der Patienten so rasch wieder her, dass sie bereits nach fünf bis sieben Tagen anstatt zehn bis 20 Tagen bei fast vollständiger Leistungsfähigkeit nach Hause entlassen werden können, berichtet Prof. Dr. Wolfgang Schwenk von der Charité. Geschätzte Krankenhaustage ließen sich durch den flächendeckenden Einsatz des Fast Track -Konzepts jährlich in Deutschland einsparen. Kinder und ältere Menschen brauchen gezielte Behandlung Besonderes Gewicht des Kurses liegt auch auf der Versorgung von Patientengruppen mit besonderem Risiko, wie zum Beispiel Suchtkranke, Kinder und alte Menschen. Wir berichten unseren Kursteilnehmern über die neuesten pathophysiologischen Erkenntnisse in der Entstehung des kind- 10 pharma-aktuell

11 lichen Schmerzsystems und der Wahrnehmung von Schmerzen, erklärt Eva Hoffmann (DRK-Kliniken Berlin Westend). Schlechte Schmerzbehandlung könne zur Strafe fürs ganze Leben werden. So kann eine nicht ausreichende Schmerzbehandlung mit damit verbundenem Stress beim Säugling oder sogar noch ungeborenen Kind gravierende, irreversible Veränderungen des Schmerzsystems verursachen, die dann zu einer geänderten, verstärkten Schmerzwahrnehmung führen. Die höchste Rate an operativen Eingriffen und schmerzhaften Erkrankungen weisen jedoch ältere Menschen auf. Altersbedingte Erkrankungen von Herz, Lunge, Nieren und Kreislauf wie auch Demenzerkrankungen erschweren das Erkennen und die Therapie von Schmerzen. Im Akutschmerzkurs der DGSS werden den Teilnehmern daher auch die wichtigsten Kenntnisse zu Schmerzmessung und sinnvollen Behandlungsstrategien alter und oft hilfloser Menschen mit Schmerzen vermittelt. Einmaliger Kurs Die Akutschmerzkurse der DGSS sind in Deutschland einmalig und werden mehrmals im Jahr an unterschiedlichen Orten angeboten. Sie richten sich sowohl an Ärzte als auch Pflegepersonal und Verwaltungsmitarbeiter von Kliniken. Sie vermitteln die wichtigsten medizinischen Kenntnisse über eine optimale Schmerztherapie im Krankenhaus ebenso wie Möglichkeiten der Organisation. Wir bilden Ärzte aus, die ihr Wissen mit in ihr Arbeitsumfeld nehmen, sich in ihrer Klinik für die Schmerztherapie verantwortlich fühlen, sich einsetzen und kompetenter Ansprechpartner vor Ort sind, so Dr. Wiebalck. Die Kurse sind angesichts der eingeschränkten Ressourcen eine preisgünstige Möglichkeit, Qualität in der Schmerzversorgung in die Kliniken zu tragen. Ansprechpartner: Dr. Eva Hoffmann, Fachärztin für Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, DRK Kliniken Berlin Westend, Spandauer Damm 130, Berlin, PD Dr. med. Albrecht Wiebalck, Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Palliativund Schmerzmedizin, BG-Kliniken Bergmannsheil, Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, Bochum, Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt 2. Deutscher Schmerzgipfel in Köln: Plädoyer für innovative Therapie mit Targin Umdenken zum Wohl und im Sinne der Patienten darin waren die Ärzte und Vertreter von Selbsthilfeverbänden sich auf dem 2. Deutschen Schmerzgipfel in Köln einig. Vor dem Hintergrund, dass die Versorgungssituation der rund 15 Millionen Menschen in Deutschland, die unter starken und chronischen Schmerzen leiden, immer noch unzureichend ist, formulierten sie als deutliches Fazit dieser Veranstaltung: Betroffene brauchen eine intelligente Schmerztherapie, die eine starke Linderung der Schmerzen bei guter Verträglichkeit gewährleistet und ihnen eine neue Lebensqualität ermöglicht. In diesem Zusammenhang plädierten sie für eine Therapie mit der innovativen Fixkombination von Oxycodon und Naloxon im Präparat Targin von Mundipharma. Damit wird nach ihrer Darstellung die Behandlung für den Patienten ebenso wie für den Arzt entscheidend vereinfacht. Was Patienten wirklich wollen lautete das Leitthema des 2. Schmerzgipfels. Eine Aussage, die gleichzeitig eine Frage beinhaltet. Dr. med. Gerhard Müller-Schwefe, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e. V., gab die Antwort: eine schnelle Schmerzlinderung und einen aktiven Schutz des Magen-Darm- Trakts. Diesem Anspruch wird erstmals die neue Fixkombination von Oxycodon und Naloxon gerecht. Targin ist in der Lage, schon zu Beginn der Therapie das Entstehen einer opioidbedingten Obstipation zu verhindern. Bei einer bestehenden Obstipation unter einer Opioidtherapie kann diese quälende Begleiterscheinung durch eine Umstellung auf Targin behoben werden, sagte er. Müller-Schwefe belegte sein Plädoyer für die Fixkombination mit einer aktuellen Studie, in der sich ein 2:1-Verhältnis (Oxycodon:Naloxon) als optimal herausgestellt hatte. Mit einer Wirkstärke von 10/5 mg Targin und 20/10 mg Targin werden nach seinen Worten die üblichen Opioiddosierungen abgedeckt. Höhere Dosierungen werden zurzeit in Studien untersucht und sind in der täglichen Praxis wirksam. Darüber hinaus würden durch den Wegfall der sonst notwendigen Laxanzien nicht nur zusätzliche Kosten >>> pharma-aktuell 11

