Passiva. KONZerNANHANG

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1 KONZERNABSCHLUSS nach ifrs INHALTSVERZEICHNIS Primäre FiNANZinforMATionen 104 Konzern-Bilanz 106 Konzerneigenkapital 107 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 107 Im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste Gewinne und Verluste 108 Konzern-Kapitalflussrechnung KONZerNANHANG 109 Segmentberichterstattung 111 Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 113 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden 117 Klassifizierung von Versicherungsverträgen 118 Fremdwährungsumrechnung 119 Wertminderungen 120 Schätzungen 120 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für einzelne Posten des Konzernabschlusses 130 Risikoberichterstattung Aktiva Immaterielle Vermögenswerte Grundstücke und Bauten Anteile an at equity bewerteten Unternehmen Beteiligungen Details Ausleihungen und übrige Kapitalanlagen Sonstige Wertpapiere Kapitalanlagen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Forderungen Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern Steuerabgrenzungen Übrige Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Passiva Konzerneigenkapital Nachrangige Verbindlichkeiten Prämienüberträge Deckungsrückstellung Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Rückstellung für Prämienrückerstattung Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern Übrige Passiva Eventualschulden und -forderungen Gewinn- und Verlustrechnung Abgegrenzte Prämien Finanzergebnis Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen Sonstige Erträge Aufwendungen für Versicherungsfälle Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung Sonstige Aufwendungen Steueraufwand Sonstige Angaben Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Verpflichtungen aus Operating- Leasingverhältnissen 102 Konzernbericht 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

2 Unternehmen & Strategie konzernlagebericht konzernabschluss VIENNA INSURANCE GROUP Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFrs) Berichtsperiode Vergleichsstichtag der Bilanz Vergleichsperiode der Gewinn- und Verlustrechnung Währung EUR C Konzernbericht 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 103

3 KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012 AKTIVA Konzernanhang A. Immaterielle Vermögenswerte 1 I. Geschäfts- oder Firmenwerte A II. Entgeltlich erworbene Versicherungsbestände B III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte C Summe Immaterielle Vermögenswerte B. Kapitalanlagen I. Grundstücke und Bauten 2,D II. Anteile an at equity bewerteten Unternehmen III. Finanzinstrumente E a) Ausleihungen und übrige Kapitalanlagen b) Sonstige Wertpapiere Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente * Summe Kapitalanlagen C. Kapitalanlagen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 7, F D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 8, G E. Forderungen 9, H F. Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern 10, I G. Aktive Steuerabgrenzung 11, J H. Übrige Aktiva 12, K I. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Summe AKTIVA * Inklusive Handelsbestand 104 KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

4 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012 PASSIVA Konzernanhang A. Eigenkapital 14 I. Grundkapital II. Sonstige Kapitalrücklagen III. Kapitalrücklage aus Zuzahlungen auf Hybridkapital IV. Gewinnrücklagen V. Übrige Rücklagen VI. Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital B. Nachrangige Verbindlichkeiten C. Versicherungstechnische Rückstellungen I. Prämienüberträge 16, L II. Deckungsrückstellung 17, M III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 18, N IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung 19, O V. Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung 19, P VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 20, Q Summe Versicherungstechnische Rückstellungen D. Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 21, R E. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22, S II. Sonstige Rückstellungen 23, T Summe Nichtversicherungstechnische Rückstellungen F. Verbindlichkeiten 24, U G. Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern H. Passive Steuerabgrenzung I. Übrige Passiva Summe PASSIVA C KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 105

5 KONZERNEIGENKAPITAL Entwicklung des Konzerneigenkapitals in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 Grundkapital Sonstige Kapitalrücklagen Kapitalrücklage aus Zuzahlungen auf Hybridkapital Gewinnrücklagen Übrige Rücklagen Zwischensumme Nicht beherrschende Anteile Stand am 1. Jänner Änderungen Konsolidierungskreis / Beteiligungsquoten Gesamtergebnis Dividendenzahlung * Stand am 31. Dezember Stand am 1. Jänner Änderungen Konsolidierungskreis / Beteiligungsquoten Gesamtergebnis Dividendenzahlung * Stand am 31. Dezember * Inklusive Auszahlung zur Bedienung des Hybridkapitals Eigenkapital Die oben angeführte Zwischensumme entspricht dem den Anteilseignern und anderen Kapitalgebern der Muttergesellschaft zugeordneten Eigenkapital. Der Anteil des Anteileigners an der unmittelbar im Eigenkapital der at equity bewerteten Unternehmen ausgewiesenen Veränderung beträgt TEUR (TEUR ). Zusammensetzung Übrige Rücklagen Unrealisierte Gewinne und Verluste Währungsrücklage Summe Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen Anleihen Aktien und andere Unternehmensbeteiligungen Investmentfonds abzüglich: Rückstellung für latente Gewinnbeteiligung Latente Steuern Nicht beherrschende Anteile Summe KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

