Umsatzsteuerfragen bei grenzüberschreitenden Geschäften mit Frankreich

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Umsatzsteuerfragen bei grenzüberschreitenden Geschäften mit Frankreich"

Transkript

1 Französisches Recht auf Deutsch Umsatzsteuerfragen bei grenzüberschreitenden Geschäften mit Frankreich Johannes Viegener 1 Werklieferung Den Begriff der Werklieferung im Sinne des deutschen UStG gibt es im französischen Umsatzsteuerrecht nicht. Der Ausdruck Lieferung und Montage eines beweglichen Gegenstandes findet sich nur in Zusammenhang mit der Bestimmung des Leistungsortes (Art. 258)¹. Eine Werklieferung wird in Frankreich entweder als Lieferung ( livraison de biens meubles corporels ) oder als Bauleistung ( travaux immobiliers ) qualifiziert. Bauleistungen gelten als sonstige Leistung ( prestation de services ). Die unterschiedliche Qualifizierung ist vor allem für den Zeitpunkt der Entstehung der Umsatzsteuerschuld von Bedeutung, hat aber auch Auswirkungen auf den Verbringungstatbestand. Das Gesetz definiert den Begriff der Bauleistungen nicht. Unter Bauleistung ist in Abgrenzung zur Lieferung nach der Rechtsprechung, die sich die Verwaltungspraxis zu eigen gemacht hat (damals unterlagen Bauleistungen einem niedrigeren Steuersatz), folgendes zu verstehen: travaux de construction (z. B. Hoch und Tiefbau, Straßen- und Brückenbau, Aufstellen von Masten) travaux d équipement des immeubles (Einbau von Ausrüstungen, die fester Bestandteil des Gebäudes werden, z. B. Heizung, Klimaanlage, Fußböden, Wasser- und Stromversorgung, Aufzüge) travaux de réparation ou de réfection (Fassadenreinigung, Reparaturen an wesentlichen Bestandteilen des Gebäudes, wie Dach, Strom- und Wasserversorgung, Heizung, Klimaanlage) construction et installation de gros équipements industriels (Errichtung von größeren Industrieanlagen) Nach der Rechtsprechung des Conseil d Etat (Merlin Gérin) handelt es sich um Bauleistungen, wenn eine Produktionsanlage errichtet wird. Dagegen ist keine Bauleistung anzunehmen, wenn besondere Aggregate auf der Baustelle montiert und zu einer Gesamtanlage zusammengefügt werden (Fives-Penhoët). In solchen Fällen liegt eine einheitliche Lieferung vor. Bei der Errichtung von Gesamtanlagen hatte die Rechtsprechung früher die Tendenz, eine Leistungsaufteilung in eine Lieferung der Teile und davon gesonderte Baudienstleistung anzunehmen, die heute überholt ist. Eine Lieferung liegt vor, wenn eine oder mehrere Maschinen angeliefert und montiert werden, die den Teil einer Gesamtanlage bilden, jedoch davon getrennt funktionsfähig sind und nicht als wesentlicher (unverzichtbarer) Bestandteil der Gesamtanlage betrachtet werden können. Die Montageüberwachung ist, wenn sie vom liefernden Unternehmer ausgeübt wird, Teil der Gesamtleistung. Im Einzelnen ergibt sich das jeweils aus dem Vertrag, wenn der liefernde Unternehmer die Gewährleistung für das Funktionieren des Geräts nach Montage übernimmt. Bei Bauleistungen (Errichtung von Gebäuden und industriellen Großanlagen) richtet sich der Leistungsort nach der Belegenheit des Grundstücks. Bei einer Lieferung kommt es auf den Ort der Übergabe der Verfügungsmacht an. Dies ist bei Montagelieferungen jeweils die Abnahme vor Ort. 1 Alle Gesetzeszitate betreffen das allgemeine Steuergesetzbuch (Code Général des Impôts, abgekürzt CGI). Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater Notare Avocats à la Cour Frankfurt am Main Hamburg Paris

2 Wartung und Instandsetzung sind als sonstige Leistungen zu behandeln, auch wenn der Unternehmer dabei Ersatzteile liefert und einbaut. Betreffen diese Leistungen Gebäude oder industrielle Großanlagen, so sind sie immer in Frankreich steuerbar, anderenfalls kommt es für die Besteuerung auf den Sitz des Leistungsempfängers an. 2 Betriebsstätte Das französische Steuergesetzbuch enthält keine Definition der Betriebsstätte. Dieser Begriff ist im Bereich der Ertragsteuern durch die Rechtsprechung des Conseil d Etat entwickelt worden. Für die Umsatzsteuer ist der Begriff der Betriebsstätte, so wie er sich im Ertragsteuerrecht und den Doppelbesteuerungsabkommen darstellt, nicht relevant. Im Zuge der Bestimmung des Leistungsorts und der Neuregelung des Vergütungsverfahrens hat die Verwaltung den Begriff der Betriebsstätte für die Umsatzsteuer neu definiert. (Erlasse vom und vom , BOI² 3 A-1-10 und 3 D-2-10). Eine Betriebsstätte kann für umsatzsteuerliche Zwecke nur angenommen werden, wenn eine dauerhafte Einrichtung vorliegt, von der aus der Unternehmer Leistungen an Dritte erbringt oder über die er von Dritten erbrachte Leistungen in Anspruch nimmt oder verwertet. Dies kann bei einem Verbindungsbüro der Fall sein, auch wenn dieses nur Innenleistungen für die deutsche Hauptniederlassung erbringt, wenn das Verbindungsbüro aufgrund seiner Mitarbeiter und seiner Geschäftsausstattung in der Lage ist, Drittleistungen zu verwerten oder zu nutzen. Eine Baustelle ist in aller Regel keine umsatzsteuerliche Betriebsstätte, weil der Unternehmer von dort aus nicht gegenüber Dritten tätig wird, sondern die Baustelle lediglich zur Erfüllung des Vertrags mit dem Abnehmer errichtet. Dies bestätigt der Erlass, der auch klarstellt, daß eine umsatzsteuerliche Registrierung keine Betriebsstätte begründet. Das Bestehen einer Betriebsstätte in Frankreich hat eine Reihe praktischer Auswirkungen: Zunächst schließt sie die Anwendung des 2006 eingeführten und Zuge der Neubestimmung des Leistungsorts erweiterten Reverse-Charge-Verfahrens aus. Das Bestehen einer Betriebsstätte schließt auch das Vergütungsverfahren aus. Unterhält ein Unternehmer in Frankreich ein Verbindungsbüro, so wird dieses nicht nur beim Handelsregister, sondern auch beim Finanzamt angemeldet. In diesen Fällen ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen einer Betriebsstätte für die Umsatzsteuer vorliegen. Gegebenenfalls sind dann alle umsatzsteuerpflichtigen Geschäfte mit Frankreichberührung einschließlich des Vorsteuerabzugs aus Geschäftsbeziehungen, die nicht über das Verbindungsbüro laufen, im Regelverfahren über die Betriebsstätte zu berücksichtigen. 3 Besteuerung und Verfahren Der ausländische Unternehmer unterliegt den Regeln des französischen Steuergesetzbuches für die Besteuerung der umsatzsteuerpflichtigen Geschäfte. Es gelten jedoch Besonderheiten für nicht in Frankreich niedergelassene Unternehmer. 3.1 Registrierung Die Registrierung erfolgt bei dem für Ausländer zuständigen Finanzamt Service des impôts des entreprises étrangères (SIE) 10 rue du Centre TSA F NOISY LE GRAND CEDEX Telefon: + 33 (0) Internet: Unternehmer aus der EU können sich unmittelbar oder über einen Vertreter ( mandataire ) registrieren lassen. Unternehmer aus Drittländern müssen einen Fiskalvertreter ( représentant fiscal ) bestellen. War ein Unternehmer vor 2002 über einen Fiskalvertreter bei dem für diesen örtlich zuständigen Finanzamt registriert, so bleibt dieses Finanzamt weiter zuständig, auch wenn der Fiskalvertreter nicht mehr für das Unternehmen tätig ist. Die Registrierungspflicht für ausländische Unternehmer ist nach der Einführung des Reverse-Charge- Verfahrens nur noch in wenigen Fällen erforderlich. Folgende Geschäfte sind betroffen: Ausfuhren und innergemeinschaftliche Lieferungen Lieferungen an Privatpersonen (Versandhandel) Bei Montagen, Bauleistungen und Lieferungen ab Lager ist die Verbringung von Gegenständen nach Frankreich von der Umsatzsteuer befreit, jedoch ist eine Intrastat-Meldung zu erstellen. Für diese Meldung wird die Identifikationsnummer benötigt, die nur über eine Registrierung zugeteilt werden kann. Ein Verzicht auf das Reverse-Charge-Verfahren durch die Bestellung eines répondant führt zwangsläufig zur Registrierung. 2 Bulletin Officiel des Impôts (Veröffentlichungsblatt der Steuerverwaltung). Umsatzsteuer Frankreich S. 2 / 8