12 eingespart (750 bis Euro im Jahr pro Patient), sondern die Einnahme werde auch wesentlich vereinfacht, sagte er. Durch diese intelligente Kombination mit dem prähepatisch peripher wirksamen Naloxon ist so eine Opioidtherapie auch langzeitig ohne die gefürchteten Nebenwirkungen im Gastrointestinaltrakt möglich, so Müller-Schwefe. Nach Aussage von Dr. med. Thomas Nolte vom Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden umfasst eine moderne und multimodale Schmerztherapie die individuellen Bedürfnisse des Patienten nach einem bio-psychosozialen Krankheitsverständnis. Effektive Maßnahmen einer erfolgreichen Schmerz- und Symptomkontrolle beinhalten flexible medikamentöse Therapiestrategien, die die opioid-typischen Nebenwirkungen antizipativ minimieren und damit auch eine hohe Akzeptanz beim Patienten induzieren. Privatdozent Dr. med. Überall aus Nürnberg wies darauf hin, dass Magen-Darm-Beschwerden zu den häufigsten Nebenwirkungen einer medikamentösen Dauertherapie bei chronischen Schmerzerkrankungen gehören. Je nach Grunderkrankung und Behandlungsdauer liege der Anteil der von einer Obstipation betroffenen Patienten unter stark wirksamen Opioiden bei 30 bis 90 Prozent. Laut Dr. med. Bernd Brüggenjürgen (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charité Berlin) besteht in Deutschland eine deutliche Unterversorgung von an starken und chronischen Schmerzen leidenden Patienten. Der Mehrbedarf sei mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Dieser liege zum Beispiel für die Behandlung von Tumorschmerz- Patienten mit stark wirksamen Opioiden zwischen 116 und 286 Millionen Euro. Brüggenjürgen: Die Schmerzpatienten gehören zu den kostenintensivsten im Gesundheitswesen. Die historischen Bestrebungen zur Kostendämpfung werden durch die neuen Gesetze fortgesetzt. In dem seit dem 1. April geltenden Gesetz zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG) formuliert der Gesetzgeber erstmals den Auftrag zur Ausführung von Kosten-Nutzen-Analysen bei der Bewertung von Arzneimitteln. Die neuen Bestimmungen schränken laut Brüggenjürgen die Therapiefreiheit der Vertragsärzte weiter ein, da die Patientenversorgung nochmals stärker an den Kosten ausgerichtet wird. Er ist überzeugt, dass die fragwürdigen Anreize zur Wirtschaftlichkeit sich kaum positiv auf die aktuelle Unterversorgung der Schmerzpatienten auswirken. Koe Mit Hilfsmittelnummer budgetfrei verordnungsfähig mediven ulcer kit bei Ulcus cruris venosum Bild: Über Menschen in Deutschland leiden unter einem venös bedingten offenen Bein. mediven ulcer kit steht für kontinuierliche Kompressionsversorgung und Therapietreue. Es besteht aus zwei kompressiven Komponenten: Der Strumpfverband mediven ulcer für die Dauerkompression mit einem Fesseldruck von 20 mmhg wird von Patienten sehr gut toleriert. Der Kompressions-Kniestrumpf mediven ulcer plus mit ebenfalls 20 mmhg Fesseldruck verstärkt tagsüber die Kompression und stellt in der Akutphase den medizinisch geforderten Kompressionsdruck von 40 mmhg sicher. Ein mediven ulcer kit enthält zwei Strumpfverbände mediven ulcer und einen medizinischen Kompressionsstrumpf mediven ulcer plus. Das fest mit dem Faden verbundene Silber im mediven ulcer wirkt auch bei antibiotikaresistenten Keimen antibakteriell und antimykotisch. Informationsmaterial gibt es bei medi Jasmin Brunner Medicusstraße Bayreuth Telefon Fax pharma-aktuell

13 Psoriasis-Patienten werden unzureichend versorgt Wichtige Informationsquelle im Internet: Aktion Hautfreiheit eine Hilfe für Betroffene Medizin In Deutschland gibt es erhebliche Defizite in der Versorgung von Psoriasis-Patienten. Dabei ist bekannt, dass die Lebensqualität der Erkrankten deutlich eingeschränkt ist. Außerdem besteht bei Psoriasis, wie aktuelle Forschungsergebnisse belegen, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Informationen können helfen und Betroffene ermutigen, sich aktiv mit ihrer Krankheit auseinander zu setzen und gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die individuell beste Therapie zu finden. Während der 44. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden diskutierten Experten nicht nur die aktuelle Versorgungssituation, sondern auch den Schweregrad der Erkrankung und assoziierte Komorbiditäten. Ebenfalls wurde die neue Internet-Informationsplattform Aktion Hautfreiheit für Patienten vorgestellt. Prof. Dr. med. Matthias Augustin Grundsätzlich gilt Psoriasis als schwere Erkrankung. Mit ihr sind außer der psychosozialen Belastung, die stärker ausgeprägt ist als bei Asthma, Diabetes oder sogar Krebsleiden, verschiedene Begleiterkrankungen verknüpft. Ein aktuelles Thema der Forschung ist das Wechselspiel zwischen Entzündung, Diabetes und Atherosklerose. Dieses Konzept wird unter anderem von epidemiologischen Studien gestützt, die eine erhöhte kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität bei Patienten mit entsprechenden Erkrankungen belegen, sagte Prof. Dr. med. Wolf-Henning Boehncke aus Frankfurt am Main während einer Pressekonferenz des Biotechnologie- Unternehmens Serono. Bei etwa einem Drittel der Psoriasis-Patienten in Deutschland liegt ein Schweregrad vor, der eine systemische Therapie indiziert. Zwischen der Einschränkung der Lebensqualität und dem objektiven Schweregrad zeige sich dabei nur eine geringe Korrelation, sagte Prof. Dr. med. Matthias Augustin aus Hamburg. Eine qualifizierte dermatologische Therapie führe zu signifikanten Verbesserungen der Lebensqualität und somit zu einer starken Reduktion der Krankheitslast. Psoriasis als Ursache für erhöhte Mortalität Das Spektrum der Therapiemöglichkeiten ist mit der Einführung der Biologics entscheidend erweitert worden. Sogar eine kontinuierliche Symptomfreiheit ist möglich. Aber nach Darstellung Augustins belegen epidemiologische Studien, dass trotz Einführung der Biologics nur 45 Prozent der Patienten mit schwerer Psoriasis adäquat versorgt werden. Psoriasis vulgaris und Psoriasis Arthritis sind insbesondere in den mittelschweren bis schweren Ausprägungsformen für viele Patienten äußerst belastende, sozio-ökonomisch bedeutende Erkrankungen. Die Versorgung der betroffenen Patienten mit Systemtherapeutika und Biologics ist bisher noch unzureichend, betonte der Mediziner aus Hamburg. Kommunikationsplattform will Patienten motivieren Die Experten appellierten an die Psoriasis-Patienten, zur Minderung ihrer Krankheitslast und Verbesserung ihrer therapeutischen Situation selbst aktiv beizutragen. Die neu gegründete Informationsplattform Aktion Hautfreiheit im Internet, die pragmatisch und pfiffig auf die Alltagssituation Betroffener eingeht, will sie dabei unterstützen. Die unter der Adresse zu erreichende Internetseite bietet schnellen Zugriff auf viele nützliche Informationen. Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats, Prof. Dr. med. Thomas Luger (Münster), Privatdozent Dr. med. Thomas Rosenbach (Osnabrück) und Prof. Dr. med. Uwe Gieler (Gießen), stellten die Aktion vor. Die von Serono in enger Zusammenarbeit mit Experten und Betroffenen gegründete Initiative will damit Patienten motivieren, aktiv zu werden und sich mit ihrer Erkrankung auseinander zu setzen. Die Informationen beziehen sich unter anderem auf die Prof. Dr. med. Wolf.-H. Boehncke für Betroffene oft unübersichtliche Therapielandschaft. Interessierte finden Tipps, wie sie den Schweregrad ihrer Erkrankung selbst einschätzen und das Gespräch mit dem Arzt mit einfachen Fragen vorbereiten können. Außerdem bietet die Informationsplattform Hinweise für Angehörige und Freunde. Koe pharma-aktuell 13

14 Das Bloodgen-Projekt: Verbesserung der Blutversorgung durch neue Blutgruppen-Typologie Die Ära, in der Blutgruppen nach den Faktoren ABO und Rh bestimmt wurden, ist möglicherweise schon bald vorbei. Neue Technologien für die Genotypisierung von Blut ermöglichen ein weitaus genaueres Bild von Blutgruppen, berichten Experten am 12. Kongress der European Hematology Association in Wien. Mit Hilfe der so genannten Genotypisierung könnte die Sicherheit von Bluttransfusionen, die Spender-Empfänger-Kompatibilität sowie die Effizienz der Blutbanken-Verwaltung gesteigert werden, berichtet Prof. Neil Avent vom Bristol Genomics Research Institute (GB). Prof. Avent hat soeben eine dreijährige Studie zum Thema abgeschlossen. Am Kongress der European Hematology Association (EHA) vom 7. bis 10. Juni in Wien präsentierte er das Bloodgen-Projekt ein Projekt zur groß angelegten, umfassenden Genotypisierung von Blutspendern in und außerhalb der EU. Wenn die umfassende Genotypisierung in Zukunft zur Norm wird, wird laut Professor Avent idealer Weise jeder Mensch wissen, zu welcher der neun Hauptblutgruppen er gehört. Erhöhte Transfusionssicherheit Denn in Wirklichkeit gibt es nicht nur die beiden mit den üblichen serologischen Tests bestimmten Blutgruppen-Systeme ABO und Rh, sondern 29 Subtypen. Die neue Technologie der Genotypisierung wurde in einer Studie unter der Leitung von Prof. Avent getestet. Sie konzentriert sich auf die neun wichtigsten und klinisch signifikanten Gruppen, zu denen auch die ABO- und Rh-Gruppen zählen. Präzisere Blutgruppenbestimmungen bringen Vorteile für alle. So kann beispielsweise eine Frau im Zuge einer Bluttransfusion mit geringer Kompatibilität Antikörper entwickeln, die im Falle einer Schwangerschaft zu