6 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JÄNNER 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012 Konzernanhang Prämien 28 Verrechnete Prämien Gesamtrechnung Verrechnete Prämien Anteil Rückversicherer Verrechnete Prämien Eigenbehalt Veränderung der Prämienabgrenzung Gesamtrechnung Veränderung der Prämienabgrenzung Anteil Rückversicherer Abgegrenzte Prämien Eigenbehalt Finanzergebnis exklusive at equity bewertete Unternehmen 29 Erträge aus der Kapitalveranlagung Aufwendungen aus der Kapitalveranlagung und Zinsaufwendungen Summe Finanzergebnis exklusive at equity bewertete Unternehmen Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen Sonstige Erträge Aufwendungen für Versicherungsfälle 32 Aufwendungen für Versicherungsfälle Gesamtrechnung Aufwendungen für Versicherungsfälle Anteil Rückversicherer Summe Aufwendungen für Versicherungsfälle Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung 33 Abschlussaufwand Verwaltungsaufwand Rückversicherungsprovisionen Summe Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung Sonstige Aufwendungen Gewinn vor Steuern Steueraufwand Periodenüberschuss davon den Anteilseignern der Vienna Insurance Group zuordenbar davon nicht beherrschende Anteile am Periodenüberschuss C Ergebnis je Aktie * 14 Unverwässerter = verwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) 3,17 2,87 * Die Berechnung dieser Kennzahl umfasst die aliquoten Zinsenaufwendungen für Hybridkapital. IM EIGENKAPITAL ERFOLGSNEUTRAL ERFASSTE GEWINNE UND VERLUSTE Periodenüberschuss /- Im Eigenkapital erfasste Währungsänderungen /- Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten Steuern auf die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste * Summe Im Eigenkapital erfasster Gewinne und Verluste nach Steuern (Gesamtergebnis) davon den Anteilseignern der Vienna Insurance Group zuordenbar davon nicht beherrschende Anteile * Die Steuern resultieren ausschließlich aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten. KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 107

7 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG VOM 1. JÄNNER 2012 BIS 31. DEZEMBER Periodenüberschuss Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen netto Veränderung der versicherungstechnischen Forderungen und Verbindlichkeiten Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten Veränderung bei Wertpapieren im Handelsbestand Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Kapitalanlagen Abschreibungen/Zuschreibungen aller übrigen Kapitalanlagen Veränderung Pensions-, Abfertigungs- und sonstige Personalrückstellungen Veränderung der aktivischen/passivischen Steuerabgrenzung exkl. Steuerverbindlichkeiten Veränderung sonstiger Bilanzposten Veränderung Geschäfts- und Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Auszahlungen aus dem Erwerb von vollkonsolidierten und at equity konsolidierten Unternehmen Einzahlungen aus dem Verkauf von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren Auszahlungen aus dem Erwerb von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren Einzahlungen aus dem Abgang von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapieren Auszahlungen aus dem Zugang von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapieren Einzahlungen aus dem Verkauf von Grundstücken und Bauten Auszahlungen aus dem Erwerb von Grundstücken und Bauten Veränderung von Posten der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung Veränderung bei den übrigen Kapitalanlagen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit Verringerung nachrangiger Verbindlichkeiten Dividendenzahlungen Einzahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit Auszahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit Veränderung der Finanzmittel Stand der Finanzmittel am Anfang der Berichtsperiode Veränderung der Finanzmittel Konsolidierungskreisänderung Währungsdifferenzen innerhalb der Finanzmittel Stand der Finanzmittel am Ende der Berichtsperiode davon Gemeinnützige Wohnbaugesellschaften Zusatzinformationen Erhaltene Zinsen Erhaltene Dividenden Bezahlte Zinsen * Bezahlte Ertragssteuer Erwarteter Cash Flow der umklassifizierten Wertpapiere Effektiver Zinssatz der umklassifizierten Wertpapiere 5,35% 5,07% * Die bezahlten Zinsen sind überwiegend der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen. 108 KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

8 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS SEGMENTBERICHTERSTATTUNG KONZERN-BILANZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN AKTIVA Schaden/Unfall Leben Kranken Gesamt A. Immaterielle Vermögenswerte B. Kapitalanlagen C. Kapitalanlagen der fondsund indexgebundenen Lebensversicherung D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen E. Forderungen F. Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragssteuern H. Übrige Aktiva I. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zwischensumme Aktive Steuerabgrenzung Summe AKTIVA C PASSIVA Schaden/Unfall Leben Kranken Gesamt B. Nachrangige Verbindlichkeiten C. Versicherungstechnische Rückstellungen D. Versicherungstechnische Rückstellungen der fondsund indexgebundenen Lebensversicherung E. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen F. Verbindlichkeiten G. Steuerverbindlichkeiten aus Ertragssteuern I. Übrige Passiva Zwischensumme Passive Steuerabgrenzung Eigenkapital Summe PASSIVA Die zu jedem Geschäftssegment angegebenen Beträge wurden um die aus segmentinternen Vorgängen resultierenden Beträge bereinigt. Daher kann aus dem Saldo der Segmentaktiva und Segmentpassiva nicht auf das dem jeweiligen Geschäftsbereich zugeteilte Eigenkapital geschlossen werden. KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 109