3 Das Regelverfahren bietet für die Verrechnung und Erstattung von Vorsteuern gewisse Vorteile gegenüber dem Vergütungsverfahren, da die Abwicklung und Auszahlung von Vorsteuerüberschüssen schneller erfolgt. Die Registrierung wird bisweilen aus diesem praktischen Grund angestrebt. Die Registrierung erfolgt durch eine Meldung gegenüber dem zuständigen Finanzamt, in dem die wesentlichen Daten des Unternehmers einschließlich einer Angabe der in Frankreich steuerpflichtigen Tätigkeit gemacht werden. Das Finanzamt erteilt dem Unternehmer etwa 3 Wochen nach der Erklärung die französische Identifikationsnummer. 3.2 Reverse-Charge-Verfahren Der Übergang der Umsatzsteuerpflicht auf den Empfänger einer Lieferung oder sonstigen Leistung wurde im September 2006 eingeführt. Im Rahmen der Umsetzung des Mehrwertsteuerpakets wurde die Regelung auf weitere Geschäfte erstreckt. Gemäß Artikel 283, Absätze 1 und 2 CGI wird die auf ein Geschäft geschuldete Umsatzsteuer vom Empfänger geschuldet, wenn dieser die Lieferung oder sonstige Leistung als Unternehmer in Anspruch nimmt und in Frankreich registriert ist. Der Empfänger erklärt den Umsatz in einer besonderen Zeile der Steuererklärung unter Verrechnung mit dem korrespondierenden Vorsteueranspruch. Das Verfahren betrifft zunächst alle Unternehmer, die in Frankreich ansässig sind. Betroffen sind aber auch ausländische Unternehmer, die von Frankreich aus über eine Betriebsstätte operieren. Schließlich trifft die Pflicht zur Erklärung der Umsatzsteuer als Leistungsempfänger auch diejenigen ausländischen Unternehmer, die in Frankreich für umsatzsteuerliche Zwecke registriert sind. Schaltet ein deutscher Unternehmer, der eine industrielle Anlage in Frankreich errichtet, zur Ausführung von Montagearbeiten Subunternehmer aus anderen EU-Staaten oder Drittländern ein, so ist die umsatzsteuerliche Abwicklung unterschiedlich, je nachdem, ob er in Frankreich registriert ist oder nicht. Im ersten Fall hat er die auf die Leistungen der Subunternehmer entfallende Umsatzsteuer zu erklären und abzuführen. Im zweiten Fall muss sich der Subunternehmer in Frankreich registrieren lassen. Die französische Steuerverwaltung gestattet es dem ausländischen Unternehmer im Rahmen einer Toleranzregelung, die mit bestimmten Abnehmern in Frankreich getätigten Geschäfte selbst zu erklären und damit registrierungspflichtig zu werden oder zu bleiben. Diese Möglichkeit (Erlass vom ) ist unter folgenden Voraussetzungen gegeben: Abschluss einer Vereinbarung mit dem betroffenen Abnehmer zwecks Übernahme der Steuerpflicht, Bestellung eines Vertreters ( répondant ), der neben dem Unternehmer und dem Abnehmer solidarisch für die Abführung der Steuer haftet, Hinweis auf dieses Verfahren in der Rechnung. Über dieses Verfahren bleibt der ausländische Unternehmer in der Regelbesteuerung und kann sich sämtliche Vorsteuern (auch solche, die mit den freiwillig versteuerten Lieferungen und Leistungen keinen Zusammenhang aufweisen) regelmäßig erstatten lassen. 3.3 Sondermaßnahmen Weil Bauleistungen im französischen Umsatzsteuerrecht als sonstige Leistung qualifiziert werden, entsteht die Steuerschuld bei Zahlung (siehe dazu auch 3.7.). Daher unterliegen Anzahlungen bei der Errichtung einer industriellen Anlage der Umsatzsteuer. Beträgt der Lieferanteil mehr als die Hälfte der Gesamtanlage, kann der Unternehmer für eine Besteuerung im Lieferzeitpunkt (Abnahme) optieren. Die Option ist schriftlich gegenüber dem Finanzamt auszuüben. Wird die Anlage von einem ausländischen Unternehmer erstellt und findet deshalb das Reverse-Charge-Verfahren Anwendung, so hat der Abnehmer diese Option auszuüben. Dann werden Bauleistungen praktisch wie Lieferungen behandelt, bei denen Anzahlungen nicht der Umsatzsteuer unterliegen. Während bei Lieferungen die vor Montage durchgeführte Verbringung von Teilen aus dem gesetzlichen Tatbestand ausgenommen ist, gilt dies nicht für die Verbringung zur Durchführung von Bauleistungen (siehe Pkt 5.6.). 3.4 Steuerschuld, Erklärung, Verjährung, Zuschläge Die an das Finanzamt abzuführende Steuerschuld entsteht mit Ablauf des Monats in dem der Steueranspruch entsteht. Die Umsatzsteuererklärung ist monatlich oder vierteljährlich abzugeben. Sie ist endgültig. Jahreserklärungen existieren nur im Rah- Umsatzsteuer Frankreich S. 3 / 8

4 men eines vereinfachten Verfahrens für Kleinunternehmer. Bei einer Zahllast von weniger als Euro im Jahr ist die Erklärung vierteljährlich, sonst monatlich durchzuführen. Die Kontonummer des Ausländerfinanzamts ist folgende: IBAN: FR SWIFT (BIC): BDFEFRPPXXX Kontoinhaber: SIE Domizilierung: PARIS, BANQUE CENTRALE Für die Umsatzsteuer gilt die besondere Verjährung von 3 Jahren. Die Frist läuft von der Entstehung des Steueranspruchs bis zum Ende des 3. nachfolgenden Jahres (Ende 2010 verjähren Ansprüche aus 2007). Bei der Prüfung des ersten nicht verjährten Jahres können auch Vorsteuerüberträge aus der Zeit davor berichtigt werden. Eine Nachholung des Vorsteuerabzugs ist bis zum Ende des 2. auf die Entstehung des Vorsteueranspruchs folgenden Kalenderjahres möglich. Wird die Umsatzsteuer durch das Finanzamt berichtigt, so kann sie dem Abnehmer nachberechnet werden. Dieser hat dann den Vorsteuerabzug. Das Finanzamt kann Steueransprüche gegenüber dem Unternehmer berichtigen. Eine Prüfung der Geschäftsunterlagen vor Ort ist möglich, wenn ein Fiskalvertreter, ein répondant oder ein mandataire bestellt wurde. Sonst wird das Finanzamt die Unterlagen und Erläuterungen hierzu auf dem Postweg anfordern. Eine Berichtigung führt zunächst zu einem schriftlichen Vorschlag (proposition de rectification), der innerhalb von 30 Tagen bestritten werden kann. Erst nach Ablauf der Frist oder Bestätigung der Berichtigung kann ein Steuerbescheid erlassen werden. Steuerschulden werden mit einem Satz von 4,8 v. H. verzinst. Bei Nichtabgabe der Steuererklärung fällt ein Zuschlag von 10 v. H. des Steuerbetrags an. Dieser erhöht sich nach Mahnung auf 40 v. H. Reagiert der Unternehmer nicht auf die Mahnung des Finanzamts, sich für umsatzsteuerliche Zwecke registrieren zu lassen, so wird eine verdeckte Tätigkeit (activité occulte) unterstellt, die zur Anwendung eines Zuschlags von 80 v. H. führt. Wird eine in der Erklärung ausgewiesene Steuerzahlung nicht gleichzeitig ausgeführt, so fällt ein Zuschlag von 5 v. H. an. Im Reverse-Charge-Verfahren gleichen sich Steuerschuld und Vorsteuer aus. Trotzdem wird ein Zuschlag von 5 v. H. des Steuerbetrags erhoben, wenn die Erklärung unterlassen wird. 3.5 Zusammenfassende Meldung Die zusammenfassende Meldung ist nicht gegenüber dem Finanzamt, sondern gegenüber der Zollverwaltung abzugeben. Sie wurde im Zusammenhang mit der Neuregelung des Orts der sonstigen Leistungen erweitert. Die französische Regelung unterscheidet nunmehr die innergemeinschaftliche Lieferungen betreffende Meldung ( déclaration d échange de biens, abgekürzt DEB ), die mit der Ausgangsmeldung (INTRASTAT) zusammenfällt, und die sonstige Leistungen betreffende Meldung ( déclaration européenne de services, abgekürzt DES ). Beide Meldungen sind monatlich (spätestens am 10. Werktag) abzugeben. 3.6 Steuersätze Der normale Steuersatz beträgt 19,6 v. H. der ermäßigte Steuersatz 5,5 v. H. für Medikamente, Zeitungen und einige andere Produkte 2,1 v. H. Besondere Steuersätze gelten auf Korsika und in den überseeischen Departements. 3.7 Besteuerung von Anzahlungen Eine Anzahlung wird bei Lieferungen nicht besteuert. Bei Lieferungen einschließlich der als Lieferung qualifizierten Werklieferungen entsteht die Steuerschuld bei Verschaffung der Verfügungsmacht (Abnahme). Bei sonstigen Leistungen (und als Bauleistung qualifizierten Werklieferungen) entsteht die Steuerschuld bei Vereinnahmung der Gegenleistung. Deshalb sind bei sonstigen Leistungen auch Anzahlungen zu versteuern. Das Unternehmen kann für die Besteuerung nach der Rechnungsstellung optieren. Dann muss ein entsprechender Hinweis auf die Rechnung gesetzt werden (TVA sur les débits). 4 Abrechnung 4.1 Ausstellung von Rechnungen Für alle Lieferungen und sonstigen Leistungen hat der Unternehmer eine Rechnung zu erstellen (Art. 289). Die Rechnung kann in jeder beliebigen Sprache aufgemacht werden. Im Fall einer Prüfung muss jedoch eine beglaubigte französische Übersetzung vorgelegt werden, wenn der Prüfer darauf besteht (was selten ist). Umsatzsteuer Frankreich S. 4 / 8