Komplikationen bei der Immunantwort des Kindes führen können. Wird beispielsweise nach einem Unfall eine größere Transfusion verabreicht und die Spender-Empfänger-Kompatibilität ist nicht optimal, kann dies dazu führen, dass PatientInnen Antikörper entwickeln, die etwaige zukünftige Transfusionen erschweren. Prof. Avent weist darauf hin, dass mit den derzeit üblichen serologischen Tests durch Kreuzproben des Spender- und Empfängerserums das Auftreten von Komplikationen zwar bestmöglich unterbunden werde. Doch dank der weitaus höheren Genauigkeit der Genotypisierung von Blut wird die Transfusionssicherheit natürlich erhöht, so der Experte. Genotypisierung bietet Vorteile, wenn Zeit knapp ist Mithilfe der Genotypisierung werden Blutbanken Blutvorräte lagern können, deren genaues genetisches Profil bereits ermittelt worden ist. Sollte ein Patient, dessen Blutgruppe noch nicht bestimmt wurde, eine Transfusion benötigen, kann sein Blut genetisch analysiert, das Antikörperprofil ermittelt und eine passende Blutkonserve aus den bereits indexierten Vorräten bestimmt werden. Dadurch werden in der Versorgungslogistik erhebliche Einsparungen zeitlicher und arbeitstechnischer Natur möglich. Derzeit sind Kreuzprobentests mit den üblichen Serologietechniken bei PatientInnen mit vielen Antikörpern oftmals kompliziert und zeitraubend. Wenn bei Notfällen die Geschwindigkeit der medizinischen Intervention entscheidend ist, bietet die Genotypisierung also große Vorteile. Fakt ist, so Professor Avent, dass DNA-Reaktionen viel leichter zu steuern sind als serologische Tests. Aus diesem Grunde kann die Genotypisierung die Art und Weise revolutionieren, wie Blutbanken und Krankenhäuser betrieben werden. Die Verwendung von DNA-Daten könnte darüber hinaus im gesamten medizinischen System zur Norm werden, beispielsweise in der Behandlung genetisch determinierter Krankheiten oder in der Ermittlung der Toxizität eines Medikaments für einzelne PatientInnen. Verbesserung des Sicherheitsaspektes Ohne die Risiken der derzeitigen Blutbevorratung übertreiben zu wollen, so Prof. Avent, müsse man sich den möglichen klinischen Problemen stellen. Die Genotypisierung bietet eine wichtige Verbesserung der Blutsicherheit, so der Experte. Wenn Menschen mit seltenen Blutgruppen Bluttransfusionen erhalten, können sie darauf vertrauen, dass es sich um kompatibles Blut handelt. Gleichzeitig sollten diese Menschen von der Blutspende für Blutbanken ausgeschlossen werden. Europäischer Standard binnen 3 bis 4 Jahren Die Genotypisierung von Blut wird noch nicht auf kommerzieller Basis eingesetzt. Auf den ersten Blick erscheinen die Kosten bedeutend höher zu sein als für serologische Tests. Doch solche Vergleiche sind irreführend, wenn man die weitaus umfassendere Datenmenge berücksichtigt, die dadurch gewonnen werden kann. Prof. Avent erwartet, dass die Genotypisierung innerhalb von drei bis vier Jahren zur Standardtechnologie in Europa wird. Derzeit wird die Sachlage von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden geprüft. Jetzt müssten Blutbanken Studien durchführen und die Technologie selbst einführen, so der Experte. Außerhalb von Europa, aber angesichts zunehmender Migration auch innerhalb von Europa, biete die groß angelegte Genotypisierung außerdem eine Lösung für die sehr unterschiedlichen Blutprofile verschiedener ethnischer Bevölkerungsgruppen. 14 pharma-aktuell

15 Neue Umfrage des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD) Hautärzte skeptisch gegenüber Einmaltherapie bei Fußpilz Breitband-Antimykotikum Canesten EXTRA erfüllt Anforderungen der Mediziner Heilung braucht Zeit das gilt besonders bei Infektionserkrankungen der Haut wie zum Beispiel der Fußpilzinfektion. Doch jüngste Entwicklungen zeigen, dass besonders in der Selbstmedikation immer neue, scheinbar patientenfreundliche Therapieansätze auf den Markt kommen, die das Ziel verfolgen, die Behandlungsdauer deutlich zu verkürzen. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), dem rund 96 Prozent der Hautärzte in Deutschland angeschlossen sind, hat vor dem Hintergrund tiefer Einschnitte Bei der Frage nach den möglichen Ursachen für das schlechte Abschneiden von Selbstmedikation bei Fußpilz nimmt die zu kurze Behandlungsdauer nach überwiegender Einschätzung der Befragten die Spitzenstellung ein (87,31 Prozent). Fast zwei Drittel machen darüber hinaus fehlende Vorbeugung, z.b. durch rechtzeitige Anwendung eines Antimykotikums, verantwortlich. Dermatologen fordern Zeit für die Heilung Das Urteil der Experten ist eindeutig: Nur rund 10 Prozent der Befragten können auf positive Erfahrungen mit der Einmal- oder Kurzzeittherapie verweisen und sie ihren Patienten empfehlen. Knapp ein Viertel (26 Prozent) Auch Kurztherapie nur in