9 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN UND REGIONEN GESCHÄFTSBEREICHE Schaden/Unfall Leben Kranken Gesamt Verrechnete Prämien Gesamtrechnung Abgegrenzte Prämien Finanzergebnis exkl. at equity bewerteten Unternehmen Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen Sonstige Erträge Aufwendungen für Versicherungsfälle Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung Sonstige Aufwendungen Gewinn vor Steuern REGIONEN Österreich Tschech. Republik Slowakei Polen Verrechnete Prämien Gesamtrechnung Abgegrenzte Prämien Finanzergebnis exkl. at equity bewerteten Unternehmen Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen Sonstige Erträge Aufwendungen für Versicherungsfälle Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung Sonstige Aufwendungen Gewinn vor Steuern REGIONEN Rumänien Übrige Märkte Zentrale Funktionen Konsolidierung Gesamt Verrechnete Prämien Gesamtrechnung Abgegrenzte Prämien Finanzergebnis exkl. at equity bewerteten Unternehmen Ergebnis aus Anteilen an at equity bewerteten Unternehmen Sonstige Erträge Aufwendungen für Versicherungsfälle Aufwendungen für Versicherungsabschluss und -verwaltung Sonstige Aufwendungen Gewinn vor Steuern KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

10 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG UND BILAN- ZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Allgemeines Die Vienna Insurance Group ist der führende österreichische Versicherungskonzern in Zentral- und Osteuropa und damit auch die größte börsennotierte Versicherungsgruppe Österreichs mit Sitz am Schottenring 30, 1010 Wien. Der Wiener Städtische Versicherungsverein bezieht als oberste Muttergesellschaft die Vienna Insurance Group in ihren Konzernabschluss mit ein. Die Versicherungsgesellschaften der Vienna Insurance Group bieten qualitativ hochwertige Versicherungsdienstleistungen sowohl im Lebens- als auch im Nichtlebensversicherungsbereich in 24 Ländern Zentral- und Osteuropas an. Die Geschäftsbereiche der Vienna Insurance Group sind die Schaden- und Unfallversicherung, die Lebensversicherung und die Krankenversicherung. Die Regionen der Vienna Insurance Group umfassen Österreich (inkl. der Zweigniederlassungen der Wiener Städtischen in Slowenien sowie der Wiener Städtischen und der Donau Versicherung in Italien), die Tschechische Republik, Slowakei, Polen (inkl. der Zweigniederlassung der Compensa Nichtleben in Litauen und Lettland), Rumänien, Übrige Märkte und Zentrale Funktionen. Die Region Zentrale Funktionen besteht aus BIAC, Central Point, ELVP, LVP Holding, Neue Heimat Holding, Progress, TBIH, VIG Fund, VIG Holding, VIG RE und den gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften. Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand für strategische Entscheidungen ausgemacht. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewandt. Grundsätze der Rechnungslegung Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie von finanziellen Vermögenswerten und bestimmten Finanzschulden (einschließlich Derivaten), die bilanziell zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlüssen wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind erfordert Schätzungen. Außerdem verlangt die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft, dass das Management Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der Erläuterung auf Seite 120 aufgeführt. Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit gerundet und soweit angegeben in Tausend Euro ausgewiesen. Für Berechnungen werden dennoch die genauen Beträge einschließlich nicht dargestellter Ziffern verwendet, sodass dadurch Rundungsdifferenzen auftreten können. Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen wurden und im Geschäftsjahr erstmalig angewendet wurden Die neu anzuwendenden Regelungen (Standardänderungen, neue und geänderte Interpretationen), die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine oder keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. Standards, Interpretationen und Änderungen zu publizierten Standards, die 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und nicht vorzeitig angewendet wurden IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, wurde im Juni 2011 geändert. Die Auswirkungen im Konzern werden nachfol- C KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 111

11 gend erläutert: Der Korridoransatz wird abgeschafft und sämtliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden beim Anfall im sonstigen Ergebnis erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen und der Zinsaufwand werden netto unter Berücksichtigung des der leistungsorientierten Verpflichtung zugrunde liegenden Zinssatzes ermittelt. Eine Anwendung hat mit Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen, zu erfolgen. Bei Anwendung dieser Berechnungsmethode in der Berichtsperiode vom 1. Jänner 2012 bis 31. Dezember 2012 wären versicherungsmathematisch kumulierte Gewinne und Verluste in Höhe von TEUR (TEUR ) im sonstigen Ergebnis als Teil des Gesamtergebnisses darzustellen. IFRS 9 ist im Rahmen eines umfangreichen Projektes, den IAS 39 zu ersetzen, der erste veröffentlichte Standard. Mit Ersterfassung sind finanzielle Vermögenswerte künftig in die Kategorien Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten einzuordnen. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die aufgrund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Die neuen Vorschriften sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2015 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme in europäisches Recht ist bisher noch nicht erfolgt. Die Auswirkungen von IFRS 9 für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Darstellung im Konzern werden vom Vorstand der Vienna Insurance Group fortlaufend geprüft. IFRS 10, Konzernabschlüsse, baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Darüber hinaus enthält der Standard zusätzliche Leitfäden, die bei der Bestimmung, ob eine Beherrschung vorliegt, unterstützen insbesondere bei schwierigen Fällen. Der Konzern hat die vollen Auswirkungen des IFRS 10 noch nicht ausgewertet und wird IFRS 10 spätestens im Geschäftsjahr, welches am 1. Jänner 2014 beginnt, anwenden. IFRS 13, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, hat die Verbesserung der Bewertungskontinuität und die Verminderung der Komplexität als Ziel gesetzt. Es wird beschrieben, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist, wie die Bewertung bestimmt wird und welche Angaben zu machen sind. Die Vorschriften, die eine Angleichung von IFRS und US GAAP mit sich bringen, erweitern nicht den Anwendungsbereich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, sondern erläutern in den Fällen, in denen dies bereits von Standards verlangt oder erlaubt wird, wie der beizulegende Zeitwert anzuwenden ist. Der Konzern wird IFRS 13 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches nach dem 1. Jänner 2013 beginnt. Für alle anderen Standards oder Interpretationen bzw. deren Änderungen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, wird keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss erwartet. 112 KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