5 Die Angaben auf der Rechnung sind folgende (Art. 242 nonies A, annexe II CGI): Namen und Firma sowie die Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers; die dem leistenden Unternehmer in Frankreich erteilte Umsatzsteueridentifikationsnummer, unter der er den Umsatz ausführt; die Nummer des Leistungsempfängers ist nur bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und bei sonstigen Leistungen anzugeben, bei denen die Steuerschuld auf den Abnehmer übergeht (Reverse-Charge-Verfahren); das Ausstellungsdatum oder das Übermittlungsdatum (elektronische Rechnung); eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer); die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder der Umfang und die Art der sonstigen Leistung; das nach Steuersätzen und Befreiungstatbeständen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung, sowie jede im voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Betrag berücksichtigt ist; den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung oder der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts sofern dieser nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist; der anzuwendende Steuersatz sowie der auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, daß für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt. Ist der Unternehmer nicht in Frankreich niedergelassen und erbringt er dort Lieferungen oder sonstige Leistungen, die vom Abnehmer zu erklären sind, so muss die Rechnung folgenden Vermerk enthalten: TVA due par le client selon l article 283 du CGI ( die Umsatzsteuer wird gemäß Art. 283 CGI vom Abnehmer geschuldet ). Wenn der ausländische Unternehmer in Frankreich einen répondant bestellt, muss dieser répondant mit Anschrift auf der Rechnung angegeben werden. Die über einen Fiskalvertreter registrierten Drittland- Unternehmer haben diesen in der Rechnung aufzuführen. Bei Berechnung in Fremdwährung ist der Wechselkurs jeweils nach dem für den vorletzten Mittwoch des Vormonats maßgeblichen Kurs in Euro umzurechnen und darauf der Umsatzsteuerbetrag zu ermitteln. 4.2 Gutschriften Die französische Praxis erkennt die Gutschrift als Rechnungsersatz nicht an. Gutschriften sind allein zu dem Zweck zulässig, eine vorher ausgestellte Rechnung ganz oder teilweise zu stornieren. Die Gutschrift kann mit oder ohne Umsatzsteuerausweis erstellt werden. Wird die in der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer nicht berichtigt, muss die Gutschrift den Vermerk tragen net de taxe. Unter dieser Voraussetzung entfällt die Berichtigung des Vorsteuerabzugs. 4.3 Elektronische Abrechnung Rechnungen können elektronisch übermittelt werden, wenn ihre Echtheit durch eine elektronische Signatur gesichert ist. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit einer elektronischen Übermittlung von Rechnungen nach dem EDI Protokoll. 5 Eingangsleistungen Bei der Inanspruchnahme von Lieferungen und sonstigen Leistungen auf der Vorstufe kommt es darauf an, ob der Unternehmer in Frankreich niedergelassen oder registriert ist und von wem die Lieferungen und Leistungen auf der Vorstufe erbracht werden. 5.1 Zukauf in Frankreich Lieferungen in Frankreich werden auch gegenüber dem ausländischen Unternehmer mit Ausweis der französischen Umsatzsteuer abgerechnet, wenn der Liefergegenstand in Frankreich verbleibt, also keine innergemeinschaftliche Lieferung vorliegt. Wird die Lieferung durch einen ausländischen, in Frankreich nicht registrierten Unternehmer erbracht, so findet das Reverse-Charge-Verfahren Anwendung, wenn der Leistungsempfänger registriert ist. Anderenfalls muss der liefernde Unternehmer registriert werden. Umsatzsteuer Frankreich S. 5 / 8

6 5.2 Zukauf aus EU-Ländern Bezieht der Unternehmer zur Durchführung eines in Frankreich steuerpflichtigen Umsatzes Gegenstände, insbesondere Bauteile aus einem anderen EU- Land, so führt er grundsätzlich einen innergemeinschaftlichen Erwerb durch. Dieser Erwerb ist jedoch steuerbefreit, wenn im Bezug auf die geschuldete Erwerbsteuer ein Vergütungsanspruch entstünde (Art. 262 ter). Der befreite innergemeinschaftliche Erwerb ist nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht zu erklären. Der Unternehmer muss jedoch eine Eingangsmeldung (INTRASTAT) durchführen. 5.3 Zukauf aus Drittländern Einfuhren aus einem Drittland unterliegen in Frankreich der Einfuhrumsatzsteuer. Handelt es sich um Direktlieferungen ohne Montage und ohne weitere Bearbeitung, so kann eine vereinfachte Abwicklung dadurch erreicht werden, daß die Einfuhrerklärung den Abnehmer als Empfänger ( destinataire réel ) ausweist. Dieser hat dann den Vorsteuerabzug aus der Einfuhr. Anderen falls müsste sich der ausländische Hauptunternehmer in Frankreich registrieren lassen, um die Einfuhr durchzuführen. Wird der eingeführte Gegenstand vor seiner weiteren Verwendung (Einbau, Montage) durch einen anderen Unternehmer bearbeitet, so kommt es darauf an, ob diese Veredelung im Zollverkehr oder nach der Abfertigung zur Einfuhr durchgeführt wird. Montiert der Drittland-Unternehmer die gelieferten Teile selbst, so liegt eine Inlandslieferung vor, die entweder im Reverse-Charge-Verfahren oder, falls der Unternehmer in Frankreich registriert ist, mit der Steuererklärung abgeführt wird. 5.4 Zukauf von Komponenten mit Montage Liefert ein ausländischer Subunternehmer, der in Frankreich nicht registriert ist, Komponenten, die vor Ort montiert werden, so realisiert er eine in Frankreich steuerpflichtige Lieferung. Ist der Hauptunternehmer in Frankreich registriert, so trifft diesen die Pflicht zur Erklärung der auf dieses Geschäft entfallenden Steuer (Reverse-Charge-Verfahren). Ist der Hauptunternehmer in Frankreich nicht registriert, so muss sich der ausländische Subunternehmer registrieren lassen. Dieser berechnet dann die französische Umsatzsteuer (ggf. über einen Fiskalvertreter). Der Hauptunternehmer kann den Vorsteuerabzug aus der Rechnung im Vergütungsverfahren geltend machen. 5.5 Zukauf von Dienstleistungen Die in Betracht kommenden Dienstleistungen betreffen meistens Montagen im Zusammenhang mit der Lieferung einer Maschine oder der Errichtung einer Anlage. Im ersten Fall ist die Montage eine sonstige Leistung allgemeiner i.s. von Art. 46 der Systemrichtlinie (Art. 259 CGI). Wird die Montage von einem französischen Subunternehmer durchgeführt, so unterliegt sie der Umsatzsteuer in Deutschland, die im Reverse-Charge-Verfahren erhoben wird. Montageleistungen aus anderen Ländern einschließlich Drittstaaten werden genauso behandelt. Betrifft die Montage dagegen eine in Frankreich errichtete Anlage, so liegt eine grundstücksbezogene Leistung (Bauleistungen) gegeben, die in Frankreich der Umsatzsteuer unterliegt. Wird die Montage von einem französischen Subunternehmer durchgeführt, so stellt dieser die französische Umsatzsteuer in Rechnung. Tritt ein Subunternehmer aus der EU oder einem Drittland auf, so findet das Reverse-Charge- Verfahren Anwendung, wenn der Hauptunternehmer in Frankreich registriert ist. Das Bestehen einer Baustelle begründet für sich keine Betriebsstätte. Deshalb ist es auch möglich, daß der Hauptunternehmer nicht registriert ist, und der Subunternehmer sich infolgedessen registrieren lassen muss. 5.6 Verbringung von Bestandteilen Auch die Verbringung von Gegenständen nach Frankreich ist je nachdem, ob sie zum Zweck einer Montagelieferung oder einer Bauleistung erfolgt, unterschiedlich zu behandeln. Im ersten Fall wird der Verbringungstatbestand nicht erfüllt, es handelt sich dann um eine nicht steuerbare Verbringung. Im zweiten Fall erfüllt die Verbringung den Tatbestand, ist aber von der Umsatzsteuer befreit, wenn der Unternehmer einen Anspruch auf Vergütung der bei der Verbringung anfallenden Umsatzsteuer hätte. Dies ist in der Regel der Fall. 6 Vorsteuererstattung Ist der Unternehmer in Frankreich registriert, so hat er den Vorsteuerabzug aus den Vorleistungen französischen Ursprungs im Regelverfahren geltend zu machen. Ist er in Frankreich nicht registriert, so können die Vorsteuern aus französischer Quelle nur im Vergütungsverfahren erstattet werden. Umsatzsteuer Frankreich S. 6 / 8