Verbindung mit breitem Wirkspektrum empfohlen Als bemerkenswert bezeichnete der BVDD in seiner Umfrage auch einen Quervergleich mit der kleinen Zahl der Dermatologen, die angeben, positive Erfahrungen mit einer Kurzzeittherapie gemacht zu haben und sie ausdrücklich empfehlen. Allerdings gaben auch in dieser Untergruppe nahezu sämtliche Befragten (95 Prozent) an, ein Antimykotikum zur Behandlung von Fußpilz müsse das gesamte Erregerspektrum abdecken und große Teile der Fachgruppe (79 Prozent) halten eine zusätzliche antibakterielle Wirkung sowie eine Wirksamkeit am gesamten Fuß für wesentlich. Rund 74 Prozent fordern darüber hinaus bei Bedarf auch eine wiederholte Anwendungsmöglichkeit sowie eine Beständigkeit bei Wasser oder Schweißkontakt. Grafik: BVDD in die Struktur des bestehenden Versorgungssystems und in Hinsicht auf die Gesundheitspolitischen Entwicklungen seine Mitglieder im Januar 2007 zum Thema Selbstmedikation befragt. Als Fallbeispiel wurde bewusst ein Massenphänomen wie die Fußpilzinfektion (Tinea pedis) in den Fokus gestellt 1. Kritisch wird von den Ärzten die generelle Bagatellisierung des Krankheitsbildes in der öffentlichen Wahrnehmung (71 Prozent) bewertet. So glaubt der Großteil der befragten Ärzte nicht, betroffene Patienten seien überwiegend in der Lage, richtig einzuschätzen, wann es Zeit ist, zum Hautarzt zu kommen. beantwortet diese Frage mit eher nein, nahezu zwei Drittel (64 Prozent) sprechen sich unter Berufung auf ihre eigene Erfahrung und ihr Fachwissen dezidiert gegen eine Einmal- oder Kurzzeittherapie aus. Hohe Anforderungen an ein Antipilz-Mittel zur Selbstbehandlung Kritisch wird von den Ärzten auch die generelle Bagatellisierung des Krankheitsbildes in der öffentlichen Wahrnehmung (71 Prozent) bewertet. So glaubt der Großteil der befragten Ärzte nicht, betroffene Patienten seien überwiegend in der Lage, richtig ein- >>> Grafik: BVDD pharma-aktuell 15

16 Foto: Prof. Dr. Hans-Jürgen Tietz zuschätzen, wann es Zeit ist, zum Hautarzt zu kommen. Um den Behandlungserfolg bei Fußpilz zu sichern, stellen sie konsequenterweise hohe fachliche Anforderungen an rezeptfreie Medikamente, die zur Selbstbehandlung angeboten werden. An erster Stelle steht bei nahezu neun von zehn Hautärzten (86 Prozent) die Aussage, ein geeignetes Mittel solle das gesamte Erregerspektrum (Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze) abdecken, gefolgt von der Anforderung, es müsse bei Bedarf auch für eine wiederholte Anwendung geeignet sein (77 Prozent) und es solle auch dann wirksam sein, wenn Füße mit Wasser oder Schweiß in Berührung kommen (77 Prozent). Etwa 69 Prozent meinten, es müsse am gesamten Fuß einsetzbar und zusätzlich antibakteriell wirksam sein (ca. 69 Prozent). Ein Medikament, das diese Anforderungen hingegen uneingeschränkt erfüllt, ist Canesten Extra, ein so genanntes Breitband-Antimykotikum, das bei nur einmal täglicher Anwendung alle relevanten Pilzerreger am gesamten Fuß bei der empfohlenen Behandlungsdauer von drei Wochen zuverlässig bekämpft. Weitere Informationen unter 1 An der bundesweiten repräsentativen Fragebogenerhebung vom Januar 2007 beteiligten sich 402 (=100 Prozent) Praxen, darunter 211 Hautärzte (52,5 Prozent) und 191 Hautärztinnen (47,5 Prozent) Extrem-Bakterium hilft bei Neurodermitis und Psoriasis Außergewöhnliche Überlebensstrategien ermöglichen dem Bakterium Halomonas elongata selbst unter extremsten Bedingungen wie Hitze, Kälte, Trockenheit und im Salzwasser seit Millionen Jahren zu existieren. Unter Stresssituationen bildet Halomonas elongata Ectoin (www.aectan.de). Die ringförmige Aminosäure Ectoin wirkt als Zellschutz und Wasserspeicher. Ein Effekt, der nicht nur problematischer Haut z.b. bei Neurodermitis oder Psoriasis hilft. Ectoin gilt inzwischen als Rundumschutz gegen Umweltschäden (auch UV-Strahlen) und eignet sich dermatologischen Untersuchungen zufolge sehr gut als therapieunterstützende Pflegemaßnahme bei erkrankter Haut. Extreme Umweltbedingungen sind der Lebensraum des Bakteriums Halomonas elongata aus der Gruppe der Archaebakterien. Hohe Temperaturen, Trockenheit und starke UV-Strahlung können ihm ebenso wenig anhaben wie arktische Temperaturen oder gesättigte Kochsalzlösung in Salzseen und -wüsten. Dies wird durch die Bildung von Ectoin ((4S)-2-Methyl-1,4,5,6- Tetrahydropyrimidin-4-Carbonsäure) ermöglicht. Als stark wasserbindende niedermolekulare organische Verbindung entsteht es in halophilen Bakterien und ermöglicht extremophilen Organismen ein Überleben unter Stressbedingungen. Es stabilisiert natürliche Strukturen wie Proteine, Nukleinsäuren und Biomembrane und blockiert UV-Strahlung, Trockenheit, Hitze und Kälte. Durch diese Fähigkeit sorgt Ectoin für einen Feuchtigkeitsaufbau der Haut und