12 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden Die Muttergesellschaft der Vienna Insurance Group ist die VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien. In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss ( Control-Prinzip ) der Vienna Insurance Group stehen ( Tochtergesellschaften ), im Wege der Vollkonsolidierung aufgenommen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Tochterunternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung eines Tochterunternehmens beginnt mit der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet mit dessen Wegfall. Insgesamt werden 49 in- und 72 ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Bedeutung unwesentlich sind, wurden in den Konsolidierungskreis nicht einbezogen. Dabei handelt es sich insgesamt um 23 in- und zehn ausländische Unternehmen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die die Vienna Insurance Group einen maßgeblichen Einfluss hat, ohne jedoch Kontrolle auszuüben. Diese Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden acht in- und 13 ausländische Unternehmen at equity einbezogen, davon zwölf ausländische verbundene Unternehmen, die für die Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. 33 Unternehmen wurden aufgrund ihrer unwesentlichen Bedeutung entsprechend den Bestimmungen des IAS 39 Finanzinstrumente als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente behandelt und dementsprechend zu Zeitwerten bewertet. Voll beherrschte Investmentfonds ( Spezialfonds ) wurden entsprechend den Bestimmungen des SIC 12 vollkonsolidiert. Nicht vollkonsolidiert werden Publikumsinvestmentfonds, an denen die Vienna Insurance Group die Mehrheit der Anteile hält, da sie auf derartige Publikumsfonds keinen beherrschenden Einfluss hat. Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewertete Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. C KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 113

13 Im Jahr 2012 kam es zu folgenden Veränderungen des Konsolidierungskreises: In der Berichtsperiode vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 erwarb die Vienna Insurance Group Kontrolle über folgende Tochterunternehmen bzw. wurden folgende Unternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen: Erweiterung des Konsolidierungskreises Anteile in % Erstkonsoli- Firmenwert dierungs- zeitpunkt in EUR Mio. ELVP 100, ,00 Intersig 75, ,28 Jahorina 97, ,10 WSV Immoholding 100, ,00 Anzumerken ist, dass sämtliche Unternehmenskäufe mit Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalenten getätigt wurden. Umstellung Konsolidierungsmethode auf at equity Konsolidierung Anteile in % Umstellungszeitpunkt Erste Heimstätte GmbH 99, Neuland GmbH 50, Sozialbau AG 50, Urbanbau GmbH 50, Bezüglich der Änderung der Konsolidierungsmethode wird auf Seite 116 Kapitel Gemeinnützige Wohnbaugesellschaften verwiesen. Anteile in % Gründungszeitpunkt Gegründete Unternehmen WGPV Holding GmbH 100, Im Mai wurde die Omniasig Nichtleben mit der BCR Nichtleben als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Mit der Fusion dieser beiden Gesellschaften setzt die Vienna Insurance Group ihre Restrukturierungsmaßnahmen zur Effizienzsteigerung in Rumänien weiter fort. Die fusionierte Gesellschaft tritt seither unter der Marke Omniasig Nichtleben auf. Im Sommer wurde die PZM mit der Interrisk als aufnehmende Gesellschaft fusioniert. Der Nichtlebensversicherer tritt seither unter der Bezeichnung InterRisk auf. Die Fusion von InterRisk und PZM galt der Schaffung eines starken Nichtlebensversicherers in Polen. Durch die Zusammenführung entstehen Synergien, die für die Intensivierung der Kundenbetreuung auf dem wettbewerbsintensiven polnischen Versicherungsmarkt genutzt werden. In Bulgarien wurde im November die Bulgarski Imoti Nichtleben mit der Bulstrad Nichtleben als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Mit der Zusammenlegung der beiden Sachversicherungen unter dem Namen Bulstrad Nichtleben wird der Marktauftritt der Vienna Insurance Group in Bulgarien akzentuiert. Des Weiteren werden dadurch die Effizienz gesteigert und Synergien genutzt. Die WPWS Vermögensverwaltung GmbH wurde mit der Wiener Städtischen fusioniert. Bezüglich der in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 vollkonsolidierten und at equity erfassten Unternehmen wird auf Punkt 4 Beteiligungen im Konzernanhang verwiesen. 114 KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