7 6.1 Was ist erstattungsfähig? Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen sind die Anschaffung, Miete und Betriebskosten von Pkw (ausgenommen Pkw für mehr als 8 Personen für Mitarbeiterbeförderung) sowie Geschenke im Wert mehr als 60 EUR, Übernachtungsspesen für das eigene Personal. Die Lieferung von Dieseltreibstoff berechtigt nur teilweise zum Vorsteuerabzug (80 %). 6.2 Vorsteuererstattung bei Registrierung Der eindeutige Vorteil des Regelverfahrens ist die routinemäßige Abwicklung laufender Anträge, die zu einer schnellen Auszahlung des Vorsteuerguthabens führt. Bleibt die Registrierung bestehen, ohne daß laufend steuerpflichtige Umsätze getätigt werden, besteht allerdings das Risiko, daß die Finanzverwaltung die Besteuerung im Regelverfahren ablehnt und auf das Vergütungsverfahren verweist, bei dem bekanntlich kurze Fristen für die Geltendmachung des Anspruch bestehen. Im Regelverfahren können Vorsteuern bis zum Ablauf des zweiten auf ihre Entstehung folgenden Jahres berücksichtigt werden. Vorsteuerüberhänge können zeitlich unbeschränkt vorgetragen werden. Die Voraussetzungen für die Vorsteuererstattung im Regelverfahren sind folgende: laufende monatliche oder vierteljährliche Abgabe von Steuererklärungen; Ausweis eines Vorsteuerguthabens in Höhe von mindestens 760 Euro; bei Antragsstellung am Jahresende ist der Mindestbetrag 150 Euro. 6.3 Vorsteuererstattung im Vergütungsverfahren Das Vergütungsverfahren wurde im Rahmen der Umsetzung der EG-Richtlinie 2008/9 vollkommen neu geregelt (Art M ff. Anhang II CGI). Der Antrag wird nunmehr elektronisch über einen Schalter der ausländischen Finanzverwaltung gestellt, die für den Antragsteller zuständig ist. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt nach wie vor durch das Ausländerfinanzamt in Noisy-le-Grand. Die Verwaltung hat die Einzelheiten des Verfahrens in einem umfangreichen Erlass festgelegt (BOI 3 D-2-10). Der Erlass behandelt zunächst ausführlich die Frage der Betriebsstätte. Es ist damit zu rechnen, daß das zuständige französische Finanzamt bei Rechnungen, die auf eine französische Anschrift des Antragsstellers lauten, eine Erläuterung der tatsächlichen Situation verlangt, da eine Betriebsstätte das Vergütungsverfahren ausschließt. Dies kann die Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse auslösen. Das Finanzamt soll den Antrag innerhalb von vier Monaten nach Antragstellung bearbeiten und seine Entscheidung innerhalb von sechs Monaten (Richtlinie Artikel 19: vier Monaten) zustellen. Rückfragen des Finanzamts werden künftig elektronisch übermittelt. Solche Rückfragen werden häufig mit der Androhung der Ablehnung des Antrags nach Ablauf der üblichen Frist von einem Monat gestellt. Bei Rückfragen verlängert sich die Bearbeitungsfrist auf acht Monate. Der Bescheid über den Antrag wird elektronisch über die Finanzverwaltung des Antragstellers zugestellt. Bei Ablehnung oder teilweiser Ablehnung kann der Antragsteller gegen Bescheid innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Zustellung bei dem zuständigen Verwaltungsgericht (Tribunal Administratif de Montreuil) Klage erheben. Ein weit verbreiterter Irrtum, der auch im Text der Richtlinie 2008/9 EG zum Ausdruck kommt, betrifft die Art des Rechtsbehelfs. Ein Einspruch (Artikel 23 deutsche Fassung), der beim Finanzamt einzulegen wäre, ist hier nicht gegeben, sondern eine Klage ( recours, Artikel 23 französische Fassung). Schließlich regelt der Erlass auch die Fristen bei der Rückforderung zu Unrecht erstatteter Beträge. Diese können bis zum Ablauf des dritten auf die Entstehung des Vorsteueranspruchs folgenden Jahres in der Form eines Berichtigungsbescheides geltend gemacht werden. Der Erlass knüpft den Beginn der Frist an den Erstallungszeitraum. 7 Vereinfachungsregeln bei Lagerhaltung Bereits ab 1993 gilt eine Vereinfachungsregelung für Konsignationsläger. Werden die dorthin beförderten Gegenstände durch den Empfänger vor Ablauf von einer Frist von 3 Monaten aus dem Lager entnommen, so gilt das Geschäft als innergemeinschaftlicher Erwerb. Wird die Frist überschritten, so liegt eine steuerpflichtige Lieferung des ausländischen Unternehmers vor. Diese ist wiederum vom französischen Abnehmer zu versteuern (nicht als innergemeinschaftlicher Erwerb, sondern im Reverse-Char- Umsatzsteuer Frankreich S. 7 / 8

8 ge-verfahren). Die Verwaltung hat die Anwendung der Vereinfachungsregel auf alle Arten der Lagerhaltung durch nicht in Frankreich niedergelassene EU-Unternehmer erstreckt und auch Kommissionsgeschäfte in die Regelung mit einbezogen. Während der ausländische Unternehmer nach dieser Regelung keine Steuerpflichten in Frankreich zu erfüllen hat, trifft ihn jedoch bei Überschreitung der Grenzen der Lagerdauer von 3 Monaten die Pflicht zur Erstellung einer statistischen Eingangsmeldung (INTRASTAT). Hierzu benötigt er wie oben ausgeführt wurde eine französische Identifikationsnummer, muss sich also registrieren lassen. 8 Statistische Meldung (INTRASTAT) Bei der Einführung des Binnenmarkts im Jahre 1993 wurden die statistischen Angelegenheiten der Zollverwaltung übertragen. Bei dieser sind monatlich spätestens am 10. Werktag eine statistische Eingangsmeldung ( déclaration à l introduction ) und eine statistische Ausgangsmeldung ( déclaration à l expédition ) durchzuführen. Die Ausgangsmeldung erfüllt gleichzeitig die Zwecke der zusammenfassenden Meldung für die Umsatzsteuer, soweit Lieferungen betroffen sind. Im Rahmen der statistischen Erklärung ( Déclaration d Echange de Biens, DEB ) gelten bestimmte Vereinfachungsregeln: bis EUR vereinfachte Ausgangsmeldung, keine Eingangsmeldung; bis EUR vereinfachte Eingangs- und Ausgangsmeldung; bis EUR beschränkte Eingangsmeldung, vereinfachte Ausgangsmeldung; bis EUR beschränkte Eingangs- und Ausgangsmeldung; ab EUR vollständige Eingangs- und Ausgangsmeldung. Bei der beschränkten Meldung wird das normale Formular verwendet, aber es werden nicht alle Rubriken bedient; bei der vereinfachten Meldung findet ein besonderes Formular Anwendung. Die Pflicht zur Erstellung der statistischen Erklärung trifft jede natürliche oder juristische in Frankreich ansässige oder registrierte Person oder deren Vertreter ( représentant fiscal, mandataire oder répondant ). Daraus folgt, daß die Abgabe von Umsatzsteuererklärungen unmittelbar oder über einen mandataire mit den statistischen Pflichten verknüpft ist. Wird eine statistische Meldung (Eingangs- oder Ausgangsmeldung INTRASTAT) nicht abgegeben, so ist eine Geldstrafe von 750 Euro pro Erklärung. Diese erhöht sich um das Doppelte, wenn auch nach Mahnung eine Erklärung nicht abgegeben wird. Schließlich ist jede unrichtige Angabe in der Erklärung mit einer Geldstrafe von 15 Euro belegt. Der Höchstbetrag beläuft sich auf Euro pro Erklärung. Rechtsstand: Januar 2011 Johannes Viegener ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht, Avocat à la Cour. Sein Tätigkeitsschwerpunkt ist die deutsche und französische Steuerberatung, insbesondere bei Doppelbesteuerungs- und Umsatzsteuerfragen. Zudem ist er ancien Professeur Associé an der Universität Paris XII. Johannes Viegener ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum französischen Steuerrecht. Telefon: / Umsatzsteuer Frankreich S. 8 / 8

Wie stelle ich eine korrekte Rechnung?

Wie stelle ich eine korrekte Rechnung? Rechnungsstellung Wie stelle ich eine korrekte Rechnung?... denn DAMIT fängt das Geldverdienen an! Rechnungsstellung Was ist eine Rechnung? Grundsätzlich jedes Dokument, mit dem eine Leistung abgerechnet

Mehr

Form- und Inhaltsvorschriften für Rechnungen

Form- und Inhaltsvorschriften für Rechnungen Form- und Inhaltsvorschriften für Rechnungen Inhalt 1. Definition... 2 2. Pflicht zur Rechnungsstellung... 2 3. Allgemeine Formvorschriften... 2 4. Notwendige Angaben auf einer Rechnung... 2 5. Rechnungen

Mehr

19 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz (UStG)

19 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz (UStG) 19 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz (UStG) Kleinunternehmerinnen/ Kleinunternehmer Nach 19 Abs. 1 UStG wird die für Umsätze im Sinne des 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG geschuldete Steuer von den Kleinunternehmern (vgl.

Mehr

Mehrwertsteuerrechtliche Registrierung in der EU

Mehrwertsteuerrechtliche Registrierung in der EU Mehrwertsteuerrechtliche Registrierung in der EU Fragen: 1. Wann ist eine Registrierung in der EU grundsätzlich erforderlich? 2. Welche Konsequenzen hat eine Registrierung in der EU? 3. Wie ist das Registrierungsverfahren

Mehr

Das Reverse Charge -Verfahren bei der Umsatzbesteuerung von grenzüberschreitenden Dienstleistungsgeschäften am Beispiel von Bauleistungen

Das Reverse Charge -Verfahren bei der Umsatzbesteuerung von grenzüberschreitenden Dienstleistungsgeschäften am Beispiel von Bauleistungen Das Reverse Charge -Verfahren bei der Umsatzbesteuerung von grenzüberschreitenden Dienstleistungsgeschäften am Beispiel von Bauleistungen Unternehmen, die in Frankreich Bauleistungen erbringen, unterliegen

Mehr

Tipps und Hinweise zum Umsatzsteuerausweis in Handwerkerrechnungen

Tipps und Hinweise zum Umsatzsteuerausweis in Handwerkerrechnungen 03.12.2010 Tipps und Hinweise zum Umsatzsteuerausweis in Handwerkerrechnungen Mit diesem Merkblatt soll ein Überblick gegeben werden, unter welchen Voraussetzungen Handwerker in ihren Rechnungen Umsatzsteuer

Mehr

Ordnungsgemäße Rechnung gem. 14 Abs. 4 UStG. Rechtsstand: April 2013

Ordnungsgemäße Rechnung gem. 14 Abs. 4 UStG. Rechtsstand: April 2013 Ordnungsgemäße Rechnung gem. 14 Abs. 4 UStG Rechtsstand: April 2013 Inhalt I. Muster (Brutto-Rechnungsbetrag über 150 )... 2 II. Erleichterungen für Rechnungen von weniger als 150,- brutto (sog. Kleinstbetragsrechnungen)

Mehr

LESEPROBE DIE UMSATZSTEUER IN BEISPIELEN 6. AUFLAGE 110. 1.12 Ausstellung von Rechnungen ( 11 UStG 1994)

LESEPROBE DIE UMSATZSTEUER IN BEISPIELEN 6. AUFLAGE 110. 1.12 Ausstellung von Rechnungen ( 11 UStG 1994) LESEPROBE DIE UMSATZSTEUER IN BEISPIELEN 6. AUFLAGE 110 1.12 Ausstellung von Rechnungen ( 11 UStG 1994) Allgemeines 11 Abs 1 Berechtigung Verpflichtung Merkmale Anzahlungsrechnung 11 Abs 1a Übergang der

Mehr

SONDER- KLIENTEN-INFO

SONDER- KLIENTEN-INFO 20 Neufeldweg 3, 80 Graz Tel: +43 (0) 316 42428-0, Fax: -31 office@binder-partner.com www.binder-partner.com LG für ZRS Graz, FN 2201a SONDER- KLIENTEN-INFO ZUR ERINNERUNG: FRISTVERKÜRZUNG BEI ZUSAMMENFASSENDER

Mehr

Parkstraße 4. 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage. Mandanteninformation

Parkstraße 4. 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage. Mandanteninformation Parkstraße 4 59439 Holzwickede Tel.: 02301 / 91209-0 Besuchen Sie auch unsere Homepage Mandanteninformation So schreibe ich meine Rechnungen richtig Notwendige Inhalte einer ordnungsgemäßen Rechnung Stand:

Mehr

Wie stelle ich eine korrekte Rechnung?