unterstützt deren Immunsystem. (ghw) Zellschutz Ectoin beschleunigt die Produktion hauteigener Hitzeschockproteine um das 2-3fache. Diese müssen in erhöhtem Maße gebildet werden, wenn Hautzellen belastenden Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, um den körpereigenen Reparaturmechanismus in Gang zu setzen. Dieser Schutzmechanismus dient der Aufrechterhaltung der Vitalität von Hautzellen unter Stressbedingungen. Immunschutz Ectoin stabilisiert die sogenannten Langehanszellen, welche eine Schlüsselfunktion im Immunsystem der Haut ausüben. Sie schützen die Haut z.b. vor schädigenden Mikroorganismen und Allergenen. Zudem hemmt Ecotin die Freisetzung von proinflammatorischen Cytokinen, die an der Entzündungsantwort der Zelle wesentlich beteiligt sind. Schutz des Hydrolipidsystems Ectoin unterstützt intensiv das Feuchthaltevermögen der Haut, indem es das Hydrolipidsystem vor der destabilisierenden Wirkung eines erhöhten transepidermalen Wasserverlustes schützt. Dieser Effekt ist auch als Langzeiteffekt messbar. 16 pharma-aktuell

17 Die Operationsrisiken von stark übergewichtigen Patienten Professor Dr. med. Elke Muhl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Intensiv- und Notfallmedizin (CAIN), Oberärztin der Chirurgischen Klinik Lübeck Patienten mit Übergewicht (Adipositas) werden entsprechend der Höhe ihres Bodymass-Index (BMI = Gewicht in kg geteilt durch Quadrat der Körperlänge in m) nach einer Klassifikation der WHO in Schweregrade eingeteilt: Normalgewicht BMI 18.5 <25, Präadipositas BMI 25 <30, Adipositas Grad I BMI 30 <35, Adipositas Grad II BMI 35 <40, Adipositas Grad III = morbide Adipositas BMI >40. Die Anzahl von Patienten mit schwerem Übergewicht ist steigend. In Deutschland sind die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen im Alter von Jahren übergewichtig, 19% der Männer und 22% der Frauen sind adipös. Professor Dr. med. Elke Muhl Diese Patienten mit schwerem Übergewicht haben, wenn sie schwer krank sind und intensivmedizinischer Behandlung bedürfen. ein erhöhtes Risiko zu versterben und sie haben nach großen operativen Eingriffen ein erhöhtes Risiko, Komplikationen zu erleiden. Die Komplikationen reichen von Wundheilungsstörungen, Druckstellen, Thrombosen, Lungenentzündung bis hin zu Organversagen. Die meisten Patienten mit schwerem Übergewicht haben Begleiterkrankungen, die wir unter dem Begriff Metabolisches Syndrom zusammenfassen. Hierzu gehören der arterielle Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen mit zu hohen Blutfettwerten und eben das Übergewicht. Diese Patienten weisen ein stark erhöhtes Risiko auf für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Hinzu kommt, dass diese Patienten in der Intensivmedizin besondere Probleme bieten, auf die sich Ärzte und Pflegekräfte, Krankenhäuser und die Industrie einstellen müssen: der Zugang zu den Luftwegen ist oft erschwert und es gibt besondere Probleme bei der künstlichen Beatmung dieser Patienten. Bei tracheostomierten übergewichtigen Patienten sind Beatmungsschläuche für Normalgewichtige oft zu kurz, an der falschen Stelle gekrümmt oder im falschen Winkel gekrümmt (siehe Bilder unten). Man braucht Spezialanfertigungen. Das Leben arterieller und venöser Gefäßzugänge ist technisch schwieriger und es werden längere Nadeln benötigt. Für die Dosierung von Medikamenten gibt es Anpassungsbedarf wegen des Übergewichts, der je nach Medikament sehr unterschiedlich ist und nicht proportional zum Körpergewicht geht. Es gibt nur für wenige Medikamente Studien, die Medikamentenspiegel bei Adipösen tatsächlich untersucht haben. Lagerung und Mobilisierung stellen besondere Anforderungen an das Personal im Krankenhaus. Spezielle Ausbildung, besonders beim Pflegepersonal in rückenschonenden Arbeitstechniken, z.b. Kinaesthetik, sind wichtig und finden zunehmend Verbreitung. Gebraucht werden spezielle Operationstische für diese Patienten, spezielle Betten und Hilfsmittel für die Mobilisierung und Lagerung auf der Intensivstation (siehe Bilder rechte Seite). Auch Computertomographen und Kernspintomographen müssen auf den Leibesumfang und das Gewicht solcher Patienten angepasst sein. Die Körperkraft der Pflegekräfte reicht oft nicht aus, diese Patienten zu bewegen, so dass motorgetriebene Betten und Stühle mit Zulassung für besonders hohe Gewichte eingesetzt werden. Eine Sitzung beim Chirurgenkongress ist dem Thema der schweren Adipositas gewidmet, um die Probleme bei der Versorgung dieser Patienten zu diskutieren und das perioperative Management zu verbessern. In einer Untersuchung von internistischen Intensivpatienten in Frankreich betrug die Sterblichkeit von Intensivpatienten mit einem Body Mass Index von mehr als 27 32%, während normalgewichtige Patienten eine Sterblichkeit von nur 12 % hatten. Dieser Unterschied war statistisch hochsignifikant. (Goulenok C. er al. Chest, 2004, 125: ) Bei Intensivpatienten mit schweren Verletzungen konnte gezeigt werden, dass Komplikationen und Sterblichkeit für übergewichtige Patienten umso größer war (im Vergleich zur >>> pharma-aktuell 17