14 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS Aufgrund der Erstkonsolidierung der angeführten Gesellschaften kommt es bei Vermögen und Schulden zu folgenden Zugängen: Bilanz Immaterielle Vermögenswerte Kapitalanlagen Forderungen (inkl. Steuerforderungen und Vorauszahlungen aus Ertragsteuern) Übrige Aktiva (inkl. aktive Steuerabgrenzung) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 755 Versicherungstechnische Rückstellungen Nichtversicherungstechnische Rückstellungen -98 Verbindlichkeiten (inkl. Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern) Übrige Passiva (inkl. passive Steuerabgrenzung) -51 Gewinn- und Verlustrechnung Abgegrenzte Prämien Finanzergebnis 797 Sonstige Erträge 709 Aufwendungen für Versicherungsfälle Betriebsaufwand Sonstige Aufwendungen Gewinn vor Steuern C Die in den obigen Tabellen angeführten Werte beruhen auf den tatsächlichen Zeitpunkten der Erstkonsolidierung, wie in der Tabelle Erweiterung des Konsolidierungskreises auf Seite 114 angegeben. Aufgrund der Umstellung der Konsolidierungsmethode der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften kommt es bei Vermögen und Schulden zu folgenden Abgängen: Bilanz Kapitalanlagen davon als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien Übrige Aktiva Rückstellungen Verbindlichkeiten Gewinn- und Verlustrechnung Erträge Aufwendungen Finanzergebnis Gewinn vor Steuern KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 115

15 Gemeinnützige Wohnbaugesellschaften In den Konzernabschluss der Vienna Insurance Group werden folgende gemeinnützige Wohnbaugesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen: Alpenländische Heimstätte GmbH Gemeinnützige Industrie-Wohnungsaktiengesellschaft Gemeinnützige Mürz-Ybbs Siedlungsanlagen-GmbH Neue Heimat Oberösterreich GmbH Schwarzatal GmbH Aufgrund des Wegfalles des durch den vertraglich bedingten beherrschenden Einflusses werden folgende gemeinnützige Wohnbaugesellschaften seit dem 1. Jänner 2012 at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Vollkonsolidierung der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften erfolgt aufgrund der Erfüllung des Kontrolltatbestandes einerseits durch Halten von Mehrheitsanteilen und andererseits durch weitreichende vertragliche Vereinbarungen. Sowohl die jährliche Gewinnausschüttung als auch der Zugriff auf das Vermögen der Gesellschaften unterliegen gesetzlichen Beschränkungen. Insgesamt beträgt der Gewinn vor Steuern aller vollkonsolidierten Wohnbaugesellschaften TEUR (TEUR ). Der Anteil aller vollkonsolidierten gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften am Immobilienbestand der Vienna Insurance Group beträgt TEUR (TEUR ). Neuland GmbH Sozialbau AG Urbanbau GmbH Erste Heimstätte GmbH 116 KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

16 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS Klassifizierung von Versicherungsverträgen Verträge, bei denen ein Konzernunternehmen ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem es vereinbart, dem Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifiziertes ungewisses künftiges Ereignis (das versicherte Ereignis) den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft, werden als Versicherungsverträge im Sinne der IFRS behandelt. Es wird zwischen Versicherungsrisiko und Finanzrisiko differenziert. Finanzrisiko ist das Risiko einer möglichen künftigen Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Wertpapierkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen, vorausgesetzt, dass im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Vertragspartei ist. Versicherungsverträge im Sinne der IFRS übertragen in vielen Fällen, insbesondere in der Lebensversicherung, auch Finanzrisiko. Verträge, in welchen nur unwesentliches Versicherungsrisiko auf das Konzernunternehmen von den Versicherungsnehmern übertragen wird, werden für Zwecke der Berichterstattung nach IFRS wie Finanzinstrumente behandelt ( Finanzversicherungsverträge ). Derartige Verträge bestehen lediglich in untergeordnetem Ausmaß in der Personenversicherung. Sowohl Versicherungsverträge als auch Finanzversicherungsverträge können mit Vertragsbedingungen ausgestattet sein, die als erfolgsabhängige Überschussbeteiligung ( Gewinnbeteiligung, Erfolgsabhängige Prämienrückerstattung ) zu qualifizieren sind. Als erfolgsabhängige Überschussbeteiligung gelten vertragliche Rechte, wonach die Versicherungsnehmer als Ergänzung zu garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten Anteil an der gesamten vertraglichen Leistung ausmachen und die vertraglich auf dem Ergebnis eines bestimmten Bestandes an Verträgen oder eines bestimmten Typs von Verträgen beruhen, oder den realisierten und/oder unrealisierten Kapitalerträgen eines bestimmten Portefeuilles von Vermögenswerten, die vom Versicherungsunternehmen gehalten werden, beruhen, oder dem Gewinn oder Verlust der Gesellschaft, dem Sondervermögen oder der Unternehmenseinheit (z.b. Bilanzabteilung), die bzw. das den Vertrag im Bestand hält, beruhen. Verträge mit erfolgsabhängiger Überschussbeteiligung bestehen in der Vienna Insurance Group in allen Märkten, im Wesentlichen in der Lebensversicherung, in untergeordnetem Ausmaß auch in der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Krankenversicherung und werden gemäß IFRS 4 wie Versicherungsverträge behandelt. Die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung besteht dabei im Wesentlichen in Form einer Beteiligung am jeweiligen adjustierten Rohüberschuss der Bilanzabteilung, ermittelt nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften. Jene Beträge an Überschussbeteiligung bzw. Gewinnbeteiligung, die den Versicherungsnehmern bereits zugeteilt oder zugesagt wurden, werden im Posten Deckungsrückstellung ausgewiesen. Die im lokalen Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge, die den Versicherungsnehmern in Zukunft im Wege der Überschussbeteiligung zugesagt oder zugeteilt werden, werden in der Bilanz im Posten Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung ausgewiesen. Darüber hinaus wird der erfolgsabhängige Anteil, der sich aus Bewertungsdifferenzen der IFRS im Vergleich zu den lokalen Bewertungsvorschriften ergibt ( latente Gewinnbeteiligung ), in der Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung ausgewiesen. Der zur Bemessung der latenten Gewinnbeteiligung zur Anwendung kommende Satz beläuft sich in Österreich auf rd. 80% des Unterschiedsbetrages zwischen Wertansatz im lokalen Abschluss und Wertansatz im Abschluss nach IFRS. Entsprechend IFRS 4 wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, unrealisierte Gewinne und Verluste mit denselben bilanziellen Auswirkungen auf die Bewertung von versicherungstechnischen Rückstellungen, aktivierten Abschlusskosten und erworbenen Versicherungsbestandswerten wie realisierte Gewinne und Verluste darzustellen. Unrealisierte Netto-Gewinne führen demnach beim betreffenden Konzernunternehmen zu einer Rückstellung für latente Gewinnbeteiligung. Ein darüber hinaus verbleibender Aktivposten wird als Abgrenzung aus Bewertungsdifferenzen betreffend die Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer ausgewiesen. Diese Abgrenzung wird nur insoweit angesetzt, als es auf Ebene des Konzernunternehmens sehr wahrscheinlich ist, dass C KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 117