Wie stelle ich eine korrekte Rechnung? Steuerberater I Rechtsanwalt Wie stelle ich eine korrekte Rechnung?... denn DAMIT fängt das Geldverdienen an! Rechnungsstellung Was ist eine Rechnung? Grundsätzlich jedes Dokument, mit dem eine Leistung

Mehr

Erfordernisse einer Rechnung

Erfordernisse einer Rechnung Erfordernisse einer Rechnung Wann muss ein Unternehmer Rechnungen ausstellen? Der Unternehmer ist nach dem Umsatzsteuergesetz verpflichtet Rechnungen auszustellen, wenn er Umsätze an andere Unternehmer

Mehr

Die Umsatzsteuer bei Wassergenossenschaften

Die Umsatzsteuer bei Wassergenossenschaften Die Umsatzsteuer bei Wassergenossenschaften Mag. Lahner, Dr. Kreilmeier/Raiffeisenverband OÖ März 2003 Rechtliche Einordnung der Wassergenossenschaften Wassergenossenschaften sind Körperschaften öffentlichenrechts.

Mehr

ANFORDERUNGEN AN EINE RECHNUNG. Inhaltsverzeichnis

ANFORDERUNGEN AN EINE RECHNUNG. Inhaltsverzeichnis ANFORDERUNGEN AN EINE RECHNUNG Inhaltsverzeichnis 1. ALLGEMEINES... 2 1.1. STEUERLICHE GRUNDLAGEN... 2 1.2. FORMANFORDERUNGEN... 2 1.2.1. E-Mail-Rechnungen... 2 1.2.2. Fa-Rechnungen... 2 2. FEHLERFOLGEN...

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Wien Senat 18 GZ. RV/0163-W/06 Berufungsentscheidung Der unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung des FT, AdrBw, OrtBw, gegen den Bescheid des Finanzamtes 666 betreffend Umsatzsteuer 2004

Mehr

17. Münsteraner Verwaltertage Die Einführung der Umsatzsteueroption - Beschluss oder Vereinbarung

17. Münsteraner Verwaltertage Die Einführung der Umsatzsteueroption - Beschluss oder Vereinbarung 17. Münsteraner Verwaltertage Die Einführung der - Beschluss oder Vereinbarung Prof. Dr. Florian Jacoby Münster, Beispiel 1 E1 vermietet sein Teileigentum an einen Handwerker [Arzt]. E2 vermietet sein

Mehr

Rechnungen richtig erstellen und Vorsteuerabzug sichern

Rechnungen richtig erstellen und Vorsteuerabzug sichern Rechnungen richtig erstellen und Vorsteuerabzug sichern Die Umsetzung der Mehrwertsteuer- Systemrichtlinie, der EU-Rechnungsrichtlinie als auch aktuell die neue obligatorische Gelangensbestätigungen (eingeführt

Mehr

Der Vertrag und die Rechnung

Der Vertrag und die Rechnung Der Vertrag und die Rechnung Butter bei die Fische Hamburg Kreativgesellschaft HAW 26.05.2014 Dr. Gero Brugmann, LL.M. (UNSW) Der Vertrag und die Rechnung Verträge schließen und Rechnungen schreiben sind

Mehr

Die Umsatzsteuer im EU-Binnenmarkt Praktischer Leitfaden für Unternehmer mit zahlreichen Fallbeispielen, Hinweisen und Tipps

Die Umsatzsteuer im EU-Binnenmarkt Praktischer Leitfaden für Unternehmer mit zahlreichen Fallbeispielen, Hinweisen und Tipps Die Umsatzsteuer im EU-Binnenmarkt Praktischer Leitfaden für Unternehmer mit zahlreichen Fallbeispielen, Hinweisen und Tipps Dr. Susanne Herre Dr. Alexander Neeser IHK Region Stuttgart DIHK Praktischer

Mehr

Das unternehmerische 1x1 Steuern und Buchführung für Gründer

Das unternehmerische 1x1 Steuern und Buchführung für Gründer Handelsrecht Buchführungspflicht für alle Kaufleute nach 238 (1) HGB Führung der Handelsbücher ( 239 HGB) Inventar (Vermögensaufstellung) ( 240, 241 HGB) Entlastung von der Buchführungspflicht 241 a HGB

Mehr

1. Leistungsempfänger ist kein Unternehmer ( 3a Abs. 1 UstG)

1. Leistungsempfänger ist kein Unternehmer ( 3a Abs. 1 UstG) Der neue Ort der sonstigen Leistung im Sinne des UstG Änderung seit dem 01. Januar 2010 I. Allgemeines Die Umsatzsteuer ist eine Steuer, die den Austausch von Leistungen (= Umsatz) besteuert. Sie ist eine

Mehr

Grundsatz zur Rechnungsausstellung; Vereinfachung bei der elektronischen Rechnung zum 1.7.2011

Grundsatz zur Rechnungsausstellung; Vereinfachung bei der elektronischen Rechnung zum 1.7.2011 Grundsatz zur Rechnungsausstellung; Vereinfachung bei der elektronischen Rechnung zum 1.7.2011 Grundsatz zur Rechnungsausstellung Damit eine Rechnung zum Vorsteuerabzug zugelassen wird, muss sie strenge

Mehr

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht Ein Merkblatt der Industrie- und Handelskammer Hannover Kleinunternehmer brauchen für die von ihnen ausgeführten Umsätze keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen

Mehr

Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer für Existenzgründer

Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer für Existenzgründer Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer für Existenzgründer Jede Warenlieferung und Dienstleistung, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt, unterliegt der Umsatzsteuer.

Mehr

HANDLUNGSHINWEISE DES AUSSCHUSSES STEUERRECHT

HANDLUNGSHINWEISE DES AUSSCHUSSES STEUERRECHT HANDLUNGSHINWEISE DES AUSSCHUSSES STEUERRECHT ZUR UMSATZSTEUER 2010 DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE FÜR ANWALTLICHE DIENSTLEISTUNGEN BEI AUSLANDSBEZUG Das Umsatzsteuergesetz wurde mit Wirkung zum 01.01.2010 geändert.

Mehr

Erfordernisse einer Rechnung

Erfordernisse einer Rechnung Erfordernisse einer Rechnung Wann muss ein Unternehmer Rechnungen ausstellen? Der Unternehmer ist nach dem Umsatzsteuergesetz verpflichtet Rechnungen auszustellen, wenn er Umsätze an andere Unternehmer

Mehr

Umsatzsteuer. November 2014

Umsatzsteuer. November 2014 Umsatzsteuer November 2014 Die Umsatzsteuer, häufig auch Mehrwertsteuer genannt, ist die zweitgrößte Einnahmequelle des Bundes und der Länder. Ziel der Umsatzsteuergesetzgebung ist die Besteuerung des

Mehr

Rechnungen - Das muss drinstehen

Rechnungen - Das muss drinstehen Rechnungen - Das muss drinstehen Die Rechnung, die Sie Ihrem Kunden stellen, ist nicht nur für Ihre Unterlagen wichtig, sondern sie ermöglicht Ihrem Kunden den Abzug der Umsatzsteuer, die Sie ihm in Rechnung

Mehr

Wichtige Informationen an unsere Mandanten

Wichtige Informationen an unsere Mandanten Wichtige Informationen an unsere Mandanten Umsatzsteuer bei Bauleistungen zwischen Bauunternehmern Durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004 wird die Umsatzsteuerbesteuerung von Bauleistungen zwischen Bauunternehmern

Mehr

Umsatzsteuer im Auslandsgeschäft

Umsatzsteuer im Auslandsgeschäft Umsatzsteuer im Auslandsgeschäft 20. Windenergietage Schönefeld, Hotel Holiday Inn, 25.-27.11.2011 Dr. Anja Wischermann Rechtsanwältin, Steuerberater Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Mehr

Merkblatt. Anforderungen an eine Rechnung. Inhalt

Merkblatt. Anforderungen an eine Rechnung. Inhalt Anforderungen an eine Rechnung Inhalt 1 Allgemeines 1.1 Steuerliche Grundlagen 1.2 Formanforderungen 1.2.1 Elektronische Übermittlung von Rechnung 1.2.2 E-Mail-Rechnungen 1.2.3 Fa-Rechnungen 1.2.4 Online-Fahrausweise

Mehr

Steuerberater. Merkblatt. Vorsteuervergütungsverfahren. Inhalt. Steffen Feiereis

Steuerberater. Merkblatt. Vorsteuervergütungsverfahren. Inhalt. Steffen Feiereis Steuerberater Steffen Feiereis Merkblatt Vorsteuervergütungsverfahren Inhalt 1 Allgemeines 2 Regelung seit 01.01.2010 3 In Deutschland ansässige Unternehmen 3.1 Unternehmerbescheinigung 3.2 Vorsteuervergütungsverfahren