18 Normalgewichtigen Patientengruppe), je schwerer das Trauma war (Byrnes MC, J Trauma 2005, 58,2:232-7). In einer amerikanischen Studie bei 1373 chirurgischen Intensivpatienten waren die Unterschiede noch größer: Die Sterblichkeit auf der Intensivstation für die Patienten mit schwerem und krankhaftem Übergewicht (BMI über 40) betrug 33,3%, bei den Normalgewichtigen lag die Sterblichkeit nur bei 12,3%. (Nasrawy SA et al, Chest 2006,34,4). Schweres Übergewicht ist ein unabhängiger Risikofaktor als Intensivpatient zu versterben (bei gleichem Alter und gleicher Erkrankungsschwere). Die Probleme Übergewichtiger mit der Atmung sind gut untersucht. Mit zunehmendem Übergewicht nimmt die Dehnbarkeit von Lunge und Brustkorb zu, der Energiebedarf der Atemmuskulatur steigt, die Effizienz der Atemmuskulatur sinkt und die Atemarbeit ist erhöht um ca %. (ReberA, Anaesthesist 2005,54:715-27). Im Liegen, in Narkose und bei Beatmung führen der Tonusverlust des Zwerchfells und das Gewicht von Bauch und Brustkorb zu einer weiteren Verminderung der Sauerstoffaufnahme, dem mit spezieller Anpassung der Beatmung begegnet werden muss. Das Einbringen eines Beatmungsschlauchs ist bei 13-24% der adipösen Patienten erschwert und bedarf besonderer Instrumente und auch besonderer Erfahrung Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 1. bis 4. Mai 2007, München BUCHTIPP Weißbuch Diabetes in Deutschland Bestandsaufnahme und Zukunftsperspektiven der Versorgung einer Volkskrankheit Bertram Häussler u.a. Die Diabetesversorgung der Zukunft Erste umfassende Bestandsaufnahme zur Versorgungssituation Fundierte epidemiologische Zahlen und persönliche Expertise durch Fachbeirat Solide Basis für zukunftsrelevante Entscheidungen Diabetes mellitus -Versorgungssituation in Deutschland Das Weißbuch Diabetes gibt zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über die Versorgungssituation der Menschen mit Diabetes in Deutschland: eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Epidemiologie, den Strukturen, Prozessen, Ergebnissen und Kosten der Diabetes-Behandlung basierend auf den wichtigsten wissenschaftlichen Untersuchungen und Publikationen. Darauf aufgebaut wird eine Stärken-Schwächen-Analyse zur Diabetiker-Versorgung. Den Abschluss stellen aktuelle Trends und Zukunftsperspektiven dar, wie sie mit namhaften Fachleuten in einem Expertenforum diskutiert wurden. Eine wissenschaftlich fundierte Datensammlung für Ärzte und Institutionen im Gesundheitswesen, die sich mit strategischen Fragen zum Problem Diabetes mellitus auseinandersetzen wollen und müssen. 2006, 116 S., 12 Abb., kartoniert EUR [D] 29,95 EUR [A] 30,80 CHF 50,90 ISBN: pharma-aktuell

19 Typ-2-Diabetes eine interdisziplinäre Herausforderung Therapie ist wesentlich komplexer geworden Gute Erfahrungen mit Acarbose (Glucobay ) Die Patientenzahlen nehmen immer mehr zu. Parallel dazu hat aber auch die moderne Diabetologie in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Inzwischen geht es um weitaus mehr als um die reine Senkung des Blutzuckerspiegels. Mediziner und Wissenschaftler streben vielmehr an, die gestörte Stoffwechsellage mit all ihren Facetten in den Griff zu bekommen. Ihr Ziel ist es ebenfalls, Folgeschäden der Erkrankung und das erhöhte Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen abzuwenden. Zur entsprechend komplexer gewordenen Diabetestherapie gehört heute die Blutzucker- ebenso wie Blutdruckkontrolle, das Management von Risikofaktoren sowie die Therapie von Komplikationen der Grunderkrankung, und zwar bis in den urologischen Bereich hinein. Die Ärzte sehen den Typ- 2-Diabetes damit als interdisziplinäre Herausforderung. Das wurde während eines Symposiums der Bayer Vital GmbH zur 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Hamburg deutlich. die Triglyceride im Blut überproportional anstiegen. Wascher zitierte Studien, nach denen die postprandiale Hyperglykämie für das Gefäßsystem bedeutsamer ist als erhöhte Nüchternwerte. Sie ist der eigentliche kardiovaskuläre Risikofaktor. Wir brauchen deshalb Therapieregime, die den Anstieg des Blutzuckers nach der Nahrungsaufnahme bremsen, sagte er. Im Hinblick auf das Ziel, die kardiovaskuläre Gefährdung zu senken, plädierte der Mediziner aus Graz für den verstärkten Verzehr komplexer Kohlenhydrate, mehr Bewegung und eine unterstützende Behandlung mit der Substanz Acarbose, die Hauptbestandteil des Bayer- Präparats Glucobay ist. Auch für den