17 dieser durch zukünftige Gewinne, an denen die Versicherungsnehmer partizipieren, ausgeglichen werden kann. Ansatz- und Bilanzierungsmethoden von Versicherungsverträgen Die Vienna Insurance Group nimmt die Regelungen des IFRS 4 bezüglich der Bewertung von Versicherungsverträgen voll in Anspruch. Demnach werden für den Konzernabschluss nach IFRS die für den Konzernabschluss nach dem jeweiligen nationalen Recht zulässigen Wertansätze übernommen. Schwankungs- und Katastrophenrückstellungen werden nicht angesetzt. Prinzipiell wurden keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsregeln gegenüber den nationalen Bewertungsvorschriften vorgenommen, außer wenn etwaige Parameter, die zur Berechnung von versicherungstechnischen Rückstellungen dienen, nicht dem true and fair view der IFRS-Grundsätze entsprechen. In diesen Fällen greift die Vienna Insurance Group auf eigene Parameter, die diesen Grundsätzen entsprechen, zurück. In Einzelfällen werden die vom jeweiligen Versicherungsunternehmen lokal gebildeten Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Konzernabschluss aufgrund entsprechender Analysen erhöht. Bei der Erstkonsolidierung der s Versicherungsgruppe in 2008 wurden die Bestimmungen von IFRS 4.31 zum 1. Juli bzw. 1. Oktober 2008 angewandt. Im Rahmen der Erstellung der Eröffnungsbilanz hat die Vienna Insurance Group im Bereich der Lebensversicherung vom Ausweiswahlrecht Gebrauch gemacht und die versicherungstechnischen Rückstellung, wie in IFRS 3 vorgesehen, zum Zeitwert angesetzt. Im Bereich der Unfallversicherung wird, da die Berechnung der technischen Rückstellungen nicht prospektiv erfolgt, der Zeitwert der bestehenden Verträge als Vermögenswert angesetzt. Bezüglich Einzelheiten zur Bewertung der versicherungstechnischen Posten wird auf die Ausführungen zu den jeweiligen Posten verwiesen. Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen und aus Finanzversicherungsverträgen werden zu jedem Berichtszeitpunkt darauf getestet, ob die im Abschluss angesetzten Versicherungsverbindlichkeiten angemessen sind. Dabei wird auf Basis aktueller Schätzungen der jeweiligen Bewertungsparameter unter Berücksichtigung aller mit den Versicherungsverträgen zusammenhängenden zukünftigen Zahlungsströme untersucht, ob die angesetzten Verbindlichkeiten angemessen sind. Ergeben die Untersuchungen, dass der Buchwert der Versicherungsverbindlichkeiten unter Berücksichtigung aktivierter Abschlusskosten und/oder aktivierter Vertragsbestandswerte negativ ist, wird der gesamte Fehlbetrag sofort erfolgswirksam aufgeholt. Fremdwährungsumrechnung Transaktionen in Fremdwährung Die einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Euro erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst. Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung Grundsätzlich ist die funktionale Währung im Sinne der IFRS der außerhalb des Euroraumes gelegenen Tochtergesellschaften der Vienna Insurance Group die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Einzelabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden in Euro erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen Devisenmittelkurs zum Monatsende im Berichtszeitraum umgerechnet. Seit dem 1. Jänner 2004 entstandene Fremdwährungsgewinne bzw. -verluste werden erfolgsneutral im Posten Unterschiede aus der Fremdwährungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. 118 KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