Mehr

Pflichtangaben einer ordnungsgemäßen Rechnung

Pflichtangaben einer ordnungsgemäßen Rechnung Pflichtangaben einer ordnungsgemäßen Rechnung Wir machen aus Zahlen Werte Wie der Gesetzgeber die Rechnung definiert Eine Rechnung ist jedes Dokument (bzw. eine Mehrzahl von Dokumenten), mit dem über eine

Mehr

Mehrwertsteuerpaket: Neuer Ort der sonstigen Leistung ab 2010 - was Unternehmer jetzt beachten müssen

Mehrwertsteuerpaket: Neuer Ort der sonstigen Leistung ab 2010 - was Unternehmer jetzt beachten müssen Mehrwertsteuerpaket: Neuer Ort der sonstigen Leistung ab 2010 - was Unternehmer jetzt beachten müssen Prüfung des Orts der sonstigen Leistung Ab dem 1.1.2010 gelten neue Regelungen für die Bestimmung des

Mehr

Ungarn Mehrwertsteuererstattungen nach der 13. MwSt-Richtlinie (86/560/EWG)

Ungarn Mehrwertsteuererstattungen nach der 13. MwSt-Richtlinie (86/560/EWG) Ungarn Mehrwertsteuererstattungen nach der 13. MwSt-Richtlinie (86/560/EWG) I. GEGENSEITIGKEITSABKOMMEN Artikel 2 Absatz 2 1. Hat Ihr Land Gegenseitigkeitsabkommen abgeschlossen? Ja. 2. Wenn ja, mit welchen

Mehr

Dreiecksgeschäfte in der Umsatzsteuer

Dreiecksgeschäfte in der Umsatzsteuer Dreiecksgeschäfte in der Umsatzsteuer Was versteht man unter einem Dreiecksgeschäft? Ein Dreiecksgeschäft ist ein Sonderfall des Reihengeschäftes. Die Grundregeln des Reihengeschäftes sind im Infoblatt

Mehr

Rechnungsanforderungen im Umsatzsteuerrecht

Rechnungsanforderungen im Umsatzsteuerrecht Infothek Rechnungsanforderungen im Umsatzsteuerrecht Stand: 12/2013 www.melzer-kollegen.de Rechnungsanforderungen im Umsatzsteuerrecht Die Konsequenzen unrichtiger oder unvollständiger Rechnungsangaben

Mehr

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Otto-Friedrich-Universität Bamberg Otto-Friedrich-Universität Bamberg Merkblatt zur Umsatzsteuerpflicht bei der Auftragsforschung Infolge der Aufhebung der vormaligen Steuerbefreiung der Umsätze der staatlichen Hochschulen aus Forschungstätigkeit

Mehr

SONDERRUNDSCHREIBEN Ausstellung ordnungsmäßiger Rechnungen für den Vorsteuerabzug

SONDERRUNDSCHREIBEN Ausstellung ordnungsmäßiger Rechnungen für den Vorsteuerabzug Peter Kruse Dipl.-Kfm. Jan Kruse, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Andreas Jäckel SONDERRUNDSCHREIBEN Ausstellung ordnungsmäßiger Rechnungen für den Vorsteuerabzug I. Einleitung: Das Umsatzsteuerrecht strotzt

Mehr

Vom BMF wurde hierzu ein Einführungsschreiben herausgegeben. 2

Vom BMF wurde hierzu ein Einführungsschreiben herausgegeben. 2 1. Pflichtangaben in einer Rechnung Die Rechnungsrichtlinie der EU wurde umgesetzt. 1 Vom BMF wurde hierzu ein Einführungsschreiben herausgegeben. 2 1.1 Zeitraum ab 01.01.2004 Pflichtangaben einer Rechnung

Mehr

1. Die Verbuchung der Umsatzsteuer

1. Die Verbuchung der Umsatzsteuer 1. Die Verbuchung der Umsatzsteuer 59 1. Die Verbuchung der Umsatzsteuer Im Inland erbrachte Lieferungen und sonstige Leistungen eines Unternehmers unterliegen i.d.r. der Umsatzsteuer. Der Steuersatz beträgt

Mehr

1&1 Vertriebspartner Bestätigung des Umsatzsteuer-Status

1&1 Vertriebspartner Bestätigung des Umsatzsteuer-Status 1&1 Vertriebspartner Bestätigung des Umsatzsteuer-Status Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular zurück an 1&1 Telecom GmbH Elgendorfer Strasse 57 D-56410 Montabaur Faxnummer 0800 10 13 038 1&1 Vertriebspartner-ID

Mehr

SEITE 6 UMSATZSTEUER ÜBERGANG DER STEUERSCHULD. 1 Einleitung

SEITE 6 UMSATZSTEUER ÜBERGANG DER STEUERSCHULD. 1 Einleitung SEITE 6 1 Einleitung Ein Unternehmer, der eine steuerpflichtige Lieferung durchgeführt bzw. eine steuerpflichtige Leistung erbracht hat, schuldet im Normalfall die auf das Entgelt entfallende Umsatzsteuer

Mehr

Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer

Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer I. Allgemeines II. Wer ist Kleinunternehmer III. Ermittlung der Umsatzgrenzen IV. Folgen der Kleinunternehmerregelung V. Folgen des Überschreitens der Umsatzschwelle

Mehr

Rechnung das muss drinstehen

Rechnung das muss drinstehen Rechnung das muss drinstehen Die Rechnung, die Sie Ihrem Kunden stellen, ist nicht nur für Ihre Unterlagen wichtig, sondern sie ermöglicht Ihrem Kunden den Abzug der Umsatzsteuer, die Sie ihm in Rechnung

Mehr

Workshop: Praktische Anwendungsfälle der sog. Fiskalverzollung (Zollverfahren 42)

Workshop: Praktische Anwendungsfälle der sog. Fiskalverzollung (Zollverfahren 42) Workshop: WS Süd GmbH Steuerberatungsgesellschaft Karlsruher Straße 21 78048 Villingen-Schwenningen Telefon +49 7721 99818-0 Telefax +49 7721 99818-10 www.ws-sued.de Praktische Anwendungsfälle der sog.

Mehr

Erstattung ausländischer Vorsteuern. Stand: 1. Januar 2015

Erstattung ausländischer Vorsteuern. Stand: 1. Januar 2015 Erstattung ausländischer Vorsteuern Stand: 1. Januar 2015 1. Möglichkeiten der Erstattung von ausländischer Umsatzsteuer 2. Materielle Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Vergütungsverfahrens 3.

Mehr

Aktuelle Änderungen bei der Umsatzsteuer für polnische Unternehmer in Deutschland. Uwe Komm Diplom-Finanzwirt Steuerberater 11.

Aktuelle Änderungen bei der Umsatzsteuer für polnische Unternehmer in Deutschland. Uwe Komm Diplom-Finanzwirt Steuerberater 11. Aktuelle Änderungen bei der Umsatzsteuer für polnische Unternehmer in Deutschland Uwe Komm Diplom-Finanzwirt Steuerberater 11. Juni 2010 Seminar UNI-BUD in Kolberg 11.-12.06.2010 BM Partner Revision GmbH

Mehr

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht

Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht Ein Merkblatt Ihrer IHK Kleinunternehmer im Umsatzsteuerrecht Die Kleinunternehmerbesteuerung ist in 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) geregelt. Der 19 UStG räumt den sogenannten Kleinunternehmern gewisse

Mehr

Sonder-KlientenInfo. Neuregelungen bei der Umsatzsteuer ab 1.1.2010

Sonder-KlientenInfo. Neuregelungen bei der Umsatzsteuer ab 1.1.2010 Sonder-KlientenInfo Neuregelungen bei der Umsatzsteuer ab 1.1.2010 Mit dem Budgetbegleitgesetz 2009 wurde die EU-Richtlinie 2008/8/EG (Mehrwertsteuer-Paket) umgesetzt, die zu einer grundsätzlichen Neuregelung

Mehr

Infotext. Die Einführung ist rasch und überhastet gekommen, vieles ist unklar und es bleibt kaum Zeit, die notwendigen Adaptierungen vorzunehmen.

Infotext. Die Einführung ist rasch und überhastet gekommen, vieles ist unklar und es bleibt kaum Zeit, die notwendigen Adaptierungen vorzunehmen. Infotext Durch das 2. Abgabenänderungsgesetz 2002 tritt am 1.10.2002 eine neue Bestimmung (Reverse Charge System) im Umsatzsteuergesetz in Kraft, die für die Baubranche und die mit ihr verwandten Branchen

Mehr

Merkblatt. Anforderungen an eine Rechnung. Inhalt

Merkblatt. Anforderungen an eine Rechnung. Inhalt Anforderungen an eine Rechnung Inhalt 1 Allgemeines 1.1 Steuerliche Grundlagen 1.2 Formanforderungen 1.2.1 Elektronische Übermittlung von Rechnung 1.2.2 E-Mail-Rechnungen 1.2.3 Fa-Rechnungen 1.2.4 Online-Fahrausweise

Mehr

Rechnungen und Gutschriften im Umsatzsteuerrecht

Rechnungen und Gutschriften im Umsatzsteuerrecht Rechnungen und Gutschriften im Umsatzsteuerrecht Inhaltsverzeichnis I. Definition II. Maßgeblich anzuwendendes Recht für die Rechnungsausstellung III. Rechnungen und Gutschriften IV. Rechnungsausstellung

Mehr

Vereinsberatung: Steuern. Umsatzsteuer. Leitfaden

Vereinsberatung: Steuern. Umsatzsteuer. Leitfaden Leitfaden Unternehmereigenschaft eines Vereins Es muss sich um einen Unternehmer handeln (Ein Verein ist Unternehmer, wenn er nachhaltig mit Wiederholungsabsicht tätig ist um Einnahmen zu erzielen) Es