manifesten Diabetes vom Typ 2 gelten die günstigen Effekte von Acarbose. Das belegt nach den Worten Hanefelds die MERIA- Studie, eine Metaanalyse von sieben prospektiven, placebo-kontrollierten Studien bei Typ-2-Diabetikern, die mindestens ein Jahr lang mit Placebo oder Acarbose behandelt wurden. Während der Untersuchung ergaben sich unter Acarbose 35 Prozent weniger kardiovaskuläre Ereignisse und 64 Prozent weniger Infarkte. Außer der Blutzuckerkontrolle sei auch eine adäquate Blutdruckkontrolle für die Langzeitprognose von Typ- 2-Diabetikern wichtig, sagte Prof. Dr. Thomas Unger aus Berlin. Der Blutdruck müsse deshalb bei Diabetikern Wie Prof. Dr. Thomas C. Wascher aus Graz deutlich machte, wird durch die Hyperglykämie vor allem das Gefäßsystem beschädigt. Der Österreicher wies darauf hin, dass beim Diabetiker nach einer Mahlzeit zunächst der Glukosespiegel, im weiteren Verlauf auch Prof. Dr. Hanefeld Auch Prof. Dr. Markolf Hanefeld aus Dresden sieht in Glucobay eine gute Therapieoption, weil Acarbose nach seinen Worten die Kohlenhydrat-Aufspaltung im Darm verzögert, damit die postprandiale Hyperglykämie mindert und das Blutzuckertagesprofil glättet. Das wirkt sich günstig auf den Stoffwechsel aus, wie der Mediziner mit Daten aus der STOP NIDDM-Studie belegte. Darin führte Acarbose bei Menschen mit gestörter Glukosetoleranz zu einer Reduktion der Rate eines neu manifestierten Diabetes. Zugleich wurden eine Senkung des Blutdrucks und eine signifikante Reduktion der kardiovaskulären Ereignisrate um 49 Prozent erreicht. so eingestellt werden, dass er möglichst den Wert von 130/80 mmhg nicht übersteigt. Wichtig seien Strategien zur Verbesserung der Insulinresistenz. In gewisser Weise lasse sich das auch über die antihypertensive Therapie erreichen. Nach den Worten Ungers ist speziell bei den Sartanen gut dokumentiert worden, dass sie unabhängig von der Blutdrucksenkung auch positive Wirkungen auf den Glukosemetabolismus haben. So wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass der Wirkstoff Telmisartan (Kinzalmono, Kinzalkomb ) den Serumglukosewert senkt und die Glukosetoleranz sowie die Insulinresistenz bessert. In Studien wurde dar- Prof. Dr. Thomas C. Wascher >>> pharma-aktuell 19

20 über hinaus eine Reduktion der Inzidenz eines neu auftretenden Diabetes mellitus von etwa 30 Prozent erkannt. Laut Prof. Dr. Diethelm Tschöpe aus Bad Oeynhausen muss beim Diabetes vom Typ 2 auch die Aktivierung des Gerinnungssystems berücksichtigt werden, die das kardiovaskuläre Risiko entscheidend mitbestimmt. Die diabetische Stoffwechsellage stehe im Zusammenhang mit einer endothelialen Dysfunktion und konsekutivem Verlust der NO-vermittelten Vasodilatation. Das sei eine Situation, die die Aggregations- und Adhäsionsbereitschaft der Thrombozyten deutlich steigere. Nach seinen Worten ergibt sich daraus eine Indikation für die Behandlung mit Acetylsalicylsäure (Aspirin ), um die Thrombozytenaggregation zu hemmen und gleichzeitig auch über Muskarin-Rezeptoren am Detrusor ansetzen und die unkontrollierte Kontraktion hemmen. Bei einer erektilen Auch sichtbar: Prof. Dr. Hanefelds Schlussfolgerung Prof. Dr. Thomas Unger die irreversible Cyclooxygenasehemmung auch inflammatorischen Prozessen im Blutgefäß entgegen zu wirken. Nach der Erfahrung des Privatdozenten Dr. Tim Schneider aus Mühlheim/Ruhr gibt es oft auch urologische Komplikationen bei Typ-2-Diabetikern. Für die Behandlung von Patienten mit überaktiver Blase sind seiner Meinung nach spezifische M3-Antimuskarinerika wie zum Beispiel Darifenacin (Emselex ) sinnvoll, da sie an den Dysfunktion, an der laut Schneider bis zu 70 Prozent der Diabetiker leiden, ist aus seiner Sicht ein Phosphodiesterase-5-Hemmer das Mittel der Wahl. Dabei habe der Wirkstoff Vardenafil (Levitra ) auch bei diabetischen ED- Patienten eine gute Wirksamkeit mit Ansprechraten von rund 70 Prozent erzielt, so der Privatdozent. Koe BUCHTIPP Das metabolische Syndrom Grundlagen Labor Klinik Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus mit den Folgen Herzinfarkt und Schlaganfall Pott, Gerhard (Hrsg.) Adipositas, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie und Diabetes: Rund ein Viertel der Deutschen leidet unter einem metabolischen Syndrom. Vermehrt sogar Jugendliche und Kinder. Mit einer übersichtlichen Darstellung der Symptome, diagnostischen Schritte und therapeutischen Maßnahmen liefert dieser Praxisleitfaden das notwendige Wissen für eine rasche und fundierte Orientierung. Mit einem Geleitwort der Deutschen Herzstiftung. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage Seiten, 31 Abbildungen, 97 Tabellen, kartoniert ISBN-10: EUR D 29,95 EUR A 30,80 CHF 48,00 20 pharma-aktuell

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