18 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS Nachfolgende Tabelle führt die für den Konzernabschluss relevanten Wechselkurse an: Bezeichnung Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs EUR 1 EUR Albanischer Lek ALL 139, ,0137 Bosnisch-Herzegowinische konvertible Mark BAM 1,9558 1,9558 Britischer Pfund GBP 0,8161 0,8109 Bulgarischer Lew BGN 1,9558 1,9558 Georgischer Lari GEL 2,1825 2,1219 Kroatische Kuna HRK 7,5575 7,5217 Lettische Lats LVL 0,6977 0,6973 Litauische Litas LTL 3,4528 3,4528 Mazedonische Denar MKD 61, ,5277 Neue Türkische Lira TRY 2,3551 2,3135 Polnischer Zloty PLN 4,0740 4,1847 Rumänischer Leu RON 4,4445 4,4593 Schweizer Franken CHF 1,2072 1,2053 Serbischer Dinar RSD 113, ,5707 Tschechische Krone CZK 25, ,1491 Ukrainische Griwna UAH 10, ,2718 Ungarischer Forint HUF 292, ,2494 US-Dollar USD 1,3194 1,2848 Weißrussischer Rubel BYR , ,6230 C Wertminderungen Bei Vermögenswerten wird anlassbezogen jeweils zumindest zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer (vorwiegend Firmenwerte) erfolgt eine solche Überprüfung jährlich. Gemäß der Konzernrichtlinie ist grundsätzlich eine Wertminderung für Eigenkapitalinstrumente vorzunehmen, wenn der durchschnittliche Marktwert während der letzten sechs Monate ständig weniger als 80% der historischen Anschaffungskosten beträgt und/oder wenn der Marktwert zum Stichtag unter 50% der historischen Anschaffungskosten liegt. Da gemäß IFRS 3 (Business Combinations) aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierende Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben werden dürfen, führt die Vienna Insurance Group mindestens einmal jährlich Impairment-Tests durch. Zu diesem Zweck werden die Tochterunternehmen auf Ebene der Region getrennt nach Leben und Nichtleben zu einer wirtschaftlichen Einheit (CGU) zusammengefasst. Zu einem Impairment kommt es nur dann, wenn für die wirtschaftliche Einheit als Ganzes ein Abschreibungsbedarf besteht. Der Nutzungswert der wirtschaftlichen Einheiten wird unter Anwendung der ertragsorientierten Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Für die Ermittlung des Ertragswertes werden die Planungsrechnungen für die nächsten drei Jahre herangezogen, Ertragswerte für den drei Jahre übersteigenden Zeitraum werden unter Zugrundelegung einer jährlichen Wachstumsrate extrapoliert. Für die Berechnung der Diskontierungssätze wird die durchschnittliche Jahresrendite von österreichischen Staatsanleihen, unter Berücksichtigung des Branchen- und Marktrisikos, als Basiszinssatz verwendet. KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 119

19 Cash-Generating Units Diskontierungssätze Langfristige Wachstumsrate in % Österreich 9,58 7, Tschechische Republik 10,03 8, Slowakei 10,33 8, Polen 10,48 8, Rumänien 11,73 10, Übrige Märkte 11,71 10, Zentrale Funktionen 9,81 8, Bezüglich der Untersuchung von Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte wird auf den Abschnitt Allgemeines zur Bilanzierung und Bewertung von Kapitalanlagen verwiesen. Schätzungen Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Bei den folgenden Positionen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können: Versicherungstechnische Rückstellungen Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Sonstige nichtversicherungstechnische Rückstellungen Zeitwerte von Kapitalanlagen, soweit diese nicht auf Börsenwerten oder sonstigen Marktpreisen beruhen Firmenwerte Wertberichtigungen zu Forderungen und sonstige (kumulierte) Wertminderungsaufwendungen Aktive latente Steuern aus der Aktivierung von Verlustvorträgen Bezüglich der Sensitivitätsanalysen von Vermögensgegenständen und Schulden aus dem Versicherungsbetrieb wird auf den Risikobericht verwiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für einzelne Posten des Konzernabschlusses Immaterielle Vermögenswerte FIRMENWERTE (A) In der Bilanz ausgewiesene Firmenwerte resultieren im Wesentlichen aus der Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenserwerben seit dem 1. Jänner 2004 (Datum der Umstellung der Finanzberichterstattung auf IFRS). Bei Unternehmenserwerben vor dem 1. Jänner 2004 erfolgte eine direkte Verrechnung der Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem Wert des übernommenen Nettovermögens im Eigenkapital. Unter Anwendung des Wahlrechtes gemäß IFRS 1 erfolgte keine Anpassung dieser Bilanzierung. Die Bewertung der Firmenwerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ist der Firmenwert im fortgeschriebenen Beteiligungsbuchwert enthalten. ENTGELTLICH ERWORBENE VERSICHERUNGSBESTÄNDE (B) Entgeltlich erworbene Versicherungsbestände betreffen insbesondere die im Rahmen von Unternehmenserwerben nach dem 1. Jänner 2004 im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten Vertragsbestandswerte unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß IFRS Die dabei angesetzten Werte entsprechen den Unterschiedsbeträgen zwischen Zeitwert und Buchwert der übernommenen versicherungstechnischen Aktiva und Passiva. Die Abschreibung der Posten erfolgt entsprechend der Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen degressiv bzw. linear über maximal zehn Jahre. 120 KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP

20 UNTERNEHMEN & STRATEGIE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS Darüber hinaus wird in diesem Posten ein Versicherungsbestandswert aus dem Erwerb eines Versicherungsbestandes vor Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS ausgewiesen. Der Bestandswert konnte im IFRS- Abschluss unverändert übernommen werden. Die Abschreibung erfolgt linear über maximal zehn Jahre. SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (C) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Seitens der im Konsolidierungskreis befindlichen Unternehmen wurden keine immateriellen Vermögenswerte selbst erstellt. Alle immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme der Marke Asirom, haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Daher erfolgt eine planmäßige Abschreibung des immateriellen Vermögenswertes über den Zeitraum seiner Nutzung. Die Nutzungsdauern für die wesentlichen immateriellen Vermögenswerte betragen: Nutzungsdauer in Jahren von bis Software 3 15 Kundenstock (Neugeschäftswerte) 5 10 Software wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibung von im Rahmen von Unternehmenserwerben als immaterielle Vermögenswerte angesetzte erworbene Kundenstöcke ( Neugeschäftswerte ) erfolgt ebenfalls linear. Der Zeitwert der aktivierten Markenrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer wurde unter Anwendung zweier Verfahren, der Lizenzpreisanalogie (Relief from Royalty Method) und der Mehrpreismethode (Incremental Cash Flow Method), ermittelt. Die Lizenzpreisanalogie errechnet den Wert der Marke aus künftigen, fiktiven Lizenzzahlungen, die das Unternehmen aufwenden müsste, wenn es die Marke von einem anderen Unternehmen zu marktüblichen Bedingungen lizenzieren würde. Die Lizenzzahlungen wurden mit Hilfe der in der Steuerpraxis anerkannten Knoppe-Formel errechnet. Bei der Mehrpreismethode ergibt sich der Markenwert durch künftige Ergebnisbeiträge, welche auf Grund der Marke generiert werden. Die Cash Flows, die sich durch die Anwendung der beiden oben genannten Methoden ergeben, wurden mit einem für Rumänien marktüblichen Diskontierungsfaktor abgezinst. Die Berechnung erfolgte unter Berücksichtigung des 16%igen rumänischen Körperschaftssteuersatzes. Weiters wurde im Lizenzpreisanalogieverfahren der Tax Amortisation Benefit berücksichtigt. Der durchschnittliche Markenwert der beiden Verfahren wurde als Zeitwert der Marke in der Bilanz aktiviert. Kapitalanlagen ALLGEMEINES ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG VON KAPITALANLAGEN Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns werden entsprechend den jeweiligen Bestimmungen der IFRS teilweise mit ihrem beizulegenden Zeitwert in die Bücher des Konzernabschlusses aufgenommen. Dies betrifft insbesondere einen wesentlichen Teil der Kapitalanlagen. Die beizulegenden Zeitwerte werden dabei mittels folgender Hierarchie ermittelt: Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes von Finanzanlagen und -verbindlichkeiten beruht generell auf ihrem festgestellten Marktpreis oder auf dem von Brokern und Händlern gebotenen Preis (Level 1). Handelt es sich um nicht notierte Finanzinstrumente oder ist ein Preis nicht ohne weiteres bestimmbar, wird der Zeitwert entweder aufgrund allgemein anerkannter Bewertungsmodelle, in größtmöglichem Umfang basierend auf Markdaten, welche Beträge unter den gegenwärtigen Marktbedingungen bei ordnungsgemäßer Verwertung erzielt werden könnten, bestimmt (Level 2). Der beizulegende Zeitwert von bestimmten Finanzinstrumenten, insbesondere nicht börsennotierten derivativen Finanzinstrumenten, wird anhand von Preisfindungsmodellen bestimmt, die unter anderem den Vertrags- und den Marktpreis, deren Beziehung zueinander, den gegenwärtigen Wert, die Kreditwürdigkeit des Kontrahenten, die Volatilität der Zinsstrukturkurve sowie die vorzeitige Rückzahlung des Underlying berücksichtigen (Level 3). Der Gebrauch unterschiedlicher Preisfindungsmodelle und Annahmen kann zu unterschiedlichen Ergebnissen hinsichtlich des Zeitwertes führen. Änderungen der Schätzungen und Annahmen, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Vermögenswerten in den Fällen zu Grunde liegen, in denen keine quotierten Marktpreise verfügbar sind, können Ab- und Zuschreibungen des Buchwertes der betreffenden Vermögenswerte und die Erfassung eines entsprechenden Aufwands bzw. Ertrags in der Gewinn- und Verlustrechnung erfordern. C KONZERNBERICHT 2012 VIENNA INSURANCE GROUP 121

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