Mehr

25. November 2009. Umsatzsteuer: Neuregelung des Orts der Sonstigen Leistung. Sehr geehrte Mandanten,

25. November 2009. Umsatzsteuer: Neuregelung des Orts der Sonstigen Leistung. Sehr geehrte Mandanten, 25. November 2009 Umsatzsteuer: Neuregelung des Orts der Sonstigen Leistung Sehr geehrte Mandanten, durch das Jahressteuergesetz 2009 ergeben sich weit reichende Änderungen für Unternehmer, die Dienstleistungen

Mehr

Wichtige Änderungen im Schweizer Mehrwertsteuerrecht ab 01.01.2010

Wichtige Änderungen im Schweizer Mehrwertsteuerrecht ab 01.01.2010 Wichtige Änderungen im Schweizer Mehrwertsteuerrecht ab 01.01.2010 1. Einleitung Zum 01.01.2010 wird in der Schweiz ein neues Mehrwertsteuergesetz (im Folgenden: nmwstg) in Kraft treten. Das neue Gesetz

Mehr

Merkblatt zur Umsatzsteuerpflicht der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Bereich der Entgelte aus Aufträgen Dritter (Auftragsforschung)

Merkblatt zur Umsatzsteuerpflicht der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Bereich der Entgelte aus Aufträgen Dritter (Auftragsforschung) Merkblatt zur Umsatzsteuerpflicht der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Bereich der Entgelte aus Aufträgen Dritter (Auftragsforschung) 1. Rechtliche Grundlagen Mit dem Steueränderungsgesetz vom

Mehr

BEI LIEFERUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHLAND UND CHINA

BEI LIEFERUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHLAND UND CHINA UMSATZSTEUER BEI LIEFERUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHLAND UND CHINA Stefan Rose Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 7. Oktober 2008 BM Partner Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BM Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft

Mehr

Elektronische Rechnungen. Endlich einfach?

Elektronische Rechnungen. Endlich einfach? Elektronische Rechnungen Endlich einfach? Informationstag für Unternehmen in Zittau 13.06.2012 Angela Looke Niederlassungsleiterin Löbau Steuerberaterin Diplom-Kauffrau angela.looke@connex-stb.de +49 (0)

Mehr

Buchhaltung und Rechnungswesen Erfordernis, Vorschriften und Aussagekraft 1. Teil: Vereinsorganisation und Steuern

Buchhaltung und Rechnungswesen Erfordernis, Vorschriften und Aussagekraft 1. Teil: Vereinsorganisation und Steuern Buchhaltung und Rechnungswesen Erfordernis, Vorschriften und Aussagekraft 1. Teil: Vereinsorganisation und Steuern Ralf Stahl 1 Die Themen Vereinsorganisation Buchführung Umsatzsteuer Kostenrechnung 2

Mehr

Steuerschuldumkehr beim Bezug von Leistungen und Werklieferungen aus dem Ausland

Steuerschuldumkehr beim Bezug von Leistungen und Werklieferungen aus dem Ausland Steuerschuldumkehr beim Bezug von Leistungen und Werklieferungen aus dem Ausland Vorbemerkung 1 1. Welche Verträge führen zur Steuerschuldnerschaft 1 2. Wer ist Steuerschuldner? 3 3. Anforderungen an die

Mehr

Gutachten. MwSt. (USt.) Registrierung in Italien

Gutachten. MwSt. (USt.) Registrierung in Italien Gutachten MwSt.(USt.) RegistrierunginItalien Einkauf Verkauf Definition Durch die direkte Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer Registrierung in Italien, auch Direktidentifizierung oder Direktanmeldung genannt,

Mehr

Merkblatt zur innergemeinschaftlichen Lieferung

Merkblatt zur innergemeinschaftlichen Lieferung Merkblatt zur innergemeinschaftlichen Lieferung I. Innergemeinschaftliche Lieferung Bei einer innergemeinschaftlichen Lieferung wird der Gegenstand der Lieferung aus dem Gebiet eines Mitgliedstaates in

Mehr

Steuern I News I Recht

Steuern I News I Recht Steuern I News I Recht Merkblatt Rechnung und Vorsteuerabzug Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant, in dieser Information möchten wir Sie auf die wichtigsten Punkte bei der Rechnungsstellung hinweisen.

Mehr

STEUERRECHT UND STEUERBERATUNG. Band 54

STEUERRECHT UND STEUERBERATUNG. Band 54 STEUERRECHT UND STEUERBERATUNG Band 54 Rechnungen im Umsatzsteuerrecht Rechtssichere Erstellung, Prüfung und Aufbewahrung konventioneller und elektronischer Rechnungen Von Prof. Dipl.-Kfm. Rolf-Rüdiger

Mehr

Im Visier: Gesetzliche Grundlagen: Umsatzsteuergesetz (UStG) Umsatzsteuer Durchführungsverordnung (UStDV) 20.10.2014

Im Visier: Gesetzliche Grundlagen: Umsatzsteuergesetz (UStG) Umsatzsteuer Durchführungsverordnung (UStDV) 20.10.2014 Im Visier: Gesetzliche Grundlagen: Umsatzsteuergesetz (UStG) Umsatzsteuer Durchführungsverordnung (UStDV) 2 1 Der Umsatzsteuer unterliegen: Die Lieferungen oder sonstige Leistungen, die ein Unternehmer

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 5. Abkürzungsverzeichnis... 16

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 5. Abkürzungsverzeichnis... 16 7 Inhaltsverzeichnis Vorwort... 5 Abkürzungsverzeichnis... 16 1 Einführung in die Umsatzsteuer... 17 1.1 Welche Bedeutung hat die Umsatzsteuer?... 18 1.2 Wie ist die Umsatzsteuer in der Europäischen Union

Mehr

Lieferschwellen und Erwerbsschwellen in den EU-Mitgliedstaaten

Lieferschwellen und Erwerbsschwellen in den EU-Mitgliedstaaten UMSATZSTEUER Lieferschwellen und Erwerbsschwellen in den EU-Mitgliedstaaten Im Zusammenhang mit der sogenannten Versandhandelsregelung (Versendung bzw. Beförderung der Gegenstände durch den Lieferanten

Mehr

Abschnitt I: Umsatzsteuer allgemein

Abschnitt I: Umsatzsteuer allgemein Abschnitt I: Umsatzsteuer allgemein 1. Umsatzsteuerpflichtige Tatbestände... 11 1.1 Welche Leistungen unterliegen der Umsatzsteuer?... 11 1.2 Was versteht man unter Eigenverbrauch?... 18 1.3 Einfuhr von

Mehr

Umkehr der Umsatzsteuerschuld bei Bauleistungen gemäß 13b UStG ab 1. April 2004. Häufig gestellte Fragen

Umkehr der Umsatzsteuerschuld bei Bauleistungen gemäß 13b UStG ab 1. April 2004. Häufig gestellte Fragen Zentralverband des Deutschen Handwerks Abt. Steuer- und Finanzpolitik Umkehr der Umsatzsteuerschuld bei Bauleistungen gemäß 13b UStG ab 1. April 2004 Häufig gestellte Fragen I. Wann ist die neue Vorschrift

Mehr

Mandanten-Information

Mandanten-Information Uta Ulrich Steuerberater Klughäuser Weg 16a 08359 Breitenbrunn Mandanten-Information Sehr geehrte Damen und Herren, im Mai 2009 mit diesem Schreiben möchte ich Sie aus gegebenem Anlass darüber informieren,

Mehr

ZUSAMMENFASSENDE MELDUNG (ZM) für sonstige Leistungen ab 2010

ZUSAMMENFASSENDE MELDUNG (ZM) für sonstige Leistungen ab 2010 ZUSAMMENFASSENDE MELDUNG (ZM) für sonstige Leistungen ab 2010 Gesetzliche Grundlagen: Ab 2010 sind auf Grund der RL 2008/8/EG in allen EU-Mitgliedstaaten bestimmte sonstige Leistungen in die ZM aufzunehmen.

Mehr

Umsatzsteuer von A - Z

Umsatzsteuer von A - Z Umsatzsteuer von A - Z Gesetzliche Grundlagen: Umsatzsteuergesetz (UStG) Umsatzsteuer Durchführungsverordnung (UStDV) Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie 2 Der Umsatzsteuer unterliegen Die Lieferungen oder

Mehr

Umsatzsteuer von A - Z

Umsatzsteuer von A - Z Umsatzsteuer von A - Z Gesetzliche Grundlagen: Umsatzsteuergesetz (UStG) Umsatzsteuer Durchführungsverordnung (UStDV) Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie 2 1 Der Umsatzsteuer unterliegen Die Lieferungen oder

Mehr

Leseprobe aus "Umsatzsteuer Basiswissen für das Rechnungswesen" 4. Auflage April 2015. Einleitung Kapitel 1. 1.1 Das österreichische Umsatzsteuerrecht

Leseprobe aus Umsatzsteuer Basiswissen für das Rechnungswesen 4. Auflage April 2015. Einleitung Kapitel 1. 1.1 Das österreichische Umsatzsteuerrecht Einleitung Kapitel 1 Kapitel 1 Einleitung 1.1 Das österreichische Umsatzsteuerrecht 1.1.1 Umsatzsteuergesetz 1994 Das österreichische Umsatzsteuerrecht ist im Bundesgesetz über die Besteuerung der Umsätze

Mehr

Umsatzsteuerliche Pflichtangaben in einer Rechnung ab 1. Januar 2004

Umsatzsteuerliche Pflichtangaben in einer Rechnung ab 1. Januar 2004 Umsatzsteuerliche Pflichtangaben in einer Rechnung ab 1. Januar 2004 Durch das Steuerä nderungsgesetz 2003 wurden u.a. die Bestimmungen der Richtlinie 2001/115/EG vom 20. Dezember 2001 (Rechnungsrichtlinie)

Mehr

Hobel und Späne GMBH Hauptstraße 31 1140 Wien Tel.: 01/ 456 78 90

Hobel und Späne GMBH Hauptstraße 31 1140 Wien Tel.: 01/ 456 78 90 Rechnung bis 50,00 inkl. Umsatzsteuer Hobel und Späne GMBH Hauptstraße 6. Ausstellungsdatum Lieferdatum: 2.7.202. Tag der oder sonstigen Wien, 2.7.202 0,00 0,00 Holztruhe Stauraum 90,00 5,00 2. Menge und

Mehr

MERKBLATT zur Systematik der Umsatzsteuer

MERKBLATT zur Systematik der Umsatzsteuer MERKBLATT zur Systematik der Umsatzsteuer Die Umsatzsteuer spielt, insbesondere bei unternehmerischen Projekten, eine immer größere Rolle. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über

Mehr

Teil III B Erläuterungen zum Vordruck Anlage UR 2013 zur Umsatzsteuererklärung USt 2 A 2013

Teil III B Erläuterungen zum Vordruck Anlage UR 2013 zur Umsatzsteuererklärung USt 2 A 2013 72 B. Umsatzsteuerjahreserklärung Teil III B Erläuterungen zum Vordruck Anlage UR 2013 zur Umsatzsteuererklärung USt 2 A 2013 (gegliedert nach den am Rand des beigefügten amtlichen Musters angegebenen

Mehr

Neuregelungen bei der Umsatzsteuer ab 01.01.2010

Neuregelungen bei der Umsatzsteuer ab 01.01.2010 Linz, am 18. Dezember 2009 Aktuelle Informationen rund um Steuern, Betriebswirtschaft und Personalverrechnung INFORM Steuerjournal Ausgabe 3/2009 Neuregelungen bei der Umsatzsteuer ab 01.01.2010 Mit dem

Mehr

Umsatzsteuer & mehr. Steuerliche Aspekte im internationalen Onlinehandel (EU) Daniel Ziska Diplom-Kaufmann (FH) Steuerberater

Umsatzsteuer & mehr. Steuerliche Aspekte im internationalen Onlinehandel (EU) Daniel Ziska Diplom-Kaufmann (FH) Steuerberater Umsatzsteuer & mehr Steuerliche Aspekte im internationalen Onlinehandel (EU) Diplom-Kaufmann (FH) Steuerberater Berlin, 10. Februar 2009 ÜbersichtTitel Themen Kurze Vorstellung der MERIDIUM Die Basics

Mehr

Signatur für alle Umsätze, die nach dem 30.06.2011 ausgeführt werden, nicht mehr zwingend erforderlich.

Signatur für alle Umsätze, die nach dem 30.06.2011 ausgeführt werden, nicht mehr zwingend erforderlich. Rechnungsinhalt Umsatzsteuerliche Vorschriften zur Rechnungsstellung des Unternehmers und zur Prüfung von Eingangsrechnungen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen sollen! Die steuerlichen und insbesondere

Mehr

Richtige Rechnungen schreiben Teure Fehler vermeiden! Mag. (FH) Jürgen Sykora Steuerberatungskanzlei Bernd Sykora

Richtige Rechnungen schreiben Teure Fehler vermeiden! Mag. (FH) Jürgen Sykora Steuerberatungskanzlei Bernd Sykora Richtige Rechnungen schreiben Teure Fehler vermeiden! Mag. (FH) Jürgen Sykora Steuerberatungskanzlei Bernd Sykora 1. Welches Recht kommt zur Anwendung? 2. Elektronische Rechnung 3. Was muss auf einer Rechnung

Mehr

Dreiecksgeschäfte in der Umsatzsteuer

Dreiecksgeschäfte in der Umsatzsteuer Dreiecksgeschäfte in der Umsatzsteuer Was versteht man unter einem Dreiecksgeschäft? Ein Dreiecksgeschäft ist ein Sonderfall des Reihengeschäftes. Die Grundregeln des Reihengeschäftes sind im Infoblatt

Mehr

Herzlich willkommen zum

Herzlich willkommen zum Herzlich willkommen zum Gründercafe Steuern kommt von steuern 2. August 2011 1 Gliederung des Vortrags 1. Steuerliche Anmeldung beim Finanzamt 2. Meine erste Rechnung 3. Umsatzsteuerrechtliche Sonderthemen

Mehr

Reverse-Charge-Verfahren ( 13 b UStG)

Reverse-Charge-Verfahren ( 13 b UStG) Reverse-Charge-Verfahren ( 13 b UStG) Begriff In bestimmten Fällen schuldet nicht der leistende, sondern ausnahmsweise der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt. Diese Umkehr der

Mehr

Umsatzbesteuerung beim innergemeinschaftlichen Erwerb

Umsatzbesteuerung beim innergemeinschaftlichen Erwerb MERKBLATT Recht und Steuern Umsatzbesteuerung beim innergemeinschaftlichen Erwerb Bezieht ein Unternehmer eine Warenlieferung von einem Unternehmer aus dem EU- Binnenmarkt unterliegt dieser Umsatz beim

Mehr

Umsatzsteuer: Ein Vorschlag für ein innerbetriebliches Kontrollverfahren zur künftigen Sicherung des Vorsteuerabzugs

Umsatzsteuer: Ein Vorschlag für ein innerbetriebliches Kontrollverfahren zur künftigen Sicherung des Vorsteuerabzugs Umsatzsteuer: Ein Vorschlag für ein innerbetriebliches Kontrollverfahren zur künftigen Sicherung des Vorsteuerabzugs Mit dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 zielt der Gesetzgeber wie der Titel schon erkennen

Mehr

Dr. Klaus Junkes-Kirchen 13.09.2013

Dr. Klaus Junkes-Kirchen 13.09.2013 19 % 1 UStG Steuerbare Umsätze: Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Umsätze: 1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens

Mehr

Informationen zur elektronischen Übermittlung der ZM finden Sie auf der Internetseite www.bzst.bund.de.

Informationen zur elektronischen Übermittlung der ZM finden Sie auf der Internetseite www.bzst.bund.de. ANLEITUNG zur Zusammenfassenden Meldung Abkürzungen: ZM = Zusammenfassende Meldung USt-IdNr. = Umsatzsteuer-Identifikationsnummer UStG = Umsatzsteuergesetz USt = Umsatzsteuer AO = Abgabenordnung BZSt =

Mehr

Umsatzsteuer Wichtige Neuerungen: Wer schuldet die Steuer bei Bauleistungen?

Umsatzsteuer Wichtige Neuerungen: Wer schuldet die Steuer bei Bauleistungen? WIRTSCHAFT UND RECHT W 041/2014 vom 10.04.2014 Umsatzsteuer Wichtige Neuerungen: Wer schuldet die Steuer bei Bauleistungen? Bitte beachten Sie, dass die neuen Grundsätze des BMF-Schreibens (Anlage 1) ohne

Mehr

Das kleine (oder auch große) Rechnungs-Einmaleins

Das kleine (oder auch große) Rechnungs-Einmaleins HLB Ratgeber II/2014 Das kleine (oder auch große) Rechnungs-Einmaleins Steuertipps rund um die Rechnung und die elektronische Rechnung Dem Finanzamt genügt oft schon ein kleiner formaler Fehler um den

Mehr

Steuerschuld des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Grunderwerb ( 13b UStG)

Steuerschuld des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Grunderwerb ( 13b UStG) Steuerschuld des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Grunderwerb ( 13b UStG) Im Haushaltsbegleitgesetz 2004 wird die Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ( 13b UStG) neu

Mehr

SONDERRUNDSCHREIBEN Ausstellung ordnungsmäßiger Rechnungen für den Vorsteuerabzug

SONDERRUNDSCHREIBEN Ausstellung ordnungsmäßiger Rechnungen für den Vorsteuerabzug Peter Kruse Dipl.-Kfm. Jan Kruse Dipl.-Kfm. Andreas Jäckel SONDERRUNDSCHREIBEN Ausstellung ordnungsmäßiger Rechnungen für den Vorsteuerabzug I. Einleitung: Das Umsatzsteuerrecht strotzt von Formalien.

Mehr

Dienstleistungen seit 1. Januar 2010 ( VAT-Package ) - Grundlagen

Dienstleistungen seit 1. Januar 2010 ( VAT-Package ) - Grundlagen Dienstleistungen seit 1. Januar 2010 ( VAT-Package ) - Grundlagen Agenda Einführung Tatbestand der sonstigen Leistung Ort der sonstigen Leistung Umfang der Umkehrung der Steuerschuldnerschaft Abschließender

Mehr

Rechnungseingang: Checkliste

Rechnungseingang: Checkliste Rechnungseingang: Checkliste Seite 1 Rechnungseingang: Checkliste Für Zwecke des Vorsteuerabzugs muss eine Rechnung nach 14 Abs. 4 und 14a folgende Angaben enthalten: vollständiger Name und die vollständige

Mehr

SONDERRUNDSCHREIBEN UMSATZSTEUER 2002

SONDERRUNDSCHREIBEN UMSATZSTEUER 2002 R E S W i r t s c h a f t s t r e u h a n d Steuerberatungs und Buchprüfungsgesellschaft m.b.h. A - 1030 Wien Rasumofskygasse 10/17 Tel: 0043 1 714 42 16 Fax: 0043 1 714 42 16 16 R E S. W T H @ A O N.

Mehr

Universität Hannover Grundlagen zur Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre II: Verkehr- und Substanzsteuern Sommersemester 2009

Universität Hannover Grundlagen zur Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre II: Verkehr- und Substanzsteuern Sommersemester 2009 Universität Hannover Grundlagen zur Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre II: Verkehr- und Substanzsteuern Sommersemester 2009 Lösungen zu den Übungsaufgaben zur Umsatzsteuer 1. Aufgabe a) Horst hat die

Mehr

Verfahrensanweisung Buchhaltung

Verfahrensanweisung Buchhaltung 1. Prozessziel Der Prozess ist ein Hilfsprozess im Zuge der Projektbearbeitung im Rahmen der Sachverständigentätigkeit. Ziel dieser Verfahrensanweisung ist es, die einheitliche Ausführung aller stätigkeiten

Mehr